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Die
Erfindung betrifft im Allgemeinen die Technologie von antennengekoppelten
Mikrobolometern. Insbesondere betrifft die Erfindung eine vorteilhafte
Struktur eines Antennengekoppelten-Mikrobolometers, wo das Messelement
hergestellt wird aus einem supraleitenden Material. Zusätzlich betrifft
die Erfindung ein Verfahren zur Verwendung solch eines Mikrobolometers
zum Detektieren von elektromagnetischer Strahlung.
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Ein
Bolometer ist im Allgemeinen ein Strahlungsdetektor, wo ankommende
elektromagnetische Strahlung hervorruft, dass die Temperatur eines
Detektorelements sich auf eine Art und Weise ändert, die gemessen werden
kann und umgewandelt werden kann in ein elektrisches Ausgangssignal.
Mikrobolometer sind ein spezielles Beispiel von Bolometern mit den
gemeinsamen Merkmalen, dass sie klein in der Größe sind und auf einem flachen
Halbleitersubstrat fabriziert werden, unter Verwendung von im Wesentlichen
den gleichen Miniaturisierungslithographietechniken, die zur Herstellung
von integrierten Schaltungen verwendet werden. Ein Antennengekoppelter-Mikrobolometer
besteht aus einer lithographisch hergestellten Antenne, die gekoppelt wird
mit einem wärmeempfindlichen
Element, das in der Impedanz angepasst ist zu der Antenne und Antennenströme abführt, und
so als Antennenende agiert. Falls die Antenne zwei Antennenzweige
umfasst, ist das wärmeempfindliche
Element ein enges Halsstück
oder Isthmus, das bzw. der die Antennenzweige miteinander verbindet.
Ein Hitzebad wird bereitgestellt zum Halten des gesamten Antennengekoppelten-Mikrobolometers auf
einer konstanten Temperatur, so dass idealer Weise alle Veränderungen
der Temperatur in dem wärmeempfindlichen
Element aufgrund von zeitvariierenden Strömen hervorgerufen werden, die
induziert werden in der Antenne durch empfangene elektromagnetische
Strahlung. Die Strahlungsfrequenzen, die zu detektieren sind mit
den Antennengekoppelten-Mikrobolometern sind typischerweise zwischen
mehreren zehn GHz und mehreren zehn THz. Signalfrequenzen, das heißt, die
Rate einer Änderung
des Signals, das zu detektieren ist, sind typischerweise im Audiobereich.
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Ein
Hauptmerkmal der Qualität
eines Antennengekoppelten-Mikrobolometers
ist sein Rauschequivalenzleistungs-(NEP = Noise Equivalent Power)-Maß, das die
Empfindlichkeit des Geräts
beschreibt, das heißt, seine
Fähigkeit
zwischen einem tatsächlich
empfangenen Signal und Rauschen zu unterscheiden. In einer idealen
Situation wird die NEP dominiert durch sogenanntes Phononen-Rauschen,
das aus Energiefluktuationen zwischen dem wärmeempfindlichen Element und
dem Hitzebad herrührt.
Um solch einer idealen Situation nahe zu kommen (der absolute Wert
von), sollte das Ansprechverhalten des Bolometers groß genug
sein. Diese Bedingung ist schwer zu erreichen mit den herkömmlichen
Metallbolometern, weil die absolute Temperatur des Temperaturkoeffizienten
des Widerstands (TCR = Temperature Coefficient of Ressistance) zu
klein ist für Metalle.
Halbleiter weisen typischerweise einen TCR auf, dessen absoluter
Wert größer ist,
aber dann ist es wieder schwierig, Halbleiter an eine nützliche
Antenne anzupassen, die typischerweise eine Impedanz in der Größenordnung
von 100 Ohm aufweisen. Eine weit akzeptierte Lösung ist es, einen Supraleiterfilm
zu verwenden, der betrieben wird bei einem Übergang von normalem Metall
zu Supraleiter, als das wärmeempfindliche Element.
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Eine
Veröffentlichung
von J.P. Rice, E.N. Grossman, D.A. Rudman: "Antenna-coupled high Tc air-bridge
microbolometer on silicon",
Applied Physics Letters 65(6):773–775, 1994 is bekannt und offenbart einen
Antennengekoppelten-Mikrobolometer
mit NEP = 9·10-12 W/√Hz
bei einer Badtemperatur von 87,4 K. Jedoch hat sich gezeigt, dass
die Herstellung von Luft-Brücken
der in dieser Veröffentlichung
gezeigten Art schwer ist. Zusätzlich
braucht, eine Herstellung eines Mikrobolometers aus einem Supraleiterfilm,
der eine hohe kritische Temperatur aufweist (sogenannte Hoch-Tc-Supraleiter), gewöhnlich die Verwendung einer
Pufferschicht, wie zum Beispiel YSZ (Yttrium-stabilisiertes Zirkonium),
zwischen dem Supraleiterfilm und dem Substrat. Dies erhöht die Wärmeempfindlichkeit
zwischen den Materialien, was ein Nachteil ist. Zusätzliche aus
hoch-Tc-supraleitenden Filmen hergestellte
Mikrobolometer sind bekannt dafür,
dass sie an exzessiven Mengen von sogenanntem 1/f-Rauschen leiden,
was eine Verwendung eines separaten optischen Choppers vor dem Bolometer
benötigt.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Antennengekoppelte-Mikrobolometerstruktur
bereitzustellen, die es ermöglicht,
dass ein geringes NEP-Maß erreicht
wird, und die leicht herzustellen ist. Eine andere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung ist es, ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung solch
einer Antennengekoppelten-Mikrobolometerstruktur bereitzustellen.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein vorteilhaftes
Verfahren zur Verwendung eines Antennengekoppelten-Mikrobolometers
zum Detektieren von elektromagnetischer Strahlung bereitzustellen.
Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
bolometrische Abbildungsanordnung bereitzustellen.
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Die
Aufgaben, die die Mikrobolometerstruktur betreffen, werden gelöst durch
Erstellen eines Antennengekoppelten-Mikrobolometers, wo das wärmeempfindliche
Element eine dünne
Brücke
eines herkömmlichen
gering-Tc-supraleitenden Materials ist,
bevorzugt Niobium, gelegt über
ein Halbleitersubstrat und getrennt davon durch eine Vakuumlücke. Die
Aufgaben, die das Verfahren zur Herstellung einer Mikrobolometerstruktur
betreffen, werden gelöst
durch Bedecken eines Halbleitersubstrats mit einer sakrifizilen
bzw. zu opfernde Schicht, Mustern einer Oberfläche der sakrifizilen Schicht
mit einem herkömmlichen
niedrig-Tc-supraleitenden Material, vorzugsweise
Niobium, und Entfernen der sakrifizilen Schicht bzw. Opferschicht
von unter einer dünnen
Brücke
des herkömmlichen
niedrig-Tc-supraleitenden Materials, was
die Brücke über ein
Halbleitersubstrat hängen
lässt und
getrennt wird davon durch eine leere Lücke.
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Die
Aufgaben, die das Verfahren zur Verwendung eines Antennengekoppelten-Mikrobolometers
betreffen, werden erfüllt
bzw. gelöst
durch Verwenden eines Mikrobolometers, wo das wärmeempfindliche Element eine
dünne Brücke eines
herkömmlichen
niedrig-Tc-supraleitenden Materials ist,
bevorzugt Niobium, das über
ein Halbleitersubstrat überspannt
wird und getrennt ist davon durch eine Vakuumlücke, und Vorspannen der Brücke, so
dass während
eines Betriebs ein Teil der Mitte der Brücke seine Supraleitfähigkeit
verliert.
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Die
Aufgaben betreffend der Abbildungsanordnung werden gelöst unter
Verwendung von Antennengekoppelten-Mikrobolometern der gewünschten
Art in einer Abbildungsanordnung.
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Eine
Mikrobolometerstruktur gemäß der Erfindung
ist gekennzeichnet durch die Merkmale, die vorgetragen werden, in
dem kennzeichnenden Teil des unabhängigen Anspruchs, der auf eine
Mikrobolometerstruktur gerichtet ist.
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Eine
mikrobolometrische Abbildungsanordnung gemäß der Erfindung ist gekennzeichnet
durch die Merkmale, die vorgetragen werden in dem kennzeichnenden
Teil des unabhängigen
Anspruchs, der auf solch eine Anordnung gerichtet ist.
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Ein
Verfahren zur Verwendung eines Antennengekoppelten-Mikrobolometers für ein Detektieren
einer elektromagnetischen Strahlung gemäß der Erfindung ist gekennzeichnet
durch die Merkmale, die vorgetragen werden in dem kennzeichnenden
Teil des unabhängigen
Anspruchs, der auf ein solches Verfahren gerichtet ist.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
der Erfindung werden in den abhängigen
Ansprüchen
beschrieben.
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Der
sogenannte Hotspot-Effekt oder Hotspot-Mode ist ein Phänomen, das
als solches bekannt ist. Es bedeutet, dass ein Teil, aber nur ein
Teil, eines Supraleiters seine Supraleitfähigkeit verliert, und anfängt, wie ein
normaler ohmscher Leiter sich zu verhalten. Um das "Hotspot"-Teil bleibt der
Rest des Supraleiters in einem supraleitenden Zustand. Der Hotspot-Effekt
wurde verwendet in Heiß-Elektronen-Bolometer-Mischern, wie
es aus der Veröffentlichung
bekannt ist von D. Wilms Floet, E. Miedema, T.M. Kalpwijk: "Hotspot mixing: A
framework for heterodyne mixing in superconducting hot-electron
bolometers", Applied
Physics Letters, 74(3):433–435,
1999.
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Gemäß der Erfindung
wird der Hotspot-Effekt in einem Antennengekoppelten-Mikrobolometer
derart verwendet, dass ein Hotspot-Teil auftritt in der Mitte der
engen Brücke,
was das wärmeempfindliche
Element zwischen zwei Antennenzweigen darstellt. Eine konstante
Vorspannung ist der am vorteilhafteste Weg eines Vorspannens des
Antennengekoppelten-Mikrobolometers, um die Bedingungen zu erreichen,
die für
ein Auftreten des Hotspot-Effekts bevorzugt sind. Spannungsvorspannen
hat speziell den vorteilhaften Effekt eines Erzeugens von stabilen
Vorspannbedingungen, das heißt,
einer negativen Rückkopplungssituation:
wobei bei einem Spannungsvorspannen die vorspannbezogene Leistungsdissipation
innerhalb des ohmschen Leiterbereichs proportional ist zu dem quadrierten
Vorspannungswert, geteilt durch den Widerstand des ohmschen Leiterbereichs.
In anderen Worten verringert sich, wenn der Widerstand des ohmschen
Leiterbereichs sich erhöht, die
vorspannungsbezogene Leistungsdissipation. Falls ein Stromvorspannen
verwendet wurde, würde
die Rückkopplung
positiv sein: wobei bei einem Stromvorspannen die vorspannbezogene
Leistungsdissipation innerhalb des ohmschen Leiterbereichs proportional
ist zu dem quadrierten Vorspannstromwert mal dem Widerstand des
ohmschen Leiterbereichs.
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Verwenden
des Hotspot-Effekts auf die oben beschriebene Art und Weise benötigt eine
sehr effektive Wärmeisolierung
zwischen dem wärmeempfindlichen
Element und dem Substrat, das den Antennengekoppelten-Mikrobolometer unterstützt. Gemäß der Erfindung
wird der benötigte
Grad an thermischer Isolierung erreicht durch Verwenden einer sogenannten
Luftbrücke
als wärmeempfindliches
Element. Dies bedeutet, dass ein enges Halsstück oder Isthmus des supraleitenden
Materials bzw. Supraleitermaterials, das die Antennenzweige miteinander
verbindet, nur unterstützt
wird an seinem Ende, und über
eine Lücke
gespannt wird, wo ein leerer Raum es von dem Substrat trennt.
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Eine
vorteilhafte Art und Weise eines Herstellens einer Luftbrücke involviert
ein Verwenden einer sogenannten sakrifizilen Schicht auf dem tatsächlichen
Substrat-Wafer.
Die sakrifizile Schicht besteht aus einem Material, das selektiv
entfernt werden kann, beispielsweise in einem Ätzprozess. Ein Abdeckmittel
bzw. Resist wird verteilt über
die sakrifizile Schicht und gemustert, nachdem eine Schicht eines
supraleitenden Materials hergestellt wird auf dem gemusterten abdeckmittelbedeckten
Werkstück.
Ein Abhebeprozess wird verwendet zum Entfernen von überflüssigem Abdeckmittel,
was nur die n Halbleitermuster auf der sakrifizilen Schicht lässt. Ein
Teil des supraleitenden Musters ist das enge Halsstück, das
die Luftbrücke
darstellt. Das Werkstück wird
dann zu einem Ätzprozess
bzw. Etch-Prozess geführt,
der die sakrifizile Schicht wegnimmt von unbedeckten Bereichen und
auch eine Unterätzung
an den Kanten des Halbleitermusters erstellt. Das enge Halsstück ist eng
genug, um einer Unterätzung
zu erlauben, den ganzen Weg durch das sakrifizile Material unter
ihm hindurchzureichen, was ein leeren Raum zwischen dem engen Halsstück des supraleitenden
Materials und dem Substrat lässt.
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Die
neuen Merkmale, die als charakteristisch für die Erfindung betrachtet
werden, werden insbesondere dargelegt in den anhängenden Ansprüchen. Die
Erfindung selbst wird jedoch sowohl für ihre Konstruktion und ihr
Verfahren des Betriebs, zusammen mit zusätzlichen Aufgaben und Vorteilen
derselben, am Besten Verstanden aus der folgenden Beschreibung der
spezifischen Ausführungsformen,
wenn diese im Zusammenhang mit den begleitenden Zeichnungen gelesen
wird.
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1 stellt
schematisch einen Antennengekoppelten-Mikrobolometer mit zwei Antennenzweigen
dar,
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2 stellt
ein Beispiel eines physikalischen Erscheinungsbild der Mikrobolometerkomponenten
dar, die in 1 gezeigt sind,
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3 stellt
das Erscheinungsbild einer leeren Lücke zwischen einem wärmeempfindlichen
Element und der Substratfläche
dar,
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4 stellt
schematisch ein Herstellungsverfahren dar,
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5 stellt
gewisse Konzepte, die benötigt
werden in der theoretischen Analyse der Mikrobolometerleistungsfähigkeit
dar,
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6 stellt
eine Messverbindung dar, die verwendet werden kann zum Testen eines
Antennengekoppelten-Mikrobolometers,
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7 stellt
ein Diagramm eines Stromansprechverhaltens gegenüber dem Luft-Brücken-Widerstand in
einem Antennengekoppelten-Mikrobolometer dar, gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung, und
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8 stellt
eine bolometrische Abbildungsanordnung gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung dar.
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Die
beispielhaften Ausführungsformen
der Erfindung, die in dieser Patentanmeldung präsentiert werden, sind nicht
so zu interpretieren, dass sie Begrenzungen auf die Anwendbarkeit
der anhängenden
Ansprüche
legen. Das Verb "umfassen" wird in dieser Patentanmeldung
als eine offene Begrenzung verwendet, die nicht die Existenz von
unerwähnten
Merkmalen ausschließt.
Die in den abhängigen
Ansprüchen
vorgetragenen Merkmale sind miteinander frei kombinierbar, falls
nicht anderweitig explizit erwähnt.
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1 stellt
das allgemeine strukturelle Prinzip eines Antennengekoppelten-Mikrobolometers
mit zwei Antennenzweigen dar. Ein wärmeempfindliches Element 101 verbindet
die Antennenzweige 102 und 103 miteinander. Das
wärmeempfindliche
Element 101 muss impedanzangepasst sein zu den Antennenzweigen 102 und 103,
um Reflektionsverluste an den Schnittstellen zwischen ihm und den
Antennenzweigen zu verhindern. Die Verbindungen 104 und 105,
die hier gezeigt sind an den entgegengesetzten Enden der Antennenzweige 102 und 103,
vervollständigen
die Kette der Elemente, die in ein Hitzebad 106 gesenkt
werden, um sie auf einer konstanten (oder mindestens schwach variierenden)
Temperatur zu halten. Wenn der Antennengekoppelte-Mikrobolometer
elektromagnetischer Strahlung einer passenden Wellenlänge ausgesetzt
wird, wird ein zeitvariierender elektrischer Strom induziert, der
zwischen den Antennenzweigen 102 und 103 durch
das wärmeempfindliche
Element 101 fließt.
Es sei angenommen, dass das wärmeempfindliche
Element 101 einen elektrischen Widerstand aufweist, und
ein elektrischer Strom, der hindurchfließt, eine Erhöhung in
seiner Temperatur hervorruft. Durch Überwachen der Änderungen
der lokalen Temperatur des wärmeempfindlichen
Elements 101, ist es möglich,
die Intensität
der elektromagnetischen Strahlung abzuleiten, die den Antennengekoppelten-Mikrobolometer
trifft.
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2 stellt
ein Beispiel des physikalischen Erscheinungsbilds der Elemente 101, 102, 103, 104 und 105 dar.
Das wärmeempfindliche
Element 101 ist ein enges Halsstück oder Isthmus, das die inneren
Enden der Antennenzweige 102 und 103 zusammen
verbindet, die die entgegengesetzten Zweige einer logarithmischen
Spiralantenne sind. Die äußeren Enden
der Antennenzweige 102 und 103 schreiten fort
als Kopplungs-Pads bzw. Kopplungsanschlussflecken 104 bzw. 105 zum
Verbinden der Antenne mit einer Vorspann- und Ausleseschaltung.
Das Impedanzanpassen zwischen dem engen Halsstück oder Isthmus 101 und
den inneren Enden der Antennenzweige 102 und 103 wird
erreicht auf eine bekannt Art und Weise, durch richtiges Dimensionieren
der Bereiche, wo jeder Einwärtsspiralantennenzweig
das entsprechende Ende des engen Halsstücks oder Isthmus 101 trifft.
Die gesamte in 2 gezeigte Struktur ist aus
einer einzelnen kontinuierlichen Platte aus niedrig-Tc-supraleitendem
Material hergestellt, bevorzugt Niobium, auf einer ebenen bzw. flachen
Oberfläche
eines Substrats, das nicht speziell in 2 gezeigt
ist. Es sollte bemerkt werden, dass eine logarithmische Spiralantenne
nicht die einzige Wahl für
die Grundform oder Art der Antenne ist; und auf andere bekannte
Bolometerantennenarten, wie zum Beispiel eine Zweischlitzantenne
oder irgendeine andere lithographisch hergestellte Antenne, verwendet
werden können.
Eine logarithmische Spiralantenne hat den Vorteil, dass sie ein
sehr breites Betriebsfrequenzband und eine reelle (nicht komplexe)
Eingangsimpedanz hat.
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Alles
in der Antenne, außer
dem Teil des wärmeempfindlichen
Elements, wo die Antennenströme
abgeführt
werden, sollte so verlustlos wie möglich gemacht werden. In dem
Fall einer Einzelschicht-Nb-Antenne bedeutet
dies, dass Betriebsfrequenzen (die zu detektierenden Strahlungsfrequenzen
unter der Lückenfrequenz
von Nb bleiben sollte, was in der Größenordnung von 700 GHz ist.
Falls höhere
Frequenzen zu detektieren sind, wird eine zusätzliche geringwiderstandsfähige Metallschicht
benötigt,
wie zum Beispiel Gold. Als solche ist der Gegenstand eines effizienten
Koppelns von elektromagnetischer Strahlung mit einer lithographisch
hergestellten Mikrobolometerantenne vorher bekannt und deshalb außerhalb
des Umfangs der vorliegenden Erfindung. Es wurde beispielsweise
in den Veröffentlichungen
behandelt vn M.E. MacDonald, E.N. Grossman: "Niobium micrombolometers for far-infrared
detection", IEEE
Transactions on Microwave Theory and Techniques, 43(4):893–896, April
1995; und E.N. Grossman, J.E. Sauvageau, D.G. McDonald: "Lithographic spiral
antennas at short wavelengths",
Applied Physics Letters, 59(25):3225–3227, Dezember 1991.
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Die
beispielhaften Größen der
in 2 gezeigten Struktur sind derart, dass die Länge und
Breite des engen Halsstücks
oder Isthmus 101 15 μm
bzw. 1 μm
sind, und die Gesamtbreite über
das doppelte Spiralmuster ohne die Kopplungs-Pads 104 und 105 in
der Größenordnung
von 300 μm
ist.
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3 zeigt
einen Teilquerschnitt durch eine Antennengekoppelte-Mikrobolometerstruktur, ähnlich dem
von 2, der das Erscheinungsbild des zentralen Bereichs
zeigt. Ein Substrat 301 agiert als eine Unterstützung für die gesamte
Struktur. Das Substrat 301 ist typischerweise ein Halbleiter-Wafer,
beispielsweise ein hochwiderstandsfähiger Si-Wafer. Auf einer flachen
Oberfläche
des Substrats 301 gibt es eine sakrifizile Schicht, von
der Teile 302 und 303 gezeigt sind in 3.
Dies sind die Teile der sakrifizilen Schicht, die direkt unter den
inneren Enden der Antennenzweige sind. Das Material der sakrifizilen
Schicht ist etwas, das passend ist zur Herstellung Unterätzungen
durch Ätzen.
Ein Beispiel des sakrifizilen Schichtmaterials ist Si3N4. Auf der Oberseite der sakrifizilen Schicht
gibt es eine Schicht 304 eines niedrig-Tc-supraleitenden
Materials, bevorzugt Niobium, aus dem Muster, wie die in 2 gezeigten,
produziert wurden. Als ein Teil des Musters gibt es das enge Halsteil
oder Isthmus 305. Zwischen dem engen Halsteil oder Isthmus
und dem Substrat 301 wurde die sakrifizile Schicht komplett
weggelöst,
was dort zu einer Lücke 306 führt. Das
enge Haltsteil oder Isthmus 205 stellt daher eine Luftbrücke dar.
Eine typische Höhe
der Lücke 306,
das heißt,
die kürzeste
Trennung zwischen der Substratoberfläche und der Luftbrücke, ist
in der Größenordnung
von 2 μm
(Mikrometer).
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4 stellt
einen vorteilhaften Prozess zur Herstellung einer antennengekoppelten
Mikrobolometerstruktur gemäß der Erfindung
dar. Der Prozess startet bei Schritt 401, wo ein Substrat
bedeckt wird mit einer sakrifizilen bzw. zu opfernden Schicht. Ein
typisches Substrat ist ein nitridisierter Hochwiderstandsfähigkeits-Si-Wafer,
wobei das Nitrid eine nominelle Dicke von 1 μm hat und als die sakrifizile
Schicht agiert. Bei Schritt 402 wird die Oberfläche der
sakrifizilen Schicht bedeckt mit einem Abdeckmittel. Die Art des
Abdeckmittels sollte gemäß dem lithographischen
Verfahren, das zu verwenden ist, gewählt werden. In diesem beispielhaften
Prozess verwenden wir Elektronenstrahllithographie, was bedeutet,
dass beispielsweise ein Doppelschicht-PMMA-MAA/MAA-Elektronenabdeckmittel
verwendet werden kann, wobei PMMA-MAA ein Kopolymer von Methylmethacrylat
und Methacryl-Säure ist,
und MAA eine Methacryl-Säure
ist. Beispielhafte Dicken des Abdeckmittels sind 350 nm (Nanometer)
für die
untere (PMMA-MAA) Schicht und 300 nm für die obere (MAA) Schicht.
Falls ein anderes lithographisches Verfahren, wie optische Lithographie
verwendet wurde, sollten die Abdeckmittel und Abdeckmittelschichtdicken
demgemäß ausgewählt werden.
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Bei
Schritt 403 wird das Abdeckmittel in einem Elektronenstrahlprozess
gemustert, um die Muster zu erhalten, die notwendig sind für die Antennenzweige,
die Luftbrücke
und die Heizer. Nach dem Mustern wird bei Schritt 404,
eine Schicht eines niedrig-Tc-supraleitenden
Materials, bevorzugt Niobium, auf die gemusterte Oberfläche gelegt.
Typische Prozessparameter für
Nb-Evaporation bei
einem UHV-(Ultra-Hochvakuum)-Elektronenkanoneevaporator
sind ein Grunddruck von 10-9 Torr und eine
Rate von 3 Å/s.
Die Dicke der Nb-Schicht ist typischerweise in der Größenordnung
von 100 nm. Bei dem Abhebeschritt 405 werden überschüssiges Abdeckmittel
und die ungewollten Nb-Reste weggewaschen in einem Lösungsmittel,
was nur das benötigte Nb-Muster
auf der Oberfläche
der sakrifizilen Schlicht lässt.
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Der
Zweck des Ätzschritts 406 ist
es, die sakrifizile Schicht von unbedeckten Bereichen, sowie von
unter dem Halsstück
oder Isthmus wegzuätzen,
der die Antennenzweige miteinander verbindet. In dem beispielhaften
Prozess wird ein Trockenätzen
mit einer Mischung von CF4 und O2 Gasen vorgeschlagen bei einem relativ hohen
Druck von 50 mTorr, um ein isotropes Ätzen der sakrifizilen Schicht
zu erreichen. Durch Hinauszögern
des Ätzprozesses,
ist es möglich,
selbst ein wenig von dem Substratmaterial, falls benötigt wegzuätzen, sobald
die sakrifizile Schicht vollständig
auf den exponierten Bereichen weggelöst wurde.
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Wir
werden nun ein theoretisches Modell für den Betrieb einer Luftbrücke der
oben beschriebenen Art beschreiben, wobei ein zentrales Teil von
dieser in einem normalen ohmschen leitfähigen Zustand ist, während die
Enden der Luftbrücke
in einem supraleitenden Zustand sind.
5 zeigt
eine schematische Darstellung solch einer Situation. Die gesamte
Länge der
Luftbrücke
ist l, und symmetrisch um den Mittelpunkt derselben ist ein normaler
Zustandsbereich, wobei die Länge
von diesem l
n ist. Eine gute Annahme ist,
dass ein Hitzefluss nur in die x-Richtung
(die longitudinale Richtung der Luftbrücke) betrachtet werden muss.
Die Gleichungen, die den Hitzefluss durch die Luftbrücke beschreiben,
sind
wobei
- κN die Wärmeleitfähigkeit
für Materialien
im Normalzustand ist,
- T die Temperatur ist,
- x die Dimension in der x-Richtung ist,
- V die Vorspannung über
die Luftbrücke
ist,
- ρ die
Widerstandsfähigkeit
des Materials in dem normalen Zustand ist,
- ln die Länge des normalen Zustandsbereichs
ist,
- Popt die optische Leistung ist, die
an die Antenne gekoppelt ist,
- w die Breite der Luftbrücke
ist,
- t die Zeit ist und
- κS die Wärmeleitfähigkeit
für Material
in dem supraleitenden Zustand ist.
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Der
Normalzustandsbereich der Luftbrücke
ist der einzige Ort, wo eine Dissipation stattfindet, was beides
beinhaltet, sowohl Dissipation von optischer Leistung und ohmsche
Dissipation aufgrund der Vorspannung. So dass diese Annahme zutrifft,
müssen
wir annehmen, dass die Frequenz der ankommenden Strahlung unter
der Lückenfrequenz
des supraleitenden Materials ist. Randbedingungen entstehen aus
den Tatsachen, dass bei den Enden der Luftbrücke die Temperatur gleich einer
Konstante (die Temperatur T0 des Hitzebades) sein
muss, und bei den Schnittstellen zwischen dem Normalzustandsbereich
und den supraleitenden Bereichen, die ihn umgeben, muss die erste
Ableitung von T im Hinblick auf x kontinuierlich sein. Zusätzlich ist
es vernünftig,
anzunehmen, dass der lokale Extremwert von T in der Mitte des Normalzustandbereichs
auftreten muss.
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Unter
den Testbedingungen ist die Antenne im Dunkeln, das heißt, keine
optische Leistung ist involviert. Jedoch ist selbst in einer optischen
Messung die optische Leistung in einer Größenordnung von mehreren zehn
Picowatts, während
die vorspannungsbezogene Leistung mehrere zehn Nanowatt beträgt, das
heißt, die
optische Leistung ist vernachlässigbar
klein. Mathematisch ist P
opt/wtl
n << V
2/ρl
n 2, so dass wir eine
Lösung für einen stationären Strom
I als eine Funktion der Vorspannung V schreiben können als
wobei
T
c die kritische Temperatur des Supraleitermaterials
ist, T
0 die Temperatur des Hitzebads ist
und die anderen Symbole sind die gleichen wie in den Formeln (1)
und (2). Hier beschreibt der zweite Ausdruck auf der rechten Seite
das ohmsche Verhalten des Widerstands-(Normalzustand)-Teils der Luftbrücke, und
der erste Ausdruck gibt den Effekt der Elektrowärmerückkopplung. Wenn die Spannung
V klein ist, ist die Vorspanndissipation konstant und gleich zu
4κ
S(T
c – T
0)wt/l.
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6 zeigt
eine Testmessanordnung zum Messen des Stroms und der Spannungskennlinien
einer Luftbrücke,
die das wärmeempfindliche
Element in einem Antennengekoppelten-Mikrobolometer gemäß der Erfindung darstellt.
Der Mikrobolometer 601 befindet sich in einem Vakuumcontainer 602 zusammen
mit einem SQUID-(supraleitenden Quantenindifferenzgerät)-Stromvorverstärker 603,
der zusätzlich
eingeschlossen ist in eine Abschirmung 604, die aus einem
supraleitenden Material hergestellt ist, wie zum Beispiel Niobium.
Der Vakuumcontainer 602 wird in flüssiges Helium eingetaucht,
um ein Hitzebade 605 bereitzustellen, die Temperatur von
diesem kann mit einem Thermometer 606 überwacht werden. Eine kontrollierbare
Vorspannungsquelle 607, in Reihe geschaltet mit einem strombegrenzenden
Widerstand 608, wird verwendet zum Bereitstellen einer
Vorspannung an den Mikrobolometer 601, so dass ein Shunt-Widerstand 609 parallel
verbunden wird mit dem Mikrobolometer 601. Eine Vorspannsteuereinheit 610 kann
die Ausgangsspannung der Vorspannquelle 607 derart abstimmen,
dass gewünschte
Vorspannwerte über
den Mikrobolometer 601 erhalten werden. Durchstimmen oder
Abstimmen ist idealer Weise stufenlos, obwohl eine digital gesteuerte
Vorspannung auch verwendet werden kann, falls die Abstimmschritte
klein genug sind, in der Größenordnung
von Mikrovolts. Ein beispielhafter Widerstandswert für sowohl
den in Reihe geschalteten Widerstand 608 und den Shunt-Widerstand 609 ist
1,2 kΩ,
und eine beispielhafte Maximalausgangsspannung der Vorspannquelle 607 ist
18 V.
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Während einer
beispielhaften Testmessung wird die Vorspannung zuerst hoch genug
gesetzt, so dass die gesamte Luftbrücke in dem Mikrobolometer in
dem normalen Zustand ist. Die Vorspannung wird allmählich verringert,
bis ein negativer Differenzialwiderstand gesehen wird, der kennzeichnet,
dass eine Verringerung in der Vorspannung die Länge des Normalzustandbereichs
bei der Mitte der Luftbrücke
verkürzt
hat. Die Vorspannung kann ferner verringert werden, bis der Widerstand
der Luftbrücke
vergleichbar wird mit dem Widerstand des Shunt-Resistors 609 bzw.
Nebenschlusswiderstands 609. Zu diesem Zeitpunkt wird die
Vorspannbedingung unstabil und geht auf eine Stromvorspannung zu,
und die gesamte Luftbrücke
fällt in
einen supraleitenden Zustand. Ein anderer Messlauf kann ausgeführt werden
nach einem Erhöhen
des Stroms durch die Luftbrücke
wieder hoch genug über
den kritischen Strom, so dass die gesamte Länge der Luftbrücke wieder in
den normalen Zustand geht.
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Messungen,
wie die, die oben beschrieben wurden, resultieren in einer Anzahl
von Strom-gegen-Spannung-Ergebnissen.
Wir können
annehmen, dass alle anderen Parameter in Gleichung (3) konstant sind,
und schätzen
die κS und ρ-Werte
durch mathematisches Fitten der Ergebnisse mit der durch Gleichung (3)
definierten Kurve. Eine Berechnung wurde als Teil der Entwicklung
der vorliegenden Erfindung ausgeführt, was κS =
1,44 W/Km ergibt, was mehr als eine Größenordnung kleiner ist als
für Niobium
im Normalzustand.
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Aus
der Veröffentlichung
R.C. Jones: "The
general theory of bolometer performance", J. Opt. Soc. Am., 43(1):1–14, 1953
ist es bekannt, dass für
jeden widerstandsfähigen
Bolometer, das elektrische Ansprechverhalten berechnet werden kann
aus der I-V Kurve unter Verwendung des Differentials bzw. der Ableitung Z=dV/dI
und eine Vorspannungspunktwiderstandsfähigkeit R=V/I. Der die negative
Elektrowärmerückkopplung
(ETF) beschreibende Parameter in dem Bolometer ist die Schleifenverstärkung, die
gegeben ist durch L = β(Z – R)/(Z
+ R). Er kann berechnet werden aus der Gleichung (3), was führt zu L
= 4βκ
Sρ(T
c – T
0)/V
2. Hier beschreibt β = (R – R
S)/(R + R
S) den Einfluss
der Spannungsquellenimpedanz auf die ETF. Die Schleifenverstärkung hängt tatsächlich von
der Frequenz ab, aber diese Abhängigkeit
kann vernachlässigt
werden, falls angenommen wird, dass das Geräteansprechsverhalten viel schneller
ist als ein typisches Signal. In dem Kontext der vorliegenden Erfindung
haben wir angenommen, dass die Wärmezeitkonstante
des Antennengekoppelten-Mikrobolometers
in der Größenordnung
von Mikrosekunden ist, was schnell genug ist, falls des zu detektierende
Signal innerhalb des Bereichs der Audiofrequenzen ist. Eine allgemeine
Behandlung eines spannungsvorgespannten Bolometers führt zu einem
Ergebnis für
das Stromansprechverhalten S
l was gegen
einen Wert von -1/V geht, wenn L groß ist.
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7 zeigt
eine genäherte
graphische Darstellung des Stromansprechverhaltens eines Antennengekoppelten-Mikrobolometers gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung als eine Funktion des Widerstands der
Luftbrücke.
Die Kurve 701 wurde berechnet aus dem Fit zwischen der
Messung I-V-Kennlinien und Gleichung (3). Der interessanteste Bereich
ist der, wo der Vorspannwiderstand der Luftbrücke direkt angepasst wird an
eine lithographische Antenne. Beispielsweise wird bei einem Vorspannwiderstandswert
75 Ω die
Luftbrücke
perfekt der Impedanz einer logarithmischen Spiralantenne auf Si
angepasst, und ein Stromansprechverhalten ist ungefähr -450
A/W. Von einer Doppelschlitz-Antenne ist bekannt, dass sie sogar
eine niedrigere Impedanz aufweist, so würde unter Verwendung solch
einer Antenne anstatt der logarithmischen Spiralantenne es erlaubt
sein, einen sogar noch größeren absoluten
Wert des Stromansprechverhaltens zu erhalten.
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Das
in
6 gezeigte Messkoppeln kann verwendet werden zum
Erforschen der Rauscheigenschaften der Kombination eines Antennengekoppelten-Mikrobolometers
und eines SQUID-Stromvorverstärkers
gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung. Die Ausgabe des SQUID-Stromvorverstärkers
603 wird
dann mit einem Spektrumsanalysator gekoppelt und der Mikrobolometer
601 wird
hintereinander folgend bei verschiedenen Punkten auf der I-V-Kurve
vorgespannt. In solch einer Anordnung empfängt der Spektrumsanalysator eine
Kombination von unkorrelierten Beiträgen von Zufallsfluktuationen
von Hitze, die ausgetauscht wird zwischen dem Normalzustandsbereich
der Luftbrücke
und der Hitzesenke, Johnson-Rauschen des Widerstandsteils und Rauschen
von dem SQUID. Der erste von diesen ist der Phonon-Rauschstrom,
der gemäß einer
Veröffentlichung
von J.C. Mather: "Bolometer
noise: non-equilibrium theory",
Applied Optics, 21(6):1125–1129, März 1982,
gegeben ist durch
wobei γ=0,46 den Effekt des Temperaturgradienten
in der Brücke
zu dem Phononen-Rauschen beschreibt, und G die Wärmeleitfähigkeit zwischen der Luftbrücke und
dem Hitzebad ist, ausgedrückt
in Watts pro Kelvin. Unter Betrachtung von ETF ist der Johnson-Rauschstrom
gegeben durch
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Der
SQUID hat ein Stromrauschen i
n, das bekannt
ist aus den Spezifikationen des SQUID und fast durchweg konstant über den
interessierenden Bereich der I-V-Kurve ist, die Luftbrückenwiderstandswerte
unter 100Ω darstellt.
Das quadrierte Gesamt-NEP der gesamten Kombination ist gegeben durch
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Gleichungen
(5), (6) und (7), sowie gemessenes oder geschätztes Stromrauschen des SQUID
kann verwendet werden zum Zusammensetzen einer theoretischen Vorhersage
der Rauscheigenschaften. Eine praktische Messung wurde ausgeführt als
Teil der Entwicklungsarbeit der vorliegenden Erfindung, wobei die Rauschspektraldichte
bei 10 kHz überwacht
wurde, was gut unter dem Knie der geschätzten Wärmegrenzfrequenz von 1 MHz
ist. Einige beispielhafte Gesamt-NEP-Werte von der praktischen Messung
sind in Tabelle 1 dargestellt.
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Die
Gesamt-NEP-Werte, die erhalten werden aus praktischen Messungen,
stimmen sonst mit der theoretischen Vorhersage überein, aber bei sehr kleinen
Vorspannungswerten unter 0,9 mV, wo der Widerstand der Luftbrücke geringer
ist als ungefähr
25Ω, sind
die gemessenen Werte einige zehn Prozent größer als vorhergesagt. Alles
in Allem bleiben die gemessenen NEP-Werte auf einem Niveau eines
fünfzigsten
Teils zu denen, die typisch sind für die Antennengekoppelten-Mikrobolometer
des Stands der Technik, die den Erfindern bekannt sind. Ein besseres
Rauschanpassen mit der SQUID-Auslesung könnte die NEP selbst weiter
verringern. Die Geometrie der Luftbrücke und ihre Verbindung mit
der Antenne könnte
auch optimiert werden, um die geometrische Induktivität des Geräts zu verringern,
und die Wärmeisolierung
noch weiter zu verbessern.
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8 stellt
eine Abbildungsanordnung gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung dar. Das wichtigste Elemente für den Zweck eines Detektierens
einer elektromagnetischen Strahlung und Umwandlung derselben in
ein Bild, ist ein Abbildungs-Array 800, der eine Vielzahl
von Antennengekoppelten-Mikrobolometern und ihre im Zusammenhang
stehenden SQUID-Stromvorverstärker
umfasst. Jedes Mikrobolometer-Vorverstärkerpaar stellt ein Pixel in
dem Abbildungs-Array 800 dar. Um eine Vakuumisolierung
der Luftbrücken
der Antennengekoppelten-Mikrobolometer zu erreichen, umfasst das
Abbildungs-Array 800 einen Vakuumcontainer 801 zur
Unterstützung
einer Vakuumumgebung, um die Antennengekoppelten-Mikrobolometer. Zusätzlich wird, um eine Supraleitfähigkeit
zu erreichen, der Abbildungs-Array 800 eingeschlossen in
einem Kryostat 802, der angeordnet ist, um den Abbildungs-Array 800 auf
einer passenden geringen konstanten Temperatur, wie 4,2K, zu halten.
Die Temperatur ist am vorteilhaftesten kontinuierlich überwacht
mit einem Thermometer 803. Die Abbildungsanordnung umfasst
auch ein quasi optisches System 804 zum Leiten von elektronischer
Strahlung von einem zu prüfenden
Objekt auf den Abbildungs-Array 800.
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Der
exakte Druckwert innerhalb des Vakuumcontainers 801 ist
nicht von größter Wichtigkeit,
weil der Hauptgrund zur Verwendung eines Vakuums um die Antennengekoppelten-Mikrobolometer nur
das Ziel ist, eine gute Wärmeisolierung
zu erreichen. Je besser das Vakuum, desto besser ist die Wärmeisolierung
und so geringer der Phononen-Rauschstrom. Kühlen des Abbildungs-Arrays
auf den Stand von 4,2 K dient tatsächlich dazu, ein relativ gutes
Vakuum bereitzustellen, weil bei 4,2 K alle anderen Gase, außer Helium,
gefroren sind an den inneren Wänden
des Vakuumcontainers und nur Helium in Gasform auftreten kann. Der
Vakuumcontainer kann dicht genug relativ leicht hergestellt werden
unter Verwendung von herkömmlichen
Mitteln.
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Hinsichtlich
des quasi optischen Systems 804 sollte bemerkt werden,
dass die Antennengekoppelten-Mikrobolometer
frequenzgekoppelt sind mit der ankommenden Strahlung durch das Substrat,
weil die Tatsache, dass die Antenne sich auf einem Substrat mit
einer hohen dielektrischen Konstante (wie zum Beispiel Si) befindet,
hervorruft, dass das Richtungsmuster der Antenne stark in das Substrat
gerichtet ist. Die Widerstandsfähigkeit
des Substrats muss hoch sein, um die Absorption innerhalb des Substrats
zu minimieren. Die quasi optische Linse wird daher typischerweise
bei der Substrat-Luft-(oder Substrat-Vakuum)-Schnittstelle auf der
entgegengesetzten Seite des Substrats platziert. Dort verhindert
sie die Erzeugung von sogenannten Substratmoden. Es würde mindestens
theoretisch möglich
sein, die Antenne und den Bolometer auf selbstunterstützenden
Nitrid-Fenster herzustellen, die erhalten werden würden durch
ein isotropes Ätzen
von nitridisierten Silizium, und einen passenden Reflektor oder
Wellenleiterelement hinter den Fenstern zu platzieren. Das Fenstermaterial
selbst könnte
weggeätzt
werden aus den Bereichen, wo keine Metallisierung existiert, was eine
selbstunterstützende Antenne-Luftbrückenkombination
existieren lässt.
Jedoch ist es leider sehr wahrscheinlich, dass exzessive Spannung
die Luftbrücke
bei dem Schritt eines Wegätzen
des Nitrids zerstören
würde.
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Die
Ausgaben der SQUID-Stromvorverstärker
werden gekoppelt mit einer Auslese-Multiplex-Anordnung 805,
die in der Lage ist, ein Ausgangssignal (einen Strommesswert) von
jedem Vorverstärker
getrennt auszulesen und die Lesungen, die so erhalten werden, in
eine allgemeine Steuereinheit 806 zu führen. Einige Teile der Auslese-Multiplex-Anordnung 805 können sich
selbst innerhalb des Kryostats 802 befinden, speziell falls
solche Teile integriert wurden in eine allgemeine strukturelle Entität mit dem
Abbildungs-Array 800. Die Steuereinheit 806 stellt
auch Steuerbefehle an eine Vorspannungssteuereinheit 807 bereit,
die angeordnet ist, eine durchstimmbare Vorspannungsquelle 808 anzutreiben,
die die durchstimmbare Vorspannung erzeugt, die die gleiche ist
für alle
Antennengekoppelten-Mikrobolometer in der Abbildungs-Anordnung 800.
Es gibt auch ein Koppeln von einem Ausgang des Thermometers 803 mit
der Steuereinheit 806 zum Versorgen der letzteren mit aktueller
Dateninformation über
die momentane Temperatur innerhalb des Kryostats 802.
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Die
Steuereinheit 806 ist angeordnet zum Sammeln der Messwertlesungen,
die erhalten werden durch die Auslese-Multiplex-Anordnung 805 und
zum Anordnen dieser Information in digitalen Bildern, die gespeichert
werden können
in einer Speichereinrichtung 809 und/oder angezeigt werden
auf einer Anzeigeeinrichtung 810. Ein Benutzer kann den
Betrieb der Steuereinheit 806 durch eine Benutzereingangsschnittstelle 811, die
damit gekoppelt ist, steuern.
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Es
ist sehr vorteilhaft, SQUID-Stromvorverstärker (oder im allgemeinen,
Niedrig-Rausch-Vorverstärker,
die Supraleitfähigkeit
in ihrem Betrieb verwenden) in einer Abbildungsanordnung gemäß der Erfindung
für mehrere
Gründe
zu verwenden. Erstens ist es relativ einfach, solche Vorverstärker in
eine gemeinsame Struktur mit den Antennengekoppelten-Mikrobolometern
zu integrieren, entweder durch Herstellen derselben direkt auf dem
gleichen Halbleitersubstrat mit den Bolometern oder durch passendes
Verbinden getrennt hergestellter Vorverstärker-Chips auf solch einem Halbleitersubstrat.
Zweitens ist es möglich,
als Folge des Oberen, die Eigenschaften der Mikrobolometer und Verstärker akkurat
miteinander abzustimmen, um Rauschen und Verluste zu minimieren.
Drittens, führen
Niedrig-Rausch-Vorverstärker,
die Supraleitfähigkeit
in ihrem Betrieb verwenden, sehr geringe Leistung durch sich selbst
ab, was bedeutet, dass sie wahrscheinlich nicht Probleme hervorrufen,
die in Bezug stehen zu einer exzessiven Hitzeerzeugung innerhalb
des Kryostats.
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Wenn
die Vorspannung bzw. Bias-Voltage für jeden Antennengekoppelten-Mikrobolometer
innerhalb des Abbildungs-Arrays die gleiche ist, zeigen die Stromlesungen
von den SQUID-Stromvorverstärkern
direkt die Bilddatenwerte, das heißt, die relativen Intensitäten der
Strahlung, die bei verschiedenen Pixeln detektiert wird. Die Steuereinheit
umfasst typischerweise automatische Vorspannungsadaptionsroutinen,
die dynamisch den Vorspannungswert so abstimmen, dass der dynamische
Bereich des Abbildungs-Arrays sehr effizient verwendet wird hinsichtlich
der gegenwärtig
Gesamtintensität
der zu detektierenden Strahlung.
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Die
ultimative untere Grenz für
die Anzahl der Pixel (das heißt,
die Anzahl der Mikrobolometer-Vorverstärkerpaare) ist Eins, wobei
in diesem Fall die Abbildungsanordnung nur ein einzelner Strahlungsintensitätsdetektor
ist, der nur zur Bildgebung verwendet werden kann, falls er Einrichtungen
zum Auswählen
und Ändern der
Richtung aus der Strahlung empfangen wird, umfasst. Es gibt keine
theoretische obere Grenze für
die Anzahl der Pixel, aber in der Praxis kommt eine obere Grenze
daher, dass die Halbleiter-Wafer nur in gewissen Größen vorkommen,
und jedes Mikrobolometer-Vorverstärkerteil einen gewissen finiten
Raum auf der Oberfläche
des Halbleiter-Wafers in Anspruch nimmt.
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Die
spezifischen Ausführungsformen
der Erfindung, die oben diskutiert wurden, sollten nicht betrachtet werden
als limitierend auf die Anwendung der anhängenden Ansprüche. Beispielsweise
ist dem Fachmann klar, dass, selbst wenn nur ein Abhebeprozess oben
beschrieben wurde, als Mittel zum Mustern eines Substrats, auch
passende Nass-Ätz-Prozesse
verwendet werden können. Ähnlich ist
es möglich,
die Beziehungen zwischen Antennengekoppelten-Mikrobolometern und dem im Zusammenhang
stehenden SQUID-Vorverstärkern zu
variieren: oben wurde angenommen, dass jeder Mikrobolometer seinen
eigenen SQUID-Vorverstärker hat
und die Ausgaben der SQUID-Vorverstärker gemultiplext werden, aber
es kann auch ein alternativer Ansatz betrachtet werden, wo mehrere
Antennengekoppelte-Mikrobolometer
gemultiplext werden, um einen einzelnen SQUID-Vorverstärker zu
verwenden. Multiplexen der zuletzt erwähnten Art kann erreicht werden
durch beispielsweise die Verwendung von passenden Wärmeschaltern.