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DE60317688T2 - FLüSSIGKEITS-PROBENEHMER UND VERFAHREN - Google Patents

FLüSSIGKEITS-PROBENEHMER UND VERFAHREN Download PDF

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DE60317688T2
DE60317688T2 DE60317688T DE60317688T DE60317688T2 DE 60317688 T2 DE60317688 T2 DE 60317688T2 DE 60317688 T DE60317688 T DE 60317688T DE 60317688 T DE60317688 T DE 60317688T DE 60317688 T2 DE60317688 T2 DE 60317688T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
sampler
inlet
outlet
chamber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60317688T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60317688D1 (de
Inventor
Grant Timothy Lewis Smetham
Phillip John Maddison Lim Stankus
S. C. University o HAZLEWOOD
E. C. B. University o NADALA
C. A. University o WISNIEWSKI
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Diagnostics for the Real World Ltd
Original Assignee
Diagnostics for the Real World Ltd
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Publication date
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Publication of DE60317688D1 publication Critical patent/DE60317688D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE60317688T2 publication Critical patent/DE60317688T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B10/00Instruments for taking body samples for diagnostic purposes; Other methods or instruments for diagnosis, e.g. for vaccination diagnosis, sex determination or ovulation-period determination; Throat striking implements
    • A61B10/0045Devices for taking samples of body liquids
    • A61B10/007Devices for taking samples of body liquids for taking urine samples

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
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  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsprobenehmer und ein Verfahren zum Aufnehmen einer Flüssigkeitsprobe sowie ein Diagnoseverfahren, das die Aufnahme von Urin beinhaltet.
  • Es ist gut bekannt, dass das Nehmen von Urinproben ein wirksames Forschungs- und Diagnosewerkzeug bei der Untersuchung des physischen Zustands einer Person sein kann.
  • Die US 3982898 offenbart eine Vorrichtung zum Nehmen und Testen von Urinproben. In einer Ausgestaltung einer Vorstromaufnahmeanordnung ist ein Paar teleskopisch verbundene Röhren in einer Kammer angeordnet. Die obere Röhre nimmt ein Trichterelement auf und hat einen zur Seite öffnenden Nippel, der in einen Kanal verläuft. Die untere Röhre dient als Aufnahmekammer und enthält eine Schwimmkugel. Wenn der Urinvorstrom in die untere Röhre eintritt, dann schwimmt die Kugel und drückt gegen das untere Ende der oberen Röhre, so dass die untere Röhre verschlossen wird. Weiterer Urinfluss geht durch den Kanal.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die Erfindung stellt in einem ersten Aspekt einen Flüssigkeitsprobenehmer und ein Verfahren zum Nehmen einer Flüssigkeitsprobe gemäß Definition in den beiliegenden Hauptansprüchen bereit. Bevorzugte oder vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargelegt.
  • Wie oben erwähnt, ist die Durchführung von Diagnosetests an Urinproben bekannt. In einem zweiten Aspekt der Erfindung erkennt der Erfinder jedoch, dass erhebliche Vorteile erzielt und neue Diagnosetests implementiert werden können, wenn eine Probe nur des ersten Teils des von einer Person abgegebenen Urins getestet oder untersucht wird. Der erste Urinteil kann als Erststromurin bezeichnet werden.
  • Es gibt jedoch ein Problem damit, Erststromurin zu isolieren, ohne dass er durch den Rest des Inhalts der Blase des Patienten zu stark verdünnt wird.
  • So kann eine bevorzugte Ausgestaltung des ersten Aspekts der Erfindung vorteilhafterweise einen Probenehmer zum Nehmen einer Probe eines ersten Teils eines Flüssigkeitsstroms bereitstellen. Der Flüssigkeitsstrom tritt in einen Einlass des Probenehmers ein. Die Probe fließt vom Einlass durch ein Ventil in eine Probenkammer, dann schließt das Ventil, so dass der Rest des Flüssigkeitsstroms zu einem Überlauf oder einem Abflusskanal abgelenkt wird. Das Ventil umfasst einen mit dem Probenehmereinlass gekoppelten Ventileinlass, einen Ventilauslass, der in die Probenkammer mündet und beim Gebrauch im Wesentlichen unterhalb des Ventileinlasses positioniert ist, eine Absperrkammer, die den Ventilauslass vom Ventileinlass trennt, und einen Ventilüberlauf, der aus der Absperrkammer hinaus führt. Wenn die Flüssigkeit in der Probenkammer auf einen vorbestimmten Pegel ansteigt, dann wird der Strom von Flüssigkeit durch den Ventilauslass unterbrochen und weiterer Strom wird durch den Ventileinlass in die Absperrkammer und durch den Ventilüberlauf abgeführt.
  • Eine weitere Ausgestaltung stellt vorteilhafterweise einen Probenehmer für Erststromurin bereit, der von einem Benutzer beim Abgeben einer Urinprobe in einen Trichter bequem gehalten werden kann, wobei der Probenehmer ferner ein Ventil umfasst, das automatisch ein gewünschtes Volumen an Erststromurin in eine Probenkammer und den Rest der Urinprobe zur Entsorgung in einen Abflusskanal leitet.
  • Der Urinprobenehmer ermöglicht es dem Benutzer somit, kontinuierlich Urin abzugeben, ohne die Blase kontrollieren oder den Auffangbehälter aus dem Urinstrom nehmen zu müssen, was potentiell zu Verschmutzung führen kann.
  • Das in dem Probenehmer vorgesehene Ventil kann die Probenkammer nach dem Aufnehmen des ersten Teils des Flüssigkeitsstroms oder des Erststromurins verschließen, bis die Probenkammer vom Probenehmer entfernt ist, selbst dann, wenn der Probenehmer gekippt oder mit angebrachter Probenkammer umgedreht wird.
  • In bevorzugten Ausgestaltungen kann der Probenehmer vorteilhafterweise die ersten 2 bis 5 ml oder 10 ml eines Flüssigkeitsstroms oder einer Urinprobe aufnehmen, obwohl die Parameter des Probenehmers variiert werden können, um andere Flüssigkeitsvolumen aufzunehmen. Die aufgenommene Probe kann auch bis zu einem gewissen Grad mit Flüssigkeit oder Urin verdünnt werden, die/der dem Flüssigkeitsstrom oder der Urinprobe später zugeführt wird. Diese Verdünnung hängt von der Betriebsgeschwindigkeit und der Wirksamkeit der Ventilaktion des Probenehmers ab und kann auch von anderen Parametern wie z. B. der Zuführungsgeschwindigkeit des Flüssigkeitsstroms oder der Urinprobe abhängen.
  • Der Probenehmer kann natürlich auch bei der Probenahme des ersten Teils eines beliebigen Flüssigkeitsstroms Anwendung finden. Die Technik ist nicht auf eine Urinprobenahme begrenzt.
  • Die Erfindung betrifft zwar hauptsächlich Vorrichtungen und Verfahren (und ist mit Bezug darauf beschrieben), die zum Nehmen einer Probe eines ersten Teils eines Flüssigkeitsstroms (d. h. Erststromurin) geeignet sind, aber die Vorrichtungen und Verfahren können auch zum Aufnehmen von einer oder mehreren späteren Proben nach dem Aufnehmen eines ersten Teils verwendet werden. So kann die Flüssigkeit vom Überlauf für jeden nachfolgenden Zweck ganz oder teilweise unabhängig davon aufgefangen werden, ob der erste Probenteil gewünscht ist oder einfach entsorgt werden soll. Bei der Durchführung von Urindiagnosetests kann Erst- und Folgestromurin (z. B. Mittelstromurin) aufgenommen werden und beliebige oder alle Proben können getestet werden.
  • Beschreibung spezieller Ausgestaltungen und des besten Modus
  • Spezielle Ausgestaltungen der Erfindung werden nun beispielhaft mit Bezug auf die Begleitzeichnungen beschrieben. Dabei zeigt:
  • 1 eine Dreiviertelansicht eines die Erfindung ausgestaltenden Urinprobenehmers;
  • 2 eine Rückansicht des Probenehmers von 1;
  • 3 eine linksseitige Ansicht des Probenehmers von 1;
  • 4 eine Frontansicht des Probenehmers von 1;
  • 5 eine Draufsicht auf den Probenehmer von 1;
  • 6 eine Bodenansicht des Probenehmers von 1;
  • 7 einen Vertikalschnitt des Probenehmers von 1;
  • 8 eine Seitenansicht eines Probenehmers, im Wesentlichen identisch mit der von 1, die die Positionen der in den 9, 10 und 11 gezeigten Querschnitte zeigt; und
  • 12 bis 26 Senkrechtschnitte eines mittleren Teils des Probenehmers von 1 in verschiedenen Phasen der Urinaufnahme.
  • Eine bevorzugte Ausgestaltung stellt einen Urinprobenehmer her, der aus Plastikkomponenten gefertigt ist, wie in den 1 bis 6 und in 7 im Schnitt gezeigt ist. Ein im Wesentlichen identischer Probenehmer, der sich nur in Konstruktionsdetails unterscheidet, ist in den 8 bis 11 dargestellt. Die Probenehmer dieser Ausgestaltungen sind aus maschinell bearbeitetem Acryl gefertigt. Für eine Massenproduktion ist möglicherweise zu bevorzugen, den Probenehmer durch Spritzformen herzustellen und ein anderes Plastikmaterial zu verwenden, das zum Formen geeignet ist.
  • Die Abmessungen des Probenehmers der nachfolgend beschriebenen Ausgestaltung wurden für das Acrylmaterial entwickelt. Wenn der Probenehmer aus einem anderen Material hergestellt wird, dann sind einige Modifikationen der Probenehmerabmessungen denkbar, besonders dann, wenn die Benetzungseigenschaften des Materials (für die Flüssigkeit, von der Proben genommen werden sollen) sich von denen von Acryl stark unterscheiden. Die Betriebsgrundsätze des Probenehmers sind materialunabhängig und nur eine routinemäßige, nicht erfindungsgemäße Entwicklung im Rahmen des Kompetenzbereichs der Fachperson wäre nötig, um einen Probenehmer aus einem anderen Material oder für eine andere Flüssigkeit im Hinblick auf die Lehren hierin herzustellen.
  • Der Probenehmer 2 umfasst einen oberen Abschnitt 4, einen Ventilabschnitt 6 und eine Probenkammer 8. Der Ventilabschnitt wird auf das untere Ende des oberen Abschnitts gepresst, erzeugt einen flüssigkeitsdichten Verschluss und wird von einer Raste 10 festgehalten. Die Probenkammer wird auf den Ventilabschnitt gepresst und erzeugt einen flüssigkeits- und luftdichten Verschluss. Die Raste gewährleistet, dass die Probenkammer entfernt werden kann, ohne den oberen und den unteren Ventilabschnitt versehentlich zu trennen.
  • Der Probenehmer der Ausgestaltung ist für den Gebrauch in einer im Wesentlichen vertikalen Orientierung ausgelegt, mit der Probenkammer am Boden. Der nachfolgende Text beschreibt ihn in dieser Orientierung.
  • Das obere Ende des oberen Abschnitts bildet einen Trichter 12 für die Aufnahme von Urin. Ein Griff 14 ist vorgesehen, damit ein Benutzer den Probenehmer halten kann, während er eine Urinprobe abgibt. In dem Trichter befindet sich eine Ablenkplatte 16, um den Urinstrom zu modulieren und Turbulenzen am Trichterauslass 18 zu reduzieren. Der Griff, die Ablenkplatte und ein Abschnitt des Trichters können als separate Komponente geformt und mit einer Klammer 19 am Rest des oberen Abschnitts befestigt werden, um die Herstellung zu erleichtern.
  • Der Trichterauslass 18 geht in ein erstes Auffangreservoir 20 im oberen Abschnitt des Probenehmers. Das erste Auffangreservoir ist im Wesentlichen zylindrisch, ausgenommen am unteren Ende, wo es durch eine sich kegelstumpfförmig verjüngende Sektion 22 mit einem im Wesentlichen zylindrischen Ventileinlass 24 verbunden ist, der vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt hat. Wenn eine Urinprobe in den Trichter eindringt, dann läuft sie in das erste Auffangreservoir und fließt durch den Ventileinlass in einem zylindrischen Strom aus dem oberen Teil des Probenehmers ab. Die Fließgeschwindigkeit wird hauptsächlich durch Querschnitt und Länge des Ventileinlasses und der konischen Sektion sowie durch die Druckhöhe der Flüssigkeit im ersten Auffangreservoir bestimmt.
  • Unterhalb der Höhe des Trichterauslasses und am oberen Ende des ersten Auffangreservoirs führt ein Hauptüberlauf 26 zu einem vertikalen Abflusskanal 28, der nach unten im Wesentlichen parallel zum ersten Auffangreservoir und zum Ventileinlass verläuft.
  • Wenn der obere Abschnitt des Probenehmers am Ventilabschnitt befestigt ist, bildet der Ventileinlass die oberste Komponente eines Ventils 30. Der Aufbau des Ventils ist in den Schnittansichten der 7, 9 10 und 11 zu sehen.
  • Am unteren Ende führt der Ventileinlass in eine Absperrkammer 32. Der horizontale Querschnitt dieser Kammer ist größer als der des Ventileinlasses und seine Seitenwände sind von den Wänden des Ventileinlasses zurückgesetzt, damit sie den Strom von Urin aus dem Ventileinlass nicht beeinträchtigen. Die Absperrkammer verläuft horizontal zu einem Absperrkammer-Überlauf 34, der in den Abfluss 28 abfließt.
  • Ein konischer Kanal 38 verläuft von der Absperrkammer nach unten und führt zu einem engeren, im Wesentlichen zylindrischen Ventilauslass 36, der in die Probenkammer mündet. Der Ventilauslass ist auf den Ventileinlass ausgerichtet und hat einen vorzugsweise kreisförmigen Querschnitt mit einem Durchmesser, der etwas größer ist als der des Ventileinlasses. So kann beim Gebrauch ein Urinstrom vom Ventileinlass zunächst durch die Absperrkammer und den Ventilauslass fließen, ohne die Wände der Absperrkammer oder des Ventilauslasses zu berühren.
  • Der Ventilauslass ist geringfügig von einer Seite der Probenkammer versetzt. Dies schafft Raum für eine Entlüftungsröhre 40, die sich innerhalb der Probenkammer nach oben durch die Absperrkammer erstreckt und an ihrem oberen Ende 42 in eine Entlüftungsröhrentasche 44 mündet. Das untere Ende der Entlüftungsröhre ist blind, aber ein oder mehrere Entlüftungslöcher 46 sind in einer Seitenwand der Entlüftungsröhre in der Nähe ihres unteren Endes definiert. Die Löcher öffnen vorzugsweise nicht zur Mitte der Probenkammer und des Ventilauslasses oder in der entgegengesetzten Richtung zum nächstliegenden Teil der Probenkammerwand hin, sondern öffnen seitlich in die oder aus der Querschnittsebene in 7. Dies verringert das Risiko, dass Flüssigkeit in der Probenkammer spritzt und die Entlüftungslöcher vorzeitig blockiert.
  • Die Entlüftungsröhre wird als Teil des Ventilteils des Probenehmers geformt und, wenn der Probenehmer zusammengefügt ist, ihr oberes Ende tritt in die Entlüftungsröhrentasche ein, die eine geformte Aussparung im oberen Abschnitt des Probenehmers ist. Nach dem Zusammenfügen des Probenehmers ist die Entlüftungsröhrentasche mit der Absperrkammer verbunden und verläuft davon nach oben, wobei das obere Ende der Entlüftungsröhre in die Tasche entlang dem Ventileinlass 24 verläuft.
  • Wie im Querschnitt von 11 gezeigt, braucht die Entlüftungsröhre keinen kreisförmigen Querschnitt zu haben, sondern hat vorteilhafterweise einen länglichen oder bogenförmigen Querschnitt, um den Querschnittsbereich der Entlüftungsöffnung zu maximieren und sie dabei vom Ventilauslass und von dem in die Probenkammer laufenden Urinstrom beabstandet zu halten. Es ist vorteilhaft, wenn die Probenkammer frei entlüftet wird, damit der Erststromurin so schnell wie möglich in die Probenkammer laufen kann. Dadurch wird die Gefahr verringert, dass Erststromurin sich mit späteren Teilen der Urinprobe im ersten Auffangreservoir vermischt.
  • Die 12 bis 26 illustrieren den Betrieb des Probenehmers der Ausgestaltung beim Aufnehmen eines Erststromurinteils einer Urinprobe. Alle Figuren zeigen den Probenehmer im Querschnitt, wobei das obere und das untere Ende weggelassen wurden, um sich auf den Ventilbetrieb zu konzentrieren. 12 zeigt Komponenten des Probenehmers kennzeichnende Bezugsziffern, in den 13 bis 26 wurden sie jedoch der Deutlichkeit halber weggelassen.
  • 13 zeigt eine Urinprobe 100, die in den Trichter eintritt und zwischen dem Trichter und der Ablenkplatte in die erste Kammer fließt. Zunächst strömt der Urin durch den Ventileinlass 24 und läuft als zylindrische(r) Säule oder -strahl 102 in die Probenkammer. Der Durchmesser der/des Urinsäule oder -strahls 102 wird vornehmlich durch Form und Größe des Ventileinlasses bestimmt und ist so angeordnet, dass die Säule in dieser Phase direkt durch die Absperrkammer und den Ventilauslass passiert.
  • Die Fließgeschwindigkeit durch den Ventileinlass wird so eingestellt, dass sie geringer ist als die Fließgeschwindigkeit in den Trichter, und daher beginnt, wie in 14 gezeigt, die Flüssigkeitsfüllhöhe in der ersten Kammer 20, 22 über dem Ventileinlass wie in den 14 bis 16 gezeigt anzusteigen, bis sie einen Pegel 104 unmittelbar unterhalb des Hauptüberlaufs 26 erreicht, wie in 16 gezeigt. Während dieser Zeit steigt der Flüssigkeitspegel 106 in der Probenkammer an. Nach diesem Punkt beginnt, wie in 17 gezeigt, Urin 108 in den Hauptüberlauf und den Abfluss 28 zu fließen, so dass der Flüssigkeitspegel im Probenehmer nicht weiter ansteigen kann.
  • Etwa in dieser Phase steigt, wie in 17 gezeigt, die Flüssigkeit 110 in der Probenkammer so weit an, dass sie die Entlüftungslöcher 46 am Ende der Entlüftungsröhre 40 bedeckt. Dies tritt in 17 etwa zur selben Zeit ein, wie die Flüssigkeit im ersten Auffangreservoir durch den Hauptüberlauf überläuft. Dies ist aber nicht unbedingt immer der Fall. Wenn beispielsweise die Urinprobe schneller gegeben wird, dann läuft das erste Auffangreservoir über, bevor die Flüssigkeit in der Probenkammer die Entlüftungslöcher bedeckt.
  • Während sich die Probenkammer bis zu dem Punkt füllt, an dem die Entlüftungslöcher bedeckt werden, strömt die von der Flüssigkeit verdrängte Luft durch die Entlüftungslöcher entlang der Entlüftungsröhre durch die Entlüftungsröhrentasche und entweicht durch den Absperrkammerüberlauf aus der Probenkammer. Wenn die Entlüftungslöcher jedoch bedeckt sind, dann kann auf diesem Weg keine Luft mehr entweichen. Der einzige Ausweg ist dann nach oben durch den Ventilauslass (entlang der in die Probenkammer eintretenden Urinsäule) und durch den Absperrkammerüberlauf. Wenn die Luft in der Probenkammer gegen die Strömungsrichtung des Urins aus dem Ventilauslass strömt und der Luftdruck in der Probenkammer ansteigt, wird die Urinsäule gestört, wölbt sich und berührt die Wände des Ventilauslasses. Das anfängliche Wölben der Urinsäule ist bei 112 in 17 zu sehen.
  • Wenn die Urinsäule den Ventilauslass um seinen gesamten Umfang benetzt, kann keine weitere Luft mehr aus der Probenkammer entweichen. Die Kombination aus der Kapillaranziehung zwischen dem Urin und der Wand des Ventilauslasses und dem höheren Luftdruck in der Probenkammer verhindert einen weiteren Fluss von Urin 114 durch den Ventilauslass, wie in 18 gezeigt ist.
  • Dadurch wird das Ventil 30 effektiv geschlossen. Wie in den 18 bis 20 gezeigt, tritt kein weiterer Urin mehr in die Probenkammer ein und die Absperrkammer wird mit Urin gefüllt, der durch den Ventileinlass aus dem ersten Auffangreservoir fließt. Diese Flüssigkeit bedeckt das untere Ende der Entlüftungsröhrentasche und bewirkt eine weitere Abdichtung, um zu verhindern, dass Luft die Probenkammer verlässt. Wie in 20 gezeigt, entweicht diese Flüssigkeit 116 durch den Absperrkammerüberlauf. Gleichzeitig entweicht, wenn weiterhin Urin in den Trichter eintritt, eventueller Überschuss 118 am oberen Rand des Auffangreservoirs durch den Hauptüberlauf.
  • Wenn die Urinprobenzufuhr in den Trichter aufhört, dann läuft, wie in 21 gezeigt, jegliche Flüssigkeit 120 oberhalb des Hauptüberlaufs durch den Hauptüberlauf ab, während Flüssigkeit im ersten Auffangreservoir und der Absperrkammer durch den Absperrkammerüberlauf abfließt. Dieser Vorgang wird wie in den 22 bis 25 gezeigt fortgesetzt, bis das erste Auffangreservoir und die Absperrkammer leer sind. Die endgültige Konfiguration des Probenehmers ist in 26 dargestellt, wo die gewünschte Probe in der Probenkammer ist und ein kleines Urinvolumen 122 im Ventilauslass bleibt, durch Kapillaranziehung gehalten. Die Probenkammer kann dann vom Rest des Probenehmers gelöst werden, ohne die Flüssigkeit 122 im Ventilauslass zu verdrängen, zur Analyse oder für andere Zwecke.
  • Man sieht, dass die Urinprobe in der Probenkammer vorteilhafterweise einen großen Anteil an Erststromurin enthalten kann, wobei nachfolgende Teile der Probe in den Abfluss 28 geleitet wurden.
  • Man sieht auch, dass die Probe in der Endkonfiguration des Probenehmers, in 26 gezeigt, fest in der Probenkammer gehalten wird, selbst dann, wenn der Probenehmer gekippt oder umgedreht wird. Wenn der Ventilauslass durch Kapillaranziehung blockiert wird und die Entlüftungslöcher von der Probe bedeckt werden, dann kann die Luftschleuse in der Probenkammer vorteilhafterweise verhindern, dass die Probe durch den Ventilauslass oder durch die Entlüftungsröhre entweicht.
  • Merkmale und Funktionen des Probenehmers
  • Trichter 12
  • Der Winkel des Trichters wird so gewählt, dass ein effizienter Strom in das erste Auffangreservoir gefördert wird. Wenn der Trichterwinkel zu flach ist, dann kann es zu einem unerwünschten Vermischen von Urin im Trichter kommen; ist der Trichterwinkel jedoch zu steil, dann kann Urin zu schnell in das erste Auffangreservoir gedrängt werden, was Turbulenzen und Vermischungen im Reservoir verursacht.
  • In der Ausgestaltung ist der Trichterwinkel zwischen zwei gegenüberliegenden Wänden des Trichters 40 Grad.
  • Ablenkplatte 16
  • Die Ablenkplatte sollte verhindern, dass Urin direkt in das erste Auffangreservoir strömt, was ein Vermischen verursacht würde, oder in den Überlauf, so dass die Gefahr bestünde, dass der Erststromurin verloren geht. Das Profil der Ablenkplatte sollte so gewählt werden, dass ein Tangentialfluss anstatt ein Vertikalfluss im Probenehmer gefördert wird, um Vermischen zu reduzieren und einen Fluss in den Hauptüberlauf zu fördern, wenn das erste Auffangreservoir gefüllt ist. Dies hilft dabei, die Aufgabe des Probenehmers zu erfüllen, nämlich die ersten paar Milliliter Urin in der Probe aufzunehmen.
  • Beim ersten Eintreten in den Probenehmer strömt die Urinprobe in das erste Auffangreservoir und beginnt sofort, in die Probenkammer zu fließen. Der Ventileinlass beschränkt die Urinfließgeschwindigkeit und somit steigt, während sich die Probenkammer füllt, der Urinpegel im ersten Auffangreservoir. Es ist daher wünschenswert, das Vermischen von Urin im ersten Auffangreservoir zu begrenzen, da sich sonst spätere Teile der Urinprobe mit dem Erststromurin am unteren Ende des ersten Auffangreservoirs vermischen und in die Probenkammer gelangen könnten, was die Probe nachteiligerweise verdünnen würde. Der Aufbau der Ablenkplatte kann dabei helfen, ein solches Vermischen zu reduzieren, indem horizontale anstatt vertikale Strömungsrichtungen im Probenehmer und besonders im ersten Auffangreservoir gefördert werden. Eine Begrenzung des vertikalen Stroms kann vorteilhafterweise zu einer Schichtung des Urins im ersten Auffangreservoir führen, mit konzentrierterem Erststromurin, der in die Probenkammer fließt, unten und Urin, der einen höheren Anteil von späteren Teilen der Urinprobe enthält, oben.
  • In der Ausgestaltung sollte der Abstand zwischen dem Ablenkplattenende und der Innenseite des Trichters zwischen 1,5 mm und 3,0 mm liegen. Ein Abstand von weniger als 1,5 mm neigt dazu, den Durchfluss zu beschränken, und führt dazu, dass sich Urin über der Ablenkplatte sammelt, was den Fluss in den Probenehmer stört. Ein Abstand von mehr als 3 mm neigt zu dem Risiko, dass die Urinprobe direkt in den Hauptüberlauf oder in das erste Auffangreservoir strömt.
  • Erstes Auffangreservoir
  • Das Reservoir nimmt den Erststromurin auf, egal wie schnell die Probe zugeführt wird, und begrenzt das Vermischen mit späteren Teilen der Probe, die durch den Hauptüberlauf entweichen. In der Praxis fließen etwa die ersten 1 oder 2 ml der Probe schnell in die Probenkammer, während sich das erste Auffangreservoir füllt. Wenn die gewünschte Probengröße z. B. 4 ml beträgt, dann wird der Rest der Probe in dieser Phase im unteren Teil des ersten Auffangreservoirs gehalten und fließt progressiv in die Probenkammer ab. Die 13 bis 16 illustrieren diesen Prozess in der Ausgestaltung. Wenn sich das erste Auffangreservoir füllt, enthält sein oberer Teil Flüssigkeit, die nicht Teil der Probe bilden soll, sondern effektiv einen Puffer zum Schützen der Flüssigkeit im unteren Teil des ersten Auffangreservoirs vor Turbulenzen und Vermischen bildet, das durch den Eintritt von weiterem Urin in den Probenehmer verursacht wird, und hilft daher, ein Verdünnen der Probe zu reduzieren. Dies ist ein Aspekt des oben erörterten Schichtungsphänomens. So sollte die Kapazität des ersten Auffangreservoirs vorteilhafterweise größer sein als das gewünschte Probenvolumen minus dem Volumen des Teils der Probe, der in die Probenkammer gelangt, bevor sich das erste Auffangreservoir gefüllt hat, plus dem Volumen der Pufferflüssigkeit. In der Tat bedeutet dies für Probenvolumen von ein paar Millilitern, dass die Kapazität des ersten Auffangreservoirs günstigerweise etwa gleich dem gewünschten aufzunehmenden Probenvolumen ist.
  • Der Durchmesser des ersten Auffangreservoirs sollte so gewählt werden, dass ein Vermischen von Urin am Boden des Reservoirs und Urin an höheren Stellen des Reservoirs verhindert oder reduziert wird, das auftreten kann, wenn der Durchmesser zu groß ist. (Die Themen Vermischen und Schichten im ersten Auffangreservoir wurden auch oben in Bezug auf den Aufbau der Ablenkplatte erörtert). Wenn jedoch der Durchmesser oder das Volumen des ersten Auffangreservoirs zu gering ist, dann kann ein Teil des Erststromurins durch den Hauptüberlauf verloren gehen.
  • Wie oben beschrieben, hat das erste Auffangreservoir vorzugsweise ein minimales Volumen, um eine Verdünnung der Probe zu verhüten, aber es ist auch wünschenswert, dass sein Durchmesser oder Querschnitt nicht zu groß ist. Daher muss eventuell ein Kompromiss zwischen diesen Maßen gefunden werden, um zu verhüten, dass die Höhe des ersten Auffangreservoirs und somit die Höhe des Probenehmers unerwünscht groß wird.
  • In der Ausgestaltung beträgt der Durchmesser des zylindrischen Teils des Reservoirs 10 mm, seine Höhe 15 mm. Dies ist für ein Probenvolumen von 4 ml geeignet. Für andere Probenvolumen von ein paar Millilitern können die Höhe oder andere Abmessungen des ersten Auffangreservoirs vorteilhafterweise so variiert werden, dass das Reservoir-Volumen etwa das gleiche ist wie das Probenvolumen.
  • Erstes Auffangreservoir, kegelstumpfförmiger Abschnitt 22
  • Dieser untere Abschnitt des ersten Auffangreservoirs, der als Reservoir-Trichter bezeichnet werden kann, lässt den Durchmesser des ersten Auffangreservoirs nach unten auf den Durchmesser des Ventileinlasses übergehen. Der Winkel des Reservoir-Trichters sollte wie folgt gewählt werden. Ein zu flacher Winkel kann den Fluss in den Ventileinlass hemmen. Ein zu steiler Winkel kann einen zu schnellen Fluss durch den Ventileinlass begünstigen. In der Ausgestaltung hat der Reservoir-Trichter eine Länge von 10 mm, wobei der Durchmesser von 10 mm des ersten Auffangreservoirs auf einen Durchmesser von 3,2 mm des Ventileinlasses übergeht.
  • Ventileinlass
  • In der Ausgestaltung ist dies ein kreisförmiger Zylinder mit 3,2 mm Durchmesser. Dies ergibt eine(n) fokussierte(n) Strahl oder Säule von Urin durch den Ventilauslass in die Probenkammer.
  • Der Durchmesser des Ventileinlasses sollte nicht zu klein sein, da sonst der erzeugte Urinstrahl den Urintropfen im Ventilauslass durchdringen könnte, der durch Kapillarwirkung gehalten wird und einen weiteren Strom in die Probenkammer nach dem Aufnehmen der Probe verhindert.
  • Konischer Kanal 38, der zum Ventilauslass führt
  • Wie oben beschrieben, verläuft die Urinsäule vom Ventileinlass zunächst durch den Ventilauslass direkt in die Probenkammer. In dieser Phase ist es wichtig, dass der Urin frei in die Probenkammer fließt, und daher ist es wünschenswert zu verhindern, dass die Urinsäule den gesamten Umfang des Ventilauslasses benetzt, der eine Bildung eines Propfens von Flüssigkeit, die durch Kapillarwirkung im Ventilauslass gehalten wird, verursachen und einen weiteren Urinfluss in die Probenkammer vorzeitig unterbrechen oder verhüten könnte.
  • Wenn der Probenehmer beim Aufnehmen einer Probe gekippt wird, dann kann sich die durch den Ventileinlass erzeugte Urinsäule abwärts krümmen. Ein konischer Eingang in den Ventilauslass kann die Toleranz des Probenehmers für ein Kippen beim Gebrauch erhöhen, indem die Möglichkeit oder das Ausmaß von Kontakt zwischen der Urinsäule und dem Umfang des Ventilauslasses oder dem Boden der Absperrkammer neben dem Ventilauslass reduziert wird.
  • Ventilauslass 36
  • Die Abmessungen des Ventilauslasses können vorteilhafterweise im Hinblick auf die folgenden Faktoren gewählt werden. Sein Durchmesser sollte klein genug sein, dass die aufgenommene Probe in der Probenkammer durch die Oberflächenspannung im herabhängenden Urintropfen oder -propfen im Ventilauslass eingeschlossen bleibt. Der in den Ventilauslass führende konische Kanal 38 hilft dabei, eventuelle Unregelmäßigkeiten in dem den Ventileinlass verlassenden Urinstrom zu bewältigen, der durch Turbulenzen oder Kippen des Probenehmers entstehen kann.
  • Ein weiterer Faktor ist die Beziehung zwischen den Größen und Positionen von Ventilein- und -auslass. In den oben beschriebenen Ausgestaltungen fluchtet der Ventilauslass mit dem Ventileinlass und hat einen etwas größeren Durchmesser als dieser. Dies ist eine Möglichkeit, um die Funktionsanforderungen dieses Aspekts des Probenehmers zu erfüllen, dass die Urinsäule vom Ventileinlass frei durch den Ventilauslass strömen soll, bis, auf einem vorbestimmten Flüssigkeitspegel in der Probenkammer, die Säule unterbrochen wird und ein Flüssigkeitspropfen im Ventilauslass entsteht, der bewirkt, dass weiterer Urin in die Absperrkammer umgeleitet wird. So kann der Ventilauslass eine beliebige Größe oder Orientierung haben, solange diese Funktionsanforderungen erfüllt werden; er kann beispielsweise relativ zum Ventileinlass so gekippt werden, dass der Urin zunächst auf die Wand auf einer Seite des Ventilauslasses in die Probenkammer auftrifft und dann daran entlang fließt.
  • In der Ausgestaltung ist der Ventilauslass ein kreisförmiger Zylinder von 4,2 mm Durchmesser und 8,5 mm Länge. Der konische Kanal an seinem Eingang ist 3,5 mm lang und erweitert sich in einem Winkel von 30 Grad.
  • Entlüftungslöcher 46
  • Jedes Entlüftungsloch sollte so klein sein, dass, wenn der Urin in der Probenkammer so weit ansteigt, dass er die Entlüftungslöcher bedeckt, durch die Oberflächenspannung verhindert wird, dass der Urin in die Entlüftungsröhre eintritt. Der kumulative Querschnitt aller Entlüftungslöcher (oder Schlitze) sollte ausreichen, damit Luft durch die Entlüftungsröhre schnell genug entweichen kann, damit sich die Probenkammer füllen kann; es ist günstig es zuzulassen, dass sich die Probenkammer schnell genug füllt, um ein unnötiges Vermischen des Erststromurins im ersten Auffangreservoir mit späteren Teilen der Urinprobe zu verhindern.
  • Es kann vorteilhaft sein, schlitzförmige anstatt kreisförmige Entlüftungslöcher (z. B.) zu verwenden, um den Luftstrom zu erhöhen und dabei die minimale seitliche Abmessung der Entlüftungslöcher zu reduzieren, damit die Oberflächenspannung die Entlüftungslöcher leichter blockieren kann.
  • In der Ausgestaltung beträgt die maximale Abmessung für ein beliebiges der Entlüftungslöcher 0,5 mm, um ein Eintreten von Urin in die Entlüftungsröhre zu verhüten, und der minimale Gesamtöffnungsquerschnitt aller Entlüftungslöcher ist 0,8 mm2, um eine ausreichende Luftströmungsgeschwindigkeit zu erzielen.
  • Entlüftungsröhre 40
  • Wie oben beschrieben, kann das untere Ende der Entlüftungsröhre in der Ausgestaltung verschlossen werden und Entlüftungslöcher können günstigerweise in der Seite der Entlüftungsröhre in der Nähe seines Endes und auf der Seite der Entlüftungsröhre definiert werden, die weder der in die Probenkammer eintretenden Urinsäule noch der Wand der Probenkammer zugewandt ist, die am weitesten von der eintretenden Urinsäule entfernt ist. Wenn der Urin in die Probenkammer eintritt, dann neigt er dazu zu spritzen und besonders hoch an der Wand der Probenröhre anzusteigen, die vom Ventilauslass am weitesten entfernt ist. Dies wird durch die Neigung des Urinstroms begünstigt, am Boden der Probenröhre zu rotieren, der Wand der Probenkammer folgend. Die Positionierung der Entlüftungslöcher auf den Seiten der Entlüftungsröhre hilft daher, unerwünschtes oder vorzeitiges Spritzen der Entlüftungslöcher zu verhüten.
  • Das obere Ende der Entlüftungsröhre steckt in der Entlüftungsröhrentasche. Es ist zu bemerken, dass, wenn die Absperrkammer nach dem Aufnehmen der Probe in der Probenkammer geflutet wird, das untere Ende der Tasche durch die Anwesenheit des Urins verschlossen wird, was dazu beiträgt, den Luftdruck in der Probenkammer zu halten, was wiederum ein weiteres Eindringen von Urin in die Probenkammer verhindert.
  • In der Ausgestaltung ist die Entlüftungstaschenwand um 0,25 mm bis 0,5 mm von der Entlüftungsröhre beabstandet.
  • Absperrkammer 32
  • Die Höhe der Absperrkammer bestimmt den Abstand zwischen Ventilein- und -auslass und kann somit die Beziehung zwischen ihren Durchmessern beeinflussen. Die Kapazität der Absperrkammer beeinflusst auch, wie schnell und effektiv die Entlüftungstasche nach dem Aufnehmen der Probe verschlossen wird. Ferner beeinflusst die Höhe der Absperrkammer die Kipptoleranz des Probenehmers beim Gebrauch, in Anbetracht dessen, dass der den Ventileinlass verlassende Urinstrom die Absperrkammer und den Ventilauslass wie oben beschrieben passieren muss.
  • Wenn das Volumen oder der Absperrkammervolumen zu groß oder wenn sie zu hoch ist, dann kann es nach dem Stoppen des Urinflusses in die Probenkammer und dem Start des Fließens in die Absperrkammer zu lange dauern, bis er die Ventilröhrentasche erreicht und sie bedeckt. Dies kann zu Unzuverlässigkeit führen, da das Verschließen der Probenkammer bis zum Abdecken der Ventilröhrentasche davon abhängt, dass der Flüssigkeitspropfen im Ventilauslass und die Kapillarwirkung die Entlüftungslöcher verschließen. Wenn das Volumen der Absperrkammer zu gering oder sie zu niedrig ist, dann sammelt sich möglicherweise, wenn die vom Ventileinlass fließende Urinsäule versehentlich auf den Rand des Ventilauslasses in der Absperrkammer trifft, genügend Flüssigkeit in der Absperrkammer an, um die Entlüftungsröhrentasche zu bedecken und das Ventil vorzeitig zum Schließen zu bringen. Dies ist wiederum ein Zuverlässigkeitsproblem, das zu einem unbeständigen Betrieb führen kann, wenn beispielsweise der Probenehmer beim Aufnehmen von Urin zu stark gekippt oder geschüttelt wird.
  • Man wird verstehen, dass auch andere Merkmale wie z. B. der konische Eintrittskanal des Ventilauslasses diese Aspekte des Betriebs des Probenehmers beeinflussen können; Form und Größe des konischen Kanals beeinflussen das Risiko, dass die Urinsäule auf den Boden der Absperrkammer neben dem Rand des Ventilauslasses (oder seinen konischen Eintrittskanal) auftrifft und Flüssigkeit vorzeitig in die Absperrkammer ablenkt.
  • In der Ausgestaltung hat die Absperrkammer eine Höhe von 3,5 mm und ein Volumen von etwa 320 mm3.
  • Absperrkammerüberlauf 34
  • Dieser Überlauf lässt es zu, dass Urin von der Absperrkammer in den Abflusskanal entweicht. Der Querschnitt des Überlaufs darf nicht zu groß sein, da sich die Absperrkammer sonst zu schnell leert, wodurch die durch den Urin in der Absperrkammer am Boden der Ventiltasche erzeugte Dichtung unterbrochen würde. Wenn der Absperrkammerüberlauf zu klein ist, dann erlaubt er eventuell keinen ausreichenden Fluss durch die Absperrkammer, um die Entlüftungstasche schnell genug zu sperren, wenn die Probenkammer bis auf den gewünschten Pegel gefüllt ist.
  • In der Ausgestaltung ist der Absperrkammerüberlauf ein kreisförmiger zylindrischer Kanal mit 2,4 mm Durchmesser.
  • Kennwerte des Probenehmers
  • Der Probenehmer der Ausgestaltung ist so ausgelegt, dass er eine Probe von 2 ml aufnimmt. Er ist so ausgelegt, dass er mit Urinfließgeschwindigkeiten zwischen 15 ml und 30 ml pro Sekunde arbeitet. Für andere Anwendungen können die Größen der Komponenten des Probenehmers entsprechend geändert werden, z. B. zum Aufnehmen von Proben von 5 oder 10 ml. Es ist wünschenswert, dass die Probe möglichst rein ist und idealerweise nur das gewünschte Volumen an Erststromurin enthält. Gewöhnlich kommt es jedoch zu etwas Verdünnung der Probe mit späteren Teilen der Urinprobe aufgrund von Vermischen im ersten Auffangreservoir. Bei Tests konnten beispielsweise 10-ml-Proben aufgenommen werden, wobei jede Probe von den ersten 12 ml der (viel größeren) Urinprobe genommen wurde.
  • Für einen zuverlässigen Betrieb ist es wichtig, dass die Innenflächen des Probenehmers sauber und trocken sind, weil ein Benetzen von Komponenten wie z. B. der Ventilauslass und die Absperrkammer vorhersehbar sein sollen. In einer Ausgestaltung kann der Probenehmer als Einwegartikel hergestellt und vor dem Gebrauch in einem verschlossenen Container aufbewahrt werden, wodurch gewährleistet wird, dass er beim Gebrauch sauber und trocken ist. Wenn ein Probenehmer wiederverwendet werden soll, dann kann es wichtig sein, ihn für ein effektives Reinigen und Trocknen auseinander nehmen zu können.
  • Weitere Ausgestaltungen
  • In einer einfacheren Ausgestaltung ist die Probenkammer nicht mit einer Entlüftungsröhre versehen, die in die Kammer verläuft, während der Ventilauslass um einen in die Probenkammer verlaufenden röhrenförmigen Abschnitt verlängert ist. Während sich die Probenkammer füllt, strömt die Flüssigkeitssäule vom Ventileinlass durch den Ventilauslass und Luft aus der Kammer wird durch den Ventilauslass entlang der Flüssigkeitssäule abgelassen. Wenn der Urinstand in der Probenkammer das Ende des Urinventilauslasses erreicht, dann kann keine weitere Luft entweichen und die Flüssigkeitssäule im Ventilauslass wird unterbrochen, wodurch der Umfang des Ventilauslasses benetzt wird und ein Flüssigkeitspropfen entsteht. Dadurch wird das Ventil geschlossen und der Urin wird vom Ventileinlass in die Absperrkammer und den Absperrkammerüberlauf umgeleitet.
  • QUELLENANGABEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Die von der Anmelderin angeführten Quellen werden lediglich zur Information gegeben. Sie stellen keinen Bestandteil des europäischen Patentdokuments dar. Obschon größte Sorgfalt bei der Zusammenstellung der Quellenangaben angewendet wurde, können Fehler oder Auslassungen nicht ausgeschlossen werden. Das EPA übernimmt diesbezüglich keine Haftung.
  • In der Beschreibung werden die folgenden Patentdokumente genannt:

Claims (18)

  1. Probenehmer (2) zur Probenahme eines ersten Teils eines Flüssigkeitsstroms, wobei der erste Teil durch ein Ventil (30) in eine Probenkammer (8) strömt, wobei das Ventil Folgendes umfasst; einen Ventileinlass (24), der mit einem Einlass des Probenehmers gekoppelt ist; einen Ventilauslass (36), der in die Probenkammer (8) mündet, wobei der Ventilauslass beim Gebrauch im Wesentlichen unter dem Ventileinlass positioniert ist; eine Absperrkammer (32), die den Ventileinlass vom Ventilauslass trennt; einen Ventilüberlauf (34), der aus der Absperrkammer hinausführt, und eine Entlüftungsröhre (40), die sich zwischen einem Entlüftungseinlass (46) und einem Entlüftungsauslass (42) erstreckt, wobei der Entlüftungseinlass innerhalb der Probenkammer positioniert ist und der Entlüftungsauslass beim Gebrauch in einer Höhe über dem Ventilauslass positioniert ist.
  2. Probenehmer nach Anspruch 1, wobei die Höhe des Entlüftungsauslasses innerhalb der Probenkammer die Füllhöhe der in der Probenkammer aufzunehmenden Flüssigkeit bestimmt, wobei sich das Ventil beim Gebrauch schließt, wenn Flüssigkeit in der Probenkammer den Entlüfungseinlass erreicht und ihn blockiert, so dass im Wesentlichen ein weiteres Austreten von Luft aus der Probenkammer verhindert wird.
  3. Probenehmer nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Entlüftungsauslass in eine Entlüftungsröhrentasche mündet, die beim Gebrauch von der Absperrkammer nach oben verläuft.
  4. Probenehmer nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Entlüftungseinlass ein oder mehrere Entlüftungslöcher umfasst, die in einer Seitenwand der Entlüftungsröhre definiert sind.
  5. Probenehmer nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Ventilauslass im quergeführten Schnitt im Wesentlichen die gleiche Gestalt wie der Ventileinlass hat und größere Quermaße aufweist.
  6. Probenehmer nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Ventilauslass mit dem Ventileinlass fluchtet.
  7. Probenehmer nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei nach der Aufnahme der Probe in der Probenkammer weitere während des Gebrauchs in das Ventil eintretende Flüssigkeit durch den Ventilüberlauf abläuft.
  8. Probenehmer nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Probenehmereinlass ein erstes Auffangreservoir umfasst, das in den Ventileinlass mündet.
  9. Probenehmer nach Anspruch 8, wobei der Probenehmereinlass einen Hauptüberlauf hat, der beim Gebrauch an einem oberen Ende des ersten Auffangreservoirs positioniert ist.
  10. Probenehmer nach Anspruch 8 oder 9, wobei der Probenehmereinlass einen Eintrittstrichter umfasst, der in das erste Auffangreservoir mündet, wobei der Trichter optional mit einer Ablenkplatte versehen ist, um Turbulenz innerhalb des ersten Auffangreservoirs zu reduzieren.
  11. Probenehmer nach Anspruch 9, wobei der Absperrkammerüberlauf und der Hauptüberlauf in einen gemeinsamen Überlaufauslass des Probenehmers führen.
  12. Probenehmer nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Probenkammer entfernbar ist.
  13. Flüssigkeitsprobenehmer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, der ferner mit einem Aufnahmemittel zum Aufnehmen von Überlaufflüssigkeit versehen ist.
  14. Verfahren zur Probenahme eines ersten Teils eines Flüssigkeitsstroms unter Verwendung eines Probenehmers (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, das die folgenden Schritte beinhaltet: Bedienen das Probenehmers, so dass Flüssigkeit zuerst durch den Ventileinlass (24) strömt und dann durch die Absperrkammer (32) und den Ventilauslass (36) läuft; Aufnehmen der Flüssigkeit in der Probenkammer (8), bis sie eine vorbestimmte Höhe erreicht, an der der Flüssigkeitsstrom durch den Ventilauslass unterbrochen wird, so dass sie die Wand des Ventilauslasses berührt und befeuchtet, den Ventilauslass blockiert und das Ventil schließt, so dass ein weiterer Flüssigkeitsstrom in die Probenkammer verhindert wird; und Umleiten von weiterer Flüssigkeit, die durch den Ventileinlass strömt, damit sie durch die Absperrkammer und den Ventilüberlauf (34) strömt.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die vorbestimmte Höhe die Höhe des Entlüftungseinlasses ist.
  16. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die vorbestimmte Höhe an einem Ausgang des Ventilauslasses ist, wobei der Flüssigkeitsstrom durch die Flüssigkeit in der Probenkammer unterbrochen wird, die den Ausgang des Ventilauslasses bedeckt.
  17. Verfahren nach Anspruch 14, 15 oder 16 unter Verwendung eines Probenehmers, der ferner ein erstes Auffangreservoir umfasst, das in den Ventileinlass und einen Hauptüberlauf führt, der beim Gebrauch an einem oberen Ende des ersten Auffangreservoirs positioniert ist, das die folgenden Schritte beinhaltet: Leiten von Flüssigkeit in das erste Auffangreservoir, die dann in den Ventileinlass strömt; Ablaufenlassen von überschüssiger Flüssigkeit durch den Hauptüberlauf, wenn das erste Auffangreservoir voll ist; und nach dem Schließen des Ventils Entleeren des ersten Auffangreservoirs durch den Ventileinlass, die Absperrkammer und den Ventilüberlauf.
  18. Ventil für einen Flüssigkeitsprobenehmer nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Ventil Folgendes umfasst: einen Ventileinlass (24), einen Ventilauslass (36), der mit einer Probenkammer des Probenehmers gekoppelt werden kann, eine Absperrkammer (32), die den Ventileinlass vom Ventilauslass trennt, einen Ventilüberlauf (34), der aus der Absperrkammer hinaus führt, und eine Entlüftungsröhre (40), die sich zwischen einem Entlüftungseinlass (46) und einem Entlüftungsauslass (42) erstreckt, wobei der Entlüftungseinlass innerhalb der Probenkammer des Probenehmers positionierbar ist und der Entlüftungsauslass beim Gebrauch auf einer Höhe über dem Ventilauslass positioniert ist.
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