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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft die Gewinnung von unreagiertem Adiponitril (ADN)
in einer Mischung von ADN, Aminocapronitril (ACN) und Hexamethylendiamin
(HMD), die durch teilweise Hydrierung von ADN gebildet worden ist.
Das ADN kann aus der Hydrocyanierung von Butadien (BD), Hydrodimerisierung
von Acrylnitril, Aminolyse von Adipinsäure oder irgendeiner anderen
Technik herstammen. Es ist bekannt, dass ADN durch Reagieren des
ADN mit Wasserstoff in Gegenwart eines heterogenen Katalysators,
insbesondere Eisen oder Raney-Kobalt, teilweise zu HMD und ACN hydriert
werden kann. Derartige Hydrierungen führen zur Herstellung von unerwünschten
Nebenprodukten, einschließlich
Bishexamethylentriamin (BHMT) und hochsiedenden Teeren.
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Wenn
ein derartiges Verfahren so durchgeführt werden würde, dass
unreagiertes ADN in den Hydrierungsreaktor zurückgeführt wird, so würde das
BHMT zusammen mit ihm rückgeführt und
dadurch wäre
zu erwarten, dass sich das BHMT im Laufe der Zeit anreichert, was
zu einem inakzeptablen Anreicherungsniveau im System führen würde.
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Nach
der teilweisen Hydrierungsreaktion müssen das entstandene ACN und
HMD von dem unreagierten ADN und voneinander abgetrennt werden.
Die Trennungen können
mit Hilfe fraktionierter Destillation erfolgen. Während einer
derartigen Destillation entsteht ein unerwünschtes Nebenprodukt, nämlich 2-Cyanocyclopentylidenimin
(CPI) durch die Isomerisierung von ADN unter alkalischen Bedingungen,
die während
der Destillation vorliegen.
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Eine
Art und Weise zum Trennen des CPI vom ADN erfolgt durch einfache
fraktionierte Destillation, bei der das CPI als Destillat erhalten
wird. Jedoch würde
eine derartige einfache fraktionierte Destillation, wird sie unter
Anwendung herkömmlicher
Arbeitsbedingungen, d. h. einem Kopfdruck von weniger als 2666 Pascal (Pa)
(20 mm Hg) durchgeführt,
es nicht erlauben, dass BHMT zusammen mit dem CPI vom ADN abgetrennt wird.
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Das
Patent der Vereinigten Staaten 6207851 betrifft ein Verfahren für die gleichzeitige
Herstellung von 6-Aminocapronitril und Hexamethylendiamin, ausgehend
von Adiponitril, durch teilweise Umwandlung und Gewinnung von unumgewandeltem
Adiponitril. Dieses Patent offenbart ein Verfahren für die gleichzeitige
Herstellung von 6-Aminocapronitril und Hexamethylendiamin ausgehend
von Adiponitril, das (1) das teilweise Hydrieren von Adiponitril
in Gegenwart eines Katalysators unter Erzielung einer Mischung,
die 6-Aminocapronitril, Hexamethylendiamin und Adiponitril umfasst,
(2) das Entfernen von 6-Aminocapronitril und Hexamethylendiamin
von der Mischung, (3) das Zusetzen zu dem Anteil, der im Wesentlichen
Adiponitril umfasst, von 0,01 bis 10 Gew.-% einer Säure, auf
Adiponitril bezogen, oder eines sauren Ionenaustauschers und das
Entfernen des Adiponitrils von der Mischung und (4) das Rückführen des
Adiponitrils in Schritt (1) umfasst.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bietet ein Verfahren, bei dem BHMT und CPI
zusammen von ADN in einer Mischung abgetrennt werden können, die
alle drei Komponenten umfasst.
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Insbesondere
ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren für die Gewinnung von im Wesentlichen
reinem ADN aus einer Einspeisemischung umfassend BHMT, ADN, CPI
und hochsiedende Teere, wobei das Verfahren folgende sequentielle
Schritte umfasst:
- (1) Destillieren der Mischung
in einer ADN-Gewinnungsdestillationssäule mit einem Kopfdruck im
Bereich von 266 bis 19995 Pa (2 bis 150 mm Hg) unter Bildung eines
im Wesentlichen teerfreien Destillats umfassend mindestens 70% des
ADN in der Einspeisemischung, BHMT und CPI und eines Sumpfprodukts
umfassend im Wesentlichen die gesamten Teere und den Rest des ADN
in der Einspeisemischung; und
- (2) erneutes Destillieren des Destillats aus Schritt (1) in
einer ADN-Raffinationsdestillationssäule mit einem Kopfdruck im
Bereich von 266 bis 19995 Pa (20 bis 150 mm Hg), das die Bildung
eines Mindesttemperaturazeotropen zwischen ADN und BHMT verursacht,
unter Bildung (i) eines Destillats enthaltend den Hauptteil des
BHMT und CPI, die in dem Destillat aus Schritt (1) vorliegen, und
(ii) ein ADN-Sumpfprodukt, das im Wesentlichen sowohl von BHMT als
auch CPI frei ist.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
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Die
Zeichnung besteht aus einer Figur, die ein Blockschaltbild zeigt,
das das erfindungsgemäße Verfahren
veranschaulicht.
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GENAUE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Unter
Bezugnahme auf die Zeichnung umfasst ein System 10 für das Trennen
von CPI und BHMT zusammen von ADN eine Destillationssäule 12 des
Schritts 1, eine Destillationssäule 14 des
Schritts 2, eine Sumpfproduktkonzentratordestillationssäule 16 und
einen ADN-Gewinnungsdestillationsapparat 18 und einen ADN-Raffinationsdestillationsapparat 20.
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Ein
Einspeisematerial 22 ist das Produkt einer teilweisen Hydrierung
von ADN und umfasst ADN, HMD, ACN, hochsiedende Teere, BHMT, Tetrahydroazepin
(THA), polarografisch reduzierbare Verunreinigungen (PRV) und tiefsiedende
Verunreinigungen.
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Das
Einspeisematerial 22 wird in den unteren Abschnitt der
Destillationssäule 12 des
Schritts 1, bevorzugt unten eingeführt. Die Säule 12 wird unter
Bedingungen betrieben, die verursachen, dass der Hauptteil des HMD
und der tiefsiedenden Verunreinigungen am der Säule als Destillat 24 austritt,
das ACN mit einem geringen Anteil des HMD als Seitenabzug 26 über der
Einspeisestelle entfernt wird und das ADN und hochsiedende Substanzen
als Sumpfprodukt 28 zusammen mit einem geringen Anteil
des HMD und ACN entfernt werden. Typische Säulentemperaturen liegen im
Bereich von 120 bis 185 Grad C bei einem typischen Kopfdruck von
9331 Pa (70 mm Hg). Die Destillationssäule 12 ist bevorzugt
mit texturierten Füllkörpern gefüllt. Die Säule wird
mit einem Rückflussverhältnis von
etwa 3 betrieben.
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Das
Sumpfprodukt 28 der Säule 12 wird
in den Sumpfproduktkonzentratordestillationsapparat 16 eingespeist
und in den Destillationsapparat 16 an einer Einspeisestelle
eingespeist, die sich in der Nähe
oder in der Mitte der Säule
befindet. Der Destillationsapparat 16 wird unter Bedingungen
betrieben, die verursachen, dass das HMD und ACN als Destillat 30 über Kopf
geführt
und das ADN und die hochsiedenden Substanzen als Sumpfprodukt 32 entfernt
werden. Typische Säulentemperaturen
liegen im Bereich von 110 bis 175 Grad C bei einem Kopfdruck von
etwa 1733 Pa (13 mm Hg) und einem Rückflussverhältnis von etwa 1,0. Der Destillationsapparat 16 ist
mit texturierten Füllkörpern gefüllt.
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Das
Destillat
30 wird mit dem Seitenabzug
26 kombiniert,
um einen Strom
34 bereitzustellen, der in die Säule
14 des
Schritts 2 eingespeist wird. Der Strom
34 wird in die Säule
14 in
oder in der Nähe
der Mitte der Säule
eingeführt.
Die Säule
wird unter Bedingungen betrieben, die verursachen, dass das HMD
als Destillat
36 und das ACN als Sumpfprodukt
38 gewonnen
wird. Typische Säulentemperaturen
liegen im Bereich von 145 bis 180 Grad C bei einem Kopfdruck von
etwa 19995 Pa (150 mm Hg) bei einem Rückflussverhältnis von etwa 2,5. Die Säule
14 ist
mit texturierten Füllkörpern gefüllt. Bevorzugt
wird die Säule
14 mit
einem sigmoidalen Temperaturprofil, wie in der
US-Patentschrift 6248926 beschrieben,
die am 19. Juni 2001 an Ostermaier und Scott vergeben worden ist,
betrieben. Ein derartiges sigmoidales Temperaturprofil gestattet,
dass das THA zusammen mit dem ACN im Sumpfprodukt
38 entfernt
wird.
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Das
Sumpfprodukt 32 wird in den ADN-Gewinnungsdestillationsapparat 18 an
einer Einspeisestelle eingespeist, die sich irgendwo unterhalb des
Mittelpunkts der Säule
befindet. Der Destillationsapparat 18 wird unter Bedingungen
betrieben, um ein im Wesentlichen teerfreies Destillat 40 herzustellen,
das mindestens 70% des ADN in der Einspeisemischung 32 zusammen
mit dem BHMT und CPI in der Einspeisemischung 32 umfasst.
Das Sumpfprodukt 42 wird im Wesentlichen die gesamten Teere
und den Rest des ADN im Strom 32 umfassen. Typischerweise
liegen die Kopfdrucke im Bereich von 266 bis 19995 Pa (2 bis 150
mm Hg) bei einem Rückfluss
von etwa 1,0. Der Destillationsapparat 18 enthält eine
texturierte Füllung.
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Das
Destillat 40 wird in den ADN-Raffinationsdestillationsapparat 20 an
einer Einspeisestelle eingespeist, die sich über dem Säulenmittelpunkt befindet. Der
Destillationsapparat 20 wird bei einem Kopfdruck im Bereich
von 2666 bis 19995 Pa (20 bis 150 mm Hg) und einem Rückflussverhältnis von
etwa 10 betrieben. Dies verursacht, dass ein Mindesttemperaturazeotrop
zwischen ADN und BHMT gebildet wird, um (i) ein Destillat 44,
das den Hauptteil des BHMT und CPI, die in dem Destillat 40 vorliegen,
enthält
und (ii) ein ADN-Sumpfprodukt 46, das im Wesentlichen sowohl
von BHMT als auch CPI frei ist, zu erzeugen.
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BEISPIEL
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
wurde auf schrittweise Art (im Gegensatz zu einem kontinuierlichen integrierten
Betrieb) durchgeführt,
um die Fähigkeit
des Verfahrens, raffinierte Ströme
von HMD, ACN und ADN zu erzeugen, beurteilt. Die Bezugsnummern in
der Zeichnung sind in Klammern aufgeführt. Alle Prozentsätze beziehen
sich auf das Gewicht. Die Bezeichnung „NE" in den Tabellen bedeutet nicht erfassbar.
Die Ausdrücke „Destillationsapparat" und „Destillationssäule" werden in der gesamten
Beschreibung und Zeichnung als austauschbar benutzt.
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Das
Einspeisematerial (22) wurde durch Mischung von rohem HMD
mit raffiniertem ACN und raffiniertem ADN hergestellt. Die Zusammensetzung
der Einspeisung betrug nominell 40% HMD, 40% ACN und 20% ADN. Die
Verunreinigungen bestanden aus der normalen Verteilung von Verunreinigungen,
die in rohem HDN (Hexamethylenimin (HMI), Diaminocyclohexan (DCH),
BHMT usw.) vorliegen. Luft wurde durch die Einspeisemischung zum
Bilden von etwa 300 ppm THA in der Einspeisung verteilt.
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Alle
Destillationssäulen
(Destillationsapparate) bestanden aus mit einem Vakuummantel versehenden Abschnitten
eines Durchmessers von 50,8 mm (2 Zoll), die Sulzer BX-Drahtmaschenfüllmaterial
enthielten, das eine Höhe
aufweist, die einem theoretischen Boden von 152 mm (6 Zoll) äquivalent
ist. Alle Destillationsblasen bestanden aus elektrisch geheizten
Thermosyphondestillationsblasen, die zu geringen Verweilzeiten führen.
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Aus
den Destillationsblasen abgenommene Proben wurden durch Gaschromatografie
analysiert. Die Zusammensetzungen wurden dem Bereichsprozentsatz
entsprechend bestimmt (es wurden keine internen Standards benutzt).
Die THA-Analyse erfolgte durch Polarografie.
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Der
Zweck der Säule
des Schritts 1 (12) besteht darin, den Großteil des
HMD und der tiefsiedenden Überkopfprodukte
abzunehmen, einen Seitenabzug, der an ACN angereichert ist und einen
Sumpfproduktabzug zu erhalten, der das ADN und die hochsiedenden
Substanzen enthält.
Die Säule
wurde so betrieben, dass der ACN-Gehalt des Destillats unter 1000
ppm und der ADN-Gehalt des Seitenabzugs unter 100 ppm gehalten wurde.
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Die
Säulenkonfiguration
bestand aus 3,05 m (10 Fuß)
Füllmaterial
oberhalb der Destillationsblase, an welcher Stelle der Seitenabzug
positioniert war, über
dem sich 3,81 m (12,5 Fuß)
Füllmaterial
befand. Dies ergibt insgesamt etwa 45 theoretische Stufen in der
Säule.
Oben an der Säule
befand sich ein Rückflussteiler sowie
ein erhitzter Wasserkühler,
gefolgt von einem Kaltwasserkühler
zum Entfernen irgendwelcher tiefsiedender Substanzen, die eventuell
durch den warmen Kühler
hindurchgegangen sind. Die Einspeisung wurde vor Eintreten in die
Säule auf
100 Grad C erhitzt.
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Die
Säule wurde
bei einem Kopfdruck von 9331 Pa (70 mm Hg) betrieben und der Druckabfall
in der Säule
betrug 1733 Pa (13 mm Hg). Das Rückflussverhältnis betrug
nominell 3. Das erwünschte
Zusammensetzungsprofil in der Säule
wurde durch Regulieren der Temperatur in der Säule 2,29 m (7,5 Fuß) unterhalb des
Kühlers
durch Einstellen der Destillatströmungsgeschwindigkeit aufrechterhalten.
Die Kopftemperatur betrug 119,5 Grad C und die Kontrollpunkttemperatur
betrug 130 Grad C. Die ADN-Konzentration
des Seitenabzugs wurde durch Variieren der Seitenabzugsrate reguliert,
um die Temperatur 1,53 m (5 Fuß)
vom Boden der Säule
entfernt bei 150 Grad C zu halten. Die Sumpfprodukttemperatur betrug
185 Grad C.
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Die
Analyse der Ströme,
die mit dem Betrieb der Säule
des Schritts 1 assoziiert sind, war wie folgt:
| | Einspeisung
(22) | Destillat
(24) | Seitenabzug
(26) | Sumpfprodukt
(28) |
| ppm
THA | 298 | 100
bis 300 | 800 | < 100 |
| ppm
PRI | 175
bis 240 | 1050 | 1120 bis
1714 |
| % HMD | 39,8 | > 98 | 14 | 3,0 |
| % ACN | 39,3 | 0,04
bis 0,06 | 86 | 12 |
| % ADN | 19,7 | NE | < 100 | 82 |
| ppm
CPI | 21 | NE | NE | 121
+/– 85 |
| % BHMT | 0,20 | NE | NE | 0,7
bis 1,4 |
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Der
Zweck der Säule
(14) des Schritts 2 besteht darin, den Seitenabzug aus
der Säule
(26) des Schritts 1 zu nehmen und ihn in das HMD-Destillat
mit weniger als 1000 ppm ACN und einen ACN-Sumpfstrom zu trennen, der weniger als
100 ppm HMD enthält.
Die gleiche Säulenkonfiguration
wurde hier wie für
die Säule des
Schritts 1 benutzt, mit der Ausnahme, dass kein Seitenabzug erfolgte.
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Der
Lauf durch die Säule
des Schritts 2 erfolgte bei einem Kopfdruck von 19995 Pa (150 mm
Hg). Der Säulendruckabfall
betrug 2399 Pa (18 mm Hg). Die Säule
wurde 3,05 m (10 Fuß)
oberhalb der Destillationsblase gespeist, was 3,81 m (12,5 Fuß) Füllmaterial
(25 theoretische Stufen) im Rektifikationsabschnitt und 3,05 m (10
Fuß) Füllmaterial
(20 theoretische Stufen) im Abtreibabschnitt ergab. Das Rückflussverhältnis lag
zwischen 1,8 und 3,2. Das Zusammensetzungsprofil wurde durch Einstellen
der Destillatrate zum Regulieren der Temperatur 2,29 m (7,5 Fuß) unterhalb
des Kühlers
bestimmt.
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Bei
diesem Betrieb betrugen die Säulentemperaturen
147 Grad C am Kühler,
162 Grad C am Kontrollpunkt und 179 Grad C in der Destillationsblase.
Die Stromanalysen waren wie folgt:
| | Einspeisung
(34) | Destillat
(36) | Sumpfprodukt
(38) |
| ppm
THA | 796 | 50
bis 70 | 900 |
| ppm
PRI | | 30 | |
| % HMD | 13,3 | > 98 | 100
ppm |
| % ACN | 86,3 | 450
bis 550 ppm | > 99 |
| % ADN | 0,118 | NE | 0,135 |
| ppm
CPI | NE | NE | NE |
| % BHMT | NE | NE | NE |
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(Man
beachte: Das Vorliegen von ADN in der Einspeisung und dem Sumpfprodukt
bei diesem Schritt wurde durch eine Störung im Schritt 1 verursacht,
wodurch etwas ADN in den Seitenabzug gebracht wurde.)
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Der
Zweck des Sumpfproduktkonzentrators (16) besteht darin,
die Sumpfprodukte aus der Säule
(28) des Schritts 1 herauszunehmen und das HMD und ACN
als Destillat (30) zu gewinnen, während ein Sumpfproduktstrom
(32) erhalten wird, der das ADN, BHMT und Teere enthält. Diese
Säule muss
unter Hochvakuum betrieben werden, um die Bodentemperatur so gering
wie möglich
zu halten, um die CPI-Bildung
zu minimieren.
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Die
Säule bestand
aus 1,52 m (5 Fuß)
Sulzer-Füllmaterial
unterhalb der Einspeisestelle und 1,52 m (5 Fuß) darüber. Die Destillationsblase
war wiederum eine vom Thermosyphontyp mit einer elektrischen Heizung. Die
Einspeisung wurde auf 100 Grad C vorerhitzt. Die Aufenthaltszeit
in der Destillationsblase wurde auf 10 bis 15 Minuten geschätzt.
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Die
Säule wurde
bei einem Kopfdruck von 1800 Pa (13,5 mm Hg) und einem Druckabfall
von 1066 Pa (8 mm Hg) betrieben. Das Rückflussverhältnis betrug anfänglich 1,7
und wurde während
des Arbeitslaufs auf 1,0 reduziert. Die Produktstromzusammensetzungen
wurden durch Variieren der Destillatrate zum Regulieren der Temperatur
an der Einspeisestelle beibehalten. Während des Betriebs betrug die
Kühlertemperatur
109 Grad C, die Reguliertemperatur 126 Grad C und die Sumpfprodukttemperatur
betrug 175 Grad C. Die Stromanalysen waren wie folgt:
| | Einspeisung
(28) | Destillat
(30) | Sumpfprodukt
(32) |
| ppm
THA | 47 | 380
bis 450 | NE |
| % HMD | 3,0 | 19 | 35
ppm |
| % ACN | 13,6 | 81 | 500–1500 ppm |
| % ADN | 81,0 | < 50 ppm | 97,5 |
| ppm
CPI | 202 | NE | 265
+/– 42 |
| % BHMT | 1,0 | NE | 1,1 |
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Man
beachte, dass die Menge an CPI im Sumpfprodukt ziemlich gering ist,
was äußerst wünschenswert
ist. Man beachte auch die scheinbare Bildung von THA in diesem Schritt,
möglicherweise
durch Zerfall höher
siedender Formen von PRI.
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Der
Zweck der ADN-Gewinnungssäule
(18) besteht darin, das Sumpfprodukt aus der Sumpfproduktkonzentratorsäule (16)
zu nehmen und das ADN als Destillat (40) zu gewinnen, während Teere
als Sumpfproduktstrom (42) entfernt werden. Diese Säule muss
unter Hochvakuum betrieben werden, um die Temperatur im Unterteil
so niedrig wie möglich
zu halten, um die CPI-Bildung zu minimieren.
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Die
Säule bestand
aus 0,762 m (2,5 Fuß)
Sulzer-Füllmaterial
unterhalb der Einspeisestelle und 2,28 m (7,5 Fuß) darüber. Die Destillationsblase
war wiederum eine vom Thermosyphontyp mit einer elektrischen Heizung.
Die Einspeisung wurde auf 100 Grad C vorerhitzt. Die Aufenthaltszeit
in der Destillationsblase wurde auf 100 bis 150 Minuten geschätzt.
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Die
Säule wurde
bei einem Kopfdruck von 1733 Pa (13,5 mm Hg) und einem Druckabfall
von 1333 Pa (10 mm Hg) betrieben. Das Rückflussverhältnis betrug 0,85. Die Sumpfproduktabzugsrate
wurde zum Regulieren des CPI-Niveaus im ADN-Destillat auf unter
1000 ppm eingestellt. Während
des Betriebs betrug die Kühlertemperatur
160 Grad C und die Sumpfprodukttemperatur betrug 176 Grad C. Die
Stromanalysen waren wie folgt:
| | Einspeisung
(32) | Destillat
(40) | Sumpfprodukt
(42) |
| ppm
THA | 41 | NE | |
| % HMD | 35
ppm | 0,09 | NE |
| % ACN | 0,2 | 0,41 | NE |
| % ADN | 97,1 | 98,6 | 95 |
| ppm
CPI | 248 | 830 | 440 |
| % BHMT | 1,02 | 0,79 | 0,98 |
| Teere | | | 4,57 |
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Um
das CPI-Niveau des Destillats bei unter 1000 ppm zu halten, war
es notwendig, eine Säuberung zur
Entfernung von 20% Sumpfprodukt durchzuführen, was einem Verlust an
Prozess-ADN-Ausbeute
von 4% entsprach. Dieser starke Ausbeuteverlust würde eventuell
die Verwendung eines Hochvakuumschnellverdampfers zur Rückgewinnung
eines Teils des ADN, das in den Sumpfprodukten der ADN-Gewinnungssäule enthalten
ist, rechtfertigen.
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Bezüglich dieses
Arbeitslaufs sind zwei Dinge zu beachten. Erstens erfolgt in dieser
Säule praktisch keine
Abtrennung von BHMT. Zweitens kann die Menge an CPI im wiedergewonnenen
ADN durch Regulieren des Sumpfproduktabzugs bei unter 1000 ppm gehalten
werden. Man sollte beachten, dass bei Reduzieren der Aufenthaltszeit
(AZ) in der Destillationsblase von 150 auf 100 Minuten der CPI-Gehalt
des Destillats von 750 auf 375 ppm reduziert wurde. Dies zeigt,
dass durch Minimieren der AZ in der Destillationsblase es möglich sein
sollte, die Menge an CPI-Bildung, die bei diesem Schritt erfolgt,
beträchtlich
zu reduzieren. Bevorzugt sollte die Säule bei Kopfdrucken zwischen
266 und 19995 Pa (2 und 150 mm Hg) betrieben werden. Durch einen Kopfdruck
von 266 Pa (2 mm Hg) oder höher
sollte sich die Notwendigkeit übermäßig großer Säulendurchmesser
vermeiden lassen. Ein Kopfdruck von 19995 Pa (150 mm Hg) oder geringer
sollte die Erzeugung hoher Säulentemperaturen
vermeiden, die die Zersetzung von ADN verursachen können.
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Der
Zweck der ADN-Raffinationssäule
(20) besteht darin, dass CPI und BHMT, die im Destillat
der ADN-Rückgewinnungssäule (40)
enthalten sind, als Destillat zu entfernen und ADN mit weniger als
50 ppm CPI als Sumpfprodukt (46) zu erhalten. Anfänglich wurde
ADN als Seitenabzug direkt oberhalb der Destillationsblase ohne
Sumpfproduktabzug gewonnen, es wurde jedoch bemerkt, dass dieser
Arbeitsmodus hohe Niveaus an CPI (mehr als 50 ppm) in dem ADN-Produkt
verursachte, so dass ein Wechsel zum Sumpfproduktabzug durchgeführt wurde.
Dadurch fiel der CPI-Gehalt des raffinierten ADN auf weniger als
50 ppm ab. Scheinbar führte
der Seitenabzugbetrieb zur Ansammlung von hochsiedenden Substanzen
in dem Sumpfprodukt, was wiederum zum Abfallen der CPI-Bildungsrate
im Sumpfprodukt führte.
Das Arbeiten mit einem Sumpfproduktabzug verhinderte die Ansammlung
von hochsiedenden Substanzen und reduzierte die CPI-Bildungsrate.
Da der Sumpfproduktabzug eine bessere Betriebsmöglichkeit darstellte, beziehen
sich alle angegebenen Daten auf den Sumpfproduktabzugsbetrieb.
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Die
Säule bestand
aus 1,52 m (5 Fuß)
Sulzer-Füllmaterial
oberhalb der Einspeisestelle und 4,57 m (15 Fuß) Füllmaterial unterhalb der Einspeisestelle.
Dies entspricht etwa 22 theoretischen Stufen, was zu schlechter
Effizienz führt,
die durch das schlechte Benetzen des Füllmaterials verursacht wird.
Die Destillationsblase war eine vom Thermosyphontyp mit elektrischer
Heizung. Die Einspeisung (40) wurde auf 100 Grad C vorerhitzt
und die AZ in der Destillationsblase betrug etwa 20 Minuten.
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Die
Säule wurde
bei einem Kopfdruck von 10664 Pa (80 mm Hg) betrieben. Das Rückflussverhältnis betrug
13. Die Säule
wurde bei diesem Druck betrieben, um einen tiefsiedenden Azeotrop
zwischen BHMT und ADN zu bilden, was dazu führte, dass der Großteil des
BHMT mit dem CPI entfernt wurde. Die Destillatrate wurde zum Regulieren
des CPI im Sumpfprodukt eingestellt. Die Kühlertemperatur betrug 213 Grad
C und die Destillationsblasentemperatur 215 Grad C. Die Stromanalysen
waren wie folgt:
| | Einspeisung
(40) | Destillat
(44) | Sumpfprodukt
(46) |
| % ADN | 98,6 | 89,9 | > 99 |
| ppm
CPI | 830 | 11000 | 37
+/– 10 |
| % BHMT | 0,96 | 6,7 | 0,21 |
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Das
Einspeisematerial (40) wurde so zusammengestellt, dass
es dem Destillatmaterial (40) aus der ADN-Gewinnungssäule (18)
in etwa entsprach, mit einem etwas höheren Prozentsatz (auf das
Gewicht bezogen) von BHMT, wie in der obigen Tabelle angegeben.
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Es
können
aufgrund der Daten der ADN-Raffinationssäule zwei wesentliche Schlussfolgerungen
gezogen werden. Erstens betrug die ADN-Gewinnung bei diesem Schritt
92%. Zweitens wurde durch Arbeiten bei einem Kopfdruck von 10664
Pa (80 mm Hg) ein tiefsiedender Azeotrop zwischen BHMT und ADN gebildet, was
es ermöglicht,
das BHMT vom System als Destillat zu entfernen. Isobare ebullioskopische
Messungen bei zwei Druckwerten (1333 und 2666 Pa (10 und 20 mm Hg))
wurden zum Entwickeln von Dampf-Flüssigkeitsäquilibriumsdaten für das binäre Paar
BHMT/ADN benutzt. Diese Daten zeigten, dass sich über einem
Druck von 2666 Pa (20 mm Hg) ein tiefsiedender Azeotrop bildet.
Dies zeigt, dass Kopfdruckwerte von nur 2666 Pa (20 mm Hg) angewendet
werden können.
Kopfdruckwerte über
19995 Pa (150 mm Hg) sind unpraktisch wegen der Zersetzungen, die
durch die dabei entstehenden hohen Säulentemperaturen verursacht
werden.
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Das
obige Beispiel wird als ausschließlich veranschaulichend aufgeführt. Die
Erfindung wird durch die unten angegebenen Ansprüche definiert, in denen Säulenbezeichnungen
zum Identifizieren und Differenzieren einer Säule von den anderen benutzt
werden.