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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Polytrimethylenetherester und deren
Herstellung, sowie Verwendung.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Polytrimethylenetherglykol
("PO3G") und dessen Verwendung
in thermoplastischen Elastomeren, sowie in anderen Anwendungen,
sind in einer Reihe von Patentschriften und Patentanmeldungen beschrieben worden.
PO3G lässt
sich durch Dehydratation von 1,3-Propandiol oder durch Ringöffnungspolymerisation
von Oxetan herstellen. PO3G kann auch aus 1,3-Propandiol und vorzugsweise
entsprechend der Beschreibung in der
US-Patentanmeldung 2002/7043 A1 und
2002/10374 A1 hergestellt
werden, die hiermit beide als Fundstellen einbezogen sind.
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Polyetherester-Elastomer,
das Polytrimethylenetherester als Weichsegment aufweist und Tetramethylen-
und Trimethylenester als Hartsegmente, wurde in den
US-P-6562457 und
6599625 beschrieben, die hiermit beide
als Fundstellen einbezogen sind. Polytrimethylenetheresteramide
wurden in der
US-P-6590065 beschrieben,
die hiermit als Fundstelle einbezogen ist. Polyurethane und Polyurethanharnstoffe
wurden beschrieben in der
PCT/US02/34106 ,
die hiermit als Fundstellen einbezogen sind.
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Ohne
durch irgendeine Theorie gebunden sein zu wollen, wird davon ausgegangen,
dass aufgrund der Inkompatibilität
der Hartsegmente und Weichsegmente eine Phasentrennung auftritt.
Die zwei Phasen bauen die elastomere Matrix auf. Die Hartsegmente
bilden Mikrodomänen
von Kristalliten, während
die Weichsegmente und ein Anteil der kristallisierbaren harten Komponente,
die die kristalline Ordnung nicht erreicht haben, die amorphe Phase
bilden. Dem Fachmann auf dem Gebiet ist bekannt, dass die elastischen
Eigenschaften umso besser sind, je besser die Unterscheidung zwischen
der kristallinen Mikrodomäne
und den amorphen Phasen ist. Phasentrennung und Bildung einer Mikrodomäne in Blockpolymeren
beeinflussen direkt das thermische Verhalten, die dynamischen mechanischen
Eigenschaften, die mechanischen und rheologischen Eigenschaften,
sowie die Permeabilität
und das Transportphänomen
des elastomeren Systems. Es gilt die Lehre, dass die Morphologie
des elastomeren Systems und dessen Eigenschaften stark von den Kristallisationsbedingungen
sowohl der Hartsegmente als auch der Weichsegmente abhängen. Der
Block, der zuerst kristallisiert, hat eine Neigung, die gesamte
Struktur "einzufrieren" und auf diese Weise
die Kristallisation des anderen Blockes herbeizuführen. Um
daher eine klare Zweiphasenmorphologie zu erzeugen, ist es um so
besser, je amorpher die Beschaffenheit des Weichsegmentes ist, da
es eine längere
Zeit benötigen
wird und schwieriger ist zu kristallisieren (entweder von sich selbst
oder induziert durch Reste von Hartsegmenten in der Phase der Weichsegmente).
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In
den
US-P-6562457 und
6599625 wurde gelehrt, dass
ein langsamer kristallisierendes Polytrimethylenetherglykol-Weichsegment
in dem Blockpolymer-Elastomer bessere elastische Eigenschaften (zum
Beispiel lastfreie Kraft, Spannungsabbau, Formänderungsrest) im Vergleich
zu dem des Polytetramethylenetherglykol-Weichsegmentes vermittelt.
Damit muss das Weichsegment so amorph wie möglich sein, was anhand der
Kristallisationsgeschwindigkeit gemessen wird. Obgleich das Polytrimethylenetherglykol
von sich aus ein hervorragendes Weichsegment bietet, werden stärker amorphe
und langsamer kristallisierende Weichsegmente angestrebt. Stärker amorphe
Weichsegmente würden
zu einer besseren Zweiphasenmorphologie führen und weitere Verbesserungen
in den fertigen thermoplastischen Elastomeren ergeben.
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Es
gibt einen fortbestehenden Bedarf nach verbessertem Polytrimethylenetherglykol
und thermoplastischen Elastomeren, die daraus erzeugt werden. Die
vorliegende Erfindung gewährt
einen neuartigen Random-Polytrimethylenetherester und neuartige
thermoplastische Elastomere mit vorteilhaften Eigenschaften.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung richtet sich auf einen Random-Polytrimethylenetherester,
der durch Polykondensation von 1,3-Propandiol als Recktanten und
etwa 10% bis 0,1 Mol% aliphatischer oder aromatischer Disäure oder Diester
hergestellt wird.
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Die
Erfindung richtet sich ebenfalls auf einen Random-Polytrimethylenetherester
durch Polykondensation von etwa 90% bis etwa 99,9 Mol% 1,3-Propandiol
als Reaktant, berechnet auf Basis der Menge von 1,3-Propandiol und
1,3-Propandiol-Einheiten und etwa 10% bis etwa 0,1 Mol% aliphatischer
oder aromatischer Disäure
oder Diester.
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In
einer anderen Ausführungsform
richtet sich die Erfindung auf einen Random-Polytrimethylenetherester mit Hilfe
der Polykondensation von etwa 80% bis etwa 99,1 Mol% 1,3-Propandiol als Reaktant,
berechnet auf Basis der Menge von 1,3-Propandiol und 1,3-Propandiol-Einheiten,
etwa 10% bis etwa 0,1 Mol% aliphatische oder aromatische Disäure und
Diester und bis zu etwa 10 Mol% Diol als ein anderer Reaktant als der
1,3-Propandiol-Reaktant, berechnet auf Basis der Menge von Diol
und Diol-Einheiten.
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In
einer weiteren Ausführungsform
richtet sich die Erfindung auf einen Random-Polytrimethylenetherester mit Hilfe
der Polykondensation von 1,3-Porpandiol als Reaktant und etwa 10%
bis etwa 0,1 Mol% aliphatische oder aromatische Disäure.
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Der
Random-Polytrimethylenetherester wird bevorzugt hergestellt aus
etwa 90% bis etwa 99,9 Mol% des 1,3-Propandiol-Reaktanten und etwa
10% bis etwa 0,1 Mol% aliphatischer oder aromatischer Disäure. In einer
anderen Ausführungsform
erfolgt die Herstellung vorzugsweise aus etwa 80% bis etwa 99,9
Mol% des 1,3-Propandiol-Reaktant, den etwa 10% bis etwa 0,1 Mol%
aliphatischer oder aromatischer Disäure und bis zu etwa 10 Mol%
eines anderen Diol-Reaktanten als den 1,3-Propandiol-Reaktanten.
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Vorzugsweise
wird der 1,3-Propandiol-Reaktant ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus 1,3-Propandiol
und Oligomeren und Präpolymeren
von 1,3-Propandiol mit einem Polymerisationsgrad von 2 bis 9 sowie
aus Mischungen daraus.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Random-Polytrimethylenetherester derjenige von Anspruch
1, wobei der 1,3-Propandiol-Reaktant 1,3-Propandiol ist. In einer
anderen bevorzugten Ausführungsform
wird der 1,3-Propandiol-Reaktant ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Präpolymeren
von 1,3-Propandiol mit einem Polymerisationsgrad von 2 bis 9 sowie
aus Mischungen davon.
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Vorzugsweise
werden die aliphatische oder aromatische Disäure oder der aliphatische oder
aromatische Ester ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus aromatischen Dicarbonsäuren oder
Estern und Kombinationen davon.
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Bevorzugt
ist die aliphatische oder aromatische Disäure und bevorzugt ist die Disäure ausgewählt aus der
Gruppe, bestehend aus aromatischen Dicarbonsäuren und Kombinationen davon.
Bevorzugt ist die aliphatische oder aromatische Disäure eine
aromatische Disäure,
die ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend am: Terephthalsäure, Isophthalsäure, Dibenzoesäure, Naphthalensäure, Bis(p-carboxyphenyl)methan,
1,5-Naphthalen-dicarbonsäure,
2,6-Naphthalen-dicarbonsäure,
2,7-Naphthalen-dicarbonsäure, 4,4'-Sulfonyldibenzoesäure, p-(Hydroxyethoxy)benzoesäure und
Kombinationen davon.
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Vorzugsweise
ist die aliphatische oder aromatische Disäure oder der aliphatische oder
aromatische Diester ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus: Terephthalsäure, Dibenzoesäure, Isophthalsäure und Naphthalensäure; Dimethylterephthalat,
Dibenzoat, Isophthalat, Naphthalat und Phthalat, sowie aus Kombinationen
davon.
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Vorzugsweise
ist die aromatische Disäure
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend am Terephthalsäure und Isophthalsäure. Am
meisten bevorzugt ist Terephthalsäure.
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Vorzugsweise
wird der Random-Polytrimethylenetherester hergestellt aus etwa 95%
bis 99,5 Mol% und mehr bevorzugt etwa 97,5% bis 99 Mol% des 1,3-Propandiol-Reaktanten
und etwa 5% bis etwa 0,5 Mol% und mehr bevorzugt etwa 2,5% bis etwa
1 Mol% der aliphatischen oder aromatischen Disäure.
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In
einer anderen Ausführungsform
wird der Random-Polytrimethylenetherester vorzugsweise aus etwa
85% bis etwa 99,5 Mol% und mehr bevorzugt etwa 87,5% bis etwa 99
Mol% des 1,3-Propandiolreaktanten,
etwa 5% bis etwa 0,5 Mol% und mehr bevorzugt etwa 2,5% bis etwa
1 Mol% der aliphatischen oder aromatischen Disäure oder des Diesters und bis
zu etwa 10 Mol% eines anderen Diols als den 1,3-Propandiol-Rektanten
hergestellt.
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In
einer der bevorzugten Ausführungsformen
wird der Random-Polytrimethylenetherester hergestellt mit Hilfe
eines Verfahrens, welches die Schritte umfasst: (a) Bereitstellen
(1) eines 1,3-Propandiol-Rektanten, (2)
einer aliphatischen oder aromatischen Saure oder eines solchen Esters
und (3) eines Polykondensationskatalysators; und (b) Polykondensieren
des 1,3-Propandiol-Reaktanten unter Erzeugung eines Random-Polytrimethylenetheresters
vorzugsweise bei weniger als einer Atmosphäre Druck.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
wird der Random-Polytrimethylenetherester hergestellt mit Hilfe
eines Verfahrens als ein kontinuierlicher Prozess, umfassend: (a)
kontinuierliches Bereitstellen (i) eines 1,3-Propandiol-Reaktanten,
(ii) einer aliphatischen oder aromatischen Saure oder eines solchen
Esters und (iii) eines Polykondensationskatalysators; und (b) kontinuierliches
Polykondensieren des (i) 1,3-Propandiol-Reaktanten und (ii) der
aliphatischen oder aromatischen Säure oder eines solchen Esters
unter Erzeugung des Random-Polytrimethylenetheresters.
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Ebenfalls
richtet sich die Erfindung auf thermoplastische Elastomere, die
hergestellt werden aus dem Random-Polytrimethylenetherester als
ein Weichsegment und einem Hartsegment-Polymer, das ausgewählt ist
aus der Gruppe, bestehend aus Polyestern, Polyamiden, Polyurethan
und Polyurethanharnstoff. Eine der bevorzugten Ausführungsformen
richtet sich auf ein Polyetherester-Elastomer, das ein Weichsegment aus dem
Random-Polytrimethylenetherester aufweist und einen Alkylenester
als Hartsegment und bevorzugt einen C2-
bis C12-Alkylenester als Hartsegment, vorzugsweise
Tetramethylenester als Hartsegment oder Trimethylenester als Hartsegment.
Eine andere bevorzugte Ausführungsform
richtet sich auf ein Polytrimethylenetheresteramid, aufweisend ein
Weichsegment aus dem Random-Polytrimethylenetherester nach Anspruch
1 und ein Polyamid-Hartsegment. Eine noch andere bevorzugte Ausführungsform
richtet sich auf ein Polyurethan- oder Polyurethanharnstoff-Elastomer,
das hergestellt ist aus (a) dem Random-Polytrimethylenetherester,
(b) Diisocyanat und (c) Diol- oder Diamin-Kettenverlängerer.
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Die
Einführung
der geringeren Menge von Terephthalsäure gewährt Vorteile, in die einbezogen
sind: (a) Verringerung der Zeitdauer für die Reaktion zur Erzeugung
des gewünschten
Molekulargewichts und (b) Gewährung
eines Mittels zur weiteren Verringerung der Kristallisationsgeschwindigkeit
und dadurch Gewährung
eines stärker
amorphen Charakters in den Weichsegmenten in den thermoplastischen
Elastomeren, die mit Polytrimethylenetherester hergestellt werden,
im Vergleich zu denen, die mit Polytrimethylenetherglykol hergestellt
werden. Weitere Vorteile werden nachfolgend beschrieben.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung richtet sich auf Random-Polytrimethylenetherester, die
hergestellt werden aus 1,3-Propandiol
als Reaktant und etwa 10% bis etwa 0,1 Mol% aliphatische oder aromatische
Disäure
oder Diester, sowie deren Herstellung und Verwendung.
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Unter "1,3-Propandiol-Reaktant" wird 1,3-Propandiol
verstanden, sowie Oligomere und Präpolymere von 1,3-Propandiol,
die einen Polymerisationsgrad von 2 bis 20 haben und bevorzugt 2
bis 9, sowie Mischungen davon. Darüber hinaus wird der Begriff "Oligomer" verwendet, um das
Dimer und Trimer von 1,3-Propandiol zu bezeichnen; Der Begriff "Präpolymer" wird verwendet,
um 1,3-Propandiol auf Basis von Verbindungen zu bezeichnen, die
einen Polymerisationsgrad von 4 bis 20 haben, und die Begriffe "Polytrimethylenetherglykol" und "Polytrimethylenetherester" werden verwendet,
um Polymere zu bezeichnen, die einen Wert für Mn von 500 oder größer haben.
Das bevorzugte Ausgangsmaterial für die vorliegende Erfindung
ist 1,3-Propandiol und so beziehen sich die Anmelder der Einfachheit
wegen auf 1,3-Propandiol
in der Beschreibung der Erfindung.
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Andere
Diole als 1,3-Propandiol und Oligomere und Präpolymere aus solchen Diolen
können
bei der Herstellung in der Erfindung verwendet werden und werden
hierin zusammenfassend bezeichnet als "Diol-Reaktanten". Der Random-Polytrimethylenetherester
kann bis zu etwa 10 Mol% repetierender Einheiten von derartigen
Diol-Reaktanten enthalten, berechnet auf Basis der Menge an Diol
und Diol-Einheiten
in dem Diol-Reaktanten. Geeignete Diole schließen ein: aliphatische Diole,
beispielsweise 1,6-Hexandiol,
1,7-Heptandiol, 1,8-Oktandiol, 1,9-Nonandiol, 1,10-Decandiol, 1,12-Dodecandiol,
3,3,4,4,5,5-Hexafluor-1,5-pentandiol, 2,2,3,3,4,4,5,5-Octafluor-1,6-Hexandiol,
3,3,4,4,5,5,6,6,7,7,8,8,9,9,10,10-Hexadecafluor-1,12-Dodecandiol, cycloaliphatische
Diole, beispielsweise, 1,4-Cyclohexandiol, 1,4-Cyclohexandimethanol, sowie Isosorbit
und Polyhydroxy-Verbindungen, wie beispielsweise Glyzerin, Trimethylolpropan
und Pentaerythrit. Bevorzugte Diole sind ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus: 2-Methyl-1,3-propandiol,
2,2-Dimethyl-1,3-propandiol, 2,2-Diethyl-1,3-propandiol, 2-ethyl-2-(hydroxymethyl)-1,3-propandiol,
1,6-Hexandiol, 1,8-Octandiol, 1,10-Decandiol, Isosorbit und Mischungen
davon. In einer der bevorzugten Ausführungsformen sind derartige
repetierende Einheiten in dem Polytrimethylenetherester nicht vorhanden.
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Die
aliphatische oder aromatische Disäure oder ein solcher Diester
können
aliphatisch sein (einschließlich
cycloaliphatisch) oder aromatisch sein oder können eine Kombination davon
sein und werden bevorzugt ausgewählt
am der Gruppe, bestehend aus aromatischen Dicarbonsäuren und
-ester (bevorzugt kurzkettige Alkylester und mehr bevorzugt Methylester),
sowie Kombinationen davon. Bevorzugt sind aliphatische oder aromatische
Disäuren
und am meisten bevorzugt sind aromatische Dicarbonsäuren und
Kombinationen davon.
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Bevorzugt
ist die aliphatische oder aromatische Disäure eine aromatische Disäure, die
ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend am: Terephthalsäure, Isophthalsäure, Dibenzoesäure, Naphthalensäure, Bis(p-carboxyphenyl)methan,
1,5-Naphthalendicarbonsäure,
2,6-Naphthalendicarbonsäure,
2,7-Naphthalendicarbonsäure, 4,4'-Sulfonyldibenzoesäure, p-(Hydroxyethoxy)benzoesäure und
Kombinationen davon. Von diesen sind Terephthalsäure und Isophthalsäure und
Mischungen davon bevorzugt, wobei Terephthalsäure am meisten bevorzugt ist.
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Vorzugsweise
wird der aliphatische oder aromatische Diester ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend am Dimethylterephthalat, Diphenat, Isophthalat,
Naphthalat und Phthalat, sowie Kombinationen davon. Von diesen sind
Dimethylterephthalat und -isophthalat und Mischungen davon bevorzugt,
wobei Dimethylterephthalat am meisten bevorzugt ist.
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Am
meisten bevorzugt ist Terephthalsäure.
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Der
Polytrimethylenetherester hat eine zahlengemittelte relative Molekülmasse (Mn),
von mindestens etwa 500 und mehr bevorzugt mindestens etwa 1.000
und noch mehr bevorzugt mindestens etwa 1.500 und am meisten bevorzugt
in der Größenordnung
von 2.000. Das Mn beträgt
vorzugsweise bis zu etwa 3.000 und mehr bevorzugt bis zu etwa 2.500.
Sofern nicht anders angegeben, wird hierin unter "relativer Molekülmasse" auf Mn Bezug genommen.
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Die
Random-Polytrimethylenetherester der Erfindung sind Polytrimethylenether,
die überwiegend
Polyether-Reste mit einem geringfügigen Anteil von Polyester-Verknüpfungen
aufweisen, die regellos in dem Polymer verteilt sind. Speziell bezieht
sich die vorliegende Erfindung auf die Herstellung von Polymeren
aus 1,3-Propandiol, die eine geringe Menge von Terephthalsäure enthalten,
wobei die Terephthalsäure-Gruppen entlang
der Polymerkette weite Abstände
haben. Die Terephthalsäureester-Einheiten sind entlang
eines überwiegenden
Polytrimethylenether-Polymergrundgerüstes verteilt und enthalten
vorzugsweise keine zwei aufeinander folgenden Trimethylenterephthalat-Gruppen,
das heißt
sie sind überwiegend
und bevorzugt gänzlich frei
von der Monomersequenz (Terephthalat)-1,3-Propylen-(Terephthalat).
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Die
Eigenschaften der Polytrimethylenetherester der Erfindung sind ähnlich denen
von Polytrimethylenetherglykolen. Beispielsweise ist der Schmelzpunkt
eines erfindungsgemäßen Polytrimethylenetheresters wenige
Grad niedriger (zum Beispiel 4° bis
7°C) als
der Schmelzpunkt eines vergleichbaren Polytrimethylenetherglykols,
während
die Tg um bis zu etwa 20° höher ist als ein vergleichbares
Polytrimethylenetherglykol. Diese Erhöhung des Tg steht
in Korrelation zu dem Gehalt an Terephthalsäure.
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Die
erfindungsgemäßen Random-Polytrimethylenetherester
werden hergestellt durch Polykondensation (einschließlich (a)
Veresterung oder Umesterung und (b) Veretherung) von 1,3- Propandiol und Terephthalsäure. Die
Polytrimethylenetherester werden erzeugt, indem ein Molverhältnis von
0,1% bis 10 Mol% und bevorzugt mindestens 0,5 Mol% und am meisten
bevorzugt mindestens 1 Mol% und vorzugsweise bis zu 5 Mol% und am
meisten bevorzugt bis zu 2,5 Mol% Disäure oder Diester verwendet
werden. Oberhalb von 10 Mol% tritt eine deutliche Bildung der repetierenden
Ester-Sequenzen auf (zum Beispiel tritt die Monomer-Sequenz (Terephthalat)-1,3-propylen-(terephthalat)
auf). Die Bildung dieser Sequenz hat die Folge einer (a) Verminderung
der Flexibilität
der Polyolkette und damit die Verringerung ihrer Wirksamkeit als
ein Weichsegment.
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Das
Verfahren kann chargenweise ablaufen, halb kontinuierlich, kontinuierlich
usw., und die Säure oder
der Diester können
vor oder während
der Reaktion zugegeben werden. Die Polytrimethylenetherester der Erfindung
werden bevorzugt hergestellt unter Anwendung der in den
US-Patentschriften 2002/7043
A1 und
2002/10374
A1 beschriebenen Methoden, die hiermit beide als Fundstellen
einbezogen sind, und zwar unter einer weiteren Reaktion der Disäure oder
des Diesters zu dem 1,3-Propandiol-Reaktanten. Damit wird in einer der
bevorzugten Ausführungsformen
der Random-Polytrimethylenetherester hergestellt mit Hilfe eines
Verfahrens, welches die Schritte umfasst: (a) Bereitstellen (1)
des 1,3-Propandiol-Reaktanten, (2) der aliphatischen oder aromatischen
Säure oder
eines solchen Esters und (3) des Polykondensationskatalysators;
sowie (b) Polykondensieren des 1,3-Propandiol-Reaktanten unter Erzeugung
eines Random-Polytrimethylenetheresters vorzugsweise
bei weniger als einem Druck von einer Atmosphäre. In einer der bevorzugten
Ausführungsformen
davon umfasst das Verfahren die Schritte: (a) Bereitstellen (1)
des 1,3-Propandiols
und (2) eines Polykondensationskatalysators; (b) Kondensieren von
1,3-Propandiol unter Erzeugung des Oligomers oder Präpolymers
von 1,3-Propandiol mit einem Polymerisationsgrad von 2 bis 20 und
bevorzugt 2 bis 9, oder einer Mischung, die ein oder mehrere davon
aufweist; und (c) Polykondensieren des Oligomers oder Präpolymers
oder der Mischung unter Erzeugung eines Polytrimethylenetherester
bei einem Druck von weniger als einer Atmosphäre. Die aliphatische oder aromatische
Säure oder
ein solcher Ester lassen sich zu einem beliebigen Zeitpunkt vor
oder während
des Schrittes (b) oder vor dem Schritt (c) oder beides zusetzen.
Bevorzugt wird Schritt (b) bei etwa Atmosphärendruck ausgeführt, wobei
der Druck in Schritt (c) kleiner ist als 300 mmHg (40 kPa), wobei
die Temperatur in Schritt (b) etwa 150° bis etwa 210°C beträgt und die
Temperatur in Schritt (c) etwa 150° bis etwa 250°C beträgt.
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Die
Polytrimethylenetherester der vorliegenden Erfindung lassen sich
kontinuierlich unter Anwendung der Prozedur der
US-Patentschrift 2002/10374 A1 hergestellt
werden und vorzugsweise durch Zusetzen der Disäure oder des Diesters der Reihe
nach in der Polymerisationsstufe, wo das Glykol die gewünschte relative Molekülmasse erreicht
hat, und vor dem Schritt der Hydrolyse. Damit wird in einem anderen
bevorzugten Verfahren der Random-Polytrimethylenetherester hergestellt
mit Hilfe eines Verfahrens als kontinuierlichen Prozess, welches
Verfahren umfasst: (a) kontinuierliches Bereitstellen von (i) 1,3-Propandiol-Reaktant,
(ii) aliphatischer oder aromatischer Säure oder Ester und (iii) Polykondensationskatalysator;
und (b) kontinuierliches Polykondensieren des (i) 1,3-Propandiol-Reaktanten
und (ii) der aliphatischen oder aromatischen Säure oder des Esters unter Erzeugung
von Random-Polytrimethylenetherester.
Bevorzugt wird die Polykondensation ausgeführt in zwei oder mehreren Reaktionsstufen.
Bevorzugt wird die Polykondensation ausgeführt bei einer Temperatur größer als
etwa 150°C
und mehr bevorzugt größer als
etwa 180°C
und vorzugsweise kleiner als etwa 250°C und mehr bevorzugt kleiner
als etwa 210°C.
Die Polykondensation wird vorzugsweise ausgeführt bei einem Druck von weniger
als einer Atmosphäre
und bevorzugt mindestens etwa 50 mmHg. In einer der bevorzugten
kontinuierlichen Prozesse wird die Polykondensation in einem Gleichstromsäulenreaktor
mit Aufstrom ausgeführt,
und der 1,3-Propandiolreaktant und das Polytrimethylenetherglykol
strömen
im Gleichstrom aufwärts
mit dem Strom von Gasen und Dämpfen,
vorzugsweise wo der Reaktor über
3 bis 30 Stufen und mehr bevorzugt über 8 bis 15 Stufen verfügt. Der
1,3-Propandiol-Reaktant kann dem Reaktor an nur einer Stelle oder
an mehrfachen Stellen zugeführt
werden. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird die Polykondensation
in einem vertikalen Gegenstromreaktor ausgeführt, worin der 1,3-Propandiol-Reaktant und das Polytrimethylenetherglykol
im Gegenstrom zu dem Strom der Gase und Dampfe strömen. Vorzugsweise
hat der Reaktor zwei oder mehrere Stufen. Bevorzugt wird der 1,3-Propandiol-Reaktant
an der Oberseite des Reaktors zugeführt, wobei der 1,3-Propandiol-Reaktant
bevorzugt auch an mehreren Stellen dem Reaktor zugeführt werden
kann. In einer noch anderen bevorzugten Ausführungsform wird die Polykondensation
in mindestens einem Präpolymerisationsreaktor
ausgeführt
und anschließend
in einem Säulenreaktor
fortgesetzt, wobei der 1,3-Propandiol-Reaktant 90 Gew.% oder mehr
1,3-Propandiol aufweist, und in dem Präpolymerisationsreaktor das
1,3-Propandiol mit dem Katalysator bis zu einem Polymerisationsgrad
von mindestens 5 polymerisiert wird. Am meisten bevorzugt wird in
dem mindestens einen Präpolymerisationsreaktor
das 1,3-Propandiol mit dem Katalysator bis zu einem Polymerisationsgrad
von mindestens 10 polymerisiert, wobei der Säulenreaktor 3 bis 30 Stufen
aufweist. Bevorzugt ist der mindestens eine Präpolymerisationsreaktor als
ein gut gemischter Rührkesselreaktor.
Die Disäure
oder der Diester können
an einer oder mehreren Stellen zugeführt werden und werden bevorzugt
in den ersteren Stufen der Säulen
zugeführt,
beispielsweise irgendwo in den ersten zwei Dritteln der Stufen (zum
Beispiel in den Stufen 1 bis 10 eines 15stufigen Reaktors).
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Die
Polykondensationskatalysatoren, die für diese Reaktionen bevorzugt
sind, wurden beschrieben in den
US-Patentschriften 2002/7043 A1 und
2002/10374 A1 ,
die hiermit beide als Fundstelle einbezogen sind. Diese schließen homogene
Katalysatoren ein, wie beispielsweise Lewis-Säuren, Brönsted-Säuren, Supersäuren und
Mischungen davon. Beispiele schließen anorganische Säuren ein,
organische Sulfonsäuren,
Heteropolysäuren
und Metallsalze davon. Bevorzugt sind Schwefelsäure, Fluorsulfonsäure, Phosphorsäure, p-Toluolsulfonsäure, Benzolsulfonsäure, Phosphorwolframsäure, Phosphormolybdänsäure, Trifluormethansulfonsäure, 1,1,2,2-Tetrafluorethansulfonsäure, 1,1,1,2,3,3-Hexafluorpropansulfonsäure, Bismut-trifluormethansulfonsäure, Yttrium-trifluormethansulfonsäure, Ytterbium-trifluormethansulfonsäure, Neodym-trifluormethansulfonsäure, Lanthan-trifluormethansulfonsäure, Scandium-trifluormethansulfonsäure und
Zirconium-trifluormethansulfonsäure.
Ebenfalls können
heterogene Katalysatoren verwendet werden, wie beispielsweise Zeolithe, fluoriertes
Aluminiumoxid, säurebehandeltes
Siliciumdioxid, säurebehandeltes
Siliciumdioxid-Aluminiumoxid, Heteropolysäuren und Heteropolysäuren, die
auf Zirconiumoxid geträgert
sind, Titandioxid, Aluminiumoxid und/oder Siliciumdioxid. Bevorzugt
sind die vorgenannten homogenen Katalysatoren und am meisten bevorzugt
ist Schwefelsäure.
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Die
Zugabe von Disäure
oder Diester führt
zu einer schnelleren Polymerisationskinetik (das heißt schnellere
Reaktionszeit) und ergibt ein Polymer mit höherem Molekulargewicht (das
heißt
Random- Polytrimethylenetherester),
das in der gleichen Reaktionszeit im Vergleich zu einer vergleichbaren
Polymerisation gebildet wird, die mit 1,3-Propandiol allein ausgeführt wird.
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Die
Reinigung (chargenweise oder kontinuierlich usw.) kann mit Hilfe
der hierin als Fundstellen mit einbezogenen
US-Patentschriften 2002/7043 A1 und
2002/10374 A1 beschriebenen
Hydrolyse ausgeführt
werden, oder kann mit Hilfe anderer Mittel ausgeführt werden.
Das Molekulargewicht der Polytrimethylenetherester der Erfindung
wird während
des Hydrolyseschrittes nicht verringert, was darauf hinweist, dass
die 1,3-Propylenterephthaltester-Verknüpfung in dem Grundgerüst der Polytrimethylenetherester
der Erfindung intakt bleibt.
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Mit
Hilfe bekannter Methoden lassen sich die konventionellen Additive,
die üblicherweise
in Polyetherestern, Polyetherglykolen und thermoplastischen Elastomeren
zur Anwendung gelangen, in die 1,3-Propandiol-Reaktanten, die Polytrimethylenetherester
und die thermoplastischen Elastomere und anderen aus den Polytrimethylenetherestern
erzeugten Produkten einbauen. Diese Additive schließen Mattierungsmittel
ein (zum Beispiel TiO2, Zinksulfat oder
Zinkoxid), Farbmittel (zum Beispiel Farbstoffe), Stabilisiermittel
(zum Beispiel Antioxidantien, UV-Stabilisatoren, Wärmestabilisatoren
usw.), Füllstoffe,
Flammhemmmittel, Pigmente, antimikrobielle Mittel, antistatische
Mittel, optische Aufheller, Beschwerungsmittel, Verarbeitungshilfen,
Viskositätsverstärker und
andere funktionelle Additive. Als ein spezielles Beispiel verhindert
eine Antioxidans, dass die Polyether während der Lagerung einer Oxidation
unterliegen. Ein bevorzugtes Antioxidans/Stabilisiermittel ist 2,6-Di-tert-butyl-p-kresol.
Auch bekannt als butyliertes Hydroxytoluol oder BHT, das in einer
Menge von 50 bis 500 Mikrogramm/g bezogen auf das Gewicht des Polymers
verwendet wird. Die am meisten bevorzugte Menge beträgt 100 Mikrogramm/g.
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Die
Polytrimethylenetherester lassen sich in der gleichen Weise wie
Polytrimethylenetherglykol verwenden.
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Die
Erfindung richtet sich auch auf thermoplastisches Elastomer, das
hergestellt wird aus dem Random-Polytrimethylenetherester als ein
Weichsegment und einem Hartsegment-Polymer, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Polyetherestern, Polyamiden, Polyurethanen
und Polyurethanharnstoffen, die sich entsprechend der Beschreibung
in den
US-P-6562457 ,
6599625 und
6590065 und der
PCT/US02/34106 herstellen und verwenden
lassen, die hiermit alle als Fundstelle einbezogen sind.
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In
einer der Ausführungsformen
richtet sich die Erfindung auf Polyetherester-Elastomere, die Polytrimethylenetherester-Weichsegmente
aufweisen und Alkylenester-Hartsegmente. Diese sind Blockpolymere. Vorzugsweise
enthalten sie C
2- bis C
12-Alkylenester-Hartsegmente.
Bevorzugt sind das Tetramethylenester-Hartsegment, wie es beispielsweise
in der
US-P-6562457 beschrieben
wurden und des Trimethylenester-Hartsegment, wie es beispielsweise
in der
US-P-6599625 beschrieben
wurde, die hiermit beide als Fundstelle einbezogen sind. Die bevorzugten
Polyetherester-Elastomere, sowie ihre Herstellung und Verwendung, sind
grundsätzlich
die gleichen, wie sie beschrieben wurden in den
US-P-6562457 und
6599625 .
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Das
Polyetherester-Elastomer weist vorzugsweise etwa 90% bis etwa 60
Gew.% Polytrimethylenetherester-Weichsegment und etwa 10% bis etwa
40 Gew.% Alkylenester-Hartsegment auf. Bevorzugt enthalten sie mindestens
etwa 70 Gew.% und mehr bevorzugt mindestens etwa 74 Gew.% Polytrimethylenetherester-Weichsegment
und vorzugsweise enthalten sie bis zu etwa 85 Gew.% und mehr bevorzugt
bis zu etwa 82 Gew.% Polytrimethylenetherester-Weichsegment. Bevorzugt
enthalten sie mindestens etwa 15 Gew.% und mehr bevorzugt mindestens
etwa 18 Gew.% und vorzugsweise enthalten sie bis zu etwa 30 Gew.%
und mehr bevorzugt bis zu etwa 26 Gew.% Alkylenester-Hartsegment.
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Das
Molverhältnis
von Hartsegment zu Weichsegment beträgt vorzugsweise mindestens
etwa 2,0 und mehr bevorzugt mindestens etwa 2,5 und beträgt bevorzugt
bis zu etwa 4,5 und mehr bevorzugt bis zu etwa 4,0.
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Der
Polyetherester wird bevorzugt hergestellt, indem die Folgenden bereitgestellt
und umgesetzt werden: (a) Polytrimethylenetherester, (b) Diol und
bevorzugt 1,4-Butandiol oder 1,3-Propandiol und (c) Dicarbonsäurester,
-säurechlorid
oder -säureanhydrid,
wobei es sich um aromatische Dicarbonsäure oder -ester handelt und
mehr bevorzugt ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Dimethylterephthalat, Dibenzoat, Isophthalat,
Phthalat und Naphthalat; Terephthalsäure, Dibenzoesäure, Isophthalsäure, Phthalsäure und
Naphthalsäure,
sowie Mischungen davon. Am meisten bevorzugt sind Terephthalsäure und
Dimethylterephthalat.
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Ebenfalls
richtet sich die Erfindung auf Fasern, die aus dem Polyetherester
hergestellt werden. Bevorzugte Fasern schließen Monokomponetenfilamente
ein, Stapelfasern, Multimerkomponentenfasern, wie beispielsweise
Bikomponentenfasern (die den Polyetherester mindestens als die eine
Komponente enthalten). Die Fasern werden zur Herstellung von Webware
verwendet, Wirkware und Vliesstoff.
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Die
Polyetherester der vorliegenden Erfindung lassen sich zur Herstellung
von aus der Schmelze spinnbaren thermoplastischen Elastomeren verwenden,
die über
hervorragende Festigkeits- und Streckerholungseigenschaften verfügen.
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In
einer anderen Ausführungsform
richtet sich die Erfindung auf Polytrimethylenetheresteramide und deren
Herstellung und Verwendung ähnlich
denjenigen, wie sie in der
US-P-6590065 beschrieben
wurden, die hiermit als Fundstelle einbezogen ist. Hierbei handelt
es sich um Blockpolymere. Diese enthalten Polytrimethylenetherester-Weichsegmente
und Polyamid-Hartsegmente.
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Das
Polyamid-Segment hat vorzugsweise eine mittlere Molekülmasse von
mindestens etwa 300 und mehr bevorzugt mindestens etwa 400. Ihre
mittlere Molekülmasse
beträgt
bevorzugt bis zu etwa 5.000 und mehr bevorzugt bis zu etwa 4.000
und am meisten bevorzugt bis zu etwa 3.000.
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Das
Polytrimethylenetheresteramid weist bevorzugt 1 bis zu im Mittel
etwa 60 repetierende Polyalkylenetheresteramid-Einheiten auf. Bevorzugt
beträgt
der Mittelwert mindestens etwa 5 und mehr bevorzugt mindestens etwa
6 repetierende Polyalkylenetheresteramid-Einheiten. Vorzugsweise
beträgt
der Mittelwert bis zu etwa 30 und mehr bevorzugt bis zu etwa 25
repetierende Polyalkylenetheresteramid-Einheiten.
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Der
prozentuale Gewichtsanteil von Polyamid-Segment, das gelegentlich
auch bezeichnet wird als Hartsegment, beträgt bevorzugt mindestens etwa
10% und am meisten bevorzugt mindestens etwa 15% und vorzugsweise
bis zu etwa 60% und mehr bevorzugt bis zu etwa 40% und am meisten
bevorzugt bis zu etwa 30%. Der prozentuale Gewichtsanteil des Polytrimethylenetherester-Segments,
der gelegentlich auch bezeichnet wird als Weichsegment, beträgt vorzugsweise
bis zu etwa 90% und mehr bevorzugt bis zu etwa 85% und betragt vorzugsweise
mindestens etwa 40% und mehr bevorzugt mindestens etwa 60% und am
meisten bevorzugt mindestens etwa 70%.
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Das
Polytrimethylenetheresteramid weist Polyamid-Hartsegmente auf, die über Esterbindungen
mit den Polytrimethylenetherester-Weichsegmenten verbunden sind,
und hergestellt werden durch Umsetzen von carboxylterminiertem Polyamid
oder Disäureanhydrid,
Disäurechlorid
oder Diestersäure-Äquivalenten davon, sowie Polyetheretherestern
unter Bedingungen, unter denen die Esterbindungen erzeugt werden.
Vorzugsweise wird dieses hergestellt durch Umsetzen von carboxylterminiertem
Polyamid und Polyetherester, der mindestens 50 Gew.% und mehr bevorzugt
mindestens 75 Gew.% und am meisten bevorzugt etwa 85% bis 100 Gew.%
Polytrimethylenetherester aufweist.
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In
einer der bevorzugten Ausführungsformen
ist das carboxylterminierte Polyamid das Polykondensationsprodukt
von Lactam, Aminosäure
oder einer Kombination davon mit Dicarbonsäure. Vorzugsweise ist das carboxylterminierte
Polyamid das Polykondensationsprodukt von C4-
bis C14-Lactam mit C4-
bis C14-Dicarbonsäure. Mehr bevorzugt ist das
carboxylterminierte Polyamid das Polykondensationsprodukt von Lactam,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Lauryllactam, Caprolactam und Undecanlactam,
sowie Mischungen davon mit Dicarbonsäure, die ausgewählt ist
aus der Gruppe, bestehend aus Succinsäure, Adipinsäure, Suberinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Undecandionsäure, Dodecandionsäure, Terephthalsäure und
Isophthalsäure,
sowie Mischungen davon. Alternativ ist das carboxylterminierte Polyamid
das Polykondensationsprodukt von Aminosäure mit Dicarbonsäure und
bevorzugt C4-C14-Aminosäure und
vorzugsweise C4-C14-Dicarbonsäure. Mehr
bevorzugt ist das carboxylterminierte Polyamid das Polykondensationsprodukt
von Aminosäure,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus 11-Aminoundecansäure und 12-Aminododecansäure, sowie Mischungen
davon mit Dicarbonsäure,
die ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend aus Succinsäure, Adipinsäure, Suberinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Undecandionsäure, Dodecandionsäure, Terephthalsäure und
Isophthalsäure,
sowie Mischungen davon.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
ist das carboxylterminierte Polyamid das Kondensationsprodukt einer
Dicarbonsäure
und eines Diamins. Vorzugsweise ist das carboxylterminierte Polyamid
das Kondensationsprodukt einer C4-C14-Alkyldicarbonsäure und eines C4-14-Diamins.
Mehr bevorzugt ist das Polyamid ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Nylon 6-6, 6-9, 6-10, 6-12 und 9-6.
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Die
Erfindung richtet auch auf Formartikel, welche das Polytrimethylenetheresteramid
aufweisen. Bevorzugte Formartikel schließen Fasern ein, textile Flächengebilde
und Folien.
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Mit
den erfindungsgemäßen Random-Polytrimethylenetherestern
lassen sich Polyurethane und Polyurethanharnstoffe herstellen.
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Die
Einführung
der geringen Menge an Terephthalsäure bietet die Möglichkeit
zur weiteren Verringerung der Kristallisationsgeschwindigkeit in
Endprodukten, in denen Polytrimethylenetherester eingebaut sind. Damit
haben die mit den Random-Polytrimethylenetherestern der vorliegenden
Erfindung hergestellten thermoplastischen Elastomere wesentlich
geringere Kristallisationsgeschwindigkeit und als Folge einen stärker amorphen
Charakter in den Weichsegmenten als vergleichbare thermoplastische
Elastomere, die mit vergleichbaren Polytrimethylenetherglykolen
hergestellt werden. Beispielsweise hat Polytrimethylenetherglykol, das
eine Mn von 1.210 hat, eine Kristallisationshalbzeit von 5,75 Minuten
bei 35°C,
während
vergleichbare Random-Polytrimethylenetherester der Erfindung, die
1 Mol% Terephthalsäure
enthalten (gleichwertig mit 2 Gew.%) eine Kristallisationshalbzeit
von 16,13 Minuten bei 35°C
haben. Die Kristallisationshalbzeit der Random-Polytrimethylenetherester
der Erfindung ist im Vergleich zu Polytrimethylenetherglykol höher, was
zu einer langsameren Kristallisation der Polyetherketten resultiert.
Daher werden die Polytrimethylenetherester der Erfindung länger in
einem amorphen Zustand im Vergleich zu homogenen Polyethern bleiben,
wie beispielsweise Polytrimethylenetherglykol. Dieses bleibt auch
dann gültig,
wenn die Polytrimethylenetherester der Erfindung als Weichsegment
in den thermoplastischen Elastomeren verwendet werden. Diese Neigung,
länger in
dem amorphen Zustand zu verweilen resultiert zu einer besseren Phasentrennung
der Hart- und Weichsegmente, die wiederum für bessere Elastizitätserholungseigenschaften
in den thermoplastischen Elastomeren sorgt.
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Die
Polymere der vorliegenden Erfindung sind auch in anderen Anwendungen
wie ähnliche
bekannte polymere Polyether nützlich,
wie beispielsweise Polytetramethylenetherglykol und Polytrimethylenetherglykol. Beispielweise
lassen sie sich als eines der Ausgangsmaterialien bei der Herstellung
von Formartikeln durch Spritzgießen, Blasformen, Extrusion
und Pressformen und der reaktiven Extrusion in der Herstellung von
Beschichtungen verwenden, Schichtstoffen und Klebstoffen, in der
Herstellung von Verpackungsmaterial und Industriefolien und in der
Herstellung von Schaumstoffen und gegossenen Elastomeren.
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BEISPIELE
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Die
folgenden Beispiele werden zum Zweck der Veranschaulichung der Erfindung
geboten und sind nicht als einschränkend auszulegen. Sofern nicht
anders angegeben, sind alle Anteile, Prozentangaben usw. auf Gewicht
bezogen.
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TESTMETHODEN
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TESTMETHODE 1: DIFFERENTIALSCANNINGCALORJMETRIE
(DSC) UND KRISTALLISATIONSMESSUNGEN:
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Der
Schmelzpunkt (Tm), die Kristallisationstemperatur
(Tc), die Glasübergangstemperatur (Tg) und die Schmelzenthalpie (ΔH) wurden
unter Anwendung der Prozedur des Standards der "American Society for Testing Materials", als ASTM D-3418
(1988) unter Verwendung eines DuPont DSC Instrument Model 2100 (E.
I. du Pont de Nemours and Co., Wilmington, DE ("DuPont")) entsprechend den Herstelleranweisungen
bestimmt. Die Heiz- und Kühlgeschwindigkeiten
betrugen 10°C
pro Minute. Der Bereich der Kristallisationstemperatur wurde durch
Erhitzen jeder Probe von –100°C bis 50°C und abkühlen lassen
der Probe bis auf Umgebungstemperatur ermittelt. Aus den resultierenden
DSC-Scans wurden die Tg- und Tc-Werte
bestimmt. Die 5 Mol%- und 10 Mol%-TPA-Proben benötigten mehr als einen Heiz-
und Kühlzyklus
bevor eine sehr niedrige Schmelzwärme gemessen wurden, was darauf
hinweist, dass die Kristallisation schwierig wird, wenn der Gehalt
an TPA zunimmt. In diesen Mehrfachzyklen blieb die Tg konstant,
was darauf hinweist, dass es keine Änderung der Zusammensetzung
gibt. Eine eindeutige Tm oder Tg für den TPA-Gehalt
oberhalb von 10 Mol% (zum Beispiel in den Vergleichsbeispielen B
und C) konnte nicht nachgewiesen werden. Die Schmelzwärme war
in den Vergleichsbeispielen B und C nicht messbar, da es dort keine
offensichtlichen Schmelzpeaks gab.
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TESTMETHODE 2: ISOTHERME KRISTALLISATIONSGESCHWINDIGKEIT
(T½)
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Die
Kristallisationsgeschwindigkeiten wurden unter Anwendung der Methode
der isothermen Kristallisation erhalten, die beschrieben wurde von
W. Wang et al. in "Macromolecules" Bd. 30, S. 4544
bis 4550 (1997) unter Verwendung eines Perkin-Elmer-Instruments
(Shelton, CT) DSC-7 entsprechend den Herstelleranweisungen. Die
Proben (6 bis 8 mg) wurden separat von 25° bis 100°C bei 50°C/Minute erhitzt und bei der oberen
Temperatur für
eine Minute gehalten. Sodann wurde die Probe rasch mit 200°C/Minute
auf zwischen –15° und –35°C abgekühlt und
für 30
bis 75 Minuten gehalten, bis die Kristallisation vollständig war.
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In
allen Beispielen wurde 1,3-Propandiol mit einer Reinheit von >99,8% in Handelsqualität verwendet (verfügbar bei
DuPont). Terephthalsäure
und 95% bis 98% Schwefelsäure,
ACS analysenrein, wurden in der von Sigma-Aldrich Fine Chemicals
(Oakville, Ontario, Kanada) erhaltenen Form verwendet.
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BEISPIEL 1
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Herstellung von Polytrimethylenether aus
1,3-Propandiol und Terephthalsäure – Charakterisierung
des Polytrimethylenetherester-Produktes.
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Es
wurde ein 250ml-Dreihalsrundkolben mit einem Stickstoffeinlass,
einem Rührwerk
und einem Destillationsaufsatz ausgestattet und mit 152 g (2,0 Mol)
1,3-Propandiol und 3,32 g (0,02 Mol, 1 Mol% bezogen auf das Diol)
Terephthalsäure
(TPA) beladen. Durch die Flüssigkeit
wurde mit 0,5 l/min für
15 Minuten Stickstoffgas durchgeperlt und anschließend 1,55
g 98%iger Schwefelsäure-Katalysator
(1 Gew.% der Gesamtmonomere) der Mischung aus Diol und Säure zugegeben.
Die Mischung wurde mechanisch gerührt und unter einem Stickstoffschutzmantel
bei Atmosphärendruck
bis zu 170°C
erhitzt. Das Reaktionswasser wurde durch Destillation entfernt und
kontinuierlich während
der Polymerisationsreaktion aufgenommen. Die Reaktion wurde für eine Dauer
von 10 Stunden fortgesetzt, wonach das Reaktionsgemisch abgekühlt wurde
und gleichzeitig die Stickstoffatmosphäre aufrechterhalten wurde.
Der auf diese Weise erhaltene unbehandelte Polytrimethylenetherester
hatte eine zahlengemittelte relative Molekülmasse (Mn) von 1.358, ermittelt
mit Hilfe der NMR (nachfolgend beschrieben).
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Der
unter Anwendung der vorstehend ausgeführten Prozedur erhaltene unbehandelte
Polytrimethylenetherester wurde auf dem Wege der Hydrolyse gereinigt.
Dem unbehandelten Polytrimethylenetherester wurde ein gleiches Volumen
Wasser zugegeben und die auf diese Weise erzeugte Mischung bei Rückfluss
und unter Stickstoffatmosphäre
in einem 500ml-Rundkolben mit einem wassergekühlten Kühler bei 100°C gehalten.
Nach einer Stunde wurde die Mischung gekühlt und in zwei Phasen trennen
gelassen. Die wässrige
Phase wurde dekantiert und die Polyether-Phase aufgenommen. Der
hydrolysierte Polytrimethylenetherester wurde im Vakuumofen über Nacht
bei 60°C
getrocknet. Die mit Hilfe der NMR ermittelte zahlengemittelte relative
Molekülmasse
des hydrolysierten Polytrimethylenetheresters wurde durch die Hydrolyse
nicht verändert.
Die Zusammensetzung und die zahlengemittelte relative Molekülmasse (Mn)
von Beispiel 1 sind in Tabelle 1 gezeigt.
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BEISPIELE 2 BIS 4
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Herstellung von Polytrimethylenether aus
1,3-Propandiol und Terephthalsäure – Charakterisierung
des Polytrimethylenetherester-Produktes.
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Beispiele
2 bis 4 wurden nach der Prozedur von Beispiel 1 mit der Ausnahme
hergestellt, dass die Menge von TPA auf 8,3, 16,6 und 33,2 g (2,5%,
5% und 10 Mol% bezogen auf die Gesamtmenge Diol) eingestellt wurde.
Die Zusammensetzungen und die Mn-Werte für die Beispiele 2 bis 4 sind
in Tabelle 1 gezeigt.
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VERGLEICHSBEISPIEL A
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Polymerisation von 1,3-Propandiol – Charakterisierung
des Polytrimethylenetherglykol-Produktes.
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Vergleichsbeispiel
A wurde nach der Prozedur von Beispiel 1 mit der Ausnahme hergestellt,
dass kein TPA einbezogen wurde. Vergleichsbeispiel A war ein Poly(trimethylenglykol).
Die Zusammensetzung und Mn für
Vergleichsbeispiel A sind in Tabelle 1 gezeigt.
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VERGLEICHSBEISPIELE B UND
C
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Herstellung von Polytrimethylenether aus
1,3-Propandiol und Terephthalsäure – Charakterisierung
des Polytrimethylenetherester-Produktes.
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Vergleichsbeispiele
B und C wurden nach der Prozedur von Beispiel 1 mit der Ausnahme
hergestellt, dass die Menge von TPA auf 15% und 20 Mol% bezogen
auf die Gesamtmenge an Diol eingestellt wurde. Die Zusammensetzungen
und Mn-Werte sind in Tabelle 1 gezeigt. TABELLE 1: Polymerzusammensetzungen
| Beispiel
# | TPA-Gehalt
(Mol%) | Mn
des
unbehandelten
Polymers | Mn
des gereinigten
Polymers |
| A | 0 | 1208 | 1210 |
| 1 | 1 | 1358 | 1395 |
| 2 | 2,5 | 1465 | 1419 |
| 3 | 5 | 1785 | 1793 |
| 4 | 10 | 2395 | 2260 |
| B | 15 | – | 2919 |
| C | 20 | – | 4173 |
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Tabelle
1 liefert Einzelheiten für
die Beispiele 1 bis 4 und die Vergleichsbeispiele A bis C. Die Tabelle zeigt,
dass der Polymerisationswirkungsgrad des Polyethers in Gegenwart
des TPA verbessert war. In der Polymerisation des 1,3-Propandiols
unter identischen Bedingungen (1% H
2SO
4-Katalysator, 170°C) bei einer konstanten Polymerisationsdauer
von 10 Stunden ergab die Zugabe von TPA eine deutlich erhöhte relative Molekülmasse des
fertigen Polymers. Speziell führte
die Zugabe von 1% bis 10 Mol% TPA zu einer Erhöhung der relativen Molekülmasse des
resultierenden Polymers von 12% bis 98% im Vergleich zu Vergleichsbeispiel A.
Darüber
hinaus wurde die angewendete Prozedur der Hydrolyse zur Reinigung
von Polytrimethylenetherglykol (bei Vergleichsbeispiel A) auch für die Reinigung
des unbehandelten Polytrimethylenetheresters der anderen Beispiele
ohne Verringerung der relativen Molekülmasse angewendet. Wenn man
die Daten in Tabelle 1 mit den Ergebnissen der NMR-Spektralanalyse
(wie vorstehend diskutiert) vergleicht, zeigt sich, dass der Polytrimethylenetherester
stöchiometrisch
identisch mit der Monomer-Beschickungszusammensetzung war. Beispielsweise
wurden im Fall von Beispiel 3, 5 Mol% TPA zugeführt und ermittelt, dass 5,14
Mol% in dem resultierenden Polytrimethylenetherester vorhanden waren. TABELLE 2: Glasübergangstemperatur (T
g), Kristallisation (T
c)
und Temperaturen der Schmelzpunkte (T
m),
sowie Schmelzenthalpie (J/g)
| Beispiel
# | TPA-Gehalt | Tg (°C) | Tm (°C) | Schmelzenthalpie (J/g) |
| Vergleichsbeispiel A | Kontrolle
(0% TPA) | –80,05 | 18,2 | 89,1 |
| 1 | 1
Mol% TPA
(2 Gew.-%) | –77,17 | 13,0 | 75,04 |
| 2 | 2,5
Mol% TPA
(5 Gew.-%) | –75,59 | 12,23 | 9,5 |
| 3#1* | 5
Mol% TPA
(10 Gew.%) | –72,15 | 11,46 | 4,59 |
| 3#2* | 5
Mol% TPA
(10 Gew.%) | –71,81 | 11,79 | 3,13 |
| 4 | 10
Mol% TPA
(20 Gew.%) | –63,88 | 14,41 | 8,54 |
| Vergleichsbeispiel B | 15
Mol% TPA
(30 Gew.-%) | – | – | – |
| Vergleichsbeispiel C | 20
Mol% TPA
(40 Gew.-%) | – | – | – |
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Die
Daten in Tabelle 2 zeigen, dass bei zunehmendem prozentualem Anteil
von TPA die Tg zunimmt und die Kristallisationszeit
größer wird.
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Sie
zeigt ebenfalls, dass die Beispiele 1 bis 4 T
m-Werte
hatten, die denen des Vergleichsbeispiels A ähnlich waren und jedoch 4° bis 7°C niedriger
waren. Vergleichsbeispiele 1 bis 4 hatten ebenfalls T
g-Werte
von –77° bis –64°C, die ähnlich der
T
g von Vergleichsbeispiel A (T
g –80°C) waren.
Da für
ein als Weichsegment in einem thermoplastischen Elastomer zu verwendender
Polyether sowohl geringe Werte für
T
m, als auch für T
g erfordert,
sind die erfindungsgemäßen Polytrimethylenetherester
für eine
solche Verwendung gut geeignet. Tabelle 2 zeigt außerdem,
dass in den Beispielen 1 bis 4 die Werte für die Schmelzenthalpie kleiner
waren als für
die von Vergleichsbeispiel A. Die Schmelzenthalpie in dem Polymer
ist ein direktes Maß für den Umfang der
Kristallinität
in dem Polymer und zeigt damit, dass es eine geringere Kristallisation
in den Polymeren gegeben hat als in der 3G-Kontrolle. Die Schmelzenthalpie
für die
Vergleichsbeispiele B und C waren nicht messbar. TABELLE 3: Isotherme Kristallisationsgeschwindigkeiten
(t
½)
gegenüber
T
min für
Vergleichsbeispiel A und Beispiel 1
| Kristallisationstemperatur
(°C) | T½ für Vergleichsbeispiel
A
(Kontrolle) | T½ für Beispiel
1
(3G + 1 Mol% TPA) |
| –30 | 6,62
Min. | 15,13
Min. |
| –35 | 5,75
Min. | 16,13
Min. |
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Die
Kristallisation T½ ist die Halbwertszeit
des Prozesses der Kristallisation erster Ordnung. Je größer der
Wert für
T½ ist,
umso langsamer ist die Kristallisation, was darauf hinweist, dass
das entsprechende System stärker
amorph ist. Die Daten in Tabelle 3 zeigen, dass Vergleichsbeispiel
A bei der Kristallisationstemperatur von –30°C eine T½ von
6,62 Minuten hat. Im Gegensatz dazu hat Beispiel 1 (1 Mol% TPA)
einen T½-Wert bei
der gleichen Temperatur von 15,13 Minuten. In ähnlicher Weise hat Vergleichsbeispiel
A bei –35°C einen T½-Wert
von 5,75 Minuten und Beispiel 1 einen solchen von 16,13 Minuten.
Diese Zunahme der Kristallisationshalbwertszeit der Polytrimethylenetherester
der Erfindung bedeutet eine langsamere Kristallisation der Polyetherketten,
weshalb der Polytrimethylenetherester länger in einem amorphen Zustand
im Vergleich zu anderen Polyethern bleibt, wie beispielsweise Polytetramethylenetherglykol
und das modifizierte Polytrimethylenetherglykol. Wenn daher der
Polytrimethylenetherester von Beispiel 1 als Weichsegment in thermoplastischen
Elastomeren verwendet wird, bleibt das Weichsegment länger in
einem amorphen Zustand, was zu einer besseren Phasentrennung der
Domänen
des Hartsegmentes und des Weichsegmentes führt. Daraus ergeben sich wiederum
bessere elastische Erholungseigenschaften im Endprodukt.
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In
dem Fall von Beispiel 4 wurde die gleiche Messung der isothermen
Kristallisation ausgeführt.
Die Kristallisation wurde in diesem Beispiel nicht nachgewiesen,
das heißt
sie war weder zu langsam noch fand sie statt. Diese Zusammensetzung
ist daher mit einem Gehalt von 10% TPA vollständig amorph und dementsprechend
in dieser Hinsicht ausgesprochen anders als die Polyetherglykol-Kontrolle.
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BEISPIEL 5
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POLYTRIMETHYLENETHERESTER-STRUKTUR
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Die
Struktur der Random-Polytrimethylenetherester der Erfindung wurde
mit Hilfe der Protonen (400 MHz)-Kernmagnetischen-Resonanzspektren
(NMR) festgestellt. Die NMR-Spektren wurden an den Polytrimethylenetherestern
der Erfindung bei 25°C
unter Verwendung einer zweiprozentigen (Gewicht/Volumen) Lösung in
CDCl3 erhalten. Die allgemeine NMR-Methode
zur Charakterisierung von Polyolen wurde von Gunatillake et al.
in Polymer, 275-283, 27(3), (1992), beschrieben. Die NMR-Spektren
wurden verwendet, um die Struktur der erfindungsgemäßen Random-Polytrimethylenetherester
zu bestätigen
und die prozentualen Molanteile der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
der Random-Polytrimethylenetherester
abzuleiten. Darüber
hinaus bestätigte
die NMR-Analyse, dass die Verteilung der TPA-Einheiten regellos
ist, und dass die Polymere keine wesentlichen Mengen der Sequenz
(Terephthalat)-1,3-Propylen-(Terephthalat)
enthalten, wenn die TPA-Menge weniger als etwa 10 Mol% betragt.
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In
dem Protonen-NMR-Spektrum entspricht das Triplett bei 3,70 bis 3,82
ppm (Teile pro Million) den Protonen, die in den CH2OH-Endgruppen
an dem alpha-Kohlenstoff gebunden sind. Das Multiplett bei 3,40
bis 3,68 ppm entspricht den Protonen, die an den Ether-Gruppen -CH2-O-CH2- angrenzen.
Das Signal zwischen 1,7 und 1,9 ppm entspricht dem mittleren -CH2- in den Trimethylen -CH2-CH2-CH2-Gruppen, wie
in Polytrimethylenetherglykol beobachtet wurde. Im Gegensatz zu
Polytrimethylenetherglykol entspricht ein Singulett bei 8,1 ppm
den aromatischen Protonen in -pC6H4-, während
das Triplett bei 4,4 den alpha-CH2-Protonen
entspricht, die an der jeweiligen Seite des Esters (-CH2-O-CO-)
gebunden sind. Das Multiplett bei 2 ppm entspricht dem an dem Esterteil
(-CH2-CH2-O-CO-)
gebunden beta-CH2.
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Die
integralen Flächen
ausgewählter
Peaks und Gruppen von Peaks wurden gemessen und verwendet um Folgendes
zu bestimmen:
- (1) die molare Konzentration
von TPA. Der für
das Polymer von Beispiel 3 ermittelte Wert betrug 5,12% und entspricht
einem prozentualen Gewichtsanteil von 10,54% in Übereinstimmung mit dem Gewicht
von TPA (10%) das der Reaktion zur Synthese der erfindungsgemäßen Polytrimethylenetherester
zugeführt
wurde. (Die gleichen Prozeduren wurden angewendet, um die molare
Konzentration der Polymere der Beispiele 1 bis 4 und Vergleichsbeispiele
B und C zu bestimmen),
- (2) das Molekulargewicht der Polytrimethylenetherester der Beispiel
1 bis 4 und Vergleichsbeispiele A, B und C und
- (3) das Fehlen der Sequenz (Terephthalat-1,3-Propylen-)Terephthalat.
Diese Sequenz tritt in den Polytrimethylenetherestern des Vergleichs
auf, die mehr als 10 Mol% TPA enthalten und charakterisiert sind
durch Tripletts bei 4,5 und 2,2 ppm. Diese zwei Tripletts sind nicht
in Polytrimethylenetherestern der Erfindung (Beispiele 1 bis 4)
vorhanden, die einen geringeren TPA-Gehalt haben, oder in Vergleichsbeispiel
A. Beispielsweise zeigt das NMR-Spektrum von Vergleichsbeispiel
C (20 Mol% TPA) Triplett-Signale bei 4,5 und 2,2 ppm. Diese Signale
sind charakteristisch für
die Blockstruktur der Sequenz (Terephthalat-1,3-Propylen-(Terephthalat)
in dem Polymer. Insbesondere entspricht das Signal bei 2,2 ppm dem
an dem beta-Kohlenstoff in dieser Sequenz befindlichen Proton. Es
wurde festgestellt, dass in Vergleichsbeispiel C etwa 8 Mol% der
TPA-Einheiten in der Block-Sequenz waren und die übrigen regellos
verteilt waren.
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Schließlich zeigten
nach der Hydrolyse der unbehandelte Random-Polytrimethylenetherester
der Erfindung die NMR- und Fourier-Transformationsinfrarotspektren
(FTIR) in abgeschwächter
Totalreflexion in 1.400 bis 800 cm–1,
dass die Esterbindung der 1,3-Propylen-terephthalat-Sequenz in den
erfindungsgemäßen Polytrimethylenetherestern
intakt bleibt. Die Atomemissionsspektroskopie mit induktiv gekoppeltem
Plasma (siehe Analytical Instrumentation Handbock, S. 231 bis 232,
(G. W. Swing, Herausgeber, Marcel Dekker, 1997)) – Analyse
auf Schwefel zeigte, dass der Hydrolyseschritt etwa 96% oder mehr
der Sulfat-Gruppen entfernte.
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Die
vorstehende Offenbarung der Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ist für
die Aufgaben der Veranschaulichung und Beschreibung präsentiert
worden. Sie ist nicht als erschöpfend
oder die Erfindung auf die präzisen
offenbarten Formen einschränkend
auszulegen. Angesichts der Offenbarung sind zahlreiche Variationen
und Modifikationen der hierin beschriebenen Ausführungsformen für den Fachmann
auf dem Gebiet offensichtlich.