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Die
Erfindung bezieht sich generell auf ein elektrochemisches Verfahren
zur Überholung
von Kühlkanälen in Schaufelblättern und
insbesondere auf die Überholung
von Kühlkanälen in den
Schaufelblättern
von Gasturbinenlaufschaufeln und Gasturbinenleitschaufeln (Turbinenschaufelblättern),
um deren Konvektionskühlung
zu verbessern. Der Begriff „Schaufel" soll hier gleichermaßen die
Schaufeln von Flugzeugtriebwerken und landgestützten Anwendungen umfassen.
Der Begriff „Leitschaufelblatt" soll hier ebenfalls
die Leitschaufeln von Flugzeugtriebwerken und landgestützten Anwendungen
umfassen. Ein solches Verfahren ist aus
EP-A-1201343 bekannt, welches
den der vorliegenden Erfindung ähnlichsten Stand
der Technik offenbart.
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Diese
Anwendung ist den
U.S.-Patenten
Nr. 6,264,822 B1 ,
6,267,868
B1 ,
6,200,431
B1 ,
6,234,752
B1 , und
6,303,193
B1 verwandt, die denselben Inhaber haben.
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In
Gasturbinen werden Heißgase
von einer Brennkammer zum Antreiben einer Turbine verwendet, die
viele Komponenten wie beispielsweise Leitschaufeln in Hochdruckturbinenleitkränzen und
Turbinenlaufschaufeln hohen Temperaturen und Beanspruchungen aussetzen.
Die Leistungsfähigkeit
der Gasturbine wird in hohem Maße
durch die Fähigkeit der
Turbinenleitschaufeln und Turbinenlaufschaufeln beschränkt, den
daraus folgenden Temperaturen und Beanspruchungen standzuhalten.
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Typische
Turbinenleitschaufeln und Laufschaufeln weisen ein Schaufelblatt
auf, über
das die Verbrennungsgase strömen.
Ein Leitschaufelblatt ist zwischen einem äußeren und einem inneren Band positioniert,
um den Turbinenleitkranz zu bilden. Um die Leitschaufel- und die
Laufschaufeltemperatur zu senken und dadurch die thermische Leistungsfähigkeit
zu verbessern, besteht ein bekanntes Verfahren in der Zuleitung
von Kühlluft
in Hohlräume
in den Turbinenschaufelblättern.
Typischerweise sind ein oder mehrere Kühlkanäle in einem Turbinenschaufelblatt ausgebildet,
wobei ein Kühlmittel
(wie beispielsweise Verdichterauslassluft) durch eine Öffnung in
dem Schaufelblatt zugeführt
wird und durch Kühlöffnungen,
die auf einer Außenfläche des
Schaufelblattes strategisch angeordnet sind, entweichen kann. Die Kühlkanäle sorgen
für Konvektionskühlung innerhalb des
Schaufelblattes und filmartige Kühlung
auf dessen Oberfläche.
Viele unterschiedliche Hohlraum-Geometrien sind bereits verwendet
worden, um die Wärmeübertragung
auf die Kühlluft
in dem Schaufelblatt zu verbessern. So haben Kühlkanäle typischerweise kreisförmige, Rennbahn-ovale,
rechteckige, quadratische oder quer liegende Rechteckquerschnitte.
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Ein
bekannter Turbinenlaufschaufelkühlkreislauf
umfasst eine Anzahl unverbundener in Längsrichtung ausgerichteter
Kanäle
(im Folgenden „radiale
Kühlkanäle" genannt), die sich
beispielsweise durch ein Schaufelblatt einer Turbinenrotorschaufel
erstrecken Jeder radiale Kühlkanal
erhält
Kühlluft aus
der Nähe
eines Schaufelblattfußes
und leitet die Luft in Längsrichtung
auf die Schaufelblattspitze hin. Andere Kühlkreisläufe sind gewunden und umfassen eine
Anzahl in Längsrichtung
ausgerichteter Kanäle, die
in Serie verbunden sind, um eine mäanderförmige Strömung zu erzeugen. Bei jedem
Kühlkreislauf strömt et was
Luft durch Filmkühlöffnungen
in der Nähe
der Anströmkante
des Schaufelblatts aus dem Schaufelblatt und etwas Luft strömt durch
Abströmkanten-Kühlöffnungen
aus dem Schaufelblatt.
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Die
Dicke von Turbinenleitschaufeln nimmt bis zu einer relativ schmalen
Abströmkante
hin ab. Folglich ist die Kühlung
der Abströmkante
schwierig. Für
die Kühlung
der Turbinenleitschaufel weisen Leitschaufelblätter für gewöhnlich einen oder mehrere Zentralkanäle sowie
eine Reihe von in der Abströmkante
des Turbinenleitschaufelblattes ausgebildeten Auslassöffnungen
auf. Auslassöffnungen
können ebenso
in einer Anströmkante
des Leitschaufelblattes bereitgestellt werden. Kühlmittel strömt von der Spitze
oder dem Fuß des
Leitschaufelblattes in den Zentralkanal/die Zentralkanäle und strömt aus den Auslassöffnungen
aus. Ferner können
eine oder mehrere Reihen Filmkühlöffnungen
entlang einer Druck-Seitenwand des Leitschaufelblattes angeordnet
werden. Eine Leitschaufelblatt-Saug-Seitenwand kann außerdem mehrere
Reihen Filmkühlöffnungen zwischen
der Anströmkante
und einem Bereich maximaler Dicke des Leitschaufelblattes aufweisen.
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Moderne
Turbinenschaufelblätter
sind oft mit Turbulatoren und anderen Verbesserungen der Kühlung versehen,
um die Wärmeübertragung
zu verbessern. In den 1960ern und 1970ern gehörte zu der bei in stromerzeugenden
Turbinen verwendeten Turbinenschaufelblättern angewendeten Kühltechnologie
typischerweise die Anwendung von STEM-Bohren (shaped tube electrochemical
machining), um kreisförmige
oder ovale Kühlkanäle in die
Turbinenschaufelblätter
zu bohren. Die Oberflächen
dieser älteren
STEM-gebohrten Kühlkanäle sind
typischerweise glatt, ohne Turbulatoren.
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Heutzutage
sind noch zahlreiche Turbinenschaufelblätter mit den älteren STEM-gebohrten Kühlkanälen in Benutzung.
Während
regulär
angesetzter Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an stromerzeugenden
Turbinen werden diese Turbinenschaufelblätter oft repariert. Derartige
Wartungs- und Überholungsarbeiten
werden nach einer bestimmten Vor-Ort-Service-Dauer vorgenommen,
zum Beispiel alle zehntausend (10.000) Servicestunden. Bei der Überholung
zeigen für
gewöhnlich
eine Anzahl der Turbinenschaufelblätter deutliche Abnutzung, sodass
ihre Reparatur erforderlich ist, um ihre weitere Nutzung zu ermöglichen.
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Gegenwärtig umfassen
Reparaturarbeiten an Turbinenschaufelblättern deren Reinigung, Beschichtungsentfernung, Überprüfung auf
Risse, Reparatur von Rissen, Reparatur der Spitzen und Neubeschichtung.
Diese Reparaturverfahren werden durchgeführt, um den ursprünglichen
Zustand des Schaufelblattes wiederherzustellen, um eine Verkürzung der
Gebrauchsdauer des Schaufelblattes auf Grund von Abnutzung zu verhindern.
Derzeitige Reparaturverfahren verbessern jedoch die Kühlkanäle in den
Turbinenschaufelblättern
nicht und verbessern daher auch nicht den Wärmeübergang von den Kühlkanälen zu dem
Kühlmittel.
Folglich weisen die reparierten Turbinenschaufelblätter unter
den ursprünglichen
Betriebsbedingungen keine verlängerte
Gebrauchsdauer auf und erlauben auch keine erhöhten Betriebstemperaturen oder
einen reduzierten Kühlmittelstrom,
um die Effizienz der überholten
Turbinentriebwerke zu verbessern.
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Demzufolge
wird in der Technik ein Verfahren für die Überholung der Kühlkanäle in Turbinenblattschaufeln
als Teil des Reparaturprozesses während der Wartung und Überholung
des Triebwerks benötigt.
Vorteilhafterweise würde
die Überholung der
Kühlkanäle den Wärmeübergangskoeefizienten der
Turbinenschaufelblätter
verbessern. Ein verbesserter Wärmeübergang
bietet zwei miteinander einhergehende Vorteile: eine Verlängerung
der Lebensdauer der Turbinenschaufelblattes und eine erhöhte Effizienz
des Turbinentriebwerks. Genauer gesagt sorgt ein verbesserter Wärmeübergang
entweder für ein
kühleres
Turbinenschaufelblatt (bei demselben Kühlmittelstrom), was eine längere Gebrauchsdauer des
Schaufelblattes bedeutet, oder ermöglicht alternativ einen reduzierten
Kühlmittelstrom
(d. h. Ableitung von weniger Verdichterluft), was die Effizienz des
Turbinentriebwerks erhöht.
Es existiert ein entsprechender Bedarf an Turbinenschaufelblättern mit diesen überholten
Kühlkanälen und
an einem Hilfsprogramm zur effizienten Überholung der Kühlkanäle.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein elektrochemisches Bearbeitungsverfahren zur Überholung
zumindest eines Kühlkanals
in einem Schaufelblatt, nach Anspruch 1, offenbart.
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Eine
Innenoberfläche
des Kühlkanals
wird für
die elektrochemische Bearbeitung vorbereitet, was das Entfernen
von Rückständen von
der Innenoberfläche
beinhaltet. In dem Kühlkanal
wird eine Elektrode positioniert. Die Elektrode umfasst einen leitenden
Kern und eine isolierende Ummantelung und die eine isolierende Ummantelung
lässt eine Anzahl
Abschnitte des leitenden Kerns frei. Indem ein elektrischer Strom
zwischen der Elektrode und dem Schaufelblatt hindurchgeleitet wird,
während
gleichzeitig eine Elektrolytlösung
durch den Kühlkanal
zirkuliert, wird unter Verwendung der frei liegenden Abschnitte
des leitenden Kerns eine Anordnung aus Nuten auf der Innenoberfläche des
Kühlkanals
hergestellt. Diese Bearbeitung bringt einen überholten Kühlkanal hervor.
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Diese
und andere Merkmale, Aspekte und Vorzüge der vorliegenden Erfindung
sind besser verständlich,
wenn die folgende detaillierte Beschreibung mit Bezug auf die begleitenden
Zeichnungen gelesen wird, in denen durchweg gleiche Bezugszeichen
gleiche Teile bezeichnen.
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1 ist
eine Perspektive eines Turbinenlaufschaufelblattes mit einer Anzahl
radialer Kühlkanäle;
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2 ist
ein Querschnitt des Turbinenlaufschaufelblattes aus 1 mit
den radialen Kühlkanälen;
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3 ist
eine Perspektive eines Turbinenleitschaufelblattes mit einer Anzahl
von Auslassöffnungen,
die in seiner Anström-
und Abströmkante ausgebildet
sind;
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4 ist
ein Querschnitt des Leitschaufelblattes aus 3 mit den
Auslassöffnungen;
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5 ist
eine Schemadarstellung einer Elektroden-Ausführungsform
der Erfindung, wobei die Elektrode in einem Kühlkanal positioniert ist, um durch
elektrochemische Bearbeitung den Kühlkanal zu überholen;
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6 Ist
ein Querschnitt der Elektrode aus 5 entlang
der Linie 1;
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7 zeigt
eine massive Elektroden-Ausführungsform
der Elektrode aus 5;
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8 ist
ein Querschnitt eines überholten Kühlkanals,
der unter Verwendung von Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Elektrode
und des erfindungsgemäßen Verfahrens
ausgebildet wurde;
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9 ist
ein Teilquerschnitt des in 8 gezeigten überholten
Kühlkanals
in Übereinstimmung mit
einer Ausführungsform
einer durchlaufenden Lamelle und zeigt eine auf der Innenoberfläche des überholten
Kühlkanals
ausgebildete Nuten-Anordnung;
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10 ist
ein Teilquerschnitt des in 8 gezeigten überholten
Kühlkanals
in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
einer unterbrochenen Lamelle und zeigt die Nuten-Anordnung für diese Ausführungsform;
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11 ist
eine vergrößerte Ansicht
der in den 8–10 gezeigten
Lamellen und Nuten;
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12 ist
ein Teilquerschnitt eines Leitschaufelblattes mit zwei Zentralkanälen zur
Kühlung des
Leitschaufelblattes;
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13 zeigt
eine weitere Ausführungsform der
Elektrode zur Überholung
eines zentralen Kühlkanals
des Leitschaufelblattes aus 3 und
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14 ist
ein Teilquerschnitt der Elektrode aus 13, umgeben
von einem zentralen Kühlkanal
des Leitschaufelblattes aus 3.
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Bezogen
auf die in den 1–4 dargestellten
Schaufelblätter
wird eine Ausführungsform eines
elektrochemischen Bearbeitungsverfahrens zur Überholung zumindest eines Kühlkanals 30 oder 64, 65, 66 in
einem Schaufelblatt 10 oder 60 beschrieben werden.
Als Hintergrundinformation werden in den 1 und 2 ein
Turbinenlaufschaufelblatt 10 (oder „Schaufelblatt") und ein Turbinenleitschaufelblatt 60 (oder „Leitschaufelblatt") in den 3 und 4 dargestellt.
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Wie
in den 1 und 2 gezeigt, umfasst das Schaufelblatt 10 eine
Spitze 12 und einen Fuß 14.
Die Spitze weist zumindest eine Auslassöffnung 18 für Kühlmittel
wie beispielsweise Luft auf. Ein Körper 16 erstreckt
sich zwischen der Spitze und dem Fuß. Der Körper 16 umfasst eine
Druckseite 22 und eine Saugseite 20. Wie in 1 gezeigt,
hat die Saugseite 20 eine konvexe und die Druckseite 22 eine
konkave Form. Eine Längsachse 24 erstreckt sich
radial auswärts
zwischen der Spitze 12 und dem Fuß 14. Wie in 1 gezeigt,
umfasst das Schaufelblatt 10 weiter eine Anströmkante 52 und
eine Abströmkante 50.
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Das
Leitschaufelblatt 60 umfasst ähnliche Elemente wie in Bezug
auf das Laufschaufelblatt 10 beschrieben, und es werden,
wo es zutrifft, dieselben Bezugszeichen benutzt. Wie in 3 dargestellt, umfasst
das Leitschaufelblatt eine Spitze 62 und einen Fuß 63.
Der Körper 60 erstreckt
sich zwischen der Spitze 62 und dem Fuß 63 und enthält einen
oder mehrere Zentralkanäle 65,
wie sie beispielsweise in der Perspektive in 3 (ein einziger
Zentralkanal) und in dem Querschnitt in 12 (zwei
Zentralkanäle)
gezeigt werden. Wie in 3 dargestellt, strömt das Kühlmittel
durch die Spitze 62 in den einzelnen Zentralkanal 65 und
alternativ oder zusätzlich
durch das Ende 63. Bei einer Konfiguration mit multiplen Zentralkanälen, wie
beispielsweise in 12 dargestellt, befindet sich
der Eingang (und der Kühlmittelstrom)
zu den Zentralkanälen 65 entweder
an der Spitze 62 oder am Ende 63. Das Leitschaufelblatt 60 umfasst
weiter, wie in 3 gezeigt, eine Anströmkante 52 und
eine Abströmkante 50.
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Wie
in den 2 und 4 zu sehen ist, umfassen das
Laufschaufelblatt 10 und das Leitschaufelblatt 60 die
Kühlkanäle 30 und
entsprechend 64, 65, 66. Genauer gesagt
weist das Laufschaufelblatt 10 zumindest einen radialen
Kühlkanal 30 auf, der
sich zwischen der Spitze 12 und dem Fuß 14 durch den Körper 16 erstreckt.
Der radiale Kühlkanal 30 leitet
den Kühlluft-
oder Kühlmittelstrom
durch das Laufschaufelblatt 10. Wie die Pfeile in 2 anzeigen,
leitet der radiale Kühlkanal 30 Luft
zu der Laufschaufelblattspitze (radial auswärts). Nach dem Passieren des
radialen Kühlkanals 30 verlässt das
Kühlmittel
das Laufschaufelblatt 10 durch die Auslassöffnung 18 in
der Spitze 12. Dagegen tritt Kühlmittel in das Leitschaufelblatt 60 durch
einen Zentralkanal 65 ein und tritt aus dem Leitschaufelblatt 60 durch
die Auslassöffnungen 64, 66 in
der Anströmkante 52 und entsprechend
der Abströmkante 50 aus.
Bei der in 12 gezeigten Konfiguration mit
einem Doppel-Zentralkanal 65 strömt das Kühlmittel durch einen Zentralkanal 65 und
durch Auslassöffnungen 66 zur
Abströmkante 50,
und es strömt
Kühlmittel
durch den anderen Zentralkanal 65 und durch die Auslassöffnungen 64 (in
dem Querschnitt in 12 nicht gezeigt) zu der Anströmkante 52.
Die radialen Kühlkanäle 30,
der Zentralkanal bzw. die Zentralkanäle 65 und die Auslassöffnungen 64, 66 werden
hier als „Kühlkanäle" bezeichnet und sind
generisch durch das Bezugszeichen 101 gekennzeichnet. Wie
für Fachleute
ersichtlich ist, wird der Begriff „Kühlkanal" hier als Bezeichnung für jede Kühlöffnung verwendet, egal,
ob sie in einem Leitschaufelblatt 60 oder einem Laufschaufelblatt 10 ausgebildet
ist.
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Die
Elektrode 110 zur Überholung
des Kühlkanals 101 in
dem Schaufelblatt 10, 60 ist schematisch in 5 dargestellt
und ein Querschnitt der Elektrode entlang der Linie 1 wird
in 6 gezeigt. Die Elektrode 110 umfasst
eine Spitze 140, ein Ende 130, einen leitenden
Kern 116 und eine auf den leitenden Kern 116 aufgebrachte
isolierende Ummantelung 118, wie es beispielsweise in den 5 und 6 dargestellt
ist. Die isolierende Ummantelung 118 lässt eine Anzahl leitender Streifen 150 des
leitenden Kerns 116 frei und bildet eine Anzahl isolierender
Abschnitte 160. Die leitenden Streifen erstrecken sich
zwischen der Spitze 140 und dem Ende 130 der Elektrode 110.
Die isolierenden Abschnitte 160 überspannen im Wesentlichen
den Abstand zwischen der Spitze 140 und dem Ende 130 und
sind zwischen den leitenden Streifen 150 angeordnet. Der Begriff „überspannen
im Wesentlichen" wird
hier in dem Sinn gebraucht, dass jede Ausdehnung entlang der Länge der
Elektrode 110 (nicht dargestellt) oder unterbrochene Ausdehnung
entlang der Länge
der Elektrode 110, wie beispielsweise in 5 gezeigt, durch
ihn abgedeckt wird. Die isolierende Ummantelung 118 lässt weiter
eine Anzahl von Abstandshalterabschnitten 133 des leitenden
Kerns 116 frei, die in Längsrichtung zwischen den isolierenden
Abschnitten 160 angeordnet sind, wie zum Beispiel in 5 gezeigt.
Der Begriff „in
Längsrichtung
angeordnet" wird
hier in dem Sinn gebraucht, dass die Abstandshalterabschnitte 133 in
Längsrichtung
entlang der Elektrode 110 zwischen den isolierenden Abschnitten 160 angeordnet
sind.
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Um
die leitenden Streifen
150 und die Abstandshalterabschnitte
133 freizulegen,
wird die isolierende Ummantelung
118 beispielsweise durch
Laser-Ablation teilweise entfernt, wie es beispielsweise in
6 für den Querschnitt
der Elektrode
110 an der Schnittlinie
1 gezeigt
wird. Ein beispielhaftes Laser-Ablationsverfahren wird beispielsweise
in dem
U.S.-Patent
Nr. 6,303,193 B1 desselben Inhabers beschrieben, auf das
oben Bezug genommen wurde.
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Der
leitende Kern 116 ist hohl, um es zu ermöglichen,
dass eine Elektrolytlösung
durch einen Einlass 120 in den Kühlkanal 101 gepumpt
wird und durch eine Auslassöffnung 122 herausgepumpt
wird, wie beispielsweise in 5 gezeigt.
Beispielhafte leitende Kerne sind zylinderförmig und weisen den in 6 gezeigten
kreisförmigen
Querschnitt auf. Es existieren jedoch andere beispielhafte leitende
Kerne mit rechteckigen oder asymmetrischen Querschnitten, die hier
nicht dargestellt sind.
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In 7 wird
eine alternative massive Elektrode 110 gezeigt. Die massive
Elektrode gleicht der hohlen Elektrode 110, mit der Ausnahme,
dass der leitende Kern 116 massiv ist und die Elektrolytlösung in
den Spalt 102 zwischen der massiven Elektrode 110 und
der Wand des Kühlkanals 101 in
den Kühlkanal 101 gepumpt
wird, wie es beispielsweise in 7 dargestellt
ist.
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Eine
mögliche
Elektrode 110 verfügt über leitende
Streifen 150 und Abstandshalterabschnitte 133 mit
einer Breite 152 und isolierende Abschnitte 160 mit
einer Breite 154 von circa 0,01 bis circa 0,06 cm und insbesondere
von circa 0,02 bis circa 0,05 cm. Die Abstandshalterabschnitte 133 haben
eine Länge 156 von
circa 0,01 bis 0,06 cm und insbesondere von circa 0,02 bis circa
0,05 cm. Vorteilhafterweise ermöglichen
die beispielhaften Abmessungen die maschinelle Herstellung einer
Anzahl von Nuten 32 und Lamellen 34 in dem Kühlkanal 101,
wodurch in dem Kühlkanal 101 eine
vergrößerte Innenoberfläche 36 bereitgestellt
wird und entsprechend die Kühlung
der Schaufelblätter
verbessert wird.
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Bei
einer beispielhaften Anwendung der Elektrode 110 ist das
Schaufelblatt ein Laufschaufelblatt 10 und der Kühlkanal 101 ein
radialer Kühlkanal 30.
Bei einer anderen beispielhaften Anwendung der Elektrode 110 ist
das Schaufelblatt ein Leitschaufelblatt 60 und der Kühlkanal 66 erstreckt
sich zwischen dem Zentralkanal 65 und der Abströmkante 50.
Die Anwendung der Elektrode 110 bei einem Leitschaufelblatt 60 ist
aufgrund der Länge
und Größe des Oberflächenbereiches
der in den Abströmkanten 50 von
Leitschaufeln 60 ausgebildeten Kühlkanäle 66 besonders vorteilhaft
für landgestützte Turbinen.
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Mit
Bezug auf die 13 und 14 wird eine
weitere Elektrode beschrieben. Diese Elektrode (ebenfalls durch
das Bezugszeichen 110 gekennzeichnet) ähnelt den oben beschriebenen
Elektroden, sodass hier nur die Unterschiede zwischen den beiden
Ausführungsformen
erörtert
werden. Wie in 13 gezeigt, wird die Elektrode
zur Überholung des
Zentralkanals 65 des Leitschaufelblattes 60 verwendet.
In dieser Ausführungsform
ist der leitende Kern 116 der Form des Zentralkanals 65 angepasst. Der
Begriff „der
Form des Zentralkanals 65 angepasst" wird hier in dem Sinn verwendet, dass
der leitende Kern 116 im Wesentlichen dieselbe Form aufweist
wie der Zentralkanal 65, aber derart bemessen ist, dass
der leitende Kern 116 und die isolierende Ummantelung 118 so
in den Zentralkanal 65 hineinpassen, dass noch ein Abstand
zwischen der Elektrode 110 und der Wand des Zentralkanals 65 für den Elektrolytstrom
bleibt. Beispielsweise ist der leitende Kern 116 so dimensioniert,
dass der durchschnittliche Abstand zwischen der isolierenden Ummantelung
und der Innenoberfläche 36 des
Zentralkanals 65 circa 0,004 bis circa 0,03 cm beträgt. Obwohl
in 13 der Fall einer Konfiguration mit einem einzigen
Zentralkanal 65 gezeigt wird, kann die Elektrode 110 auch
bei Konfigurationen mit multiplen Zentralkanälen 65 angewendet
werden. Wie es wünschenswert
ist, kann diese Elektrode zur Überholung
des Zentralka nals 65 verwendet werden und verbessert die
Konvektionswärmeübertragung
durch eine Vergrößerung des
Oberflächenbereichs
für den
Wärmeübergang
sowie die Förderung
von Turbulenz in dem Zentralkanal 65.
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Die
Elektrode 110 ist auch integriert in ein elektrochemisches
Bearbeitungsverfahren zur Überholung
von zumindest einem Kühlkanal 101 in
dem Schaufelblatt 10, 60. Zu diesem elektrochemischen Bearbeitungsverfahren
gehört
die Vorbereitung der Innenoberfläche 36 des
Kühlkanals 101 für die elektrochemische
Bearbeitung. Die Vorbereitung beinhaltet die Entfernung von Schmutz
oder Beschichtungsresten (oder „Rückständen") von der Innenoberfläche 36.
Das elektrochemische Bearbeitungsverfahren umfasst weiter die Positionierung
der Elektrode 110 in dem Kühlkanal 101 des Schaufelblattes 10, 60,
wie es zum Beispiel in den 5 und 7 dargestellt ist.
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Danach
wird die Nuten-Anordnung 38, 39 in die Innenoberfläche 36 des
Kühlkanals 101 eingearbeitet,
um so einen überholten
Kühlkanal 201 zu
erhalten. Ein beispielhafter überholter
Kühlkanal 201 wird
in 8 im Querschnitt gezeigt und beispielhafte Nuten-Anordnungen 38, 39 sind
in den 9 und 10 dargestellt. Zu der Nuten-Anordnung 38, 39 gehören Lamellen 34 und
Nuten 32, wie sie beispielsweise in den 9 und 10 dargestellt
sind. Die Lamellen 34 ragen aus der Innenoberfläche 36 hervor,
wie in 8 gezeigt. Die beispielhafte Nuten-Anordnung 39 beinhaltet
außerdem
Anschlüsse 33,
wie in 10 dargestellt, während die
beispielhafte Nuten-Anordnung 38 diese
nicht enthält.
Genauer gesagt wird zur Herstellung der Nuten-Anordnung 39 eine
Anzahl Anschlüsse 33 auf
der Innenoberfläche 36 des überholten
Kühlkanals 201 ausgebildet,
sodass die Lamellen 34 von den Anschlüssen 33 unterbrochen
werden, die benachbarte Nuten 32 verbinden. Zur Herstellung
der Nuten-Anordnung 39 lässt die isolierende Ummantelung 118 der
Elektrode 110 ferner die Abstandshalterabschnitte 133 des
leitenden Kerns 116 frei, wie beispielsweise in 5 gezeigt.
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Die
Nuten-Anordnung 38, 39 wird hergestellt, indem
ein elektrischer Strom zwischen der Elektrode 110 und dem
Schaufelblatt 10, 60 hindurchgeleitet wird, während gleichzeitig
eine Elektrolytlösung
durch den Kühlkanal 101 zirkuliert.
Der Elektrolyt wird unter Druck durch ein Ende 124 des Kühlkanals 101 gepumpt.
Gemäß einer
speziellen Ausführungsform
ist der Elektrolyt sauer, wie zum Beispiel Schwefelsäure (H2SO4) oder Salpetersäure und
insbesondere eine fünfzehnprozentige (5–15%ige)
H2SO4-Lösung. Die
letztere Ausführungsform
wird vorteilhafterweise zur Bearbeitung von Nickellegierungen verwendet.
Vorteilhafterweise reduziert ein saurer Elektrolyt die Verstopfung
der engen Kühlkanäle 101 während der
elektrochemischen Bearbeitung durch die Neutralisation von Metallhydroxid,
wodurch die Bildung eines Fällungsmittels
verhindert wird. Alternativ kann auch ein Elektrolyt auf Salzbasis
wie beispielsweise eine wässrige
Kochsalzlösung
(NaCl-Lösung), insbesondere
eine fünfzehnprozentige
(15%ige) wässrige
NaCl-Lösung,
für das
elektrochemische Bearbeitungsverfahren der Erfindung verwendet werden,
mit einer geeigneten Elektrolytdruckspülung mit beispielsweise 90
psi oder höher.
Ein Salzelektrolyt erfordert aufgrund des Metallhydroxids (Schlamm),
das sich in dem Spalt zwischen der Elektrode und der Wand des Kühlkanals
aufbaut, eine stärkere
Elektrolytspülung
als ein saurer Elektrolyt.
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Bei
hohlen Elektroden 110 tritt der Elektrolyt durch den Einlass 120 in
die Elektrode 110 ein und strömt durch die Austrittsöffnung 122 aus,
wie in 5 gezeigt. Um einen gleichmäßigen Elektrolytstrom zu gewährleisten,
ist ein Ende des Kühlkanals 101 blockiert,
wie in 5 gezeigt. Der Kühlkanal 101 kann zum
Beispiel durch einen aus einem geeigneten Material wie beispielsweise
Gummi geformten Stöpsel 104 verschlossen
sein. Bei der massiven Elektrode 110 lässt man alternativ den Elektrolyten
in dem Spalt 102 zwischen der Elektrode 110 und
der Wand des Kühlkanals 101 einströmen, wie
es beispielsweise in 7 gezeigt wird.
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Die
(+) und (–)-Zeichen
in den 5 und 7 zeigen eine gepulste Spannung
durch die Elektrode und das Schaufelblatt an. Der Strom wird durch
die Verbindung der Elektrode 110 mit einem negativen Pol
einer STEM-Stromversorgung (nicht gezeigt) und der Verbindung des
Schaufelblatts 10, 60 mit einem positiven Pol
dieser STEM-Stromversorgung
geliefert. Gemäß einer
speziellen Ausführungsform
wird eine Spannungsdifferenz von circa fünf (5) bis circa fünfzehn (15)
V zwischen der Elektrode 110 und dem Schaufelblatt 10, 60 bei
Vorhandensein eins sauren Elektrolyten angelegt. Generell führen derart
niedrige Spannungen zu einer besseren Herausarbeitung der Nuten-Anordnung 38, 39. Typischerweise
werden für
Elektrolyte auf Salzbasis höhere
Spannungen wie zum Beispiel Spannungen bis zu circa fünfundzwanzig
(25) V verwendet. Die Herstellungsdauer für die Nuten-Anordnung 38, 39 hängt von
dem bearbeiteten Material ab (nämlich dem
Material, das die Innenoberfläche 36 des
Kühlkanals 101 bildet),
der zwischen der Elektrode 110 und dem Schaufelblatt 10, 60 angelegten
Spannungsdifferenz, dem Spalt 102 zwischen der Elektrode 110 und
der Wand des Kühlkanals 101 und
der gewünschten
Tiefe der Nuten-Anordnung 38, 39. Die gewünschte Bearbeitungszeit
lässt sich
von Fachleuten aufgrund dieser Überlegungen
ermitteln. Zum Beispiel: Bei einer aus GTD 111, einer ausscheidungsgehärteten Superlegierung
auf Nickelbasis, gebildeten Innenoberfläche 36 mit einer angelegten Spannungsdifferenz
von circa fünf
bis circa fünfzehn Volt
(Spitzenamplitude) und bei Vorhandensein eines zehnprozentigen (10%)
H2SO4-Elektrolyten,
liegt die Bearbeitungszeit für
die Ausbildung einer Nutentiefe von 0,25 cm typischerweise in einem
Bereich von circa 5 bis circa 12 Minuten.
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Obwohl
die Elektrode 110 oben als leitende Streifen 150 und
Abstandhalterabschnitte 133 umfassend beschrieben wird,
weist die Elektrode 110 für die Ausführungsform des elektrochemischen
Verfahrens allgemeiner ausgedrückt
frei liegende Abschnitte des leitenden Kerns 116 auf. Beispielhafte
frei liegende Abschnitte sind auch die gewölbten und komplementär gewölbten Abschnitte
der ebenfalls anhängigen
und ebenfalls auf den Inhaber der vorliegenden Patentanmeldung lautenden
U.S.-Patentanmeldung Nr. 09/683,189. Weitere beispielhafte frei liegende
Abschnitte sind in Längsrichtung
beabstandete Ringe (nicht dargestellt). Bei der oben erörterten Ausführungsform
der Elektrode 110 umfassen die frei liegenden Abschnitte
leitende Streifen 150 und Abstandhalterabschnitte 133.
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Um
den Kühlkanal 101 elektrochemisch
zu bearbeiten, muss die Innenoberfläche 36 des Kühlkanals 101 sowohl
sauber als auch ausreichend leitend sein. Sowohl der gewöhnliche
Gebrauch wie auch die Verfahrensschritte (z. B. Beschichtungsentfernung),
die generell bei Reparaturvorgängen
an Turbinenschaufelblättern 10, 60 vorgenommen
werden, versehen die Kühlkanäle 101 mit
einer Aluminid-Beschichtung (wie beispielsweise einer Dampfphasen-Aluminid-Beschichtung, vapor-phase
aluminide coating, „VPA"). Dementsprechend
gehört
zu der Vorbereitung der Innenoberfläche 36 gemäß einer
speziellen Ausführungsform
die Durchführung
eines Oberflächenbehandlungsverfahrens
zum Entfernen nicht-leitender Rückstände. Gemäß einer
weiteren speziellen Ausführungsform
gehört
zu der Vorbereitung der Innenoberfläche die Durchführung eines Chemical-Stripping-Verfahrens
vor der Durchführung des
Oberflächenbehandlungsverfahrens,
wobei das Oberflächenbehandlungsverfehren
nicht-leitende Rückstände des
Chemical-Stripping-Verfahrens
entfernt. Beispielhafte Chemical-Stripping-Verfahren verwenden
Mischungen aus einer oder mehreren Mineralsäuren wie beispielsweise Salpetersäure, Phosphorsäure, Salzsäure, Schwefelsäure oder
deren Kombinationen und zusätzlich
einen oder mehrere Zusatzstoffe wie beispielsweise Essigsäure oder
einen Hemmstoff. Gemäß einer
weiteren speziellen Ausführungsform
entfernt das Chemical Stripping die Aluminid-Beschichtung der Kühlkanäle 101.
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Konventionelle
Chemical-Stripping-Verfahren hinterlassen typischerweise nicht-leitende
Rückstände (für gewöhnlich als „smut", „Dreck" bezeichnet). In
einer Ausführungsform
ist das Oberflächenbehandlungsverfahren
dafür konzipiert, nicht-leitende
Rückstände von
der Innenoberfläche 36 der
Kühlkanäle 101 zu
entfernen, sodass die elektrochemische Bearbeitung erfolgreich durchgeführt werden kann.
Ein beispielhaftes Oberflächenbehandlungsverfahren
beinhaltet das Eintauchen des Schaufelblattes 10, 60 in
eine saure Lösung
wie beispielsweise Fluorokieselsäure
(H2SIF6), die zwischen
circa Null Prozent (0%) und circa fünfundsiebzig Prozent (75%)
einer starken Mineralsäure
wie beispielsweise Phosphorsäure,
Salpetersäure
oder Schwefelsäure enthalten
kann. Gemäß einem
Beispiel enthält
die saure Lösung
circa fünfundsiebzig
Prozent (75%) (vol/vol) Fluorokieselsäure (H2SIF6), Handelsqualität, 23–25% (wt/wt). Das Eintauchen
wird bei einer beispielhaften Temperatur von ungefährer Umgebungstemperatur
bis zu circa achtzig (80) Grad Celsius für eine beispielhafte Zeitspanne
von circa dreißig
(30) Minuten bis zu circa fünf
(5) Stunden durchgeführt, wobei
während
dieser Zeitspanne die nicht-leitenden Rückstände gelöst oder aufgelöst werden.
Das beispielhafte Oberflächenbehandlungsverfahren
umfasst weiter die Spülung
des Schaufelblattes 10, 60 und dessen Ultraschall-Reinigung.
Beispielsweise wird das Schaufelblatt 10, 60 in
ein konventionelles Ultraschallbad eingetaucht, das ein Benetzungsmittel oder
Tensid enthält
wie beispielsweise 0,5% Triton®X-100, Calciumkarbonat
(zum Beispiel Alconox®), Triton®X-100
[9002-93-1], Polyoxyethylen(10)-Isooctylcyclohexylether bei einer
beispielhaften Temperatur von ungefähr Umgebungstemperatur bis
circa achtzig (80) Grad Celsius für eine beispielhafte Zeitspanne
von circa fünfzehn
(15) Minuten bis circa eine Stunde. Das beispielhafte Oberflächenbehandlungsverfahren
beinhaltet weiter das nochmalige Spülen des Schaufelblattes 10, 60.
Alternativ kann das Oberflächenbehand lungsverfahren
die Ultraschallreinigung und das Spülen des Schaufelblattes 10, 60,
das Eintauchen des Schaufelblattes 10, 60 in die
saure Lösung
und das nochmalige Spülen
des Schaufelblattes 10, 60 beinhalten.
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Vorteilhafterweise
sorgt die Kombination aus Chemical-Stripping- und Oberflächenbehandlungsverfahren
für eine
saubere, leitende Innenoberfläche 36 der
Kühlkanäle 101 und
fördert
eine effektive, gleichmäßige elektrochemische
Bearbeitung der Kühlkanäle 101.
Das Oberflächenbehandlungsverfahren
umfasst weiter die Druckspülung
der Kühlkanäle 101 nach
dem nochmaligen Spülen,
beispielsweise mit einem Hochdruck-Sprühnebel aus Wasser oder Dampf,
um verbleibende Rückstände zu entfernen.
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Wie
oben erwähnt
verfügt
die Elektrode 110 für
das elektrochemische Bearbeitungsverfahren generell über frei
liegende Abschnitte des leitenden Kerns 116. Die frei liegenden
Abschnitte bestehen aus leitenden Streifen 150 und die
isolierende Ummantelung besteht aus isolierenden Abschnitten 160. Wie
oben mit Bezug auf die Ausführungsform
der Elektrode 110 erörtert
wurde, sind die isolierenden Abschnitte 160 zwischen den
leitenden Streifen 150 angeordnet, um eine alternierende
Anordnung zu bilden. Daher wird die Nuten-Anordnung 38, 39 unter Verwendung
der alternierenden Anordnung hergestellt. Auf diese Weise werden
Lamellen 34 und Nuten 32 auf der Innenoberfläche 36 des überholten Kühlkanals 201 ausgebildet,
wie es beispielsweise in den 8–11 vergrößert dargestellt
ist. Im Wesentlichen wird bei der Anwendung des elektrischen Stroms
in Bereichen des Kühlkanals 101,
die mit leitenden Streifen 150 des leitenden Kerns 116 in
der E lektrode 110 übereinstimmen,
Material aus dem Kühlkanal 101 entfernt.
Die isolierenden Abschnitte 160 schirmen jedoch entsprechende
Bereiche des Kühlkanals
während
der Anwendung des elektrischen Stroms ab und erhalten dadurch die
Lamellen 34, die demzufolge von der Innenoberfläche 36 des überholten
Kühlkanals 210 vorstehen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
des beanspruchten elektrochemischen Bearbeitungsverfahrens ist die
Elektrode 110 so dimensioniert, dass sie einen Durchmesser 111 hat,
der zwischen circa 0,008 bis circa 0,015 cm, beispielsweise 0,013
cm, kleiner ist als der Durchmesser 103 des Kühlkanals 101.
Die beispielhaften Durchmesser 111 und 103 werden
in den 5 und 6 gezeigt. Gemäß einem
Beispiel dieser Ausführungsform
ist das Schaufelblatt ein Laufschaufelblatt 10 und der
Kühlkanal 101 ist
ein radialer Kühlkanal 30.
Gemäß einem
anderen Beispiel dieser Ausführungsform
ist das Schaufelblatt ein Leitschaufelblatt 60 und der
Kühlkanal 101 erstreckt sich
zwischen einem Zentralkanal 65 und einer Abströmkante 50.
Die letztere Ausführungsform
ist aufgrund der größer bemessenen
Auslassöffnungen 66, die
in den Abströmkanten 50 der
Leitschaufelblätter 60 für landgestützte Anwendungen
ausgebildet sind, besonders nützlich
für landgestützte Anwendungen. Um
eine hochpräzise
(high-definition) elektrochemische Bearbeitung durchführen zu
könne,
sollte der Abstand zwischen der Elektrode 110 und der Wand des
Kühlkanals 101 gering
bemessen sein. Aufgrund von Verwerfung und Reißen des Kühlkanals 101 jedoch,
das beim Gebrauch des Turbinenschaufelblattes 10, 60 auftreten
kann, ist der wünschenswerte Abstand
zwischen der Elektrode 110 und der Wand des Kühlkanals 101 so
bemessen, dass die Elekt rode 110 leicht in den Kanal 101 eingesetzt
werden und der Elektrolyt zwischen der Elektrode und der Kanalwand
hindurchströmen
kann. Es wurde festgestellt, dass der oben genannte Abstand von
circa 0,008 bis circa 0,015 cm sowohl für den erforderlichen Abstand als
auch für
die Herstellung einer gut ausgearbeiteten Nuten-Anordnung in dem überholten
Kühlkanal 201 sorgt.
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Ein
weiteres elektrochemisches Bearbeitungsverfahren zur Überholung
zumindest eines Kühlkanals 101 in
einem Schaufelblatt 10, 60 beinhaltet die Positionierung
einer Elektrode 110 gemäß der oben
erörterten
Elektroden-Ausführungsform
in dem Kühlkanal 101.
Die Elektrode 110 umfasst leitende Streifen 150,
isolierende Abschnitte 160 und Abstandshalterabschnitte 133.
Das elektrochemische Bearbeitungsverfahren umfasst weiter die maschinelle
Herstellung einer Nuten-Anordnung 39 auf der Innenoberfläche 36 des
Kühlkanals 101 unter Verwendung
von leitenden Streifen 150 und Abstandshalterabschnitten 133,
indem ein elektrischer Strom zwischen der Elektrode 110 und
dem Schaufelblatt 10, 60 hindurchgeführt wird,
während
gleichzeitig eine Elektrolytlösung
durch den Kühlkanal 101 zirkuliert,
um einen überholten
Kühlkanal 201 hervorzubringen.
Eine beispielhafte Spannungsdifferenz von circa fünf (5) bis
circa fünfzehn
(15) V wird bei Vorhandensein eines sauren Elektrolyten zwischen der
Elektrode 110 und dem Schaufelblatt 10, 60 angelegt.
Alternativ werden höhere
Spannungen wie beispielsweise Spannungen bis zu circa fünfundzwanzig
(25) V bei Elektrolyten auf Salzbasis angewendet.
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Das
Schaufelblatt umfasst sowohl Turbinenlaufschaufelblätter 10 als
auch Turbinenleitschaufelblätter 60 und
der Begriff „Schaufelblatt" wird hier in einem
Sinn gebraucht, der beide Schaufelblatt-Typen umfasst. Das Schaufelblatt 10, 60 umfasst
die Spitze 12, 62, den Fuß 14, 63 und
den Körper 16,
der sich zwischen der Spitze 12, 62 und dem Fuß 14, 63 erstreckt,
wie in den 1 und 3 gezeigt.
Das Schaufelblatt weist weiter zumindest einen Kühlkanal auf, (bezeichnet mit
dem Bezugszeichen 201, um darauf hinzuweisen, dass der
Kühlkanal
mit der Nuten-Anordnung versehen ist), der in dem Körper 16 ausgebildet
und für
die Aufnahme eines Kühlmittels ausgelegt
ist. Die beispielhaften Kühlkanäle 201 umfassen
radiale Kühlkanäle 30 und
Auslassöffnungen 64, 66 in
der Anströmkante 52 und
entsprechend der Abströmkante 50,
wie es in den 2 und 4 dargestellt
ist.
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8 zeigt
einen Querschnitt des Kühlkanals 201,
der über
die Innenoberfläche 36 verfügt. Zur
Vergrößerung seines
Oberflächenbereiches
ist der Kühlkanal 201 mit
der auf der Innenoberfläche 36 ausgebildeten
Nuten-Anordnung 39 versehen, wie in 10 gezeigt.
Wie in 8 dargestellt ist, umfasst die Nuten-Anordnung 39 eine
Anzahl Nuten 32 die sich in Längsrichtung entlang dem Kühlkanal 201 erstrecken,
wie beispielsweise in 10 gezeigt. Die Nuten-Anordnung 39 umfasst
weiter eine Anzahl Lamellen 34, die mit den Nuten 32 alternierend
angeordnet sind, wie es in 10 gezeigt
wird und in 8 im Querschnitt dargestellt
ist. Die Lamellen 34 überspannen
im Wesentlichen die Länge
des Kühlkanals 201,
wie in 10 gezeigt. Vorteilhafterweise verfügt der Kühlkanal 201 verglichen
mit dem glatten Kühlkanal 101 (der
nur als Umriss in den 5 und 7 gezeigt
wird) über
einen größeren Oberflächenbereich.
Dieser vergrößerte Oberflächenbereich wird
durch die Nuten-Anordnung 39 bewirkt. Demzufolge weist
das Schaufelblatt 10, 60 mit dem Kühlkanal 201 einen
höheren
Wärmeübergangskoeffizienten
auf, wodurch im Verhältnis
zu einem Schaufelblatt mit einem glatten Kühlkanal 101 die Turbinentriebwerkseffizienz
verbessert wird.
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Wie
in 10 dargestellt, enthält die Nuten-Anordnung 39 ferner
eine Anzahl von Anschlüssen 33,
die in Längsrichtung
zwischen zwei der Lamellen 34 angeordnet sind. Auf diese
Weise verbindet jeder Anschluss 33 zwei Nuten 32.
Der Begriff „in Längsrichtung
angeordnet" wird
hier in dem Sinn gebraucht, dass die Anschlüsse 33 zwischen den
Lamellen 34 in Richtung entlang der Längsachse 24 angeordnet
sind. Vorteilhafterweise unterbrechen die Anschlüsse 33 den Kühlmittelstrom
in dem Kühlkanal 201,
was Strömungsturbulenz,
eine dünnere
Grenzschicht und einen höheren
Wärmeübergangskoeffizienten
für das
Schaufelblatt 10, 60 bewirkt. Der höhere Wärmeübergangskoeffizient
erhöht
wiederum die Effizienz des Turbinentriebwerks im Verhältnis zu
einem Schaufelblatt mit glatten Kühlkanälen 101.
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In 9 ist
eine alternative Nuten-Anordnung 38 dargestellt, die Nuten 32 und
Lamellen 34 aufweist, aber keine Anschlüsse 33 umfasst.
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Die
Lamellen 34 haben eine Breite 42 und die Nuten 32 haben
eine Breite 40 von circa 0,01 bis circa 0,06 cm und insbesondere
von circa 0,02 bis circa 0,05 cm. Beispiel hafte Lamellen 34 und
Nuten 32 haben eine Tiefe 44 von circa 0,01 bis
circa 0,06 cm und insbesondere von circa 0,02 bis circa 0,05 cm.
Ferner haben beispielhafte Anschlüsse 33 eine Breite 42,
eine Tiefe 44 und eine Länge von circa 0,01 bis circa
0,06 cm und insbesondere von circa 0,02 bis circa 0,05 cm. Die Breiten 42, 40,
die Tiefe 44 und die Länge 46 sind
in 11 dargestellt. Vorteilhafterweise erlauben die
beispielhaften Abmessungen eine große Anzahl Nuten 32,
Lamellen 34 und Anschlüsse 33 in
dem überholten
Kühlkanal 201, der
typischerweise einen kleinen Querschnitt hat. Folglich vergrößern die
beispielhaften Abmessungen die Innenoberfläche 36 und verbessern
dadurch die Kühlung
der Schaufelblätter 10, 60.
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Es
wird ein elektrochemisches Bearbeitungsverfahren angewendet, um
den Zentralkanal 65 des Leitschaufelblattes 60 unter
Verwendung der Elektrode 110, die oben mit Bezug auf die 13 und 14 beschrieben
wurde, zu überholen.
Dieses elektrochemische Bearbeitungsverfahren ist ähnlich dem
zuvor beschriebenen, weshalb nur die Unterschiede erörtert werden.
Bei diesem Verfahren ist der leitende Kern 116 an die Form
des Zentralkanals 65 angepasst, wie es oben mit Bezug auf
die 13 und 14 erörtert wurde.
Insbesondere wird die Elektrode 110 mit einem zugänglichen
Zentralkanal 65 angewendet. Der Zentralkanal 65 ist
beispielsweise vor der Durchführung
des elektrochemischen Bearbeitungsverfahrens unbedeckt. Aufgrund der
Größe des Zentralkanals 65 verbessert
diese Ausführungsform
die Konvektionswärmeübertragung der
Leitschaufel 60 durch eine Vergrößerung des Oberflächenbereiches
und die Begünstigung
von Turbulenz in dem Zentralka nal 65. Das Verfahren ist gleichermaßen anwendbar
auf Leitschaufeln 60 mit einem einzigen Zentralkanal (3)
und mit multiplen Zentralkanälen
(12).
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Das
Schaufelblatt kann ein Turbinenlaufschaufelblatt 10 sein.
In diesem Fall ist der Kühlkanal 201 ein
radialer Kühlkanal 30,
der sich zwischen der Spitze 12 und dem Fuß 14 durch
den Körper 16 erstreckt,
wie in 2 dargestellt.
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Weiterhin
ist die Spitze 12 mit zumindest einer Auslassöffnung 18 versehen,
wobei die Auslassöffnung
mit dem radialen Kühlkanal
verbunden und dafür
ausgelegt ist, Kühlmittel
aus dem Schaufelblatt abzulassen, nachdem das Kühlmittel durch den radialen
Kühlkanal
geströmt
ist. Auf der Innenoberfläche 36 des
radialen Kühlkanals 30 ist
die Nuten-Anordnung 39 ausgebildet. Gemäß einer allgemeineren Turbinenlaufschaufelblatt-Ausführungsform
enthält das
Turbinenlaufschaufelblatt 10 eine Anzahl radialer Kühlkanäle 30,
wie beispielsweise in 2 dargestellt. Dementsprechend
sind in der Spitze 12 eine Anzahl Auslassöffnungen 18 ausgebildet,
wie sie beispielsweise in den 1 und 2 gezeigt
werden. Die Nuten-Anordnung 39 ist auf der Innenoberfläche 36 jedes
radialen Kühlkanals 30 ausgebildet.
Vorteilhafterweise weist das dieser Ausführungsform gemäße Laufschaufelblatt 10 im
Verhältnis
zu einem Laufschaufelblatt 10 mit glatten radialen Kühlkanälen 101 eine
signifikant niedrigere Betriebstemperatur auf. Die Temperaturdifferenz
kann zum Beispiel vierzig Grad Celsius übersteigen. Dieses Temperaturdifferenzial
resultiert entweder in einer signifikanten Verlängerung der Gebrauchsdauer
des Laufschaufelblattes (bei demselben Kühlmittelstrom) oder in einer verbesserten
Triebwerkseffizienz aufgrund einer Reduzierung des Kühlmittelstroms.
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Das
Schaufelblatt kann ein Turbinenleitschaufelblatt 60 mit
einer Anströmkante 52 und
einer Abströmkante 50 sein.
In diesem Fall ist ein beispielhafter Kühlkanal 201 die in
der Abströmkante 50 ausgebildete
Auslassöffnung 64,
auf deren Innenoberfläche 36 die
Nuten-Anordnung 39 ausgebildet ist. Die Auslassöffnung 64 ist
dafür ausgelegt,
Kühlmittel
aus dem Leitschaufelblatt 60 abzulassen, wie in 4 gezeigt.
Ein weiterer beispielhafter Kühlkanal 201 ist die
in der Abströmkante 50 ausgebildete
Auslassöffnung 66,
auf deren Innenoberfläche 36 die
Nuten-Anordnung 39 ausgebildet
ist. Wie in 4 gezeigt wird, ist die Auslassöffnung 66 dafür ausgelegt,
Kühlmittel
aus dem Leitschaufelblatt 60 abzulassen. Gemäß einer
allgemeineren Ausführungsform
enthält das
Turbinenleitschaufelblatt 60 eine Anzahl Auslassöffnungen 64 in
der Anströmkante 52,
wie beispielsweise in 4 gezeigt. Auf der Innenoberfläche 36 jeder
Auslassöffnung 64 ist
die Nuten-Anordnung 39 ausgebildet. Das Turbinenleitschaufelblatt 60 kann eine
Anzahl Auslassöffnungen 66 in
der Abströmkante 50 enthalten,
wie beispielsweise in 4 gezeigt. Auf der Innenoberfläche 36 jeder
Auslassöffnung 66 ist
die Nuten-Anordnung 39 ausgebildet. Da die Abströmkante 50 generell
schmal ist, ist die Kühlung
der Abströmkante 50 schwierig.
Demzufolge ist die Integration der Auslassöffnungen 66 mit der
Nuten-Anordnung 39 besonders vorteilhaft im Hinblick auf
die Vorteile bei der Kühlung
durch die oben erörterte
Nuten-Anordnung 39. Das Leitschaufelblatt 60 bleibt nämlich bei
demselben Kühlmittelstrom
im Verhältnis zu
einem Leitschaufelblatt mit glatten Auslassöffnungen kühler, was in einer längeren Gebrauchsdauer des
Schaufelblattes resultiert. Alternativ muss weniger Kühlmittel
abgeleitet werden, was die Triebwerkseffizienz verbessert.