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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung für einen
nahtlosen Handover einer Kommunikationsverbindung zwischen einem
aktuellen Netzwerk und einer Kommunikationsvorrichtung an ein neues
Netzwerk.
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Technischer Hintergrund
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Drahtloskommunikationsnetzwerke
werden zunehmend populär
und existieren mit herkömmlichen
festen drahtgebundenen Kommunikationsnetzwerken zusammen oder ersetzen
diese. Drahtloskommunikationsnetzwerke befähigen Benutzer dazu, eine Information
drahtlos an einen anderen Benutzer oder eine Vorrichtung zu übertragen,
wie beispielsweise während
einer Telefonkonversation zwischen Telefonendgeräten oder einer Datenkommunikation zwischen
Berechnungsvorrichtungen. Ein Mobiltelefon ist ein Typ einer Drahtloskommunikationsvorrichtung,
die in weiten Kreisen bei Sprach- und/oder Datenkommunikationen
verwendet wird. Ähnlich
ist ein Mobilcomputer ein Typ einer Drahtloskommunikationsvorrichtung,
die fähig
ist zum Verbinden mit Drahtloskommunikationsnetzwerken zur Datenübertragung
und/oder zum Unterstützen
bei Sprachkommunikationen mit anderen Kommunikations- oder Berechnungsvorrichtungen.
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Eine
Anzahl unterschiedlicher Kommunikationsstandards und Technologien
für Drahtloskommunikationsnetzwerke
existiert, die unterschiedliche Diensttypen anbieten, und gemäß denselben
oder unterschiedlichen Standards arbeitende Netzwerke können sich
in demselben geografischen Gebiet gemeinsam befinden oder einander teilweise überlappen.
Individuelle Netzwerke können
außerdem
gemäß unterschiedlichen
Kommunikationsstandards arbeiten, in Abhängigkeit von einer Zugriffstechnologie,
die durch die Mobilvorrichtung erwünscht ist. Gleichfalls können Mobilvorrichtungen
die Fähigkeit für einen
Betrieb gemäß unterschiedlichen
Standards haben, in Abhängigkeit
von der durch ein Drahtlosnetzwerk angebotenen Zugriffstechnologie.
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Ein
Drahtloskommunikationsnetzwerk kann eine Zellularnetzwerkstruktur
haben, wobei Beispiele dafür
Mobilkommunikationsnetzwerke, wie beispielsweise GSM (Global System
for Mobile Communications), UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems)
usw., sind. Ein Zellularnetzwerk ist im Allgemeinen in individuelle
Zellen aufgeteilt, um das verfügbare
Frequenzspektrum für
Drahtlosübertragungen
zwischen Mobilvorrichtungen effizienter zu verwenden. Zwei Zellen
des Netzwerks decken gegebene geografische Gebiete ab, die zueinander
benachbart sein können
oder wenigstens teilweise einander überlappen.
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Wenn
sich eine mit einer Sprach- oder Datenkommunikation beschäftigte Mobilvorrichtung
von einer Zelle des Kommunikationsnetzwerks zu einer anderen Zelle
des Kommunikationsnetzwerks bewegt, wird ein Handover bzw. eine
Abgabe zwischen diesen Zellen durchgeführt, um eine stattfindende Kommunikation
von einer Zelle an die andere abzugeben bzw. weiterzureichen. Da
die individuellen Zellen des Kommunikationsnetzwerks eine größere geografische
Region abdecken, kann sich die Mobilvorrichtung innerhalb des Abdeckungsgebiets
des Netzwerks frei bewegen, ohne eine Unterbrechung einer stattfindenden
Sprach- oder Datenkommunikation zu erfahren.
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Wenn
beispielsweise ein Benutzer einer Mobilvorrichtung sich mit einer
Sprach- oder Datenkommunikation mit einer anderen Partei bzw. einem
anderen Teilnehmer beschäftigt,
kann seine Mobilvorrichtung durch eine erste der Zellen eines bedienenden
Kommunikationsnetzwerks verbunden sein, so dass Kommunikationen
durch diese erste Zelle gehandhabt werden. Die andere in der Kommunikation involvierte
Partei kann direkt mit dem Netzwerk verbunden sein, oder kann ein
Teilnehmer eines anderen Netzwerks sein, zum Beispiel ein anderes
Mobilkommunikationsnetzwerk oder ein herkömmliches festes drahtgebundenes
Kommunikationsnetzwerk. Wenn die Mobilvorrichtung sich anschließend in
das Abdeckungsgebiet einer zweiten Zelle des bedienenden Netzwerks
bewegt, werden Kommunikationen an die zweite Zelle des Netzwerks
weitergereicht bzw. abgegeben. Nach dem Handover bzw. der Weiterreichung
werden Kommunikationen zwischen der Mobilvorrichtung und der anderen
Partei durch die zweite Zelle des Netzwerks geroutet bzw. geleitet werden.
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Gemäß einem
anderen Beispiel kann die Mobilvorrichtung einen durch einen Dienstbereitsteller
bereitgestellten Dienst verwenden, wie beispielsweise einen E-Mail-Dienst, der durch
einen E-Mail-Dienstbereitsteller bereitgestellt wird. Ähnlich dem
vorherigen Beispiel werden wiederum irgendwelche zwischen dem Dienstbereitsteller
und der Mobilvorrichtung ausgetauschte Kommunikationsdaten von der
Mobilvorrichtung an eine Zelle des bedienenden Netzwerks geroutet
und dann an den Dienstbereitsteller oder umgekehrt. Wenn die Mobilvorrichtung
sich in das Abdeckungsgebiet einer anderen Zelle des bedienenden
Mobilkommunikationsnetzwerks bewegt, werden ferner sämtliche
Kommunikationen, die sich auf den Dienst von dem Dienstbereitsteller
erstrecken, an die andere Zelle weitergereicht.
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Üblicherweise
wird der Benutzer der Mobilvorrichtung in keinem Fall den Handover
bemerken, d. h., dass Sprachkommunikationen ohne Unterbrechung aufrecht
erhalten werden und dass der verwendete E-Mail-Dienst ohne Unterbrechung
fortgesetzt wird.
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Wenn
jedoch die Mobilvorrichtung sich jenseits eines Abdeckungsgebiets
des bedienenden Netzwerks oder des aktuellen Netzwerks bewegt, können Kommunikationen
nicht länger
in diesem Netzwerk gehandhabt werden, und es wird ein Handover an
ein zweites Netzwerk oder ein neues Netzwerk erforderlich. Um beispielsweise
Kommunikationen von einem aktuellen Netzwerk an ein neues Netzwerk
zu bewegen, könnte
eine Mobilvorrichtung einen Kommunikationspfad zwischen der Mobilvorrichtung
und dem aktuellen Netzwerk terminieren und danach sich mit dem neuen
Netzwerk verbinden, um den Kommunikationspfad durch das neue Netzwerk
erneut einzurichten.
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Jedoch
können
Netzwerke unterschiedliche Treiber haben, und es kann erforderlich
sein, dass Handover sorgfältig
ausgehandelt werden müssen. Ferner
kann, wie oben angegeben, mit einer Anzahl koexistierender unterschiedlicher
Kommunikationsstandards ein Handover von Kommunikationen zwischen
unterschiedlichen Netzwerktypen mit unterschiedlichen Fähigkeiten
erwünscht
oder erforderlich sein. Während
Handover innerhalb ein und desselben bedienenden Netzwerks nicht
eine signifikante Zeitmenge erfordern können, da die Mobilvorrichtung bereits
bei dem bedienenden Netzwerk registriert ist und sich beispielsweise
nur von einer Zelle des Netzwerks zu einer anderen desselben Netzwerks
bewegt, können
Inter-Netzwerk-Handover zwischen zwei unterschiedlichen Kommunikationsnetzwerken eine
wesentliche Zeitmenge erfordern. Es kann beispielsweise erforderlich
sein, dass das neue Netzwerk, das zur Übernahme von Kommunikationen
von dem aktuellen Netzwerk ausgewählt ist, mit dem aktuellen
Netzwerk Eigenschaften der stattfindenden Kommunikationen, wie beispielsweise
einer Sprachkommunikation oder einer Dienstbereitstellung, aushandelt,
dass die Netzwerke eine Teilnehmer- und Autorisierungsinformation
austauschen müssen
und die Netzwerke zweckgemäße Ressourcen
zum Handhaben der Kommunikationen reservieren müssen.
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Während ein
Handover einer einfachen Sprachkommunikation zwischen zwei unterschiedlichen
Netzwerken einfach gehandhabt werden kann, kann ferner ein Handover
einer komplexeren Kommunikation, die sich zum Beispiel auf einen
durch das aktuelle Netzwerk bereitgestellten Dienst erstreckt, zu
einer Terminierung von Diensten während des Handovers führen, da
dem neuen Netzwerk die erforderliche Information fehlen kann und
es deshalb nicht in der Lage zum nahtlosen Fortsetzen der Dienstbereitstellung
sein kann.
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Wang
H. et al: „Security
context transfer in vertical handover" beschreibt einen Sicherheitskontexttransfer
für Vertikalhandover
zwischen heterogenen Netzwerken und beschreibt ein Analysieren von Vertrauensbeziehungen
bzw. Trust-Beziehungen zwischen unterschiedlichen Beteiligten eines
Vertikalhandovers. Gegenseitige Authentifizierungsprozeduren werden
zum Aufbauen einer Vertrauensbeziehung durchgeführt. Ein Mobilendgerät schließt sich
einem alternativen Netzwerk an, indem es eine gegenseitige Authentifizierung
durchläuft,
die eine Vertrauensbeziehung zwischen dem Mobilendgerät und dem
alternativen Netzwerk aufbaut.
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WO 03/003639 betrifft
ein Erleichtern eines nahtlosen Handoffs bzw. einer Abgabe von IP-Verbindungen
zwischen Zugriffsroutern in einem IP-Netzwerk. Eine IP-Adresse eines
vorherigen Zugriffsrouters wird von einem neuen Zugriffsrouter verwendet,
um die Fähigkeiten
des vorherigen Zugriffsrouters, wie beispielsweise eine Bandbreite
und Sicherheitsschemas, zur Verwendung bei Handoff-Entscheidungen
in Erfahrung zu bringen. Ein optimaler Zielzugriffsrouter wird auf
der Grundlage einer akquirierten, in Erfahrung gebrachten Information
ausgewählt.
Die zuvor in Erfahrung gebrachte Information kann die gefolgerte
geografische Nähe
zwischen Zugriffsroutern enthalten.
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Inhaltsangabe der Erfindung
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Es
ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, einen nahtlosen Inter-Netzwerk-Handover
mit reduzierter Zeit und mit kontinuierlicher Dienstbereitstellung
bereitzustellen.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird mittels der Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und
27 gelöst,
wobei vorteilhafte Merkmale in den abhängigen Ansprüchen offenbart
sind.
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Ein
Verfahren für
einen nahtlosen Handover einer Kommunikationsverbindung zwischen
einer Mobilvorrichtung und einem aktuellen Netzwerk an ein neues
Netzwerk enthält
ein Entdecken des neuen Netzwerks, ein Erschaffen einer Vertrauensbeziehung
bzw. Trust-Beziehung
(Trust Relationship) zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem neuen
Netzwerk und einem Dienstbereitsteller, wobei der Dienstbereitsteller
der Mobilvorrichtung durch die Kommunikationsverbindung einen Dienst
bereitstellt, ein Transferieren von Kontextparametern von dem aktuellen
Netzwerk an das Netzwerk, wobei die Kontextparameter die Kommunikationsumgebung
kennzeichnen, und ein Durchführen
eines Handovers der Kommunikationsverbindung von dem aktuellen Netzwerk
an das neue Netzwerk. Durch Erschaffen von Vertrauensbeziehungen
zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller,
kann der Handover geeignet angefertigt bzw. vorbereitet und dann
in einer reduzierten Zeitmenge vollendet werden, was zu einem nahtlosen Handover
von Kommunikationsoperationen führt. Darüber hinaus
wird durch Transferieren von Kontextparametern das neue Netzwerk
dazu befähigt, eine
erforderliche Kommunikationsumgebung zum Handhaben der Kommunikationen
aufzubauen, was eine Unterbrechung oder Terminierung eines Kommunikationsdienstes
vermeidet.
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Vorteilhafterweise
kann das aktuelle Netzwerk Operationen durchführen, um ein in dem Handover
zu involvierendes neues Netzwerk zu entdecken. Die Auswahl kann
ein Auswählen
des neuen Netzwerks aus einer Anzahl verfügbarer Netzwerke enthalten,
zum Beispiel des am meisten geeigneten neuen Netzwerks.
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Ferner
kann der Entdeckungsschritt ein übertragen
einer Information über
das neue Netzwerk von dem aktuellen Netzwerk an die Mobilvorrichtung
enthalten, um die Mobilvorrichtung mit einer Information über das
neue Netzwerk, beispielsweise eine Identität, Netzwerkeigenschaften und
dergleichen, zu versehen.
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Wenn
die Mobilvorrichtung zwei oder mehr aktive HF-Verbindungen aufrechterhält, kann
der Entdeckungsschritt alternativ ein Entdecken des neuen Netzwerks
bei der Mobilvorrichtung enthalten.
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Vorteilhafterweise
werden existierende Vertrauensbeziehungen zwischen dem Dienstbereitsteller,
dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk bestimmt, um fehlende
Vertrauensbeziehungen zu identifizieren und um eine zügige Vertrauenserschaffung
zu ermöglichen.
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Wenn
der Bestimmungsschritt existierende Vertrauensbeziehungen nur zwischen
dem Dienstbereitsteller und dem aktuellen Netzwerk, und dem aktuellen
Netzwerk und dem neuen Netzwerk aufdeckt, kann das aktuelle Netzwerk
eine Vertrauensbeziehung zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller
erschaffen. Bei diesem Schritt kann das aktuelle Netzwerk vorteilhafterweise
eine existierende Vertrauensinformation hinsichtlich des neuen Netzwerks
und des Dienstbereitstellers verwenden, was zu einer Vertrauenserschaffung
zwischen dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller mit reduzierten
Kommunikations- und
Berechnungserfordernissen führt.
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Wenn
der Bestimmungsschritt existierende Vertrauensbeziehungen nur zwischen
dem Dienstbereitsteller und dem aktuellen Netzwerk, und dem Dienstbereitsteller
und dem neuen Netzwerk aufdeckt, kann der Dienstbereitsteller ferner
eine Vertrauensbeziehung zwischen dem neuen Netzwerk und dem aktuellen
Netzwerk erschaffen.
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Alternativ
oder zusätzlich
dazu kann das neue Netzwerk den Dienstbereitsteller über eine
vertrauensbezogene Information kontaktieren, um die Vertrauenserschaffung
weiter zu erleichtern.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform kann
der Dienstbereitsteller eine Kontextinformation von dem aktuellen
Netzwerk an das neue Netzwerk übertragen.
Dies befähigt
das neue Netzwerk, das Einrichten des Kommunikationspfades während des Handovers
zu verbessern.
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Ferner
kann das Verfahren noch ein Messen wenigstens eines von Kommunikationsparametern der
Mobilvorrichtung und/oder des neuen Netzwerks enthalten. Die Parameter
können
wenigstens einen Ort der Mobilvorrichtung, eine Geschwindigkeit,
eine Bewegungsrichtung oder eine Signalqualität oder Netzwerklatenz enthalten.
Ferner können
die Parameter wenigstens eine der Fähigkeiten der Mobilvorrichtung,
Ressourcen des neuen Netzwerks, ein durch den Dienstbereitsteller
bereitgestellten Diensttyp oder Fähigkeiten des neuen Netzwerks
enthalten. Vorteilhafterweise kann die Entscheidung, ob der Handover
durchzuführen
ist, auf den gemessenen Parametern basieren.
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Ferner
kann das aktuelle Netzwerk noch die Entscheidungsoperation durchführen, und
das aktuelle Netzwerk kann eine Information über die gemessenen Parameter
an die Mobilvorrichtung übertragen,
um die Mobilvorrichtung zum Durchführen der Entscheidungsoperationen
zu befähigen.
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Außerdem kann
die Mobilvorrichtung das aktuelle Netzwerk zum Durchführen der
Entscheidungsoperation auffordern, wenn die Mobilvorrichtung nicht
eine Information über
die gemessenen Parameter empfängt.
Wenn die Mobilvorrichtung zwei oder mehr aktive HF-Verbindungen
aufrechterhält, kann
sie ferner noch die Entscheidungsoperation durchführen. Gemäß einer
anderen Alternative kann die Mobilvorrichtung das aktuelle Netzwerk
zum Durchführen
der Entscheidungsoperation und zum Übertragen einer Information über die
gemessenen Parameter an das aktuelle Netzwerk auffordern.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform
können
die Kontextparameter vor einem Durchführen des Handovers transferiert
werden, um die für
den Handover erforderliche Zeit zu reduzieren, um beispielsweise
eine bemerkbare Dienstunterbrechung zu vermeiden.
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Das
aktuelle Netzwerk kann ferner das neue Netzwerk und den Dienstbereitsteller über den
Handover informieren.
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Ferner
kann noch eine gegenseitige Authentifizierung zwischen dem neuen
Netzwerk und der Mobilvorrichtung ausgeführt werden, mit einem Erschaffen
von Sicherheitsparametern für
einen Anfangszugriff von der Mobilvorrichtung auf das neue Netzwerk
während
des Handovers.
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Die
Sicherheitsparameter können
bei dem neuen Netzwerk erzeugt werden und können von dem neuen Netzwerk
an das aktuelle Netzwerk und von dem aktuellen Netzwerk an die Mobilvorrichtung übertragen
werden.
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Gemäß einer
anderen Alternative kann das aktuelle Netzwerk zusätzliche
Sicherheitsparameter für
eine Übertragung
an das neue Netzwerk und die Mobilvorrichtung erzeugen.
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Gemäß noch einer
anderen Alternative kann das aktuelle Netzwerk die Mobilvorrichtung
zum Durchführen
des Handovers anweisen.
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Ein
erster Beteiligter (Stakeholder) kann das aktuelle Netzwerk betreiben
und ein zweiter Beteiligter (Stakeholder) kann das neue Netzwerk
betreiben.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform kann
ein Programm Anweisungen haben, die ausgebildet sind zum Ausführen irgendeiner
der obigen Operationen. Ferner kann ein Computer-lesbares Medium
bereitgestellt sein, in welchem ein Programm aufgenommen ist, wobei
das Programm eine Datenverarbeitungsvorrichtung dazu bringen soll,
irgendeine der obigen Operationen auszuführen. Ein Computerprogrammprodukt
kann das Computer-lesbare Medium umfassen.
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Gemäß einem
Beispiel enthalten Steuereinrichtung für einen nahtlosen Handover
einer Kommunikationsverbindung zwischen einem aktuellen Netzwerk
und einer Mobilvorrichtung an ein neues Netzwerk: eine Einrichtung
zum Entdecken des neuen Netzwerks, eine Einrichtung zum Erschaffen
einer Vertrauensbeziehung bzw. Trust-Beziehung zwischen dem aktuellen Netzwerk,
dem neuen Netzwerk und einem Dienstbereitsteller, wobei der Dienstbereitsteller
der Mobilvorrichtung durch die Kommunikationsverbindung einen Dienst
bereitstellt, eine Einrichtung zum Transferieren von Kontextparametern von
dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk, wobei die Kontextparameter
die Kommunikationsumgebung kennzeichnen, und eine Einrichtung zum Durchführen eines
Handovers der Kommunikationsverbindung von dem aktuellen Netzwerk
an das neue Netzwerk.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 veranschaulicht
eine Kommunikationsumgebung, um einen nahtlosen Handover einer Kommunikationsverbindung
zwischen einer Mobilvorrichtung und einem aktuellen Netzwerk an
ein neues Netzwerk gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung zu befähigen.
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2 veranschaulicht
Operationen eines Verfahrens für
einen nahtlosen Handover gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
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3 veranschaulicht
Elemente einer Kommunikationsumgebung für einen nahtlosen Handover gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei im Besonderen die Vertrauensbestimmung und
-erschaffung vor einem Durchführen
des Handovers veranschaulicht ist.
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4 veranschaulicht
Operationen eines Verfahrens für
einen nahtlosen Handover einer Kommunikationsverbindung gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei im Besonderen Operationen zum Errichten von
Vertrauensbeziehungen veranschaulicht sind.
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5 veranschaulicht
eine Zeitsequenz von Operationen eines Verfahrens für einen
nahtlosen Handover einer Kommunikationsverbindung gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei im Besonderen Operationen zum Vertrauenserschaffen
bzw. Trust-Erschaffen
zwischen einem Dienstbereitsteller und einem neuen Netzwerk umrissen
sind.
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6 veranschaulicht
eine Zeitsequenz von Operationen für einen nahtlosen Handover
gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei im Besonderen das Vertrauenserschaffen bzw. Trust-Erschaffen
zwischen einem aktuellen Netzwerk und einem neuen Netzwerk umrissen
ist.
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7 veranschaulicht
Operationen für
einen nahtlosen Handover gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei im Besonderen Operationen zum Messen von Kommunikationsparametern
und zum Entscheiden eines Handovers umrissen sind.
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8 veranschaulicht
Operationen eines Verfahrens für
einen nahtlosen Handover gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei im Besonderen Operationen für einen Handover der Kommunikation
von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk umrissen sind.
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9 veranschaulicht
Operationen eines Verfahrens für
einen nahtlosen Handover gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei im Besonderen Operationen zum Transferieren
von Kontextparametern von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk
umrissen sind.
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10 veranschaulicht Operationen eines Verfahrens
für einen
nahtlosen Handover gemäß einer
anderen Ausführungsform,
wobei im Besonderen Operationen zum Transferieren von Kontextparametern
von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk umrissen sind.
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11 veranschaulicht Operationen eines Verfahrens
für einen
nahtlosen Handover gemäß einer
anderen Ausführungsform,
wobei im Besonderen Operationen zum Transferieren von Kontextparametern
vom dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk umrissen sind.
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12 veranschaulicht Operationen eines Verfahrens
für einen
nahtlosen Handover gemäß einer
anderen Ausführungsform,
wobei im Besonderen Operationen zum Transferieren von Kontextparametern
von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk umrissen sind.
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13 veranschaulicht Operationen eines Verfahrens
für einen
nahtlosen Handover gemäß einer
anderen Ausführungsform,
wobei im Besonderen Operationen zum Auswählen eines Zielnetzwerks für den Handover
umrissen sind.
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Detaillierte Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
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Im
Folgenden wird eine erste Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug zu 1 beschrieben werden.
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1 veranschaulicht
Elemente einer Kommunikationsumgebung für einen nahtlosen Handover eines
Kommunikationspfads, der zwischen einer Mobilvorrichtung und einem
aktuellen Netzwerk eingerichtet ist, an ein neues Netzwerk.
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Im
Allgemeinen kann ein Benutzer einer Mobilvorrichtung sich mit einer
Sprach- oder Datenkommunikation mit einer anderen Partei oder einem
Beteiligten beschäftigen,
während
seine Mobilvorrichtung mit einem aktuellen Netzwerk, d. h. einem
bedienenden Kommunikationsnetzwerk, verbunden sein kann. Ähnlich kann
ein Benutzer einer Mobilvorrichtung einen durch einen Dienstbereitsteller
bereitgestellten Dienst verwenden, wie beispielsweise einen durch
einen E-Mail-Dienstbereitsteller bereitgestellten E-Mail-Dienst
oder Ähnliches,
und zwischen dem Dienstbereitsteller und der Mobilvorrichtung ausgetauschte
Kommunikationsdaten werden durch das aktuelle Netzwerk geroutet
bzw. geleitet.
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Wenn
die Mobilvorrichtung sich innerhalb des Abdeckungsgebiets des aktuellen
Netzwerks bewegt, können
im Allgemeinen Kommunikationen durch das aktuelle Netzwerk aufrechterhalten
werden, zum Beispiel durch Weiterreichen der Kommunikation zwischen
unterschiedlichen Abdeckungsgebieten oder Zellen des aktuellen Netzwerks.
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Wenn
sich jedoch die Mobilvorrichtung außerhalb eines Abdeckungsgebiets
des aktuellen Netzwerks bewegt, können Kommunikationen nicht länger in
dem aktuellen Netzwerk gehandhabt werden, und es wird ein Handover
bzw. eine Weiterreichung an ein neues Netzwerk erforderlich. Das
aktuelle Netzwerk und das neue Netzwerk werden im Allgemeinen durch
unterschiedliche Besitzer oder Beteiligte betrieben werden und können dieselben
oder unterschiedliche Zugriffstechnologien verwenden. Nichtsdestotrotz
ist es auch möglich,
dass derselbe Beteiligte das aktuelle Netzwerk und das neue Netzwerk betreibt
oder sogar getrennte Teilstücke
einer größeren Netzwerkeinheit
bilden kann.
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Ein
sog. Inter-Netzwerk-Handover einer Mobilvorrichtung, die mit einer
Kommunikation mit einer anderen Partei beschäftigt ist, wie beispielsweise
einer anderen Mobilvorrichtung oder einem Dienstbereitsteller, kann
zwischen Netzwerken mit benachbarten geografischen Abdeckungsgebieten
auftreten. In diesem Fall werden Kommunikationen zwischen der Mobilvorrichtung
und dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk weitergereicht,
wenn die Mobilvorrichtung sich der Grenze des Abdeckungsgebiets
des aktuellen Netzwerks nähert.
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Darüber hinaus
kann ein Inter-Netzwerk-Handover zwischen Netzwerken stattfinden,
die überlappende
oder sogar dieselben geografischen Regionen abdecken, zum Beispiel,
wenn ein erstes Netzwerk eine Überlastbedingung
erfährt,
wenn eine Kommunikationsverbindung mit dem aktuellen Netzwerk schlecht
oder unterbrochen ist, wenn ein Diensterfordernis nicht erfüllt werden
kann usw. Außerdem kann
ein Handover von Kommunikationen in Fällen erforderlich sein, in
denen ein Mobilbenutzer Dienste von einem Dienstbereitsteller erhält und wenn
das die Kommunikation handhabende aktuelle Netzwerk nicht oder nicht
mehr länger
fähig ist,
die angeforderten Diensteigenschaften, wie beispielsweise Bandbreite,
Dienstmerkmale und dergleichen, bereitzustellen.
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Die
in 1 gezeigte Kommunikationsumgebung der Ausführungsform
der Erfindung ermöglicht
die oben beschriebenen Handover zwischen zwei Netzwerken. Genauer
genommen ermöglicht die
in 1 gezeigte Kommunikationsumgebung einen nahtlosen
Handover eines Kommunikationsdienstes von einem aktuellen Netzwerk
an ein neues Netzwerk durch Durchführen einer Vorbereitungsphase
des Handovers. Der nahtlose Handover steht für einen Handover, der nicht
eine signifikante Verschlechterung der Kommunikationsverbindung
und des bereitgestellten Kommunikationsdienstes involviert. Idealerweise
wird der Benutzer der Mobilvorrichtung nicht einmal den nahtlosen
Handover bemerken. Die Vorbereitungsphase des Handovers ermöglicht es
dem neuen Netzwerk, Kommunikationen während des tatsächlichen
Handovers schneller zu übernehmen,
und befähigt
ferner das neue Netzwerk, die stattfindenden bzw. fortlaufenden
Kommunikationen, zum Beispiel eine Kommunikation mit einer anderen
Mobilvorrichtung oder einen durch einen Dienstbereitsteller bereitgestellten
Dienst, leichtfertig fortzusetzen.
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Die
Vorbereitungsphase des Handovers enthält ein Erschaffen von Vertrauensbeziehungen
bzw. Trust-Beziehungen
zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller,
und indem eine Kontextinformation von dem aktuellen Netzwerk an
das neue Netzwerk vor einem Durchführen des tatsächlichen
Handovers transferiert wird. Da bei der Vorbereitung des Handovers eine
vertrauenswürdige
Umgebung zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk
und dem Dienstbereitsteller eingerichtet wird, können somit zeitverbrauchende
Vertrauensaushandlungen bzw. Trust-Aushandlungen während des Handovers vermieden
werden. Da das neue Netzwerk bereits eine Information hält, die
beispielsweise die Kommunikationsverbindung mit der Mobilvorrichtung,
die von dem aktuellen Netzwerk weiterzureichen ist, charakterisiert,
kann darüber
hinaus der Aufbau der Kommunikationsverbindung vorbereitet werden
und kann der tatsächliche
Handover mit einer reduzierten Zeitverzögerung durchgeführt werden.
Die Kommunikationsverbindung ist eine Verbindung zwischen der Mobilvorrichtung
und einem Netzwerk zum Austauschen von Informationen, wie beispielsweise
Daten oder Sprachinformationen. Da das neue Netzwerk eine Kontextinformation über den
weiterzureichenden Kommunikationsdienst erhalten kann, kann darüber hinaus
der Aufbau des Kommunikationsdienstes vorbereitet werden, und eine
Dienstunterbrechung kann vermieden werden.
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Mit
detailliertem Verweis auf 1 enthält die Kommunikationsumgebung
ein aktuelles Netzwerk 110, eine Mobilvorrichtung 120,
ein neues Netzwerk 130 und einen Dienstbereitsteller 140.
Ferner veranschaulicht 1 eine Steuereinrichtung 100 zum
Steuern der Operation, die für
den Handover der Kommunikation ausgeführt wird. Wie gezeigt, kann die
Steuereinrichtung 100 wenigstens teilweise in das aktuelle
Netzwerk 110, die Mobilvorrichtung 120, das neue
Netzwerk 130 und/oder den Dienstbereitsteller 140 integriert
sein oder eine separate Einheit bilden.
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Ferner
wird ins Auge gefasst, dass die Mobilvorrichtung 120 eine
aktive Kommunikationsverbindung 160 mit dem aktuellen Netzwerk 110 hat.
Die Kommunikationsverbindung 160 wird zum Bereitstellen
eines Kommunikationsdienstes von dem Dienstbereitsteller 140 an
die Mobilvorrichtung 120 verwendet. Der Dienst könnte beispielsweise
ein E-Mail-Dienst,
irgendeine Datendienstart, Sprachdienste und dergleichen sein. Alternativ
kann der Dienstbereitsteller eine andere Mobilvorrichtung sein,
die mit einer Sprach- oder Datenkommunikation mit der Mobilvorrichtung 120 beschäftigt ist.
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In 1 wird
angenommen, dass die Kommunikationsverbindung 160 zwischen
der Mobilvorrichtung 120 und dem aktuellen Netzwerk 110 an
das neue Netzwerk 130 weiterzureichen ist, zum Beispiel wegen
der oben umrissenen Gründe,
wie beispielsweise einer Bewegung der Mobilvorrichtung 120 in das
Abdeckungsgebiet des neuen Netzwerks 130. Nach dem Handover,
bei 154 veranschaulicht, der Kommunikationsverbindung an
das neue Netzwerk wird der Kommunikationsdienst von dem Dienstbereitsteller 140 durch
das neue Netzwerk 130 und die weitergereichte Kommunikationsverbindung
an die Mobilvorrichtung 120 bereitgestellt werden, wie
bei 161 veranschaulicht.
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Das
neue Netzwerk und das aktuelle Netzwerk können jedoch durch unterschiedliche
Besitzer oder Beteiligte (Stakeholder) betrieben werden, und das
neue Netzwerk kann der Eigenschaften der Mobilvorrichtung 120,
des Typs des Kommunikationsdienstes, der durch den Dienstbereitsteller 140 bereitgestellt
ist, und durch weitere Elemente oder Erfordernisse der zu errichtenden
Kommunikationsverbindung, nicht gewahr sein. Ferner können das
aktuelle Netzwerk und das neue Netzwerk und der Dienstbereitsteller
noch getrennte Umgebungen ohne gegenseitige Vertrauensbeziehungen
bereitstellen, d. h. getrennte Umgebungen ohne eine fundamentale
Vereinbarung zum Durchführen
gegenseitiger Inter-Netzwerk-Handover von Kommunikationsverbindungen
und/oder Diensten.
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Vor
dem tatsächlichen
Weiterreichen der Kommunikationsverbindung 160 an das neue
Netzwerk 130 muss demgemäß sichergestellt werden, dass
es eine Vertrauensbeziehung zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem
neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller gibt, wie bei 152 angegeben.
Um einen glatten Transfer des durch den Dienstbereitsteller bereitgestellten
Kommunikationsdienstes bereitzustellen, ist darüber hinaus eine Kontextinformation
von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk zu transferieren,
wie bei 153 angegeben.
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Deshalb
wird in einer ersten Sequenz von Operationen die Existenz gegenseitiger
Vertrauensbeziehungen bestimmt und/oder werden fehlende Vertrauensbeziehungen
zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller
erschaffen. Ferner wird eine Kontextinformation an das neue Netzwerk
transferiert, und somit wird der Handover geeignet vorbereitet und
kann in einer kurzen Zeit und ohne bemerkbare Unterbrechung des
bereitgestellten Kommunikationsdienstes ausgeführt werde.
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Vor
der Bestimmung und/oder Erschaffung gegenseitiger Vertrauensbeziehungen
zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller
und bevor der Kontext transferiert wird, muss eine Entdeckungsoperation
zum Auswählen
und/oder Bestimmen der Identität
des neuen Netzwerks durchgeführt
werden.
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Die
Entdeckungsoperation ist bei 151 in 1 angegeben
und kann Auswahloperationen zum Auswählen des neuen Netzwerks aus
einer Anzahl verfügbarer
Netzwerkkandidaten enthalten. 1 veranschaulicht
drei beispielhafte Netzwerkkandidaten, mit dem neuen Netzwerk 130 und
zwei weiteren Netzwerken 131 und 132. In der vorliegenden
Situation wird angenommen, dass das neue Netzwerk 130 als
ein passender Kandidat für
den Handover ausgewählt
wird, wie es weiter unten umrissen werden wird.
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Wie
oben erwähnt,
ist Steuereinrichtung 100 zum Steuern der Entdeckungsoperationen,
der Vertrauenserschaffungsoperation und der Kontexttransferoperationen
vor dem Handover bereitgestellt. Vorzugsweise enthält die Steuereinrichtung 100 eine Einrichtung
zum Entdecken des neuen Netzwerks 130, eine Einrichtung
zum Erschaffen einer Vertrauensbeziehung bzw. Trust-Beziehung zwischen
dem aktuellen Netzwerk, dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller,
eine Einrichtung zum Transferieren von Kontextparametern von dem
aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk und eine Einrichtung zum
Durchführen
des Handovers der Kommunikationsverbindung von dem aktuellen Netzwerk
an das neue Netzwerk.
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Gemäß einem
Beispiel ist die Steuereinrichtung wenigstens teilweise in das aktuelle
Netzwerk 110 integriert, wobei in diesem Fall das aktuelle
Netzwerk die Operationen zum Entdecken des neuen Netzwerks, zum
Erschaffen einer gegenseitigen Vertrauensbeziehung zwischen dem
aktuellen Netzwerk, dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller,
zum Transferieren von Kontextparametern von dem aktuellen Netzwerk
an das neue Netzwerk und zum Durchführen oder Anweisen des Handovers der
Kommunikationsverbindung an das neue Netzwerk durchführen kann.
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Gemäß einer
Alternative können
Elemente der Steuereinrichtung 100 in den Dienstbereitsteller 140 integriert
sein. Gemäß einem
Beispiel führt
der Dienstbereitsteller Operationen zum Erschaffen einer gegenseitigen
Vertrauensbeziehung zwischen dem Dienstbereitsteller, dem aktuellen
Netzwerk und dem neuen Netzwerk durch, und der Dienstbereitsteller 140 führt Operationen
zum Transferieren oder Weitergeben von Kontextparametern von dem
aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk durch.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform
können
ferner noch wenigstens Teilstücke
der Steuereinrichtung 100 in die Mobilvorrichtung 120 integriert sein.
Beispielsweise kann die Mobilvorrichtung 120 Operationen
zum Entdecken des neuen Netzwerks 130 durchführen, d.
h., dass die Mobilvorrichtung Operationen zum Auswählen eines
passenden neuen Netzwerks aus einer Anzahl verfügbarer Netzwerke, wie beispielsweise
den Netzwerken 130, 131 und 132, durchführen kann.
Darüber
hinaus kann die Mobilvorrichtung 120 den Handover initiieren
und das aktuelle Netzwerk und/oder den Dienstbereitsteller und das
neue Netzwerk zum Erschaffen einer gegenseitigen Vertrauensbeziehung
und zum Transferieren eines Kontexts von dem aktuellen Netzwerk
an das neue Netzwerk anweisen.
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Die
Ausführungsform
ermöglicht
einen schnellen Handover von Kommunikationen von dem aktuellen Netzwerk
an das neue Netzwerk, ohne dass eine signifikante Verschlechterung
von Diensten während
des Handovers auftritt. Ferner wird der Handover zwischen unterschiedlichen
Netzwerken möglich,
die beispielsweise durch unterschiedliche Beteiligte (Stakeholder)
betrieben sind, was die Wiederverwendung existierender Netzwerke
und ein Austauschen eines Kommunikationsverkehrs zwischen unterschiedlichen
Netzwerken ermöglicht. Durch
Bereitstellen einer standardisierten Lösung zum Durchführen des
Handovers kann ferner ein existierendes Kommunikationsprotokoll
zum Austauschen der erforderlichen Nachrichten zwischen dem aktuellen
Netzwerk, der Mobilvorrichtung, dem Dienstbereitsteller und dem
neuen Netzwerk verwendet werden. Da für den Handover eine gegenseitige Vertrauensbeziehung
eingerichtet ist, können
ferner Sicherheitsniveaus aufrechterhalten werden, d. h., dass Kommunikationen
nicht in eine nicht-vertrauenswürdige
Umgebung weitergereicht werden. Beispielsweise können zum Bestimmen und/oder
Erschaffen gegenseitiger Vertrauensbeziehungen erforderliche Nachrichten
und zum Transferieren einer Kontextinformation an das neue Netzwerk
erforderliche Nachrichten existierenden Nachrichten und/oder Datennachrichten
hinzugefügt
werden, was somit nur minimale Anpassungen an Drahtlossysteme erfordert,
die unter Kommunikationsstandards, wie beispielsweise GSM, UMTS,
D-AMPS, dem IEEE 802.11 Standard, dem 3G-(Third Generation) oder Beyond-3G-Netzwerk
und anderen betrieben sind.
-
Im
Folgenden wird die in 1 gezeigte Kommunikationsumgebung
in weiterem Detail umrissen werden. Es ist zu beachten, dass das
Folgende nur Beispiele bildet und nicht als die Erfindung beschränkend aufgefasst
werden sollte.
-
Die
in 1 gezeigte Mobilvorrichtung ist als ein Mobiltelefon
gezeigt, aber kann anstelle dessen irgendeine Art einer Mobilkommunikationsvorrichtung
sein. Beispielsweise kann die Mobilvorrichtung eine Mobilberechnungsvorrichtung
und dergleichen sein, einschließlich
von Laptop-Computern, PDAs (Personal Digital Assistance) usw. Die
Mobilvorrichtung 100 ist in einer ein- oder bidirektionalen
Kommunikation mit dem Dienstbereitsteller 140 oder irgendeinem
anderen Element eines Kommunikationssystems, einschließlich einer
anderen mobilen oder festen drahtgebundenen Kommunikationsvorrichtung,
involviert.
-
Die
Mobilvorrichtung kann gemäß einem Standard,
wie beispielsweise GSM, UMTS, D-AMPS arbeiten, und kann gemäß einem
Drahtlos-LAN-Standard oder einem Standard für Drahtloskommunikationsnetzwerke
mit einer verteilten Mediumszugriffssteuerung, einschließlich IEEE
802.11, „Wireless
LAN and medium access control (MAC) and physical layer (PHY) specification", 1999, arbeiten.
Ein heterogenes oder Ad-hoc-Netzwerk ist ein Drahtlosnetzwerk, das
ohne eine zentrale Administrierung oder ohne eine zentralisierte
Verwaltung von Kommunikationsressourcen, wie beispielsweise eine Zuweisung
von Kommunikationskanälen
an kommunizierende Parteien usw., gebildet ist.
-
Die
Mobilvorrichtung kann zum Implementieren einer Vielzahl von Standards
oder Zugriffstechnologien fähig
sein und kann somit zum Verbinden mit Drahtloskommunikationsnetzwerken
fähig sein,
die gemäß unterschiedlichen
Standards arbeiten.
-
Die
Mobilvorrichtung kann ferner fähig
sein, mehr als eine HF-Verbindung zum Unterstützen der unterschiedlichen
Standards zu betreiben. Ferner befähigt dieses die Mobileinheit
dazu, eine aktive Kommunikation mit dem aktuellen Netzwerk aufrecht zu
erhalten, während
sie zur selben Zeit Signale von anderen Kommunikationsnetzwerken überwacht. Hier
steht HF-Verbindung für
die Fähigkeit
der Mobilvorrichtung zum Empfangen und Analysieren einer Information,
die auf einer bestimmten Frequenz, Zeitschlitz, mit einem bestimmten
Code und dergleichen übertragen
ist, in Abhängigkeit
von der durch ein Netzwerk verwendeten Zugriffstechnologie. Beispielsweise
kann die Mobilvorrichtung auch zum Aufrechterhalten wenigstens einer
HF-Verbindung gemäß jeder
Zugriffstechnologie fähig
sein, die die Mobilvorrichtung unterstützt, wie beispielsweise GSM, UMTS,
D-AMPS, 3G-(Third Generation) oder Beyond-3G-Netzwerke, Drahtlos-LAN-Standards (WLAN-Standards) und dergleichen.
-
Durch
die Mobilvorrichtung 100 ausgeführte Kommunikationen oder mit
Verwendung der Mobilvorrichtung 100 ausgeführte Kommunikationen
können
Sprachkommunikationen und/oder Datenkommunikationen involvieren,
beispielsweise in einem regulären
Telefonanruf oder in einer Datenkommunikation zwischen dem Dienstbereitsteller
und der Mobilvorrichtung. Kombinierte Ansätze sind auch vorstellbar.
-
Die
Mobilvorrichtung kann irgendeine Art eines Kommunikationsdienstes
von dem Dienstbereitsteller 140 erhalten, wie beispielsweise
einen Datendienst, der sich auf eine Nachrichtenbereitstellung erstreckt,
E-Mail-Dienste,
Informationen über
lokale Ereignisse, Verkehrsinformationen, Buchungsdienste, Banktransaktionsdienste
und dergleichen. Außerdem
kann der Kommunikationsdienst einen Zugriff auf ein Kommunikationsnetzwerk
einer Firma enthalten, einschließlich von firmenweiten Kommunikationsdiensten,
die mit einer Firewall zum Beschränken eines Zugriffs von außen bereitgestellt
sind.
-
Die
Mobilvorrichtung 120 enthält vorzugsweise einen Prozessor
und einen Speicher zum Speichern codierter Anweisungen zum Implementieren der
Kommunikationsfunktionalitäten
der Mobilvorrichtung, einschließlich
einer Funktionalität
der Steuereinrichtung 100 zum Entdecken des neuen Netzwerks 130,
einem Anweisen des aktuellen Netzwerks zum Durchführen eines
Handovers, zum Bereitstellen über
das neue Netzwerk an die Mobilvorrichtung und dergleichen.
-
Die
Mobilvorrichtung kann außerdem
eine Einrichtung zum Bestimmen der Notwendigkeit eines Inter-Netzwerk-Handovers von dem
aktuellen Netzwerk an ein neues Netzwerk enthalten und kann die Handover-Entscheidung
auf einer von dem aktuellen Netzwerk und/oder dem neuen Netzwerk
empfangenen Information basieren. Beispielsweise kann das aktuelle
Netzwerk einen Handover vorschlagen, wenn eine Kommunikationslast
bei dem aktuellen Netzwerk im Überschuss
ist, oder wenn Ressourcenerfordernisse für den Kommunikationsdienst
sich geändert
haben und nicht länger
von dem aktuellen Netzwerk erfüllt
werden können.
Darüber
hinaus ist es vorstellbar, dass die Mobilvorrichtung entscheidet, den
Inter-Netzwerk-Handover durchzuführen,
wenn Kommunikationserfordernisse sich ändern, und/oder wenn das aktuelle
Netzwerk zum Zuteilen ausreichender oder passender Ressourcen für die Kommunikation
unfähig
ist. Beispielsweise kann sich ein Übertragungsbandbreitenerfordernis
während
einer Kommunikation ändern,
wenn größere Datenmengen
in der Dienstanwendung übertragen
werden müssen,
oder wenn Kommunikationserfordernisse gewisse Standards erfüllen müssen, wie
beispielsweise ein Echtzeiterfordernis.
-
Das
aktuelle Netzwerk 110 kann irgendeine Art eines Drahtloskommunikationsnetzwerks
ausmachen bzw. bilden, das gemäß einem
Kommunikationsstandard oder Kombinationen davon arbeitet, wie beispielsweise
GSM, UMTS, D-AMPS, Drahtlos-LAN-Standards (WLAN-Standards), 3G-(Third Generation)
oder Beyond-3G-Netzwerken usw. Ferner kann das aktuelle Netzwerk
wenigstens einen Teil eines heterogenen Kommunikationsnetzwerks
bilden, wie beispielsweise ein Ad-hoc-Kommunikationsnetzwerk. Es
ist möglich,
dass das aktuelle Netzwerk wenigstens Teile der Steuereinrichtung 100 integriert,
und es kann wenigstens eine Verarbeitungseinheit und wenigstens
einen Speicher zum Speichern codierter Anweisungen enthalten, die
den Prozessor dazu bringen, wenn geladen, die oben umrissene Funktionalität der Steuereinrichtung
und/oder eine andere Funktionalität des aktuellen Netzwerks auszuführen.
-
Das
neue Netzwerk 130 kann, ähnlich dem aktuellen Netzwerk,
durch eine Art eines Drahtloskommunikationsnetzwerks ausgemacht
sein. Das aktuelle Netzwerk und das neue Netzwerk können durch
unterschiedliche Beteiligte (Stakeholder) betrieben werden, das
sind unterschiedliche Betriebseinheiten, jedoch ist es auch möglich, dass
das aktuelle Netzwerk und das neue Netzwerk durch denselben Beteiligten
(Stakeholder) betriebene unterschiedliche Netzwerke ausmachen, oder
sie können sogar
unterschiedliche separate Teilstücke
eines einzelnen Kommunikationsnetzwerks ausmachen.
-
Während es
möglich
ist, dass das aktuelle Netzwerk und das neue Netzwerk gemäß demselben Kommunikationsstandard
arbeiten, ist es genauso gut möglich,
dass das aktuelle Netzwerk und das neue Netzwerk gemäß unterschiedlichen
Kommunikationsschemas arbeiten. Beispielsweise kann das aktuelle
Netzwerk gemäß dem GSM-Standard
arbeiten, während
das neue Netzwerk ein heterogenes Kommunikationsnetzwerk ausmacht,
das gemäß dem IEEE
802.11 Standard arbeitet.
-
Gleichermaßen können die
in 1 gezeigten weiteren Netzwerke 131 und 132 irgendeine
Art eines Kommunikationsnetzwerks ausmachen, das gemäß einem
Kommunikationsstandard arbeitet, der der gleiche oder unterschiedlich
von dem aktuellen Netzwerk und/oder dem neuen Netzwerk ist. Während in
dem vorliegenden Fall angenommen wird, dass das neue Netzwerk 130 für den Handover
ausgewählt
wird, ist es in anderen Beispielen genauso gut möglich, dass ein anderes der
Kommunikationsnetzwerke, d. h. Netzwerk 131 oder Netzwerk 132, für einen
Handover ausgewählt
wird.
-
Der
Dienstbereitsteller 140 kann durch irgendeine Art einer
Einheit ausgemacht bzw. gebildet sein, die eine Art eines Kommunikationsdienstes
für Teilnehmer,
zum Beispiel für
eine Mobilvorrichtung, durch ein Drahtlosnetzwerk, wie beispielsweise
das aktuelle Netzwerk 110 und das neue Netzwerk 130, bereitstellt.
Wie oben erwähnt,
kann der Kommunikationsdienst sich auf irgendeine Art eines Daten-
oder Sprachdienstes erstrecken, zum Beispiel einen Dienst, welchen
der Benutze der Mobilvorrichtung 120 subskribiert hat.
Der Dienstbereitsteller kann einen Teil eines der Netzwerke bilden,
zum Beispiel das aktuelle Netzwerk oder das neue Netzwerk, oder kann
eine separate Einheit bilden, die mit dem aktuellen Netzwerk und
dem neuen Netzwerk mit drahtgebundenen oder drahtlosen Kommunikationsverbindungen
kommuniziert. Während
der Dienstbereitsteller eine größere Organisation
sein kann, die eine große
Anzahl von Dienstteilnehmern bedient, ist es auch möglich, dass
eine Kommunikationsvorrichtung den Dienstbereitsteller ausmacht
bzw. bildet, mit Bereitstellung eines Dienstes für die Mobilvorrichtung 120.
Beispielsweise könnte
der Dienstbereitsteller ein Heimcomputer, ein PDA, ein Laptop-Computer oder
irgendeine andere Mobilvorrichtung sein, die Daten mit der Mobilvorrichtung 120 austauscht.
-
Vor
dem bei 154 angegebenen Handover werden Daten, die zu dem
durch den Dienstbereitsteller bereitgestellten Kommunikationsdienst
gehören,
von dem Dienstbereitsteller 140 an das aktuelle Netzwerk 100 und
durch die Kommunikationsverbindung 160 an die Mobilvorrichtung 120 und
umgekehrt weitergeleitet werden. Nach dem Handover werden die zu
dem Kommunikationsdienst gehörenden
Daten von dem Dienstbereitsteller 140 durch das neue Netzwerk 130 und
die Kommunikationsverbindung 161 an die Mobilvorrichtung 120 weitergeleitet
werden.
-
Nach
Erfassen der Notwendigkeit oder des Wunsches, einen Handover durchzuführen, wird,
wie oben bemerkt, in einer ersten Sequenz von Operationen, wie bei
Pfeil 151 angegeben, ein passendes neues Netzwerk aus einer
Anzahl von Kandidaten ausgewählt.
Die Entdeckung kann bei dem aktuellen Netzwerk und/oder der Mobilvorrichtung
ausgeführt werden.
Beispielsweise kann das aktuelle Netzwerk und/oder die Mobilvorrichtung
das neue Netzwerk auf der Grundlage eines durch jedes Netzwerk ausgestrahlten
Bakensignals entdecken. Mit Empfang des Bakensignals von den sich
in der Nähe
befindenden Kandidatennetzwerken kann das aktuelle Netzwerk und/oder
die Mobilvorrichtung das Bakensignal analysieren, um die Identitäten der
sich in der Nähe befindenden
Kandidatennetzwerke zu entdecken.
-
Nach
Entdecken einer Anzahl von Kandidatennetzwerken wird ein passendes
der Netzwerke als neues Netzwerk ausgewählt. Die Auswahl kann auf Fähigkeiten
der gefundenen Netzwerke basieren, beispielsweise der Fähigkeit
zum Handhaben der Kommunikationen nach dem Handover, einer Ressourcenverfügbarkeit
und dergleichen. Ferner kann die Auswahl auf gemessenen Parametern
basieren, wie beispielsweise einem Ort der Mobilvorrichtung, einer
Geschwindigkeit bzw. Fortbewegung der Mobilvorrichtung, einer Bewegungsrichtung,
einer Signalqualität
und der Netzwerklatenz. Ferner kann die Auswahl auch noch auf Fähigkeiten
der Mobilvorrichtung basieren, zum Beispiel Fähigkeiten zum Kommunizieren
mit einem Kandidatennetzwerk, Ressourcen des neuen Netzwerks, einem
durch den Dienstbereitsteller bereitgestellten Diensttyp und dergleichen.
-
Während das
aktuelle Netzwerk die Entscheidungsoperation auf der Grundlage der
gemessenen Parameter und Fähigkeiten
durchführen
kann, ist es außerdem
möglich,
dass das aktuelle Netzwerk eine Information über die gemessenen Parameter und
Fähigkeiten
an die Mobilvorrichtung überträgt, zum
Beispiel bei einer Aufforderung von der Mobilvorrichtung, um die
Mobilvorrichtung zum Durchführung
der Entscheidungsoperation zu befähigen. Im Besonderen in dem
Fall, dass die Mobilvorrichtung zwei oder mehr aktive HF-Verbindungen
aufrechterhält,
kann die Mobilvorrichtung die Entscheidungsoperation selbst durchführen.
-
Ferner
kann die Mobilvorrichtung noch das aktuelle Netzwerk zum Durchführen der
Entscheidungsoperation auffordern, wenn die Mobilvorrichtung nicht
eine Information über
die gemessenen Parameter empfängt,
oder, gemäß noch einer
anderen Alternative, kann die Mobilvorrichtung das aktuelle Netzwerk
zum Durchführen
der Entscheidungsoperation und zum Transferieren einer Information über die
gemessenen Parameter an das aktuelle Netzwerk auffordern.
-
Die
Ausführungsform
von 1 veranschaulicht Operationen, um geeignet einen
Handover von Kommunikationen von einem aktuellen Netzwerk an ein
neues Netzwerk vorzubereiten bzw. anzufertigen, um eine für den Handover
erforderliche Zeit zu reduzieren und um ferner Unterbrechungen oder
eine Terminierung eines Kommunikationsdienstes zu vermeiden.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug zu 2 beschrieben
werden.
-
2 veranschaulicht
Operationen eins Verfahrens zum Durchführen eines nahtlosen Handovers
einer Kommunikationsverbindung zwischen einer Mobilvorrichtung und
einem aktuellen Netzwerk an ein neues Netzwerk, wobei die Kommunikationsverbindung
einen Kommunikationsdienst von einem Dienstbereitsteller trägt. Die
Operationen von 2 können mit Verwendung der wie
in 1 gezeigten Kommunikationsumgebung ausgeführt werden,
jedoch ist 2 nicht darauf beschränkt.
-
In
einer ersten Operation 201 wird ein neues Netzwerk entdeckt.
Die Entdeckungsoperation enthält
ein Bestimmen der Identität
eines neuen Netzwerks, an welches die Kommunikationsverbindung weiterzureichen
ist, und wird vorzugsweise ein Bestimmen gewisser Eigenschaften
des neuen Netzwerks, wie beispielsweise eine Zugriffstechnologie, Fähigkeiten
usw., enthalten.
-
Der
Entdeckungsschritt kann, wie oben bemerkt, durch ein aktuelles Netzwerk,
wie beispielsweise das in 1 gezeigte
aktuelle Netzwerk 110, ausgeführt werden. Zum Beispiel kann
das aktuelle Netzwerk eine Anzahl benachbarter oder überlappender
Kommunikationsnetzwerke als mögliche Kandidaten
für das
neue Netzwerk bestimmen und kann eine Entscheidungsoperation auf
der Grundlage der oben beschriebenen bestimmten Parameter durchführen. Alternativ
kann eine Mobilvorrichtung, wie beispielsweise die Mobilvorrichtung 120,
die Entdeckungsoperation durchführen,
d. h., dass sie eine Information hinsichtlich potentieller neuer
Netzwerke sammeln kann und einen Auswahlschritt durchführen kann.
-
Das
aktuelle Netzwerk und/oder die Mobilvorrichtung kann die Information,
die zu den neuen Kandidatennetzwerken gehört, durch Überwachen von durch jedes Netzwerk übertragenen
Bakensignalen oder durch Analysieren weiterer Informationen oder
Nachrichten, die durch die neuen Kandidatennetzwerke übertragen
sind, sammeln. Wenn die Mobilvorrichtung fähig ist zum Aufrechterhalten
von zwei oder mehr HF-Verbindungen, kann die Mobilvorrichtung aktiv
bei dem durch den Dienstbereitsteller, wie beispielsweise dem in 1 gezeigten
Dienstbereitsteller 140, teilnehmen, und kann zur selben
Zeit eine Information überwachen,
die durch weitere Netzwerke übertragen
wird, beispielsweise Netzwerke, die dieselbe oder unterschiedliche
Zugriffstechnologien verwenden, wie oben bemerkt. Wenn das aktuelle Netzwerk
den Entdeckungsschritt durchführt,
erfasst das aktuelle Netzwerk ähnlich
neue Kandidatennetzwerke mit Verwendung unterschiedlicher Zugriffstechnologien.
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Informationen,
die das neue Netzwerk charakterisieren, zum Beispiel eine Identitätsinformation, die
verwendete Zugriffstechnologie usw., können zwischen dem aktuellen
Netzwerk und der Mobilvorrichtung ausgetauscht werden, um die Handoverprozedur
zu erleichtern.
-
In
einer Operation 202, die den tatsächlichen Handover weiter vorbereitet,
werden Vertrauensbeziehungen bzw. Trust-Beziehungen zwischen dem aktuellen
Netzwerk, dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller eingerichtet.
Eine Vertrauensbeziehung zwischen zwei Einheiten kann ein gegenseitiges
Verifizieren der Identitäten
für Authentifizierungszwecke,
ein Austauschen von Sicherheitsparametern für einen Sicherheitsdatentransfer
und ein Bestimmen der Autorisierung jeder Einheit für den Zugriff
auf die jeweilige andere Einheit enthalten.
-
Gemäß einem
Beispiel kann das Punkt-zu-Punkt (PTP, Point-to-Point) erweiterbare Authentifizierungsprotokoll
(EAP, Extensible Authentication Protocol) zum Authentifizieren zweier
Einheiten zur Vertrauenserschaffung bzw. Trust-Erschaffung verwendet
werden. EAP definiert ein Authentifizierungsprotokoll für eine Kommunikation
zwischen Peers über
Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.
Im Grunde genommen fordert eine der Einheiten einen Identitätsbeweis
von der anderen Einheit, wobei der Beweis beispielsweise ein einfaches
Einmal-Passwort oder eine gewisse Aufruf-Antwort-Typ-Authentifizierung
oder ein komplexes Protokoll, wie das EAP-TLS-(Transport Layer Security)Protokoll,
sein kann, das sowohl eine Aushandlung als auch eine Verteilung
von Sitzungsschlüsseln
durchführt.
Eine Aufforderung zur Authentifizierung wird von einer der zwei
Einheiten an die andere gesendet und sie empfängt als Gegenleistung eine
Antwort, die durch einen Authentifizierer validiert wird. Ferner
können
noch andere Authentifizierungsschemas zum Vertrauenserschaffen zwischen
zwei Entitäten
verwendet werden, wie beispielsweise das RADIUS-Protokoll, was ein
indirektes Authentifizierungsschema bildet, wobei eine Authentifizierung
gegenüber
einem Zentralserver läuft,
der jeweilige Identitätsdaten
für jede
bekannte kommunizierende Einheit speichert. Ferner kann eine Öffentlich/Schlüssel-Kryptographie
bzw. Public/Key-Kryptographie
verwendet werden, um Systeme mit gegenseitigem Vertrauen bzw. Trust
zu bilden, wie beispielsweise der RSA-Algorithmus, der zur Chiffrierung
und Dechiffrierung verwendet werden kann. Die Öffentlich/Schlüssel-Kryptographie verwendet
ein Paar von Schlüsseln,
den öffentlichen und
den privaten Schlüssel.
Jeder Schlüssel
kann zur Chiffrierung und jeweiligen Dechiffrierung verwendet werden.
Anfangs werden Schlüsselpaare
erzeugt, der private Schlüssel
wird bei der jeweiligen Einheit gespeichert, und der öffentliche
Schlüssel
wird dritten Parteien bzw. Fremdbeteiligten bekannt gemacht, einschließlich der
jeweiligen anderen Einheit. Mit Verwendung des privaten und des öffentlichen Schlüssels wird
eine sichere Kommunikation zwischen zwei Einheiten möglich.
-
Die
Vertrauensbeziehungen zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem neuen
Netzwerk und dem Dienstbereitsteller können fliegend bzw. rasch erschaffen
werden, d. h. während
der Vorbereitungsphase eines Handovers, oder können vorweg erschaffen werden,
zum Beispiel bei der Netzwerkaufstellung, nach dem Erreichen von
Rahmenvereinbarungen zwischen Beteiligten des aktuellen Netzwerks,
des neuen Netzwerks und/oder dem Dienstbereitsteller oder zu einem
beliebigen Zeitpunkt.
-
Es
ist deshalb möglich,
dass manche gegenseitigen Vertrauensbeziehungen bereits existieren werden,
wobei in diesem Fall Operation 202 ein Bestimmen des Vorliegens
von Vertrauensbeziehungen zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem neuen
Netzwerk und dem Dienstbereitsteller und die Erschaffung fehlender
Vertrauensbeziehungen enthält,
wie oben bemerkt.
-
In
einer Operation 203 werden dann Kontextparameter von dem
aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk übertragen, wobei die Kontextparameter die
Kommunikationsumgebung kennzeichnen. Im Allgemeinen kann die Kontextinformation
alles enthalten, was mit Computern in Verbindung mit der Kommunikationsverbindung
beobachtet werden, die an das neue Netzwerk weiterzureichen ist.
Die Kontextinformation unterstützt
die neuen Netzwerke in der Aufgabe des Einrichtens der Kommunikationsverbindung
mit der Mobilvorrichtung und kann das neue Netzwerk ferner beim
Aufrechterhalten eines Dienstes unterstützen, der durch den Dienstbereitsteller
einem Benutzer der Mobilvorrichtung bereitgestellt ist. Beispiele
der Kontextinformation enthalten eine Benutzer-bezogene Information,
wie beispielsweise Benutzerprofile, zum Beispiel mit einer Benutzer-ID,
Benutzerautorisierungen, Benutzerpräferenzen, Benutzerverhalten
usw. Weitere Beispiele enthalten eine Information, die zu der Kommunikationsverbindung
gehört,
die zwischen dem neuen Netzwerk und der Mobilvorrichtung einzurichten
ist, und enthalten eine für
die Mobilvorrichtung erforderliche Zugriffstechnologie, Fähigkeiten
der Mobilvorrichtung und dergleichen. Weitere Beispiele enthalten noch
eine Information, die zu dem Dienst gehört, die durch den Dienstbereitsteller
bereitgestellt ist, und enthalten einen Diensttyp, eine Dienstniveauvereinbarung,
Diensteigenschaften, wie beispielsweise Benutzereinstellungen und
Präferenzen
zum Erhalten des Dienstes, Benutzersubskriptionsinformationen und
dergleichen.
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Die
Kontextparameter können
bei dem aktuellen Netzwerk gesammelt und dann an das neue Netzwerk übertragen werden.
Alternativ oer zusätzlich
dazu kann die Mobilvorrichtung wenigstens manche Kontextparameter
sammeln und das aktuelle Netzwerk zum Transferieren der Kontextparameter an
das neue Netzwerk anweisen.
-
Der
Transfer des Kontexts von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk
kann direkt, beispielsweise über
eine Kommunikationsverbindung, die zwischen dem aktuellen Netzwerk
und dem neuen Netzwerk eingerichtet ist, durchgeführt werden, oder
kann über
den Dienstbereitsteller an das neue Netzwerk übertragen werden, beispielsweise über Kommunikationsverbindungen
zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller, und
zwischen dem Dienstbereitsteller und dem neuen Netzwerk. Es ist
darüber
hinaus möglich,
dass ein Teilstück
der Kontextparameter direkt von dem aktuellen Netzwerk an das neue
Netzwerk übertragen
wird, beispielsweise Kontextparameter, die zu der Kommunikationsverbindung
gehören,
die zwischen dem neuen Netzwerk und der Mobilvorrichtung zu errichten
ist, und dass ein anderes Teilstück
der Kontextparameter von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk über den
Dienstbereitsteller übertragen werden
kann, zum Beispiel Kontextparameter, die zu dem bereitgestellten
Dienst gehören.
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Auf
der Grundlage der Kontextparameter kann das neue Netzwerk die erforderlichen
Ressourcen bestimmen und zuteilen, den Dienstbereitsteller kontaktieren,
um den Aufbau des Kommunikationsdienstes vorzubereiten, das Einrichten
einer Kommunikationsverbindung mit der Mobilvorrichtung auf der Grundlage
einer spezifizierten Zugriffstechnologie und/oder Zugriffseigenschaften
vorzubereiten und dergleichen.
-
Die
Kontextparameter befähigen
somit das neue Netzwerk, sämtliche
vorbereitende Schritte vor dem Handover zu übernehmen, so dass der tatsächliche
Handover in einer kurzen Zeit und ohne eine Unterbrechung des dem
Benutzer der Mobilvorrichtung bereitgestellten Dienstes ausgeführt werden kann.
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Nach
der Vertrauenserschaffung und dem Kontexttransfer wird der tatsächliche
Handover in einer Operation 204 durchgeführt. Das
aktuelle Netzwerk und/oder die Mobilvorrichtung kann den Handover
initiieren. Beispielsweise ist es möglich, dass das aktuelle Netzwerk
die Mobilvorrichtung zum Durchführen
des Handovers anweist und relevante Daten an die Mobilvorrichtung überträgt, oder
es ist umgekehrt möglich,
dass die Mobilvorrichtung das aktuelle Netzwerk zum Durchführen des
Handovers anweist.
-
Der
Handover kann ein Erschaffen von Sicherheitsparametern bei dem neuen
Netzwerk und ein Austauschen der Sicherheitsparameter mit der Mobilvorrichtung
enthalten. In einem Beispiel werden die Sicherheitsparameter zwischen
dem neuen Netzwerk und der Mobilvorrichtung vor dem Handover durch
das aktuelle Netzwerk ausgetauscht. Mit einem Austausch von Sicherheitsparametern
vor dem tatsächlichen
Handover können
Authentifizierungsoperationen nach dem Handover von reduzierter
Komplexität
sein und somit die Handover-Prozedur
weiter beschleunigen.
-
Es
ist außerdem
möglich,
dass das aktuelle Netzwerk Sicherheitsparameter zur Übertragung
an das neue Netzwerk und die Mobilvorrichtung erzeugt, zum Beispiel
auf der Grundlage von Authentifizierungs- und Autorisierungsdaten,
die in Zugehörigkeit zu
der Kommunikationsverbindung zwischen dem aktuellen Netzwerk und
der Mobilvorrichtung vor dem Handover erzeugt und gespeichert sind.
-
Die
Operationen von 2 veranschaulichen den verbesserten
Prozess für
Inter-Netzwerk-Handover mit einer Vorbereitungsphase mit der Erschaffung
gegenseitiger Vertrauensbeziehungen zwischen dem aktuellen Netzwerk,
dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller, und dem Austausch
einer Kontextinformation zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem
neuen Netzwerk, um die für den
tatsächlichen
Handover erforderliche Zeit zu reduzieren, und um eine Unterbrechung
oder Terminierung des Dienstes zu vermeiden.
-
Die
oben beschriebenen Operationen können
durch die Steuereinrichtung 100 durchgeführt werden,
die wenigstens teilweise in das aktuelle Netzwerk 110,
die Mobilvorrichtung 120, das neue Netzwerk 130 und/oder
den Dienstbereitsteller 140 integriert sein kann oder eine
separate Einheit bilden kann.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
der Erfindung mit Verweis auf 3 beschrieben
werden.
-
3 veranschaulicht
Elemente einer Kommunikationsumgebung für einen nahtlosen Handover,
wobei im Besonderen weitere Details der Vorbereitungsphase des Handovers
umrissen sind, einschließlich
der Bestimmung und Erschaffung eines Vertrauens und des Kontexttransfers.
-
Ähnlich zu 1 veranschaulicht 3 ein aktuelles
Netzwerk 110, ein neues Netzwerk 130, eine Mobilvorrichtung 120,
eine Steuereinrichtung 100 und einen Dienstbereitsteller 140.
Auch ähnlich zu 1 wird
angenommen, dass ein Handover einer Kommunikationsverbindung 160 zwischen
dem aktuellen Netzwerk und der Mobilvorrichtung an das neue Netzwerk
stattfinden soll, was zu der Erschaffung einer Kommunikationsverbindung 161 zwischen der
Mobilvorrichtung und dem neuen Netzwerk führt, wie zuvor bemerkt. Eine
detaillierte Beschreibung der obigen Elemente hinsichtlich 3 wird
deshalb nicht wiederholt.
-
Ferner
wird in der Vorbereitungsphase des bei 154 angegebenen
Handovers das neue Netzwerk entdeckt, wie bei 151 angegeben,
und wie hinsichtlich 1 umrissen.
-
Ferner
wird in der Vorbereitungsphase die Existenz einer Vertrauensbeziehung
zwischen dem aktuellen Netzwerk 110 und dem neuen Netzwerk 130 bestimmt,
wie bei 301 veranschaulicht. Diese Bestimmungsoperation
kann durch das aktuelle Netzwerk durchgeführt werden, mit Rückblick
auf zum Beispiel eine Registrierungsinformation, um zu bestimmen,
ob zu einem vorherigen Zeitpunkt eine Vertrauensbeziehung zwischen
dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk errichtet worden ist. Beispielsweise
könnte
die Vertrauensbeziehung zu einem früheren Zeitpunkt eingerichtet
worden sein, zum Beispiel während
einer vorherigen Handover-Prozedur oder einer Netzwerkaufstellung.
Die Bestimmungsoperation zum Bestimmen, ob eine Vertrauensbeziehung
zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk existiert,
ist bei Bezugszeichen 301 angegeben.
-
Die
Bestimmungsoperation 301 kann den Austausch von Nachrichten
zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk enthalten,
um eine existierende Vertrauensbeziehung zu bestimmen und/oder um
eine existierende Vertrauensbeziehung zu verifizieren. Dieses kann
den Austausch von Sicherheitsparametern für Verifizierungszwecke involvieren.
-
Ähnlich wird
in einer Operation 302 bestimmt, ob eine Vertrauensbeziehung
zwischen dem aktuellen Netzwerk 110 und dem Dienstbereitsteller 140 existiert.
In diesem Fall kann das aktuelle Netzwerk und/oder der Dienstbereitsteller
die Existenz und/oder eine gegenseitige Vertrauensbeziehung verifizieren.
-
Ferner
werden in einer Operation 303 ähnliche Operationen durchgeführt, um
die Existenz zu bestimmen und/oder um eine Vertrauensbeziehung zwischen
dem Dienstbereitsteller 140 und dem neuen Netzwerk 130 zu
verifizieren.
-
Die
obigen Operationen zum Bestimmen der Existenz gegenseitiger Vertrauensbeziehungen
zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem Dienstbereitsteller und dem
neuen Netzwerk, und die Verifizierung der gegenseitigen Vertrauensbeziehungen
können
durch die Steuereinrichtung 100 gehandhabt werden, die,
wie in Verbindung mit 1 bemerkt, eine separate Einheit
bilden kann und/oder die wenigstens teilweise als ein Bestandteil
des aktuellen Netzwerks und/oder des neuen Netzwerks und/oder des
Dienstbereitstellers realisiert sein kann.
-
Wenn
die Bestimmungsoperation aufdeckt, dass nur manche der gegenseitigen
Vertrauensbeziehungen existieren, werden die fehlenden Vertrauensbeziehungen
in Operation 152 erschaffen.
-
In
einem ersten Beispiel existiert eine gegenseitige Vertrauensbeziehung
zwischen dem aktuellen Netzwerk 110 und dem Dienstbereitsteller 140,
und es existiert eine gegenseitige Vertrauensbeziehung zwischen
dem aktuellen Netzwerk 110 und dem neuen Netzwerk 130.
Jedoch konnte zwischen dem Dienstbereitsteller 140 und
dem neuen Netzwerk 130 eine gegenseitige Vertrauensbeziehung
nicht erfasst werden. In diesem Fall wird das aktuelle Netzwerk 110,
das gegenseitige Vertrauensbeziehungen mit dem Dienstbereitsteller
und dem neuen Netzwerk hat, zwischen dem Dienstbereitsteller und
dem neuen Netzwerk vermitteln bzw. ein Bindeglied zwischen diesen
bilden, um auch eine Vertrauensbeziehung zwischen dem Dienstbereitsteller
und dem neuen Netzwerk zu erschaffen. Die Vermittlung kann einen Austausch
einer vertrauensbezogenen Information und von Parametern mit dem
Dienstbereitsteller und dem neuen Netzwerk enthalten, einschließlich von Sicherheitsparametern.
Die Erschaffung der Vertrauensbeziehung zwischen dem Dienstbereitsteller
und dem neuen Netzwerk kann eine direkte Informationsübertragung
zwischen dem Dienstbereitsteller und dem neuen Netzwerk involvieren,
jedoch ist es in einer Alternative auch möglich, dass die Vertrauensbeziehung
zwischen dem Dienstbereitsteller und dem neuen Netzwerk einzig auf
Grundlage eines Austausches einer vertrauensbezogenen Information
zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller einerseits
und zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk andererseits
erzeugt wird.
-
In
einem anderen Beispiel existieren gegenseitige Vertrauensbeziehungen
zwischen dem aktuellen Netzwerk 110 und dem Dienstbereitsteller 140, und
zwischen dem Dienstbereitsteller 140 und dem neuen Netzwerk 130.
Jedoch existiert eine gegenseitige Vertrauensbeziehung zwischen
dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk noch nicht. Ähnlich dem
obigen Beispiel vermittelt in diesem Szenario der Dienstbereitsteller
zum Erzeugen einer Vertrauensbeziehung zwischen dem aktuellen Netzwerk und
dem neuen Netzwerk.
-
Wenn
mehr als eine gegenseitige Vertrauensbeziehung zwischen dem aktuellen
Netzwerk, dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller fehlt,
wird eine Bestimmungsoperation durchgeführt, um eine andere Einheit
der Netzwerkumgebung zu bestimmen, die gegenseitige Vertrauensbeziehungen
zum Vermitteln bei der Erschaffung der fehlenden Vertrauensbeziehungen
hat. Diese weitere Einheit könnte
zum Beispiel ein anderes Netzwerk oder ein anderer Dienstbereitsteller
sein.
-
Gemäß einem
anderen Beispiel kontaktiert das neue Netzwerk den Dienstbereitsteller über eine Vertrauensbeziehungsinformation,
um die Vertrauenserschaffung weiter zu erleichtern. Zum Beispiel kann
das neue Netzwerk den Dienstbereitsteller hinsichtlich einer Vertrauensinformation
einer Vertrauensbeziehung zwischen dem Dienstbereitsteller und dem
aktuellen Netzwerk kontaktieren.
-
Nach
den oben umrissenen Bestimmungsoperationen zum Bestimmen und/oder
Erschaffen gegenseitiger Vertrauensbeziehungen zwischen dem aktuellen
Netzwerk, dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller findet
der Kontexttransfer zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen
Netzwerk statt, wie beispielsweise oben umrissen.
-
Danach
ist die Vorbereitungsphase für
den Handover vollendet und das aktuelle Netzwerk und/oder die Mobilvorrichtung
können
zum Durchführen
des tatsächlichen
Handovers voranschreiten, wie bei Pfeil 154 angegeben.
Nach dem Handover und dem Errichten der Kommunikationsverbindung 161 zwischen
der Mobilvorrichtung 120 und dem neuen Netzwerk 130 kann
der Dienstbereitsteller 140 den Dienst durch das neue Netzwerk
bereitstellen.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
der Erfindung mit Verweis auf 4 beschrieben
werden.
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4 veranschaulicht
Operationen eines Verfahrens für
einen nahtlosen Handover, wobei im Besonderen Operationen zum Bestimmen
und Erschaffen gegenseitiger Vertrauensbeziehungen umrissen sind.
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Die
in 4 gezeigten Operationen können mit Verwendung der in 1 oder 3 gezeigten Kommunikationsumgebung
ausgeführt
werden, jedoch ist 4 nicht darauf beschränkt.
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In
einer ersten Operation 401 wird das neue Netzwerk entdeckt,
zum Beispiel aus einer Anzahl verfügbarer neuer Kandidatennetzwerke
in der Nähe des
aktuellen Netzwerks und/oder der Mobilvorrichtung. Die Entdeckungsoperationen
können
wie hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen
umrissen sein.
-
In
einer Operation 402 werden existierende Vertrauensbeziehungen
zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller
bestimmt. Die Bestimmungsoperation 402 kann wie hinsichtlich
vorheriger Ausführungsformen umrissen
ausgeführt
werden, d. h., dass Registrierungen erneut betrachtet werden können, um
existierende Vertrauensbeziehungen zu bestimmen, und Vertrauensbeziehungen
können
verifiziert werden.
-
In
einer Operation 403 wird dann entschieden, ob eine Vertrauensbeziehung
zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk existiert. Wenn
die Entscheidung in Operation 403 „JA" ist, d. h., dass ein Vertrauen zwischen
dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk existiert, wird in
einer Operation 404 entschieden, ob eine Vertrauensbeziehung
zwischen dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller existiert.
-
Wenn
in einer Operation 404 die Entscheidung „NEIN" ist, d. h., dass
eine Vertrauensbeziehung zwischen dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller
nicht existiert, erschafft in einer Operation 405 das aktuelle
Netzwerk eine Vertrauensbeziehung zwischen dem neuen Netzwerk und dem
Dienstbereitsteller oder erzeugt eine solche zwischen diesen. Wie
zuvor umrissen, kann dieses den Austausch von Sicherheitsparametern,
Identitäten von
Beteiligten, der Netzwerke und dergleichen zwischen dem aktuellen
Netzwerk und dem neuen Netzwerk, und zwischen dem aktuellen Netzwerk
und dem Dienstbereitsteller enthalten.
-
Danach
werden in einer Operation 406 Kontextparameter an das neue
Netzwerk transferiert. Zum Beispiel können die Kontextparameter durch das
aktuelle Netzwerk und/oder die Mobilvorrichtung gesammelt werden
und an das neue Netzwerk entweder direkt oder über den Dienstbereitsteller
transferiert werden, wie zuvor detailliert beschrieben.
-
Danach
kann in einer Operation 407, nachdem die Vorbereitungsphase
des Handovers vollendet ist, der tatsächliche Handover durchgeführt werden,
wie hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen detailliert
beschrieben.
-
Wenn
in einer Operation 404 eine Entscheidung „JA" ist, was angibt,
dass die Vertrauensbeziehung zwischen dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller
existiert, und deshalb gegenseitige Vertrauensbeziehungen zwischen
sämtlichen
Elementen existieren, d. h. dem neuen Netzwerk, dem aktuellen Netzwerk
und dem Dienstbereitsteller, schreitet der Fluss direkt zu Operation 406 für den Transfer
von Kontextparametern voran.
-
Wenn
in Operation 403 die Entscheidung „NEIN" ist, was angibt, dass eine Vertrauensbeziehung
zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk nicht existiert,
wird in einer Operation 408 entschieden, ob eine Vertrauensbeziehung zwischen
dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller existiert.
-
Wenn
in einer Operation 408 die Entscheidung „JA" ist, was angibt,
dass eine Vertrauensbeziehung zwischen dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller
existiert, vermittelt in einer Operation 409 der Dienstbereitsteller
ein Vertrauen zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk
oder erschafft eine solche zwischen diesen, ähnlich Operation 405,
wie hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen
detailliert beschrieben.
-
Wenn
in Operation 408 die Entscheidung „NEIN" ist, was angibt, dass eine Vertrauensbeziehung
zwischen dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller nicht existiert,
ist es in einer Operation 410 entweder möglich, dass
eine zugeordnete Vertrauensbeziehung zwischen dem neuen Netzwerk
und dem Dienstbereitsteller ausgehandelt wird, d. h. fliegend während der
Vorbereitungsphase des Handovers, oder, wenn dieses nicht möglich ist,
kann eine Handover-Unmöglich-Nachricht
erschaffen werden und der Benutzer der Mobilvorrichtung kann dementsprechend
informiert werden.
-
Wenn
in Operation 410 eine Vertrauensbeziehung nicht zwischen
dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller ausgehandelt werden
konnte und der Handover somit nicht möglich ist, kann der Operationsfluss
zu Operation 401 zurückkehren,
um ein alternatives neues Netzwerk für den Handover zu entdecken.
-
Anschließend an
Operation 410, wenn eine Vertrauensbeziehung zwischen dem
neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller erschaffen werden konnte,
und anschließend
an Operation 409, schreitet der Fluss zu Operation 406 zum
Transferieren der Kontextparameter voran.
-
Die
obigen Operationen können
mittels der sich bei dem aktuellen Netzwerk, dem Dienstbereitsteller
und dem neuen Netzwerk befindenden Steuereinrichtung 100 ausgeführt werden.
-
4 veranschaulicht
unterschiedliche Szenarien mit unterschiedlichen existierenden gegenseitigen
Vertrauensbeziehungen zwischen dem aktuellen Netzwerk, dem neuen
Netzwerk und dem Dienstbereitsteller und die anschließende Vermittlung
und Erschaffung weiterer Vertrauensbeziehungen, um den Handover
geeignet vorzubereiten. Nach der Erschaffung sämtlicher erforderlicher Vertrauensbeziehungen
und dem Transfer von Kontextparametern kann der tatsächliche
Handover mit einer reduzierten Zeithöhe stattfinden und eine Dienstunterbrechung kann
vermieden werden.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
der Erfindung mit Verweis auf 5 beschrieben
werden.
-
5 veranschaulicht
eine Sequenz eines Operationsdiagramms, das eine Sequenz von Operationen
für den
Handover einer Kommunikationsverbindung zwischen einer Mobilvorrichtung
und einem aktuellen Netzwerk an ein neues Netzwerk beschreibt, und
im Besonderen die Operationen, die beim Entdecken des neuen Netzwerks,
Erschaffen einer Vertrauensbeziehung, Entscheiden zum Durchführen eines
Handovers und Anfangen des Handovers für eine Vertrauensbeziehung
involvieren, wobei dabei das aktuelle Netzwerk und das neue Netzwerk als
auch das aktuelle Netzwerk und der Dienstbereitsteller bereits existierende
gegenseitige Vertrauensbeziehungen haben. Ferner ist es auch machbar, dass
Vertrauensbeziehungen zwischen den Netzwerken, dem Dienstbereitsteller
und der Mobilvorrichtung existieren.
-
Die
in 5 gezeigten Operationen können mit Verwendung der in 1 oder 3 gezeigten Kommunikationsumgebung
ausgeführt
werden, jedoch ist 5 nicht darauf beschränkt. Darüber hinaus
ist 5 nur ein Beispiel und andere mögliche Sequenzen,
die ähnliche
Operationen involvieren, sind auch möglich.
-
In
der Entdeckungsphase sendet in Operation 501 das aktuelle
Netzwerk 110 eine Information über das neue Netzwerk 130 mit
Parametern, wie beispielsweise einer Identität und Netzwerklatenz, an die
Mobilvorrichtung 120 oder sendet ein Bakensignal aus, das
die Mobilvorrichtung informiert, dass das neue Netzwerk in ihrer
Nähe ist.
Solch ein Bakensignal kann ein HF-Signal sein, das periodisch ausgesendet
wird oder nur, wenn es benötigt
wird, beispielsweise, wenn ein unterschiedliches Netzwerk in die
Nähe der
Mobilvorrichtung kommt oder die Signalqualität der aktuellen Kommunikationsverbindung sich
verschlimmert.
-
Wenn
andererseits die Mobilvorrichtung bereits über das neue Netzwerk in ihrer
Nähe Bescheid weiß, weil
sie fähig
ist, in Operation 502 das neue Netzwerk selbst mit einem
HF-Signal oder dergleichen zu erfassen, beispielsweise ist die Mobilvorrichtung
zum Aufrechterhalten von zwei oder mehr aktiven HF-Verbindungen fähig, kann
Operation 501 nicht erforderlich sein.
-
In
der Entscheidungsphase kann die Mobilvorrichtung eine Entscheidung über einen
Handover tätigen,
nachdem sie das neue Netzwerk in Operation 503 entdeckt
hat.
-
In
der folgenden Operation 504 sendet die Mobilvorrichtung
eine Handover-Aufforderung an das aktuelle Netzwerk zusammen mit
einer Entscheidungsinformation mit gemessenen Parametern, die im
Detail in vorherigen Ausführungsformen
beschrieben sind, und die nur gesendet wird, wenn die Mobilvorrichtung
zum Entscheiden oder Unterstützen
des Handovers autorisiert ist.
-
Wenn
jedoch das aktuelle Netzwerk über den
Handover entscheidet, bestimmt das aktuelle Netzwerk in Operation 505 seine
Vertrauensbeziehung mit dem neuen Netzwerk und tätigt die Entscheidung über den
Handover in Operation 506.
-
In
Operation 507 bestimmt das aktuelle Netzwerk die existierende
Vertrauensbeziehung zwischen dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller und
informiert den Dienstbereitsteller über eine Handover-Initiierung.
Diese Vertrauensbeziehungsabfrage wird nicht benötigt, wenn das aktuelle Netzwerk, das
neue Netzwerk und der Dienstbereitsteller bereits über die
jeweilige Vertrauensbeziehung der Anderen Bescheid wissen. Alternativ
kann auch eine Information über
den Handover bei einem späteren Stadium
in der Betriebssequenz gesendet werden, aber es ist erforderlich,
dass dieses geschieht.
-
Bei
dieser Vertrauensbeziehungskonfiguration bestätigt der Dienstbereitsteller
in Operation 508 negativ (NACK), dass er irgendeine Vertrauensbeziehung
mit einem neuen Netzwerk hat.
-
Deshalb
erschafft in Operation 509 das aktuelle Netzwerk ein Vertrauen
zwischen dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller, wobei die
Vertrauenserschaffung zwischen dem neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller
nur für
eine einmalige Verwendung oder für
mehrfache Verwendungen sein kann, in denen mehrfache Verwendungen
für zukünftige Handover
günstig
sind.
-
Für den Fall,
dass diese Vertrauenserschaffung nicht erfolgreich ist, wird eine
NACK-Nachricht mit Gründen
für das
Versagen an die Mobilvorrichtung in Operation 501 gesendet
und die Betriebssequenz wird von dem Beginn an wiederholt.
-
Anderenfalls
sendet das aktuelle Netzwerk eine Handover-Aufforderung an das neue Netzwerk in
Operation 511 und das neue Netzwerk bestimmt, ob es eine
Vertrauensbeziehung mit dem aktuellen Netzwerk in Operation 512 und
dem Dienstbereitsteller in Operation 513 hat und entscheidet
in Operation 514 über
ein Ermöglichen
des Handovers auf Grundlage einer verfügbaren Kapazität usw. Dann
erschafft das neue Netzwerk Sicherheitsparameter mit gegenseitigen
Authentifizierungsparametern, was eine von der Mobilvorrichtung
für einen
Anfangszugriff auf das neue Netzwerk erforderliche Information ist,
wobei Authentifizierungsparameter Parameter enthalten, um eine Einheit
in einem Netzwerk zu identifizieren, um ihre Präferenzen zu bestimmen oder
einen sicheren Inhaltsaustausch durch privat-öffentliche Schlüsselpfade
zu ermöglichen.
-
Folglich
bestätigt
in Operation 515 das neue Netzwerk den Handover an das
aktuelle Netzwerk und sendet die erschaffenen Sicherheitsparameter an
das aktuelle Netzwerk oder sendet in dem Fall, dass der Handover fehlgeschlagen
ist, eine NACK-Nachricht mit Gründen
für das
Versagen an das aktuelle Netzwerk, die anschließend an die Mobilvorrichtung
in Operation 516 weitergeleitet wird.
-
In
der Anfangsphase erschafft in der ersten Operation 517 das
aktuelle Netzwerk Sicherheitsparameter, wenn erforderlich, die an
die Mobilvorrichtung und das neue Netzwerk für eine gegenseitige Authentifizierung
und einen Anfangszugriff gesendet werden müssen. Diese mit Bezugszeichen 517 angegebene
Operation kann auch nach Operation 519 geschehen, jedoch
muss sie vor Operation 520 geschehen. Darüber hinaus
ist es auch möglich,
dass die von dem neuen Netzwerk in Operation 515 empfangene
Information ausreicht und Operation 517 nicht erforderlich
ist.
-
In
Operation 518 werden Kontextparameter an das neue Netzwerk
durch das aktuelle Netzwerk zusammen mit Sicherheitsparametern gesendet, wenn
das aktuelle Netzwerk die Sicherheitsparameter erschafft, wobei
die Kontextparameter in einer anderen Ausführungsform oben beschrieben
sind.
-
In
Operation 519 bestätigt
das neue Netzwerk ein Empfangen der Kontextparameter, und in Operation 520 bestätigt das
aktuelle Netzwerk den Handover und sendet irgendeine erforderliche
Information über
das neue Netzwerk zusammen mit den Sicherheitsparametern an die
Mobilvorrichtung.
-
Wenn
die Mobilvorrichtung zuvor nicht einen Handover anforderte, dann
fordert das aktuelle Netzwerk, anstelle einer Bestätigung,
die Mobilvorrichtung zu einem Handover auf und sendet die erforderlichen
Informationen und Sicherheitsparameter.
-
Nach
den Bestätigungsoperationen 519 und 520 findet
eine gegenseitige Authentifizierung in Operation 521 zwischen
der Mobilvorrichtung und dem neuen Netzwerk statt.
-
Schließlich informiert
das neue Netzwerk den Dienstbereitsteller über den Handover in Operation 522,
und der Dienstbereitsteller bestätigt
den Handover in Operation 523.
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Nach
diesen Operationen ist der Handover durchgeführt, und eine normale Kommunikation
wird zwischen der Mobilvorrichtung und dem neuen Netzwerk fortgesetzt.
-
5 veranschaulicht
die Zeitsequenz der bei der Vorbereitung des Handovers und dem anschließenden Handover
selbst involvierten Operationen. Es ist ersichtlich, dass der tatsächliche
Handover nur wenige Operationen erfordert, da die meisten der erforderlichen
Operationen im Voraus in der Vorbereitungsphase durchgeführt werden,
was einen schnellen und effizienten nahtlosen Handover ermöglicht.
-
Darüber hinaus
ist eine andere Ausführungsform
vorstellbar, in der eine Vertrauensbeziehung zwischen dem Dienstbereitsteller
und dem neuen Netzwerk, wie oben beschrieben, nicht vor dem Handover
erschaffen werden muss, wenn das aktuelle Netzwerk als eine Zwischeneinheit
agiert und Sicherheitsparameter, Kontextparameter und eine andere Information
an den Dienstbereitsteller von dem neuen Netzwerk oder umgekehrt
weiterleitet. Zu einem späteren
Zeitpunkt könnte
eine direkte Vertrauensbeziehung zwischen dem Dienstbereitsteller
und dem neuen Netzwerk eingerichtet werden, um eine Kommunikationsüberlast
durch die Verwendung des aktuellen Netzwerks als Vermittler zu vermeiden.
-
Die
oben in 5 beschriebenen Operationen
können
durch die Steuereinrichtung 100 durchgeführt werden,
die wenigstens teilweise in das aktuelle Netzwerk 110,
die Mobilvorrichtung 120, das neue Netzwerk 130 und
den Dienstbereitsteller 140 integriert sein kann oder eine
separate Einheit bilden kann.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
der Erfindung mit Verweis auf 6 beschrieben
werden.
-
6 veranschaulicht
die Sequenz einer Operation für
den Handover einer Kommunikationsverbindung zwischen einer Mobilvorrichtung
und einem aktuellen Netzwerk an ein neues Netzwerk gemäß einer
anderen Ausführungsform,
in der das aktuelle Netzwerk und der Dienstbereitsteller als auch das
neue Netzwerk und der Dienstbereitsteller bereits existierende gegenseitige
Vertrauensbeziehungen haben. Darüber
hinaus ist es machbar, dass die Mobilvorrichtung Vertrauensbeziehungen
mit den Netzwerken und dem Dienstbereitsteller hat.
-
Die
in 6 gezeigten Operationen können mit Verwendung der in 1 oder 3 gezeigten Kommunikationsumgebung
ausgeführt
werden, jedoch ist 6 nicht darauf beschränkt.
-
Die
Sequenz von Operationen beim Einrichten von Vertrauensbeziehungen
zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk und beim Durchführen eines
Handovers der Kommunikationsverbindung zwischen der Mobilvorrichtung
und dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk ist der in 5 veranschaulichten
Sequenz ähnlich
und wird deshalb nicht im Detail wiederholt werden. Im Grunde genommen
sind dieselben Operationen 501–507 für diese
Vertrauensbeziehungskonfiguration erforderlich.
-
Jedoch
sind nun Operation 508 und Operation 509 durch
Operation 601 ersetzt, in der der Dienstbereitsteller eine
Vertrauensbeziehung zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen
Netzwerk erschafft. Dieses kann wiederum für eine einmalige Verwendung
oder mehrfache Verwendungen getan werden.
-
Im
Anschluss an diese Operation kann die Vertrauenserschaffung negativ
durch eine NACK-Nachricht bestätigt
werden, die an die Mobilvorrichtung gesendet wird, wenn die Vertrauenserschaffung
nicht erfolgreich war, was bereits oben in Operation 510 von 5 diskutiert
wurde.
-
Darüber hinaus
sind die zum Fortsetzen einer normalen Kommunikation benötigten Operationen
in 6 dieselben Operationen 511–523,
wie die zuvor in 5 diskutierten. Da jedoch das
neue Netzwerk eine existierende Vertrauensbeziehung mit dem Dienstbereitsteller
hat, kann es auch einfach den Dienstbereitsteller kontaktieren,
um die in Operationen 512, 513 und 514 beschriebene
Vertrauensbeziehungsinformation zu erhalten.
-
Aufgrund
der Ähnlichkeiten
mit 5 treffen dieselben Vorteile, wie sie in 5 diskutiert
wurden, auch auf die Sequenz in 6 zu,
was einen schnellen und effizienten nahtlosen Handover ermöglicht.
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Darüber hinaus
ist eine alternative Ausführungsform
zu der vorherigen Sequenz von Operationen machbar, in der ein Vertrauen
nicht zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk erschaffen
werden muss, um in einem effizienten Handover zu resultieren. Dieses
kann durchgeführt werden,
wenn nach Operation 507 in 6 der Dienstbereitsteller
die Rolle der Zwischeneinheit zwischen dem neuen Netzwerk und dem
aktuellen Netzwerk spielt, d. h., dass ACK- und NACK-Nachrichten als
auch Sicherheits- und Kontextparameter durch den Dienstbereitsteller
von dem neuen Netzwerk an das aktuelle Netzwerk oder umgekehrt weitergeleitet werden.
Diese Ausführungsform
ist möglich,
da das neue Netzwerk und das aktuelle Netzwerk beide eine existierende
gegenseitige Vertrauensbeziehung mit dem Dienstbereitsteller haben.
-
Die
oben beschriebenen Operationen in 6 können durch
die Steuereinrichtung 100 durchgeführt werden, die wenigstens
teilweise in das aktuelle Netzwerk 110, die Mobilvorrichtung 120,
das neue Netzwerk 130 und den Dienstbereitsteller 140 integriert
sein kann oder eine separate Einheit bilden kann.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
der Erfindung mit Verweis auf 7 beschrieben
werden.
-
7 veranschaulicht
Operationen für
einen nahtlosen Handover einer Kommunikationsverbindung zum Bereitstellen
eines Dienstes für
einen Benutzer der Mobilvorrichtung zwischen einem aktuellen Netzwerk
und einer Mobilvorrichtung an ein neues Netzwerk, wobei im Besonderen
Operationen zum Messen von Kommunikationsparametern und zum Entscheiden
bzw. Bestimmen eines Handovers umrissen sind. Die in 7 gezeigten
Operationen können
mit Verwendung der in 1 und 3 gezeigten
Kommunikationsumgebung ausgeführt
werden, jedoch ist 7 nicht darauf beschränkt.
-
In
einer ersten Operation 701 wird bestimmt, dass ein Handover
erforderlich ist. Diese Bestimmung kann beispielsweise mittels der
Mobilvorrichtung ausgeführt
werden, mit einem Erfassen einer reduzierten Qualität des von
dem aktuellen Netzwerk empfangenen Kommunikationssignals, oder kann auf
einem modifizierten Kommunikationserfordernis basieren, zum Beispiel,
wenn Dienstparameter des durch den Dienstbereitsteller bereitgestellten
Kommunikationsdienstes geändert
werden. Diese Parameter können
erforderliche Eigenschaften, wie beispielsweise eine Datenrate,
Qualität
der Diensterfordernisse, Echtzeiterfordernisse und dergleichen,
enthalten. Ferner können
Kostenbetrachtungen eine Entscheidung zum Durchführen eines Handovers auslösen.
-
Nach
dem Entscheiden hinsichtlich der Notwendigkeit zum Durchführen eines
Handovers werden in einer Operation 702 verfügbare Kandidaten
für die
neuen Netzwerke bestimmt. Die Bestimmungsoperation kann dann durch
die Mobilvorrichtung ausgeführt
werden, oder kann mittels des aktuellen Netzwerks ausgeführt werden.
Die Netzwerke, wie zuvor umrissen, können mittels Überwachen
eines Bakensignals bestimmt werden, das jedes Netzwerk charakterisiert,
oder können
mittels Analysieren von in der Kommunikationsumgebung übertragenen
Nachrichten bestimmt werden. Die Auswahl von Kandidaten für das neue
Netzwerk kann auf den Fähigkeiten der
neuen Netzwerke, von Zugriffstechnologien und dergleichen basieren.
-
Danach
werden in einer Operation 703 Kommunikationsparameter der
Mobilvorrichtung und/oder der Kandidaten für das neue Netzwerk gemessen.
In diesem Schritt können
die Kommunikationsparameter bezüglich
jedes der neuen Kandidatennetzwerke bestimmt werden, einschließlich einer
Signalqualität von
Kommunikationssignalen, die zwischen der Mobilvorrichtung und jedem
neuen Kandidatennetzwerk ausgetauscht werden, einer Netzwerklatenz,
einer Datenmenge, die vor dem geplanten Handover übertragbar
ist, und dergleichen.
-
Ferner
können
die Geschwindigkeit der Mobilvorrichtung, die Bewegungsrichtung
und der Ort der Mobilvorrichtung bestimmt werden, was eine Vorhersage
eines zukünftigen
Ortes und/oder einer Bewegung der Mobilvorrichtung ermöglicht.
-
Ferner
können
noch die Fähigkeiten
der Mobilvorrichtung, die Ressourcen der neuen Kandidatennetzwerke
zum Übernehmen
von Kommunikationen, ein durch den Dienstbereitsteller bereitgestellter Diensttyp
und die Fähigkeiten
der neuen Kandidatennetzwerke bestimmt werden.
-
Die
Kommunikationsparameter können
mittels der Elemente der Kommunikationsumgebung, beispielsweise
dem aktuellen Netzwerk, der Mobilvorrichtung, dem Dienstbereitsteller,
dem neuen Netzwerk und/oder Kombinationen davon, bestimmt werden.
-
Auf
Grundlage der bestimmten Kommunikationsparameter kann in Operation 704 eine
Entscheidung erreicht werden, welches der neuen Kandidatennetzwerke
als bei dem Handover involviertes neues Zielnetzwerk auszuwählen ist.
Diese Entscheidung kann irgendeinen der oben umrissenen Parameter
berücksichtigen,
einschließlich
eines Ortes der Mobilvorrichtung, einer Geschwindigkeit der Mobilvorrichtung,
einer Bewegungsrichtung der Mobilvorrichtung, einer Signalqualität und Netzwerklatenz
der jeweiligen Kandidaten, Fähigkeiten
von Ressourcen der jeweiligen Kandidaten, Fähigkeiten der Mobilvorrichtung
und eines durch den Dienstbereitsteller bereitgestellten Diensttyps.
-
Das
aktuelle Netzwerk kann die Entscheidungsoperation durchführen, oder
das aktuelle Netzwerk kann eine Information über die gemessenen Parameter
an die Mobilvorrichtung übertragen,
was die Mobilvorrichtung zum Durchführung der Entscheidungsoperation
befähigt.
-
Ferner
kann die Mobilvorrichtung noch das aktuelle Netzwerk zum Durchführen der
Entscheidungsoperation auffordern, wenn die Mobilvorrichtung nicht
eine Information über
die gemessenen Parameter empfängt
oder nicht zum Sammeln einer ausreichenden Information fähig ist.
-
Ferner
kann die Mobilvorrichtung die Entscheidungsoperation durchführen, besonders
in dem Fall, dass die Mobilvorrichtung zum Aufrechterhalten von
zwei oder mehr aktiven HF-Verbindungen fähig ist.
-
Schließlich kann
die Mobilvorrichtung oder das aktuelle Netzwerk die Entscheidungsoperation durchführen, und
die Mobilvorrichtung kann eine Information über die gemessenen Parameter
an das aktuelle Netzwerk übertragen.
-
Danach
werden in Operation 705 gegenseitige Vertrauensbeziehungen
bestimmt und/oder fehlende gegenseitige Vertrauensbeziehungen werden erschaffen.
Wenn Operation 705 aufdeckt, dass eine gegenseitige Vertrauensbeziehung
zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk und/oder
dem Dienstbereitsteller und dem neuen Netzwerk nicht erschaffen
werden konnte, kann der Fluss zu Operation 704 zurückkehren,
und ein anderer der Kandidaten kann als neues Netzwerk ausgewählt werden.
-
Nach
Auswählen
eines passenden neuen Netzwerks und Erschaffen gegenseitiger Vertrauensbeziehungen,
wie zuvor detailliert beschrieben, werden in einer Operation 706 Kontextparameter
an das neue Netzwerk transferiert, wie zuvor umrissen.
-
Danach
ist die Vorbereitungsphase des Handovers vollendet und in einer
Operation 707 wird der Handover der Kommunikationsverbindung
an das neue Netzwerk durchgeführt.
-
7 veranschaulicht
Operationen zum passenden Auswählen
eines neuen Netzwerks und für
eine Erschaffung eines Vertrauens und einen Transfer von Kontextparametern,
um den Handover an das neue Netzwerk geeignet vorzubereiten. Demgemäß kann der
tatsächliche
Handover rascher ausgeführt
werden, und eine Dienstunterbrechung kann vermieden werden.
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Die
oben beschriebenen Operationen in 7 können mittels
der Steuereinrichtung 100 durchgeführt werden, die wenigstens
teilweise in das aktuelle Netzwerk 110, die Mobilvorrichtung 120,
das neue Netzwerk 130 und den Dienstbereitsteller 140 integriert
sein kann oder eine separate Einheit bilden kann.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
der Erfindung mit Verweis auf 8 beschrieben
werden.
-
8 veranschaulicht
Operationen eines Verfahrens für
einen nahtlosen Handover einer Kommunikationsverbindung zwischen
einem aktuellen Netzwerk und einer Mobilvorrichtung an ein neues Netzwerk. 8 veranschaulicht
im Besonderen Operationen zum Durchführen des Handovers nach der
Vorbereitungsphase, wie hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen
detailliert beschrieben. Die in 8 gezeigten
Operationen können
mit Verwendung der in 1 oder 3 gezeigten
Kommunikationsumgebung ausgeführt
werden, jedoch ist 8 nicht darauf beschränkt.
-
In
einer ersten Operation 801 wird das neue Netzwerk entdeckt,
wie hinsichtlich der vorherigen Ausführungsformen, im Besonderen 7,
beschrieben.
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Danach
werden in einer Operation 802 gegenseitige Vertrauensbeziehungen
bestimmt und/oder fehlende Vertrauensbeziehungen werden erschaffen.
-
Danach
werden in Operation 803 Kontextparameter an das neue Netzwerk übertragen,
wie hinsichtlich der vorherigen Ausführungsformen umrissen.
-
Nach
Vollendung dieser Vorbereitungsphase des Handovers wird in einer
Operation 804 eine gegenseitige Authentifizierung zwischen
dem neuen Netzwerk und der Mobilvorrichtung ausgeführt. Die gegenseitige
Authentifizierung kann ein Erschaffen von Sicherheitsparametern
zum Erhalten eines Anfangszugriffs von der Mobilvorrichtung auf
das aktuelle Netzwerk während
des tatsächlichen
Handovers enthalten. Die Sicherheitsparameter können bei dem neuen Netzwerk
erzeugt werden und können
von dem neuen Netzwerk an das aktuelle Netzwerk, und von dem aktuellen
Netzwerk an die Mobilvorrichtung übertragen werden, da zu diesem
Zeitpunkt eine direkte Verbindung zwischen der Mobilvorrichtung
und dem neuen Netzwerk nicht voll betriebsfähig sein kann.
-
In
diesem Prozess kann das aktuelle Netzwerk Sicherheitsparameter zur Übertragung
an die Mobilvorrichtung und/oder das neue Netzwerk erzeugen, beispielsweise
Sicherheitsparameter, die auf Grundlage einer vorherigen Authentifizierung
der Mobilvorrichtung bei dem aktuellen Netzwerk basieren, und auf
Grundlage der Vertrauensbeziehung zwischen dem aktuellen Netzwerk
und dem neuen Netzwerk. Dieses ermöglicht es, Verarbeitungsschritte
für eine
gegenseitige Authentifizierung der Mobilvorrichtung und des neuen
Netzwerks weiter zu reduzieren, da vorweg erschaffene Authentifizierungsparameter
wiederverwendet werden können.
-
Nach
den vorbereitenden Authentifizierungsoperationen wird der Handover
in einer Operation 805 initiiert, beispielsweise wird er
durch das aktuelle Netzwerk und/oder die Mobilvorrichtung initiiert.
Das neue Netzwerk und der Dienstbereitsteller werden zu diesem Zeitpunkt über den
bevorstehenden Handover informiert, vorzugsweise durch das aktuelle
Netzwerk.
-
Danach
wird der Handover ausgeführt,
und es wird eine neue Kommunikationsverbindung zwischen der Mobilvorrichtung
und dem neuen Netzwerk eingerichtet.
-
Im
Folgenden wird in einer Operation 806 eine Zusatzauthentifizierung
zwischen dem neuen Netzwerk und der Mobilvorrichtung ausgeführt, beispielsweise
direkt über
die zwischen dem neuen Netzwerk und die Mobilvorrichtung eingerichtete Kommunikationsverbindung.
Die Zusatzauthentifizierung kann in einer kurzen Zeithöhe erzielt
werden, da in Operation 804 die Mobilvorrichtung bereits
authentifiziert worden ist.
-
Danach
wird in Operation 807 der Kommunikationsdienst beibehalten
oder zwischen dem Dienstbereitsteller und der Mobilvorrichtung durch das
neue Netzwerk fortgesetzt.
-
8 veranschaulicht
Operationen für
eine weitere Reduzierung der für
einen Handover von Kommunikationsoperationen an das neue Netzwerk erforderlichen
Zeit, mittels Durchführen
einer gegenseitigen Authentifizierung zwischen dem neuen Netzwerk
und der Mobilvorrichtung über
das aktuelle Netzwerk vor dem tatsächlichen Handover. Eine für eine Zusatzauthentifizierung
direkt zwischen der Mobilvorrichtung und dem neuen Netzwerk erforderliche Zeit
kann deshalb reduziert werden.
-
Die
oben beschriebenen Operationen in 8 können mittels
der Steuereinrichtung 100 durchgeführt werden, die wenigstens
teilweise in das aktuelle Netzwerk 110, die Mobilvorrichtung 120,
das neue Netzwerk 130 und den Dienstbereitsteller 140 integriert
sein kann oder eine separate Einheit bilden kann.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
mit Verweis auf 9 beschrieben werden.
-
9 veranschaulicht
Operationen, um eine Kommunikationsverbindung zwischen einer Mobilvorrichtung
und dem aktuellen Netzwerk an ein neues Netzwerk weiterzureichen.
Genauer genommen veranschaulicht 9 Operationen
zum geeigneten Vorbereiten des Handovers in einer Vor-Handover-Phase
mittels Sammeln von Kontextparametern und Übertragen wenigstens eines
Teilstücks
der Kontextparameter an das neue Netzwerk, was das neue Netzwerk
befähigt,
den Aufbau der Kommunikationsverbindung während oder nach dem Handover
vorzubereiten. Die in 9 gezeigte Operation kann mit Verwendung
der in 1 oder 3 gezeigten
Kommunikationsumgebung ausgeführt
werden, jedoch ist 9 nicht darauf beschränkt.
-
In
einer ersten Operation 901 sammelt das aktuelle Netzwerk
Kontextparameter, die die Kommunikationsverbindung und den Kommunikationsdienst
charakterisieren. Ein Kontextbehandler der Steuereinrichtung 100 in 1 kann
die Sammlung der Kontextparameter ausführen, jedoch ist es auch möglich, dass
Kontextparameter bei irgendeinem anderen Ort oder einer Einheit
der Kommunikationsumgebung gesammelt werden und dann an das aktuelle Netzwerk
weitergeleitet werden. Beispielsweise kann die Mobilvorrichtung
zum Beispiel durch das aktuelle Netzwerk angewiesen werden, zu der
Kommunikationsverbindung gehörende
Kontextparameter zu sammeln, einschließlich von Kontextparametern,
die zu der Mobilvorrichtung und/oder dem Kommunikationsdienst gehören. Wie
oben bemerkt, können
die gesammelten Kontextparameter irgendeine in Hinblick auf die
Kommunikationsverbindung und den Kommunikationsdienst relevante
Information enthalten. Die Kontextparameter können beim Erfassen der Notwendigkeit
oder des Wunsches zum Durchführen eines
Handovers ausgewählt
werden oder können schrittweise
zu einem früheren
Zeitpunkt gesammelt werden, beispielsweise während der stattfindenden Kommunikation über die
Kommunikationsverbindung zwischen der Mobilvorrichtung und dem aktuellen Netzwerk.
-
Die
Kontextparameter können
bei einer Speichereinheit des aktuellen Netzwerks oder bei einem
externen Ort gespeichert sein. Beispielsweise kann das aktuelle
Netzwerk eine Menge von Kontextparametern in Verknüpfung mit
jeder stattfindenden Kommunikation speichern, wie beispielsweise
die Kommunikation mit der Mobilvorrichtung 120.
-
Offensichtlich
kann in der komplexen Umgebung von Mobilkommunikationen und einer
Inter-Netzwerk-Betriebsfähigkeit
die in Verknüpfung mit
einer stattfindenden Kommunikation verfügbare Kontextmenge sehr groß sein,
und ein Transferieren sämtlicher
Kontextparameter an das neue Netzwerk wird eine Verzögerung beim
Handover verursachen, die unannehmbar lang sein kann und die zu
einer Verschlechterung oder Terminierung des der Mobilvorrichtung 120 bereitgestellten
Kommunikationsdienstes führen
kann.
-
Es
ist deshalb erforderlich, zwischen dem Kontext, der zum Einrichten
der Kommunikationsverbindung und des Kommunikationsdienstes zwischen der
Mobilvorrichtung 120 und dem neuen Netzwerk 130 nach
dem Handover relevant ist, und der Kontextinformation, die vorwiegend
zu der zwischen der Mobilvorrichtung und dem aktuellen Netzwerk
eingerichteten Kommunikation gehört,
zu unterscheiden.
-
Nach
Sammeln der Kontextparameter bei dem aktuellen Netzwerk wird in
einer Operation 902 wenigstens ein Teilstück der Kontextparameter
von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk übertragen. Das Teilstück der Kontextparameter
zur Übertagung
an das neue Netzwerk kann einfach mittels der verfügbaren Zeitmenge
bestimmt werden, d. h., dass, wenn die Zeitvorgabe bzw. das Timing
des tatsächlichen
Handovers es ermöglicht,
die gesamte Menge gesammelter Kontextparameter transferiert werden
kann. Wenn jedoch die Zeit begrenzt ist, kann nur ein Teilstück der Kontextparameter übertragen
werden. Ferner können,
wie oben bemerkt, Kontextparameter, die für die Kommunikationsverbindung
und den Kommunikationsdienst verwendbar sind, die zwischen dem neuen
Netzwerk 130 und der Mobilvorrichtung 120 einzurichten
sind, übertragen werden,
während
eine Übertragung
von nicht für
die Kommunikationsverbindung und den Kommunikationsdienst verwendbaren
Kontextparametern weggelassen werden kann, wie es in weiteren Ausführungsformen
detailliert beschrieben werden wird.
-
Die
Kontextparameter können
in einer Kontextnachricht oder einer Sequenz von Kontextnachrichten
gesammelt werden, die an das neue Netzwerk über irgendeine Art eines Übertragungsmediums übertragen
werden können.
Beispielsweise können
die Kontextparameter oder Nachrichten mit Kontextparametern über eine
Drahtlosverbindung zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen
Netzwerk oder alternativ über
eine feste drahtgebundene Verbindung zwischen dem aktuellen Netzwerk
und dem neuen Netzwerk oder Kombinationen davon übertragen werden. Um so viele
der Kontextparameter an das neue Netzwerk wie möglich zu übertragen, kann vorzugsweise
jede verfügbare Übertragungskapazität verwendet
werden. Ferner können
Komprimierungstechniken zum Reduzieren der Datenmenge für die Übertragung,
wie sie im Fachgebiet bekannt sind, verwendet werden. Ferner ist
es auch noch möglich,
dass der Handover so lange wie möglich
verzögert
werden kann, um eine erhöhte
Menge von Kontextparametern zu übertragen.
-
Das
neue Netzwerk 130, das die Kontextparameter von dem aktuellen
Netzwerk empfängt,
kann dann zum Vorbereiten eines Aufbaus der Kommunikationsverbindung
und/oder des Kommunikationsdienstes, die zwischen dem neuen Netzwerk
und der Mobilvorrichtung einzurichten sind, voranschreiten. Die
Kontextparameter spezifizieren idealerweise bereits Einstellungen
und Erfordernisse der mit der Mobilvorrichtung einzurichtenden Kommunikation
und befähigen
das neue Netzwerk, bereits passende Kommunikationsressourcen zu
bestimmen und die selbigen zur Verwendung während oder nach dem Handover
zuzuteilen. Ein Kommunikationsverwalter des neuen Netzwerks kann
die obigen Operationen durchführen,
d. h. den Aufbau der Kommunikationsverbindung und des Kommunikationsdienstes
vorbereiten. Der Aufbau kann ein Reservieren passender Kommunikationsressourcen,
ein Durchführen
einer Autorisierung oder von Authentifizierungsprüfungen, ein
Aktualisieren von Registrierungen und dergleichen enthalten. Ferner
kann der Aufbau ein Kontaktieren des Dienstbereitstellers und ein
Vorbereiten der Kommunikationsverbindung zwischen dem neuen Netzwerk
und dem Dienstbereitsteller schon jetzt enthalten, so dass ein nahtloser Kommunikationsdienst
möglich
wird, d. h. ein weicher Übergang
ohne Dienstverschlechterung.
-
Nach Übertragen
der Kontextparameter und Vorbereiten des Aufbaus der Kommunikationsverbindung
und des Kommunikationsdienstes bei dem neuen Netzwerk findet der
tatsächliche
Handover statt. Deshalb wird in Operation 903 die Kommunikationsverbindung
und der Kommunikationsdienst von dem aktuellen Netzwerk an das neue
Netzwerk weitergereicht, und das neue Netzwerk setzt den Kommunikationsdienst
mit Verwendung einer Kommunikationsverbindung zwischen der Mobilvorrichtung
und dem neuen Netzwerk wie beispielsweise der Kommunikationsverbindung 161 fort.
-
Die
obigen Operationen veranschaulichen die Vorteile der Erfindung beim
Vorbereiten des Handovers mittels Übertragen von Kontextparametern von
dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk. Ein weicher Transfer
der Kommunikation von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk
wird möglich.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
mit Verweis auf 10 beschrieben werden.
-
10 veranschaulicht Operationen eines Verfahrens
für einen
Handover einer Kommunikationsverbindung zwischen einer Mobilvorrichtung
und einem aktuellen Netzwerk an ein neues Netzwerk, wobei im Besonderen
Operationen veranschaulicht sind zum Identifizieren von Kontextparametern
für einen
Transfer an das neue Netzwerk. Die in 10 gezeigten
Operationen können
mit Verwendung der in 1 oder 3 gezeigten
Kommunikationsumgebungen ausgeführt
werden, jedoch ist 10 nicht darauf beschränkt.
-
In
der Ausführungsform
von 10 wird wiederum angenommen,
dass eine Kommunikationsverbindung zwischen einem aktuellen Netzwerk,
wie beispielsweise dem aktuellen Netzwerk 110, und einer
Mobilvorrichtung, wie beispielsweise der Mobilvorrichtung 120,
an das neue Netzwerk, wie beispielsweise das neue Netzwerk 130 von 1,
weiterzureichen ist. Ferner wird angenommen, dass die Mobilvorrichtung
einen Dienst von einem Dienstbereitsteller oder einer andere Mobilvorrichtung
erhält.
-
Die
Entscheidung, dass ein Handover erforderlich ist oder erwünscht ist,
kann wie zuvor hinsichtlich der vorherigen Ausführungsformen beschrieben erreicht
werden, beispielsweise kann die Entscheidung für einen Handover durch eine
reduzierte Signalqualität
oder eine Dienstqualität
ausgelöst
werden, wie durch das aktuelle Netzwerk und/oder die Mobilvorrichtung
gemessen. Der Handover kann auch durch Kostenbetrachtungen ausgelöst werden,
wenn es bestimmt wird, dass ein anderes Netzwerk denselben Dienst
mit reduzierten Kosten bereitstellt.
-
Ferner
kann ein passendes und neues Netzwerk aus einer Anzahl verfügbarer neuer
Netzwerke ausgewählt
werden, wie hinsichtlich anderer Ausführungsformen detailliert beschrieben.
-
Ausgehend
von diesem Grundszenario wird, nach einem Erfassen oder Entscheiden
der Notwendigkeit oder des Wunsches zum Durchführen eines Handovers der Kommunikationsverbindung
an das neue Netzwerk, und bevor der axiale Handover stattfindet,
eine Vorbereitungsphase des Handovers durchgeführt, indem in einer in 10 gezeigten ersten Operation 1001 Kontextparameter
gesammelt werden, die die Kommunikationsverbindung zwischen dem
aktuellen Netzwerk und der Mobilvorrichtung kennzeichnen und die
den durch die Mobilvorrichtung erhaltenen Kommunikationsdienst kennzeichnen.
Die Sammlung der Kontextparameter kann wie hinsichtlich vorheriger
Ausführungsformen durchgeführt werden,
wie beispielsweise Operation 901, die in 9 gezeigt
ist.
-
Wie
oben bemerkt, kann die Vorbereitungsphase des Handovers nur während der
im Allgemeinen kurzen Zeitdauer zwischen dem Erfassen der Notwendigkeit
oder des Wunsches zum Durchführen eines
Handovers und der tatsächlichen
Ausführung des
Handovers durchgeführt
werden, d. h. dem Umschalten von Kommunikationen zwischen der Mobilvorrichtung
und dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk. Da diese Zeithöhe im Allgemeinen
nicht ausreicht, um sämtliche
Kontextparameter zu übertragen,
muss eine Entscheidungsoperation für jeden der in Operation 1001 gesammelten
Kontextparameter durchgeführt
werden, ob der Kontextparameter ein unabhängiger Kontextparameter oder
ein abhängiger
Kontextparameter ist.
-
Vor
der Entscheidung, welche Kontextparameter an das neue Netzwerk zu übertragen
sind, wird jedoch in einer Operation 1002 eine Information über das
neue Netzwerk erhalten, um den Entscheidungstätigungsprozess zu erleichtern.
Diese enthält vorzugsweise
sämtliche
Informationsarten über
das neue Netzwerk, die zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung
und eines Kommunikationsdienstes relevant sind. Die Information über das
neue Netzwerk kann beispielsweise eine Identität des neuen Netzwerks, einen
Kommunikationsstandard, unter welchem das neue Netzwerk arbeitet,
durch das neue Netzwerk unterstützte
Zugriffstechnologien und Fähigkeiten
des neuen Netzwerks, einschließlich
unterstützter
Datenraten, Dienstbereitstellungsfähigkeiten und dergleichen,
enthalten. Ferner kann die Information über das neue Netzwerk einen
Beteiligten (Stakeholder) des neuen Netzwerks und zum Beispiel eine
Information über
eine Vertrauensbeziehung zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen
Netzwerk oder zwischen dem neuen Netzwerk und einem Dienstbereitsteller
kennzeichnen. Im Allgemeinen kann die über das neue Netzwerk erhaltene
Information irgendetwas enthalten, das einen Entscheidungstätigungsprozess
unterstützt,
ob ein bei dem aktuellen Netzwerk gesammelter Kontextparameter zum
Einrichten der Kommunikation und/oder des Kommunikationsdienstes
nach dem Handover relevant ist.
-
Die
Information über
das neue Netzwerk kann auf Grundlage einer Aufforderung direkt von dem
neuen Netzwerk erhalten werden oder kann von irgendeiner anderen
Informationsquelle erhalten werden.
-
Dann
wird in einer Operation 1003 entschieden, ob ein Kontextparameter
ein unabhängiger
Kontextparameter oder ein abhängiger
Kontextparameter ist. Ein unabhängiger
Kontextparameter ist ein Kontextparameter, der für die einzurichtende Kommunikationsverbindung
nach dem Handover zwischen der Mobilvorrichtung und dem neuen Netzwerk
und/oder den Kommunikationsdienst, wie er nach dem Handover auszuführen ist,
verwendbar ist. Ähnlich
ist ein Kontextparameter ein abhängiger Kontextparameter,
wenn er nicht für
die Kommunikationsverbindung und den Kommunikationsdienst nach dem
Handover verwendbar ist.
-
Die
in Operation 1003 durchgeführte Entscheidungsoperation
wird sich auf die in Operation 302 erhaltene Information über das
neue Netzwerk stützen,
wenn mit den zugeordneten Merkmalen oder einer Funktionalität des aktuellen
Netzwerks verglichen. Somit wird die Entscheidung, ob ein Kontextparameter
ein unabhängiger
Kontextparameter oder ein abhängiger Kontextparameter
ist, auch von einem Typ des aktuellen Netzwerks und einer durch
das aktuelle Netzwerk verwendeten Zugriffstechnologie, Fähigkeiten
des aktuellen Netzwerks, einem Beteiligten des aktuellen Netzwerks
und dergleichen abhängen.
Wenn beispielsweise das aktuelle Netzwerk und das neue Netzwerk
unter demselben Kommunikationsstandard arbeiten, werden sämtliche
Kontextparameter mit Bezug zu einem Einrichten einer Kommunikationsverbindung
und eines Kommunikationsdienstes mit einer Mobilvorrichtung unter
einem gewissen Standard bei dem neuen Netzwerk nach dem Handover
anwendbar sein, d. h., dass diese Kontextparameter unabhängige Kontextparameter
ausmachen werden. Wenn ein Typ eines Kommunikationskanals oder eine
für einen
Kommunikationskanal verwendete Zugriffstechnologie vor oder nach
dem Handover der/dieselbe sein kann, können ähnlich sämtliche Kontextparameter, die
den Typ der Kommunikationsverbindung und der Zugriffstechnologie
beschreiben, als unabhängige
Kontextparameter identifiziert werden. Wenn ferner eine gegenseitige
Vertrauensbeziehung zwischen dem aktuellen Netzwerk und dem neuen
Netzwerk existiert, können
Sicherheitsparameter, eine Identifizierungsinformationsautorisierung
und eine Authentifizierungsinformation der Mobilvorrichtung wenigstens
teilweise als unabhängige
Kontextparameter identifiziert werden, da sie bei dem neuen Netzwerk
aufgrund der Tatsache wiederverwendet werden können, dass ein Vertrauen zwischen
dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk existiert. Ähnlich trifft
dieses in Fällen
zu, in denen eine gegenseitige Vertrauensbeziehung zwischen dem
aktuellen Netzwerk und einer weiteren Einheit und der weiteren Einheit
und dem neuen Netzwerk existiert. Wenn ferner derselbe Beteiligte (Stakeholder)
das aktuelle Netzwerk und das neue Netzwerk betreibt, können sämtliche
Beteiligte (Stakeholder) mit Bezug zu Kontextparametern, beispielsweise
proprietären
Merkmalen, Einstellungen und dergleichen, die durch den Beteiligten
verwendet sind, als unabhängige
Kontextparameter identifiziert werden. Wenn der Beteiligte (Stakeholder)
des aktuellen Netzwerks und des neuen Netzwerks unterschiedlich
sind, kann darüber
hinaus eine gegenseitige Beziehung zwischen dem Beteiligten (Stakeholder)
des aktuellen Netzwerks und dem Beteiligten (Stakeholder) des neuen
Netzwerks ein Definieren unabhängiger
Kontextparameter ermöglichen.
Wenn die Dienstbereitstellung durch das aktuelle Netzwerk und das
neue Netzwerk, d. h. die Bereitstellung eines Kommunikationsdienstes
an die Mobilvorrichtung, einander entsprechen, können darüber hinaus zu dem Kommunikationsdienst
gehörende
Kontextparameter als unabhängige
Kontextparameter identifiziert werden.
-
Auf
Grundlage des obigen Entscheidungsprozesses für unabhängige Kontextparameter können ähnlich sämtliche
Kontextparameter, die nicht für die
Kommunikation und den Kommunikationsdienst nach dem Handover verwendbar
sind, als abhängige Kontextparameter
verwendet werden, d. h. einzig abhängig von der Kommunikationsverbindung
und der Dienstbereitstellung bei dem aktuellen Netzwerk.
-
Die
unabhängigen
Kontextparameter und die abhängigen
Kontextparameter können
in unterschiedlichen Mengen von Kontextparametern in einer Speicherungsvorrichtung
von zum Beispiel dem aktuellen Netzwerk gespeichert werden.
-
Nach
Entscheiden über
abhängige
und unabhängige
Kontextparameter können
optional Kontexttransferstrategien angewendet werden, um die unabhängigen Kontextparameter
weiter zu filtern. Eine Strategie, um unabhängige Kontextparameter weiter
auszuwählen,
d. h. um zu entscheiden, welche Teilstücke der unabhängigen Kontextparameter
(zurück)
behalten werden sollten, kann mittels des Beteiligten (Stakeholder)
oder eines Operators des aktuellen Netzwerks bestimmt werden. Beispielsweise kann
eine gewisse proprietäre
Kontextinformation mit Bezug zu Sicherheitsaspekten oder einer proprietären Funktionalität des aktuellen
Netzwerks (zurück)behalten
werden. Ferner können
Anordnungen oder die Gesetzgebung einer Übertragung gewisser Kontextparameter
an dritte Parteien verbieten.
-
Sämtliche
unabhängige
Kontextparameter, die (zurück)behalten
werden sollten, auf Grundlage der oben umrissenen Strategien, können dann
aus der gewählten
Menge unabhängiger
Kontextparameter entfernt werden. Danach werden in einer Operation 1004 nur
die unabhängigen
Kontextparameter hier an das neue Netzwerk übertragen. Demgemäß kann die
Menge der Kontextparameter zur Übertragung
nur auf diese Kontextparameter reduziert werden, die nach dem Handover
verwendbar sind.
-
Die
oben umrissene Prozedur reduziert signifikant die Menge der Kontextparameter
für einen Transfer
an das neue Netzwerk signifikant und ermöglicht somit die optimale Verwendung
der Zeit, die zwischen der Handover-Entscheidung und dem tatsächlichen
Handover für
einen Kontextparametertransfer verfügbar ist.
-
Nach
dem Transfer der Kontextparameter, wie hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen
umrissen, bereitet das neue Netzwerk den Aufbau der Kommunikationsverbindung
und des Kommunikationsdienstes passend vor, beispielsweise mit einer Reservierung
passender Kommunikationsressourcen, einem Aushandeln einer Dienstbereitstellung mit
dem Dienstbereitsteller oder einer anderen Mobilvorrichtung und
dergleichen.
-
Danach
wird der tatsächliche
Handover in einer Operation 305 durchgeführt, wie
zuvor detailliert erläutert.
-
Die
obige Ausführungsform
reiht Elemente der Erfindung auf, die es ermöglichen, die Menge der zu transferierenden
Kontextparameter zu reduzieren, um die verfügbare Zeit vor dem Handover
effizient zu verwenden.
-
Die
oben hinsichtlich 10 umrissenen Operationen können durch
die Steuereinrichtung 100 des aktuellen Netzwerks ausgeführt werden.
Genauer genommen kann ein Kontextbehandler ausgebildet sein zum
Sammeln der Kontextparameter, wie in Operation 1001 beschrieben,
Erhalten einer Information über
das neue Netzwerk, wie in Operation 1002 umrissen, Identifizieren
unabhängiger
und abhängiger
Kontextparameter, wie in Operation 1003 detailliert erläutert, und
der Kontextbehandler kann zum Übertragen
der unabhängigen
Kontextparameter an das neue Netzwerk ausgebildet sein, wie in Operation 1004 umrissen.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
mit Verweis auf 11 beschrieben werden.
-
11 veranschaulicht Operationen zum Weiterreichen
einer Kommunikationsverbindung zwischen einem aktuellen Netzwerk
und einer Mobilvorrichtung an ein neues Netzwerk, wobei im Besonderen
Operationen veranschaulicht sind, um eine Verwendung einer Zeit
zum Transferieren von Kontextparametern noch effizienter zu machen.
-
Die
Operationen von 11 können mit Verwendung der Kommunikationsumgebungen
von 1 oder 3 ausgeführt werden, jedoch ist 11 nicht darauf beschränkt.
-
Wie
oben hinsichtlich 11 umrissen, kann durch Übertragen
unabhängiger
Kontextparameter die Menge der zu transferierenden Kontextparameter signifikant
reduziert werden. Jedoch kann es immer noch nicht ausreichende Ressourcen
geben, die für einen
Transfer sämtlicher
unabhängiger
Kontextparameter von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk
in der kurzen verfügbaren
Zeithöhe
verfügbar
sind. Deshalb beschreibt 11 die
Zuweisung von Prioritäten
an Kontextparameter für
einen Transfer an das neue Netzwerk.
-
In
einer ersten Operation 1101 werden Kontextparameter gesammelt,
wie beispielsweise hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen umrissen.
-
Danach
werden in einer Operation 1102 Prioritäten den Kontextparametern oder
Mengen von Kontextparametern zugewiesen. Prioritäten werden vorzugsweise an
Kontextparameter zugewiesen werden, um eine Wichtigkeit der Kontextparameter
für ein
Errichten der Kommunikationsverbindung und/oder des Kommunikationsdienstes
während oder
nach dem Handover wiederzugeben. Demgemäß werden die höchsten Prioritäten an Kontextparameter
zugewiesen, die für
das Errichten der Kommunikationsverbindung und/oder des Kommunikationsdienstes
wesentlich sind. Ferner kann eine hohe Priorität diesen Kontextparametern
gegeben werden, die es ermöglichen,
Kommunikations- und/oder Berechnungsaufwände zum Einrichten der Kommunikationsverbindung
und/oder des Kommunikationsdienstes während oder nach dem Handover
signifikant zu reduzieren. In einem Beispiel wird Kontextparametern,
die zum Einrichten der Kommunikationsverbindung zwischen der Mobilvorrichtung
und dem neuen Netzwerk erforderlich sind, eine höchste Priorität gegeben,
was die Tatsache wiedergibt, dass es für einen erfolgreichen Handover
am wichtigsten ist, die Kommunikation zwischen der Mobilvorrichtung und
dem neuen Netzwerk einzurichten. Ferner wird Kontextparametern,
die zum Aufrechterhalten des Kommunikationsdienstes währen oder
nach dem Handover erforderlich sind, eine zweithöchste Priorität gegeben.
Dieses gibt die Tatsache wieder, dass der Kommunikationsdienst auch
während
des Handovers in einer Aufbauprozedur zwischen der Mobilvorrichtung
und dem Dienstbereitsteller ausgehandelt oder eingerichtet werden
kann, wenn eine arbeitende Kommunikationsverbindung zwischen der
Mobilvorrichtung und dem neuen Netzwerk erfolgreich eingerichtet
wurde.
-
Ähnlich der
Auswahl unabhängiger
Kontextparameter auf Grundlage von Strategien kann die Zuweisung
von Prioritäten
an Kontextparameter auf Strategien (Policies) basieren. Diese Strategien
können
durch einen Beteiligten (Stakeholder) des aktuellen Netzwerks definiert
sein und können
außerdem auf
den Benutzerpräferenzen
basieren.
-
Beispielsweise
kann eine Strategie (Policy) die höchste Priorität an Kontextparameter
mit Bezug zu Sicherheitsaspekten geben, beispielsweise für gewisse
Dienste, wie Banktransaktionen oder irgendwelche anderen Anwendungen
zum Handhaben vertraulicher Daten. Solch eine Strategie würde die
Sicherheit an erste Stelle setzen, d. h. eine Errichtung einer Kommunikationsverbindung
und eines Kommunikationsdienstes ohne ein gewisses Sicherheitsniveau
würde nicht
erwünscht
werden.
-
Darüber hinaus
kann die Prioritätszuweisung von
einem Diensttyp abhängen.
Beispielsweise kann ein gewisser Dienst eine minimale Datenrate
erfordern oder kann erfordern, dass gewisse Einstellungen erfolgreich
den Kommunikationsdienst einrichten, wie beispielsweise eine Echtzeitdaten-
oder Sprachkommunikation. Andere Dienste können weniger empfindlich hinsichtlich
eines Fehlens einer Kontexteinstellung während des Handovers sein, wie beispielsweise
Web-Browser-Anwendungen und dergleichen. Darüber hinaus kann eine Priorität von einer
Dienstniveauvereinbarung abhängen,
d. h., dass Kommunikationsdienste, die ein hohes Sicherheitsniveau
zum Handhaben von beispielsweise vertraulichen Daten erfordern,
eine hohe Priorität
für sicherheitsbezogene
Kontextparameter erfordern können.
Ferner kann die Priorität
von den Eigenschaften des neuen Netzwerks abhängen. Beispielsweise kann das
neue Netzwerk die Fähigkeit
zum Einrichten einer Kommunikationsverbindung oder eines Kommunikationsdienstes
ohne gewisse Typen von Kontextparametern haben oder kann diese nicht
haben. Ein neues Netzwerk kann eine Fähigkeit zum Aushandeln gewisser
Einstellungen für
eine Kommunikationsverbindung oder einen Dienst haben und braucht
deshalb nicht notwendigerweise gewisse Kontextparameter zu erfordern,
während
ein anderes Netzwerk nicht die obige Fähigkeit hat und deshalb diese
Kontextparameter erfordern muss.
-
Ferner
kann die Priorität
noch von einer Zugriffstechnologieverwendung abhängen, beispielsweise können gewisse
Zugriffstechnologien eine strenge Notwendigkeit für gewisse
Kontextparameter haben. Ferner kann eine Priorität noch von einem Beteiligten
(Stakeholder) des neuen Netzwerks abhängen und kann gewisse Dienstbereitstellungsstrategien
des neuen Netzwerks und dergleichen wiedergeben.
-
Danach
werden die priorisierten Kontextparameter zur Übertragung an das neue Netzwerk
in der Reihenfolge ihrer Polarität
angeordnet, d. h., dass Kontextparameter mit der höchsten Priorität für eine Übertragung
vor den Kontextparametern mit einer niedrigeren Priorität eingeplant
werden.
-
Ferner
können
Kontextparameter in Gruppen angeordnet werden, und eine Priorität kann an individuelle
Gruppen von Kontextparametern zugewiesen werden.
-
Deshalb
könnten
sicherheitsbezogene Kontextparameter in einer Gruppe gebildet werden, könnten dienstbezogene
Kontextparameter in einer anderen Gruppe gesammelt werden, könnten kommunikationsverbindungsbezogene
Kontextparameter in einer anderen Gruppe angeordnet werden, und könnten Autorisierungs-
oder Benutzerparameter in noch einer anderen Gruppe von Kontextparametern angeordnet
werden. Auf Grundlage der obigen Prozedur könnten dann Prioritäten an die
Gruppen der Kontextparameter zugewiesen werden, und die Gruppen
der Kontextparameter könnten
zur Übertragung
gemäß ihrer
Priorität
angeordnet werden.
-
Die
Kontextparameter oder Gruppen von Kontextparametern werden dann
in der Reihenfolge ihrer Priorität
an das neue Netzwerk übertragen.
-
Ferner
kann eine Priorität
der Kontextparameter von einer zum Durchführen von Verarbeitungsoperationen
in Verknüpfung
mit den Kontextparametern bei dem neuen Netzwerk erforderlichen
Zeit abhängen.
Beispielsweise können
gewisse Kontextparameter umfangreiche Berechnungen oder Aushandlungen
bei dem neuen Netzwerk in der Vorbereitungsphase des Handovers erfordern,
wie beispielsweise Sicherheitseinstellungen, Autorisierungsprozeduren
und dergleichen, während
andere Kontextparameter nur auf geringe Berechnungsaufwände bei
dem neuen Netzwerk verweisen, beispielsweise Diensteinstellungen
und dergleichen. Demgemäß sollen
Kontextparameter, die eine große
Menge an Verarbeitungszeit bei dem neuen Netzwerk erfordern, mit
einer hohen Priorität
verknüpft
sein, während
Kontextparametern, die geringe Berechnungen bei dem neuen Netzwerk
erfordern, eine niedrigere Priorität zugewiesen werden kann.
-
Danach
wird in einer Operation 1104 der Handover durchgeführt, wie
hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen
bemerkt.
-
Die
oben hinsichtlich 11 umrissenen Operationen können durch
die Steuereinrichtung 100 des aktuellen Netzwerks ausgeführt werden.
Genauer genommen kann der Kontextbehandler ausgebildet sein zum
Handhaben der Kontextparameter, zum Zuweisen von Priorität in Operation 402 und
zum Übertragen
der Kontextparameter auf Grundlage der Prioritäten in Operation 1103.
-
Es
wird bemerkt, dass die Operationen von 11 mit
den Operationen von 9 kombiniert werden können, d.
h., dass Prioritäten
unabhängigen Kontextparametern
oder Gruppen unabhängiger Kontextparameter
oder an sämtliche
verfügbaren Kontextparameter
zugewiesen werden können.
-
Die
Ausführungsform
von 11 veranschaulicht, wie die
zwischen einer Handover-Entscheidung und dem tatsächlichen
Handover verfügbare
Zeit effizienter für
den Transfer von Kontextparametern verwendet werden kann. Zuerst
werden Kontextparameter mit der höchsten Priorität übertragen,
und dann, wenn die Zeit vor dem tatsächlichen Handover verstreicht,
werden die am meisten relevanten Kontextparameter transferiert.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
mit Verweis auf 12 beschrieben werden.
-
12 veranschaulicht Operationen für einen
Handover einer Kommunikationsverbindung zwischen einer Mobilvorrichtung
und einem aktuellen Netzwerk an ein neues Netzwerk, wobei im Besonderen
die Ablaufplanung bzw. das Scheduling eines Kontexttransfers in
der vor einem Handover verfügbaren
Zeitmenge umrissen ist.
-
Die
Operationen von 12 können durch in die in 1 oder 3 gezeigten
Kommunikationsumgebungen ausgeführt
werden, jedoch ist 12 nicht darauf beschränkt.
-
In
der Ausführungsform
von 12 wird angenommen, dass zu
einem Punkt eine Entscheidung zum Durchführen eines Handovers erreicht
wurde. Die Mobilvorrichtung oder das Kommunikationsnetzwerk, wie
hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen umrissen,
können
diese Entscheidung auslösen.
Im Allgemeinen kann ein Handover freiwillig durchgeführt werden
oder kann erfordert werden, um eine Dienst- oder Kommunikationsverbindungsteminierung
zu vermeiden. Ein freiwilliger Handover kann auf Berücksichtigungen
wie einem Verbessern eines Kommunikationsdienstes, einem Reduzieren
von Kosten und dergleichen basieren, und deshalb kann die Zeit zwischen
einem Entscheiden zum Durchführen
eines Handovers und der Ablaufplanzeit für den tatsächlichen Handover auf einen
gewünschten
Wert eingestellt werden. Dieser Wert kann so eingestellt werden,
dass sämtliche
relevanten oder erforderlichen Kontextparameter übertragen werden können, und
somit kann die Zeit für
den tatsächlichen
Handover auf Grundlage der Menge der Kontextparameter, einer Übertragungskapazität für Kontextparameter und
dergleichen festgelegt sein, so dass sämtliche für eine Übertragung eingeplanten Kontextparameter tatsächlich übertragen
werden können.
-
Jedoch
gibt es gewisse Situationen, in denen eine Zeit zwischen einer Handover-Entscheidung und
dem tatsächlichen
Handover nicht beliebig festgelegt werden kann, zum Beispiel wenn
eine Signalqualität
oder eine Dienstqualität
rapide abnimmt. Beispielsweise kann aufgrund einer rapiden Bewegung oder
einer Abschattung durch Gebäude
und dergleichen eine Signal- und/oder Dienstqualität reduziert sein
und ein Handover muss ausgelöst
werden. In diesem Fall kann es eine kurze Zeitmenge geben, die zwischen
der Entscheidung und einer Terminierung der Kommunikationsverbindung
oder des Dienstes aufgrund einer unzureichenden Signal- oder Dienstqualität verfügbar ist.
-
In
einer Operation 1201 wird deshalb eine verfügbare Zeit
zwischen einer Handover-Entscheidung und dem tatsächlichen
Handover bestimmt. Das aktuelle Netzwerk und/oder die Mobilvorrichtung können die
verfügbare
Zeit bestimmen.
-
Ferner
werden in einer Operation 1202 die Kontextparameter gesammelt,
wie hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen
detailliert beschrieben.
-
Es
wird bemerkt, dass Operationen 1201 und 1202 gleichzeitig
ausgeführt
werden können,
um die verfügbare
Zeit effizienter zu verwenden.
-
Deshalb
wird in einer Operation 1203 ein Teilstück der Inhaltsparameter für einen
Transfer auf Grundlage der verfügbaren
Zeit vor dem tatsächlichen
Handover bestimmt. Das Teilstück
der Inhaltsparameter kann auf Grundlage der zugewiesenen Priorität, auf Grundlage
von Strategien, auf Grundlage der Unterscheidung zwischen abhängigen und
unabhängigen
Kontextparametern oder Kombinationen davon ausgewählt werden,
wie hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen
umrissen. Das vor dem Handover transferierbare Teilstück der Kontextparameter
wird von der verfügbaren
Zeit und der verfügbaren Übertragungskapazität abhängen. Die Übertragung
kann mittels Erfassen einer Übertragungskapazität eines
Kommunikationskanals bestimmt werden, der zum Transferieren der
Kontextparameter verfügbar
ist. Um die Übertragungskapazität zu erhöhen, können mehrfache Übertragungskanäle identifiziert
werden, zum Beispiel ein direkter Kommunikationskanal zwischen dem
aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk und weitere Kommunikationskanäle, zum
Beispiel über
weitere Elemente der Kommunikationsumgebungen mit einem Dienstbereitsteller
oder Mobilvorrichtungen. Die Teilstücke der Kontextparameter, die
als vor dem tatsächlichen Handover
transferierbar bestimmt worden sind, können dann in Mengen angeordnet
werden und für
eine Übertragung
eingeplant werden, zum Beispiel in Verknüpfung mit existierenden Nachrichten
der Kommunikationsumgebung, wie zuvor detailliert beschrieben.
-
Gemäß einer
anderen Ausführungsform kann,
nach einem Erreichen der Grundentscheidung zum Durchführen eines
Handovers, wie beispielsweise oben umrissen, der tatsächliche
Handover sehr bald durchgeführt
werden müssen,
zum Beispiel wenn die Mobilvorrichtung mit einer hohen Geschwindigkeit
in Richtung der Grenze des Abdeckungsgebiets des aktuellen Netzwerks
reist, um eine Terminierung des Kommunikationsdienstes zu vermeiden,
und ein Transfer von Kontextparametern muss auf Grundlage der verfügbaren Zeit
eingeplant werden. Wenn jedoch der tatsächliche Handover nicht durch
eine strenge Notwendigkeit bestimmt wird, kann ein optimaler Zeitpunkt
für den
Handover gewählt
werden. Beispielsweise kann nach einem Bestimmen eines Zielnetzwerks
für einen
Handover eine Signalqualität
der Kommunikationsverbindung zwischen der Mobilvorrichtung und dem
aktuellen Netzwerk bestimmt und überwacht
werden, und der Handover an das Zielnetzwerk kann durchgeführt werden,
wenn die Signalqualität,
die Dienstqualität oder
irgendein anderer Verbindungsparameter niedrig ist oder unter eine
Schwelle fällt,
was eine maximale Zeit für
den Transfer von Kontextparametern ermöglicht. Wenn die Signalqualität, die Dienstqualität oder irgendein
anderer Verbindungsparameter hoch ist oder über der Schwelle verbleibt,
könnte ähnlich die
Ausführung
des tatsächlichen
Handovers in einen Wartezustand versetzt werden, was beispielsweise einen
vollen Transfer von Kontextparametern ermöglicht.
-
Gemäß einem
anderen Beispiel sollte in einer Netzwerküberlagerungssituation ein Aufwärts-Vertikal-Handover VHO, zum
Beispiel an ein Fremdnetzwerk, so lange wie möglich verzögert werden, für einen
Kontexttransfer und aufgrund von Dienstqualitätsbetrachtungen, während ein
Abwärts-VHO,
zum Beispiel an ein eigenes Netzwerk, sobald wie möglich nach
einem Transfer des notwendigen Kontexts durchgeführt werden sollte.
-
Das
Teilstück
der Kontextparameter, das vor dem Handover transferierbar ist, kann
vorzugsweise eine Zeit zum Vorbereiten des Aufbaus der Kommunikationsverbindung
und/oder des Kommunikationsdienstes bei dem Netzwerk berücksichtigen,
wie es vor dem Handover in der Vorbereitungsphase erforderlich ist.
-
Danach
wird in einer Operation 1204 der Handover durchgeführt, wie
hinsichtlich vorheriger Ausführungsformen
bemerkt.
-
Die
oben hinsichtlich 12 umrissenen Operationen können durch
die Steuereinrichtung 100 des aktuellen Netzwerks ausgeführt werden.
Genauer genommen kann der Kontextbehandler ausgebildet sein zum
Durchführen
der Operation 1201 zum Bestimmen der verfügbaren Zeit
vor dem Handover, zum Sammeln von Kontext in der Operation 1202 und
zum Bestimmen des transferierbaren Teilstücks des Kontextes in Operation 1203.
-
Im
Folgenden wird eine weitere Ausführungsform
mit Verweis auf 13 beschrieben werden.
-
13 veranschaulicht Operationen eines Verfahrens
zum Entscheiden eines Handovers einer Kommunikationsverbindung zwischen
einer Mobilvorrichtung und einem aktuellen Netzwerk an ein Zielnetzwerk,
wobei die Kommunikationsverbindung beispielsweise einen Kommunikationsdienst
von einem Dienstbereitsteller trägt.
Die Operationen von 13 können mit Verwendung der wie
in 1 oder 3 gezeigten Kommunikationsumgebungen ausgeführt werden,
jedoch ist 13 nicht darauf beschränkt.
-
In 13 wird angenommen, dass eine Entscheidung zum
Durchführen
eines Handovers von Kommunikationen erreicht wurde, zum Beispiel
aufgrund einer Erfassung einer reduzierten Signal- und/oder Dienstqualität von Kommunikationen
zwischen der Mobilvorrichtung und dem aktuellen Netzwerk, wie oben
bemerkt. Jedoch ist es auch vorstellbar, die Operationen von 13 in Intervallen durchzuführen, zum Beispiel nach Verstreichen
einer gewissen Zeitgrenze, um ein anderes Netzwerk zu identifizieren,
das zum Handhaben der Kommunikationen mit der Mobilvorrichtung 120 im
Vergleich mit dem aktuellen Netzwerk besser geeignet sein würde. Dies
kann verbesserte Diensteigenschaften, wie beispielsweise eine erhöhte Bandbreite,
reduzierte Zeitverzögerungen,
reduzierte Kosten und dergleichen, enthalten.
-
Folglich
werden in einer ersten Operation 1301 Netzwerkparameter
für eine
Vielzahl verfügbarer
Netzwerke erhalten. Die verfügbaren
Netzwerke können,
wie zuvor umrissen, beispielsweise mittels Abtasten von Bakensignalen
von Netzwerken in der Nähe
des aktuellen Netzwerks erfasst werden oder können von Netzwerkregistrierungen
erhalten werden, die Netzwerkidentitäten, Abdeckungsgebiete und
dergleichen angeben. Der Schritt zum Erhalten von Netzwerkparametern
kann auf einem Abfragen der verfügbaren
Netzwerke und/oder einem Überprüfen von
Netzwerkregistrierungen basieren, die Netzwerkfähigkeiten angeben, wie beispielsweise
unterstützte
Zugriffstechnologien, Kommunikationsstandards, die Identität eines
Beteiligten (Stakeholder) oder des Operators des Netzwerks und dergleichen.
-
Ferner
können
die Netzwerkparameter eine Netzwerkaufstellungseigenschaft angeben,
zum Beispiel können
sie eine Anordnung von Zellen des Netzwerks, eine Kapazität der Zellen,
eine unterstützte
Kommunikationsbandbreite, unterstützte Datentypen für Kommunikationsdienste
und dergleichen angeben. Ferner können die Netzwerkparameter
verfügbare
Netzwerkressourcen jedes der verfügbaren Netzwerke angeben, wie
beispielsweise Ressourcen, die zum Unterstützen von Sprachdiensten, Datendiensten
und dergleichen verfügbar
sind.
-
Außerdem können die
Netzwerkparameter ein Abdeckungsgebiet des Netzwerks und in gewissen
Regionen des Abdeckungsgebietes verfügbare Ressourcen, zum Beispiel
individuelle Zellen des Netzwerks, spezifizieren.
-
Nach
Erhalten von Netzwerkparametern für die verfügbaren Netzwerke werden in
einer Operation 1302 Kandidatennetzwerke auf Grundlage
der Netzwerkparameter ausgewählt.
Die Auswahloperation schließt
vorzugsweise Netzwerke aus, die nicht oder nicht ausreichend kompatibel
sind oder fähig sind
zum Übernehmen
von Kommunikationen zwischen der Mobilvorrichtung und dem aktuellen
Netzwerk und/oder nach dem Handover. Beispielsweise werden nur Netzwerke
als Kandidatennetzwerke ausgewählt
werden, die erforderliche Zugriffstechnologien bereitstellen, die
erforderlichen Handover-Mechanismen zum Übernehmen von Kommunikationen mit
der Mobilvorrichtung unterstützen,
die durch einen Beteiligten (Stakeholder) betrieben werden, der im
Allgemeinen Handover von dem aktuellen Netzwerk akzeptiert oder
ermöglicht,
erforderliche Ressourcen zum Durchführen des Handovers und zum Fortsetzen
der Kommunikationen nach dem Handover bereitstellen, und die den
Kommunikationsdienst unterstützen.
Ferner werden nur diese Netzwerke als Kandidatennetzwerke ausgewählt werden,
die sich an einem passenden Ort befinden, d. h., dass sie ein geeignetes
Abdeckungsgebiet bereitstellen.
-
Operation 1302 führt zu einer
Menge von Kandidatennetzwerken, die im Allgemeinen geeignet und/oder
verfügbar
zum Handhaben der Kommunikationen mit der Mobilvorrichtung 120 sind.
-
Im
Folgenden werden in einer Operation 1303 Verbindungsparameter
für die
Menge der in Operation 202 ausgewählten Kandidatennetzwerke erhalten.
Da die Verbindungsparameter nur für die Kandidatennetzwerke erhalten
werden, im Gegensatz zu der gesamten Menge der verfügbaren Netzwerke,
kann ein erforderlicher Kommunikations- und Verarbeitungsmehraufwand
zum Auswählen
eines Zielnetzwerks reduziert werden.
-
Die
Verbindungsparameter werden für
jedes individuelle Kandidatennetzwerk erhalten und beschreiben eine Kommunikationsverbindung
zwischen der Mobilvorrichtung und dem Kandidatennetzwerk nach dem
Handover. Die Verbindungsparameter geben somit die Eigenschaften
und/oder Leistungsfähigkeit
bzw. Performanz der Kommunikationsverbindungen zwischen der Mobilvorrichtung
und den Kandidatennetzwerken während
und/oder nach dem Handover an. Die Verbindungsparameter können Merkmale
der Mobilvorrichtung, wie beispielsweise einen Ort, Geschwindigkeit
und Bewegungsrichtung, beschreiben und beschreiben eine Signalqualität und/oder
eine Dienstqualität
der Kommunikationsverbindungen, Reisepfadinformation der Mobilvorrichtung
mit beispielsweise einer GPS-Ortsinformation und dergleichen.
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Operation 203 kann
ein Erhalten eines Verbindungsparameters enthalten, der eine Signalqualität für jedes
Kandidatennetzwerk beschreibt, beispielsweise auf Grundlage wenigstens
einer Signalstärke
von Signalen, die mit dem jeweiligen Kandidatennetzwerk ausgetauscht
werden, einer Paketfehlerrate und/oder einer Bitfehlerrate.
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Ferner
kann Operation 1303 ein Erhalten eines Verbindungsparameters
enthalten, der eine Dienstqualität
für jedes
Kandidatennetzwerk beschreibt, zum Beispiel auf Grundlage der bestimmten Signalqualität. Diese
Operation kann auf einer Schätzung
der Dienstqualität
durch Annehmen einer gewissen Dienstqualität auf Grundlage einer verfügbaren Signalqualität basieren.
Die Dienstqualität
für jedes
Kandidatennetzwerk kann von einem Kommunikationsdienstbereitsteller
abhängen.
Beispielsweise kann ein Sprachdienst relativ unempfindlich auf Übertragungsfehler
reagieren, während
ein Datendienst eine geringe Fehlertoleranz haben kann und eine
geringe Bit- oder Paketfehlerrate erfordern kann.
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Ferner
kann Operation 1303 ein Bestimmen eines Verbindungsparameters
enthalten, der eine verfügbare
Zeit bis zu dem Handover spezifiziert, und die Auswahloperation 1304 kann
auf der verfügbaren Zeit
vor dem Handover basieren. Beispielsweise könnten Kandidatennetzwerke favorisiert
werden, die eine größere Zeit
ermöglichen,
bevor der Handover stattzufinden hat, und somit eine bessere Vorbereitung
des Handovers ermöglichen.
Die zwischen der Handover-Entscheidung und dem tatsächlichen
Handover verfügbare
Zeithöhe
kann von dem Abdeckungsgebiet der Kandidatennetzwerke, einem Vorrichtungsort,
einer Vorrichtungsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung der Mobilvorrichtung
abhängen.
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Ferner
kann Operation 1303 ein Erfassen eines Verbindungsparameters
enthalten, der eine Netzwerklatenz jedes der Kandidatennetzwerke
darstellt, wobei die Netzwerklatenz einer Menge einer Kontextinformation
entspricht, die transferierbar ist, bevor der Handover stattfindet. Üblicherweise
wird in der Vorbereitungsphase eines Handovers eine Kontextinformation,
die die Kommunikationsverbindung, den Kommunikationsdienst und weitere
Merkmale in Verknüpfung
mit dem Handover, einschließlich
einer Sicherheits- und Autorisierungsinformation, beschreibt, zwischen
dem aktuellen Netzwerk und dem Zielnetzwerk vor dem Handover ausgetauscht
werden. Die Netzwerklatenz, die die Verzögerung beschreibt, die beim
Transferieren der Kontextparameter von dem aktuellen Netzwerk an
das Zielnetzwerk auftreten wird, ist deshalb ein wichtiger Faktor.
Die Netzwerklatenz kann reduziert werden, wenn umfangreiche Operationen
durchgeführt
werden müssen,
bevor die Kontextparameter an das Zielnetzwerk transferiert werden
können,
beispielsweise kann, wenn das aktuelle Netzwerk und das Zielnetzwerk
von unterschiedlichen Beteiligten (Stakeholder) betrieben werden,
vor dem Handover eine Vertrauensbeziehung vor dem Kontextparametertransfer eingerichtet
werden müssen.
Deshalb werden Netzwerke, die bereits eine Vertrauensbeziehung mit
dem aktuellen Netzwerk haben, eine geringere Netzwerklatenz involvieren
und eine größere Menge
von Kontextparametern, die an das Zielnetzwerk zu transferieren
sind, ermöglichen.
Demgemäß werden Netzwerke
mit einer geringen Netzwerklatenz als Zielnetzwerk bevorzugt werden.
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Ferner
kann Operation 1303 ein Bestimmen eines Verbindungsparameters
für eine
Dauer einer Dienstbereitstellung durch jedes der Kandidatennetzwerke
auf Grundlage des Vorrichtungsortes, der Vorrichtungsgeschwindigkeit
und der Vorrichtungsbewegungsrichtung und eines Abdeckungsgebietes
der Kandidaten enthalten. Wenn eine konstante Bewegung der Mobilvorrichtung
angenommen wird, kann eine Dienstdauer für jedes der Kandidatennetzwerke berechnet
werden, die die Zeitdifferenz zwischen einem Eintritt in das Kandidatennetzwerk,
d. h. dem Handover, und dem Zeitpunkt eines Verlassens des Kandidatennetzwerks,
d. h. dem Zeitpunkt, bei dem der Handover zu einem anderen Netzwerk
stattzufinden haben wird, wiedergeben. Da Inter-Netzwerk-Handover
komplex sind und umfangreiche Berechnungen und einen Datenaustausch
erfordern, werden Kandidatennetzwerke, die eine lange Dienstdauer
bereitstellen bevorzugt werden.
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Ferner
kann die Auswahloperation eines Zielnetzwerks noch auf einer Vorrichtungsreisepfadinformation
basieren. Wenn beispielsweise eine Mobilvorrichtung als in einem
Zug reisend identifiziert wird, kann eine Fahrplaninformation des
Zugs zum Bestimmen von Kandidatennetzwerken und/oder einem Zielnetzwerk
verwendet werden.
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Gemäß einem
anderen Beispiel könnte
eine Fahrplaninformation aus einer Fahrplaninformation von einem
Navigationssystem erhalten werden, beispielsweise von einem die
Mobilvorrichtung aufnehmenden Fahrzeug. Ein Fahrplan bzw. planmäßiger Pfad
der Mobilvorrichtung könnte
dann auf Grundlage einer Bestimmungsortsinformation erfasst werden,
die in die Navigationsausrüstung
eingetragen ist. Die Fahrplaninformation könnte dann zum Auswählen eines
Kandidatennetzwerks und/oder eines Zielnetzwerks verwendet werden.
Beispielsweise könnte
die Reisepfadinformation jedes Mal, wenn die Bestimmungsortsinformation
geändert
wird, oder wenn das Fahrzeug von dem planmäßiger Reisepfad abweicht, auf
Grundlage der Bestimmungsortsinformation aktualisiert werden, wobei
in diesem Fall eine alternative Reisepfadinformation aus der Abweichung
berechnet werden könnte.
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Gemäß einem
anderen Beispiel kann die Information über den Reisepfad der Mobilvorrichtung zum
Auswählen
einer Menge von Kandidatennetzwerken entlang jedes Teilstücks des
Reisepfads ausgewählt
werden. Ferner könnte
auf Grundlage des Reisepfads der Mobilvorrichtung ein Zielnetzwerk
für jedes
Teilstück
des Reisepfads ausgewählt
werden, und eine Sequenz von Zielnetzwerken kann für eine Sequenz
nachfolgender Handover entlang des Reisepfads ausgewählt werden.
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Die
für jedes
Kandidatennetzwerk gesammelten Verbindungsparameter werden dann
für jedes der
Kandidatennetzwerke überprüft, zum
Beispiel in einer Verbindungsparametertabelle, und es wird ein Zielnetzwerk
aus den Kandidatennetzwerken auf Grundlage eines Vergleichs der
Verbindungsparameter der individuellen Netzwerke in einer Operation 1304 ausgewählt.
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Gemäß einem
Beispiel kann die Auswahloperation ein Auswählen eines „Gewinnernetzwerks" für jeden
von einer Vielzahl von Verbindungsparameter involvieren. Die „Gewinnernetzwerk-"Bestimmungen könnten dann
für jedes
der Kandidatennetzwerke hinzugefügt
werden, und das Kandidatennetzwerk mit der höchsten Punktzahl würde als
Zielnetzwerk ausgewählt
werden.
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Wenn
eine Vielzahl von Kandidatennetzwerken dieselbe Punktzahl erreicht,
kann eine Unterauswahloperation aus der Unterauswahlmenge von Kandidatennetzwerken
mit derselben Punktzahl durchgeführt
werden. In diesem Schritt kann für
jeden Verbindungsparameter das „Gewinnernetzwerk" wiederum für jedes
der Kandidatennetzwerke bestimmt werden, das dieselbe Punktzahl
erreicht hat. Dann kann wiederum das Kandidatennetzwerk mit der höchsten Punktzahl
in der Unterauswahlmenge als Zielnetzwerk ausgewählt werden. Wenn bei der Unterauswahloperation
wiederum eine Vielzahl von Netzwerken dieselbe Punktzahl erreicht,
könnte
die obige Unterauswahloperation mittels erneutem Auswählen des
Gewinnernetzwerks aus dieser Menge von Netzwerken wiederholt werden.
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Gemäß einem
anderen Beispiel ist es außerdem
vorstellbar, jeden Verbindungsparameter für jedes der Kandidatennetzwerke
mit einem zugehörigen
Wert zwischen zwei Grenzen, zum Beispiel zwischen 0 und 100, zu
verknüpfen,
wobei der Wert ein Vereinbarungsniveau bzw. Übereinstimmungsniveau zwischen
dem Verbindungsparameter und einer Notwendigkeit für den Handover
wiedergibt. Beispielsweise könnte
eine hohe Signalstärke
mit einer hohen Zahl verknüpft
sein und eine niedrige Signalstärke könnte mit
einer niedrigen Zahl verknüpft
sein. Ähnlich kann
eine hohe verfügbare
Bandbreite für
eine Kommunikationsverbindung mit einer hohen Zahl verknüpft sein,
und eine niedrige Bandbreite für
die Kommunikationsverbindung kann mit einer niedrigen Zahl verknüpft sein.
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Wiederum
könnten
die Werte für
die individuellen Verbindungsparameter für jedes der Kandidatennetzwerke
in eine Tabelle eingetragen sein, und die Einträge für jedes Kandidatennetzwerk
können dann
aufsummiert werden. Das Kandidatennetzwerk mit der höchsten Punktzahl
wird dann als Zielnetzwerk ausgewählt.
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Es
wird bemerkt, dass die obigen Strategien für eine Auswahloperation eines
Zielnetzwerks nur Beispiele bilden und nicht als die Erfindung beschränkend aufgefasst
werden sollten. Eine andere Auswahltechnik zum Bestimmen eines Zielnetzwerks auf
Grundlage eines Vergleichs der Verbindungsparameter kann bei der
Auswahloperation 1304 angewendet werden.
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Danach
wird in einer Operation 1305 der Handover an das Zielnetzwerk
durchgeführt.
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Gemäß einem
anderen Beispiel kann ein Verbindungsparameter für eine Signalqualität für jedes
Kandidatennetzwerk gemessen werden, auf Grundlage wenigstens einer
Signalstärke,
einer Paketfehlerrate und einer Bitfehlerrate. Demgemäß kann die
Auswahl eines Zielnetzwerks die nach dem Handover erwartete Signalqualität berücksichtigen.
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Ferner
kann ein Verbindungsparameter für eine
Dienstqualität
für jedes
Kandidatennetzwerk auf der Grundlage der Signalqualität geschätzt werden. Da
eine Signalqualität
direkt die Diensteigenschaften beschreibt, wie sie von einem Benutzer
wahrgenommen werden, kann die Auswahl weiter verbessert werden.
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Darüber hinaus
kann ein Verbindungsparameter, der eine verfügbare Zeit bis zu dem Handover spezifiziert,
bestimmt werden, und die Auswahl der Kandidatennetzwerke und des
Zielnetzwerks kann auf der verfügbaren
Zeit basieren.
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Außerdem kann
ein Verbindungsparameter bestimmt werden, der die Netzwerklatenz
beschreibt, entsprechend einer Menge einer Kontextinformation, die
vor dem Handover transferierbar ist. Demgemäß kann der Auswahlprozess auch
eine Vorbereitungsphase vor dem Handover zum Transferieren von Kontextparametern
und dergleichen berücksichtigen.
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Ferner
kann für
jedes Kandidatennetzwerk ein Verbindungsparameter auf Grundlage
einer Dauer einer Dienstbereitstellung durch die Kandidatennetzwerke
in Abhängigkeit
von einem Vorrichtungsort, der Vorrichtungsgeschwindigkeit und der
Vorrichtungsbewegungsrichtung und einem Abdeckungsgebiet des Kandidatennetzwerks
bestimmt werden. Dieses kann es ratsam machen, einen Handover an ein
Netzwerk zu unterlassen, wenn die Dienstdauer beispielsweise unterhalb
einer gewissen Schwelle ist.
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Die
Auswahloperation kann auf einer Vorrichtungsreisepfadinformation
basieren. Dieses kann ein Erhalten einer Information über einen
Reisepfad der Mobilvorrichtung, ein Auswählen von Kandidatennetzwerken
entlang des Reisepfads und ein Auswählen einer Sequenz von Zielnetzwerken
für eine Sequenz
von Handovern auf Grundlage des Reisepfads enthalten. Demgemäß können Netzwerke
für Handover
vorweg geplant werden, was es beispielsweise ermöglicht, die Zeit für Vorbereitungsphasen der
Handover zu erhöhen.
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Die
Netzwerkparameter eines Netzwerks können wenigstens ein Abdeckungsgebiet,
Netzwerkressourcen, eine Netzwerkaufstellung und/oder einen Beteiligten
(Stakeholder) enthalten.
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Ferner
können
den Kommunikationsdienst beschreibende Dienstparameter erhalten
werden, und der Auswahlschritt zum Auswählen von Kandidatennetzwerken
kann ferner auf Grundlage der Dienstparameter basieren. Die Dienstparameter
können wenigstens
einen Diensttyp, eine minimale Datenrate, Dienstkosten, eine Dienstniveauvereinbarung, eine
Subskriptionsinformation und/oder Dienstqualitätsparameter enthalten.
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Ferner
können
die Mobilvorrichtung beschreibende Vorrichtungsparameter erhalten
werden, und der Auswahlschritt zum Auswählen von Kandidatennetzwerken
kann auf den Vorrichtungsparametern basieren. Die Vorrichtungsparameter
können
wenigstens Zugriffstechnologiefähigkeiten,
Anzeigeeigenschaften und/oder Verarbeitungseigenschaften enthalten.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform können die
Verbindungsparameter des Zielnetzwerks mit den Verbindungsparametern
des aktuellen Netzwerks verglichen werden, und der Handover der Kommunikationsverbindung
von dem aktuellen Netzwerk an das Zielnetzwerk kann nur durchgeführt werden,
wenn der Vergleich eine Verbesserung wenigstens eines der Kommunikationsverbindung
oder des Kommunikationsdienstes angibt. Wenn die Bestimmung aufdeckt,
dass die durch das aktuelle Netzwerk bereitgestellte Dienstbereitstellung
der Dienstbereitstellung nach dem Handover an das Zielnetzwerk überlegen
ist, wird demgemäß ein Handover abgebrochen.
Diese Operationen können
besonders in Fällen
benachbarter Netzwerke anwendbar sein, beispielsweise wenn das aktuelle
Netzwerk und das Zielnetzwerk sich in demselben geografischen Gebiet
befinden.
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Die
Notwendigkeit zum Entscheiden bzw. Bestimmen eines Handovers kann
auf Grundlage wenigstens einer Signalqualität, einer Dienstqualität, eines
Reisepfades der Mobilvorrichtung und/oder eines Verstreichens eines
vorbestimmten Zeitintervalls ausgelöst werden. Ferner kann eine
Signalqualität der
Kommunikationsverbindung zwischen der Mobilvorrichtung und dem aktuellen
Netzwerk bestimmt werden, und der Handover an das Zielnetzwerk kann zu
einem früheren
Zeitpunkt durchgeführt
werden, wenn die Signalqualität
niedrig ist.
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Es
wird bemerkt, dass die Operationen von 13 mit
Verwendung der in 1 oder 3 gezeigten
Steuereinrichtung 100 ausgeführt werden können.
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Es
wird ferner bemerkt, dass ein Programm oder Programme mit Anweisungen
bereitgestellt sein können,
die eine Datenverarbeitungsvorrichtung oder ein Netzwerk von Datenverarbeitungsvorrichtungen
zum Realisieren von Elementen der obigen Ausführungsformen und zum Ausführen des
Verfahrens wenigstens einer der obigen Operationen veranlassen.
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Außerdem kann
ein Computer-lesbares Medium mit einem darin aufgenommenen Programm bereitgestellt
sein, wobei das Programm ein Computer oder ein System von Datenverarbeitungsvorrichtungen
zum Ausführen
von Funktionen oder Operationen der Merkmale und Elemente der oben
beschriebenen Beispiele bringt. Ein Computer-lesbares Aufzeichnungsmedium kann ein
magnetisches oder optisches oder anders fassbares Medium sein, auf
welchem ein Programm aufgezeichnet ist, aber kann auch ein Signal
sein, zum Beispiel ein analoges oder digitales, elektronisches,
magnetisches oder optisches, in welchem das Programm zur Übertragung aufgenommen
ist. Ferner kann eine Datenstruktur oder ein Datenstrom mit Anweisungen
bereitgestellt sein, um eine Datenverarbeitungseinrichtung zum Ausführen der
obigen Operationen zu veranlassen. Der Datenstrom oder die Datenstruktur
kann das Computer-lesbare Medium bilden. Ferner kann ein Computerprogrammprodukt
bereitgestellt, das das Computer-lesbare Medium umfasst.
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Gemäß einem
anderen Beispiel sind eine Steuereinrichtung für einen nahtlosen Handover
einer Kommunikationsverbindung zwischen dem aktuellen Netzwerk und
einer Mobilvorrichtung an ein neues Netzwerk bereitgestellt mit:
einer Einrichtung zum Entdecken des neuen Netzwerks; einer Einrichtung
zum Erschaffen einer Vertrauensbeziehung bzw. Trust-Beziehung zwischen
dem aktuellen Netzwerk, dem neuen Netzwerk und einem Dienstbereitsteller,
wobei der Dienstbereitsteller der Mobilvorrichtung einen Dienst
durch die Kommunikationsverbindung bereitstellt, mit
- – einer
Einrichtung zum Bestimmen existierender Vertrauensbeziehungen zwischen
dem Dienstbereitsteller, dem aktuellen Netzwerk und dem neuen Netzwerk,
- – einer
Einrichtung zum Erschaffen einer Vertrauensbeziehung zwischen dem
neuen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller, wenn der Bestimmungsschritt
existierende Vertrauensbeziehungen nur zwischen dem Dienstbereitsteller
und dem aktuellen Netzwerk und dem aktuellen Netzwerk und dem neuen
Netzwerk aufdeckt,
- – einer
Einrichtung zum Erschaffen einer Vertrauensbeziehung zwischen dem
neuen Netzwerk und dem aktuellen Netzwerk, wenn der Bestimmungsschritt
existierende Vertrauensbeziehungen nur zwischen dem Dienstbereitsteller
und dem aktuellen Netzwerk und dem Dienstbereitsteller und dem neuen
Netzwerk aufdeckt;
einer Einrichtung zum Transferieren
von Kontextparametern von dem aktuellen Netzwerk an das neue Netzwerk,
wobei die Kontextparameter die Kommunikationsumgebung kennzeichnen;
und einer Einrichtung zum Durchführen
eines Handovers der Kommunikationsverbindung von dem aktuellen Netzwerk
an das neue Netzwerk.
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Der
Entdeckungsschritt kann ein Übertragen einer
Information über
das neue Netzwerk von dem aktuellen Netzwerk an die Mobilvorrichtung
umfassen.
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthält
die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Übertragen einer Kontextinformation
von dem aktuellen Netzwerk durch den Dienstbereitsteller an das
neue Netzwerk.
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthält
die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Messen wenigstens eines
der Kommunikationsparameter der Mobilvorrichtung und des neuen Netzwerks.
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthalten die Kommunikationsparameter wenigstens
eines von:
- – Ort der Mobilvorrichtung;
- – Geschwindigkeit;
- – Bewegungsrichtung;
- – Signalqualität und
- – Netzwerklatenz.
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthalten die Kommunikationsparameter wenigstens
eines von:
- – Fähigkeiten der Mobilvorrichtung;
- – Ressourcen
des neuen Netzwerks;
- – ein
Typ des durch den Dienstbereitsteller bereitgestellten Dienstes
und
- – Fähigkeiten
des neuen Netzwerks;
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthält
die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Entscheiden, ob der Handover
durchzuführen
ist, auf Grundlage der gemessenen Kommunikationsparameter.
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthält
die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Weiterübertragen
der gemessenen Kommunikationsparameter von dem aktuellen Netzwerk
an die Mobilvorrichtung, um die Mobilvorrichtung zum Durchführen der
Entscheidungsoperation zu befähigen.
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthält
die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Auffordern des aktuellen
Netzwerks, die Entscheidungsoperation durchzuführen, wenn die Mobilvorrichtung
nicht eine Information über
die gemessenen Kommunikationsparameter empfängt.
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthält
die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Transferieren der Kontextparameter
vor einem Durchführen des
Handovers.
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthält
die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Informieren des neuen
Netzwerks und des Dienstbereitstellers über den Handover.
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthält
die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Erschaffen von Sicherheitsparametern
für einen
Anfangszugriff von der Mobilvorrichtung auf das neue Netzwerk während des
Handovers.
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Gemäß einem
anderen Beispiel enthält
die Steuereinrichtung eine Einrichtung zum Anweisen der Mobilvorrichtung,
den Handover durchzuführen.