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DE60315665T2 - Komprimierter saugfähiger tampon - Google Patents

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Publication number
DE60315665T2
DE60315665T2 DE60315665T DE60315665T DE60315665T2 DE 60315665 T2 DE60315665 T2 DE 60315665T2 DE 60315665 T DE60315665 T DE 60315665T DE 60315665 T DE60315665 T DE 60315665T DE 60315665 T2 DE60315665 T2 DE 60315665T2
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DE
Germany
Prior art keywords
open structure
tampon
fibers
density
compressed
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE60315665T
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English (en)
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DE60315665D1 (de
Inventor
Archie L. Somerset JONES
Lai-Hing Kendall Park LOUIE
Hein East Windsor NGUYEN
Judith E. North Brunswick ROLLER
Edwin H. Ringoes SAILER
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kenvue Brands LLC
Original Assignee
McNeil PPC Inc
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Publication date
Application filed by McNeil PPC Inc filed Critical McNeil PPC Inc
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Publication of DE60315665D1 publication Critical patent/DE60315665D1/de
Publication of DE60315665T2 publication Critical patent/DE60315665T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F13/00Bandages or dressings; Absorbent pads
    • A61F13/15Absorbent pads, e.g. sanitary towels, swabs or tampons for external or internal application to the body; Supporting or fastening means therefor; Tampon applicators
    • A61F13/20Tampons, e.g. catamenial tampons; Accessories therefor
    • A61F13/2082Apparatus or processes of manufacturing
    • A61F13/2085Catamenial tampons

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
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  • Absorbent Articles And Supports Therefor (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)
  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Description

  • Querverweis auf verwandte Anmeldungen
  • Die vorliegende Erfindung ist mit der folgenden gleichzeitig anhängigen Anmeldung verwandt:
    US 2003/0233742 A1 , eingereicht am 25. Juni 2002 mit dem Titel: „Komprimiertes absorbierendes Gewebe".
  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für die Ausbildung einer verdichteten Struktur, die relativ geringe Komprimierungskräfte nutzt. Das Verfahren schließt das Erwärmen einer offenen Struktur vor der Komprimierung ein.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Absorbierende Strukturen werden unter Komprimierung hergestellt, um für ein ausreichendes Absorptionsvermögen für einen gegebenen Gebrauch in einem zweckmäßig dimensionierten Produkt zu sorgen.
  • Absorbierende Strukturen können Mittel für Wundversorgung, Windeln, Damenbinden, Tampons und interlabiale Vorrichtungen einschließen.
  • Viele absorbierende Strukturen, wie zum Beispiel Tampons, erlangen Formstabilität, indem die Struktur leicht überkomprimiert wird und es ihr gestattet wird, die gewünschten Dimen sinnen wiederzuerlangen oder sich auf diese auszudehnen. Diese Struktur kann ebenfalls thermofixiert werden. Ein Beispiel dafür wird bei Johst et al., US Pat. Nr. 4,081,884 beschrieben. Dieses Patent offenbart die radiale Komprimierung eines Tamponrohlings, der Zellulosefasern umfasst, das Einführen des radial komprimierten Tamponrohlings in eine erwärmte Kammer und die axiale Komprimierung des Tampons, während er für zumindest zirka fünf Sekunden erwärmt wird. Dieses Verfahren erfordert einen beträchtlichen Zeitraum für das Fixieren des Tampons.
  • Ein weiteres Beispiel wird bei Wollangk et al., US Pat. Nr. 4,326,527 offen gelegt, welches vorgeblich ein Verfahren für die schnelle und einheitliche Thermofixierung eines radial komprimierten Tampons offenbart. Das Verfahren schließt die Schritte der Komprimierung eines vorab angefeuchteten Tampons und das Aussetzen des komprimierten Tampons einem Mikrowellenerwärmen ein, während der Tampon sich in einem offenendigen Rohr befindet, das Öffnungen um die Längsachse des Rohrs herum für das Thermofixieren des Tampons aufweist. Dieses Verfahren benötigt eine beträchtliche Menge Energie für das Fixieren des Tampons, und das Vorabanfeuchten kann das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen während der Herstellung des Tampons fördern.
  • Obwohl die Menge an Komprimierungsenergie, die bei diesen Entgegenhaltungen benötigt wird, nicht in größeren Einzelheiten erörtert wird, haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Energiemenge, die benötigt wird, um einen im Handel erhältlichen Tampon radial zu komprimieren, gemessen nach der Komprimierungskraft, sehr groß ist.
  • Dies trifft besonders auf nicht herkömmliche Fasergemische zu, wie zum Beispiel diejenigen, die Nicht-Zellulose-Materialien enthalten. Dieser Energiebedarf kann ebenfalls die Möglichkeit einschränken, Tampons, die eine erhöhte Dichte aufweisen, kommerziell herzustellen. Hohe Komprimierungskräfte können die Verfahrenstechnik beschädigen und sich negativ auf die Tampon-Performance auswirken, indem sie die Fasern innerhalb der Tamponstruktur beschädigen. Diese Schädigung der Fasern kann zu einem schlechten Ausdehnungs- und Absorptionsvermögen des Produkts führen.
  • In der WO 84/03833 A1 wird ein Verfahren für die Herstellung eines Hygieneprodukts offen gelegt, für welches es erforderlich ist, dass Mehrfachfasern sich in zumindest einer Außenschicht eines Vliesmaterials befinden, dergestalt dass durch das Aufbringen von Wärme auf die Außenschicht die Mehrfachfasern miteinander verschmolzen werden, um eine netzähnliche Struktur auszubilden. Geeignete Mehrfachfasern umfassten Polyethylen-, Polypropylen-, Polyamid- und Polyester-Fasern. Es wird berichtet, dass es mit den Hygieneprodukten, die mit dem Verfahren der WO 84/03833 A1 erhalten wurden, möglich ist, der Tendenz des Loslösens von Fasern aus denselben entgegenzuwirken.
  • In der DE 38 15 506 A1 wird ein Verfahren für die Herstellung von Tampons aus absorbierenden Rohlingen, welche Mehrfachfasern enthalten, offen gelegt. Die Mehrfachfasern werden nur in den Randabschnitt des Rohlings inkorporiert, so dass bei der Ausbildung des endgültigen Tampons nur das Deckmaterial die Mehrfachfasern enthält. Das Verfahren der DE 38 15 506 A1 macht es lediglich erforderlich, den Randabschnitt des Tamponrohlings zu erwärmen, so dass schließlich nicht nur die Wärmemenge für die Mehrfachfasern verringert werden kann, sondern ebenfalls Energie, die für das Schmelzverfahren benötigt wird, eingespart werden kann.
  • Bei der WO 89/07924 A1 wird ein Verfahren für die Herstellung eines Tampons beschrieben, bei dem der Tamponrohling durch das Aufwickeln des Fadens oder der Fäden des Fasermaterials zu einer Diagonal-Gestaltungsform [cross-ply configuration] auf einem Dorn hergestellt wird, der dazu gebracht wird, sich relativ zu einem Fadenführer zu drehen, der seinerseits schützend angehoben relativ zum Dorn in Längsrichtung desselben bewegt wird. Der Dorn wird dazu gebracht, 0,1 bis 5 Umdrehungen während des Zeitraums zu vollziehen, welchen der Fadenführer benötigt, um sich einmal rückwärts und vorwärts zu bewegen. Der erhaltene Tamponrohling wird vom Dorn abgezogen, ehe der Rohling zu seiner vorgesehenen Tamponform komprimiert wird. Die Außenschichten des Tamponrohlings mit Diagonal-Gestaltungsform können vollständig aus wärmeversiegelbarem Material bestehen, welches auf Wärmeversiegelungstemperatur vor der Komprimierung des Tamponrohlings erwärmt werden kann, vorzugsweise unmittelbar vor dem Aufwickeln des Fadens oder der Fäden. Es wird berichtet, dass auf diese Weise das Lockerwerden von Fasern verhindert wird.
  • Was daher benötigt wird, ist ein Verfahren für das Ausbilden eines komprimierten Tampons, bei dem eine geringere Komprimierungskraft eingesetzt wird, um das Risiko der Beschädigung des Gewebes und der Ausrüstung zu verringern.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens, das ein komprimiertes absorbierendes Tampongewebe unter Einsatz einer geringeren Komprimierungskraft als derjenigen bereitstellt, die ansonsten benötigt würde, um das Risiko der Beschädigung des Gewebes und der Ausrüstung zu verringern. Dies kann einen Tampon erzeugen, der eine geringe Dichterelaxation (wie in den Beispielen definiert) aufweist.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Tampons mit einer geringen Dichterelaxation und der einen geringen Grad der Faserbeschädigung aufweist und dennoch ausreichend komprimiert wird, um einen Tampon auszubilden, der eine angemessene Dichte aufweist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein neuartiges Verfahren für die Ausbildung eines komprimierten Tampons gemäß Anspruch 1 bereitgestellt. Das Verfahren schließt die folgenden Schritte ein: Ausbildung einer offenen Struktur, die zumindest 5 Gewichtsprozent Zellulosematerialien umfasst; Erwärmen der offenen Struktur auf eine Temperatur im Bereich von 40 °C bis 100 °C; Komprimierung der erwärmten offenen Struktur für die Ausbildung des komprimierten Tampons und Freigabe des komprimierten faserigen Tampons aus der Komprimierung. Überraschenderweise werden sowohl die Kraft, die für die Komprimierung erforderlich ist, als auch der Grad der Überkomprimierung wesentlich verringert, wenn das faserige Gewebe vor der Komprimierung erwärmt wird. In der Tat haben wir festgestellt, dass das Erwärmen des faserigen Gewebes vor der Komprimierung zur Tamponform ein ausgewogeneres Produkt mit gesteuerter Formbeständigkeit ergibt. Es werden ebenfalls geringere Komprimierungskräfte benötigt, um ein Produkt mit Formbeständigkeit mit verringerter Beschädigung der Fasern zu erzielen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 ist eine Perspektivansicht eines Tampons der vorliegenden Erfindung.
  • 2 ist eine schematische Ansicht einer Vorrichtung für die Herstellung eines Tampons gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 2A ist ein Querschnitt eines Trägers mit einem im Wesentlichen zylindrischen Träger für den Einsatz bei einer Modifikation der Vorrichtung von 2.
  • 3 ist eine schematische Ansicht einer Vorrichtung für die Herstellung eines Tampons gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • Wie er in der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendet wird, bezieht sich der Begriff „offene Struktur" und Variationen dieses Begriffes auf komprimierbare Strukturen vor der wesentlichen Komprimierung zur Ausbildung von komprimierten absorbierenden Produkten, wie zum Beispiel Tampons. Diese offenen Strukturen können ausgebildet werden durch Kardieren, Luftlegen oder andere Verfahren, und sie können einen gewissen geringen Grad an Kalandern einschließen, um eine Dichte von weniger als zirka 0,1 g/cm3 aufrechtzuerhalten.
  • Wie er in der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendet wird, bezieht sich der Begriff „komprimierbar" und Variationen dieses Begriffes auf Strukturen, die komprimiert werden können, um eine im allgemeinen komprimierte Form zu behalten, und die sich ebenfalls auf einen relativ nicht komprimierten Zustand erweitern können, wenn sie einer ausreichenden Menge an Feuchtigkeit oder Flüssigkeit ausgesetzt werden.
  • Wie er in der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendet wird, bezieht sich der Begriff „radial ausdehnen" und Variationen dieses Begriffes auf die Ausdehnung von länglichen Tampons. Diese Tampons dehnen sich vorrangig in einer Richtung senkrecht zur Mittelachse des Tampons aus. Vorzugsweise dehnen sich die Tampons in zumindest einer Richtung senkrecht zur Mittelachse aus, noch besser in zumindest zwei Richtungen. Am besten dehnen sich die Tampons im Wesentlichen einheitlich in alle Richtungen senkrecht zur Mittelachse aus.
  • Wie er in der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendet wird, bezieht sich der Begriff „axial ausdehnen" und Variationen dieses Begriffes auf die Ausdehnung einer anderen bestimmten Klasse länglicher Tampons. Diese Tampons dehnen sich vorrangig in einer Richtung entlang der Mittelachse des Tampons aus. Die Tampons können sich jedoch ebenfalls in zumindest eine weitere Richtung ausdehnen.
  • Die absorbierenden Tampons der vorliegenden Erfindung verlängern Massen von komprimierten Materialien, vorzugsweise im Wesentlichen zylindrische Massen von komprimierten Materialien mit einer Mittelachse und einem Radius, der die äußere Umkreisfläche des Tampons begrenzt. Tampons werden oft dadurch ausgebildet, dass man zuerst eine geformte Masse von Materialien, Tamponrohling genannt, erzielt. Dieser Rohling kann die Form einer Rolle aus Vliesgewebe haben, eine Masse von willkürlich oder im Wesentlichen einheitlich ausgerichtetem Material.
  • Der Tamponrohling ist eine offene Struktur, welche relativ nicht komprimiert ist und eine relativ geringe Dichte aufweist. Er wird dann komprimiert, um ein Produkt auszubilden, das kleinere Abmaße und eine höhere Dichte als der Tamponrohling aufweist. Nachdem der Tampon aus der Komprimierung freigegeben worden ist, relaxiert (oder erweitert) er sich leicht auf seine endgültigen Abmaße. Die komprimierten Tampons können eine im Allgemeinen einheitliche Dichte im gesamten Tampon aufweisen, oder sie können Bereiche von unterschiedlicher Dichte aufweisen, wie sie in den gemeinschaftlich übertragenen Patenten an Friese et al., US Pat. Nr. 6,310,269 und an Leutwyler et al., US Pat. Nr. 5,911,712 beschrieben werden. Wie in 1 gezeigt ist, schließen die Tampons 10 normalerweise ebenfalls eine Deckschicht 12 oder eine andere Oberflächenbehandlung und ein Rückholbändchen 14 oder eine andere Rückholvorrichtung ein.
  • Der Tampon 10 kann einen relativ dichten Kern aufweisen, der im Wesentlichen seine Mittelachse umgibt, und einen weniger dichten Kreisring, welcher den Kern umgibt und die äußere Umkreisfläche ausbildet. Dieser Dichteunterschied kann durch relativ einheitliche, jedoch unterschiedliche Verteilung von absorbierendem Material innerhalb des Kerns und des Kreisrings erreicht werden, oder durch eine Vielzahl von Rippen 16, die sich radial vom Kern aus erstrecken.
  • Die Materialien, die beim Tampon verwendet werden können, schließen Fasern, Schaumstoffe und Partikel oder andere einzelne Materialien ein. Der Tampon schließt Zellstofffasern ein. Eine nützliche, nicht einschränkende Liste von nützlichen Zellstofffasern schließt Naturfasern ein, wie zum Beispiel Baumwolle, Zellstoff, Jute, Hanf, Sumpfmoos; und verarbeitete Materialien, einschließlich von Zellulosederivaten, wie zum Beispiel Regeneratzellulose (einschließlich von Reyon und Lyocell), Zellulosenitrat, Carboxymethylzellulose. Die Tampons können ebenfalls andere Materialien einschließen, unbeschränkt einschließend Polyester, Polyvinylalkohol, Polyolefin, Polyamin, Polyamid, Polyacrylnitril.
  • Vorzugsweise werden die Tampons vorwiegend aus Fasern ausgebildet. Die Fasern können aus jedem der oben aufgeführten Materialien sein, und sie können jeden geeigneten Querschnitt aufweisen, einschließlich von mehrgliedrigen und ungegliederten. Mehrgliedrige, Regeneratzellulosefasern sind im Handel seit einer Reihe von Jahren erhältlich. Es ist bekannt, dass diese Fasern ein erhöhtes spezifisches Absorptionsvermögen gegenüber ungegliederten Fasern besitzen. Kommerzielle Beispiele dieser Fasern sind Danufil VY trilobal Viskosereyonfasern, erhältlich bei Acordis Ltd., Spondon, England. Diese Fasern werden im Detail bei Wilkes et al., US Pat. Nr. 5,458,835 beschrieben.
  • Der Tampon schließt zumindest zirka 5 Gewichtsprozent Zellulosematerialien ein. Diese Materialien sind feuchtigkeitsempfindlich, und sie sorgen für eine Wasserstoffbindung, wenn sie unter feuchten Bedingungen komprimiert werden. Besser schließt der Tampon zirka 35 bis zirka 100 Gewichtsprozent Zellulosematerialien ein, und am besten zirka 50 bis zirka 75 Gewichtsprozent Zellulosematerialien.
  • Vor der Erwärmung weist die offene Struktur einen Feuchtigkeitsgehalt von zumindest zirka 4 Gewichtsprozent, vorzugsweise zirka 8 bis zirka 13 Gewichtsprozent auf. Nach dem Erwärmen behält die offene Struktur einen ausreichenden Feuchtigkeitsgehalt bei, um Bindungen zwischen den Fasern zu fördern, die ausreichen, um die Abmaße des komprimierten Tampons beizubehalten. Die offene Struktur weist nach dem Erwärmen einen Feuchtigkeitsgehalt von zirka 2 bis zirka 13 Gewichtsprozent auf.
  • Vorzugsweise wird der Tamponrohling im Wesentlichen von einer flüssigkeitsdurchlässigen Abdeckung umhüllt. Somit umhüllt die Abdeckung den größten Teil der äußeren Oberfläche des Tampons. Dies kann so erzielt werden, wie es bei Friese, U.S. Patent Nr. 4,816,100 offen gelegt wird. Darüber hinaus können eines der Enden oder beide Enden des Tampons von der Abdeckung umhüllt werden. Natürlich können einige Abschnitte der Oberfläche des Tampons aus Verarbeitungs- oder anderen Gründen frei von der Abdeckung sein. Das Einführende des Tampons und ein Abschnitt der zylindrischen Oberfläche angrenzend an dieses Ende können zum Beispiel offen liegend sein, ohne die Abdeckung, damit der Tampon problemloser Flüssigkeiten aufnehmen kann.
  • Die Abdeckung kann das Einführen des Tampons in den Körperhohlraum erleichtern, und sie kann die Möglichkeit verringern, dass Fasern vom Tampon getrennt werden. Die Fachleute werden Abdeckungen erkennen, die in Verbindung mit den Tampons der vorliegenden Erfindung von Nutzen sind. Sie können aus einer äußeren Schicht von Fasern ausgewählt werden, die miteinander verschmolzen werden (wie zum Beispiel durch Wärmebonden), aus einem Vliesgewebe, einer mit Öffnungen versehenen Schicht oder dergleichen.
  • Tampons werden im Allgemeinen in zwei Klassen eingeteilt: Applikatortampons und digitale Tampons, und ein bestimmter Grad an Formbeständigkeit ist für jede Art von Tampons von Nutzen. Bei Applikatortampons kommt eine relativ starre Vorrichtung zum Einsatz, um den Tampon vor der Benutzung aufzunehmen und zu schützen. Für das Einführen des Tampons in einen Körperhohlraum wird der Applikator zum Teil in den Körperhohlraum eingeführt, und der Tampon kann aus diesem ausgestoßen werden. Im Gegensatz dazu haben digitale Tampons keinen Applikator, um bei deren Einführung in den Körperhohlraum zu helfen, und sie benötigen eine Knickfestigkeit, die ausreicht, um ihre Einführung ohne die Benutzung eines Applikators zu ermöglichen. Diese Festigkeit kann bestimmt werden, indem ein Ende des Tampons an der festen Platte eines Instron-Universalprüfgeräts befestigt wird, das bei der Instron Corporation, Canton, Massachusetts, USA, erhältlich ist. Die bewegbare Platte wird in Kontakt mit dem gegenüberliegenden Ende des Tampons gebracht und wird dann so eingestellt, dass sie den Tampon mit einer Geschwindigkeit von zirka 5 cm/Minute komprimiert. Der auf den Tampon aufgebrachte Druck wird ständig gemessen, und der Punkt, an welchem diese Kraft zu fallen beginnt anstatt zu steigen, ist der Punkt, an welchem der Tampon sich verformt. Die erzielte Maximalkraft ist die Stabilität des Tampons. Vorzugsweise weisen die digitalen Tampons der vorliegenden Erfindung eine wesentliche Stabilität auf, zumindest zirka 10 N. Besser noch weisen die digitalen Tampons eine Stabilität von zumindest zirka 20 N auf, und am besten weisen sie eine Stabilität von zirka 30 N bis zirka 85 N auf. Tampons mit einer Stabilität, die zu gering ist, haben nicht genügend Formbeständigkeit, um ihre Grundstruktur während des Einführens als digitaler Tampon beizubehalten; Tampons mit einer Stabilität, die zu groß ist, können als zu steif oder zu hart empfunden werden, um bequem als digitaler Tampon eingeführt zu werden.
  • Obwohl der Applikatortampon durch die starre Applikatorvorrichtung geschützt wird und es nicht erforderlich ist, dass der Applikatortampon einen so hohen Grad an Knickfestigkeit aufweist wie ein digitaler Tampon, benötigen Applikatortampons dennoch eine Formbeständigkeit (besonders radial), um annehmbar für den Gebrauch zu sein. Diese Formbeständigkeit gewährleistet zum Beispiel, dass der Tampon sich nicht vorzeitig vergrößert und seine Verpackung zerreißt oder sich in einem Tamponapplikator verklemmt.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung beginnt mit einer offenen Struktur. Die offene Struktur ist ein Vliesgewebe, eine Masse von willkürlich oder im Wesentlichen einheitlich ausgerichteten Materialien, wie zum Beispiel Fasern, Schaumstoffe oder Partikel. Diese Masse wird dann verarbeitet, um einen Tamponrohling auszubilden.
  • Ein Vliesgewebe, das bei der vorliegenden Erfindung von Nutzen ist, kann in jeder gewünschten Weise vom Fachmann ausgebildet werden. Fasern können zum Beispiel geöffnet und/oder gemischt werden, indem sie kontinuierlich in einen Sägezahnöffner hinein geführt werden. Die gemischten Fasern können, zum Beispiel mit Hilfe von Luft, durch eine Leitung hindurch zu einer Kardierstation transportiert werden, um ein faseriges Gewebe auszubilden. Alternativ kann eine Masse von im wesentlichen willkürlich ausgerichteten Fasern ausgebildet werden, indem man sie öffnet und/oder mischt und sie wie oben zu einer Station transportiert, um zum Beispiel einen Teebeuteltyp-Tamponrohling auszubilden. Weitere Verfahren können ausgerichtete Fasern in einem faserigen Werg nutzen.
  • Der Tamponrohling kann weiter verarbeitet werden, um einen Tampon auszubilden. Bei einem Tamponausbildungsverfahren kann ein Gewebe zu einem schmalen faserigen Band ausgebildet werden und spiralförmig aufgewickelt werden, um einen Tamponrohling auszubilden. Darüber hinaus kann ein flüssigkeitsdurchlässiges Abdeckmaterial rund um den Tamponrohling gewickelt werden, um im Wesentlichen den faserigen absorbierenden Abschnitt des Tampons aufzunehmen. Beispiele der Weiterverarbeitung der Gewebe werden bei Friese et al., US Pat. Nr. 4,816,100 und bei Schwankhardt, US Pat. Nr. 5,909,884 beschrieben. Diese Verfahren sind jedoch gemäß der vorliegenden Erfindung zu modifizieren.
  • Die offene Struktur kann vor ihrer Ausbildung zu einem Tamponrohling erwärmt werden. Die offene Struktur kann ebenfalls nach ihrer Ausbildung zu einem Tamponrohling erwärmt werden, oder sogar sowohl davor als auch danach. Der sich ergebende vorerwärmte Tamponrohling kann dann bei einem wesentlich reduzierten Druck komprimiert werden, um einen formbeständigen Tampon auszubilden. Beim Verfahren nach Friese et al. wird ein faseriges Gewebe 100, das eine Breite aufweist, welche der Länge des Tampons 10 entspricht, kontinuierlich zugeführt und wird quer zu seiner Längsrichtung geschwächt. Diese Schwächung kann durch Perforieren und Strecken des Gewebes erreicht werden, um seinen Querschnitt an der geschwächten Zone zu reduzieren. Ein kontinuierlich zugeführter Abdeckstreifen wird abgetrennt, um einen Abdeckabschnitt 102 auszubilden, dessen Länge den Kreisumfang des Tamponrohlings 104, wie in der Aufwickelstation 106 gezeigt ist, übersteigt. Der Abdeckabschnitt 102 wird gebondet (zum Beispiel thermisch versiegelt) mit der Außenseite eines Bereiches des Gewebes 100 an einem Ende des Gewebeabschnitts benachbart der geschwächten Zone.
  • Der Abdeckabschnitt 102 wird dergestalt auf dem Gewebe 100 angeordnet, dass ein freies Ende 102a des Abdeckabschnitts 102 sich über die geschwächte Zone hinaus erstreckt. Das Gewebe 100 kann dann an der geschwächten Zone abgetrennt werden, um eine Lücke 108 zwischen den benachbarten Gewebeabschnitten 110 auszubilden.
  • Das Gewebe 100 kann mit Hilfe von Heizvorrichtungen 112 erwärmt werden, die zum Beispiel vor dem Abtrennen der benachbarten Gewebeabschnitte 110 platziert sein können. Ein erwärmter Gewebeabschnitt 110 kann dann auf sich selbst mit Hilfe eines Aufwickeldorns 114 um eine Achse aufgewickelt werden, die sich quer zu seiner Längsrichtung erstreckt. Dies bildet einen Tamponrohling 104 aus. Der aufgewickelte Tamponrohling 104 kann auf Grund eines Isoliereffekts der äußeren Schichten des Gewebes die aufgebrachte Wähne effektiv beibehalten. Das kann verstärkt werden durch das Umhüllen der Verfahrensausrüstung rund um den erwärmten Tamponrohling und/oder die erwärmten Gewebeabschnitte.
  • Alternativ kann erwärmte Luft durch den relativ lose aufgewickelten Tamponrohling 104 hindurchgeführt werden, um den Rohling vor der Komprimierung, wie in 2A gezeigt wird, vorzuwärmen.
  • Wärme kann auf die faserige Masse oder auf das Gewebe aufgebracht werden durch Leitung, Konvektion, Strahlung und Kombinationen derselben. Derartige Verfahren schließen unbeschränkt ein die Zirkulation von Heißluft oder Dampf, die elektromagnetische Übertragung von Energie (zum Beispiel, ohne Einschränkung, Hochfrequenzenergie, Infrarotenergie, Mikrowellenenergie), das Einführen von erwärmten Stiften in das Gewebe, um für leitfähige Wärmeübertragung, Ultraschallenergie und dergleichen zu sorgen. Die offene Struktur wird auf eine Temperatur von zumindest zirka 40 °C erwärmt. Besser noch wird die offene Struktur auf zumindest zirka 45 °C erwärmt, und am besten wird die offene Struktur auf zumindest zirka 60 °C erwärmt. Um ein Überhitzen einiger thermoplastischer Fasern oder ein übermäßiges Austrocknen der Struktur zu vermeiden, wird die Temperatur der offenen Struktur auf weniger als zirka 100 °C oder sogar 85 °C begrenzt.
  • Nach dem Aufwickeln umgibt der Abdeckabschnitt 102 den Umkreis des Tamponrohlings 104 vollständig über die vorgesehene Breite hinweg, und das freie Ende 102a kann thermisch an einen eigenen überlappten Abschnitt auf der Außenseite des Tamponrohlings 104 gebondet werden.
  • Ein Rückholbändchen kann um den Gewebeabschnitt 110 vor dem Aufwickeln platziert werden, und, falls angebracht, an seinen freien Enden verknotet werden. Der fertige Tamponrohling 104 kann dann einer Tamponpresse zugeführt werden, wie bei Leutwyler et al., US Pat. Nr. 5,911,712 offen gelegt wird.
  • Wie in 3 gezeigt wird, kann, übereinstimmend mit dem Verfahren von Schwankhardt, ein faseriges Gewebe 100 durch eine Heizvorrichtung 200 vor dem Eintritt in die Faltstation A erwärmt werden, in welcher eine Reihe von Faltplatten 202 und Ablenkplatten 204 sequentiell das Gewebe falten, um einen gefalteten oder im wesentlichen aufgewickelten faserigen Strang 206 auszubilden, wenn er die Faltstation verlässt. Der faserige Strang 206 kann in einer Umwickelstation B in ein Abdeckmaterial 208 umhüllt werden (ein Umwickelungsband nach Schwankhardt), zu einem komprimierten Strang 210 in einer Presse 212 einer Pressstation C komprimiert werden und zu einzelnen Tampons 10 in einer Abtrennstation D abgeschnitten und ausgebildet und danach verpackt werden. Das Erwärmen erfolgt vorzugsweise vor der ersten Faltplatte 202 und der ersten Ablenkplatte 204, um ein im Wesentlichen einheitliches Erwärmen durch die Dicke des Gewebes 100 hindurch zu ermöglichen. Das Erwärmen kann jedoch weiter bis in die Faltstation hinein vorgenommen oder ergänzt werden, vorzugsweise ehe zu viele Schichten des Gewebes gefaltet werden.
  • Zusätzlich zu den oben beschriebenen Verfahren können die Verfahren für die Herstellung von Tampons, die bei Haas, US Pat. Nr. 1,926,900 , Voss, US Pat. Nr. 2,076,389 und Dostal, US Pat. Nr. 3,811,445 offen gelegt werden, in ähnlicher Weise, wie oben beschrieben, modifiziert werden, um Nutzen aus den hierin offen gelegten Erfindungsgedanken zu ziehen.
  • Wie oben beschrieben, werden Tampons im Allgemeinen überkomprimiert, um eine spontane Ausdehnung der Struktur mechanisch zu beschränken, wodurch verhindert wird, dass der Tampon sich zu stark vor der Benutzung ausdehnt. Diese Über-Komprimierung ist jedoch nicht immer einheitlich, und ihre Wirksamkeit variiert. Im Besonderen können, wenn große Massen von Fasern komprimiert werden, lokalisierte Volumen größeren Komprimierungskräften ausgesetzt werden, als andere Volumen. Dies kann wünschenswert sein, wie bei den oben beschriebenen Offenlegungen von Friese und Leutwyler. Leider kann dies ebenfalls dazu führen, dass sich die Komprimierung auf die äußeren Bereiche eines Tampons konzentriert und zu einer geringeren Steuerung der Formbeständigkeit des Tampons führt.
  • Überraschenderweise werden sowohl die für die Komprimierung erforderliche Kraft als auch der Grad der Über-Komprimierung beträchtlich reduziert, wenn das faserige Gewebe vor der Komprimierung erwärmt wird. Dies wird ebenfalls in der geringeren Dichterelaxation widergespiegelt. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse erwarten wir, dass das Erwärmen des faserigen Gewebes vor der Komprimierung zur Tamponform ein einheitlicheres, formbeständigeres Produkt ergibt. Es sind ebenfalls geringere Komprimierungskräfte erforderlich, um ein formbeständiges Produkt zu erzielen.
  • Einen Weg für die Veranschaulichung der Steuerung der Einheitlichkeit und der Formbeständigkeit des Tampons bietet eine Überprüfung der Dichterelaxation des Tampons (wie nachstehend in den Beispielen definiert). Vorzugsweise haben die Tampons der vorliegenden Erfindung eine Dichterelaxation von weniger als zirka 20 %, noch besser von zirka 10 % und am besten von weniger als zirka 5 %.
  • Eine andere Art und Weise für die Veranschaulichung der Vorteile der vorliegenden Erfindung ist die verringerte Faserbeschädigung im Tampon. Faserbeschädigung, einschließlich von permanenter Faserdeformation und Faserbruch, tritt während der Komprimierung des Tampons auf. Faserbeschädigung kann festgestellt werden, indem der Tampon auf Fasern, welche gebrochen sind, untersucht wird. Zum Beispiel können Tampons, die aus Fasern mit Stapellänge (zirka 1 bis 1,5 Zoll) (25 bis zirka 40 mm)) ausgebildet werden, untersucht werden, um die Anzahl oder den Prozentsatz der Fasern zu bestimmen, die eine Länge von weniger als zirka 3/4 Zoll (18 mm) aufweisen. Alternativ können diese Tampons analysiert werden, um den Prozentsatz von Feinfasern (Fasern mit einer Länge von weniger als zirka 1/4 Zoll) (7 mm)) zu bestimmen. Ein beträchtlicher Prozentsatz von kurzen Fasern oder Feinfasern kann auf Faserbeschädigung in einem Produkt hinweisen.
  • Nach dem Erwärmen behalten die offene Struktur und/oder der Tamponrohling in vorteilhafter Weise ihre Wärme bei, auf Grund der innewohnenden Isoliereigenschaften einer lose zusammengeführten Masse von Fasern und auf Grund der erwärmten Luft, die in den Kapillaren derselben eingeschlossen ist. Losere Kapillaren des offeneren Gewebes erlauben eine gleichmäßigere Wärmeleitung in die Mitte des Gewebes hinein. Weiterhin befindet sich, wenn das nicht aufgewickelte Gewebe erwärmt wird, weniger thermische Masse zwischen der Wärmequelle und der Mitte des Gewebes, als wenn die Wärme dem komprimierten Tampon zugeführt wird. Natürlich kann die aufgebrachte Wärme in die Atmosphäre verloren gehen, wenn die Komprimierung dem Erwärmen nicht innerhalb einer angemessenen Zeitspanne folgt.
  • Obwohl wir festgestellt haben, dass das obige Verfahren für eine ausreichende Formbeständigkeit ohne ein zusätzliches Erwärmen nach der Komprimierung sorgen kann, kann ein gewisses Maß an Erwärmen nach der Komprimierung wünschenswert sein, um das Herstellungsverfahren zu optimieren.
  • Ein solches erforderliches Erwärmen nach der Komprimierung ist jedoch im Vergleich zu Verfahren des Standes der Technik, welche kein Erwärmen vor der Komprimierung einsetzen, stark reduziert.
  • Wir sind ebenfalls der Meinung, dass das gegenwärtige Verfahren größere Produktionsliniengeschwindigkeiten und eine bessere Verarbeitbarkeit gestattet. Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass das frühzeitige Erwärmen der Fasern die Menge des Materials, wie zum Beispiel Fasern, verringert, die aus der offenen Struktur während der Bearbeitung vor der Komprimierung verloren geht. Dies führt zu einem einheitlicheren Materialstrom, der in die späteren Verarbeitungsstationen führt.
  • Beispiele
  • Die vorliegende Erfindung wird noch weiter verstanden werden durch Bezugnahme auf die folgenden spezifischen Beispiele, welche die Zusammensetzung, die Form und das Herstellungsverfahren für das Produkt der vorliegenden Erfindung veranschaulichen. Es versteht sich, dass viele Variationen der Zusammensetzung, der Form und des Herstellungsverfahrens des Produkts für den Fachmann offensichtlich sein würden. Die folgenden Beispiele, wobei Teile und Prozentsätze nach Gewicht angegeben sind, falls nicht anderweitig angegeben, sind nur veranschaulichend.
  • Beispiel 1
  • Ein Gemisch von 75 Gewichtsprozent – 1/3tex Danufil® VY trilobal Viskosereyonfasern und 25 Gewichtsprozent 1/3tex Danufil® V Viskosereyonfasern, beide erhältlich bei Acordis Ltd., Spondon, England, wurde mit Hilfe von Standardausrüstungen für das Öffnen und Kardieren von Fasern geöffnet. Eine festgelegte Menge des Fasergemisches (mit einer Masse, W, von zirka 2 g) wurde in eine Form aus rostfreiem Stahl mit einem zylindrischen Hohlraum (mit einem Querschnittsbereich, A, von zirka 5 cm2) eingebracht. Ein zylindrischer Kolben mit einer mit dem zylindrischen Hohlraum übereinstimmenden Größe wurde eingesetzt, um die Fasermasse unter Nutzung einer Standard-Laborpresse zu komprimieren. Um die Proben zu erwärmen, wurden die Form und der Kolben zusammen in einem auf die Zieltemperatur eingestellten Ofen erwärmt. Nach einem Zeitraum, der ausreichte, damit die Form und der Kolben die Ofentemperatur erreichten, wurden die Fasern in den Hohlraum platziert, und die Form, der Kolben und die Fasern wurden für zusätzliche drei Minuten erwärmt, damit die Fasern die Ofentemperatur erreichen konnten. Die erwärmte Anordnung wurde aus dem Ofen entnommen und zwischen die Platten der Laborpresse platziert. Druck wurde aufgebracht, um die Fasermasse im Hohlraum bis auf einen vorher bestimmten Spitzendruck zu komprimieren und freigegeben, wonach der komprimierte faserige Pfropfen entnommen wurde, um ein sofortiges Messen der anfänglichen Dicke, To, zu gestatten.
  • Der komprimierte faserige Pfropfen hatte ein anfängliches Volumen (Vo = A·To) und eine anfängliche Dichte (po = W/Vo), jedoch erweiterte sich der Pfropfen, nachdem der Druck freigegeben wurde, und er erreichte Gleichgewicht nach zirka 15 bis 20 Minuten (bei Raumtemperatur, zirka 20 °C). Die Feuchtigkeitsbedingungen des Tests sind im Allgemeinen nicht von wesentlicher Bedeutung, jedoch wird sich die Vornahme des Tests bei hoher Feuchtigkeit nachteilig auf die Testergebnisse auswirken. Die Gleichgewichtsdicke Te, wurde dann gemessen, um für eine Gleichgewichtsdichte (pe = W/(A·Te)) zu sorgen. Aus diesen Werten kann eine „Dichterelaxation" berechnet werden, die (po – pe)/po entspricht.
  • Eine Kontrollprobe wurde ebenfalls vorbereitet unter Einsatz von Form, Kolben und Fasern bei Raumtemperatur, zirka 20 °C. Die Ergebnisse der Messungen bei jeder Temperatur und bei jedem Druck werden in Tabelle 1 gezeigt. TABELLE 1
    Temperatur Spitzendruck Anfangsdichte Gleichgewichtsdichte % Dichterelaxation
    100 °C 610 0,46 0,45 2 %
    1200 0,62 0,62 < 2 %
    1800 0,75 0,75 < 2 %
    2500 0,80 0,80 < 2 %
    3000 0,85 0,84 < 2 %
    3600 0,88 0,88 < 2 %
    4800 0,92 0,92 < 2 %
    6100 0,95 0,95 < 2%
    85 °C 610 0,34 0,34 < 2%
    910 0,49 0,49 < 2 %
    1200 0,43 0,43 < 2 %
    1500 0,55 0,55 < 2 %
    1800 0,53 0,53 < 2 %
    3600 0,85 0,86 < 2 %
    4900 0,85 0,86 < 2 %
    75 °C 610 0,36 0,36 < 2 %
    910 0,40 0,39 3 %
    1200 0,52 0,51 2 %
    1500 0,54 0,53 < 2 %
    1800 0,65 0,64 < 2 %
    3600 0,80 0,80 < 2 %
    4900 0,84 0,84 < 2%
    6100 0,91 0,92 < 2 %
    60 °C 910 0,33 0,32 3 %
    1200 0,41 0,40 2 %
    1500 0,44 0,44 < 2 %
    1800 0,49 0,47 4 %
    2200 0,57 0,55 4 %
    3000 0,65 0,64 < 2 %
    4900 0,79 0,78 < 2 %
    Temperatur Spitzendruck Anfangsdichte Gleichgewichtsdichte % Dichterelaxation
    6100 0,87 0,87 < 2 %
    40 °C 1200 0,31 0,30 3 %
    1800 0,43 0,40 7 %
    2400 0,50 0,47 6 %
    3000 0,58 0,56 3 %
    4300 0,69 0,66 4 %
    RAUMTEMP. 1200 0,23 0,17 26 %
    2400 0,33 0,25 24 %
    3600 0,50 0,38 24 %
    4900 0,60 0,46 23 %
    6200 0,64 0,51 20 %
  • Diese Daten zeigen, dass das Vorwärmen der Fasern bei einer Temperatur von zumindest zirka 40 °C und das Aufrechterhalten der Wärme während der Komprimierung für eine wesentlich größere Formbeständigkeit sorgt als bei der Komprimierung der gleichen Fasern bei Raumtemperatur. Sie veranschaulichen weiter, dass wesentlich höhere Faserpfropfdichten bei niedrigeren Komprimierungsdrücken erzielt werden können, wenn die Fasern vorgewärmt werden. Dies ist noch ausgeprägter bei Temperaturen von mehr als zirka 60 °C.
  • Beispiel 2
  • Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt mit einem Gemisch von 75 Gewichtsprozent 1/3tex Danufil® V Viskosereyonfasern, erhältlich bei Acordis Ltd., (Spondon, England), und 25 Gewichtsprozent 1/3tex T-224 Polyesterfasern, erhältlich bei RoSa, (Houston, Texas, USA). Die Ergebnisse der Messungen bei jeder Temperatur und jedem Druck werden wiederum in Tabelle 2 gezeigt. TABELLE 2
    Temperatur Spitzendruck Anfangsdichte Gleichgewichtsdichte % Dichterelaxation
    100 °C 610 0,33 0,34 < 2 %
    1200 0,47 0,48 < 2 %
    2400 0,62 0,63 < 2 %
    3000 0,65 0,65 < 2 %
    85 °C 910 0,36 0,35 3 %
    1200 0,39 0,39 < 2 %
    2400 0,53 0,53 < 2%
    3600 0,66 0,66 < 2 %
    4900 0,80 0,79 < 2 %
    6100 0,79 0,78 < 2%
    75 °C 910 0,33 0,32 3 %
    1200 0,37 0,37 < 2%
    2400 0,52 0,50 4 %
    3600 0,65 0,64 < 2 %
    4900 0,71 0,70 < 2 %
    6100 0,79 0,80 < 2 %
    60 °C 610 0,25 0,24 4 %
    1200 0,38 0,37 3 %
    2400 0,50 0,50 < 2 %
    3600 0,62 0,60 3 %
    6100 0,77 0,75 3 %
    45 °C 910 0,30 0,29 3 %
    1200 0,34 0,34 < 2 %
    2400 0,44 0,43 2 %
    3600 0,59 0,59 < 2 %
    4900 0,71 0,69 3 %
    6100 0,77 0,76 < 2 %
    RAUMTEMP. 2400 0,41 0,33 20 %
    3600 0,51 0,40 22 %
    3800 0,55 0,40 27 %
    3800 0,52 0,40 23 %
    4900 0,61 0,52 15 %
  • Diese Daten zeigen, dass das Vorwärmen der Fasern bei einer Temperatur von zumindest zirka 45 °C und das Aufrechterhalten der Wärme während der Komprimierung für eine wesentlich größere Formbeständigkeit sorgt als bei der Komprimierung der gleichen Fasern bei Raumtemperatur. Sie veranschaulichen weiter, dass wesentlich höhere Faserpfropfdichten bei niedrigeren Komprimierungsdrücken erzielt werden können, wenn die Fasern vorgewärmt werden. Dies ist noch ausgeprägter bei Temperaturen von mehr als zirka 60 °C. Bei thermoplastischen Fasern, wie zum Beispiel Polyesterfasern, kann dieses Vorwärmen jedoch eingeschränkt werden, um zu vermeiden, dass sie ihren Fließpunkt übersteigen und eine permanente Verformung der Fasern, einschließlich des Schmelzens der Fasern bewirken.
  • Beispiel 3
  • Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt mit verschiedenen Gemischen von 1/3tex Danufil® V Viskosereyonfasern, erhältlich bei Acordis Ltd., (Spondon, England), und 3tex T-224 Polyesterfasern, erhältlich bei RoSa, (Houston, Texas, USA). Bei dieser Reihe wurde jedoch die Temperatur bei 75 °C aufrechterhalten, während der Anteil von Fasern variierte.
  • Die Ergebnisse der Messungen bei jedem Gemisch und jedem Druck werden in der Tabelle 3 gezeigt. TABELLE 3
    Spitzendruck Anfangsdichte Gleichgewichtsdichte % Dichterelaxation
    25 % PET 910 0,33 0,32 3 %
    1200 0,37 0,37 < 2 %
    2400 0,52 0,50 4 %
    3600 0,65 0,64 < 2 %
    4900 0,71 0,70 < 2 %
    6100 0,79 0,80 < 2 %
    33 % PET 610 0,24 0,23 4 %
    910 0,31 0,30 3 %
    1200 0,39 0,38 3 %
    2400 0,49 0,47 4 %
    50 % PET 910 0,28 0,28 < 2 %
    1200 0,32 0,31 3 %
    2400 0,49 0,47 4 %
    3600 0,59 0,57 3 %
    4900 0,68 0,67 < 2 %
    6100 0,75 0,75 < 2 %
    67 % PET 1200 0,31 0,30 3 %
    2400 0,41 0,41 < 2 %
    3600 0,63 0,62 < 2 %
    6100 0,70 0,69 < 2 %
  • Diese Daten zeigen, dass das Vorwärmen der Fasern bei einer Temperatur von zirka 75 °C und das Aufrechterhalten der Wärme während der Komprimierung für eine wesentlich größere Formbeständigkeit sorgt, selbst bei großen Anteilen von relativ elastischen Fasern, wie zum Beispiel Polyester.
  • Die obige Beschreibung und die Ausführungsformen werden dargelegt, um das vollständige und nicht einschränkende Verständnis der hierin offen gelegten Erfindung zu unterstützen. Da viele Variationen und Ausführungsformen der Erfindung vorgenommen werden können, ohne von ihrem Schutzumfang abzugehen, wohnt die Erfindung den hiernach beigefügten Ansprüchen inne.

Claims (24)

  1. Verfahren für die Herstellung eines komprimierten Tampons, welches die folgenden Schritte umfasst: – Ausbildung einer offenen Struktur in Form eines Vliesgewebes oder einer Masse von willkürlich oder im wesentlichen einheitlich ausgerichteten Materialien, welche eine komprimierbare Struktur vor der eigentlichen Komprimierung zur Ausbildung eines Tampons als komprimiertes absorbierendes Produkt darstellen, wobei die offene Struktur eine Dichte von weniger als 0,1 g/cm3 und einen Feuchtigkeitsgehalt von zumindest 4 Gewichtsprozent vor dem Erwärmen aufweist und zumindest 5 Gewichtsprozent Zellulosematerialien umfasst; – Ausbildung eines Tamponrohlings aus dem Vliesgewebe oder der Masse von willkürlich oder im wesentlichen einheitlich ausgerichteten Materialien; – wobei das Vliesgewebe oder die Masse von willkürlich oder im wesentlichen einheitlich ausgerichteten Materialien und/oder der Tamponrohling erwärmt wird und zu einer erwärmten offenen Struktur mit einer Temperatur im Bereich von 40 °C bis 100 °C wird, wenn sie der Komprimierung ausgesetzt wird, während die in der offenen Struktur vorliegende Feuchtigkeit im wesentlichen beibehalten wird, wobei die offene Struktur nach der Erwärmung einen Feuchtigkeitsgehalt von 2 bis 13 Gewichtsprozent aufweist; – Komprimierung der offenen Struktur zur Ausbildung des komprimierten Tampons; und – Freigabe des komprimierten Tampons aus der Komprimierung.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Struktur zumindest 15 Gewichtsprozent Zellulosematerialien umfasst.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Struktur von 50 bis 75 Gewichtsprozent Zellulosematerialien umfasst.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Struktur weiterhin zumindest 5 Gewichtsprozent an nicht-Zellulose-Polymermaterialien umfasst.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, welches die Erwärmung der offenen Struktur auf eine Temperatur von zumindest 45 °C umfasst.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, welches die Erwärmung der offenen Struktur auf eine Temperatur von zumindest 60 °C umfasst.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Struktur auf eine Temperatur von weniger als 85 °C erwärmt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Erwärmen die offene Struktur einen Feuchtigkeitsgehalt von 8 bis 13 Gewichtsprozent aufweist.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, welches weiterhin den Schritt der Ausbildung der offenen Struktur zu einer länglichen Form umfasst.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Struktur vor der Ausbildung der offenen Struktur zu einer länglichen Form erwärmt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Struktur vor dem Erwärmen zu einer länglichen Form ausgebildet wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Struktur ein faseriges Gewebe ist und dass der Schritt der Ausbildung der offenen Struk tur zu einer länglichen Form das Aufwickeln des faserigen Gewebes zu einer im wesentlichen zylindrischen Form umfasst.
  13. Verfahren nach Anspruch 1, welches den Schritt der Komprimierung der erwärmten offenen Struktur umfasst, um den komprimierten Tampon mit einer Dichte von mehr als 0,3 g/cm3 auszubilden.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, welches den Schritt der Komprimierung der erwärmten offenen Struktur umfasst, um den komprimierten Tampon mit einer Dichte von mehr als 0,4 g/cm3 auszubilden.
  15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zellulosematerialien Zellulosefasern umfassen.
  16. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht-Zellulose-Polymermaterialien Fasern umfassen.
  17. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt der Erwärmung der offenen Struktur das Durchleiten erwärmter Luft durch die offene Struktur umfasst.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die erwärmte Luft angefeuchtet ist.
  19. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Erwärmens der offenen Struktur das Aufbringen elektromagnetischer Energie auf die offene Struktur umfasst.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromagnetische Energie ausgewählt wird aus der Gruppe, bestehend aus Infrarotstrahlung, Ultraschallenergie und Mikrowellenenergie.
  21. Verfahren nach Anspruch 1, welches weiterhin den Schritt der Umhüllung des komprimierten Tampons mit Verpackungsmaterial umfasst.
  22. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der komprimierte Tampon eine Dichterelaxation von weniger als 20 % aufweist, wobei die Dichterelaxation so berechnet ist, dass sie (po – pc)/po entspricht, wobei die anfängliche Dichte gemäß (po = W/Vo) berechnet wird, das anfängliche Volumen gemäß (Vo = A·To) berechnet wird und To die anfängliche Dicke des Tampons ist und wobei die Gleichgewichtsdichte gemäß (pe W/Ve) berechnet wird, das Gleichgewichtsvolumen gemäß (Ve = A·Te) berechnet wird und Te die Gleichgewichtsdicke des Tampons ist.
  23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der komprimierte Tampon eine Dichterelaxation von weniger als 10 % aufweist.
  24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der komprimierte Tampon eine Dichterelaxation von weniger als 5 % aufweist.
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