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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Schließ- und Dichtungsdruckvorrichtung
für Türen und
Schaukästen,
in welchen eine Dichtung elastisch zwischen der Tür und einer
Rahmenstruktur des Kastens zusammengedrückt wird.
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Viele
Türschließvorrichtungen
sind in der Technik bekannt. In der
US-Patentschrift
4,514,996 wird eine Schließvorrichtung für Wohnungstüren, insbesondere
für Terrassentüren, offenbart,
welche einen schachtelförmigen
Hauptkörper
umfaßt,
von welchem ein Teil einen Handgriff definiert, welcher durch manuelle
Bewegung in bezug auf eine Grundplatte verschiebbar ist, die an
der Tür
befestigt ist. Ein Bolzen ist dem Handgriff zugeordnet und ist mit
dem letzteren zwischen einer Öffnungsposition,
in welcher der Bolzen in einen oberen Abschnitt des Hauptkörpers zurückgezogen
ist, und einer Verschlußposition bewegbar,
in welcher der Bolzen sich im wesentlichen über den oberen Abschnitt hinaus
erstreckt, um so mit den richtigen Aufnahmen, die im Türrahmen definiert
sind, in Eingriff zu sein.
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In
vielen Schaukästen,
insbesondere zur öffentlichen
Darbietung von wertvollen und empfindlichen Kunstobjekten, welche
eine geregelte Atmosphäre
fordern, ist es notwendig, die luftdichte Abdichtung der Öffnungen
im Schaukasten sicherzustellen. Für solch einen Zweck werden
allgemein Dichtungen aus elastomerem Material verwendet, die – wenn die Tür verschlossen
ist – elastisch
zwischen der Tür
und einer Rahmenstruktur des Kastens zusammengedrückt wird.
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In
Kästen
des zuvor erwähnten
Typs gibt es daher das Problem des Sicherstellens des Verschließens der
Tür und
des entsprechenden Zusammendrückens
der Dichtung.
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Folglich
betrifft die vorliegende Erfindung eine Schließ- und Dichtungsdruckvorrichtung
für Türen von
Schaukästen,
in welcher eine Dichtung elastisch zwischen der Tür und einer
Rahmenstruktur des Kastens zusammengedrückt wird, umfassend einen Hauptkörper, der
an die Tür
oder die Rahmenstruktur angebracht werden soll und einen Nebenkörper, der an
dem jeweils anderen der beiden Teile angebracht werden soll, wobei
der Hauptkörper
umfaßt:
- – ein
schachtelförmiges
Gehäuse
mit einem Innengleitsitz,
- – eine
Positionsanzeige, die frei in dem Gleitsitz gleiten kann und zwischen
zwei Endpositionen beweglich ist, nämlich einer Verschlußposition und
einer weiteren Öffnungsposition,
- – einen
Riegel, der an der Positionsanzeige angebracht ist, um von dem Gehäuse durch
ein Verriegelloch hindurch vorzustehen, wenn die Positionsanzeige
in einer Verschlußposition
ist,
- – eine
Zugangsöffnung
hin zu dem Gleitsitz, durch welche hindurch ein Positionsanzeigebetätigungswerkzeug
eingesetzt werden kann, um die Positionsanzeige zwischen deren beiden
Betriebspositionen zu verlagern;
wobei der Nebenkörper eine
Aufnahme für
den Riegel umfaßt.
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Diese
Vorrichtung erlaubt leichtes und sicheres Verschließen der
Türen und
stellt sicher, daß die Dichtung
auf dem angestrebten Druck gehalten wird.
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Weitere
Merkmale und Vorteile einer Vorrichtung gemäß der Erfindung werden klarer
durch die folgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
derselben, welche mit Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen
vorgenommen wird. In diesen Zeichnungen gilt:
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1 ist
eine perspektivische Ansicht eines Schaukastens, in welchem zwei
Schließ-
und Dichtungsdruckvorrichtungen gemäß der Erfindung verwendet werden;
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2 ist
eine perspektivische Ansicht einer der Schließ- und Dichtungsdruckvorrichtungen,
welche am Kasten von 1 angebracht sind, wobei die Tür offen
ist;
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3 ist
eine vertikale Schnittansicht der Vorrichtung aus 2;
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4 ist
eine horizontale Schnittansicht der Vorrichtung aus 2;
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5 ist
eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung aus 2,
wobei der Kasten geschlossen ist;
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6 ist
eine vertikale Schnittansicht der Vorrichtung aus 5;
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7 ist
eine horizontale Schnittansicht der Vorrichtung aus 5;
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8 ist
eine auseinandergezogene Ansicht des Hauptblocks der Vorrichtung
von 2;
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9 ist
eine Ansicht des Blocks aus 8, aufgebaut
und an Ort und Stelle mit der Tür
in geschlossenem Zustand;
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10 ist
eine Ansicht einer Variante des Riegels des Blocks aus 8.
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In
den Figuren ist ein Schaukasten insgesamt mit 1 bezeichnet,
wobei er einen Boden 2, eine Mehrzahl von feststehenden
Wänden 3 und
wenigstens eine Tür 4 umfaßt. An der
Tür 4 umfaßt der Schaukasten 1 eine
feststehende Rahmenstruktur 5, gegen welche die Tür 4 stößt, wobei
eine Dichtung 6 aus elastomerem Material zwischengelegt
ist, welche zusammengedrückt
werden muß,
wenn die Tür 4 geschlossen
wird, um die Abdichtung des Kastens 1 sicherzustellen;
es sollte beachtet werden, daß die
besondere Tür 4,
die dargestellt ist, (vom Scharniertyp) nur ein Beispiel ist, aber – für den Zweck
der Anwendbarkeit der vorliegenden Erfindung – könnte sie von jedem anderen
Typ (zum Beispiel verschiebbar, gleitend oder vollständig entfernbar)
sein, welcher das Zusammendrücken
einer Dichtung erfordert.
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Zwei
Schließ-
und Dichtungsdruckvorrichtungen 10, die zueinander identisch
sind, werden am Kasten 1 angebracht. Die Vorrichtung 10 umfaßt zwei eigene
Körper,
einen Hauptkörper 11 und
einen Nebenkörper 12,
wobei einer an der Tür 4 und
der andere am Rahmen 5 befestigt werden soll. Im dargestellten
Beispiel ist der Hauptkörper 11 am
Rahmen 5 befestigt, wohingegen der Hilfskörper 12 an
der Tür 4 befestigt
ist, aber die gegenteilige Anordnung ist natürlich möglich.
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Der
Hauptkörper 11 umfaßt ein längliches, parallelepipedisches,
schachtelförmiges
Gehäuse 20,
in welchem ein Längsgleitsitz 21 ausgebildet
ist, der komplett offen auf einer Seite 19 des Gehäuses 20 ist.
Dieser Sitz 21 umfaßt
zwei Abteile 22 und 23, welche teilweise von einander
durch eine Trennwand 24 getrennt sind; wie besonders in 3, 6 und 8 ersichtlich
ist, erstreckt sich die Trennwand 24 nur über einen
Teil der Breite des Sitzes 21, ohne ihn daher zu unterbrechen,
wobei sie sich aber begrenzt, um die zwei Abteile 22 und 23 zu
definieren.
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Im
Sitz 21 ist eine Positionsanzeige 30 untergebracht,
welche aus einem flachen Schlitten 31 ausgebildet wird,
der an den gegenüberliegenden
Enden mit zwei Köpfen 32 und 33 ausgestattet
ist, welche in bezug auf eine Seite des Schlittens 31 erweitert
sind. Der Kopf 32 ist im Abteil 22 aufgenommen
und der Kopf 33 ist im Abteil 23 aufgenommen.
Die Positionsanzeige 30 kann frei im Gleitsitz 21,
wobei der Schlitten 31 nicht durch die Trennwand 24 blockiert
wird, zwischen zwei Endpositionen gleiten: einer Verschlußposition
(sichtbar in 6 und 9) und einer Öffnungsposition
(sichtbar in 3).
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Der
Positionszeiger 30 ist mit zwei Elementen, welche in Längsrichtung
vorragen, einem Riegel 35, welcher am Kopf 32 befestigt
ist, und einem Stift 36, welcher am Kopf 33 befestigt
ist, ausgestattet. Der Riegel 35 ist von zylindrischer
Form und weist ein inneres Gewindeende 37 auf, welches
in ein entsprechendes Gewindeloch 45, das auf dem Kopf 32 ausgebildet
ist, eingeschraubt ist. Der Stift 36 ist von zylindrischer
Form und weist ein inneres Gewindeende 38 auf, welches
in ein entsprechendes Gewindeloch 46, das auf dem Kopf 33 ausgebildet
ist, eingeschraubt ist. Der Stift 36 ist schlanker als
der Riegel 35, d.h. er ist länger und dünner. Der Riegel 35,
dargestellt in 1 bis 9, ist von
zylindrischer Gestalt bis zu seinem äußeren Ende 39 (abgesehen
von den normalen abgefasten Kanten, welche typisch für jedes
mechanische Stück
sind); in einer Ausführungsformvariante,
gezeigt in 10, ist das äußere Ende 39a des
Riegels 35 andererseits deutlich abgefast, um so eine stumpfkegelige
Form anzunehmen.
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Im
Hauptkörper 11 kann
der Riegel 35 in seiner Bewegung gemeinsam mit dem Positionsanzeiger 30 aus
dem Gehäuse 20 durch
ein geeignetes Riegelloch 25 vorragen; auf die gleiche
Weise kann der Stift 36 in seiner Bewegung gemeinsam mit
dem Positionsanzeiger 30 aus dem Gehäuse 20 durch ein geeignetes
Stiftloch 26 vorragen. Wenn der Positionsanzeiger 30 sich
in der Verschlußposition
befindet (6 und 9), ragt
der Riegel 35 aus dem Gehäuse 20 vor, wohingegen
der Stift 36 nicht vorragt; umgekehrt, wenn der Positionsanzeiger 30 sich in
der Öffnungsposition
befindet (3), ragt der Riegel 35 nicht
aus dem Gehäuse 20 vor,
wohingegen der Stift 36 vorragt.
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Der
Hauptkörper 11 umfaßt auch
eine Öffnung 27,
welche im Gehäuse 20 an
dieser seiner Seiten ausgeformt ist, die gegenüber der offenen Seite 19 liegt
und dem Abteil 23 zugewandt ist. Dementsprechend umfaßt der Positionsanzeiger 30 einen Manövriersitz 34 in
der Form eines Lochs, welches im Schlitten 31 nahe dem
Kopf 33 ausgeführt
ist. Durch die Öffnung 27 ist
es daher möglich
ein geeignetes Werkzeug 7 einzuschieben, um den Positionsanzeiger 30 ins
Gleiten zu bringen.
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Der
Nebenkörper 12 ist
aus einem kleinen Block 50 ausgebildet, welcher mit einem
Sitz 51 zum Aufnehmen des Riegels 35 ausgestattet
ist.
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Sowohl
das Gehäuse 20 auf
seiner Seite 19 als auch der kleine Block 50 sind
mit Gewindelöchern für den Zusammenbau
der zwei Körper 11 und 12 ausgestattet;
in 8 und 9 sind die Löcher 28 auf dem Körper 11 sichtbar,
wohingegen die analogen Löcher
auf dem Körper 12 in
den Figuren nicht sichtbar sind.
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Im
Schaukasten 1 sind die Körper 11 und 12 jeweils
auf dem Rahmen 5 und auf der Tür 4 angebracht, sodaß, wenn
die Tür 4 geschlossen
ist, wobei die Dichtung 6 richtig zusammengedrückt ist,
um die angestrebte Abdichtung sicherzustellen, der Riegel 35 und
der Sitz 51 zur Aufnahme des Riegels gefluchtet sind.
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Um
eine offene Tür 4 zu
schließen,
ist es notwendig, Druck auf die Tür 4 (durch die Hand
oder durch andere Mittel) auszuüben,
sodaß die
Dichtung 6 entsprechend zusammengedrückt wird und daher die Sitze 51 mit
den Riegeln 35 gefluchtet sind. Dann ist es möglich, leicht
auf jede der Vorrichtungen 10 mit dem Werkzeug 7 einzuwirken,
um so alle jeweiligen Positionsanzeiger 30 in die geschlossene
Position zu bewegen, um so jeden Riegel 35 richtig in seinem
Aufnahmesitz 51 in Eingriff gelangen zu lassen.
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Nachdem
alle Vorrichtungen 10 geschlossen worden sind, ist es möglich, den
Druck auf die Tür 4 wegzunehmen.
Die elastische Reaktion der zusammengedrückten Dichtung 6 stellt
sicher, daß die
Reibung zwischen den zylindrischen Riegeln 35 und den Seiten
der Sitze 51 die Loslösung
aus dem Eingriff nicht gestatten. Der geschlossene Zustand ist daher aufrecht.
In diesem Zustand ragen die Stifte 36 nicht aus den Körpers 11 hervor.
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Das
mögliche
Vorragen eines Stifts 36 zeigt sichtbar auf direkte Weise
an, daß die
entsprechende Vorrichtung 10 offen ist, was ein schnelles
Eingreifen ermöglicht,
um sie erneut zu schließen.
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Es
sollte beachtet werden, daß mit
der Variante aus 10 das Fluchten der Riegel 35 mit
den jeweiligen Sitzen 51 im Verschließschritt der Tür erleichtert
wird.