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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine hydraulische Spannvorrichtung
für ein
flexibles Endlosschleifen-Kraftübertragungssystem,
wie beispielsweise eine Kette oder einen Riemen, und insbesondere,
aber nicht ausschließlich,
eine solche Spannvorrichtung, um einer Kette oder einem Riemen Spannung
zu verleihen, die in einem Steuerantrieb eines Verbrennungsmotors
eines Fahrzeugs verwendet werden.
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Verbrennungsmotoren
von Kraftfahrzeugen schließen
häufig
einen Steuerriemen- oder -kettenantrieb ein, der über Zahnkränze auf
der Kurbelwelle und der Nockenwelle läuft und dafür verwendet wird, sicherzustellen,
dass die Nockenwelle synchron mit der Kurbelwelle angetrieben wird.
Die Spannung in einer solchen Kette oder einem solchen Riemen verändert sich
im Ergebnis des Ausdehnens und Zusammenziehens der Motorbestandteile
mit der Temperatur, von Drehschwingungen, die von der Kurbelwelle
und der Nockenwelle mitgeteilt werden, der Motordrehzahl und der
Kettendehnung im Ergebnis von Kettenverschleiß oder Temperaturveränderungen
in Kettenbauteilen beträchtlich.
Es ist wichtig, der Kette oder dem Riemen eine Spannung zu verleihen
und sie aufrechtzuerhalten, um so das Geräusch und die Wahrscheinlichkeit,
dass die Kette oder der Riemen von den Zähnen der Zahnkränze springen,
zu verringern.
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Spannvorrichtungen
für Ketten
oder Riemen umfassen im Allgemeinen ein Gehäuse mit einer offenendigen
zylindrischen Bohrung, in der ein Druckkolben verschiebbar in einer
Längsrichtung
bewegt werden kann und durch eine Schraubenfeder aus der Bohrung
heraus vorgespannt wird, um so der Kette oder dem Riemen eine Spannung
zu verleihen. Eine Fluiddruckkammer mit veränderlichem Volumen wird zwischen
einem Hohlraum in dem Druckkolben und den Wänden der Bohrung definiert.
Ein Rückschlagventil
ermöglicht,
dass Hydraulikfluid von einer Quelle, wie beispielsweise einer Ölpumpe,
in die Druckkammer hindurchgeht, verhindert aber einen Durchgang
des Fluids in der Umkehrrichtung. Das Fluid in der unter Druck gesetzten
Kammer dient ebenfalls dazu, den Druckkolben aus dem Zylinder heraus
zu der Kette oder dem Riemen hin vorzuspannen.
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Die
kombinierte Wirkung des Hydraulikfluiddrucks und der Schraubenfeder-Vorspannkräfte bewegt
den Druckkolben aus dem Gehäuse
und in eine Berührung
mit der Kette oder dem Riemen, um so die Lose aufzunehmen. Eine
entgegengesetzte Widerstandskraft wird im Ergebnis der in der Kette
durch den Antrieb hervorgerufenen Spannung von der Kette dem Druckkolben
mitgeteilt. Falls die Kette oder der Riemen einer Steigerung der
Spannung ausgesetzt ist, versucht die sich ergebende Kraft, die
auf den Druckkolben ausgeübt
wird, ihn in den Zylinder zu bewegen. Jedoch wird eine solche Bewegung durch
das Rückschlagventil
verhindert, welches das Entweichen von Hydraulikfluid aus der Kammer
verhindert. Die inkompressible Beschaffenheit des Hydraulikfluids
verhindert eine sofortige Rückkehrbewegung
des Druckkolbens, obwohl ein kleinerer ringförmiger Spielraum zwischen dem
Druckkolben und der Zylinderwand das Entweichen von etwas Fluid
und ein begrenztes langsames Einziehen des Druckkolbens ermöglichen
kann.
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Wenn
der Verbrennungsmotor im Leerlauf oder im Stillstand ist, gibt es
wenig oder keinen Hydraulikdruck, und mit unzureichendem Fluiddruck
in der Kammer ist es leichter für
den Druckkolben, sich in den Zylinder zurückzuziehen. Dies ist insbesondere
ein Problem, wenn der Motor einige Zeit im Leerlauf war (und daher
heiß ist)
oder wenn der Motor gestartet wird, da der Mangel an Spannung in
der Kette dazu führt,
dass Vibrationen und Geräusche
von der Kette zum Motor übertragen
werden. Um diesem Problem zu begegnen, ist es üblich, einen Sperrklinkenmechanismus
bereitzustellen, um ein übermäßiges Zurückziehen
des Druckkolbens zu verhindern, selbst wenn der Fluiddruck niedrig
ist.
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Der
Gehäusekörper von
Spannvorrichtungen der weiter oben beschriebenen Art ist herkömmlicherweise
aus Stahl gespant oder gegossen gewesen. In der jüngeren Zeit
sind sie durch Spritzgießen von
Kunststoff oder Aluminium und anschließendes Spanen hergestellt worden.
Die Gehäusegestaltungen
erfordern viele Spanvorgänge,
um Befestigungsöffnungen, Öldurchgänge, Ölbehälter, ebene
Flächen
usw. zu formen.
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EP-916869-A2 offenbart
eine Spannvorrichtung, welche die Merkmale des Oberbegriffs von
Anspruch 1 hat.
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Nach
der vorliegenden Erfindung wird eine hydraulische Spannvorrichtung
für ein
flexibles Endlosschleifen-Kraftübertragungssystem
bereitgestellt, wobei die Spannvorrichtung Folgendes umfasst: ein Gehäuse in der
Form einer Hülle,
die an einer Motorstruktur angebracht werden kann, wobei die Hülle einen
offenen Behälter
hat, der durch einen Rand der Hülle
definiert wird, wobei der Behälter
dafür ausgelegt
ist, geschlossen zu sein, wenn das Gehäuse an dem Motor angebracht
ist, wobei der Rand dafür
ausgelegt ist, wenigstens teilweise das Gehäuse an der Motorstruktur zu
tragen, eine Kammer innerhalb des Behälters, wobei die Kammer durch
eine Wand definiert wird, einen Druckkolben, der in der Kammer zwischen
einer eingezogenen und einer ausgefahrenen Position hin- und hergeht,
wobei der Druckkolben durch eine Öffnung in dem Gehäuse vorspringt
und durch ein Vorspannelement zu der ausgefahrenen Position hin
vorgespannt wird, und einen Durchgang in der Wand, der eine Verbindung
zwischen der Kammer und dem Behälter
bereitstellt, damit ein Hydraulikfluid aus dem Behälter in
die Kammer hindurchgeht.
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Die
Spannvorrichtungsstruktur sorgt für ein Gehäuse, das verhältnismäßig kostengünstig zu
fertigen ist und das sich gut für
eine Massenproduktion mit hohen Geschwindigkeiten eignet. Die Hüllenstruktur
des Gehäuses
bedeutet, dass es als ein großer
Behälter
dient, der die Hydraulikkammer aufnimmt. Dies bedeutet, dass das
Hydraulikfluid sofort beim Start des Motors verfügbar ist.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Kammerwand gesondert geformt und an der Hülle befestigt.
Sie ist vorzugsweise wenigstens am Rand des Gehäuses befestigt.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
ist die Kammerwand durch Stanzen integral mit der Hülle geformt.
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Die
Kammer ist vorzugsweise im Wesentlichen zylindrisch.
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Die
Wanddicke der Hülle
liegt idealerweise im Bereich von 0,2 mm bis 2,0 mm.
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Die
Hülle kann
wenigstens eine Befestigungsöffnung
zum Aufnehmen eines Befestigungselements haben, wobei die Öffnung in
Verbindung mit dem Behälter
steht. Die Öffnung
hat vorzugsweise eine Buchse, die in den Behälter hängt. Die Buchse kann wenigstens
ein Halteelement haben, um das Befestigungselement während des
Transportes oder des Handhabens der Spannvorrichtung festzuhalten. Das
Halteelement kann die Form eines Fingers haben.
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Die
Hülle hat
vorzugsweise eine obere Wand, in der die Befestigungsöffnung geformt
ist.
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Der
Bereich um die Befestigungsöffnung
hat vorzugsweise einen durch einen Prägevorgang geformten Steg. Diese
Anordnung ermöglicht
ein Abdichten an der Grenzfläche
zwischen der Hülle
und dem Befestigungselement. Der Steg ist vorzugsweise ringförmig.
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Die
Kammer kann einen Abschnitt mit verringertem Durchmesser an einem
an den Durchgang angrenzenden Ende haben, wobei ein Rückschlagventil
in dem Abschnitt mit verringertem Durchmesser angeordnet ist.
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Es
werden nun, nur als Beispiel, spezifische Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung beschrieben, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen,
in denen:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Hülle eines
Spannvorrichtungsgehäuses
von oben ist,
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2 eine
perspektivische Ansicht der Hülle von 1,
gezeigt von unten, ist,
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3 eine
Unteransicht der Hülle
von 1 ist,
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4 eine
schematische Unteransicht der Hülle
von 1 ist, wobei eine Hydraulikkammer in punktierter
Linie gezeigt wird,
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5 eine
Stirnansicht der in 4 gezeigten Hülle ist,
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6 eine
perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Spannvorrichtungsgehäusehülle von
oben ist,
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7 eine
perspektivische Ansicht der Hülle von 6 von
unten ist,
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8 eine
Unteransicht der Hülle
von 6 ist,
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9 eine
Schnittansicht längs
der Linie A-A von 8 ist,
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10 eine
Schnittansicht längs
der Linie B-B von 8 ist,
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11 eine
schematische Darstellung der Spannvorrichtung von 1 bis 5 oder
derjenigen von 6 bis 10 ist,
gezeigt mit Druckkolben und Rückschlagventil,
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12 eine
perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist,
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13 eine
schematische Seitenansicht des Spannvorrichtungsgehäuses von 12 ist,
gezeigt an seinem Platz am Motorblock,
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14 eine
perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist,
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15 eine
perspektivische Ansicht einer fünften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist,
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16 eine
schematische Schnittansicht der Spannvorrichtung der vorliegenden
Erfindung ist, gezeigt mit einem Befestigungsbolzen an seinem Platz
vor dem Anbringen an einem Motor,
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17 die
gleiche Ansicht wie die von 16 ist,
wobei aber der Bolzen vollständig
eingesetzt, um so das Spannvorrichtungsgehäuse an einem Motor anzubringen,
gezeigt wird,
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18a bis 18c schematisch
unterschiedliche Anordnungen zum Abdichten des Spannvorrichtungsgehäuses an
einer Oberfläche
eines Motors illustrieren,
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19a und 19b schematische
Illustrationen sind, die unterschiedliche Auslegungen für eine Hydraulikkammer
der vorliegenden Erfindung abbilden,
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19c eine teilweise aufgeschnittene perspektivische
Ansicht der Ausführungsform
von 19b ist,
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20a eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht
von unterhalb einer alternativen Ausführungsform der Spannungsvorrichtung
der vorliegenden Erfindung ist und
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20b eine Montageansicht von 20a ist, wobei die Kammer in das Kammergehäuse eingepresst
ist.
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Unter
Bezugnahme auf 1 bis 5 der Zeichnungen
wird nun eine Gehäusekörperhülle 1 einer
ersten Ausführungsform
der Kettenspannvorrichtung gezeigt. Die Hülle 1 ist durch Ausstanzen
derselben aus einem Metallblech gefertigt worden, um eine dünnwandige
Struktur zu formen, die eine obere und eine Seitenwand 2, 3 hat,
die einen offenen Hohlraum 4 definieren.
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Das
Gehäuse
hat einen mittleren Bereich 5, flankiert durch eine Befestigungsnase 6 auf
jeder Seite, wobei die Nasen 6 mit Zwischenraum zueinander längs der
Länge des
Gehäuses
angeordnet sind. Der mittlere Bereich 5 ist dafür ausgelegt,
eine Hydraulikkammer (in 1 bis 3 nicht
gezeigt, aber in 4 in punktierter Linie gezeigt)
aufzunehmen, um sich dem anzupassen, hat die obere Wand 2 in
diesem Bereich eine komplementäre
Bogenform. Die herabhängende
Seitenwand 3 weitet sich nach außen auf, um in einem Rand 7 zu
enden, dessen Unterseite zum Anbringen an dem Motorblock (nicht
gezeigt) flach und glatt ist. Eine Dichtung (nicht gezeigt) kann,
falls notwendig, bereitgestellt werden, um ein wirksames Abdichten
sicherzustellen.
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Jede
Befestigungsnase 6 ist mit einer mittigen ausgestanzten Öffnung 8 geformt,
die einen herabhängenden
Zylinder 9 hat, der in Greiffingern 10 (nur in 4 und 5 gezeigt)
endet. Der Bereich um jede Öffnung 8 ist
mit einem Präge-
oder Formstanzring gestanzt, um einen ringförmigen Steg 11 zu
formen.
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Die
Hydraulikkammer 12 umfasst einen Zylinder 13,
der mittels Schweißen,
Kleben, Nieten, Quetschen oder dergleichen an der oberen und/oder der
Seitenwand des Gehäuses
befestigt ist. Es umfasst einen Hauptabschnitt, der an dem einen
Ende für
die Aufnahme eines zylindrischen Druckkolbens offen ist und an dem
anderen Ende in einem Zylinder 14 mit verringertem Durchmesser
endet, dessen Ende im Wesentlichen geschlossen ist, mit Ausnahme
einer kleinen Öleinlassbohrung 15,
die durch Ausschneiden erzeugt wird, nachdem das Gehäuse gestanzt
worden ist. Der Zylinder 14 mit verringertem Durchmesser
ist dafür
ausgelegt, ein Rückschlagventil
aufzunehmen, wie später
beschrieben wird. Die Seitenwand des Gehäuses wird nach dem Stanzen
ausgeschnitten, um eine Öffnung
bei 16 (siehe 5) zu erzeugen, wo sie auf das
offene Ende der Hydraulikkammer 12 trifft, um so ein Einsetzen
und Betätigen
des Druckkolbens zu ermöglichen.
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Der
Ausführungsform
von 6 bis 11 zugewendet, wird nun die
gleiche Spannvorrichtungsstruktur dadurch hergestellt, dass die
Hydraulikkammer mittels eines Umkldappstanzers und eines Gesenks
beim Stanzvorgang integral mit der Gehäusehülle geformt wird. Die Kammer
wird zuerst durch Stanzen geformt, bevor das Gehäuse gestanzt wird, um die Seitenwände auf
allen Seiten herzustellen, mit Ausnahme derjenigen, die auf die
Hydraulikkammer trifft. Diese Wand wird danach an ihren Platz geklappt.
Die Teile, die denen von 1 bis 5 entsprechen,
werden durch die gleichen Bezugszahlen angezeigt.
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Die
Innenfläche
der Kammer wird eine spanende Bearbeitung benötigen, um sicherzustellen, dass
die zylindrische Wand der technischen Fertigungstoleranz entspricht.
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Jede
der Spannvorrichtungen der beiden weiter oben beschriebenen Spannvorrichtungen
wird dadurch eingebaut, dass sie derart an einem Motorblock angebracht
wird, dass der Hüllenrand 7 an
dem Motor abgedichtet wird und dort durch Befestigungsbolzen (nicht
gezeigt) festgehalten wird, die durch die Öffnungen 8 in den
Nasen 6 hindurchgehen. Vor dem Einbau werden die Befestigungsbolzen
durch die Finger 10 in dem Öffnungen festgehalten, so dass
sie sich während
des Transportes und des Handhabens vor dem Zusammenbau nicht lose
arbeiten. Der ringförmige
Steg 11 um jede Öffnung 8 wird
während
des Befestigens zusammengedrückt,
um zu ermöglichen, dass
eine enge Dichtung zwischen der Hülle und den Bolzen geformt
wird, um so ein Ölauslaufen
aus den Gehäuse
an dieser Grenzfläche
zu verhindern. Eine O-Ring-Dichtung
oder dergleichen kann, falls notwendig, bereitgestellt werden.
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Die
Spannvorrichtung wird in 11 mit
einem hin- und hergehenden Druckkolben 20 gezeigt, der
konzentrisch und verschiebbar in der Hydraulikkammer 12 aufgenommen
wird. Der Druckkolben 20 wird auf herkömmliche Weise durch eine koaxiale Druckfeder 21,
die innerhalb des Druckkolbens angeordnet ist, in eine ausgefahrene
Position vorgespannt. Zusätzlich
ist ein Rückschlagkugelventil 22 in dem
Abschnitt der Kammer 12 mit verringertem Durchmesser angeordnet
und steuert den Durchfluss von Hydraulikfluid in die Kammer 12 durch
die kleine Öleinlassöffnung 15.
Das Ventil 22 ermöglicht,
dass das Fluid in die Kammer 12 fließt, verhindert aber einen Durchfluss
in der Umkehrrichtung. Der durch das Gehäuse definierte Hohlraum 4 wird
von einer Speisung am Motorblock (ihre Position ist in 11 durch die
Bezugszahl 23 markiert) mit Öl gespeist. Die Seitenwand
hat eine kleine Auslassdüse 24 (11), um
zum Schmieren einen Ölstrahl
auf die Kette anzuwenden. Eine alternative Position für eine solche Düse wird
in 6 durch die Bezugszahl 24a gezeigt. Diese
kann ebenfalls als eine Luftspülung
dienen. Eine zusätzliche Öffnung 24b wird
bereitgestellt (6), um das Einsetzen eines Druckkolben-Freigabestifts,
wie er auf dem Gebiet gut bekannt ist, zu ermöglichen. Bei solchen Auslegungen
wird der Druckkolben anfangs in einem eingezogenen Zustand im Verhältnis zu
dem Hydraulikgehäuse
arretiert. Sobald die Spannvorrichtung richtig angebracht worden
ist und einsatzbereit ist, wird der Druckkolben durch Einsetzen
eines Stifts zum Lösen
eines Arretierungsmechanismus für
eine Betätigung
freigegeben.
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Bei
Anwendung dient der durch das Gehäuse 1 definierte Hohlraum 4 als
ein Behälter
für Öl (oder
ein anderes Hydraulikfluid), so dass beim Start des Motors Öl verfügbar ist.
Das Öl
wird durch die Ölspeisung 23 vom
Motorblock in das Gehäuse
eingespeist und füllt
den Behälter 4.
Das Öl
tritt durch den Einlass 15 in dem Abschnitt 14 mit
verringertem Durchmesser und über
das Rückschlagventil 22 in die
Hydraulikkammer 12 ein, wo es dazu dient, den Druckkolben 20 aus
dem Gehäuse 1 heraus
vorzuspannen. Da das Fluid inkompressibel ist und das Rückschlagventil 22 nicht
erlaubt, dass das Fluid in der Umkehrrichtung durch den Einlass 15 hindurchgeht,
wird der Druckkolben 20 am Einziehen gehindert. Der Druck
des Fluids innerhalb der Kammer 12 und die Vorspannkraft
der Druckfeder 21 drängen den Druckkolben 20 zu
einer ausgefahrenen Position, in der er aus dem Gehäuse 1 vorsteht.
Das Öl fließt weiter
in die Kammer 12 und übt
einen größeren Druck
aus, bis die Reaktionskraft der Kette an einem am Druckkolben 20 befestigten
Spannschuh gleichwertig zu der kombinierten Kraft des Öls und der
Federvorspannung ist.
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Die
Spannvorrichtung wird in 11 in
der Ausrichtung illustriert, in der sie normalerweise am Motorblock
befestigt würde,
und der minimale Ölstand
für einen
wirksamen Betrieb wird durch die punktierte Linie X-X gezeigt. Dieser
Stand kann für unterschiedliche
Gehäuse-
und Ölspeisungsauslegungen
variieren.
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Ein
herkömmlicher
Sperrklinkenmechanismus (welcher der Klarheit halber nicht gezeigt
wird) ist eingeschlossen, um ein übermäßiges Einziehen des Druckkolbens
zu verhindern, selbst wenn der Fluiddruck niedrig ist.
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Das
gestanzte Gehäuse
sorgt für
einen Behälter,
der die Hydraulikkammer wirksam umschließt. Das Fassungsvermögen dieses
Behälters
ist weit größer als
dasjenige von geformten oder gespanten Spannvorrichtungsgehäusen des
Standes der Technik. Darüber
hinaus beseitigt die Gestaltung die Notwendigkeit von Spanvorgängen, um
Befestigungslöcher, Öldurchgänge, Ölbehälter, ebene
Flächen
usw. zu erzeugen.
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Die
in 12 und 13 gezeigte
alternative Ausführungsform
der Gehäusehülle hat
nur eine Befestigungsnase 6. Diese Auslegung wird dadurch am
Motorblock E (oder Zylinderkopf) befestigt, dass der aufgeweitete
Rand 7 der gegenüberliegenden Seitenwand,
wie in 13 angezeigt, in einer Aussparung 30 in
dem Block angeordnet wird.
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Alternative
Ausführungsformen
der gestanzten Gehäusehülle können, wie
in 14 und 15 gezeigt,
Befestigungsnasen in der Form von flachen Platten haben. Die Ausführungsform
von 14 hat eine hohle Nase 6 und eine flache
Plattennase 31, wohingegen das in 15 gezeigte
Gehäuse
zwei flache Plattennasen 31 hat.
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16 und 17 zeigen
einen Befestigungsbolzen 50 in der Öffnung 8 des Spannvorrichtungsgehäuses. In 16 wird
der Bolzen durch die Greiffinger 10 unverlierbar in der Öffnung 8 gehalten, so
dass er während
des Transports oder des Einbaus nicht verlorengeht. In 17 wird
der Bolzen vollständig
eingesetzt gezeigt, um so das Spannvorrichtungsgehäuse 1 an
der tragenden Fläche
(nicht gezeigt) eines Motors zu befestigen.
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In 18a bis 18c werden
drei alternative Abdichtungsanordnungen zum Sicherstellen einer
wirksamen Abdichtung der Seitenwand 3 des Gehäuses 1 mit
der tragenden Fläche
S eines Motors illustriert. In 18a erstreckt
sich der Rand 7 der Seitenwand 3 nach außen und
nach unten, um so eine Innenfläche
zu definieren, die annähernd
komplementär
zu einem umlaufenden Abdichtelement 55 einer Knautschdichtung 56 ist.
Das Gehäuse
wird über die
Knautschdichtung mit der Fläche 8 abgedichtet. Bei
der Ausführungsform
von 18b wird das Abdichten über Passflächen des
nach außen
gewendeten Randes 7 und einer flachen Dichtung 57 erreicht. Bei
der Ausführungsform
von 18c ist der Rand 7 nicht
nach außen
aufgeweitet und wird über
ein U-förmiges
Abdichtelement 58 gegenüber
der tragenden Fläche
S abgedichtet.
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Zwei
unterschiedliche Ausführungsformen der
Hydraulikkammer werden in 19a und 19b gezeigt. Bei der Ausführungsform von 19a hat die Kammer 12 an dem einen Ende
einen Zylinder 14 mit verringertem Durchmesser zum Aufnehmen
eines Rückschlagventils 60.
Das Ventil wird ebenfalls auf einer Seite gezeigt, um so die spiraligen
Rillen 61 längs
seiner Länge
zu zeigen, die einen Durchgang von Öl und/oder ein Entweichen von Luft
ermöglichen.
Bei der Ausführungsform
von 19b hat die Kammer 12 keinen
Abschnitt mit verringertem Durchmesser, und das Ventil 70 umfasst einen
Hauptkörper 71 mit
einem Flansch 72 an einem Ende. Der Hauptkörper 71 ist
außerhalb
der Kammer 12 angeordnet, und der Flansch 72 wird
innerhalb aufgenommen. Die Fläche
des Flanschs 72, die zum Kammerinneren zeigt, dient als
Berührungsfläche für einen
Feder- oder Klinkenzylinder der Spannvorrichtung und kann mit einem
spiraligen Rillenmuster 73 versehen sein, um eine Luftspülung zu
ermöglichen.
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19c ist eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform
von 19b und hat die Kammerwand und
das Ventilgehäuse
teilweise weggeschnitten, um das Verstehen der Anordnung zu unterstützen.
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20a und 20b zeigen
eine alternative Ausführungsform
der Auslegung, wobei die Kammer gesondert von dem Gehäuse hergestellt
ist und in einen Eingriff mit demselben eingepresst wird. Die Teile,
die denen von 1 bis 5 entsprechen, werden
durch die gleichen Bezugszahlen, gesteigert um 100, angezeigt
und werden nicht weiter beschrieben, außer insofern, als sie von ihren
Gegenstücken von 1 bis 5 abweichen.
Die Kammer 112 hat einen Abschnitt 114 mit verringertem
Durchmesser, der in Einpresseingriff in einer Öffnung 180 in der
Seitenwand 103 der Gehäusehülle 101 aufgenommen wird.
Das andere offene Ende der Kammer 112 wird in Einpresseingriff
mit einer größeren Öffnung 116 in der
Seitenwand 103 der Gehäusehülle aufgenommen.
Die Wand des Abschnitts 114 mit verringertem Durchmesser
der Kammer hat einen kleinen radialen Durchgang (in den Figuren
verborgen), der eine Verbindung zwischen dem Inneren der Kammer 112 und dem
Hydraulikfluid in dem Behälter 104 bereitstellt.
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Es
sollte sich verstehen, dass an der weiter oben beschriebenen Auslegung
zahlreiche Modifikationen vorgenommen werden können, ohne vom Rahmen der Erfindung
abzuweichen, wie er in den angefügten
Ansprüchen
definiert wird. Zum Beispiel kann die Zahl der Befestigungsöffnungen
und -nasen gegenüber
der in den Figuren gezeigten besonderen Anordnung verändert werden.
Darüber
hinaus kann das Rückschlagventil
als Alternative zu einem Kugelventil eine beliebige passende Form
annehmen. Schließlich
kann das Luftspülungsrillenmuster
an der Wand der Kammer an Stelle des Ventilflanschs definiert werden.