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Technisches Gebiet der Erfindung:
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Diese
Erfindung betrifft eine Benutzerschnittstelle einer Mobilstation,
wobei die Benutzerschnittstelle zumindest eine Taste bzw. einen
Bedienungsknopf zum Eingeben von Daten in die Mobilstation umfasst.
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Beschreibung des Stands der Technik:
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Die
meisten geläufigen
Mobilstationen, wie beispielsweise Mobiltelefone, PDAs (Personal
Digital Assistants), Pager usw., enthalten Benutzerschnittstellen
mit einer Vielzahl von Tasten, die in der Lage sind gedrückt zu werden,
um Daten in das Telefon einzugeben, wie beispielsweise Text und
Zahlen. Eine Alternative ist ein Touchscreen.
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Bei
einigen Benutzerschnittstellen können zwei
oder mehr unterschiedliche Teile von ein und derselben Taste gedrückt werden,
wobei eine Unterscheidung zwischen einem Drücken von jedem unterschiedlichen
Teil der Taste gemacht wird.
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Die
Mobiltelefon-Industrie versucht immer kleinere Mobiltelefone zu
produzieren. Mittlerweile neigt die Anzeige dazu einen relativ größeren Teil
des Mobiltelefons in Anspruch zu nehmen, wobei Dienste wie beispielsweise
Spiele, Bilddarstellungen, Anzeigen von Fotos, unterstützt werden.
Aus diesem Grund neigt der physische Raum für eine Benutzerschnittstelle
an einem modernen Mobiltelefon dazu sich zu verringern. Deshalb
kann eine Nutzung der Benutzerschnittstelle eines modernen Mobiltelefons ziemlich
mühsam
sein, insofern als die Größe der Tasten
klein geworden ist, verglichen mit der Durchschnittsgröße von Fingern
eines Erwachsenen. Deshalb besteht die Notwendigkeit für eine unterschiedliche
Art von Benutzerschnittstelle an einem Mobiltelefon.
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US 6,292,562 B1 beschreibt
ein Mobiltelefon mit einer verrückbaren
Taste, die anstelle einer Tastatur oder eines Tastaturfelds benutzt
wird.
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Die
Aufgabe dieser Erfindung ist es, eine Alternative zu den vorherrschenden
Benutzerschnittstellen bereitzustellen. Eine weitere Aufgabe ist
es, eine raumeffiziente und benutzerfreundliche Benutzerschnittstelle
bereitzustellen.
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Zusammenfassung der Erfindung:
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Diese
Ziele werden mit der Benutzerschnittstelle einer Mobileinheit gemäß der Erfindung
erreicht, wobei die Benutzerschnittstelle eine erste Taste umfasst,
die so angeordnet ist, dass sie zwischen unterschiedlichen Positionen
gleitbar bzw. schiebbar ist. Hierdurch kann der für eine Benutzerschnittstelle benötigte Raum
beträchtlich
verringert werden.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform umfasst
die Benutzerschnittstelle ferner einen Schlitz, innerhalb dessen
die erste Taste gleitbar ist. Dies gewährt eine leichte Art und Weise
der Implementierung der Erfindung. Der Schlitz kann mit Stoppeinrichtungen
in der Form von Bereichen mit erhöhter Reibung zwischen der ersten
Taste und dem Schlitz ausgebildet sein. Vorzugsweise sind die Stoppeinrichtungen
auf Positionen mit Informationen bezogen, die in die Mobilstation
eingegeben werden können,
wie beispielsweise Zahlzeichen oder Zeichen. Hierdurch wird die
Benutzerfreundlichkeit der Benutzeroberfläche gesteigert, insofern als
die Positionen der ersten Taste, die einem Zeichen oder Zahlzeichen
entsprechen, leicht während
der Bewegung der ersten Taste erfasst werden.
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Vorzugsweise
umfassen die Positionen, zwischen denen die Taste gleitbar ist,
Zahlzeichenpositionen, die auf zumindest eines der Zahlzeichen 0
bis 9 bezogen sind, und vorzugsweise umfassen die Positionen, zwischen
denen die Taste gleitbar ist, überdies
Zeichenpositionen, die auf Zeichen bezogen sind, wie beispielsweise
#, *, usw. Hierdurch können mehr
als zehn Tasten an einer herkömmlichen
Benutzerschnittstelle durch die erste Taste ersetzt werden, die
so angeordnet ist, dass sie zwischen unterschiedlichen Positionen
gleitbar ist. Es sollte angemerkt werden, dass eine Zahlzeichen-
oder Zeichenposition auf mehr als ein Zahlzeichen beziehungsweise Zeichen
bezogen sein könnte,
und dass eine derartige Position sowohl auf Zahlzeichen als auch
auf Zeichen bezogen sein könnte.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Benutzerschnittstelle eine Einrichtung zur Eingabe von
Informationen, die auf die Position der ersten Taste bezogen sind,
in die Mobilstation. Vorzugsweise ist die Eingabeeinrichtung eine
zweite Taste, die in der Lage ist niedergedrückt zu werden, wobei das Niederdrücken die
Eingabe von Informationen, die auf die Position der ersten Taste
bezogen sind, in die Mobilstation aktiviert. Hierdurch wird eine
Art und Weise der Eingabe von Zahlzeichen und Zeichen in den Speicher
erreicht, insofern als ein Nutzer die erste Taste zwischen Zahlzeichen-
und Zeichenpositionen schieben und die Informationen eingeben kann,
die der Position der ersten Taste entsprechen, durch Drücken der
zweiten Taste.
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Bei
noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Eingabeeinrichtung
eine Einrichtung, um zu ermöglichen,
dass die erste Taste niedergedrückt
wird, wenn sie in einer Zahlzeichen- oder Zeichenposition ist, wobei
das Niederdrücken
eine Eingabe der Informationen, die auf die Position der ersten
Taste bezogen sind, in die Mobilstation aktiviert. Hierdurch wird
eine Art und Weise der Eingabe von Zahlzeichen und Zeichen durch
Verwendung von lediglich einer Hand erreicht, insofern als ein Nutzer die
erste Taste in eine Position schieben und die Informationen eingeben
kann, die dieser Position entsprechen, durch Niederdrücken der
ersten Taste.
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Vorzugsweise
ist die Mobilstation ein Mobiltelefon oder ein PDA, und die Benutzerschnittstelle wird
als ein Tastaturfeld oder eine Tastatur genutzt.
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Es
sollte betont werden, dass der Begriff „umfassend/umfasst", wenn er in dieser
Beschreibung verwendet wird, genommen wird, um das Vorhandensein
von angegebenen Merkmalen, ganzen Zahlen, Schritten oder Komponenten
zu spezifizieren, aber er schließt nicht das Vorhandensein
oder Zufügen
von einem oder mehreren anderen Merkmalen, ganzen Zahlen, Schritten,
Komponenten oder Gruppen davon aus.
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Der
Begriff „Mobilstation" ist so gemeint, dass
er sämtliche
Geräte
umfasst, wie beispielsweise Mobiltelefone, Autotelefone, Funktelefone,
Pager, Kommunikationsgeräte,
d.h. elektronische Organizer, Smartphones oder dergleichen. Der
Begriff „Mobilstation" sollte jedoch nicht
als auf das obige beschränkt
interpretiert werden, sondern betrifft jedes mobile elektrische
oder elektronische Verbrauchergerät, bei dem eine Benutzerschnittstelle
gemäß der Erfindung
zweckmäßig sein
könnte,
wie beispielsweise Rechner, GPS-Empfänger, usw.
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Innerhalb
dieser Beschreibung ist der Begriff „Benutzerschnittstelle" so gemeint, dass
er die Einrichtungen abdeckt, mit denen ein Nutzer Informationen
in eine Mobilstation eingeben kann; somit umfasst der Begriff „Benutzerschnittstelle" jede Einrichtung
zum Eingeben, die als eine Tastatur, ein Tastaturfeld, eine Druckknopftastatur
usw. verwendet werden kann.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen:
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Die
Erfindung wird unten vollständiger
beschrieben, in Verbindung mit bevorzugten Ausführungsformen und unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen, in denen:
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1 eine
Benutzerschnittstelle einer Mobilstation gemäß der Erfindung zeigt;
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2 eine
alternative Benutzerschnittstelle einer Mobilstation gemäß der Erfindung
zeigt; und
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2a ein
Detail von 2 zeigt.
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Ausführliche
Beschreibung von Ausführungsformen:
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1 zeigt
eine Mobilstation 10, zum Beispiel ein Mobiltelefon, von
vorn gesehen und mit einer Benutzerschnittstelle 100 gemäß der Erfindung eingebaut.
Die Mobilstation 10 umfasst überdies einen Speicher (nicht
gezeigt), eine Anzeige 160, ein Mikrofon 150,
einen Lautsprecher 140 und eine Kommunikationseinrichtung
(nicht gezeigt); diese Elemente der Mobilstation bilden jedoch nicht
Teil der Erfindung. Die Erfindung betrifft die Benutzerschnittstelle 100,
die eine erste Taste 110 und einige andere Tasten 130 enthält. Die
erste Taste 110 ist in einem Schlitz 120 angeordnet,
und ist in der Lage, zwischen unterschiedlichen Positionen zum Eingeben
des Schlitzes geschoben zu werden. Jede dieser Positionen zum Eingeben
ist auf zumindest ein Zahlzeichen und/oder Zeichen 125, 126 bezogen,
das in die Mobilstation einzugeben ist. Bei der gezeigten Ausführungsform
ist jedoch jede Position auf ein Zahlzeichen 125 oder ein
Zeichen 126 bezogen. Diese Zahlzeichen- und Zeichenpositionen
könnten
alternativ als „Positionen
zum Eingeben" bezeichnet
werden, insofern als sie Positionen der ersten Taste betreffen, die
einem Zahlzeichen oder Zeichen entsprechen, das in die Mobilstation
einzugeben ist.
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Der
Schlitz 120 und/oder die erste Taste 110 können mit
einer Einrichtung zur Eingabe oder zum Eingeben von Informationen,
die auf die Position der ersten Taste 110 bezogen sind,
in die Mobilstation versehen sein. Eine derartige Eingabeeinrichtung könnte eine
zweite Taste 130 sein, die niedergedrückt werden kann, wobei das
Niederdrücken
der zweiten Taste 130 die Eingabe oder das Eingeben von
Informationen, die auf die Position der ersten Taste 110 bezogen
sind, in die Mobilstation aktiviert. Alternativ könnte die
Eingabeeinrichtung oder Einrichtung zum Eingeben eine Einrichtung
sein, um zu ermöglichen,
dass die erste Taste niedergedrückt wird,
wenn sie in einer Position zum Eingeben ist, d.h. eine Zahlzeichen-
oder Zeichenposition, wo das Niederdrücken der ersten Taste die Eingabe
der Informationen, die auf die Position der ersten Taste bezogen
sind, in den Speicher aktiviert. Schließlich könnte die Eingabeeinrichtung
eine automatische Eingabe der Informationen umfassen, die auf die
Position der ersten Taste bezogen sind, immer wenn die erste Taste
in einer Position zum Eingeben, d.h. Zeichen- oder Zahlzeichenposition,
für ein
vorbestimmtes Zeitintervall war, wie zum Beispiel drei Sekunden. In
diesem Fall sollte der Schlitz vorzugsweise ein oder mehrere Pausenpositionen
aufweisen, in denen die erste Taste positioniert werden könnte, ohne
eine Aktivierung der Eingabe ihrer Position in die Mobilstation.
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In 1 werden
die Positionen zum Eingeben mit einem Abstand zwischen ihnen gezeigt;
wobei dieser Abstand auf Positionen bezogen sein könnte, bei
denen keine Eingabe von Zeichen oder Zahlzeichen möglich ist.
Alternativ könnten
die Positionen zum Eingeben, d.h. Zeichen- und/oder Zahlzeichenpositionen,
angrenzend bzw. fortlaufend sein, so dass die erste Taste 110 immer
in einer Position zum Eingeben ist. Natürlich könnte diese erste Taste 110 in
der Lage sein, in Zuständen
verriegelt oder pausiert zu sein, bei denen Eingaben von Zahlzeichen/Zeichen
nicht gewünscht
oder unerwünscht sind.
Natürlich
kann die erste Taste 110 mit jeglichen zweckmäßigen zusätzlichen
Tasten mit geeigneten Funktionen kombiniert werden, wie beispielsweise eine
Taste um die Mobilstation ein-/auszuschalten, eine Taste zum Verbinden,
eine Taste zum Trennen usw. Die in 1 gezeigte
Mobilstation umfasst vier Tasten 130 zusätzlich zu
der ersten Taste 110. Derartige vier Tasten 130 könnten eine
Taste zum Anschalten des Mobiltelefons und zum Verbinden von Gesprächen umfassen;
eine Taste zum Ausschalten des Mobiltelefons und zum Trennen von
Gesprächen; eine
Taste für
Telefonbuch-Nachschläge
und eine Taste für
vordefinierte und/oder Nutzer-definierte Menüs. Diese Tasten könnten zusätzliche
Funktionen haben, und werden lediglich als ein Beispiel beschrieben.
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2 zeigt
eine alternative Mobilstation 20, zum Beispiel ein PDA,
von vorn gesehen und mit einer alternativen Benutzerschnittstelle 200 gemäß der Erfindung
eingebaut. Wie in 1, umfasst die Mobilstation 20 vorzugsweise
einen Speicher (nicht gezeigt), eine Anzeige 260, ein Mikrofon 250 und
einen Lautsprecher 240; diese Elemente der Mobilstation bilden
jedoch nicht Teil der Erfindung. Die Erfindung betrifft die Benutzerschnittstelle 200,
die eine erste Taste 210 und einige andere Tasten 230 enthält. Die erste
Taste 210 ist in einem Schlitz 220 angeordnet, so
dass sie in der Lage ist, zwischen unterschiedlichen Positionen
zum Eingeben des Schlitzes geschoben zu werden. Jede dieser Positionen
zum Eingeben ist auf zumindest ein Zahlzeichen und/oder Zeichen 225, 226 bezogen,
das in die Mobilstation einzugeben ist. Wie in 1 ist
jedoch jede Position auf ein Zahlzeichen 225 oder ein Zeichen 226 bezogen.
Diese Zahlzeichen- und Zeichenpositionen könnten alternativ als „Positionen
zum Eingeben" bezeichnet
werden, insofern als sie Positionen der ersten Taste betreffen,
die einem Zahlzeichen oder Zeichen entsprechen, das in die Mobilstation
einzugeben ist.
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In 2 wird
der Schlitz 220 mit Stoppeinrichtungen 222 gezeigt;
wobei ein Detail des Schlitzes 220 in 2 in
einer vergrößerten Ansicht
in 2a gezeigt wird. In 2a wird
das linke Ende des Schlitzes 220 gezeigt, das den Zahlzeichenpositionen
entspricht, die auf „0" und „1" in 2 bezogen
sind. Die Stoppeinrichtungen 222 in 2a sind als
abgerundete Zungen ausgebildet, die an gegenüberliegenden Teilen des Schlitzes 220 platziert
sind, so dass relativ enge Abschnitte des Schlitzes ausgebildet
werden. Diese engen Abschnitte sehen eine erhöhte Reibung zwischen dem Schlitz
und der ersten Taste 210 vor, im Vergleich mit den breiteren
Abschnitten des Schlitzes 220, wenn die erste Taste 210 von
einer Position zu einer anderen geschoben wird. In 2 und 2a entsprechen
die breiteren Abschnitte des Schlitzes 220 Stellen, bei
denen eine Bewegung der ersten Taste durch die Zungen 222 verlangsamt
bzw. verzögert
wurde; wobei diese Stellen vorzugsweise einer Position zum Eingeben
entsprechen, so dass die Zungen 222 wirken, um die erste
Taste zu verlangsamen und schließlich an einer Position zum
Eingeben anzuhalten, so dass ein Nutzer ohne Zweifel erfassen kann,
wann die erste Taste an einer Position zum Eingeben ist. Überdies
könnte das
Zeichen oder Zahlzeichen, das der Position zum Eingeben entspricht,
in der Anzeige 260 gezeigt werden. Die 2 und 2a sehen
lediglich ein Beispiel davon vor, wie die erste Taste 210 bei
einer durch einen Nutzer bewirkten Bewegung verlangsamt werden kann.
Jede alternative Art und Weise des Verlangsamens der Bewegung könnte jedoch genutzt werden,
z.B. alternative Arten des Vorsehens unterschiedlicher Reibungen
zwischen der ersten Taste und dem Schlitz, wie beispielsweise die
Wahl unterschiedlicher Materialien, magnetische oder elektronische
Einrichtungen zum Vorsehen unterschiedlicher Reibung der Teile.
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Andere
Einrichtungen als ein Schlitz, um die erste Taste gleitbar zu machen,
sind vorstellbar, wie beispielsweise eine Taste mit einer Durchgangsbohrung,
wo sich ein Stab oder eine Schiene durch die Bohrung erstrecken,
oder eine zwischen zwei Stäben oder
Schienen angeordnete Taste. Zusätzlich
könnten
elektrische oder magnetische Einrichtungen in der Lage sein, eine
Taste zwischen unterschiedlichen Positionen gleitbar zu machen.
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Es
sollte angemerkt werden, dass jede Kombination von in den 1, 2 und 2a gezeigten
Merkmalen als zweckmäßig verwendet
werden könnte. Überdies
sollte angemerkt werden, dass die in den Figuren gezeigten Mobilstationen
natürlich
mit notwendigen elektrischen und elektronischen Elementen ausgestattet
sind, um Informationen in die Mobilstation einzugeben, um die unterschiedlichen Elemente
der Mobilstation zu verbinden.
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Schließlich sollte
angemerkt werden, dass der Begriff „Schlitz" so gemeint ist, dass er irgendeinen
länglichen
Schlitz oder Hohlraum beschreibt, und dass er jede zweckmäßige Form,
z.B. abgerundet, kreisförmig,
dreieckig, als ein Halbkreis usw., aufweisen kann.