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DE60319564T2 - Vorrichtung zur injektion von medizinischen substanzen - Google Patents

Vorrichtung zur injektion von medizinischen substanzen Download PDF

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DE60319564T2
DE60319564T2 DE60319564T DE60319564T DE60319564T2 DE 60319564 T2 DE60319564 T2 DE 60319564T2 DE 60319564 T DE60319564 T DE 60319564T DE 60319564 T DE60319564 T DE 60319564T DE 60319564 T2 DE60319564 T2 DE 60319564T2
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DE
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connection
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medical substance
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Carmel Pharma AB
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Description

  • Technisches Gebiet und Stand der Technik
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Injektion, welche einen Korpus aufweist, der mit einem ersten Kanal und einem zweiten Kanal zur Förderung von medizinischen Substanzen versehen ist, wobei ein erstes Verbindungsbauteil einen ersten Anschluss zur Einleitung einer ersten medizinischen Substanz in den ersten Kanal aufweist, ein zweites Verbindungsbauteil einen zweiten Anschluss zum Injizieren einer zweiten medizinischen Substanz in den zweiten Kanal aufweist, und ein drittes Verbindungsbauteil gemeinsam für den ersten und zweiten Kanal vorgesehen ist und mindestens einen dritten Anschluss zum Fördern von medizinischen Substanzen aus dem ersten und zweiten Kanal aufweist.
  • Die Erfindung ist in unterschiedlichen Anwendungsbereichen dann einsetzbar, wenn medizinische Substanzen zu injizieren sind, wobei jedoch nachstehend aus Gründen der klaren Darstellung, jedoch ohne Einschränkung der Erfindung, die nachstehenden speziellen Einsatzgebiete beschrieben werden, die sich auf die Injektion medizinischer Substanzen, vorzugsweise von Flüssigkeiten, beziehen, bei denen gleichzeitig die Übertragung medizinischer Substanzen von zwei unterschiedlichen Quellen zu einer Empfangseinheit wie beispielsweise einen Patienten wünschenswert ist.
  • Zur intravenösen Verabreichung von flüssigen und medizinischen Wirkstoffen an Menschen und Tiere werden Infusionsbeutel verwendet. Zu diesem Zweck ist der Infusionsbeutel mit einem Auslass versehen, über welchen ein Strömungsmittel zu einem mit dem Patienten verbundenen Bauteil, beispielsweise einer Kanüle oder dergleichen, und von dort in den Körper des Patienten strömen kann.
  • In bestimmten Fällen ist es jedoch notwendig, von einer zweiten Quelle dem Patienten in koordinierter Weise eine zweite medizinische Substanz zuzuführen, entweder gleichzeitig mit der intravenösen Verabreichung einer Flüssigkeit oder in Verbindung mit dieser Verabreichung, nämlich direkt vor und/oder nach dieser Verabreichung. Um dieser Forderung zu entsprechen werden bisher unterschiedliche Systeme mit mehreren Bauteilen in Form von Verbindungsbauteilen verwendet, die mit einander zusammengebaut und mit Schlauchleitungen verbunden werden, um die gewünschte Übertragung medizinischer Substanzen zu erzielen.
  • Die Systeme nach dem Stand der Technik für die parallele Förderung medizinischer Substanzen aus unterschiedlichen Quellen weisen insofern jedoch Nachteile auf, als eine nicht unerhebliche Arbeit für den Zusammenbau der Bauteile aneinander erbracht werden muss, um so die Systeme aufzubauen, während die Verwendung mehrerer Bauteile zur Erzielung des Systems voraussetzt, dass eine sorgfältige Umgangsweise damit eingehalten wird, um eine Verunreinigung des Systems und/oder ein Austreten medizinischer Substanzen aus dem System in die Umgebung zu vermeiden.
  • In der US-Patentschrift 5158554 wird eine Injektionsvorrichtung beschrieben, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 umrissen ist. Dabei umfasst eine zuvor geschlitzte Injektionsstelle ein Gehäuse mit einem durch dieses hindurch geführten Strömungsweg. Ein erstes Ende des Gehäuses trägt ein vorgeschütztes Septum. Eine stumpfe Kanüle, die zusammen mit der Injektionsstelle verwendbar ist, trägt ein Absperrteil. Wenn die zuvor geschlitzte Injektionsstelle die stumpfe Kanüle gleitend aufnimmt, rastet das Verriegelungsteil an der Injektionsstelle ein und bildet dabei eine mechanisch gekoppelte Einheit.
  • Aufgabe und Kurzdarstellung der Erfindung
  • Eine Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung einer Vorrichtung der eingangs definierten Art zur Injektion medizinischer Substanzen, wobei bei dieser Vorrichtung zumindest einige der angesprochenen Nachteile bei Vorrichtung nach dem Stand der Technik erheblich verringert werden. Diese Auf gabe wird durch die Schaffung einer Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Aufgrund des Umstands, dass das erste, zweite und dritte Verbindungsteil und der Korpus als integrierte Einheit ausgelegt sind, entfällt die Gefahr eines Austretens in die Umgebung aufgrund unzureichender Abdichtung zwischen den Verbindungsbauteilen und dem Korpus. Außerdem sinkt das Risiko, dass die medizinischen Substanzen und die in der Vorrichtung enthaltenen Bauteile verunreinigt werden, da für die Vorbereitung der erforderlichen Ausrüstung weniger separate Bauteile gehandhabt werden müssen. Ein System, welches die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst, kann auch potentiell mit weniger Arbeitsabläufen ausgerüstet sein, was wiederum Zeit spart und kostenwirksam ist.
  • Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung stellt das dritte Verbindungsbauteil ein erstes Kopplungsbauteil dar, das mit einem Gewinde zur lösbaren Verbindung mit einem zweiten Kopplungsteil versehen ist, welches ein entsprechendes Gewinde aufweist, um so für eine Ankopplung zu sorgen. Auf dise Weise kann die erfindungsgemäße Vorrichtung einfach und sicher so mit denn Patienten verbunden werden, dass medizinische Substanzen aus zwei unterschiedlichen Quellen zum Patienten geleitet werden können, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung verwendet wird und das zweite Kopplungsbauteil beispielsweise an einer Kanüle angeordnet wird, die in den Körper des Patienten eingeführt wird. Dadurch, dass die Schraubverbindung vorgesehen ist, kann eine Ankopplung erreicht werden, die während einer Zugbelastung sicher ist, während gleichzeitig die erfindungsgemäße Vorrichtung und das andere Verbindungsbauteil am Patienten rasch und sicher mit wenigen Handgriffen verbunden werden.
  • Weitere Vorteile und vorteilhafte Merkmale der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden in der nachstehenden Beschreibung und den übrigen rückbezogenen Ansprüchen offenbart.
  • Die Erfindung bezieht sich außerdem auf eine Injektionsanordnung gemäß Anspruch 10.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen werden nachstehend Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben, die nur beispielhaft sind.
  • In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zusammen mit einem Infusionsbeutel in perspektivischer Ansicht;
  • 2 eine Ansicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung aus 2 mit Blickrichtung von oben;
  • 2a einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung aus 2 zusammen mit einem Injektionsbauteil, und
  • 3 einen Querschnitt durch eine Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
  • Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung
  • 1, 2 und 2a stellen eine erfindungsgemäße Vorrichtung dar, die einen Korpus 1 aufweist, der mit einem ersten Kanal 2 zur Förderung einer ersten medizinischen Substanz und einem ersten Verbindungsbauteil 3 versehen ist, das an eine externe Einheit anschließbar ist und einen ersten Anschluss 4 zur Einleitung einer ersten medizinischen Substanz in den ersten Kanal 2 aufweist. Des Weiteren ist der Korpus 1 mit einem zweiten Kanal 5 zur Übertragung einer zweiten medizinischen Substanz und mit einem zweiten Verbindungsbauteil 6 versehen, das einen zweiten Anschluss 7 aufweist, der mit Hilfe eines Injektionsbauteils 11 zum Injizieren einer zweiten medizinischen Substanz in den zweiten Kanal 5 geöffnet werden kann. Am anderen Ende ist der Korpus 1 mit einem dritten Verbindungsbauteil 8 versehen, das sich die beiden Kanäle 2, 5 gemeinsam teilen und das mindestens einen dritten Anschluss 9 zur Förderung medizinischer Substanzen aus dem ersten Kanal 2 und dem zweiten Kanal 5 aufweist. Das erste Verbindungsbauteil 3, das zweite Verbindungsbauteil 6 und das dritte Verbindungsbauteil 8 sowie der Korpus 1 sind als integrierte Einheit ausgelegt. Dies bedeutet, dass diese Bauteile 1, 3, 6, 8 in einem Stück hergestellt oder mit einander so verbunden werden, dass sie eine verbundene Einheit bilden, die nicht in die einzelnen Bauteile zerlegt werden kann.
  • Der erste Kanal 2 kann zur Übertragung einer medizinischen Substanz beispielsweise aus einem Infusionsbeutel 10 zu einem Patienten vorgesehen sein, während der zweite Kanal 5 zur Förderung einer zweiten medizinischen Substanz vorgesehen werden kann, die zum Beispiel mit Hilfe einer Spritze 11 in den zweiten Kanal 5 und von dort in den Patienten injiziert wird. Damit handelt es sich bei dem ersten Anschluss 4 und dem zweiten Anschluss 7 um einen Einlaufanschluss am Korpus 1, wohingegen der dritte Anschluss 9 einen Auslaufanschluss zum Korpus 1 hin darstellt.
  • Wie in 2 und 2a noch deutlicher dargestellt ist, weist der Korpus 1 einen Kanalabschnitt 12 auf, der dem ersten Kanal und dem zweiten Kanal gemeinsam ist, während der dritte Anschluss 8 einen Auslauf für diesen Kanalabschnitt und damit einen dem ersten und zweiten Kanal gemeinsamen Auslass bildet. Mit anderen Worten sind der erste Kanal 2 und der zweite Kanal 5 in der Weise angeordnet, dass sie in den den beiden Kanälen gemeinsamen Kanalabschnitt 12 führen, während die Vorrichtung vorzugsweise so ausgelegt ist, dass der zweite Kanal 5 eine Zweigleitung bildet, welche die Verbindung zum ersten Kanal 2 in schräger Richtung zum ersten Kanal hin herstellt.
  • Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird es häufig gewünscht, dass der erste Kanal 2 vertikal angeordnet wird und das erste Verbindungsbauteil 3 so nach oben gerichtet ist, dass eine Förderung von Flüssigkeiten, beispielsweise aus einem Infusionsbeutel 10 zu einem Patienten vereinfacht wird, während der zweite Kanal 5 günstigerweise so angeordnet ist, dass dessen Längenerstreckung einen Winkel α bildet, der in geeigneter Weise im Bereich zwischen 10° und 80°, vorzugsweise im Bereich zwischen 25° und 75°, liegt, bezogen auf die Längserstreckung des ersten Kanals 2. Bei dem dar gestellten Ausführungsbeispiel ist α in etwa gleich 60°. Auf diese Weise werden Bedingungen geschaffen, die einen geeigneten Anschluss eines Injektionsbauteile 11 an das zweite Verbindungsbauteil 6 und die Injektion einer Substanz in einer Richtung zum dritten Anschluss 9 für die Weiterbeförderung zu einer Empfangseinheit, beispielsweise zu einem Patienten, gestatten.
  • Auch wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung wie beispielsweise die in 1, 2 und 2a dargestellte vorteilhafter Weise einen Korpus 1 mit einem lang gestreckten Abschnitt 13, beispielsweise einer Schlauchleitung, aufweist, die in geeigneter Weise aus einem vergleichsweise weichen biegsamen Werkstoff wie Kunststoff oder dergleichen hergestellt ist, könnte dieser Abschnitt 13 auch beträchtlich kürzer sein oder ganz weggelassen werden, wobei in einem solchen Fall allerdings impliziert wird, dass das dritte Verbindungsbauteil 8 dann in der Nähere der Position 14 angeordnet sein sollte, an welcher der erste Kanal und der zweite Kanal aufeinander treffen.
  • Das als erstes genannte Ausführungsbeispiel bietet jedoch den Vorteil, dass dann, wenn das dritte Bauteil 8 mit einem kompatiblen Verbindungsbauteil verbunden ist, das beispielsweise an einer Kanüle angeordnet ist, die in den Körper eines Patienten eingeführt wird, sich diese Verbindung in der Weise herstellen lässt, dass der Hauptteil der Vorrichtung vom Patienten entfernt angeordnet ist und damit eine nachteilige Einwirkung auf die Kanüle und dadurch auf den Patienten so weit wie möglich vermieden wird. Wenn ein biegsamer Schlauch verwendet wird, der den Abschnitt 13 bildet, wird die Schlauchleitung in geeigneter Weise in den übrigen Teil der Vorrichtung dadurch einbezogen, dass die beiden Enden 15, 16 des Schlauches am Korpus 1 bzw. am dritten Verbindungsbauteil 8 jeweils angeklebt oder an diesen angeschweißt sind. Dabei sollte hier betont werden, dass bei einer Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung der erste und der zweite Kanal jeweils separat von einander und getrennt vom jeweiligen Einlaufanschluss bis zur biegsamen Schlauchleitung so angeordnet werden können, dass nur der biegsame Schlauchabschnitt des Korpus den Kanalabschnitt bildet, den der erste Kanal und der zweite Kanal gemeinsam nutzen.
  • Das zweite Verbindungsbauteil 6 und der zugehörige zweite Anschluss 7 zum Injizieren einer zweiten medizinischen Substanz können im Rahmen der Erfindung unterschiedlich ausgelegt werden, je nachdem, an welches Injektionsbauteil 11 sie angeschlossen werden sollen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist der zweite Anschluss 7, der nachstehend als Injektionsanschluss bezeichnet wird, eine erste flexible Membran 17 zum Zusammenwirken mit einer (hier nicht dargestellten) zweiten flexiblen Membran auf, die in einem Injektionsbauteil 11 angeordnet ist, dass an das zweite Verbindungsbauteil 6 anschließbar ist. Die erste Membran 17 ist dabei in geeigneter Weise luft- und flüssigkeitsdicht, um so für eine Abdichtung des Injektionsanschlusses 7 zu sorgen, wenn dieser nicht zur Injektion herangezogen wird. Der Injektionsanschluss 7 kann jedoch mit Hilfe eines Injektionsbauteils geöffnet werden, beispielsweise unter Durchdringung der Membran mit Hilfe einer Injektionsnadel, um so bei Bedarf ein Injizieren zu ermöglichen.
  • Um eine abgedichtete Verbindung eines derartigen Injektionsbauteils 11 mit einem zweiten Verbindungsbauteil 6, d. h. dem Injektionsanschluss 7, herbeizuführen, weist das zweite Verbindungsbauteil 6 eine Einrichtung 18 zum Halten der zweiten flexiblen Membran unter Druck gegen die erste flexible Membran 17 auf. Diese Halteeinrichtung kann beispielsweise eine Vorrichtung zur Rastverriegelung, eine Bajonettkupplung oder dergleichen sein. Der Strömungsdruck wird in geeigneter Weise so gewählt, dass die erste Membran 17 und die zweite Membran so zusammengedrückt werden, dass ein Gesamtdruck entsteht, welcher über der Quetschgrenze der beiden Membranen liegt, was impliziert, dass Flüssigkeit durch die Berührungsflächen der Membranen hindurch nicht nach außen gedrückt werden kann, weshalb man eine abgedichtete Verbindung erhält.
  • Wenn ein Druck aufgebracht wird, der über der Quetschgrenze liegt, entwickeln die Membranen die gleichen Eigenschaften an den zusammen gedrückten Flächen wie bei einem willkürlich durch die Membranen gelegten Querschnitt, was impliziert, dass Flüssigkeit durch die Berührungsflächen der Membran nicht hindurchgedrückt werden kann. Ein derartiges Merkmal lässt sich dann erreichen, wenn die erste und die zweite Membran bis zu einem Druck zusammengedrückt wurden, der höher als 150 kPa ist. Da bei der Vorrichtung die Gefahr der Zerstörung vorliegt, wenn auf sie übermäßig starke Berührungskräfte ausgeübt werden, sollte der Kontaktdruck so weit wie möglich beschränkt werden. Es hat sich in Versuchen gezeigt, dass eine ausreichende Abdichtung ohne die Gefahr eines Versagens bei Kontaktkräften von bis zu 11,1 N erzielt wird, was 565 kPa entspricht. Der Kontaktdruck liegt vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 300 bis 473 kPa.
  • Das dritte Verbindungsbauteil 8 kann vorteilhafterweise ein erstes Koppelbauteil sein, das mit einem Gewinde 19 zur lösbaren Verbindung mit einem zweiten (hier nicht dargestellten) Koppelbauteil mit einem entsprechenden Gewinde versehen ist, um so eine Kupplung zu bilden. Eine derartige Verbindungseinrichtung in Form einer Schraubverbindung besitzt die Eigenschaft, dass das erste und das zweite Koppelbauteil gegen geradlinige Bewegungen relativ zu einander verriegelt sind, wenn sie mit einander verbunden werden und auf die Kupplung eine Spannkraft einwirkt. Das erste Koppelteil besitzt ein Patrizenpassteil 20 und einen Ring 21, der das Patrizenpassteil teilweise umschließt und das Gewinde 19 teilweise freilässt. Der Ring 21 ist relativ zu dem Patrizenpassteil 19 konzentrisch angeordnet. Das zweite Koppelbauteil sollte ein Matrizenpassteil aufweisen, das mit einem weiteren Kanal und einem Außengewinde versehen ist, das zu dem Gewinde 19 des Rings 21 korrespondiert und einen Teil der Schraubverbindung darstellt.
  • Wenn das erste Kopplungsbauteil und der zweite Kopplungsbauteil mit einander verbunden werden sollen, d. h. wenn das erste und das zweite Bauteil miteinander verschraubt werden, wird das Patrizenpassteil 20 in das Matrizenpassteil eingeführt und bildet dabei eine Verbindung zwischen dem Kanal 12 des ersten Koppelbauteils und dem weiteren Kanal des zweiten Koppelbauteils, wobei die Verbindung gegenüber der Umgebung abgedichtet ist. Zu diesem Zweck können das Patrizenpassteil 20 und/oder das Matrizenpassteil mit einer gewissen Verjüngung versehen werden, so dass dann, wenn das Patrizenpassteil 20 und das Matrizenpassteil mit einem gewissen Abstand zusammen gebracht wurden, die Außenfläche des Patrizenpassteils gegen die Innenfläche des Matrizenpassteils anliegt und dann eine weitere Bewegung des Bauteils in Einführrichtung relativ zueinander nicht mehr möglich ist und zwischen dem Patrizenpassteil 20 und dem Matrizenpassteil eine Abdichtung erreicht wird, wenn die Schraubverbindung angezogen wird.
  • Auch wenn das erste Kopplungsbauteil gemäß dieser Erfindung bei dem dargestellten Beispiel als Patrizenpassteil 20 bei dieser Kupplung ausgelegt ist, könnte es bei einem anderen Ausführungsbeispiel als Matrizenpassteil der Kupplung ausgelegt sein, während in einem solchen Fall das andere Kopplungsbauteil, das beispielsweise an einer Kanüle oder einem anderen Bestandteil des Systems angeordnet ist, als entsprechendes Patrizenpassteil ausgelegt werden könnte. Es ist selbstverständlich auch möglich, im Vergleich zu dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Gewinde so zu vertauschen, dass stattdessen das zweite Kopplungsbauteil mit dem Matrizenpassteil mit einem Innengewinde versehen ist, während das erste Kopplungsbauteil mit dem Patrizenpassteil mit einem Außengewinde versehen wird. Die Gewinde können zum Beispiel in der vorstehend beschriebenen Weise auf Ringen angeordnet werden.
  • Die Auslegung der Gewinde 19, des Patrizenpassteils 20 und des Matrizenpassteils kann vorteilhafterweise in Entsprechung zu einem so genannten Luer-Anschlusspassteil ausgeführt sein, wie dies zum Beispiel bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Fall ist. Damit stellt das dritte Verbindungsbauteil 8 vorzugsweise das Patrizenpassteil einer Luer-Passkupplung dar.
  • Das erste Verbindungsbauteil 3 kann zum Beispiel das Patrizenpassteil oder das Matrizenpassteil bei einer Luer-Passkupplung darstelle; dann weist außerdem das erste Verbindungsbauteil 3 in geeigneter Weise eine Art Ventilkörper 22 auf, der beispielsweise ein Rückschlagventil aufweist, um die Strömung in dem ersten Kanal 2 zu regeln und/oder zu verhindern, dass Flüssigkeit aus dem Korpus 1 über den ersten Anschluss 4 heraus befördert wird.
  • Bei einer in 3 dargestellten Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung besitzt das dritte Verbindungsbauteil 8a einen vierten Anschluss 23, wobei der dritte Anschluss 9a einen Auslass für den ersten Kanal 2a bildet und der vierte Anschluss 23 einen Auslass für den zweiten Kanal 5a darstellt. Damit sind bei dieser Variante die beiden Kanäle 2a, 5a getrennt von einander in der Vorrichtung angeordnet und stattdessen ist vorgesehen, dass die beiden Kanäle in einem externen Bauteil zusammengebracht werden, das an das dritte Verbindungsbauteil 8a angeschlossen ist, um von zwei unterschiedlichen Quellen eine erste und eine zweite medizinische Substanz zu einer Empfangseinheit gemeinsam zu übertragen.
  • Es wird hier betont, dass sich die Erfindung nicht auf die beispielhaft dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern dass die Erfindung vielmehr im Rahmen des von den nachfolgenden Ansprüchen definierten Schutzrahmens mit mehreren Möglichkeiten abgewandelt werden kann, sobald der Grundgedanke der Erfindung offenbart ist.

Claims (10)

  1. Vorrichtung zur Injektion, welche einen Korpus (1) aufweist, der mit einem ersten Kanal (2) zur Förderung einer ersten medizinischen Substanz und mit einem ersten Verbindungsbauteil (3) mit einem ersten Anschluss (4) zur Einleitung einer ersten medizinischen Substanz in den ersten Kanal (2) versehen ist, wobei das Verbindungsbauteil (3) an eine externe Einheit anschließbar ist, und mit einem zweiten Kanal (5) zur Förderung einer zweiten medizinischen Substanz und mit einem zweiten Verbindungsbauteil (6) mit einem zweiten Anschluss (7), welcher eine erste flexible Membran (17) aufweist, die mittels eines Injektionsbauteils zum Injizieren einer zweiten medizinischen Substanz in den zweiten Kanal (5) geöffnet werden kann, und welche ein drittes Verbindungsbauteil (8) aufweist, welches gemeinsam für den ersten und zweiten Kanal (2, 5) vorgesehen ist und mindestens einen dritten Anschluss (9) zum Fördern von medizinischen Substanzen aus dem ersten und dem zweiten Kanal aufweist, wobei das erste (3), das zweite (6) und das dritte (8) Verbindungsteil und der Korpus (1) als integrierte Einheit ausgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste Kanal (2) auf einer Geraden durch den Korpus (1) der Vorrichtung erstreckt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus (1) einen dem ersten (2) und dem zweiten (5) Kanal gemeinsamen Kanalabschnitt (12) aufweist und der dritte Anschluss (9) einen Auslass für diesen Kanalabschnitt (12) und damit einen dem ersten und dem zweiten Kanal gemeinsamen Auslass bildet.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Verbindungsbauteil (8a) einen vierten Anschluss (23) aufweist, wobei der dritte Anschluss (9a) einen Auslass für den ersten Kanal (2a) bildet und der vierte Anschluss (23) einen Auslass für den zweiten Kanal (5a) bildet.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste flexible Membran (17) zum Zusammenwirken mit einer zweiten flexiblen Membran vorgesehen ist, welche in ei nem Injektionsbauteil (11) angeordnet ist, das an das zweite Verbindungsbauteil (6) anschließbar ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Einrichtung (18) zum Halten der zweiten flexiblen Membran unter Druck gegen die erste Membran (17) aufweist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck höher ist als die Quetschgrenze der ersten und der zweiten Membran.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck 150 kPa übersteigt.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Verbindungsbauteil (8) ein erstes Luer-Anschlusspassstück mit einem Patrizenpassteil (20) aufweist, das zum Zusammenwirken mit einem entsprechenden Matrizenpassteil des zweiten Luer-Anschlussspassstücks vorgesehen ist, wobei das Matrizenpassteil einen weiteren Kanal aufweist, zur Bildung einer gegenüber der Umgebung abgedichteten Verbindung zwischen dem ersten (2) und dem zweiten (5) Kanal einerseits und dem weiteren Kanal andererseits.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Luer-Anschlusspassstück einen Ring (21) aufweist, der relativ zu dem Patrizenpassteil (20) konzentrisch angeordnet ist und das Patrizenpassteil (20) zumindest teilweise umschließt, wobei der Ring mit einem Gewinde (19) versehen ist.
  10. Injektionsanordnung, welche eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 aufweist, zum Übertragen einer ersten medizinischen Substanz aus einem mit dem ersten Verbindungsbauteil (3) der Vorrichtung über den ersten Kanal (2) verbundenen Infusionsbeutel (10) zu einer mit dem dritten Verbindungsbauteil (8) der Vorrichtung verbundenen Aufnahmeeinheit, und zum Übertragen einer zweiten medizinischen Substanz aus einem mit dem zweiten Verbindungsbauteil (6) der Vorrichtung über den zweiten Kanal (5) verbundenen Injektionsbauteil (11) zu der Aufnahmeeinheit.
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