DE614037C - Verfahren zur Herstellung bituminoeser Strassenbindemittel - Google Patents
Verfahren zur Herstellung bituminoeser StrassenbindemittelInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description
- Verfahren zur Herstellung bituminöser Straßenbindemittel Es ist vorgeschlagen worden, Kautschuk als Zusatz zu bituminösen Straßenbaustoffen zu verwenden, um die Widerstandsfähigkeit der damit erzeugten Beläge zu erhöhen. Besonders ist ein Gehalt an Kautschuk in Asphalten empfohlen worden. Die Anwendung von Kautschuk in Verbindung mit Teer wurde weniger verfolgt, weil der gewöhnliche Kautschuk. in diesem Bindemittel nur schwer in Lösung gebracht werden kann. Man hat auch vorgeschlagen, Latex als Zusatz zu bituminösen Straßenbaustoffen zu verwenden, jedoch auch in dieser feinen Verteilung gelingt es, nur ganz geringe Mengen Kautschuk im Teer in Lösung zu bringen.
- Besser als gewöhnlicher Kautschuk würde sich das vulkanisierte Produkt eignen, da @es widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse ist. Der vulkanisierte Kautschuk kann jedoch als Zusatz zu bituminösen Stoffen nicht verwandt werden, da er in diesen nicht löslich ist und von ihnen nicht aufgenommen wird.
- Es wurde nun gefunden, daß durch Chlorieren des Kautschuks ein Material .erhalten wird, das die Vorteile des gewöhnlichen und vulkanisierten Kautschuks in sich vereinigt. Der Chlorkautschuk ist in Teer und Teerpräparaten gut in Lösung zu bringen und zeigt gegenüber den zerstörenden Einflüssen. durch die Witterung und den Verkehr eine ähnliche Widerstandsfähigkeit wie der vulkanisierte Kautschuk. Dementsprechend sind die mit Chlorkautschuk versetzten bituminösen Stoffe für den Straßenbau besonders geeignet. Weiter ist festzustellen, daß der Chlorkautschuk den bituminösen Stoffen, denen er zugesetzt wird, wasserabstoßende Eigenschaften verleiht, was im Straßenbau von besonderer Bedeutung ist, da gerade das Eindringen des Wassers in bituminöse Beläge diese zerstört. Wie es sich ferner gezeigt hat, verzögert in bituminösen Straßenbaustoffen ein Gehalt an Chlorkautschuk das Entweichen der öligen Bestandteile, wodurch das Verspröden der damit hergestellten Beläge nicht so rasch eintritt. Auch hier ist Chlorkautschuk dem gewöhnlichen Kautschuk überlegen. Die günstige Wirkring eines Zusatzes von Chlorkautschuk tritt daher- besonders bei Teeren und bituminösen Stoffen, die infolge von ölverlust zum Verspröden neigen, ganz besonders in Erscheinung.
- Zur Erreichung des Effektes ist- es nicht notwendig, das Maximum von. Chlor an den Kautschuk anzulagern. Es empfiehlt sich, z. B. in Verbindung mit Natur- und Erdölasphalten, nur eine teilweise Chlorierung des Kautschuks vorzunehmen.
- Die Verwendung von Chlorkautschuk an Stelle von Rohkautschuk, um die Elastizität der damit hergestellten Massen zu erhöhen, ist bekannt. Ebenso hat man schon vorgeschlagen, zur Herstellung von elektrisch isolierenden Massen und Schutzüberzügen bei Rohrleitungen usw. Chlorkautschuk in Verbindung mit bituminösen Stoffen anzuwenden. In allen diesen Fällen handelt es sich um harte Massen, die als solche angewandt werden und überdies nicht der außerordentlich starken mechanischen Beanspruchung unterliegen, der gerade Straßenbaustoffe , gewachsen sein müssen. Bituminöse Straßenbaustoffe Zierden stets in Verbindung mit Gesteinsmaterial angewandt, und es war nicht zu erwarten, daß Chlorkautschuk, in Mengen nicht über io oio, meist jedoch viel weniger, den bituminösen Straßenbindemitteln zugesetzt, diese in dem Sinne verbessert, daß sowohl die Klehekraft wie die notwendige Plastizität in Verbindung mit mineralischen Stoffen stark erhöht werden.
- Die mit Chlorkautschuk versetzten bituminösen Straßenbaustoffe können sowohl für den Bau hochwertiger Decken für schweren Verkehr als auch für billige Bauweise, wie sie für die Überlandstraßen in Frage kommen, angewandt werden. Es hat sich nämlich gezeigt, daß bereits ganz geringe Mengen von Chlorkautschuk die bituminösen Straßenbaustoffe wesentlich verbessern. Für die Straßen mit schwachem Verkehr und dort, wo die Beläge möglichst billig sein sollen, wird man mit einem geringen Gehaltan Chlorkautschuk, sogar mit Bruchteilen eines Prozentes, auskommen. Für Straßen mit größerem Verkehr wird ein höherer Gehalt vorzuziehen sein.
- Nicht nur die bereits im Straßenbau allgemein angewandten bituminösen "Materialien, wie die Steinkohlenteere, Erdöl- und Naturasphalte, kommen, sei es für sich oder in Mischung untereinander, für die Anwendung in Verbindung mit Chlorkautschuk in Frage, sondern auch minderwertige Bindemittel, wie sie aus der Destillation der Braunkohle, Holz und Schiefer gewonnen werden, ebenso wie die paraffinhaltigen Asphalte können mit Hilfe von Chlorkautschuk in brauchbare Straßenbaustoffe übergeführt werden. Gerade in der Veredlung dieser Materialien liegt ein besonderer Vorteil der Anwendung von Chlorkautschuk.
- Die nach vorliegender Erfindung hergestellten Straßenbaustoffe können in der gleichen Weise verarbeitet werden, wie das bei Straßenteeren und den verschiedenen Asphaltsorten üblich ist. Sie können so viscos hergestellt werden, daß sie vor dem Aufbringen auf die Straße oder dem Vermischen mit dem Gestein erhitzt werden müssen. Man kann sie auch mit geeigneten Fluxmitteln so dünnflüssig machen, daß sie kalt verarbeitet werden können. Schließlich sind die Straßenbaustoffe mit Chlorkautschukgehalt auch geeignet, um emulgiert mit Wasser zur Anwendung zu gelangen. Der Zusatz von Chlorkautschuk kann vor oder während des Einbaues erfolgen.
- Beispiel i 2o kg Chlorkautschuk werden in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und in 35o kg Anthracenöl eingetragen. Hierauf gibt man 65 o kg Steinkohlenteerpech zu und rührt unter Erwärmen so lange um, bis eine homogene Masse entstanden ist.
- Beispiele Ein Gemisch von 8ookg Erdölasphalt vom Schmelzpunkt nach K r a e me r - S a r n o -#v von 45 bis 55° C und Zoo kg Anthracenöl wird mit einem flüchtigen Lösungsmittel so dünnflüssig gemacht, daß es kalt verarbeitet werden kann. Im Lösungsmittel wird so viel Chlorkautschuk aufgelöst, daß das fertige Produkt o,o5 bis o,i % Chlorkautschuk enthält.
- Beispiel 3 4okg Kautschuk werden in ¢5okg Monochlorbenzol -gelöst und-durch Einleiten von Chlor in Chlorkautschuk übergeführt. Die so hergestellte Lösung wird in eine Schmelze von 75okg Braunkohlenteerpech in 25okg Anthracenöl eingetragen und- das Monochlorbenzol abdestilliert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung bituminöser Straßenbindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß man diesen höchstens io ojo chlorierten Kautschuk zusetzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEG82452D DE614037C (de) | 1932-04-17 | 1932-04-17 | Verfahren zur Herstellung bituminoeser Strassenbindemittel |
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| DE614037C true DE614037C (de) | 1935-05-31 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEG82452D Expired DE614037C (de) | 1932-04-17 | 1932-04-17 | Verfahren zur Herstellung bituminoeser Strassenbindemittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE614037C (de) |
-
1932
- 1932-04-17 DE DEG82452D patent/DE614037C/de not_active Expired
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