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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung sind neue chirale Verbindungen, die von
Estern der Hexansäure abgeleitet
sind, deren Verfahren und Herstellungszwischenstufen und deren Verwendung
zur Synthese von chiraler 2-(Brommethyl)2-ethylhexansäure.
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Die
Dokumente
US 2 250 422 ,
Rhinesmith et al. (J. Am. Chem. Soc., 1936, Band 58, 596–597), Acemoglu
et al. (Adv. Synth. Catal., 2001, Band 343, 75–77), Arutyunyan et al. (Armyanskii
Khimicheskii Zhurnal, 1980, Band 30, 748–754), Gilbert et al. (Biomed.
Mass Spectro., 1974, Band 1, 142–144, Kayama et al. (Nippon
Kagaku Kaishi, 1999, Nr. 2, 145–148),
Goldhahn et al. (Arch. Pharm. Ber. Dtsch. Pharm. Ges., 1962, Band 295,
598–604),
Kotschetkow (Zh. Obshch., 1956, Band 16, 971–975) und Gigsby et al. (J.
of Organomet. Chem., 1987, Band 259, 71–182) beschreiben Verbindungen,
die in der vorliegenden Anmeldung Zwischenstufen sind.
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Aufgabe
der Erfindung ist eine (R)- oder (S)-chirale Verbindung der Formel
(I),
in der R
1 einen
Hydroxyrest oder R'
1 bedeutet, wobei R'
1 eine säurefunktionsaktivierende
Gruppe bedeutet, und R
2 einen Alkylrest
mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, der gegebenenfalls durch ein oder
mehrere Halogenatome substituiert ist, oder einen Benzylrest bedeutet.
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Unter
Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist jede Art von linearem
oder verzweigtem Alkyl zu verstehen, und bevorzugt ein Methyl-,
Ethyl- oder Propylrest oder ein lineares oder verzweigtes Butyl.
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Unter
Halogenatom ist das Fluor-, Chlor-, Brom- oder Todatom zu verstehen.
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Unter
Alkylrest, der durch Halogen substituiert ist, ist ein Methyl- oder
bevorzugt Ethylrest zu verstehen, der durch ein oder mehrere Chlor-
oder Fluoratome substituiert ist. Unter säurefunktionsaktivierende Gruppe
ist irgendeine Gruppe zu verstehen, die dem Fachmann bekannt ist,
zum Beispiel ein Chlor- oder Bromatom, oder ein Esterrest, zum Beispiel
abgeleitet von 1-Hydroxybenzotriazol, ein Thioesterrest, zum Beispiel abgeleitet
von 2-Mercaptobenzothiazol, ein Amidrest, zum Beispiel abgeleitet
von Benzotriazol-3-oxid,
oder ein Mischanhydridrest, zum Beispiel abgeleitet von Sulfonaten
oder Phosphaten.
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Solche
Gruppen sind insbesondere in Acylierungsverfahren bekannt.
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Aufgabe
der Erfindung ist insbesondere eine Verbindung der Formel (I), wie
zuvor definiert, in der R1 aus der Gruppe
Hydroxyrest, Chlor- oder Bromatom, Mischanhydridrest, Aktivthioesterrest,
Aktivesterrest und Aktivamidrest stammt, sowie eine Verbindung der
Formel (I), wie zuvor definiert, in der R2 aus
der Gruppe Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und Benzylrest
stammt.
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Aufgabe
der Erfindung ist ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen
der Formel (I) wie zuvor definiert, dadurch gekennzeichnet, daß man eine
Verbindung der Formel (II)
in der R
2 wie
zuvor definiert ist, mit einem Recktanten behandelt, der eine Kette
der Formel
in der A und B jeweils ein
Wasserstoffatom bedeuten und C ein Bromatom bedeutet oder A und
B eine zweite Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung bedeuten und C ein
Wasserstoffatom bedeutet oder A und C ein Wasserstoffatom bedeuten
und B eine Ketonfunktion bedeutet, binden kann,
um zu einer
Verbindung der Formel (III)
zu gelangen, in der A, B,
C und R
2 die obengenannten Bedeutungen aufweisen
und bei der man gegebenenfalls die Ketonfunktion, die B bedeuten
kann, schützt,
um zu einer Verbindung der Formel (III')
zu gelangen, in der R
2 die obengenannte Bedeutung aufweist und
B' eine geschützte Ketonfunktion
bedeutet, anschließend
die Verbindung der Formel (III) oder (III') mit einem Enzym mit hydrolytischer
Aktivität
behandelt, um zu einer chiralen Verbindung der Formel (IV):
oder einer chiralen Verbindung
der Formel (IV
1):
worin A, B, C und R
2 die obengenannten Bedeutungen aufweisen,
oder einer entsprechenden chiralen Verbindung der Formel (IV') oder (IV'
1)
worin B' und R
2 die
obengenannten Bedeutungen aufweisen, zu gelangen, und die Verbindung
der Formel (IV) oder (IV
1) oder (IV') oder (IV'
1)
unter Bedingungen behandelt, die die Entstehung der chiralen Verbindung
der Formel (I
A):
in der R
2 die
obengenannte Bedeutung aufweist, ermöglichen, wobei diese Verbindung
einer Verbindung der Formel (I) entspricht, in der R
1 einen
Hydroxyrest bedeutet und die man gegebenenfalls mit einem säurefunktionsaktivierenden
Mittel behandelt, um zu einer chiralen Verbindung der Formel (I
B)
in der R
2 die
obengenannte Bedeutung aufweist, zu gelangen, die einer Verbindung
der Formel (I) entspricht, in der R'
1 die obengenannte
Bedeutung aufweist.
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Der
Reaktant, der die Kette mit der Formel -CH2-CHA-CHB-CH2C
binden kann, ist ein Halogenderivat der Kette oder ein ungesättigtes
Derivat am Ende der Kette. Beispiele sind nachfolgend im versuchteil
dargestellt.
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Der
Schutz der Ketonfunktion, die B bedeuten kann, kann jeder Schutz
sein, der dem Fachmann bekannt ist, zum Beispiel ein Ketal oder
ein Thioketal.
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Das
Enzym mit einer hydrolytischen Aktivität, die die Asymmetrie induziert,
kann insbesondere eine Esterase, Protease oder Lipase, zum Beispiel
eine Schweineleberesterase, Chymotrypsin oder eine Schweinebauchspeicheldrüsenlipase
sein. Unter den bevorzugten Enzymen können insbesondere das semigereinigte
Schweineleberenzym zitiert werden, das unter seinem Handelsnamen
Chirazym E1 bekannt ist.
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Die
Bedingungen, die die Entstehung der chiralen Verbindung (IA) ermöglichen,
hängen
natürlich
von der Natur der eingesetzten Verbindung ab. Wenn es sich um eine
Verbindung handelt, in der A und B eine zweite Bindung bilden, oder
eine Verbindung, in der C ein Bromatom bedeutet, wird eine Reduktion
zum Beispiel durch Wasserstoff in Gegenwart von Palladium in Tetrahydrofuran
ausgeführt.
Wenn es sich um eine Verbindung handelt, in der B eine Ketonfunktion
bedeutet, wird zum Beispiel eine Reduktion vom Typ Wolff-Kishner ausgeführt. Wenn
es sich um ein Ketal handelt, kann eine Reduktion durch das Natrium
im flüssigen
Ammoniak ausgeführt
werden. Wenn es sich um ein Thioketal handelt, kann eine Reduktion
durch Wasserstoff in Gegenwart eines Metallkatalysators, insbesondere
eines Nickelkatalysators, ausgeführt
werden.
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Das
säurefunktionsaktivierende
Mittel ist ein Mittel, das entweder ein Säurechlorid oder ein Säurebromid
oder einen Ester oder einen Thioester oder ein Amid oder ein Mischanhydrid
bilden kann. Solche Mittel sind herkömmlich und dem Fachmann bekannt,
zum Beispiel beim Einsatz der Acylierungsreaktion.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist die Verwendung der Verbindungen
der Formel (I), wie weiter oben definiert, zur Herstellung der chiralen
Verbindung der Formel (A):
dadurch gekennzeichnet, daß man auf
eine Verbindung der Formel (I) ein Reduktionsmittel einwirken läßt, um zu
einer chiralen Verbindung der Formel (V):
in der R
2 die
obengenannte Bedeutung aufweist, zu gelangen, die man verseift,
wodurch man zu der chiralen Säure
der Formel (VI)
gelangt, auf die man ein
Bromierungsmittel einwirken läßt, um zu
der chiralen Verbindung der Formel (A) zu gelangen.
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Das
Reduktionsmittel, das man auf die Verbindung (I) wirken läßt, ist
zum Beispiel ein alkalisches Borhydrid, wie etwa ein Natriumborhydrid.
Es kann auch ein Alkoxyboran oder ein Acylboran sein.
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Die
eingesetzte Verbindung (I) ist bevorzugt eine Verbindung, in der
R1 R'1 bedeutet. Die Verseifung der Verbindung
der Formel (V) kann unter den herkömmlichen Bedingungen ausgeführt werden,
die dem Fachmann bekannt sind.
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Das
Bromierungsmittel ist bevorzugt Bromhydridsäure. Das Malonatderivat der
Formel (II) ist bekannt und beschrieben oder durch beschriebene
Verfahren herstellbar.
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Aufgabe
der Erfindung sind schließlich
Verbindungen der Formel (III) und (III'), in denen A und B eine zweite Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung
bilden und C ein Wasserstoffatom bedeutet, oder A und C ein Wasserstoffatom
bedeuten und B eine Ketonfunktion bedeutet, und B' und R2 wie
zuvor definiert sind, so wie die chiralen Verbindungen der Formel
(IV) und (IV1), (IV') und (IV'1), so wie die
chiralen Verbindungen der Formel (V), (VI) und (A).
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Die
Verbindung der Formel (A) ist insbesondere bei der Synthese von
therapeutisch wirksamen Verbindungen nützlich.
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Die
folgenden Beispiele illustrieren die Erfindung ohne sie jedoch zu
beschränken.
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BEISPIEL 1: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure
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Stufe A: Dimethyl-2-(4-brombutyl)-2-ethylmalonat
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Unter
inertem Gas werden 10,6 g Dimethylethylmalonat, 57,4 g 1,4-Dibrombutan
und 30 cm3 Tetrahydrofuran gemischt. Es
wird auf +3 °C
abgekühlt
und es werden langsam 8,5 g tert-Kaliumbutylat in 55 cm3 Tetrahydrofuran
eingeführt.
Nach 1/4 Stunde läßt man die
Temperatur langsam wieder ansteigen, dann wird sie unter Rühren 3 Std.
lang auf 25 °C
gehalten. Es wird in ein Gemisch aus 150 cm3 Wasser,
50 cm3 Methylenchlorid und 5 cm3 2N-Chlorwasserstoffsäure gegossen,
dekantiert und die organische Phase mit Wasser gewaschen. Die wäßrige Phase
wird mit Methylenchlorid reextrahiert und die kombinierten organischen
Phasen werden getrocknet und unter vermindertem Druck zur Trockne
konzentriert. Es werden 62 g eines Öls erhalten, das unter einem
Druck von 1 mm Hg destilliert wird. Es werden 16,2 g des erwarteten
Produkts erhalten.
NMR-Spektrum (CDCl3):
250 MHz 3,71 ppm OCH3 (6H, s); 3,42 ppm
CH2Br (2H, t), 1,9 ppm CH2 (6H,
m), 1,2 ppm CH2 (2H, m), 0,8 ppm CH3 (3H, t).
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Stufe B: (2R)-6-Brom-2-ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure
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Es
werden 565 cm3 Wasser, 16,1 g des Produkts,
das in Stufe A erhalten wurde und 28,5 cm3 Dimethylsulfoxid
gemischt, auf 30 °C
erwärmt
und der pH-Wert wird durch die Zugabe von 1N-Natriumcarbonat auf 7
eingestellt. Es werden 5,4 g Chirazym E1 zugegeben. Das Gemisch
wird 30 Std. lang bei etwa 30 °C
gerührt, wobei
der pH-Wert auf 6,75 gehalten wird, dann wird das Enzym gefiltert.
Das Enzym wird auf dem Filter durch allmähliche Zugabe von 170 cm3 Wasser gewaschen. Die so erhaltene wäßrige Phase
wird durch Zugabe von 0,92 g Natriumbicarbonat basisch gemacht.
Anschließend
werden das Enzym sowie die wäßrigen Phasen
mit Methylenchlorid gewaschen. Die Gesamtheit der kombinierten wäßrigen Phasen
wird auf einen pH-Wert 2,7 durch Zugabe von 30 cm3 2N-Chlorwasserstoffsäure angesäuert. Es
wird mit Isopropylether extrahiert, die organische Phase mit Wasser
gewaschen, getrocknet, unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert
und es werden 12,9 g des erwarteten Produkts erhalten.
NMR-Spektrum
(CDCl3) 250 MHz 3,79 ppm OCH3 (3H,
s); 3,40 ppm CH2Br (2H, t), 2 ppm CH2 (6H, m), 1,4 ppm CH2 (2H,
m), 0,8 ppm CH3 (3H, t).
Ee = 95 %
NMR CDCl3 in Gegenwart von (R)-Methylbenzylamin
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Stufe C: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure
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Es
werden 12,44 g des in Stufe B erhaltenen Produkts, 125 cm3 Tetrahydrofuran, 2,5 g 10%iges Palladium
auf Kohle und 12,5 cm3 Triethylamin gemischt.
Das Gemisch wird unter Wasserstoffatmosphäre gegeben und 20 Std. lang
unter Rühren
auf ungefähr
26 °C gehalten.
Der Katalysator wird gefiltert und mit Tetrahydrofuran gewaschen.
Das
Filtrat wird unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert und
in 50 cm3 Isopropylether und 50 cm3 Wasser aufgenommen. Das Gemisch wird durch
die Zugabe von 15 cm3 2N-Chlorwasserstoffsäure angesäuert, dekantiert
und die wäßrige Phase
mit 50 cm3 Isopropylether reextrahiert.
Die kombinierten organischen Phasen werden mit Wasser gewaschen,
getrocknet und unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert. Es
werden 8,91 g des erwarteten Produkts erhalten.
NMR-Spektrum
(CDCl3) 250 MHz 3,79 ppm OCH3 (3H,
s), 2 ppm CH2 (4H, m), 1,2 ppm CH2 (4H, m), 0,8 ppm CH3 (6H,
td).
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BEISPIEL 2: Methyl-(2S)-2-{[(diethoxyphosphoryl)oxy]carbonyl}-2-ethylhexanat
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Unter
inertem Gas werden 8,5 g des in Beispiel 1 erhaltenen Produkts,
42,5 cm3 Methylenchlorid und 8,5 cm3 Diethylchlorphosphat gemischt. 6,3 g 2,6-Lutidin
werden langsam bei ungefähr
25 °C in
8,5 cm3 Methylenchlorid eingeführt. Nach
18 Std. unter Rühren
bei ungefähr
25 °C werden
35 cm3 Methylenchlorid und 42,5 cm3 Wasser zugefügt. Die Zugabe erfolgt 5 Min.
lang, dann wird dekantiert und die organische Phase mit Wasser gewaschen.
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Sie
wird getrocknet, unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert
und es werden 16,96 g des erwarteten Produkts erhalten, das gelöst in 10
cm3 Methylenchlorid gelagert wird.
NMR-Spektrum
(CDCl3) 250 MHz 4,3 ppm CH2 (4H,
q), 3,8 ppm OCH3 (3H, s), 2 ppm CH2 (4H, m), 1,4 ppm CH2 + CH3 (10H, q), 0,8 ppm CH3 (6H,
t).
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BEISPIEL 3: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure
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Stufe A: Dimethyl-2-ethyl-2-(3-oxobutyl)malonat
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Unter
inertem Gas werden 10 cm3 Dimethyl-2-ethylmalonat,
20 cm3 Methanol und 2,5 cm3 Methylvinylketon
gemischt. Im Laufe 1 Std. werden 7,5 cm3 Methylvinylketon
und 1 cm3 10%iges Natriummethylat in Methanol
eingeführt.
Das Gemisch wird anschließend
unter Rühren
auf 26–27 °C gehalten,
auf ungefähr
15 °C abgekühlt, dann
werden 2 cm3 1N-Chlorwasserstoffsäure, dann
10 cm3 Wasser zugefügt. Es wird auf das halbe Volumen
konzentriert, 90 cm3 Wasser zugefügt und mit
Isopropylether extrahiert. Die organische Phase wird mit Wasser
gewaschen, getrocknet, unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert
und es werden 13,45 g des erwarteten Produkts erhalten.
NMR-Spektrum
(CDCl3) 250 MHz 3,8 ppm OCH3 (6H,
s), 2,4 ppm CH2 (2H, t), 2,2 ppm CH2 + CH3 (5H, t+s),
2 ppm CH2 (4H, q), 0,8 ppm CH3 (3H,
t).
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Stufe B: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)-5-oxohexansäure
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Es
werden 20 cm3 Wasser, 0,504 g des in Stufe
A erhaltenen Produkts und 2 cm3 Dimethylsulfoxid gemischt.
Das Gemisch wird unter Rühren
auf ungefähr
33–35 °C gehalten,
dann werden langsam 0,25 g Chirazym E1 zugefügt, wobei der pH-Wert durch
Zugabe von 0,5N-Natriumcarbonat auf 7–7,3 gehalten wird. Nach 2
Std. werden 10 cm3 Methylenchlorid zugefügt, durch
Zugabe von 3 cm3 1N-Chlorwasserstoffsäure wird
das Gemisch auf einen pH-Wert
von 2 angesäuert,
weitere 10 cm3 Methylenchlorid werden zugefügt und dekantiert.
Die organische Phase wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und unter
vermindertem Druck zur Trockne konzentriert. Es werden 0,491 g des
erwarteten Produkts erhalten.
NMR-Spektrum (CDCl3)
250 MHz 3,8 ppm OCH3 (3H, s), 2,4 ppm CH2 (2H, t), 2,2 ppm CH2 +
CH3 (5H, t+s), 1,9 ppm CH2 (4H,
q), 0,8 ppm CH3 (3H, t).
Ee = 96 %
NMR CDCl3 in Gegenwart von (R)-Methylbenzylamin
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Stufe C: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure
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Es
werden 0,25 g des in Stufe B erhaltenen Produkts mit 0,23 g NH2-NH-SO2-C6H4-CH3 und
2,5 ml DMF gemischt. Das Gemisch wird 2 Stunden lang gerührt und
im Laufe 1 Stunde wird NaBH3CN, gelöst in DMF (2
ml), zugefügt.
Nach 24 Std. unter Rühren
wird das Produkt isoliert, indem es in eine wäßrige Lösung aus 10%igem NaHCO3 gegossen wird, es wird in Gegenwart von
Ethylacetat extrahiert, um nach Konzentration 0,2 g des erwarteten
Produkts zu erhalten.
NMR-Spektrum (CDCl3)
250 MHz 3,79 ppm OCH3 (3H, s), 2 ppm CH2 (4H, m), 1,2 ppm CH2 (4H,
m), 0,8 ppm CH3 (6H, td).
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BEISPIEL 4: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure
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Stufe A: Dimethyl-2-ethyl-2-[2-(2-methyl-1,3-dithiolan-2-yl)ethyl]malonat
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Unter
inertem Gas werden bei 20–22 °C 4,65 g
des in Stufe A aus Beispiel 3 erhaltenen Produkts und 23 cm3 Toluen gemischt. Es werden im Laufe von
10 Min. bei ungefähr
23 °C 3,7
g Ethandithiol und 4,25 g Bortrifluoridetherat zugefügt. Nach
17 Std. unter Rühren
wird das Gemisch bei Umgebungstemperatur in ein Gemisch aus 50 cm3 Isopropylether und 50 cm3 eines
Wasser/Eis-Gemischs gegossen. Es wird 5 Min. lang gerührt, dekantiert,
die wäßrige Phase
wird mit Isopropylether reextrahiert, die kombinierten organischen
Phasen mit Wasser und mit einer wäßrigen Lösung aus 1%igem Natriumbicarbonat
gewaschen. Es wird getrocknet, unter vermindertem Druck zur Trockne
konzentriert und es werden 6,64 g des erwarteten Produkts erhalten.
NMR-Spektrum
(CDCl3) 250 MHz 3,8 ppm OCH3 (6H,
s), 3,3 ppm S-CH2-CH2-S
(4H, m), 2,2 ppm CH2-S (2H, m), 2 ppm CH2 (2H, q), 1,8 ppm CH2 +
CH3 (5H, m+s), 0,9 ppm (3H, t)
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Stufe B: (2R)-2-ethyl-2-(methoxycarbonyl)-4-(2-methyl-1,3-dithiolan-2-yl)butansäure
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Es
werden 6 cm3 Wasser, 0,124 g des in Stufe
A erhaltenen Produkts und 0,6 cm3 Dimethylsulfoxid gemischt.
Es werden langsam 0,125 g Chirazym E1 zugefügt, wobei die Temperatur auf
33–34 °C und der pH-Wert
durch Zugabe von 0,2N-Natriumcarbonat auf 7,5–8,5 gehalten werden. Das Gemisch
wird 26 Std. lang gerührt,
dann werden 6 cm3 Methylenchlorid und 0,6
cm3 1N-Chlorwasserstoffsäure zugefügt. Es wird dekantiert, die
wäßrige Phase
wird mit Methylenchlorid reextrahiert, die organischen Phasen werden
kombiniert, mit Wasser gewaschen, getrocknet und unter vermindertem
Druck zur Trockne konzentriert. Es werden 0,107 g des erwarteten
Produkts erhalten.
NMR-Spektrum (CDCl3)
250 MHz 3,8 ppm OCH3 (3H, s), 3,3 ppm S-CH2-CH2-S (4H, m),
2,2 ppm CH2-S (2H, m), 2 ppm CH2 (2H,
q), 1,8 ppm CH2 + CH3 (5H,
m+s), 0,9 ppm (3H, t).
Ee = 95 % NMR CDCl3 in
Gegenwart von (R)-Methylbenzylamin
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Stufe C: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure.
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Es
werden 0,107 g des in Stufe B erhaltenen Produkts, 1 cm3 Tetrahydrofuran,
25 mg Nickel gemischt. Das Gemisch wird unter Wasserstoffatmosphäre gegeben
und 20 Std. lang unter Rühren
auf ungefähr
26 °C gehalten.
Der Katalysator wird gefiltert und mit Tetrahydrofuran gewaschen.
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Das
Filtrat wird unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert und
in 10 cm3 Isopropylether und 10 cm3 Wasser aufgenommen. Es wird dekantiert
und die wäßrige Phase
wird mit 10 cm3 Isopropylether reextrahiert.
Die kombinierten organischen Phasen werden mit Wasser gewaschen,
getrocknet und unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert.
Es werden 0,5 g des erwarteten Produkts erhalten.
NMR-Spektrum
(CDCl3) 250 MHz 3,79 ppm OCH3 (3H,s),
2 ppm CH2 (4H, m), 1,2 ppm CH2 (4H,
m), 0,8 ppm CH3 (6H, td).
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BEISPIEL 5: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure
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Stufe A: Dimethyl-2-ethyl-2-[2-(2-methyl-1,3-dioxolan-2-yl)ethyl]malonat
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Es
werden 0,45 cm3 Ethylenglykol, 10 mg Paratoluensulfonsäure und
0,88 cm3 Methylorthoformiat gemischt, dann
werden 0,92 g des in Stufe A aus Beispiel 3 erhaltenen Produkts
zugefügt.
Das Gemisch wird unter Rühren
24 Std. lang auf Umgebungstemperatur gehalten, dann in 20 cm3 einer wäßrigen Lösung aus 1%igem
Natriumbicarbonat gegossen. Es wird mit Methylenchlorid extrahiert,
die organische Phase wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und unter
vermindertem Druck zur Trockne konzentriert. Es werden 1,6 g des erwarteten
Produkts erhalten.
NMR-Spektrum (CDCl3)
250 MHz 4 ppm O-CH2-CH2-O-
(4H, s), 3,75 ppm OCH3 (6H, s), 2 ppm CH2 (4H, m), 1,5 ppm CH2 (2H,)
m, 1,4 ppm CH3 (3H, s), 0,9 ppm (3H, t).
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Stufe B: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)-4-(2-methyl-1,3-dioxolan-2-yl)butansäure
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Es
werden 20 cm3 Wasser, 0,55 g des in Stufe
A erhaltenen Produkts und 2 cm3 Dimethylsulfoxid
gemischt, unter Rühren
auf 30–32 °C gehalten,
dann werden langsam 0,266 g Chirazym E1 zugefügt und die Temperatur auf ungefähr 33 °C und der
pH-Wert durch Zugabe von 0,5N-Natriumcarbonat
auf 7,2–7,5
gehalten. Nach 24 Std. wird die Temperatur wieder auf 20 °C erhöht, dann
werden 10 cm3 Methylenchlorid zugefügt. Das
Gemisch wird durch Zugabe von 2,3 cm3 1N-Chlorwasserstoffsdure
angesäuert,
dekantiert, die organische Phase wird mit Wasser gewaschen, getrocknet
und unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert. Es werden
0,452 g des erwarteten Rohprodukts erhalten.
NMR-Spektrum (CDCl3) 250 MHz 4 ppm O-CH2-CH2-O- (4H, s), 3,8 ppm OCH3 (6H,
s), 2 ppm CH2 (4H, m), 1,6 ppm CH2 (2H, m), 1,4 ppm CH3 (3H,
s), 0,9 ppm CH3 (3H, t).
Ee = 99 %
NMR CDCl3 in Gegenwart von (R)-Methylbenzylamin
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Stufe C: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure
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Es
werden 0,4 g des in Stufe B erhaltenen Produkts in 8 ml flüssigem NH3 bei –70 °C mit 0,22
mg Na gemischt. Die Temperatur wird 3 Std. lang auf –70 °C gehalten.
Bei –30 °C wird im
Laufe 1 Std. eine Lösung aus
NH4Cl (2 ml) zugefügt und es wird mit Ethylacetat
extrahiert.
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Die
organische Phase wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und unter
vermindertem Druck zur Trockne konzentriert. Es werden 0,31 g des
erwarteten Produkts erhalten.
NMR-Spektrum (CDCl3)
250 MHz 3,79 ppm OCH3 (3H, s), 2 ppm CH2 (4H, m), 1,2 ppm CH2 (4H,
m), 0,8 ppm CH3 (6H, td).
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BEISPIEL 6: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure
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Stufe A: (2E)-Dimethyl-2-[but-2-enyl]-2-ethylmalonat
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Unter
inertem Gas werden 10 cm3 Dimethyl-2-ethylmalonat,
20 cm3 DMF und 1,27 g NaH bei 0 °C gemischt.
Im Laufe 1 Std. werden 5,8 g 4-Chloro-2-buten eingeführt, wobei
die Temperatur auf 0 °C
gehalten wird. Nach 2 Std. Reaktion bei 0 °C werden 10 ml 1N-HCl eingeführt, dann
wird konzentriert, es werden 10 ml Wasser zugefügt und es wird mit Isopropylether
extra hiert. Nach der Trocknung des Extrakts werden 8,2 g (E/Z/85/15)
eines Öls
wiedergewonnen.
NMR-Spektrum (CDCl3)
250 MHz 4,6 ppm Vinyl H (H, td), 4,2 ppm Vinyl H (H, q), 3.75 ppm
OCH3 (6H, s), 2,5 ppm CH2 (2H,
dd), 2,4 ppm CH3 (3H, d), 1,4 ppm CH2 (2H, q), 0,9 ppm (3H, t).
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Stufe B: (2R,4E)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)-4-hexensäure
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Es
werden 8 g des in Stufe A erhaltenen Produkts gemischt. Es werden
langsam 8 g Chirazym E1 zugefügt,
wobei die Temperatur auf ungefähr
33 °C und
der pH-Wert durch Zugabe von 1N-Natriumcarbonat auf 6,88 gehalten
werden. Nach 24 Std. wird mit Methylenchlorid extrahiert, die organische
Phase mit Wasser gewaschen, getrocknet und unter vermindertem Druck
zur Trockne konzentriert. Es werden 6,8 g des erwarteten Produkts
erhalten.
NMR-Spektrum (CDCl3) 250
MHz 4,6 ppm Vinyl H (H, td), 4,2 ppm Vinyl H (H, q), 3,70 ppm OCH3 (3H, s), 2,6 ppm CH2 (2H,
dd), 2,5 ppm CH3 (3H, d), 1,5 ppm CH2 (2H, q), 0,9 ppm (3H, t).
Ee = 26
% NMR CDCl3 in Gegenwart von (R)-Methylbenzylamin
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Stufe C: (2R)-2-Ethyl-2-(methoxycarbonyl)hexansäure
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Es
werden 6 g des in Stufe B erhaltenen Produkts, 60 cm3 Tetrahydrofuran,
1,25 g 10%iges Palladium auf Kohle und 6,25 cm3 Triethylamin
gemischt. Das Gemisch wird unter Wasserstoffatmosphäre gegeben
und 20 Std. lang unter Rühren
auf ungefähr
26 °C gehalten.
Der Katalysator wird gefiltert und mit Tetrahydrofuran gewaschen.
Das
Filtrat wird unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert und
in 25 cm3 Isopropylether und 25 cm3 Wasser aufgenommen. Das Gemisch wird durch
die Zugabe von 7 cm3 2N-Chlorwasserstoffsäure angesäuert, dekantiert
und die wäßrige Phase
mit 25 cm3 Isopropylether reextrahiert.
Die kombinierten organischen Phasen werden mit Wasser gewaschen,
getrocknet und unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert.
Es werden 5,7 g des erwarteten Produkts erhalten.
NMR-Spektrum
(CDCl3) 250 MHz 3,79 ppm OCH3 (3H,
s), 2 ppm CH2 (4H, m), 1,2 ppm CH2 (4H, m), 0,8 ppm CH3 (6H,
td).
-
BEISPIEL 7: (2S)-2-(Brommethyl)-2-ethylhexansäure
-
Stufe A: (2R)-Methyl-2-ethyl-2-(hydroxymethyl)hexanat
-
Es
werden 27,4 g einer in Beispiel 2 erhaltenen Mischanhydridlösung auf
16 g konzentriert, dann werden ihr unter Rühren und unter inertem Gas
53 cm3 Dimethylformamid zugefügt. Sie
wird auf ungefähr
+2 °C abgekühlt, dann
werden langsam 1,75 g Natriumborhydrid zugefügt. 1 Std. 45 Min. nach dem
Ende der Einführung
werden 0,17 g Natriumborhydrid, dann 1 Std. später erneut 0,17 g Natriumborhydrid
zugefügt.
Anschließend
werden 73 cm3 Isopropylether, dann bei 6–10 °C im Laufe
von 15 Min., 35 cm3 einer wäßrigen Lösung aus
5%iger Weinsäure
zugefügt.
Nach 5 Min. unter Rühren
wird dekantiert, die wäßrige Phase
mit Isopropylether reextrahiert, dann werden die kombinierten organischen
Phasen mit einer gesättigten
wäßrigen Lösung aus
Natriumbicarbonat, dann mit Wasser gewaschen. Das Gemisch wird getrocknet,
unter vermindertem Druck zur Trockne konzentriert und es werden
7,3 g des erwarteten Rohprodukts erhalten, das auf Silica chromatographiert
wird, wobei mit einem 7-3-Heptan-Ethylacetatgemisch eluiert wird.
Es werden 7,2 g des gereinigten Produkts erhalten.
NMR-Spektrum
(CDCl3) 250 MHz 3,79 ppm OCH3 (3H,
s), 3,69 ppm CH2OH (2H, 5), 2 ppm CH2 (4H, m), 1,2 ppm CH2 (4H,
m), 0,8 ppm CH3 (6H, td).
-
Stufe B: (2R)-2-Ethyl-2-(hydroxymethyl)hexansäure
-
7
g des in Stufe A erhaltenen Produkts werden in 70 ml Methanol gelöst und es
werden bei 0 °C
37 ml 1N-Natriumcarbonat
zugefügt.
Das Gemisch wird 1 Std. lang auf 0 °C gehalten; das Medium wird
konzentriert, der Rückstand
in 37 ml 1N-HCl aufgenommen und das erwartete Produkt wird mit 2·50 ml
Ethylacetat extrahiert. Es werden 5,6 g des erwarteten Produkts
erhalten.
NMR-Spektrum (CDCl3) 250
MHz 3,69 ppm CH2OH (2H, s), 1,6 ppm CH2 (4H, m), 1,2 ppm CH2 (4H,
m), 0,8 ppm CH3 (6H, td).
-
Stufe C: (25)-2-(Brommethyl)-2-ethylhexansäure
-
Es
werden 5,6 g des Produkts, das wie in Stufe B beschrieben erhalten
wurde, und 34,8 cm3 62%iger Bromwasserstoffsäure gemischt,
dann auf 92 °C ± 2 °C unter Rühren 7 Stunden
lang erwärmt,
dann 16 Stunden lang bei 20 °C
ruhen gelassen. Dann wird auf 0 °C
abgekühlt,
es werden 60 cm3 Wasser, dann 9,8 cm3 32%iges Natriumcarbonat zugefügt. Das
Gemisch wird weiter gerührt
und es werden 25 cm3 Toluen, dann erneut
50 cm3 Wasser und 50 cm3 Toluen
eingeführt
und 1 Stunde lang bei 20 °C
gerührt.
Das Gemisch wird dekantiert, mit Toluen reextrahiert, die organischen
Phasen kombiniert, getrocknet und unter vermindertem Druck zur Trockne
konzentriert. Es werden 6,1 g des erwarteten Rohprodukts erhalten,
die mittels Destillation unter 2 mm Hg gereinigt werden. Es werden
3,17 g des erwarteten Produkts (Bp2 = 118–124 °C) erhalten.
NMR-Spektrum
(CDCl3) 250 MHz 3,52 ppm CH2Br
(2H, s), 1,6 ppm CH2 (4H, m), 1,2 ppm CH2 (4H, m), 0,8 ppm CH3 (6H,
td).
αD (20) (1 % CHCl3) = +4°