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DE627088C - Verfahren zur Herstellung von Reifendecken fuer UEberballonreifen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reifendecken fuer UEberballonreifen

Info

Publication number
DE627088C
DE627088C DES105335D DES0105335D DE627088C DE 627088 C DE627088 C DE 627088C DE S105335 D DES105335 D DE S105335D DE S0105335 D DES0105335 D DE S0105335D DE 627088 C DE627088 C DE 627088C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
core
tire
manufacture
water
clay
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES105335D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pirelli and C SpA
Original Assignee
Pirelli SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pirelli SpA filed Critical Pirelli SpA
Application granted granted Critical
Publication of DE627088C publication Critical patent/DE627088C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D30/00Producing pneumatic or solid tyres or parts thereof
    • B29D30/06Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
    • B29D30/08Building tyres
    • B29D30/10Building tyres on round cores, i.e. the shape of the core is approximately identical with the shape of the completed tyre
    • B29D30/12Cores

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
  • Heating, Cooling, Or Curing Plastics Or The Like In General (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
9. MÄRZ 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVI 627088 KLASSE 39 b GRUPPE
Societä Italiana Pirelli in Mailand, Italien
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1932 ab
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Reifendecken für sogenannte Überballonreifen, welche sich bekanntlich durch einen großen Außendurchmesser, durch große Breite des Deckenhohlraumes sowie durch einen verhältnismäßig kleinen Innendurchmesser an den Wülsten auszeichnen. Derartige Reifendecken wurden bisher in derselben Weise hergestellt wie normale Reifendecken, und zwar mit Hilfe von zusammenklappbaren Metallkernen. Eine derartige Herstellungsweise, welche für normale Reifendecken durchaus brauchbar ist, bringt jedoch bei der Herstellung von Decken für Überballonreifen außerordentlich große Schwierigkeiten mit sich; denn da bei den letztgenannten Reifendecken der Unterschied zwischen dem größten Durchmesser des Hohlraumes der Reifendecke und dem Durchmesser an den Wülsten im Vergleich zu den normalen Reifendecken, besonders groß ist, so läßt sich der Metallkern, selbst wenn er teilweise zusammenklappbar ist, nur unter starken Zugbeanspruchungen der Reifendecke durch die verhältnismäßig kleine Öffnung zwischen den Wülsten entfernen. Hierbei ist jedoch eine Beschädigung der Reifendecke nicht zu vermeiden.
Die Verwendung von Metallkernen hatte ferner infolge der schlechten Entfernbarkeit der Kerne den Nachteil, daß Reifendecken, bei denen das Verhältnis des größten Durchmessers des Reifenhohlraumes zum Durchmesser an den Wülsten einen bestimmten ' Wert überschreitet, nicht mehr herstellbar sind.
Zwecks Überwindung dieser Schwierigkeiten hat man auch schon vorgeschlagen, ein zylindrisches Band als Ausgangsmaterial zu benutzen, dessen Durchmesser gleich dem Durchmesser des fertig hergestellten Reifens ist. Dieses Band wurde dann längs seiner Ränder im Durchmesser bis auf den gewünschten Wulstdurchmesser der Decke mit Hilfe von Zugstangen, die mit den Rändern des Bandes verbunden wurden, verkürzt.
Nach einem anderen Verfahren hat man auch schon versucht, ein zylindrisches Band zu benutzen, dessen Durchmesser zwischen dem größten und kleinsten Durchmesser der fertigen Reifendecke lag. Längs der Ränder wurde der Durchmesser dieses Bandes durch Zugstangen verkürzt, während die mittlere Zone des Bandes bis auf den größten Durchmesser der Decke durch pneumatische, zur Formung dienende Taschen ausgedehnt wurde.
Diese Verfahren sind jedoch nicht geeignet, die genannten Schwierigkeiten zu beheben, da sich bei Ausführung dieser Verfahren vielfach eine Verschiebung der einzelnen Lagen der Reifendecken ergibt und die einzelnen Schichten der Reifendecke in ungenügendem Maße aneinanderhaften, so daß bei Benutzung der Reifendecke vielfach eine Trennung der Schichten in dem Gerippe eintritt. ίο Die genannten Übelstande werden nun erfmdungsgemäß dadurch behoben, daß die Reifendecke auf einem in Wasser dispergierbaren Formkern aus einer plastischen Masse, die in Wasser dispergierbare Kreide oder Ton, einen tonhaltigen Sand oder ein ähnliches, in Wasser dispergierbares anorganisches Kolloid enthält, mit oder ohne Verwendung eines Bindemittels, wie Gummiarabikum oder Casein, sowie mit oder ohne Anzo wendung eines Füllmittels, wie Sägemehl, hergestellt wird. Der Kern dient hierbei als Dorn für die zur Herstellung der Reifendecke verwendete Vorrichtung und wird nach Fertigstellung der Reifendecke aus letzterer ausgewaschen.
Durch das in dieser Weise ausgeführte Verfahren werden nicht nur die sonst mit der Herstellung von Überballonreifen verbundenen Schwierigkeiten behoben, sondern gleichzeitig auch noch wesentliche wirtschaftliche Ersparnisse bei der Herstellung solcher Reifen erzielt. So ist vor allem der erfindungsgemäß hergestellte Kern aus kolloidalem Ton, Gießereiformsand u. dgl. billig in der Herstellung, und seine Entfernung aus dem Inneren der Decke erfordert weniger Zeit als die Entfernung der bisher gebräuchlichen, zur Formbildung dienenden Grundkörper.
- Die Verwendung bzw. Eignung des erfindungsgemäß hergestellten Kernmaterials zur Herstellung von Reifendecken für Überballonreifen ist um so überraschender, als die Drücke und Spannungen, welche die'einzelnen aus Leinwand, Kautschuk, Verstärkungsmaterial, Schutzstreifen u. dgl. bestehenden Lagen erleiden, auf den Kern übertragen werden, der somit außerordentlich widerstandsfähig sein muß, falls er den großen Beanspruchungen standhalten soll.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß die Verwendung eines in Wasser löslichen Kernes zur Herstellung hohler Kautschukgegenstände, wie Klystierspritzen, Gummibälle, Heißwasserflaschen, reifenförmige Luftkissen u. dgl., mit Hilfe von auswaschbaren Kernen bekannt ist. Derartige Kerne, welche aus Kalk und Gips oder aus Ton oder Kalk bestehen, können zwar für die Herstellung der genannten Gegenstände verwendet werden, da wesentliche Drucke bei deren Herstellung, die durch Eintauchen des Kernes in eine Kautschukmasse oder durch einfaches Herumlegen des Kautschukmaterials erfolgt, nicht eintreten. Für die Herstellung von Reifendecken für Überballonreifen sind derartige Kerne jedoch völlig ungeeignet.
Die Erfindung sei nunmehr an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Zuerst wird eine plastische Mischung hergestellt, indem man beispielsweise fein zermahlenen, .in pulverförmigen" Zustand gebrachten Ton mit so viel Wasser mischt, daß die erhaltene Mischung ohne weiteres durch einen Formungsprozeß in die Gestalt des Kernes gebracht werden kann. Gegebenen· falls können in der Form, in welcher der Kern gebildet wird, Verstärkungsdrähte für · den Kern angebracht werden. Weiterhin wird in der zur Herstellung des Kernes dienenden Form zweckmäßig ein Ring aus dünnem Blech angebracht, welcher auf der Oberfläche des herzustellenden Kernes in der Nähe der Wülste der über den Kern herzustellenden Reifendecke eine Blechverkleidung bildet. Diese Verkleidung der Kernoberfläche dient dazu, das Rollen der Reifenwulst in einfacher Weise zu ermöglichen.
Nachdem der Kern aus der Form herausgenommen ist, wird er in einem Ofen getrocknet, dessen Temperatur während des Trocknungsprozesses derart geregelt wird, daß eine schädliche Einwirkung auf die chemische oder physikalische Natur der Kernbestandteile verhindert wird. Der Trockenvorgang wird fortgesetzt, bis der Kern die gewünschte Härte und Steifheit, welche für seinen eigentlichen Zweck notwendig ist, erhalten hat. Der Kern kann unter Umständen vor oder nach dem Trockenprozeß mit einem biegsamen Material, beispielsweise Papier, dünnem Textilgewebe o. dgl., überzogen werden, um die Oberfläche des Kernes zu verstärken oder um dem Kern eine glatte Oberfläche zu geben.
Der getrocknete und fertiggemachte Kern wird dann auf einem geeigneten Träger befestigt, worauf die Reifendecke auf dem Kern gebildet wird, indem die einzelnen Lagen aus Gewebe und Kautschuk nacheinander in der üblichen Weise auf den Kern aufgebracht werden. Wenn die Reifendecke auf dem Kern gebildet ist, wird der Kern mit der Decke von dem erwähnten Träger abgenommen, und beide Teile werden in kaltes oder in warmes Wasser eingetaucht. Das Wasser wirkt auf die Bestandteile des Kernes ein und führt einen raschen Zerfall des Kernes herbei, indem es entweder den Kern plastisch macht oder die Bindemittel auflöst.
In der· genannten Weise wird der Kern aus dem Inneren der Decke leicht entfernt. Wenn der Kern Verstärkungsdrähte aufweist
und mit Verkleidungen zwecks Herstellung der Wülste versehen ist, so können diese Teile nachträglich ohne weiteres aus der Decke herausgenommen werden.
Die in der beschriebenen Weise hergestellte Decke wird dann auf beliebige Weise vulkanisiert, beispielsweise in einer Form, die sich in einer Autoklavenpresse befindet, wobei die Decke im Innern der Form zur Herbeiführung ihrer gewünschten Gestalt mittels aufgeblasener, im Innern der Decke angeordneter Lufttaschen unter Spannung gehalten wird.
Die Decke kann aber auch vulkanisiert werden, wenn sie sich noch auf dem Kern befindet. In diesem Fall muß dafür gesorgt werden, daß das Wasser oder der Dampf, welcher bei der Vulkanisation verwendet wird, nicht mit dem Kern in Berührung kommt, da dieses Wasser oder der Dampf den Kern beschädigen würde. Der Kern kann irgendeine beliebige Querschnittsform entsprechend der Form der herzustellenden Reifendecke besitzen. Der Kern kann im Querschnitt kreisförmig, rechtwinklig- oder elliptisch sein. Der kolloidale Tonformsand oder der sonst zur Anwendung gekommene Hauptbestandteil des Kernes kann, nachdem der Kern zum Zerfall gebracht worden ist, wiedergewonnen und für einen neuen Kern verwendet werden.
Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen schematisch und beispielsweise einen Kern, der erfindungsgemäß ausgebildet ist, sowie den Träger des Kernes.
Fig. ι ist ein Axialschnitt durch den fertigen Kern.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht auf einen Teil des Kernes, während
Fig. 3 in Seitenansicht den Halter des Kernes mit einem aufgesetzten Kern zeigt, welcher sich in derjenigen Stellung befindet, in der die verschiedenen Lagen von Kanevas, Kautschuk usw. zur Herstellung des Reifens auf den Kern aufgebracht werden.
In der - Zeichnung ist mit ι ein aus Ton bestehender Kern bezeichnet, in dem ein System 2 aus Verstarkungsdrähten eingebettet ist. Mit 3 ist der dünne Ring aus Blech bezeichnet, der eine Verkleidung desjenigen Teiles der Oberfläche des Kernes darstellt, welcher sich in der Nähe der Wülste des auf dem Kern herzustellenden Reifens befindet.
Der Halter für den Kern umfaßt einen Fuß 4, an dessen oberem Ende ein horizontaler Zapfen 5 angeordnet ist. Auf dem Zapfen 5 ist der Kern angeordnet, wie dies in Fig, 3 dargestellt ist.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist ganz besonders für die Herstellung von Überballonreifen mit sehr kleinem Wulstdurclim.esser, beispielsweise also für Reifen, die unmittelbar auf der Radnabe befestigt werden, geeignet.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Reifendecken für Überballonreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Reifendecke auf einem in Wasser dispergierbaren Formkern aus einer plastischen Masse, die in Wasser dispergierbare Kreide oder Ton, einen tonhaltigen Sand oder ein ähnliches, in Wasser dispergierbares anorganisches Kolloid enthält, mit oder ohne Verwendung eines Bindemittels, wie Gummiarabikum oder Casein, sowie mit oder ohne Anwendung eines Füllmittels, wie Sägemehl, hergestellt wird, wobei der Kern als Dorn für die zur' Herstellung der Reifendecke verwendete Vorrichtung dient und nach Fertigstellung der Reifendecke aus dieser ausgewaschen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES105335D 1931-08-14 1932-07-07 Verfahren zur Herstellung von Reifendecken fuer UEberballonreifen Expired DE627088C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB2301331A GB381658A (en) 1931-08-14 1931-08-14 Improvements in or relating to the manufacture of pneumatic tyre covers

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE627088C true DE627088C (de) 1936-03-09

Family

ID=10188674

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES105335D Expired DE627088C (de) 1931-08-14 1932-07-07 Verfahren zur Herstellung von Reifendecken fuer UEberballonreifen

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE627088C (de)
GB (1) GB381658A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1291112B (de) * 1962-04-03 1969-03-20 Fairchild Stratos Corp Geraet zum Aufwickeln von Verstaerkungsfaeden auf eine Reifenform
DE1483935B1 (de) * 1965-09-27 1970-09-24 Michelin & Cie Verwendung eines konfektionierungskernes zur herstellung von stuetzhohlkoerpern aus elastomeren fuer untertaegigen grubenbau

Families Citing this family (2)

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US2488862A (en) * 1946-07-12 1949-11-22 Wingfoot Corp Tire building core
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Publication number Publication date
GB381658A (en) 1932-10-13

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