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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung von Strom aus
der im Kern wenigstens eines Kernreaktors, insbesondere eines Hochtemperatur-Kernreaktors,
erzeugten Wärme.
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Man
kennt Kernreaktoren, deren Kühlfluid
in dem in Betrieb befindlichen Kernreaktor eine hohe Temperatur
erreicht (zum Beispiel über
800 °C),
verglichen mit der Temperatur des Kühlmittels von Kernreaktoren
des PWR-Typs, deren Kühlmittel
eine Temperatur von ungefähr
320 °C hat.
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Solche
Hochtemperaturreaktoren werden mittels eines Kühlfluids in Form eines Gases
gekühlt, zum
Beispiel Helium, das sehr gute Wärmetauscheigenschaften
hat und total inert ist.
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Am
Ausgang des Reaktorkerns ist die Temperatur des Kühlmittels
im Wesentlichen gleich der Temperatur des Kerns, zum Beispiel 850 °C.
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Bei
diversen Stromerzeugungsverfahren wurde vorgeschlagen, das im Kontakt
mit dem Reaktorkern erhitzte direkt für den Antrieb einer Gasturbine
zu verwenden, die mit einem Stromgenerator, zum Beispiel einem Wechselstromgenerator
gekoppelt ist.
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Das
für den
Antrieb der Gasturbine verwendete Helium hat am Ausgang der Turbine
einen Druck, der wesentliche niedriger ist als des zur Kühlung des
Reaktorkerns benutze Kühlhelium.
Das am Ausgang der Turbine zurückgewonnene
Helium muss also wieder verdichtet werden, ehe es wieder zur Kühlung in
den Reaktorbehälter
eingespeist werden kann. Man benötigt
folglich mehrere Niederdruck- und Hochdruckkompressorstufen, um
das zurückgewonnene
Helium so zu komprimieren, dass man es wieder in den Reaktorbehälter einspeisen kann,
um die Kühlung
des Reaktorkerns zu gewährleisten.
Vorzugsweise müssen
auch den auch Heliumverdichtungstufen Wärmetauscher zugeordnet werden,
um die Heliumtemperatur zu regeln, so dass die Verdichter mit akzeptablen
Wirkungsgraden arbeiten.
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Bei
diesen Anlagen verbrauchen die Verdichter, die durch die Welle der
Gasturbine angetrieben werden, eine große Menge Energie, die dann
der Wechselstromgenerator nicht in Strom verwandeln kann, was den
globalen Wirkungsgrad der Anlage entsprechend reduziert.
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Zudem
muss eine solche Vorrichtung zur Erzeugung von Strom aus der im
Kern wenigstens eines Hochtemperatur-Kernreaktors erzeugten Wärme im Direktkreislauf
bei Verwendung von Helium als Kühlmittel
einen total geschlossenen Kreislauf umfassen und die Heliumverluste
dieses geschlossenen Kreislauf müssen
auf ein Minimum beschränkt
werden.
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Die
Technik der Turbine und der Verdichter muss spezifisch und außergewöhnlich sein,
da das Antriebsgas der Turbine, das in den Verdichterstufen wieder
verdichtet wird, ein Leichtgas mit einer starken Diffusionsfähigkeit
ist. Es müssen
spezielle Lager und Dichtungen konzipiert werden sowie Wärmetauscher,
die ermöglichen,
die Eingangstemperatur der Verdichtungsstufen abzusenken, um bei
diesen Verdichtern einen höheren
Wirkungsgrad zu erzielen.
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Generell
müssen
alle verwendeten Elemente und insbesondere die Turbine und die Verdichter
für einen
Einsatz in einem Direktkreislauf mit Helium als Arbeitsmittel speziell
konzipiert und entwickelt werden.
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Die
Konzeption und Entwicklung der diversen Elemente, und insbesondere
der Turbinen und Verdichter, sind um so teurer, je mehr man sich
von den klassischen Anwendungstechniken der Gasturbinen entfernt.
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Außerdem bildet
das für
den Antrieb der Turbine benutzte Helium, das in den Verdichtern
wieder verdichtet wird, das Primärkühlmittel,
das mit den Elementen des Reaktorkerns in Kontakt kommt, so dass
es möglicherweise
mit Produkten kontaminiert wird, die eine gewisse Radioaktivität aufweisen.
Die Turbine, die Verdichter, die Wärmetauscher und der Stromgenerator
müssen
sich im Innern eines dicht verschlossenen Gehäuses in der Nähe des Reaktorbehälters befinden,
um die Passage des aus dem Reaktorkern herausströmenden oder in den Reaktorkern
zurückströmenden Kühlheliums
zu gewährleisten
und so die Radioaktivität
einzuschließen.
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Es
sind Vorrichtungen zur Erzeugung von Strom aus Wärme des Kühlheliums eines Hochtemperaturreaktors
vorgeschlagen worden, bei denen die Turbine nicht durch ein Gas
angetrieben wird, das nicht mit radioaktiven Elementen des Reaktorkerns
in Kontakt kommt. Dazu benutzt man einen Zwischenwärmetauscher,
in dem die Wärme
zwischen einem Primärhelium,
das mit den radioaktiven Elementen des Reaktorkerns in Kontakt kommt,
und einem Sekundärhelium,
das ebenfalls in einem geschlossenen Kreislauf die Turbine antreibt,
ausgetauscht wird. Jedoch, da das Sekundärfluid durch Helium gebildet wird,
bestehen bei einem solchen System weiterhin die Nachteile, die mit
der Konzeption der Turbine und der Verdichter sowie anderen Elementen
des Sekundärteils
der Vorrichtung verbunden sind. Zudem ist es notwendig, einen Zwischentauscher
zu konzipieren, in dem das Primärfluid
und das Sekundärfluid
zirkulieren, die beide durch Helium gebildet werden.
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Man
kennt außerdem
Stromerzeugungsanlagen mit einer Gasturbine, die durch Luft mit
hoher Temperatur und hohem Druck angetrieben wird.
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Die
Luft mit sehr hoher Temperatur und sehr hohem Druck, mit der die
Turbine angetrieben wird, wird in einer Verbrennungskammer erzeugt,
in die man die Verbrennungsluft und einen Brennstoff, der Natur-
bzw. Erdgas sein kann, unter hohem Druck einspeist. Man erhält am Ausgang
der Verbrennungskammer eine Mischung aus Luft und Verbrennungsgas
mit hohem Druck und hoher Temperatur, zum Beispiel 1300 °C, die Verbrennungsprodukte
wie CO2, CO und Stickstoffoxide enthält. Man
verwendet in diesem Fall eine Hochleistungsgasturbine, deren Konzeption
und Werkstoffe den Betrieb mit sehr hohen Gastemperaturen ermöglichen.
Eine solche Anlage arbeitet mit offenem Kreislauf, wobei das zum Antrieb
der Turbine verwendete Gas, das hauptsächlich aus Luft besteht, in
die Umgebung austritt.
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Man
der Verbrennungskammer neue Luft mit einem ausreichenden Anteil
Sauerstoff zuführen,
um das Natur- bzw. Erdgasverbrennen zu können.
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Ehe
es in die Natur ausgestoßen
wird, kann das die Turbine verlassende Hochtemperaturgas in einen
oder sukzessiv mehrere Dampfgeneratoren oder mit Wasser, Nassdampf
oder überkritischem Wasser
gespeiste Wärmetauscher
geleitet werden, um Trockendampf zu erzeugen, mit dem eine oder mehrere
Gasturbinen angetrieben werden.
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Generell
benutzt man drei Turbinenstufen des Typs Hoch-, Mittel- und Niederdruck,
die sich auf derselben Welle wie die Gasturbine befinden, um den Stromgenerator
anzutreiben. Der Niederdruck-Dampf am Ausgang der Turbine wird in
einen Kondenser eingespeist und das Kondenswasser wird in dem Sekundärteil eines
Dampfgenerators recycelt, der der Hochdruckstufe Dampf liefert.
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Eine
solche Anlage hat den Vorteil, nur klassische Bauteile zu enthalten,
zum Beispiel eine Gasturbine, angetrieben durch ein Verbrennungsgas,
das hauptsächlich
Stickstoff und Verbrennungsgase enthält, und Dampfturbinen, die
klassische Bestandteile von Stromerzeugungsanlagen bzw. Kraftwerken sind.
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Jedoch
ist der Wirkungsgrad solche Anlagen insofern nicht optimal, als
die in die Atmosphäre
ausgestoßenen
Gase noch eine beachtliche Menge ungenutzter Wärme enthalten.
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Außerdem scheint
es schwierig zu sein, eine solche Konfiguration mit offenem Kreislauf
an den Fall anzupassen, wo die Wärme
in dem Kern eines Hochtemperaturreaktors erzeugt wird.
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In
GB-2.050.679 wird außer einem
Verfahren auch eine Anlage zur Nutzung der durch einen heliumgekühlten Kernreaktor
gelieferten Wärme
vorgeschlagen, bei der in einem Sekundärkreislauf, der sich außerhalb
des Reaktorsicherheitsgebäudes
befindet, ein durch Helium und Stickstoff gebildetes Gasgemisch
zirkuliert, das durch das Kühlhelium
des Reaktors erhitzt wird. In dem Sekundärkreis sind eine Gasturbine,
Kühler
und Verdichter angeordnet, in denen das Gas im geschlossenen Kreislauf
zirkuliert.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht also darin, ein Verfahren zur Erzeugung
von elektrischem Strom aus der im Kern mindestens eines Hochtemperatur-Kernreaktors
erzeugten Wärme
vorzuschlagen, darin bestehend, dass man ein erstes Wärmeaustauschgas
oder Kühlgas
in einem geschlossenen Kreislauf den Kern des Kernreaktors mit Kontakt
umströmen
lässt,
man ein zweites Wärmeaustauschgas durch
Wärmeaustausch
mit dem ersten Wärmeaustauschgas
erhitzt und man das durch das erste Wärmeaustauschgas erhitzte zweite
Wärmeaustauschgas
benützt,
um mindestens eine Gasturbine anzutreiben, die mit einem Stromgenerator
gekoppelt ist, wobei dieses Verfahren ermöglicht, einen sehr hohen Wirkungsgrad
zu erzielen und Bauteile der klassischen Art zu verwenden, die keiner
besonderen Entwicklung bedürfen.
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Zu
diesem Zweck wird das erste Wärmeaustauschgas
durch Helium gebildet, enthält
das zweite Wärmeaustauschgas
volumenmäßig substantiell 50%
bis 70% Helium und 50% bis 30% Stickstoff, und das zweite Wärmeaustauschgas
zirkuliert dabei so in einem geschlossenen Kreislauf, dass das durch
das erste Wärmeaustauschgas
erhitzte zweite Wärmeaustauschgas
den Antrieb von mindestens einer Gasturbine (2) leistet,
und man wenigstens einen ersten Teil der Wärme des zweiten Wärmeaustauschgases,
nachdem es die Gasturbine durchquert hat, zurückgewinnt für die Erhitzung und Verdampfung
von Wasser in mindestens einem Dampfgenerator, um Dampf für den Antrieb
mindestens einer mit dem Stromgenerator gekoppelten Dampfturbine
zu erzeugen.
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Es
kann vorteilhaft sein, wenigstens einen Teil des zweiten Wärmeaustauschfluids
zurückzugewinnen,
zum Beispiel am Ausgang des Primärteils des
Dampfgenerators oder der Gasturbine, um einer Nebenanlage Wärme zuzuführen, zum
Beispiel einem städtischen
Heizwerk oder einer Meerwasserentsalzungsanlage oder irgendeinem
anderen industriellen Wärmeverbraucher.
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In
bestimmten Fällen
kann man vorsehen, einen Bruchteil des durch das erste Wärmeaustauschfluid
erhitzten zweiten Wärmeaustauschgases
zu verwenden, um eine Funktion zu gewährleisten, die ein Gas mit
einer sehr hohen Temperatur erfordert, wie zum Beispiel die Wasserstofferzeugung.
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Die
Erfindung betrifft auch eine Stromerzeugungsanlage, bei der das
erfindungsgemäße Verfahren
angewendet wird.
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In
der Folge wird zum besseren Verständnis der Erfindung eine Realisierungsart
einer endungsgemäßen Strom-
und Wärmeerzeugungsanlage
beschrieben, wobei Bezug genommen wird auf die beigefügten Zeichnungen.
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Die 1 ist
eine schematische Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Anlage.
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Die 2 ist
eine schematische Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Anlage
gemäß einer Realisierungsvariante
mit zwei Kernreaktoren.
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Die
in der 1 dargestellte Anlage umfasst hauptsächlich einen
Hochtemperaturreaktor 1, eine Gasturbine 2, drei
Dampfturbinen 3a, 3b, 3c und einen Stromgenerator 4,
gebildet durch einen Wechselstromgenerator, dessen Rotor gemeinsam
mit der Gasturbine 2 und den drei Dampfturbinenstufen 3a, 3b und 3c auf
eine Antriebswelle 11 montiert ist.
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Der
Kernreaktor 1 umfasst einen Kern 5, der die Wärme erzeugt,
die im Betrieb eine Temperatur 850 °C erreichen kann, wobei diese
Temperatur wesentlich höher
sein kann und zum Beispiel im Falle von bestimmten Hochtemperaturreaktortypen
950 °C erreicht.
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Der
Reaktor 1 umfasst zudem einen Primärkreis 6, der ein
geschlossener Kreis ist, in dem das Kühlhelium zirkuliert. In dem
Primärkreis 6 des
Reaktors 1 befindet sich ein Zwischentauscher 7,
der ermöglicht,
ein Wärmetauschgas
zu erhitzen und das Helium abzukühlen,
das in dem Primärkreis
zirkuliert und das Kühlmittel
des Reaktors bildet.
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In
dem Primärkreis 6 des
Reaktors befindet sich auch eine Pumpe 8, bestimmt für die Zirkulation des
Heliums in dem Primärkreis
und für
eine leichte Verdichtung des Heliums, das in den Reaktorkern mit einem
Druck von ungefähr
70 bar eingespeist wird. Das das Kühlmittel des Reaktors bildende
Helium erfährt
in dem Zwischentauscher 7 nur einen geringen Druckabfall,
so dass man eine Heliumzirkulationspumpe verwenden kann, die nur
einen kleinen Druckanstieg erzeugt. Eine solche Pumpe entspricht dem
Stand der Technik.
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Der
Zwischentauscher 7 gewährleistet
einen Wärmetausch
zwischen dem Primärfluid,
gebildet durch das Helium, das aus dem Reaktor 5 mit einer Temperatur
von 850 °C
austritt, welches die Temperatur des Kerns ist, und einem Sekundärwärmeaustausch-Gas,
das in einem allgemein mit 9 bezeichneten Sekundärkreis zirkuliert.
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Nach
der Erfindung ist das in dem Kreis 9 zirkulierende Wärmeaustauschgas
hauptsächlich
ein Gemisch aus Helium und Stickstoff oder auch ein Gemisch aus
Helium und Luft. Jedoch ist es vorzuziehen, ein Gemisch zu verwenden,
das praktisch nur Helium und Stickstoff enthält, um Oxidationsphänomene in
dem Sekundärkreis
zu vermeiden. Der Zwischentauscher hat Eigenschaften, die unter
den Betriebstemperatur- und -druckbedingungen der Anlage an den
Wärmeaustausch
zwischen dem ersten und dem zweiten Austauschgas angepasst sind.
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Generell
enthält
das zweite Wärmeaustauschgas
volumenmäßig substantiell
50% bis 70% Helium und 50% bis 30% Stickstoff.
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Der
Sekundärkreis,
in dem die Helium- und Stickstoffmischung zirkuliert, ist ein total
geschlossener Kreis, wobei das zweite Austauschgas in den Zwischentauscher
wiedereingespeist wird, um durch das erste Austauschgas, gebildet
durch das Kühlhelium
des Kernreaktors, erhitzt zu werden, nachdem es die Turbine 2 angetrieben
und das Fluid, zum Beispiel Wasser, erhitzt und verdampft hat, das
in dem Tertiärkreis 10 zirkuliert.
Weitere Heizfunktionen werden weiter unten beschrieben.
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Typischerweise
wird die Mischung aus Helium und Stickstoff des zweiten Wärmeaustauschgases
mit einer Temperatur von 300 °C
in den Zwischentauscher eingespeist, um durch das erste Austauschgas,
gebildet durch das Kühlhelium
des Reaktorkerns, das in den Zwischenkühler 7 mit ungefähr 850 °C eintritt
und ihn mit ungefähr
350 °C verlässt, auf
ungefähr
800 °C erhitzt
zu werden.
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Der
Zwischentauscher 7 arbeitet, wie weiter unten erläutert, praktisch
mit Gleichdruck, also ohne Druckunterschied zwischen dem ersten
und dem zweiten Wärmeaustauschgas,
wobei der Druck am Eingang und Ausgang des Zwischentauschers 7 ungefähr 70 bar
betragen kann.
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Das
zweite Wärmeaustauschgas
hat am Ausgang des Zwischentauschers 7 eine Temperatur von
ungefähr
800 °C und
einen Druck von ungefähr 70
bar und wird in die Gasturbine 2 eingespeist, deren Antrieb
es gewährleistet.
Der rotierende Teil der Gasturbine 2 sitzt vorzugsweise
auf der Welle 11, die der Gasturbine 2 und drei
Dampfturbinen 3a, 3b und 3c gemeinsam ist, die
derart mit dem Rotor des Wechselstromgenerators 4 gekoppelt
sind. Man kann auch vorsehen, den rotierenden Teil der Gasturbine auf
einer ersten Antriebswelle eines Wechselstromgenerators zu befestigen,
und die Dampfturbinen (generell zwei oder drei Turbinen) auf einer
zweiten Antriebswelle eines Wechselstromgenerators.
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Am
Ausgang der Gasturbine 2 hat das zweite Wärmeaustauschgas
eine Temperatur von ungefähr 600 °C und einen
Maximaldruck von 50 bar, wobei der Druck vorzugsweise 20 bis 30
bar beträgt.
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Um
die 1 besser verständlich
zu machen, ist der Primärkreis 6,
in dem das Helium zirkuliert, welches das Kühlfluid des Kernreaktors 5 ist,
mit Vosstrich dargestellt, die Leitungen des Sekundärkreise 9,
in denen die Helium-Stickstoff-Mischung zirkuliert mit Doppelstrich
und der Tertiärkreis 10,
in dem das Wasser und der Dampf zirkulieren, die das Tertiärfluid der
Anlage bilden, mit einem Vollstrich, der weniger fett ist als der
des Primärkreises 6.
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Vom
Ausgang der Gasturbine 2 wird das zweite Wärmeaustauschfluid
mit einer Temperatur von ungefähr
600 °C durch
eine Leitung des Sekundärkreises 9 dem
Dampfgenerator 12 und den Vorwärmer-Wärmetauschern 13a und 13b zugeführt, die in
Teile des Tertiärkreises 10 eingebaut
sind, in dem Wasser und Dampf zirkuliert.
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Die
Leitung des Sekundärkreises 9,
die mit dem Ausgang der Gasturbine 2 verbunden ist, hat
einen mit einem Primärteil
des Dampfgenerators 12 verbundenen Zweig, dessen schematisch
schlangenlinienförmig
dargestellter Sekundärteil
zu erhitzendem und zu verdampfendem Wasser versorgt wird. Ein zweiter
Zweig ist durch jeweils eine zweite und eine dritte Verzweigung
mit Vorwärmer-Wärmetauschern 13a und 13b verbunden.
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Die
Verzweigungen der mit dem Ausgang der Gasturbine 2 verbundenen
Leitung sind so realisiert, dass der Primärteil des Dampfgenerators 12 bis zu
80 Volumenprozent des zweiten Austauschgases erhält, und die Vorwärmer-Wärmetauscher 13a und 13b 20
Volumenprozent.
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Vorzugsweise,
bei einer Anlage wie dargestellt in der 1 mit drei
Dampfturbinenstufen, erhält
die erste Stufe ungefähr
74 Volumenprozent des Wärmeaustauschgases
und jede der beiden nachfolgenden Stufen 13 Volumenprozent.
Im Falle einer Anlage, die nur zwei Stufen umfasst, kann vorzugsweise
die erste Stufe 70 % erhalten und die zweite Stufe 30 %.
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Ein
erster Teil der Wärme
des am Ausgang der Turbine zurückgewonnenen
zweiten Wärmeaustauschgases
wird also im Tertiärkreis
benutzt, um Dampf zu erzeugen und Dampfturbinen anzutreiben.
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Der
Tertiärkreis 10 umfasst
einen Hauptteil, der einerseits mit dem Eingang des Sekundärteils des
Dampfgenerators 12 verbunden ist und andererseits mit dem
Ausgang des Kondensers 15, der seinerseits mit dem Ausgang
der Niederdruckturbine 3c verbunden ist, um die Kondensation
des Nassdampfes zu realisieren, der aus der Turbine 3c austritt.
Wenigstens eine Pumpe 14 gewährleistet die Zirkulation des
Wasser in dem Hauptteil des Wasser- und Dampf-Tertiärkreises 10,
so dass das Wasser aus dem Kondenser 15, gewonnen durch
die Kondensation des Dampfes der Turbine 3c, in den Eingang
des Sekundärteils
des Dampfgenerators 12 eingespeist wird.
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Im
Innern des Dampfgenerators 12 realisiert man einen Wärmeaustausch
zwischen dem zweiten Wärmeaustauschgas
mit einer Temperatur zwischen 550 und 700 °C des zweiten Sekundärkreises 9,
das den Eingang des Primärkreises
des Dampfgenerators erreicht, mit Versorgungswasser des Sekundärteils,
so dass man am Ausgang des Dampfgenerators einen trockenen Dampf
mit einer Temperatur von 500 bis 600 °C erhält. Der Trockendampf wird durch eine
Leitung 10a in den Eingangsteil der Hochdruck-Dampfturbine 3a eingespeist.
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Am
Ausgang der Hochdruckturbine 3a gewinnt man durch eine
erste Zwischenleitung 10' des Tertiärkreises 10 Nassdampf
zurück,
der zum Eingang des Vorwärm-Wärmetauschers 13a geleitet wird,
der eine Menge des zweiten Wärmeaustauschgases
mit einer Temperatur von 600 °C
erhält.
Derart realisiert man eine Überhitzung
und eine Trocknung des Nassdampfes, um einen Trockendampf mit einer Temperatur
zwischen 500 °C
und 600 °C
und zum Beispiel zwischen 520 °C
und 580 °C
zu erhalten.
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Der
am Ausgang des Vorwärm-Wärmetauschers 13a zurückgewonnene
Trockendampf wird durch eine Leitung 10b in die Mitteldruckturbine 3b eingespeist,
um diese Turbine anzutreiben. Am Ausgang dieser Turbine 3b gewinnt
man durch eine zweite Zwischenleitung 10'' der
Tertiärleitung 10 einen Nassdampf
zurück,
den man in einem Vorwärm-Wärmetauscher 13b durch
Wärmeaustausch
mit dem zweiten Wärmeaustauschgas
des Sekundärkreises 9 mit
einer Temperatur von 550 bis 700 °C überhitzt und
trocknet.
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Man
erhält
am Ausgang des Vorwärm-Wärmetauschers 13b einen
Trockendampf mit einer Temperatur von 500 bis 600 °C und zum
Beispiel zwischen 520 und 580 °C,
der durch eine dritte Trockendampfversorgungsleitung 10c in
die Niederdruckturbine 3c eingespeist wird, um sie anzutreiben.
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Wie
weiter oben angegeben, wird der Dampf am Ausgang der Niederdruckturbine 3c zurückgewonnen,
um durch eine Leitung des Hauptteils des Wasser- und Dampf-Tertiärkreises 10 zum
Kondenser geleitet zu werden.
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Der
am Ausgang der Turbine 3c mit einer Temperatur von ungefähr 30 bis
35 °C und
mit niederem Druck zurückgewonnene
Wasserdampf wird in dem Kondenser zu Wasser mit einer Temperatur
von 25 °C
bis 30 °C
kondensiert, das durch den Hauptteil des Tertiärkreis 10 zurückgewonnen
wird, in den ein Gegenstrom-Wärmeaustauscher 16 eingebaut
ist, dessen Primärteil
am Eingang das zweite Wärmeaustauschgas
erhält,
das in dem Sekundärteil 9 zirkuliert,
entnommen am Ausgang des Dampfgenerators 12 und der Vorwärm-Wärmetauscher 13a und 13b durch
Leitungen des Sekundärkreises,
die mit einer gemeinsamen Versorgungsleitung des Eingangs des Primärteils des
Wärmetauschers 16 verbunden sind.
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Das
zweite Wärmeaustauschgas
des Sekundärkreises,
das am Eingang des Primärteils
des Wärmetauschers 16 eintrifft,
der zum Beispiel vom Gegenstrom- oder Kreuzstromtyp ist, wird durch
eine Mischung der Gase des Sekundärkreises gebildet, die jeweils
von dem Dampfgenerator 12 und den Wärmetauschern 13a und 13b stammen,
deren Temperatur von 160 bis 300 °C
geht.
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Durch
Wärmeaustausch
mit dem Sekundärgas,
eingespeist in den Eingang des Wärmtauschers 16,
kann das Wasser mit einer Temperatur von 30 °C, dessen Druck durch die Pumpe 14 auf
ein hohes Niveau gebracht werden kann und das in dem Sekundärteil des
Wärmetauschers 16 eintrifft,
bis auf eine Temperatur von 200 bis 250 °C erhitzt werden.
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Das
wieder erhitzte und auf einen hohen Druck gebrachte Wasser, das
sich im überkritischen Zustand
befinden kann, wird in den Dampfgenerator 12 eingespeist,
um verdampft und überhitzt
zu werden. Der Tertiärkreis,
in den der Dampfgenerator 12, die Dampfturbinen 3a, 3b und 3c und
die Vorwärm-Wärmetauscher 13a, 13b eingebaut
sind, arbeitet also im geschlossenen Kreislauf.
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Das
zweite Wärmeaustauschgas
des Sekundärkreises 9,
das am Ausgang des Gegenstromwärmetauschers 16 zurückgewonnen
wird, wird durch eine Leitung des Sekundärkreises in den Sekundärteil des
Zwischentauschers 7 eingespeist, nachdem es einen Verdichter 18 durchquert
hat, der in die Retourleitung des Sekundärkreises zum Zwischentauscher 7 eingebaut
ist. Der Verdichter 18 ermöglicht, den Druck des Wärmeaustauschfluids
des Sekundärkreises
bis auf ein Niveau zu erhöhen,
das im Wesentlichen gleich dem Druckniveau in der Primärleitung 1 ist,
das heißt
bis auf ungefähr
70 bar.
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Aufgrund
des Druck des am Ausgang des Wärmeaustauschers 16 zurückgewonnenen
Sekundär-Wärmeaustauschfluids
genügt
es, einen Kompressor mit einem Verdichtungsgrad von 1,5 bis 3 zu verwenden.
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Der
Verdichter 18 umfasst einen rotierenden Teil, der zusammen
mit der Gasturbine 2, den Dampfturbinen 3a, 3b und 3c und
dem Rotor des Wechselstromgenerators 4 auf die Welle 11 montiert
werden kann.
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Die
Gasturbine 2 und die Dampfturbinen 3a, 3b und 3c,
die alle auf die Welle 11 montiert sind (oder eventuell
auf eine erste und eine zweite Welle, wie weiter oben beschrieben)
gewährleisten
also nur den Antrieb des Verdichters 18, zusätzlich zum
Antrieb des Rotors des Wechselstromgenerators 4. Die durch
den Verdichter 18 zur Verdichtung des Sekundärfluids
mit einem Verdichtungsgrad von 1,5 bis 3 entnommene Energie stellt
einen kleinen Teil der Energie dar, welche die Gasturbine und die
Dampfturbinen liefern, so dass die durch die Energie, die der Wechselstromgenerator 4 erhält, nur
wenig kleiner ist als die durch die Anlage gelieferte Gesamtenergie.
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Das
zweite Wärmeaustauschgas
des Sekundärkreises
wird zudem durch den Verdichter bis auf eine Temperatur von ungefähr 300 °C erhitzt,
ehe es in den Zwischenaustauscher 7 eingespeist wird. Wie weiter
oben erläutert,
wird das zweite Wärmeaustauschgas,
gebildet durch eine Mischung aus Helium und Stickstoff, bis auf
eine Temperatur von ungefähr 800 °C erhitzt,
wobei der Druck des Sekundäraustauschgases
ungefähr
70 bar beträgt.
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Es
ist besonders vorteilhaft, den Zwischenaustauscher in Form eines
Gegenstrom-Plattenwärmetauschers
zu realisieren. Ein solcher Plattenwärmetauscher kann so realisiert
werden, dass er einen sehr guten Wärmeaustauschkoeffizienten hat,
da das erste Wärmeaustauschgas
durch Helium gebildet wird und das zweite Wärmeaustauschgas sehr große Heliumanteile
umfasst. Der Austauschkoeffizient dieser Gase ist sehr günstig. Man
erzielt folglich mit einem Plattenwärmetauscher einen sehr guten Wirkungsgrad.
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Vorzugsweise
ist der Plattenwärmetauscher modular
konzipiert und umfasst eine Vielzahl paralleler Einheiten, von denen
jede dazu bestimmt ist, eine elementare Menge Primärfluid und
Sekundärfluid
zu erhalten.
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Einer
der Nachteile eines Plattenwärmetauschers
besteht darin, dass er nur geringe Druckunterschiede zwischen dem
Primärfluid
und dem Sekundärfluid
aushält.
Falls ein Plattenwärmetauscher
als Zwischenaustauscher 7 benutzt wird, sind der Druck des
Primärfluids
am Eingang und am Ausgang des Wärmeaustauschers
sowie der Druck des Sekundärfluids
am Eingang und Ausgang des Wärmeaustauschers
im Wesentlichen untereinander gleich, wobei diese Drücke zum
Beispiel ungefähr
70 bar betragen können.
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Jedoch
kann in bestimmten Übergangsbetriebsphasen
der Anlage oder im Falle einer Störung oder eines Unfalls, zum
Beispiel eines Leitungsbruchs, zwischen dem Helium-Primärkreis und
dem Sekundärkreis,
in dem die Helium-Stickstoff-Mischung zirkuliert, eine Druckdifferenz
auftreten
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Um
die Drücke
in dem Primärteil
und dem Sekundärteil
des Plattenwärmetauschers 7 in
den Übergangsphasen
auszugleichen, benutzt man ein Druckausgleichsventil 20,
dessen Kammer im Innern des Ventilgehäuses 19 zwei durch
Kolben getrennte Teile aufweist, von denen der eine mit dem Primärkreis und
der andere mit dem Sekundärkreis
verbunden ist, in Höhe
der Leitung, in der das Sekundärfluid bei
dem Zwischenaustauscher eintrifft.
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Wie
in der 1 zu sehen, kann man eine Leitung 9' des Sekundärkreises 9 vorsehen,
als Bypass zwischen der Retourleitung des Sekundärfluids zum Zwischenwärmetauscher
und der Einspeisungsleitung des Sekundärfluids in den Gegenstromwärmetauscher 16.
In die Bypassleitung und in die Fluideinspeisungsleitung des Gegenstromaustauscher 16 sind
Regelventile 27a und 27b eingebaut, um die Durchsatzmenge
in dem Bypass 9' zu
regeln, in dem sich ein Moderat-Wärmetauscher 30 befindet,
dessen Primärteil
das durch die Bypassleitung 9' entnommene Sekundärfluid erhält. Dieses
Sekundärfluid
hat eine Temperatur von ungefähr
200 °C,
was ermöglicht,
die Temperatur eines Fluids wie Wasser, das in dem Sekundärteil 30a des
Wärmetauschers 30 fließt, auf
eine Temperatur von ungefähr
200 °C zu erhöhen. Man
nutzt also einen zweiten Teil der in dem zweiten Wärmeaustauschfluid
enthaltenen Wärme,
dessen erster Teil am Ausgang der Gasturbine in dem Wasser- und
Dampf-Tertiärkreis
genutzt wird. Der Wärmetauscher 30 kann
ein Plattenwärmetauscher
sein.
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Das
Druckwasser mit 200 °C,
erhalten in dem Sekundärkreis 30a des
Wärmetauschers 30, kann
zum Beispiel durch ein städtisches
Heizwerk oder eine Meerwasserentsalzungsanlage genutzt werden.
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Aufgrund
dieser Tatsache nutzt man einen Teil der Restwärme des Sekundärfluids
vor seiner Rückkehr
zum Zwischenaustauscher mit Hilfe des Verdichters 18. Am
Eingang des Verdichters 18 ist das Sekundärfluid auf
einer niedrigen Temperatur; der Verdichter gewährleistet eine Erhöhung der
Temperatur des Sekundärfluids
bis auf eine Eingangstemperatur in den Zwischenaustauscher von ungefähr 300 °C.
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In
bestimmten Fällen
wie zum Beispiel der Wasserstoffproduktion muss man über ein
Fluid mit einer sehr hohen Temperatur verfügen. Man kann ein solches Hochtemperaturfluid
erhalten, indem man einen Teil des Sekundärfluids am Ausgang des Zwischenaustauschers
entnimmt.
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Um
den Wirkungsgrad der Stromerzeugungsanlage zu erhöhen, ist
es möglich,
mehrere derart in Serie angeordnete Gasturbinen zu verwenden, dass
jede auf eine vorangehende Turbine folgende Turbine das aus der
vorangehenden Turbine stammende Gas erhält, nachdem dieses in einem Teil
des Zwischenaustauschers wieder erhitzt worden ist. Die rotierenden
Teile der aufeinanderfolgenden Turbinen können alle auf ein und dieselbe
Antriebswelle des Wechselstromgenerators montiert sein. Das in jede
der aufeinanderfolgenden Gasturbinen eingespeiste Gas hat also eine
im Wesentlichen konstante Temperatur von zum Beispiel ungefähr 800 °C und eine
abnehmenden Druck. Im Falle eines modularen Plattenwärmetauschers
kann man aufeinanderfolgende Module oder Moduleinheiten verwenden,
um die Wiedererhitzung der verschiedenen Teile bzw. Mengen des zurückgewonnenen
und in eine nächste
Turbine wieder eingespeisten Gases am Ausgang der jeweiligen Gasturbinen
zu realisieren.
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Außerdem,
um den Betrieb des Tertiärteils der
Anlage zu verbessern, die den Wasser- und Dampf-Tertiärkreis 10,
den Dampfgenerator, die Wärmetauscher
und die Dampfturbinen umfasst, kann man den Druck des Versorgungswassers
des Dampfgenerators in der Tertiärleitung
bis auf einen solchen Wert erhöhen,
dass das Wasser sich im überkritischen
Zustand befindet.
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Der
Wärmetauscher 30,
der die Erhitzung des Wassers für
eine Nebenfunktion gewährleistet, ist
vorteilhafterweise ein Plattenwärmetauscher, kann
aber auch ein Röhrenwärmetauscher
sein.
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In
der 2 ist eine Anlage gemäß einer Realisierungsvariante
der Erfindung dargestellt. Außer der
Tatsache, dass die dieser Variante entsprechende Anlage zwei Hochtemperaturreaktoren 1a und 1b anstatt
einem einzigen Kernreaktor enthält,
entspricht sie der im Bezug auf die 1 beschriebenen Anlage
und umfasst einen Sekundärkreis 9,
in dem ein Wärmeaustauschfluid
in Form einer Helium- und Stickstoffmischung zirkuliert, einen Wasser-
und Dampf-Tertiärkreis 10,
eine Gasturbine 2 und drei Dampfturbinen 3a, 3b, 3c sowie
einen Moderattemperatur-Wärmetauscher 30.
Generell tragen sich in den 1 und 2 entsprechende
Elemente dieselben Bezugszeichen.
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Die
beiden Kernreaktoren 1a und 1b können vorteilhafterweise
analog realisiert werden und gleiche Leistungen aufweisen. Jeder
der Kernreaktoren des Hochtemperaturtyps umfasst einen Primärkreis 6a oder 6b,
in dem, wenn der Reaktor in Betrieb ist, Helium mit hoher Temperatur,
zum Beispiel 850 °C, zirkuliert,
welches das Kühlgas
des Reaktors bildet. In jeden der beiden Primärkreise 6a und 6b ist
ein Zwischenwärmetauscher 7a und 7b eingebaut,
der einen Wärmeaustausch
zwischen dem Helium, dem ersten Wärmeaustauschfluid der Anlage,
und dem zweiten Wärmeaustauschfluid
in dem Sekundärkreis 9 gewährleistet.
Dazu ist der Primärteil
der Wärmetauscher 7a und 7b mit
dem entsprechenden Primärkreis 6a oder 6b verbunden
und der Sekundärteil
der Wärmetauscher 7a und 7b mit
dem Sekundärkreis mittels
einer Verzweigung 9a bzw. 9b, verbunden mit einer
Sekundärkreisleitung
hinter dem Verdichter 18. Der Sekundärteil der Zwischentauscher 7a und 7b wird
mit einem zweiten gekühlten
Wärmeaustauschfluid
versorgt, mit einem Druck, der im Wesentlichen gleich dem Druck
des Heliums in den Primärkreisen 6a und 6b der
Kernreaktoren 1a und 1b ist. Das zweite Wärmeaustauschfluid
wird auf einem Druck gehalten, im Wesentlichen gleich dem Druck
des Heliums der Primärkreise,
durch Druckausgleichsventile, jeweils 20a und 20b,
analog dem Ventil 20 der in der 1 dargestellten
Anlage, jedes verbunden mit der Leitung des die Zwischentauscher
versorgenden Sekundärkreises
und mit dem entsprechenden Primärkreis.
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In
jede der Versorgungsverzweigungen 9a und 9b eines
Zwischentauschers mit Sekundärfluid ist
ein Regel- oder Absperrventil 21a bzw. 21b der Einspeisung
des zweiten Wärmeaustauschfluids
in den entsprechenden Zwischentauscher eingebaut. Das in dem Zwischentauscher
erhitzte zweite Wärmeaustauschfluid
wird benutzt, um die Gasturbine 2 anzutreiben.
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In
dem Fall, wo der erste oder zweite Kernreaktor 1a und 1b gleichzeitig
in Betrieb sind, sind die Ventile 21a und 21b offen
und das zweite Wärmeaustauschfluid
wird durch die beiden Reaktoren erhitzt. In dem Fall, wo einer der
Kernreaktoren, zum Beispiel der zweite Reaktor 1b nicht
verfügbar
ist, zum Beispiel weil er beladen oder repariert wird, ist das zweite
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Ventil 21b geschlossen
und das erste Ventil 21a ist offen. Die Anlage bleibt also
in Betrieb und nutzt die durch den funktionierenden ersten Reaktor 1a erzeugte
Wärme.
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Auf
diese Weise, indem man zeitlich versetzte Stillstandsphasen der
beiden Reaktoren vorsieht, kann man vermeiden, dass die ganze Anlage
stillsteht.
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Wie
weiter oben angegeben, besteht ein großer Vorteil des Verfahrens
und der Vorrichtung nach der Erfindung darin, dass man im Falle
von Energiezeugungsanlagen wie etwa Stromerzeugungsanlagen klassische
Bauelemente verwenden kann, zum Beispiel Gasturbinen, die mit einem
Gas arbeiten, das thermodynamische Eigenschaften hat, die denen der
Luft ähnlich
sind, oder Verdichter mit einem niedrigen Verdichtungsgrad sowie
Dampfturbinen eines klassischen Typs.
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Das
Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung haben auch den
Vorteil, ein Sekundärfluid zu
benutzen, das einen großen
Anteil Helium enthält und
sehr gute Wärmeaustauscheigenschaften
aufweist. Insbesondere der Wirkungsgrad des Dampfgenerators und
der Wärmeaustauscher
des Wasser-Tertiärkreises
wird stark verbessert. Die Verwendung von Dampfturbinen ermöglicht eine
optimale Nutzung der durch den Kernreaktor erzeugten Wärme.
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Die
Erfindung beschränkt
sich nicht auf die oben beschriebene Realisierungsart.
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Die
Anlage kann einen einzigen Kernreaktor oder wenigstens zwei Kernreaktoren
umfassen, die im Simultanbetrieb arbeiten können, um einem Sekundärfluid,
gebildet durch Helium und Stickstoff, Wärme zu liefern. Man kann auch
einen Kernreaktoren oder mehrere abschalten und den Betrieb der
Anlage mit dem (oder den) arbeitenden Reaktor(en) aufrechterhalten.
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Man
kann auch Nutzungen der durch den (oder die) Kernreaktor(en) erzeugten
und an das Sekundärfluid
gelieferten Wärme
vorsehen, die sich von den oben beschriebenen unterscheiden.
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Die
Erfindung betrifft die Nutzung der durch jeden Hochtemperatur-Kernreaktor
erzeugten Wärme,
dessen Kern mit einer Temperatur von wenigstens 800°C arbeitet.