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Drehkeilpaar für Entfernungsmesser Zur Meßvorrichtung von Entfernungsmessern,
Höhenmessern u. dgl. optischen Meßgeräten gehören in vielen Fällen Drehkeilpaare,
deren Drehkelle von einer gemeinsamen Antriebswelle aus in der Regel mit Hilfe von
Kegelrädern um entgegengesetzt gleiche Winkel gedreht werden müssen. Bei dieser
Bauart machen sich Verzahnungsfehler als Meßfehler bemerkbar.
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Die Erfindung bezweckt, die aus. den genannten Verzahnungsfehlern
herrührenden Meßfehler zu vermeiden. Diese Verbesserung ist möglich, wenn man zur
Übertragung der Drehbewegung von der Antriebswelle auf die Drehkeile unelastische
Zugorgane, beispielsweise Stahlbänder oder Stahldrähte, benutzt, welche Zylinderflächen
an den Fassungen der Drehkeile und drehbar gelagerte. zylindrische Hilfskörper miteinander
verbinden. Dabei kann der gestreckte Teil der Zugorgane durch eine der bekannten
mechan7,-schen Verschiebungsek,michtungen, z. B. durch Zahns.tangengetriebe, angetrieben
werden, die von der Antriebswelle der MeßvorriChtung aus betätigt wird. Beispielsweise
lkann man mit der Antriebswelle zwei Gewindespindeln mit gleicher Gewindesteigung
kuppeln, auf denen Mutterstücke gegenläufig verschieblich sind, die an den ,gestreckten
Teilen der Zugorgane befestigt sind. Die gegenläufige Bewegung der Mutterstücke
kann dabei durch Anwendung einer rechts- und einer linksgängigen Gewindespindel
bei gleichsinnigem Antrieb dieser Spindeln dumch die Antriebswelle oder durch entgegengesetzt
gerichteten Antrieb zweier gleichgängiger Gewindespindeln von der Antriebswelle
bewirkt werden. Die beiden Gewindespindeln. kann man mit der Antriebswelle dich
Stirnräder kuppeln, deren etwa vorhandene Verzahnungsfehler infolge der durch die
Spindeln bewirkten übersetzungen unwirksam sind, wenn man es nicht vorzieht; auch
diese. Kupplungen durch Zugorganantriebe zu ersetzen.
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Eine `besonders einfache und vorteilhafte Ausführung der Erfindung
ergibt sich jedoch, wenn man die zu den beiden Drehkeilen gehörenden zylindrisichen
Hilfskörper fest miteinander verbindet und diesen nunmehr einheitlichen Hilfskörper
mit der Antriebswelle kuppelt und die Zugorgane so auflegt, daß das eine Zugorgan
einen offenen, das andere einen gekreuzten Trieb -ergibt. Bei dieser Art des Antriebes
sind Verdrehungsfehler der beiden Drehkeile gegeneinander vollkommen vermieden.
Da der Gesamtbereich der Drehungen der Drehkeile meist 9o° nicht überschreitet,
kann man die Zugorgane an den Fassungen befestigen und die nicht benötigten zweiten
Stränge derselben weglassen, wenn man, durch an den Drehkeilfassungen angreifende
Federkräfte o. dgl. dafür sorgt, daß de gestreckten. Teile der Zugorgane derart
gespannt sind, daß Durchbiegungen nicht auftreten 'können.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele. der Erfindung dargestellt.
@Albb. i zeigt das erste Ausführungsbeispiel im Mittelschnitt im Aufriß. In Abb.
z ist das Beispiel in einem Schnitt nach der Linie A-A, in Abb. 3 in einem Schnitt
nach der Linie B-B und in Abb. 4 in einem Schnitt nach der
Linie
C-C der Ab-b. z wiedergegeben. Abb. 5 stellt das zweite Ausführungsbeispiel, teilweise
im Schnitt, im-Aufriß dar.
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Beim ersten Ausführungsbeispiel (Abt. a bis q.) sind die Fassungen
a und b zweier zur Meßvorric'htung eines Entfernungsmessers gehörenden Drehkeile
e und d drehbar gelagert. Zwei zylindrische Hilfskörper e und f
sind um eine
Achse drehbar, die zur Drehachse der Drehkeile c und d parallel ist. Die zylindrisch
ausgebildete Fas.sungd des Drehkeiles C ist durch ein aufgelegtes Stahlband g mit
dem Hilfskörper .e und die zylindrisch ausgebildete Fassung b des Drehkeües
d durch ein aufgelegtes Stahlband h mit dem Hilfskörper f gekuppelt. Am StaMbandg
ist ein Kugellager i, am Stahlband h ein Kugellager k hefestigt. Die
inneren Ringel und m dieser Kugellager sind als Muttern ausgebildet und auf Gewindespindeln
n und o verschieblich, die gleiche Gewindesteigung haben und parallel zu den mit
ihnen verbundenen Stahlbandteilen drehbar gelagert sind. Zur Verhütung von 'Drehungen
der Mutterfund m
um die Spindelachsen sind sie mit Armen p bzw. . g versehen,
die in Kugeln enden, die zwischen -Schienen Y bzw. s geradegeführt sind: Die Spindel
o verkörpert die Antriebswelle zur Bewegung der Drehkeile e und d und trägt einen
AntrIeb:slthopf t. Sie isst durch ein Zahnradpaar u, v mit der Spindel n
so gekuppelt, daß beide Spindeln gleich große Drehungen im entgegengesetzten Drehsinne
ausführen.
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Beim- Einstellen des Entfernungsmessers werden die Drehkeile v und
d durch Drehen am Antriebsknopfe t gegenläufig :gedreht. Die Drehurig des Antriebsknopfes
t überträgt sä;ch unmittelbar auf die Spindel o und mit Hilfe der Stirnräder u und
v im entgegengesset!zten Drehsinne auf die -Spindeln. Dabei werden die Muttern t
und m gegenläufig um gleiche Strecken verschoben und infolge der -Verbindung der
Kugellager! und h mit den Stahlbände-mg und h die Drehkeizle d und d' um
entgegengesetzt gleiche Winkel gedreht. Die bei der üblichen Anwendung von Kegelrädern
auftretenden Verzahnungsfehler sind beim Ausführungsbeispiel vermieden. Die Stirnräder
u und v und die Gewindlespindeln n
und a lassen sich ohne weiteres
mit einer für den vorliegenden. Zweck genügenden Genauigkeit herstellen. Die Anwendung
von Kugellagern zur Verbindung der Muttern l und in mit deal Stahlbänden g und lt
be> zweckt, die Stahlbänder von Verwindungen und damit die Drehkeile e. und d -von.
Drehfehlern infolge der Verwindungen frei zu halten. Etwa vorhandene gleichmäßige
Steigungsfehler der Spindelnit und o können durch entsprechendes Schiefstelllen
der Schiegen r und s behoben werden.
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Dem zweiten Ausführungsbeispiele (Abt. 5) sind dieselben Drehkeile
v und d in den Fassungen a und b zugrunde gelegt. Abweichend vom ersten -Beispiele
liegt jedoch die Antriebswelle w parallel zur Drehachse der Keile d und
d. Auf dieser Antriehswelle w ist ein zylindrischer Hilfskörper x befestigt,
der die beiden zu den Drehkeilen gehörigen Hilfskörper e und f des ersten Beispiels
in sich vereinigt. Der Hilfskörper x ist mit der Fassung a durch ein -Stahlband
y verbunden, welches ,an seinen Enden so angeschraubt ist, daß es den einen Strang
eines offenen Bandtriebes darstellt. Ein zweites Stahlband z verbindet den. Hilfskörper
x mit der Fassung b nach Art des. .einen Stranges eines gekreuzten Bandtriebes.
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Wie ohne weiteres. ersichtlich, werden beim Antreiben der Drehkeräe
c und d von der Antriebswelle w aus die Fassungen a und b
gegenläufig
um .gleiche Drehwinkel gedreht, wobei Drehfehler nicht auftreten können, solange
die Stahlbänder y und z zwischen den Zylinder$äch#en ihre gestreckte Lage-
bebehalten. Zu diesem Zwecke können die Fassungen -a und b in bekannter Weise durch
eine entsprechend wirkende Torsionsfeder miteinander verbunden sein.