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Die
Erfindung betrifft einen magnetischen Träger, ein Herstellungsverfahren
dafür sowie
ein Verfahren zum Isolieren biologischer Substanzen mit Hilfe des
Trägers.
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Verschiedene
Verfahren zum Isolieren einer biologischen Zielsubstanz aus einer
Probe, die eine biologische Substanz enthält, z. B. Nukleinsäure, Protein,
Kohlenhydrat u. ä.,
wurden herkömmlich
untersucht. Bekannt als derartige Verfahren sind Verfahren mit Extraktion
und Trennung mit Hilfe organischer Lösungsmittel, Verfahren zum
Isolieren der Zielsubstanz mit Hilfe eines Molekülfilters auf der Grundlage
der Größe des Moleküls, Isolierverfahren,
die einen Träger
nutzen, der sich mit einer speziellen biologischen Substanz reversibel
binden kann, u. ä.
Von diesen Verfahren haben Isolierverfahren unter Nutzung eines
Trägers
viele Vorteile zum gleichzeitigen Verarbeiten einer Anzahl von Proben. Überaus zweckmäßig ist
insbesondere die einen magnetischen Träger nutzende Isolierung. Grund
dafür ist,
daß ein
Komplex aus biologischer Substanz/magnetischem Träger durch
Anlegen eines Magnetfelds aufgefangen werden kann und keine Auffangvorrichtung,
z. B. eine Zentrifuge u. ä.,
erforderlich ist.
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Verfahren
zum Isolieren biologischer Substanzen, die einen magnetischen Träger nutzen,
wurden als Isolierverfahren für
verschiedene Nukleinsäuren
spezifisch entwickelt. Als magnetischer Träger zur Isolierung von Nukleinsäure sind
magnetisch reaktionsfähige
Teilchen bekannt, die Eisenoxid mit einer Beschichtung aus polymerisierbarem
Silan enthalten, das sich mit Affinitätsmolekülen (z. B. Nukleinsäure u. ä.) kovalent
binden kann (
JP-A-60-1564 ).
Magnetisch reaktionsfähige
Teilchen erfordern eine Silanbeschichtung, die sich mit Affinitätsmolekülen (z.
B. Nukleinsäure)
bindet. Als Verbesserung dessen sind kugelförmige magnetische Silikateilchen
bekannt, die superparamagnetisches Metalloxid enthalten (
JP-A-9-19292 und
JP-A-2001-78761 ).
Solche magnetischen Silikateilchen sind Komplexe von superparamagnetischem
Metalloxid mit anorganischer poröser
Wandsubstanz, die aus feinen Silikateilchen besteht, und haben eine
spezifische Oberfläche
von 100 bis 800 m
2/g. Der bevorzugte superparamagnetische
Metalloxidgehalt beträgt
10 bis 60 Gew.-% und die bevorzugte Teilchengröße beträgt 0,5 bis 15 μm.
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Vorgeschlagen
wurden zudem magnetische Silikateilchen mit einer Struktur, bei
der mehrere feine Kernteilchen, die Metall oder Metalloxid aufweisen,
das aus mehreren magnetischen Domänen besteht, mit einem Film
oder feinen Teilchen aus Silika beschichtet sind (
JP-A-2000-256388 ).
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Bekannt
sind außerdem
ein Analyseverfahren und eine Vorrichtung unter Verwendung biologischer Substanzen,
die mit einer Substanz mit magnetischer Reaktionsfähigkeit
gebunden sind (
WO 86/05815 ).
Gemäß diesem
Verfahren wird ein magnetisiertes Teilchen oder ein magnetisierbares
Teilchen, das mit einer Substanz beschichtet ist, die sich mit einer
einsträngigen
Nukleinsäure
binden kann, zum Trennen und Detektieren einer einsträngigen Nukleinsäure verwendet.
Speziell wird Nitrocellulose, die eine Art von Cellulosederivat
ist, auf die Oberfläche
eines magnetisierten Teilchens aufgetragen, und Nitrocellulose sowie
einsträngige
Nukleinsäure
von DNA oder RNA binden sich spezifisch miteinander. Da gemäß diesem
Verfahren einsträngige
Nukleinsäure
von DNA oder RNA mit dem magnetischen Träger spezifisch gebunden wird,
muß die
Oberfläche des
magnetisierten Teilchens mit einem Cellulosederivat abgedeckt sein,
z. B. Nitrocellulose u. ä.
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Bekannt
ist weiterhin der Gebrauch eines polykationischen Trägers zur
Reinigung und Isolierung einer biologischen Substanz, insbesondere
der Gebrauch eines polykationischen Trägers zur Reinigung, Isolierung und
Hybridisierung von Nukleinsäure
(Japanische Patentanmeldung unter PCT-Veröffentlichung unter Kohyo Nr.
Hei-1-502319 ). Als Träger werden
Metalloxid, Glas, Polyamid u. ä.
beispielhaft aufgeführt.
Als polykationisches magnetisch reaktionsfähiges Teilchen kann ein magnetisiertes
Aminmikrokügelchen
mit einer Teilchengröße von etwa
1 μm (magnetisches
Mikrokügelchen)
u. ä. verwendet
werden. Angenommen wird, daß die Bindung
von Nukleinsäure
mit einem Träger
auf der Innenbindung zwischen einem magnetisierten Aminmikrokügelchen
mit einer positiven Ladung und einer Zuckerphosphat-Hauptkette von
Nukleinsäure
beruht, die eine negative Ladung hat.
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Zusätzlich ist
ein Isolierverfahren für
ein biologisches Reinmaterial bekannt, das ein magnetisch reaktionsfähiges Teilchen
verwendet, das ein Innenkern-Polymerteilchen und eine magnetisch
reagierende Metalloxid/Polymer-Beschichtung aufweist, die das Teilchen
gleichmäßig bedeckt
(Japanische Patentanmeldung unter PCT-Veröffentlichung unter Kohyo Nr.
Hei-2-501753 ).
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Da
aber eine funktionelle Gruppe oft der Oberfläche des magnetisierten Teilchens
zugefügt
ist, sind diese zur Isolierung von Nukleinsäure auf der Grundlage spezifischer
Adsorption von Vorteil, aber zur unspezifischen Isolierung unzweckmäßig.
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Allgemein
sind bei Verwendung eines oberflächenbeschichteten
magnetischen Teilchens als Festphasenträger zur Isolierung biologischer
Substanzen große
Teilchen (Durchmesser z. B. mindestens 20 μm) vorteilhaft, da sie in der
Tendenz auch in einem schwachen Magnetfeld leicht reagieren. Andererseits
erzeugen große
Teilchen schnell Absetzungen, sind schlecht betriebsfähig, haben
eine kleinere spezifische Ober fläche und
zeigen geringes Bindungsvermögen
mit biologischen Substanzen. Dagegen haben kleinere Teilchen (Durchmesser
z. B. höchstens
0,1 μm)
eine größere spezifische
Oberfläche,
was seinerseits das Bindungsvermögen
mit Nukleinsäure
u. ä. verbessert,
und bessere Betriebsfähigkeit,
da Absetzungen nicht so leicht auftreten. Da kleinere Teilchen andererseits
eine geringere Reaktionsfähigkeit
auf ein Magnetfeld zeigen, ist ein starkes Magnetfeld zum Auffangen
des Trägers
notwendig.
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Wie
zuvor beschrieben, enthalten bekannte Isolierverfahren für biologische
Substanzen mit Hilfe magnetischer Träger noch viele verbesserungswürdige Aspekte.
Unter anderen steht die Dispergierbarkeit des magnetischen Trägers in
einer wäßrigen Lösung einer
die biologische Zielsubstanz enthaltenden Probe in direkter Beziehung
mit der Kontakthäufigkeit
mit der biologischen Substanz, was ein wichtiger Faktor ist, der
für das
Bindungsvermögen
des magnetischen Trägers
und der biologischen Zielsubstanz und ferner für das Trennungsvermögen der
biologischen Substanz verantwortlich ist. Zudem beeinflußt die Auffangbarkeit
des magnetischen Trägers
infolge des Magnetfelds direkt den Wirkungsgrad der Fest-Flüssig-Trennung
und die Zeiteinsparung im Isolierverfahren biologischer Substanzen,
die Techniken der Magnetfeldtrennung nutzen.
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Die
WO 00/32762 offenbart magnetische
Teilchen zum Reinigen von Nukleinsäuren mit einer Glasoberfläche und
einem magnetischen Kern. Der Kern kann eine Größe von 0,5 bis 1,5 μm haben.
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Die
Erfindung zielt auf die Lösung
der o. g. Probleme ab. Hauptsächlich
bezweckt die Erfindung die Bereitstellung eines magnetischen Trägers mit
ausgezeichneter Dispergierbarkeit in wäßrigen Lösungen und ebensolcher Auffangbarkeit
infolge des Magnetfelds, ausgezeichneter reversierbarer Bindungsfähigkeit
mit einer biologischen Substanz und Elutionsfähigkeit der gebundenen biologischen
Substanz verglichen mit herkömmlichen
Trägern,
sowie das Erreichen eines verbesserten Isolier- und Reinigungsvermögens biologischer Substanzen.
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Außerdem zielt
die Erfindung auf die Bereitstellung eines magnetischen Trägers ab,
der für
ein Mikro-TAS (Totalanalysensystem) geeignet ist, das ein zweckmäßiges Verfahren
zur Analyse von Nukleinsäure mit
Extraktion und Reinigung darstellt. Erwünscht ist, daß der auf
das Mikro-TAS anzuwendende magnetische Träger eine kleinere Teilchengröße und eine
ausgezeichnete Fließfähigkeit
in einem Lösungsmittel
hat. Er erleichtert den Durchgang im System durch das Magnetfeld.
Dazu ist erwünscht,
magnetische Teilchen mit einer Verbindung zur Nukleinsäurebindung
zu beschichten, die hervorragende gleichmäßige Haftung hat.
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Zur
Lösung
der o. g. Aufgabe wurde im Rahmen der Erfindung die Korrelation
zwischen magnetischen Eigenschaften magnetischer Träger und
dem Nukleinsäure-Isoliervermögen näher untersucht,
was auf dem Gebiet biologischer Substanzen, besonders der Nukleinsäurereinigung,
bisher nie Berücksichtigung
fand. Als Ergebnis wurde folgendes festgestellt: Damit ein magnetischer
Träger,
der ein ferromagnetisches Eisenoxidteilchen enthält, Bindungsvermögen für biologische
Substanzen, Auffangbarkeit infolge des Magnetfelds, Dispergierbarkeit
in wäßriger Lösung und
Elutionsvermögen
biologischer Substanzen in Kombination hat, ist eine Steuerung der
magnetischen Eigenschaften des magnetischen Trägers extrem wichtig. Genauer
gesagt kann ein magnetischer Träger,
der von den magnetischen Eigenschaften eine Koerzitivkraft und eine
Sättigungsmagnetisierung
in speziellen Bereichen sowie vorzugsweise eine mittlere Teilchengröße in einem
speziellen Bereich hat, die o. g. Probleme lösen.
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Zudem
kann der magnetische Träger,
der die o. g. Probleme zu lösen
vermag, mit einer Verbindung beschichtet sein, die ein ferromagnetisches
Eisenoxidteilchen und Silicium enthält. Von solchen magnetischen Trägern hat
ein magnetischer Träger,
bei dem eine spezifische Menge von Silika auf die Oberfläche eines
kugel- oder körnchenförmigen ferromagnetischen
Eisenoxidteilchens aufgetragen ist, Bindungsvermögen mit biologischen Substanzen
(insbesondere Nukleinsäure),
Auffangbarkeit infolge des Magnetfelds, Dispergierbarkeit in wäßriger Lösung und
Elutionsvermögen
biologischer Substanzen in gutem Ausgleich. Ferner zeigt ein magnetischer
Träger,
bei dem eine Silicium und Aluminium enthaltende Verbindung auf die
Oberfläche
eines ferromagnetischen Eisenoxidteilchens aufgetragen ist, gute
Beschichtungsgleichmäßigkeit,
was die o. g. Probleme löst,
sowie ausgezeichnetes Fließvermögen.
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Die
Erfindung ist durch die Merkmale der Ansprüche festgelegt.
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1 zeigt
eine REM-Abbildung (30.000-fache Vergrößerung) des im Beispiel 1 erhaltenen
erfindungsgemäßen magnetischen
Trägers.
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2 zeigt
eine REM-Abbildung (30.000-fache Vergrößerung) des im Beispiel 3 erhaltenen
erfindungsgemäßen magnetischen
Trägers.
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3 zeigt
eine REM-Abbildung (30.000-fache Vergrößerung) des im Referenzbeispiel
13 erhaltenen erfindungsgemäßen magnetischen
Trägers.
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4 zeigt
Elektrophoreseabbildungen der Nukleinsäuren, die mit Hilfe der in
den Referenzbeispielen 13 bis 15 und im Vergleichsreferenzbeispiel
6 erhaltenen Träger
zurückgewonnen
wurden, wobei
M einen Molekulargewichtsmarker bezeichnet;
Spuren
1 und 2 die Ergebnisse der Nukleinsäure-Extraktionsreinigung durch
den Gebrauch des Trägers
des Referenzbeispiels 13 zeigen;
Spuren 3 und 4 die Ergebnisse
der Nukleinsäure-Extraktionsreinigung
mit Hilfe des Trägers
des Referenzbeispiels 14 zeigen;
Spuren 5 und 6 die Ergebnisse
der Nukleinsäure-Extraktionsreinigung
mit Hilfe des Trägers
des Referenzbeispiels 15 zeigen; und
Spuren 7 und 8 die Ergebnisse
der Nukleinsäure-Extraktionsreinigung
mit Hilfe des Trägers
des Vergleichsreferenzbeispiels 6 zeigen.
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Der
in der Erfindung zu verwendende magnetische Träger hat [1] eine Sättigungsmagnetisierung
von 30 bis 80 A·m2/kg, [2] eine Koerzitivkraft von 2,39 bis
11,94 kA/m und [3] eine mittlere Teilchengröße von 0,12 bis 0,45 μm. Ferner
weist der magnetische Träger
Magnetitteilchen und eine Silikabeschichtung auf der Oberfläche der
Magnetitteilchen auf, wobei die Menge der Silikabeschichtung 3 bis
100 Gew.-% der Magnetitteilchen beträgt. Alle beanspruchten Verfahren
und Verwendungsfälle
beinhalten diesen Träger.
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[1] Sättigungsmagnetisierung
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Die
Sättigungsmagnetisierung
des magnetischen Trägers
beträgt
30 bis 80 A·m2/kg (30 bis 80 emu/g), stärker bevorzugt
35 bis 75 A·m2/kg (35 bis 75 emu/g).
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Die
Sättigungsmagnetisierung
hängt mit
der Auffangbarkeit von magnetischem Träger zusammen. Allgemein geht
eine größere Sättigungsmagnetisierung
mit einer stärker
verbesserten Reaktionsfähigkeit
auf das Magnetfeld einher. Als Ergebnis läßt sich magnetischer Träger in einer
Suspension in kurzer Zeit effizient auffangen. Solange die Sättigungsmagnetisierung
im o. g. Bereich liegt, kann die Auffangleistung des magnetischen
Trägers
am stärksten
verbessert sein, ohne die Bindungsfähigkeit mit einer biologischen
Substanz zu beeinträchtigen,
was später
zu erwähnen
ist. Liegt die Sättigungsmagnetisierung
unter 10 A·m2/kg (10 emu/g), ist die Reaktionsfähigkeit
des magnetischen Trägers
auf das Magnetfeld beeinträchtigt,
was das Ausflocken erschwert (schwieriges Auffangen). Damit man
einen magnetischen Träger
mit einer Sätti gungsmagnetisierung über 80 A·m2/kg (80 emu/g) erhält, muß die Menge einer biologisch
bindenden Substanz (Silika usw.), die auf das magnetische Teilchen
aufzutragen ist, verringert werden, was wiederum zu tendenziell
verringerter Bindungsleistung mit einer biologischen Substanz und
geringerer Dispergierbarkeit führt.
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Bestimmen
läßt sich
die Sättigungsmagnetisierung
des magnetischen Trägers
z. B. durch Messen der Magnetisierung bei Anlegen eines Magnetfelds
von 796,5 kA·m
(10 Kilooersted) mit Hilfe eines Schwingprobenmagnetometers (TOEI
INDUSTRY CO. LTD).
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Ist
der magnetische Träger
ein mit Silika beschichtetes ferromagnetisches Eisenoxidteilchen,
wird die Sättigungsmagnetisierung
des magnetischen Trägers
durch die Sättigungsmagnetisierung
des ferromagnetischen Eisenoxidteilchens und die aufzutragende Menge
des Silikas bestimmt. In diesem Fall liegt die Sättigungsmagnetisierung des
magnetischen Trägers
im Bereich von 30 bis 80 A·m2/kg (30 bis 80 emu/g).
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Weist
der magnetische Träger
ein ferromagnetisches Eisenoxidteilchen auf, das mit einer Silicium
und Aluminium aufweisenden Verbindung beschichtet ist, wird die
Sättigungsmagnetisierung
des magnetischen Trägers
durch die Sättigungsmagnetisierung
des ferromagnetischen Eisenoxidteilchens und die Menge der Silicium
und Aluminium aufweisenden Verbindung bestimmt. In diesem Fall liegt
die Sättigungsmagnetisierung des
magnetischen Trägers
am stärksten
bevorzugt im Bereich von 10 bis 80 A·m2/kg
(10 bis 80 emu/g). Ein solcher Träger wird aber nicht beansprucht.
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[2] Koerzitivkraft
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Die
Koerzitivkraft des magnetischen Trägers beträgt 2,39 bis 11,94 kA/m (30
bis 150 Oersted), stärker bevorzugt
3,19 bis 10,35 kA/m (40 bis 130 Oersted).
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Die
Koerzitivkraft hängt
eng mit dem Elutionsvermögen
der biologischen Substanz aus dem magnetischen Träger zusammen.
Der magnetische Träger
wird durch das zum Auffangen angelegte Magnetfeld in gewissem Grad
magnetisiert. In diesem Fall bewirkt eine größere Koerzitivkraft eine größere Ausflockungskraft zwischen
magnetischen Trägern,
was seinerseits die Dispergierbarkeit des magnetischen Trägers bei
der Elution biologischer Substanz aus dem magnetischen Träger beeinträchtigt.
Als Ergebnis wird die Flution der mit dem magnetischen Träger gebundenen
biologischen Substanz in der Lösung
schwierig, und das Isoliervermögen
für die
biologische Substanz sinkt in der Tendenz. Die Koerzitivkraft des
magnetischen Trägers
verursacht kein praktisches Problem, während sie klein ist, aber die
Herstellung eines magnetischen Trägers mit kleiner Koerzitivkraft
hängt mit
Einschränkungen
der Art zu verwendender Materialien (ferromagnetisches Eisenoxidteilchen
usw.) und den Syntheseverfahren des magnetischen Trägers zusammen.
Im Rahmen der Erfindung wurde der Optimalbereich der Koerzitivkraft
untersucht, der die biologische Substanz und insbesondere die Reinigung
von Nukleinsäure
nicht beeinflußt,
und es wurde festgestellt, daß kein
praktisches Problem auftritt, wenn die Koerzitivkraft im o. g. Bereich
liegt.
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Bestimmen
läßt sich
die Koerzitivkraft des magnetischen Trägers mit Hilfe eines Schwingprobenmagnetometers
(TOEI INDUSTRY CO. LTD) z. B. durch Anlegen eines Magnetfelds von
796,5 kA·m
(10 Kilooersted) zur Sättigungsmagnetisierung,
Verringern des Magnetfelds auf null, Anlegen des Magnetfelds auf
solche Weise, daß das
Magnetfeld in umgekehrter Richtung allmählich steigt und Ablesen der
Stärke
des angelegten Magnetfelds zu der Zeit, zu der der Magnetisierungswert
null wird.
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Ist
der magnetische Träger
ein mit Silika beschichtetes ferromagnetisches Eisenoxidteilchen,
wird die Koerzitivkraft des magnetischen Trägers am stärksten durch die Koerzitivkraft
des ferromagnetischen Eisenoxidteilchens bestimmt. In diesem Fall
beträgt
die Koerzitivkraft des magnetischen Trägers 2,39 bis 11,94 kA/m (30
bis 150 Oersted), und die Sättigungsmagnetisierung
beträgt
30 bis 80 A·m2/kg (30 bis 80 emu/g).
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[3] Mittlere Teilchengröße
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Der
magnetische Träger
hat eine mittlere Teilchengröße von 0,12
bis 0,45 μm.
Ist die mittlere Teilchengröße des magnetischen
Trägers
zu klein (z. B. unter 0,1 μm),
wird das Auffangen von magnetischem Träger durch das Magnetfeld schwierig,
und die erneute Dispersion nach Wegfall des Magnetfelds wird in
der Tendenz erschwert. Ist die Teilchengröße des magnetischen Trägers zu
groß (z.
B. über
10 μm),
bildet der magnetische Träger
leicht Absetzungen, und die spezifische Oberfläche wird zu klein, was oft
die Bindungsleistung mit einer biologischen Substanz verschlechtert.
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Im
Gebrauch hierin bezeichnet "Teilchengröße" des magnetischen
Trägers
die maximale Länge
aller Längen
in jeder Richtung des Teilchens. Berechnet wird die mittlere Teilchengröße des o.
g. magnetischen Trägers
zudem z. B. durch Messen der Teilchengröße von jeweils 300 Teilchen
auf einer transmissionselektronenmikroskopischen Fotografie und
Berechnen ihres Zahlenmittels.
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Die
Form des magnetischen Trägers
ist vorzugsweise kugel- oder körnchenförmig.
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Ist
der magnetische Träger
ein mit Silika beschichtetes ferromagnetisches Eisenoxidteilchen,
hat ein kugel- oder körnchenförmiges Teilchen
eine mittlere Teilchengröße von 0,12
bis 0,45 μm.
In diesem Fall können
Teilchen mit einer Struktur vorhanden sein, bei der mehrere ferromagnetische
Bisenoxidteilchen mit Silika beschichtet sind, solange die mittlere
Teilchengröße im o.
g. Bereich liegt.
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Ist
der magnetische Träger
ein ferromagnetisches Eisenoxidteilchen, das mit einer Silicium
und Aluminium aufweisenden Verbindung beschichtet ist, beträgt eine
mittlere Teilchengröße vorzugsweise
0,1 bis 10 μm,
stärker
bevorzugt 0,12 bis 8 μm.
Allerdings wird ein solcher Träger
nicht beansprucht.
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Der
für die
Erfindung zu verwendende magnetische Träger hat ausgezeichnetes Isoliervermögen, indem
er gleichzeitig die o. g. Punkte [1], [2] und [3] erfüllt. Genauer
gesagt hat der magnetische Träger
der Erfindung ein auffallend ausgezeichnetes Vermögen bei
den nachfolgenden Punkten (a) bis (c) verglichen mit herkömmlichen
magnetischen Trägern:
- (a) Dispergieren in einer Menge von mindestens
20 mg in 1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Substanz enthält,
- (b) Auffangen von mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden in Gegenwart
eines Magnetfelds von 2000 bis 3000 Gauß, und
- (c) reversibles Binden mit mindestens 0,4 μg einer biologischen Substanz
je 1 mg Träger.
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Im
folgenden werden die Punkte (a) bis (c) erläutert.
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(a) Dispergieren in einer Menge von mindestens
20 mg in 1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Substanz enthält
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Ein
superparamagnetischer magnetischer Träger, der ein auf diesem Gebiet
herkömmlich
verwendeter typischer magnetischer Träger ist, unterscheidet sich
grundsätzlich
vom magnetischen Träger
der Erfindung (der ein ferromagnetisches Eisenoxidteilchen u. ä. verwendet)
dadurch, daß er
eine Sättigungsmagnetisierung
von höchstens
10 A·m2/kg und eine Koerzitivkraft von höchstens
0,80 kA/m hat. Für
einen superparamagnetischen magnetischen Träger wird allgemein ein Stoff
mit sehr kleiner Sättigungsmagnetisierung
und Koerzitivkraft ver wendet, oder er sollte so hergestellt sein,
daß er
eine kleine Teilchengröße hat (z.
B. höchstens
0,1 μm).
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Allgemein
gilt, daß eine
kleinere Teilchengröße gute
Dispergierbarkeit begünstigt.
Im Gebrauch hierin bezeichnet "dispers" einen Zustand, in
dem magnetischer Träger
in einer wäßrigen Lösung einer
Probe stabil schwebt, die eine biologische Substanz enthält, ohne
bei Sichtbeobachtung eine Absetzung in der wäßrigen Lösung zu bilden. Bewerten läßt sich
die Dispergierbarkeit eines solchen magnetischen Trägers z.
B. durch Beobachtung der Position der Grenzfläche zwischen der Absetzflüssigkeit
und dem Überstand
nach Stehenlassen einer den magnetischen Träger enthaltenden wäßrigen Lösung für eine bestimmte
Zeit. Trennt sich der Überstand
nicht nach langem Stehenlassen, wird die Dispergierbarkeit als gut
bewertet. Ein magnetischer Träger,
der ein superparamagnetisches Teilchen mit einer kleinen Teilchengröße (höchstens
0,1 μm)
verwendet, zeigt allgemein gute Dispergierbarkeit.
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(b) Auffangen von mindestens 90 Gew.-%
in 3 Sekunden in Gegenwart eines Magnetfelds von 2000 bis 3000 Gauß
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Das
Auffangen von 90 Gew.-% eines superparamagnetischen magnetischen
Trägers,
der ein auf diesem Gebiet herkömmlich
verwendeter typischer magnetischer Trägers ist, in Gegenwart eines
Magnetfelds von 2000 bis 3000 Gauß dauert über 10 Sekunden. Mit einem
solchen herkömmlichen
magnetischen Träger können nur
etwa 1 bis 50 Gew.-% bei 3-sekündiger
Gegenwart des o. g. Magnetfelds aufgefangen werden. Bewerten läßt sich
die leichte Auffangbarkeit von magnetischem Träger z. B. durch 3-sekündiges Belassen
einer den magnetischen Träger
enthaltenden Lösung
auf einem Magneten, der ein Magnetfeld von 2000 bis 3000 Gauß erzeugen
kann, Entfernen der Lösung,
die nicht durch das Magnetfeld aufgefangen wurde, und anschließendes Messen
des Gewichts des durch das Magnetfeld aufgefangenen magnetischen
Trägers.
Bei Verwendung eines magnetischen Trägers mit einer Sättigungsmagnetisierung
von höchstens
10 A·m2/kg und einer Koerzitivkraft von höchstens
0,80 kA/m ist das Auffangen von 90 Gew.-% in Gegenwart eines Magnetfelds
von 2000 bis 3000 Gauß in
3 Sekunden schwierig, da die Empfindlichkeit gegenüber dem
Magnetfeld niedrig ist. Außerdem
ist das Auffangen von 90 Gew.-% eines magnetischen Trägers mit
einer Teilchengröße von höchstens
0,1 μm in
3 Sekunden schwierig, da die Dispergierbarkeit in der Lösung hoch
und die Trennung durch das Magnetfeld schwierig ist.
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Das
externe Magnetfeld von 2000 bis 3000 Gauß entspricht einem Bereich
eines bevorzugten externen Magnetfelds zur Trennung eines Komplexes
aus einem magnetischen Träger
und einer biologischen Substanz, die miteinander gebunden sind,
aus einer Probe auf dem Gebiet der Isolierung einer Probe, die eine biologische
Substanz enthält,
mit Hilfe eines magnetischen Trägers.
Ist es kleiner als 2000 Gauß,
wird die Empfindlichkeit des Komplexes gegenüber dem Magnetfeld in der Tendenz
schwach, und übersteigt
es 3000 Gauß,
wird eine Vorrichtung zur Erzeugung des Magnetfelds groß und teuer.
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(c) Reversibles Binden mit mindestens
0,4 μg einer
biologischen Substanz je 1 mg Träger
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Ein
superparamagnetischer magnetischer Träger, der ein auf diesem Gebiet
herkömmlich
verwendeter typischer magnetischer Träger ist, kann sich nur mit
etwa 0,3 μg
einer biologischen Probe je 1 mg Träger reversibel binden. Im Gebrauch
hierin bedeutet die Fähigkeit
zur reversiblen Bindung, daß ein
magnetischer Träger
und eine biologische Substanz künstlich
miteinander gebunden und durch ein reproduktives Verfahren voneinander
getrennt werden können,
ohne ihre Eigenschaften zu ändern.
Nachweisen kann man die Fähigkeit
zum reversiblen Binden durch das Verfahren zum Isolieren einer biologischen
Substanz aus einer die biologische Substanz enthaltenden Probe gemäß der Beschreibung
in den späteren
Beispielen.
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Erreichen
lassen sich die o. g. Punkte (a) bis (c) durch gleichzeitiges Erfüllen der
Bindungsfähigkeit mit
einer biologischen Substanz, der Auffangbarkeit des magnetischen
Trägers
durch ein Magnetfeld, der Dispergierbarkeit des magnetischen Trägers und
des Elutionsvermögens
biologischer Substanzen. Durch den Einsatz von solchem magnetischen
Träger
verbessert sich das Isolier- und Reinigungsvermögen für biologische Substanzen.
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Der
magnetische Träger
weist grundsätzlich
ein ferromagnetisches Eisenoxidteilchen (Magnetitteilchen in der
Erfindung) und Silika auf, das auf das ferromagnetische Eisenoxidteilchen
aufzutragen ist. Im Gebrauch hierin bedeutet "Auftragen/Beschichten", daß eine Silikaschicht
auf der äußersten
Schicht des magnetischen Trägers
gebildet wird, wobei sie die Außenseite
des ferromagnetischen Eisenoxidteilchens abdeckt, und ist synonym
mit Haftenlassen von Silika an der Oberflächenumgebung des ferromagnetischen
Eisenoxidteilchens. Die Silikaschicht kann so gebildet sein, daß sie das
ferromagnetische Eisenoxidteilchen vollständig bedeckt. Alternativ kann
das ferromagnetische Eisenoxidteilchen teilweise freiliegen, solange
das Bindungsvermögen
mit Silika und einer zu isolierenden biologischen Substanz nicht
behindert ist. Nur ein ferromagnetisches Eisenoxidteilchen kann
mit Silika beschichtet sein, um einen magnetischen Träger zu ergeben,
oder eine Gruppe von 2 bis 100 ferromagnetischen Eisenoxidteilchen
kann mit Silika beschichtet sein, um einen magnetischen Träger zu ergeben.
Zum Silika in der Erfindung gehören
SiO2-Kristall und andere Formen von Silikamolekülen, aus
SiO2 bestehendes Kieselalgenskelett und
amorphes Silika.
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Die
ferromagnetischen Eisenoxidteilchen mit einer Kugel- oder Körnchenform
finden Anwendung auf einen breiten Einsatzbereich, z. B. zur magnetischen
Aufzeichnung, Toner für
Kopiergeräte,
schwarzfarbiger Zusatzstoff für
verschiedene Harze u. ä.
Diese ferromagnetischen Eisenoxidteilchen sollen un abhängig von
einem Trocken- oder Naßverwendungsverfahren
in einem Medium gleichmäßig dispergieren.
Daher erfährt
das ferromagnetische Eisenoxidteilchen eine Oberflächenbehandlung,
um die Dispergierbarkeit zu verbessern. Für die Oberflächenbehandlung
sind ein Verfahren mit Oberflächenbehandlung
mit einem anorganischen Material und ein Verfahren mit Oberflächenbehandlung
mit einem organischen Material bekannt. Als Verfahren zur Oberflächenbehandlung
mit einem anorganischen Material wird allgemein eine Beschichtung
aus Silika oder Aluminiumoxid gebildet.
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Die
Bildung einer Silikabeschichtung nahe der Oberfläche jedes ferromagnetischen
Eisenoxidteilchens ist nicht sonderlich neu. Wird aber eine Silikabeschichtung
mit dem Ziel der Verbesserung der Dispergierbarkeit zum Tonergebrauch
u. ä. aufgetragen,
ist die Bildung einer gleichmäßigen Beschichtung
zum Abdecken der Oberfläche
jedes Teilchens von Bedeutung, und die aufzutragende Silikamenge
ist unwichtig. Ist verbesserte Dispergierbarkeit gewünscht, beträgt die auf
das ferromagnetische Eisenoxidteilchen aufzutragende Silikamenge
allgemein höchstens
mehrere Gew.-%. Soll verbesserte Dispergierbarkeit erreicht werden, führt z. B.
das Beschichten mit 2 Gew.-% Silika oder mehr zu keiner weiteren
Dispergierbarkeitsverbesserung. Statt dessen nimmt die redundante
Silikamenge ohne Magnetismus zu, was die Sättigungsmagnetisierung und Schwärze verringert.
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Daher
gab es keine Verwendung für
ein ferromagnetisches Eisenoxidteilchen, das mit mehreren Gew.-%
Silika oder mehr beschichtet war, wodurch die Beschichtung mit einer
solchen großen
Silikamenge nicht untersucht wurde.
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Im
Rahmen der Erfindung wurden verschiedene magnetische Träger mit
variierender Silikamenge hergestellt, die an jedem ferromagnetischen
Eisenoxidteilchen haftet, und man untersuchte die Bindungsfähigkeit mit
Nukleinsäure,
das Auffangen durch das Magnetfeld, die Dispergierbarkeit bei Wegfall
des Magnetfelds und das Elutionsvermögen von Nukleinsäure, wobei
unerwartet festgestellt wurde, daß ein magnetischer Träger, der
zwecks Verleihen von Dispergierbarkeit mit einer weitaus größeren Silikamenge
als die Silikamenge beschichtet ist, die zum Beschichten jedes ferromagnetischen
Eisenoxidteilchens als notwendig gilt, ausgezeichnete Leistung nicht
nur bei der Bindungsfähigkeit
mit Nukleinsäure/
beim Auffangen durch das Magnetfeld, sondern auch bei der Dispergierbarkeit
nach Wegfall des Magnetfelds/beim Elutionsvermögen von Nukleinsäure zeigt.
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Das
heißt,
ein magnetischer Träger
mit einer mittleren Teilchengröße von 0,1
bis 0,5 μm,
der durch Beschichten eines kugel- oder körnchenförmigen ferromagnetischen Eisenoxidteilchens
mit Silika in einer Menge von 3 bis 100 Gew.-% erhalten wird, die
viel größer als
die herkömmlich
als optimal geltende Menge zum Verleihen von Dispergierbarkeit ist,
hat ein überaus
hohes Bindungsvermögen
mit Nukleinsäure.
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Infolge
der Beschaffenheit von Nukleinsäure,
die bevorzugte Bindung mit Silika zeigt, bedeutet eine größere Haftungsmenge
von Silika allgemein eine größere Bindungsmenge
von Nukleinsäure.
Bei herkömmlichen
magnetischen Trägern
wird aber eine Gruppe, die aus mehreren magnetischen Teilchen mit
kleinerer Teilchengröße vor dem
Beschichten mit Silika besteht, mit Silika beschichtet. Daher wird
die mittlere Teilchengröße des resultierenden
magnetischen Trägers
größer (0,5
bis 15 μm),
und die zur Bindung mit Nukleinsäure effektive
Oberfläche
wird kleiner.
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Bei
solchem magnetischen Träger
erhöht
die Haftung einer großen
Silikamenge nur die Filmdicke der Silikaschicht auf der Oberfläche, wodurch
die Oberfläche
der Silikaschicht, die zur Bindung mit Nukleinsäure wirksam ist, nicht wesentlich
vergrößert wird.
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Im
Rahmen der Erfindung wurde festgestellt, daß die Menge der Nukleinsäurebindung
durch direktes Haftenlassen von Silika an ferromagnetischen Eisenoxidteilchen
erhöht
werden kann und daß zum
Erreichen dessen der Silika aufweisende magnetische Träger verkleinert
werden sollte (siehe den o. g. Punkt [3]).
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In
dieser Beschreibung ist das "ferromagnetische
Eisenoxidteilchen" ein
Teilchen mit magnetischer Reaktionsfähigkeit (Empfindlichkeit gegenüber dem
Magnetfeld), die durch Oxidation von Metallteilchen erhalten werden
kann. Die Ansprüche
sind auf Magnetitteilchen beschränkt.
Im Rahmen der Erfindung untersuchte man die Kompatibilität verschiedener
ferromagnetischer Eisenoxidteilchen als magnetischer Träger zur
Nukleinsäureextraktion über lange
Jahre von Erfahrungen bei der Entwicklung von magnetischem Material
zur magnetischen Aufzeichnung. Als ferromagnetische Eisenoxidteilchen
sind Maghemitteilchen (γ-Fe2O3), Magnetitteilchen
(Fe3O4 (die Erfindung)),
Mangan-Zink-Ferrit-Teilchen (Mn1-xZnxFe2O4),
Metalleisenteilchen (α-Fe),
Eisen-Cobalt-Legierungsteilchen (FeCo) und Bariumferritteilchen
(BaFe12O19) am besten
geeignet. Von diesen ferromagnetischen Eisenoxidteilchen kann Eisenoxid
mit einem zweiwertigen Eisenion, z. B. Magnetitteilchen u. ä., ein amphoteres
Eisenoxid von Magnetit und Maghemit (amphoteres Magnetit-Maghemit-Eisenoxidteilchen)
sein, das von der o. g. Stöchiometrie
soweit abweicht, daß die
Kristallstruktur gewahrt bleiben kann. Magnetische Metallteilchen,
z. B. Metalleisen-, Eisen-Cobalt-Legierungsteilchen u. ä., sind
gegenüber
Feuchtigkeit instabil und zeigen in der Tendenz geringere Sättigungsmagnetisierung
bei Eintauchen in Wasser. Mangan-Zink-Ferrit-Teilchen zeigen tendenziell
geringere Sättigungsmagnetisierung
verglichen mit ferromagnetischen Eisenoxidteilchen, die nur aus
Eisen bestehen. Da zusätzlich
Bariumferritteilchen eine übermäßig hohe Koerzitivkraft
haben, flockt der magnetische Träger
beim Eluieren der gebundenen Nukleinsäure nach Auffangen mit einem
Magneten u. ä.
leicht magnetisch aus, was die Elutionsfähigkeit der Nukleinsäure beeinträchtigt. Die
zuvor erwähnte "magnetische Reaktionsfähigkeit" bedeutet, daß bei Vorhandensein
eines externen Magnetfelds infolge eines Magneten u. ä. das Teilchen
Empfindlichkeit gegenüber
dem Magnetfeld zeigt, was durch Magnetisierung durch das Magnetfeld,
Anziehung durch den Magneten u. ä.
zutage tritt.
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Im
Rahmen der Erfindung wurden verschiedene magnetische Teilchen mit
Silika beschichtet, es wurde die Kompatibilität als magnetischer Träger zur
Isolierung biologischer Substanzen gemäß der späteren Darstellung untersucht,
und man stellte fest, daß das
o. g. Maghemitteilchen (γ-Fe2O3) und Magnetitteilchen (Fe3O4) sowie ein amphotere
Eisenoxidteilchen davon zur Realisierung der o. g. Sättigungsmagnetisierung
des magnetischen Trägers
am besten geeignet sind und ein ausgezeichnetes Gleichgewicht der
Eigenschaften haben. Da insbesondere Magnetitteilchen etwa 15 größere Sättigungsmagnetisierung
als Maghemitteilchen und eine niedrigere Koerzitivkraft haben, sind
sie als ferromagnetische Eisenoxidteilchen der Erfindung besonders bevorzugt.
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Das
ferromagnetische Eisenoxidteilchen der Erfindung unterliegt keiner
speziellen Einschränkung
in seiner Form und kann verschiedene Formen haben, z. B. Kugel,
Ellipsoid, Körnchen,
Plättchen,
Nadel, Polyeder u. ä.
Ist es nadel- oder plättchenförmig, kann
eine anisotrope Koerzitivkraft auftreten. Somit ist eine Kugel-,
Körnchen-
oder Ellipsoidform bevorzugt, die frei von solcher Anisotropie ist,
insbesondere vorzugsweise eine Kugelform. Das heißt, das
bevorzugte Aspektverhältnis
(Verhältnis
der größten Länge und
kleinsten Länge
in der Messung in beliebiger Richtung) des Teilchens beträgt 0,5 bis
2,0. Im Gebrauch hierin versteht man unter "kugelförmig" eine Form mit einem Aspektverhältnis von
1,0 bis 1,2 (mindestens 1,0 und höchstens 1,2), und unter "ellipsoid" versteht man eine
Form, bei der das Aspektverhältnis
1,2 übersteigt
und höchstens
1,5 beträgt.
Mit "körnchenför mig" ist eine Form bezeichnet,
die die gleiche Teilchenlänge
in allen Richtungen wie eine Kugel hat und insgesamt frei von spezieller
Anisotropie, aber richtungsabhängigen
Längenänderung
unterworfen ist, z. B. ellipsoid mit einer größeren Länge nur in einer Richtung.
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Während der
ferromagnetische Eisenoxidteilchengehalt des magnetischen Trägers in
der Erfindung durch die Ansprüche
begrenzt ist, beträgt
er vorzugsweise 50 bis 95 Gew.-%, stärker bevorzugt 60 bis 90 Gew.-%
des magnetischen Trägers.
Liegt der Gehalt unter 50 Gew.-%, wird die Sättigungsmagnetisierung des magnetischen
Trägers
klein, und die Empfindlichkeit gegenüber dem Magnetfeld ist in der
Tendenz gering. Übersteigt
der Gehalt 95 Gew.-%, wird die Menge von Silika u. ä. zur Beschichtung
des ferromagnetischen Eisenoxidteilchens klein, was die Isolierung
von Nukleinsäure
erschwert.
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Im
folgenden wird ein bevorzugtes Verfahren anhand einer Ausführungsform
unter Verwendung eines Magnetitteilchens als ferromagnetisches Eisenoxidteilchen
näher beschrieben.
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Synthese von Magnetitteilchen
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Die
Magnetitteilchen können
durch das im folgenden dargestellte Verfahren mit Oxidation von
Eisensalz in einer wäßrigen Lösung synthetisiert
werden. Zunächst
wird einer wäßrigen Lösung zweiwertiger
Fe-Ionen, in der Eisensulfat (FeSO4·6H2O) gelöst
wurde, eine wäßrige NaOH-Lösung tropfenweise
zugegeben, damit Eisendihydroxid [Fe(OH)2]
ausscheiden kann. Diese Eisendihydroxidsuspension wird auf pH 9
bis 10 eingestellt und durch Einblasen von Luft oxidiert, um Magnetitteilchen
wachsen zu lassen.
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Liegt
der pH-Wert unter dem o. g. Bereich, wird die Ausscheidung von Magnetit
langsam. Liegt der pH-Wert über
dem o. g. Bereich, wächst
Goethit (α-FeOOH)
in der Tendenz an. Der Luftdurchfluß und die Haltetemperatur der
Suspension beeinflussen stark die Teilchengröße der Magnetitteilchen. Er wünscht ist,
den Luftdurchfluß auf
100 bis 400 Liter/Stunde zu steuern, und erwünscht ist, die Haltetemperatur
der Suspension auf 50 bis 90 °C
zu steuern. Allgemein beschleunigt ein höherer Luftdurchfluß das Kristallwachstum
des Magnetits, und die Teilchengröße wird kleiner. Ist der Luftdurchfluß zu klein
oder zu groß,
mischen sich andere Stoffe als Magnetit bei der Ausscheidung leicht
ein. Eine höhere
Haltetemperatur bewirkt leichtes Kristallwachstum des Magnetits,
und die Teilchengröße steigt.
Ist die Haltetemperatur zu niedrig, wachsen Goethit- (α-FeOOH) Teilchen
leicht an.
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Gemäß diesem
Verfahren können
Magnetitteilchen mit einer mittleren Teilchengröße von 0,05 bis 0,5 μm, vorzugsweise
0,1 bis 0,5 μm,
synthetisiert werden. Unter "Teilchengröße" der Magnetitteilchen
(ferromagnetischen Eisenoxidteilchen) versteht man die des o. g.
magnetischen Trägers,
und die mittlere Teilchengröße der Magnetitteilchen
(ferromagnetischen Eisenoxidteilchen) kann auf die gleiche Weise
wie die mittlere Teilchengröße der o.
g. magnetischen Träger
berechnet werden. Anders gesagt läßt sich die mittlere Teilchengröße durch
Messen der Größe von 300
Teilchen auf einer rasterelektronenmikroskopischen (REM-) Abbildung und
Berechnen des Mittelwerts bestimmen.
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Haftenlassen von Silika
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Als
ferromagnetische Eisenoxidteilchen können getrennt erhaltene Trockenteilchen
in Wasser dispergiert werden. Allerdings ist bevorzugt, wie zuvor
erhaltene ferromagnetische Eisenoxidteilchen mit einer Silikabeschichtung
zu versehen, ohne einen Trockenschritt zu durchlaufen grund dafür ist, daß die Verwendung in
Form einer wasserhaltigen Suspension zu guter Dispergierbarkeit
führt,
gute Benetzbarkeit mit Silika zeigt und gleichmäßiges Beschichten ferromagnetischer
Eisenoxidteilchen mit Silika ermöglicht.
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Zum
Auftragen von Silika lassen sich die beiden nachfolgend dargestellten
Verfahren verwenden.
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Erstes Verfahren zur Silikabeschichtung
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Magnetitteilchen
werden mit Reinwasser gründlich
gewaschen, um eine wasserhaltige Suspension ohne Trocknen zu ergeben.
Der Suspension wird eine vorbestimmte Menge Natriumsilicat (Wasserglas)
zugegeben, die darin gelöst
wird. Die zuzugebende Natriumsilicatmenge beträgt vorzugsweise 10 bis 300
Gew.-%, stärker
bevorzugt 15 bis 250 Gew.-% der Magnetitteilchen bei Umwandlung
in Silika (SiO2). Liegt sie unter 10 Gew.-%
bezogen auf die Magnetitteilchen, läßt sich höhere Sättigungsmagnetisierung leicht
erhalten, aber gleichmäßiges Beschichten
der Magnetitteilchen mit Silika ist in der Tendenz schwierig. Übersteigt
sie 300 Gew.-% bezogen auf die Magnetitteilchen, wird die Sättigungsmagnetisierung
zu klein und kann die Reaktionsfähigkeit
auf das Magnetfeld bei Herstellung zu einem magnetischen Träger beeinträchtigen.
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Eine
Surfactant-Lösung,
in der ein Surfactant in einem organischen Lösungsmittel gelöst ist,
wird getrennt hergestellt. Diese Surfactant-Lösung wird mit einer Magnetitteilchensuspension
gemischt, in der das o. g. Natriumsilicat gelöst wurde.
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Während das
Surfactant keiner speziellen Einschränkung unterliegt, ist ein Surfactant
aus Sorbitanfettsäureester
bevorzugt, da es sowohl Hydrophilie als auch Hydrophobie hat. Für ein Surfactant
aus Sorbitanfettsäureester
stehen exemplarisch Sorbitanmonostearat, Sorbitanmonolaurat, Sorbitanmonopalmitat,
Sorbitanmonooleat, Sorbitantrioleat u. ä., von denen Sorbitanmonooleat
besonders bevorzugt ist, da das Gleichgewicht von Hydrophilie und
Hydrophobie zur Lösung
der Aufgabe der Erfindung geeignet ist.
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Vorzugsweise
hat das organische Lösungsmittel
geringe Lösbarkeit
in Wasser, um einen Emulsionszustand zu erreichen, z. B. Benzol,
Toluol, Xylol, n-Hexan, Isohexan, Cyclohexan, Ethylacetat, Butylacetat
u. ä. Von
diesen ist n-Hexan besonders bevorzugt, da es ausgezeichnete Betriebsfähigkeit
nach Silikabeschichtung beim Extrahieren eines magnetischen Trägers aus
der Reaktionsmischung, seinem Waschen u. ä. zeigt.
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Eine
Mischung der o. g. Surfactant-Lösung
wird mit einem Mischer, z. B. Homomixer, Homogenisierer u. ä., gerührt, um
eine W/O-Suspension herzustellen, die Emulsionsteilchen enthält. Die
Emulsionsteilchen haben eine Struktur, bei der Magnetitteilchen
und eine wäßrige Natriumsilicatlösung zu
einem Surfactant in einem organischen Lösungsmittel gehören.
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Während die
Mischzeit je nach verwendetem Mischer variiert, beträgt sie vorzugsweise
etwa 1 bis 30 min. Ist die Mischzeit zu kurz, sind gleichmäßig große Emulsionsteilchen
schwierig zu erhalten. Ist die Mischzeit zu lang, reagieren Magnetitteilchen
(ferromagnetische Eisenoxidteilchen) und Silika infolge von Mischungsenergie,
was oft zur Erzeugung von Emulsionsteilchen ohne die o. g. Struktur
führt.
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Die
so erhaltene, die Emulsionsteilchen enthaltende Suspension wird
einer wäßrigen Ammoniumsalzlösung tropfenweise
zugegeben. Durch die tropfenweise Zugabe wird Natriumsilicat durch
Ammoniumsalz neutralisiert und scheidet als Silika aus. Natriumsilicat
löst sich
in alkalischem Wasser, aber ist in neutralem Wasser unlöslich. Dadurch
werden mit Silika beschichtete kugelförmige Teilchen aus Magnetit
hergestellt. Als o. g. Ammoniumsalz kommen Sulfat und Carbonat bevorzugt
zum Einsatz, und Ammoniumcarbonat, Ammoniumbicarbonat, Ammoniumsulfat
u. ä. sind
bevorzugt.
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Die
tropfenweise Zugabe der Suspension in eine wäßrige Ammoniumsalzlösung wird
vorzugsweise durchgeführt,
damit Silika allmählich
ausscheiden kann. Vorzugsweise beträgt die Zeit der tropfenweisen
Zugabe 10 min bis 3 h. Liegt die Zeit der tropfenweisen Zugabe unter
10 min, hat die erhaltene Silikaschicht in der Tendenz Fehler (z.
B. große
Zwischenräume
in der Silikaschicht) sowie Konkavitäten und Konvexitäten des magnetischen
Trägers
auf der Oberfläche.
Auch wenn die Zeit der tropfenweisen Zugabe 3 h übersteigt, stellt dies kein
spezielles Problem für
die Eigenschaften dar, wobei aber eine lange Synthesezeit sinnlos
ist.
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Die
so synthetisierten Teilchen werden mit Reinwasser gründlich gewaschen,
gefiltert und luftgetrocknet. Vorzugsweise beträgt die Trockentemperatur 40
bis 120°C,
stärker
bevorzugt 60 bis 100 °C.
Liegt die Trockentemperatur unter 40°C, kann in den magnetischen
Träger
aufgenommenes Wasser nicht ausreichend problemlos entfernt werden. Übersteigt
die Trockentemperatur 120°C,
sinkt die Sättigungsmagnetisierung
in der Tendenz infolge von Oxidation der ferromagnetischen Eisenoxidteilchen.
Zur ausreichenden Trocknung ohne Auswirkung auf die Eigenschaften
des magnetischen Trägers
beträgt
die Trockenzeit vorzugsweise 1 bis 24 h, stärker bevorzugt 2 bis 20 h.
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Auf
diese Weise werden ferromagnetische Eisenoxidteilchen mit Silika
beschichtet, und Teilchen mit einer mittleren Teilchengröße von vorzugsweise
0,1 bis 10 μm
können
erhalten werden. Die so erhaltenen Teilchen werden der später zu erwähnenden
Wärmebehandlung
unterzogen, um einen magnetischen Träger zu ergeben, der die o.
g. Punkte [1] bis [3] erfüllen
kann.
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Zweites Verfahren zur Silikabeschichtung
-
Auch
im zweiten Verfahren werden die wie zuvor hergestellten Magnetitteilchen
(ferromagnetischen Eisenoxidteilchen) ausreichend mit Wasser gewaschen
und ohne Trocknen in Wasser suspendiert, um eine Lösung zu
ergeben. In diesem Fall wird das Mischungsverhältnis von Magnetitteilchen
und Wasser so gesteuert, daß der
Magnetitteilchengehalt 1 bis 10 Gew.-% von Wasser beträgt. Der
Magnetitteilchengehalt bezogen auf Wasser beeinflußt die gleichmäßige Haftung
von Silika an der Oberflächenumgebung
der Magnetitteilchen, und Silika haftet am gleichmäßigsten,
wenn der Magnetitteilchengehalt im o. g. Bereich liegt. Liegt der
Magnetitteilchengehalt bezogen auf Wasser unter 1 Gew.-%, ist die
Konzentration zu niedrig, und Silika scheidet leicht an einem anderen
Teil als der Oberfläche
der Magnetitteilchen aus. Übersteigt
der Magnetitteilchengehalt bezogen auf Wasser 10 Gew.-%, wird die
Konzentration zu hoch, und die Magnetitteilchen flocken leicht aus,
was die gleichmäßige Haftung
von Silika nahe der Oberfläche
jedes Magnetitteilchens erschwert.
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Danach
wird Natriumsilicat (Wasserglas) der o. g. Suspension in einem Anteil
von 3 bis 100 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 50 Gew.-%, bezogen auf
die Magnetitteilchen bei Umwandlung in Silika (SiO2)
zugegeben. Liegt die zuzugebende Natriumsilicatmenge unter 3 Gew.-%,
wird die an der Oberfläche
der Magnetitteilchen haftende Silikamenge unzureichend, was die
Bindung mit biologischen Substanzen erschwert. Übersteigt die zuzugebende Natriumsilicatmenge
100 Gew.-%, wird die gleichmäßige Haftung
von Silika nahe der Oberfläche jedes
Magnetitteilchens schwierig, was wiederum den Effekt einer erhöhten Bindungsmenge
reduziert. Da zusätzlich
die Menge der Sättigungsmagnetisierung
als magnetischer Träger
abnimmt, ist die Auffangbarkeit durch das Magnetfeld in der Tendenz
schlechter.
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Vorzugsweise
beträgt
die zuzugebende Menge des o. g. Natriumsilicats 0,3 bis 2 Gew.-%,
stärker
bevorzugt 0,5 bis 2 Gew.-%, bezogen auf Wasser bei Umwandlung in
Silika (SiO2). Vorzugsweise werden die Mengen
der Magnetitteilchen, des Natriumsilicats und des Wassers so gesteuert,
daß der
Magnetitteilchengehalt bezogen auf Wasser 1 bis 10 Gew.-% beträgt. Wie
im o. g. ersten Verfahren werden die ferromagnetischen Eisenoxidteilchen
mit Silika mittels Ausscheidung von Silika durch Neutralisation
im zweiten Verfahren beschichtet. Während der Silikaausscheidung
wird die Flüssigkeitsviskosität hoch.
Wird die Viskosität
zu hoch, ist die gleichmäßige Haftung
von Silika an der Oberflächenumgebung
jedes Magnetit teilchens erschwert. Ist dagegen diese Viskosität zu niedrig,
wird die Ausscheidung von Silika schwierig.
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Die
so synthetisierten Teilchen werden mit Reinwasser gründlich gewaschen,
gefiltert und luftgetrocknet. Vorzugsweise beträgt die Trockentemperatur 40
bis 120 °C,
stärker
bevorzugt 60 bis 100 °C.
Liegt die Trockentemperatur unter 40 °C, kann in den magnetischen
Träger
aufgenommenes Wasser nicht ausreichend problemlos entfernt werden. Übersteigt
die Trockentemperatur 120 °C,
sinkt die Sättigungsmagnetisierung
in der Tendenz infolge von Oxidation der ferromagnetischen Eisenoxidteilchen.
Zur ausreichenden Trocknung ohne Auswirkung auf die Eigenschaften
des magnetischen Trägers
beträgt
die Trockenzeit vorzugsweise 1 bis 24 h, stärker bevorzugt 2 bis 20 h.
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Im
Vergleich zum o. g. ersten Verfahren ist dieses zweite Verfahren
zur Herstellung eines magnetischen Trägers mit einer kleineren mittleren
Teilchengröße geeignet,
insbesondere mit einer mittleren Teilchengröße von höchstens 1 μm. Durch Anwenden der nachstehend
erwähnten
Wärmebehandlung
auf die so erhaltenen Teilchen läßt sich
ein magnetischer Träger
erhalten, der die o. g. Punkte [1] bis [3] erfüllen kann.
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Wärmebehandlung
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Der
so synthetisierte magnetische Träger
zeigt ausgezeichnete Leistung als magnetischer Träger zur Extraktion
und Reinigung von Nukleinsäure
oder zur Reinigung von amplifizierten Nukleinsäureprodukten. Bei Wärmebehandlung
dieses magnetischen Trägers
werden die Eigenschaften weiter verbessert. Vorzugsweise beträgt die Temperatur
der Wärmebehandlung
200 bis 800 °C,
stärker
bevorzugt 250 bis 500 °C.
Liegt die Temperatur der Wärmebehandlung
unter 200 °C,
ist der nachstehend zu erwähnende
Effekt der Wärmebehandlung
schwierig zu erhalten. Übersteigt
die Temperatur 800 °C,
kommt es zum Sintern zwischen den Silikaschichten, die die ferromagnetischen
Eisenoxidteilchen beschichten, und magnetischer Träger wird oft
in Form einer Aggregation erhalten, was seinerseits die Dispergierbarkeit
des magnetischen Trägers
in einer Lösung beeinträchtigt und
die Isolierung von Nukleinsäure
erschwert. Die Behandlungszeit variiert je nach Behandlungstemperatur,
beträgt
aber vorzugsweise 1 bis 10 h. Ist die Behandlungszeit zu kurz, wird
kein ausreichender Wärmebehandlungseffekt
erhalten. Ist sie zu lang, aggregieren Magnetitteilchen leicht.
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Obwohl
der Grund für
eine bevorzugte Wärmebehandlung
im o. g. Temperaturbereich unklar ist, geht man im Rahmen der Erfindung
von folgendem aus: Solche magnetische Eigenschaften der ferromagnetischen Eisenoxidteilchen
wie Sättigungsmagnetisierung,
Koerzitivkraft u. ä.
variieren stark in Abhängigkeit
von den Wärmebehandlungsbedingungen
nach der Silikabeschichtungsbehandlung ferromagnetischer Eisenoxidteilchen.
Angenommen wird, daß dies
darauf zurückführbar ist,
daß magnetische
Träger,
die durch Wärmebehandlungen
ferromagnetischer Eisenoxidteilchen nach Beschichten mit Silika
unter verschiedenen Bedingungen erhalten werden, variierende Kristallinität und Kristallitgröße ferromagnetischer
Eisenoxidteilchen zeigen, wenngleich die scheinbare Teilchengröße identisch
ist, und die magnetischen Eigenschaften der ferromagnetischen Eisenoxidteilchen
stark von der Kristallinität
und Kristallitgröße abhängen. Ist
allgemein die Kristallinität ferromagnetischer
Eisenoxidteilchen verbessert, nehmen sowohl die Sättigungsmagnetisierung
als auch die Koerzitivkraft in der Tendenz zu. Wachsen die Kristalle
ferromagnetischer Eisenoxidteilchen (größere Kristallitgröße), steigt
die Sättigungsmagnetisierung,
aber die Koerzitivkraft nimmt tendenziell ab.
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Möglich ist
auch, daß sich
infolge dieser Wärmebehandlung
Silika nahe der Oberfläche
ferromagnetischer Eisenoxidteilchen fester bindet und die Kristallinität von Silika
verbessert wird, was als Ergebnis die Bindungsfähigkeit mit Nukleinsäure verstärkt.
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Im
Gebrauch hierin bezeichnet die Kristallinität ferromagnetischer Eisenoxidteilchen
im magnetischen Träger
die Vollständigkeit
der Kristallstruktur, die ein Teilchen hat, was quantitativ schwer
zu messen ist. Bestimmen läßt sie sich
z. B. aber qualitativ anhand der Breite des Beugungspeaks im Röntgenbeugungsverfahren.
Wird die Kristallinität
von Teilchen fein, so wird die Peakbreite schmal. Das ferromagnetische
Eisenoxid eines magnetischen Teilchenträgers, der durch diese Wärmebehandlung
erhalten wird, zeigt feine Kristallinität verglichen mit den ferromagnetischen
Eisenoxidteilchen herkömmlicher
magnetischer Träger,
die ohne diese Wärmebehandlung
erhalten werden. Dies kann anhand der o. g. Breite des Beugungspeaks
untersucht werden. Das heißt,
die ferromagnetischen Eisenoxidteilchen des magnetischen Trägers, der
durch die o. g. Wärmebehandlung
erhalten wird, haben eine schmalere Peakbreite und feinere Kristallinität als die
der ferromagnetischen Eisenoxidteilchen, die ohne die Wärmebehandlung
erhalten werden.
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Die
Kristallitgröße eines
ferromagnetischen Eisenoxidteilchens eines magnetischen Trägers bezeichnet
die Größe jedes
Kristalls, der ein ferromagnetisches Eisenoxidteilchen bildet. Bestimmen
läßt sich
die Kristallitgröße durch
die Scherrer-Gleichung unter Verwendung des Halbwerts des Beugungspeaks
durch das Röntgenbeugungsverfahren.
Das ferromagnetische Eisenoxidteilchen eines magnetischen Trägers, der
durch die Wärmebehandlung
unter den o. g. Bedingungen erhalten wird, hat eine Kristallitgröße in der
Bestimmung durch das o. g. Röntgenbeugungsverfahren
von etwa dem 1,1- bis 1,5-fachen
der herkömmlicher
magnetischer Träger,
die ohne die o. g. Wärmebehandlung
erhalten werden, und unterscheidet sich deutlich.
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Die
Zeit dieser Wärmebehandlung
ist nicht speziell eingeschränkt
und kann gemäß den Temperaturbedingungen
dieser Wärmebehandlung
geeignet ausgewählt
sein (allgemein führen höhere Wärmebehandlungstemperatur
und längere
Wärmebehandlungszeit
zu verbesserter Kristallinität
und verbessertem Kristallwachstum), beträgt aber vorzugsweise 0,5 bis
10 h, stärker
bevorzugt 1 bis 5 h. Eine Wärmebehandlung
unter 0,5 h liefert möglicherweise
keine ausreichende Wirkung dieser Wärmebehandlung. Eine Wärmebehandlung über 10 h
verursacht leicht Sintern zwischen Silikaschichten, die die ferromagnetischen
Eisenoxidteilchen bedecken, und der magnetische Träger wird
oft zu einer Aggregation.
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Vorzugsweise
kommt diese Wärmebehandlung
in einer Inertgas- oder Reduktionsgasatmosphäre zur Anwendung. Bei Anwendung
dieser Wärmebehandlung
in einer oxidierenden Gasatmosphäre,
z. B. Luft oder Sauerstoffgas u. ä., kann die Wirkung in gewissem
Grad auftreten. Sind aber z. B. die ferromagnetischen Eisenoxidteilchen
Magnetitteilchen, kann der Magnetit durch Sauerstoff oxidiert werden,
der durch feine Fehler u. ä.
in Silika eindringt, das die ferromagnetischen Eisenoxidteilchen
abdeckt, was zu Maghemit ((γ-Fe2O3) mit noch geringerer
Sättigungsmagnetisierung
oder übermäßig oxidiertem
und unmagnetischem Hämatit (α-Fe2O3) führen kann.
Durch Anwendung dieser Wärmebehandlung
in einer Inertgas- oder Reduktionsgasatmosphäre lassen sich Probleme als
Ergebnis einer Wärmebehandlung
in einer oxidierenden Gasatmosphäre mit
Sicherheit ausschließen.
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Als
o. g. Inertgas sind Stickstoffgas und Argongas bevorzugt. Insbesondere
kommt Stickstoffgas vorzugsweise zum Einsatz, da es wirtschaftlich
und bequem zu handhaben ist.
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Als
o. g. Reduktionsgas lassen sich Wasserstoffgas, Kohlenmonoxidgas,
Stadtgas u. ä.
erwähnen.
Bei Anwendung der Wärmebehandlung
in einer reduzierenden Atmosphäre
ist eine Wärmebehandlung
in Gegenwart von Wasserdampf bevorzugt, um übermäßige Reduktion bis zum metallischen
Zustand zu verhindern.
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Zur
Verhinderung unerwünschter
Oxidation von Eisenoxidteilchen kann diese Wärmebehandlung in einer Vakuumatmosphäre durchgeführt werden.
-
Bei
einer weiteren bevorzugten Art (zweiten Art) wird ein magnetischer
Träger
vorgeschlagen, bei dem ein ferromagnetisches Eisenoxidteilchen als
magnetisches Teilchen verwendet wird, und mit diesem als Kernsubstanz
eine Silicium und Aluminium aufweisende Verbindung an dessen Oberfläche haftet.
Der magnetische Träger
der zweiten Art zeigt verbesserte Haftungsgleichmäßigkeit
an einer Kernsubstanz, ausgezeichnete Isolierung und Reinigung von
Nukleinsäure
und bildet einen magnetischen Träger
für Nukleinsäure, der
ausgezeichnete Oberflächenglätte und
Fließfähigkeit
hat. Die zweite Art ist von den Ansprüchen erfaßt.
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In
einem Mikro-TAS muß der
magnetische Träger
zum Festhalten von Nukleinsäure
eine möglichst kleine
Teilchengröße und ausgezeichnete
Fließfähigkeit
haben, um im System gemäß dem Magnetfeld
zu fließen.
Die Fließfähigkeit
wird durch die Oberflächenglätte des
magnetischen Trägers
beeinflußt.
Da die Fließfähigkeit
des magnetischen Trägers
verbessert sein kann, wenn eine Verbindung zur Nukleinsäurebindung,
z. B. Silika u. ä.,
gleichmäßiger an
der Kernsubstanz haftet, ist es wichtig, daß eine Beschichtung aus dieser
Verbindung, z. B. Silika u. ä.,
so gebildet sein sollte, daß sie
die Oberfläche
jedes Kernsubstanzteilchens gleichmäßig bedeckt.
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Unter
diesen Aspekten wurde im Rahmen der Erfindung ein ferromagnetisches
Eisenoxidteilchen als Kernsubstanz verwendet, und unter verschiedenen
Aspekten wurde die Verbindung zur Nukleinsäurebindung berücksichtigt,
die an der Oberfläche
des ferromagnetischen Eisenoxidteilchens haftet. Als Ergebnis wurde festgestellt,
daß eine
Aluminium zusammen mit Silicium enthaltende Verbindung an der Oberfläche des
Kernsubstanzteilchens gleichmäßig haften
kann. Ist insbesondere diese Verbindung ein Mischoxid von Silicium
und Aluminium, wird ih re Wirkung erheblich. Da eine Silicium und
Aluminium aufweisende Verbindung in der Tendenz eine kompakte Struktur
hat, geht man davon aus, daß die
gleichmäßige Haftung
an der Oberfläche
des Kernsubstanzteilchens verbessert ist.
-
In
einer Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung beträgt der Aluminiumgehalt
vorzugsweise 0,1 bis 40 Gew.-%, stärker bevorzugt 0,2 bis 30 Gew.-%,
der Gesamtmenge von Silicium und Aluminium. Liegt der Aluminiumgehalt
unter 0,1 Gew.-%, ist die gleichmäßige Haftung an einem ferromagnetischen
Eisenoxidteilchen beeinträchtigt,
und übersteigt
er 40 Gew.-%, ist das Nukleinsäure-Bindungsvermögen in der
Tendenz verschlechtert. Gemessen wurde der Aluminiumgehalt mit einem
Röntgenfluoreszenzspektrometer JSX-3220ZS,
hergestellt von JEOL Ltd. Mischungen von Silika und Aluminiumoxid
mit verschiedenen Mischungsverhältnissen
wurden gemessen, um Kalibrierkurven vorab zu erstellen, auf deren
Grundlage der Aluminiumgehalt bestimmt wurde.
-
Obgleich
das Verfahren zum Zugeben von Aluminium nicht speziell eingeschränkt ist,
ist ein aus Silicium und Aluminium bestehendes Mischoxid bevorzugt,
z. B. ein Oxid, das durch eine SiO2-Al2O3-Zusammensetzung
dargestellt ist. Eine Silicium und Aluminium aufweisende Verbindung
kann als Mischung mit magnetischen Teilchen vorhanden sein, bildet
aber vorzugsweise eine Beschichtung auf der Oberfläche magnetischer Teilchen.
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Zusätzlich beträgt der Gehalt
einer Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung vorzugsweise
3 bis 100 Gew.-%, besonders bevorzugt 5 bis 80 Gew.-%, bezogen auf
die ferromagnetischen Eisenoxidteilchen. Liegt der Gehalt dieser
Verbindung unter 3 Gew.-%, wird die Nukleinsäurebindung unzureichend. Übersteigt der
Gehalt 100 Gew.-%, scheidet die Verbindung leicht an einem anderen
Teil als der Teilchenoberfläche
aus. Besonders bei Bildung der o. g. Verbindung auf einer Oberfläche eines
ferromagnetischen Eisenoxidteilchens neigt das Bindungsvermögen zu Beeinträchtigung
infolge des Auftretens von Ausflockung u. ä. der Teilchen.
-
Das
ferromagnetische Eisenoxidteilchen, auf das eine Silicium und Aluminium
aufweisende Verbindung aufzutragen ist, kann dem der Ansprüche ähneln. Wenngleich
die Teilchengröße des ferromagnetischen Eisenoxidteilchens
nicht speziell eingeschränkt
ist, ist der Bereich von 0,05 bis 0,5 μm angesichts der Dispergierbarkeit
in einer wäßrigen Lösung am
besten geeignet.
-
Bei
der zweiten Art sind die Sättigungsmagnetisierung,
Koerzitivkraft und mittlere Teilchengröße des magnetischen Trägers nach
Bildung einer Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung nicht
speziell eingeschränkt,
wobei sie aber vorzugsweise in den o. g. Bereichen der Punkte [1]
bis [3] liegen.
-
Der
magnetische Träger,
der mit einer Nukleinsäure über eine
Silicium und Aluminium aufweisende Verbindung gebunden ist, kann
durch einen Magneten u. ä.
aufgefangen werden. Die Auffangbarkeit hängt von der Menge der Sättigungsmagnetisierung
des magnetischen Trägers
ab, wobei eine größere Sättigungsmagnetisierungsmenge
zu stärkerer
Verbesserung der Auffangbarkeit führt. Beträgt der Gehalt der o. g. Verbindung
3 bis 100 Gew.-% der ferromagnetischen Eisenoxidteilchen, beeinflußt eine
Abnahme der Sättigungsmagnetisierungsmenge
nicht wesentlich die Auffangbarkeit mit einem Magneten. Liegt der
Gehalt der o. g. Verbindung unter 3 Gew.-%, wird die Bindungsfähigkeit
mit Nukleinsäure
unzureichend, und übersteigt
er 100 Gew.-%, wird die Sättigungsmagnetisierung
des magnetischen Trägers
gering, was die Auffangbarkeit durch einen Magneten tendenziell
verschlechtert.
-
Der
so durch einen Magneten aufgefangene magnetische Träger wird
in eine andere Lösung überführt und
ermöglicht
die Flution der mit der o. g. Verbindung gebundenen Nukleinsäure in diese
Lösung.
Festgestellt wurde, daß der
magneti sche Träger
der Erfindung ein ausgezeichnetes Elutionsvermögen zeigt.
-
Zudem
hat der magnetische Träger
der zweiten Art vorzugsweise eine Kugel- oder Körnchenteilchenform, um wie
beim magnetischen Träger
der Ansprüche
für beste
Dispergierbarkeit zu sorgen.
-
Die
ferromagnetischen Eisenoxidteilchen, die für den magnetischen Träger der
zweiten Art bevorzugt verwendet werden, ähneln denen, die für den magnetischen
Träger
der Ansprüche
bevorzugt zum Einsatz kommen. Insbesondere jene, die mit Hilfe der
Magnetitteilchen, Haftenlassen einer Silicium und Aluminium aufweisenden
Komponente in der Oberflächenumgebung
der Teilchen und Wärmebehandlung
zum Umwandeln der Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung
in ein Oxid erhalten werden, zeigen ausgezeichnete Fließfähigkeit
und sind als magnetischer Träger
besonders geeignet, der zur Mikro-TAS zu verwenden ist.
-
Im
folgenden wird ein Herstellungsverfahren des magnetischen Trägers der
zweiten Art anhand einer Ausführungsform
erläutert,
die Magnetitteilchen als ferromagnetische Eisenoxidteilchen verwendet.
Die Synthese der Magnetitteilchen ist die gleiche wie in den Ansprüchen.
-
Haftung
der Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung Erläutert wird
ein die o. g. Magnetitteilchen als ferromagnetische Eisenoxidteilchen
verwendendes Verfahren, zu dem das Haftenlassen einer Silicium und
Aluminium aufweisenden Verbindung an deren Oberfläche gehört. Zunächst wird
wie im "Zweiten
Verfahren zur Silikabeschichtung" unter
der o. g. Überschrift "Haftenlassen von
Silika" eine Suspension
von Magnetitteilchen hergestellt. Eine bevorzugte Magnetitteilchenmenge
bezogen auf Wasser beträgt
1 bis 10 Gew.-%.
-
Getrennt
von der Magnetitteilchensuspension wird ein Aluminiumsalz in einer
wäßrigen alkalischen Lösung gelöst. Die
Menge des bei Umwandlung zu Aluminium zuzugebenden Aluminium salzes
beträgt
vorzugsweise 0,1 bis 40 Gew.-% bezogen auf Silicium gemäß der späteren Darstellung
angesichts gleichmäßiger Haftung.
Während
das Aluminiumsalz nicht speziell eingeschränkt ist, werden Aluminiumchlorid,
Aluminiumacetat, Aluminiumnitrat, Aluminiumsulfat u. ä. vorzugsweise
verwendet. Als wäßrige alkalische
Lösung
kommen wäßrige Natriumhydroxidlösung, wäßrige Kaliumhydroxidlösung, wäßrige Lithiumhydroxidlösung u. ä. zum Einsatz.
-
Vorzugsweise
hat die wäßrige Aluminiumsalzlösung einen
pH-Wert von 11 bis 14. Liegt der pH-Wert unter 11, kann anschließendes Mischen
dieser Lösung
mit Silicat zu Ausscheidung einer Silicium- und/oder Aluminiumverbindung
führen.
-
Als
Silicat wird allgemein Natriumsilicat verwendet. Die wäßrige Natriumsilicatlösung (Wasserglas) wird
der o. g. wäßrigen Aluminiumsalzlösung zugegeben,
um eine Mischlösung
aus Silicat und Aluminiumsalz zu ergeben. Die Menge des Silicats
ist eine solche Menge, daß die
Menge einer Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung 3 bis
100 Gew.-% bezogen auf die Magnetitteilchen erreicht. Liegt sie
unter 3 Gew.-%, wird die Menge der o. g. Verbindung, die nahe der
Oberfläche
der Magnetitteilchen haften soll, unzureichend, die Nukleinsäurebindungsmenge
wird gering, und der Extraktionsgrad ist beeinträchtigt. Übersteigt sie 100 Gew.-%, kann
die o. g. Verbindung nicht gleichmäßig nahe der Oberfläche jedes
Magnetitteilchens haften. Außerdem
sinkt die Sättigungsmagnetisierungsmenge
des magnetischen Trägers,
und die Auffangbarkeit durch das Magnetfeld ist beeinträchtigt.
-
Eine
so alkalisch eingestellte Mischlösung
aus Silicat und Aluminiumsalz und eine Suspension der o. g. Magnetitteilchen
werden gemischt, die o. g. Teilchen werden in dieser Mischlösung suspendiert,
und eine Säure
(allgemein eine saure wäßrige Lösung von
Salzsäure,
Phosphorsäure
u. ä.)
wird zugegeben, um auf den pH-Bereich von 7 bis 8 zu neutralisieren,
damit eine Silicium und Aluminium aufweisende Verbindung aus scheiden
kann. Synthetisieren läßt sich
so ein magnetischer Träger
durch Haftenlassen der Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung
nahe der Oberfläche
der Magnetitteilchen, gründliches
Waschen, Filtern und Lufttrocknen bei einer bestimmten Temperatur
für eine
bestimmte Zeit.
-
Wärmebehandlung
-
Der
so synthetisierte magnetische Träger
der zweiten Art kann als magnetischer Träger zur Extraktion und Reinigung
von Nukleinsäure
oder zur Reinigung von amplifizierten Nukleinsäureprodukten verwendet werden.
Eine Anwendung von Wärmebehandlung
auf diesen magnetischen Träger
verbessert seine Eigenschaften weiter.
-
Vorzugsweise
wird die Wärmebehandlung
in einem Inertgas durchgeführt,
z. B. Stickstoff, Argon u. ä. Die
Wärmebehandlung
kann im Vakuum durchgeführt
werden. Während
ein solches Oxidationsgas wie Luft verwendet werden kann, verursacht
eine hohe Erwärmungstemperatur
Oxidation von Magnetitteilchen, was die Sättigungsmagnetisierung leicht
senkt. Somit ist der Gebrauch eines Inertgases bevorzugt.
-
Die
Wärmebehandlungstemperatur
beträgt
vorzugsweise 100 bis 800 °C.
Liegt sie unter 100 °C,
ist die Wärmebehandlungswirkung
gering. Übersteigt
sie 800 °C,
werden Magnetitteilchen durch Erwärmung leicht gesintert, was
die Dispergierbarkeit beim Binden und Eluieren von Nukleinsäure beeinträchtigt.
Wenngleich die Wärmebehandlungszeit
je nach der Wärmebehandlungstemperatur
variiert, beträgt
sie allgemein vorzugsweise 1 bis 10 h. Bei kurzer Wärmebehandlungszeit
kann keine ausreichende Wärmebehandlungswirkung
erzielt werden, und ist sie zu lang, werden die Magnetitteilchen
leicht gesintert.
-
Durch
eine solche Wärmebehandlung
bindet sich eine Silicium und Aluminium aufweisende Verbindung,
insbesondere ein Mischoxid aus diesen beiden Elementen, fester nahe
der Oberfläche
der Magnetitteilchen, wodurch sich magnetischer Träger (zweite
Art) mit ausgezeichneter Bindungsfähigkeit mit Nukleinsäure und
zugleich Auffangbarkeit durch das Magnetfeld und Dispergierbarkeit
bei Wegfall des Magnetfelds/Elutionsfähigkeit von Nukleinsäure erhalten
läßt.
-
Der
durch das o. g. Verfahren erhaltene magnetische Träger hat
ausgezeichnete Haftungsgleichmäßigkeit
einer Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung an einem Kernteilchen.
Die Haftungsgleichmäßigkeit
kann auch durch das Absetzvolumen bewertet werden, wenn ein magnetischer
Träger
in Wasser dispergiert ist.
-
Das
heißt,
je kleiner das Absetzvolumen ist, um so kleiner ist die Ausflockung
von magnetischem Träger,
was nachweist, daß die
Silicium und Aluminium aufweisende Verbindung an einem magnetischen
Teilchen gleichmäßig haftet.
Dies beruht darauf, daß wenn
magnetische Träger,
bei denen die o. g. Verbindung an der Oberfläche der Magnetitteilchen gleichmäßig haftet,
in Wasser dispergiert und stehen gelassen werden, sie praktisch
am dichtesten gepackt werden. Dagegen bildet bei magnetischen Trägern, bei
denen die o. g. Verbindung ungleichmäßig an der Oberfläche der
magnetischen Teilchen haftet, eine Silicium und Aluminium aufweisende
Verbindung eine sterische Hinderung, die problemloses dichtestes
Packen verhindert. Dadurch wird das Absetzvolumen groß.
-
Eine
Ausführungsform
des magnetischen Trägers
der Erfindung gliedert sich in die folgenden Punkte (1) bis (6).
- (1) Magnetischer Träger, wobei Silika in einer
Menge von 3 bis 100 Gew.-% ferromagnetischer Eisenoxidteilchen nahe
der Oberfläche
jedes ferromagnetischen Eisenoxidteilchens haftet,
- (2) diese ferromagnetischen Eisenoxidteilchen Magnetitteilchen
sind,
- (3) dieser magnetische Träger
eine Kugel- oder Körnchenform
sowie eine mittlere Teilchengröße von 0,12 bis
0,45 μm
hat,
- (4) die Koerzitivkraft und Sättigungsmagnetisierung
des magnetischen Trägers
2,39 bis 11,94 kA/m (30 bis 150 Oersted) bzw. 30 bis 80 A·m2/kg (30 bis 80 emu/g) betragen,
- (5) in einem bevorzugten Herstellungsverfahren Silika in einer
wäßrigen Suspension
dieser ferromagnetischen Eisenoxidteilchen durch Einstellen der
Menge von Natriumsilicat bei Umwandlung in SiO2 auf
0,3 bis 2 Gew.-% Wasser und der Menge ferromagnetischer Eisenoxidteilchen
auf 1 bis 10 Gew.-% bezogen auf Wasser haftet,
- (6) nach Haftung von Silika der Träger mit Wasser gewaschen, getrocknet
und vorzugsweise einer Wärmebehandlung
in einem Inertgas unterzogen wird.
-
Eine
weitere, wenngleich nicht beanspruchte Art von magnetischem Träger gliedert
sich in die folgenden Punkte (1)' bis
(5)'.
- (1)' Magnetischer
Träger
mit ferromagnetischen Eisenoxidteilchen und Silika, mit dem die
Teilchen beschichtet sind,
- (2)' wobei die
ferromagnetischen Eisenoxidteilchen Magnetit-, Maghemit- oder amphotere
Eisenoxidteilchen, besonders bevorzugt Magnetitteilchen sind,
- (3) diese ferromagnetischen Eisenoxidteilchen durch Oxidation
in einer wäßrigen Eisensalzlösung synthetisiert
und ohne Durchlaufen eines Trockenschritts einer Silikabeschichtungsbehandlung
in einer wasserhaltigen Suspension unterzogen werden,
- (4)' nach Silikabeschichtung
der Träger
mit Wasser gewaschen, getrocknet und einer Wärmebehandlung in einer Inertgas-
oder Reduktionsgasatmosphäre
bei 200 bis 800 °C
unterzogen wird, und
- (5)' eine Sättigungsmagnetisierung
von 30 bis 80 A·m2/kg (30 bis 80 emu/g), eine Koerzitivkraft
von 2,39 bis 11,94 kA/m (30 bis 150 Oersted) und eine mittlere Teilchengröße von 0,1
bis 10 μm
hat.
-
Eine
weitere, wenngleich nicht beanspruchte Art von magnetischem Träger gliedert
sich in die folgenden Punkte (1)'' bis (8)''.
- (1)'' Magnetischer Träger, wobei eine Silika und
Aluminiumoxid aufweisende Verbindung in einer Menge von 3 bis 100
Gew.-% ferromagnetischer Eisenoxidteilchen nahe der Oberfläche jedes
ferromagnetischen Eisenoxidteilchens haftet,
- (2)'' diese ferromagnetischen
Eisenoxidteilchen Magnetitteilchen sind,
- (3)'' diese Verbindung
ein Oxid ist,
- (4)'' der Aluminiumgehalt
dieser Verbindung vorzugsweise 0,1 bis 40 Gew.-% der Gesamtmenge
von Silicium und Aluminium beträgt,
- (5)'' dieser magnetische
Träger
eine Kugel- oder Körnchenform
und eine mittlere Teilchengröße von 0,1
bis 10 μm
hat,
- (6)'' die Koerzitivkraft
und Sättigungsmagnetisierung
des magnetischen Trägers
vorzugsweise 0,80 bis 15,92 kA/m (10 bis 200 Oersted) bzw. 10 bis
80 A·m2/kg (10 bis 80 emu/g) betragen,
- (7)'' das Herstellungsverfahren
vorzugsweise Dispergieren ferromagnetischer Eisenoxidteilchen in
einer Mischlösung
von Silicat und Aluminiumsalz und Zugeben einer Säure zur
Neutralisation aufweist, um eine Silicium und Aluminium aufweisende
Verbindung auszuscheiden,
- (8)'' nach dieser Ausscheidung
der Träger
vorzugsweise mit Wasser gewaschen, gefiltert, getrocknet und einer
Wärmebehandlung
in einem Inertgas unterzogen wird.
-
In
dieser Beschreibung versteht man unter "magnetischem Träger für biologische Substanzen" magnetische Teilchen
(Pulver), die zum Binden einer biologischen Substanz verwendet werden,
indem der Träger mit
der biologischen Substanz in einer wäßrigen Lösung einer Probe in Kontakt
gebracht wird, die die biologische Substanz enthält. Daher umfaßt die Erfindung den
Gebrauch der o. g. magnetischen Teilchen (Pulver) zum Binden einer
biologischen Substanz durch In-Kontakt-bringen des Trägers mit
der biologischen Substanz in einer wäßrigen Lösung einer die biologische
Substanz enthaltenden Probe. Spezifische Betriebsverfahren u. ä. im Zusammenhang
mit dem Gebrauch werden im folgenden aufgeführt, wobei verständlich sein
sollte, daß die
Verfahren der Erfindung durch die Ansprüche festgelegt sind.
-
Das
Isolierverfahren der Erfindung ist durch die folgenden Schritte
gekennzeichnet: [i] In-Kontakt-bringen einer biologischen Substanz
mit dem o. g. speziellen magnetischen Träger in einer wäßrigen Lösung einer Probe,
die eine biologische Substanz enthält, um einen Komplex zu bilden,
in dem die biologische Substanz und der magnetische Träger gebunden
sind, [ii] Trennen des o. g. Komplexes von der Probe durch ein externes Magnetfeld,
und [iii] Eluieren der biologischen Substanz aus einem von der Probe
getrennten Komplex, wodurch die biologische Substanz aus der Probe
isoliert wird.
-
Unter "biologischer Substanz" versteht man im
Gebrauch in der Erfindung z. B. eine Substanz, die in einer Probe
enthalten ist, die aus einem lebenden Organismus stammt, z. B. Bakterien,
Hefe, Fungi, Insektenzellen, Zooblasten, tierisches Gewebe, pflanzliches
Gewebe, Archaebakterien u. ä.
Beispielsweise können Nukleinsäure wie
DNA und RNA, verschiedene Proteine wie Enzyme, Antikörper u. ä. sowie
verschiedene Polysaccharide verwendet werden. Von den o. g. Beispielen
bindet sich Nukleinsäure
mit Silika in Gegenwart hochkonzentrierter chaotroper Ionen. Daher
ist Nukleinsäure
als biologische Substanz besonders bevorzugt, die durch das Isolierverfahren
der Erfindung aus der Probe zu isolieren ist.
-
Im
folgenden wird das Verfahren der Erfindung anhand von Nukleinsäure als
biologische Substanz näher
beschrieben.
-
Im
o. g. Schritt [i] wird eine wäßrige Lösung, die
eine die Zielnukleinsäure
enthaltende Probe enthält, mit
dem o. g. speziellen magnetischen Träger gemischt, um die Nukleinsäure mit
einem magnetischen Träger in
Kontakt zu bringen. Im Gebrauch hierin gehört zu einer wäßrigen Lösung, die
eine Nukleinsäure
enthaltende Probe enthält,
eine Flüssigkeit,
bei der eine Probe nicht vollständig
in Wasser gelöst
ist. Das Verfahren zur Bindung der Nukleinsäure mit dem magnetischen Träger ist
frei von speziellen Einschränkungen,
solange sie in einem geeigneten Puffer gemischt werden, um sie miteinander
in Kontakt zu bringen. Ausreichendes Mischen wird z. B. durch vorsichtiges
Umdrehen des Röhrchens
erreicht, um Rühren
oder Schütteln
des Röhrchens
zu ermöglichen,
was z. B. mit Hilfe eines handelsüblichen Vortexmischers u. ä. geschieht.
Im Schritt [i] wird ein Komplex gebildet, der Nukleinsäure mit
magnetischem Träger
bindet.
-
Im
o. g. Schritt [i] wird eine Lösung
zur Nukleinsäureextraktion,
in der ein magnetischer Träger
in einem Puffer dispergiert ist, der eine chaotrope Substanz, EDTA
(Ethylendiamintetraessigsäure),
Tris-Salzsäure
u. ä. enthält, vorzugsweise
vorab hergestellt. Eine solche Lösung
zur Nukleinsäureextraktion
wird vorzugsweise so hergestellt, daß die Konzentration von 0,02
bis 0,5 g/ml, stärker
bevorzugt 0,2 bis 0,45 g/ml für
den magnetischen Träger
erreicht wird. Liegt die Konzentration dieses magnetischen Trägers unter
0,02 g/ml, wird die Zurückhaltung
vieler Nukleinsäuren
schwierig, und das magnetische Auffangvermögen wird in der Tendenz schlecht. Übersteigt
die Konzentration dieses magnetischen Trägers 0,5 g/ml, verschlechtern
sich in der Tendenz auch die Dispergierbarkeit und die Konservierungsstabilität der Lösung zur
Nukleinsäureextraktion.
Als chaotrope Substanz, die in der Lösung zur Nukleinsäureextraktion
enthalten sein muß,
kommt Guanidinsalz, Natriumiodid, Kaliumiodid, Natrium(iso)thiocyanat
und/oder Harnstoff u. ä.
zum Einsatz. Die Konzentration der chaotropen Substanz in einer
Lösung
zur Nukleinsäureextraktion
beträgt
vorzugsweise 1 bis 10 mol/l.
-
Das
Mischungsverhältnis
des magnetischen Trägers
in einer wäßrigen Lösung, die
eine Probe enthält, ist
vorzugsweise ein solches Verhältnis,
daß das
Volumenverhältnis
des magnetischen Trägers
und der eine Probe enthaltenden wäßrigen Lösung (magnetischer Träger/wäßrige Lösung) 1/100
bis 1/10 beträgt.
-
Im
anschließenden
Schritt [ii] wird die mit dem magnetischen Träger im o. g. Schritt [i] gebundene
Nukleinsäure
von der Probe als Komplex aus einem magnetischen Träger und
einer Nukleinsäure
getrennt. Zur Trennung wird ein externes Magnetfeld genutzt, optional
zusammen mit einem externen elektrischen Feld. Erwähnen läßt sich
insbesondere ein Verfahren mit Lösungstrennung,
wobei ein Magnet nahe der Seitenwand eines Röhrchens plaziert wird, das
eine wäßrige Lösung enthält, die
einen mit einer biologischen Substanz gebundenen magnetischen Träger enthält, um den
mit einer biologischen Substanz gebundenen magnetischen Träger an der
Seitenwand aufzufangen.
-
Als
Magnet, der für
ein externes Magnetfeld zu verwenden ist, kommt vorzugsweise ein
Magnet mit einer magnetischen Induktion von 2000 bis 3000 Gauß zum Einsatz.
Beim Anlegen eines externen Magnetfelds mit einer magnetischen Induktion
unter 2000 Gauß wird
die Empfindlichkeit gegenüber
dem Magnetfeld in der Tendenz schwach, was zu beeinträchtigter
Auffangleistung von magnetischem Träger führt, und bei Anlegen eines
externen Magnetfelds mit einer magnetischen Induktion über 3000
Gauß wird
eine Vorrichtung zur Erzeugung des Magnetfelds groß und teuer.
-
Im
Schritt [iii] wird die Nukleinsäure
aus einem Komplex aus einem magnetischen Träger und einer Nukleinsäure eluiert,
der von der o. g. Probe getrennt wurde. In diesem Schritt wird z.
B. eine chaotrope Substanz mehrmals mit einer Waschlösung gewaschen,
die die Substanz waschen kann, der magnetische Träger wird
getrocknet, wonach eine Lösung
zur Elution, die die Nukleinsäure
lösen kann,
injiziert wird, z. B. eine Lösung
mit niedriger Innenkonzentration, z. B. TE-Puffer u. ä. oder steriles
Wasser, um Elution der Nukleinsäure aus
dem magnetischen Träger
in eine Elutionslösung
zu bewirken, wodurch eine Nukleinsäure abschließend zurückgewonnen
werden kann.
-
Die
o. g. Waschlösung
ist nicht speziell eingeschränkt,
solange eine chaotrope Substanz gelöst werden kann, und exemplarisch
aufgeführte
Beispiele sind Aceton, wasserverdünnter Alkohol u. ä., die herkömmlich verwendet
werden. Unter Kosten- und Sicherheitsaspekten ist der Gebrauch von
70 %igem Alkohol bevorzugt. Als o. g. Lösung zur Elution ist die zum
Lösen der
Nukleinsäure
fähige
Flüssigkeit
nicht speziell eingeschränkt
und ist beispielsweise steriles Wasser, TE-Puffer, Tris-Salzsäurepuffer
u. ä. Der
Zweckmäßigkeit
halber ist die Verwendung von sterilem Wasser und TE-Puffer (20
mM Tris-Salzsäure, 1 mM
EDTA, pH 7,5) bevorzugt.
-
Wie
zuvor erwähnt
kann der in der Erfindung bevorzugt verwendete magnetische Träger (a)
in einer Menge von mindestens 20 mg in 1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe dispergiert werden, die eine biologische Substanz enthält, (b)
mit mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden in Gegenwart eines Magnetfelds
von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen
werden und (c) sich mit mindestens 0,4 μg einer biologischen Substanz
je 1 mg Träger
binden, was eine überaus
hervorragende Fähigkeit
im Vergleich zu herkömmlichen
Trägern
darstellt.
-
Durch
den Gebrauch eines solchen magnetischen Trägers kann infolge der Fähigkeit
nach dem o. g. Punkt (a) der magnetische Träger mit einer biologischen
Substanz in einer wäßrigen Lösung einer
Probe im o. g. Schritt [i] rationell in Kontakt gebracht werden,
wodurch sich ein Komplex effizient bilden läßt, in dem ein magnetischer
Träger
und eine biologische Substanz gebunden sind. Diese Wirkung kann
durch die Fähigkeit nach
dem o. g. Punkt (c) synergistisch verstärkt sein, wodurch die Effizienz
der Komplexbildung erhöht
sein kann. Infolge der Fähigkeit
nach dem o. g. Punkt (b) kann der Komplex zudem durch das externe
Magnetfeld im o. g. Schritt [ii] sicher und schnell aufgefangen
werden. Weiterhin kann infolge der Fähigkeit nach dem o. g. Punkt
(c) die biologische Substanz im o. g. Schritt [iii] aus dem von
der Probe getrennten Komplex effizient eluiert werden.
-
Realisieren
läßt sich
auf diese Weise durch gleichzeitiges Erreichen der Fähigkeiten
nach den o. g. Punkten (a) bis (c) des Magnetischen Trägers ein
Isolierverfahren biologischer Substanzen, das ausgezeichnete Dispergierbarkeit
in wäßrigen Lösungen sowie
Auffangbarkeit infolge des Magnetfelds, ausgezeichnete reversible
Bindungsfähigkeit
mit einer biologischen Substanz und ausgezeichnetes Elutionsvermögen der
gebundenen biologischen Substanz im Vergleich mit herkömmlichen
Verfahren hat und für
ein verbessertes Isolier- und
Reinigungsvermögen
für eine
biologische Substanz im Vergleich mit herkömmlichen Verfahren sorgt.
-
Während dieses
Isolierverfahren für
den Fall erläutert
wurde, daß die
biologische Substanz eine Nukleinsäure ist, sind biologische Substanzen,
die aus einer Probe durch das Isolierverfahren der Erfindung isoliert werden
können,
nicht auf eine Nukleinsäure
beschränkt.
Ist die biologische Zielsubstanz ein Protein oder Polysaccharid,
kann sie z. B. mit einem magnetischen Träger gebunden werden, indem
eine geeignete funktionelle Gruppe (Aminogruppe, Carboxylgruppe,
Phosphorsäuregruppe
u. ä.)
auf der Oberfläche
eines magnetischen Trägers
(Außenfläche der
Silikaschicht) mit Hilfe eines Silanhaftvermittlers gebildet wird,
was herkömmlich
bekannt ist. Ist die biologische Substanz ein Protein, wird im Schritt
[iii] ein mit dem Protein gebundener magnetischer Träger mehrmals
mit Phosphatpuffer, Tris-HCl-Puffer u. ä. gewaschen und durch Zugabe
eines Puffers eluiert, der einen Proteinliganden enthält, und
ist die biologische Substanz ein Polysaccharid, kann sie durch Senken
der Innenstärke
einer Elutionslösung
oder Wärmebehandlung
eluiert werden.
-
Beispiele
-
Im
folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert, die
keine Einschränkung
darstellen sollen.
-
Beispiel 1
-
Synthese von Magnetitteilchen
-
Eisensulfat
(Fe2O4·7H2O, 100 g) wurde in Reinwasser (1000 cm3) gelöst.
Natriumhydroxid (28,8 g) wurde in 500 cm3 Reinwasser
gelöst,
um einen äquimolaren
Zustand mit dem Eisensulfat zu erreichen. Danach wurde die wäßrige Natriumhydroxidlösung tropfenweise über 1 h
unter Rühren
der wäßrigen Eisensulfatlösung zugegeben,
um Eisendihydroxid auszuscheiden. Nach Abschluß der tropfenweisen Zugabe
wurde die das ausgeschiedene Eisendihydroxid enthaltende Suspension
unter Rühren
auf 85 °C
erwärmt.
Nachdem die Temperatur der Suspension 85 °C erreichte, wurde die Reaktionsmischung
8 h oxidiert, während
Luft mit einem Durchfluß von
200 l/h mit einer Luftpumpe eingeblasen wurde, um Magnetitteilchen
zu ergeben. Die Magnetitteilchen waren nahezu kugelförmig und
hatten eine mittlere Teilchengröße von 0,28 μm.
-
Bestimmt
wurde die mittlere Teilchengröße der Magnetitteilchen
durch Messen der Größe von 300
Teilchen auf einer transmissionselektronenmikroskopischen Fotografie
und Berechnen ihres Zahlenmittels.
-
Haftenlassen von Silika
-
Nach
gründlichem
Waschen einer Suspension der o. g. Magnetitteilchen mit Reinwasser
wurde das Gewicht der Magnetitteilchen und des Wassers auf 10 g
bzw. 200 g ohne Trocknen eingestellt. Die Menge des Magnetits in
der Suspension nach Waschen mit Wasser wurde durch Beprobung und
Trocknung eines Teils davon bestimmt. In dieser Suspension waren
3,6 g Natriumsilicat gelöst.
-
Während dieses
Natriumsilicat in einem Lösungszustand
alkalisch ist, scheidet es bei annähernd neutraler Einstellung
durch einen Neutralisationsschritt als Silika aus. Daher wurde dieser
Magnetitteilchensuspension, in der Natriumsilicat gelöst war,
verdünnte
Salzsäure
unter Rühren über etwa
1 h tropfenweise zugegeben und dann auf annähernd neutral eingestellt.
Nach Abschluß der
tropfenweisen Zugabe wurde die Mischung 1 h gerührt. Durch diesen Schritt haftete
Silika nahe der Oberfläche
der Magnetitteilchen.
-
In
dieser Reaktion sind die Menge von Natriumsilicat und die Menge
von Magnetitteilchen bezogen auf Wasser von Bedeutung, und beträgt die Menge
von Natriumsilicat bei Umwandlung in SiO2 0,5
bis 2 Gew.-% bezogen auf Wasser, hat die zur Ausscheidung von Silika
aus einer wäßrigen Natriumsilicatlösung durch
Neutralisation verwendete Flüssigkeit
eine optimale Viskosität,
wodurch Silika nahe der Oberfläche
jedes Magnetitteilchens gleichmäßig haften
kann. Beträgt
die Menge von Magnetitteilchen bezogen auf Wasser 1 bis 10 Gew.-%,
kann Silika vorzugsweise nahe der Oberfläche der Magnetitteilchen haften.
-
Danach
wurde das Rühren
eingestellt, um natürliches
Absetzen zu ermöglichen.
Der Überstand
wurde entfernt, und nach Waschen mit Wasser wurde der resultierende
Feststoff gefiltert und 4 h bei 60 °C getrocknet, um einen magnetischen
Träger
für Nukleinsäure zu ergeben.
-
Dieser
magnetische Träger
war kugel- oder körnchenförmig und
hatte eine mittlere Teilchengröße von 0,32 μm, eine Koerzitivkraft
von 4,78 kA/m (60 Oersted) und eine Sättigungsmagnetisierung von
66,8 A·m2/kg (66,8 emu/g). Die Menge des aufgetragenen
Silikas betrug 19,4 Gew.-% der Magnetitteilchen bei Umwandlung in
SiO2. 1 zeigt
eine REM-Abbildung des magnetischen Trägers. Aus diesem Bild wird
deutlich, daß Silika nahe
der Oberfläche
der Magnetitteilchen haftet.
-
Beispiel 2
-
Wie
im Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß die Menge von Natriumsilicat
von 3,6 auf 1,8 g im Auftragsschritt von Silika geändert wurde,
wurde Silika auf Magnetitteilchen aufgetragen, um einen magnetischen
Träger
für Nukleinsäure zu ergeben.
-
Dieser
magnetische Träger
war kugel- oder körnchenförmig und
zeigte eine mittlere Teilchengröße von 0,29 μm, eine Koerzitivkraft
von 4,38 kA/m (55 Oersted) und eine Sättigungsmagnetisierung von
75,1 A·m2/kg (75,1 emu/g). Die Menge des aufgetragenen
Silikas betrug 9,8 Gew.-% bezogen auf die Magnetitteilchen bei Umwandlung
in SiO2. Durch REM wurde die Haftung von
Silika in der Umgebung der Oberfläche jedes Magnetitteilchens
beobachtet.
-
Beispiel 3
-
Wie
im Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß im Schritt des Auftragens
von Silika das Gewicht der Magnetitteilchen und das von Wasser von
10 g bzw. 200 g auf 10 g bzw. 500 g geändert wurden und die Menge von
Natriumsilicat von 3,6 g auf 14,9 g geändert wurde, wurde Silika auf
Magnetitteilchen aufgetragen, um einen magnetischen Träger für Nukleinsäure zu ergeben.
-
Dieser
magnetische Träger
war kugel- oder körnchenförmig und
zeigte eine mittlere Teilchengröße von 0,34 μm, eine Koerzitivkraft
von 5,97 kA/m (75 Oersted) und eine Sättigungsmagnetisierung von
60,1 A·m2/kg (60,1 emu/g). Die Menge des aufgetragenen
Silikas betrug 78,9 Gew.-% bezogen auf die Magnetitteilchen bei Umwandlung
in SiO2. Durch REM wurde die Haftung von
Silika in der Oberflächenumgebung
jedes Magnetitteilchens beobachtet.
-
Beispiel 4
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Der
im Beispiel 1 erhaltene magnetische Träger wurde einer 2-ständigen Wärmebehandlung
in Stickstoffgas bei 500 °C
unterzogen.
-
Dieser
magnetische Träger
war kugel- oder körnchenförmig und
zeigte eine mittlere Teilchengröße von 0,32 μm, eine Koerzitivkraft
von 5,18 kA/m (65 Oersted) und eine Sättigungsmagnetisierung von
68,3 A·m2/kg (68,3 emu/g). Die Menge des aufgetragenen
Silikas betrug 19,4 Gew.-% bezogen auf die Magnetitteilchen bei Umwandlung
in SiO2. Durch REM wurde die Haftung von
Silika in der Oberflächenumgebung
jedes Magnetitteilchens beobachtet.
-
Beispiel 5
-
Wie
im Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß die Temperatur einer ausgeschiedenes
Eisendihydroxid enthaltenden Suspension von 85 °C auf 60 °C im Syntheseschritt der Magnetitteilchen
geändert
wurde, wurden Magnetitteilchen mit einer mittleren Teilchengröße von 0,13 μm synthetisiert.
-
Mit
Hilfe dieser Magnetitteilchen und wie im Beispiel 1 wurde Silika
aufgetragen, um einen magnetischen Träger für Nukleinsäure zu ergeben.
-
Dieser
magnetische Träger
war kugel- oder körnchenförmig und
zeigte eine mittlere Teilchengröße von 0,17 μm, eine Koerzitivkraft
von 7,57 kA/m (95 Oersted) und eine Sättigungsmagnetisierung von
63,4 A·m2/kg (63,4 emu/g). Die Menge des aufgetragenen
Silikas betrug 19,8 Gew.-% bezogen auf die Magnetitteilchen bei Umwandlung
in SiO2. 2 zeigt
eine REM-Abbildung dieses magnetischen Trägers, in der die Haftung von Silika
in der Oberflächenumgebung
jedes Magnetitteilchens beobachtet werden kann.
-
Vergleichsbeispiel 1
-
Handelsübliche Maghemit-
(γ-Fe2O3-) Teilchen wurden
als ferromagnetische Eisenoxidteilchen verwendet. Die Maghemitteilchen
haben eine mittlere Teilchengröße von etwa
0,26 μm, eine
Koerzitivkraft von 8,76 kA/m (110 Oersted) und eine Sättigungsmagnetisierung
von 83,5 A·m2/kg (83,5 emu/g).
-
Wasser
(25 g) wurde zugegeben, um die Maghemitteilchen (5 g) zu suspendieren.
Natriumsilicat (28 g) wurde dieser Suspension zugegeben und gelöst. Sorbitanmonolaurat
(1,44 g) wurde in Hexan (96 g) gelöst, und diese Lösung wurde
mit der o. g. Maghemitsuspension mit gelöstem Natriumsilicat gemischt.
Die Mischung wurde durch einen Homomixer gerührt, um eine Emulsion zu ergeben.
-
Ammoniumsulfat
(64 g) wurde in Reinwasser (288 cm3) gelöst, und
unter Rühren
der Lösung
wurde die o. g. Emulsion tropfenweise zugegeben, um einen magnetischen
Träger
zu ergeben, der mit Silika beschichtete Maghemitteilchen aufwies,
mit Wasser gewaschen und bei 60 °C
getrocknet wurde.
-
Der
so erhaltene magnetische Träger
zeigte eine mittlere Teilchengröße von etwa
5,6 μm,
die viel größer als
die 0,1 bis 0,5 μm
des magnetischen Trägers
der Erfindung war. Die Koerzitivkraft betrug 7,33 kA/m (92 Oersted),
und die Sättigungsmagnetisierung
betrug 22,1 A·m2/kg (22,1 emu/g). Die Menge des aufgetragenen
Silikas betrug 260 Gew.-% bezogen auf die Maghemitteilchen bei Umwandlung
in SiO2. Bei diesem magnetischen Träger weist
die Silikabeschichtung eine Gruppe aus Maghemitteilchen anders als
beim magnetischen Träger
der Erfindung auf, bei dem Silika nahe der Oberfläche jedes
Magnetitteilchens haftet, was anhand der REM-Abbildung nachgewiesen
wurde.
-
Die
mittlere Teilchengröße, Koerzitivkraft,
Sättigungsmagnetisierung
und Menge der Silikabeschichtung auf Magnetitteilchen (Maghemitteilchen
im Vergleichsbeispiel 1) bei Umwandlung in SiO
2 als
Haupteigenschaften jeweiliger magnetischer Träger zur Bindung mit Nukleinsäure, die
durch die o. g. beispiele 1 bis 5 und das Vergleichsbeispiel 1 erhalten
wurden, sind in der folgenden Tabelle 1 gemeinsam dargestellt. Tabelle 1
| | Mittlere
Teilchengröße (μm) | Koerzitivkraft (kA/m) | Sättigungsmagnetisierung
(A·m2/kg) | Menge
der Silikabeschichtung (Gew.-%) |
| Beispiel
1
Beispiel 2
Beispiel 3
Beispiel 4
Beispiel
5 | 0,32
0,29
0,34
0,32
0,20 | 4,78
4,38
5,97
5,18
7,57 | 66,8
75,1
60,1
63,8
63,4 | 19,4
9,8
78,9
19,4
19,8 |
| Vergleichsbeispiel 1 | 5,6 | 7,33 | 22,1 | 260 |
-
Danach
wurden die jeweiligen magnetischen Träger zur Bindung mit Nukleinsäure, die
in den o. g. Beispielen 1 bis 5 und im Vergleichsbeispiel 1 erhalten
wurden, den im folgenden dargestellten Extraktionsprüfungen unterzogen.
Nukleinsäuren
wurden durch Extraktion aus biologischen Proben zurückgewonnen,
und die Rückgewinnungsleistung
wurde untersucht. In Tabelle 2 sind die Ergebnisse dargestellt.
-
(A) Reagens zur Extraktionsprüfung
-
- (i) Ein magnetischer Träger für Nukleinsäure wurde mit 0,2 mg/ml in
sterilem Wasser dispergiert, um eine Dispersionslösung zu
ergeben.
- (ii) Als biologische Probe zur Isolierung von Nukleinsäure wurden
Bakterienzellen verwendet, die durch 20-stündige Kultivierung von Escherichia
coli [Escherichia coli JM109 (erhältlich von Toyobo Co., Ltd.,
TAKARA SHUZO CO., LTD., Invitrogen Corporation u. ä.) in 3
ml TB-Medium/Reagenzglas bei 37 °C
erhalten wurden.
- (iii) Als Lösung
zur Nukleinsäureextraktion
wurde Puffer A verwendet, der ein Puffer ist, der eine chaotrope Substanz
(7 M Guanidinhydrochlorid (Nacalai Tesque, Inc.) und 50 mM Tris-HCl
(Sigma), pH 7,5] enthält.
- (iv) Als Waschlösung
wurde Puffer A verwendet, der ein
- Puffer ist, der eine chaotrope Substanz (7 M Guanidinhydrochlorid
(Nacalai Tesque, Inc.) und 50 mM Tris-HCl (Sigma), pH 7,5] enthält.
- (v) Als Mittel zur Entfernung eines hochkonzentrierten Salzes
wurden eine 70 %ige Ethanollösung
und eine Acetonlösung
verwendet.
- (vi) als Elutionslösung
zur Rückgewinnung
von Nukleinsäure,
die mit dem magnetischen Träger
gebunden war, wurde steriles Wasser verwendet.
-
(B) Extraktionsprüfverfahren
-
- (1) Die Bakterienzellentrübung (OD660) wurde gemessen,
und die Bakterienzellen (OD660; 1,0) wurden durch Zentrifugaltrennung
in einem 1,5-cm3-Eppendorfröhrchen hergestellt.
Danach wurde eine Lösung
zur Nukleinsäureextraktion
(1000 μl)
injiziert und gemischt.
- (2) Anschließend
wurde eine Dispersion (20 μl)
des magnetischen Trägers
für Nukleinsäure zugegeben.
- (3) Während
sie etwa alle 2 min gemischt wurde, wurde die Mischung 10 min bei
Raumtemperatur stehengelassen.
- (4) Das o. g. Röhrchen
wurde auf ein Magnetgestell mit einer Form gesetzt, in die sich
das 1,5-cm3-Eppendorfröhrchen
einpaßt,
um den magnetischen Träger
zur Seite des Magneten aufzufangen.
- (5) Die Lösung
wurde mit einer Filterspitze abgesaugt und entsorgt.
- (6) Das Röhrchen
wurde vom Magnetgestell entfernt, und eine Guanidinhydrochlorid
enthaltende Waschlösung
(1 cm3) wurde eingegossen.
- (7) Nach gründlichem
Mischen mit dem magnetischen Träger
wurde das Röhrchen
wieder auf das Magnetgestell gesetzt, und die Lösung wurde auf die gleiche
Weise wie zuvor abgegeben.
- (8) Der Waschschritt wurde wiederholt.
- (9) Der mit Nukleinsäure
gebundene magnetische Träger
wurde mit 1 cm3 70 %igem Ethanol auf die
gleiche Weise wie zuvor gewaschen, und hochkonzentriertes Guanidinhydrochlorid
wurde entfernt.
- (10) Der Rückstand
wurde erneut mit 1 cm3 70 %igem Ethanol
und 1 cm3 Aceton gewaschen.
- (11) Das o. g. Röhrchen
wurde in einen Wärmeblock
mit etwa 56 °C
gesetzt, etwa 10 min stehengelassen, und Aceton im Röhrchen und
im magnetischen Träger
wurde durch vollständige
Verdampfung entfernt.
- (12) Steriles Wasser (100 μl)
wurde dem mit Nukleinsäure
durch das o. g. Verfahren gebundenen magnetischen Träger zugegeben,
und das o. g. Röhrchen
wurde in einen Wärmeblock
mit etwa 56 °C
gesetzt, und die Mischung wurde etwa 10 min stehengelassen, während sie
alle 2 min gemischt wurde.
- (13) Das Röhrchen
wurde auf ein Magnetgestell gesetzt, die Lösung wurde durch Absaugen mit
einer Filterspitze zurückgewonnen
und in ein frisches Röhrchen überführt. Allgemein
betrug die zurückgewonnene Menge
etwa 70 μl.
Die Konservierung erfolgte bei –70 °C.
- (14) An der so zurückgewonnenen
Nukleinsäure
wurde die Absorbanz (OD 260 nm) mit einem Absorptionsmesser bestimmt,
und die Nukleinsäurekonzentration
wurde bestimmt. Diese wurde mit dem Rückgewinnungsvolumen multipliziert
und als Nukleinsäure-Rückgewinnungsmenge
zugrunde gelegt.
-
Von
den o. g. Vorgängen
entsprechen (1) bis (3) dem Schritt des Bildens eines Komplexes,
in dem ein magnetischer Träger
und eine biologische Substanz gebunden sind, (4) und (5) entsprechen
dem Schritt des Trennens eines Komplexes von einer Probe, und (6)
bis (12) entsprechen dem Schritt des Eluierens einer biologischen
Substanz aus einem Komplex. Tabelle 2
| | Rückgewonnene
Menge von Nukleinsäure
(ng) |
| Beispiel
1
Beispiel 2
Beispiel 3
Beispiel 4
Beispiel
5 | 2030
1960
1990
2050
2010 |
| Vergleichbeispiel
1 | 1070 |
-
Wie
aus den vorstehenden Ergebnissen deutlich wird, hatten die magnetischen
Träger
der Beispiele 1 bis 5, die durch Haften von Silika in einer Menge
von 3 bis 100 Gew.-% der Magnetitteilchen nahe der Oberfläche jedes
kugel- oder körnchenförmigen Magnetitteilchens
erhalten wurden, eine mittlere Teilchengröße von 0,1 bis 0,5 μm, eine Koerzitivkraft
und eine Sättigungsmagnetisierung
von 2,39 bis 11,94 kA/m (30 bis 150 Oersted) bzw. 30 bis 80 A·m2/kg (30 bis 80 emu/g), und ausgezeichnetes
Isoliervermögen
für Nukleinsäure im Vergleich
zum magnetischen Träger
des Vergleichsbeispiels 1 mit einer Struktur, bei der eine Gruppe
von Maghemitteilchen in Silika eingeschlossen ist.
-
Dies
ist auf folgendes zurückzuführen: Da
bei den magnetischen Trägern
der Beispiele 1 bis 5 Silika nahe der Oberfläche jedes Magnetitteilchens
haftet, steigt die Menge von Silika, die sich mit Nukleinsäure wirksam
binden kann, zudem verhindert Silika Ausflockung jeweiliger Magnetitteilchen,
und die Bindungsfähigkeit mit
Nukleinsäure/Auffangbarkeit
mit magnetischem Träger
durch das Magnetfeld sowie die Dispergierbarkeit des magnetischen
Trägers/Elutionsfähigkeit
von Nukleinsäure
sind kompatibel.
-
Referenzbeispiel 1
-
(1) Synthese von Magnetitteilchen
-
Wie
im Beispiel 1 wurden Magnetitteilchen (Suspension erhalten). Die
Magnetitteilchen waren nahezu kugelförmig und hatten eine mittlere
Teilchengröße von etwa
0,28 μm.
-
(2) Beschichtungsbehandlung mit Silika
-
Eine
Magnetitteilchensuspension wurde mit Reinwasser gründlich gewaschen,
und Reinwasser wurde ohne Trocknen so zugegeben, daß das Gesamtgewicht
dieser Suspension 468 g betrug. In dieser Dispersion wurden 70 g
Natriumsilicat gelöst.
Getrennt von der Magnetitteilchendispersion mit gelöstem Natriumsilicat wurden
1500 cm3 Hexanlösung, in der 22,5 g Sorbitanmonolaurat
als Surfactant gelöst
waren, der o. g. Suspension zugegeben, um eine Mischlösung zu
erhalten. Diese Mischlösung
wurde 10 min mit einem Homomixer (TOKUSHU KIKA KOGYO CO., LTD.)
gerührt
und dispergiert, um eine Dispersion zu ergeben. Danach wurden 1000
g Ammoniumsulfat in 4500 cm3 Reinwasser
gelöst.
Die o. g. Dispersion wurde dieser Ammoniumsulfatlösung über etwa
1 h unter Rühren
tropfenweise zugegeben. Nach Abschluß der tropfenweisen Zugabe
wurde die Mischung 2 weitere Stunden zur Neutralisation gerührt. Durch
die Neutralisation mit Ammoniumsulfat wurde Silika so ausgeschieden,
daß es
die Magnetitteilchen umschloß,
um eine Beschichtung (Silikaschicht) zu bilden.
-
(3) Wärmebehandlung
-
Die
wie zuvor erhaltenen, mit Silika beschichteten Magnetitteilchen
wurden mit Reinwasser gründlich gewaschen,
gefiltert und 8 h bei 60 °C
luftgetrocknet. Wie zuvor erwähnt,
zeigen die Magnetitteilchen unterschiedliche magnetische Eigenschaften
je nach Kristallinität
und Kristallgröße der Teilchen.
Zur Steuerung der magnetischen Eigenschaften kam eine Wärmebehandlung
zur Anwendung. Zur Wärmebehandlung
wurden die Teilchen 2 Stunden bei 600 °C mit Hilfe eines Röh renofens
in einem Stickstoffgasstrom erwärmt.
Nach der Wärmebehandlung
wurden die Teilchen unter Strömenlassen
eines Stickstoffgases auf Raumtemperatur abgekühlt und entnommen, um einen
magnetischen Träger
zu ergeben. Wie bei den o. g. Magnetitteilchen wurde eine Messung
durchgeführt,
um die mittlere Teilchengröße des magnetischen
Trägers
mit 5 μm
zu ermitteln. Die beobachtete Form des magnetischen Trägers war
kugelförmig.
Der erhaltene magnetische Träger
wurde der Messung mit einem Schwingprobenmagnetometer (TOEI INDUSTRY
CO. LTD) und Anlegen eines Magnetfelds von 796,5 kA/m (10 Kilooersted)
unterzogen. Als Ergebnis betrug die Sättigungsmagnetisierung 47,1A·m2/kg (47,1 emu/g), und die Koerzitivkraft
betrug 5,18 kA/m (65 Oersted).
-
Der
magnetische Träger
wurde der wäßrigen Ziellösung einer
Probe zugegeben, die eine biologische Substanz enthielt, und in
einem Vortexmischer dispergiert, um zu bestimmen, ob eine gleichmäßige Suspension
erhalten wird. Als Ergebnis wurde festgestellt, daß mindestens
20 mg in 1 ml einer wäßrigen Lösung einer Probe
dispergiert waren, die eine biologische Substanz enthielt. Diese
Suspension wurde auf einen Magneten gegeben, und das Gewicht des
durch den Magneten in einer bestimmten Zeit aufgefangenen magnetischen Trägers wurde
gemessen. Als Ergebnis wurde festgestellt, daß im o. g. Dispersionszustand
mindestens 90 Gew.-% davon in 3 Sekunden durch eine magnetische
Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen
wurden. Durch Nachweis mit Hilfe einer quantitativen Bestimmungsanalyse
von Nukleinsäure
vor und nach Bindung und Dispersion mit Nukleinsäure als biologischer Substanz
wurde außerdem
die reversible Bindung mit mindestens 0,4 μg einer biologischen Substanz
je 1 mg des magnetischen Trägers
beobachtet.
-
Referenzbeispiel 2
-
Hergestellt
wurde ein magnetischer Träger
wie im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß die Suspension mit ausgeschiedenem
Eisendihydroxid während
der Magnetitteilchensynthese auf 60 °C erwärmt wurde. Der erhaltene magnetische
Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 4 μm (mittlere Teilchengröße von Magnetitteilchen
0,13 μm),
eine Sättigungsmagnetisierung
von 45,3 A·m2/kg (45,3 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 6,53 kA/m (82 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß mindestens 20 mg dieses magnetischen
Trägers in
1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe enthielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konnten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Referenzbeispiel 3
-
Hergestellt
wurde ein magnetischer Träger
wie im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß eine Suspension mit ausgeschiedenem
Eisendihydroxid während
der Magnetitteilchensynthese auf 98 °C erwärmt wurde. Der erhaltene magnetische
Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 7 μm (mittlere Teilchengröße von Magnetitteilchen
0,42 μm),
eine Sättigungsmagnetisierung
von 47,5 A·m2/kg (47,5 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 3,66 kA/m (46 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß dieser magnetische Träger (mindestens
20 mg) in 1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe enthielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konnten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Referenzbeispiel 4
-
Hergestellt
wurde ein magnetischer Träger
wie im Referenzbeispiel l mit der Ausnahme, daß die in der Magnetitteilchendispersion
gelöste
Natriumsilicatmenge während
der Silikabeschichtungsbehandlung 58 g betrug. Der erhaltene magnetische
Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 4 μm, eine Sättigungsmagnetisierung von
51,2 A·m2/kg (51,2 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 5,42 kA/m (68 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß mindestens 20 mg dieses magnetischen
Trägers in
1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe enthielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konnten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Referenzbeispiel 5
-
Hergestellt
wurde ein magnetischer Träger
wie im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß die in der Magnetitteilchendispersion
gelöste
Natriumsilicatmenge während
der Silikabeschichtungsbehandlung 90 g betrug. Der erhaltene magnetische
Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 6 μm, eine Sättigungsmagnetisierung von
40,3 A·m2/kg (40,3 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 4,86 kA/m (61 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß mindestens 20 mg dieses magnetischen
Trägers in
1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe enthielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konn ten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Referenzbeispiel 6
-
Hergestellt
wurde ein magnetischer Träger
wie im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß eine 2-ständige Wärmebehandlung bei 800 °C in einem
Stickstoffgasstrom zur Anwendung kam. Der erhaltene magnetische
Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 5 μm, eine Sättigungsmagnetisierung von
47,8 A·m2/kg (47,8 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 2,63 kA/m (33 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß mindestens 20 mg dieses magnetischen
Trägers in
1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe enthielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konnten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Referenzbeispiel 7
-
Hergestellt
wurde ein magnetischer Träger
wie im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß eine 2-ständige Wärmebehandlung bei 400 °C in einem
Stickstoffgasstrom zur Anwendung kam. Der erhaltene magnetische
Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 5 μm, eine Sättigungsmagnetisierung von
43,0 A·m2/kg (43,0 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 8,37 kA/m (105 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß mindestens 20 mg dieses magnetischen
Trägers in
1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe ent hielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konnten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Referenzbeispiel 8
-
Hergestellt
wurde ein magnetischer Träger
wie im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß Argongas als Atmosphärengas während der
Wärmebehandlung
verwendet wurde. Der erhaltene magnetische Träger war kugelförmig und
hatte eine mittlere Teilchengröße von 5 μm, eine Sättigungsmagnetisierung
von 47,9 A·m2/kg (49 emu/g) und eine Koerzitivkraft von
5,34 kA/m (67 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel 1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß mindestens 20 mg dieses magnetischen
Trägers in
1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe enthielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konnten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Referenzbeispiel 9
-
Hergestellt
wurde ein magnetischer Träger
wie im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß eine 2-ständige Wärmebehandlung bei 300 °C mit Hilfe
von Wasserstoffgas als Atmosphärengas
zur Anwendung kam. Der erhaltene magnetische Träger war kugelförmig und
hatte eine mittlere Teilchengröße von 5 μm, eine Sättigungsmagnetisierung
von 50,3 A·m2/kg (50,3 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 4,06 kA/m (51 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß mindestens 20 mg dieses magnetischen
Trägers in
1 ml einer wäß rigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe enthielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konnten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Referenzbeispiel 10
-
Als
Magnetitteilchen wurde handelsübliches
Trockenprodukt (TODA KOGYO CORP.) verwendet. Diese Magnetitteilchen
hatten eine Sättigungsmagnetisierung
von 83,5 A·m2/kg (83,5 emu/g), eine Koerzitivkraft von
8,76 kA/m (110 Oersted) und eine mittlere Teilchengröße von 0,26 μm. Reinwasser
wurde diesen Magnetitteilchen bis zum Gesamtgewicht von 468 g zugegeben,
um eine Magnetitteilchensuspension zu erhalten.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß 70 g Natriumsilicat zugegeben
wurden und eine Ultraschalldispersionsvorrichtung zur Dispersion
verwendet und eine Natriumsilicatlösung hergestellt wurde, in
der Magnetitteilchen dispergiert waren, wurden eine Beschichtungsbehandlung
mit Silika und eine Wärmebehandlung
angewendet, um einen magnetischen Träger zu ergeben. Der erhaltene
magnetische Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 6 μm, eine Sättigungsmagnetisierung von
40,1 A·m2/kg (40,1 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 9,56 kA/m (120 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß mindestens 20 mg dieses magnetischen
Trägers in
1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe enthielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konnten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Referenzbeispiel 11
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurden die Magnetitteilchensynthese und eine
Beschichtungsbehandlung mit Silika durchgeführt. Die erhaltenen, mit Silika
beschichteten Magnetitteilchen wurden mit Reinwasser gründlich gewaschen,
gefiltert und 8 h bei 60 °C
luftgetrocknet, um einen magnetischen Träger ohne Anwendung einer anschließenden Wärmebehandlung
zu ergeben. Der erhaltene magnetische Träger war kugelförmig und
hatte eine mittlere Teilchengröße von 5 μm, eine Sättigungsmagnetisierung
von 38,8 A·m2/kg (38,8 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 7,81 kA/m (98 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß mindestens 20 mg dieses magnetischen
Trägers in
1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe enthielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konnten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Referenzbeispiel 12
-
Wie
im Referenzbeispiel 5 wurden die Magnetitteilchensynthese und eine
Beschichtungsbehandlung mit Silika durchgeführt. Die erhaltenen, mit Silika
beschichteten Magnetitteilchen wurden mit Reinwasser gründlich gewaschen,
gefiltert und 8 h bei 60 °C
luftgetrocknet, um einen magnetischen Träger ohne Anwendung einer anschließenden Wärmebehandlung
zu ergeben. Der erhaltene magnetische Träger war kugelförmig und
hatte eine mittlere Teilchengröße von 6 μm, eine Sättigungsmagnetisierung
von 32,8 A·m2/kg (32,8 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 8,76 kA/m (110 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 wurde nachgewiesen, daß mindestens 20 mg dieses magnetischen
Trägers in
1 ml einer wäßrigen Lösung einer
Probe, die eine biologische Probe enthielt, im o. g. Dispersionszustand dispergiert
werden konnten, wovon mindestens 90 Gew.-% in 3 Sekunden durch eine
magnetische Kraft von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen wurden, und er
konnte sich mit mindestens 0,4 μg
einer biologischen Substanz je 1 mg des magnetischen Trägers reversibel
binden.
-
Vergleichsreferenzbeispiel 2
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß Luft als Atmosphärengas während der
Wärmebehandlung
verwendet wurde, wurde ein magnetischer Träger hergestellt. Der erhaltene
magnetische Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 5 μm, eine Sättigungsmagnetisierung von
25,3 A·m2/kg (25,3 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 10,76 kA/m (135 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1. Durch die Wärmebehandlung
wurden die Magnetitteilchen oxidiert und in Maghemit (γ-Fe2O3) umgewandelt (nachgewiesen
anhand der Position des Beugungspeaks durch das Röntgenbeugungsverfahren).
-
Vergleichsreferenzbeispiel 3
-
Handelsübliche Trockenmaghemit-
(γ-Fe2O3-) Teilchen (TODA
KOGYO CORP.) wurden verwendet, um einen magnetischen Träger herzustellen.
Diese Magnetitteilchen hatten eine Sättigungsmagnetisierung von
74,2 A·m2/kg (74,2 emu/g), eine Koerzitivkraft von
12,75 kA/m (160 Oersted) und eine mittlere Teilchengröße von 0,21 μm. Reinwasser
wurde diesen Maghemitteilchen bis zum Gesamtgewicht von 468 g zugegeben,
um eine Maghemitteilchensuspension zu erhalten.
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß 70 g Natriumsilicat zugegeben
wurden und eine Ultraschalldispersionsvorrichtung zur Dispersion
verwendet und eine Natriumsilicatlösung hergestellt wurde, in
der Maghemitteilchen disper giert waren, wurden eine Beschichtungsbehandlung
mit Silika und eine Wärmebehandlung
angewendet, um einen magnetischen Träger zu ergeben. Der erhaltene
magnetische Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 5 μm, eine Sättigungsmagnetisierung von
34,0 A·m2/kg (34,0 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 12,75 kA/m (160 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Vergleichsreferenzbeispiel 4
-
Wie
im Referenzbeispiel 1 mit der Ausnahme, daß die Menge von Natriumsilicat,
das in der Magnetitteilchendispersion zu lösen war, während der Beschichtungsbehandlung
mit Silika auf 120 g eingestellt war, wurde ein magnetischer Träger hergestellt.
Der erhaltene magnetische Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 6 μm, eine Sättigungsmagnetisierung von
29,8 A·m2/kg (29,8 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 4,54 kA/m (57 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Vergleichsreferenzbeispiel 5
-
Wie
im Vergleichsreferenzbeispiel 4 mit der Ausnahme, daß kein Wärmebehandlungsschritt
angewendet wurde, wurde ein magnetischer Träger hergestellt. Der erhaltene
magnetische Träger
war kugelförmig
und hatte eine mittlere Teilchengröße von 6 μm, eine Sättigungsmagnetisierung von
20,4 A·m2/kg (20,4 emu/g) und eine Koerzitivkraft
von 2,39 kA/m (30 Oersted) in der Messung wie im Referenzbeispiel
1.
-
Die
wichtigen Herstellungsbedingungen der in den o. g. Referenzbeispielen
1 bis 12 und Vergleichsreferenzbeispielen 2 bis 5 erhaltenen magnetischen
Träger
sind in Tabelle 3 gezeigt, und Haupteigenschaften der erhaltenen
magnetischen Träger
sind in Tabelle 4 aufgeführt. Tabelle 3
| | Art | Mittlere Teilchengröße (μm) | Anfangszustand | Silikagehalt (Gew.-%) | Wärmebehandlungsbedingungen |
| Referenzbeispiel
1 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 90 | in
Stickstoffgas, 600 °C,
2 h |
| Referenzbeispiel
2 | Magnetit | 0,13 | Suspension | 90 | in
Stickstoffgas, 600 °C,
2 h |
| Referenzbeispiel
3 | Magnetit | 0,42 | Suspension | 90 | in
Stickstoffgas, 600 °C,
2 h |
| Referenzbeispiel
4 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 75 | in
Stickstoffgas, 600 °C,
2 h |
| Referenzbeispiel
5 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 115 | in
Stickstoffgas, 600 °C,
2 h |
| Referenzbeispiel
6 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 90 | in
Stickstoffgas, 800 °C,
2 h |
| Referenzbeispiel
7 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 90 | in
Stickstoffgas, 400 °C,
2 h |
| Referenzbeispiel
8 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 90 | in
Argongas, 600 °C,
2 h |
| Referenzbeispiel
9 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 90 | in
Wasserstoffgas, 300 °C,
2 h |
| Referenzbeispiel
10 | Magnetit | 0,26 | trocken | 90 | in
Stickstoffgas, 600 °C,
2 h |
| Referenzbeispiel
11 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 90 | keine
Wärmebehandlung |
| Referenzbeispiel
12 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 115 | keine
Wärmebehandlung |
| Vergleichsreferenzbeispiel
2 | Magnetit | 0,26 | trocken | 90 | in
Luft, 600 °C, 2
h |
| Vergleichsreferenzbeispiel
3 | Magnetit | 0,21 | trocken | 90 | in
Stickstoffgas, 600 °C,
2 h |
| Vergleichsreferenzbeispiel
4 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 155 | in
Stickstoffgas, 600 °C,
2 h |
| Vergleichsreferenzbeispiel
5 | Magnetit | 0,28 | Suspension | 155 | keine
Wärmebehandlung |
Tabelle 4
| | Sättigungsmagnetisierung
(A·m2/kg) | Koerzitivkraft
(kA/m) | Mittlere
Teilchengröße (μm) |
| Referenzbeispiel
1
Referenzbeispiel 2
Referenzbeispiel 3
Referenzbeispiel
4
Referenzbeispiel 5
Referenzbeispiel 6
Referenzbeispiel
7
Referenzbeispiel 8
Referenzbeispiel 9
Referenzbeispiel
10
Referenzbeispiel 11
Referenzbeispiel 12 | 47,1
45,3
47,5
51,2
40,3
47,8
43,0
47,9
50,3
40,1
38,8
32,8 | 5,18
6,53
3,66
5,42
4,86
2,63
8,37
5,34
4,06
9,56
7,81
8,76 | 5
4
7
4
6
5
5
5
5
6
5
6 |
| Vergleichsrefenzbeispiel
2 | 25,3 | 12,76 | 5 |
| Vergleichsrefenzbeispiel
3 | 34,0 | 12,75 | 5 |
| Vergleichsrefenzbeispiel
4 | 25,0 | 4,54 | 6 |
| Vergleichsrefenzbeispiel
5 | 20,4 | 2,39 | 6 |
-
Anschließend wurde
mit Hilfe der jeweiligen magnetischen Träger zur Bindung mit Nukleinsäure, die in
den o. g. Referenzbeispielen 1 bis 12 und Vergleichsreferenzbeispielen
2 bis 5 erhalten wurden, die Nukleinsäure aus den biologischen Proben
gemäß der o.
g. Extraktionsprüfung
extrahiert und zurückgewonnen,
und die Rückgewinnungsleistung
wurde untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 gezeigt. Tabelle 5
| | Rückgewinnungsmenge
von Nukleinsäure
(ng) |
| Referenzbeispiel
1
Referenzbeispiel 2
Referenzbeispiel 3
Referenzbeispiel
4
Referenzbeispiel 5
Referenzbeispiel 6
Referenzbeispiel
7
Referenzbeispiel 8
Referenzbeispiel 9
Referenzbeispiel
10
Referenzbeispiel 11
Referenzbeispiel 12 | 1920
1900
1850
1820
1800
1900
1780
1910
1900
1560
1580
1470 |
| Vergleichsrefenzbeispiel
2
Vergleichsrefenzbeispiel 3
Vergleichsrefenzbeispiel
4
Vergleichsrefenzbeispiel 5 | 1010
1190
1080
935 |
-
Aus
den vorstehenden Ergebnissen wird deutlich, daß der magnetische Träger mit
ferromagnetischen Eisenoxidteilchen und Silika, das die Oberfläche der
ferromagnetischen Oxidteilchen beschichtet, sowie mit einer Sättigungsmagnetisierung
von 30 bis 80 A·m2/kg, einer Koerzitivkraft von 2,39 bis 11,94
kA/m und einer mittleren Teilchengröße von 0,1 bis 10 μm in einer
Menge von mindestens 20 mg in 1 ml einer wäßrigen Lösung einer Probe dispergieren
kann, die eine biologische Substanz enthält, mit mindestens 90 Gew.-%
in 3 Sekunden in Gegenwart eines Magnetfelds von 2000 bis 3000 Gauß aufgefangen
werden kann und sich mit mindestens 0,4 μg einer biologischen Substanz
je 1 mg Träger
binden kann, wobei mit diesem Träger
ein Isolierverfahren für
biologische Substanzen mit einem eindrucksvoll verbesserten Isolier-
und Reinigungsvermögen
für die
biologische Substanz im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren geschaffen
wurde. Grund dafür
ist, daß der
Gebrauch eines magnetischen Trägers
mit den o. g. speziellen Eigenschaften die Bindungsfähigkeit
mit Nukleinsäure/Auffangbarkeit
des magnetischen Trägers
durch ein Magnetfeld und die Dispergierbarkeit des magnetischen
Trägers/Elutionsfähigkeit
von Nukleinsäure
kompatibel gemacht hat.
-
Referenzbeispiel 13
-
Synthese von Magnetitteilchen
-
Eisensulfat
(100 g, Fe2O4·7H2O, 100 g) wurde in 1000 cm3 Reinwasser
gelöst.
Natriumhydroxid (28,8 g, äquimolare
Menge zu Eisensulfat) wurde in 500 cm3 Reinwasser
gelöst.
Unter Rühren
der wäßrigen Eisensulfatlösung wurde
eine wäßrige Natriumhydroxidlösung über 1 h
tropfenweise zugegeben, um eine Eisendihydroxidausscheidung zu erhalten.
Nach Abschluß der
tropfenweisen Zugabe wurde die Temperatur der die Eisendihydroxidausscheidung
enthaltenden Suspension unter Rühren
auf 75 °C
erhöht,
und es erfolgte eine Oxidation durch 8-ständiges Einblasen von Luft mit
Hilfe einer Luftpumpe mit einem Durchfluß von 250 Litern/h, um Magnetitteilchen
zu ergeben. Diese Teilchen waren nahezu kugelförmig und hatten eine mittlere Teilchengröße von etwa
0,22 μm.
-
Bestimmt
wurde diese mittlere Teilchengröße der Magnetitteilchen
durch Messen der Größe von 300 Teilchen
auf einer transmissionselektronenmikroskopischen Fotografie und
Berechnen ihres Zahlenmittels.
-
Haftenlassen einer Silicium und Aluminium
aufweisenden Verbindung
-
Nach
gründlichem
Waschen der wie zuvor erhaltenen Magnetitteilchensuspension mit
Reinwasser wurde das Gewicht der Magnetitteilchen und des Wassers
auf 10 g bzw. 200 g ohne Trocknen eingestellt. Die Menge des Magnetits
in der Suspension nach Waschen mit Wasser wurde durch Beprobung
und Trocknung eines Teils davon bestimmt.
-
Getrennt
von der Magnetitteilchensuspension wurde Natriumsilicat (2 g) in
Reinwasser (10 g) gelöst. Aluminiumchlorid
(0,5 g) wurde in 1 N wäßriger Natriumhydroxidlösung (10
g) gelöst.
Die Beiden Lösungen wurden
gemischt, um eine Mischlösung
aus Natriumsilicat und Aluminiumchlorid zu ergeben, die der o. g.
Magnetitteilchensuspension zugegeben wurde, und eine mit Reinwasser
verdünnte
wäßrige Salzsäurelösung wurde
unter Rühren über etwa
1 h zur Neutralisation auf den nahezu neutralen Zustand tropfenweise
zugegeben. Nach Abschluß der
tropfenweisen Zugabe wurde die Mischung eine weitere Stunde gerührt.
-
Ist
die Menge der Magnetitteilchen bezogen auf Wasser auf 1 bis 10 Gew.-%
eingestellt, kann eine Silicium und Aluminium aufweisende Verbindung
nahe der Oberfläche
der Magnetitteilchen bevorzugt haften. Die so behandelte Suspension
wurde gefiltert und bei 90 °C
luftgetrocknet. Nach dem Trocknen wurden die Teilchen zermahlen
und einer 2-ständigen
Wärmebehandlung
in einem Stickstoffgas bei 200 °C
unterzogen.
-
Nach
der Wärmebehandlung
wurden die Teilchen mit Reinwasser gewaschen, um nicht zur Reaktion gekommene
Materialien und Reaktionsprodukte zu entfernen, die an anderen Stellen
als der Magnetitteilchenoberfläche
ausgeschieden waren.
-
Der
so erhaltene magnetische Träger
für Nukleinsäure war
kugel- oder körnchenförmig und
hatte eine mittlere Teilchengröße von 0,29 μm, eine Koerzitivkraft
von 5,58 kA/m (70 Oersted) und eine Sättigungsmagnetisierung von
67,9 A·m2/kg (67,9 emu/g). Die Menge von Aluminium
im Mischoxid aus dem haftenden Silicium und Aluminium betrug 8,9
Gew.-% der Gesamtmenge von Silicium und Aluminium. Der Gehalt von
Silicium und Aluminium betrug 23,5 Gew.-% der Magnetitteilchen bei
Umwandlung in Silika- (SiO2-) und Aluminiumoxid-
(Al2O3-) Gehalte.
-
3 zeigt
eine REM-Abbildung des magnetischen Trägers. Dieses Bild zeigt deutlich
Magnetitteilchen, keine andere Ausscheidung als auf den Magnetitteilchen
liegt vor, und ein Mischoxid von Silicium und Aluminium haftet nahe
der Oberfläche
der Magnetitteilchen.
-
Danach
wurde dieser magnetische Träger
(0,5 g) in ein säulenförmiges Glasröhrchen mit
10 mm Durchmesser gegeben, Reinwasser (1,5 g) wurde zugegeben, und
die Mischung wurde 30 min mit einer Ultraschalldispersionsvorrichtung
dispergiert. Danach wurde die Mischung aus der Ultraschalldispersionsvorrichtung
entnommen, 15 min stehengelassen, und das Absetzvolumen der magnetischen
Träger
wurde gemessen. Das Absetzvolumen der magnetischen Träger betrug
860 mm3 (Höhe 11 mm).
-
Referenzbeispiel 14
-
Erhalten
wurde ein magnetischer Träger
für Nukleinsäure wie
im Referenzbeispiel 13 mit der Ausnahme, daß im Schritt des Haftenlassens
einer Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung die Menge von Natriumsilicat
von 2 g auf 1,8 g ge ändert
und die Menge von Aluminiumchlorid von 0,5 g auf 1 g geändert, eine Silicium
und Aluminium aufweisende Verbindung an den Magnetitteilchen haften
gelassen und eine anschließende
Wärmebehandlung
wie im Referenzbeispiel 13 angewendet wurde.
-
Dieser
magnetische Träger
war kugel- oder körnchenförmig und
hatte eine mittlere Teilchengröße von 0,31 μm, eine Koerzitivkraft
von 5,98 kA/m (75 Oersted) und eine Sättigungsmagnetisierung von
66,8 A·m2/kg (66,8 emu/g). Die Menge von Aluminium
im Mischoxid aus dem haftenden Silicium und Aluminium betrug 17,5 Gew.-%
der Gesamtmenge von Silicium und Aluminium. Der Gehalt von Silicium
und Aluminium betrug 24,8 Gew.-% der Magnetitteilchen bei Umwandlung
in Silika- (SiO2-) und Aluminiumoxid- (Al2O3-) Gehalte.
-
Anhand
der REM-Beobachtung wurde die Haftung von Mischoxid von Silicium
und Aluminium nahe der Oberfläche
jedes Manetitteilchens in diesem magnetischen Träger eindeutig nachgewiesen.
Bei diesem magnetischen Träger
wurde das Absetzvolumen wie im Referenzbeispiel 13 gemessen und
mit 903 mm3 (Höhe 11,5 mm) ermittelt.
-
Referenzbeispiel 15
-
Erhalten
wurde ein magnetischer Träger
für Nukleinsäure wie
im Referenzbeispiel 13 mit der Ausnahme, daß im Schritt des Haftenlassens
einer Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung die Menge von Natriumsilicat
von 2 g auf 2,2 g geändert
und die Menge von Aluminiumchlorid von 0,5 g auf 0,3 g geändert, eine
Silicium und Aluminium aufweisende Verbindung an den Magnetitteilchen
haften gelassen und eine anschließende Wärmebehandlung wie im Beispiel
1 angewendet wurde.
-
Dieser
magnetische Träger
war kugel- oder körnchenförmig und
hatte eine mittlere Teilchengröße von 0,30 μm, eine Koerzitivkraft
von 5,18 kA/m (65 Oersted) und eine Sättigungsmagnetisierung von
69,0 A·m2/kg (69,0 emu/g). Die Menge von Alu minium
im Mischoxid aus dem haftenden Silicium und Aluminium betrug 4,5 Gew.-%
der Gesamtmenge von Silicium und Aluminium. Der Gehalt von Silicium
und Aluminium betrug 22,0 Gew.-% der Magnetitteilchen bei Umwandlung
in Silika- (SiO2-) und Aluminiumoxid- (Al2O3-) Gehalte.
-
Anhand
der REM-Beobachtung wurde die Haftung von Mischoxid von Silicium
und Aluminium nahe der Oberfläche
jedes Manetitteilchens in diesem magnetischen Träger eindeutig nachgewiesen.
Bei diesem magnetischen Träger
wurde das Absetzvolumen wie im Referenzbeispiel 13 gemessen und
mit 942 mm3 (Höhe 12 mm) ermittelt.
-
Vergleichsreferenzbeispiel 6
-
Erhalten
wurde ein magnetischer Träger
für Nukleinsäure wie
im Referenzbeispiel 13 mit der Ausnahme, daß im Schritt des Haftenlassens
einer Silicium und Aluminium aufweisenden Verbindung die Menge von Natriumsilicat
von 2 g auf 2,3 g geändert
und die Menge von Aluminiumchlorid von 0,5 g auf 0 g geändert, nur eine
Siliciumverbindung an den Magnetitteilchen haften gelassen und eine
anschließende
Wärmebehandlung wie
im Referenzbeispiel 13 angewendet wurde.
-
Dieser
magnetische Träger
war kugel- oder körnchenförmig und
hatte eine mittlere Teilchengröße von 0,29 μm, eine Koerzitivkraft
von 5,58 kA/m (70 Oersted) und eine Sättigungsmagnetisierung von
68,1 A·m2/kg (68,1 emu/g). Der Siliciumgehalt betrug
23,1 Gew.-% der Magnetitteilchen bei Umwandlung in den Silika- (SiO2-) Gehalt. Bei diesem magnetischen Träger wurde
das Absetzvolumen wie im Referenzbeispiel 13 gemessen und mit 1178
mm3 (Höhe
15 mm) ermittelt.
-
Für die jeweiligen
magnetischen Träger
zur Bindung mit Nukleinsäure,
die in den o. g. Referenzbeispielen 13 bis 15 und im Vergleichsreferenzbeispiel
6 erhalten wurden, sind die mittlere Teilchengröße, das Verhältnis von
Aluminium in der Gesamtmenge von Silicium und Aluminium [Al/(Si
+ Al)] und das Verhältnis von
Silika und Aluminiumoxid bezogen auf die ferromagnetischen Eisenoxidteilchen
[ (SiO
2 + Al
2O
3)/Fe
3O
4]
gemeinsam in Tabelle 6 gezeigt. Für die jeweiligen magnetischen
Träger
zur Bindung mit Nukleinsäure,
die in den o. g. Referenzbeispielen 13 bis 15 und im Vergleichsreferenzbeispiel
6 erhalten wurden, sind die Koerzitivkraft, die Sättigungsmagnetisierung
und das Absetzvolumen gemeinsam in Tabelle 7 gezeigt. Tabelle 6
| | Mittlere
Teilchengröße (μm) | Al/(Si
+ Al) (Gew.-%) | (SiO2 + Al2O3)/(Fe3O4) (Gew.-%) |
| Referenzbeispiel
13
Referenzbeispiel 14
Referenzbeispiel 15 | 0,29
0,31
0,30 | 8,9
17,5
4,5 | 23,5
24,8
22,0 |
| Vergleichsreferenzbeispiel
6 | 0,29 | 0 | 23,1 |
Tabelle 7
| | Koerzitivkraft
(kA/m) | Sättigungsmagnetisierung
(A·2/kg) | Absetzvolumen
(mm3) |
| Referenzbeispiel
13
Referenzbeispiel 14
Referenzbeispiel 15 | 5,58
5,98
5,18 | 67,9
66,8
69,0 | 860
903
942 |
| Vergleichsreferenzbeispiel
6 | 5,58 | 68,1 | 1178 |
-
Für die jeweiligen
magnetischen Träger
zur Bindung mit Nukleinsäure,
die in den o. g. Referenzbeispielen 13 bis 15 und im Vergleichsreferenzbeispiel
6 erhalten wurden, wurde die Nukleinsäure aus den biologischen Proben
gemäß der o.
g.
-
Extraktionsprüfung extrahiert
und zurückgewonnen,
und die Rückgewinnungsleistung
wurde untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 8 gezeigt. Tabelle 8
| | Rückgewinnungsmenge
von Nukleinsäure
(ng) |
| Referenzbeispiel
13
Referenzbeispiel 14
Referenzbeispiel 15 | 1920
1930
1920 |
| Vergleichsrefenzbeispiel
6 | 1910 |
-
Danach
wurde die in der o. g. Extraktionsprüfung zurückgewonnene Nukleinsäure (5 μl) auf 1
%igem Agarosegel durch Elektrophorese behandelt, mit Ethidiumbromid
angefärbt,
und die Fluoreszenz bei Ultraviolettbestrahlung wurde detektiert.
Die Ergebnisse entsprechen 4. Die Elektrophoresebedingungen
waren eine Konstantspannung von 100 V für 30 min. Das Betriebsverfahren
und andere Bedingungen folgten der Technik, die in Maniatis et al., "Molecular Cloning" (1982) beschrieben
ist. Zusätzlich
zur Nukleinsäurelösung wurde
gleichzeitig auch ein Molekulargewichtsmarker elektrophoresiert
und als Index zum Vergleich der Kettenlänge der detektierten Nukleinsäure verwendet.
-
Im
Elektrophoresebild gemäß 4 bezeichnet "M" den o. g. Molekulargewichtsmarker,
die Spuren "1" und "2" zeigen die Ergebnisse (2 Proben) der
Extraktion und Reinigung von Nukleinsäure mit Hilfe des Trägers des
Referenzbeispiels 13, die Spuren "3" und "4" zeigen die Ergebnisse (2 Proben) der
Extraktion und Reinigung von Nukleinsäure mit Hilfe des Trägers des
Referenzbeispiels 14, die Spuren "5" und "6" zeigen die Ergebnisse (2 Proben) der
Extraktion und Reinigung von Nukleinsäure mit Hilfe des Trägers des
Referenzbeispiels 15, und die Spuren "7" und "8" zeigen die Ergebnisse (2 Proben) der
Extraktion und Reinigung von Nukleinsäure mit Hilfe des Trägers des
Vergleichsreferenzbeispiels 6.
-
Wie
aus den o. g. Ergebnissen in den Tabellen 6 bis 8 hervorgeht, zeigten
die magnetischen Träger der
Referenzbeispiele 14 und 15, bei denen eine Silicium und Aluminium
aufweisende Verbindung nahe der Oberfläche der Magnetitteilchen haftete,
nahezu die gleiche Menge von Nukleinsäureextraktion, ein deutlich kleines
Absetzvolumen, hohe Oberflächenglätte und
gute Fließfähigkeit,
waren in der Extraktionsleistung für Nukleinsäure keinesfalls unterlegen
und zeigten ausgezeichnete Haftungsgleichmäßigkeit.
-
Ein
weiteres Experiment zum Nachweis des Fließvermögens wurde gemäß der nachfolgenden
Darstellung durchgeführt.
-
Das
heißt,
eine bestimmte Menge der magnetischen Träger zur Bindung mit Nukleinsäure der
Referenzbeispiele 13 bis 15 und des Vergleichsreferenzbeispiels
6 wurde in Wasser dispergiert, und eine bestimmte Menge der wäßrigen Suspension
wurde auf eine Glasplatte getropft. Danach wurde diese wäßrige Suspension
mit Hilfe eines Magneten von der Rückseite der Glasplatte geradlinig
bewegt. Nach Bewegen über
eine bestimmte Entfernung wurde das Gewicht des mit der wäßrigen Suspension
bewegten magnetischen Trägers gemessen.
-
Als
Ergebnis war der magnetische Träger,
der sich mit der Suspension bewegte, deutlich schwerer in den Referenzbeispielen
13 bis 15 als im Vergleichsreferenzbeispiel 6. Dies bedeutet, daß die magnetischen Träger der
Referenzbeispiele 13 bis 15 dem magnetischen Träger des Vergleichsreferenzbeispiels
6 in der Haftungsgleichmäßigkeit
der Verbindung (Oxid), die nahe der Oberfläche der Magnetitteilchen haftet, überlegen
sind und eine bessere Fließfähigkeit
haben.
-
Wie
aus den o. g. Ergebnissen gemäß 4 deutlich
wird, zeigt die mit Hilfe der magnetischen Träger der Referenzbeispiele 13
bis 15 zurückgewonnene
Nukleinsäure
eine kleinere Molekulargewichtsverteilung als die Nukleinsäure, die
mit Hilfe des magnetischen Trägers
des Vergleichsreferenzbeispiels 6 zurückgewonnen wurde. Der Grund
dafür ist
nicht klar, aber man geht davon aus, daß die Haftung einer Silicium
und Aluminium aufweisenden Verbindung am Magnetitteilchen die Teilchenoberfläche des
magnetischen Trägers
glättet,
was Spaltung der Nukleinsäure
Widerstand entgegensetzt. Dagegen zeigt ein magnetischer Träger, an
dem nur eine Silciumverbindung haftet, schlechtere Haftungsgleichmäßigkeit.
Daher geht man davon aus, daß die
Teilchenoberfläche
des magnetischen Trägers
Konkavitäten
und Konvexitäten
hat, die Spaltung der Nukleinsäure begünstigen,
was wiederum die Molekulargewichtsverteilung der Nukleinsäure verbreitert.
-
Wie
zuvor erläutert,
hat der magnetische Träger
der Erfindung ausgezeichnete Dispergierbarkeit in wäßriger Lösung, Auffangbarkeit
durch ein Magnetfeld, reversible Bindungsfähigkeit mit einer biologischen Substanz,
Elutionsfähigkeit
der gebundenen biologischen Substanz sowie Isolier- und Reinigungseffizienz
für biologische
Substanzen verglichen mit herkömmlichen
Trägern.