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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Sonnenenergie-Kollektorsysteme
vom so genannten fokussierenden Kollektortyp und betrifft insbesondere
die Lagerung und den thermischen Schutz von Gettern, die an den
Metallrohrleitungsabsorbern solcher Sonnenenergiesysteme befestigt sind.
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Die
Ausdrücke
Getter und Getter Material werden im Folgenden in der Beschreibung
und den Ansprüchen
austauschbar verwendet.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Aus
Gründen
wie beispielsweise der rapiden Ausbeutung von nicht erneuerbaren
Energiequellen, dem Bedarf an umweltfreundlichen Energiequellen und
den Vorteilen einer lokalen Energieversorgung für entlegene Kommunen und Fabriken
besteht dauerndes Interesse an Sonnenenergiesystemen und ihrer Verbesserung.
Kontinuierliche Forschung erhöht den
Wirkungsgrad von Solarsystemen, die allmählich kostengünstiger
werden, und macht sie vorteilhafter.
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Ein
besonderer Typ von Sonnenkollektorsystem ist der Typ des "fokussierenden Kollektors", der die Wirkung
von Sonnenenergie erhöht,
indem er sie unter Verwendung von verspiegelten Oberflächen oder
Linsen auf eine kleinere Fläche
fokussiert. In diesem System empfängt und reflektiert (fokussiert) ein
Reflektor, der typischerweise parabolisch ist, eintreffende Sonnenstrahlung
auf einen Metall-Rohrleitungsstrahlungsabsorber (TRA) in Form eines
Rohrs; wobei der TRA konzentrisch mit einem Gehäuserohr aus behandeltem Glas
umschlossen ist, um den Wärmeverlust
zu begrenzen. Um durch Erhöhung
der Sammlung von Sonnenstrahlung den Wirkungsgrad weiter zu verbessern,
weist das Kollektorsystem typischerweise Mittel zum Nachführen entsprechend dem
Sonnenstand auf.
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Um
den Wärmeverlust
durch Konvektion und Leitung zu minimieren und um den Wirkungsgrad
der Sammlung von Sonnenstrahlung zu verbessern, wird der Raum zwischen
dem Rohrleitungsstrahlungsabsorber (TRA) und dem Glasgehäuserohr
auf einen sehr niedrigen Druck evakuiert.
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Der
TRA besteht aus Metall mit einer Beschichtung, die einen hohen Sonnenstrahlungs-Absorptionskoeffizienten
aufweist, um die Energieübertragung
zu maximieren, die durch Reflexion der Sonnenstrahlung von dem Reflektor
entsteht. Innerhalb des TRA strömt
ein Wärmeübertragungsmedium, aus
praktischen Erwägungen
typischerweise eine Flüssigkeit
wie z. B. Öl.
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Bei
den hohen Temperaturen, die Sonnenkollektoren zu eigen sind, setzt
das Wärmeübertragungsmedium
eine gewisse Menge Wasserstoff frei. Da der freigesetzte Wasserstoff
ein so kleines Atom ist, kann er durch die Wand des TRA hindurchtreten und
in den Raum zwischen dem TRA und dem Glasgehäuserohr gelangen. Diese Situation
ist äußerst ungünstig, da
sie das Vakuum in dem Raum vermindert und so einen Wärmeverlust
von dem TRA durch Konvektion und Leitung zulässt. Dementsprechend ist es
entscheidend, diesen Wasserstoff zu entfernen, um den Wirkungsgrad
des fokussierenden Sonnenkollektors aufrechtzuerhalten.
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Ein
Verfahren zum Entfernen von Wasserstoffaus dem Raum ist die Verwendung
eines darin angeordneten Getters, bei dem es sich um ein Material
handelt, das verschiedene Metalllegierungen mit großer Oberfläche und
Affinität
zum Adsorbieren von Wasserstoff umfassen kann. Andere aktive, gasförmige Fremdstoffe
wie z. B. CO, CO2, N2 und H2O, die möglicherweise ihren Weg in den
Raum finden, können
damit ebenfalls adsorbiert werden.
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Veröffentlichte
Daten zum Gleichgewicht von handelsüblichen Wasserstoffgettern
zeigen, dass Wasserstoffgetter bei relativ geringfügiger Temperaturverringerung
eine immens erhöhte
Kapazität
und Gasadsorptionsgeschwindigkeit aufweisen können, was große Auswirkungen
auf die Kosten eines Sonnenkollektorsystems hat. Um die Kapazität und die Geschwindigkeit
der Gasadsorption durch den Getter aufrechtzuerhalten, muss der
Getter in dem Raum zwischen dem TRA und dem Glasgehäuserohr
gelagert werden und auf relativ niedriger Temperatur gehalten werden.
Somit sollten die Getter gegen Wärmeübertragung,
wie etwa durch Leitung und Strahlung, so weit als möglich isoliert
werden.
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Die
Strahlung kann aus einer von zwei Quellen stammen, wobei eine die
von dem TRA emittierte Strahlung ist. Obwohl der TRA eine Beschichtung
zur Begrenzung von Emissionen aufweist, bleibt eine nicht zu vernachlässigende
Menge Strahlung, die der TRA emittiert. Die zweite Strahlungsquelle,
welche die Getter potentiell aufwärmt, ist die so genannte verpasste
Sonnenstrahlung. Diese Strahlung kann das Ergebnis von Situationen
sein, in denen einige Sonnenstrahlung nicht ausschließlich reflektierend auf
den TRA fokussiert wird, sondern diesen verfehlt. Das liegt typischerweise
an einer falschen Ausrichtung des Reflektors oder einer inkorrekten
Anbringungsposition des TRA. Ein Teil dieser "verpassten Sonnenstrahlung" kann direkt oder
indirekt mit den Gettern auf ihrer Lagerung in Berührung kommen und
sie dadurch erwärmen.
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Das
US-Patent Nr. 4,306,543 für Doevenspeck
u. a. offenbart einen Sonnenkollektor, welcher einen Getter umfasst,
der in einer evakuierten, transparenten Umhüllung angeordnet ist, welche
durch ein äußeres Glasrohr
und ein inneres Metallrohr bestimmt ist. Eine starre Rahmenkonstruktion,
die sich zwischen dem Glas- und dem Metallrohr erstreckt, lagert
den Getter und lagert auch eine Heizvorrichtung. Ziel der Konstruktion
ist es, ein Heizelement in der evakuierten Umhüllung bereitzustellen, um eventuell vorhandene
Kohlenwasserstoffe zu spalten. Die Konstruktion bietet jedoch keinen
Schutz der Getter vor Erwärmung.
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Das
US-Patent Nr. 4,455,998 für Kroontje
u. a. offenbart einen Sonnenkollektor, der einen reversibel erwärmbaren
Wasserstoffgetter umfasst, welcher innerhalb einer evakuierten,
transparenten Umhüllung
angeordnet ist, die durch ein Glasrohr bestimmt ist. Ein in dem
Glasrohr gebildetes Reservoir lagert den Getter, der mit Gewebe
bedeckt ist. Das Reservoir ist jedoch nur hinsichtlich eines Sonnenkollektors mit
plattenförmigem
Absorber beschrieben. Außerdem
erfordert das Reservoir ein speziell gestaltetes Glasrohr, wobei
das Reservoir Teil des Glasrohrs ist, und dieses Reservoir ist nicht
gegen die durch das Glasrohr absorbierte Wärme isoliert. Außerdem ist die
beschriebene Anordnung dazu ausgestaltet, den Getter alternativ
zu erwärmen
oder nicht zu erwärmen,
um die Steuerung der Temperatur des Wärmeübertragungsmediums in dem Kollektor
zu unterstützen;
und nicht dazu, den Getter auf einer niedrigen Temperatur zu halten.
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Das
US-Patent Nr. 4,508,104 für Takeuchi
u. a. offenbart ebenfalls einen Sonnenkollektor, der einen Getter
umfasst, welcher innerhalb einer evakuierten, transparenten Umhüllung angeordnet
ist. Eine aus Blattfedern bestehende Haltevorrichtung bewirkt eine
Positionsfixierung des inneren Rohrs des Kollektors im Verhältnis zum äußeren Rohr.
Die Haltevorrichtung lagert auch ein ringförmiges Gehäuse eines "Getter-Metalls". Der Teilbereich der Haltevorrichtung,
der das Getter-Metall lagert, wird nur als C-förmig beschrieben und schützt den
Getter anscheinend nicht vor Sonnenstrahlung.
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Dementsprechend
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Sonnenenergie-Kollektorsystem vom
Sonnenstrahlungs-Fokussierungstyp mit einem Gettermontagegestell
bereitzustellen und es auf relativ niedriger Temperatur zu halten.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Sonnenkollektorsystem mit einer Anordnung zum
Lagern von Gettern in einem evakuierten Raum zwischen einem Rohrleitungsstrahlungsabsorber
(TRA) und dem Glasrohr des Sonnenkollektorsystems bereitgestellt,
umfassend eine Brücke
zum Bereitstellen eines Zwischenraums zwischen den Gettern und dem
Strahlungsabsorber, wobei die Brücke
in der Weise aus Komponenten gestaltet und aufgebaut ist, dass minimaler
Oberflächenkontakt
dazwischen besteht, wodurch die leitende Wärmeübertragung begrenzt wird.
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Das
Gettermontagegestell umfasst eine Strahlungsschutzanordnung zur
Begrenzung des Reflektierens und/oder Emittieren von Sonnenstrahlung
auf die Getter oder auf eine Komponente (d. h. die Brücke) in
direktem oder indirektem Kontakt mit den Gettern.
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Das
Gettermontagegestell umfasst eine Brücke, welche mit einer länglichen
Wanne ausgebildet ist, die einen Gettermontageteilbereich aufweist,
wobei die Brücke
des Weiteren Füße umfasst,
welche an dem Rohrleitungsstrahlungsabsorber fest angebracht sind
und die Wanne in der Weise stützen,
dass die Wanne von dem Rohrleitungsstrahlungsabsorber beabstandet
ist; wobei die Wanne des Weiteren eine Strahlung reflektierende
Oberfläche
aufweist, welche dem TRA zugewandt ist, um die von dem TRA emittierte
Strahlung und die von dem Reflektor reflektierte verpasste Sonnenstrahlung
zu blockieren.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist die Brücke zusätzlich zu der Wanne eine weitere
Komponente auf, nämlich
einen Strahlungsschutzschild zum Blockieren und Reflektieren von
Strahlung, um die Temperatur der Getter zu minimieren.
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Des
Weiteren umfasst die Brücke
Schlitze, die einen axialen Freiheitsgrad der Bewegung bieten, um
thermische Ausdehnung des TRA und der Brücke zuzulassen.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Zum
Verständnis
der Erfindung und um darzustellen, wie sie sich in der Praxis ausführen lässt, werden
nun Ausführungsformen
lediglich als nicht einschränkende
Beispiele unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen:
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1 einen
Schnitt eines Sonnenenergieabsorber-Teilbereiches eines Sonnenkollektors
vom fokussierenden Kollektortyp gemäß der vorliegenden Erfindung;
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2 eine
perspektivische Ansicht eines Rohrleitungsstrahlungsabsorbers (TRA)
mit einem darauf befestigten Gettermontagegestell;
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3 eine
Endansicht einer anderen Ausführungsform
eines Gettermontagegestells;
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4 eine
Draufsicht auf eine Gettermontagewanne, die eine Wannenabdeckung
zeigt; und
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5 eine
Endansicht einer abgewandelten Wanne des Gettergestells.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Zunächst wird
auf 1 aus den Zeichnungen hingewiesen, die eine Schnittansicht
eines generell mit 10 bezeichneten Sonnenenergieabsorbers zeigt,
der einen Teil eines Sonnenkollektorsystems (nicht dargestellt)
bildet. Ein solcher Sonnenenergieabsorber 10 kann Teil
eines Sonnenkollektorenfeldes sein, das mehrere hundert Meter Kollektoreinheiten umfasst.
Die Kollektoren können
flache (plattenförmige)
oder nichtflache Kollektoren sein.
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Der
Sonnenenergieabsorber 10 umfasst einen Rohrleitungsstrahlungsabsorber
bzw. TRA 12, einen Reflektor 14 und ein Glasgehäuserohr 16.
Der TRA 12, der mit einer Sonnenstrahlung absorbierenden
Beschichtung versehen ist, ist koaxial in dem Glasgehäuse 16 aufgenommen,
wobei ein Raum 18 dazwischen bestimmt wird, und ist an
dem Brennpunkt des typischerweise parabolischen Reflektors 14 fixiert.
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Auf
dem TRA 12 liegt ein Gettermontagegestell auf, das generell
mit 20 bezeichnet ist und in nachfolgenden Figuren detaillierter
dargestellt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass das Gestell 20 in der
so genannten "one-sun"-["eine Sonne"-] Position fixiert
ist, in der es so der Sonne zugewandt ist, dass es idealerweise
Sonnenstrahlung nur aus direkt von der Sonne kommenden Strahlen
und nicht aus den weitaus konzentrierteren Strahlen empfängt, die
von dem Reflektor 14 reflektiert werden.
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Die
Sonnenstrahlen R1 und R2 veranschaulichen, wie die Strahlen der
Sonne von dem Reflektor 14 reflektiert werden, durch das
Glasgehäuserohr 16 hindurchtreten
und auf verschiedene Stellen des TRA 12 gelangen. Der Strahl
R3 dagegen veranschaulicht Strahlung, die nicht auf den TRA 12, sondern
vielmehr auf das Gettermontagegestell 20 reflektiert wird.
Dieser Strahl R3 steht für
so genannte verpasste Sonnenstrahlung, die das Gestell 20 erwärmen und
dadurch die Gasadsorptionskapazität der Getter 30 (dargestellt
in 2) verringern kann.
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Es
ist nachvollziehbar, dass andere Strahlen, beispielsweise der Strahl
R4, von der Oberseite des TRA 12 und wieder auf das Gestell 20 reflektiert
werden können,
wodurch das Gestell erwärmt
und die Gasadsorptionskapazität
der Getter 30 verringert wird.
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2 zeigt
das Gestell 20 auf dem TRA 12. In seiner einfachsten
Form umfasst das Gestell 20 nur eine aus einer Wanne 34 gebildete
Brücke 32, welche
die Getter 30 hält
(mit Phantomlinien dargestellt), und L-förmige Metallfüße 36.
Die Füße 36 bestehen
typischerweise aus einem dünn
bemessenen Metallblech, um den Leitungsweg zu begrenzen – wie alle
zu dem Gestell 20 gehörigen
Komponenten. Die Wanne 34 weist einen Gettermontageteilbereich 37 auf,
auf dem die Getter 30 aufliegen.
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Es
sind nun einige wichtige Merkmale der Gestaltung erkennbar. Die
Füße 36 sind
an dem TRA 12 an einem bzw. mehreren möglichst begrenzten Kontaktpunkt(en)
befestigt, wie durch die Schweißpunkte 38 an
den unteren Laschen 39 der Füße 36 veranschaulicht.
In ähnlicher
Weise berühren
sich die Füße 36 und
die Wanne 34 typischerweise nur bzw. hauptsächlich an
ihren Kanten, wodurch die thermische Leitung zwischen ihnen beschränkt wird.
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Des
Weiteren weist die Wanne 34 Schlitze 40 auf (durch
gestrichelte Linien angezeigt), die nicht nur ein Hindurchführen des
oberen Teilbereiches der Füße 36 zulassen,
um die Wanne stabil zu lagern, sondern diese Schlitze erstrecken
sich auch in Längsrichtung
der Wanne, um ein "Spiel" zwischen der Wanne
und den Füßen zuzulassen.
Es kann typischerweise auch "Spiel" in Querrichtung
vorhanden sein. Durch dieses "Spiel" werden Probleme
im Zusammenhang mit der unterschiedlichen Ausdehnung der Brücke 32 und
des TRA 12 beseitigt, die während der Erwärmungs-
und Abkühlungszyklen
des Kollektors auftritt, wenn dieser der Sonne täglich oder durch vorüberziehende
Wolken abwechselnd ausgesetzt und nicht ausgesetzt wird. Zu solchen
Zeiten kann sich der TRA 12 schneller erwärmen und
beträchtlich heißer werden
als die Brücke 32,
was eine unterschiedliche Ausdehnung und Größe im Verhältnis zu der Brücke zur
Folge hat.
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Die
Wanne 34 selbst kann dazu dienen, Sonnenstrahlung zu reflektieren – und wäre daher
typischerweise wenigstens auf ihrer Außenfläche 33 (die dem TRA 12 und
dem Reflektor 14 zugewandt ist) poliert und/oder beschichtet,
wobei die Beschichtung typischerweise aus einem hitzebeständigen Metall wie
z. B. Silber, Gold oder anderen reflektierenden Metallen besteht, und/oder
die Außenfläche ist
poliert, um sowohl Infrarotstrahlung als auch sichtbare Strahlung
zu reflektieren, so dass die Wanne nicht erwärmt wird und keine Quelle für Leitung
zu den Gettern 30 bildet.
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Infrarotstrahlung
wird durch den TRA 12 emittiert, und sichtbare Strahlung
wird direkt von dem Reflektor 14 reflektiert, wie durch
den Strahl R3 in 1 veranschaulicht. Wie für den Fachmann
verständlich,
kann es jedoch zum Schutz der Wanne 34 vor Sonnenstrahlung – und damit
der Getter 30 vor hoher Temperatur – vorzuziehen sein, eine oder
mehrere zusätzliche
Komponenten einzusetzen, um die oben genannte Strahlung zu reflektieren.
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In
einem weiteren Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt 3 eine Endansicht einer
Anordnung 50, bei der eine solche zusätzliche Komponente, ein Strahlungsschutzschild 52,
vorgesehen ist. Es ist nur ein Strahlungsschutzschild 52 dargestellt,
wobei jedoch mehr als einer verwendet werden kann. Der Schild 52 ist
an den Füßen 54 angebracht
dargestellt, die in dieser Ausführungsform Schlitze 56 zum
Halten des Schildes aufweisen. Der Schild 52 umfasst Flügel bzw.
Seitenwände 57 und 58,
die sich in Längsrichtung über die
Länge der Wanne 60 erstrecken
(die nun nicht mehr zum Blockieren und Reflektieren von Sonnenstrahlen
bemessen, poliert und/oder beschichtet sein muss). Der Schild 52 weist
auch einen Basisabschnitt 62 (durch Phantomlinien dargestellt)
zwischen den Seitenwänden 57 und 58 auf
und erstreckt sich unter dem Teilbereich der Wanne 60 zwischen
den Füßen 54 (von denen
in 3 nur einer zu sehen ist). Laschen 74 (von
denen in 3 nur einer zu sehen ist) der
Füße 54 blockieren
von dem TRA 12 emittierte Strahlung vor einem Erreichen
der Enden der Wanne 60.
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Der
Schild 52 ist am praktischsten einstückig ausgebildet, und die Erläuterung
der Seitenwände 57 und 58 sowie
des Basisabschnittes 62 soll die Geometrie des Schildes
verdeutlichen und unterstreichen, dass er sowohl Strahlung von unten
(von dem TRA 12) als auch von der Seite (von dem TRA 12, aber
auch verpasste Sonnenstrahlung von dem Reflektor 14) reflektiert.
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Wie
bei der Wanne 34 der Ausführungsform aus 2 ist
der Schild 52 typischerweise wenigstens auf seiner dem
TRA 12 und dem Reflektor 14 zugewandten Oberfläche 63 beschichtet
und/oder poliert, und zwar mit einer geeigneten Beschichtung, die
typischerweise aus einem hitzebeständigen Metall wie z. B. Silber,
Gold oder anderen stark reflektierenden Materialien besteht, und/oder
die Außenfläche ist
poliert, um Strahlung zu reflektieren, so dass sie nicht erwärmt wird
und keine Quelle für
Leitung zu den Gettern 30 bildet.
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Es
können
nun zusätzliche
wichtige Details der vorliegenden Erfindung betrachtet werden.
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Zwischen
dem TRA 12 und den Füßen 54 befinden
sich keilförmige
Zwischenräume 70,
da die Anordnung 50 stabil an dem TRA 12 befestigt
werden kann, ohne dass es erforderlich wäre, dass die Laschen 74 der
zylindrischen Form des TRA angepasst sind. Außerdem erstrecken sich die äußeren unteren Teilbereiche 72 der
Füße 54 nicht
nach unten bis zu dem TRA 12. Diese Merkmale helfen beide,
die Temperatur der Getter 30 auf einem Minimum zu halten.
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Des
Weiteren weisen die Füße 54 Schlitze 76 auf,
die zu einem stärker
begrenzten Wärmeübertragungsweg
von dem TRA 12 über
die Wanne 60 zu den Gettern 30 beitragen. Jeder
der Füße 54 hat
eine T-förmige
Verlängerung 77,
die Seitenvorsprünge 79 aufweist,
um die Wanne 60 zu befestigen, wobei allerdings die Passung
nicht eng ist, damit ein "Spiel" zwischen der Wanne 60 und
den Füßen 54 zugelassen
wird.
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Ebenfalls
in 3 ist eine Abdeckung 78 zu sehen, welche
die Wanne 60 teilweise oder vollständig umgeben kann. Diese Abdeckung 78 ist
praktisch zum Einlegen der Getter 30 in die Wanne 60,
da sie rasch darauf geschoben werden können, und die Abdeckung verhindert
auch eine Versetzung der Getter von der Wanne während der Montage und des Betriebs
des Sonnenkollektorsystems. Die Abdeckung 78 kann ein hülsenartiges
Gitter sein (das am besten in 4 dargestellt
ist), um einen offenen Bereich und einen leichteren Weg zu bieten,
auf dem der Wasserstoff oder andere gasförmige Fremdstoffe sich den
Gettern 30 nähern
und von ihnen adsorbiert werden.
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Zur
Verdeutlichung bestimmter Komponenten zeigt 4 eine Draufsicht
auf eine Wanne 80 (die eine Gestaltung ähnlich derer der oben genannten
Wannen 34, 60 aufweisen kann), wobei eine Anordnung
mehrerer darauf aufliegender Getter 30 sowie eine Wannenabdeckung
in Form eines Gitters 82 gezeigt wird. Ebenso wird auf
ein deutlicheres Beispiel für
Schlitze 40 hingewiesen, welche, in Verbindung mit 3 verstanden,
einen Freiheitsgrad der Bewegung bzw. ein "Spiel" zwischen den Füßen 36, 54 insbesondere
in Längsrichtung,
allerdings auch in Querrichtung, bieten, einschließlich Winkeln
dazwischen, um eine Variation der thermischen Ausdehnung zwischen
dem TRA 12 und der Brücke 32 zuzulassen.
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Die
Wanne 80 kann des Weiteren beispielsweise Hilfselemente 84 für Zwecke
wie z. B. gegebenenfalls die Anbringung anderer Komponenten wie
z. B. Temperaturanzeigen usw. umfassen.
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5 veranschaulicht
eine Abwandlung, die dazu ausgestaltet ist, die leitende Wärmeübertragung
zu den Gettern 30 weiter zu begrenzen, wobei eine Wanne 86 eine
Erhöhung 88 umfasst,
welche sich über
die Länge
der Wanne erstreckt, wobei ein Gettermontageteilbereich 89 ausgebildet
wird. Wie zu sehen ist, haben die Getter 30 dadurch wesentlich stärker begrenzten
physikalischen Kontakt mit der Wanne 86, so dass der leitende
Wärmeübertragungsweg
aus dem TRA 12 begrenzt wird.
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Es
versteht sich, dass es zahlreiche in dem Gettermontageteilbereich 37, 89 der
Wanne 34, 60, 80, 86, auf welcher
die Getter 30 aufliegen, erzeugbare Muster gibt, welche
die Wärmeleitung
zwischen der Wanne und den Gettern verringern würden – ein Beispiel sind Vertiefungen
(nicht dargestellt).
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Es
sei darauf hingewiesen, dass verschiedene Komponenten des oben beschriebenen
Gettermontagegestells sowie Variationen derselben lediglich zur
Veranschaulichung dienen und keineswegs ausschließlich sind,
und dass viele Variationen und Abwandlungen derselben möglich sind.
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Beispielsweise
könnte
der Strahlungsschutzschild 52 anstatt an den Füßen 54 an
dem TRA 12 oder an der Wanne 60 befestigt sein.
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In
einem weiteren Beispiel könnte
die Wanne 34, 60, 80, 86 in
jeder der obigen Ausführungsformen so
ausgebildet sein, dass sie einwärts
gebogen ist, um zur Befestigung der Getter 30 daran beizutragen. Oder
die Wanne könnte
in der Ausführungsform,
in welcher das Gettermontagegestell 50 einen Schild 52 aufweist,
vollständig
oder teilweise perforiert sein, so dass ein geringerer leitender
Wärmeübertragungsweg
geboten wird. In einer Kombination des oben Genannten könnte die
Wanne 34, 60, 80, 86 perforiert
und einwärts
gebogen oder sogar rohrförmig
sein, so dass die Getter 30 befestigt werden und dennoch
Wasserstoff oder anderen gasförmigen Fremdstoffen
relativ freier Zugang zu den Gettern ermöglicht wird – wobei
die Funktionsweise analog zu dem Gitter 82 ist.
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Es
ist zu beachten, dass die obigen Beschreibungen nur als Beispiele
dienen sollen und dass innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche zahlreiche
weitere Ausführungsformen
möglich
sind.