DE603157C - Elektrische Sicherung mit leitender Fluessigkeit - Google Patents
Elektrische Sicherung mit leitender FluessigkeitInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H87/00—Protective devices in which a current flowing through a liquid or solid is interrupted by the evaporation of the liquid or by the melting and evaporation of the solid when the current becomes excessive, the circuit continuity being reestablished on cooling
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Description
Es sind elektrische Sicherungen bekannt, bei denen ein Flüssigkeitsfaden bei Überlastung
oder bei Kurzschluß zum Verdampfen gebracht wird und dadurch den Stromkreis unterbricht. Die Flüssigkeit ist bei solchen
Sicherungen mit einem Gaspolster in einer beiderseits durch Elektroden abgeschlossenen
Kapillare eingeschlossen und wird durch Beeinflussung von außen wieder betriebsfähig
gemacht.
Gegenstand der Erfindung ist eine elektrische Sicherung solcher Art, welche gegenüber
den bekannten Einrichtungen den Vorteil besitzt, daß der Flüssigkeitsfaden sich
iS innerhalb der Kapillare nicht selbsttätig verschieben
kann und sowohl im gebrauchsfertigen wie im unterbrochenen Zustand der
Sicherung mit Verzögerung gehalten wird. Auf diese Weise wird bei solchen Sicherungen,
die Erschütterungen ausgesetzt sind, ein vorzeitiges Trennen des Flüssigkeitsfadens
oder im unterbrochenen Zustande ein vorzeitiges Schließen desselben verhindert. So
eignet sich die Sicherung vor allem zum Ein- «5 bau in Fahrzeuge aller Art, wie Autos,
Flugzeuge usw. Femer ist die bei Unterbrechung der Flüssigkeit auftretende Erwärmung
ohne jede nachteilige Wirkung auf die Einzelteile der Sicherung oder auf die Kontaktgebung.
Nach der Erfindung sind die kappenförmigen Elektroden in ihren die Verlängerung
der Kapillare bildenden Bohrungen mit dia Flüssigkeitsreibung erhöhenden Mitteln, z. B.
Schraubenfedern oder Gewinde, versehen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen Sicherung im Längsschnitt,
und zwar im unterbrochenen Zustande in einem der Deutlichkeit halber vergrößerten
Maßstabe dargestellt. *
Die leitende Flüssigkeit /, beispielsweise Quecksilber, ist in einem durchsichtigeni, nicht
leitenden Kapillarrohr δ aus feuerfestem Material, dessen Bohrung der abzusichernden
Amperestärke entspricht, zusammen mit einem Gaspolster^ zwischen zwei mit Bohrungen) versehenen
Elektroden C vollkommen gasdicht eingeschlossen. Die Kapillare b mit den bündig
angesetzten Elektroden c wird von 'einem zweiten durchsichtigen IsoHerr ohr a umman- -50
telt, welches an beiden Enden mit einer Metallfassung e verkittet ist, durch welche die
Stromzufuhr von außen erfolgt. Zur Kontaktherstellung zwischen den Elektroden c und
den Polschuhen e dienen Federn d oder andere elastische Leiter bekannter Art, welche zwischen
den infolge Erwärmung· der Sicherung sich verschieden ausdehnenden Teilen die
Kontaktgebung sichern.
Die Bohrungen der Elektroden c sind innenseitig mit Mitteln versehen, welche die Reibung
zwischen der Flüssigkeit und der Elektrodenwandung erhöhen. Im vorliegenden Falle sind als solche Mittel Schrauben-
federn g in die Bohrungen eingeklemmt, doch können die ersteren z. B. auch durch Gewinde
ersetzt sein.
Die Wirkungsweise der Sicherung· ist folgen
de:
Bei zu großer Belastung· der Sicherung 'erfolgt
innerhalb der Kapillare b, wie bekannt, ein Verdampfen der Flüssigkeit und dadurch
ein Trennen derselben, wie es in der gezeichneten Stellung angenommen ist. Zum Wiederinstandsetzen wird die Sicherung aus
ihrem Halter genommen und ein paarmal kräftig hin und her geschüttelt oder leicht auf
eine Unterlage gestoßen. Durch das Schütteln
oder Klopfen wer den die getrennten Flüssigkeitsteilchen wieder zu 'einem geschlossenen
Leiter vereinigt, und die Gebrauchsfä'higkeit der Sicherung ist leine fast unbegrenzte.
Durch die Anordnung der Mittel^1 wird auf die Flüssigkeit eine bremsende
Wirkung ausgeübt und dadurch ein unbeabsichtigtes Trennen oder Schließen des Fadens
vermieden. Dieser kann innerhalb des Kanals nur durch einen starken Impuls verändert
werden, also bei Kurzschluß durch die innerhalb der Kapillare & auftretende explosive
Verdampfung oder bei Wiederinstandsetzung der Sicherung durch kräftigeni Stoß
von außen. Kleine Erschütterungen, wie sie z. B. beim Fahren auftreten, sind, jedoch
nicht imstande, eine Lagenveränderung der Flüssigkeit herbeizuführen.
Claims (2)
1. Elektrische Sicherung mit leitender, bei Überlastung oder bei Kurzschluß den
Strom unterbrechender Flüssigkeit, welche zusammen mit einem Gaspolster in einer
beiderseits durch Elektroden abgeschlossenen Kapillare gasdicht eingeschlossen ist und durch Beeinflussung von außen
wieder betriebsfähig gemacht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die kappenförmigen
Elektroden (ö) in ihren die Verlängerung der Kapillare (&) bildenden
Bohrungen mit die Flüssigkeitsreibung· erhöhenden Mitteln, z. B. Schraubenfedern
(g) oder Gewinde, versehen sind.
2. Sicherung" nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kontakt zwischen den Elektroden (c) und den
Polschuhen (s) durch elastische Leiter (d) vermittelt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK129029D DE603157C (de) | 1933-02-16 | 1933-02-16 | Elektrische Sicherung mit leitender Fluessigkeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK129029D DE603157C (de) | 1933-02-16 | 1933-02-16 | Elektrische Sicherung mit leitender Fluessigkeit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE603157C true DE603157C (de) | 1934-09-24 |
Family
ID=7246762
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK129029D Expired DE603157C (de) | 1933-02-16 | 1933-02-16 | Elektrische Sicherung mit leitender Fluessigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE603157C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE756740C (de) * | 1938-05-21 | 1953-02-23 | Josef Limley | Zweiteiliger, aus Schraubkappe und Quecksilber-Sicherungspatrone bestehender elektrischer Sicherungs-Schraubstoepsel |
-
1933
- 1933-02-16 DE DEK129029D patent/DE603157C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE756740C (de) * | 1938-05-21 | 1953-02-23 | Josef Limley | Zweiteiliger, aus Schraubkappe und Quecksilber-Sicherungspatrone bestehender elektrischer Sicherungs-Schraubstoepsel |
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