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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Messinstrument zur Messung
der Konzentration einer spezifischen Komponente (wie Glukose oder
Cholesterol) in einer Probenflüssigkeit
wie Blut.
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STAND DER TECHNIK
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Einige
Verfahren zur Messung der Konzentration einer spezifischen Komponente
in einer Probenflüssigkeit
verwenden beispielsweise elektrochemische Techniken. Bei diesem
Verfahren wird beispielsweise aus einer Probenflüssigkeit, einer Oxidoreduktase
und einem Elektronentransporter ein Reaktionssystem gebildet und
mittels Elektroden an dieses Reaktionssystem eine Spannung angelegt
worauf die Konzentration der spezifischen Komponente aus dem sich
ergebenden Strom errechnet wird. Ein derartiges Reaktionssystem
wird beispielsweise auf einem Biosensor ausgebildet, der mit einem
reagierenden Teil mit einer Oxidoreduktase und einem Elektronentransporter
versehen ist. Weil zwischen der spezifischen Komponente und dem
Elektronentransporter in dem Reaktionssystem aufgrund des katalytischen
Effekts der Oxidoreduktase eine Oxidations-Reduktions-Reaktion auftritt,
gibt die Menge des reduzierten (oder oxidierten) Elektronentransporters
die Konzentration der spezifischen Komponente wieder. Es wird ein
resultierender Strom erhalten in Abhängigkeit von der in dem Reaktionssystem
auftretenden Elektronenbewegung. Die Genauigkeit der Konzentrationsmessung
hängt daher
stark von der Genauigkeit der Messung des resultierenden Stroms
ab.
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Bei
solchen Verfahren wird die Elektronenbewegung zwischen der Elektrode
und dem Elektronentransporter, wenn Blut (Blut mit Blutzellen) als
Probenflüssigkeit
verwendet wird, durch Blutzellen auf der Oberfläche der Elektrode behindert.
Als Ergebnis wird der gemessene resultierende Strom mit steigender
Zahl von Blutzellen reduziert, wodurch Messfehler entstehen. Wenn
darüber
hinaus der Anteil der Blutzellen in dem Blut (Hä matokritwert) variiert, wird
auch der gemessene resultierende Strom variieren, auch wenn die
Glukosekonzentration die Gleiche bleibt.
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Um
diese Probleme zu lösen,
sind Verfahren vorgeschlagen worden, um Blutzellen vom Blut in dem Messinstrument
zu trennen. Verfahren zur Abtrennung von Blutzellen umfassen beispielsweise
ein Verfahren, bei dem eine Trennmembran in dem Teil des Messinstruments
vorgesehen wird, wo Blut oder andere Probenflüssigkeiten eingeführt wird
(siehe beispielsweise
JP-A 8-114539 und
JP-A 2002-508698 ) und
ein Verfahren zur Abdeckung der Oberfläche der Elektrode mit einer
Polymermembran (siehe beispielsweise
JP-A
6-130023 ,
JP-A 9-243591 und
JP-A 2000-338076 ).
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Da
jedoch bei den Verfahren, die Blutzellen in dem Messinstrument herausfiltern,
die Plasmakomponente durch die Trennmembran hindurchtreten muss,
dauert es lange, bis das Plasma die Oberfläche der Elektrode erreicht,
wodurch die Messzeit vergrößert wird.
Dieses Problem kann gelöst
werden indem eine große Menge
vollständigen
Blutes zum Einsatz bereit gestellt wird, doch erlegt dieses dem
Nutzer eine schwere Bürde
der Blutgewinnung auf.
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Hanning,
I. et al, Volume 19, No. 3–4,
1986, Seiten 461 bis 478, beschreibt einen Biosensor zur Detektierung
von Glukose im vollständigen
Blut, bei welchem ein Verlust an Ansprechempfindlichkeit durch Verwendung
von Silan-behandelten Membranen und dem Betrieb der Elektroden in
einer Strömungszelle
mit einem engen Kanal verbessert wurden.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die Wirkung der festen
Komponente in der Probenflüssigkeit zu
steuern und an einer kleinen Menge von Probenflüssigkeit bei kurzer Messzeit
die Konzentration genau zu messen.
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Durch
die vorliegende Erfindung ist ein Messinstrument geschaffen, welches
ein Analyseinstrument mit einem Kanal zum Hindurchleiten einer Probenflüssigkeit
mit einer festen Komponente und zur Bildung eines Flüssigreaktionsfeldes
und einer ersten und zweiten Elektrode umfasst, die zur Anlegung
einer Spannung an das Flüssigreaktionsfeld
dienen, wobei die erste Elektrode eine Elektronentransferfläche zur
Lieferung von Elektronen an das Flüssigreaktionsfeld oder zur
Aufnahme von Elektronen aus dem Reaktionsfeld bei Anlegung der Spannung
an das Flüssigreaktionsfeld über die
ersten und zweiten Elektroden umfasst, und welches mit Konzentrationsmitteln
zur Steigerung der Konzentration der festen Komponenten in dem Teil
versehen ist, der mit der Elektronentransferfläche in dem Flüssigreaktionsfeld
in Kontakt steht, entsprechend den Ansprüchen.
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Die
Konzentrationsmittel umfassen beispielsweise eine wasserabsorbierende
Schicht, die ein absorbierendes Polymermaterial enthält. Das
absorbierende Polymermaterial muss in der Lage sein, genügend flüssige Komponente
zu absorbieren, um das Ziel der vorliegenden Erfindung zu erreichen,
und die Menge absorbierten Wassers darf nicht so sein, dass sie
die Messergebnisse beeinträchtigt.
Infolgedessen ist der Einsatz eines absorbierenden Polymermaterials
wünschenswert,
welches eine Wasserabsorptionsleistung von 10 bis 500 g/g aufweist.
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Das
Messinstrument umfasst beispielsweise ein Substrat, auf dem die
erste und die zweite Elektrode ausgebildet ist, wobei über das
Substrat eine Abdeckung gelegt ist.
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Die
wasserabsorbierende Schicht ist als Film auf mindestens einem Teil
der Abdeckung ausgebildet, der beispielsweise der Elektronentransferschicht
gegenüber
liegt. In diesem Fall ist die wasserabsorbierende Schicht vorzugsweise
so geformt, dass ihre Abmessung in Richtung der Dicke des Substrates
ohne Wasserabsorption und mit Wasserabsorption 1/30 bis 1/10 bzw.
1/5 bis 3/5 der Abmessung in der Richtung der Dicke des Kanals beträgt. Die
wasserabsorbierende Schicht kann auch wasserlöslich ausgebildet sein.
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Die
wasserabsorbierende Schicht kann auch über die Länge oder fast über die
Länge des
Kanals ausgebildet sein. Eine derartige wasserabsorbierende Schicht
kann die Abdeckung sein, wenn die Abdeckung ein absorbierendes Material
enthält.
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Die
wasserabsorbierende Schicht kann ein Pulver eines absorbierenden
Polymermaterials sein, welches von der Abdeckung getragen wird.
Die mittlere Korngröße des Pulvers
ohne Wasserabsorption beläuft sich
beispielsweise auf 100 bis 1000 μm.
Dies beruht darauf, dass bei untunlich geringer mittlerer Korngröße die Ausbildung
der wasserabsorbierenden Schicht schwierig ist, so dass sie nicht
genügend
Wasser absorbieren kann, um ihr Ziel zu erreichen, während bei
untunlich großer
mittlerer Korngröße sie die
Wasserströmung in
dem Kanal mehr als nötig
behindern wird.
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Die
wasserabsorbierende Schicht kann auch stromabwärts von der Elektronentransferfläche in dem Kanal
in dem Strom der Probenflüssigkeit
angeordnet werden. Diese wasserabsorbierende Schicht wird beispielsweise
entweder auf dem Substrat oder der Abdeckung angeordnet. In diesem
Fall beträgt
die Abmessung der wasserabsorbierenden Schicht in Richtung der Strömung der
Probenflüssigkeit
vorzugsweise ¼ bis ½ des Abstandes
vom Kanaleinlass bis zum am weitesten stromabwärts gelegenen Punkt der Elektronentransferfläche in Richtung
der Strömung
der Probenflüssigkeit,
damit die feste Komponente in der gewünschten Weise konzentriert
werden kann. Aus dem gleichen Grund ist es wünschenswert, dass während der
Wasserabsorption die Dicke des Teils, welches die wasserabsorbierende
Schicht hat, 0 bis 15 μm
beträgt.
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Die
wasserabsorbierende Schicht kann auch so ausgebildet sein, dass
sie einen Teil aufweist, der in wenigstens einem Bereich stromaufwärts und
benachbart der Elektronentransferfläche und einem Bereich stromabwärts von
und benachbart der Elektronentransferfläche geformt ist. In diesem
Fall ist die wasserabsorbierenden Schicht vorzugsweise so geformt,
dass sie sowohl einen Teil in einem Bereich stromaufwärts von und
benachbart der Elektronentransferfläche und einen Teil stromabwärts von
und be nachbart der Elektronentransferfläche umfasst, und sie ist beispielsweise
so geformt, dass sie die Elektronentransferfläche umgibt.
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Die
Konzentrationsmittel können
auch stromabwärts
von der Elektronentransferfläche
in dem Kanal in Richtung der Bewegung der Probenflüssigkeit
vorgesehen sein. Sie können
durch einen absorptionsresistenten Damm gebildet sein, um die Bewegung
der festen Bestandteile zu behindern.
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Der
Damm ist so geformt, dass die Dicke des Kanals im Bereich des Damms
beispielsweise 5 bis 15 μm
beträgt,
so dass die gewünschte
Konzentration der festen Komponenten eintritt.
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Die
in dem vorliegenden Messinstrument gemessene Flüssigkeit kann klassisch Blut
sein, welches Blutzellen als feste Komponente enthält. Das
Messinstrument der vorliegenden Erfindung kann für einen weiten Bereich von
Probenflüssigkeiten
mit festen Komponenten eingesetzt werden, und es ist die gemessene Probenflüssigkeit
nicht auf Blut beschränkt.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine perspektivische Ansicht eines Biosensors entsprechend einer
ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
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2 ist
eine perspektivische Explosionsansicht des Biosensors nach 1.
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3 ist
ein Querschnitt nach der Linie III-III in 1.
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4A und 4B sind
Querschnitte wie in 3 zur Erläuterung der Strömung des
Blutes durch den inneren Kanal des Biosensors.
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5 ist
ein Blockschaltbild, welches den Biosensor nach 1 in
einem Konzentrationsmesssystem zeigt.
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6 ist
ein Querschnitt, der einen Biosensor entsprechend einer zweiten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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7 ist
ein Querschnitt, der einen Biosensor nach einem dritten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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8A und 8B sind
Querschnitte, die einen Biosensor entsprechend einer vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigen.
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9 ist
ein Querschnitt eines Biosensors entsprechend einer fünften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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10A und 10B sind
perspektivische Ansichten, die den Biosensor der 9 ohne
Abdeckung und Abstandselemente zeigen.
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11 ist
ein Diagramm des Zeitverlaufs des Ansprechstroms in dem Biosensor
der Ausführungsform 1.
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12 ist
ein Diagramm des Zeitverlaufs des Ansprechstroms in dem Biosensor
des Vergleichsbeispiels 1.
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13 ist
ein Diagramm, welches den Effekt von Hämatokrit (Hct) in dem Biosensor
der Ausführungsform
1 zeigt.
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14 ist
ein Diagramm, welches den Effekt von Hämatokrit (Hct) in dem Biosensor
des Vergleichsbeispiels 1 zeigt.
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BESTE AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG
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Die
Ausführungsformen
1 bis 5 der vorliegenden Erfindung werden nachstehend im Einzelnen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert.
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Zunächst wird
die erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei eine Blutzuckermessung
als ein Beispiel unter Bezugnahme auf die 1 bis 5 verwendet
wird.
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Der
in den 1 und 2 dargestellte Biosensor 1 wird
zur Messung von Glukosekonzentrationen im Blut verwendet. Er wird
eingesetzt in das Konzentrationsmesssystem 2 (siehe 5)
verwendet. Dieser Biosensor 1 umfasst eine Abdeckung 5,
die über
ein rechteckiges Substrat 3 gelegt ist, wobei zwei Abstandshalter 40 und 41 dazwischen
angeordnet sind und es ist, wie aus 3 ersichtlich,
durch diese Elemente 3, 40, 41 und 5 ein
kapillares Element 6 gebildet.
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Das
kapillare Element 6 bewegt durch Kapillarwirkung Blut und
besitzt einen inneren Kanal 60 zur Aufnahme des Blutes.
Dieser innere Kanal 60 erstreckt sich in Richtung der kurzen
Seite des Substrats 3 und steht über Endöffnungen 61 und 62 mit
der Umgebung in Verbindung. Die Endöffnung 61 dient zur
Einführung
von Blut in den inneren Kanal 60, und wenn Blut durch den
inneren Kanal 60 bewegt wird, dient die Endöffnung 62 zur
Entfernung von Gas aus dem inneren Kanal 60.
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Wie
in den 1 bis 3 gezeigt, dienen die beiden
Abstandselemente 40 und 41 zur Verbindung der
Abdeckung 5 mit dem Substrat 3 und zur Bestimmung
der Abmessungen des inneren Kanals 60 des Kapillarelements 6.
Die beiden Abstandselemente 40 und 41 erstrecken
sich in der Richtung der kurzen Seite des Substrats 3 und
sind mit einem dazwischen liegenden Abstand in der Längsrichtung
des Substrats 3 angeordnet.
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Eine
Arbeitselektrode 31 und eine Gegenelektrode 32 sind
in der Längsrichtung
des Substrats 3 auf dessen Oberseite 30 angeordnet.
Der Reaktionsbereich 33 ist ebenfalls auf der Oberseite
des Substrats vorgesehen, so dass er nacheinander sowohl die Arbeitselektrode 31 als
auch die Gegenelektrode 32 schneidet. Der den Reaktionsbereich 33 kontaktierende
Teil der Arbeitselektrode 31 umfasst die Elektronentransferfläche 31a.
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Der
Reaktionsbereich 33 ist durch ein festes Material gebildet,
welches eine Oxidoreduktase und einen Elektronentransporter umfasst.
Glukoseoxidase oder Glukosedehydrogenase beispielsweise können als Oxidoreduktase
eingesetzt werden. Der Elektronentransporter wird durch die Anlegung
einer Spannung und Reaktionen oxidiert oder reduziert. Bei der Blutzuckermessung
kann beispielsweise Kaliumferricyanit als Elektronentransporter
eingesetzt werden. Bei dieser Ausführungsform ist der Elektronentransporter
in einer oxidierten Form vorhanden, bevor das Blut zugeführt wird.
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Wie
in den 2 und 3 gezeigt, ist auf einer Seite
50 der Abdeckung 5 eine wasserabsorbierende Schicht 51 ausgebildet.
Dieser wasserabsorbierende Schicht 51 ist auf einer Seite
50 der Abdeckung 5 so ausgebildet, dass sie der Elektronentransferfläche 31a gegenüberliegt,
die in dem inneren Kanal 60 auf der Arbeitselektrode 31 angeordnet
ist. Diese wasserabsorbierende Schicht 51 kann hergestellt
werden, indem ein wasserabsorbierendes Flächengebilde mit absorbierendem
Polymermaterial an der Abdeckung 5 angebracht wird. Diese
wasserabsorbierende Schicht 51 ist so ausgebildet, dass
ihre Dicke beispielsweise ein 1/30 bis 1/10 der Höhe (H) des
inneren Kanals ohne Wasserabsorption ist, und so, dass Ihre Dicke
mit Wasserabsorption 1/5 bis 3/5 der Höhe (H) des inneren Kanals 60 ist.
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Als
absorbierendes Polymermaterial wird ein Material mit einer Wasserabsorptionsleistung
von beispielsweise 10 bis 500 g/g verwendet. Besondere Beispiele
des absorbierenden Polymermaterials umfassen vernetzte Acrylatpolymere,
vernetzte Vinylalkoholacrylatpolymere, mit vernetztem Maleinsäure-Anhydrid
gepfropfter Polyvinylalkohol, vernetztes Isobutylen-Maleinsäure-Anhydrid
Copolymer, mit Alkalisalzen vernetzte Carboxymethylcellulose, vernetzte
teilweise neutralisierte Polyacrylsäure und dergleichen. Die wasserabsorbierende
Schicht kann vollständig
aus einem absorbierenden Polymermaterial bestehen oder eine Schicht sein,
die eine Mischung aus einem absorbierenden Polymermaterial und einem
nicht absorbierenden Polymermaterial ist. Die wasserabsorbierende
Schicht 51 kann hergestellt werden, indem zunächst eine
Lösung
eines absorbierenden Polymermaterials in einem Lösungsmittel auf die Abdeckung
aufgetragen und diese dann getrocknet wird.
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Wie
in 5 gezeigt, umfasst das Konzentrationsmesssystem 2 erste
und zweite Anschlüsse 20a und 20b,
einen Spannungsaufbringungsteil 21, einen Strommessteil 22,
einen Detektionsteil 23, einen Steinerrteil 24,
einen Rechnerteil 25 und einen Anzeigeteil 26.
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Die
ersten und zweiten Anschlüsse 20a und 20b dienen
zur Kontaktierung mit den Anschlüssen 31b und 32b der
Arbeitselektrode 31 und der Gegenelektrode 32 in
dem Biosensor 1, wenn der Biosensor 1 an dem Konzentrationsmesssystem 2 angebracht
ist.
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Der
Spannungsaufbringungsteil 21 dient zur Aufbringung einer
Spannung zwischen der Arbeitselektrode 31 und der Gegenelektrode 32 des
Biosensors 1 über
die ersten und zweiten Anschlüsse 20a und 20b. Der
Spannungsaufbringungsteil 21 ist elektrisch mit den ersten
und zweiten Anschlüssen 20a und 20b verbunden.
Der Spannungsaufbringungsteil 21 umfasst beispielsweise
eine Gleichstromleistungsquelle wie eine Trockenbatterie oder einem
Charger.
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Der
Strommessteil 22 misst den Strom, wenn durch den Spannungsaufbringungsteil 21 eine
Spannung zwischen den Anschlüssen 31b und 32b der
Arbeitselektrode 31 und der Gegenelektrode 32 angelegt
ist.
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Der
Detektionsteil 23 detektiert aufgrund des von den Strommessteil 22 gemessenen
Stroms, ob eine Probenflüssigkeit
im Reaktionsteil 33 (siehe 1 bis 3)
zugeführt
worden ist, nachdem der Biosensor 1 an dem Konzentrationsmesssystem 2 angebracht
worden ist.
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Der
Steuerteil 24 steuert den Spannungsaufbringungsteil 21 und
wählt aus,
ob zwischen der Arbeitselektrode 31 und der Gegenelektrode 32 eine
Spannung angelegt wird oder nicht.
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Der
Rechnerteil 25 berechnet die Blutzuckerkonzentration aufgrund
des von dem Strommessteil 22 gemessenen Stroms. Der Rechnerteil 25 ist
so ausgelegt, dass er die Blutzuckerkonzentration beispielsweise durch
amperometrische Mittel berechnet.
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Der
Detektionsteil 23, der Steuerteil 24 und der Rechnerteil 25 können mehrfache
Speicher (wie ROM oder RAM) enthalten, die an eine zentrale Rechnereinheit
(CPU) angeschlossen sind.
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Der
Displayteil 26 zeigt die Rechenresultate des Rechnerteils 25 an,
zusammen beispielsweise mit Fehlerhinweisen und Betriebsverfahren,
und kann beispielsweise eine Flüssigkristallanzeige
umfassen.
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Nunmehr
werden die Verfahren zur Messung der Blutzuckerkonzentration unter
Einsatz des Biosensors 1 und des Konzentrationsmesssystems 2 erläutert.
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Wie
in 5 dargestellt, wird der Biosensor 1 zunächst an
dem Konzentrationsmesssystem 2 angebracht. Die Anschlüsse 31b und 32b der
Arbeitselektrode 31 bzw. der Gegenelektrode 32 des
Biosensors 1 werden dabei mit den ersten bzw. zweiten Anschlüssen 20a und 20b des
Konzentrationsmesssystems 2 verbunden. Dies erlaubt die
Anlegung einer Spannung zwischen der Arbeitselektrode 31 und
der Gegenelektrode 32 über
die ersten bzw. Anschlüsse 20a und 20b.
Unter tatsächlichen
Messbedingun gen wird zwischen der Arbeitselektrode 31 und
der Gegenelektrode 32 eine konstante Spannung angelegt,
sobald der Biosensor an dem Konzentrationsmesssystem 2 angebracht
ist. Die zwischen der Arbeitselektrode 31 und der Gegenelektrode 32 angelegte
konstante Spannung wird beispielsweise auf den Bereich von 100 bis
1000 mV eingestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Anlegung
der konstanten Spannung zwischen der Arbeitselektrode 31 und
der Gegenelektrode 32 dauernd vorgenommen, bis der sich
einstellende Strom für
die Berechnung der Blutzuckerkonzentration gemessen worden ist.
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Dann
wird durch die Endöffnung 61 des
Biosensors 1 Blut zugeführt.
Wie in den 4A und 4B gezeigt
bewegt sich das Blut BL durch Kapillarwirkung durch den inneren
Kanal 60 von der Endöffnung 61 zur Endöffnung 62 des
Kapillarelements 6. Wie aus 4B hervorgeht,
wird Blut BL zugeführt,
bis es die Endöffnung 62 erreicht
und der innere Kanal 60 des Kapillarelements 6 voll
Blut BL ist. Dabei ist der Reaktionsbereich 33 (siehe 4A)
mit Blut BL gefüllt
und es ist in dem inneren Kanal 60 ein flüssiges Reaktionssystem
gebildet. Die wasserabsorbierende Schicht 51 absorbiert
hierbei die Plasmakomponente des Bluts BL, und es nimmt die wasserabsorbierende
Schicht 51 an Dicke zu. Dadurch wird die Bewegung der Blutzellen
B1 durch die wasserabsorbierende Schicht 51 behindert.
Es nimmt die Konzentration von Blutzellen B1 auf der und um die
Oberfläche
der Elektronentransferfläche 31a der
Arbeitselektrode 31 herum zu.
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In
dem flüssigen
Reaktionssystem wird die Glukose in dem Blut BL durch Oxidoreduktase
oxidiert, während
der Elektronentransporter reduziert wird. Wenn eine Spannung angelegt
wird, bewegt sich der reduzierte Elektronentransporter gegen die
Oberfläche
der Elektronentransferfläche 31a der
Arbeitselektrone 31 hin, liefert Elektronen an die Elektronentransferfläche 31a und
wird wieder ein oxidierter Elektronentransporter. Die Menge der
der Elektronentransferfläche 31a zugeführten Elektronen
wird gemessen als resultierender Strom durch den Strommessteil 22 über die
ersten bzw. zweiten Anschlüsse 20a und 20b.
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In
der Zwischenzeit wird der durch den Strommessteil 22 gemessene
resultierende Strom durch den Detektionsteil 23 überwacht
und sobald der resultierende Strom eine Schwelle überschreitet,
detektiert der Detektionsteil 23, dass das Blut, dem Reaktionsbereich 33 zugeführt worden
ist und der Reaktionsbereich 33 aufgelöst ist. Wenn der Detektionsteil 23 die
Zufuhr vom Blut detektiert hat, bewertet der Detektionsteil 23,
ob seit dieser Detektion eine festgelegte Zeit verstrichen ist.
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Wenn
der Detektionsteil 23 festgestellt hat, dass eine festgelegte
Zeit vorüber
ist, wird in dem Strommessteil 22 ein resultierender Strom
gemessen, und es wird die Blutzuckerkonzentration durch den Rechnerteil 25 auf
der Basis des resultierenden Stroms berechnet. Die Berechnung der
Blutzuckerkonzentration wird durchgeführt, indem zunächst der
resultierende Strom in eine Spannung umgewandelt und dann die Spannung mit
einer vorher vorbereiteten Referenzkurve verglichen wird, die die
Relation zwischen Spannungswerten und Blutzuckerkonzentrationen
wiedergibt. Das Rechenergebnis des Rechnerteils 25 wird
beispielsweise auf dem Displayteil 26 wiedergegeben.
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
wird die Plasmakomponente des Blutes BL bei Zufuhr vom Blut zu dem
inneren Kanal 60 des Kapillarelements durch die wasserabsorbierende
Schicht 51 absorbiert, wodurch die Konzentration an Blutzellen
B1 auf der und um die Oberfläche
der Elektronentransferfläche 31a der
Arbeitselektrode 31 herum vergrößert wird. Auf diese Weise
kommt der Bereich auf der und um die Oberfläche der Elektrodentransferfläche 31a künstlich
in den gleichen Zustand, als wenn Blut BL mit hohem Hämatokritwert zugeführt würde. Wenn
ferner ein absorbierendes Polymermaterial mit einer Wasserabsorptionsleistung
von 10 bis 500 g/g verwendet wird, wird die wasserabsorbierende
Schicht 51 umso mehr Plasma absorbieren, je niedriger der
Hämatokritwert
des Blutes BL ist. Demzufolge kann ein ähnlich hoher Hämatokrit-Zustand
um die wasserabsorbierende Schicht 51 herum erreicht werden,
unabhängig
davon ob der Hämatokritwert
hoch oder niedrig ist.
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Der
Biosensor 1 kann auch Probleme lösen, die bei der Trennung der
Blutzellen vom Blut in dem Messinstrument auftreten. Bei Methoden
zur Trennung von Blutzellen muss die Plasmakomponente durch eine Trennmembran
hindurchtreten, was die Messzeit verlängert und die Blutmenge reduziert,
die bei der Reaktion verwendbar ist, relativ zu der zugeführten Menge.
Im Gegensatz dazu wird in dem Biosensor 1, weil keine Trennmembran
oder andere Behinderung der Fortbewegung des Blutes durch den inneren
Kanal 60 des Kapillarelements 6 vorhanden ist,
die Messzeit nicht verlängert,
wie es bei einer Trennmembran der Fall wäre. Da ferner in dem Biosensor 1 das
meiste des dem inneren Kanal 60 des Kapillarelements zugeführte Blut
mit der Oxidoreduktase des Reaktionskanals 33 zur Reaktion
gebracht werden kann, können
Konzentrationen mit einer nur geringen Menge an Blut BL sauber gemessen
werden.
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Nunmehr
wird ein Biosensor entsprechend der zweiten Ausführungsform in der vorliegenden
Erfindung unter Bezugnahme auf 6 erläutert.
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In
dem Biosensor 1A in 6 ist eine
Wasser absorbierende Schicht 51A über die gesamte Länge des
Kapillarelements 6 ausgebildet. Diese Wasser absorbierende
Schicht 51A kann beispielsweise dadurch hergestellt werden,
dass ein Wasser absorbierendes Flächengebilde aus einem absorbierenden
Polymermaterial an der Abdeckung befestigt wird. Die Wasser absorbierende
Schicht 51A kann auch geformt werden, in dem die Abdeckung
mit einer Lösung
von absorbierendem Polymermaterial beschichtet wird, welches zusammen
mit einer klebenden Komponente in einem Lösungsmittel aufgelöst wird,
um anschließend
die Beschichtung zu trocknen.
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Eine
absorbierende Schicht kann über
die gesamte Länge
des Kapillarelements 6 auch dadurch ausgebildet werden,
dass die gesamte Abdeckung 5 Wasser absorbierend gemacht
wird und als Ganzes die Wasser absorbierende Schicht umfasst. Eine
derartige Wasser absorbierende Schicht (Abdeckung) kann beispielsweise
hergestellt werden, in dem zunächst
ein absorbierendes Polymermaterial mit einem Harzmaterial gemischt wird,
um ein Formmaterial zu erzeugen, welches dann einer Harzformung
unterworfen wird.
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Nunmehr
wird ein Biosensor entsprechend der dritten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung unter Bezugnahme auf 7 erläutert.
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Der
Biosensor 1B der 7 umfasst
eine Wasser absorbierende Schicht 51B mit Wasser absorbierenden
Polymerkörnern.
Diese Wasser absorbierende Schicht 51B, in der die absorbierenden
Polymerkörner 51Bb auf
einer Seite eines doppelseitigen Bandes 51Ba festgehalten
sind, ist an der Abdeckung unter Ausnutzung der Klebefähigkeit
der anderen Seite des doppelseitigen Bandes befestigt. Es kann ein
absorbierendes Polymer vorzugsweise mit einer mittleren Korngröße von 100–1000 μm eingesetzt
werden.
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Es
wird nunmehr ein Biosensor entsprechend der vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die 8A und 8B erläutert.
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In
dem Biosensor 1C der 8A ist
eine Wasser absorbierende Schicht 51C an dem Substrat 3 stromabwärts in Richtung
des Blutstroms von der Elektronentransferschicht 31a der
Arbeitselektrode 31 ausgebildet. Die Wasser absorbierende
Schicht 51c kann auch auf der Abdeckung 5 ausgebildet
werden.
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Bei
diesem in 8B dargestellten Biosensor 1C dehnt
sich die Wasser absorbierende Schicht 510 aus, wenn Blut
in das Kapillarelement 6 eingeleitet wird, wodurch der
räumliche
Querschnittsbereich des Teils des Kapillarelements 6 verringert
wird, wenn er die Wasser absorbierende Schicht 51C gebildet
hat. Als Ergebnis wird die Bewegung der Blutzellen B1 durch die
Wasser absorbierende Schicht 51C behindert, und sie sammeln
sich nahe der Elektronentransferfläche 31a an, so dass
die Konzentration der Blutzellen B1 um die Elektronentransferfläche 31a herum
zunimmt.
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Damit
dies wirksam wird, ist die Wasser absorbierende Schicht 51C vorzugsweise
so geformt, dass der Abstand L zwischen der Wasser absorbierenden
Schicht 51C und der oberen Begrenzungsfläche der
Kapillaren 0 bis 15 μm
beträgt,
wenn das Kapillarelement 6 mit Blut gefüllt. Ist. Um weiterhin die
Konzentration von Blutzellen B1 um die Elektronentransferfläche 31a herum
zuverlässiger
zu erhöhen,
ist es wünschenswert, dass
die Abmessung W1 der Wasser absorbierenden Schicht 51C in
Strömungsrichtung
des Blutes B2 relativ groß gemacht
ist. Die Abmessung W1 wird in diesem Fall vorzugsweise zu ungefähr ¼ bis ½ des Abstandes W2
zwischen dem Einlass 68 des Kapillarelements 6 und
dem stromabwärts
gelegenen Ende 31a' der
Elektronentransferfläche 31a gewählt.
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Eine
der Wasser absorbierenden Schicht 51c der 8A und 8B ähnliche
Funktion kann auch mit einem nicht (oder nur wenig) wasserlöslichen
Dammteil erzielt werden. Anstatt eine Ansammlung von Blutzellen
in Folge Absorption der Plasmakomponente und Expansion zu verursachen,
können
die Querschnittsabmessungen stromabwärts der Elektronentransferfläche 31a in
dem Kapillarelement 6 durch die Bildung eines Dammes kleingemacht
werden, bevor Blut zugeführt
wird. Dieser dann ist vorzugsweise so ausgebildet, dass der Abstand
(entsprechend L in 8B) zwischen dem Damm und dem
Substrat (oder der Abdeckung) 5 bis 15 μm beträgt. Der Damm kann entweder
an dem Substrat oder der Abdeckung ausgebildet werden.
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Nunmehr
wird ein Biosensor entsprechend der fünften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung unter Bezugnahme auf die 9, 10A und 10B erläutert.
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In
dem Biosensor 1D der 9 ist eine
Wasser absorbierende Schicht 51D so ausgebildet, dass sie einen
Teil in der Nähe
der Elektronentransferfläche 31a der
Arbeitselektrode 31 hat. Wie in 10a dargestellt, kann
die Wasser absorbierende Schicht 51B in zwei Bereichen
stromaufwärts
der Elektronentransferfläche 31a,
(siehe 9) angeordnet oder, wie in 10C dargestellt,
als rechteckiger Rahmen ausgebildet sein. In der in 10A wiedergegebenen Konfiguration kann auch eine
der beiden Wasser absorbierenden Schichten 51E weggelassen
werden.
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Die
Messung der Glukosekonzentration des Blutes wurde als Beispiel für die obige
Erläuterung
genommen, doch ist die vorliegende Erfindung auch auf die Messung
anderer Komponenten im Blut wie Cholesterol, Milchsäure, Milirubin
und dergleichen anwendbar, ebenso wie auf andere Probenflüssigkeiten
als Blut.
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Beispiele
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Nachstehend
wird gezeigt, dass der Effekt von Blutzellen im Blut auf die Messung
des resultierenden Stroms durch den Biosensor der vorliegenden Erfindung
reduziert wird.
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[Beispiel 1]
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(Präparation
eines Glukosesensors)
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In
diesem Beispiel wurde ein Biosensor mit der gleichen Struktur wie
in den 1 bis 4 hergestellt. Bei
diesem Sensor wurden die Länge
L, die Breite W und die Höhe
H des Inneren Kanals 60 des Kapillarelements 6 zu
3 mm, 1 mm bzw. 40 μm
(siehe 1 und 3) vorgegeben. Die Arbeitselektrode 31 und
die Gegenelektrode 32 wurden durch Siebdruck mit Kohletusche
(Japan Acheson „electrodag
423 SS") ausgebildet.
Dem Reaktionsbereich 33 wurde eine Zweischichtenstruktur
gegeben, die aus einer Elektronentransportschicht und einer Enzyme
enthaltenden Schicht bestand. Die Elektronentransportschicht wurde
hergestellt, in dem zunächst
0,4 μL einer
ersten Materialflüssigkeit
mit einem Elektronentransporter auf das Substrat 3 aufgebracht
und dann die erste Materialflüssigkeit
durch Blasen (30 °C,
10% Rh) getrocknet wurde. Die Enzyme enthaltene Schicht wurde ausgebildet,
indem zunächst
0,3 μL einer
zweiten Materialflüssigkeit
enthaltend Oxidoreduktase auf die Elektronentransportschicht aufgetragen und
dann die zweite Materialflüssigkeit
durch Blasen (30 °C,
10% Rh) getrocknet wurde.
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Die
erste Materialflüssigkeit
wurde durch Mischen der flüssigen
Komponenten der folgenden Tafel ein in numerischer Reihenfolgen
von eins bis vier hergestellt. Die Mischung wurde ein bis drei Tage
stehen gelassen und dann der Elektronentransporter hinzuaddiert.
Die zweite Materialflüssigkeit
wurde durch Auflösung
einer Oxidoreduktase in 0,1% CHAPS präpariert.
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Als
Elektronentransporter wurde [Ru(NH
3)
6]Cl
3 (Dojin Chemical
Laborstory „LM722") verwendet und als
Oxidoreduktase PGGGDH (800 U/mg Glucose Entwässerungsaktivität).
| (1) SWN
Lösung | (2) CHAPS
Lösung | (3) Destilliertes Wasser | (4) ACES
Lösung |
| Konzen-traton | Gehalt | Konzentration | Gehalt | Konzentration | Gehalt |
| 1,2% | 250 μL | 10% | 25 μL | 225 μL | 200
mM | 500 μL |
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In
der Tafel bedeutet SWN eine Abkürzung
für Luzentite
SWN CHAPS ist eine Abkürzung
für 3-[(3-cholamidopropyl
Dimethylamon]Propansulfonsäure,
und ACES ist eine Abkürzung
für N-(2-Acetamido)-2-Aminoethansulfonsäure. Als
SWN wurde die Coop Chemikalie „3150", als CHAPS die Dojin
chemical Laborstory „KC062" und als ACES Dojin
chemical Laborstory „ED067" verwendet. Die ACES
Lösung
wurde auf ein pH von 7,5 eingestellt.
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Die
Wasser absorbierende Schicht 51 wurde mit einer Dicke von
2 μm ausgebildet,
indem zunächst 0,1 μL eines Beschichtungsmaterials
mit einem absorbierendem Polymer auf die Zielseite der Abdeckung 5 aufgetragen
und dann getrocknet wurde (30 °C,
10 % Rh). 7 Gewichtssteile eines absorbierenden Polymers (Sumitomo „Aquacork" aufgelöst in 100
Gewichtsteilen Methanol wurde als Beschichtungsmaterial eingesetzt.
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(Messung des resultierenden Stroms)
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Unter
Verwendung des vorstehend beschriebenen Biosensors wurde der zeitliche
Verlauf des resultierenden Stroms für drei Bluttypen mit verschiedenen
Hämatokritwerten
(Hct 20%, Hct 42 % und Hct 69%) (Hct) und einer Glukosekonzentration
von 447 mg/dL bestimmt. Der resultierende Strom wurde für jeden Hct-typ
des Bluts 5 mal gemessen. Die dem Inneren Kanal 60 des
Biosensors 1 zugeführtem
Blutmenge betrug 0,5 μL,
und die zwischen der Arbeitselektrode 31 und der Gegenelektrode 32 angelegte
Spannung belief sich auf 500 mV. Die Ergebnisse sind in 11 dargestellt.
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Die
Wirkung des Hct wurde auf der Basis des resultierenden Stroms 5 Sekunden
nach der Zuführung des
Blutes untersucht. Die Ergebnisse sind in 13 dargestellt.
In 13 ist HcT (%) auf der horizontalen Achse und
die prozentuale Abweichung von dem resultierenden Strom bei Hct
42 % auf der vertikalen Achse wiedergegeben. Die prozentuale Abweichung
ist in 13 als Mittelwert aus 5 Messungen
dargestellt.
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Vergleichsbeispiel 1
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Bei
diesem Vergleichsbeispiel wurde ein Biosensor verwendet, bei dem
die absorbierende Schicht des Biosensors des Beispiels 1 weggelassen
war. Der zeitliche Verlauf des resultierenden Stroms wurde wie im Beispiel
1 für drei
Typen von Blut mit unterschiedlichen Hct gemessen. Der resultierende
Strom wurde für
jeden Hct-Typ des Bluts 5 mal gemessen. Die Resultat sind in 12 dargestellt.
Ebenso wie im Beispiel 1 wurde der Effekt des Hct auf der Basis
des resultierenden Stroms 5 Sekunden nach dem Beginn der
Blutzufuhr ermittelt. Die Resultate sind in 14 dargestellt.
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Diskussion der Versuchsergebnisse
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Wie
aus den 11 und 12 ersichtlich
ist, neigte der resultierende Strom bei dem Biosensor der 1 schneller
dazu zu konvergieren als bei dem Biosensor des Vergleichsbeispiels
1, wenn Blut unterschiedlichen Hct's gemessen wurde. Wie zum Beispiel aus
der Betrachtung der 5-Sekundenwerte für den resultierenden Strom
verständlich
wird, ist erstens die Differenz in dem resultierenden Strom zwischen
Hct 20 % und Hct 69 % bei dem Biosensor des Beispiels 1 kleiner
als bei dem Biosensor des Vergleichsbeispiels 1. Zweitens war der
resultierende Strom für
jede Probe bei dem Biosensor des Beispiels 1 ungefähr nach
8 Sekunden gleichmäßig. Mit
dem Biosensor des Vergleichbeispiels 1 dagegen dauerte es etwa 15
Sekunden, bis der resultierende Strom gleichmäßig wurde.
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Diese
Ergebnisse bedeuten, dass der Biosensor des Beispiels 1 zur Ausführung einer
sauberen Konzentrationsmessung in kürzerer Zeit in der Lage ist
als der Biosensor des Vergleichsbeispiels 1. Da ferner in den Biosensoren
des Beispiels 1 und des Vergleichsbeispiels 1 der innere Kanal 60 des
Kapillarelements ein geringes Volumen von 0,5 μL aufweist, ist ersichtlich,
dass der Biosensor des Beispiels 1 kleine Blutmengen präzise messen
kann.
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Obwohl
die Reproduzierbarkeit bei dem Biosensor des Beispiels 1 geringer
als bei dem Biosensor des Vergleichsbeispiels 1 ist, ist dies wahrscheinlich
Schwankungen in der Ausbildung der Wasser absorbierenden Schicht 51 zuzuschreiben,
weil das Beschichtungsmaterial zur Bildung der Wasser absorbierenden
Schicht 51 von Hand aufgetragen wurde. Es könnte daher
die Reproduzierbarkeit wahrscheinlich verbessert werden, wenn die
Wasser absorbierende Schicht 41 gleichmäßig ausgebildet werden könnte.
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Wie
aus den 13 und 14 hervorgeht,
hatte der Biosensor des Beispiels 1 bei dem resultierenden Strom
im Hct-Bereich von 20–69%
eine Abweichung von +5% 5 Sekunden nach Beginn der Blutzufuhr in den,
während
der Biosensor des Vergleichsbei spiels 1 eine Abweichung von 20%
aufwies. Dies bedeutet, dass bei dem Biosensor des Beispiels 1 der
Hct Wert den resultierenden Strom weniger beeinflusst als er es
bei dem Biosensor des Vergleichsbeispiels 1 tut. Diese Ergebnisse
zeigen, dass die Wirkung des Hct Wertes des Blutes durch den Einsatz
der Wasser absorbierenden Schicht 51 wie bei dem Biosensor
in dem Beispiel 1 reduziert wird.
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Wie
vorstehend erläutert,
ist es mit dem Messinstrument der vorliegenden Erfindung möglich, eine Konzentration
in einer kleinen Menge von Probenflüssigkeit präzise zu messen, während die
Wirkung von festen Komponenten in der Probenflüssigkeit gesteuert wird, und
dabei die Messzeit kurz zuhalten.