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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Diese
Erfindung bezieht sich auf eine Parallelverbindung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, wie diese beispielsweise in der
EP 0 112 099 offenbart ist.
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Beschreibung des Standes der
Technik
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Eine
künstliche
Gelenkvorrichtung wurde konventionell z.B. in der
japanischen Patentoffenlegungsschrift (Kokai)
Nr. 11-345 offenbart. Die künstliche Gelenkvorrichtung
wird auf ein Fußgelenk
angewendet, um zwischen einem Fußabschnitt eines künstlichen
Beins und einem Beinabschnitt desselben den Fußabschnitt mit dem Beinabschnitt
zu verbinden. Der Fußabschnitt
des künstlichen
Beins weist einen oberen Endabschnitt auf, welcher mit einem sich
lateral erstreckenden Durchgangsloch ausgebildet ist. Demgegenüber weist
der Beinabschnitt des künstlichen
Beins ein unteres Ende desselben auf, welches sich in zwei Arme
derart verzweigt, dass eine Halterung ausgebildet wird, deren Arme
jeweils ein Loch aufweisen, welches durch diese an einer Stelle
ausgebildet ist, welche einer Öffnung
des sich lateral durch den Fußabschnitt
erstreckenden Durchgangslochs entspricht. Bei dieser künstlichen
Gelenkvorrichtung ist eine Achse durch die Löcher der Halterung sowie durch
das Durchgangsloch des Fußabschnitts
eingepasst, welche zueinander in Flucht angeordnet sind, wodurch
der Fußabschnitt
und der Beinabschnitt in der Lage sind, eine Schwenkbewegung in
Bezug zueinander nur in der Vorwärts-Rückwärts-Richtung
um eine horizontale Achse durchzuführen.
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Gemäß der obigen
künstlichen
Gelenkvorrichtung kann aufgrund dessen, dass dem Fußabschnitt
und dem Beinabschnitt gestattet ist, eine Schwenkbewegung in Bezug
zueinander um die horizontale Achse nur in der Vorwärts-Rückwärts-Richtung
durchzuführen,
der Fußgelenkabschnitt
selbst dann nicht verdreht werden, wenn eine das künstliche
Bein tragende Person während
des Gehens versucht, nach links oder rechts zu drehen, was das Durchführen der
Drehbewegung schwierig macht. Eine Kombination einer seriellen Verbindung
mit drei oder mehr Freiheitsgraden und eines Elektromotors, welche
als ein Gelenkabschnitt eines Robotergliedmaßes verwendet wird, ist als
eine künstliche
Gelenkvorrichtung im Stande, die Verdrehbewegung durchzuführen. Jedoch
benötigt
diese Art einer künstlichen
Gelenkvorrichtung wenigstens drei Elektromotoren, um die drei oder
mehr Freiheitsgrade sowie gleichzeitig die Halterung des Gewichts
der Komponenten des Roboters sicherzustellen. Dies vergrößert die
Größe einer
Stromversorgung und jene der gesamten Vorrichtung, was zu erhöhten Herstellungskosten
der Vorrichtung führt.
Ferner erschweren die vergrößerte Vorrichtungsgröße und das
Erfordernis der Stromversorgung, die Vorrichtung auf eine prothetische
Gliedmaße
anzuwenden.
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Aus
der Druckschrift
US
5,740,699 A ist ein ausdehnbarer Handgelenkmechanismus
bekannt, welcher zwei über
drei ausdehnbare Stellglieder verbundene Verbindungsgliedanbringungsabschnitte sowie
ein ausdehnbares Verbindungsglied umfasst, wobei die Stellglieder
und das ausdehnbare Element jeweils an ihren Enden an einem entsprechenden Verbindungsgliedanbringungsabschnitt
durch beispielsweise ein Gelenk derart angebracht sind, dass die
zwei Anbringungsabschnitte relativ zueinander um zwei Achsen, nämlich eine
Querachse und eine Hochachse, geschwenkt werden können, während eine
Rotation gegeneinander verhindert wird. Die drei Stellglieder werden
durch drei an ihnen vorgesehenen Motoren angetrieben, sodass eine
Steuerung/Regelung der Motoren es ermöglicht, die Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
zueinander zu orientieren sowie den Abstand zwischen den Verbindungsgliedanbringungsabschnitten
einzustellen.
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Außerdem ist
aus der
EP 0 112 099
A eine robotische Gliedmaße bekannt, welche im Unterschied
zum vorstehend beschriebenen Mechanismus zwei Stellglieder und eine
Verbindungschiene umfasst, welche direkt mit einem Verbindungsgliedanbringungsabschnitt
fixiert ist und eine konstante Länge
aufweist. Auf diese Art und Weise gestattet diese Gliedmaße den zwei
Verbindungsgliedanbringungsabschnitten, in allen Richtungen verschwenkt zu
werden, während
dessen der Abstand zwischen den zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitten konstant
bleibt.
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Überblick der Erfindung
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, eine künstliche Gelenkvorrichtung
bereitzustellen, welche es ermöglicht,
eine/ein prothetische Gliedmaße
oder Verbindungsglied zu realisieren, welches in der Lage ist, auf die
Gliedmaße
einwirkende Stöße zu dämpfen.
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Die
obige Aufgabe wird gelöst
durch eine Parallelverbindung gemäß dem Anspruch 1. Eine bevorzugte
Ausführungsform
umfasst eine Parallelverbindung zum Verbinden zweier voneinander
beabstandeter Verbindungsgliedanbringungsabschnitte, umfassend:
ein fixiertes Verbindungsglied, welches mit einem seiner Enden an
einem der Verbindungsgliedanbringungsabschnitte fixiert ist, ein
Fixiertes-Verbindungsglied-Gelenk
zum Verbinden eines anderen Endes des fixierten Verbindungsglieds
mit einem anderen der Verbindungsgliedanbringungsabschnitte derart,
dass ein Winkel des fixierten Verbindungsglieds in Bezug auf den
anderen der Verbindungsgliedanbringungsabschnitte in jeder gewünschten
Richtung geändert
werden kann; eine Mehrzahl von ausdehnbaren Verbindungsgliedern, welche
sich zwischen den zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitten in
einer ausdehnbaren/zusammenziehbaren Art und Weise erstrecken; und
eine Mehrzahl von Ausdehnbaren-Verbindungsglied-Gelenken,
welche gegenüberliegende
Enden der Mehrzahl von ausdehnbaren Verbindungsgliedern jeweils mit
den Verbindungsglied anbringungsabschnitten derart verbinden, dass
entsprechende Winkel jedes ausdehnbaren Verbindungsglieds in Bezug
auf die Verbindungsgliedanbringungsabschnitte in jede gewünschte Richtung
geändert
werden können.
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Gemäß dieser
Parallelverbindung ist ein Ende des fixierten Verbindungsgliedes
mit einem der Verbindungsgliedanbringungsabschnitte fixiert. Demnach
ist es durch solide und robuste Ausgestaltung des fixierten Verbindungsglieds
möglich,
den Hauptteil der Druckbelastung oder Zugbelastung, welche durch
das fixierte Verbindungsglied auf wenigstens einen der Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
ausgeübt
wird, zu tragen. Da jedes der Mehrzahl von ausdehnbaren Verbindungsgliedern
seine entgegengesetzten Enden über
seine zugehörigen Ausdehnbare-Verbindungsglied-Gelenke
mit den zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitten jeweils derart
verbunden hat, dass die Winkel derselben in Bezug auf die zugehörigen Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
in jede gewünschte
Richtung geändert
werden können,
wird ferner keine Biegespannung auf die ausdehnbaren Verbindungsglieder
ausgeübt,
sondern es wird nur eine Druckbelastung und/oder eine Zugbelastung
auf diese ausgeübt.
Dies ermöglicht
es, ausdehnbare Verbindungsglieder mit relativ geringer Belastbarkeit
und Steifigkeit zu verwenden, wodurch das Gewicht der Parallelverbindung
verringert wird. Außerdem
sind das andere Ende des fixierten Verbindungsglieds und die gegenüberliegenden
Enden der ausdehnbaren Verbindungsglieder jeweils mit dem zugehörigen Verbindungsgliedanbringungsabschnitt über das
Fixierte-Verbindungsglied-Gelenk
oder das Ausdehnbare-Verbindungsglied-Gelenk derart verbunden, dass der
Winkel derselben in Bezug auf den Verbindungsgliedanbringungsabschnitt
in jeder gewünschten Richtung
geändert
werden kann, was einen großen Freiheitsgrad
bei dem Winkel der Relativbewegung zwischen den zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitten
sicherstellt, wodurch zwischen diesen beispielsweise eine Verdrehbewegung
ermöglicht
wird.
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Gemäß der Erfindung
umfasst die Parallelverbindung Drängungselemente, welche jeweils
in der Mehrzahl von ausdehnbaren Verbindungsgliedern vorgesehen
sind, wobei jedes Drängungselement
den Zweck hat, ein zugehöriges
Verbindungsglied der ausdehnbaren Verbindungsglieder in wenigstens
einer Richtung zu drängen,
welche entgegengesetzt ist zu Richtungen, in denen das ausdehnbare
Verbindungsglied dann sich ausdehnt und zusammenzieht, wenn das
ausdehnbare Verbindungsglied sich ausdehnt und zusammenzieht.
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Da
jedes ausdehnbare Verbindungsglied durch das zugehörige Drängungselement
in einer Richtung oder in Richtungen entgegengesetzt zu der Ausdehnungsrichtung
und/oder der Zusammenziehrichtung gedrängt wird, ist es demgemäß möglich, einen über die
ausdehnbaren Verbindungsglieder zwischen den zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitten übermittelten
Stoß durch
die Drängungskräfte zu reduzieren.
Da der Betrag des Zusammenziehens oder des Ausdehnens der ausdehnbaren Verbindungsglieder
größer ist,
ist ferner die Drängungskraft
des zugehörigen
Drängungselements
erhöht,
sodass der Bewegungsbereich des ausdehnbaren Verbindungsglieds genau
begrenzt werden kann, um die Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
davor zu bewahren, sich weiter als erforderlich zu bewegen. Demzufolge
ist es möglich,
selbst wenn die Verbindungsgliedanbringungsabschnitte beispielsweise
entlang einer gekrümmten
Oberfläche
oder eines dreidimensionalen Objekts bewegt werden, das Auftreten
einer Taumelbewegung zu verhindern, wodurch ein exzellentes Nachfolgeverhalten
beibehalten wird.
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Das
fixierte Verbindungsglied umfasst vorzugsweise ein stoßdämpfendes
Element zum Dämpfen
eines Stoßes,
welcher zwischen den zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitten übertragen
wird.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
ist es möglich,
einen zwischen den zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitten über das fixierte
Verbindungsglied übertragenen
Stoß durch das
stoßdämpfende
Element zu dämpfen.
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Vorzugsweise
ist die Mehrzahl von ausdehnbaren Verbindungsgliedern gleich drei
ausdehnbare Verbindungsglieder.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
ist es aufgrund dessen, dass die zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
miteinander über wenigstens
drei ausdehnbare Verbindungsglieder und das fixierte Verbindungsglied
verbunden sind, dann, wenn die ausdehnbaren Verbindungsglieder jeweils
beispielsweise durch ein Stellglied zum Ausdehnen und Zusammenziehen
angetrieben werden, möglich,
ausdehnbare Verbindungsglieder in einer Art und Weise derart anzutreiben,
dass die ausdehnbaren Verbindungsglieder die zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
in entsprechende entgegengesetzte Rotationsrichtungen verdrehen.
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Weiter
bevorzugt ist, dass die wenigstens drei ausdehnbaren Verbindungsglieder
derart angeordnet sind, dass Verbindungsabschnitte derselben, welche
wenigstens mit einem der zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
verbunden sind, nicht auf wenigstens einem der zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
auf einer Linie liegen, und dass ein Verbindungsabschnitt des fixierten
Verbindungsglieds innerhalb eines Polygons positioniert ist, welches
durch die Verbindungsabschnitte der wenigstens drei ausdehnbaren
Verbindungsglieder als Eckpunkte definiert ist.
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Da
wenigstens drei ausdehnbare Verbindungsglieder derart angeordnet
sind, dass ihre Verbindungsbereiche, welche mit wenigstens einem
der zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitte verbunden sind, nicht
auf einer Linie auf dem Verbindungsgliedanbringungsabschnitt liegen
und dass ein Verbindungsabschnitt des fixierten Verbindungsglieds
innerhalb eines Polygons positioniert ist, welches durch die Verbindungsbereiche
der wenigstens drei ausdehnbaren Verbindungsglieder als Eckpunkte
definiert ist, ist es gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
möglich,
die Parallelverbindung in ihrer Größe kompakt zu gestalten, die
in der Lage ist, die zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
in die jeweiligen entgegengesetzten Rotationsrichtungen zu verdrehen,
wie dies oben beschrieben wurde. Ferner kann eine Antriebskraft,
welche zum Veranlassen des Verdrehbetriebs erforderlich ist, reduziert
werden, was zur Förderung
der Betriebseffizienz beiträgt.
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Weiter
bevorzugt ist, dass die Parallelverbindung ferner umfasst eine Antriebsquelle,
Stellglieder, welche den Zweck haben, jeweils ein zugehöriges Verbindungsglied
der wenigstens drei ausdehnbaren Verbindungsglieder zum Ausdehnen
und Zusammenziehen durch eine von der Antriebsquelle zugeführten Antriebskraft
anzutreiben, und ein Steuer-/Regelmittel zum Steuern/Regeln der
Antriebskraft, welche ausgehend von der Antriebsquelle jedem Stellglied
zugeführt
wird.
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Da
das Steuer-/Regelmittel eine Ausdehnung und ein Zusammenziehen jedes
der wenigstens drei ausdehnbaren Verbindungsglieder vermittels des
Stellglieds steuern/regeln kann, ist es gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform
möglich,
die ausdehnbaren Verbindungsglieder anzutreiben, um die zwei Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
in die entsprechenden entgegengesetzten Rotationsrichtungen, wie
dies oben beschrieben wurde, zu verdrehen. Folglich kann die Parallelverbindung
auf einen Roboter sowie auf eine Industriemaschine, welcher/welche
eine derartige Verdrehbewegung benötigt, angewendet werden. Wie
vorstehend beschrieben wurde, kann dann, wenn das fixierte Verbindungsglied
solide und robust ausgebildet ist, der Hauptteil der Druckbelastung
sowie der Zugbelastung, welche auf wenigstens einen der Verbindungsgliedanbringungsabschnitte
wirkt, tragen, was eine Reduzierung der Antriebskräfte ermöglicht,
die den Stellgliedern zum Antreiben der ausdehnbaren Verbindungsglieder
zugeführt
wird, und wodurch zur Reduzierung des Energieverbrauchs beigetragen
wird.
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Das
Stellglied ist weiter bevorzugt ein elektrisches Stellglied, welches
derart konfiguriert ist, dass es dann Regenerationsenergie erzeugt,
wenn das zugehörige
ausdehnbare Verbindungsglied durch eine äußere Kraft ausgedehnt und zusammengezogen
wird, wobei die Parallelverbindung ferner umfasst einen Akkumulator
zum Speichern der Regenerationsenergie, welche durch das elektrische
Stellglied erzeugt wurde.
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Da
die elektrischen Stellglieder in der Lage sind, Regenerationsenergie
dann zu erzeugen, wenn die ausdehnbaren Verbindungsglieder durch äußere Kräfte ausgedehnt
und zusammengezogen werden, ist es gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform möglich, die
Regenerationsenergie als elektrische Energie zum Antreiben der elektrischen
Stellglieder zu verwenden. Dies ermöglicht es, sowohl die Größe einer
Stromversorgung als auch die Betriebskosten zu reduzieren, was zu
einer Reduzierung der Herstellungskosten der Parallelverbindung
beiträgt.
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Gemäß einer
Ausführungsform
ist ferner eine künstliche
Gelenkvorrichtung bereitgestellt, umfassend:
zwei voneinander
beabstandete Gliedmaße-Elemente
sowie eine Parallelverbindung, welche die zwei Gliedmaße-Elemente
verbindet.
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Da
die zwei Gliedmaße-Elemente
durch die Parallelverbindung verbunden sind, ist es gemäß dieser
künstlichen
Gelenkvorrichtung möglich,
den Freiheitsgrad bei dem Winkel der Relativbewegung zwischen den
zwei Gliedmaße-Elementen
auf ein Niveau zu erhöhen,
welches ähnlich
ist zu jenem eines Gelenks eines lebenden Körpers, was mittels der künstlichen
Gelenkvorrichtung des herkömmlichen künstlichen
Beins bisher unerreichbar war. Im Unterschied zu einer künstlichen
Gelenkvorrichtung des Typs mit einer seriellen Verbindung, wie sie üblicherweise
z.B. bei einem Roboter verwendet wird, kann ferner die künstliche
Gelenkvorrichtung gemäß diesem
Aspekt unter Verwendung der Parallelverbindung, die einfacher und
weniger teuer ist als die serielle Verbindung, realisiert werden,
und zwar ohne dass dazu irgendeine Stromversorgung oder ein elektrischer
Motor verwendet wird.
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Die
Parallelverbindung umfasst bevorzugt ein fixiertes Verbindungsglied,
welches mit einem seiner Enden an einem der Gliedmaße-Elemente
fixiert ist, ein Fixiertes-Verbindungsglied-Gelenk zum Verbinden
eines anderen Endes des fixierten Verbindungsglieds mit einem anderen
der Gliedmaße-Elemente
derart, dass ein Winkel des fixierten Verbindungsglieds in Bezug
auf das andere der Gliedmaße-Elemente
in jeder gewünschten
Richtung geändert
werden kann; eine Mehrzahl von ausdehnbaren Verbindungsgliedern,
welche sich zwischen den zwei Gliedmaße-Elementen in einer ausdehnbaren/zusammenziehbaren
Art und Weise erstrecken; und eine Mehrzahl von Ausdehnbaren-Verbindungsglied-Gelenken,
welche gegenüberliegende
Enden der Mehrzahl von ausdehnbaren Verbindungsgliedern jeweils
mit den Gliedmaße-Elementen
derart verbinden, dass entsprechende Winkel jedes ausdehnbaren Verbindungsglieds
in Bezug auf die Gliedmaße-Elemente
in jede gewünschte
Richtung geändert
werden können.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
können
die gleichen vorteilhaften Effekte, wie sie durch die vorstehende
Parallelverbindung bereitgestellt werden, erhalten werden. Insbesondere
ist es möglich,
das Gewicht der künstlichen
Gelenkvorrichtung zu reduzieren und einen hohen Freiheitsgrad derselben
zu erhalten. Demnach ist es dann, wenn die künstliche Gelenkvorrichtung
auf beispielsweise ein Fußgelenk
eines künstlichen
Beins angewendet wird, möglich,
das Gewicht des künstlichen Beins
zu reduzieren, und zur gleichen Zeit ermöglicht das künstliche
Gelenk der bevorzugten Ausführungsform
im Unterschied zu dem künstlichen
Gelenk des herkömmlichen
künstlichen
Beins einem Benutzer während
sein Gewicht durch das künstliche
Bein getragen wird beispielsweise eine Verdrehbewegung oder dgl.
zwischen einem Beinabschnitt und einem Fußabschnitt in ähnlicher
Weise wie bei einem Fußgelenk
eines lebenden Beins durchzuführen.
Dies ermöglicht
dem Benutzer eine gleichmäßigere und
natürlichere
Bewegung nicht nur beim Geradeausgehen durchzuführen, sondern ebenfalls bei
einem nach Links- oder Rechtsdrehen während des Gehens. In ähnlicher
Weise kann das Gewicht des künstlichen
Arms dann reduziert werden, wenn die künstliche Gelenkvorrichtung
beispielsweise auf ein Handgelenk eines künstlichen Arms angewendet wird,
und zur gleichen Zeit ermöglicht
das künstliche Gelenk,
eine Verdrehbewegung oder dgl. zwischen einem Armabschnitt und einem
Handabschnitt durchgeführt
zu werden. Kurz gesagt ermöglicht
das künstliche Gelenk,
den Freiheitsgrad bei dem Winkel der Bewegung zwischen dem Armabschnitt
und dem Handabschnitt zu erhöhen.
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Die
künstliche
Gelenkvorrichtung umfasst zudem weiter bevorzugt Drängungselemente,
welche jeweils in der Mehrzahl von ausdehnbaren Gelenken vorgesehen
sind, wobei jedes den Zweck hat, ein zugehöriges Verbindungsglied der
ausdehnbaren Verbindungsglieder in wenigstens einer Richtung zu drängen, welche
entgegengesetzt ist zu Richtungen, bei denen das ausdehnbare Verbindungsglied
dann sich ausdehnt und zusammenzieht, wenn das ausdehnbare Verbindungsglied
sich ausdehnt und zusammenzieht.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
können
die gleichen vorteilhaften Effekte, wie sie durch die vorstehende
Parallelverbindung bereitgestellt werden, erhalten werden. Insbesondere
ist es möglich,
einen zwischen den zwei Gliedmaße-Elementen über die
ausdehnbaren Verbindungsglieder übertragenen
Stoß zu
dämpfen.
Dann, wenn die künstliche
Gelenkvorrichtung auf beispielsweise ein Fußgelenk eines künstlichen
Beins angewendet wird, dienen folglich die Drängungselemente dazu, einen
Stoß abzuschwächen, welcher
ausgehend von dem künstlichen
Bein zu dem lebenden Körper
des Benutzers über
die ausdehnbaren Verbindungsglieder dann übertragen wird, wenn der Benutzer
das künstliche
Bein auf einen Boden, einer Straßenoberfläche oder dgl. (nachfolgend
einfach als "der
Boden" bezeichnet)
stellt, um dadurch die Belastung auf den Benutzer zu reduzieren,
welcher das künstliche
Bein trägt.
Dann, wenn die Drängungselemente
die zugehörigen
ausdehnbaren Verbindungsglieder bei ihrem Zusammenziehen drängen, und
zwar in einer Richtung, welche entgegengesetzt ist zu der Zusammenziehrichtung,
im Falle, dass der Benutzer sein künstliches Bein während des
Gehens von dem Boden anhebt, können
zudem Drängungskräfte, welche
das künstliche
Bein drängen,
gegen den Boden zu treten, erhalten werden. Auf diese Art und Weise
ist es möglich,
eine von dem gehenden lebenden Körper
ausgehende Tretkraft zu reduzieren, wodurch weiter die Belastung
auf den das künstliche
Bein tragenden Benutzer reduziert wird und ermöglicht wird, dass der Benutzer
eine gleichmäßigere Gehbewegung
durchführt.
Die erforderliche Nachfolgefähigkeit
und Haltekraft kann sogar dann durch die Drängungskräfte der Drängungselemente sichergestellt
werden, wenn die Gehbewegung es erforderlich macht, dass beispielsweise
im Fall des Herauf- oder Herabgehens einer Steigung der Winkel des
Fußgelenks
einer Straßenoberfläche nachfolgt
sowie eine geeignete Haltekraft des Fußgelenks vorhanden ist.
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Das
fixierte Verbindungsglied umfasst bevorzugter ein stoßdämpfendes
Element zum Dämpfen eines
Stoßes,
welcher zwischen den zwei Gliedmaße-Elementen übertragen wird.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
können
die gleichen vorteilhaften Effekte, wie sie durch die vorstehende
Parallelverbindung bereitgestellt werden, erhalten werden. Insbesondere
ist es möglich,
einen Stoß,
welcher zwischen den zwei Gliedmaße-Elementen über das
fixierte Verbindungsglied übertragen
wird, zu dämpfen.
Demnach ist es möglich
dann, wenn die künstliche
Gelenkvorrichtung beispielsweise auf ein künstliches Bein angewendet wird,
einen Stoß,
welcher ausgehend von dem künstlichen
Bein auf einen lebenden Körper
des Benutzers über
das fixierte Verbindungsglied dann übertragen wird, wenn der Benutzer
das künstliche Bein
auf den Boden setzt, zu reduzieren, um dadurch weiter die Belastung
auf den Benutzer des künstlichen
Beins zu verringern.
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Die
Mehrzahl von ausdehnbaren Verbindungsgliedern ist weiter bevorzugt
wenigstens drei ausdehnbare Verbindungsglieder.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
können
die gleichen vorteilhaften Effekte, wie sie die vorstehende Parallelverbindung
bereitstellt, erhalten werden. Insbesondere ist es dann, wenn die ausdehnbaren
Verbindungsglieder jeweils beispielsweise durch ein Stellglied zum
Ausdehnen und Zusammenziehen angetrieben werden, möglich, die ausdehnbaren
Verbindungsglieder derart zu betreiben, dass die zwei Gliedmaße-Elemente
in entsprechende entgegengesetzte Rotationsrichtungen verdreht werden
und dass eine automatisch gesteuerte/geregelte künstliche Gelenkvorrichtung
mit einem derartigen Verdreh-Vermögen realisiert wird.
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Die
wenigstens drei ausziehbaren Verbindungsglieder sind weiter derart
vorzugsweise angeordnet, dass ihre Verbindungsbereiche, welche wenigstens
mit einem Element der zwei Gliedmaße-Elemente verbunden sind,
nicht auf einer Linie auf wenigstens einem der zwei Gliedmaße-Elemente
liegen, und dass ein Verbindungsabschnitt des fixierten Verbindungsglieds
innerhalb eines Polygons positioniert ist, welches durch Verbindungsabschnitte
der wenigstens drei ausdehnbaren Verbindungsglieder als Eckpunkte
definiert ist.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
können
die gleichen vorteilhaften Effekte, wie sie durch die vorstehende
Parallelverbindung bereitgestellt werden, erhalten werden. Insbesondere
ist es möglich,
die automatisch gesteuerte/geregelte künstliche Gelenkvorrichtung
in ihrer Größe kompakt zu
gestalten, welche in der Lage ist, die zwei Gliedmaße-Elemente
in die entsprechenden entgegengesetzten Rotationsrichtungen zu verdrehen.
Zudem kann eine Antriebskraft, welche zum Veranlassen der Verdrehbewegung
erforderlich ist, reduziert werden, was zu einer Förderung
der Betriebseffizienz beiträgt.
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Die
künstliche
Gelenkvorrichtung umfasst weiter bevorzugt eine Antriebsquelle,
Stellglieder, welche jeweils zum Zweck haben, ein zugehöriges Verbindungsglied
der wenigstens drei ausdehnbaren Verbindungsglieder zum Ausdehnen
und Zusammenziehen durch eine Antriebskraft, welche von der Antriebsquelle
zugeführt
wird, anzutreiben, und ein Steuer-/Regelmittel zum Steuern/Regeln
der Antriebskraft, welche jedem Stellglied ausgehend von der Antriebsquelle
zugeführt
wird.
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Gemäß dieser
Ausführungsform
können
die gleichen vorteilhaften Effekte, wie sie durch die vorstehende
Parallelverbindung bereitgestellt werden, erhalten werden. Insbesondere
ist es möglich,
die zwei Gliedmaße-Elemente
in den entsprechenden entgegengesetzten Rotationsrichtungen zu verdrehen.
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Demnach
ist es dann, wenn die künstliche Gelenkvorrichtung
beispielsweise auf ein Fußgelenk eines
künstlichen
Beins angewendet wird, möglich, sowohl
dem Benutzer zu gestatten, ein Verdrehen eines Winkels desselben
sowie eine Drehbewegung beim Gehen gleichmäßig durchzuführen, als
auch ein automatisch gesteuertes/geregeltes künstliches Bein mit einem derartigen
Verdreh-Vermögen
zu realisieren. Dann, wenn die künstliche
Gelenkvorrichtung auf ein Gelenk des Fußballens des künstlichen Beins
angewendet wird, ermöglicht
das künstliche Bein
dennoch eine gleichmäßigere Drehbewegung beim
Gehen, sodass es möglich
ist, die Bewegung des automatisch gesteuerten/geregelten künstlichen Beins
an jene eines lebenden Beins anzunähern. Daneben ist es durch
solide und robuste Ausgestaltung des fixierten Verbindungsglieds,
wie dies vorstehend beschrieben wurde, möglich, das fixierte Verbindungsglied
zu veranlassen, die Gewichtslast eines Benutzers zu tragen, was
es gestattet, die Antriebskräfte,
welche den Stellgliedern zugeführt
wird, zu reduzieren, wodurch zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs
durch das automatisch gesteuerte/geregelte künstliche Bein beigetragen wird.
Auf ähnliche
Art und Weise ist es dann, wenn die künstliche Gelenkvorrichtung
auf ein Handgelenk oder ein Gelenk eines Handballens eines künstlichen
Arms angewendet wird, möglich,
eine automatisch gesteuerte/geregelte künstliche Hand oder einen automatisch gesteuerten/geregelten
Arm zu realisieren. Die Verwendung der künstlichen Gelenkvorrichtung
ermöglicht
es, nicht nur die Bewegung der künstlichen
Hand oder des Arms zu jener einer lebenden Hand oder eines lebenden
Arms anzunähern,
sondern ebenfalls den Energieverbrauch zu reduzieren. Zudem ist
es möglich,
dann, wenn die künstliche
Gelenkvorrichtung auf eine Gliedmaße eines Roboters angewendet
wird, die gleichen Effekte, wie sie oben beschrieben wurden, zu
erhalten.
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Das
Stellglied ist am bevorzugtesten ein elektrisches Stellglied, welches
derart konfiguriert ist, dann Regenerationsenergie zu erzeugen,
wenn das zugehörige
ausziehbare Verbindungsglied durch eine äußere Kraft ausgedehnt und zusammengezogen
wird, wobei die künstliche
Gelenkvorrichtung ferner einen Akkumulator umfasst, welcher den
Zweck hat, Regenerationsenergie, welche durch das elektrische Stellglied
erzeugt wurde, zu speichern.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
können
die gleichen vorteilhaften Effekte, wie sie durch vorstehende Parallelverbindung
bereitgestellt werden, erhalten werden. Es ist demnach dann, wenn
die künstliche
Gelenkvorrichtung auf eine prothetische Gliedmaße oder eine Gliedmaße eines
Roboters angewendet wird, möglich
sowohl die Größe der Stromversorgung
als auch die Höhe
der laufenden Kosten zu reduzieren, was zur Reduzierung der Kosten
der prothetischen Gliedmaße
oder des Roboters beiträgt.
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Die
künstliche
Gelenkvorrichtung wird bei einem künstlichen Bein und/oder einem
künstlichen Arm
weiter bevorzugt verwendet, wobei die künstliche Gelenkvorrichtung
ferner ein Betriebswillen-Erfassungsmittel zum Erfassen eines Betriebswillens eines
Benutzers umfasst, um das künstliche
Bein und/oder den künstlichen
Arm zu betreiben, und wobei das Steuer-/Regelmittel die Stellglieder
gemäß dem abgetasteten
Betriebswillen steuert/regelt.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
wird der Betriebswillen eines Benutzers, welcher das künstliche
Bein und/oder den künstlichen Arm
verwendet, durch das Betriebswillen-Erfassungsmittel erfasst, und
die Stellglieder werden durch das Steuer-/Regelmittel nach Maßgabe des
ertasteten Betriebswillens geregelt/gesteuert. Im Allgemeinen ist
die Bewegung eines Gelenks eines lebenden Körpers, insbesondere die Bewegung
eines Gelenks einer Gliedmaße
kompliziert, sodass dann, wenn eine Parallelverbindung unter Verwendung
von Stellgliedern dazu verwendet wird, die komplizierte Bewegung
zu imitieren, es möglich
ist, die Parallelverbindung direkt durch eine Anweisung oder dgl. von
einem Gehirn des Benutzers zu steuern/regeln. Aus diesem Grund ist
ein Steuer-/Regelsystem erforderlich zum Erfassen des Betriebswillens
des Benutzers ausgehend von Tätigkeiten
des Gehirns des Benutzers, der Nerven und/oder der Muskeln, sowie
die Parallelverbindung gemäß dem ertasteten
Betriebswillen zu steuern/regeln. Demnach ermöglicht die künstliche
Gelenkvorrichtung, die Bewegung des automatisch gesteuerten/geregelten
künstlichen
Beins und/oder künstlichen Arms
zu veranlassen, mit einer Bewegung, welche durch den Benutzer beabsichtigt ist, übereinzustimmen
oder mit ihr konform zu sein, wodurch der Komfort des künstlichen
Beins und/oder künstlichen
Arms verbessert wird.
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Die
Parallelverbindung umfasst vorzugsweise ein unausdehnbares bewegliches
Verbindungsglied, welches sich zwischen den zwei Gliedmaße-Elementen erstreckt,
und zwei Bewegliche-Verbindungsglied-Gelenke zum jeweiligen Verbinden der
gegenüberliegenden
Enden des unausdehnbaren beweglichen Verbindungsglieds mit den zwei Gliedmaße-Elementen
derart, dass entsprechende Winkel des unausdehnbaren beweglichen
Verbindungsglieds in Bezug auf die Gliedmaße-Elemente in jeder gewünschten
Richtung geändert
werden können.
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Da
die gegenüberliegenden
Enden des unausdehnbaren beweglichen Verbindungsglieds mit den zwei
Gliedmaße-Elementen
jeweils derart verbunden sind, dass die entsprechenden Winkel des unausdehnbaren
beweglichen Verbindungsglieds in Bezug auf die Gliedmaße-Elemente
in jeder gewünschten
Richtung geändert
werden können,
ist es gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
möglich,
sowohl einen Abstand zwischen den Abschnitten der zugehörigen Gliedmaße-Elemente,
die mit dem unausdehnbaren beweglichen Verbindungsglied verbunden
sind, beizubehalten als auch einen überflüssigen Freiheitsgrad der Parallelverbindung zu
hemmen sowie eine unnötige
Bewegung desselben einzuschränken.
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Die
künstliche
Gelenkvorrichtung wird vorzugsweise für einen Halluxabschnitt verwendet,
wobei die Parallelverbindung umfasst wenigstens drei ausdehnbare
Verbindungsglieder, welche sich zwischen zwei Gliedmaße-Elementen in einer
ausdehnbaren/zusammenziehbaren Art und Weise erstrecken, und eine
Mehrzahl von Ausdehnbaren-Verbindungsglied-Gelenken, welche jeweils
gegenüberliegende
Enden der wenigstens drei ausdehnbaren Verbindungsglieder mit den
Gliedmaße-Elementen derart
verbinden, dass entsprechende Winkel jedes ausdehnbaren Verbindungsglieds
in Bezug auf die Gliedmaße-Elemente
in jeder gewünschten
Richtung geändert
werden können,
wobei die künstliche
Gelenkvorrichtung ferner umfasst eine Antriebsquelle, Stellglieder,
welche jeweils ein Verbindungsglied der wenigstens drei ausdehnbaren
Verbindungsglieder zum Ausdehnen und Zusammenziehen durch eine von
der Antriebsquelle zugeführte
Antriebskraft antreiben und ein Steuer-/Regelmittel zum Steuern/Regeln
der Antriebskraft, welche von der Antriebsquelle zu jedem Stellglied
zugeführt
wird.
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Da
die gegenüberliegenden
Enden jedes der wenigstens drei ausdehnbaren Verbindungsglieder jeweils
mit den Gliedmaße-Elementen
derart verbunden sind, dass zugehörige Winkel des ausdehnbaren Verbindungsglieds
in Bezug auf die Verbindungsgliedelemente in jede gewünschte Richtung
geändert werden
können,
ist es gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
möglich,
einen hohen Freiheitsgrad eines Gelenks am Fußballen des Fußes (Gelenk
an einem Hallux (großer
Zeh)) oder eines Gelenks an einem Handballen (Gelenk eines Daumens)
zu erhalten. Da der Betrieb der Stellglieder, welche die zugehörigen ausdehnbaren
Verbindungsglieder antreiben, durch das Steuer-/Regelmittel gesteuert/geregelt
werden, ist es zusätzlich
möglich,
ein automatisch gesteuertes/geregeltes Gelenk am Ballen des Fußes oder
an dem Handballen zu realisieren. Demnach kann dann, wenn die künstliche
Gelenkvorrichtung auf ein Gelenk am Fußballen (Gelenk eines Haluxes)
eines künstlichen
Fußes
oder Beins angewendet wird, die Bewegung des Halluxes, welche eine wichtige
Rolle bei einer während
des Gehens durchgeführten
Drehbewegung des künstlichen
Fußes oder
Ballens eine Rolle spielt, an jene eines lebenden Halluxes angenähert werden.
Auf diese Art und Weise ist es möglich,
die die Drehbewegung umfassende Gehbewegung des automatisch gesteuerten/geregelten
künstlichen
Fußes
oder Beins an jener eines lebenden Fußes oder Beins anzunähern, wodurch eine
gleichmäßige Gehbewegung
des künstlichen Fußes oder
Beins ermöglicht
wird. Auf ähnliche
Art und Weise ist es dann, wenn die künstliche Gelenkvorrichtung
auf ein Gelenk an einem Handballen (Gelenk eines Daumens) einer
künstlichen
Hand oder Arms angewendet wird, möglich, den Freiheitsgrad bei
der Bewegung der automatisch gesteuerten/geregelten künstlichen
Hand oder Arms an jenen einer lebenden Hand oder eines Arms anzunähern. Ferner ist
es dann möglich,
wenn die künstliche
Gelenkvorrichtung auf ein Gelenk einer Gliedmaße eines Roboters angewendet
wird, die gleichen vorteilhaften Effekte, wie sie vorstehend beschrieben
wurden, zu erhalten.
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Die
Parallelverbindung umfasst weiter bevorzugt ein unausdehnbares bewegliches
Verbindungsglied, welches sich zwischen den zwei Gliedmaße-Elementen erstreckt,
und zwei Bewegliche-Verbindungsglied-Gelenke zum Verbinden gegenüberliegender
Enden des unausdehnbaren beweglichen Verbindungsglieds jeweils mit
den Gliedmaße-Elementen
derart, dass entsprechende Winkel des unausdehnbaren beweglichen
Verbindungsglieds in Bezug auf die Gliedmaße-Elemente in jeder gewünschten
Richtung geändert
werden können.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
können
die gleichen vorteilhaften Effekte, wie diese vorstehend beschrieben
wurde, erhalten werden. Da es möglich
ist, das Gelenk des Halluxes oder des Handballens ohne Änderung
der Länge
des Halluxes oder Handballens zu biegen, kann ferner gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
die Bewegung des Halluxes oder Handballens der automatisch gesteuerten/geregelten
prothetischen Gliedmaße
weiter an jene des lebenden Halluxes oder Handballens angenähert werden.
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Das
Steuer-/Regelmittel steuert/regelt bevorzugt die Antriebskraft,
welche ausgehend von der Antriebsquelle derart zu dem Stellglied
zugeführt
wird, dass ein Abstand zwischen den zwei Gliedmaße-Elementen konstant gehalten
wird.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform
ist es möglich,
weiter die Bewegung des Gelenks des Halluxes oder Handballens der
automatisch gesteuerten/geregelten prothetischen Gliedmaße an jene
des lebenden Halluxes oder Handballens anzunähern, ohne dass die Anzahl
der Komponententeile der prothetischen Gliedmaße erhöht wird.
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Die
obigen und weiteren Aufgaben, Merkmale sowie Vorteile der Erfindung
werden im Folgenden anhand der detaillierten Beschreibung in Kombination
mit den beigefügten
Zeichnungen besser verständlich.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Ansicht, welche schematisch den Aufbau des rechten künstlichen
Beins zeigt, in dem eine künstliche
Gelenkvorrichtung aufgenommen ist, die eine Parallelverbindung gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung umfasst;
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2 ist
eine Draufsicht, welche das Positionsverhältnis einer Anbringungsplatte
zwischen vier oberen Kugelgelenken und einem Verbindungsabschnitt
eines fixierten Verbindungsglieds zeigt;
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3A ist
eine Vorderansicht des rechten künstlichen
Beins in einem losgelösten
Zustand;
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3B ist
eine Hinteransicht des rechten künstlichen
Beins in dem abgelösten
Zustand;
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4 ist
eine Seitenansicht des rechten künstlichen
Beins in dem abgelösten
Zustand;
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5A ist
eine Seitenansicht des rechten künstlichen
Beins in einem Zustand, in welchem dessen Fußgelenk nach vorne während des
Gehens gebogen ist;
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5B ist
eine Seitenansicht des rechten künstlichen
Beins in einem Zustand, in welchem das Fußgelenk rückwärts gebogen ist;
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6A ist
eine Vorderansicht des rechten künstlichen
Beins in einem Zustand, in welchem das Fußgelenk während des Gehens nach links
gebogen ist;
-
6B ist
eine Vorderansicht des rechten künstlichen
Beins in einem Zustand, in welchem das Fußgelenk nach rechts gebogen
ist;
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7A und 7B sind
perspektivische Ansichten des rechten künstlichen Beins in einem Zustand,
in welchem das Fußgelenk
nach links verdreht wird, wenn während
des Gehens eine Drehbewegung nach links durchgeführt wird;
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8 ist
eine Ansicht, welche schematisch den Aufbau eines künstlichen
Beins zeigt, welches eine künstliche
Gelenkvorrichtung gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung eingebaut hat;
-
9A ist
eine Ansicht, welche den Aufbau eines automatisch gesteuerten/geregelten
künstlichen
Beins zeigt, welches eine künstliche
Gelenkvorrichtung gemäß einer
dritten Ausführungsform
gemäß der Erfindung
eingebaut hat;
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9B ist
eine Ansicht, welche schematisch den Aufbau einer Parallelverbindung
für ein
Gelenk am Fußballen
zeigt;
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10 ist
eine Ansicht, welche schematisch die gesamte Anordnung eines Steuer-/Regelsystems zum
Steuern/Regeln von künstlichen
Beinen zeigt;
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11A und 11B sind
Ansichten, welche beim Erklären
des Betriebs eines elektrisch angetriebenen künstlichen Muskels nützlich ist;
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12A ist eine perspektivische Ansicht, welche die
Erscheinung eines elektrisch angetriebenen ausdehnbaren Verbindungsglieds
zeigt;
-
12B ist eine Querschnittsansicht des elektrisch
angetriebenen ausdehnbaren Verbindungsglieds der 12A;
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12C ist eine perspektivische Ansicht, welche schematisch
die Anordnung eines elektrischen Linearmotors zeigt;
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13 ist
eine Ansicht, welche schematisch eine Variation der künstlichen
Gelenkvorrichtung gemäß der dritten
Ausführungsform
der Erfindung zeigt; und
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14 ist
eine Ansicht, welche schematisch den Aufbau eines automatisch gesteuerten/geregelten
künstlichen
Arms zeigt, welcher eine künstliche Gelenkvorrichtung
gemäß einer
vierten Ausführungsform
der Erfindung eingebaut hat.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
Erfindung wird nun im Einzelnen mit Bezugnahme auf die Zeichnungen,
welche bevorzugte Ausführungsformen
derselben zeigen, beschrieben.
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Zunächst in
Bezugnahme auf 1 ist schematisch der Aufbau
eines künstlichen
Beins 1 gezeigt, bei dem eine künstliche Gelenkvorrichtung 2, welche
eine Parallelverbindung gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung umfasst, auf ein Fußgelenk desselben angewendet
wird. In der folgenden Beschreibung werden die linke und rechte
Seite sowie die vordere und hintere Seite, wie sie von einem das
künstliche
Bein tragenden Benutzer gesehen werden, als die linke und rechte
Seite bzw. die vordere und hintere Seite bezeichnet (insbesondere
wird die linke und rechte Seite, wie in 1 zu sehen
ist, als die vordere bzw. hintere Seite bezeichnet, und die vordere
und hintere Seite, wie sie in der gleichen Art und Weise zu sehen
sind, werden als die linke bzw. rechte Seite bezeichnet).
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Wie
in der Fig. gezeigt ist, ist das künstliche Bein 1 von
der Art, nach der es an einem Bein-Unterknie-Abschnitt eines lebenden
Körpers
angebracht ist und nach der es als ein rechtes Bein verwendet wird.
Das künstliche
Bein 1 umfasst einen Fußabschnitt 3 und einen
Beinanbringungsabschnitt 4, wobei die künstliche Gelenkvorrichtung 2 diese
Abschnitte durch eine Parallelverbindung 10 verbindet, sowie
eine Abdeckung 5. Das künstliche
Bein 1, umfassend die künstliche
Gelenkvorrichtung 2, wird als Ganzes mit der Abdeckung 5 derart
abgedeckt, dass es insgesamt eine Erscheinung ähnlich zu jener eines lebenden
Beins aufweist.
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Der
Fußabschnitt 3 (Verbindungsgliedanbringungsabschnitt,
Gliedmaße-Element) ähnelt in seiner
Form einem lebenden Fuß und
weist eine ebene obere Stirnfläche
auf. Der Beinanbringungsabschnitt 4 umfasst eine ebene
Anbringungsplatte 4a sowie ein prothetisches Rohr 4b.
Beim Befestigen des künstlichen
Beins 1 an einen unteren Bein-Unterknie-Abschnitt (nicht
dargestellt) des Benutzers wird die Anbringungsplatte 4a (Verbindungsgliedanbringungsabschnitt,
Gliedmaße-Element)
mit dem lebenden Bein-Unterknie-Abschnitt mittels eines Befestigungsmittels
(nicht dargestellt) verbunden, wobei das prothetische Rohr 4b selbst
zwischen dem unteren Bein-Unterknie-Abschnitt und der Anbringungsplatte 4a angeordnet
ist. Das prothetische Rohr 4b ist beispielsweise aus porösem Silizium
gebildet. Dann, wenn die Anbringungsplatte 4a mit dem lebenden Bein-Unterknie-Abschnitt verbunden
wird, deformiert sich das prothetische Rohr 4b derart,
dass es sich dem unteren Bein-Unterknie-Abschnitt anpasst und es
den unteren Bein-Unterknie-Abschnitt und die Anbringungsplatte 4a in
einem Zustand koppelt, in dem sie davon abgehalten werden, in einem
gegenseitigen direkten Kontakt zu stehen. Dies bietet die Möglichkeit,
ein unnatürliches
und unangenehmes Gefühl des
Benutzers abzubauen, wodurch sein Empfinden für ein Tragen des künstlichen
Beins verbessert wird.
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Die
Parallelverbindung 10 umfasst ein fixiertes Verbindungsglied 11 und
vier ausdehnbare Verbindungsglieder 13. Das fixierte Verbindungsglied 11 weist
ein oberes Ende, welches an der Anbringungsplatte 4a fixiert
ist, sowie ein unteres Ende auf, welches mit dem Fußabschnitt 3 vermittels
eines Kugelgelenks 12 (Fixiertes-Verbindungsglied-Gelenk)
verbunden ist. Dieser Aufbau ermöglicht
es dem fixierten Verbindungsglied 11, sich in jede gewünschte Richtung
in Bezug auf den Fußabschnitt 3 schwenkend
zu bewegen. Kurz gesagt weist das fixierte Verbindungsglied 11 wenigstens
drei Freiheitsgrade auf.
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Jedes
der vier ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 weist ein oberes
Ende, welches mit der Anbringungsplatte 4a vermittels eines
oberen Kugelgelenks 14a (Ausdehnbares-Verbindungsglied-Gelenk) verbunden
ist, sowie ein unteres Ende auf, welches mit dem Fußabschnitt 3 vermittels
eines unteren Kugelgelenks 14b (Ausdehnbares-Verbindungsglied-Gelenk)
verbunden ist. Jeweils zwei benachbarte der vier ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 sind
derart angeordnet, dass ein Raum (oder ein Abstand) zwischen ihnen
progressiv entweder in einer nach oben gerichteten Richtung oder
in einer nach unten gerichteten Richtung reduziert ist. Im Einzelnen
sind das rechte und linke ausdehnbare Verbindungsglied 13, 13 auf
der Vorderseite mit einem Raum zwischen ihnen angeordnet, welcher
progressiv in einer nach oben gerichteten Richtung abnimmt, und
die oberen Kugelgelenke 14a, 14a sind an den jeweiligen
oberen Enden der zwei ausdehnbaren Verbindungsglieder 13, 13 an
der unteren Fläche
der Anbringungsplatte 4a an zugehörige nahe beieinander liegende
Stellen angeordnet. Demgegenüber sind
alle zwei ausdehnbaren Verbindungsglieder 13, 13 in
der Vorwärts-Rückwärts-Richtung
mit einem Raum (Abstand) zwischen ihnen angeordnet, welcher progressiv
in der nach unten gerichteten Richtung abnimmt, und die unteren
Kugelgelenke 14b, 14b sind an den zugehörigen unteren
Enden der zwei ausdehnbaren Verbindungsglieder 13, 13 auf
der ebenen oberen Stirnfläche
des Fußabschnitts 3 an zugehörige nahe
aneinander liegende Stellen angeordnet.
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Weiterhin
sind, wie in 2 zu sehen ist, die vier oberen
Kugelgelenke 14a, welche die zugehörigen oberen Enden der vier
ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 mit der Anbringungsplatte 4a verbinden,
an der unteren Fläche
der Anbringungsplatte 4a derart positioniert, dass sie
nicht auf einer Linie angeordnet sind, und dass ein Verbindungsabschnitt
des fixierten Verbindungsglieds 11, mittels dem das fixierte
Verbindungsglied 11 mit der Anbringungsplatte 4a verbunden
ist, innerhalb eines Vierecks angeordnet ist, welches definiert
ist durch die oberen Kugelgelenke 14a als Eckpunkte.
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Jedes
der ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 umfasst einen oberen
und einen unteren Zylinder 13a, 13b, welche gleitbar
ineinander eingesetzt sind, sowie eine Spiralfeder 13c,
welche innerhalb der Zylinder 13a, 13b aufgenommen
ist. Der untere Zylinder 13b ist in seinem Durchmesser
kleiner als der obere Zylinder 13a und in eine Bohrung
des oberen Zylinders 13a eingepasst. Dieser Aufbau ermöglicht es
den zwei Zylindern 13a, 13b, relativ zueinander
in einer Axialrichtung zu gleiten, wodurch dem ausdehnbaren Verbindungsglied 13 ermöglicht wird,
sich axial auszudehnen und zusammenzuziehen.
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Außerdem weist
der obere Zylinder 13a ein oberes Ende auf, welches durch
einen nicht dargestellten Deckel, an dem das obere Ende der Spiralfeder 13c befestigt
ist, verschlossen ist. Der untere Zylinder 13b weist auf ähnliche
Art und Weise ein unteres Ende auf, welches durch einen nicht dargestellten Deckel,
an dem das untere Ende der Spiralfeder 13c befestigt ist,
verschlossen ist. Gemäß diesem
Aufbau wird dann, wenn das ausdehnbare Verbindungsglied 13 sich
auf eine Länge
ausdehnt, welche größer ist als
eine vorbestimmte Referenzlänge,
durch eine Bewegung des ausdehnbaren Verbindungsglieds 13 an der
Spiralfeder 13c (Drängungselement)
gezogen und diese gedehnt, um das ausdehnbare Verbindungsglied 13 in
einer Zusammenziehrichtung zu drängen.
Andererseits wird dann, wenn sich das ausdehnbare Verbindungsglied 13 zu
einer Länge
zusammenzieht, welche kleiner ist als die vorbestimmte Referenzlänge, die
Spiralfeder 13c durch die Bewegung des ausdehnbaren Verbindungsglieds 13 derart komprimiert,
dass das ausdehnbare Verbindungsglied 13 in einer Ausdehnungsrichtung
gedrängt
wird.
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Der
Betrieb des künstlichen
Beins 1, welches wie oben konstruiert ist, wird nun mit
Bezugnahme auf die 3A bis 7B beschrieben
werden. Es ist anzumerken, dass bei dem künstlichen Bein 1, welches
in den Figuren gezeigt ist, ein Schuh 6 dem Fußabschnitt 3 angepasst
ist und die Abdeckung 5 sowie das prothetische Rohr 4b der
besseren Verständlichkeit
halber weggelassen wurden. Zudem ist der lebende untere Bein-Unterknie-Abschnitt,
an dem das künstliche
Bein 1 befestigt ist, in der Zeichnung weggelassen.
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Zunächst wird
in einem von dem lebenden Bein-Unterknie-Abschnitt abgelösten Zustand
das künstliche
Bein 1 in einem im Wesentlichen aufgerichteten Zustand
durch die Drängungskraft
der Spiralfeder 13c innerhalb jedes ausdehnbaren Verbindungsglieds 13 gehalten,
wie dies in den 3A, 3B und 4 gezeigt
ist. Wie in der 4 dargestellt ist, kann unter
der Annahme, dass ein vorderes ausdehnbares Verbindungsglied 13 eine Schwenkbewegung
um das zugehörige
untere Kugelgelenk 14b frei durchführt, von dem Mittelpunkt des
oberen Kugelgelenks 14a an dem oberen Ende des ausdehnbaren
Verbindungsglieds 13 unter Umständen erwartet werden, dass
er sich auf einem kreisförmigen
Bogen, welcher durch eine gestrichelte Linie dargestellt ist, bewegt,
jedoch bewegt er sich eigentlich auf einem kreisförmigen Bogen,
welcher durch eine durchgezogene Linie gezeigt ist, insbesondere
entlang eines kreisförmigen
Bogens, welcher mit dem unteren Kugelgelenk 12 des fixierten Verbindungsglieds 11 als
sein Mittelpunkt gezeichnet ist. Demnach wird das vordere ausdehnbare
Verbindungsglied 13 dann komprimiert, wenn das künstliche
Bein 1 ausgehend von einer in der 4 gezeigten
Position nach vorne verkippt wird, und dann ausgedehnt, wenn das
künstliche
Bein 1 nach hinten verkippt. Bei diesen Betätigungen
wird, da das obere und untere Ende des ausdehnbaren Verbindungsglieds 13 mit
der Anbringungsplatte 4a bzw. dem Fußabschnitt 3 mittels
des oberen und unteren Kugelgelenks 14a, 14b jeweils
verbunden sind, keine Biegespannung auf die vorderen ausdehnbaren
Verbindungsglieder 13 ausgeübt. Stattdessen wird nur eine
Kompressionsbelastung und/oder Zugbelastung auf diese ausgeübt.
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Unter
der Annahme, dass das hintere ausdehnbare Verbindungsglied 13 eine
Schwenkbewegung frei um das zugehörige untere Kugelgelenk 14b durchführt, wird
in ähnlicher
Weise zu dem vorderen ausdehnbaren Verbindungsglied 13 von
dem Mittelpunkt des oberen Kugelgelenks 14a am oberen Ende des
ausdehnbaren Verbindungsglieds 13 unter Umständen erwartet,
dass er sich auf einem kreisförmigen
Bogen, welcher durch eine gestrichelte Linie gezeigt ist, bewegt.
Jedoch bewegt er sich eigentlich auf einem kreisförmigen Bogen,
welcher durch eine durchgezogene Linie gezeigt ist, und insbesondere entlang eines
kreisförmigen
Bogens, welcher mit dem unteren Kugelgelenk 12 des fixierten
Verbindungsglieds 11 als sein Mittelpunkt gezeichnet ist. Dementsprechend
wird das hintere ausdehnbare Verbindungsglied 13 ebenfalls
dann komprimiert, wenn das künstliche
Bein 1 ausgehend von der in 4 gezeigten
Position nach vorne gekippt wird, und dann ausgedehnt, wenn das
künstliche
Bein nach hinten geneigt ist. Bei diesen Betätigungen wird aus den gleichen
vorstehend beschriebenen Gründen
keine Biegespannung auf die hinteren ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 ausgeübt, sondern
nur eine Kompressionsbelastung und/oder eine Zugbelastung.
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Demnach
werden dann, wenn der Benutzer, welcher das künstliche Bein 1 an
dem lebenden Bein-Unterknie-Abschnitt trägt, den Bein-Unterknie-Abschnitt
nach vorne während
des Gehens verkippt, wie dies in 5A gezeigt
ist, die vier ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 allesamt
komprimiert, wie dies vorstehend beschrieben wurde. Aufgrund dessen,
dass die unteren Kugelgelenke 14b der vier ausdehnbaren
Verbindungsglieder 13 ausgehend von dem Kugelgelenk 12 des
fixierten Verbindungsglieds 11 nach vorne an entsprechenden
Stellen positioniert sind, wirken zu diesem Zeitpunkt die Drängungskräfte der
vier Spiralfedern 13c derart, dass der Fußabschnitt 3 sich
schwenkend zu einem Boden hin um das Kugelgelenk 12 des
fixierten Verbindungsglieds 11 bewegt, während Auflagekräfte von
dem Boden derart wirken, dass der lebende Bein-Unterknie-Abschnitt
in einer schrägen,
nach oben und nach vorne gerichteten Richtung gedrückt wird.
Im Ergebnis wird die Bewegung eines Tretens gegen den Boden durch
das künstliche
Bein 1 unterstützt,
was eine flinkere und gleichmäßigere Gehbewegung
ermöglicht.
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Andererseits
werden dann, wenn der Benutzer während
des Gehens den unteren Bein-Unterknie-Abschnitt nach hinten verkippt,
wie dies in 5B gezeigt ist, die vier ausdehnbaren
Verbindungsglieder 13 allesamt, wie vorstehend beschrieben
wurde, ausgedehnt. Aufgrund dessen, dass die unteren Kugelgelenke 14b der
vier ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 in der vorstehend
beschriebenen Art und Weise positioniert sind, wirken zu diesem Zeitpunkt
die Drängungskräfte der
vier Spiralfedern 13c derart, dass das fixierte Verbindungsglied 11 dazu
veranlasst wird, sich nach vorne um dessen Kugelgelenk 12 schwenkend
zu bewegen. Im Ergebnis wird eine Bewegung des Knies eines Bewegens
nach vorne gefördert,
was eine flinkere und gleichmäßigere Gehbewegung
ermöglicht.
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Zudem
werden, wie in 6A gezeigt ist, dann, wenn der
Bein-Unterknie-Abschnitt
nach links verkippt wird, die zwei ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 auf
der linken Seite beide komprimiert, während zwei ausdehnbare Verbindungsglieder 13 auf
der rechten Seite beide ausgedehnt werden. Dies tritt deshalb auf,
da sich der Mittelpunkt des oberen Kugelgelenks 14a von
jedem ausdehnbaren Verbindungsglied 13 in einem kreisförmigen Bogen
um das untere Kugelgelenk 12 an dem unteren Ende des fixierten
Verbindungsglieds 11, wie dies vorstehend beschrieben wurde,
bewegt. Zu diesem Zeitpunkt wirken die Drängungskräfte der vier Spiralfedern 13c derart,
dass sie das fixierte Verbindungsglied 11 dazu veranlassen,
sich um sein Kugelgelenk 12 schwenkend nach rechts zu bewegen.
Kurz gesagt wirken die Drängungskräfte derart,
dass das fixierte Verbindungsglied 11 in den in den 3A, 3B gezeigten
Zustand zurückkehrt.
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Andererseits,
wie dies in 6B gezeigt ist, werden dann,
wenn der Bein-Unterknie-Abschnitt nach
rechts verkippt wird, zwei ausdehnbare Verbindungsglieder 13 auf
der rechten Seite beide komprimiert, während zwei ausdehnbare Verbindungsglieder 13 auf
der linken Seite beide ausgedehnt werden. Zu diesem Zeitpunkt wirken
die Drängungskräfte der vier
Spiralfedern 13c derart, dass sie das fixierte Verbindungsglied 11 dazu
veranlassen, sich nach links um sein Kugelgelenk 12 schwenkend
zu bewegen. Kurz gesagt wirken die Drängungskräfte derart, dass das fixierte
Verbindungsglied 11 in den in den 3A, 3B gezeigten
Zustand zurückkehrt.
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Außerdem wirken
dann, wenn der Bein-Unterknie-Abschnitt nach links verkippt und
um den Fußabschnitt 3,
wie in den 7A und 7B gezeigt
ist, für
eine Linksdrehung verdreht ist, die Drängungskräfte der vier Spiralfedern 13c,
um in den in den 3A und 3B gezeigten
Zustand zurückzukehren,
während
das fixierte Verbindungsglied 11 nach rechts verdreht wird.
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Gemäß der vorstehenden
Parallelverbindung 10 ist das obere Ende des fixierten
Verbindungsglieds 11 an die Anbringungsplatte 4a fixiert. Demnach
ist es durch solide und robuste Ausgestaltung des fixierten Verbindungsglieds 11 möglich, den Großteil des
auf die Anbringungsplatte 4a wirkenden Gewichts des Benutzers
oder den Großteil
der Auflagekraft, welche der Fußabschnitt 3 von
dem Boden erhält,
abzustützen.
Da jedes der vier ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 sein
oberes und unteres Ende mit der Anbringungsplatte 4a bzw.
mit dem Fußabschnitt 3 mittels
der Kugelgelenke 14a, 14b derart verbunden hat,
dass der Winkel davon in Bezug auf die Anbringungsplatte 4a oder
den Fußabschnitt 3 in jeder
gewünschten
Richtung geändert
werden kann, wird zudem keine Biegespannung 13, sondern
nur eine Kompressionsbelastung und/oder eine Zugbelastung auf die
ausdehnbaren Verbindungsglieder ausgeübt. Dies bietet die Möglichkeit,
ausdehnbare Verbindungsglieder 13 zu verwenden, welche
eine relativ niedrige Beanspruchbarkeit und Steifigkeit aufweisen,
wodurch das Gewicht der Parallelverbindung 10 reduziert
wird. Weiterhin ist das fixierte Verbindungsglied 11 mit
seinem unteren Ende über
das Kugelgelenk 12 mit dem Fußabschnitt 3 derart
verbunden, dass sein Winkel in Bezug auf den Fußabschnitt 3 in jede
gewünschte
Richtung geändert
werden kann, was einen hohen Freiheitsgrad bei dem Winkel der Relativbewegung
zwischen dem lebenden Bein-Unterknie-Abschnitt und dem Fußabschnitt 3 gewährleistet,
um dadurch beispielsweise eine Verdrehbewegung des Fußgelenks
zu ermöglichen.
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Ferner
drängt
gemäß der Parallelverbindung 10 jede
der Spiralfedern 13c das zugehörige ausdehnbare Verbindungsglied 13 in
einer Richtung entgegengesetzt zu der Ausdehnungs-Richtung oder der
Zusammenzieh-Richtung
der Feder 13c, was es ermöglicht, den über die
ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 an den lebenden Körper übertragenen Stoß zu reduzieren.
Wie vorstehend beschrieben wurde, unterstützen dann, wenn der Benutzer
den Bein-Unterknie-Abschnitt während
des Gehens nach vorne verkippt, die Drängungskräfte der Spiralfedern 13c die
Bewegung eines Tretens gegen den Boden durch den Fußabschnitt 3,
und dann, wenn der Benutzer den Bein-Unterknie-Abschnitt nach hinten
verkippt, unterstützen
die Drängungskräfte der
Spiralfedern 13c die Bewegung der Vorwärtsbewegung des Knies, sodass
die Gehbewegung flinker und gleichmäßiger durchgeführt werden
kann. Sogar wenn die Gehbewegung erfordert, dass der Winkel des
Fußgelenks
einer Straßenfläche nachfolgt
und eine ausreichende Haltekraft des Fußgelenks, beispielsweise im Falle
des Herauf- oder Heruntergehens einer Steigung, kann überdies
die erforderliche Leistungsfähigkeit
zum Nachfolgen sowie die Haltekraft durch die Drängungskräfte der Spiralfedern 13c gewährleistet werden.
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Demnach
ermöglicht
die die wie oben konstruierte Parallelverbindung 10 verwendende
künstliche
Gelenkvorrichtung 2, den Freiheitsgrad des Bewegungswinkels
des Fußgelenks
zu einem Grad zu erhöhen,
welcher jenem eines lebenden Beins ähnelt, was durch die künstliche
Gelenkvorrichtung des herkömmlichen
künstlichen
Beins unerreichbar war, um dadurch dem künstlichen Bein 1 zu
ermöglichen, gleichmäßig die
Drehbewegung und dgl. durchzuführen.
Darüber
hinaus kann im Unterschied zu einer künstlichen Gelenkvorrichtung
einer Bauform mit serieller Kopplung, welche z.B. herkömmlicherweise bei
einem Roboter verwendet wird, die künstliche Gelenkvorrichtung 2 unter
Verwendung der Parallelverbindung 10 realisiert werden,
die einfacher, kostengünstiger
sowie in ihrer Größe kleiner
ist als die serielle Kopplung, und zwar ohne dass dazu eine Stromversorgung
oder Elektromotor verwendet wird.
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Obwohl
bei der Parallelverbindung 10 der vorstehenden ersten Ausführungsform
das untere Ende des fixierten Verbindungsglieds 11 und
das obere sowie untere Ende jedes der ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 allesamt
mit dem Fußabschnitt 3 oder
der Anbringungsplatte 4a mittels der zugehörigen Kugelgelenke 12, 14a, 14b verbunden sind,
ist dies nicht beschränkend,
sondern es können Gelenke
zur Verwendung bei der Verbindung der Verbindungsglieder 11, 13 mit
dem Fußabschnitt 3 oder der Anbringungsplatte 4a unter
Umständen
jeweilig durch jedes geeignete Gelenk umgesetzt werden, welches
es dem Verbindungsglied 11 oder 13 gestattet,
derart mit dem Fußabschnitt 3 oder
der Anbringungsplatte 4a verbunden zu sein, dass sein Winkel in
Bezug auf den Fußabschnitt 3 oder
der Anbringungsplatte 4a in jede gewünschte Richtung geändert werden
kann. Kurz gesagt kann jedes geeignete Gelenk mit wenigstens drei
Freiheitsgraden unter Umständen
eingesetzt werden. Beispielsweise können Gelenke, wie beispielsweise
Kardangelenke, unter Umständen
verwendet werden, welche eine sphärische Bewegung durchführen können. Zudem,
obwohl bei der ersten Ausführungsform
die Sprungfeder 13c als Drängungsmittel zum Drängen jedes
der ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 in Richtungen entgegengesetzt
zu den entsprechenden Ausdehnungs- und Zusammenziehrichtungen des
ausdehnbaren Verbindungsglieds 13 dann verwendet wird, wenn
das ausdehnbare Verbindungsglied 13 sich ausdehnt und zusammenzieht,
ist dies ferner nicht beschränkend,
sondern jegliches Drängungsmittel kann
unter Umständen
verwendet werden, welches in er Lage ist, das ausdehnbare Verbindungsglied 13 in
einer Richtung entgegengesetzt zu der Ausdehnungs- und/oder Zusammenzieh-Richtung
des ausdehnbaren Verbindungsglieds 13 zu drängen. Beispielsweise
können
Fluidfedern, wie etwa Luftfedern, unter Umständen als Drängungsmittel verwendet werden.
Zudem ist die Anzahl der ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 nicht
auf vier beschränkt,
sondern jegliche Mehrzahl von ausdehnbaren Verbindungsgliedern 13 kann
unter Umständen
verwendet werden.
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Als
Nächstes
wird eine künstliche
Gelenkvorrichtung 2 gemäß einer
zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung mit Bezugnahme auf 8 beschrieben
werden. Es ist anzumerken, dass in der folgenden Beschreibung Komponententeile und
-elemente, welche ähnlich
oder äquivalent
zu jenen der ersten Ausführungsform
sind, durch identische Bezugszeichen ausgezeichnet sind, und dass auf
eine detaillierte Beschreibung derselben verzichtet wird, wenn dies
für geeignet
angesehen wird. Wie in der Fig. gezeigt ist, unterscheidet sich
die künstliche
Gelenkvorrichtung 2 der vorliegenden Ausführungsform
von der künstlichen
Gelenkvorrichtung 2 der ersten Ausführungsform lediglich durch
ein unterschiedliches fixiertes Verbindungsglied 11.
-
Insbesondere
ist das fixierte Verbindungsglied 11 ausdehnbar und umfasst
einen Zylinder 11a, eine Stange 11b sowie eine
Spiralfeder 11c (stoßdämpfendes
Element). Der Zylinder 11a weist ein oberes Ende auf, welches
an einer Anbringungsplatte 4a fixiert ist, sowie ein offenes
unteres Ende. Der Stab 11b ist in einer Bohrung des Zylinders 11a derart
eingepasst, dass der Stab 11b innerhalb der Bohrung hin
und her bewegt werden kann, und weist ein unteres Ende auf, welches
mit einem Fußabschnitt 3 mittels
eines Kugelgelenks 12 verbunden ist.
-
Weiterhin
weist der Stab 11b einen Flansch 11d auf, welcher
an einem Abschnitt oberhalb eines Verbindungsabschnitts desselben
ausgebildet ist, mittels welchem der Stab 11b mit dem Kugelgelenk 12 verbunden
ist. Die Spiralfeder 11c ist zwischen dem Flansch 11d und
dem Zylinder 11a in einem Zustand angeordnet, in welchem
sie um den Stab 11b gewickelt ist, um den Stab 11b und
den Zylinder 11a in einer Richtung zum Ausdehnen eines
Raums zwischen dem Flansch 11d und dem Zylinder 11a zu drängen.
-
Gemäß der künstlichen,
wie oben aufgebauten Gelenkvorrichtung 2 ist es möglich, die
Drängungskraft
der Spiralfeder 11c derart zu verwenden, dass ein Stoß reduziert
wird, welcher vermittels des fixierten Verbindungsglieds 11 an
den lebenden Körper
eines das künstliche
Bein 1 tragenden Benutzers dann infolge einer Auflagekraft
von dem Boden übertragen
wird, wenn der Benutzer das künstliche
Bein 1 während
des Gehens auf den Boden setzt. Ferner ermöglicht dieser Aufbau, eine
Belastung des Benutzers zu reduzieren, welcher das künstliche,
die künstliche
Gelenkvorrichtung 2 umfassende Bein 1 trägt, wodurch
weiter das Empfinden eines Tragens oder Benutzens des künstlichen
Beins 1 verbessert wird.
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Obwohl
bei der zweiten Ausführungsform
die Spiralfeder 11c als das stoßdämpfende Element zum Reduzieren
des Stoßes,
welcher vermittels des fixierten Verbindungsglieds 11 an
den lebenden Körper übertragen
wird, verwendet wird, ist dies nicht beschränkend, sondern das stoßdämpfende
Element kann unter Umständen
durch jedes geeignete Mittel mit einer stoßdämpfenden Eigenschaft umgesetzt werden.
Beispielsweise kann eine Fluidfeder, wie beispielsweise eine Luftfeder,
oder ein synthetischer Gummi unter Umständen verwendet werden.
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Als
Nächstes
wird eine künstliche
Gelenkvorrichtung gemäß einer
dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung mit Bezugnahme auf die 9A bis 11B beschrieben werden. Die künstliche Gelenkvorrichtung
der vorliegenden Erfindung wird auf eine künstliche Gelenkvorrichtung
für ein Fußgelenk
eines elektrisch gesteuerten/geregelten künstlichen Beins sowie auf eine
künstliche
Gelenkvorrichtung für
ein Gelenk an dem Ballen des Fußes angewendet.
Zunächst
wird die künstliche
Gelenkvorrichtung 2 für
das Fußgelenk
erklärt.
Diese künstliche
Gelenkvorrichtung 2 unterscheidet sich von der künstlichen
Gelenkvorrichtung 2 der ersten Ausführungsform darin, dass sie
elektrisch angetriebene ausdehnbare Verbindungsglieder 13 sowie
ein Steuer-/Regelsystem 20 zum Steuern/Regeln der ausdehnbaren
Verbindungsglieder 13 umfasst.
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Im
Einzelnen umfasst, wie in den 10 und 11A, 11B gezeigt
ist, jedes der ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 einen
elektrisch angetriebenen künstlichen
Muskel 13d, welcher in zwei Zylindern 13a, 13b aufgenommen
ist. Der elektrisch angetriebene künstliche Muskel 13d (Stellglied)
wird gebildet durch ein Polymer-Stellglied, welches sich beispielsweise
aus Polyacrylonitril zusammensetzt. Der elektrisch angetriebene
künstliche
Muskel 13d dehnt sich aus und zieht sich zusammen in Antwort
auf die Eingangssignale, um dadurch das ausdehnbare Verbindungsglied 13 auszudehnen
und zusammenzuziehen. Weiterhin ist der elektrisch angetriebene künstliche
Muskel 13d eine energieregenerative Bauform, welche dann
regenerative elektrische Energie erzeugt, wenn sie zusammengedrückt wird.
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Das
Steuer-/Regelsystem 20 umfasst eine Steuerung/Regelung 21 (Steuer-/ Regelmittel),
eine Stromversorgung 22 (Antriebsquelle) sowie einen Kondensator 23 (Akkumulator).
Der elektrisch angetriebene künstliche
Muskel 13d ist mit der Stromversorgung 22 und
dem Kondensator 23 mittels der Steuerung/Regelung 21 verbunden.
Die Stromversorgung 22 ist beispielsweise als eine Kraftstoffzelle ausgebildet.
Zudem sind ein implantierter Chip 24 (Betriebswillen-Erfassungsmittel)
und ein Gelenkpositionssensor 25 mit der Steuerung/Regelung 21 verbunden.
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Der
implantierte Chip 24 ist in einem Gehirn 8 eines
Benutzers 7 eines künstlichen
Beins 1 implantiert. Der implantierte Chip 24 erfasst
eine Anweisung von dem Gehirn 8, oder insbesondere eine
Anweisung, welche einen Betriebswillen des Benutzers 7 zum
Betreiben des künstlichen
Beins 1, 1 repräsentiert, und liefert ein Signal
an die Steuerung/Regelung 21, welches für den abgetasteten Betriebswillen
des Fahrers steht. Zudem erfasst der Gelenkpositionssensor 25 eine
Winkelposition jedes Muskels der elektrisch angetriebenen künstlichen
Muskeln 13d und liefert ein Signal an die Steuerung/Regelung 21, welches
für die
abgetastete Winkelposition steht.
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Die
Steuerung/Regelung 21 ist als ein Mikrocomputer ausgebildet
und steuert/regelt elektrische Energie, welche ausgehend von der
Stromversorgung 22 oder von dem Kondensator 23 in
Antwort auf die Erfassungssignale von dem implantierten Chip 24 und
dem Gelenkpositionssensors 25 (siehe 11A) an die elektrisch angetriebenen künstlichen
Muskeln 13d zugeführt
wird. Außerdem
lädt die Steuerung/Regelung 21 dann,
wenn die elektrisch angetriebenen künstlichen Muskeln 13d Regenerationsenergie
erzeugen, indem sie zusammen gedrückt werden, den Kondensator 23 mit
der erzeugten Regenerationsenergie und steuert/regelt zur gleichen Zeit
die Menge der Regenerationsenergie (siehe 11B).
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Als
Nächstes
wird die künstliche
Gelenkvorrichtung 2A für
das Gelenk an dem Fußballen
beschrieben. Die künstliche
Gelenkvorrichtung 2A umfasst einen Fußabschnitt 3, einen
Halluxabschnitt 16 (großer Zeh) und eine Parallelverbindung 15.
Die Parallelverbindung 15 umfasst drei ausdehnbare Verbindungsglieder 17 sowie
ein bewegliches Verbindungsglied 19.
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Der
Halluxabschnitt 16 umfasst zwei Hallux-Elemente 16a, 16b (Gliedmaße-Elemente) sowie ein
Drehgelenk 16c zum Verbinden der zwei Hallux-Elemente 16a, 16b derart,
dass sie schwenkbar zueinander ausgebildet sind.
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Die
ausdehnbaren Verbindungsglieder 17 sind jeweils ähnlich zu
jenen wie die oben beschriebenen elektrisch angetriebenen ausdehnbaren
Verbindungsgliedern 13 aufgebaut, außer dass die Ersteren in ihrer
Größe kleiner
sind als die Letzteren. Insbesondere nimmt jedes, wie in 10 gezeigt
ist, Verbindungsglied der ausdehnbaren Verbindungsglieder 17 einen
elektrisch angetriebenen künstlichen Muskel 17d auf
(Stellglied), welcher mit der Steuerung/Regelung 21 verbunden
ist, und weist einen Ausdehnungs-/Zusammenziehbetrieb auf, welcher durch
die Steuerung/Regelung 21 gesteuert/geregelt wird. Außerdem weist
jedes der ausdehnbaren Verbindungsglieder 17 gegenüberliegende
Enden auf, welche mit dem Fußabschnitt 3 bzw.
mit dem Hallux-Element 16b des Hallluxabschnitts 16 vermittels des
jeweiligen Kugelgelenks 18, 18 (Gelenke für das ausdehnbare
Verbindungsglied) verbunden sind.
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Das
bewegliche Verbindungsglied 19 ist unausdehnbar und weist
gegenüberliegende
Enden auf, welche mit dem Fußabschnitt 3 bzw.
mit dem Hallux-Element 16b des Halluxabschnitts 16 vermittels
der Kugelgelenke 19a, 19a (Gelenke für das bewegliche
Verbindungsglied) verbunden sind. Auf diese Art und Weise wird der
Abstand zwischen den Verbindungsabschnitten des Fußabschnitts 3 und
des Hallux-Elements 16b, durch den der Fußabschnitt 3 bzw.
das Hallux-Element 16b mit dem beweglichen Verbindungsglied 19 verbunden
sind, sogar dann konstant gehalten, wenn die ausdehnbaren Verbindungsglieder 17 sich
ausdehnen oder zusammenziehen.
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Gemäß der künstlichen,
wie oben konstruierten Gelenkvorrichtung 2 für ein Fußgelenk
kann der elektrisch angetriebene künstliche Muskel 13d,
welcher in jedem der ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 aufgenommen
ist, mittels der Steuerung/Regelung 21 in Antwort auf die
Erfassungssignale von dem implantierten Chip 24 und dem
Gelenkpositionssensor 25 gesteuert/geregelt werden, was
es ermöglicht,
die Bewegung der elektrisch gesteuerten/geregelten Parallelverbindung 10 herbeizuführen, welche schwierig
ist, direkt durch eine Anordnung oder dgl. von dem Gehirn des Benutzers 7 kontrolliert
zu werden, um mit einer Bewegung, welche durch den Benutzer 7 beabsichtigt
ist, übereinzustimmen
(oder mit ihr konform zu sein). Bei der auf diese Art und Weise gesteuerten/geregelten
Bewegung kann der Winkel der Bewegung der künstlichen Gelenkvorrichtung 2 des
künstlichen
Beins 1 mit einem hohen Freiheitsgrad durch die Parallelverbindung 10 geändert werden.
Aufgrund dessen, dass die entsprechenden oberen Kugelgelenke 14a der
ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 derart angeordnet sind,
dass die Kugelgelenke 14a nicht in einer Linie auf der
Anbringungsplatte 4a angeordnet sind, und dass der Verbindungsabschnitt
des fixierten Verbindungsglieds 11 vermittels des mit der
Anbringungsplatte 4a verbundenen fixierten Verbindungsglieds 11 innerhalb
eines Vierecks positioniert ist, welches definiert ist durch die
oberen Kugelgelenke 14a als Eckpunkte, ist es insbesondere
möglich,
nicht nur die künstliche
Gelenkvorrichtung 2, wie in den 7A, 7B dargestellt
ist, zu verdrehen, sondern ebenso möglich, die ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 und
somit die künstliche
Gelenkvorrichtung 2 in ihrer Größe kompakt auszubilden.
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Die
künstliche
Gelenkvorrichtung 2A für
das Gelenk des Fußballens
ist auf ähnliche
Art und Weise wie die künstliche
Gelenkvorrichtung 2 für
ein Fußgelenk
im Stande, den elektrisch angetriebenen künstlichen Muskel 17d,
welcher in jedem der ausdehnbaren Verbindungsglieder 17 aufgenommen
ist, durch die Steuerung/Regelung 21 in Antwort auf die
Erfassungssignale von dem Implantat 24 sowie dem Gelenkpositionssensor 25 zu
regeln/steuern, sodass es möglich
ist, die Bewegung der elektrisch gesteuerten/geregelten Parallelverbindung 15 herbeizuführen, die
schwierig ist, direkt durch eine Anweisung oder dgl. von dem Gehirn
des Benutzers 7 derart gesteuert/geregelt zu werden, um
mit (oder eine Konformität
mit) einer durch den Benutzer 7 beabsichtigten Bewegung übereinzustimmen
(oder konform zu sein). Bei der Bewegung ermöglicht die Parallelverbindung 15,
einen hohen Freiheitsgrad beim Ändern des
Winkels der Bewegung des Fußballengelenks des
Fußes
des künstlichen
Beins 1 zu erreichen, wodurch die Bewegung des Halluxabschnitts 16,
welcher eine wichtige Rolle bei einer Drehbewegung des künstlichen
Beins 1 während
des Gehens innen hat, jener des Zehs eines lebenden Fußes angenähert werden
kann. Außerdem
ist es möglich,
da das Halluxelement 16b des Halluxabschnitts 16 vermittels des
unausdehnbaren beweglichen Verbindungsglieds 19 mit dem
Fußabschnitt 3 verbunden
ist, das Gelenk an dem Fußballen
nahezu ohne Änderung der
Länge des
Halluxes dann zu biegen, wenn die Parallelverbindung 15 betrieben
wird, um dadurch weiter die Bewegung des Gelenks des Fußballens
zu jener des Gelenks des Ballens des lebenden Fußes anzunähern. Auf diese Art und Weise
kann die Gehbewegung, welche die Drehbewegung umfasst, durch das
automatisch gesteuerte/geregelte künstliche Bein 1 an
jene eines lebenden Beins angenähert werden,
wodurch eine gleichmäßige Gehbewegung ermöglicht wird.
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Zudem
ist es möglich,
da der Hauptteil der Belastung, welche auf das künstliche Bein 1 angelegt ist,
durch das fixierte Verbindungsglied 11 gestützt wird,
die entsprechenden Antriebskräfte
der elektrisch angetriebenen künstlichen
Muskeln 13d zum Antreiben der entsprechenden ausdehnbaren
Verbindungsglieder 13 zu reduzieren, und das Gewicht der
ausdehnbaren Verbindungsglieder 13 zu reduzieren. Zusätzlich ist
es möglich,
Regenerationsenergie durch jeden künstlichen Muskel 13d dann
zu erzeugen, wenn das entsprechende ausdehnbare Verbindungsglied 13 zusammengedrückt wird,
sodass eine Verringerung sowohl des Energieverbrauchs als auch der
Größe der Stromversorgung
erreicht werden kann. Dies macht es möglich, nicht nur die laufenden
Kosten, sondern ebenfalls die Größe der Vorrichtung
selbst zu reduzieren.
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Obwohl
bei der vorstehenden dritten Ausführungsform der implantierte
Chip 24 als ein Erfassungsmittel zum Erfassen des Signals,
welches für den
Betriebswillen des Benutzers steht, verwendet wird, ist dies nicht beschränkend, sondern
jegliches geeignetes Mittel, welches im Stande ist, einen Betriebswillen
des Benutzers zu erfassen, kann unter Umständen als das Erfassungsmittel
verwendet werden. Beispielsweise ist es möglich, einen Sensor zum Erfassen
von Änderungen
bei einem Potenzial des Nervensystems, einen Sensor zum Erfassen
der Bewegung der Muskeln, einen Sensor zum Erfassen einer Stimme
des Benutzers usw. zu verwenden.
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Obwohl
bei der dritten Ausführungsform
das bewegliche Verbindungsglied 19 als Mittel zum Verhindern
einer Längenänderung
des Halluxes während
der Biegebewegung des Gelenks des Fußballens verwendet wird, kann
ferner auf das bewegliche Verbindungsglied 19 unter Umständen verzichtet werden,
und die Ausdehnung und das Zusammenziehen der ausdehnbaren Verbindungsglieder 17 kann
unter Umständen
durch die Steuerung/Regelung 21 derart gesteuert/geregelt
werden, dass während
einer Biegebewegung des Gelenks des Fußballens die Länge des
Halluxes nahezu konstant gehalten wird. Dies ermöglicht es, die Biegebewegung
des Gelenks am Fußballen
der vorliegenden Erfindung an jene des Gelenks am Fußballen
des lebenden Fußes
weiter anzunähern.
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Obwohl
bei der dritten Ausführungsform
der Kondensator 23 als ein Akkumulator zum Speichern von
Regenerationsenergie, welche durch die elektrisch angetriebenen
künstlichen
Muskeln 13d erzeugt wird, verwendet wird, ist dies zudem
nicht beschränkend,
sondern jegliches geeignete Mittel, wie beispielsweise eine Batterie,
welches im Stande ist, die erzeugte Regenerationsenergie zu speichern, kann
unter Umständen
als der Akkumulator verwendet werden.
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Obwohl
bei der dritten Ausführungsform
der künstliche
Muskel 13d als ein Stellglied zum Ausdehnen und Zusammenziehen
des entsprechenden ausdehnbaren Verbindungsglieds 13 verwendet
wird, ist dies ferner nicht beschränkend, sondern jegliches geeignetes
Mittel, welches im Stande ist das ausdehnbare Verbindungsglied 13 auszudehnen
und zusammenzuziehen, kann unter Umständen als das Stellglied verwendet
werden. Beispielsweise kann, wie in den 12A bis 12C gezeigt ist, ein DC-Linearmotor 30 unter
Umständen
als das Stellglied zum Ausdehnen und Zusammenziehen des ausdehnbaren
Verbindungsglieds 13 verwendet werden.
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Wie
in der 12C gezeigt ist, umfasst der DC-Linearmotor 30 einen
Stator 31 sowie ein Bewegungsteil 32, welches
relativ zu dem Stator 31 beweglich ist. Das Bewegungsteil 32 umfasst
einen Positionssensor und ist mit der Steuerung/Regelung 21 verbunden.
Wie in den 12A, 12B gezeigt
ist, weist ein ausdehnbares Verbindungsglied 13 ferner den
Stator 31 als einen Arm auf, wobei das Bewegungsteil 32 darin
installiert ist, und ferner umfasst es einen Schieber 33,
welcher relativ zu dem Stator 31 verschiebbar ist, sowie
Kugelgelenke 14a, 14b, welche an entsprechenden
Enden des Stators 31 und des Schiebers 33 auf
gegenüberliegenden
Seiten angebracht sind.
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Die
Steuerung/Regelung 21 steuert/regelt den Schieber 33 in
Antwort auf ein Signal von dem Positionssensor des Bewegungsteils 32 innerhalb des
Schiebers 33 derart, dass der Schieber 33 sich relativ
zu dem Stator 31 linear bewegt, wodurch das ausdehnbare
Verbindungsglied 13 für
das Ausdehnen und Zusammenziehen gesteuert/geregelt wird. Wenn die
ausdehnbaren Verbindungsglieder 13, welche jeweils durch
den vorstehend beschriebenen DC-Linearmotor 30 angetrieben
werden, in der Parallelverbindung 10 verwendet werden,
ist es möglich, die
gleichen vorteilhaften Effekte, wie sie durch die Parallelverbindung 10 der
dritten Ausführungsform bereitgestellt
werden, zu erhalten.
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Dann,
wenn die Energie-Regeneration durch das Stellglied nicht benötigt wird,
kann ferner das Stellglied unter Umständen beispielsweise durch einen
künstlichen
Muskel, welcher aus einer magnetischen Speicherformverbindung oder
einem künstlichen
Muskel eines pneumatischen Typs gebildet ist, realisiert werden.
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Bei
der dritten Ausführungsform
kann ferner unter Umständen
das fixierte Verbindungsglied 11 ähnlich zu dem fixierten Verbindungsglied 11 der zweiten Ausführungsform
aufgebaut sein, wie dies in 13 gezeigt
ist. Insbesondere ist das fixierte Verbindungsglied 11,
wie in der Fig. gezeigt ist, ausdehnbar und umfasst einen Zylinder 11a,
eine Stange 11b sowie eine Spiralfeder 11c. Gemäß dieser
Abänderung
der Parallelverbindung 10 gemäß der dritten Ausführungsform
können
die gleichen vorteilhaften Effekte, wie sie durch die Parallelverbindung 10 der zweiten
Ausführungsform
bereitgestellt werden, erhalten werden.
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Als
Nächstes
wird eine künstliche
Gelenkvorrichtung gemäß einer
fünften
Ausführungsform mit
Bezugnahme auf 14 beschrieben werden. Wie in
der Fig. gezeigt ist, wird die künstliche
Gelenkvorrichtung der vorliegenden Ausführungsform auf eine künstliche
Gelenkvorrichtung für
ein Handgelenk und für
ein Gelenk eines Daumenballens eines künstlichen Arms angewendet.
Die künstliche
Gelenkvorrichtung 2B für
das Handgelenk des künstlichen
Arms 40 umfasst einen Handabschnitt 9 (Gliedmaße-Element),
eine Anbringungsplatte 4a sowie eine Parallelverbindung 10,
welche den Handabschnitt 9 mit der Anbringungsplatte 4a verbindet.
Die Parallelverbindung 10 gehört ähnlich wie die Parallelverbindung 10 der
dritten Ausführungsform dem
elektrisch gesteuerten/geregelten Typ an und weist einen Betrieb
auf, welcher durch ein Steuer-/Regelsystem ähnlich zu dem vorstehend beschriebenen
Steuer-/Regelsystem 20 gesteuert/geregelt wird. Kurz gesagt
ist die künstliche
Gelenkvorrichtung 2B ähnlich
zu der künstlichen
Gelenkvorrichtung 2 für
ein Fußgelenk
gemäß der dritten
Ausführungsform
aufgebaut, außer
dass der Fußabschnitt 3 durch
den Handabschnitt 9 ersetzt ist.
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Die
künstliche
Gelenkvorrichtung 2B für
ein Handgelenk kann demnach dieselben vorteilhaften Effekte bereitstellen,
wie sie durch die künstliche
Gelenkvorrichtung 2 der dritten Ausführungsform erhalten werden.
Insbesondere ermöglicht
die künstliche Gelenkvorrichtung 2B,
die Bewegung der elektrisch gesteuerten/geregelten Parallelverbindung 10 hervorzurufen,
welche schwierig ist, direkt durch eine Anweisung oder dgl. von
dem Gehirn eines Benutzers derart gesteuert/geregelt zu werden,
dass eine Übereinstimmung
(oder eine Konformität
mit) einer von dem Benutzer beabsichtigten Bewegung besteht. Bei
der Bewegung ist es möglich,
den Winkel der Bewegung der künstlichen
Gelenkvorrichtung 2B des künstlichen Arms 40 durch
die Parallelverbindung 10 unter einem hohen Freiheitsgrad
zu ändern.
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Eine
künstliche
Gelenkvorrichtung 2C für das
Gelenk an einem Daumenballen umfasst einen Handabschnitt 9,
einen Daumenabschnitt 16 sowie eine Parallelverbindung 15,
welche den Handabschnitt 9 mit dem Daumenabschnitt 16 verbindet.
Die künstliche
Gelenkvorrichtung 2C ist ähnlich zu der künstlichen
Gelenkvorrichtung 2 für
das Gelenk an dem Fußballen
gemäß der dritten
Ausführungsform
aufgebaut, außer
dass der Fußabschnitt 3 durch
den Handabschnitt 9 ersetzt ist und dass der Daumenabschnitt 16 sich
geringfügig
konstruktiv von dem Halluxabschnitt 16 unterscheidet. Demnach kann
die künstliche
Gelenkvorrichtung 2C für
das Gelenk an einem Daumenballen die gleichen vorteilhaften Effekte
bereitstellen, wie sie durch die künstliche Gelenkvorrichtung 2A für das Gelenk
an dem Fußballen
gemäß der dritten
Ausführungsform
erhalten werden. Insbesondere ermöglicht die künstliche
Gelenkvorrichtung 2C, die Bewegung der elektrisch gesteuerten/geregelten
Parallelverbindung 15 hervorzurufen, welche direkt durch
eine Anweisung oder dgl. von dem Gehirn des Benutzers schwierig
ist derart zu gesteuert/geregelt zu werden, dass diese mit einer
Bewegung, welche durch den Benutzer beabsichtigt ist, übereinstimmt
(bzw. mit ihr konform ist). Bei der Bewegung ermöglicht die Parallelverbindung 15,
einen hohen Freiheitsgrad bei dem Ändern des Winkels der Bewegung
des Gelenks an dem Daumenballen zu erhalten und folglich kann die
Bewegung des Daumenabschnitts 16, welcher eine wichtige
Rolle bei der Greifbewegung spielt, an jene des Daumens einer lebenden
Hand angenähert
werden.
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Obwohl
bei der dritten und vierten Ausführungsform
die künstliche
Gelenkvorrichtung der Erfindung auf das künstliche Bein und den künstlichen Arm
angewendet wird, ist dies nicht beschränkend, sondern die künstliche
Gelenkvorrichtung ist anwendbar auf jede künstliche Verbindungsgliedmaße eines
Roboters, eines Manipulators und dgl.
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Ferner
ist für
den einschlägigen
Fachmann festzuhalten, dass das Vorstehende bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung sind und dass mannigfaltige Änderungen und Modifikationen
unter Umständen
gemacht werden können,
ohne dass von dem Schutzbereich der Erfindung, wie dieser in den beigefügten Ansprüchen definiert
ist, abgewichen wird.