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Die
vorliegende Erfindung betrifft Pyridopyrimidine und Derivate davon.
Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung 2,6-disubstituierte
7-Oxo-pyrido[2,3-d]pyrimidine, pharmazeutische Formulierungen, welche diese
umfassen, und Verfahren zu deren Verwendung bereit.
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Mitogen-aktivierte
Protein Kinasen (MAP) sind eine Familie von Prolin-gerichteten Serin/Threoninkinasen,
die ihre Substrate durch duale Phosphorylierung aktivieren. Die
Kinasen werden durch eine Vielfalt von Signalen, einschließlich Ernährungsstress
und osmotischem Stress, UV-Licht, Wachstumsfaktoren, Endotoxin und
entzündlicher
Cytokine aktiviert. Eine Gruppe von MAP-Kinasen ist die p38-Kinasegruppe,
die verschiedene Isoformen einschließt (z. B. p38α, p39β, p38γ und p38δ). Die p38-Kinasen
sind für
die Phosphorylierung und Aktivierung von Transkriptionsfaktoren,
sowie anderer Kinasen verantwortlich und werden durch physikalischen
oder chemischen Stress, proentzündliche
Cytokine und bakterielle Lipopolysaccharide aktiviert.
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Wichtiger
ist, dass von den Produkten der p38-Phosphorylierung gezeigt worden
ist, dass sie die Produktion von entzündlichen Cytokinen, einschließlich TNF
und IL-1, und Cyclooxygenase-2 vermitteln. Jedes dieser Cytokine
ist mit zahlreichen Erkrankungszuständen und -bedingungen in Verbindung
gebracht worden. Zum Beispiel ist TNF-α ein Cytokin, das in erster
Linie durch aktivierte Monocyten und Makrophagen hergestellt wird.
Seine übermäßige oder
unregulierte Produktion ist damit in Verbindung gebracht worden,
dass sie eine ursächliche
Rolle bei der Pathogenese von rheumatoider Arthritis spielt. Vor
kurzem ist gezeigt worden, dass die Inhibierung der TNF-Produktion
eine breite Anwendbarkeit bei der Behandlung von Entzündung, bei entzündlicher
Darmerkrankung, Multipler Sklerose und Asthma aufweist.
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TNF
ist ebenfalls mit Virusinfektionen, unter anderem wie bei HIV, Influenzavirus
und Herpesvirus, einschließlich
Herpes simplex Virustyp-1 (HSV-1), Herpes simplex Virustyp-2 (HSV-2),
Cytomegalovirus (CMV), Varicella-Zoster Virus (VZV), Epstein-Barr
Virus, menschlichem Herpes Virus-6 (HHV-6), menschlichem Herpes
Virus-7 (HHV-7), menschlichem Herpes Virus-8 (HHV-8), Pseudowut
und Rhinotracheitis in Verbindung gebracht worden.
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Gleichermaßen wird
IL-1 durch aktivierte Monocyten und Makrophagen produziert und spielt
eine Rolle bei vielen pathophysiologischen Reaktionen, einschließlich rheumatoider
Arthritis, Fieber und Verringerung der Knochenresorption.
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Zusätzlich ist
die Beteiligung von p38 bei Schlaganfall, Alzheimer Krankheit, Osteoarthritis,
Lungenverletzung, septischem Schock, Angiogenese, Dermatitis, Psoriasis
und atopischer Dermatitis in Verbindung gebracht worden. J. Exp.
Opin. Ther. Patents, (2000), Bd. 10 (1).
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Die
Inhibierung dieser Cytokine durch Inhibierung der p38-Kinase ist
beim Kontrollieren, dem Verringern und dem Lindern von vielen dieser
Erkrankungszustände
von Nutzen.
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Bestimmte
6-Aryl-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-one, -7-imine und -7-thione werden
als Inhibitoren von durch Tyrosin-Proteinkinase vermittelter zellulärer Proliferation
in
WO 96/34867 offenbart.
Andere 6-Aryl-pyrido[2,3-d]pyrimidine und -naphthyridine werden
ebenfalls als Inhibitoren von Tyrosinkinase in
WO 96/15128 offenbart. 6-Alkyl-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-one
werden als Inhibitoren von Cyclin-abhängigen Kinasen in
WO 98/33798 offenbart. Bestimmte
4-Amino-pyridopyrimidine werden als Inhibitoren von Dihydrofolatreduktase
in
EP 0278 686 offenbart.
Verbindungen, die Inhibitoren der p38-Kinase sind, werden in den folgenden
Patenten und Patentanmeldungen für
die US Pat. Nr. 6,316,464, U. S. Pat. Nr. 6,415,804,
US Pat. Nr. 6,506,749 ,
US Pat. Nr. 6,518,276 B2 ,
US-Anmeldung Seriennr.
09/693,364 (
WO 01/29042 )
und US-Anmeldung Serienar. 10/073,845 (
WO 02/64594 ) offenbart.
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Eine
erfindungsgemäße Ausführungsform
(i) stellt Verbindungen, dargestellt durch Formel I bereit:
Formel
I und pharmazeutisch verträgliche Salze oder Hydrate davon,
wobei:
Z für
N oder CH steht;
X
1 für O, S,
C=O oder NR
4 (wobei R
4 für Wasserstoff
oder Alkyl steht), steht;
R
1 für Alkyl,
Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl oder -CH
2-Alkenyl
steht;
R
2 für Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl,
Cycloalkylalkyl, Aryl, Aralkyl, Halogenalkyl, Heteroalkyl, Cyanoalkyl,
Alkylen-C(O)-R
21 (wobei R
21 für Wasserstoff,
Alkyl, Hydroxy, Alkoxy, Amino, Monoalkylamino oder Dialkylamino steht),
Amino, Monoalkylamino, Dialkylamino, Acyl oder NR
22-Y-R
23 (wobei Y für -C(O), -C(O)O-, -C(O)NR
24, S(O)
2 oder S(O)
2NR
25 steht; R
22, R
24 und R
25 unabhängig
Wasserstoff oder Alkyl sind; und R
23 für Wasserstoff, Alkyl,
Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, Heteroalkyl oder gegebenenfalls substituiertes
Phenyl steht) steht; und
R
3 für Alkyl,
Halogenalkyl, Aryl, Aralkyl, Heteroaryl, Heteroaralkyl, Cycloalkyl,
Cycloalkylalkyl, mit Heteroalkyl substituiertes Cycloalkyl, heterosubstituiertes
Cycloalkyl, Heteroalkyl, Cyanoalkyl, Heterocyclyl, Heterocyclylalkyl
oder -Heterocycloamino-SO
2-R
12 (wobei
R
12 für
Halogenalkyl, Aryl, Arylalkyl, Heteroaryl oder Heteroaralkyl steht)
steht,
wobei
„Acyl" einen Rest -C(O)R
bedeutet, wobei R für
Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, Phenyl oder Phenylalkyl
steht;
„Alkenyl" einen geradkettigen
einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen
oder einen verzweigten einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis
6 Kohlenstoffatomen, der mindestens eine Doppelbindung enthält, bedeutet;
„Alkyl" einen geradkettigen
gesättigten
einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
oder einen verzweigten gesättigten
einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen
bedeutet;
„Alkylen" einen geradkettigen
gesättigten
zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder
einen verzweigten gesättigten
zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen
bedeutet;
„Aryl" einen einwertigen
monocyclischen oder bicyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffrest
bedeutet, welcher gegebenenfalls unabhängig substituiert ist mit einem
oder mehreren Substituenten, ausgewählt aus Alkyl, Hydroxy, Alkoxy,
Halogenalkyl, Halogenalkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl,
-SO
2NR'R'' (wobei R' und R'' unabhängig Wasserstoff
oder Alkyl sind), Y-C(O)-R (wobei Y abwesend oder ein Alkylenrest
ist und R für Wasserstoff,
Alkyl, Halogenalkyl, Halogenalkoxy, Hydroxy, Alkoxy, Amino, Monoalkylamino
oder Dialkylamino steht), Heteroalkyl, Heteroalkyloxy, Heteroalkylamino,
Halogen, Nitro, Cyano, Amino, Monoalkylamino, Dialkylamino, Alkylsulfonylamino,
Heteroalkylsulfonylamino, Sulfonamido, Methylendioxy, Ethylendioxy,
Heterocyclyl und/oder Heterocyclylalkyl;
„Cycloalkyl" sich auf einen gesättigten
einwertigen cyclischen Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 7 Kohlenstoffringatomen
bezieht;
„Cycloalkylalkyl" einen Rest -R
aR
b bedeutet, wobei
R
a ein Alkylenrest und R
b Cycloalkyl
ist;
„Halogenalkyl" ein mit einem oder
mehreren gleichen oder verschiedenen Halogenatomen, wobei „Halogen" für Fluor,
Chlor, Brom oder Jod steht, substituiertes Alkyl ist;
„Heteroalkyl" für Alkyl
steht, wobei ein, zwei oder drei Wasserstoffatome durch einen Substituenten
ersetzt wurden, unabhängig
ausgewählt
aus -OR
a, N(O)
mR
bR
c (wobei m gleich
0 oder 1 ist) und -S(O)R
d (wobei n eine ganze
Zahl von 0 bis 2 ist), mit der Bedeutung, dass der Anbindungspunkt
des Heteroalkylrests durch ein Kohlenstoffatom erfolgt, wobei R
a für
Wasserstoff, Acyl, Alkoxycarbonyl, Alkyl, Cycloalkyl oder Cycloalkylalkyl steht;
R
b und R
c unabhängig voneinander
Wasserstoff, Acyl, Alkoxycarbonyl, Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, Alkylsulfonyl,
Aminosulfonyl, Mono- oder Dialkylaminosulfonyl, Aminoalkyl, Mono-
oder Dialkylaminoalkyl, Hydroxyalkyl, Alkoxyalkyl, Hydroxyalkylsulfonyl
oder Alkoxyalkylsulfonyl sind, jedoch vorausgesetzt, dass wenn m
gleich 1 ist, R
b und R
c dann
beide unabhängig
aus Alkyl, Cycloalkyl und Cycloalkylalkyl ausgewählt sind; und wenn n gleich
0 ist, R
d für Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl,
Cycloalkylalkyl oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl steht
und wenn n gleich 1 oder 2 ist, R
d für Alkyl,
Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl,
Amino, Acylamino, Monoalkylamino oder Dialkylamino steht;
„Heteroaryl" einen einwertigen
monocyclischen oder bicyclischen Rest mit 5 bis 12 Ringatomen bedeutet
mit mindestens einem aromatischen Ring, der ein, zwei oder drei
Ringheteroatome enthält,
ausgewählt
aus N, O oder S, wobei die verbleibenden Ringatome C sind, mit der
Bedeutung, dass der Anbindungspunkt des Heteroarylrests durch einen aromatischen
Ring erfolgen wird, wobei der Heteroarylring gegebenenfalls unabhängig substituiert
ist mit einem oder mehreren Substituenten, ausgewählt aus
Alkyl, Halogenalkyl, Heteroalkyl, Hydroxy, Alkoxy, Halogen, Nitro
oder Cyano;
„Heteroaralkyl" einen Rest -R
aR
b bedeutet, wobei
R
a ein Alkylenrest und R
b Heteroaryl
ist;
„Heterocyclyl" einen gesättigten
oder ungesättigten
nicht-aromatischen cyclischen Rest mit 3 bis 8 Ringatomen bedeutet,
in welchem 1 oder 2 Ringatome Heteroatome, ausgewählt aus
N, O oder S(O)
n (wobei n eine ganze Zahl
von 0 bis 2 ist) sind, wobei die verbleibenden Ringatome C sind,
wobei 1 oder 2 C-Atome gegebenenfalls durch eine Carbonylgruppe
ersetzt werden, welches Heterocyclyl gegebenenfalls unabhängig substituiert
sein kann mit einem, zwei oder drei Substituenten, ausgewählt aus
Alkyl, Halogenalkyl, Heteroalkyl, Halogen, Nitro, Cyano, Cyanoalkyl,
Hydroxy, Alkoxy, Amino, Monoalkylamino, Dialkylamino, Aralkyl, -(X)
n-C(O)R (wobei X für O oder NR' steht, n gleich 0 oder 1 ist, R für Wasserstoff,
Alkyl, Halogenalkyl, Hydroxy (wenn n gleich 0 ist), Alkoxy, Amino,
Monoalkylamino, Dialkylamino oder gegebenenfalls substituiertes
Phenyl steht und R' für H oder
Alkyl steht), -Alkylen-C(O)R
a (wobei R
a für
Alkyl, OR oder NR'R'' steht und R für Wasserstoff, Alkyl oder Halogenalkyl
steht und R' und
R'' unabhängig Wasserstoff
oder Alkyl sind) oder -S(O)
nR (wobei n eine
ganze Zahl von 0 bis 2 ist) so dass, wenn n gleich 0 ist, R für Wasserstoff,
Alkyl, Cycloalkyl oder Cycloalkylalkyl steht und wenn n gleich 1
oder 2 ist, R für
Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, Amino, Acylamino, Monoalkylamino,
Dialkylamino oder Heteroalkyl steht.
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Spezifischer
stellt die vorliegende Erfindung bereit:
- (ii)
Verbindungen der Formel I wie in (i) definiert, mit der Ausnahme,
das R1 für
Alkenylen anstatt für
-CH2-Alkenyl steht und R3 ebenfalls
zusätzlich
H ist, oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz oder Hydrat davon ist;
oder
- (iii) die Verbindungen (i) oder (ii), wobei Z für N steht,
X1 für
O steht, R1 für Alkyl steht, R2 für H oder
Alkyl steht und R3 für Heteroalkyl oder Heterocyclyl
steht;
- (iv) die Verbindungen (iii), wobei Heteroalkyl für Alkoxyalkyl
steht und Heterocyclyl ein gesättigter
nicht-aromatischer cyclischer Rest mit 6 Ringatomen ist, in welchem
ein Ringatom nicht C sondern entweder O oder N ist, am N gegebenenfalls
substituiert mit Alkyl-SO2- oder Alkoxycarbonyl-;
oder
- (v) die Verbindungen (i) oder (ii), wobei X1 für -O- steht;
oder
- (vi) die Verbindungen (i), (ii) oder (v), wobei R1 für Alkyl
oder Cycloalkyl steht; oder
- (vii) die Verbindungen (i), (ii), (v) oder (vi), wobei R3 für
Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, mit Heteroalkyl substituiertes Cycloalkyl,
heterosubstituiertes Cycloalkyl, Heteroalkyl, Heterocyclyl oder
Heterocyclylalkyl steht; oder
- (viii) die Verbindungen (i), (ii), (v) oder (vi)–(vii),
wobei R3 für Cycloalkyl, mit Heteroalkyl
substituiertes Cycloalkyl, heterosubstituiertes Cycloalkyl, Heteroalkyl
oder Heterocyclyl steht; oder
- (ix) die Verbindungen (i), (ii), (v) oder (vi)–(viii),
wobei R3 gegebenenfalls substituiertes Heterocyclyl
ist; oder
- (x) die Verbindungen (i), (ii), (v) oder (vi)–(ix) wobei
R3 für
Hydroxyalkyl oder Alkoxyalkyl steht; oder
- (xi) die Verbindungen (i), (ii), (v) oder (vi)–(x), wobei
R2 für
Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Cycloalkyl oder Heteroalkyl steht; oder
- (xii) die Verbindungen (I), (ii), (v) oder (vi)–(xi), wobei
R2 für
Alkyl oder Hydroxyalkyl steht; oder
- (xiii) Verbindungen nach (i) oder (ii), mit der Formel (I'') wobei
R1 für
Alkyl steht;
R2 ausgewählt ist
aus Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Cycloalkyl und Heteroalkyl; und
R3 für
Heteroalkyl oder Heterocyclyl steht
oder ein pharmazeutisch
verträgliches
Salz davon; oder
- (xiv) die Verbindungen (xiii), wobei R3 ausgewählt ist
aus (1-Hydroxy-2-methyl)-prop-2-yl, 1-Hydroxypentan-2-yl, (S)-2-Hydroxy-1,2-dimethylpropyl,
(R)-2-Hydroxy-1,2-dimethylpropyl,
(S)-2-Hydroxy-1-methylethyl, 1-Hydroxymethylcyclopentan-1-yl, 2-Hydroxy-2-methylpropyl,
3-Methoxy-1-(2-methoxyethyl)propyl, Tetrahydro-2H-pyran-4-yl, 1-(Methylsulfonyl)piperidin-4-yl,
1-(Carboxyethyl)piperidin-4-yl, 1,1-Dioxidotetrahydro-2H-thiopyran-4-yl
und Morpholinyl; oder
- (xv) die Verbindungen (xiv), wobei:
R1 für Ethyl
steht;
R2 für Methyl steht; und
R3 ausgewählt
ist aus (1-Hydroxy-2-methyl)-prop-2-yl, 1-Hydroxypentan-2-yl, (S)-2-Hydroxy-1,2-dimethylpropyl,
(R)-2-Hydroxy-1,2-dimethylpropyl, (S)-2- Hydroxy-1-methylethyl, 1-Hydroxymethylcyclopentan-1-yl, 2-Hydroxy-2-methylpropyl, 3-Methoxy-1-(2-methoxyethyl)propyl,
Tetrahydro-2H-pyran-4-yl, 1-(Methylsulfonyl)piperidin-4-yl,
1-(Carboxyethyl)piperidin-4-yl, 1,1-Dioxidotetrahydro-2H-thiopyran-4-yl
und Morpholinyl; oder
- (xvi) die Verbindungen (xiii), mit der Formel wobei:
X für -O-, -C(=O)-,
N(R12a)- oder -CH(R12b)-
steht;
R12a ausgewählt ist aus Wasserstoff, C1-4-Alkyl, -C(=O)R15,
-C(O)2R15 und -S(O)2(C1-4-Alkyl);
R12b ausgewählt ist aus Wasserstoff, C1-4-Alkyl, -OR15,
-C(=O)R15, -C(O)2R15 und -S(O)2(C1-4-Alkyl);
R14 ausgewählt ist
aus C1-4-Alkyl, Oxo (=O), -OR15,
-C(=O)R15, -C(O)2R15 und -S(O)2(C1-4-Alkyl); und
R15 bei
jedem Vorkommen unabhängig
ausgewählt
ist von jedem anderen R15 aus Wasserstoff
und C1-4-Alkyl;
q gleich 0 oder 1 ist;
und
r gleich 0, 1 oder 2 ist; oder
- (xvii) die Verbindungen (xvi), wobei X für N(R12a)-
steht und R12a für S(O)2(C1-4-Alkyl) steht.
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Eine
andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung stellt eine pharmazeutische Formulierung, welche
eine Verbindung der Formel I und einen pharmazeutisch verträglichen
Träger,
ein pharmazeutisch verträgliches
Verdünnungsmittel
oder einen pharmazeutisch verträglichen
Exzipienten dafür
umfasst, bereit.
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Verbindungen
der Formel I und deren zuvor erwähnten
Salze sind Inhibitoren von Proteinkinasen und zeigen eine wirksame
Aktivität
gegen p38 in vivo. Sie sind ebenfalls selektiv gegen die p38-Kinase
relativ zu Cyclin-abhängigen
Kinasen und Tyrosinkinasen. Daher können erfindungsgemäße Verbindungen
zur Behandlung von durch die pro entzündlichen Cytokine, wie TNF
und IL-1, vermittelten Erkrankungen verwendet werden. Somit stellt
eine andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Behandlung von p38
vermittelten Erkrankungen oder Zuständen bereit, bei denen eine
therapeutisch wirksame Menge einer Verbindung der Formel I an einen
Patienten, der einer derartigen Behandlung bedarf, verabreicht wird.
Wenn nicht anderweitig angegeben, weisen die folgenden Begriffe,
die in der Beschreibung und den Ansprüchen verwendet werden, die
nachstehend angegebenen Bedeutungen auf:
„Acyl" bedeutet einen Rest -C(O)R, wobei R
für Wasserstoff,
Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, Phenyl oder Phenylalkyl steht,
wobei Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl und Phenylalkyl wie hier
definiert sind. Repräsentative
Beispiele schließen
Formyl, Acetyl, Cyclohexylcarbonyl, Cyclohexylmethylcarbonyl, Benzoyl,
Benzylcarbonyl und dergleichen oder diejenigen Reste ein, welche
hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind, sind aber nicht darauf
beschränkt.
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„Acylamino" beutet einen Rest
-NR'C(O)R, wobei
R' für Wasserstoff
oder Alkyl steht, und R für
Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, Phenyl oder Phenylalkyl
steht, wobei Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl und Phenylalkyl
wie hier definiert sind. Repräsentative
Beispiele schließen
Formylamino, Acetylamino, Cylcohexylcarbonylamino, Cyclohexylmethylcarbonylamino,
Benzoylamino, Benzylcarbonylamino und dergleichen oder diejenigen
Reste ein, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind,
sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Alkenyl" bedeutet einen geradkettigen
einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen
oder einen verzweigten einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis
6 Kohlenstoffatomen, der mindestens eine Doppelbindung enthält, z. B.
Ethenyl, Propenyl und dergleichen oder diejenigen Reste, welche
hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind. Somit schließt, wenn
diese Bezugnahme hier auf den Rest -CH2-R
gemacht wird, wobei R ein Alkenylrest wie hier definiert ist, diese
Bezugnahme ohne Beschränkung
Reste, wie (-CH2-CH=CH2),
(-CH2-CH=CH-CH3)
und dergleichen oder diejenigen Reste ein, welche hier spezifisch
beispielhaft dargestellt sind.
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„Alkoxy" bedeutet einen Rest
-OR, wobei R für
ein Alkyl wie hier definiert steht, z. B. Methoxy, Ethoxy, Propoxy,
Butoxy und dergleichen oder diejenigen Reste, welche hier spezifisch
beispielhaft dargestellt sind.
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„Alkyl" bedeutet einen geradkettigen
gesättigten
einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
oder einen verzweigten gesättigten
einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen,
z. B. Methyl, Ethyl, Propyl, 2-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, tert-Butyl, Pentyl und
dergleichen oder diejenigen Reste, welche hier spezifisch beispielhaft
dargestellt sind. Vorzugsweise ist der Alkylrest ein geradkettiges
Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder ein verzweigtes Alkyl mit
3 bis 6 Kohlenstoffatomen, stärker
bevorzugt ein geradkettiges Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
oder ein verzweigtes Alkyl mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen.
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„Alkylen" bedeutet einen geradkettigen
gesättigten
zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen
oder einen verzweigten gesättigten
zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen
z. B. Methylen, Ethylen, 2,2-Dimethylethylen,
Propylen, 2-Methylpropylen, Butylen, Pentylen und dergleichen oder
diejenigen Reste, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt
sind.
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„Alkylthio" bedeutet einen Rest
-SR, wobei R für
ein Alkyl, wie vorstehend definiert, steht, z. B. Methylthio, Ethylthio,
Propylthio, Butylthio und dergleichen, oder diejenigen Reste, welche
hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind.
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„Aryl" bedeutet einen einwertigen
monocyclischen oder bicyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffrest,
welcher gegebenenfalls unabhängig
substituiert ist mit einem oder mehreren Substituenten, vorzugsweise
ein, zwei oder drei Substituenten, vorzugsweise ausgewählt aus
Alkyl, Hydroxy, Alkoxy, Halogenalkyl, Halogenalkoxy, Alkylthio,
Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, -SO2NR'R'' (wobei
R' und R'' unabhängig Wasserstoff oder Alkyl
sind), Y-C(O)-R (wobei Y abwesend oder ein Alkylenrest ist und R
für Wasserstoff,
Alkyl, Halogenalkyl, Halogenalkoxy, Hydroxy, Alkoxy, Amino, Monoalkylamino
oder Dialkylamino steht), Heteroalkyl, Heteroalkyloxy, Heteroalkylamino,
Halogen, Nitro, Cyano, Amino, Monoalkylamino, Dialkylamino, Alkylsulfonylamino,
Heteroalkylsulfonylamino, Sulfonamido, Methylendioxy, Ethylendioxy,
Heterocyclyl und/oder Heterocyclylalkyl. Spezifischer schließt der Begriff
Aryl Phenyl, Chlorphenyl, Methoxyphenyl, 2-Fluorphenyl, 2,4-Difluorphenyl, 1-Naphthyl,
2-Naphthyl und die Derivate davon oder diejenigen Reste ein, welche
hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind, ist aber nicht darauf
beschränkt.
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„Aryloxy” bedeutet
einen Rest -OR, wobei R für
ein Aryl, wie hier definiert, steht, z. B. Phenoxy, oder diejenigen
Reste, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind.
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„Aryloxycarbonyl" bedeutet einen Rest
R-C(=O)-, wobei R für
Aryloxy steht, z. B. Phenoxycarbonyl, oder diejenigen Reste, welche
hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind.
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„Cycloalkyl" bezieht sich auf
einen gesättigten
einwertigen cyclischen Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 7 Ringkohlenstoffatomen,
z. B. Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclohexyl, 4-Methylcyclohexyl und
dergleichen, oder diejenigen Reste, welche hier spezifisch beispielhaft
dargestellt sind.
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„Cycloalkylalkyl" bedeutet einen Rest
-RaRb, wobei Ra für
einen Alkylenrest steht und Rb für einen
Cycloalkylrest steht, wie hier definiert, z. B. Cyclohexylmethyl
und dergleichen, oder diejenigen Reste, welche hier spezifisch beispielhaft
dargestellt sind.
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„Substituiertes
Cycloalkyl" bedeutet
einen Cycloalkylrest, wie hier definiert, wobei ein, zwei oder drei (vorzugsweise
ein) Ringwasserstoffatome unabhängig
durch Cyano oder -Y-C(O)R ersetzt wurden (wobei Y abwesend oder
ein Alkylenrest ist und R für
Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Hydroxy, Alkoxy, Amino, Monoalkylamino,
Dialkylamino oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl steht) oder
diejenigen Reste, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt
sind.
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„Dialkylamino" bedeutet einen Rest
-NRR', wobei R und
R' unabhängig einen
Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Cycloalkyl- oder Cycloalkylalkylrest, wie
hier definiert, darstellen. Repräsentative
Beispiele schließen
Dimethylamino, Methylethylamino, Di-(1-methylethyl)amino, (Methyl)(hydroxymethyl)amino,
(Cyclohexyl)(methyl)amino, (Cyclohexyl)(ethyl)amino, (Cyclohexyl)(propyl)amino,
(Cyclohexylmethyl)(methyl)amino, (Cyclohexylmethyl)(ethyl)amino
und dergleichen oder diejenigen Reste ein, welche hier spezifisch
beispielhaft dargestellt sind, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Halogen" bedeutet Fluor,
Chlor, Brom oder Jod, vorzugsweise Fluor und Chlor.
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„Halogenalkyl” bedeutet
ein Alkyl, das mit einem oder mehreren gleichen oder unterschiedlichen
Halogenatomen, z. B. -CH2Cl, -CF3, -CH2CF3, -CH2CCl3 und dergleichen, substituiert ist oder
diejenigen Reste, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt
sind.
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„Heteroalkyl" bedeutet einen Alkylrest,
wie hier definiert, wobei ein, zwei oder drei Wasserstoffatome durch
einen Substituenten ersetzt wurden, unabhängig ausgewählt aus -N(O)mRbRc (wobei m gleich
0 oder 1 ist) und -S(O)nRd (wobei
n eine ganze Zahl von 0 bis 2 ist), mit der Bedeutung, dass der
Anbindungspunkt des Heteroalkylrests durch ein Kohlenstoffatom erfolgt,
wobei Ra für Wasserstoff, Acyl, Alkoxycarbonyl,
Alkyl, Cycloalkyl oder Cycloalkylalkyl steht; Rb und
Rc unabhängig
voneinander Wasserstoff, Acyl, Alkoxycarbonyl, Alkyl, Cycloalkyl,
Cycloalkylalkyl, Alkylsulfonyl, Aminosulfonyl, Mono- oder Dialkylaminosulfonyl,
Aminoalkyl, Mono- oder Dialkylaminoalkyl, Hydroxyalkyl, Alkoxyalkyl,
Hydroxyalkylsulfonyl oder Alkoxyalkylsulfonyl sind, jedoch vorausgesetzt,
dass wenn m gleich 1 ist, Rb und Rc dann beide unabhängig aus Alkyl, Cycloalkyl
und Cycloalkylalkyl ausgewählt
sind; und wenn n gleich 0 ist, Rd für Wasserstoff,
Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl oder gegebenenfalls substituiertes
Phenyl steht und wenn n gleich 1 oder 2 ist, Rd für Alkyl,
Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl,
Amino, Acylamino, Monoalkylamino oder Dialkylamino steht. Vorzugsweise
steht Heteroalkyl für
Alkyl, wie definiert, welches mit -ORa substituiert
ist, wobei Ra für Alkyl steht. Repräsentative
Beispiele schließen
2-Hydroxyethyl, 3-Hydroxypropyl, 2-Hydroxy-1-hydroxymethylethyl, 2,3-Dihydroxypropyl,
1-Hydroxymethylethyl, 3-Hydroxybutyl, 2,3-Dihydroxybutyl, 2-Hydroxy-1-methylpropyl, 2-Aminoethyl,
3-Aminopropyl, 2-Methylsulfonylethyl,
Aminosulfonylmethyl, Aminosulfonylethyl, Aminosulfonylpropyl, Methylaminosulfonylmethyl,
Methylaminosulfonylethyl, Methylaminosulfonylpropyl und dergleichen oder
diejenigen Reste ein, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt
sind, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Heteroalkylcarbonyl" bedeutet den Rest
Ra-C(=O)-, wobei Ra für einen
Heteroalkylrest steht. Repräsentative
Beispiele schließen
Acetyloxymethylcarbonyl, Aminomethylcarbonyl, 4-Acetyloxy-2,2-dimethyl-butan-2-oyl,
2-Amino-4-methyl-pentan-2-oyl und dergleichen oder diejenigen Reste
ein, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind.
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„Heteroalkyloxy" bedeutet den Rest
Ra-O-, wobei Ra für einen
Heteroalkylrest steht. Repräsentative Beispiele
schließen
Me-C(=O)-O-CH2-O- und dergleichen oder diejenigen Reste
ein, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind.
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„Heteroalkyloxycarbonyl" bedeutet den Rest
Ra-C(=O), wobei Ra für einen
Heteroalkyloxyrest steht. Repräsentative
Beispiele schließen
1-Acetyloxy-methoxycarbonyl (Me-C(=O)-O-CH2-O-C(=O)-)
und dergleichen oder diejenigen Reste ein, welche hier spezifisch
beispielhaft dargestellt sind.
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„Heteroaryl" bedeutet einen einwertigen
monocyclischen oder bicyclischen Rest mit 5 bis 12 Ringatomen mit
mindestens einem aromatischen Ring, der ein, zwei oder drei Ringheteroatome
enthält,
ausgewählt aus
N, O oder S, wobei die verbleibenden Ringatome C sind, mit der Bedeutung,
dass der Anbindungspunkt des Heteroarylrests an einem aromatischen
Ring erfolgen wird. Der Heteroarylring ist gegebenenfalls unabhängig substituiert
mit ein oder mehreren Substituenten, vorzugsweise ein oder zwei
Substituenten, ausgewählt
aus Alkyl, Halogenalkyl, Heteroalkyl, Hydroxy, Alkoxy, Halogen,
Nitro oder Cyano. Spezifischer schließt der Begriff Heteroaryl Pyridyl,
Furanyl, Thienyl, Thiazolyl, Isothiazolyl, Triazolyl, Imidazolyl,
Isoxazolyl, Pyrrolyl, Pyrazolyl, Pyrimidinyl, Benzofuranyl, Tetrahydrobenzofuranyl,
Isobenzofuranyl, Benzothiazolyl, Benzoisothiazolyl, Benzotriazolyl,
Indolyl, Isoindolyl, Benzoxazolyl, Chinolyl, Tetrahydrochinolinyl,
Isochinolyl, Benzimidazolyl, Benzisoxazolyl oder Benzothienyl, Imidazo[1,2-a]-pyridinyl,
Imidazo[2,1-b]thiazolyl
und die Derivate davon oder diejenigen Reste ein, welche hier spezifisch
beispielhaft dargestellt sind, ist aber nicht darauf beschränkt.
-
„Heteroaralkyl" bedeutet einen Rest
-RaRb, wobei Ra ein Alkylenrest und Rb ein
Heteroarylrest ist, z. B. Pyridin-3-ylmethyl, Imidazolylethyl, Pyridinylethyl,
3-(Benzofuran-2-yl)propyl
und dergleichen oder diejenigen Reste, welche hier spezifisch beispielhaft
dargestellt sind.
-
„Mit Heteroalkyl
substituiertes Cycloalkyl" bedeutet
einen Cycloalkylrest, wie hier definiert, wobei ein, zwei oder drei
Wasserstoffatome im Cycloalkylrest durch einen Heteroalkylrest ersetzt
wurden, mit der Bedeutung, dass der Heteroalkylrest am Cycloalkylrest über eine
Kohlenstoff-Kohlenstoffbindung angebunden ist. Repräsentative
Beispiele schließen
1-Hydroxymethylcyclopentyl,
2-Hydroxymethylcyclohexyl und dergleichen oder diejenigen Reste
ein, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind, sind
aber nicht darauf beschränkt.
-
„Heterosubstituiertes
Cycloalkyl” bedeutet
einen Cycloalkylrest wie hier definiert, wobei ein, zwei oder drei
Wasserstoffatome im Cycloalkylrest durch einen Substituenten, unabhängig ausgewählt aus
Hydroxy, Alkoxy, Amino, Acylamino, Monoalkylamino, Dialkylamino,
Oxo (C=O), Imino, Hydroximino (=NOH), NR'SO2Rd (wobei R' für
Wasserstoff oder Alkyl steht und Rd für Alkyl,
Cycloalkyl, Hydroxyalkyl, Amino, Monoalkylamino oder Dialkylamino
steht), -X-Y-C(O)R (wobei X für
O oder NR' steht,
Y für Alkylen
steht oder abwesend ist, R für
Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Alkoxy, Amino, Monoalkylamino,
Dialkylamino oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl steht und
R' für H oder
Alkyl steht) oder -S(O)nR (wobei n eine
ganze Zahl von 0 bis 2 ist) so dass, wenn n gleich 0 ist, R für Wasserstoff,
Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl
oder Thienyl steht, und wenn n gleich 1 oder 2 ist, R für Alkyl,
Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, gegebenenfalls substituiertes Phenyl,
Thienyl, Amino, Acylamino, Monoalkylamino oder Dialkylamino steht.
Repräsentative
Beispiele schließen
2-, 3- oder 4-Hydroxycyclohexyl, 2-, 3- oder 4-Aminocyclohexyl, 2-, 3- oder 4-Methansulfonamido-cyclohexyl
und dergleichen, vorzugsweise 4-Hydroxycyclohexyl, 3,5-Dihydroxy-cyclohexyl, 2-Aminocyclohexyl
oder 4-Methansulfonamido-cyclohexyl
oder diejenigen Reste ein, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt
sind, sind aber nicht darauf beschränkt.
-
„Heterosubstituiertes
Cycloalkylalkyl" bedeutet
einen Rest RaRb-,
wobei Ra für einen heterosubstituierten
Cycloalkylrest steht und Rb für einen
Alkylenrest steht, oder diejenigen Reste, welche hier spezifisch
beispielhaft dargestellt sind.
-
„Heterocycloamino" bedeutet einen gesättigten
einwertigen cyclischen Rest mit 4 bis 8 Ringatomen, wobei ein Ringatom
N ist und die verbleibenden Ringatome C sind. Repräsentative
Beispiele schließen
Piperidin und Pyrrolidin oder diejenigen Reste ein, welche hier
spezifisch beispielhaft dargestellt sind.
-
„Heterocyclyl" bedeutet einen gesättigten
oder ungesättigten
nichtaromatischen cyclischen Rest mit 3 bis 8, vorzugsweise 6 Ringatomen,
bei welchem ein oder zwei, vorzugsweise ein, Ringatome Heteroatome, ausgewählt aus
N, O, oder S(O)n (wobei n eine ganze Zahl
von 0 bis 2 ist), vorzugsweise N oder O, wobei die verbleibenden
Ringatome C sind, wobei ein oder zwei C-Atome gegebenenfalls durch
eine Carbonylgruppe ersetzt werden können. Der Heterocyclylring
kann gegebenenfalls unabhängig
mit einem, zwei oder drei, vorzugsweise einem Substituenten, ausgewählt aus
Alkyl, Halogenalkyl, Heteroalkyl, Halogen, Nitro, Cyano, Cyanoalkyl,
Hydroxy, Alkoxy, Amino, Monoalkylamino, Dialkylamino, Aralkyl, -(X)n-C(O)R (wobei X für O oder NR' steht, n gleich 0 oder 1 ist, R für Wasserstoff,
Alkyl, Halogenalkyl, Hydroxy (wenn n gleich 0 ist), Alkoxy, Amino, Monoalkylamino,
Dialkylamino oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl steht, und
R' für H oder
Alkyl steht), -Alkylen-C(O)Ra (wobei Ra für
Alkyl, OR oder NR'R'' steht, und R für Wasserstoff, Alkyl oder Halogenalkyl
steht, und R' und
R'' unabhängig Wasserstoff
oder Alkyl sind) oder -S(O)nR (wobei n eine
ganze Zahl von 0 bis 2 ist) so dass, wenn n gleich 0 ist, R für Wasserstoff,
Alkyl, Cycloalkyl oder Cycloalkylalkyl steht und wenn n gleich 1
oder 2 ist, R für
Alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl, Amino, Acylamino, Monoalkylamino,
Dialkylamino oder Heteroalkyl, vorzugsweise Alkylsulfoxy oder Alkoxycarbonyl
steht. Spezifischer schließt
der Begriff Heterocyclyl Tetrahydropyranyl, Piperidino, N-Methylpiperidin-3-yl,
2-Oxo-piperidinyl,
Piperazino, N-Methylpyrrolidin-3-yl, 3-Pyrrolidino, Morpholino,
Thiomorpholino, Thiomorpholino-1-oxid, Thiomorpholino-1,1-dioxid,
4-(1,1-Dioxo-tetrahydro-2H-thiopyranyl), Pyrrolinyl, Imidazolinyl,
N-Methansulfonyl-piperidin-4-yl, und die Derivate davon oder diejenigen
Reste ein, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind,
ist aber nicht darauf beschränkt.
-
„Heterocyclylalkyl" bedeutet einen Rest
-RaRb, wobei Ra ein Alkylenrest und Rb ein
Heterocyclylrest ist, wie vorstehend definiert, z. B. Tetrahydropyran-2-ylmethyl,
2- oder 3-Piperidinylmethyl,
3-(4-Methyl-piperazin-1-yl)propyl und dergleichen, oder diejenigen
Reste, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind.
-
„Hydroxyalkyl" bedeutet einen Alkylrest,
wie hier definiert, welcher mit einem oder mehreren, vorzugsweise
einer, zwei oder drei Hydroxygruppen substituiert ist, unter der
Voraussetzung, dass das gleiche Kohlenstoffatom nicht mehr als eine
Hydroxygruppe trägt.
Repräsentative
Beispiele schließen
Hydroxymethyl, 2-Hydroxyethyl, 2-Hydroxypropyl, 3-Hydroxypropyl,
1-(Hydroxymethyl)-2-methylpropyl,
2-Hydroxybutyl, 3-Hydroxybutyl, 4-Hydroxybutyl, 2,3-Dihydroxypropyl,
2-Hydroxy-1-hydroxymethylethyl, 2,3-Dihydroxybutyl, 3,4-Dihydroxybutyl,
1,5-Dihydroxy-pent-3-yl und 2-(Hydroxymethyl)-3-hydroxypropyl, vorzugsweise
2-Hydroxyethyl, 2,3-Dihydroxypropyl
und 1-(Hydroxymethyl)-2-hydroxyethyl ein, sind aber nicht darauf
beschränkt.
Demgemäß wird der
Begriff „Hydroxyalkyl", wie hier verwendet,
verwendet, um eine Untergruppe von Heteroalkylresten oder diejenigen
Reste, welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind, zu
definieren.
-
„Abgangsgruppe” hat die
in der synthetischen organischen Chemie herkömmliche damit in Verbindung gebrachte
Bedeutung, d. h. ein Atom oder eine Gruppe, das/die in der Lage
ist, durch ein Nucleophil verdrängt zu
werden und Halogen (wie Chlor, Brom und Jod), Alkansulfonyloxy,
Arensulfonyloxy, Alkylcarbonyloxy (z. B. Acetoxy), Arylcarbonyloxy,
Mesyloxy, Tosyloxy, Trifluormethansulfonyloxy, Aryloxy (z. B. 2,4-Dinitrophenoxy), Methoxy,
N,O-Dimethylhydroxylamino und dergleichen oder diejenigen Reste,
welche hier spezifisch beispielhaft dargestellt sind, einschließt.
-
„Monoalkylamino" bedeutet einen Rest
-NHR, wobei R für
einen Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Cycloalkyl- oder Cycloalkylalkylrest,
wie vorstehend definiert, steht, z. B. Methylamino, (1-Methylethyl)amino,
Hydroxymethylamino, Cyclohexylamino, Cyclohexylmethylamino, Cyclohexylethylamino
und dergleichen, oder diejenigen Reste, welche hier spezifisch beispielhaft
dargestellt sind.
-
„Gegebenenfalls
substituiertes Phenyl" bedeutet
einen Phenylring, welcher gegebenenfalls unabhängig mit einem oder mehreren
Substituenten, vorzugsweise einem oder zwei Substituenten, ausgewählt aus
Alkyl, Hydroxy, Alkoxy, Halogenalkyl, Halogenalkoxy, Heteroalkyl,
Halogen, Nitro, Cyano, Amino, Methylendioxy, Ethylendioxy und Acyl
substituiert ist, oder diejenigen Reste, welche hier spezifisch
beispielhaft dargestellt sind.
-
„Pharmazeutisch
verträglicher
Exzipient" bedeutet
einen Exzipienten, der bei der Herstellung eines Arzneimittels nützlich ist,
der allgemein sicher, nicht-toxisch und weder biologisch noch anderweitig
unerwünscht
ist, und schließt
Exzipienten ein, die für
die veterinäre
Verwendung, sowie für
die pharmazeutische Verwendung am Menschen verträglich sind. Ein „pharmazeutisch
verträglicher
Exzipient", wie
in der Beschreibung und den Ansprüchen verwendet, schließt sowohl
einen als auch mehr als einen derartigen Exzipienten ein.
-
„Pharmazeutisch
verträgliches
Salz" einer Verbindung
bedeutet ein Salz, das pharmazeutisch verträglich ist, und das die gewünschte pharmakologische
Aktivität
der Stammverbindung besitzt. Derartige Salze schließen ein:
(1) Säureadditionssalze,
die mit anorganischen Säuren,
wie Salzsäure,
Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phophorsäure und
dergleichen gebildet werden; oder die mit organischen Säuren, wie
Essigsäure,
Propansäure,
Hexansäure,
Cyclopentanpropansäure,
Glykolsäure,
Brenztraubensäure, Milchsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Äpfelsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Weinsäure, Citronensäure, Benzoesäure, 3-(4-Hydroxybenzoyl)benzoesäure, Zimtsäure, Mandelsäure, Methansulfonsäure, Ethansulfonsäure, 1,2-Ethan-disulfonsäure, 2-Hydroxyethansulfonsäure, Benzolsulfonsäure, 4-Chlorbenzolsulfonsäure, 2-Naphthalinsulfonsäure, 4-Toluolsulfonsäure, Camphersulfonsäure, 4-Methylbicyclo[2.2.2]-oct-2-en-1-carbonsäure, Glucoheptonsäure, 3-Phenylpropansäure, Trimethylessigsäure, tert-Butylessigsäure, Laurylschwefelsäure, Gluconsäure, Glutaminsäure, Hydroxynaphthoesäure, Salicylsäure, Stearinsäure, Muconsäure und dergleichen
gebildet werden; oder (2) Salze, die gebildet werden, wenn ein saures
Proton, das in der Stammverbindung vorliegt, entweder durch ein
Metallion, z. B. ein Alkalimetallion, ein Erdalkaliion oder ein
Aluminiumion, ersetzt wird; oder es an eine organische Base, wie
Ethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Tromethamin, N-Methylglucamin
und dergleichen koordinativ anlagert.
-
„Schutzgruppe" bezieht sich auf
eine Gruppierung von Atomen, die wenn sie an eine reaktive Gruppe in
einem Molekül
gebunden ist, jene Reaktivität
maskiert, verringert oder vermeidet. Beispiele für Schutzgruppen können in
T. W. Green und P. G. Futs, Protective Groups in Organic Chemistry,
(Wiley, 2. Aufl. 1991) und Harrison und Harrison et al., Compendium
of Synthetic Organic Methods, Bde. 1–8 (John Wiley und Sons, 1971–1996) gefunden
werden. Repräsentative
Aminoschutzgruppen schließen
Formyl, Acetyl, Trifluoracetyl, Benzyl, Benzyloxycarbonyl (CBZ),
tert-Butoxycarbonyl (Boc), Trimethylsilyl (TMS), 2-Trimethylsilyl-ethansulfonyl
(SES), Trityl und substituierte Tritylreste, Allyloxycarbonyl, 9-Fluorenylmethyloxycarbonyl
(FMOC), Nitro-veratryloxycarbonyl (NVOC) und dergleichen ein. Repräsentative
Hydroxyschutzgruppen schließen
jene ein, bei denen die Hydroxygruppe entweder acyliert oder alkyliert
ist, wie bei Benzyl- und Tritylether, sowie Alkylether, Tetrahydropyranylether,
Trialkylsilylether und Allylether.
-
„Behandeln" oder „Behandlung" einer Erkrankung
schließen
ein: (1) das Vermeiden der Erkrankung, d. h. Verursachen, dass die
klinischen Symptome der Erkrankung sich in einem Säuger, welcher
der Erkrankung ausgesetzt oder für
sie prädisponiert
ist, der aber noch keine Symptome der Erkrankung erfährt oder zeigt,
nicht entwickeln; (2) Hemmen der Erkrankung, d. h. zum Stillstand
bringen oder Verringern der Entwicklung der Erkrankung oder seiner
klinischen Symptome; oder (3) Lindern der Erkrankung, d. h. Verursachen, dass
die Erkrankung oder seine klinischen Symptome eine Rückbildung
erfährt/erfahren.
-
„Eine therapeutisch
wirksame Menge" bedeutet
die Menge einer Verbindung, die, wenn an einen Säuger zur Behandlung einer Erkrankung
verabreicht, ausreichend ist, eine derartige Behandlung, für die Erkrankung
zu bewirken. Die „therapeutisch
wirksame Menge" wird
abhängig
von der Verbindung, der Erkrankung und seinem Schweregrad und dem
Alter, Gewicht usw. des zu behandelnden Säugers abhängen.
-
Eine
erfindungsgemäße Ausführungsform
stellte eine Verbindung der Formel I bereit:
Formel
I wobei R
1, R
2,
Z und X
1 wir vorstehend definiert sind.
-
Vorzugsweise
steht Z für
N.
-
Vorzugsweise
steht X1 für O, S oder C=O, stärker bevorzugt
O.
-
Vorzugsweise
steht R1 für Alkyl. Stärker bevorzugt, steht für R1 für
Ethyl.
-
Vorzugsweise
steht für
R2 Alkyl, Aryl, Cycloalkyl oder Heteroalkyl,
stärker
bevorzugt Methyl oder Hydroxyalkyl.
-
Vorzugsweise
steht R
3 für Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl,
mit Heteroalkyl substituiertes Cycloalkyl, heterosubstituiertes
Cycloalkyl, Heteroalkyl, Heterocyclyl oder Heterocyclylalkyl. Stärker bevorzugt
steht R
3 für Cycloalkyl, mit Heteroalkyl
substituiertes Cycloalkyl, heterosubstituiertes Cycloalkyl, Heteroalkyl
oder Heterocyclyl. Wenn R
3 für Heteroalkyl
steht, sind besonders bevorzugte Beispiele für Heteroalkylreste von R
3 Hydroxyalkyl und/oder Alkoxyalkyl, z. B.
(1-Hydroxy-2-methyl)-prop-2-yl, 1-Hydroxy-pentan-2-yl, (S)-2-Hydroxy-1,2-dimethyl-propyl,
(R)-2-Hydroxy-1,2-dimethyl-propyl, (S)-2-Hydroxy-1-methyl-ethyl,
1-Hydroxymethyl-cyclopentan-1-yl,
2-Hydroxy-2-methyl-propyl und 3-Methoxy-1-(2-methoxyethyl)propyl.
Besonders bevorzugte Beispiele für
den Hetererocyclylrest R
3 schließen Tetrahydro-2H-pyran-4-yl,
1-(Methylsulfonyl)piperidin-4-yl, 1-Carboxyethyl)piperidin-4-yl,
1,1-Dioxidotetrahydro-2H-thiopyran-4-yl und Morpholinyl ein. Gemäß einer
anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform
sind bevorzugte erfindungsgemäße Verbindungen
die vorstehenden Verbindungen der Formel (I), bei welchen R
3 ausgewählt
ist aus 4-Hydroxycyclohexyl,
Tetrahydro-2H-pyran-4-yl, 1-(Methylsulfonyl)piperidin-4-yl, Cyclopentyl,
(S)-(2-Hydroxy-1,2-dimethyl)propyl, 2,2-Diethoxyethyl, 2,2-Dimethoxyethyl,
3-Hydroxypyridin-2-yl,
(S)-(1-Hydroxymethyl-2-methyl)propyl, 4-(2-(N,N-Diethylamino)ethoxy)phenyl, Benzyl,
Phenyl, Butyl, Dodecyl, 2-Hydroxyethyl, 3-Methylbutyl, 2-Methylpropyl,
(2-Hydroxy-1,1-dimethyl)ethyl, 2,3,-Dihydroxypropyl, 3-Hydroxypropyl,
Hexyl, Pyridin-2-yl, 2-Morpholinoethyl, 2-(Piperidin-1-yl)ethyl,
Cyclohexylmethyl, 1-(Hydroxymethyl)butyl,
4-Fluorphenyl, Cyclopropylmethyl, 2-Methoxyethyl, 3-(N,N-Dimethylamino)propyl,
Isopropyl, Methyl, 3-Furylmethyl, 1-Oxidotetrahydro-2H-thiopyran-4-yl, 1,1-Dioxidotetrahydro-2H-thiopyran-4-yl,
1-Phenylpropyl, Phenethyl, 4-(2-Hydroxyethyl)phenyl,
3-(4-Methylpiperazin-1-yl)propyl, 4-Hydroxybutyl, 3-Morpholinopropyl,
3-(2-Pyrrolidinon-1-yl)propyl, 2-Acetamidoethyl, 2-(Pyridin-2-yl)ethyl,
Pentyl, 2-(N,N-Dimethylamino)ethyl, 2-(Pyrrolidin-1-yl)ethyl, 3-(Pyrrolidin-1-yl)propyl,
Ethyl, 5-Methylpyridin-2-yl, Propyl, Methyl, Cyclopropyl, (1-Hydroxymethyl-3-methylthio)propyl,
(1-Hydroxymethyl)cyclopentyl, 1,1-Dimethylpropyl, 3-Ethoxy-3-oxo-propyl, 3-Methoxypropyl,
Cylcobutyl, 1-(Oxo-ethoxymethyl)piperidin-4-yl, 4-Methoxycyclohexyl,
3,5-Dihydroxy-cyclohexyl, 2-Cyclohexylethyl, (2-Methylthiazol-5-yl)methyl, Imidazo[2,1-b]thiazol-6-ylmethyl,
4-Phenylbutyl, 2-(4-Aminophenyl)ethyl, Pyridin-3-yl, Tetrahydro-2H-thiopyran-4-yl
und (1-Hydroxymethyl)butyl. Eine andere Gruppe von bevorzugten Verbindungen
sind Verbindungen mit der Formel (I''),

wobei R
1 für Alkyl,
stärker
bevorzugt für
Ethyl, steht; R
2 ausgewählt ist aus Wasserstoff, Alkyl,
Aryl, Cycloalkyl und Heteroalkyl (stärker bevorzugt Methyl oder
Hydroxyalkyl) und R
3 für Heteroalkyl oder Heterocyclyl
steht. Noch stärker
bevorzugt werden Verbindungen der Formel (I''),
wie unmittelbar vorstehend definiert, wobei R
1 und
R
2 ausgwählt
sind aus jenen unmittelbar vorstehend zitierten Resten, und R
3 ausgewählt
ist aus (1-Hydroxy-2-methyl)prop-2-yl, 1-Hydroxy-pentan-2-yl, (S)-2-Hydroxy-1,2-dimethyl-propyl,
(R)-2-Hydroxy-1,2-dimethyl-propyl,
(S)-2-Hydroxy-1-methyl-ethyl, 1-Hydroxymethyl-cyclopentan-1-yl,
2-Hydroxy-2-methyl-propyl, 3-Methoxy-1-(2-methoxy-ethyl)propyl,
Tetrahydro-2H-pyran-4-yl, 1-(Methylsulfonyl)piperidin-4-yl, 1-(Carboxyethyl)piperidin-4-yl,
1,1-Dioxidotetrahydro-2H-thiopyran-4-yl
und Morpholinyl. Noch stärker
bevorzugt werden Verbindungen, wobei R
1 für Ethyl
steht, R
2 für Methyl steht, und R
3 für
(1-Hydroxy-2-methyl)-prop-2-yl, 1-Hydroxy pentan-2-yl, (S)-2-Hydroxy-1,2-dimethyl-propyl,
(R)-2-Hydroxy-1,2-dimethyl-propyl, (S)-2-Hydroxy-1-methyl-ethyl, 1-Hydroxymethyl-cyclopentan-1-yl,
2-Hydroxy-2-methyl-propyl, 3-Methoxy-1-(2-methoxy-ethyl)propyl,
Tetrahydro-2H-pyran-4-yl, 1-(Methylsulfonyl)piperidin-4-yl, 1-Carboxyethyl)piperidin-4-yl, 1,1-Dioxidotetrahydro-2H-thiopyran-4-yl
und Morpholinyl steht.
-
Noch
eine andere Gruppe von bevorzugten Verbindungen sind jene mit der
Formel
wobei R
1 und
R
2 wie vorstehend definiert sind, X für -O-, -C(=O)-,
-N(R
12a)-, oder -CH(R
12b)-
steht; R
12a ausgewählt ist aus Wasserstoff, C
1-4-Alkyl, -C(=O)R
15,
-C(O)
2R
15 und -S(O)
2(C
1-4-Alkyl); R
12b ausgewählt ist aus Wasserstoff, C
1-4-Alkyl, -OR
15,
-C(=O)R
15, -C(O)
2R
15 und -S(O)
2(C
1-4-Alkyl); R
14 ausgewählt ist
aus C
1-4-Alkyl, Oxo (=O), -OR
15,
-C(=O)R
15, -C(O)
2R
15 und -S(O)
2(C
1-4-Alkyl); R
15 bei
jedem Auftreten unabhängig
ausgwählt
ist von jedem anderen R
15 aus Wasserstoff
und C
1-4-Alkyl; q gleich 0 oder 1 ist; und
r gleich 0, 1 oder 2 ist.
-
Innerhalb
dieser Gruppe von bevorzugten Verbindungen werden jene Verbindungen
stärker
bevorzugt, wobei X für
-N(R12a)- steht und R12a für -S(O)2(C1-4-Alkyl) steht.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
in unsolvatisierten Formen, sowie in solvatisierten Formen, einschließlich hydratisierter
Formen, existieren. Im Allgemeinen sind die solvatisierten Formen,
einschließlich
hydratisierter Formen gleichwertig zu den unsolvatisierten Formen
und sollen in den Geltungsbereich der vorliegenden Erfindung einbezogen
werden. Zusätzlich
zu den vorstehend beschriebenen Verbindungen schließen die
erfindungsgmemäßen Verbindungen
alle tautomeren Formen ein. Überdies
schließt
die vorliegende Erfindung ebenfalls alle pharmazeutisch verträglichen
Salze jener Verbindungen zusammen mit allen Stereoisomeren ein,
egal ob in einer reinen chiralen Form oder als ein racemischen Gemisch
oder in einer anderen Form des Gemisches.
-
Die
Verbindungen der Formel I sind weiter in der Lage, pharmazeutisch
verträgliche
Säureadditionssalze
zu bilden. Alle diese Formen sind innnerhalb des Geltungsbereiches
der vorliegenden Erfindung.
-
Pharmazeutisch
verträgliche
Säureadditionssalze
der Verbindungen der Formel I schließen Salze, abgeleitet von anorganischen
Säuren,
wie Salz-, Salpeter-, Phosphor-, Schwefel-, Bromwasserstoff-, Jodwasserstoff-,
Phosphorigsäure
und dergleichen, sowie die Salze, die von organischen Säuren, wie
aliphatischen Mono- und Dicarbonsäuren, Phenyl-substituierten
Alkansäuren,
Hydroxyalkansäuren,
Alkandisäuren,
aromatischen Säuren,
aliphatischen und aromatischen Sulfonsäuren usw., ein. Derartige Salze
schließen
somit Sulfat, Pyrosulfat, Bisulfat, Sulfit, Bisulfit, Nitrat, Phosphat,
Monohydrogenphosphat, Dihydrogenphosphat, Metaphosphat, Pyrophosphat,
Chlorid, Bromid, Jodid, Acetat, Propionat, Caprylat, Isobutyrat,
Oxalat, Malonat, Succinat, Suberat, Sebacat, Fumarat, Malest, Mandelat,
Benzoat, Chlorbenzoat, Methylbenzoat, Dinitrobenzoat, Phthalat,
Benzolsulfonat, Toluolsulfonat, Phenylacetat, Citrat, Lactat, Malest,
Tartrat, Methansulfonat und dergleichen ein. Es werden ebenfalls
Salze von Aminosäuren,
wie Arginat und dergleichen, und Gluconat, Galacturonat (siehe zum
Beispiel Berge S. M., et al., "Pharmaceutical
Salts," J. of Pharmaceutical
Science, 1977, 66, 1–19)
betrachtet.
-
Die
Säureadditionssalze
der basischen Verbindungen können
durch das in Kontakt Bringen der freien Basenform mit einer ausreichenden
Menge der gewünschten
Säure hergestellt
werden, um das Salz auf die herkömmliche
Art zu produzieren. Die freie Basenform kann durch in Kontakt Bringen
der Salzform mit einer Base und dem Isolieren der freien Base auf
die herkömmliche
Weise regeneriert werden. Die freien Basenformen unterscheiden sich
von ihren jeweiligen Salzformen ein wenig in bestimmten physikalischen
Eigenschaften, wie der Löslichkeit
in polaren Lösungsmitteln,
ansonsten sind die Salze für
die Zwecke der vorliegenden Erfindung gleichwertig zu ihren jeweils
freien Basen.
-
Während die
erfindungsgemäßen Formen
hier zurzeit bevorzugte Ausführungsformen
ausmachen, sind viele andere möglich.
Es sollen hier nicht alle möglichen
gleichwertigen Formen oder Konsequenzen der Erfindung erwähnt werden.
Es ist selbstverständlich,
dass die hier verwendeten Begriffe vielmehr lediglich beschreibend
als beschränkend
verwendet werden, und dass verschiedene Änderungen gemacht werden können, ohne
vom Geist oder dem Geltungsbereich der Erfindung abzuweichen.
-
Die
folgenden Abkürzungen
werden in den Verfahren zur Herstellung und in den Beispielen hier
zur Erleichterung der Bezugnahme verwendet:
- EtOH
- = Ethanol
- MeOH
- = Methanol
- DCE
- = Dichlorethan
- DCM
- = Dichlormethan
- EtOAc
- = Ethylacetat
- ges.
- = gesättigt
- THF
- = Tetrahydrofuran
- SCHMP. oder Schmp.
- = Schmelzpunkt
-
Die
erfindungsgmemäßen Verbindungen
können
durch eine Vielfalt von Verfahren hergestellt werden. In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
wird ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I', wobei Z für N steht,
in den nachstehenden Schemata 1 und 4 gezeigt. Ein Verfahren zum
Erzeugen von Verbindungen der Formel I, wobei R2 für eine Aminogruppe
steht, wird in Schema 2 gezeigt. Verfahren zum Erzeugen von Verbindungen
der Formel I'', wobei Z für CH steht,
werden in den Schemata 3 und 3A gezeigt.
-
Es
sollte ersichtlich sein, dass obwohl die Schemata häufig die
exakten Strukturen anzeigen, erfindungsgemäße Verfahren weitverbreitet
analoge Verbindungen der Formel I anwenden, in Anbetracht geeigneter
Berücksichtigung
von Schutz und Entfernen von Schutz von reaktiven funktionellen
Gruppen durch Standardverfahren auf dem Fachgebiet der organischen
Chemie. Zum Beispiel müssen
Hydroxygruppen, um unerwünschte
Nebenreaktionen zu vermeiden, manchmal während chemischen Umsetzungen
an anderen Stellen im Molekül
in Ether oder Ester umgewandelt werden. Die Hydroxyschutzgruppe
wird dann entfernt, um die freie Hydroxygruppe bereitzustellen.
Gleichermaßen
können
Aminogruppen und Carbonsäuregruppen
derivatisiert werden, um sie gegen unerwünschte Nebenreaktionen zu schützen. Typische
Schutzgruppen und Verfahren, sie zu binden und sie abzuspalten,
werden vollständig
in den vorstehenden aufgenommenen Bezugnahmen von T. W. Greene und
P. G. M. Wuts, Protective Groups in Organic Synthesis, 3. Aufl.,
John Wiley & Sons,
New York, 1999, und Harrison und Harrison et al., Compendium of
Synthetic Organic Methods, Bde. 1–8 (John Wiley und Sons, 1971–1996) beschrieben.
-
-
Behandlung
einer Verbindung der Formel Ia mit einem primären Amin (R2-NH2) stellt eine Verbindung der Formel Ib bereit.
Diese Umsetzung wird zweckmäßigerweise
in einem Lösungsmittel
ausgeführt,
welches unter den Umsetzungsbedingungen inert ist, vorzugsweise
in einem halogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoff, besonders
DCM, in einem gegebenenfalls halogenierten aromatischen Kohlenwasserstoff,
oder in einem offenkettigem oder cyclischen Ether, wie THF, in einem
Formamid oder in einem Niederalkanol. Geeigneterweise wird die Umsetzung
bei etwa –20°C bis etwa
120°C ausgeführt.
-
Die
Reduktion einer Verbindung der Formel Ib stellt einen Alkohol der
Formel Ic bereit. Diese Reduktion wird typischerweise unter Verwendung
von Lithiumaluminiumhydrid auf eine Fachleuten wohlbekannte Weise
(z. B. in einem Lösungsmittel,
welches unter Bedingungen der Reduktion inert ist, vorzugsweise
in einem offenkettigem oder cyclischen Ether, besonders THF, bei
etwa –20°C bis etwa
70°C, vorzugsweise
bei etwa 0°C
bis etwa Raumtemperatur) ausgeführt.
-
Die
Oxidation eines Alkohols der Formel Ic stellt ein Carboxaldehyd
der Formel Id bereit. Die Oxidation wird typischerweise mit Mangandioxid
ausgeführt,
obwohl zahlreiche andere Verfahren ebenfalls angewendet werden können (siehe
zum Beispiel ADVANCED ORGANIC CHEMISTRY, 4. AUFL., March, John Wiley & Sons, New York
(1992)). Abhängig
vom angewendeten Oxidadionsmittel wird die Umsetzung zweckmäßigerweise
in einem Lösungsmittel,
das unter den bestimmten Oxidationsbedingungen inert ist, ausgeführt, vorzugsweise
in einem halogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoff, besonders
DCM, oder in einem gegebenenfalls halogenierten aromatischen Kohlenwasserstoff.
Geeigneterweise wird die Oxidation bei etwa 0°C bis etwa 60°C ausgeführt.
-
Die
Umsetzung eines Carboxaldehyds der Formel Id mit einem Ester, R1-X1CH2-CO2R' (wobei
R' für einen
Alkylrest steht und R1 und X1 jene
vorstehend definierten sind) in Gegenwart einer Base stellt eine
Verbindung der Formel Ie bereit. Jedwede relativ nicht-nucleophile Base,
einschließlich
Carbonate, wie Kaliumcarbonat, Lithiumcarbonat und Natriumcarbonat;
Bicarbonaten, wie Kaliumbicarbonat, Lithiumbicarbonat und Natriumbicarbonat;
Kalium-tert-butoxid, Natriumhexamethyldisilazan, Kaliumhexamethyldisilazan,
Lithiumhexamethyldisilazan, LDA, Natriumhydrid oder Amine, wie sekundäre und tertiäre Amine;
und an Harz-gebundene Amine, wie 1,3,4,6,7,8-Hexahydro-2H-pyrimido[1,2-a]pyrimidin,
kann verwendet werden. Zweckmäßigerweise
wird die Umsetzung in einem Lösungsmittel,
welches relativ polar ist, aber unter den Umsetzungsbedingungen
inert ist, vorzugsweise in einem Amid, wie Dimethylformamid, N-substituiertes
Pyrrolidinon, besonders 1-Methyl-2-pyrrolidinon, und bei einer Temperatur
von etwa 25°C
bis etwa 150°C
ausgeführt.
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Die
Oxidation von Ie mit einem Oxidationsmittel, z. B. einer Persäure, wie
3-Chlorperbenzoesäure (d. h.
MCPBA) oder Oxone®, stellt ein Sulfon (If)
bereit, welches in eine Vielfalt von Zielverbindungen umgewandelt
werden kann. Typischerweise wird die Oxidation von Ie in einem Lösungsmittel,
welches unter den Bedingungen der Oxidation inert ist, ausgeführt. Zum
Beispiel ist, wenn MCPBA als das Oxidationsmittel verwendet wird,
das Lösungsmittel
vorzugsweise ein halogenierter aliphatischer Kohlenwasserstoff,
besonders Chloroform. Wenn Oxone® als
das Oxidationsmittel verwendet wird, ist das Lösungsmittel vorzugsweise MeOH, wässriges
Ethanol oder wässriges
THF. Die Umsetzungstemperatur hängt
vom verwendeten Lösungsmittel ab.
Für ein
organisches Lösungsmittel
ist die Umsetzungstemperatur im Allgemeinen bei etwa –20°C bis etwa 50°C, vorzugsweise
etwa 0°C
bis etwa Raumtemperatur. Wenn Wasser als das Lösungsmittel verwendet wird, ist
die Umsetzungstemperatur im Allgemeinen von etwa 0°C bis etwa
50°C, vorzugsweise
etwa 0°C
bis etwa Raumtemperatur. Alternativ dazu kann die Oxidation unter
katalytischen Bedingungen mit auf Rhenium/Peroxid beruhenden Reagenzien
ausgeführt
werden, siehe („Oxidation
of Sulfoxides by Hydrogen Peroxide Catalyzed by Methyltrioxorhenium(VII)", Lahti, David W.;
Espenson, James H, Inorg. Chem. (2000) 39 (10) S. 2164–2167; „Rhenium
oxo complexes in catalytic oxidations, Catal. Today (2000) 55 (4),
S. 317–363
und „A Simple
ad Efficient Method for the Preparation of Pyridine N-Oxides", Coperet, Christophe;
Adolfsson, Hans; Khuong, Tinh-Alfredo V.; Yudin, Andrei K.; Sharpless,
K. Barry, J. Org. Chem. (1998) 63 (5), S. 1740–1741). Umsetzen der Verbindung
If mit einem Amin (R3-NH2)
stellt die Verbindungen der Formel I' bereit. Die Umsetzung kann in Gegenwart
oder in Abwesenheit eines Lösungsmittels
ausgeführt
werden. Zweckmäßigerweise wird
die Umsetzung bei Temperaturen von etwa 0°C bis etwa 200°C, stärker bevorzugt
etwa Raumtemperatur bis etwa 150°C,
ausgeführt.
Alternativ dazu kann in einigen Fällen das Sulfid Ie oder das
entsprechende Sulfoxid, statt dem Sulfon If, direkt mit einem Amin
(R3-NH2) umgesetzt
werden, um die Verbindungen der Formel I' bereitzustellen.
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Demgemäß stellt
die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen
der Formel I durch Behandeln einer Verbindung der allgemeinen Formel
Ie, If oder dem entsprechenden Sulfoxid mit einem Amin (R3-NH2) und gegebenenfalls
Umsetzen des so erhaltenen Produkts mit R2-L
bereit, wobei R2 für Alkyl steht und L eine Abgangsgruppe
ist.
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-
Verbindungen
der Formel I, wobei R2 für Amino, Monoalkylamino, Dialkylamino
oder NR22-Y-R23 steht, können, wie
in Schema 2 gezeigt, aus dem entsprechenden 2-Alkylthio-8-amino-[2,3-d]pyridopyrimidin-7(8H)-on
(IV, Z = N) oder 7-Alkylthio-1-amino-1,6-naphthyridin-2-on (IV, Z = CH), gezeigt
in Schema 2, durch Aminierung mit O-Diphenylphosphinylhydroxylamin (siehe
Colvin, E. W.; Kirby, G. W.; Wilson, A. C. Tetrahedron Lett. (1982),
23, 3835 für
die Herstellung und Klottzer, W.; Stadlwieser, J.; Raneburger, J.
Org. Synth. (1986), 64, S. 96–103
für Beispiele)
hergestellt werden. Das so erhaltene Amin kann dann auf eine Vielfalt
von unterschiedlichen Weisen substituiert werden. Mono- oder Dialkylierung
ist über
die schrittweise reduktive Alkylierungen (unter Verwendung von substituierten
Aldehyden) möglich.
Alternativ dazu kann das Amin mit Acylhalogeniden, Halogenformiaten
oder Halocarbonaten acyliert werden. Das Amin kann ebenfalls mit
Sulfonylhalogeniden sulfonyliert werden. Schließlich stellt eine Verdrängung des
Sulfids (oder des entsprechenden Sulfoxids oder Sulfons) mit einem
Amin R3NH2 wie zuvor
für Verbindung
Ie in Schema 1 beschrieben, Verbindungen der Formel I (Verbindungen
der Formel I, wobei Z für
CH steht und R2 = NA) bereit.
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Ethyl-2,4-dichlorpyridin-5-carboxylat
wird mit einem Amin R2NH2 behandelt,
um den Ester 3g bereitzustellen. Diese Umsetzung wird zweckmäßigerweise
in einem Lösungsmittel
ausgeführt,
welches unter den Umsetzungsbedingungen inert ist, vorzugsweise
in Acetonitril, in einem gegebenenfalls halogenierten aromatischen
Kohlenwasserstoff oder in einem offenkettigen oder cyclischen Ether,
wie THF, in einem Formamid oder in einem Niederalkanol, ausgeführt. Geeigneterweise
wird die Umsetzung bei etwa –20°C bis etwa
120°C ausgeführt.
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Die
Reduktion einer Verbindung der Formel 3g stellt einen Alkohol bereit.
Diese Reduktion wird typischerweise unter Verwendung von Lithiumaluminiumhydrid
auf eine Fachleuten wohlbekannte Weise (z. B. in einem Lösungsmittel,
welches unter Bedingungen der Reduktion inert ist, vorzugsweise
in einem offenkettigen oder cyclischen Ether, besonders THF, bei
etwa –20°C bis etwa
70°C, vorzugsweise
bei etwa 0°C
bis etwa Raumtemperatur) ausgeführt.
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Die
Oxidation des Alkohols stellt ein Carboxaldehyd der Formel 3h bereit.
Die Oxidation wird typischerweise mit Mangandioxid ausgeführt, obwohl
zahlreiche andere Verfahren ebenfalls angewendet werden können (siehe
zum Beispiel ADVANCED ORGANIC CHEMISTRY, 4. AUFL., March, John Wiley & Sons, New York (1992)).
Abhängig
vom angewendeten Oxidadionsmittel wird die Umsetzung zweckmäßigerweise
in einem Lösungsmittel,
welches unter den bestimmten Oxidationsbedingungen inert ist, ausgeführt, vorzugsweise
in einem halogenierten aliphatischem Kohlenwasserstoff, besonders
DCM, oder in einem gegebenenfalls halogenierten aromatischen Kohlenwasserstoff.
Geeigneterweise wird die Oxidation bei etwa 0°C bis etwa 60°C ausgeführt. Umsetzung
eines Carboxaldehyds der Formel 3h mit einem Ester, R1-X1CH2-CO2R' (wobei R' für einen Alkylrest
steht und R1 und X1 jene
vorstehend definierten sind) in Gegenwart einer Base stellt eine
Verbindung der Formel 3i bereit. Jedwede relativ nicht-nucleophile
Base, einschließlich
Carbonate, wie Kaliumcarbonat, Lithiumcarbonat und Natriumcarbonat;
Bicarbonate, wie Kaliumbicarbonat, Lithiumbicarbonat und Natriumbicarbonat;
Kalium-tert-butoxid, Natriumhexamethyldisilazan, Kaliumhexamethyldisilazan,
Lithiumhexamethyldisilazan, LDA, Natriumhydrid oder Amine, wie sekundäre und tertiäre Amine;
und an Harz-gebundene Amine, wie 1,3,4,6,7,8-Hexahydro-2H-pyrimido[1,2-a]pyrimidin
kann verwendet werden. Zweckmäßigerweise
wird die Umsetzung in einem Lösungsmittel,
welches relativ polar ist, aber unter den Umsetzungsbedingungen
inert ist, vorzugsweise einem Amid, wie Dimethylformamid, N-substituiertes Pyrrolidinon,
besonders 1-Methyl-2-pyrrolidinon, und bei einer Temperatur von
etwa 25°C
bis etwa 150°C
ausgeführt.
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Verdrängung des
Chlorids mit einem Amin R3NH2 wie
zuvor für
Verbindung Ie in Schema 1 beschrieben (vorzugsweise rein bei 150–160°C) stellt
Verbindungen der Formel I'' (Verbindungen der
Formel I, wobei Z für
CH steht) bereit.
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4-Amino-3,6-dibrompyridin
(Den Hertog et. al., Rec. Trav. Chim. Pays-Bas, 64 85–100 (1945)),
wird mit Natriummethylthiolat behandelt, um 4-Amino-3-brom-6-methylthio-pyridin
zu geben (Schritt a, siehe Windscheif, P; Voegtle, F.; Synthesis,
87092 (1994)). Das Methylthiopyridin wird in einer Heckumsetzung
unter Palladiumkatalyse (z. B. Palladiumacetat) in Gegenwart einer
Base (z. B. Kaliumacetat oder Tributylamin) mit dem Vinylester 3a
gekoppelt, um eine Verbindung der Formel 3b (siehe Dong, Y.; Busacca,
C. A. J. Org. Chem., 62, 6464–65
(1997) zu geben. Ringschluss unter basischen Bedingungen gibt ein
1,6-Naphthyridon der Formel 3c. Alkylierung von 3c mit einem Alkylhalogenid
(oder jedwedes andere Alkylierungsmittel R3-X
wobei X eine Abgangsgruppe ist) gibt ein 1-alkyliertes Naphthyridon der Formel
3d. Oxidation von 3d und Verdrängung
des Sulfons mit einem Amin R3NH2 wie
zuvor für
Verbindung Ie in Schema 1 beschrieben, stellt Verbindungen der Formel
I'' (Verbindungen der
Formel I, wobei Z für
CH steht) bereit. Ein alternativer Weg wird in Schema 3A gezeigt.
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Verbindungen
der Formel (4d) können
mit Ethylethoxyacetat in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Toluol, durch
die Zugabe von Kalium-t-butoxid umgesetzt werden, um Verbindungen
der Formel (4h) bereitzustellen. Die Verbindungen (4h) können in
die entsprechenden Sulfonylverbindungen (4i) durch Umsetzung mit einem
Oxidans oder einer Persäure,
wie Chlorperbenzoesäure,
in einem Lösungsmittel,
wie DCM, umgewandelt werden. Verbindungen (4i) können durch Umsetzung mit dem
gewünschten
Amin R3-NH2, in
einem Lösungsmittel,
wie DCM, in Verbindungen der Formel (I'')
umgewandelt werden.
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Ein
Fachmann wird verstehen, dass bestimmte Modifikationen der vorstehenden
Schemata in Betracht gezogen werden und innerhab des Geltungsbereichs
der vorliegenden Erfindung sind.
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Zum
Beispiel werden bestimmte Schritte die Verwendung von Schutzgruppen
für funktionelle
Gruppen, die mit bestimmten Umsetzungsbedingungen nicht kompatibel
sind, einbinden.
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Diese
Verfahren sind ebenfalls ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Die
Verbindungen der Formel I und die pharmazeutisch verträglichen
Salze der basischen Verbindungen der Formel I mit Säuren können als
Medikamente verwendet werden, z. B. in Form von pharmazeutischen Formulierungen.
Die pharmazeutischen Formulierungen können enteral verabreicht werden,
z. B. oral in Form von Tabletten, überzogenen Tabletten, Dragees,
Hart- und Weichgelatinekapseln, Lösungen, Emulsionen oder Suspensionen,
nasal, z. B. in Form von Nasensprays, oder rektal, z. B. in Form
von Zäpfchen.
Allerdings können
sie ebenfalls parenteral, z. B. in Form von Injektionslösungen,
verabreicht werden.
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Die
Verbindungen der Formel I und ihre vorher erwähnten pharmazeutisch verträglichen
Salze können mit
pharmazeutisch inerten, organischen oder anorganischen Trägern für die Produktion
von pharmazeutischen Formulierungen verarbeitet werden. Lactose,
Maisstärke
oder Derivate davon, Talk, Stearinsäure oder ihre Salze und dergleichen
können
zum Beispiel als derartige Träger
für Tabletten, überzogene
Tabletten, Dragees und Hartgelatinekapseln verwendet werden. Geeignete
Träger
für Weichgelatinekapseln
sind zum Beispiel pflanzliche Öle,
Wachse, halbfeste und flüssige
Polyole und dergleichen; abhängig
von der Beschaffenheit der Wirkstoffe werden jedoch gewöhnlich im
Falle von Weichgelatinekapseln keine Träger benötigt. Geeignete Träger für die Produktion
von Lösungen
und Sirupen sind zum Beispiel Wasser, Polyole, Saccharose, Invertzucker,
Glucose und dergleichen. Geeignete Träger für Zäpfchen sind zum Beispiel natürliche und
gehärtete Öle, Wachse,
Fette, halbfeste und flüssige
Polyole und dergleichen.
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Die
pharmazeutischen Formulierungen können ebenfalls Konservierungsmittel,
Löslichkeitshilfen, Stabilisatoren,
Netzmittel, Emulgatoren, Süßungsmittel,
Farbstoffe, Geschmackstoffe, Salze zum Variieren des osmotischen
Drucks, Puffer, Maskierungsmittel oder Antioxidantien enthalten.
Sie können
ebenfalls therapeutisch wertvolle Substanzen, verschieden von den
Verbindungen der Formel I und ihrer vorher erwähnten pharmazeutisch verträglichen
Salze, enthalten.
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Medikamente,
welche eine Verbindung der Formel I oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz der basischen Verbindung der Formel I mit einer Säure in Assoziation
mit einem kompatiblen pharmazeutischen Trägermaterial enthalten, sind
ebenfalls ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, so wie es ein
Verfahren zur Herstellung eines derartigen Medikaments ist, welches
das in eine galenischen Verabreichungsform Bringen von einer oder
mehrerer dieser Verbindungen oder Salze und, auf Wunsch einer oder
mehrerer anderer therapeutisch wertvoller Substanzen zusammen mit
einem kompatiblen pharmazeutischen Träger umfasst.
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Wie
früher
erwähnt,
können
die Verbindungen der Formel 1 und ihre vorher erwähnten pharmazeutisch
verträglichen
Salze in Übereinstimmung
mit der Erfindung als therapeutische Wirkstoffe verwendet werden,
besonders als entzündungshemmende
Mittel oder für
die Vermeidung von Transplantatabstoßung nach einer Transplantationsoperation.
Die Dosierung kann innerhalb breiter Beschränkungen variieren und wird
natürlich
an die individuellen Bedürfnisse
in jedem bestimmten Fall angepasst werden. Im Allgemeinen sollte
im Fall der Verabreichung an Erwachsene eine zweckmäßige Dosierung
etwa 0,1 mg/kg bis etwa 100 mg/kg, vorzugsweise etwa 0,5 mg/kg bis
etwa 5 mg/kg, sein. Die tägliche
Dosierung kann als eine Einzeldosis oder in geteilten Dosen verabreicht
werden und zusätzlich
kann die obere früher
angegebene Beschränkung
für die Dosierung überschritten
werden, wenn festgestellt wird, dass dies angezeigt ist.
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Schließlich ist
die Verwendung von Verbindungen der Formel I und ihre vorher erwähnten pharmazeutisch
verträglichen
Salze für
die Produktion von Medikamenten, besonders zur Behandlung oder Prophylaxe von
entzündlichen,
immunologischen, onkologischen bronchopulmonaren, dermatologischen
und kardiovaskulären
Störungen,
zur Behandlung von Asthma, Störungen
des Zentralnervensystem oder diabetischen Komplikationen oder für die Vermeidung
von Transplantatabstoßung
nach Tranplantationsoperationen ebenfalls ein erfindungsgemäßer Gegenstand.
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Verbindungen
der Formel I würden
für die
Behandlung von jedweder Störung
oder jedweden Erkrankungszustand bei einem Menschen oder einem anderen
Säuger,
der durch übermäßige oder
unregulierte Produktion von TNF oder p38-Kinase durch einen deratigen
Säuger
verschlimmert oder verusacht wird, nützlich sein, sind aber nicht
darauf beschränkt.
Demgemäß stellt
die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Behandlung einer durch Cytokin
vermittelten Erkrankung, welches das Verabreichen einer wirksamen
mit Cytokin interferierenden Menge einer Verbindung der Formel I
oder eines pharmazeutisch verträglichen
Salzes oder Tautomers davon, umfasst, bereit.
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Verbindungen
der Formel I würden
für die
Behandlung einer Entzündung
bei einem Patienten und für die
Verwendung als Antipyretika bei der Behandlung von Fieber nützlich sein,
sind aber nicht darauf beschränkt.
Erfindungsgemäße Verbindungen
würden
für die
Behandlung von Arthritis, einschließlich, aber nicht beschränkt auf
rheumatoide Arthritis, Spondyloarthropathien (z. B. Spondylitis
ankylosans), Gichtarthritis, Arthritis Psoriatica, Osteoarthritis,
systemischen Lupus erythematosus, juveniler Arthritis und andere
arthritische Zustände,
nützlich
sein. Derartige Verbindungen würden
für die
Behandlung von Lungenstörungen
oder Lungenentzündung,
einschließlich
Schocklunge, Lungensarkoidose, Asthma, Silicose und chronischer
entzündlicher
Lungenerkrankung nützlich
sein. Die Verbindungen sind ebenfalls für die Behandlung von viralen
und bakteriellen Infektionen, einschließlich Sepsis, septischem Schock,
gram negativer Sepsis, Malaria, Meningitis, Kachexie, die sekundär zu Infektion
oder Malignität
ist, Kachexie, die sekundär
zum erworbenen Immundefektsyndrom (AIDS) ist, AIDS, ARC (AIDS-verwandter
Komplex), Pneumonia und Herpesvirus nützlich. Die Verbindungen sind
ebenfalls für
die Behandlung von Knochenresorptionserkrankungen, wie Osteoporose,
endotoxischen Schock, toxischem Schocksyndrom, Reperfusionsverletzung,
Autoimmunerkrankung, einschließlich
Transplantat-Wirt-Reaktion
und Allotransplantatabstoßungen,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einschließlich Atherosklerosen, Thrombose,
Stauungsherzinsuffizienz, und Reperfusionsverletzung des Herzens,
renaler Reperfusionsverletzung, Lebererkrankungen und Nephritis
und Myalgien aufgrund von Infektion nützlich.
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Die
Verbindungen sind ebenfalls für
die Behandlung von Alzheimer Krankheit, Influenza, Multipler Sklerose,
Krebs, systemischem Lupus erthrematosis (SLE), mit der Haut in Beziehung
stehenden Zuständen, wie
Psoriasis, Ekzem, Verbrennungen, Dermatitis, Keloidbildung und Narbengewebsbildung,
nützlich.
Zusätzlich
sind erfindungsgemäße Verbindungen
bei der Behandlung von gastrointestinalen Zuständen, wie entzündlicher
Darmerkrankung, Crohn Krankheit, Gastritis, Reizdarmsyndrom und
Colitis ulcerosa, nützlich.
Die Verbindungen sind ebenfalls für die Behandlung von ophthalmischen
Erkrankungen, wie Retinitis, Retinopathien, Uveitis, ocularer Photophobie
und von akuter Verletzung des Augengewebes nützlich. Die Verbindungen können ebenfalls
bei der Behandlung von Angiogenese, einschließlich Neoplasie; Metastasierung;
ophthalmologischen Zuständen,
wie Hornhaut-Transplantatabstoßung,
okulärer
Gefäßneubildung,
retinaler Gefäßneubildung,
einschließlich
Gefäßneubildung
nach Verletzung oder Infektion, diabetischer Retinopathie, retrolentaler Fibroplasie
und neovaskulärem
Glaukom; ulcerativer Erkrankungen, wie Magengeschwür; pathologischer, aber
nicht maligner Zustände,
wie Hämangiome,
einschließlich
infantiler Hämangiome,
Angiofibrome des Nasenrachenraums und avaskulärer Nekrose von Knochen; diabetischer
Nephropathie und Kardiomyopathie; und Störungen des weiblichen Reproduktionssystems,
wie Endometriose, verwendet werden. Die Verbindungen können weiters
zur Vermeidung der Produktion von Cyclooxygenase-2 verwendet werden.
Vorzugsweise sind die erfindungsgemäßen Verbindungen bei der Behandlung
von rheumatoider Arthritis, Spondylitis ankylosans, Arthritis Psoriatica,
Crohn Krankheit, Reizdarmsyndrom, entzündlicher Darmerkrankung, Psoriasis, Schocklunge,
Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder Alzheimer
Krankheit oder onkologischen Störungen
nützlich.
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Außer dass
sie für
die Behandlung von Menschen nützlich
sind, sind sie auch für
die tierärztliche
Behandlung von Haustieren, exotischen Tieren und Nutztieren, einschließlich Säugern, Nagern
und dergleichen, nützlich.
Stärker
bevorzugte Tiere schließen
Pferde, Hunde und Katzen ein.
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Die
vorliegenden Verbindungen können
ebenfalls bei Co-Therapien, teilweise oder vollständig, an Stelle
von anderen herkömmlichen
entzündungshemmenden
Mitteln, wie zusammen mit Steroiden, Inhibitoren für Cyclooxygenase-2,
NSAIDs, DMARDS, Immunosuppressiva, Inhibitoren für 5-Lipoxygenase, LTB4-Antagonisten
und Inhibitoren für
LTA4-Hydrolase verwendet werden.
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Wie
hier verwendet, bezieht sich der Begriff „TNF vermittelte Störung" auf jedwede und
alle Störungen und
Erkrankungszustände,
bei welchen TNF eine Rolle spielt, entweder durch Kontrolle von
TNF selbst, oder in dem TNF veranlasst, dass ein anderes Monokin,
wie IL-1, IL-6 oder IL-8, aber nicht darauf beschränkt, freigesetzt
wird. Ein Erkrankungszustand, bei welchem beispielsweie IL-1 eine
Hauptkomponente darstellt, und dessen Produktion oder Wirkung sich
als Antwort auf TNF verschlimmert oder sezerniert, würde daher
als eine durch TNF vermittelte Störung betrachtet werden.
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Wie
hier verwendet bezieht sich der Begriff "p38 vermittelte Störung" auf jedwede und alle Störungen und
Erkrankungszustände,
bei welchen p38 eine Rolle spielt, entweder durch die Kontrolle
von p38 selbst, oder indem p38 veranlasst, dass ein anderer Faktor,
wie IL-1, IL-6 oder IL-8, aber nicht darauf beschränkt, freigesetzt
wird. Ein Erkrankungszustand, bei welchem beispielsweie IL-1 eine
Hauptkomponente darstellt, und dessen Produktion oder Wirkung sich
als Antwort auf p38 verschlimmert oder sezerniert, würde daher
als eine durch p38 vermittelte Störung betrachtet werden.
-
Da
TNF-β eine
innige strukturelle Homologie mit TNF-α (ebenfalls bekannt als Cachectin)
aufweist, und da jedes ähnliche
biologische Reaktionen induziert und an den gleichen zellulären Rezeptor
bindet, werden sowohl die Synthese von TNF-α als auch TNF-β durch die
erfindungsgemäßen Verbindungen
inhibiert, und beziehen sich hier somit kollektiv auf „TNF", außer es ist
anderweitig spezifisch geschildert.
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BEISPIELE
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Wenn
nicht anderweitig angegeben, sind alle Temperaturen einschließlich der
Schmelzpunkte (d. h. Schmp.) in Grad Celsius (°C).
-
HERSTELLUNG 1
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4-Methylamino-2-methylthiopyrimidin-5-carboxaldehyd
-
Schritt
A: Herstellung von Ethyl-4-methylamino-2-methyl-thiopyrimidin-5-carboxylat
-
Zu
einer Lösung
aus Ethyl-4-chlor-2-methylthiopyrimidin-5-carboxylat (Aldrich, 20
g, 86 mmol) in 250 ml DCM bei 0°C
wurde langsam eine Lösung
aus Methylamin in EtOH (33%, 35 ml, 281 mmol) gegeben. Nach 30 Minuten
langem Rühren
wurde Wasser (150 ml) zugegeben, und die Phasen wurden getrennt.
Die organische Phase wurde getrocknet (MgSO4) und
filtriert. Das Filtrat wurde unter verringertem Druck eingedampft, um
19 g des Ethyl-4-methylamino-2-methylthiopyrimidin-5-carboxylats
als einen weißen
Feststoff zu geben.
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Schritt
B: Herstellung von 4-Methylamino-2-methylthiopyrimidin-5-methanol
-
Lithiumaluminumhydrid
(8,2 g, 215 mmol) wurde in trockenem THF (300 ml) bei 5°C gerührt und
tropfenweise mit einer Lösung
aus Ethyl-4-methylamino-2-methylthio-pyrimidin-5-carboxylat (46 g, 215 mmol) in trockenem
THF (450 ml) behandelt. Das Umsetzungsgemisch wurde 15 Minuten lang
gerührt
und dann wurde Wasser (18 ml) tropfenweise vorsichtig zugegeben.
Das Reaktionsgemisch wurde 30 Minuten lang gerührt und dann wurde eine wässrige Lösung aus
Natriumhydroxid (15%, 8,5 ml) tropfenweise zugegeben, gefolgt von Wasser
(25,5 ml). Die so erhaltene Suspension wurde 17 Stunden lang bei
Raumtemperatur gerührt
und dann filtriert. Der Filterrückstand
wurde mit THF (2 ×,
100 ml) gewaschen und das vereinigte Filtrat und die Waschungen
wurden unter verringertem Druck eingedampft. Der Rückstand
wurde in EtOAc/Hexan – 1/2
(200 ml) suspendiert, und der Feststoff wurde filtriert und getrocknet,
um 32,7 g 4-Methylamino-2-methylthiopurimidin-5-methanol als einen gelben Feststoff
bereitzustellen.
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Schritt
C: Herstellung von 4-Methylamino-2-methylthiopyrimidin-5-carboxaldehyd
-
4-Methylamino-2-methylthiopyrimidin-5-methanol
(20 g, 108 mmol) und 11 DCM wurden unter Rühren vereinigt und mit Mangandioxid
(87 g, 1 mol) behandelt. Die so erhaltene Suspension wurde 24 Stunden
lang gerührt
und dann durch Celite filtriert. Der Filterrückstand wurde mit DCM (100
ml) gewaschen, und das vereinigte Filtrat und die Waschungen wurden
unter verringertem Druck eingedampft, um 15,8 g des 4-Methylamino-2-methylthiopyrimidin-5-carboxaldehyds
als einen weißen
Feststoff zu geben.
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HERSTELLUNG 2
-
4-(Cyclopropylamino)-2-(methylthio)pyrimidin-5-carboxaldehyd
-
4-Cyclopropylamino-2-methylthiopyrimidin-5-carboxaldehyd
wurde wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt (Schritte A bis
C), wobei von Ethyl-4-chlor-2-methylthiopyrimidin-5-carboxylat (Aldrich
Chemical Co.) und Cyclopropylamin (Aldrich Chemical Co.) ausgegangen
wurde.
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HERSTELLUNG 3
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4-[(4-Fluorphenyl)amino]-2-(methylthio)pyrimidin-5-carboxaldehyd
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4-[(4-Fluorphenyl)amino]-2-(methylthio)pyrimidin-5-carbaldehyd
wurde wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt (Schritte A bis
C), wobei von Ethyl-4-chlor-2-methylthiopyrimidin-5-carboxylat (Aldrich
Chemical Co.) und 4-Fluoranilin (Aldrich Chemical Co.) ausgegangen
wurde.
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HERSTELLUNG 4
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4-(Ethylamino)-2-(methylthio)pyrimidin-5-carboxaldehyd
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Schritt
A: Herstellung von Ethyl-4-ethylamino-2-methyl-thiopyrimidin-5-carboxylat
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Zu
einer Lösung
aus 25 g (107 mmol) Ethyl-4-chlor-2-methylthio-5-pyrimidincarboxylat
in 250 ml THF wurden 47 ml (337 mmol) Triethylamin und 43 ml 70%
Ethylaminlösung
(668 mmol) gegeben. Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur 4 Stunden
lang gerührt
und zur Trockene eingedampft. Dieses Material wurde in einem Gemisch
aus EtOAc/Wasser gelöst, zwei
Mal mit 10% NaHCO3-Lösung gewaschen, getrocknet (MgSO4) und zur Trockene eingedampft, um das vorstehend
betitelte Produkt als einen Feststoff zu geben. Ausbeute 24,1 g.
-
Schritt
B: Herstellung von 4-Ethylamino-2-methylthiopyrimidin-5-methanol
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Eine
Lösung
aus dem Ethyl-4-ethylamino-2-methylthio-pyrimidincarboxylat (24,1
g, 100 mmol) in THF (250 ml) wurde in einem Eisbad auf 0°C gekühlt. Zu
dieser Lösung
wurde über
eine Stunde hinweg in kleinen Portionen vorsichtig Lithiumaluminiumhydrid
(4,3 g, 113 mmol) gegeben. Eine Stunde nachdem die Zugabe abgeschlossen
war, wurde langsam Wasser (4,3 ml) zugegeben, dann wurde dazu eine
Lösung
aus NaOH (4,3 ml, 15%), dann weitere 13 ml Wasser gegeben und dann
wurde das Gemisch 1 Stunde lang gerührt. Die so erhaltene Suspension
wurde filtriert und der Filterrückstand
zwei Mal mit 100 ml THF gewaschen. Diese Lösung wurde unter verringertem
Druck eingedampft. Der Rückstand
wurde mit 150 ml Et2O gerührt, filtriert und
getrocknet. Ausbeute 19,1 g.
-
Schritt
C: Herstellung von 4-Ethylamino-2-methylthiopyrimidin-5-carboxaldehyd
-
Zu
einer Lösung
aus 4-Ethylamino-2-methylthiopyrimidin-5-methanol (19,1 g, 96 mmol)
in 1000 ml DCM wurden 87 g Mangandioxid gegeben. Die so erhaltene
Suspension wurde 20 Stunden lang gerührt und durch Celite filtriert.
Der Rückstand
wurde zwei Mal mit 100 ml DCM gewaschen, und das vereinigte Filtrat
und die Waschungen wurden unter verringertem Druck eingedampft,
um das Produkt als einen Feststoff zu geben. Ausbeute 12,8 g.
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HERSTELLUNG 5
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4-Amino-2-methylthiopyrimidin-5-carbaldehyd
-
Schritt
A: Herstellung von 3,3-Diethoxy-2-formylpropionitril-Kaliumsalz
(H-5A))
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus 3,3-Diethoxypropannitril (283,80 g, 1,98 mol) und Methylformiat (148,80
g, 2,48 mol) in wasserfreiem THF (1,1 l) bei 10°C wurde 1,0 M Kalium-tert-butoxid
in THF (2,2 l, 2,2 mol) gegeben. Die Temperatur wurde während der
45 Minuten langen Zugabe im Bereich von 10°C bis 15°C gehalten. Nach der Zugabe
wurde die so erhaltene Aufschlämmung
2 Stunden lang bei Umgebungstemperatur gerührt. Hexan (400 ml) wurde dann
zugegeben, und das Rühren
wurde weitere 20 min lang fortgesetzt. Die Aufschlämmung wurde
filtriert und der Kuchen mit 1/1 Hexan/THF gewaschen und über Nacht
bei 60°C
in einem Vakuumofen getrocknet, um 302,5 Gramm (73,0%) der vorstehenden
Verbindung H-5A als ein blassbraunes Pulver zu erbringen. 1H-NMR (CD3OD) war
mit der gewünschten
Struktur konsistent.
-
Schritt
B: Herstellung von 4 Amino-2-sulfanylpyrimidin-5-carbaldehyd (H-5B)
-
Eine
Aufschlämmung
aus Thioharnstoff (92,8 g, 1,22 mol) in EtOH (90 ml) wurde unter
Rückfluss
erhitzt und heftig gerührt.
Zu dieser Aufschlämmung
wurde eine Suspension aus 3,3-Diethoxy-2-formylpropionitril-Kaliumssalz
(H-5A) (222,20 g, 1,06 mol) in 25% Natriummethoxid/MeOH (85,5 ml,
0,37 mol) und EtOH (285 ml) in fünf
Aliquoten über
einen Zeitraum von 10 Minuten hinweg gegeben, während die Rückflussbedingungen beibehalten
wurden (alternativ dazu kann die letztere Aufschlämmung auf
50°C erhitzt
werden, um eine homogene Lösung
für die
Zugabe zu geben). Eine weitere Portion EtOH (150 ml) wurde zugegeben,
um das Rühren
zu erleichtern. Die Farbe der dicken Aufschlämmung wurde nach der Zugabe
hellgelb, und die dicke Aufschlämmung
wurde eine weitere Stunde lang unter Rückfluss gehalten. Das Gemisch
wurde dann gekühlt und
auf einem Rotationseindampfer bis nahe zur Trockene eingedampft.
Der Rückstand
wurde in Wasser (940 ml) gelöst.
Das Rohprodukt wurde aus der Lösung
durch die Zugabe von 30% Essigsäure
(280 ml) gefällt
und über
Filtration unter Verwendung eines mittelstark-gesinterten Glasfiltrationstrichters
isoliert. Der Kuchen wurde mit Wasser (800 ml) gewaschen. 30 Minuten
lange Reinigung durch Verreiben in heißem Wasser (1 l), gefolgt von
Kühlen
und Filtration gaben 118,9 Gramm (72,3%) des Produkts als einen
hellgelben Feststoff, nachdem über
Nacht in einem Vakuumofen bei 60°C
getrocknet wurde (anschließende
Herstellungen haben demonstriert, dass dieses Verreiben unnötig ist).
Eine HPLC gab die Reinheit als 98,67% an. 1H-NMR
(DMSO-d6) war mit der vorstehenden gewünschten
Struktur (H-5B) konsistent.
-
Schritt
C: Herstellung von 4-Amino-2-methylthiopyrimidin-5-carbaldehyd
-
Zu
einer Lösung
aus 4-Amino-2-sulfanyl-pyrimidin-5-carbaldehyd (H-5B) (100,00 g,
644,4 mmol) und 325 Mesh Kaliumcarbonat (178,10 g, 1,29 mol) in
Aceton (1,5 l) wurde Jodmethan (128,10 g, 902,2 mmol) tropfenweise über 20 Minuten
hinweg unter leichtem Kühlen
gegeben. Das Gemisch wurde bei Umgebungstemperatur über das
Wochenende gerührt.
DC zeigte zurückgebliebenes
Produkt (H-5B) aus Schritt B an, und dann wurde ein zusätzliches
Aliquot Jodmethan (8 ml) zugegeben und das Rühren über Nacht fortgesetzt. DC zeigte
wieder ein wenig zurückgebliebenes
Produkt aus Schritt B (H-5B) an, und eine weitere Portion Jodmethan
(8 ml) wurde zugegeben, und das Rühren wurde für einen
Zeitraum von weiteren 24 Std. fortgesetzt. Eine HPLC zeigte 95,9%
S-alkyliertes Produkt und 3,7% Verbindung (H-5B) an. Das Umsetzungsgemisch wurde bis
nahe zur Trockene auf einem Rotationseindampfer ausgetrieben. Wasser
(1 l) wurde zu dem Rückstand gegeben,
und das Produkt wurde durch Filtration gesammelt und mit Wasser
(200 ml) gewaschen. Das Produkt wurde über Nacht in einem Vakuumofen
bei 60°C
getrocknet. Die Ausbeute war 103,37 Gramm (94,8%).
-
HPLC
zeigte 95,8% Herstellung 5 und 4,2% der Verbindung (H-5B) an.
-
HERSTELLUNG 6
-
4-Amino-2-n-butylthiopyrimidin-5-carbaldehyd
-
4-Amino-2-(n-butylthio)pyrimidin-5-carbaldehyd
wurde wie für
Herstellung 5 (Schritte A bis C) beschrieben hergestellt, wobei
Jodbutan (Aldrich Chemical Co.) mit Jodmethan (Aldrich Chemical
Co.) in Schritt C substituiert wurde.
-
BEISPIEL 1
-
6-Ethoxy-2[3-methoxy-1-(2-methoxy-ethyl)-propylamino]-8,8a-dihydro-4aH-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-on
-
Schritt
A: 2-Butylsulfanyl-6-ethoxy-8,8a-dihydro-4aH-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-on
-
4-Amino-2-butylsulfanyl-4,5-dihydro-pyrimidin-5-carbaldehyd
(3 g, 14,2 mmol, beschafft durch maßstäbliche Vergrößerung)
und Ethylethoxyacetat (2,34 g, 2,4 ml, 17,75 mmol) wurden in 80
ml Toluol bei 0–5°C unter Stickstoff
gerührt.
Kalium-t-butoxid (1,75 g, 15,6 mmol) wurde allmählich zugegeben. Das Gemisch
wurde bei Umgebungstemperatur und dann 48 Std. lang bei 65°C gerührt. Zusätzliche
20 ml Toluol und 2,4 ml Ethylethoxyacetat wurden zugegeben, und
die Umsetzung wurde über
das Wochenende bei 65°C
gehalten. Das Umsetzungsgemisch wurde im Vakuum konzentriert und
mit EtOAc verrieben, um das zurückgebliebene Ausgangsaldehyd
zu entfernen. Der zurückgebliebene
Rückstand
wurde weiter mit Chloroform verrieben, um zusätzliche Verunreinigungen zu
entfernen. 3,66 g 2-Butylsulfanyl-6-ethoxy-8,8a-dihydro-4aH-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-on
(1A) mit einer Reinheit von mehr als 80%, wie durch MS/HPLC und
NMR beurteilt wurde, wurden gesammelt.
-
Schritt
B: 2-(Butan-1-sulfonyl)-6-ethoxy-8H-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-on
-
Eine
Lösung
aus Verbindung (1A) (3 g, 10,7 mmol), suspendiert in 40 ml DCM,
wurde in einem Eisbad auf 0–5°C gekühlt, und
meta-Chlorperbenzoesäure
(5,5 g, 32,3 mmol) wurde allmählich
zugegeben. Man ließ dieses
Gemisch bei Umgebungstemperatur über
Nacht rühren
und dann wurde es im Vakuum konzentriert. Der Rückstand wurde mit EtOAc verrieben
und durch Säulenchromatographie
gereinigt, wobei mit CH2Cl2:MeOH:Aceton
(96:2:2) eluiert wurde, um 1 g 2-(Butan-1-sulfonyl)-6-ethoxy-8H-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-on
(3B) zu erbringen.
-
Schritt C: 6-Ethoxy-2[3-methoxy-1(2-methoxy-ethyl)-propylamino]-8,8a-dihydro-4aH-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-on
-
Eine
Lösung
aus Verbindung 3B (50 mg, 0,16 mmol) und 3-Methoxy-1-(2-methoxy-ethyl)-propylamin (140 mg,
0,96 mmol) in 1 ml DCE wurde 72 Stunden lang auf 85°C erhitzt.
Das Umsetzungsgemisch wurde auf einer Supelco 2 g/12 ml Silicasäule direkt
mit einem Gradientenlösungsmittel
von CH2Cl2 zu einem
Endgemisch des Lösungsmittels
von CH2Cl2:MeOH:Aceton
(94:3:3) chromatographiert. Zwei zusätzliche Chromatographien wurden
benötigt,
um 24 mg 6-Ethoxy-2[3-methoxy-1(2-methoxy-ethyl)-propylamino]-8,8a-dihydro-4aH-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-on
(Beispiel 1) mit 86% Reinheit bereitzustellen, wie durch MS/HPLC
beurteilt wurde. M+ + 337.
-
BEISPIEL 2
-
6-Methoxy-8-methyl-2-(tetrahydro-pyran-4-ylamino)-8H-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-on
-
-
4-Methylamino-2-methylthio-5-pyrimidincarboxaldehyd
(2 g, 10,9 mmol), Methylmethoxyacetat (1,6 ml, 16,4 mmol), Kaliumcarbonat
(2,26 g, 16,4 mmol) und NMP (40 ml) wurden 66 Std. lang bei 120°C gerührt. Das
Umsetzungsgemisch wurde auf Raumtemperatur gekühlt, in Wasser (300 ml) gegossen
und mit EtOAc (3 × 100
ml) extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser und Salzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, und im Vakuum konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
gereinigt, wobei mit 20–50%
Aceton/Hexan eluiert wurde, um 502 mg von Verbindung (2A) zu ergeben.
-
-
Ein
Gemisch aus Verbindung (2A) (450 mg, 1,90 mmol), 72% mCPBA (1,36
g, 5,69 mmol), und Methylenchlorid (100 ml) wurde bei Raumtemperatur
3 Std. lang gerührt.
Eine wässrige
Lösung
aus Natriumbisulfit (10%, 100 ml) wurde zu dem Umsetzungsgemisch
gegeben und vor der Extraktion mit EtOAc (200 ml) 1 Std. bei Raumtemperatur
gerührt.
Die organische Schicht wurde mit ges. wässrigem Natriumbicarbonat,
Wasser und Salzlösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, und im Vakuum konzentriert. Der Rückstand wurde
durch Flash-Chromatographie gereinigt, wobei mit 0–3% MeOH/DCM
eluiert wurde, um 235 mg der vorstehend betitelten Verbindung (2B)
zu ergeben.
-
Schritt C: Beispiel 2
-
Ein
Gemisch aus Verbindung (2B) (50 mg, 0,186 mmol), 4-Aminotetrahydropyran
(38 mg, 0,371 mmol), und NMP (1 ml) wurde 66 Std. lang bei 80°C gerührt. Das
Umsetzungsgemisch wurde auf Raumtemperatur gekühlt und durch Flash-Chromatographie
(1–5%
MeOH/DCM) gereinigt, um 47 mg (4a) zu ergeben. Die freie Base wurde
in MeOH gelöst,
mit 1 äq.
1 N HCl/Et2O behandelt und im Vakuum konzentriert,
um das vorstehend betitelte Beispiel 2 als das Hydrochloridsalz
(44 mg) zu ergeben.
-
BEISPIEL 3
-
6-Ethoxy-8-methyl-2-(tetrahydro-pyran-4-ylamino)-8H-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-on
-
-
4-Methylamino-2-methylthio-5-pyrimidincarboxaldehyd
(3 g, 16,4 mmol), Ethylethoxyacetat (3,3 ml, 24,6 mmol), Kaliumcarbonat
(3,4 g, 24,6 mmol) und NMP (50 ml) wurden bei 120°C 18 Std.
lang gerührt.
Die Umsetzungstemperatur wurde 66 Std. lang auf 80°C gesenkt,
dann wurde wieder nach einer zweiten Zugabe von Ethylethoxyacetat
und Kaliumcarbonat in den vorstehenden Mengen 18 Std. lang auf 120°C zurückgekehrt.
Das Umsetzungsgemisch wurde in Wasser (300 ml) gegossen und 1 Std.
lang bei Raumtemperatur gerührt.
Der Niederschlag wurde durch Filtration gesammelt, mit Wasser und
Hexan gewaschen und im Vakuum getrocknet, um 2,14 g von Verbindung
(3A) zu geben.
-
-
Ein
Gemisch aus Verbindung (3A) (2 g, 7,96 mmol), 72% mCPBA (5,7 g,
23,9 mmol) und Methylenchlorid (100 ml) wurde bei Raumtemperatur
1 Std. lang gerührt.
Eine wässrige
Lösung
aus Natriumbisulfit (10%, 100 ml) wurde in das Umsetzungsgemisch
gegeben und vor der Extraktion mit EtOAc (200 ml) 15 min lang bei
Raumtemperatur gerührt.
Die organische Schicht wurde mit gesättigtem wässrigem Natriumbicarbonat,
Wasser und Salzlösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, und im Vakuum konzentriert um 1,45 von
Verbindung (3B) zu ergeben.
-
Schritt C: Beispiel 3
-
Ein
Gemisch aus (3B) (100 mg, 0,353 mmol), Ethyl-4-amino-1-piperidincarboxylat
(0,12 ml, 0,706 mmol) und NMP (3 ml) wurde bei 120°C 18 Std.
lang gerührt.
Das Umsetzungsgemisch wurde auf Raumtemperatur gekühlt und
mit Wasser und EtOAc aufgeteilt. Die organische Schicht wurde mit
Wasser und Salzlösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, und im Vakuum konzentriert. Der Rückstand
wurde in MeOH und DCM gelöst,
mit 1 N HCl/Et2O (0,35 ml) behandelt und
im Vakuum konzentriert. Die so erhaltenen Feststoffe wurden mit
Ethylether gewaschen und im Vakuum getrocknet, um 56 mg des Hydrochloridsalzes von
Beispiel 3 zu ergeben.
-
BEISPIEL 4
-
6-Ethoxy-8-methyl-2-(piperidin-4-ylamino)-3H-pyrido[2,3-d]pyrimidin-7-on
-
Schritt
A: Herstellung von 6-(2,6-Difluorphenoxy)-8-methyl-2-(methylthio)pyrido[2,3-d]pyrimidin-7(8H)-on
-
Zu
einem Gemisch aus 4-Methylamino-2-methylthiopyrimidin-5-carboxaldehyd
(Herstellung 1) (4,8 g, 26,2 mmol) und Methyl-2,6-difluorphenoxyacetat
(hergestellt wie in Herstellung 4, unter Verwendung von 2,6-Difluorphenol,
5,9 g, 32 mmol) in 50 ml 1-Methyl-2-pyrrolidinon wurde Kaliumcarbonat
(6,0 g, 43,5 mmol) gegeben. Das Umsetzungsgemisch wurde auf 120°C erhitzt
und nach 12 Stunden wurden zusätzliches
Phenoxyacetat (2 ×,
2,0 g, 10,8 mmol) und Kaliumcarbonat (2,0 g, 15 mmol) zugegeben.
Nach 6 Stunden langem Rühren
bei 120°C
wurde das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt, und
Wasser (70 ml) wurde zugegeben. Die Lösung wurde 30 Minuten lang
gerührt
und filtriert. Der so erhaltene Feststoff wurde mit Wasser (2 ×), EtOAc
und Ether gewaschen. Der Feststoff wurde dann getrocknet, wobei
7,0 g des vorstehend betitelten Sulfids erbracht wurden (Massenspek.
M + 1 = 336, Schmp. = 247–250,7°C).
-
Schritt
B: Herstellung von 6-(2,6-Difluorphenoxy)-8-methyl-2-(methylsulfonylpyrido[2,3-d]pyrimidin-7(8H)-on
-
Verbindung
4A (7,0 g, 20,8 mmol) wurde in 50 ml Methylenchlorid gelöst und 3-Chlorperbenzoesäure (77%,
11,5 g, 51,5 mmol) wurde zugegeben. Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur
16 Stunden lang gerührt,
filtriert und dann mit wässriger
Natriumsulfitlösung
(2 ×,
75 ml) gewaschen, gefolgt von gesättigter wässriger Natriumbicarbonatlösung (3 ×, 75 ml).
Die organische Lösung
wurde dann getrocknet (Salzlösung, Na2SO4) und eingedampft.
Der so erhaltene Feststoff wurde mit Ether 1 Stunde lang gerührt und
filtriert, um 5,5 g des vorstehend betitelten Sulfons 4B (Massenspek.
M + 1 = 368, Schmp. = 215,2–216,4°C) zu ergeben.
-
Schritt
C: Herstellung von Ethyl-4-{[6-(2,6-difluorphenoxy)-8-methyl-7-oxo-7,8-dihydropyrido[2,3-d]pyrimidin-2-yl]amino}piperidin-1-carboxylat
-
Ein
Gemisch aus Verbindung 4B (1,0 g, 2,7 mmol) und Ethyl-4-amino-1-piperidincarboxylat
(0,93 ml, 5,4 mmol) in 5 ml 1-Methyl-2-pyrrolidinon wurde bei 100°C 1 Stunde
lang gerührt
und dann auf Raumtemperatur gekühlt.
Die Umsetzungsaufschlämmung
wurde in 20 ml destilliertes Wasser gegeben, und der gelbe Niederschlag
wurde durch Vakuumfiltration gesammelt und anschließend im
Vakuum getrocknet, um 1,28 g von Verbindung 4C zu erbringen. Etwa
80 mg von diesem Produkt wurden in MeOH (1–2 ml) gelöst und dann mit Salzsäure in Ether
(1 M) behandelt. Eindampfen der organischen Stoffe, gefolgt von
Zugabe von Ether (1–2 ml)
erbrachten einen Feststoff. Isolierung dieses Feststoffes durch
Filtration und Trocknen stellten 66 mg von Verbindung 4C als das
Hydrochloridsalz (Schmp. = 197–204°C) bereit.
-
Schritt D: 6-Ethoxy-8-methyl-2-{[(1-methansulfonyl)piperidin-4-yl]amino}pyrido[2,3-d]pyrimidin-7(8H)-on
(Beispiel 4)
-
Ein
Gemisch aus Ethyl-4-{[6-(2,6-difluorphenoxy)-8-methyl-7-oxo-7,8-dihydropyrido[2,3-d]pyrimidin-2-yl]amino}piperidin-1-carboxylat
aus Schritt C (1,2 g, 2,52 mmol) und Kaliumhydroxid (2,83 g, 50,4
mmol) in 20 ml EtOH wurde 48 Stunden lang unter Rückfluss
erhitzt und dann wurde das Umsetzungslösungsmittel unter verringertem
Druck eingedampft. Der Rückstand
wurde in 100 ml Wasser aufgenommen und in einem Eisbad vor dem Ansäuern durch
die tropfenweise Zugabe von konzentrierter HCl abgekühlt. Die
saure wässrige
Lösung
wurde dann mit DCM (2 ×)
extrahiert. Die wässrige
Lösung
wurde dann in einem Eisbad gekühlt und
mit Natriumhydroxid erneut alkalisch gemacht. Die alkalische Lösung wurde
dann mit DCM (2 ×)
extrahiert. Die organischen Extrakte aus der alkalischen wässrigen
Lösung
wurden vereinigt, mit Magnesiumsulfat getrocknet, konzentriert und
im Vakuum getrocknet, um 92 mg des Rohprodukts zu ergeben.
-
Alternativ
dazu wurde Beispiel 4 aus einem Gemisch aus der freien Base von
Beispiel 3 (hergestellt wie vorstehend beschrieben, 358 mg, 0,954
mmol), Kaliumhydroxid (1,07 g, 19,1 mmol) und EtOH (10 ml), welches
5 Tage lang unter Rückfluss
erhitzt wurde, hergestellt. Das Umsetzungsgemisch wurde im Vakuum
konzentriert. Der Rückstand
wurde in Wasser gelöst,
mit 2 N HCl angesäuert
und mit DCM extrahiert. Die wässrige Schicht
wurde mit gesättigtem
wässrigem
Natriumbicarbonat alkalisch gemacht und erneut mit DCM (2 × 100 ml)
extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte aus der alkalischen
Lösung
wurden über
Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum konzentriert, um 24 mg
von Beispiel 4 zu ergeben. Eine Portion von Beispiel 4 (3 mg) wurde
in MeOH gelöst,
mit 1 äq.
1 N HCl/Et2O behandelt und im Vakuum konzentriert,
um 4 mg des Hydrochloridsalzes von Beispiel 4 zu ergeben.
-
BEISPIEL 5
-
6-Ethoxy-8-methyl-2-{[(1-methansulfonyl)piperidin-4-yl]amino}pyrido[2,3-d]pyrimidin-7(8H)-on
-
Das
rohe Piperidinprodukt aus Beispiel 4 (0,92 g, 0,237 mmol) wurde
mit Natriumcarbonat (0,050 g, 0,475 mmol) und Methansulfonylchlorid
(0,022 ml; 0,285 mmol) in 5 ml DCM aufgenommen und bei Raumtemperatur
17 Stunden lang gerührt.
Ein zusätzliches
Aliquot von Methansulfonylchlorid (0,040 ml) und Natriumcarbonat
(50 mg) wurden zugegeben, und das Reaktionsgemisch wurde bei Raumtemperatur
24 Stunden lang gerührt.
Ein letztes Aliquot Methansulfonylchlorid (0,080 ml) und Natriumcarbonat
(150 mg) wurden zugegeben, und das Reaktionsgemisch wurde 48 Stunden
lang bei Raumtemperatur gerührt.
Das gesamte Ausgangsmaterial wurde aufgebraucht, und die organische
Schicht wurde mit Wasser gewaschen, mit Magnesiumsulfat getrocknet
und im Vakuum zu einem Öl
konzentriert. Das Umsetzungsgemisch wurde durch Säulenchromatographie
gereinigt (SiO2, CH2Cl2/MeOH-Gradient
von 0,5/99,5 bis 3/97). Die Säulenfraktionen
wurden vereinigt und unter verringertem Druck konzentriert, um das
gewünschte
Produkt (25 mg) bereitzustellen. Das Produkt wurde in EtOAc (1–2 ml) gelöst und dann
mit Salzsäure
in Ether (1 M, 1 äq.)
behandelt. Isolierung des Feststoffes durch Spülen mit Ether, Filtration und
Trocknen im Vakuum stellten 19 mg von Beispiel 5 als das Hydrochloridsalz
(Schmp. = 219,56–221,2°C) bereit.
-
Ein
Gemisch aus Beispiel 4 (21 mg, 0,069 mmol), Natriumcarbonat (15
mg, 0,138 mmol), Methansulfonylchlorid (0,06 ml) und DCM (10 ml)
wurde 18 Std. lang bei Raumtemperatur gerührt. Das Umsetzungsgemisch
wurde in Wasser (100 ml) gegossen und mit DCM (2 × 100 ml)
extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden über Magnesiumsulfat
getrocknet und im Vakuum konzentriert. Der trockene Rückstand
wurde in MeOH gelöst,
mit 1 N HCl/Et2O behandelt und im Vakuum
konzentriert. Die so erhaltenen Feststoffe wurden mit Et2O gewaschen und im Vakuum getrocknet, um
15 mg von Beispiel 5 als das Hydrochloridsalz zu ergeben.
-
BEISPIEL 6
-
Dieses
Beispiel veranschaulicht einen in-vitro-p38-(MAP)-Kinaseassay, welcher
für die
Bewertung der erfindungsgemäßen Verbindungen
nützlich
ist.
-
Der
Inhibierungsaktivität
für die
p-38-MAP-Kinase von erfindungsgemäßen Verrbindungen in vitro
wurde durch Messen der Übertragung
des γ-Phosphats
von γ-33P-ATP durch die p-38-Kinase auf das Myelin-Basic-Protein
(MBP), unter Verwendung einer kleinen Modifikation des in Ahn et
al., J. Biol. Chem., 266: 4220–4227
(1991) beschriebenen Verfahrens gemessen.
-
Die
phosphorylierte Form der rekombinanten p38-MAP-Kinase wurde mit
SEK-1 und MEKK in E. coli (siehe Khokhlatchev, et al., J. Biol.
Chem. 272: 11057–11062
(1997)) coexprimiert und dann durch Affinitätschromatographie unter Verwendung
einer Nickelsäule
gereinigt.
-
Die
phosphorylierte p38-MAP-Kinase wurde in Kinasepuffer (20 mM 3-(N-Morpholino)propansulfonsäure, pH
7,2, 25 mM (3-Glycerolphosphat, 5 mM Ethylenglycolbis(beta-aminoethylether)-N,N,N',N'-tetraessigsäure, 1 mM
Natrium-ortho-vanadat, 1 mM Dithiothreitol, 40 mM Magnesiumchlorid)
verdünnt.
Die in DMSO gelöste
Testverbindung oder nur DMSO (Kontrolle) wurde zugegeben, und die
Proben wurde 10 min lang bei 30°C
inkubiert. Die Kinaseumsetzung wurde durch die Zugabe eines Substratcocktails,
welcher MBP und γ-33P-ATP enthält, initiiert. Nach zusätzlichem
20 min langem Inkubieren bei 30°C
wurde die Umsetzung durch Zugabe von 0,75% Phosphorsäure beendet.
Das phosphorylierte MBP wurde dann von dem zurückgebliebenen γ-33P-ATP unter Verwendung einer Phosphocelluosemembran
(Millipore, Bedfrod, MA) getrennt und unter Verwendung eines Szintillationszählers (Packard,
Meriden, CT) quantifiziert.
-
Der
IC50-Wert wurde als die Konzentration der
Testverbindung, die der halbmaximalen Verringerung in der Absorption
bei 450 nm entspricht, definiert.
-
Tabelle
1. Repräsentative
Verbindungen der Formel I.
-
BEISPIEL 7
-
Dieses
Beispiel veranschaulicht einen in vitro Assay zur Bewertung der
Inhibition der LPS-induzierten TNF-α Produktion
in THP1-Zellen.
-
Die
Fähigkeit
der erfindungsgemäßen Verbindungen,
die Freisetzung von TNF-α zu
hemmen, wurde unter Verwendung einer kleinen Modifikation der in
Blifeld, et al. Transplantation, 51: 498–503 (1991) beschriebenen Verfahren
bestimmt.
-
(a) Induktion der TNF-Biosynthese:
-
THP-1-Zellen
wurde in Kulturmedium [RPMI (Gibco-BRL, Gailthersburg, MD), welches
15% fötales Rinderserum
0,02 mM 2-Mercaptoethanol enthält]
bei einer Konzentration von 2,5 × 106 Zellen/ml
suspendiert und dann in eine Platte mit 96 Vertiefungen (0,2 ml
Aliquote in jede Vertiefung) plattiert. Die Testverbindungen wurden
in DMSO gelöst
und dann mit dem Kulturmedium verdünnt, so dass die Endkonzentration
von DMSO 5% war. Zwanzig fünf μl-Aliquote
der Testlösung
oder nur Medium mit DMSO (Kontrolle) wurden zu jeder Vertiefung
gegeben. Die Zellen wurden 30 min lang bei 37°C inkubiert. LPS (Sigma, St.
Louis, MO) wurde in die Vertiefungen bei einer Konzentration von
0,5 μg/ml
gegeben, und die Zellen wurden zusätzliche 2 Std. lang inkubiert.
Am Ende des Inkubationszeitraums wurden die Kulturüberstände gesammelt,
und die Menge von vorliegendem TNF-α wurde unter Verwendung eines
ELISA-Assays, wie nachstehend beschrieben, bestimmt.
-
(b) ELISA Assay:
-
Die
Menge an vorliegendem menschlichen TNF-α wurde durch einen bestimmten
Trapping-ELISA-Assay unter Verwendung von zwei Anti-TNF-α-Antikörpern (2TNF-H12 und 2TNF-H34),
beschrieben in Reimund, J. M., et al. GUT. Vol. 39 (5), 684–689 (1996),
bestimmt.
-
Polystyrolplatten
mit 96 Vertiefungen wurde mit 50 μl
des Antikörpers
2TNF-H12 in PBS (10 μg/ml)
pro Vertiefung beschichtet und in einer befeuchteten Kammer bei
4°C über Nacht
inkubiert. Die Platten wurden mit PBS und dann 1 Stunde lang mit
5% fettfreier Trockenmilch in PBS bei Raumtemperatur blockiert und
mit 0,1% BSA (Rinderserumalbumin) in PBS gewaschen.
-
TNF-Standards
wurden aus einer Stammlösung
von menschlichem rekombinanten TNF-α (R & D Systems, Minneapolis, MN) hergestellt.
Die Konzentration der Standards im Assay begann bei 10 ng/ml, gefolgt von
6 halblogarithmischen seriellen Verdünnungen.
-
Zwanzig
fünf μl-Aliquote
der vostehenden Kulturüberstände oder
die TNF-Standards oder nur Medium (Kontrolle) wurden mit 25 μl Aliquoten
von biotinyliertem monoclonalem Antikörper 2TNF-H34 (2 μg/ml in PBS, welches
0,1% BSA enthält)
gemischt und dann zu jeder Vertiefung gegeben. Die Proben wurden
2 Std. lang unter sanften Schütteln
bei Raumtemperatur inkubiert und dann 3 Mal mit 0,1% BSA in PBS
gewaschen. 50 μl
einer Peroxidase-Streptavidin-Lösung
(Zymed, S. San Francisco, CA), welche 0,416 μg/ml Peroxidase-Streptavidin
und 0,1% BSA in PBS enthält,
wurde zu jeder Vertiefung gegeben. Die Proben wurden eine zusätzliche
Std. lang bei Raumtemperatur inkubiert und dann 4 Mal mit 0,1% BSA
in PBS gewaschen. Fünfzig μl O-Phenylendiaminlösung (1 μg/ml O-Phenylen-diamin
und 0,03% Wasserstoffperoxid in 0,2 M Citratpuffer pH 4,5) wurden
zu jeder Vertiefung gegeben, und die Proben wurden im Dunkeln 30
min lang bei Raumtemperatur inkubiert. Die optische Dichte der Probe
und der Referenz wurden bei 450 nm bzw. 650 nm abgelesen. Die TNFα-Spiegel
wurden aus dem Graphen, welcher die optische Dichte bei 450 nm mit
der verwendeten Konzentration in Beziehung stellt, bestimmt.
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Der
IC50-Wert wurde als die Konzentration der
Testverbindung, die der halbmaximalen Verringerung in der Absorption
bei 450 nm entspricht, definiert.
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BEISPIEL 8
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Dieses
Beispiel veranschaulicht einen in vivo Assay zur Bewertung der Inhibition
der LPS-induzierten TNF-α Produktion
bei Mäusen
(oder Ratten).
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Die
Fähigkeit
der erfindungsgemäßen Verbindungen,
die Freisetzung von TNF-α in
vivo zu hemmen, wurde unter Verwendung einer kleinen Modifikation
der in Zanetti, et. al., J Immunol., 148: 1890 (1992) und Sekut,
et. al., J Lab. Clin. Med., 124: 813 (1994) beschriebenen Verfahren,
bestimmt.
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Weibliche
BALG/c Mäuse,
welche 18–21
Gramm wiegen (Charles River, Hollister, CA) werden eine Woche lang
akklimatisiert. Jeweils 8 Mäuse
enthaltende Gruppen werden oral entweder mit den Testverbindungen,
welche in einem wässrigen
Vehikel, das 0,9% Natriumchlorid, 0,5% Natriumcarboxymethyl-cellulose, 0,4%
Polysorbat 80, 0,9% Benzylalkohol enthält, (CMC-Vehikel), suspendiert
oder gelöst
sind, oder nur mit Vehikel (Kontrollgruppe) dosiert. Nach 30 min
wird den Mäusen
intraperitoneal 20 μg
LPS (Sigma, St. Louis, MO) injiziiert. Nach 1,5 Std. werden die
Mäuse durch
CO2-Inhalation eingeschläfert und Blut wurde durch Herzpunktion
geerntet. Das Blut wird durch eine 5 min lange Zentrifugation bei
15.600 × g
geklärt,
und die Sera werden in saubere Röhrchen übertragen
und bei –20°C eingefroren,
bis sie auf TNF-α durch
einen ELISA-Assay (Biosource International, Camarillo, CA) nach
dem Protokoll des Herstellers analysiert werden.