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DE60316433T2 - Verfahren zum bohren und komplettieren von injektionsbohrungen - Google Patents

Verfahren zum bohren und komplettieren von injektionsbohrungen Download PDF

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DE60316433T2
DE60316433T2 DE60316433T DE60316433T DE60316433T2 DE 60316433 T2 DE60316433 T2 DE 60316433T2 DE 60316433 T DE60316433 T DE 60316433T DE 60316433 T DE60316433 T DE 60316433T DE 60316433 T2 DE60316433 T2 DE 60316433T2
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DE
Germany
Prior art keywords
injection
formation
casing
injection zone
extendable
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE60316433T
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English (en)
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DE60316433D1 (de
Inventor
Michael H. Katy JOHNSON
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Baker Hughes Holdings LLC
Original Assignee
Baker Hughes Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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Application filed by Baker Hughes Inc filed Critical Baker Hughes Inc
Publication of DE60316433D1 publication Critical patent/DE60316433D1/de
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Publication of DE60316433T2 publication Critical patent/DE60316433T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
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    • E21B17/00Drilling rods or pipes; Flexible drill strings; Kellies; Drill collars; Sucker rods; Cables; Casings; Tubings
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bohren und Komplettieren eines Bohrlochs, und insbesondere auf ein Verfahren zur Herstellung und Komplettierung eines Injektionsbohrlochs.
  • Diese Erfindung bezieht sich insbesondere auf ein Verfahren zum Anordnen einer Kommunikationseinrichtung zwischen einer Injektionszone und dem Bohrloch, ohne zu perforieren und eine Kiespackung einzusetzen. Das Verfahren richtet sich auf ein Verbessern der Betriebssicherheit gegenüber gegenwärtigen Verfahren der Sandüberwachung, die bei Injektionsbohrlöchern verwendet wird, und verringert auch die Zeit, verbessert die Sicherheit und reduziert die Kosten.
  • Das Bedürfnis für betriebssichere Injektionsbohrlochkomplettierungen betrifft alle technischen Bereiche. In Untertageformationen können hochkorrosive oder toxische Industrieabwässer aus chemischen Anlagen, Fluide aus Bergbaubetrieben, Wasser aus der Kohlenwasserstoffproduktion und Kühlwasser aus Kraftwerken sicher entsorgt werden. Jedoch müssen die Injektionsbohrlochkomplettierungen, in die diese Abwässer injiziert werden, betriebssicher sein, um die Sicherheit der Angestellten, der umgebenden Gemeinden und der Umwelt zu gewährleisten. Ferner ist die Betriebssicherheit erforderlich, um zu gewährleisten, dass mit der Produktion von Chemikalien, Mineralien und Energie ohne Unterbrechung fortgefahren werden kann, falls ein Defekt an einer Injektionsbohrlochkomplettierung auftritt. Die Kosten eines defekten Injektionsbohrlochs können sehr hoch sein, nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch im Hinblick auf eine Gefahr für Menschen und Umwelt. Aufgrund der greifbaren und vagen Kosten, die einem Injektionsbohrlochdefekt zuzuordnen sind, ist es wichtig, dass die Injektionsbohrlöcher so zuverlässig wie möglich sind. Ferner ist es wichtig, Wege zu suchen, um die Zeit zu verringern, die die Herstellungs- und Komplettierungsvorgänge eines Injektionsbohrlochs brauchen, um die Kosten zu minimieren. Wenn der Umfang an Personal und Ausrüstung während der Injektionsbohrloch-Komplettierungsvorgänge reduziert werden kann, wird auch die Sicherheit dementsprechend verbessert.
  • Viele Injektionszonen sind nach ihrer eigentlichen Natur schwacher oder nicht verfestigter Fels und/oder Sandstein. Diese schwachen Formationen enthalten Formationsteilchen und andere Bruchstücke, die in das Bohrloch nachrutschen können und die Injektionseigenschaft des Bohrlochs negativ beeinträchtigen können. Man hat viel Mühe gezielt darauf verwendet, einen Formationsabbruch in fördernden Bohrlöchern zu verhindern. Wasserbohrschächte und Bohrlöcher für die Kohlenwasserstoffgewinnung waren das Hauptziel der Untersuchung hinsichtlich einer Sanderzeugung oder eines Formationsabbruchs. Man hat bisher die gleichen Einrichtungen zur Unterbindung eines Formationsabbruchs in fördernden Bohrlöchern bei Injektionsbohrlöchern verwendet.
  • Ein übliches Verfahren zum Bau und Komplettieren eines Injektionsbohrlochs ist die Installierung eines Tiefpackers, um einen Formationsabbruch zu kontrollieren. Bin Kiespacker ist ein zweistufiges Filter, das aus einem größenmäßig bestimmten Sieb und aus größenmäßig bestimmtem Sand besteht. Der größenmäßig bestimmte Sand hält das Abbrechen der Formationsgrundmasse auf, und das Sieb hält den größenmäßig festgelegten Sand an Ort und Stelle. Ein typisches Verfahren besteht darin, ein Bohrloch mit herkömmlichen Bohrfluiden zu bohren, in das Bohrloch ein Futterrohr einzuführen und das Futterrohr an Ort und Stelle zu zementieren, die herkömmlichen Bohrfluide mit einer klaren Sole zu verdrängen, die Sole zu filtern und das Bohrloch zu reinigen, in das Bohrloch Schussperforatoren einzuführen und das Futterrohr zu perforieren, die Schussperforatoren zu entfernen und das Futterrohr erneut zu reinigen, die klaren Solefluide zurückzufiltern, in das Bohrloch eine Kiespacker-Siebanordnung einzubringen, durch Verwendung von Hochdruckpumpen größenmäßig bestimmten Sand zwischen der größenmäßig bestimmten Siebanordnung nach außen in die Perforationstunnel und gegen die Formationsfläche zu platzieren und den Ringraum zwischen dem größenmäßig bestimmten Sieb und dem Futterrohr zu füllen. Dies ist ein kostspieliger, zeitraubender Prozess.
  • Das vorstehende Vorgehen hat viele Nachteile. Diese Nachteile können in zwei Kategorien aufgeteilt werden, nämlich die Betriebssicherheit der Anlage und des Prozesses. Es gibt viele Fälle, in denen Lecks Schussperforatoren zu einem Detonieren in geringer Größenordnung gebracht haben, was zu keiner oder einer schlechten Perforierung führt und aufwändige Fangoperationen erforderlich machte, um die beschädigten Gehäuse der Schussperforatoren zu entfernen. Ferner wurden größenmäßig bestimmte Siebe während des Hochdruckpumpvor gangs zum Platzieren des größenmäßig bemessenen Sands um das Sieb herum defekt, was zusätzliche Fangvorgänge verursachte.
  • Eine Formationsbeschädigung ist ebenfalls ein Problem während der Injektion bei dieser Art von Bau und Komplettierung eines Injektionsbohrlochs. Herkömmliche Bohrfluide können es Filtrat und Feststoffteilchen ermöglichen, in die Formation einzudringen, was Verengungen in den Porenräumen für die Gewinnung verursacht. Eine andere Quelle für eine Formationsbeschädigung sind die Hohlladungen oder Sprengstoffe, die beim Perforieren verwendet werden. Die Energie aus diesen Sprengstoffen drückt bei der Erzeugung des Perforationstunnels Futterrohr, Zement und Formation zur Seite. Dies führt zu einem Zertrümmern der Formationsgrundmasse, was die Permeabilität verringert und das Strömungspotenzial von injizierten Fluiden in die Formation begrenzt.
  • Ein anderes übliches Verfahren zum Bau und zur Komplettierung eines Injektionsbohrlochs besteht darin, ein Bohrloch zu bohren und ein Futterrohr über der fördernden Formation einzuführen. Diese Art des Bohrlauchbaus wird als unverrohrt oder offen bezeichnet. Die üblichste Praxis besteht darin, eine in der Größe bestimmte Siebanordnung in dem offenen Bohrlochabschnitt einzubringen und größenmäßig bestimmten Sand um das Sieb herum anzuordnen, um den Bereich zwischen dem Sieb und der Formationsfläche zu füllen. Die große Steigerung der spezifischen Formationsoberfläche, die für die Aufnahme von Fluid in einem offenen Bohrloch zur Verfügung steht, verbessert das Injektionsvermögen bei diesen Arten von Komplettierungen verglichen mit verrohrten und perforierten Komplettierungen.
  • Sowohl bei offenen als auch verrohrten Bohrlochkomplettierungen kann die größenmäßig bestimmte Siebanordnung für sich als die Verengung in dem Bohrschacht dienen. Dies kann unnötige Druckabfälle herbeiführen, die das Injizieren beschränken. Ferner kann es erforderlich sein, dass für Abhilfemaßnahmen das größenmäßig bestimmte Sieb entfernt wird. Der Vorgang des Entfernens eines Gegenstands aus einem Bohrloch wird als Fangen bezeichnet. Diese Vorgänge sind kostspielig und zeitaufwändig und nicht immer erfolgreich, was dazu führen kann, dass ein Teil des Bohrlochs oder möglicherweise das gesamte Bohrloch neu gebohrt werden muss. Wenn gefährliche Abfälle in das Bohrloch injiziert worden sind, kann sich das Fangen als Gefahr für die Arbeiter, die Öffentlichkeit und die Umwelt erweisen.
  • Deshalb ist Betriebssicherheit der Schlüssel für den Bau und die Komplettierung von Injektionsbohrlöchern.
  • Berücksichtigt man, dass die vorstehend beschriebenen Verfahren für Gewinnungsmaßnahmen entwickelt wurden, gewinnt die Frage der Betriebssicherheit bei Injektionsbohrlöchern große Bedeutung. In der Gewinnungsumgebung strömt das Fluid aus der Gewinnungsformation, während jeder Abbruch oder jede Bewegung des Formationsmaterials durch den größenmäßig bestimmten Sand zurückgehalten wird, der seinerseits von dem größenmäßig bestimmten Sieb gehalten wird. Diese Kombination ergibt eine zuverlässige Einrichtung zur Unterbindung, dass Formationsmaterial in das Bohrloch nachrutscht. Im Injektionsmodus bewegt sich jedoch Fluid aus dem Bohrloch durch das größenmäßig bestimmte Sieb, durch den größenmäßig bestimmten Sand und in die Formation. Wenn der größenmäßig bestimmte Sand von dem größenmäßig bestimmten Sieb weggepumpt wird, kann sich Formationsmaterial frei in das Bohrloch durch das größenmäßig bestimmte Sieb hindurchbewegen. Es gibt mehrere mögliche Mechanismen, die dazu führen, dass der größenmäßig bestimmte Sand aus dem größenmäßig bestimmten Sieb verdrängt wird.
  • Bei beiden Arten von Komplettierungen, also beim offenen als auch beim verrohrten Bohrloch, kann eine Beschädigung der Formation das Injizieren in das Bohrloch beschränken. Es kann manchmal auch erwünscht sein, größere Fluidvolumina in das Bohrloch mit höheren Injektionsdurchsätzen zu injizieren. Wenn die gewünschte Injektionsrate und der Injektionsdruck den Formationsbrechdruck überschreiten, teilt sich die Formationsgrundmasse und es öffnet sich ein Riss. Wenn die Formation aufgebrochen ist, nimmt die spezifische Oberfläche der Injektionszone längs der Teilung oder der Bruchfläche zu. Dadurch wird es möglich, dass Fluid in die Formation mit der gewünschten Einpumpgeschwindigkeit eintritt. Ein schädlicher Nebeneffekt des Aufbrechens der Formation besteht darin, dass der größenmäßig bestimmte Sand, der um das Sieb als wesentliche Komponente des Kiespackerfilters angeordnet wurde, von dem Sieb weg in den Riss gepumpt wird, der sich beim Aufbrechen der Formationsgrundmasse gebildet hat. Wenn dies eintritt, kann die Formation in das Bohrloch durch das größenmäßig bestimmte Sieb nachrutschen.
  • Zum Verbessern des Fluidinjektionsvermögens in eine Formation wird manchmal bei Injektionsbohrlöchern Säure verwendet. Die Säure kann in bestimmten Fällen genug von der Forma tionsgrundmasse auflösen, mit der der größenmäßig bestimmte Sand von dem Sieb weggepumpt werden kann, wodurch es möglich ist, dass Formationsmaterial in das Bohrloch eintritt. In manchen Fällen verursacht das in das Bohrloch gepumpte injizierte Fluid eine Neuverteilung der Formationsgrundmasse, was dazu führen kann, dass die Formationsgrundmasse so kompaktiert oder neu angeordnet wird, dass der größenmäßig bestimmte Sand aus dem größenmäßig bestimmten Sieb weggepumpt werden kann. Jeder Vorgang, der den geringsten Hohlraum in dem größenmäßig bestimmten Sand herbeiführen kann, kann zum Formationsabbruch und zu einem Verlorengehen der Injektionsfähigkeit in das Bohrloch führen.
  • Zur Verwendung in Löchern für die Kohlenwasserstoffgewinnung hat man Vorrichtungen eingeführt, die Perforieren und Kiespacken ausschließen. Das US-Patent 3,347,317 für Zandmer offenbart einen ausfahrbaren Kanal mit Feststoffteilchen, der als Kiespackermedium wirkt. Die WO 96/26350 für Johnson und die WO 97/49894 , wiederum für Johnson, offenbaren beide ausfahrbare Vorrichtungen. Diese Vorrichtungen wurden bei der Kohlenwasserstoffgewinnung nicht in weitem Umfang verwendet. Diese Vorrichtungen schließen Bohrschlammfilterkuchen zwischen dem Sandkontroll-Filtermedium und einer Formationsfläche ein, was die Gewinnung aufgrund des Verstopfens der Formation und des Filtermediums begrenzt. Bei einer anderen auf die Kohlenwasserstoffgewinnung gerichteten Erfindung nach dem US-Patent 5,425,424 für Reinhardt wird in diesen ausfahrbaren Kanälen kein Kiespackermedium verwendet. Diese Vorrichtungen wurden bei der Kohlenwasserstoffgewinnung wegen der schlechten Produktivität nicht als akzeptierte Praxis angesehen, wenn sie in fördernden Bohrlöchern eingesetzt wurden.
  • Bei Injektionsbohrlöchern kann ein schlechtes Injektionsvermögen dadurch überwunden werden, dass der Brechdruck der Formation überschritten wird, wenn es die Erfordernisse für die Injektionsrate bestimmten. Durch Verwenden einer vorgeformten Perforation, die ein hochfestes Filtermaterial enthält, das größenmäßig zur Verhinderung eines Formationsabbruchs bemessen ist, kann die Betriebssicherheit des Injektionsbohrlochs stark verbessert werden.
  • Es besteht deshalb ein Bedürfnis nach einem Verfahren zur Herstellung und Komplettierung eines Injektionsbohrlochs, das in zuverlässiger Weise verhindert, dass Formation in das Injektionsbohrloch nachrutscht, während die Innendurchmesserbeschränkungen ausgeschlossen werden, die den größenmäßig bestimmten Sieben zugeordnet sind.
  • Deshalb stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung und Komplettierung eines Injektionsbohrlochs bereit, bei welchem
    • – ein Bohrloch durch eine Injektionszone einer Formation gebohrt wird,
    • – in das Bohrloch ein Futterrohr eingeführt wird, das eine ausfahrbare Anordnung mit einem feststehenden Abschnitt und einem beweglichen Abschnitt hat, wobei der bewegliche Abschnitt an seinem distalen Ende ein Filtermedium so aufweist, dass die ausfahrbare Anordnung angrenzend an eine Stelle in der Injektionszone angeordnet wird,
    • – der bewegliche Abschnitt der ausfahrbaren Anordnung für einen Kontakt mit der Formation ausgefahren wird, wodurch eine Leitung zwischen einem Innenraum des Futterrohrs und der Formation gebildet wird und
    • – Fluide in die Injektionszone der Formation durch die Leitung injiziert werden, wobei das Filtermedium an dem distalen Ende der ausfahrbaren Anordnung ein hochfestes Filtermedium aufweist, das eine solche Größe hat, dass es verhindert, dass Material aus der Injektionszone der Formation in das Bohrloch nachrutscht.
  • Das Verfahren kann weiterhin Schritte aufweisen, um das Futterrohr vor dem Injizieren in das Bohrloch zu zementieren.
  • Das Fluidzuführsystem ist für ein Injizieren eines Injektionsfluids durch die Leitungen in dem Zwischenraum angepasst.
  • Das Futterrohr hat vorzugsweise eine Vielzahl von ausfahrbaren Anordnungen, wobei jedes Element angrenzend an eine Stelle in dem Zwischenraum angeordnet und ausgefahren wird, um zwischen einem Innenraum des Futterrohrs und der Formation eine Leitung zu bilden, durch die Fluide strömen können. Vorzugsweise ist das Injektionsfluid ein Fluid mit einem Injektionsdruck unter dem Brechdruck der Formation. Diese Fluide, die beim Bau eines Kohlenwasserstoff-Gewinnungsbohrschachts zum Bohren von unverrohrten horizontalen Bohrlöchern verwendet werden, sind eine Klasse von Bohrfluiden, die als "Drill-In-Fluide" bekannt sind. In den meisten Fällen können jedoch herkömmliche Fluide als Bohrfluide verwendet werden, wobei der Injektionsdruck dieser Fluide Injektionszonen-Brechdrucke überschreitet.
  • Unter Bezug auf die folgende nähere Beschreibung in Zusammenhang mit den beiliegenden veranschaulichenden Zeichnungen, in denen gleiche Bauteile das gleiche Bezugszeichen haben, lässt sich die Erfindung besser verstehen.
  • 1 zeigt schematisch das Bohren eines Injektionsbohrlochs bis zu einer Stelle über den erwarteten Injektionszonen.
  • 2 zeigt schematisch das Bohren durch die Injektionszone mit einem "Drill-In-Fluid", wobei auch Geräte zum Messen während des Rohrens gezeigt sind, die zum Bestimmen der Tiefe und Länge der Injektionszonen verwendet werden können.
  • 3 zeigt schematisch das Einführen der ausfahrbaren Vorrichtungen an dem Futterrohr und ihre Positionierung gegenüber der Injektionszone.
  • 4 zeigt schematisch das Ausfahren der Vorrichtungen, um sie mit der Formationsfläche in Kontakt zu bringen und das Futterrohr zu zentrieren.
  • 5 zeigt das Zementieren des Futterrohrs an Ort und Stelle.
  • 6 zeigt schematisch das Bohren im Injektionsmodus.
  • Der Erfindung hat ein neues Bau- und Komplettierungsverfahren sowie -system für ein Injektionsbohrloch entwickelt, zu denen das Bohren in eine Produktionsformation und das Positionieren eines Futterrohrs in der Produktionsformation gehören, das wenigstens eine oder eine Vielzahl von ausfahrbaren Anordnungen aufweist. Nach dem Positionieren des Futterrohrs derart, dass die ausfahrbaren Anordnungen sich innerhalb einer Injektionszone der Gewinnungsformation befinden, werden die Elemente so ausgefahren, dass das distale Ende der Elemente in direktem Kontakt mit einer Fläche der Formation kommt. Wenn die Elemente ausgefahren sind, kann das Futterrohr einzementiert werden und ein/eine Gewinnungsrohrstrang/-ausrüstung in das Bohrloch eingeführt werden. Dann kann ein Fluid in den Rohrstrang gepumpt werden, so dass es durch das ausgefahrene Element in die Injektionszone der produktiven Formation gedrückt wird.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich in breitem Umfang auf ein Verfahren zum Herstellen und Komplettieren eines Injektionsbohrlochs, wozu die Schritte gehören, ein Bohrloch in einen produktiven Zwischenraum oder eine Gewinnungsformation zu bohren und ein Futterrohr zu positionieren, das wenigstens eine seitlich ausfahrbare Anordnung mit einem Filtermedium hat, so dass die ausfahrbaren Anordnungen zur Bildung von Leitungen in eine Injektionszone der Formation ausgefahren werden können. Zu dem Verfahren gehören auch die Schritte, die Elemente so auszufahren, dass sie in direktem Kontakt mit einer Formationsfläche der Injektionszone des produktiven Intervalls kommen, den/die Produktionsrohrstrang/-ausrüstung in das Bohrloch zu führen und Fluide in den Rohrstrang, durch die ausfahrbaren Anordnungen und in die Injektionszone der produktiven Formation zu injizieren. Das Verfahren kann weiterhin den Schritt aufweisen, das Futterrohr vor dem Injizieren von Fluiden in das Bohrloch zu zementieren.
  • Geeignete Injektionsfluide sind ohne Begrenzung alle Fluide, die in ein Bohrloch injiziert werden können. Wo herkömmliche Bohrfluide verwendet werden können, überschreiten in den meisten Fällen die für das Injizieren dieser Fluide benötigten Drucke den Injektionszonenbrechdruck. Bevorzugte Fluide sind ohne Begrenzung Fluide, die in den US-Patenten 5,504,062 für Johnson, 5,504,062 für Johnson, 4,620,596 für Mondshine, 4,369,843 für Mondshine und 4,186,803 für Mondshine offenbart sind, oder irgendein anderes ähnliches Fluid. Der Fachmann sieht, dass die Arten von Fluidsystemen, die in dem US-Patent 5,504,062 offenbart sind, die Fähigkeit haben, das Eindringen von Filtrat und Teilchen in die Formation zu minimieren. Die in dem US-Patent 5,504,062 offenbarten Fluide stellen einen Fluidansatz mit Teilchengrößen dar, die die Formation schützen und durch herkömmliche Kiespackermedien mit minimaler Beschädigung an einer Formation zurückströmen. Diese Fluide sind für den Einsatz in einem unverrohrten Bohrlochaufbau für die Kohlenwasserstoffgewinnung ausgelegt worden. Insbesondere werden sie für das unverrohrte horizontale Bohren verwendet. Die Mondshine-Fluidsysteme, die Großformatsalze enthalten, schützen die Formation während des Bohrlochbaus und der Bearbeitungsvorgänge der Bohrlöcher, wie sie in Kohlenwasserstoff gewinnenden Formationen verwendet werden. Die Mondshine-Fluide wurden als Bohrfluide in einem horizontalen unverrohrten Bohrlochaufbau verwendet. Wenn die Mondshine-Fluide bei der Erfindung verwendet würden, könnte ein Lösungsmittel verwendet werden, um die Filterkuchenteilchengrößen zu vergrößern oder um die Salzteilchen in dem Filterkuchen vollständig aufzulösen. Diese speziellen Fluide sind bei der Erfindung von Interesse, da das Lösungsmittel aus injiziertem Wasser oder aus Fluiden auf Wasserbasis kommen kann, die in die Injektionszone injiziert werden. Während die Verwendung der vorstehend erwähnten Fluide bevorzugte Ausführungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind, sollte die Verwendung dieser Fluidsysteme nicht als Begrenzung ausgelegt werden, da neue Polymere und Fluidansätze geprüft und am Markt verfügbar werden, die die Formation schützen und die Fähigkeit haben, sich aufzulösen, um ein maximales Injektionsvermögen bereitzustellen. Diese Fluide, die bei einem Bohrlochaufbau für die Kohlenwasserstoffgewinnung zum Bohren von unverrohrten horizontalen Bohrlöchern verwendet werden, sind eine Klasse von Bohrfluiden, die als "Drill-In-Fluid" bekannt sind.
  • Die Injektionszonen können während des Bohrlochbaus durch Verwendung von Geräten, die während des Rohrens abtasten, oder durch elektrische Abtastgeräte bei offenem Bohrloch identifiziert werden. Diese Geräte ermitteln die Tiefe der permeablen Formationen und die Dicke der Injektionszonen. Die ausfahrbaren Anordnungen, die die Perforations- und Kiespackerkomplettierung ersetzen, sind im Abstand an dem Futterrohrstrang angeordnet und ermöglichen ihre Ausrichtung in den Injektionszonen, wie es die Bohrlochmessungen bestimmen. Abhängig von den erwarteten Anforderungen an das Injektionsvermögen der Formation können insgesamt zwischen ein und zwanzig, vorzugsweise zwischen ein und zwölf ausfahrbare Anordnungen pro ft (pro 0,305 m) erforderlich sein, um die Bohrloch-Injektionsdrucke zu minimieren. In vielen Fällen sind vier ausfahrbare Anordnungen pro ft (pro 0,305 m) ausreichend. Dann wird das Futterrohr in das Bohrloch so eingeführt, dass die ausfahrbaren Anordnungen in den Injektionszonen angeordnet sind, so dass das einmal ausgefahrene Element direkt die Formation kontaktiert. Die ausfahrbaren Anordnungen werden mechanisch, elektromechanisch oder hydraulisch ausgefahren, damit die Elemente in Kontakt mit der Formationsfläche kommen. Die Vorrichtungen tragen auch dazu bei, das Futterrohr in dem Bohrloch zu zentrieren. Nach dem Ausfahren des Elements kann das Futterrohr anschließend zementiert werden. Dann wird der/die Injektionsrohrstrang/-ausrüstung in das Bohrloch eingeführt. Abhängig von dem bei dem Bohrprozess verwendeten "Drill-In-Fluid" kann das Bohrloch auf Injektion gesetzt oder können Lösungsmittel gepumpt werden, um den Filterkuchen zu entfernen.
  • Das in 1 insgesamt mit 100 bezeichnete Bohrsystem hat ein Bohrschiff oder eine Bohrplattform 102 mit einem darauf angeordneten Bohrturm 104. Das Bohrsystem 100 kann wahlweise einen über dem am Meeresboden 108 befindlichen Bohrkopf 106 angeordneten Unterwasser-Blowout-Preventer (nicht gezeigt) aufweisen. Das System 100 kann ferner Bohrlochfutterrohrstränge 110 mit einem Leitelement 112, einem Übertageelement 114 und einem Zwischenelement 116 aufweisen. Wie der Fachmann weiß, werden die Futterrohrstränge 110 in einem Bohrloch 118 angeordnet und an Ort und Stelle zementiert. Wie in 1 gezeigt ist, wird mit dem Bohren bis zu einer Zielinjektionszone 120 in einer Gewinnungsformation 122 (siehe 2) fortgefahren, wobei eine Bohranordnung 124 verwendet wird. Die Bohranordnung 124 hat ein Bohrgestänge 126 und eine Bohrlochsohlenanordnung 128. Die Bohrlochsohlenanordnung 128 hat während des Rohrens messende Formationsbewertungssensoren 130, einen Bohrmotor 132, einen Bohrgestängestrangstabilisator 134 und einen Bohrmeißel 136.
  • Wie 1 weiterhin zeigt, hat die Bohrlochanordnung 128 eine Markierformation 138 durchschnitten. Die Markierformation 138 ist ein ausgewählter geologischer Indikator, der vor dem Durchschneiden der Zielinjektionszone 120 erreicht ist. Die Markierformation 138 gibt eine Anzeige einer zusätzlichen Bohrtiefe, die von einer Bohrlochsohlenposition 140 aus bis zu der Injektionszone 120 erreicht werden muss. Wenn die Bohrlochsohlenposition 140 sich etwa 200 bis 500 ft (etwa 60,96 bis 152,4 m) über der Injektionszone 120 befindet, wird das herkömmliche Bohrspülmittel mit einem "Drill-In-Fluid" verdrängt, das so ausgewählt wird, dass es die Injektionszonenformation 120 schützt. Das "Drill-In-Fluid" verdrängt das herkömmliche Bohrspülmittel dadurch, dass das "Drill-In-Fluid" in den Bohrstrang 128 gepumpt und die Rückführung (das herkömmliche Bohrfluid) in einen Ringraum 142 des Bohrlochs 118 nach oben erfolgt.
  • Gemäß 2 wird nun das Bohren des Bohrlochs 118 fortgesetzt und die Injektionszone 120 unter Verwendung des "Drill-In-Fluids" verlängert. Wie gezeigt, erstreckt sich nun die Sohle des Bohrlochs 140 durch die Injektionszone 120. Nach Erreichen einer gewünschten Gesamttiefe werden der Bohrgestängestrang 126 und die Bohrlochsohlenanordnung 128 aus dem Bohrloch 118 herausgezogen. Dann wird das Produktionsfutterrohr 144 (siehe 3 bis 6) in das Bohrloch eingeführt. Das Produktionsfutterrohr 144 hat eine Vielzahl von ausfahrbaren Anordnungen 146, so dass, wenn das Futterrohr 144 die Sohle 140 des Bohrlochs 118 erreicht, die ausfahrbaren Anordnungen 146 in der Injektionszone 120 der produktiven Formation 122 angeordnet sind.
  • In 3, 4, 5, 6 sowie 7A bis 7C ist ein vergrößerter Abschnitt 148 der Injektionszone 120 einschließlich einer ausfahrbaren Anordnung 146 gezeigt. Gemäß 7A bis 7C, und wie vorstehend erörtert, sind ein oder mehrere ausfahrbare Anordnungen 146 in dem Futterrohr 144 in einem Abstand angeordnet, der so ausgelegt ist, dass eine entsprechende Abstandsgestaltung von Leitungen von einem Innenraum 150 des Futterrohrs 144 aus zu Stellen 152 in der Injektionszone 120 angrenzend an die Anordnungen 146 ausgebildet ist. Die Anzahl der ausfahrbaren Anordnungen 146 hängt von den Anforderungen an das Injektionsvermögen des Bohrlochs ab. Zweckmäßigerweise reichen zwölf ausfahrbare Anordnungen pro ft (pro 0,305 m) der Injektionszone für die meisten Anwendungszwecke aus. Es können jedoch mehr oder weniger Elemente pro ft (pro 0,305 m) verwendet werden, wobei die Begrenzung auf eine maximale Anzahl dadurch reguliert wird, dass eine ausreichende Futterrohrfestigkeit aufrechterhalten wird, so dass das Futterrohr eingeführt werden kann. In 7A bis 7C sind drei Ausgestaltungen von zwölf ausfahrbaren Anordnungen 146 pro ft (pro 0,305 m) des Futterrohrs 144 gezeigt.
  • In 3 ist eine ausfahrbare Anordnung 146 beim In-Position-Bringen gezeigt. Die ausfahrbare Anordnung 146 ist in das Futterrohr 144 eingebaut. Der Ringraum 142 (nun zwischen dem Futterrohr 144 und dem Bohrloch 118) kann zu diesem Zeitpunkt mit einem "Drill-In-Fluid" gefüllt sein, oder das "Drill-In-Fluid" ist durch ein feststofffreies Fluid verdrängt. Die ausfahrbare Anordnung 146 erstreckt sich nach außen vorbei an einer Außenwand 154 des Futterrohrs 144 und nach innen in den Innenraum 150 des Futterrohrs 144. Die ausfahrbare Anordnung 146 hat einen feststehenden Abschnitt 156 und einen beweglichen Abschnitt 158, wobei ein Sandkontrollmedium oder Filtermedium 160 in einem distalen Abschnitt 162 des beweglichen Abschnitts 158 angeordnet ist. Der feststehende Abschnitt 156 ist in dem Futterrohr 144 verankert und hält den beweglichen Abschnitt 158, so dass dieser teleskopartig vorbei an der Außenfläche 154 des Futterrohrs 144 zu der Stelle 152 in der Injektionszone 120 verlängert werden kann.
  • Gemäß 4 wird der bewegliche Abschnitt 158 mit Hilfe eines Hydraulikdrucks ausgefahren, der das distale Ende 164 in direkten Kontakt mit einem Filterkuchen 166 bringt, der einer Fläche 168 einer Injektionszone 120 angrenzend an die ausfahrbare Anordnung 146 zugeordnet ist, wo der Filterkuchen 166 die Injektionszone 120 schützt. Der ausgefahrene bewegliche Abschnitt 158 bildet eine Leitung 170 zwischen dem Innenraum 150 des Futterrohrs 144 und der Injektionszone 120. Das Produktionsfutterrohr 144 ist nun für das Zementieren in das Bohrloch 118 bereit. Gemäß 5 wird der Ringraum 142 mit Zement 172 gefüllt, der die Injektionszone 120 von dem Fluidstrom mit Ausnahme durch die Leitung 170 trennt, die von der ausfahrbaren Anordnung 146 gebildet wird. Zu diesem Zeitpunkt wird der/die Injektionsrohrstrang/-ausrüstung in das Bohrloch eingeführt und das Bohrloch für die Fluidinjektion vorbereitet.
  • Gemäß 6 wird ein Fluid 174 in die Formation 122 durch die Leitung 170 injiziert, die von der ausfahrbaren Anordnung 146 gebildet wird. Zu erwähnen ist, dass das in die Formation 122 injizierte Fluid 174 einen Teil 176 des Filterkuchens 168 entfernt hat, der von der ausfahrbaren Anordnung 146 begrenzt wird. Das injizierte Fluid 174 wird durch den Injektionsrohrstrang nach unten in das Futterrohr 144 gepumpt und tritt schließlich in die Leitung 170 ein, die von der ausfahrbaren Anordnung 146 gebildet wird. Das injizierte Fluid 174 geht dann durch die Leitung 170, die von der ausfahrbaren Anordnung 146 gebildet wird, und gelangt in die Formation 122. Natürlich arbeitet jede ausfahrbare Anordnung 146 in analoger Weise so, dass eine Leitung für jede ausfahrbare Anordnung 146 gebildet wird, die den Mustern der ausfahrbaren Anordnungen entspricht, die in dem Futterrohr angeordnet sind. Zu erwähnen ist auch, dass das injizierte Fluid 174 gefährlich oder korrosiv sein kann. Falls die Injektionsraten gewünschte Pegel nicht erreichen, ohne den Formationsbrechdruck zu überschreiten, kann der Brechdruck überschritten werden, ohne dass zu befürchten ist, dass Formationsmaterial in das Bohrloch 118 ausbricht, da die Formation nur über die Leitungen 170 zugänglich ist, die von den ausfahrbaren Anordnungen 146 gebildet wird, während das eingespritzte Fluid 174 einen Strom in die Formation 122 durch die Leitungen 170 aufrechterhält, der dem Strom in das Bohrloch 118 oder das Förderrohr 144 Widerstand entgegensetzt.
  • Obwohl die Erfindung ganz und vollständig beschrieben wurde, kann natürlich die Erfindung im Rahmen der beiliegenden Ansprüche anders als speziell beschrieben ausgeführt werden. Obwohl die Erfindung unter Bezug auf die bevorzugten Ausgestaltungen offenbart worden ist, kann der Fachmann beim Lesen dieser Beschreibung Änderungen und Modifizierungen erkennen, die ausgeführt werden können und die vom Rahmen der Erfindung nicht abweichen, wie er vorstehend beschrieben und nachstehend beansprucht ist.

Claims (9)

  1. Verfahren zur Herstellung und zum Komplettieren eines Injektionsbohrlochs, bei welchem – ein Bohrloch durch eine Injektionszone (120) einer Formation gebohrt wird, – in das Bohrloch ein Futterrohr (110) eingeführt wird, das eine ausfahrbare Anordnung (146) mit einem feststehenden Abschnitt (156) und einem beweglichen Abschnitt (158) hat, wobei der bewegliche Abschnitt (158) an seinem distalen Ende ein Filtermedium (160) so aufweist, dass die ausfahrbare Anordnung (146) angrenzend an eine Stelle in der Injektionszone angeordnet wird, – der bewegliche Abschnitt (158) der ausfahrbaren Anordnung (146) für einen Kontakt mit der Formation ausgefahren wird, wodurch eine Leitung (170) zwischen einem Innenraum des Futterrohrs und der Formation gebildet wird, und – Fluide in die Injektionszone (120) der Formation durch die Leitung (170) injiziert werden, wobei das Filtermedium (160) im distalen Ende der ausfahrbaren Anordnung ein hochfestes Filtermedium aufweist, das eine solche Größe hat, dass es verhindert, dass Material aus der Injektionszone (120) der Formation in das Bohrloch nachrutscht.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, welches weiterhin den Schritt aufweist, das Futterrohr (110) nach dem Ausfahrschritt, jedoch vor dem Injizierschritt an Ort und Stelle zu zementieren.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem ein Injektionsdruck einen Bruchdruck der Injektionszone überschreitet.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem das Futterrohr weiterhin eine Vielzahl von ausfahrbaren Anordnungen (146) aufweist, so dass jede Anordnung angrenzend an eine Stelle in der Injektionszone (120) positioniert ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem die Vielzahl zwischen etwa 1 und etwa 20 ausfahrbare Anordnungen (146) pro Quadratfuß (pro 0,0929 m2) des Futterrohrs in der Injektionszone (120) aufweist.
  6. Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem die Vielzahl zwischen etwa 1 und etwa 12 ausfahrbare Anordnungen (146) pro Quadratfuß (pro 0,0929 m2) des Futterrohrs in der Injektionszone (120) aufweist.
  7. Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem die Vielzahl zwischen etwa 1 und etwa 4 ausfahrbare Anordnungen (146) pro Quadratfuß (pro 0,0929 m2) des Futterrohrs in der Injektionszone (120) aufweist.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem bei dem Bohrschritt – das Bohrloch mit einem herkömmlichen Bohrfluid bis zu einer Stelle über einer Zielinjektionszone gebohrt wird, – das herkömmliche Bohrfluid durch ein "Drill-In-Fluid" verdrängt wird und – das restliche Bohrloch durch die Injektionszone (120) gebohrt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, bei welchem die Injektionsfluide gefährliches oder Korrosionsmaterial aufweisen.
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