-
Die
Erfindung betrifft ein Filtermedium, das die Fähigkeit zur mikrobiologischen
Abscheidung hat, sowie Prozesse zur Herstellung desselben und ein
Verfahren zur Entfernung von mikrobiologischen Verschmutzungen in
einem Fluid.
-
Ein
Beispiel für
ein keimtötendes
Filtermedium befindet sich in der
EP-A 0 408 292 , die ein Filtermedium beschreibt,
das eine mikroporöse
Struktur besitzt, welche mit einem kationischen Material und einem keimtötenden,
biologisch aktiven Metall beschichtet ist.
-
Moderne
Brauchwasserfilter stellen oftmals Anforderungen an die Gesundheit,
zu denen die Verringerung von Teilchen, Schwermetallen, toxischen
organischen Chemikalien gehören
sowie ausgewählte
mikrobiologische Verfahren. Diese Filtrationssysteme können Mikroorganismen
abscheiden, so beispielsweise Cryptosporidium und Giardia, die grob
gesehen 1,0 μ-Strukturen
benutzen. Um jedoch die mikrobiologische Abwehr von kleineren Bedrohungen
zu ermöglichen,
wie beispielsweise Viren, ist ein Filtermedium erforderlich, das eine
mikroporöse
Struktur von unter 1 μ aufweist.
Bekannte Filtersysteme versuchen oftmals, eine breite mikrobiologische
Abwehr zu erreichen, und zwar unter Verwendung von Filtermedien
mit einer unzureichenden kleinen Porengröße sowie mit schwacher physikalischer
Beständigkeit.
Das Gleichgewicht zwischen der notwendigen Porenstruktur, die für eine erfolgreiche
mikrobiologische Abwehr benötigt
wird, und einer befriedigenden Filterleistung ist bisher nicht erreicht
worden. Dazu kommt, daß bekannte
Systeme keine Vorrichtungen bieten, die in der Lage sind, in der
Gegenwart von "Störungen" zu arbeiten, bestehend
aus Substanzen, die einen Verlust an Filterleistung bewirken.
-
Zusammenfassung der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung ist in einer ersten Hinsicht auf ein Filtermedium
gerichtet, das die Merkmale von Anspruch 1 aufweist.
-
In
einer weiteren Hinsicht ist die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren
zur Herstellung eines Filtermediums gerichtet, das die Schritte
des Anspruchs 27 beinhaltet.
-
In
noch einer weiteren Hinsicht ist die vorliegende Erfindung auf ein
Verfahren zur Entfernung mikrobiologischer Verschmutzungen in einem
Fluid gerichtet, das die Schritte des Anspruchs 43 aufweist.
-
Weitere
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der entsprechenden Unteransprüche.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
Die
Merkmale der Erfindung, die als neu betrachtet werden, sowie die
charakteristischen Elemente der Erfindung werden insbesondere in
den beigefügten
Ansprüchen
angegeben. Die Figuren dienen nur zur Illustration und sind nicht
maßstabsgetreu.
Die Erfindung selbst kann jedoch, was sowohl die Organisation als
auch das Arbeitsverfahren anbelangt, am besten unter Bezug auf die
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele verstanden
werden, die in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen folgen. In
den Zeichnungen sind:
-
1 eine
seitliche Draufsicht eines Filters, das das Filtermittel der vorliegenden
Erfindung enthält;
-
2 eine
Querschnittsansicht des Filters von 1, längs der
Linie 2-2;
-
3 eine
frontale Draufsicht eines beispielhaften Schwerkraft-Strömungsfiltrationssystems
der vorliegenden Erfindung; und
-
4 eine
perspektivische Ansicht eines anderen beispielhaften Schwerkraft-Strömungsfiltrationssystems
der vorliegenden Erfindung.
-
Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
-
Bei
der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird auf die hier vorhandenen 1–4 der
Zeichnung Bezug genommen, in denen gleiche Bezugszeichen auf gleiche Merkmale
der Erfindung verweisen. Die Merkmale der Erfindung sind in den
Zeichnungen nicht notwendigerweise maßstabsgerecht dargestellt.
-
Definitionen
-
Der
im folgenden verwendete Begriff "Absorbenz" bedeutet irgendein
Material, das Verunreinigungen absorbieren kann, und zwar hauptsächlich dadurch,
daß es
die Verunreinigungen in seine innere Struktur zieht.
-
Der
hier verwendete Begriff "Adsorbenz" bedeutet irgendein
Material, das in der Lage ist, Verunreinigungen hauptsächlich durch
physikalische Adsorption an seine Oberfläche zu adsorbieren.
-
Der
hier verwendete Begriff "adsorbierendes
Filtermittel" oder "adsorbierendes Vorfiltrationsmittel" bedeutet ein Filtermedium,
das aus einem Adsorbenz hergestellt ist, beispielsweise Aktivkohle.
Ein Beispiel für ein
adsorbierendes Filtermedium ist PLEKX®, das
im Handel von der KX Industries, L. P. in Orange, Connecticut, erhältlich ist.
-
Der
hier verwendete Begriff "Bindemittel" bedeutet ein Material,
das hauptsächlich
dazu dient, andere Materialien zusammen zu halten.
-
Die
hier benutzte Bezeichnung "Canadian
Standard Freeness" oder "CSF" bedeutet einen Wert
für den
Vermahlungsgrad oder die Durchlässigkeitsgeschwindigkeit
der Pulpe, gemessen in der Geschwindigkeit, mit der eine Pulpensuspension
entwässert
werden kann. Diese Terminologie ist einem auf dem Gebiete der Papierherstellung
tätigen
Fachmann gut bekannt.
-
Der
hier verwendete Ausdruck "zusammengesetztes
Filtermedium" soll
ein Filtermittel bedeuten, das sich aus einem Vorfilter, einem adsorbierenden
Vorfiltermittel und dem durch mikrobiologische Abscheidung verstärkten Filtermittel
der vorliegenden Erfindung zusammensetzt und eine einheitliche Verbundstruktur
bildet. In gewissen Fällen
braucht das Vorfilter nicht vorhanden zu sein oder seine Funktion
wird durch das adsorbierende Vorfiltermittel erfüllt.
-
Der
hier verwendete Begriff "kontaminierte
Reduktion" bedeutet
die Verstärkung
einer Verunreinigung, die chemisch oder biologisch abgeschieden,
entfernt oder inaktiv gemacht wird, um das Fluid sicherer zu machen,
so beispielsweise für
den menschlichen Gebrauch, oder nützlicher für industrielle Anwendungsfälle.
-
Der
im folgenden verwendete Begriff "Faser" soll einen Feststoff
bedeuten, der durch ein hohes Verhältnis von Länge zu Durchmesser gekennzeichnet
ist, beispielsweise mehrere hundert zu eins. Jede Faserdiskussion
schließt
Schwankungen ein.
-
Der
im folgenden verwendete Ausdruck "Filtermedium" bedeutet ein Material, mit dem eine
Fluidfiltration durchgeführt
werden kann.
-
Der
hier verwendete Begriff "Fluid" bedeutet eine Flüssigkeit,
ein Gas oder eine Kombination aus diesen Stoffen.
-
Der
hier verwendete Begriff "Formen" bedeutet die Umwandlung
einer losen, nicht strukturierten Substanz in eine zähe, gleichförmige Struktur;
beispielsweise die Umwandlung von losen Fasern in ein Papier.
-
Der
hier verwendete Begriff "Abwehren" oder "Unterbinden" hat die Bedeutung
von Hemmen oder Anhalten des Durchgangs, also des Einwirkens, Entfernens,
Inaktivierens oder der Einflußnahme.
-
Der
hier benutzte Begriff "Registrier-Reduzierwert" oder "LRV" soll die Registrierung
oder Eintragung der Anzahl an Organismen in dem Einlauf, dividiert
durch die Anzahl von Organismen in dem Auslauf eines Filters bedeuten.
-
Die
hier benutzte Bezeichnung "Membrane" bedeutet ein poröses Medium,
bei dem der Aufbau eine einzige ununterbrochene, feste Phase mit
einer ununterbrochenen Porenstruktur ist.
-
Die
hier verwendete Bezeichnung "Filtermedium
mit verstärkter
mikrobiologischer Abwehr" soll
ein Filtermittel bedeuten, das eine mikroporöse Struktur aufweist, wo wenigstens
ein Teil seiner Oberfläche
mit einem die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Stoff behandelt ist.
-
Der
hier verwendete Begriff "Mikroorganismus" bedeutet jeden beliebigen
lebenden Organismus, der in einem Fluid suspendiert ist, einschließlich, jedoch
nicht beschränkt
auf Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen und ihre reproduzierten Formen,
einschließlich
Zellen und Sporen.
-
Der
hier verwendete Begriff "mikroporöse Struktur" soll eine Struktur
bedeuten, die einen Hauptflußpfad
von weniger als etwa 2,0 μ und
oftmals weniger als etwa 1,0 μ hat.
-
Der
hier verwendete Begriff "Nanofaser" soll eine Faser
bedeuten, die einen Durchmesser von weniger als 3,0 mm hat.
-
Die
hier verwendete Bezeichnung "natürliche organische
Sache" oder "NOM" soll einen organischen Stoff
bedeuten, der oft in trinkbarem oder nicht trinkbarem Wasser gefunden
wird, von dem ein Teil das Zeta-Potential eines positiv geladenen
Filtermittels reduziert oder hemmt. Als Beispiel für NOM sind
polyanionische Säuren
wie, jedoch nicht ausschließlich,
Humussäure
und Fulvosäure
zu nennen.
-
Der
hier verwendete Begriff "nicht
gewebt" bedeutet
ein Gewebe oder Tuch oder anderes Mittel mit einer Struktur aus
einzelnen Fasern, die zusammengelegt sind, jedoch in einer nicht
besonders organisierten Weise wie in einem gestrickten oder gewebten
Tuch. Nicht gewebte Gewebe können
im allgemeinen durch in der Technik bekannte Verfahren hergestellt
werden. Zu den Beispielen für
derartige Prozesse gehören,
jedoch nicht ausschließlich
und nur zur Illustration, Schmelzblasen, Spinnvliesen, Kardieren
und Windschlagen.
-
Die
hier benutzen Begriffe "Papier" oder "papierähnlich" bedeuten eine im
allgemeinen flache, faserförmige
Materialschicht oder -matte, die mit Hilfe eines Naßablagerungsprozesses
gebildet wird.
-
Der
hier benutzte Begriff "Teilchen" soll ein massives
Korn mit einer Größe bedeuten,
die von kolloidal bis makroskopisch erreicht und sich nicht auf
eine spezielle Form beschränkt,
jedoch auf ein im allgemeinen beschränktes Längen-zu-Breiten-Verhältnis.
-
Der
ferner hier benutzte Begriff "Vorfilter" soll ein Filtermittel
bedeuten, das im allgemeinen zustromseitig der anderen Filtratschichten,
Strukturen oder Vorrichtungen angeordnet ist und in der Lage ist,
teilchenförmige
Verschmutzungen zu verringern, bevor der Zufluß die folgenden Filterschichten,
Strukturen oder Vorrichtungen kontaktiert.
-
Der
hier ebenfalls verwendete Begriff "Blatt" soll grob eine zweidimensionale Struktur
bedeuten, deren Länge
und Breite erheblich größer sind
als ihre Dicke.
-
Schließlich soll
der verwendete Begriff "Whisker" ein Geflecht mit
einem begrenzten Längenverhältnis und
in der Mitte zwischen dem Längenverhältnis eines
Teilchen und einer Faser bedeuten. Jede Diskussion über Fasern
schließt
Whisker ein.
-
Das Filtermittel mit verstärkter mikrobiologischer
Abwehr
-
Ein
Filtermittel der vorliegenden Erfindung weist eine mikroporöse Struktur
auf, die eine mikrobiologische Abwehrfähigkeit bietet, und zwar bei
Benutzung einer Kombination aus einer geeigneten Porenstruktur und
einer chemischen Behandlung. Die mikroporöse Struktur hat irgendein Material,
das in der Lage ist, einen Hauptströmungsweg von weniger als etwa
2,0 μ zu
bilden. Vorzugweise weist die mikroporöse Struktur Nanofasern auf,
die zu einer nicht gewebten oder papierähnlichen Struktur geformt sind,
jedoch Whisker enthalten kann oder eine Membran ist. Die feste Porenstruktur
eines erfindungsgemäß mit verstärkter mikrobiologischer Abwehr
versehenen Filtermittels bietet kurze Diffusionsabstände von
dem Fluid zur Oberfläche
des Filtermittels. Der chemische Behandlungsprozeß, der zur
Behandlung der Oberfläche
der mikroporösen
Struktur dient, bedient sich einer synergistischen Wechselwirkung
zwischen einem kationischen Material und einem biologisch aktiven
Metall, die, wenn sie kombiniert werden, bei Berührung ein breites Spektrum
der Reduzierung von mikrobiologischen kontaminierenden Stoffen bieten.
Die von dem kationischen Material für das Filtermittel geschaffene
Ladung unterstützt
die elektrokinetische Abwehr der mikrobiologischen kontaminierten
Stoffe, während
die feste Porenstruktur einen kurzen Diffusionsweg bietet und daher
eine schnelle Diffusionskinetik der kontaminierten Stoffe in einer
Fluidströmung
zu der Oberfläche
der mikroporösen
Struktur schafft. Die mikroporöse
Struktur bietet auch eine ergänzende,
direkte mechanische Abwehr von mikrobiologischen Giftstoffen oder
Verunreinigungen. Aufgrund der dominanten Rolle der Diffusion für die Abwehr
extrem kleiner Teilchen besteht zwischen dem Registrierreduzierwert
viraler Teilchen und der Kontaktzeit des Zuflusses in dem Filtermittel
eher ein direkter Zusammenhang als eine Abhängigkeit von der Dicke des
Filtermittels.
-
Eigenschaften des Filtermittels mit verstärkter mikrobiologischer
Abwehr
-
Um
die volle mikrobiologische Abwehrfähigkeit zu schaffen, hat das
Filtermittel mit verstärkter
mikrobiologischer Abwehr gemäß der vorliegenden
Erfindung einen Hauptströmungsweg
von weniger als 2 μ und vorzugsweise
weniger als oder gleich etwa 1 μ und
vorzugsweise weniger oder gleich etwa 0,6 μ. Das Volumen des Filtermittels
mit verstärkter
mikrobiologischer Abwehr der vorliegenden Erfindung, verglichen
mit der Strömungsgeschwindigkeit
des Fluids durch das Filtermittel, muß ausreichen, um eine adäquate Kontaktzeit
für die Verunreinigungen
zu ermöglichen,
damit diese an der Oberfläche
des Filtermittels diffundieren können.
Zur Erzeugung einer verstärkten
elektrokinetischen Abwehr der Mikroorganismen, von denen die Mehrheit
unter den meisten Bedingungen negativ geladen ist, hat das Filtermittel
mit verstärkter
mikrobiologischer Abwehr ein positives Zeta-Potential, das im allgemeinen größer als
etwa +10 mV ist, und zwar bei pH-Werten
von etwa 6 bis etwa 7 und das ein positives Netto-Zeta-Potential
bei pH-Werten von
etwa 9 oder höher
aufweist.
-
Natürliche organische
Stoffe (NOM), beispielsweise polyanionische Säuren, also Humussäure oder Fulvosäure, die
die Ladung auf dem Filtermittel mit verstärkter mikrobiologischer Abwehr
verringern oder beseitigen können,
werden vorzugsweise daran gehindert, mit der geladenen mikroporösen Struktur
in Berührung
zu treten, und zwar durch Benutzung eines adsorbierenden Vorfilters,
das den NOM im wesentlichen entfernt. Bei Verwendung in einem Schwerkraftwasserfiltrationssystem
sollte das Filtermittel mit verstärkter mikrobiologischer Abwehr
vorteilhafterweise aus hydrophilen Materialien bestehen, um eine
gute, spontane Befeuchtungsfähigkeit
zu erreichen. Alternativ kann das Filtermittel mit verstärkter mikrobiologischer
Abwehr in anderen Anwendungsfällen
behandelt werden, um entweder ein hydrophile oder hydrophobe Eigenschaft
zu erreichen, falls erforderlich. Es besteht die Möglichkeit,
daß das
Filtermittel mit verstärkter
mikrobiologischer Abwehr sowohl positiv als auch negativ und nicht
geladene Bereiche aufweisen kann und/oder hydrophile und hydrophobe
Bereiche. Beispielsweise lassen sich die negativ geladenen Bereiche
zur Verstärkung
der Abwehr weniger allgemein positiv geladener Verschmutzungen einsetzen,
und nicht geladene hydrophobe Bereiche können zur Bildung einer verstärkten Abwehr
von Verschmutzungen dienen, die an hydrophoben Oberflächen haften.
-
Die Fasern/Whisker oder teilchenförmige Zusatzstoffe
-
Das
Filtermittel mit verstärkter
mikrobiologischer Abwehr der vorliegenden Erfindung weist eine mikroporöse Struktur
auf, die mehrere Nanofasern enthalten kann, einschließlich Whisker
oder Mikroteilchenzusatzstoffen aus organischen und anorganischen
Materialien, einschließlich,
jedoch nicht beschränkt
auf Polymere, Ionenaustauschharze, technische Harze, keramische
Substanzen, Zellulose, Viskosefasern, Chinagras, Wolle, Rohseide,
Glas, Metall, aktiviertes Aluminiumoxid, Kohlenstoff oder Aktivkohle,
Siliziumoxid, Zeolite, seltene Erden, aktiviertes Bauxit, Fullererde,
Calciumhydroxidapatit und andere Adsorptionsmaterialien oder ihre Kombinationen.
Kombinationen aus organischen und anorganischen Fasern und/oder
Whiskern oder Mikroteilchen werden vorgeschlagen und liegen im Schutzumfang
der Erfindung, wie beispielsweise Glas, Keramik oder Metallfasern
und Polymerfasern, die mit kleinen Teilchen zusammen verwendet werden
können,
um in die mikroporöse
Struktur eingebunden zu werden.
-
Bei
der Herstellung durch einen Naßprozeß aus Nanofasern,
beispielsweise Zellulose oder Polymerfasern, sollten derartige Fasern
ein CSF von weniger als oder gleich etwa 100 haben und vorzugsweise
weniger als oder gleich etwa 45. Vorzugsweise sollte ein wesentlicher
Teil der Fasern einen Durchmesser von weniger als oder gleich etwa
1000 μ haben,
noch besser weniger als oder gleich etwa 400 μ, wobei Fasern mit einem Durchmesser
weniger als oder gleich etwa 250 μ am
besten geeignet sind. Vorzugsweise werden die Fasern auf eine Länge von
etwa 1 mm bis etwa 8 mm, vorzugsweise etwa 2 mm bis etwa 6 mm geschnitten und
noch besser auf etwa 3 mm bis etwa 4 mm. Aus feinsten Fäserchen
gebildete Fasern werden aufgrund ihrer ungewöhnlich kleinen Abmessungen
und der erheblich niedrigeren Kosten besonders bevorzugt.
-
Insbesondere
aus kleinsten Fäserchen
bestehende synthetische Zellulosefasern, die erfindungsgemäß hergestellt
werden, können
eine ultrafeine, hydrophile, mikroporöse Struktur erzeugen, die sich
für Filtermittel
gemäß der vorliegenden
Erfindung mit verstärkter
mikrobiologischer Abwehr verwenden lassen. Derartige aus feinen
Fäserchen
bestehenden oder fibrillierten Zellulosefasern können durch direkte Auflösung und Spinnen
von Holzstoff in einem organischen Lösungsmittel, beispielsweise
einem Aminoxid, hergestellt werden und sind als Lyozellfasern bekannt.
Lyozellfasern haben den Vorteil, daß sie in einer konsistenten,
gleichförmigen
Weise hergestellt werden können,
so daß sich
reproduzierbare Ergebnisse einstellen, was beispielsweise bei natürliche Zellulosefasern
nicht möglich
ist. Darüber
hinaus sind die Fibrillen von Lyozell oft gekräuselt. Die Kräuselungen
bil den einen wesentlichen Anteil der Faserverwirrung, was zu einem
fertigen Filtermedium mit hoher Trockenfestigkeit und wesentlicher
Restfeuchtefestigkeit führt.
Darüber
hinaus können
die fibrillierten Lyozellfasern in großen Mengen unter Verwendung
einer Anlage, die Montagekosten verursacht. Es versteht sich, daß Fasern
anders als Zellulose fibrilliert werden können, um extrem feine Fäserchen
herzustellen, so beispielsweise Kunstfasern, insbesondere Acryl-
oder Nylonfasern oder andere natürliche
Zellulosematerialien. Kombinationen von fibrillierten und nicht
fibrillierten Fasern lassen sich in der mikroporösen Struktur verwenden.
-
Membranen
-
Das
mikrobiologische Filtermittel mit verstärkter Abfangwirkung gemäß der vorliegenden
Erfindung kann eine Membran aus einer organischen oder anorganischen
Verbindung aufweisen, die, was jedoch nicht als Beschränkung zu
betrachten ist, Polymere, Ionenaustauschharze, technische Harze,
Keramikmaterialien, Zellulose, Kunstseide, Chinagras, Wolle, Rohseide,
Glas, Metall, aktiviertes Aluminiumoxid, Aktivkohle, Siliziumoxid,
Zeolite, Kieselgur, aktiviertes Bauxit, Fullererde, Calciumhydroxiapatit,
Titanat und andere Materialien oder deren Kombinationen gehören. Kombinationen
aus organischen und anorganischen Materialien werden ebenfalls vorgeschlagen
und liegen im Schutzumfang der Erfindung. Derartige Membranen können unter
Verwendung von dem auf diesem Gebiet tätigen Fachmann bekannten Verfahren
eingesetzt werden.
-
Das die mikrobiologische Abfangwirkung
verstärkende
Mittel
-
Die
Nanofasern oder Membranen, die die mikroporöse Struktur schaffen, werden
chemisch mit einem die mikrobiologische Abfangwirkung verstärkenden
Stoff behandelt, der in der Lage ist, auf dem mit dem mikrobiologischen
Abfangwirkung verstärkenden
Filtermedium eine positive Ladung zu erzeugen. Auf wenigstens einem
Teil der Oberfläche
wenigstens einiger Fasern oder der Membran werden ein kationischer
Metallkomplex ausgebildet, und zwar durch Behandeln der Fasern oder
der Membran mit einem kationischen Material. Das kationische Material
kann ein kleines geladenes Molekül
oder ein lineares oder verzweigtes Polymer mit positiv geladenen
Atomen längs
der Länge
der Polymerkette sein.
-
Wenn
das kationische Material ein Polymer ist, so ist die Ladungsdichte
vorzugsweise größer als
etwa 1 geladenes Atom pro etwa alle 20 Angstrom, vorzugsweise größer als
etwa 1 geladenes Atom pro etwa alle 12 Angstrom, und noch besser
größer als
etwa 1 geladenes Atom pro etwa alle 10 Angstrom der Molekularlänge. Je
höher die
Ladungsdichte auf dem kationischen Material ist, desto höher ist
die Konzentration des zugehörigen
Gegenions. Eine hohe Konzentration eines geeigneten Gegenions läßt sich
dazu benutzen, die Abscheidung eines kationischen Metallkomplexes
zu bewirken. Das kationische Material sollte durchgehend eine stark
positiv geladene Oberfläche
für die
mikroporöse
Struktur bilden, wie von dem Strömungs-
oder Zetapotentialanalysator bestimmt, und zwar entweder in einer
Umgebung mit einem hohen pH-Wert oder einem niedrigen pH-Wert. Die
Zeta- oder Strömungspotentiale
der mikroporösen
Struktur können
nach der Behandlung mit einem geladenen Polymer mit hohem Molekulargewicht
größer sein
als etwa +10 mV und oft bis zu etwa +23 mV bei einem im wesentlichen
neutralen pH-Wert.
-
Zu
dem kationischen Material gehören,
jedoch nicht ausschließlich,
quatarnäre
Amine, quatarnäre Amide,
quatarnäre
Ammoniumsalze, quatarnäre
Imide, Benzalkoniumverbindungen, Biguanide, kationische Aminosilikonverbindungen,
kationische Zellulosederivate, kationische Stärken, quatarnäre Polyglykolaminkondensate,
quatarnäre
Collagenpolypeptide, kationische Chitinderivate, kationischer Guargummi,
Kolloide wie beispielsweise kationische Melamin-Formaldehydsäurekolloide, anorganische behandelte
Siliziumoxidkolloide, Polyamid-Epichlorohydrinharz, kationische
Acrylamide, deren Polymere und Copolymere sowie ihre Kombinationen
und dergleichen. Geladene Moleküle,
die für
diese Anwendung gebräuchlich
sind, können
kleine Moleküle
mit einer einzelnen geladenen Einheit sein, die sich an wenigstens
einem Teil der mikroporösen Struktur
anbringen lassen. Das kationische Material hat ihm zugeordnete Gegenionen,
die dann, wenn sie einer biologisch aktiven Metallsalzlösung ausgesetzt
werden, die Abscheidung des Metalls in der Nähe der kationischen Oberfläche bewirken,
so daß sich
ein kationischer Metallüberzug
bildet.
-
Als
Beispiel für
die Amine können
Bivinyle, epichlorhydrinhergeleitete Amine, deren Polymere und dergleichen
genannt werden. Als Beispiel für
die Amine können
jene Polyamide dienen, die in der internationalen Patentanmeldung
Nr.
WO 01/07 090 beschrieben
sind und dergleichen. Als Beispiel für quatarnäre Ammoniumsalze können Homopolymere
des Diallyldimethylammoniumhalogenids dienen sowie von Epichlorhydrin abgeleitete
polyquatarnäre
Aminpolymere, von Diaminen und Dihalogenen, wie sie in den
US Patenten 2 261 002 ,
2 271 378 ,
2 388 614 und
2 454 547 offenbart sind, abgeleitete
quatarnäre
Ammoniumsalze dienen, wobei zu den letztgenannten Patentschriften
auch die internationale Patentanmeldung Nr.
WO 97/23 594 gehört und eine weitere Herleitung
von Polyhexamethylendimethyl-Ammoniombromid
und dergleichen gegeben ist. Das kationische Material kann chemisch
gebunden, adsorbiert oder mit sich selbst oder der Faser oder mit
der Membran vernetzt werden.
-
Darüber hinaus
sind andere Materialien für
die Verwendung als kationisches Material geeignet, zu denen BIOSHIELD® gehört, das
von der Bioshield Technologies, Inc., Norcross, Georgia, erhältlich ist.
BIOSHIELD® ist
ein organosilanes Produkt, das annähernd 5 Gew.-% Octadecylaminodimethyltrimethoxysilylpropyl-Ammoniumchlorid und
weniger als 3% Chlorpropyl-Trimethoxysilan enthält. Ein anderes Material, das
benutzt werden kann, ist SURFACINE®, das
von der Surfacine Development Company LLC, Tyngsboro, Massachusetts,
erhältlich
ist. SURFACINE® weist
ein dreidimensionales Polymernetzwerk auf, das dadurch erhalten
wird, daß Poly(hexamethylenebiguanid)
(PHMB) mit 4,4'-Methylen-bis-N,N-Diglycidylanilin
(MBGDA), einem Vernetzungsmittel, um das PHMB mit einer polymeren
Oberfläche
semipolar zu binden, erhalten wird. Silber in der Form von Silberjodid
wird in das Netzwerk eingeführt
und wie submikrometergroße
Teilchen eingefangen. Die Kombination ist ein effektives Biozid,
das für
die vorliegende Erfindung verwendet werden kann. In Abhängigkeit
von dem Fasermaterial und dem Membranmaterial kann MBGDA entweder
mit dem PHMB oder nicht mit der Faser oder der Membran vernetzt
werden.
-
Das
kationische Material wird einer biologisch aktiven Metallsalzlösung ausgesetzt,
so daß sich
der kationische Metallkomplex auf wenigstens einem Teil der Oberfläche wenigstens
einiger der Fasern oder der Membran niederschlägt. Zu diesem Zweck werden
Metalle bevorzugt, die biologisch aktiv sind. Zu derartigen biologisch
aktiven Metallen gehören,
nicht ausschließlich
Silber, Kupfer, Zink, Kadmium, Quecksilber, Antimon, Gold, Aluminium,
Platin, Palladium und deren Kombinationen. Am meisten bevorzugt
werden Silber und Kupfer. Die biologisch aktive Metallsalzlösung wird
vorzugsweise so ausgesucht, daß das
Metall und das Gegenion des kationischen Materials in einer wäßrigen Umgebung
im wesentlichen unlöslich
sind, um die Abscheidung des kationischen Metallkomplexes anzutreiben.
-
Ein
besonders gebräuchliches
Versteifungsmittel für
die biologische Abfangwirkung ist ein kationisches Silber-Amin-Halogenidkomplex.
Das kationische Amin ist vorzugsweise ein Homopolymer des Diallyl-Dimethyl-Ammonium-Hologenids
mit einem Molekulargewicht von etwa 400.000 Dalton oder andere quaternäre Ammoniumsalze
mit einer ähnlichen
Ladungsdichte und einem ähnlichen
Molekulargewicht. Ein Homopolymer des Diallyl-Dimethyl-Ammonium-Chlorids,
das für
die vorliegende Erfindung gebraucht werden kann, ist im Handel von
der Nalco Chemical Company in Naperville, Illinois, unter dem Markennamen
MERQUAT® 100,
erhältlich.
Das Chlorid-Gegenion kann durch ein Bromid oder Jodid-Gegenion ersetzt
werden. Wenn es mit einer Silbernitratlösung in Berührung kommt, scheidet das Silberamin-Halogenid-Komplex
wenigstens einen Teil der Fasern oder der Membran der mikroporösen Struktur
des Filtermediums ab.
-
Der
pH-Wert der umgebenden Lösung
beeinflußt
das Zeta-Potential des mikrobiologischen Filtermediums mit verstärkter Abfangwirkung
der vorliegenden Erfindung. Ein saurer pH-Wert vergrößert die
Ladung auf dem Filtermedium, während
ein basischer pH-Wert die Ladung auf dem Filtermedium verringert.
Unter pH-Wert-Bedingungen,
die für
Trinkwasser typisch sind, behält
das mikrobiologische Filtermedium mit verstärkter Abfangwirkung eine minimale
positive Ladung, und nur bei sehr hohen pH-Werten fällt die
Ladung unter 0 mV. In Gegenwart von NOM, beispielsweise polyanionische
Säuren,
nimmt das Zetapotential des mikrobiologischen Filtermediums mit
verstärkter
Abfangwirkung ab. Dadurch verringern sich seine mikrobiologischen
Abfangfähigkeiten.
Deshalb verlängert
in Anwendungsfällen,
in denen hohe NOM-Spiegel vorliegen, ein adsorbierendes Vorfilter,
das das NOM entfernen kann, die Gebrauchsdauer des mikrobiologischen
Filtermediums mit verstärkter
Abfangwirkung.
-
Verfahren zur Herstellung
des mikrobiologischen Filtermediums mit verstärkter Abfangwirkung
-
Das
mikrobiologische Filtermedium mit verstärkter Abfangwirkung kann gemäß Prozessen,
die dem auf diesem Gebiet tätigen
Fachmann geläufig
sind, hergestellt werden. Zu den Trockenverlegungsprozessen gehören Schmelzspinnen,
Feinspinnprozesse, fibrillierte Filme, Schmelzgasen und andere dem
auf diesem Gebiet tätigen
Fachmann bekannte Trockenverlegungsprozesse. Ein beispielhafter
Trockenverlegungsprozeß beginnt
mit Stapelfasern, die sich durch Karden in einzelne Fasern trennen
lassen und dann zu der gewünschten
Dicke durch einen ae rodynamischen oder hydrodynamischen Prozeß zusammengelegt
werden, um ein ungebundenes Faserblatt zu bilden. Die ungebundenen
Fasern können
dann hydraulischen Strahlen ausgesetzt werden, um die Fasern sowohl
zu fibrillieren als auch zu verflechten. Ein ähnlicher Prozeß läßt sich
bei gewissen Plastikfilmen durchführen, die dann, wenn sie unter
hohem Druck stehenden Wasserstrahlen ausgesetzt werden, zu Geweben
oder fibrillierten Fasern verwandelt werden.
-
Bei
einem bevorzugten Naßverlegungsprozeß wird ein
Faserstrang zu einer speziellen Länge zerstückelt, die gewöhnlich im
Bereich von etwa 1 mm bis etwa 8 mm und insbesondere im Bereiche
von etwa 3 mm bis etwa 4 mm liegt. Die zerstückelten Fasern werden in einer
Vorrichtung fibrilliert, deren Merkmale einem Mischer oder in einem
größeren Maß maschinenähnlich sind,
die gemeinhin als ein "hi-low", ein "bester" oder ein "refiner" bezeichnet werden.
Die Faser wird wiederholten Beanspruchungen unterworfen, während das weitere
Zerstückeln
und das Zerkleinern stattfindet und die Verringerung der Faserlänge minimiert
wird. Wenn die Fasern solchen Spannungen unterworfen werden, splitten
sie aufgrund der Schwäche
zwischen amorphen und kristallinen Bereichen. Proben der sich ergebenden
Pulpe lassen sich in Intervallen entfernen, und der CSF wird als
ein indirektes Maß für den Umfang
der Fibrillation benutzt. Während
der CSF-Wert etwas von der Faserlänge abhängt, ist er für das Ausmaß der Faserfibrillation
weitgehend verantwortlich. Somit ist der CSF, der ein Maß dafür bietet,
wie leicht Wasser aus der Pulpe entfernt werden kann, ein geeignetes
Mittel zur Überwachung
des Grades der Faserfibrillation. Wenn der Oberflächenbereich
sehr hoch ist, dann wird sehr wenig Wasser aus der Pulpe in einem
gegebenen Zeitraum abgeführt,
und der CSF-Wert wird progressiv geringer in dem Maße, wie
die Fasern stärker
fibrillieren. Die fibrillierte Faser eines gegebenen CSF-Wertes
kann direkt zur Herstellung von Papier verwendet werden oder auf
einer Vielzahl verschiedener Vorrichtungen entwässert werden, zu denen eine
Entwässerungspresse
oder ein Entwässerungsband
gehören,
um eine entwässerte Pulpe
herzustellen. Die entwässerte
Pulpe läßt sich
im wesentlichen dazu benutzen, ein naß verlegtes Papier zu erzeugen.
Im allgemeinen liegt bei der Anwendung der vorliegenden Erfindung
ein CSF einer Pulpe unter 100 und sollte vorzugsweise weniger als
oder gleich etwa 45 betragen.
-
Die
Pulpe wird mit einem kationischen Material so behandelt, daß das kationische
Material wenigstens einen Teil der Oberfläche wenigens einiger Fasern
beschichten kann, um dadurch auf die Fasern eine Ladung zu übertragen.
Methoden zur Aufbringung des kationischen Materials auf die Fasern
sind im Stand der Technik bekannt. Zu ihnen gehören, jedoch nicht ausschließlich, das
Sprühen,
Eintauchen oder Untertauchen zwecks Beschichtung, um dadurch Adsorption,
chemische Reaktion oder Vernetzung des kationischen Materials auf der
Oberfläche
der Fasern zu bewirken. Die behandelte Pulpe wird danach in Umkehrosmose/entionisiertem (RO/DI)
Wasser abgespült,
teilweise entwässert,
und zwar gewöhnlich
unter Vakuum, um einen nassen Wickel zu erzeugen, der daraufhin
einer biologisch aktiven Metallsalz-Lösung ausgesetzt werden kann.
Die Verwendung von nahezu ionenfreiem Spülwasser bewirkt, daß die Gegenionen,
die zu dem kationischen Material gehören, dicht an die behandelte
Faseroberfläche
herangezogen werden und unerwünschte
Ionen eliminiert werden, die eine unkontrollierte Abscheidung des
biologisch aktiven Metalls an Plätzen
bewirken können,
die von der kationischen Oberfläche
entfernt liegen. Die Metallsalz-Lösung wird in die Fasern infiltriert,
um dadurch eine Abscheidung des kationischen Metallkomplexes auf
einer Oberfläche
von wenigstens einem Teil der Fasern zu ermöglichen. Die Abscheidung lagert
genau ein Metall-Kolloid neben der kationischen Beschichtung ab,
da das dieser Beschichtung zugeordnete Gegenion mit dem zugeführten Metallsalz
reagiert, um kolloidale Teilchen zu bilden. Nachdem die Fasern ausreichen
der biologisch-aktiven Metallsalz-Lösung ausgesetzt worden sind,
können
sie gespült
werden, und überschüssiges Wasser
wird entfernt. Alternativ dazu können
die Fasern direkt den Pulpezubereitungssystemen zugeführt werden,
um einen Eintrag zu schaffen, der für die Papiererzeugung geeignet
ist.
-
Sobald
Silbernitrat als Metallsalz-Lösung
verwendet wird, kann das Vorhandensein des abgeschiedenen Silbers
durch Benutzung eines Kratos EDX-700/800 Röntgenstrahl-Fluoreszenzspektrometers
bestätigt werden,
das von der Kratos Analytical, einer Shimadzu Gruppen Gesellschaft,
in Japan erhältlich
ist
-
Das
mikrobiologisches Filter-Medium mit verstärkter Abfangwirkung, das eine
Membrane aufweist, die nach aus dem Stand der Technik bekannten
Prozessen hergestellt werden kann. Das Rohmaterial für die Membrane
kann behandelt werden, bevor die Membrane gebildet wird, oder das
kationische Material kann unter Benutzung mit aus dem Stand der
Technik bekannten Methoden sowie ähnlicher Methoden, wie sie
für die Behandlung
von Faser-Oberflächen
angewendet werden, dem Membranmaterial hinzugefügt werden.
-
Zusatzstoffe
-
Die
Festigkeit des naß verlegten
Faser-Bogens, und zwar insbesondere im nassen Zustand, läßt sich durch
den Zusatz verschiedenartiger Zusatzstoffe verbessern. Im Stand
der Technik ist gut bekannt, daß der Zusatz
von Epoxid oder Acryl- oder
anderen Harzen zu dem Papier-Herstellungsprozeß eine erhöhte Naßfestigkeit schafft, wobei
jedoch diese Wasser-dispergierten Harze oftmals bewirken, daß die Permeabilität des Endproduktes
sinkt, und zwar insbesondere dann, wenn die Faser-Größe sehr
klein wird. Obgleich diese Harze und Harzsysteme für die vorliegende
Erfindung verwendet werden können,
wird die Verwendung von thermoplastischen oder aushärtenden
Kunststoff-Materialien, die aus der Technik bekannt sind, bevorzugt,
und zwar entweder als Pulver, Teilchen oder in Faserform.
-
Gebräuchliche
Bindemittel enthalten, ohne daß dies
eine Beschränkung
wäre Polyolefine,
Polyvinyl-Halogene, Polyvinylester, Polyvinyläther, Polyvinyl-Sulfate, Polyvinyl-Phosphate,
Polyvinylamine, Polyamide, Polyimide, Polyoxidiazole, Polytriazole,
Polycarbodiimide, Polysulfone, Polycarbonate, Polyether, Polyarylen-Oxide,
Polyester, Polyarylate, Phenol-Formaldehyd-Harze, Melaminformaldehyd-Harze,
Formaldehyd-Harnstoffe, Äthyl-Vinyl-Azetat-Copolymere,
Copolymere und Blockinterpolymere sowie Kombinationen davon. Zu
den Variationen der obigen Materialien und anderer nützlicher
Polymere gehört
die Substitution von Gruppen wie Hydroxyl-Gruppen, Halogen-Gruppen,
niedere Alkyl-Gruppen, niedere Alkoxy-Gruppen, monozyklische Aryl-Gruppen
und dergleichen.
-
Andere
grundsätzlich
anwendbare Materialien sind Polymere wie beispielsweise Polystyrole
und Acrylonitril-Styrol-Copolymere, Styrolbutadien-Copolymere und
andere nichtkristalline oder amorphe Polymere und Strukturen.
-
Eine
detailliertere Liste von Bindemitteln, die für die vorliegende Erfindung
brauchbar sein können, weisen
gedeckelte Polyacetale auf, wie beispielsweise Poly-(Oxymethylene)
oder Polyformaldehyd, Poly(Trichloracetaldehyd), Poly-(n-Valeraldehyd), Poly-(Acetaldehyd)
und Poly-(Propionaldehyd); Acryl-Polymere, wie beispielsweise Polyacrylamid,
Poly-(Acrylsäure),
Poly-(Methacrylsäure),
Poly-(Äthylacrylat)
und Poly-(Methyl-Methacrylat); Fluorkohlenwasserstoff-Polymere wie beispielsweise
Poly-(Tetrafluorethylen), perfluorierte Äthylen-Propylen-Copolymere, Äthylen-Tetrafluorethylen-Copolymere,
Poly-(Chlorotrifluoroethylen), Äthylen-Chlor-Trifluoroethylene-Copolymere,
Poly-(Vinylidenfluorid), und Poly-(Vinylfluorid); Polyamide wie
beispielsweise Poly-(6-Aminocaproic-Säure)
oder Poly-(e-Caprolactam), Poly-(Hexamethylenadipamid), Poly-(Hexamethylen-Sebacamid)
und Poly(11-Aminoundecanoic-Säure);
Polyaramide wie beispielsweise Poly-(Imino-1,3-Phenylen-Iminoisophthaloyl)
oder Poly-(m-Phenylen-Isophthalamid); Parylene wie beispielsweise
Poly-2-Xylylen und Poly-(Chlor-1-Xylylen);
Polyaryl-Äther
wie beispielsweise Poly-(Oxy-2,6-Dimethyl-1,4-Phenylen) oder Poly-(P-Phenylen-Oxid);
Polyaryl-Sulfone wie beispielsweise Poly-(Oxy-1,4-Phenylenesulfonyl-1,4-Phenyleneoxy-1,4-Phenyl-Eneisopropylid
ne-1,4-Phenylen) und Poly-(Sulfonyl-1,4 Phenylen-Oxy-1,4-Phenylenesulfonyl-4,4'-Biphenylen); Polycarbonate
wie beispielsweise Poly-(Bisphenol A) oder Poly-(Carbonyldioxy-1,4-Phenyleneisopropyliden-1,4
Phenylen); Polyester wie beispielsweise Poly-(Ethylenterephthalat),
Poly-(Tetramethyien-Terephthalat) und Poly-(Zyklohexylen-1,4-Dimethylen-Terephthalat)
oder Poly-(Oxymethylen-1,4-Zyklohexylen-Methylen-Oxyterephthaloyl);
Polyaryl-Sulfide wie beispielsweise Poly-(p-Phenylensulfid) oder
Poly-(Thio-1,4-Phenylen); Polyimide wie beispielsweise Poly-(Pyromellitimido-1,4-Phenylen);
Polyolefine wie beispielsweise Polyäthylen, Polypropylen, Poly-(1-Buten),
Poly-(2-Buten), Poly-(1-Penten, Poly-(2-Penten), Poly-(3-Methyl-1-Penten)
und Poly-(4-Methyl-1-Penten; Vinylpolymere wie beispielsweise Poly-(Vinylacetat),
Poly-(Vinyliden-Chlorid) und Poly-(Vinylchlorid); Dien-Polymere
wie beispielsweise 1,2-Poly-1,3-Butadien, 1,4-Poly-1,3-Butadien,
Polyisopren und Poly-chloropren; Polystyrole; und Copolymere der
obigen Substanzen wie beispielsweise Acrylo-Nitrilbutadien-Styrene
(ABS) Copolymere. Polyolefine, die Verwendung finden können, sind
Polyäthylen,
lineares Polyäthylen
geringer Dichte, Polypropylen, Poly-(1-Buten), Poly-(2-Buten), Poly-(1-Penten),
Poly-(2-Penten), Poly-(3-Methyl-1-penten), Poly-(4-Methyl-1-Penten) und dergleichen.
-
Eine
Reihe Bindefasern, einschließlich
Polyäthylen,
Polypropylen, Acryl oder Polyester-Polypropylen oder Polypropylen-Polyäthylen-Zweikomponenten-Fasern
oder andere können
Verwendung finden. Gewisse Arten von Polyethylenfasern sind, wenn
sie, wie oben beschrieben, richtig behandelt worden sind, optimal
und haben den zusätzlichen
Vorteil, daß sie
nicht wesentlich mit der hydrophilen Natur des sich ergebenden Filter-Mediums
kollidieren, wenn sie in moderaten Mengen Verwendung finden. Bevorzugte
Faser-Bindematerialien können
synthetische Fasern umfassen; FYBREL® und/oder
SHORT STUFF®,
EST-8 enthalten, beide beruhend auf Polyolefinbasis. FYBREL® ist
eine synthetische Pulpe auf Polyolefinbasis, die eine hochfibrillierte Faser
ist und im Handel von der Mitsui Chemical Company, Japan erhältlich ist.
FYBREL® hat
eine exzellente thermische Gießbarkeit
und bildet für
das Filtermedium eine glatte Oberfläche. SHORT STUFF®, EST-8
ist im Handel von der MiniFibers, Inc., Pittsburgh, Pennsylvania,
erhältlich
und ist ein hochfibrilliertes, hochdichtes Polyäthylen.
-
Das
Bindemittelmaterial ist vorzugsweise ist in einer Menge von etwa
1 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-%, vorzugsweise etwa 3% bis etwa 6%, insbesondere
aber etwa 5% vorhanden. Vorzugsweise hat das Bindemittelmaterial
einen Erweichungspunkt, der erheblich tiefer liegt als der Erweichungspunkt
des Nanofasermaterials, so daß das
Filter-Medium zur Aktivierung des Bindemittelmaterials erhitzt werden
kann, während
die mikroporöse
Struktur nicht schmilzt und dadurch an Porosität verliert.
-
Ein
oder mehrere Zusatzstoffe entweder in einer Teilchen-, Faser-, Whisker-
oder Pulverform können ebenfalls
mit den Nanofasern vermischt werden oder in die Membran eingebaut
werden, um die Adsorption anderer Verschmutzungen zu fördern oder
bei der Bildung der mikroporösen
Struktur und der Abwehr mikrobiologische Verschmutzungen teilzunehmen.
Nützliche
Zusatzstoffe können,
jedoch ohne darauf beschränkt zu
sein, Metallteilchen, aktiviertes Alluminiumoxid, Aktivkohle, Siliciumdioxid,
polymerische Pulver und Fasern, Glaskügelchen oder Fasern, Zellulosefasern,
Ionenaustauschharze, technische Harze, keramische Stoffe, Zeolithe,
Kieselgur, aktiviertes Bauxit, Fuller-Erde, Kalziumsulfat, andere
adsorbierende Materialien wie beispielsweise Super-Adsorbens-Polymere
(SAPs) oder deren Kombinationen enthalten. Die Zusatzstoffe können außerdem chemisch
behandelt sein, um mikrobiologische Abwehreigenschaften zu erhalten,
und zwar in Abhängigkeit
von der jeweiligen Anwendung. Derartige Zusatzstoffe sind vorzugsweise
in ausreichender Menge vorhanden, so daß der Fluidstrom in dem sich
ergebenden Filter-Medium nicht wesentlich behindert wird, wenn sie
für Filtrations-Anwendungen benutzt
werden. Die Menge der Zusatzstoffe hängt von der jeweiligen Benutzung
des Filtrationssystems ab.
-
Beispiele
eines Naßverlegungsprozesses
beinhalten das Mischen einer Pulpe aus 45 CSF-fibrillierten Lyocell-Fasern
mit 5% EST-8 Bindemittel-Fasern und das Dispergieren der Pulpe und
der Bindemittelfasern in entionisiertem Wasser durch Vermischen
zur Bildung eines Eintrags mit etwa 1% bis etwa 2% Konsistenz. Diesem
Gemisch werden etwa 3 Gew.-% MERQUAT® 100
zugesetzt, das in einem verdünnten
Pulpeeintrag kurz dispergiert wird. Das kationische Material bleibt mit
der Pulpe für
etwa 4 bis etwa 12 Stunden in Kontakt, bis ein wesentlicher Teil
auf wenigstens einem Teil der Fasern absorbiert worden ist, um auf
den Fasern ein positives Zeta-Potential zu erhalten und aufrechtzuerhalten.
Innerhalb von etwa acht Stunden wird bei Raumtemperatur MERQUAT® absorbiert,
so daß auf
den Fasern ein positives Zeta-Potential entsteht, das großer als etwa
+10 mV ist. Als nächstes
wird die Pulpe teilweise unter Vakuum entwässert und mit entionisiertem
Wasser zur Bildung eines nassen Lappens gespült. Eine Metallsalz-Lösung, so beispielsweise Silbernitrat,
wird in einer Menge bis zu 0,5 Gew.-% der trockenen Nanofasern mit
entionisiertem Wasser vorbereitet und gleichmäßig über das Blatt oder die Bahn
ausgegossen, wo sie kurzzeitig stehengelassen wird, um das Abscheiden
des biologisch-aktiven Metalls mit wenigstens einem Teil der Gegenionen
zu ermöglichen,
die dem kationischen Material zugeordnet sind. Danach können die
Fasern direkt in der Herstellung des naß abgelegten Filter-Mediums
verwendet werden.
-
Filtrations-Systeme, die das mikrobiologische
Filter-Medium mit verstärkter
Abfangwirkung benutzen
-
Viele
Arten von Filtrations-Systemen, die das gegenwärtige Filter-Medium verwenden,
lassen sich vorstellen. Im folgenden sind einige spezielle Ausführungsformen
beschrieben. Diese Filtrations-Systeme sind jedoch nur als Beispiel
zu verstehen und dienen nicht dazu, den Schutzumfang der Erfindung
zu beschränken.
-
Anschwemm-Filtrations-Systeme
mit mikrobiologischen Abfang verstärkten Nanofasern
-
Ein
Filtrationssystem, das Nanofasern verwendet, die mit dem mikrobiologischen
Stoff zur Abfangverstärkung
versehen sind, ist ein industrielles, im Handel erhältliches
oder kommunales Filter, das eine Precoat-Schicht verwendet, die
auf ein poröses
Septum aufgetragen ist. Diese Schicht wird dadurch hergestellt, daß Teilchen
dispergiert werden, so beispielsweise Kieselgur, Perlit oder Fasern
als Precoat, die auf das poröse
Septum aufgetragen werden, um Flüssigkeiten
wie Bier, Wein, Säfte
und andere Flüssigkeiten
zu filtrieren, die in der Nahrungsmitteldienstleistungs- oder pharmazeutischen
Industrie verwendet werden. In dem Maße, wie die Flüssigkeit
den Filterkuchen kontaktiert, werden unerwünschte Verschmutzungen entfernt,
während
auch die Flüssigkeit
gereinigt wird. Die gelade nen Nanofasern entfernen nicht nur negativ
aufgeladene Verschmutzungsstoffe in der Flüssigkeit, welche viel kleiner
als die Poren der Beschichtung, sondern verbessern auch in hohem
Maße die
mechanische Abscheidung aller Teilchen. Die Nanofasern können in
Verbindung mit den traditionellen Vorbeschichtungsstoffen wie beispielsweise
Kieselerde verwendet werden. Nur ein kleiner Teil der Nanofasern
werden für
die Vorbeschichtung benötigt,
im allgemeinen etwa 1,5 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-%, um einen wesentlichen
Effekt zu erzeugen. Vorzugsweise wird in diesen Anwendungsfällen ein
die hydrophile, mikrobiologische Abscheidung verstärkendes
Filter-Medium benutzt.
-
Filtrations-Systeme mit mehreren
Filtermittelschichten
-
Ein
die mikrobiologische Abscheidung verstärkendes Filtermittel oder Filtermedium
der vorliegenden Erfindung kann Konfigurationen enthalten, die mehr
als eine Schicht des die mikrobiologische Abscheidung verstärkenden
Filtermediums aufweisen. Eine erste die mikrobiologische Abscheidung
verstärktende
Filtermittel-Schicht
kann positiv geladen sein, während
eine zweite Schicht negativ geladen sein kann. Das negativ geladene
Material kann dadurch erzeugt werden, daß die Nanofaser-Pulpe mit einer
negativ geladenen Verbindung oder einem negativ geladenen Material,
so beispielsweise einer Polycarboxylsäure gemischt mit einer kleinen
Menge eines Vernetzungsmittels, wie beispielsweise Glycerin, in
Berührung
gebracht wird. Erhitzen der Nanofasern nach dem Ansaugen in einer
solchen Mixtur führt
zur Bildung eines Überzugs
auf den Nanofasern aus negativ geladenen der Carboxyl-Säure-Polymer,
vernetzt mit dem Glycerin. Die mikrobiologische Mehrschichtigen-Abscheidung
des verstärkte
Filtrations-Systems ist in der Lage, sowohl positiv als auch negativ
geladene mikrobiologische Schichten abzuscheiden. Auch hier kann
bei Anwendungsfällen,
wo NOM vorhanden ist, ein adsorbierendes Vorfilter benötigt werden,
um die Ladung auf dem durch mikrobiologische Abscheidung verstärkten Filter-Medium
zu schützen.
-
Filtrations-Systeme mit einem adsorbierenden
Vorfilter, kombiniert mit dem durch mikrobiologische Abscheidung
verstärkten
Filter-Medium
-
Ein
mikroporöses
Filtermedium der vorliegenden Erfindung, das mit einer die mikrobiologische
Abscheidung verstärkenden
Stoff behandelt wird, läßt sich
wie ein flaches bandförmiges
Medium, ein gefaltetes Medium oder ein spiralförmiges, gewickeltes Medium
verwenden, und zwar in Abhängigkeit
von dem Anwendungsfall und der Filtergehäusekonstruktion. Es kann aber
auch in etwa für
jeden beliebigen Fluid-Filtrationstyp, einschließlich Wasser und Luft, benutzt
werden.
-
Das
durch mikrobiologische Abscheidung verstärkte Filtermedium kann jedoch
in Gegenwart von mäßigen bis
höherwertigen
NOM, beispielsweise einer polyanionischen Humussäure und Flußsäure weniger effekti sein, und
zwar aufgrund der Abnahme und des eventuellen Verlustes an positiver
Ladung auf dem Filtermedium in Gegenwart solcher Säuren. Daher
sollen derartige Anwendungen, die durch mikrobiologische Abwehr
verstärkte
Filtermedien benutzen, im wesentlichen frei von polyanionischen
Säuren
sein oder nur einen geringen Anteil solcher Säuren aufweisen.
-
Bei
Filtrationssystemen, die ein durch mikrobiologische Abwehr verstärktes Filter-Medium enthalten und
die mit Fluiden in Berührung
kommen, welche NOM enthalten, ist es vorteilhaft, zur Entfernung
des NOM im einströmenden
Material ein adsorbierendes Vorfilter zu benutzen, und zwar bevor
dieses Material das die mikrobiologische Abwehr verstärktende
Filter-Medium kontaktiert. Alternativ dazu, kann das positiv geladene Filter-Medium
in einer Vielzahl von Schichten ausgebildet sein, und zwar entweder
als Blattstapel oder durch Umwandlung in eine Struktur. Unter dieser
Art von Anordnung können
die äußeren Schichten
des Filtermediums zur Entfernung des NOM geopfert werden, während die
inneren Schichten geschützt
werden und zur Landzeitreduzierung von mikrobiologischen Verschmutzungen
dienen. Zusatzstoffe, die NOM absorbieren oder absorbieren, können in
die mikroporöse
Struktur eingebaut werden, und zwar einschließlich Anionenaustauschharzen.
Um diesen kostspieligen Verlust von Opfermaterial zu vermeiden,
beschreiben die folgenden Beispiele andere alternative Verfahren
zur Anordnung des Schutzes des Filter-Mediums gegen Wirkungen des NOM.
-
1. Ein flaches adsorbierendes
Filter-Medium als Vorfilter
-
Das
die mikrobiologische Abwehr verstärkende Filter-Medium kann in
Verbindung mit adsorbierenden Filtrations-Medien Verwendung finden,
die zur Abwehr von NOM-Interferenzen dienen, bevor sie mit dem geladenen,
für die
mikrobiologische Abwehr verstärkende
Filter-Medium in Berührung
treten. Das die mikrobiologische Abwehr verstärkende Filter-Medium und eine
oder mehrere Schichten eines adsorbierenden Filtrationsmittels kann
als flacher Blattstapel, spiralförmige
Zusammenwicklung oder zusammengefaltetes Gebilde verwendet werden.
Ein derartiges adsorbierendes Filtrationsmittel kann gemäß den
US Patenten Nr. 5 792 513 und
6 077 588 sowie anderen
bekannten Prozessen hergestellt werden. Ein besonders geeignetes
Flachblatt adsorbierendes Filtrations-Mittel ist im Handel von der
KX Industries, L. P., Orange, Connecticut, unter PLEKX
® erhältlich.
Das Flachblatt-Filtrationsmittel
kann hydrophile oder hydrophobe Teilchen enthalten, die ebenfalls mit
einem die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Stoff behandelt sind,
obgleich dies nicht unbedingt erforderlich ist, und die auf einem
Substrat festliegen, um mikrobiologische Abwehreigenschaften zu
schaffen, die zusätzlich
zu den vorhanden sind, welche durch das die mikrobiologische Abwehr
verstärkende
Filtermedium gegeben sind. Mindestens eine adsorbierende Schicht
ist vorzugsweise zustromseitig von dem die mikrobiologische Abwehr
verstärkenden
Filter-Medium angeordnet, um schädliche
Wirkungen des NOM auf das die mikrobiologische Abwehr verstärkende Filter-Medium
zu verringern. Das die mikrobiologische Abwehr verstärkende Filter-Medium
kann als eines der Substrate dienen, die als Träger das Adsorbens dienen, um
das NOM aus dem einströmenden
Fluid zu filtrieren. Beispielsweise kann die obere Schicht des PLEKX
®-Struktur ein
besonderes Vorfilter sein. Der Kern der PLEKX
®-Zusammensetzung
kann hauptsächlich
aus einem Adsorbent bestehen, das eine hohe Affinität für NOM hat,
und die untere, abstromseitige Schicht kann das die mikrobiologische
Abwehr verstärkende
Filter-Medium sein. Die Schichten lassen sich zu einer einzigen
kohäsiven,
zusammengesetzten Struktur verbinden, und zwar unter Verwendung
des PLEKX
®-Prozesses, der in
den obigen Patenten beschrieben ist. Das Ergebnis ist eine Filterstruktur
mit einer hohen Schmutzkapazität,
die in einem einzigen Material die chemische, teilchenförmige und
mikrobiologische Abwehr erzeugt. Der Kern der PLEKX
®-Struktur
kann einen weiten Bereich Bestandteile aufweisen, die für die Adsorption
von chemischen Verschmutzungen geeignet sind.
-
2. GAC Filter-Mittel als ein
adsorbierendes Vorfilter
-
Das
die mikrobiologische Abwehr verstärkende Filter-Mittel kann auch
in Verbindung mit einem Bett aus einem granularen Adsorbens verwendet
werden, so beispielsweise einem Bett granularer Aktivkohle (GAC).
Das granulare Filterbett sollte zustromseitig des die mikrobiologische
Abwehr verstärkenden
Filter-Medium angeordnet sein, um jegliche die Ladung reduzierenden
Verschmutzungen, wie beispielsweise NOM, aus dem Zustrom zu entfernen,
bevor das geladene mikroporösen
Filter-Mittel berührt
wird.
-
3. Massives zusammengesetztes
Block-Filter-Medium als adsorbierendes Vorfilter
-
Das
die mikrobiologische Abwehr verstärkende Filter-Medium kann auch
in Verbindung mit einem massiven zusammengesetzten Blockfilter-Medium
Verwendung finden, das vorzugsweise Aktivkohle aufweist und zustromseitig
von dem die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Filter-Medium angeordnet
ist, um irgendwelche ladungsreduzierenden Verschmutzungen, wie beispielsweise
NOM, aus dem Einfluß zu
entfernen, bevor diese mit dem die mikrobiologische Abwehr verstärkenden
Filter-Medium in Berührung
treten. Der Aktivkohleblock kann, jedoch nicht ausschließlich, Materialien
wie aktiviertes Aluminiumoxid, Zeolithe, Kieselgur, Silicate, Aluminiumsilicate,
Titanate, Knochenkohle, KalziumHydroxyapatit, Manganoxide, Eisenoxide, Magnesiumoxide,
Perlit, Talk, Polymerteilchen, Ton, jodierte Harze, Ionenaustauschharze,
Keramiken und deren Kombinationen enthalten, um eine zusätzliche
Verringerung der Verschmutzungen zu schaffen, wie beispielsweise
Schwermetalle, Arsen, Chlor, und um Geschmack und Geruch zu verbessern.
Diese Materialien sowie die Aktivkohle können mit dam die mikrobiologische
Abwehr verstärkenden
Material behandelt werden, bevor sie durch Extrusion, Druckgießen oder
andere Prozesse, die dem auf diesem Gebiet tätigen Fachmann bekannt sind,
in eine feste Zusammensetzung verwandelt werden. Beispiele für solche
Prozesse sind in den
US Patenten
Nr. 5 019 311 und
5
189 092 beschrieben. Der feste zusammengesetzte Block kann
ein Anionenaustausch-Harz enthalten, das speziell für seine
hohe Kapazität
zur Adsorption von NOM ausgewählt
wird.
-
Komplett-Filtrations-Vorrichtungen, die
Adsorbens-Vorfilter und das die mikrobiologische Abwehr verstärkendes
Filter-Medium kombinieren
-
Eine
spezielle Ausführungsform
eines Filtersystems weist ein zusammengesetztes Filtermedium auf, wie
oben beschrieben, einschließlich
des die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Filtermittels und des
adsorbierenden Filtrationsmediums. Diese Vorrichtung ist so gebaut,
daß sie
wie eine Schwerkraft-Strömungseinrichtung
arbeitet, und zwar mit einem Antriebsdruck von nur wenigen Zentimetern
Wassersäule
bis zu einem Maximum von wenigen Metern Wassersäule. Das zusammengesetzte Filter-Medium
wird zwecks erstem Durchgang durch adsorbierende Vorfilter gedrückt und
danach die mikrobiologische Abwehr-Schicht. Wie in 1 dargestellt,
weist eine beispielhafte Filtervorrichtung das zusammengesetzte
Filtermedium der vorliegenden Erfindung in einem Gehäuse 10 auf,
das eine flache schalenförmige
Hülle besitzt.
Das Filtergehäuse 10 hat
einen Topfteil 12 mit einem Einlaß 14 und einem Bodenteil 16 mit
einem Auslaß 18.
In einem abgedichteten Hohlraum, der von dem Kopfteil und dem Bodenteil
begrenzt wird, befindet sich das zusammengesetzte Filtermedium 20,
das genauer im Querschnitt in 2 dargestellt
ist. Der Koppfteil 12 und der Bodenteil 16 können von
einer einzigen Platte Polymer-Material gebildet sein, die übergefaltet
ist, um dadurch einen schalenförmigen
Mantel zu bilden.
-
Um
das Filter zusammenzubauen, wird das zusammengesetzte Filter-Medium 20 in
Teile geschnitten, die in ihrer Größe und Form nach im wesentlichen
dem schalenförmigen
Gehäuse
oder Mantel entsprechen. Das zusammengesetzte Filtermedium 20 wird
im Bodenteil 16 befestigt, und der Kopfteil 12 wird über dem
Bodenteil 16 angeordnet und mit diesem verpreßt. Die
Kopf- und Boden-Mantelteile 12, 16 können zusammengeschweißt werden,
wodurch eine Schweißnaht 22 entsteht,
die sich rund um den gesamten Umfang des Filter-Mediums 20 erstreckt.
In 2 ist eine im wesentlichen undurchlässige Grenzfläche zwischen
den Kopf- und Bodenteilen
und dem zusammengesetzten Filtermedium im Bereich unmittelbar neben
der Schweißnaht 22 dargestellt.
-
Überschüssiges Material
auf dem Gehäusemantel-
und dem zusammengesetzten Filter-Medium ist einfach weggeschnitten.
Es versteht sich, daß andere
Abdichtungsmethoden für
das Filter-Medium im Filter-Gehäuse
Verwendung finden können,
so beispielsweise, jedoch nicht beschränkt auf diese, das Verkleben, mechanische
Zusammenklemmen und dergleichen. Obgleich die Filter-Konstruktion
einen flachen Gehäusemantel
aufweist, ist sie nicht auf ein solches Gehäuse beschränkt. Jedes beliebige Gehäuse, das
abgedichtet werden kann, so daß ein
Zufluß das
Filter-Medium nicht im Bypaß umgehen
kann, wäre
geeignet.
-
Zurückkommend
auf 2 ist festzustellen, daß die zwischen dem zusammengesetzten
Filtermedium 20 und dem Kopfteil 12 und Bodenteil 16 ausgebildete
Dichtung derart ist, daß das
zu filtrierende Wasser unter Druck gesetzt wird, so daß es den
durch die Pfeile A und B angezeigten Weg einschlägt, und das zusammengesetzte
Filtermedium 20 nicht umgehen kann. Tatsächlich steigt
der auf die Dichtung ausgeübte
Druck am Umfang des zusammengesetzten Filter-Mediums 20 an
und erhöht
die Dichte des Filter-Mediums, so daß die Kontakt-Zeit des mit
dem zusammengesetztem Filtermedium 20 zu filtrierenden
Wassers sich in diesem Umfangsbereich vergrößert und die Filterwirkung
verstärkt.
-
Während der
Herstellung des Filters läßt sich
die Abdichtung und der Zusammenhalt der Anordnung unter Verwendung
eines Beobachtungssystems sowie durch Gas- oder Aerosol-Impuls-Tests
sicherstellen. Der Gas- oder Aerosol-Impuls-Test benutzt einen kleinen
Stoß verdünnten Butans
oder Ölnebels,
der von einem intakten Filter vollständig adsorbiert oder abgefangen
wird, jedoch einen defekten Filter merklich durchdringt. Andere
außerplanmäßige Testverfahren,
die dem auf diesem Gebiet tätigen
Fachmann bekannt sind, können
ebenfalls Verwendung finden, um die Qualität der Dichtung zwischen dem
Filter-Medium und dem Gehäuse
systematisch zu überprüfen.
-
Die
Wand des Filtergehäuses
kann ausreichend dünn
und flexibel sein, so daß dann,
wenn das Filter mit Wasser in Berührung tritt, der geringste
Druck, der von der hydrostatischen Last des eintretenden Wassers erzeugt
wird, bewirkt, daß der
Kopfteil 12 und der Bodenteil 16 etwas auseinander
gebogen werden, um dadurch zwischen der inneren Oberfläche des
Kopfteils 12 und dem Bodenteil 16 sowie dem zusammengesetzten
Filtermedium 20 einen Spalt zu erzeugen. Dieser Spalt unterstützt die
Verteilung des Wassers über
der Eintritts-Oberfläche
des zusammengesetzten Filter-Mediums 20 und erzeugt einen
Abfluß in
den Auslaß 18.
-
In 3 ist
eine vordere Draufsicht eines Filtrationssystems 30 dargestellt,
das zur Trinkwasser-Erzeugung in einer Schwerkraft-Strömungseinrichtung
dient, die in Entwicklungsländern
nützlich
sein kann, wo sicheres, trinkbares Wasser geeigneter mikrobiologischer
Qualität
rar ist. Obgleich Wasser als einlaufende Flüssigkeit bezeichnet wird, liegt
es im Schutzumfang der Erfindung, auch die Filtration anderer Flüssigkeiten zu
erfassen. Das Filtrations-System 30 hat ein erstes Reservoir 35,
das ein Rohwassersammel-Transportbehälter bildet. Das erste Reservoir 35 kann
ein Sack sein, der wie dargestellt gebaut ist und aus einem im wesentlichen
wasserdichten Material besteht, beispielsweise einem Polymermaterial,
wie Polyester, Nylon, ein Polyolefin, wie beispielsweise Polyäthylen,
Polyvinylchlorid und ähnlichen
Mehrschichtig-Folien. Zur Benutzungserleichterung weist das erste
Reservoir 35 eine verstärkte Öffnung und
einen Handgriff 36 zum Tragen sowie zum Aufhängen des
ersten Reservoirs 35 auf, um dadurch während der Filtration einen Überdruck
zu schaffen. Das erste Reservoir 35 hat vorzugsweise eine
wiederabdichtbare Öffnung 37,
die im geschlossenen Zustand eine im wesentlichen wasserdichte Abdichtung
bildet. Derartige wiederabdichtbare Öffnungen sind dem auf diesem
Gebiet tätigen
Fachmann bekannt oder können
als Gewindeöffnung
mit einer aufschraubbaren Kappe ausgebildet sein.
-
Das
erste Reservoir 35 ist vorzugsweise mit einem Ausgangs-Schlauch 40 versehen,
so daß das
in dem Reservoir gespeicherte Wasser tzr Filtration und eventuellen
Benutzung ablaufen kann. Der Ausgangs-Schlauch 40 ist vorzugsweise
aus einem flexiblen Polymer hergestellt, das für Nahrungsmittel zugelassen
ist. Der Ausgangs-Schlauch 40 läßt sich unter Verwendung einer
einfachem Klemme öffnen
und schließen. Der
Ausgangs-Schlauch 40 kann dauerhaft an dem ersten Reservoir 35 durch
Ultraschallverschweißen
angebracht sein oder einfach durch Reibung festgehalten werden.
Der Ausgangs-Schlauch 40 weist vorzugsweise ein inneres
Verlängerungsende 42 in
dem ersten Reservoir 35 auf, so daß das innere Verlängerungsende 42 sich über dem
Boden des ersten Reservoirs 35 erstreckt, um dadurch einen
Bereich zur Erfassung von Sedimenten zu bilden, die sich vor der
Wasserfiltration absetzen. Durch Beschränkung der Sedimentmenge, die vor
der Wasserfiltration in dem Zulauf vorhanden ist, läßt sich
die Nutzungsdauer des Filtration-Systems verlängern.
-
Der
Ausgangs-Schlauch 40 verbindet das erste Reservoir 35 mit
einem oben beschriebenen Filter 10, der das zusammengesetzte
Filtermedium der vorliegenden Erfindung aufweist. Eine Klemme 45 kann
an einer beliebigen Stelle längs
der Länge
des Ausgangs-Schlauches 40 auf diesem Schlauch 40 angebracht
werden. Derartige Klemmen sind im Stand der Technik bekannt und
können
eine einfache einteilige Konfiguration haben, bestehend aus flexiblem
Polymer oder Metall. Wenn die Klemme sich in einer offenen Stellung
befindet, strömt
Wasser von dem ersten Reservoir 35 frei in den Filter 10.
Der Filter 10 ist entfernbar mit dem Ausgangs-Schlauch 40 verbunden.
Der Ausgang des Filters 10 wird dann an ein zweites Reservoir 50 angeschlossen.
Das zweite Reservoir 50 dient als Sammelgefäß für das filtrierte
Wasser oder den Ausfluß.
Alternativ dazu können
der Filter 10 und das zweite Reservoir 50 über einen
zweiten Ausgangs-Schlauch (nicht gezeigt) miteinander verbunden
werden. Das zweite Reservoir 50 ist im allgemeinen mit
einer Einrichtung zur Abgabe des filtrierten Wassers ausgestattet.
-
Das
obige Filtrations-System kann wie folgt benutzt werden. Ein Benutzer
nimmt das erste Reservoir 35 mit oder ohne Ausgangs-Schlauch 40,
der an ihm angebracht ist, als Wasserquelle. Wenn der Ausgangs-Schlauch 40 noch
an dem ersten Reservoir 35 angebracht ist, muß die Klemme 45 sich
in einer geschlossen Stellung befinden, oder das erste Reservoir 35 muß durch
andere Mittel abgedichtet sein. Das erste Reservoir 35 wird
mit einer Rohrwasser gefüllt,
und seine Öff nung
wird wieder abgedichtet, während
der Benutzer das erste Reservoir 35 zu einem gewünschten
Platz, beispielsweise einem Haus, zurückträgt. Es besteht die Möglichkeit,
daß das
Rohwasser mit Mikroorganismen und chemischen Verschmutzungen verunreinigt
ist und deshalb nicht getrunken werden kann. Um die Filtration zu
erleichtern, wird das erste Reservoir 35 aufgehängt oder
hängt an
einer Tragvorrichtung. In Abhängigkeit
davon, ob irgendein wesentliches Sediment vorhanden ist, wie durch
den Trübungsgrad
nachgewiesen, wird dem Rohwasser ermöglicht, eine Zeitspanne aufgehängt zu bleiben,
die für
das Sediment ausreichend ist, um sich unter dem inneren Verlängerungsende 42 des
Ausgangs-Schlauches 40 in
dem ersten Reservoir 35 abzusetzen. Natürlich besteht dann, wenn das Wasser
relativ klar ist, keine Notwendigkeit dafür, das erste Reservoir 35 für einen
solchen Zeitraum aufzuhängen.
Der Ausgangs-Schlauch 40 wird an dem ersten Reservoir 35 angebracht,
wenn er vorher abgebaut worden ist und an dem Filter 10 befestigt.
Der Filter 10 wird an dem zweiten Reservoir 50 zum
Sammeln des gefilterten Wassers befestigt. Daraufhin wird die Klemme 45 in
eine Öffnungsstellung
gebracht, und dem Wasser wird ermöglicht, in den Filter 10 einzuströmen, in
dem das Wasser, sobald es durch das zusammengesetzte Filter-Medium 20 behandelt
worden ist, trinkbar wird und in dem zweiten Reservoir 50 gesammelt
wird. Um die Trinkbarkeit des gefiltert Wassers zu bewahren, können die
Oberflächen
des zweiten Reservoirs 50 aus einem Desinfektionsmittel
bestehen oder mit einem solchen behandelt werden, oder mit der die
mikrobiologische Abwehr verstärkenden
Substanz behandelt werden. Vorzugsweise ist das verwendete Desinfizierungsmittel
so beschaffen, daß es
den Geschmack des Wassers nicht ändert
oder beeinträchtigt.
-
Typische
Wasser-Flußmengen
sind etwa 25 bis etwa 100 ml/Minute für eine Vorrichtung, die mit
einem Filter von etwa 3'' × 5'' Größe ausgestattet
ist und bei einem 6''-igen Wassersäulen-Druck
betrieben wird. Dies führt
zu einem Liter Trinkwasser in etwa 10 bis 40 Minuten mit einer Bakterienreduzierung
von wenigstens etwa 6 log und wenigstens etwa 4 log Reduzierung
der geläufigen
Verschmutzungen. Die kontinuierliche Benutzung des Filters 10 wird
wahrscheinlich durch progressive Ablagerung auf dem Filter zur Entwicklung
einer Teilchen-Schicht
führen,
die die Strömungsgeschwindigkeit
verlangsamt, bis der Filtrations-Prozeß eine nicht
akzeptable Zeitspanne dauert. Obgleich die Strömungsgeschwindigkeit sich verringert
behält
der Filter für
eine lange Zeitspanne seine mikrobiologischen Abwehrfähigkeiten.
-
Eine
andere Schwerkraftströmungsvorrichtung,
die ein Filtermedium der vorliegenden Erfindung enthält, weist
als Beispiel eine Karaffenkonstruktion, wie in 4 gezeigt,
um zu filtern, zu speichern und das gefilterte Wasser oder andere
Flüssigkeiten
auszuteilen. Obgleich die gezeigte Karaffe im wesentlichen rund
ist, kann die Karaffe 60 jede beliebige Form annehmen,
und zwar in Abhängigkeit
von ihrer Benutzung und der Umgebung und von der Designwahl. Das
Grundgebilde einer Karaffe weist ein Gehäuse 62 mit dem Handgriff 64 und
einem Deckel 66 auf. Die Karaffe 60 ist in ein
unteres Reservoir oder einen unteren Speicherbehälter 68 und ein oberes
Reservoir 78 unterteilt, die durch die Kappe 70 und
den Deckel 66, die in dem Gehäuse 62 liegen, verschlossen
werden. Der Ausguß 72 erleichtert
die Entfernung des gefiltert Wassers durch den Auslaß 74 aus
der Speicherkammer 68.
-
Das
obere Reservoir 78 und die Speicherkammer 68 werden
durch eine Trennwand 80 getrennt, die mit einem den Filter
aufnehmenden Gefäß 85 versehen
ist, welche eine Öffnung
(nicht gezeigt) in ihrem Boden aufweist. Bei einer Ausführungsform
wird ein flaches, zusammengesetztes Filtermedium 76 der
vorliegenden Erfindung in dem den Filter aufnehmenden Gefäß 85 mit
einer wasserdichten Dichtung angeordnet, um das obere Reservoir 78 und
die Speicherkammer 68 zu trennen. Die Anordnung des Filter-Mediums 76 in
dem Filtergefäß 85 läßt sich
mit Hilfe einer Vorrichtung durchführen, die dem auf diesem Gebiet
kundigen Fachmann bekannt ist, so beispielsweise einem Schnapp-
oder Klappmechanismus. Das Filter-Medium 76 ist vorzugsweise
als austauschbare Kartusche hergestellt. Andere Merkmale der Karaffenkonstruktion
können
in die vorliegende Erfindung aufgenommen werden, ohne vom Schutzumfang
der Erfindung abzuweichen. Das Filter-Medium kann aus irgendeiner
mikroporösen
Struktur bestehen, die einen Hauptströmungsweg von weniger als etwa
1 Mikron hat und so behandelt ist, daß sie wenigstens etwa 4 log
zur Verringerung der mikrobiologischen Verschmutzungen bietet, und
zwar kleiner als Hauptströmungsweg
des Filter-Mediums. Vorzugsweise hat das Filter-Medium ein Volumen
kleiner als etwa 500 cm3 und hat eine anfängliche
Strömungsgeschwindigkeit,
die großer
als etwa 25 ml/Minute ist.
-
Ein
Benutzer würde
Rohwasser in das obere Reservoir 78 gießen und dem Rohwasser ermöglichen, unter
dem Einfluß der
Schwerkraft durch das Filter-Medium 76 hindurch zu strömen. Das
gefilterte Wasser wird in der Speicherkammer 68 gesammelt.
Da das rohe Wasser durch das Filtermedium der vorliegenden Erfin dung
in ausreichender Kontaktzeit läuft,
macht das Filtermmedium das Wasser trinkbar, da es eine hohe Titerreduzierung
der Mikroorganismen bewirkt. Der log-Reduzierungs-Wert (LRV) der Mikroorganismen
hängt von der
Kontakt-Zeit des Filter-Mediums mit dem fließenden Wasser ab. Um einen
etwa 8 log Reduzierungswert Mikroorganismen zu erhalten, beträgt die erforderliche
Kontakt-Zeit etwa 6 bis etwa 10 Sekunden.
-
Die
Karaffe 60 kann auch einen Indikator (nicht gezeigt) aufweisen,
der es einem Benutzer ermöglicht, das
Alter des Filters im Auge zu behalten, um zu messen, wenn die Lebensdauer
des Filter-Mediums erschöpft ist.
Andere Arten von Indikatoren können
ebenfalls eingesetzt werden, so beispielsweise ein Indikator zum
Anzeigen der Zahl der Auffüllungen
der Karaffe 60, zum Messen des Wasservolumens oder des
Flüssigkeitsvolumens,
das durch das Filter-Medium hindurchläuft, und der dergleichen.
-
Andere Filtrations-Systeme
-
Ein
Filtermedium der vorliegenden Erfindung, insbesondere das zusammengesetzte
Filtermedium, kann auch Bestandteil einer benutzungsabhängigen Einrichtung
sein, so beispielsweise eine Sportflaschen-Vorrichtung zur Verwendung
als persönliches
Wasserfiltrationssystem, das unter einem geringfügigen Druck von etwa 0,7 p/mm
2 arbeitet. Eine geeignete Sportflaschen-Konstruktion
ist in der internationalen Patent-Anmeldung Nr.
WO 01/23 306 beschrieben, wo das
Filter-Medium in
der Filter-Aufnahme der Sportflasche enthalten sein kann.
-
Für andere
benutzungsabhängige
Einrichtungen kann das die mikrobiologische Abwehr verstärkende Filter-Medium
gemäß der vorliegenden
Erfindung des weiteren in ein Zapfsystem (EOT), ein Abflußsystem,
ein Gegenstromsystem oder andere bekannte Verbraucher- oder industrielle
Filtrationssysteme und Konfigurationen zur Verwendung in unter Druck
stehenden Systemen eingebaut werden. Die Filter-Systeme können einen Vorfilter
aufweisen, bestehend aus einem Bett adsorbierender Teilchen oder
einem festen, adsorbierenden, zusammengesetzten Block. Das durch
mikrobiologische Abwehr verstärkte
Filter-Medium kann eine gefaltete oder spiralförmig gewickelte Konstruktion
sein oder in einer dicken Matte durch Vakuumverformung auf einem geeigneten
Dorn hergestellt werden, um eine naß-geformte oder trocken-gegeformte
Kartusche zu bilden.
-
Beispiele
-
Die
folgenden Beispiele dienen zur Illustration der vorliegenden Erfindung
und sollen den Schutzumfang der Erfindung nicht beschränken.
-
Porometrische
Studien wurden mit einer automatisierten Kapillar-Strömungs-Porometer durchgeführt, das
von der Porous Materials, Inc., Ithaca, New York erhältlich war.
Zu den bestimmten Parametern gehören bei
Verwendung üblicher
Prozeduren, die von den Ausrüstungs-Herstellern
produziert werden, die Porenhauptströmungsgröße und die Permeabilität des Gases
(Luft). Die Luftströmung
wurde bei variablem Druck sowohl auf trockenem als auch auf nassem
Filter-Medium ausgewertet.
Vor dem Naßwerden
wurde das Filter-Medium anfänglich
in Silikonöl
eingetaucht, und zwar für
mindestens 10 Minuten, während
es unter Vakuum gehalten wurde.
-
Das
Zeta- oder Strömungs-Potential
verschiedener Filter-Medien wurde unter Verwendung von Strömungsspannung
und Strömungsstrom,
gemessen mit einem BI-EKA elektrokinetischen Analysator, der von der
Brookhaven Instruments, Holtsville, New York erhältlich ist, bestimmt. Dieses
Instrument weist einen Analysator auf sowie eine Flachbogen-Meßzelle,
Elektroden und ein Daten-Steuersystem.
Der Analysator ist mit einer Pumpe zur Erzeugung des Druckes versehen,
der benötigt
wird, um eine Elektrolyt-Lösung,
im allgemeinen 0.0015 M Kaliumchlorid, von einem Reservoir, durch
die Meßzelle,
die eine Probe des oben beschriebenen Filter-Mediums enthält, zu schicken.
Sensoren zur Temperaturmessung, Messung des Druckabfalls, der Leitfähigkeit
und des pH-Wertes sind außerhalb
der Zelle aneordnet. Bei dieser Methode wird die Elektrolyt-Lösung durch
das poröse
Material gepumpt. Wenn die Elektrolyt-Lösung durch die Probe läuft, tritt
eine Ladungsverschiebung ein. Das sich ergebende "Strömungs-Potential und/oder
der Strömungsstrom" läßt sich
mit Hilfe der Elektroden feststellen, die an jedem Ende der Probe
angeordnet sind. Das Zeta-(Strömungs-)Potential
der Proben wird dann durch eine Berechnung gemäß der Methode von Fairbrother
und Mastin bestimmt, die die Leitfähigkeit des Elektrolyts in
Rechnung stellt.
-
Die
bakteriellen Bedingungen der Filter-Medien werden unter Verwendung
von Suspensionen mit Aufhängungen
von Escherichia Coli der American Type Culture Collection (ATCC)
Nr. 11 775 entsprochen, um die Antwort auf ein bakterielles Problem
zu bewerten. Die Antwort auf virologische Anforderungen wurde unter Verwendung
von MS-2 bacteriophage ATTC Nr. 15 597-B1 bewertet. Die Standardarbeitsprozeduren
des ATCC wurden für
Verbreitung des Bakteriums und des Bakteriophags, und übliche mikrobiologische
Verfahren, die zum Stand der Technik gehören, wurden zur Herstellung
und Quantifizierung der Mikroorganismen sowohl des Einflusses als
auch des Ausflusses der Filter verwendet, und zwar unter Berücksichtigung
von Suspensionen der mikrobiologischen Teilchen.
-
Beispiele 1–3: Filter-Medium hergestellt
mit unbehandelten Lyocell-Fasern (vergleichend)
-
Filter-Medium,
das aus unbehandelten Lyocell-Fasern hergestellt wird, das einen
mittleren Fließweg von
etwa 0,3 bis zu ungefähr
0,6 μ aufweist,
wurde mit der folgenden Methode hergestellt.
-
Trockene
EST-8 Binderfasern mit einem Gewicht von 0,45 g, die im Handel von
der MiniFibers, Inc., erhältlich
sind, wurden vollständig
in 1,0 L entionisiertes Wasser eingetaucht, und zwar in einem Mischer,
wie er in Küchen
verwendet wird, auf der Basis einer Impuls-Einstellung. Fibrillierte
Lyocell-Fasern mit einer Candadian Standard Freeness von 45 und
einem Trocken-Gewicht von 120,0 g wurden in Form einer nassen Pulpe
den dispergierten Bindefasern zugesetzt. Das dispergierte Fasergemisch
wurde 15 weitere Sekunden lang vermengt. Das Fasergemisch wurde
in einem großen
industriellen Waring-Mischer mit zusätzlichem 1,0 L entionisiertem
Wasser gegossen und weitere 15 bis 30 Sekunden lang vermengt. Das
Fasergemisch wurde in eine 30,5 × 30,5 cm2 rostfreie
Stahl FORMAXs® Bütten-Papier-Form
gegossen, die mit etwa 12,0 L entionisiertem Wasser gefüllt und
mit einem 100 maschigen Sieb ausgestattet war. Ein 30 × 30 cm2 rostfreier Stahl-Rührer, dessen Platte mit 60
Löchern
von 2 Zentimeter Durchmesser versehen war, diente dazu, das Faser-Gemisch
etwa 8 bis 10 mal auf und ab vom Kopf zum Boden zu drücken. Das
Wasser wurde aus dem Fasergemisch durch Anlegen eines geringen Vakuums
unter dem Büttenpapier
entfernt, um dadurch die Fasern zu veranlassen, sich auf dem Draht
auszubilden. Sobald die große
Menge an Wasser entfernt worden ist, wurde die zusätzliche
Entwässerung
mit einer Vakuumpumpe bewirkt, um zusätzliche überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen
und eine relativ glatte, flache, ziemlich dünne, papierähnliche Platte oder Bogen zu
erzeugen. Die sich ergebende Platte oder der sich ergebende Bogen
wird von dem Sieb getrennt und beidseitig, also oben und unten mit
einem Lösch papierbogen
kombiniert. Die Kombination der Bögen wird leicht mit einem 2,27
kg Marmorrollstift getrennt, um überschüssiges Wasser
zu entfernen und die Oberseite des Bogens zu glätten. Der Bogen wird daraufhin
zwischen zwei frischen und trockenen Löschpapierbögen plaziert und auf einem
FORMAX®-Bogentrockner
etwa 10 bis etwa 15 Minuten bei etwa 120°C angeordnet. Das getrocknete
Filtermedium wird von den Löschpapierbögen getrennt
und direkt auf dem FORMAX®-Bogentrockner für etwa 5 Minuten auf jeder
Seite erhitzt, um die trockenen Bindefasern zu aktivieren.
-
Die
Tabelle I zeigt die Porometrie- und Luftpermeabilitäts-Versuchsergebnisse,
die auf einem Filtermedium erreicht wurden, das aus unbehandelten
Lyocellfasern variierender Dicke bestand, die unter Verwendung des
obigen Prozesses hergestellt wurden. Tabelle I: Hauptströmungsweg und Porometrie des
Filtermediums, hergestellt mit unbehandelten Lyocellfasern
| Beispiel | Probendicke
(mm) | Hauptströmungsweg (μm) | Gaspermeabilität (L/cm2 bei 0,07 kg/cm2) |
| 1 | 0,45 | 0,3804 | 5,48 |
| 2 | 0,66 | 0,6708 | 4,50 |
| 3 | 0,63 | 0,4316 | 5,30 |
-
Das
sich ergebende Filtermedium mit unbehandelten Lyocellfasern hat
ein reproduzierbares Strömungspotential
von etwa –9,0
Millivolt.
-
Beispiel 4: Filtermedium, hergestellt
mit Lyocellfasern, die mit dem die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Mittel
behandelt sind.
-
Einem
Mischer wurden Lyocellfasern mit einem Trockengewicht von 12,0 g
in Form einer 10 Gew.-%-igen Naßpulpe
zugesetzt, die einen Canadian Standard Freeness von etwa 45 aufwies
sowie 0,45 g SHORT STUFF® EST-8 Bindefasern und
1,0 L entiionisiertes Wasser. Die Mischung wurde so lange gemischt, bis
die Fasern vollständig
dispergiert waren. Dem Mischer wurden 3,0 ml MERQUAT® 100
in Form einer 30%-igen wäßrigen Lösung zugefügt, und
die Fasern wurden mit MERQUAT® 100 etwa 10 Sekunden
lang verschnitten und mindestens etwa 6 Stunden lang stehengelassen.
Nach etwa 6 Stunden wurden die Fasern in eine Standard-8-Zoll-Brit-Schale
gegossen, die mit einem 100 maschigen Formdraht ausgekleidet war,
und überschüssiges Wasser
unter Vakuum entfernt. Der sich ergebende Pulpenbogen wurde mit
500 ml entionisiertem Wasser abgespült. Das überschüssige Wasser wurde wieder durch
Unterdruck entfernt.
-
Eine
verdünnte
Silbernitratlösung
wurde gleichmäßig über den
Pulpenbogen vergossen, um dadurch zur Schaffung von etwa 0,1425
g Silber pro Blatt voller Aufnahme und Sättigung zu erreichen. Die Silbernitratlösung wurde
wenigstens etwa 15 Minuten auf dem Pulpenbogen belassen, und überschüssiges Wasser
wurde unter Unterdruck entfernt. Der silberbehandelte Pulpenbogen
wurde dann in kleine Teile zerrissen und in einem WARING®-Mischer
gefüllt
und in 2,0 L entionisiertem Wasser wieder dispergiert. Ein zweiter
3,0 ml Teil der MERQUAT® 100-Lösung wurde der Dispersion zugesetzt
und das Gemisch für
etwa 10 Minuten vermischt und der Inhalt in eine 30,5 × 30,5 cm2 große
rostfreie Stahl FORMAX® gegossen, die mit einem
Papierdeckel versehen war, der mit einem 100-maschigen Formsieb
versehen war. Die papierähnlichen
Bögen des
durch mikrobiologische Abwehr verstärkten Filtermediums wurden
in derselben Weise wie die unbehandelten Lyocell-Filtermedien, die
in den Beispielen 1 bis 3 beschrieben sind, hergestellt.
-
Das
Zeta-Potential des Filtermediums war durchgehend größer als
etwa +10 Millivolt bei einem pH-Wert von etwa 7,0.
-
Beispiele 5–23: Vergleich der mikrobiologischen
Abwehr mit dem die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Filtermedium der vorliegenden
Erfindung und dem unbehandelten Lyocell-Filtermedium
-
Bögen des
fibrillierten Lyocell-Filtermediums entweder unbehandelt oder behandelt
mit MERQUAT
® 100
und Silber, wie in den Beispielen 1 bis 4 beschrieben, wurden zweimal
gefaltet und zu genormten konisch geformten Trichtern geschnitten
und in kleinen stilisierten Glastüllen angeordnet. Entionisiertes
Wasser wurde zur Vorbenetzung jedes Filtermediums benutzt. Annähernd 125
ml verschiedenartiger mikrobiologischer Materialien wurden durch
die Filter gegossen und die Ausflüsse in sterilen 250 ml Erlenmeyer-Kolben
gesammelt. Die Ausflüsse
wurden einer Reihenverdünnung
doppelt unterworfen und auf Petrischalen geglättet, nachdem die üblichen
Laborprozeduren erfolgt waren, so wie dies für jeden Organismus erforderlich
ist, und sie wurden über
Nacht in auf 37°C
erwärmten
Brutöfen
belassen. Am nächsten
Tag wurden alle Testergebnisse aufgezeichnet. Die Tabelle II summiert
die Logverringerungswerte, der mit mikrobiologischen Materialien,
die ohne entioniisertes Wasser gemacht waren, durchgeführten Versuche. Tabelle II: Die Tabelle LRVs der Filtermedium,
hergestellt mit behandelten und unbehandelten fibrillierten Lyocellfasern
| Beispiel | E.
coli LRV (behandelt) | E.
coli LRV (unbehandelt) | Beispiel | MS2
LRV (behandelt) | MS2
LRV (unbehandelt) |
| 5 | 9,2 | - | 14 | 7,47 | - |
| 6 | 9,2 | - | 15 | 7,47 | - |
| 7 | 9,2 | - | 16 | 7,47 | - |
| 8 | 9,2 | - | 17 | 7,76 | - |
| 9 | 9,2 | - | 18 | 7,76 | - |
| 10 | 9,2 | - | 19 | 7,76 | - |
| 11 | 9,4 | < 1,0 | 20 | 8,58 | < 1,0 |
| 12 | 7,65 | < 1,0 | 21 | 8,58 | < 1,0 |
| 13 | 9,98 | < 1,0 | 22 | 8,67 | < 1,0 |
| | | | 23 | 8,19 | < 1,0 |
- – =
minimale bis keine Reduzierung
-
Wie
in Tabelle II gezeigt, hat das Filtermedium, hergestellt aus Lyocellfasern,
die mit MERQUAT® 100 und
Silber behandelt worden sind, bedeutende mikrobiologische Abwehreigenschaften
im Vergleich zu dem Filtermedium, hergestellt aus unbehandelten
Lyocellfasern. Die Wirksamkeit des die mikrobiologische Abwehr verstärkenden
Filtermediums, wenn dieses mit MS2 Viralteilchen beaufschlagt wird,
zeigt, daß ein
Filtersystem der vorliegenden Erfindung sich bei der Entfernung
von nanogroßen
Pathogenen wie beispielsweise Viren, als effektiv erweist.
-
Beispiele 24–27: Mikrobiologische Abwehrfähigkeit
des Filtermediums, hergestellt aus behandelten Lyocellfasern in
Gegenwart von polyanionischen Säuren
-
Wie
oben erläutert,
verringern NOM wie beispielsweise polyanionische Säuren, das
postive Zetapontential und reduzieren dadurch die Wirksamkeit des
die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Filtermediums. Nachdem
NOM 500 ml Humussäure
(0,005 g/1,0 L H2O) ausgesetzt worden ist,
nahm das Zetapotential des die mikrobiologische Abwehr verstärkenden
Filtermediums von +14,1 auf –14,4
ab. In gleicher Weise nahm NOM nach dem Zusammenbringen mit 500
ml Folsäure
(0,005 g/1,0 L H2O) das Zetapotential des
die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Filtermediums von +10,1
auf –8,9
ab. Die Beispiele 24 bis 27 zei gen die Abnahme der mikrobiologischen
Abwehrfähigkeiten
des Filtermediums, das aus Lyocellfasern aufgebaut ist, die mit
MERQUAT® 100
und Silber in Gegenwart von Humus- und Folsäurelösungen behandelt worden sind.
-
Kleine
Scheiben des mit MERQUAT
® 100 und Silber behandelten
Filtermediums wurden gefaltet und in kleinen, sterilen Glastüllen zur
Bildung eines Filters plaziert und mit entionisiertem Wasser angefeuchtet.
Beaufschlagte Lösungen
von E. coli und MS2 Viralteilchen wurden mit Humus- und Folsäure hergestellt.
Nahezu 125 ml der Beaufschlagungslösungen wurden durch die Filter
gegossen und der Ausfluß in
sterilen 250 ml Erlenmeyer-Kolben gesammelt. Der Ausfluß wurde
verdünnt
und auf Petrischalen ausgebreitet, und zwar nach üblichen
Laborprozeduren. Die Log-Reduzierwerte von E. coli und MS2 Viralteilchen
wurden in den folgenden Tabellen III und IV summiert. Tabelle III: LRVs der die mikrobiologische
Abwehr verstärkenden
Filtermedien in Gegenwart von Folsäure
| Beispiel | E.
Coli (LRV) | MS2
(MRV) |
| 24 | 4,68 | 4,23 |
Tabelle IV: LRVs der die mikrobiologische
Abwehr verstärkenden
Filtermedien in Gegenwart von Humussäure
| Beispiel | E.
Coli (LRV) | MS2
(MRV) |
| 25 | 3,78 | 4,23 |
| 26 | 3,02 | 1,64 |
| 27 | 6,73 | 3,58 |
-
Es
ist klar, daß die
LRVs der die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Filtermedien in Gegenwart von
NOM signifikant geringer sind als die 7 bis 9 log-Reduzierung der
E. coli und MS2-fehlenden NOM Interferrenz, wie in Tabelle II gezeigt.
-
Beispiele 28–46: Mikrobiologische Abwehrfähigkeit
des Filtermediums, hergestellt mit behandelten Lyocellfasern und
einer Adsorbenzschicht in Gegenwart von polyanionischen Säuren
-
Um
den Schlag von NOM auf das Filtermedium zu verringern, wie in den
Beispielen 24 bis 27 gezeigt, wird dem Filter ein adsorbierendes
Vorfilter hinzugefügt,
um dadurch die NOM in dem einfließenden Material zu entfernen
oder einzufangen, bevor sie mit dem Filtermedium in Berührung treten.
Die adsorbierende Schicht ist PLEKX®, hergestellt
aus 600 g/m2 fein gemahlener Kohle auf der
Basis von Aktivkohle, die eine Oberfläche von 1000 m2/g
hat und im Handel von der KX Industries, L. P. erhältlich ist.
-
Ein
zusammengesetztes Filtermedium, das zwei (2) Schichten eines Filtermediums
kombiniert, bestehend aus die mikrobiologische Abwehr verstärkendem
Filtermedium und einer (1) PLEKX® Schicht,
wurde in keramischen Buchner-Tüllen über einem
metallischen Dränagesieb
eingebaut. Die drei (3) Schichten wurden in jeder der Buchner-Tüllen mit
einem heißschmelzenden
Klebstoff befestigt, um jeglichen Bypass des einfließenden Materials
zu vermeiden. In der Buchner-Tülle
wurde jederzeit ein Wasserüberdruck
aufrechterhalten. Die Filter der Beispiele 28 bis 34 wurden vor
der mikrobiologischen Beaufschlagung mit sterilem, entionisiertem
Wasser beschickt und weder der Humus- noch der Folsäure ausgesetzt.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle V wiedergegeben und
zeigen, daß die
Wirksamkeit des zusammengesetzten Filtermediums mit der zusätzlichen
Adsorbensschicht ähnlich
den Ergebnissen sind, die in der obigen Tabelle II zu sehen sind.
-
Die
Filter der Beispiele 35 bis 40 wurden mit 500 ml einer Humussäure-Lösung (0,005
g/1 L H
2O) vor der mikrobiologischen Beaufschlagung
beschickt. Die Ergebnisse sind der folgenden Tabelle VI aufgezeichnet. Die
Filter der Beispiele 41 bis 46 wurden mit 500 ml einer Folsäure-Lösung (0,005
g/1 L H
2O) vor der mikrobiologischen Beaufschlagung
beschickt. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle VII wiedergegeben. Tabelle V: LRVs der Filtermedien, hergestellt
mit fibrillierten Lyocellfasern, behandelt mit MERQUAT
® 100
und Silber bei Abwesenheit von PLEKX
® Absorbens-NOM-Interferrenz
| Beispiel | E.
coli LRV | Beispiel | MS2
LRV |
| 28 | 7,89 | 31 | 8,06 |
| 29 | 7,89 | 32 | 8,06 |
| 29 | 7,89 | 33 | 8,49 |
| | | 34 | 8,49 |
Tabelle VI: LRVs der Filtermedien, hergestellt
mit fibrillierten Lyocellfasern, unbehandelt und behandelt mit MERQUAT
® 100
und Silber mit PLEKX
® in Gegenwart von Humussäuren
| Beispiel | E.
coli LRV | Beispiel | MS2
LRV |
| 35 | 8,75 | 38 | 8,53 |
| 36 | 8,75 | 39 | 8,53 |
| 37 | 8,75 | 40 | 8,53 |
Tabelle VII: LRVs der Filtermedien, hergestellt
mit fibrillierten Lyocellfasern, unbehandelt und behandelt mit MERQUAT
® 100
und Silber mit PLEKX
® in Gegenwart von Folsäure
| Beispiel | E.
coli LRV | Beispiel | MS2
LRV |
| 41 | 8,85 | 44 | 7,77 |
| 42 | 8,85 | 45 | 7,77 |
| 43 | 8,85 | 46 | 7,77 |
-
Die
Daten zeigen, daß die
Verwendung eines adsorbierenden Vorfilters wie beispielsweise PLEKX®, das
zustromseitig des die mikrobiologische verstärkenden Filtermediums angeordnet
ist, die mikrobiologische Verstärkungsfähigkeiten
der Filtermedien durch Entfernung des NOM im Zufluß, bevor
der Zufluß mit
dem die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Filtermedium in Berührung kommt,
aufrechterhält
oder verbessert. Das adsorbierende Vorfiltermedium braucht nicht
mit dem die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Stoff behandelt zu
werden, um die Wirksamkeit des die mikrobiologische Abwehr verstärkenden
Filtermediums aufrecht zu erhalten. Es kann eine kostensparende
Maßnahme
sein, das adsorbierende Vorfiltermedium nicht zu behandeln. Somit
wären ein
zusammengesetztes Filtermedium, das das die mikrobiologische Abwehr
verstärkende
Filtermedium und eine absorbierende Schicht enthält, die zustromseitig des die
mikrobiologische Abwehr verstärkenden
Filtermediums angeordnet ist, robust genug, um von NOM kommenden
Störungen
zu widerstehen.
-
Beispiele 47–48: E. coli Herausforderungen
eines Filtersystems
-
Zwei
Filtersysteme, die, wie in 3 gezeigt,
ein zusammengesetztes Filtermedium aufweisen, sind mit zwei (2)
Schichten eines adsorbierenden Filtermediums PLEKX® versehen,
hergestellt mit 600 g/m2 Aktivkohle auf
Kohlebasis, mit einem Oberflächenbereich
von 1000 m2/g und einer einzelnen Schicht
des die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Filtermediums, hergestellt
aus behandelten, fibrillierten Lyocellfasern, wie im Beispiel 4
beschrieben, und zusammengebaut unter Benutzung der oben in den 1 und 2 beschriebenen
Mantelfilterkonstruktion. Eine Tragschicht aus PLEKX® wurde
im Boden jedes Filtergehäuses
angeordnet und an ihrem Platz unter Verwendung eines Ethylen-Vinyl-Acetat
(EVA) Heißschmelze
verklebt. Die Schicht des die mikrobiologische verstärkenden
Filtermediums wurde an die erste PLEKX®-Schicht
geklebt, gefolgt von einer zweiten PLEKS®-Schicht,
die ebenfalls oben auf das die mikrobiologische Abwehr verstärkenden
Filtermedium geklebt wurde. Diese Konfiguration verwendet nur eine
der PLEKX®-Schichten
als ein adsorbierendes Vorfilter, während die andere PLEKS®-Schicht
hauptsächlich
als Träger
für das
die mikrobiologische Abwehr verstärkende Filtermedium dient.
Die äußeren Ränder des
Gehäuses
waren ebenfalls verklebt und fest zusammengepreßt, um dadurch jegliche Bypass-Leckage
an der Außenseite
des Gehäuses
zu verhindern. Die Abmessungen der aktiven Filterfläche innerhalb
der Begrenzung, die durch das Heißschmelzmaterial festgelegt
wurde, betrugen zwischen 5 cm bis 6 cm Breite und 8 cm bis 10 cm
Länge,
wodurch ein aktiver Filterbereich zwischen 40 cm2 und
60 cm2 entstand. Während Heizschmelze zum Testen
dieses Prototyps verwendet worden ist, kann während der handelsmäßigen Produktion
die Filteranordnung unter Verwendung von Ultraschall- oder anderen
Schweißverfahren
zum Einsatz gelangen.
-
Ein
Schlauch mit einem Innendurchmesser von 0,635 cm wurde an dem Einlaß des Filtergehäuses unter
Benutzung eines Kunststofffittings angebracht und an seinem Ort
sicher verklebt. Der Auslaß des
Filters war offen, so daß das
Fluid aus dem Filtergehäuse
austreten konnte. Der an dem Filtereinlaß angebrachte Schlauch war
an einer gläsernen
Pyrex-Tülle
befestigt, um eine Gesamteintritts-Wassersäule von annähernd 30 cm bis 60 cm zu erzeugen.
Die Testsuspensionen wurden in die Tülle gegossen, um den Filter
mit verschiedenen Organismen zu beaufschlagen.
-
Annähernd 500
ml entionisiertes Wasser wurde durch das Filtersystem geschickt,
um das Filtermedium im Inneren des Gehäuses zu befeuchten. Für den E.
coli Test wurden ein Schlauch und eine Tülle mit einer kombinierten
Höhe von
60 cm benutzt, um Überdruck
zu erzeugen. Die Strömungsgeschwindigkeit
war bei diesem Zulaufdruck 70 ml/min. Eine Versuchssuspension von
E. coli wurde durch das System gegossen und die Ausflüsse in sterilen
250 ml Erlenmeyer-Kolben gesammelt. Die Ausflüsse wurden zweifach reihenweise
verdünnt
und auf Petrischalen ausgebreitet, und zwar nach üblichen
Laborverfahren, und dann über
Nacht in auf 37°C
erwärmten
Brutöfen
belassen. Am nächsten
Tag wurden alle Versuchsergebnisse aufgezeichnet und in der folgenden
Tabelle VIII aufgelistet. Tabelle VIII: Mikrobiologische Anforderungen
eines Filtrationssystems mit E. coli
| Beispiel | Nr.
der E. coli Anforderung | Nr.
der Kolonienbildung/Platte | LRV |
| 47 | 8,4 × 108 | 0 | 8,92 |
| 48 | 8,4 × 108 | 0 | 8,92 |
-
Somit
bietet ein Filtrationssystem, das ein zusammengesetztes Filtermedium
mit einem PLEKX®-Vorfilter
und dem die mikrobiologische Abwehr verstärkenden Filtermedium aufweist,
eine größere als
8,5 log-Reduzierung von E. coli bei einer Strömungsgeschwindigkeit von annähernd 1
bis 2 ml/Minute cm2.
-
Beispiel 49–51: MS2-Anforderungen eines
Filtrationssystems
-
Drei
Filter wurden in ähnlicher
Weise für
die E. coli-Anforderung gebaut, die in den obigen Beispielen 47
und 48 beschrieben sind, um die virale Abwehrfähigkeit eines Filtersystems
der vorliegenden Erfindung zu bestimmen. In den beiden Filtern gemäß Beispielen
49 und 50 wurde eine Netzschicht am Boden, ausflußseitig des
Filtergehäuses
angeordnet, auf die eine Schicht aus dem die mikrobiologische Abwehr
verstärkenden
Filtermedium folgte und diese wiederum gefolgt von einer einzelnen
oberen Schicht aus PLEKX
®, hergestellt aus 600
g/m
2 Aktivkohle auf Kohlebasis mit einem
Oberflächenbereich
von 1000 m
2/g. Für das dritte Filter, Beispiel 51,
wurde ein Kunststoffnetz als bodenseitige Tragschicht mit einem
metallenen 100 Maschensieb ersetzt. Für die MS2 Anforderung wurde
ein Schlauch und eine Tülle
von 30 cm benutzt, um die Strömungsgeschwindigkeit zu
reduzieren und eine längere
Kontaktzeit für
das zusammengesetzte Filtermedium zu ermöglichen. Entionisiertes Wasser
wurde durch das System laufen gelassen, um die Schichten anzufeuchten
und festzustellen, daß das
Gehäuse
nicht undicht ist. Eine Strömungsgeschwindigkeit
von 38 ml/Minute wurde für
die 30 cm hohe Wassersäule
aufgezeichnet. Nachdem das entionisierte Wasser durch das System
hindurchgetreten war, wurde die MS2 Anforderungslösung durch
das System hindurch geleitet. Der Ausfluß wurde in sterilen Erlenmeyer-Kolben
gesammelt, verdünnt
und auf Petrischalen ausgebreitet, und zwar nach genormten Verfahrensweisen
für MS2,
und über
Nacht stehengelassen. Am nächsten
Tag wurden alle Versuchsergebnisse aufgezeichnet und in der unten
folgenden Tabelle IX aufgelistet. Tabelle IX: Mikrobiologische Anforderungen
des Filters mit MS2 Bakteriophag
| Beispiel | Nr.
der MS2 in Anforderung | Nr.
der Kolonien-Form/Platte | LRV |
| 49 | 6,12 × 108 | 0 | 8,78 |
| 50 | 6,12 × 108 | 0 | 8,78 |
| 51 | 6,12 × 108 | 0 | 8,78 |
-
Ein
Filtrationssystem, das ein zusammengesetztes Filtermedium verwendet,
zu dem ein PLEKX®-Vorfilter und das die
mikrobiologische Abwehr verstärkende
Filtermedium gehören,
wird dargestellt, um bei einer Strömungsgeschwindigkeit von annähernd 0,75
ml/Minute cm2 eine Verringerung von MS2
zu schaffen, die größer als
8,5 log ist.
-
Beispiele 52 und 53: Langzeit MS2 Anforderungen
eines Filtersystems
-
Diese
Beispiele untermauern die Wirksamkeit eines Filtersystems, wenn
es mit MS2 Bakeriophag beaufschlagt wird und ein zusammengesetztes
Filtermedium aufweist, das zwei (2) Schichten des die mikrobiologische
Abwehr verstärkenden
Filtermediums sowie zwei (2) Schichten PLEKX® besitzt,
wie im obigen beschrieben.
-
Zwei
Filtersysteme wurden durch Befestigen eines 100-maschigen Siebs
im Inneren eines Filtergehäuses
geschaffen, wie in den 1 und 2 gezeigt.
Zwei Schichten des die mikrobiologische Abwehr verstärkenden
Filtermediums wurden oben auf dem Maschensieb angeordnet, gefolgt
von zwei Schichten PLEKX®. Jede Schicht wurde an
ihrem Ort fest verklebt, um Bypass zu verhindern. Das Filtergehäuse wurde ebenfalls
mit dem Kleber abgedichtet. Ein Schlauch mit einem Innendurchmesser
von 0,635 cm wurde an dem Einlaß des
Filtergehäuses
fest an gebracht. Der Auslaß des
Filtergehäuses
war offen, um den Fluiddurchgang zu ermöglichen. An jedem Filter wurde
eine Tülle
fest angebracht, um eine Wassersäule
von 25,4 cm zu schaffen, und das andere Filter wurde mit einer Wassersäule von
10,2 cm versehen, um die mikrobiologischen Anforderungen zu testen.
-
Entionisiertes
Wasser von annähernd
500 ml wurde durch jedes Filtersystem zur Vorbefeuchtung des Filtermediums
laufen gelassen, und es wurde nachgewiesen, daß kein Bypass auftritt. Danach
wurden 500 ml einer MS2-Anforderung, zubereitet in entionisiertem
Wasser, durch jedes System hindurchgeschickt. Die Ausflüsse wurden
in sterilen Erlenmeyer-Kolben gesammelt, verdünnt und auf Petrischalen ausgebreitet,
und zwar unter Berücksichtigung
von üblichen
Methoden für
die Organismen, und über
Nacht so belassen. Nach 24 Stunden wurden zusätzliche 500 ml entionisiertes
Wasser durch das System geschickt, gefolgt von weiteren 500 ml MS2-Anforderung.
Dieses Protokoll wurde alle 24 Stunden so lange fortgesetzt, bis
die Filtermedien nicht mehr ein LRV über 4 aufwiesen. Ergebnisse
sind in den folgenden Tabellen X und XI aufgeführt. Tabelle X: Beispiel 52: Wirksamkeit eines
Filtriersystems mit einer 25,4 cm Wassersäule
| Gesamtmenge
an H2O (L) | Benutzungszeit (Stunden) | Nr.
der MS2 im Betrieb | LRV | Strömungsgeschwindigkeit (ml/min) |
| 1,0 | 0 | 2,84 × 108 | 8,45 | 28 |
| 2,0 | 24 | 4,93 × 108 | 7,97 | 32 |
| 3,0 | 48 | 4,57 × 108 | 8,66 | 32 |
| 4,0 | 72 | 4,55 × 108 | 7,52 | 36 |
| 5,0 | 96 | 1,76 × 108 | 5,65 | 38 |
| 6,0 | 120 | 1,39 × 108 | 5,66 | 38 |
| 7,0 | 144 | 1,48 × 108 | 3,03 | 36 |
| 8,0 | 168 | 1,56 × 108 | 2,22 | 30 |
Tabelle XI: Beispiel 53: Wirksamkeit eines
Filtriersystems mit einer 10,2 cm Wassersäule
| Gesamtmenge
an H2O (L) | Benutzungszeit (Stunden) | Nr.
der MS2 im Betrieb | LRV | Strömungsgeschwindigkeit (ml/min) |
| 1,0 | 0 | 2,05 × 108 | 9,31 | 12 |
| 2,0 | 24 | 2,16 × 108 | 9,33 | 15 |
| 3,0 | 48 | 1,46 × 108 | 9,16 | 15 |
| 4,0 | 72 | 1,05 × 108 | 9,02 | 17 |
| 5,0 | 96 | 1,52 × 108 | 9,18 | 16 |
| 6,0 | 120 | 1,31 × 108 | 9,12 | 13 |
| 7,0 | 144 | 1,19 × 108 | 9,08 | 13 |
| 8,0 | 168 | 1,32 × 108 | 8,23 | 13 |
| 9,0 | 192 | 8,67 × 108 | 8,93 | 16 |
| 10,0 | 216 | 1,34 × 108 | 9,13 | 10 |
| 11,0 | 240 | 1,10 × 108 | 9,04 | 11 |
| 12,0 | 264 | 1,24 × 108 | 7,76 | 9 |
| 13,0 | 288 | 1,24 × 108 | 8,27 | 9 |
| 14,0 | 316 | 1,02 × 108 | 3,62 | 7 |
| 15,0 | 340 | 1,04 × 108 | 3,41 | 8 |
| 16,0 | 364 | 1,03 × 108 | 3,36 | 10 |
| 17,0 | 388 | 1,07 × 108 | 3,03 | 10 |
-
Die
Nutzungsdauer des Filtriersystems gemäß Beispiel 52 mit einer Druckhöhe von 25,4
cm schafft eine annehmbare MS2-log-Reduzierung für 6,0 L Wasser in 120 Stunden.
Wenn jedoch die Druckhöhe
10,2 cm war, wie im Beispiel 53 angegeben, wurde die Nutzungsdauer
der Filtersysteme verlängert,
wobei annehmbare log-Reduktionswerte für MS2 bei einem Volumen von
10,0 L Wasser und einer Anzahl Stunden von 364 auftraten. Offensichtlich
beeinträchtigt
die Strömungsgeschwindigkeit
die mikrobiologischen Abwehrfähigkeiten
des Filtriersystems. Aus den Ergebnissen der Beispiele 52 und 53
geht hervor, daß eine
geringere Strömungsgeschwindigkeit
eine effektivere mikrobiologische Abwehr schafft, und zwar aufgrund
einer größeren Kontaktzeit
der Mikroorganismen mit dem Filtermedium.
-
Beispiel 54: Langzeit-E. coli-Anforderungen
eines Filtersystems
-
Dieses
Beispiel legt die Effektivität
eines Filtersystems fest, das ein zusammengesetztes Filtermedium aufweist,
zu dem zwei (2) Schichten des die mikrobiologische Abwehr verstärkenden
Filtermediums und zwei (2) Schichten von PLEKX® gehören, wie
im obigen beschrieben.
-
Entionisiertes
Wasser von annähernd
500 ml wurde durch das Filtersystem gelenkt, um das Filtersystem
zu befeuchten und mit Sicherheit festzustellen, daß kein Bypass
auftritt. Danach wurden 500 ml der E. coli Anforderung in entionisiertem
Wasser zubereitet und durch das Filter hindurchgeschickt. Der Ausfluß wurde in einem
sterilen Erlenmeyer-Kolben gesammelt, verdünnt und auf Petrischalen ausgebreitet,
und zwar nach üblichen
Prozeduren für
E. coli, und über
Nacht stehen gelassen. Nach 24 Stunden wurden zusätzliche
500 ml entionisiertes Wasser durch das System geschickt, gefolgt
von weiteren 500 ml E. coli Anforderung. Dieses Protokoll wurde
alle 24 Stunden fortgeführt,
bis das Filtermedium nicht mehr mit LRV über 4 versehen war. Die Ergebnisse
sind in der folgenden Tabelle XII wiedergegeben. Tabelle XII: Beispiel 54: Wirksamkeit
eines Filtriersystems mit einer 25,4 cm Wassersäule
| Gesamtmenge
an H2O (L) | Benutzungszeit (Stunden) | Anzahl
der E. coli In der Anforderung | LRV | Strömungsgeschwindigkeit (ml/min) |
| 1,0 | 0 | 9,33 × 108 | 8,99 | 28 |
| 2,0 | 24 | 7,86 × 108 | 8,89 | 32 |
| 3,0 | 48 | 2,86 × 108 | 8,46 | 27 |
| 4,0 | 72 | 1,35 × 108 | 8,37 | 21 |
| 5,0 | 96 | 1,18 × 108 | 8,07 | 17 |
| 6,0 | 120 | 8,4 × 108 | 7,38 | 18 |
| 7,0 | 144 | 1,09 × 108 | 4,95 | 12 |
| 8,0 | 168 | 3,6 × 108 | 3,5 | 16 |
| 9,0 | 192 | 6,13 × 108 | 3,61 | 12 |
-
Das
Filtersystem von Beispiel 50 bot eine annehmbare Leistung, nachdem
6,0 L Wasser durch das System mit einer Durchschnitts-Strömungsgeschwindigkeit
von etwa 24 ml/Minute gelaufen sind, wobei die Druckhöhe von einer
25,4 cm hohen Wassersäule
bewirkt wurde.
-
Obgleich
die vorliegende Erfindung insbesondere in Verbindung mit einer speziellen
bevorzugten Ausführungsform
beschrieben worden ist, versteht es sich, daß viele Alternativen, Abänderungen
und Variationen dem auf diesem Gebiet tätigen Fachmann im Lichte der
obigen Beschreibung ohne weiteres einfallen. Die anhängigen Ansprüche sollen
daher alle diese Alternativen, Modifikationen und Variationen als
unter ihren Schutzumfang fallend umfassen.