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Reflexschaltung mit Mehrgitterröhren Die Erfindung bezieht sich auf
eine Reflexschaltung mit Mehrgitterröhren, bei denen die Kathode und eine andere
Elektrode, vorzugsweise die eigentliche Anode, als Diodengleichrichtersystem, dagegen
die Kathode und weitere Elektroden, vorzugsweise die Gitter, als Verstärkersystem
wirken.
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Es sind schon Reflexschaltungen bekannt, die mit einer Mehrgitterröhre
in der obenbeschriebenen Weise ausgerüstet sind.
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In der Fig. i der beiliegenden Zeichnung ist eine solche Schaltung
dargestellt. Die Röhre enthält die Kathode C, das Steuergitter G1, das als Anode
des Verstärkersystems wirkende Schirmgitter G2, das Fanggitter GR und die Anode
P. Der Eingangskreis i ist über einen Kondensator einerseits mit dem Steuergitter
G1, anderseits über einen Kondensator 13 mit der Kathode verbunden. Der richtige
Arbeitspunkt wird mit Hilfe einer Batterie 3 eingestellt, deren Spannung dem Steuergitter
über einen Widerstand 2 zugeführt wird. Parallel zu dem Kondensator 13 liegt die
Sekundärwicklung 12 eines Niederfrequenztransformators.
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Im Schirmgitterkreis liegt eine Serienschaltung einer Drosselspule
5' eines Hochfrequenzblockkondensators und der Anodenspannungsquelle. Die an der
Drosselspule 5' auftretende Hochfrequenzspannung wird über einen Kondensator 6 der
Anode P zugeführt und in der durch Anode P und Kathode C gebildeten Diodenstrecke
gleichgerichtet. Der gleichgerichtete Niederfrequenzstrom fließt über eine Hochfrequenzdrossel
7 und einen Widerstand i i nach der Kathode und erzeugt am Widerstand z i, der durch
einen Hochfrequenzkondensator io überbrückt ist, einen Spannungsabfall. Mit Hilfe
des Schleifers 16 wird ein Teil dieses Spannungsabfalles abgenommen und über einen
Kondensator 15
der Primärwicklung 14 des Niederfrequenzeingangstransformators
zugeführt. Nach nochmaliger Verstärkung der Niederfrequenz in. dem Triodensystem
wird diese an den Klemmen 8', 9' abgenommen.
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Erfindungsgemäß werden in einer Reflexstufe zwei Mehrgitterröhren
vorgesehen und so geschaltet, daß sie als Hochfrequenzverstärker und Gleichrichter
parallel, als Niederfrequenzverstärker aber in Gegentakt wirken. Es ergibt sich
dabei der Vorteil, daß für die kleinen Amplituden bei der Hochfrequenzverstärkung
und Gleichrichtung die große Steilheit der Parallelschaltung, für die größeren Amplituden
der Niederfrequenzverstärkung die Verzerrungsfreiheit der Gegentaktschaltung ausgenutzt
wird.
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Die Fig.2 und 3 zeigen Ausführungsbeispiele.
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Bei der Schaltung gemäß Fig. 2 bestehen die Hochfrequenzeingangskreise
für die Röhren 18 und i9 aus zwei genau gleichen Spulen 2o, die gleichzeitig durch
den brehkondensator 21 auf Resonanz abgestimmt werden. Sie befinden sich wegen der
Blockierungskondensatoren 22 auf verschiedenen Gleichstrompotentialen. Die Klemmen
der Spulen
2o sind einerseits mit dem Steuergitter G,, und anderseits
über die Kondensatoren 23 mit der Kathode C verbunden.
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Ein Gleichstromweg von den Spulen 2o zu den Kathoden besteht über
die Sekundärwicklungen 24 des Niederfrequenzeingangstransformators und die Vorspannbatterie
25.
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Die äußeren Gitter Gs bilden die Anodenelemente der Verstärkerstrecke.
Sie sind gleichstrommäßig mit den Kathoden über die Drosseln 26 und die Primärwicklungen
27 eines Niederfrequenzgegentakttransformators verbunden, der primär im Nebenschluß
die Kondensatoren 28 enthält. G2 sind die Schirmgitter, die direkt mit der Anodenspannur@gsquelle
in Verbindung stehen. Die im Anodenkreis der Verstärkerstrecke erzeugte Wechselspannung
wird über Kondensatoren 29 auf die Diodenanode P übertragen. Die gleichgerichtete
Niederfrequenzspannung wird wieder mit Hilfe des Schiebers 33 von dem im Anodengleichstromkreis
liegenden Widerstand 31 abgeglichen und über einen Kondensator 34 der Primärwicklung
35 des Niederfrequenzeingangstransformators zugeführt. Die verstärkte Niederfrequenzspannung
wird an der Sekundärwicklung 8', g' des Niederfrequenzausgangstransformators !,
abgenommen.
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Die Schaltung der Fig. 3 ist gegenüber der der Fig. 2 etwas vereinfacht.
Sie findet dann Anwendung, wenn eine sehr hohe Verstärkung nicht erforderlich ist.
Der Unterschied gegenüber der Fig. 2 besteht in der Eingangsschaltung und in der
Art der Reflexion der durch Gleichrichtung entstandenen Hochfrequenz. Hier ist der
Ausgangskreis i für beide Röhren 18 und ig gleichzeitig vorhanden.; die beiden Gitter
G., sind direkt miteinander verbunden. Der Niederfrequenzeingangstransformator liegt
mit seinen Sekundärwicklungen 2,4 in den Kathodenleitungen. Diese Sekundärwicklungen
sind also gleichzeitig Teile des Eingangs- und des Ausgangskreises, was eine gewisse
Gegenkopplung und infolgedessen eine geringere Verstärkung bedingt.
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Die übrigen Teile der Fig. 3 entsprechen der Fig. 2.