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Ausziehtisch mit einer in waagerechter Lage aufwärts bewegbaren Einlage
Die Erfindung betrifft Ausziehtische mit einer in waagerechter Lage- aufwärts bewegbaren
Einlage, an deren beiden Längsseiten Randteile mit Scharnieren angelenkt sind, die
selbsttätig bei der Aufwärtsbewegung durch aufgehaltene Vorsprünge auswärts geklappt
werden, nach Patent 605 147. Gemäß der Erfindung wird das Anwendungsgebiet
des Hauptpatents auf Ausziehtische mit einer an sich bekannten Zugleistenanordnung
ausgedehnt, bei der hölzerne Zugleisten mit den Führungsleisten des Zargenrahmens
zusammenarbeiten. Die Verwendung einer solchen Leistenanordnung kommt besonders
dann in Frage, wenn die Auszuglänge der Tischplattenhälften möglichst groß gehalten
werden soll, z. B. wenn zwischen diesen Plattenhälften und der hochspringenden Einlage
noch Raum für das Einlegen weiterer loser Einlagen von oben her -an den Stirnseiten
des Tisches entstehen soll. Die Auszugbewegung der Zugleisten kann dabei so weit
gehen, daß die- Vorsprünge an . den Randteilen der Springeinlage aus dem Bereiche
der Zugleisten herauskommen. Die Schwierigkeit liegt dabei darin, die Zugleisten
so zu gestalten, daß die das selbsttätige Aufklappen der an der Sprungeinlage befestigten
schwenkbaren Randteile bewirkenden Vorsprünge an ihnen in weitem Bereiche ein geeignetes
Widerlager finden. Zu diesem Zwecke tragen erfindungsgemäß die inneren Zugleisten
an ihren senkrechten Innenflächen lange, vorzugsweise durchgehende Nuten für die
Aufnahme der an den Randteilen angebrachten Vorsprünge, damit .die Zugleisten so
weit herausgezogen werden können, daß ihre Enden noch außerhalb der Vorsprünge der
Randteile bzw. sogar der Sprungeinlage selbst stehen können. Um auch dann noch die
Sprungeinlage beim Auswärtsspringen aufzuhalten, werden erfindungsgemäß an der Sprungeinlage
noch anderweitige, unten über ihren Umfang hinaus bis unter die Zug- bzw. Führungsleisten
ragende, nach unten gekröpfte Vorsprünge angeordnet, die mit dem tieferen Ende dann
von der Unterkante dieser Zug- bzw. Führungsleisten aufgehalten werden.
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Da der Zargenraum möglichst flach gehalten werden soll und die das
Ausschwenken der Randteile bewirkenden Vorsprünge in der Außergebrauchslage daher
zwecks möglichst einfacher Gestaltung als flachgestreckte Stücke ziemlich nahe der
oberen Kante der Zugleisten liegen, so besteht das Bedürfnis, auch die durchgehende
Nut, in die diese Vorsprünge hineinragen, ziemlich hoch zu legen. Bei Verwendung
von hölzernen Zugleisten geringerer Festigkeit kann aber gegebenenfalls die obere
Begrenzungsrippe der Nut bei
starker Inanspruchnahme schadhaft werden
oder abbrechen. Es wird daher erfindungsgemäß vorgeschlagen, in diese Nut eine metallische
Versteifungsschiene einzulegen oder die Nut oben durch eine metallische Schiene
abzuschließen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen Fig.i den Tisch von oben gesehen in ausgezogenem Zustande,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. i und die Fig.3 und q. abgeänderte
Formen der Zugleisten.
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Das Tischgestell, bestehend aus den Füßen 2 und der Zarge i, i', trägt
die Leiste io, von der aus durch in Töpfen 9 liegende Sprungfedern 8 die Sprungeinlage
E mit den um die Scharniere 17 schwenkbaren Randteilen E', E" getragen wird, deren
Sperrung in der Tieflage durch das Schloß 12, 13 erfolgt, welches durch die an der
Zugleiste i9 - befestigte Klinke 15 ausgelöst wird. Abweichend vom Hauptpatent besitzen
die oberen Ausziehplatten P, P' Zugleisten i9, die sich an einer mittleren Führungsleiste
2o in deren Nut mit vorspringenden Federn führen. Der Zargenkörper i ist hier länger
gewählt, um die Auszuglänge der Platten P, P' im Verein mit den Leisten i9, 2o möglichst
weit zu gestalten. Die Vorsprünge 18 an den beiden Randteilen E', E" der Sprungplatte
E,_ die in zusammengeklappter Lage über deren Längskanten hinausragen, damit sie
mit irgendwelchen Anschlägen bzw, Vorsprüngen des Tischgestelles bzw. der Zug- oder
Führungsleisten i9, 2o in Berührung kommen, gleiten in Nuten.19a der inneren Zugleisten
i9: Die obere Begrenzung dieser Nut i911 kann dabei, wenn sie eingefräst wird, stehenbleiben
und irgendwie- versteift werden, z. B. nur am Ende, wo sich die Vorsprünge 18 gerade
im Augenblick des Hochspringens der Sprungeinlage E, E', E" befinden. .Zum Zwecke
der Versteifung kann man aber auch metallische. Winkel- oder U-Leisten@igb in diese
Nut i911 einlegen (Fig. 3). Man kann aber auch diese Wand in der ganzen Tiefe der
Nut entfernen und dann durch Aufsetzen eines Winkel- oder Flächeisens 119e das Widerlager
für den Vorsprung 18 bilden (Fig. q.).
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. Durch eine verhältnismäßig geringe Verlängerung des Zargengestelles
i sind die Zargenquerwände i' so weit von den gleichgerichteten Kanten der Sprungplatte
E entfernt, daß auf jeder Seite der Sprungplatte ein Raum 21 entsteht, in den man
von oben her je eine zusammenklappbare lose Platte Ee einschieben kann, die z. B:
auf Winkelschienen 22 aufliegt. Man kann den Aufbewahrungsraum 21 auch durch eine
Art Boden, z. B. durch ein Stabgerüst, unten begrenzen, auf dem dann die lose Platte
Ee ganz sicher aufliegt.
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Das Abstoppen der Aufwärtsbewegung, welches bei der Konstruktion des
Hauptpatents durch über den Umfang der Sprungplatte E hinausragende drehbare Vorsprünge
erfolgte, die sich an der unteren Seite der ausgezogenen Tischplattenhälften fingen,
erfolgt hier, da bei der Benutzung der losen Einlagen die beiden Tischplattenhälften
P; P' wesentlich weiter auseinandergezogen werden müssen, die Ausnutzung dieser
Platten zur Hubbegrenzung also nicht möglich ist, durch an der Unterseite der Sprungplatte
E angebrachte, nach unten gekröpfte Bügel 23,
die infolgedessen bis. unter
die Zug- oder Führungsleisten i9, 2o ragen und beim Aufwärtsspringen der Platte
E von diesen aufgehalten werden.