DE626823C - Einrichtung zur selbsttaetigen elektrohydraulischen Elektrodenregelung bei Lichtbogenoefen - Google Patents
Einrichtung zur selbsttaetigen elektrohydraulischen Elektrodenregelung bei LichtbogenoefenInfo
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- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
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- H05B7/148—Automatic control of power
- H05B7/156—Automatic control of power by hydraulic or pneumatic means for positioning of electrodes
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
3. MÄRZ 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21h GRUPPE 24 os
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaf t in Berlin*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. März 1933 ab
Es sind selbsttätige, elektrohydraulisch arbeitende Elektrodenregelungen für Lichtbogenöffhungen
bekannt, bei denen die Tauchkolben der Stellzylinder für die Elektroden
unmittelbar durch Treibapparat© gesteuert werden, deren Antriebsmotor in Abhängigkeit
vom Elektrodenstrom selbsttätig geregelt wird. Es ist auch nicht mehr neu, daß die Elektroden
und ihr Traggerüst mittels eines Steuerkolbens von dem Druck einer Flüssigkeit
getragen werden. Bei den bekannten Regelungen verändert eine begrenzte Flüssigkeitsmenge
entsprechend der jeweiligen Stellung eines Kolbens ihre Lage im Raum geringfügig,
und es erfolgt die Einstellung bzw. die Verschiebung dieses Kolbens in Abhängigkeit
von den elektrischen Werten des Lichtbogens. Die bekannte Anordnung, welche
nach Art einer hydraulischen Presse arbeitet, benötigt eine sehr hohe Kraft zur Bewegung
des Kolbens und einen schon bei verhältnismäßig kleinen Öfen außerordentlich großen
Motor, der nur geringe Drehzahl besitzt und ein hohes Drehmoment liefert. Die Einrichtung
fällt daher teuer aus, zumal im praktischen Betrieb vor dem Motor ein 'elektrisches
Maschinenaggregat, z. B. Leonardmaschinen, benötigt werden.
Es wäre möglich, die elektrohydraulische Elektrodeneinrichtung derart auszubilden, daß
die Elektrodenverstellung durch Ändern des statischen Druckes einer Flüssigkeit bewirkt
wird, wobei zur Druckänderung eine Rotationspumpe verwendet wird, deren Drehzahl
von den zu regelnden elektrischen Werten des Lichtbogens abhängig ist. Solche Regeleinrichtungen
arbeiten vorzüglich bei Öfen mit kleineren elektrischen. Anschluß-werten.
Bei Öfen mit großer elektrischer Energiezuführung ergeben sich Schwierigkeiten insofern,
als bei den starken Stromschwankungen im Ofen die Drehzahl des Motors sich verhältnismäßig
stärker ändert als den Stromschwankungen !entspricht und der von der Flügelradpumpe
erzeugte Druck mehr als quadratisch mit der Drehzahl der Rotationspumpe steigt.
Es ergibt sich also bei den starken Stromschwankungen eine zu große Druckänderung
der Flüssigkeit unter dem Verstellkolben.
Diese Nachteile werden durch Anwendung einer Einrichtung, bei der die Elektroden und
ihr Gerüst mittels eines Steuerkolbens von dem Druck einer Flüssigkeit getragen werden,
dadurch beseitigt, daß ein den Flüssigkeitsdruck liefernder Flüssigkeitsumlauf vorgesehen
wird, dessen Förderleistung in Abhängigkeit von den elektrischen Werten des Lichtbogens geregelt wird. In den Druckflüssigkeitsumlauf
kann eine den Druck regelnde Kolbenpumpe eingeschaltet sein, go
deren Förderung über einen Antriebsmotor in Abhängigkeit von den elektrischen Werten des
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Walter Braumüller in Berlin-Pankow.
Lichtbogens gesteuert wird. In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann, an Stelle
der Kolbenpumpe .eine Rotationspumpe in den Druckflüssigkeitsumlauf eingeschaltet sein.
Die neue Regelung zeichnet sich gegenüber den bekannten Anordnungen durch besondere
Einfachheit des Aufbaues und dementsprechende hohe Betriebssicherheit aus. Die neue
Regelung ermöglicht, durch geringfügige ίο Änderung der Drehzahl des die Pumpe antreibenden und damit den Flüssigkeitsumlauf
versorgenden Motors eine außerordentlich feinfühlige Regelung, anderseits aber auch bei
augenblicklich starker Drehzahländerung infolge großer elektrischer Schwankungen im
Ofen eine sehr rasche Verstellung der Elektroden. Ferner ist es vorteilhaft, daß die
Druckflüssigkeit direkt, d.h. ohne Zwischenschaltung besonderer Übertragungsorgane, auf
den Verstellkolben der Elektroden wirkt. Pumpen und Pumpenmotoren haben bei der neuen Einrichtung ganz normale Drehzahlen
und bedürfen keinerlei Sonderausführung. Schließlich ist infolge der Verwendung eines
Flüssigkeitsumlaufes gegenüber den bekannten Einrichtungen die Frostgefahr 'eine bedeutend
geringere, was weitere betriebliche Vereinfachungen zur Folge hat.
Die Erfindung wird an Hand der schematisehen
Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Der Elektrodenstrom wird der Elektrode 2 des Ofens 3 über 'eine Leitung 1 zugeführt.
Die Elektrode wird von einem Gestänge 4 getragen, welches mittels eines Kolbens 5 in Abhängigkeit
von dem Flüssigkeitsdruck im Zylinder 6 bzw. in Abhängigkeit von Verhältnis Druckwasserzufuhr zu Druckwasserabfluß gehoben
oder gesenkt wird.
Der Schienenstromwandler 7" arbeitet über einen Elektroregler 8 auf den Motor 9, dessen
Drehzahl sich also mit der ihm zugeführten elektrischen Energie ändert-. Der Motor 9
treibt eine Pumpe 10 an. Ist diese leine Rotationspumpe,
so kann ihr Flügelrad direkt mit der Motorwelle verbunden sein; ist die Pumpe
10 eine Kolbenpumpe, so muß zwischen ihr imd dem Motor 9 ein Kurbelgetriebe eingefügt
werden. Bei Betrieb mittels Kolbenpumpe wird zweckmäßig ein Druckausgleicher 15 vorgesehen.
Die Pumpe 10 versorgt den Umlauf der Druckflüssigkeit in dem Kreislauf: Zuleitungen
II und 12, Zylinderraum6, Abflußleitung 13 und Sammelbehälter 14. In die Abflußleitung
13 ist ein bekanntes regelbares und einstellbares Drosselorgan 16 eingebaut.
Dieses ist so eingestellt, daß bei normalem Elektrodenstrom der Sollwert der Pumpenförderung
den Kolben 5 in der gerade notwendigen Stellung hält. , Die Einrichtung arbeitet wie folgt:
Wenn die Elektroden einen Lichtbogen ziehen, welcher zu lang ist, so wird dem Motor
9 über den Schienenstromwandler 7 weniger Strom zugeführt, die Pumpe arbeitet langsamer,
dem Druckzylinder 6 wird verhältnismäßig weniger Flüssigkeit zugeführt als abgeführt
wird, und der Kolben 5 senkt sich, wodurch die Elektrode 2 tiefer in das Schmelzbad
einsinkt, bis die Normallage erreicht ist. Taucht Umgekehrt die Elektrode durch irgendwelche
Umstände zu tief in die Schmelze, so bewirkt ein großer Elektrodenstrom eine Erhöhung
der Drehzahl des Motors 9, es wird verhältnismäßig mehr Flüssigkeit zum Druckzylinder
6 gefördert als abfließt, und der Kolben 5 hebt die Elektrode 2 an.
Die Einrichtung kann auch so ausgebildet werden, daß sie in Abhängigkeit von der Elektrodenspannung
oder in Abhängigkeit von Elektrodenstrom " und Elektrodenspannung arbeitet.
Claims (4)
1. Einrichtung zur selbsttätigen elektrohydraulischen
Elektrodenregelung bei Lichtbogenofen, bei der die Elektroden und ihr Gerüst mittels eines Steuerkolbens
von dem Druck einer Flüssigkeit getragen werden, gekennzeichnet durch einen den Flüssigkeitsdruck liefernden Flüssigkeitsumlauf,
dessen Förderleistung in Abhängigkeit von den elektrischen Werten des Lichtbogens geregelt wird.
2. Einrichtung zur selbsttätigen Elektrodenregelung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in den Druckflüssigkeitsumlauf eine den Druck regelnde Kolbenpumpe
eingeschaltet ist, deren Förderung über einen Antriebsmotor (9) in· Abhängigkeit
von den elektrischen Werten des Lichtbogens gesteuert wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der
Kolbenpumpe eine Rotationspumpe in den Druckflüssigkeitsumlauf eingeschaltet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Rücklauf (13) zwischen Druckzylinder (6) und n0
Sammelbehälter (14) ein regel- und einstellbares
Drosselorgan liegt.
Hierai 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA68839D DE626823C (de) | 1933-03-04 | 1933-03-04 | Einrichtung zur selbsttaetigen elektrohydraulischen Elektrodenregelung bei Lichtbogenoefen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA68839D DE626823C (de) | 1933-03-04 | 1933-03-04 | Einrichtung zur selbsttaetigen elektrohydraulischen Elektrodenregelung bei Lichtbogenoefen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE626823C true DE626823C (de) | 1936-03-03 |
Family
ID=6944817
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA68839D Expired DE626823C (de) | 1933-03-04 | 1933-03-04 | Einrichtung zur selbsttaetigen elektrohydraulischen Elektrodenregelung bei Lichtbogenoefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE626823C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1170090B (de) * | 1953-09-21 | 1964-05-14 | Whiting Corp | Verfahren zur selbsttaetigen elektrohydraulischen Elektrodenregelung bei Lichtbogenoefen und Einrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
-
1933
- 1933-03-04 DE DEA68839D patent/DE626823C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1170090B (de) * | 1953-09-21 | 1964-05-14 | Whiting Corp | Verfahren zur selbsttaetigen elektrohydraulischen Elektrodenregelung bei Lichtbogenoefen und Einrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
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