DE626140C - Verfahren zur Herstellung von Sammlerplatten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SammlerplattenInfo
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Description
15
30
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Sammlerplatten aus Bleipulver, Bleioxyden
u. dgl. Stoffen.
Es ist bekannt, Sammlerplatten dadurch herzustellen, daß durch Verkneten von Bleipulver
mit einer Lösung, die Perschwefelsäure oder Persulfat enthält, eine Paste hergestellt, diese in
üblicher Weise in Gitter eingefüllt und die erhaltenen Platten formiert werden. Wird hierbei
die Menge der angewendeten Perverbindung gering bemessen, so wird nur ein Teil des metallischen
Bleipulvers in Bleimonoxyd übergeführt. Wird dagegen die Menge der angewendeten Perverbindung
reichlich bemessen, so verläuft die Oxydation während des Knetens so schnell, daß
die Bildung größerer Klumpen stattfindet, die sich zum Einfüllen in das Gitter nicht eignen.
Außerdem bläht sich die Füllpaste infolge der raschen Oxydation des metallischen Bleies und
des Verdampfens von Wasser auf. Derartige Pasten neigen dazu, sich von der Oberfläche des
Gitters zu lösen.
Nach vorliegender Erfindung werden Sammlerplatten (Anoden) dadurch hergestellt, daß geeignete
bleihaltige Ausgangsstoffe, ζ. Β. Bleioxyde, wie Bleisuboxyd, Bleiglätte, Mennige oder
metallisches Bleipulver oder Mischungen von zwei, zweckmäßig mehr als zwei derartiger
Stoffe in bekannter Weise z. B. mit verdünnter Schwefelsäure oder mit Wasser verknetet werden,
die erhaltene Paste in Gitter gefüllt und alsdann in feuchtem oder trockenem Zustand der Einwirkung
einer Lösung von Perschwefelsäure oder Persulfat unterworfen wird. Die Behandlung
mit der die Perverbindung enthaltenden Lösung kann vor dem Formieren der Platten oder auch
im Verlauf des Formierungsvorganges erfolgen. Man kann z. B. derart verfahren, daß man die
durch Einfüllung der Pasten in das Gitter erhaltenen Platten der Einwirkung der die Perverbindung
enthaltenden Lösung, z. B. durch Eintauchen in dieselbe, aussetzt oder auch derart,
daß man bereits mehr oder weniger verfestigte Platten der Behandlung mit Perschwef elsäurelösung
oder Persulfatlösung unterwirft.
Als besonders geeignet für die Durchführung des Verfahrens hat sich Bleisuboxydpulver erwiesen,
welches in bekannter Weise dadurch gewonnen werden kann, daß man Bleistücke in einer umlaufenden Trommel unter gleichzeitigem
Einblasen von Luft behandelt bzw. aus derartigem Bleisuboxyd gewonnenes Bleimonoxyd.
Mit Vorteil kann man Gemische anwenden, die Bleisuboxyd, daraus gebildetes Bleimonoxyd
und gegebenenfalls noch metallischen Bleistaub enthalten.
Die Erfindung gestattet die Herstellung von insbesondere als Anoden verwendbaren harten,
sehr porösen Sammlerplatten, die hohe elektrische Kapazität und gleichzeitig gute Dauerhaftigkeit
besitzen. Ein besonderer Vorzug des Verfahrens besteht darin, daß die für das.
Formieren erforderliche Zeit erheblich, z. B. auf etwa 1Z4 der sonst erforderlichen Zeit, herabgesetzt
werden kann.
Es ist bereits bekannt, Bleioxyde, wie Mennige, oder Mischungen, die in der Hauptsache
z. B. 8o bis 88% aus Mennige bestehen,
* außerdem Bleimonoxyd und geringe Mengen von unlöslichen Stoffen, wie Kieselsäure, enthalten,
mit verdünnter Schwefelsäure anzufeuchten, die ίο Paste in üblicher Weise auf'Gitter o. dgl. zu
bringen und die Platten nach dem Trocknen mit handelsüblicher konzentrierter Schwefelsäure
z. B. durch Bürsten zu befeuchten. Hierbei sollen durch Einwirkung der konzentrierten
Schwefelsäure die Oberfläche der Platten gehärtet und die Platten zu festen Kuchen verdichtet
werden. Auch sollen die mit konzentrierter Schwefelsäure behandelten Platten eine
Abkürzung der Formierungsdauer auf 3/4,
höchstens x/2 der sonst erforderlichen Zeit gestatten.
Aus der bekannten Anwendung von konzentrierter Schwefelsäure vor der Formierung
der Sammlerplatten konnte nicht geschlossen werden, daß man durch Behandeln der Platten
mit Überschwefelsäure- oder Persulfatlösungen im Sinne vorliegender Erfindung besondere Vorteile
erzielen kann.
Aus der Anwendung konzentrierter Schwefelsäure bei dem bekannten Verfahren war zu
schließen, daß dort gewisse Mengen des anwesenden Bleioxyds in Bleisulfat übergeführt
werden sollten. Von den gemäß vorliegender Erfindung anzuwendenden Perverbindungen war
dagegen in erster Linie eine oxydierende Wirkung zu Erwarten. Das· bekannte Verfahren bezweckt
in erster Linie eine Verdichtung der Platten. Vorliegende Erfindung führt zu harten, aber sehr
porösen Platten. Während das bekannte Verfahren eine Abkürzung der Formierungsdauer
auf 3/4, höchstens die Hälfte der sonst erforderlichen
Zeit gestattet, kann bei Anwendung vorliegender Erfindung die Formierungsdauer auf
etwa 1Z4 der sonst erforderlichen Zeit herabgesetzt
werden.
I. Bleistücke werden in eine umlaufende Trommel gebracht, in welche ein Oxydationsmedium (Luft) derart eingeführt wird, daß unter
dem Einfluß der Wärme eine oberflächliche Oxydation der Bleistücke unter Bildung von Bleisuboxyd
stattfindet. Durch den Umlauf der Trommel wird das Bleisuboxyd abgerieben; während das Bleisuboxyd in der erhitzten
Trommel rauchartig suspendiert ist, wird es oxydiert und geht hierbei zum größeren Teil in
Bleimonoxyd über. Der so erzeugte leichte, staubfeine Puder, der z. B. ein spezifisches Gewicht
von etwa 1,5 hat, wird mit verdünnter Schwefelsäure vom spezifischen Gewicht 1,05
oder mit Wasser verknetet und die entstandene . Paste in üblicher Weise in ■ Gitter gefüllt.
Hierauf wird die Platte in eine etwa 2°/oige Lösung von Perschwefelsäure getaucht. . Die
Oberfläche der Paste ändert alsdann in an-- 6g nähernd einer halben Stunde merklich die
Farbe. Nach etwa dreistündigem Verweilen der Platten in der Lösung werden dieselben herausgenommen.
Nach dem Trocknen oder einer sonstigen Nachbehandlung werden die Platten in verdünnte Schwefelsäure getaucht und alsdann
durch übliches. Formieren in gebrauchsfähige Anoden übergeführt.
2. Ein Pulver, das in der Hauptsache aus mechanisch pulverisiertem Bleisuboxyd oder
Blei besteht, wird mit verdünnter Schwefelsäure verknetet und die Paste in Gitter gefüllt. Nach
dem Trocknen wird die Platte der Formierung unterworfen, vor der Beendigung der Formierung
wird die Platte herausgenommen, in eine 2°Zoige Lösung von Ammoniumpersulfat getaucht,
nach etwa 3 Stunden aus der Persulfatlösung herausgenommen und die Formierung bis
zur Fertigstellung der Anode fortgesetzt.
Claims (3)
- Patentansprüche:. i. Verfahren zur Herstellung von Sammlerplatten, bei welchem bleihaltige Stoffe, wie Bleipulver, Bleioxyd usw., gegebenenfalls Mischungen verschiedener derartiger Stoffe, nach üblichen Methoden, z. B. durch Verkneten mit verdünnter Schwefelsäure oder Wasser in Pasten übergeführt, diese in Gitter gefüllt und die so erhaltenen Platten formiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten vor der Formierung in feuchtem oder trockenem Zustand mit Lösungen von Perschwefelsäure oder Persulfat, z. B. durch Eintauchen der Platten in die Lösung, behandelt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung der Platten mit Lösungen von Perschwefelsäure oder Persulfat im Verlaufe des Formierungsvorganges vorgenommen wird, z. B. derart, daß der Formierungsvorgang unterbrochen, die Platten in die oxydierende Lösung eingetaucht und nach genügender Oxydation fertig formiert werden.
- 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch Verarbeitung von Bleisuboxydpulver, welches in bekannter Weise durch Behandeln von Bleistücken in umlaufenden Trommeln unter gleichzeitigem Einblasen von Luft gewonnen werden kann ng oder von aus derartigem Bleisuboxyd gewonnenem Bleimonoxyd oder Gemischen beider.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB439822A (en) | 1935-12-16 |
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