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Diese
Erfindung bezieht sich auf das Bohren von Bohrlöchern in unterirdische Reservoirs
und speziell auf eine Zusammensetzung, das Verfahren zu ihrer Herstellung
und ihre Verwendung beim Bohren solcher Bohrlöcher, wobei die Durchdringung
des Reservoirs von der Zusammensetzung minimiert wird. Dies minimiert
die Verringerung der Durchlässigkeit
des Reservoirs, die typischerweise durch die Störung der Reservoirs durch irgendeine
Zusammensetzung eintritt.
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Die
Erfindung bezieht sich speziell auf solch eine Zusammensetzung,
das Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung, bei der
die Zusammensetzung niedrige Flüssigkeitsverlusteigenschaften
während der
Verwendung zeigt und fähig
ist, sich letztendlich im Wesentlichen in der Kohlenwasserstoffflüssigkeit,
mit der sie in Kontakt kommt, d. h. im Rohöl, aufzulösen oder darin zu dispergieren.
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Bei
verschiedenen Bohrungs-, Fertigstellungs-, Vorbehandlungs- und Workover-Maßnahmen
in durchlässigen
kohlenwasserstofflieferenden Reservoirs ist es oft vorteilhaft,
eine Flüssigkeit
in das Bohrloch in solch einer Art und Weise einzuspritzen, dass
die Flüssigkeit
in Kontakt mit dem Reservoir, in das die Bohrung eindringt, steht.
Die eingespritzte Flüssigkeit
kann zum Beispiel als Bohrflüssigkeit,
Hydraulic-Fracturing-Flüssigkeit,
eine ansäuernde
Flüssigkeit
oder eine Flüssigkeit
für das
Einbringen einer Filterkiesschüttung
in das Bohrloch verwendet werden. Im Allgemeinen haben eingespritzte
Flüssigkeiten
eine Tendenz, Reservoirs zu durchdringen. Da die meisten Reservoirs
in Bezug auf die Durchlässigkeit,
zumindest zu einem gewissen Grad, heterogen sind, neigt die eingespritzte
Flüssigkeit
dazu, vorzugsweise in Bereiche mit hoher Durchlässigkeit, die als "Thief Zones" bezeichnet werden,
zu fließen.
Nicht nur dass dieses Fließen
eine Verschwendung der Flüssigkeit
zur Folge hat, sondern es verhindert auch, dass die eingespritzte
Flüssigkeit
in wesentlichen Mengen in die Bereiche niedrigerer Durchlässigkeit
eintritt, was eine schlechte Flüssigkeitsverteilung
zwischen Bereichen unterschiedlicher Durchlässigkeit bewirkt.
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Daher
wurden Flüssigkeitsverlustkontrollmittel
(FLC) und insbesondere Verstopfungsmittel zur Verwendung in solchen
Flüssigkeiten
entwickelt. Diese Flüssigkeitsverlustkontrollmittel
führen
zur Bildung eines Belag auf der Stirnseite des Reservoirs, in welches
die Flüssigkeit
eingespritzt wird, und schränken
weiteren Flüssigkeitsfluss
durch diesen Teil des Reservoirs ein. Bei den verschiedenen Vorgängen im
Bohrloch ist es notwendig, dass das Flüssigkeitsverlustkontroll- oder Verstopfungsmittel
letztendlich leicht von der kohlenwasserstoffliefernden Zone entfernt
wird, um eine andauernde Verringerung in der Ölförderungsrate zu verhindern.
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Entfernung
der Verstopfungsmittel kann effektiv durch Verwendung eines Mittels
bewerkstelligt werden, das in den Reservoirflüssigkeiten, entweder Wasser
oder Kohlenwasserstoffen, löslich
ist, und leitet die Förderung
in der Bohrung ein. Viele der bekannten Stoffe sind jedoch entweder
(i) unlöslich
unter den Bedingungen am unteren Ende der Bohrung oder (i) so stark
löslich,
dass es schwierig ist, sie in das Reservoir zu geben, bevor sie
sich auflösen,
und sie versagen, die erforderliche verstopfende Wirkung während des
Vorbehandlungsvorgangs zu gewährleisten
und beizubehalten. Ferner erfahren bekannte Stoffe über die
Temperaturbereiche, denen man in gegenwärtigen Bohrvorgängen begegnet,
oft dramatische Änderungen
in ihren Eigenschaften.
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Es
ist deshalb wesentlich, dass die Flüssigkeitsverlust- oder Verstopfungsmittelzusammensetzung
die Eigenschaft der kontrollierten Löslichkeit besitzt, die über einen
breiten Bereich von Temperaturen konstant bleiben wird, wobei ein
zufriedenstellender fester Stopfen für den Zeitraum, der notwendig
ist, um den Bohrungsvorgang durchzuführen, gebildet werden kann
und der nachfolgend durch Auflösung
in den Kohlenwasserstoffflüssigkeiten
des Reservoirs entfernt werden kann.
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Es
wird auch als vorteilhaft erachtet, Additive zu verwenden, die weitgehend
in Kohlenwasserstoffen löslich
und in Wasser unlöslich
sind und dabei irgendwelche wasserliefernden Schichten permanent
versiegelt lassen. Somit wird selektive Verstopfung bewirkt, die
kohlenwasserstoffliefernden Schichten sind temporär verstopft
und die wasserliefernden Schichten bleiben permanent versie gelt.
Nach Entfernung des temporären Verstopfungsmittels
von der kohlenwasserstoffliefernden Schicht wird die Öl- und Gasförderkapazität wieder vollständig hergestellt,
während
die Wasserförderung
unterbunden oder wesentlich herabgesetzt wird.
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Verschiedene
langsam öllösliche,
wasserunlösliche
pulverförmige
Mittel, die bei Bohrlochbohrungen und Vorbehandlungsvorgängen nützlich sind,
wurden in der Vergangenheit entwickelt. Zum Beispiel beschreibt
US Patent 3,302,719 (Februar
1967) feste Teilchen einer homogenen Mischung von Polymeren, wie
etwa Poly-1-olefin oder Copolymeren von Ethylen und einem Alkylacrylat,
Wachsen, wie etwa Paraffinwachs, oder Harzen, wie etwa Estern von
Kolophonium oder aliphatischen Kohlenwasserstoffharzen. Gemäß dem '719 Patent können solche
Mischungen zu pumpbaren flüssigen
Trägerflüssigkeiten
gegeben werden und in Bohrungen eingespritzt werden.
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US Patent 3,882,029 (May
1975) offenbart fein verteilte Teilchen, die aus einer Mischung
eines Wachses, eines öllöslichen
oberflächenaktiven
Mittels, eines wasserdispergierbaren oberflächenaktiven Mittels, eines
Ethylen/Vinylacetat-Copolymers und eines Fettalkohols gebildet sind.
Die Teilchen sind in einer wässrigen Salzlösung dispergiert,
die Chromlignit, Hydroxyethylcellulose und Xanthan-Gummi enthält.
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US Patent 3,954,629 (May
1976) zeigt fein verteilte Teilchen, die aus einer Mischung eines
Polyethylens oder Ethylen/Vinylacetat-Copolymers, eines Polyamids
und eines Weichmachers, wie etwa eines langkettigen aliphatischen
Diamids oder Polyterpenharzes, gebildet sind. Die Teilchen sind
in einem flüssigen
Träger suspendiert.
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Zusammensetzungen
des Standes der Technik wie etwa diese enthalten jedoch im Allgemeinen
ein Wachs, das ein inhärent
weiches Teilchen ist, und ein Mittel, das das Wachsteilchen härtet, d.
h. Ethylen/Vinylacetat-Copolymere, und ein oder mehrere Additive,
wie etwa Chromlignit, die eine niedrige Löslichkeit in Öl haben,
die aber verwendet werden, um die Flüssigkeitsverlustkontrolleigenschaften
der Teilchen zu verbessern. Gemäß der vorliegenden
Erfindung jedoch ist das Siliconharz in Kohlenwasserstoffen inhärent löslich und
wird sogar in Gegenwart von Kohlenwasserstoffen, die gelöste Wachse
und Kohlenwasserstoffharze enthalten, vollständig aufgelöst.
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Während die
Verwendung von Siliconen in Zusammensetzungen zur Verwendung beim
Bau, bei der Reparatur und/oder der Stilllegung von Bohrlöchern bekannt
ist, wie in
US Patent 6,196,316 (6.
März 2001), übertragen
auf die Shell Oil Company, ersichtlich, sind solche Zusammensetzungen
eher Silicondichtmittel als Siliconharze und ihnen fehlt somit irgendein
spezielles Teilchengrößenmerkmal
oder Teilchengrößenverteilungsmerkmal,
das mit harzartigen Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung
vergleichbar ist.
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Trotzt
der großen
Vielzahl von bekannten Bohrlochbehandlungszusammensetzungen, von
denen einige Vorteile aufweisen, bleibt der Bedarf an Zusammensetzungen
mit verbesserter Flüssigkeitsverlustkontrolle,
die verringerten Durchlässigkeitsschaden
an kohlenwasserstoffliefernden Bereichen der Reservoire, insbesondere
bei hohen Temperaturen, bewirken.
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Es
ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine Bohrlochbehandlungszusammensetzung
bereitzustellen, die verbesserte Flüssigkeitsverlustkontrolleigenschaften
mit verringertem Durchlässigkeitsschaden
an den Reservoirs kombiniert. Es ist auch eine Aufgabe der Erfindung,
eine Zusammensetzung bereitzustellen, die ein Minimum an ölunlöslichen
Komponenten enthält.
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Insbesondere
enthält
die Zusammensetzung feste teilchenförmige Substanz, die eine spezielle
Verteilung der Teilchengröße aufweist.
Die multimodale Teilchengrößenverteilung
sollte ein erstes (oberes) Maximum der Verteilung von festen Teilchen
mit einem Durchmesser von 30–50
Prozent des Zielporendurchmessers aufweisen, um eine optimale Verbrückung des
porösen
Substrats bereitzustellen. Wie hierin verwendet, ist beabsichtigt,
dass der Begriff "multimodal" bedeutet, dass eine
multimodale Verteilung erhalten wird, wenn mehrere Peaks in der
Differentialgrößenverteilung
oder Häufigkeitskurve
der Teilchendurchmesser vorhanden sind. Die Einbeziehung eines zweiten
(unteren) Maximums der Verteilung von fester teilchenförmiger Substanz,
deren mittlerer Durchmesser 2 μm (Mikrometer)
oder weniger beträgt,
bezeichnet als Feinanteile, ist für die optimale Absperrung des
porösen
Substrats notwendig.
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Somit
ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, die Zugabe von Feinanteilen
zu der Formulierung bereitzustellen, und dieses Merkmal führt zu einem
praktisch undurchlässigen
Filterkuchen in Bohrlochflüssigkeitszusammensetzungen,
die feste teilchenförmige
Substanz mit multimodaler Teilchengrößenverteilung enthalten.
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Im
Ergebnis weisen bevorzugte Zusammensetzungen gemäß der Erfindung ein erstes
oberes Maximum der Verteilung von festen Teilchen mit einem Durchmesser
von 30–50
Prozent des Zielsubstratporendurchmessers und ein zweites unteres
Maximum der Verteilung von fester teilchenförmiger Substanz, d. h. Feinanteilen,
auf, wobei der mittlere Durchmesser des zweiten Modalwerts 2 μm (Mikrometer)
oder weniger beträgt.
Am meisten bevorzugt ist eine Teilchengrößenverteilung, worin (i) mindestens
90 Volumenprozent der festen Teilchen aus Siliconharz einen mittleren
Hauptachsendurchmesser von 40 μm
oder weniger als 40 μm aufweisen
und (ii) mindestens 10 Volumenprozent der festen Teilchen aus Siliconharz
einen mittleren Hauptachsendurchmesser von 2 μm oder weniger aufweisen. Der
Begriff "mittlerer
Hauptachsendurchmesser" wird in
der Absicht verwendet, Arten von teilchenförmiger Substanz zu umfassen,
die andere als kugelförmige
Formen aufweisen.
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Diese
und andere Aufgaben und Merkmale der Erfindung werden aus einer
Berücksichtigung
der detaillierten Beschreibung ersichtlich.
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ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine grafische Darstellung, die die Teilchengrößenverteilung des Siliconharzes
gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt. Teilchengrößenverteilung
wurde auf einem Malvern Mastersizer Model S mit einer automatischen
Probenverteilungseinheit und Flusszelle bestimmt. Malvern Mastersizer
verwenden Laserbeugungstechniken, insbesondere Kleinwinkellaserlichtstreuung
(LALLS), bei der Bestimmung der Teilchengröße.
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In
der Figur wird eine Linie als kumulative Volumenprozent der Teilchen
bezeichnet, und eine zweite Linie, die als Volumen in Prozent bezeichnet
wird, zeigt die multimodale Teilchengrößenverteilung, bei welcher ein
erster oberer Modalpeak und ein zweiter unterer Modalpeak in der
Verteilung ersichtlich sind.
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BESCHREIBUNG
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Im
Allgemeinen sollten die Bohrlochfertigstellungs- und Workover-Flüssigkeitszusammensetzungen, die
mit einem ölhaltigen
unterirdischen Reservoir in Kontakt kommen, Flüssigkeitsverlustkontrolleigenschaften aufweisen,
die fähig
sind, die Störung
des Reservoirs durch die Zusammensetzung, die während eines Bohrprozesses verwendet
wird, zu minimieren. Insbesondere sollten diese Zusammensetzungen
verhindern, dass Flüssigkeit
hauptsächlich
in die durchlässigeren
Bereiche der Reservoirs mit heterogener Durchlässigkeit fließen. Nach
der Fertigstellung des Bohrprozesses sollten die eingespritzten
Zusammensetzungen fähig
sein, aus ölhaltigen
Bereichen des Reservoirs so vollständig wie möglich entfernt zu werden, um
die Verringerung der Durchlässigkeit
solcher Schichten zu minimieren.
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Die
zwei gewünschten
Attribute der Flüssigkeitsverlustkontrolle
und Minimierung der Verringerung der Reservoirdurchlässigkeit
sind schwierig mit einer einzigen Zusammensetzung zu erreichen,
da das erstere Attribut teilweise vom Vorhandensein von fester teilchenförmiger Substanz
in der Zusammensetzung abhängt, während das
letztere Attribut von der Auflösung
der gleichen Art von fester teilchenförmiger Substanz abhängt. Die
Zusammensetzung dieser Erfindung ist jedoch maßgeschneidert, um die gewünschte Kombination
von maximaler Flüssigkeitsverlustkontrolle
bereitzustellen, ebenso wie ein Minimum an Durchlässigkeitsverringerung,
die der Fertigstellung des Bohrprozesses, in dem die Zusammensetzung
eingesetzt werden kann, folgt, bereitzustellen. Die Zusammensetzung
ist durch das Vorhandensein eines teilchenförmigen Siliconharzes in einem
flüssigen
Träger
gekennzeichnet, wobei der flüssige
Träger
von solcher Art ist, um Nassfeinvermahlung der festen Siliconharzteilchen
zu erlauben.
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Das
Siliconharz gemäß der Erfindung
ist ein siliciumhaltiges nichtlineares Oligomer oder Polygomer, das
trivalente, d. h. trifunktionelle, T-Einheiten (RSiO3/2)
und tetravalente, d. h. tetrafunktionelle, Q-Einheiten (SiO4/2) als die hauptsächlichen Bausteine seiner Netzwerkstruktur
enthält.
Das Siliconharz kann divalente, d. h. difunktionelle, D-Einheiten
(R2SiO2/2) enthalten,
die eine Modifikation der Harzstruktur bewirken können. Im Allgemeinen
sind Harzstrukturen dieser Art mit monovalenten, d. h. monofunktionellen,
M-Einheiten (R3SiO1/2) verkappt.
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Nützliche
R-Gruppen umfassen Wasserstoff, Hydroxyl, monovalente Kohlenwasserstoffgruppen
mit 1–8
Kohlenstoffatomen, unter welchen sich Alkylgruppen, wie etwa Methyl
und Ethyl; Arylgruppen, wie etwa Phenyl oder Naphtyl; Alkenylgruppen,
wie etwa Vinyl, Allyl, 5-Hexenyl und Cyclohexenyl; und Arylalkylgruppen,
wie etwa Phenylmethyl, Phenylpropyl und Phenylhexyl; Alkoxygruppen,
wie etwa Methoxy, Ethoxy und Propoxy, und substituierte Gruppen,
wie etwa Fluorkohlenstoffe einschließlich zum Beispiel 3,3,3-Trifluorpropylgruppen
CF3CH2CH2-, befinden.
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Es
ist bevorzugt, dass das Siliconharz aus einem MQ-Harz besteht, d.
h. einem Harz, das nur die monovalenten Siloxaneinheiten M R3SiO12 und tetravalenten
Siloxaneinheiten Q SiO4/2 enthält, dass
R Methyl ist und dass es nicht mehr als 15 Molprozent Hydroxyl enthält. Das
Zahlenverhältnis
oder der Molenbruch von M-Einheiten zu Q-Einheiten sollte im Bereich
von 0,4:1 bis 1,7:1, bevorzugter im Bereich von 0,6:1 bis 1,5:1 liegen.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
bestand der Molenbruch von M:Q-Einheiten in dem methylhaltigen Siliconharz
aus seinem M-Anteil von 0,38–0,48
und einem Q-Anteil von 0,57–0,62.
Der Resthydroxylgehalt war weniger als 3,5 Gewichtsprozent, wie
mit kernmagnetischer Resonanz (NMR) bestimmt. Das M:Q-Verhältnis wurde
so ausgewählt,
dass das Siliconharz bei jeder Temperatur von weniger als etwa 250°C ein Feststoff
war. Das gewichtsmittlere Molekulargewicht des Siliconharzes betrug
8.000–30.000,
wie mithilfe von Gelpermeationschromatography (GPC) bestimmt.
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Siliconharze
mit passend ausgewählten
R-Gruppen haben die einzigartige Eigenschaft, die Löslichkeit in
Kohlenwasserstoffen über
einen breiten Bereich von Molekulargewichten beizubehalten, während Siliconharze
mit einem großen
Anteil von Q-Einheiten zusätzlich
eine sehr hohe Glasübergangstemperatur
(Tg) zeigen. Tg für die Zwecke
hierin ist der Beginn der kooperativen Molekular- oder segmentweisen
Bewegung. Somit existieren bei Temperaturen unterhalb des Glasübergangswertes
nur Schwingungsbewegungen und deshalb scheint und verhält sich
das Material glasartig. Dies ist ein wesentlicher Faktor, wenn die
Leistungscharakteristik von organischen Harzsystemen mit der Leistungscharakteristik
von Siliconharzsystemen bei erhöhter
Temperatur verglichen wird.
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Sehr
hohe Glasübergangstemperaturen,
die die Siliconharze gemäß der Erfindung
besitzen, erlauben, dass Bohrflüssigkeiten
bei Temperaturen verwendet werden, die viel höher als bei vergleichbaren
Flüssigkeiten
sind, die unter Verwendung von organischen Harzen, die keine Siliciumatome
enthalten, formuliert werden. Wenn eine Teilchengrößenverteilung
wie die, die hierin verwendet wird, in einem organischen Harz, das
keine Siliciumatome enthält,
verwendet wird und das organische Harz bei Temperaturen unterhalb
seiner Tg getestet wird, sind die Leistungsmerkmale
ungefähr äquivalent
zu denen, die mit dem Siliconharz erzielt werden. Wenn das organische
Harz, das keine Siliciumatome enthält, jedoch bei Temperaturen
oberhalb seiner Tg getestet wird, versagt
sein Leistungsvermögen
unter Standardflüssigkeitsverlustsprotokollen.
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Es
ist oft vorteilhaft, Weichmacher zuzugeben, um die Glasübergangstemperatur
zu modifizieren, um den Flüssigkeitsverlust
unter variierenden Bohrungsbedingungen zu verbessern. Manchmal ist
es für
verringerten Flüssigkeitsverlust
vorteilhaft, Weichmacher in Emulsionsform zuzugeben. Diese Vergleichs-
und Leistungsdaten sind unter Bezugnahme auf die Tabelle unten ersichtlich.
In der Tabelle enthielt die Petroleumlösung 90 Gewichtsprozent Petroleum
und 10 Gewichtsprozent eines Siliconharzes. Die Petroleumemulsion
war eine Mischung, die 90 Gewichtsprozent Petroleum und 10 Gewichtsprozent
einer Emulsion enthielt, die aus einem Siliconharz, das in einer
Konzentration von 50 Prozent Feststoffen in Wasser emulgiert war,
bestand. Die Petroleum/Glykol-Mischung enthielt Petroleum, das Siliconharz
und Propylenglykol. Pentalyn, eine feste Kolopho niumestherharz-Zusammensetzung,
vertrieben von Hercules Incorporated, Wilmington, Delaware, bestand
aus Feinteilchen.
| Fann-90-Testmethode Temperatur, °C und Weichmacher
oder Additiv | Weichmacher, Volumen-% im KCl-Bohrschlamm | Fann-Flüssigkeitsverlust,
ml/s |
| Durchlaufverlust ("Spurt Loss"), ml, 0–30 s | Flüssigkeitsverlust, ml,
0–30 min |
| | | | |
| 30°C | | | |
| | | | |
| Grundlinie,
nichts | ----- | 1,69 | 5,76 |
| | | | |
| Analysenreines
Petroleum | 0,2 | 1,35 | 5,31 |
| Analysenreines
Petroleum | 0,4 | 1,54 | 5,26 |
| Petroleumlösung | 0,2 | 0,92 | 5,59 |
| Petroleumlösung | 0,4 | 1,5 | 5,06 |
| Petroleumlösung | 0,4 | 1,15 | 4,31 |
| Petroleumlösung | 0,4 | 0,68 | 4,30 |
| Petroleumlösung | 0,4 | 0,76 | 4,60 |
| | | | |
| 85°C | | | |
| | | | |
| Grundlinie,
nichts | ----- | 3,86 | 11,67 |
| | | | |
| Kommerzielles
Petroleum | 0,2 | 3,32 | 10,14 |
| Kommerzielles
Petroleum | 0,4 | 3,32 | 8,76 |
| Petroleumlösung | 0,2 | 2,75 | 10,27 |
| Petroleumlösung | 0,2 | 1,70 | 10,50 |
| Petroleumlösung | 0,4 | 3,08 | 10,33 |
| Petroleumlösung | 0,2 | 2,65 | 9,63 |
| Petroleumlösung | 0,4 | 2,80 | 6,80 |
| Petroleum/Glykol-Mischung | 0,4 | 1,40 | 7,0 |
| | | | |
| 120°C | | | |
| | | | |
| Grundlinie,
nichts | ----- | 6,45 | 19,08 |
| | | | |
| Analysenreines
Petroleum | 0,2 | 12,2 | 22,71 |
| Petroleumemulsion | 0,2 | 8,99 | 20,06 |
| Petroleumemulsion | 0,4 | 9,5 | 16,37 |
| Pentalyn-Kolophoniumaufschlämmung | --- | > 50,0 | > 50,0 |
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Bohrflüssigkeiten
gemäß der Erfindung
werden hergestellt, indem zuerst die festen Siliconharzteilchen mit
der gewünschten
Teilchengrößenverteilung
aus einer Lösung
des Siliconharzes gebildet-werden und dann die Siliconharzfeststoffe
mit der gewünschten
Teilchengrößenverteilung
in einem flüssigen
Träger
dispergiert werden. Der flüssige
Träger
kann ein Träger
auf wässriger
Basis oder ein Träger
auf nichtwässriger
Basis sein. Der flüssige
Träger
jedoch sollte kein Lösungsmittel
für die
Siliconharzteilchen sein. Geeignete flüssige Träger werden deshalb hierin als
solche definiert, die fähig
sind, nur ein Prozent oder weniger der Siliconharzteilchen bei 70°C zu lösen.
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Einige
Beispiele, stellvertretend für
flüssige
Träger,
die als zur Verwendung hierin geeignet betrachtet werden, sind Wasser;
Diole und Triole, wie etwa Ethylenglykol, Propylenglykol, Glycerin
und Trimethylenglykol; Glycerinesther, wie etwa Glyceryltriacetat
(Triacetin), Glyceryltripropionat (Tripopionin) und Glyceryltributyrat (Tributyrin)
und Polyglykole, wie etwa Polyethylenglykol.
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Wenn
beabsichtigt ist, die Bohrflüssigkeit
in Form einer wässrigen
Dispersion zu verwenden, dann werden ausreichende und geeignete
oberflächenaktive
Substanzen und Dispergiermittel benötigt werden, ebenso wie andere
viskositätsmodifizierende
Mittel und Biozide, um Lagerstabilität und Dispersionsstabilität bei den
Temperaturen und Drücken,
die im Bohrloch erwartet werden, zu gewährleisten.
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Einige
Beispiele für
geeignete oberflächenaktive
Mittel und/oder Dispergiermittel, die verwendet werden können, sind
Braunkohlen, Lignosulfonate und modifizierte Lignosulfonate; anionische
oberflächenaktive Substanzen,
wie etwa Alkylarylsulfonate einschließlich Dodecylbenzolsulfonsäure (DBSA),
Alkylarylsulfate, wie etwa Natriumlauryl(dodecyl)sulfat (SDS), Poly(ethylenoxid)derivate
von Fettsäuren
und Estern; nichtionische oberflächenaktive
Substanzen, wie etwa Blockcopolymere von Ethylenoxid und Propylenoxid,
Poly(ethylenoxid)derivate von Nonylphenol and Alkylglycoside, und
kationische oberflächenaktive
Substanzen, wie etwa Imidazoline und tertiäre Amine, unter denen sich
das Imidazolin und Imidazolinderivate, die unter der Bezeichnung
MIRANOL® von
Rhone- Poulenc Incorporated,
Cranberry, New Jersey vertrieben werden, und Zusammensetzungen,
wie etwa α-(Tetradecyldimethylammonio)acetate, β-(Hexadecyldiethylammonio)propionate, γ-(Dodecyldimethylammonio)butyrate,
3-(Dodecyldimethylammonio)propan-1-sulfonat und 3-(Tetradecyldimethylammonio)ethan-1-sulfonat, befinden.
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Einige
Beispiele für
geeignete viskositätsmodifizierende
Mittel oder Verdicker, die verwendet werden können, sind Natriumalginat;
Gummi arabicum; Welan Gum; Guar-Gummi; Xanthan; Hydroxylpropylguar-Gummi;
Cellulosederivate, wie etwas Methylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose
und Hydroxypropylcellulose; Stärke
und Stärkederivate,
wie etwa Hydroxyethylamylose und Stärkeamylose; Johannisbrot-Gummi;
Elektrolyte, wie etwa Natriumchlorid und Ammoniumchlorid; Saccharide,
wie etwa Fructose und Glucose, und Derivate von Sacchariden, wie
etwa Polyethylenglykol(120)methylglucosedioleat.
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Einige
Biozide, die verwendet werden können,
umfassen Verbindungen, wie etwa Formaldehyd, Salicylsäure, Phenoxyethanol,
DMDM-Hydantoin (1,3-dimethylol-5,5-dimethylhydantoin),
1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-1-azoniaadamantanchlorid, 5-Brom-5-nitro-1,3-dioaxan,
Methylparaben, Propylparaben, Sorbinsäure, Imidazolidinylharnstoff,
vertrieben unter der Bezeichnung GERMALL® II
von Sutton Laborstories, Chatham, New Jersey, Natriumbenzoat, 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on,
vertrieben unter der Bezeichnung KATHON CG von Rohm & Haas Company,
Philadelphia, Pennsylvania, und Iodpropinylbutylcarbamat, vertrieben unter
der Bezeichnung GLYCACIL® L von Lonza Incorporated,
Fair Lawn, New Jersey.
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Wie
oben erwähnt,
hängt die
Funktion der Bohrflüssigkeitszusammensetzung
dieser Erfindung zum großen
Teil und in erster Linie von der speziellen Verteilung der Teilchengröße in der
Dispersion ab. Die Teilchengröße basiert
einerseits auf einer Berücksichtigung
der Porengröße, die
zu blockieren ist, und andererseits besteht sie aus der Einbringung
von Feinteilen, um verbesserte Flüssigkeitsverlustkontrolle zu
erhalten. Die Feinanteile können
durch Nassvermahlung hergestellt werden. Dispersionen von extrem
feinen Teilchen, falls benö tigt,
können
durch Verwendung von einer oder mehreren oberflächenaktiven Substanzen und/oder Dispergierhilfsmitteln
wie oben aufgeführt
bereitgestellt werden. Alternativ kann das gleiche allgemeine Ergebnis
erreicht werden, indem nichtwässrige
Flüssigkeiten
im Nassvermahlungsverfahren, das typischerweise in Mahlkörpermühlen der
horizontalen Art durchgeführt
wird, eingesetzt werden. Diese Dispersionen mit feiner Teilchengröße werden
kann mit den Dispersionen mit gröberer
Teilchengröße vermischt.
Daten, die einige Beispiele für
gemischte Teilchengrößenverteilungen
bereitstellen, sind unten in der Tabelle gezeigt, die auch die resultierende
Wirksamkeit beim Blockieren von spezifischen Substratporengrößen zeigt.
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In
der Tabelle werden zwei Teilchengrößenverteilungen von Siliconharz,
die durch ein Nassvermahlungsverfahren erzeugt werden, einzeln bestimmt
und dann vermischt, um Flüssigkeitsverlust
im Fann-90-Test zu optimieren. Wenn nichts anderes vermerkt ist,
wurde der Fann-90-Test unter Bedingungen durchgeführt, bei
denen die Temperatur 30°C
betrug, das Gerät
mit 100 s
-1 Umdrehungen 30 min lang unter
Verwendung eines 10-μm-Kerns
rotiert wurde und bei einem Differenzdruck von 500 psi mit einem
3%igen KCl-Bohrschlamm gehalten wurde.
| | Fann-Flüssigkeitsverlust,
ml/s | Malvern-Teilchengröße nach Fann-90-Test
(μm) |
| Zusammensetzung | Durchlaufverlust ("Spurt Loss"), ml, 0–30 s | Flüssigkeitsverlust,
ml, 0–30
min | D(v, 0,1) | D(v, 0.5) | D(v, 0,9) |
| | | | | | |
| 3%
KCl-Bohrschlamm | | | | | |
| | | | | | |
| 100
% Qualität
1 | 2,11 | 6,15 | 0,54 | 9,33 | 30,83 |
| 100
% Qualität
2 | 11,58 | 16,54 | 0,24 | 1,560 | 9,47 |
| 25
% Qualität
2
75 % Qualität
1 | 1,69 | 5,76 | 0,37 | 6,941 | 30,09 |
| 10
% Qualität
2
90 % Qualität
1 | 1,82 | 5,86 | 0,45 | 8,763 | 34,00 |
| 5
% Qualität
2
95 % Qualität
1 | 2,00 | 5,99 | 0,45 | 9,203 | 35,32 |
| 50
% Qualität
2
50 % Qualität
1 | 1,63 | 5,93 | 0,27 | 4,365 | 25,11 |
| 25
% Qualität
2
75 % Qualität
1 | 1,57 | 5,64 | 0,38 | 6,050 | 18,20 |
| 50
% Qualität
2
50 % Qualität
1 | 1,61 | 5,95 | 0,32 | 4,710 | 16,33 |
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Das
Leistungsvermögen
der Dispersion kann durch Zugabe eines Materials, das darauf abzielt,
die Tg des Siliconharzes auf eine Tg, die näher an der Testtemperatur liegt,
zu verringern, verbessert werden. Eine Art, diese Verbesserung zu
erreichen, ist die Zugabe von Additiven, wie etwa Kohlenwasserstoffen,
die fähig sind,
zu bewirken, dass sich die Erweichungstemperaturen von Siliconharzen
verringern, zu der Dispersion. Dieses Merkmal ist unten in der Tabelle
gezeigt. In der Tabelle hat das Silicongum in der Silicongumelmusion eine
Viskosität
von etwa 60.000 Centistokes (mm
2/s). Die
Siliconflüssigkeit
in der Siliconflüssigkeitsemulsion hatte
eine Viskosität
von etwa 500 Centistokes (mm
2/s).
| Weichmacher oder Additiv | Weichmacher, Volumen-% im KCl-Bohrschlamm | Harzbeladung, Volumen-% im KCI-Bohrschlamm | Fann-Flüssigkeitsverlust,
ml/s |
| Durchlaufverlust ("Spurt Loss"), ml, 0–30 s | Flüssigkeitsverlust,
ml, 0–30
min |
| | | | | |
| Grundlinie,
nichts | ------ | 5,0 | 4,16 | 12,37 |
| | | | | |
| Trimethylbenzol | 0,1
0,2 | 5,0
5,0 | 5,37
5,24 | 12,11
11,77 |
| Tetrahydronaphtalin | 0,1
0,2 | 5,0
5,0 | 4,9
4,9 | 12,8
12,3 |
| Pentalyn | 2,5 | 4,25 | 3,59 | 9,55 |
| Petroleum | 0,1
0,2
0,3
0,4 | 5,0
5,0
5,0
5,0 | 4,3
4,7
4,9
4,8 | 11,6
11,6
10,8
10,5 |
| Decamethylcyclopentasiloxan | 0,1
0,2 | 5,0
5,0 | 4,4
4,2 | 12,6
12,2 |
| Siliconflüssigkeitsemulsion | 0,75 | 4,25 | 6,05 | 12,09 |
| 15
% Silicongumemulsion | 15,00 | 4,25 | 3,75 | 8,86 |
-
Die
folgenden Beispiele werden angeführt,
um die Erfindung detaillierter zu veranschaulichen.
-
Das
FANN Model 90 ist ein dynamischer Radialfilterapparat, hergestellt
und vertrieben von Fann Instrument Company, Houston, Texas. Das
Gerät bestimmt
die Filtriereigenschaften einer Zirkulationsflüssigkeit durch einen keramischen
Kern. Dynamische Filtration simuliert den Effekt der Flüssigkeitsbewegung
(Schergeschwindigkeit) auf die Filtriergeschwindigkeit und die Filterkuchenabsetzung
in einem tatsächlichen Ölbohrloch.
-
Der
Test bestimmt, ob die Flüssigkeit
geeignet konditioniert ist, um durch durchlässige Formationen zu bohren.
Die Testergebnisse umfassen zwei Zahlen, und zwar (i) die dynamische
Filtriergeschwindigkeit und (ii) den Kuchenabset zungsindex (CDI).
Die dynamische Filtriergeschwindigkeit wird aus der Steigung der
Kurve des Volumens gegen die Zeit berechnet. Der CDI, der die Erosionsanfälligkeit
des Wandkuchens wiederspiegelt, wird aus der Steigung der Kurve
Volumen/Zeit gegen Zeit berechnet. Der CDI und die dynamische Filtriergeschwindigkeiten
werden unter Verwendung der Daten, die nach 30 Minuten gesammelt
werden, berechnet.
-
Das
Model 90 ist ein Gerät,
das in der Industrie zur Durchführung
von Filterkuchenbildungs- und Durchlässigkeitsanalysen für die Optimierung
von Bohrflüssigkeiten
verwendet wird. Das Model 90 kann erhitzt und unter Druck gesetzt
werden, um die bestmögliche
Simulation von Abwärtsbohrlochbedingungen
bereitzustellen. Das Filtermedium ist ein dickwandiger Zylinder
mit steinartigen Eigenschaften, um die Formation zu simulieren.
Das Filtermedium ist in verschiedenen Porositäten und Durchlässigkeiten
erhältlich.
-
Filtration
erfolgt radial von der Innenseite des Filterkerns nach außen. Gleichzeitig
wird der Filterkuchen an der Innenseite des Filterkerns gebildet,
um Filterkuchenbildung auf der Wand eines Bohrlochs zu simulieren.
Ein polierter Edelstahlscherschlitten läuft durch die Mittelachse des
Filterkerns. Der Scherschlitten wird rotiert, um eine konzentrische
zylinderartige Scherung entlang der Filtrationsoberfläche zu erzeugen.
-
Es
wurden in ein 100-ml-Becherglas gegeben und eingewogen: 13,47 g
Hydroxyethylcellulose, 6,71 g Xanthan-Gummi, 1,84 g Natriumcarbonat
und 0,81 g des Konservierungsstoffs 1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-1-azoniaadamantanchlorid,
eine Verbindung, die unter der Bezeichnung "Dowicil 75" von The Dow Chemical Company, Midland,
Michigan, hergestellt wird. Die Bestandteile wurden von Hand unter
Verwendung eines Spatels vermischt, bis sie homogen erschienen.
50,87 g Kaliumchlorid (KCl) wurden in ein 3000-ml-Becherglas eingewogen,
gefolgt von 1629 g Wasser. Die Mischung wurde mit einem mechanischen
Rührer
5 Minuten lang gerührt,
nach welcher Zeit sich das KCl vollständig aufgelöst hatte. Die Inhalte des 100-ml-Becherglases
wurden dann langsam zu der KCl-Lösung
unter fortgeführter
Rührung
gegeben. Nachdem die Inhalte des 100-ml-Becherglases zugegeben worden
waren, wurde die Mischung weitere 10 Minuten gerührt. Die resultierende Flüssigkeit
war ein 3%iger KCl-Bohrschlamm und sie erschien homogen und leicht
opak. Sie hatte eine Dichte von 1,02 und eine Viskosität von 20
Centipoise (mm2/s). Dieser 3%ige KCl-Bohrschlamm
wurde als Testflüssigkeit
verwendet, um die Flüssigkeitsabsperreigenschaften
von verschiedenen Silicon- und Nichtsiliconadditiven zu testen.
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300
g eines Siliconharzpulvers, das durch Trocknen in einem Hochschermischer
unter Vakuum erhalten wurde, wurden in eine 750-ml-Kugelmühle zusammen
mit 300 g Propylenglykol gegeben. 3/16-Inch-Wolframcarbidmahlkörper wurden
120 Minuten gerührt.
Die Mischung wurde mit weiteren 200 g Propylenglykol verdünnt und
die Wolframcarbidmahlkörper
wurden entfernt. Die Teilchengröße wurde
gemessen und es wurde bestimmt, dass die mittlere Teilchengröße 10 μm betrug.
Die Ergebnisse des dynamischen Flüssigkeitsverlusts wurden in
einem wässrigen
Bohrschlammsystem erhalten.
-
Dieses
Beispiel zeigt ein Verarbeitungsverfahren unter Verwendung einer
kontinuierlichen Horizontalmahlkörperfeinmühle anstelle
einer oben offenen Satznassreibmühle,
um Schäumen
während
der Verarbeitung zu verhindern. So wurde ein Siliconharzpulver erzeugt
und dann in einem Model FM 130 Littleford Brothers® Mischreibzerkleinerer
gehalten. Zu 20,89 lb. Siliconharzpulver wurden 17,8 lb. Wasser
und 595 g Mazon 40, eine nichtionische oberflächenaktive Substanz und Alkylglykosid,
hergestellt von BASF Corporation, Mount Olive, New Jersey, gegeben.
Zu der resultierenden Aufschlämmung
wurden 386,9 g Dynasperse LCD, eine anionische oberflächenaktive
Substanz und modifiziertes Natriumlignosulfonat, hergestellt von
Lignotech USA Inc., Bridgewater, New Jersey; 580,3 g Pluronic F68LF,
eine nichtionische oberflächenaktive
Substanz und Blockcopolymer aus Ethylenoxid und Propylenoxid, hergestellt
von BASF; 34,2 g Xanivs L, ein Verdickungsmittel und Xanthan-Biopolymer,
hergestellt von Kelco Oil Field Group, Houston, Texas, und 7,9 g
Dowicil 75, ein Konservierungsmittel der Zusammensetzung 1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-1-azoniaadamantanchlorid,
hergestellt von The Dow Chemical Company, Midland, Michigan, gegeben.
Diese Bestandteile wurden miteinander vermischt. Ein Vakuum wurde
während
der letzten 3–5
Minuten des Mischschritts angelegt, um irgendwelchen Schaum, der vielleicht
erzeugt worden ist, zu entfernen. Die resultierende Aufschlämmung wurde
in eine DYNO-Mill® ECM Horizontalmahlkörpermühle überführt, die
mit 55 Prozent Volumenbeladung von 0,8-mm-Mahlkörpern aus mit Cerdioxid stabilisiertem
tetragonalen Zirkoniumdioxidpolykristall (TZP) ausgestattet war.
Die Aufschlämmung
wurde unter Verwendung von aufeinanderfolgenden Durchgängen mit
Spitzengeschwindigkeiten von 10 bis 14 Meter pro Sekunde (m/s) verarbeitet.
Die Dispersionstemperatur überschritt
84°F/28,9°C nicht,
eine Temperatur deutlich unterhalb des Trübungspunktes der oberflächenaktiven Substanzen,
und es trat kein Schäumen
auf. Als die Formulierung jedoch in einer oben offenen Satzreibmühle verarbeitet
wurde, wurden 300–500
ppm eines kommerziellen Antischaummittels zugegeben, um den Schaum zu
kontrollieren. Das Antischaummittel war eine wasserverdünnbare 30
% aktive Siliconemulsion, die vorgesehen ist, um Schaum in wässrigen
Systemen zu kontrollieren, hergestellt von Dow Corning Coporation,
Midland, Michigan, unter der Bezeichnung DOW CORNING® 1430
Antifoam.
-
Die
folgenden zwei Beispiele werden zu dem Zwecke dargelegt, eine Bohrflüssigkeitszusammensetzung
zu zeigen, die feste Siliconharzteilchen mit einer multimodalen
Teilchengrößenverteilung
enthält,
in der verbesserte Ergebnisse im Vergleich zu Calciumcarbonat gezeigt
wurden. Der erste obere Modalwert enthielt feste Siliconharzteilchen,
deren Durchmesser 30–50
% des Zielsubstratporendurchmessers betrug, und der zweite untere
Modalwert enthielt feste Siliconteilchen, wobei deren mittlerer
Durchmesser des zweiten Modalwerts 2 μm oder weniger betrug.
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Dieses
Beispiel zeigt Fann-90-Daten, die mit Calciumcarbonat erhalten wurden.
Um die Teilchengrößenverteilung,
die durch das Harzvermahlungsverfahren erhalten wurde, zu duplizieren,
wurden zwei Qualitäten
von gemahlenem Calciumcarbonat besorgt, und zwar Baracarb 5 und
Gammafil D2. Die zwei Qualitäten von
Calciumcarbonat wurden in einem Verhältnis von einem Teil grob zu
zwei Teilen fein vereinigt. Die trockenen Pulver wurden nacheinander
zu einer 3%igen KCl-Standardbohrschlammzubereitung gegeben, um insgesamt
5 Volumenprozent Feststoffe zu ergeben. Die Mischung wurde durch
moderates Rühren in
einem Flügelrührer dispergiert.
Eine ausreichende Menge der Mischung wurde in den Fann 90 gegeben,
um die Testzelle zu füllen.
-
Das
Fann-90-Testgerät
wurde unter den Bedingungen betrieben, die von der Gebrauchsanweisung der
Fann Instrument Company empfohlen wurden, d. h., Temperatur 30°C, 100 s-1 Umdrehungen, 10-μm-Kern und eine Druckdifferenz
von 500 psi. Flüssigkeitsverlustergebnisse
wurden direkt von dem Fann-90-Gerät genommen
und verwendet, um einen Flüssigkeitsverlust
bei 30 Sekunden von 13,32 ml und eine Flüssigkeitsverlustsrate von 30
Sekunden bis 30 Minuten von 0,005 ml/min zu berechnen. Es wurde
beobachtet, dass der Filterkuchen bei Prüfung nach Entnahme aus dem
Testgerät
intakt war.
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Die
verbesserten Ergebnisse, die durch die Verwendung von Siliconharz
gemäß dieser
Erfindung gegenüber
Calciumcarbonat in Beispiel 3 bereitgestellt werden, zeigen sich
wie folgt. Das Siliconharz wurde wie in Beispiel 1 gezeigt hergestellt.
Zu einem 3%igen KCl-Standardbohrschlamm wurde eine ausreichende
Menge der Aufschlämmung
gegeben, um einen Feststoffgehalt von 5 Volumenprozent bereitzustellen.
Die siliconharzhaltige Aufschlämmung
wurde in dem Bohrschlamm durch heftiges Schütteln dispergiert. Eine ausreichende
Menge der Siliconharzmischung wurde in die Testzelle des Fann-90-Testgeräts gegeben,
um sie zu füllen.
-
Der
Fann-90-Test wurde unter Verwendung desselben Programms in Bezug
auf die Zeit, Temperatur, Schergeschwindigkeit, Druckdifferenz und
Filterkernporengröße wie in
Beispiel 3 gestartet. Die ermittelten Ergebnisse waren ein Flüssigkeitsverlust
bei 30 Sekunden von 1,53 ml und ein Flüssigkeitsverlust von 30 Sekunden
bis 30 Minuten von 0,002 ml/min. Der Filterkuchen war bei Überprüfung nach
Entnahme aus dem Testgerät
extrem dünn,
einheitlich und nahezu transparent. Im Vergleich waren die äquivalenten
Ergebnisse, die mit Calciumcarbonat in Beispiel 3 erhalten wurden,
Flüssigkeitsverlust
bei 30 Sekunden von 13,32 ml und eine Flüssigkeitsverlustrate von 30
Sekunden bis 30 Minuten von 0,005 ml/min.
-
Dieses
Beispiel zeigt das Leistungsvermögen
des Siliconharzes bei hohen Temperaturen, bei welchen die Testzelle
bei 85°C
konditioniert wurde. Die Siliconharzaufschlämmung wurde nach der Vorgehensweise, die
in Beispiel 1 verwendet wurde, erhalten und bestand aus einer Mischung
von fein verteilten Siliconharzteilchen und gröberen Siliconharzteilchen.
Eine Menge von gesättigten
Natriumformiat wurde erhalten und eine ausreichende Menge der Siliconharzaufschlämmung wurde
zu dem Bohrschlamm gegeben, um eine 5-volumenprozentige Dispersion
in dem simulierten Bohrschlamm bereitzustellen. Das Siliconharzkonzentrat
wurde in dem Bohrschlamm durch Schütteln dispergiert. Eine ausreichende
Menge des Materials wurde in die Fann-90-Testzelle gegeben, um die
Zelle bis zu ihrer vorgeschriebenen Markierung zu füllen.
-
Die
Bedingungen, die in dem Fann-90-Testprotokoll verwendet wurden,
waren 85°C,
10-μm-Kern
und Druckdifferenz von 500 psi. Die in dem Fann-90-Test erhaltenen Ergebnisse
waren, dass der Flüssigkeitsverlust
nach 30 Sekunden 7,76 ml/min betrug und die Flüssigkeitsverlustrate von 30
Sekunden bis 30 Minuten 0,006 betrug. Nach Entnahme aus der Testzelle
wurde beobachtet, dass die innere Oberfläche des Kerns eine dünne einheitliche
Beschichtung aus dem Siliconharz aufwies, was gute Filterkuchenausbildung
anzeigte.
-
Dieses
Beispiel zeigt den Einfluss des Übersteigens
des Erweichungspunkts oder der Glasübergangstemperatur eines Testmaterials.
Für den
Test wurde Pentalyn ausgewählt.
Sein Nominalerweichungspunkt war etwa 90°C. Flockenförmiges Pentalyn-Kolophoniumestherharz
wurde in einer einstufigen Tellermühle grob gemahlen. Das fein
gemahlene Pentalyn-Harzmaterial wurde durch Sieben durch ein 80-Mesh-Sieb
abgetrennt. 100 g des gesiebten Petanlyns wurden zu 100 g Wasser
gegeben und das Harz wurde zu einer Aufschlämmung gemäß der Vorgehensweise, die in
Beispiel 2 verwendet wurde, formuliert. Die Kombination der oberflächenaktiven
Mitteln und ihre Mengen waren etwa die gleichen und ihre Formulierung
in die Aufschlämmung
war notwendig, um angemessene Benetzung der Pentalyn-Harzteilchen
durch Wasser zu erlauben.
-
Die
aufgeschlämmte
Pentalyn-Kolophoniumestherharzformulierung wurde in einer Perlenreibmühle unter
Verwendung von 0,8-mm-ZrSiO4-Kugeln, die
bei 2.000–3.000
U/min 40 Minuten lang rotiert wurden, verarbeitet, um die Teilchengröße zu verringern.
Die Vermahlung lieferte eine blasse opake Dispersion von festem Kolophonium
in Wasser. Eine ausreichende Menge der Dispersion des festen Kolophoniums
wurde zu einem 3%igen KCl-Bohrschlamm gegeben, um eine Feststoffkonzentration
von etwa 5 Volumenprozent bereitzustellen. Die Kolophoniummischung
wurde in dem Fann-90-Gerät
zum Testen des dynamischen Flüssigkeitsverlusts
unter Verwendung derselben allgemeinen Bedingungen, die in Beispiel
3 angewandt wurden, d. h. einer Temperatur von 120°C, 100 U/min
Rotation, eines 10-μm-Alconoxpulverkerns
und einer Druckdifferenz von 500 psi, getestet. Die Sammlung des
Flüssigkeitsverlusts
jedoch überschritt
die Kapazität
des Fann-90-Testgeräts
von 50 ml und so misslang der Fann-90-Test in weniger als 5 Sekunden.
Nach Abkühlung
des Testgeräts
und Öffnen
der Testzelle wurde die Flüssigkeit
in der Testzelle visuell untersucht und schien lose Materialklumpen
aufzuweisen, die auf der Oberfläche
schwammen. Das Aussehen der Innenfläche des Filterkerns wurde betrachtet
und war dick und sehr unregelmäßig.
-
Dieses
Beispiel zeigt eine andere Siliconharzzusammensetzung, die hergestellt
und bei einer erhöhten
Temperatur getestet wurde. So wurden 6.350 g eines Silicon-MQ-Harzes
als eine 60-gew.-%ige Lösung
in Xylol als Ausgangsmaterial eingesetzt. Das Xylol wurde unter
erwärmten
Bedingungen von 120°C
und unter Vakuum von 200 Inch Wassersäule entfernt. Das Siliconharz
wurde als eine Aufschlämmung
unter Verwendung der gleichen allgemeinen Vorgehensweise wie in
Beispiel 2 ausgeführt
hergestellt. Die resultierende Mischung wurde in einer Perlenreibmühle unter
Verwendung von 0,8-mm-ZrSiO4-Perlen, die
mit 2.000–3.000 U/min
rotierten, 30 Minuten lang verarbeitet. Eine ausreichende Menge
der Siliconharzdispersion wurde zu einem 3%igen KCl-Bohrschlamm
gegeben, um eine Feststoffkonzentration von etwa 5 Volumenprozent
bereitzustellen. Die resultierende Siliconharzmischung wurde in
dem Fann-90-Tester zur Messung des dynamischen Flüssigkeitsverlusts
unter Verwendung desselben Protokolls und der Bedingungen, die in
Beispiel 6 angewandt wurden, getestet. Das Aussehen des Filterkuchens
wurde visuell untersucht und schien dünn und einheitlich zu sein.
Die Daten, die in dem Fann-90-Test aufgezeichnet wurden, waren,
dass es einen Flüssigkeitsverlust
in den ersten 30 Sekunden von 11,26 ml gab und die Flüssigkeitsverlustrate
von 30 Sekunden bis 30 Minuten 0,011 ml/min betrug.
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Dieses
Beispiel zeigt den Effekt der Zugabe von Petroleum zu Siliconharzzusammensetzungen
als Weichmacher. Seine Zugabe simuliert auch das Vorhandensein von Öl in Bohrschlämmen. Der
simulierte 3%ige KCl-Bohrschlamm, der 5 Volumenprozent der Siliconharzaufschlämmung, die
in Beispiel 5 hergestellt wurde, enthielt, wurde für den Testvorgang
in diesem Beispiel verwendet. Zu dieser simulierten Bohrschlammmischung
wurden 0,4 Volumenprozent Petroleum gegeben. Das Fann-90-Testgerät wurde
in der gleichen Art und Weise unter Verwendung desselben allgemeinen
Protokolls und der Bedingungen wie in den vorangegangenen Beispielen
betrieben, d. h., einer Kerngröße von 10 μm, einer
Temperatur von 120°C
und einer Druckdifferenz von 500 psi entlang des Filterkerns. Die
Testergebnisse zeigten einen Flüssigkeitsverlust
in den anfänglichen
30 Sekunden von 8,85 ml und eine Flüssigkeitsverlustsrate von 30
Sekunden bis 30 Minuten von 0,005 ml/min. Das Aussehen des Filterkuchens
war wiederum sehr einheitlich und nahezu transparent.
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Dieses
Beispiel zeigt den Effekt des Vorhandenseins einer Siliconemulsion
auf die Leistungscharakteristik. Eine Siliconharzaufschlämmung wurde
wie in Beispiel 3 hergestellt und zu etwa 5 Volumenprozent zu dem
simulierten KCl-Bohrschlamm
gegeben. Zu diesem simulierten Bohrschlamm wurden etwa 0,2 Volumenprozent
einer wässrigen
Standardsiliconflüssigkeitsemulsion
einer Polydimethylsiloxanflüssigkeit
mit einer Viskosität
von 500 Centistokes (mm2/s) und einer ionischen
oberflächenaktiven
Substanz gegeben. Man erwartete, dass die Siliconflüssigkeitsemulsion
sehr kleine Zwischenräume
zwischen den festen Siliconharzteilchen in dem simulierten Bohrschlamm
füllt und
als ein Weichmacher wirkt, wenn sie zu innigem Kontakt mit dem Siliconharz
in dem Filterkuchen gezwungen wird. Das Fann-90-Testgerät wurde
wiederum unter denselben allgemeinen Bedingungen, die in den vorausgegangenen
Beispielen verwendet wurden, betrieben, d. h. einer Kerngröße von 10 μm, einer
Temperatur von 120°C
und einer Druckdifferenz von 500 psi.
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Nach
Abkühlung
und Entnahme aus der Testzelle hat die innere Fläche des Alconoxkerns eine dünne, aber
unregelmäßige innere
Oberfläche.
Dies legt nahe, dass eine gewisse Agglomeration aufgetreten ist.
Die Flüssigkeitsverlustdaten,
die durch das Fann-90-Testgerät
bestimmt wurden, waren für
diese Ausfüh rungsform leicht
verbessert und zeigten einen Flüssigkeitsverlust
in den ersten 30 Sekunden von etwa 8,4 ml und eine Flüssigkeitsverlustrate
von 30 Sekunden bis 30 Minuten von etwa 0,007 ml/min.
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Dieses
Beispiel zeigt die Stabilität
des Siliconharzes in einem Bohrschlammsystem unter strengen Bedingungen,
bekannt als der Heißwalzentest.
Das Siliconharz wurde wie in Beispiel 1 gezeigt hergestellt und
in dem Bohrschlamm wie in Beispiel 4 dargestellt dispergiert. Diese
Probe enthielt auch 0,5 Volumenprozent Petroleum, das als ein Weichmacher
wirkte. Vor Prüfung
in dem Fann-90-Test wurde die Probe in einen Edelstahlzylinder gegossen,
wobei ein Inch von oben freigelassen wurde. Der Zylinder wurde abgedichtet
und mit Stickstoff bei 100 lbs/in2 unter
Druck gesetzt. Der Zylinder wurde in einen Ofen gegeben, der mit
einer Walzenwelle ausgestattet war. Der Zylinder wurde mit der Welle
verbunden und mit 20 U/min und bei einer Temperatur von 100°C 16 Stunden
lang rotiert. Er wurde entfernt und durch Eintauchen in kaltes Wasser
abgekühlt.
Der Druck wurde entspannt und die Mischung wurde in den Fann-90-Testzylinder
gegossen und gemäß den Parametern,
die in Beispiel 3 verwendet wurden, getestet. Die Ergebnisse waren
ein Flüssigkeitsverlust
bei 30 Sekunden von 7,5 ml/min und eine Flüssigkeitsverlustrate von 30
Sekunden bis 30 Minuten von 0,003 ml/min. Der Filterkuchen war bei
Untersuchung nach seiner Entnahme aus dem Fann-90-Testgerät dünn, einheitlich und
nahezu transparent.
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Dieses
Beispiel zeigt den Effekt der Zugabe einer Mischung, die aus teilchenförmigem CaCO3 und der teilchenförmigen Siliconharzzusammensetzung,
die in Beispiel 2 verwendet wurde, hergestellt wurde, zu einem Bohrschlamm.
Zu einem 3%igen KCl-Bohrschlamm wurde eine ausreichende Menge der
siliconharzhaltigen wässrigen
Aufschlämmung
gegeben, um 2,5 Volumenprozent des Siliconharzes in dem KCl-Bohrschlamm
bereitzustellen. Die Mischung wurde dispergiert, indem sie zwei
Minuten lang heftig in einem verschlossenen Gefäß geschüttelt wurde. Eine ausreichende
Menge von CaCO3-Teilchen, die unter der
Bezeichnung Baracarb® 5 vertrieben wurden,
wurde dann zugegeben, um eine Menge von 2,5 Volumenprozent CaCO3 bereitzustellen. Die Mischung wurde wiederum
heftig geschüttelt,
um das CaCO3 zu dispergieren, und die Flüssigkeits verlusteigenschaften
wurden für
den Bohrschlamm unter Verwendung der Fann-90-Apparatur bestimmt.
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Der
Fann-90-Test wurde unter Verwendung derselben Parameter für Zeit,
Temperatur, Schergeschwindigkeit, Druckdifferenz und Filterkerngröße wie in
Beispiel 3 durchgeführt.
Die Ergebnisse aus dem Test waren ein Flüssigkeitsverlust nach 30 Sekunden
von 4,2 ml und nach 30 Minuten von 11,2 ml. Die Rate des Flüssigkeitsverlusts
von 30 Sekunden bis 30 Minuten war 0,0039 ml/min.
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Wenn
eine Probe des Bohrschlamms dem Heißwalzentest bei 100°C, 100 lbs/in2 und 16 Stunden lang wie in Beispiel 10
beschrieben ausgesetzt wurde, gefolgt von einer Prüfung unter
Verwendung des Fann-90-Testgerätes
und Protokolls, lieferten die Ergebnisse einen Flüssigkeitsverlust
nach 30 Sekunden von 11,7 ml und einen Flüssigkeitsverlust nach 30 Minuten
von 22,9 ml. Die Rate des Flüssigkeitsverlusts
von 30 Sekunden bis 30 Minuten war 0,0063 ml.
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Dieses
Beispiel veranschaulicht das schlechtere Leistungsvermögen von
Bohrschlämmen,
wenn nur größere Teilchengrößen und
keine Feinanteile eingesetzt werden. Das Siliconharz war ein Harz
des MQ-Typs in fester teilchenförmiger
Form und es wurde durch eine Siebrüttelmaschine geführt und
die Fraktion, die die 325 Mesh passierte, wurde gesammelt. Coulter-Counter-Analyse
des pulverförmigen
Silicon-MQ-Harzes lieferte die folgende Teilchengrößenverteilung:
| Gewichtsprozent | 10 | 25 | 50.0 | 75.0 | 90.0 |
| Mikrometer | 28 | 20 | 11.6 | 4.9 | 2.5 |
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Die
mittlere Teilchengröße war 13,6 μm. Ein Silicon-MQ-Harz-Konzentrat
in einer wässrigen
Lösung von
oberflächenaktiven
Substanzen und Wasser, die 29 % festes Silicon-MQ-Harz enthielt,
wurde hergestellt. Dieses Konzentrat wurde auf 6 Prozent Feststoffe
in einem KCl-Bohrschlamm, der einen Viskositätsveränderer enthielt, verdünnt. Die
Lösung
wurde in dem Fann-90-Testgerät
bei 50°C
mit einem Filterkern mit einer Porengröße von 35 um getestet. Die
Daten wurden manuell mit den folgenden Ergebnissen aufgezeichnet:
(i) 0 bis 38 Sekunden, ein Flüssigkeitsverlust
von 29,3 ml und (ii) bei 50 Sekunden erreichte der Flüssig keitsverlust
50 ml, was die Kapazität
des Fann-90-Testgeräts überschritt.
Der Filterkern wurde untersucht und es wurde festgestellt, dass
es einen dicken, sehr kompakten Kuchen gab. Die nichtionischen oberflächenaktiven
Substanzen, die in diesem Beispiel verwendet wurden, waren (i) Tergitol
15 S-40, ein ethoxylierter Alkohol, vertrieben von The Dow Chemical
Company, Midland, Michigan, und (ii) ein Silicon-Glykol-Copolymer
mit einem HLB von 10,5, vertrieben unter der Bezeichnung Superwetting
Agent von Dow Corning Corporation, Midland, Michigan.
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Dieses
Beispiel beschreibt ein Nassmahlverfahren zur Herstellung von Siliconharz
in einer Qualität
mit feiner Teilchengröße in einem
Propylenglykolträger.
21,6 lbs. Silicon-MQ-Harz wurden in fester teilchenförmiger Form
hergestellt, indem sie in einem hochscherenden Mischer unter Vakuum
getrocknet wurden. Zu dem Silicon-MQ-Harz wurden 25,6 lbs. Propylenglykol,
354,4 g Mazon 40 nichtionische oberflächenaktive Substanz, 350,6
g Dynasperse LCD anionische oberflächenaktive Substanz, 467,2
g Pluronic F68 LF nichtionische oberflächenaktive Substanz, 9,4 g
Dowicil 75 Konservierungsstoff und 774 g Wasser gegeben. 4,2 lbs.
dieser Mischung wurden durch weitere Zugabe von Propylenglykol auf
einen Feststoffgehalt von 25 %, bezogen auf Gewicht der Lösung, verdünnt. Eine
Union Process Model 1-S Reibmühle
wurde mit Wolframcarbidmahlkörpern
mit einem Durchmesser von 3/16 Inch befüllt und bei 180 U/min 6 Stunden
lang gemahlen. Der Durchmesser der Silikon-MQ-Harzteilchens wurde
auf einem Honeywell Microtrac Model X-100 Analyzer gemessen und
ergab die folgende volumetrische Teilchengrößenverteilung in Mikrometer:
D(v, 0,1) = 0,368; D(v, 0.5) = 1,177 und D(v, 0.9) = 3,717.
-
Andere
Abweichungen können
in Verbindungen, Zusammensetzungen und Verfahren, die hierin beschrieben
sind, vorgenommen werden, ohne von den wesentlichen Merkmalen der
Erfindung abzuweichen. Die Ausführungsformen
der Erfindung, die hierin speziell veranschaulicht sind, sind nur
beispielhaft und sind nicht als Beschränkungen ihres Umfangs, ausgenommen
wie er in den angefügten
Ansprüche
definiert ist, gedacht.