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Kopfbedeckung, insbesondere Mütze, mit aufblasbarer Gummieinlage Die
Erfindung bezieht sich auf eine Kopfbedeckung, insbesondere Mütze, mit hohler Gummieinlage,
die sich zu einem Luftpolster aufblasen läßt.
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Um die praktische Verwendbarkeit einer derartigen an sich bekannten
Kopfbedeckung zu ermöglichen, muß diese Gummieinlage so dünn wie möglich gehalten
werden, damit ihr Gewicht nicht erhöht wird. Es ist erforderlich, daß man bei nicht
aufgeblasener Einlage und beim Tragen der Kopfbedeckung auf dem Kopfe nicht bemerken
soll, daß eine solche Einlage in derselben überhaupt vorhanden ist. Wenn man aber
eine solche Einlage aus dünnem Gummi herstellt, wodurch dann die Kopfbedeckung entsprechend
leicht wird, so läuft man Gefahr, daß sich diese Gummieinlage beim Aufblasen ungleichmäßig
ausspannt, und' wenn diese Kopfbedeckung dann als Luftpolster zum Liegen oder Sitzen
verwendet wird bzw. ein größeres Gewicht auf derselben lastet, so könnte es leicht
vorkommen, daß diese dünne Gummieinlage infolge ihrer ungleichmäßigen Ausdehnung
platzt.
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Eine Einlage aus stärkerem Gummi, welches eine größere Widerstandsfähigkeit
besitzt, ist aber nicht erwünscht, da hierdurch das Gewicht der Kopfbedeckung erhöht
werden würde und nicht mehr den an sie gestellten Anforderungen entsprechen würde.
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Auch darf die Gummieinlage nicht direkt an dem Stoff der Kopfbedeckung
anliegen, da derselbe beim Aufblasen der Einlage ausgespannt. und die Kopfbedeckung
bei öfteren Benutzung als Polster ihre Form verlieren bzw. ihr Stoff hierdurch ausein4ndergezogen
und faltig werden würde.
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Durch die Erfindung werden die obenerwähnten Nachteile dadurch beseitigt,
daß die Gummieinlage allseits in einem Mantel aus leichtem Stoff eingesteckt ist,
wodurch eine größere Widerstandsfähigkeit .auch einer dünnen Einlage erreicht wird,
ohne den Stoff der Kopfbedeckung auf Dehnung zu beanspruchen.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen
Ausführungsform schematisch dargestellt, und zwar zeigt Abb. r einen Schnitt durch
die Kopfbedeckung bei nicht aufgeblasener Einlage, Abt. z denselben Schnitt bei
aufgeblasener Einlage, Abb. 3 eine weitere Ausführungsform der Kopfbedeckung in
schaubildlicher Dar-
Stellung, Abb. ¢ :eine weitere Ausbildung der
Gummieinlage in Draufsicht, Abb. 5 eine Seitenansicht hierzu, Abb. 6 das Ende des
Aufblaseschlauches im Schnitt einer Ausführungsform und Abb. 7 eine Seitenansicht
hierzu.
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Die hohle Gummi- o. dgl. Einlage z, welche vorteilhaft ringförmig
ausgebildet ist, um in ihrer Mitte eine genügende Durchlüftung für die Ausdunstungen
des Kopfes zu erreichen, ist zu' beiden Seiten in einen dünnen Stoff 3, z. B. Organdin
oder einen anderen locker gewebten Netzstoff, der außerordentlich leicht, aber trotzdem
genügend fest ist, eingenäht. Dieser Stoff 3 umgibt die Einlage z derart, daß er
dieselbe (s. Abb.2) ,nach dem Aufblasen allseits umspannt und sich fest an denselben
anlegt, wobei der Kopfbedeckungsstoff i, welcher entsprechend größer sein muß, frei
liegt und den für ihn schädlichen Spannungen und Ausdehnungen nicht ausgesetzt ist.
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Hierdurch bildet dieser dünne Netzstoff 3 eine Art Mantel für die
aufgeblasene Einnage z, so daß dieselbe, wenn sie auch aus sehr dünnem Gummi hergestellt
ist, außerordentlich verstärkt wird und eine größere Widerstandsfähigkeit erhält.
Infolge dieses Mantels 3, welcher als eine Art Armierung für die dünne Gummieinlage
z .angesehen werden kann, wird sich dieselbe auch bei größerer Belastung nicht mehr
ungleichmäßig und seitlich ausdehnen können, so daß ein Platzen derselben nicht
mehr zu befürchten ist und der Stoff der Kopfbedeckung in keinerlei Weise beansprucht
wird.
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Der untere Teil des Mantels 3, an welchem die Einlage 2 aufliegt,
wird vorteilhaft auch entfallen. können, wenn das Futter selbst aus entsprechendem
Stoff besteht, so daß nur der obere Teil des Mantels 3 auf das Futter unter Zwischenschaltung
der Gummieinlage z aufgenäht werden muß (Abt. i und 2).
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Infolge Verwendung :dieses Mantelstoffes 3 für die Gununieinlage 2
ergibt sich auch der Vorteil, daß .man für verschiedne Größen und Formen der Kopfbedeckung
nur je eine Größe der Gummieinlage verwenden kann, wodurch sich die derselben entsprechend
verringern.
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Die Gummieinlage 2 besitzt einen kurzen Schlauch ¢ mit Aufblaseventil
oder einen Üblichen Verschlußpfropfen mit Kopf, der _ an einer verdeckten Stelle,
z. B. an einer Mütze zwischen Mützenschild 5 und dem vorn herabhängenden Mützenstoff
i, nach außen mündet und so verdeckt ist, daß man beim Tragen der Mütze und verschlossenem
Druckknopf@6 an einer solchen Mütze nichts weiter bemerkt.
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Um auch an der Stirnseite der Kopfbedeckung eine genügende Ventilation
für den Kopf zu haben, kann die Gummieüilage 2, -wie in Abh. q. dargestellt, hufeisenförmig
ausgebildet sein und an dem Teil, welcher an der Stirnseite der Kopfbedeckung zu
liegen kommt, ausgenommen bzw. abgeflacht werden, so daß sich oberhalb der Stirn
kein Gummi befindet, welches die Kopfausdunstung 'verhindern würde, und deshalb
an dieser Stelle eine ,entsprechende Entlüftung durch den Mützenstoff hindurch ermöglicht
wird.
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Das Ende des Aufblaseschlauches ¢ kann aber auch, wie die Abb. 6 und
7 zeigen, mit dem Mützenstoff fest verbunden sein. Dies kann beispielsweise dadurch
:erfolgen, daß in das Ende des Aufblaseschlauches q. eine Hülse io befestigt wird,
welche durch eine Öse 9 hindurchgeht und an dieser gegen Verschiebung nach außen
und innen festgehalten wird. Das nach außen liegende freie Ende der Hülse io wird
durch einen Kopf i i verschlossen, welcher vorteilhaft auf dieses Ende aufschraubbar
ist und mit einer Dichtungseinlage 13 versehen wird, um einen luftdichten Abschluß
zu gewährleisten. In diesem Kopfe i i kann gleichzeitig ein Teil 12 des Druckknopfes
6 eingesetzt werden, wogegen der andere Teil des Druckknopfes sich in bekannter
Weise auf dem Oberteil des Schildes befinden kann.
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Um die Mütze, welche mit feiner derartigen . Aufblasevorrichtung versehen
ist, in ein Luftpolster verwandeln zu können, ist es deshalb vorerst :erforderlich,
den Druckknopf, wie Abb.3 zeigt, zu öffnen, so daß der obere Teil der Mütze vom
Schild 5 gelöst wird. Hierauf wird der Kopf i i von der Hülse i o abgeschraubt,
und man kann :dadurch die Einlage z durch das aus dem Mützenstoff i hervorstehende
Ende der Hülse i-o aufblasen und hierauf den Kopf i i wieder auf die Hülse io aufschrauben.
Durch diese Ausführungsform wird der eine Druckknopfteil gleichzeitig als Verschluß
für den Aufblaseschlauch dienen, der in diesem Falle aus der Mütze nicht mehr hervorsteht.
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Um ein Auswechseln. der Gummieinlage zu ermöglichen, z. B. wenn dieselbe
beschädigt ist, kann an seiner verdeckten Stelle der Mütze ein Schlitz vorhanden
sein, durch welchen man die Einlage 2 aus dem Innern der Mütze hinausziehen und
nach erfolgter Reparatur wieder einsetzen kann. Dieser Schlitz kann entweder im
Innern .der Mütze, z. B. im Futter bzw. in dem die Einlage umgebenden Stoff 3, oder
auch außen vorhanden sein und wird stets .durch einen geeigneten Verschlüß, wie
z. B. einen Reißverschluß, verschlossen -,verden können (Abb.3). Wenn sich dieser
Schlitz außen befindet, so wird er vorteilhaft oberhalb des Mützenschildes 5 vorhanden
sein können und wird beim Tragen der Mütze und verschlossenem Druckknopf 6 durch
den herabhängenden
Mützenstoff vollkommen verdeckt bleiben.
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Um zu verhindern, daß sich die Gummieinlage 2 im Innern der Mütze
verschiebt, wird dieselbe - im Innern des Mantels 3 befestigt. Diese Befestigung
kann z. B. durch Ankleben der Einlage 2 an den Mantel 3 erfolgen. Man kann aber
auch, wie in Abb. q. dargestellt, die Gummieinlage z mit einem vorstehenden Rand
bzw. mit vorstehenden Lappen 1q. versehen, welche durch den Rand des Mantels 3 hindurchtreten
und hier angeheftet werden, so daß hierdurch die Einlage sicher gehalten wird, aber
trotzdem eine freie Bewegungsmöglichkeit hat und sich niemals, auch z. B. bei zusammengerollter
Mütze, verschieben kann. Dieser vorstehende Rand bzw. die Lappen 1q. können mit
der Gummieinlage 2 entweder aus einem Stück bestehen oder an .dieselbe in geeigneter
Weise befestigt werden.
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Selbstverständlich kann auch das Aufblaseventil des Schlauches q.
an jeder anderen als der dargestellten Stelle der Müt7,e, wie z. B. auch im Innern
derselben, d. i. im Futter, vorhanden. sein und kann das Ende dieses Schlauches
4., wenn es nach außen zu liegen kommt, durch irgendwelche Rosette oder Verzierung
der Mütze verdeckt werden. Es wird sich auch empfehlen, das aus der Mütze hervorstehende
Ende des Aufblaseschlauches q. etwas zu verdicken bzw. zu verstärken, um bei Verwendung
eines Verschlußpfropfens gemäß Abb. i und 2 diesen Pfropfen mit einem Kopf auszubilden,
damit das Schlauchende nicht in das Innere der Kopfbedeckung einrutschen kann und
stets zum Zweck des Rufblasens leicht herausziehb.ar ist.