DE611008C - Verfahren zur Herstellung von Sternvierern oder diesen aehnlichen Adergruppen fuer vieladrige Fernmeldekabel - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Sternvierern oder diesen aehnlichen Adergruppen fuer vieladrige FernmeldekabelInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B11/00—Communication cables or conductors
- H01B11/02—Cables with twisted pairs or quads
- H01B11/04—Cables with twisted pairs or quads with pairs or quads mutually positioned to reduce cross-talk
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Sternvierern oder diesen ähnlichen Adergruppen für vieladrige Fernmeldekabel Bei einer bekannten Bauart vieladriger Fernmeldekabel sind vier Adern zu einem Sternvierer verseilt, wobei je zwei diagonal gegenüberliegende Adern je ein Paar bilden. Bei dem sogenannten Sternachter sind vier verseilte Paare miteinander sternförmig verseilt. Auf den acht Adern einer solchen Gruppe können sechs Gespräche gleichzeitig geführt werden genau so, wie auf den acht Adern von zwei doppelt verseilten Viererei. Die Ausnutzung der vier Drähte eines Sternvierers zu ;einem dritten bzw. der acht Drähte des Sternachters zu einem siebenten Stromkreis scheitert bis jetzt an der unzureichenden Kapazitätssymmetrie derartiger Adergruppen.
- Zur Verbesserung der Kapazitätssymmetrie derartiger Adergruppen versuchte man die Verseilung um Kerne, denen man auch besondere Formen gab, auszuführen. Ferner versuchte man eine Verbesserung durch Umschnürungen oder Umflechtungen zu erzielen. Diese Maßnahmen blieben indessen ohne Wirkung. Man hat außer :acht gelassen, daß der Kern, der doch die Adern stützen soll, von diesen getragen wird und deren Verlagerungen nicht verhindern kann. Man hat übersehen, daß die Aufgabe mechanisch und nicht nur geometrisch zu lösen ist. Allgemein befinden sich die Adern solcher Gruppen in einem labilen Gleichgewichtszustande; bei der ldeinstenr Ungleichheit der Zugspannungen, die .in den Adern während ihrer Verseilung wirken, nähert sich die am stärksten gespannte Ader .der ,Symmetrieachse der- Verseilung -und drängt die weniger stark gespannten Adern beiseite. Ist ein Kern vorhanden, so nimmt dieser--än diesen Bewegungen entsprechend-,teil.
- Der Kern kann somit .nur dann die Adern in einer symmetrischen Lage haltest, wenn ,er 'zunächst selbst imstande ist, seine axiale Lage sicher zu erhalten. Die erfindungsgemäße Aufgabe besteht demnach darin, den Kern zu einer während der Verseilung wirksamen Stütze der Adergruppe zu machen; er muß beim Zusammenlaufen der Adern im Verseilnippel den Druck der Adern sicher aufnehmen können, ohne aus seiner axialen Lage verdrängt zu werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, da.ß in dem Kern während der Verseilung durch Bremsen eine größere Zugspannung als in den Seilelementen hervorgerufen wird. In diesem Fall kann der Kern aus der axialen Symmetrielage auch dann nicht verdrängt werden, wenn die in den Seilelementen wirksamen Zugspannungen unter sich verschieden sind. Eine Verschiebung der Seilelemente ist stets nur um den stabilen Kern herum möglich.
- Als Tragkörper ist jeder verseilbare Körper von hinreichender Zugfestigkeit verwendbar. Es kommen in bekannter Weise Garne, isolierte und nicht isolierte Drähte, Kordeln, Schnüre u. dgl. in Frage. Eine besondere, der Anzahl und der Form der Seilelemente angepaßte Querschnittsform des Kerns ist nicht erforderlich.
- Zweckmäßig wird die so hergestellte Adergruppe zur Verhinderung einer nachträglichen Verlagerung der Adern in an sich bekannter Weise umschnürt.
- Einlaufkerne. Zwischenlagen u.dgl. werden zur Sicherung einer ordentlichen Verseilung natürlich stets etwas gebremst. Dagegen ist der Gedanke, den Kern - dadurch zu einem festen und unverrückbaren Tragkörper zu machen, daß man ihn stärker als die Seilelemente spannt, neu. Es scheint nur auf diesem Wege möglich zu sein, die betrachteten einfachen Adergruppen zur Ausnutzung der Phantomschaltungen hinreichend kapazitätssymmetrisch zu machen.
- Ist die Zugspannung im Kern viel größer als in den Seilelementen, dann kann, ins-. besondere bei großen Schlaglängen oder bei nicht hinreichend fester Umschnürung der entstehenden Adergruppe, diese auf der Abzu-Scheibe dadurch deformiert werden, daß der übermäßig stark gespannte Kern sich aus der Gruppe herausdrückt. Um diese Gefahr zu vermeiden, verwendet man iii an sich bekannter Wise einen sogenannteg Raupenzug als Abzugvorrichtung, der von der Maschine angetrieben wird. die fertigverseifte und umschnürte Gruppe geradlinig vom Verseilpunkt abzieht und der Aufwickelspule zuführt. Zwischen Abzugv orrichtung und AufwickeIspule herrschen nicht mehr die beim Verseilen wirksamen großen Zugspannungen, und es besteht keine Gefahr, daß eine Deformation der Gruppe durch Heraustreten des Kerns auf der Aufwickelspule erfolgen kann.
- Als Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens ist jede Verseilmaschine geeignet, in der der Kern einer regulierbaren Zugspannung unterworfen werden bann. Zweckmäßig benutzt man bekannte Einrichtungen, mit deren Hilfe die Zugspannungen auf unveränderliche Werte eingestellt -werden können; in diesem Fall wird man, ohne zu übermäßig großen Zugspannungen Zuflucht nehmen zu müssen, im Kern eine größere Zugspannung als in den Seilelementen einzustellen imstande sein.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von Sternvierern oder diesen ähnlichen Adergruppen für vieladrige Fernmeldekabel, in denen die Seilelemente um einen Kern als Tragkörper verseift werden, dadurch gekennzeichnet, daß während der V erseilung im Kern durch Bremsen eine größere Zugspannung als in den Seilelementen hervorgerufen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die fertige Adergruppe in an sich bekannter Weise durch einen Raupenzug vom Verseilpunkt möglichst geradlinig abgezogen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK129745D DE611008C (de) | 1933-04-08 | 1933-04-08 | Verfahren zur Herstellung von Sternvierern oder diesen aehnlichen Adergruppen fuer vieladrige Fernmeldekabel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK129745D DE611008C (de) | 1933-04-08 | 1933-04-08 | Verfahren zur Herstellung von Sternvierern oder diesen aehnlichen Adergruppen fuer vieladrige Fernmeldekabel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE611008C true DE611008C (de) | 1935-03-20 |
Family
ID=7246943
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK129745D Expired DE611008C (de) | 1933-04-08 | 1933-04-08 | Verfahren zur Herstellung von Sternvierern oder diesen aehnlichen Adergruppen fuer vieladrige Fernmeldekabel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE611008C (de) |
-
1933
- 1933-04-08 DE DEK129745D patent/DE611008C/de not_active Expired
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