-
Technisches Gebiet
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
für den
Schutz eines Menschen in einem Fahrzeug mittels einer aufblasbaren
Vorhangbaueinheit bei einem Zusammenstoß, insbesondere um zu verhindern,
dass der Mensch in einem Bereich einer Ecke, die durch ein Seitenfenster
und eine angrenzende Windschutzscheibe gebildet wird, bei dem Zusammenstoß von Strukturen
getroffen wird.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Es
ist im Stand der Technik wohlbekannt, eine Airbag-Baueinheit vorzusehen
und/oder einen aufblasbaren Airbag aufzunehmen, um die im Inneren
eines Fahrzeugs sitzenden Menschen zu schützen. Es ist bekannt, dass
derartige aufblasbare Airbags von einer Anzahl verschiedener Orte
im Inneren des Fahrzeugs, einschließlich einer Lenksäule, eines Armaturenbretts,
einer Seitentür
und einem Inneren der Dachlinie, entfaltbar sind. Derartige aufblasbare Airbags
(Airbag ist ein Begriff, der hierin außerdem für einen Sack, der ein anderes
Gas oder eine andere Gasmischung als Luft enthält, verwendet wird) besitzen
in Abhängigkeit
vom Ort der Entfaltung und der gewünschten Funktion eine Anzahl
verschiedener Konfigurationen und Aufblascharakteristika. Beispielhaft
werden Airbag-Kissen, die von der Lenksäule und dem Armaturenbrett
entfaltbar sind, typischerweise aufgeblasen und danach dekomprimiert,
wie der zu schützende
Mensch mit dem Airbag-Kissen in Kontakt kommt. Alternativ ist es
bekannt, Airbags einer im Allgemeinen vorhangähnlichen Konfiguration zu verwenden,
die von der inneren Dachlinie entfaltbar sind, die während einer
ausgedehnten Zeitdauer aufgeblasen bleiben können, um während eines ausgedehnten Überschlagereignisses,
das mehrere Sekunden dauert, eine puffernde Beschränkung zu schaffen.
-
Die
Airbag-Baueinheiten, wie sie im Stand der Technik bekannt sind,
enthalten typischerweise eine Gaserzeugungs-Aufblaseinrichtung,
die in Fluidverbindung mit dem aufblasbaren Airbag-Kissen untergebracht
ist. Bei der Erfassung bestimmter vorgegebener Fahrzeugbedingungen,
wie z.B. einem bestimmten Betrag der Verzögerung des Fahrzeugs, sendet
ein Sensor ein Signal an die Aufblaseinrichtung, wobei er dadurch
ein Ausströmen
des Aufblasgases in das Airbag-Kissen auslöst. Wie das Aufblasgas in das
Airbag-Kissen eintritt, wird das Airbag-Kissen in eine entfaltete
Position für
den Schutz des Menschen in dem Fahrzeug gezwungen.
-
In
der Entwicklungsgeschichte der Airbag-Kissen und der aufblasbaren
Vorhänge
sind während
der Zeit viele Konstruktionen vorgeschlagen worden. In frühen Konstruktionen
wurden Airbags mit einer einzigen Mehrzweckkonstruktion offenbart,
die vor einem und an den Seiten eines Insassen des Fahrzeugs entfaltet
wurden. Es ist jedoch gezeigt wurden, dass derartige Airbag-Kissen
ein großes
Volumen in Anspruch nehmen würden,
wodurch es sehr schwierig ist, ausreichend Zeit zu erhalten, um
während
der bei einem Zusammenstoß,
bei dem das Fahrzeug auf ein Objekt auftrifft, verfügbaren kurzen Zeit
die Entfaltung derartiger Airbag-Kissen
auszulösen,
zu entfalten und zu steuern. Es muss hier dargelegt werden, dass,
zurückzuführen auf
die erwähnten Schwierigkeiten,
die Airbag-Kissen mit großem
Volumen nicht verwendet werden können,
um zu verhindern, dass ein Insasse des Fahrzeugs bei einem Zusammenstoß mit allen
Arten steifer Strukturen innerhalb des Fahrzeugs in schädlichen
Kontakt gelangt.
-
Statt
dessen enthalten die meisten Konstruktionen der Schutzmittel für Menschen,
die aufblasbare Vorrichtungen in Fahrzeugen verwenden, heutzutage
eine Kombination aus einem Airbag-Kissen vor einem menschlichen
Insassen des Fahrzeugs und aus aufblasbaren Vorhängen, ICs, für die Verhinderung
von Zusammenstößen zwischen
steifen Seitenstrukturen des Fahrzeugs und Teilen des Körpers von einem
Insassen des Fahrzeugs bei einem Zusammenstoß.
-
Ein
Beispiel einer Konstruktion des Standes der Technik unter Verwendung
von Airbag-Kissen vor einem Insassen in einem Vordersitz des Fahrzeugs ist
im Dokument
US 6 224
088 (D1) offenbart. In diesem Dokument ist ferner ein zusätzliches
Airbag-Kissen gezeigt, das sich zwischen den A-Säulen über die
Windschutzscheibe des Fahrzeugs erstreckt, um zu verhindern, dass
der Insasse bei einem Zusammenstoß auf den oberen Abschnitt
der Windschutzscheibe trifft.
-
Das
Dokument
US 6 155 594
(D2) veranschaulicht eine Ausführungsform eines aufblasbaren Vorhangs,
der in seiner aufgeblasenen Position das Seitenfenster auf der Seite
eines Vordersitzes eines Fahrzeugs abdeckt. Dieser aufblasbare Vorhang
der veranschaulichten Konstruktion kann als ein Komplement zu den
Airbag-Kissen vor dem Insassen verwendet werden, wodurch der Insasse
des Vordersitzes sowohl bei einem frontalen als auch einem seitlichen
Zusammenstoß geschützt ist.
-
Es
gibt Typen von Zusammenstößen zwischen
einem Fahrzeug und einem Objekt, bei dem die Airbag-Kissen und aufblasbaren
Vorhänge
gemäß dem Stand
der Technik einen schlechten Schutz für die Insassen in einem Fahrzeug
bereitstellen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn das Fahrzeug ein
Objekt trifft oder durch ein Objekt getroffen wird, wenn die Kräfte des
Aufpralls längs
einer Diagonale des Fahrzeugs gerichtet sind. Derartige Situationen treten
z.B. auf, wenn das Fahrzeug mit einem Objekt zusammenstößt, das
schräg
von der Vorderseite oder schräg
von der Rückseite
auftrifft. Andere Umstände,
unter denen derartige Kräfte
auftreten können,
sind z.B. ein Überschlagen
des Fahrzeugs oder während
eines Zusammenstoßes
mit mehreren Aufprallen, bei dem viele Fahrzeuge beteiligt sein
können.
Während
all dieser Situationen gibt es ein großes Risiko, dass ein Insasse
des Fahrzeugs gegen die A-Säule
des Fahrzeugs geschleudert werden kann und folglich bei einem Zusammenstoß schwer verletzt
werden kann, da es zwischen den Baueinheiten der Front-Airbag-Kissen und der aufblasbaren Seitenvorhänge einen
Bereich gibt, in dem er schlecht geschützt ist.
-
Es
sind Versuche unternommen worden, um Lösungen zu schaffen, um dieses
Problem zu beseitigen und den Schutz bei einem Zusammenstoß im Bereich
der A-Säule
zu verbessern. Die A-Säule
ist hierin als die Stütze
definiert, die sich zwischen der vorderen Windschutzscheibe und
einem Seitenfenster des Fahrzeugs befindet, die an ihrem oberen Ende
das Fahrzeugdach trägt
und an ihrem unteren Ende mit der Karosserie verbunden ist. Eine
Konstruktion, um zu einer Lösung
des beschriebenen Problems zu gelangen, ist im Dokument
US 6 543 804 (D3) offenbart,
in dem ein verlängerter
Airbag beschrieben ist, um die A-Säule des Fahrzeugs in seiner
aufgeblasenen Position abzudecken. Der offenbarte Airbag ist in seiner
zusammengefalteten Position innerhalb einer Blende der A-Säule untergebracht.
-
Der
verlängere
Airbag der Konstruktion, wie sie in D3 gezeigt ist, muss längs der
A-Säule
gepackt sein, um richtig entfaltet zu werden, wenn er aufgeblasen
wird. Bei der Lösung
nach D3 ist der Airbag innerhalb einer A-Säulen-Bedeckung
untergebracht. Dadurch ergeben sich viele Nachteile. Zuallererst
ist die A-Säule
mit einer A-Säulen-Blende
bedeckt, die der Innenseite des Coupes zugewandt ist. Die A-Säulen-Blende
ist z.B. härter
als der Werkstoff der Dachabdeckung, wodurch es schwieriger ist,
dass der Airbag während
des Aufblasens des Airbags die Blende durchdringt. Die Positionierung
des A-Säulen-Airbags,
wie sie offenbart ist, ist ferner schwierig zu steuern und in einer
richtigen Position anzuordnen, da die Zeit für die Entfaltung im Vergleich
zur Aufblaszeit des Airbags für
die Airbags, die sich z.B. hinter einer Dachabdeckung befinden,
länger
ist. Ferner ist ein Airbag, der innerhalb der A-Säule vorgesehen
und untergebracht ist, schwieriger zu packen, da es ein Minimum
des verfügbaren
Raums gibt. Ein noch weiterer Nachteil ist, dass der A-Säulen-Airbag, wie
er offenbart ist, keinen Schutz des Bereichs an einer Grenzfläche zwischen
dem Seitenfensterbereich und dem Windschutzscheibenbereich schafft,
wie oben erörtert
worden ist.
-
Das
Dokument
US 6 250 668 offenbart
einen Airbag mit Einseitenschutz für den Fahrer. Ein einzelner
Front-Airbag erstreckt sich über
den Vordersitz für
den Schutz bei einem Frontalaufprall. Diese Verwendung mehrerer
der A-Säule
benachbarter Airbags offenbart kein Zusammelwirken zwischen den einzelnen
Airbags, um eine ununterbrochene Abschirmung zu bilden.
-
Das
Dokument
EP 1 110 825 beschreibt
ein Gehäuse
und einen zugeordneten Airbag in den rechten und linken Frontecken
einer Front-Windschutzscheibe
eines Fahrzeugs. Die Airbags bilden beinahe einen ununterbrochenen
Schutzschirm über der
Windschutzscheibe, wenn sie sich in einem entfalteten Zustand befinden.
Der Airbag ist als eine Einheit ausgeführt und ist so konstruiert,
dass er über den
ganzen Bereich entfaltet wird, der bei einem Aufprall zu schützten ist.
-
Das
Dokument
US 5 470 103 stellt
einen einzelnen aufblasbaren Airbag mit mehreren Abschnitten dar,
der sich in der Richtung der Köpfe
der Insassen der Sitze eines Fahrzeugs abwärts erstreckt. Folglich impliziert
dies, dass der Airbag eine große Ausdehnung
besitzt, wenn er entfaltet ist. In dem Dokument ist kein Zusammenwirken
zwischen den verschiedenen Airbag-Vorhängen
offenbart.
-
Das
Dokument
DE 100 56 298 offenbart
einen einzelnen aufblasbaren Airbag, der den ganzen Bereich des
oberen Innenraums eines Fahrzeugs nach einem Aufprall abdeckt. Dies
impliziert außerdem,
dass der Airbag eine große
Ausdehnung besitzt, wenn er entfaltet ist. Indem Dokument ist kein Zusammenwirken
zwischen den verschiedenen getrennten Airbag-Vorhängen
offenbart.
-
Das
Dokument
GB 2 345 669 beschreibt
ein Fahrzeug mit einem Front-Airbag
zwischen einem Fahrer und der Windschutzscheibe gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Einige Ausführungsformen
stellen ferner ein Band dar, das einen unteren seitlichen Abschnitt
des Airbags, wenn er entfaltet ist, mit einem Ankerpunkt nah an
der Decke des Fahrzeugs verbindet, um den Airbag in einer gewünschten
Position zu halten. In einer weiteren Ausführungsform könnte das
Band aufblasbaren Zellen enthalten. Dennoch besteht der Grund für das Band
nicht darin, den Insassen des Fahrzeugs vor dem Risiko von Verletzungen
zu schützen,
die durch die Ecke der Kabine in einem Bereich der A-Säule verursacht
werden.
-
Aus
Sicherheitsgründen
gibt es heutzutage einen großen
Druck auf die Technologie der Konstruktion von Fahrzeugen, auf Grund
der im hohen Grade erwünschten
Verbesserungen der Sicht, insbesondere vom Fahrersitz, die A-Säule so dünn wie möglich zu
machen. Der Wunsch, eine unbehinderte Sicht vom Fahrersitz zu haben,
treibt die Anforderungen voran, die A-Säule dünn zu machen. Das Vorsehen
von Rückhaltesystemen
für die
Insassen eines Fahrzeugs in der A-Säule ist hiermit eine Lösung, die nach
Möglichkeit
vermieden werden sollte, da sich folglich die Breite der A-Säule vergrößert.
-
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung vorgelegt,
wie sie im Anspruch 1 spezifiziert ist.
-
Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren vorgelegt, wie es
im unabhängigen
Verfahrensanspruch spezifiziert ist.
-
Die
Luftvorhangbaueinheit, wie sie in den obigen Aspekten der Erfindung
spezifiziert ist, wird folglich beim Auftreten eines Zusammenstoßes um die
Ecke zwischen dem Seitenfenster und der Windschutzscheibe in ihre
entfaltete Position gebogen. Infolgedessen wird ein Insasse des
Fahrzeugs davor geschützt,
im Fall eines Zusammenstoßes
die A-Säule
zu treffen, bei dem das Fahrzeug bei einem Zusammenstoß in einer
Richtung getroffen wird, wo der Passagier neben z.B. einen Front-Airbag
zur A-Säule
oder anderen Strukturen in der Ecke geschleudert wird. Dies ist
ein großer
Vorteil, da die Airbags und aufblasbaren Vorhänge der heutigen Konstruktionen
einen Insassen eines Fahrzeugs gegen eine derartige Art von Unfällen nicht
zuverlässig schützen.
-
Mittels
der Erfindung wird folglich ein Mensch im Fall von Zusammenstößen zwischen
Körperteilen und
harten Strukturen im Bereich des Seitenfensters, des Abschnitts
der Windschutzscheibe und eines Bereichs dazwischen mit einem Schutz
bei dem Zusammenstoß versehen.
Die harten Strukturen enthalten das Auftreten von Glassplittern
und das Eindringen eines fremden Objekts in die Kabine in diesem
Bereich.
-
Ein
weiterer wichtiger Vorteil bei der vorgelegten Lösung ist, dass der aufblasbare
Vorhang keinen Raum innerhalb der Strukturen, die die A-Säule bilden,
einnimmt, wodurch die A-Säule
und ihre Abdeckungen dünner
werden und folglich die Sicht, insbesondere vom Fahrersitz, nicht
verdecken. Es ist möglich,
den toten Winkel zu minimieren.
-
Noch
weitere Aufgaben und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden
aus der folgenden ausführlichen
Beschreibung, im Zusammenhang mit der beigefügten Zeichnung betrachtet,
offensichtlich. Es ist jedoch selbstverständlich, dass die Zeichnung nur
für den
Zweck der Veranschaulichung und nicht als eine Definition der Grenzen
der Erfindung vorgesehen ist, für
die auf die beigefügten
Ansprüche
Bezug genommen werden sollte. Es sollte ferner selbstverständlich sein,
dass die Zeichnungen nicht notwendigerweise maßstabsgerecht gezeichnet sind und
dass sie, sofern nichts Gegenteiliges angegeben ist, lediglich vorgesehen
sind, um die hierin beschriebenen Strukturen und Prozeduren konzeptionell
zu veranschaulichen.
-
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
1 ist
eine Draufsicht eines Fahrzeugs, die die Position der untergebrachten
aufblasbaren Vorhangbaueinheit veranschaulicht.
-
2 zeigt
schematisch das Innere einer Fahrzeugkabine, wobei sie den Fahrersitz
und die Ecke der Fahrzeugkabine in der Richtung zu einer A-Säule des
Fahrzeugs veranschaulicht.
-
3 zeigt
schematisch das Innere einer Fahrzeugkabine, wobei sie den Fahrersitz
und die Position der aufblasbaren Vorhangbaueinheit in der Ecke
der Fahrzeugkabine in der Richtung zu einer A-Säule des Fahrzeugs gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.
-
4 zeigt
schematisch eine Ausführungsform,
bei der der Frontabschnitt eines Vorhangs der Baueinheit in einem
Winkel vom oberen Abschnitt der Mitte der Windschutzscheibe zu einem
unteren Abschnitt des Armaturenbretts nah an der A-Säule geneigt
ist.
-
5 zeigt
eine Ausführungsform,
bei der untere Abschnitt eines Vorhangs der Baueinheit an der Biegung
des Vorhangs mit einem Band an einem Punkt an der Karosserie angebracht
ist.
-
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
DER ERFINDUNG
-
Im
Folgenden wird mit Unterstützung
durch die beigefügte
Zeichnung eine Anzahl von Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beschrieben.
-
In 1 ist
das Dach des Fahrzeugs 1 durch das Bezugszeichen 2 bezeichnet.
Ein linkes Seitenfenster des Fahrzeugs besitzt das Bezugszeichen 3, während 4 die
Windschutzscheibe bezeichnet. Die mit x gemusterte Struktur der
Figur veranschaulicht die Position einer linken aufblasbaren Vorhangbaueinheit 5,
wobei gezeigt ist, dass die Baueinheit 5 längs der
Oberkante des Seitenfensters 3 vorgesehen und nah zur A-Säule 6 gebogen
ist, wobei sie sich in einer Richtung längs der Oberkante der Windschutzscheibe 4 in
einen Abschnitt der Länge
der Windschutzscheibe fortsetzt.
-
2 zeigt
das Innere der Fahrzeugkabine in einer Richtung zur Ecke zwischen
dem Seitenfenster 3 und der Windschutzscheibe 4 nah
am Fahrersitz 7. In der Kabine des Fahrzeugs ist ferner
ein Armaturenbrett 8 veranschaulicht, das sich längs der
Unterkante der Windschutzscheibe 4 in der Fahrzeugkabine
erstreckt und den Insassen des Fahrzeugs gegenüberliegt. Die A-Säule 6 ist
eine Stütze,
die das Dach 2 mit der Karosserie des Fahrzeugs 1 verbindet
und sich in der Richtung zum Armaturenbrett 8 nach unten
erstreckt und eine Grenzlinie zwischen dem Seitenfenster 3 und
der Windschutzscheibe 4 bildet. Eine Konsole 9 für die Anzeigen
und die Ausrüstung des
Fahrzeugs ist dem Sitz 7 benachbart gezeigt. Ein Lenkrad 10 ist
ferner vor dem Sitz 7 schematisch gezeigt.
-
Ferner
ist in 2 die aufblasbare Vorhangbaueinheit 5 in
ihrer Unterbringungsposition als ein wellenförmiges Muster gezeigt. In dem
Beispiel ist eine Ausführungsform
offenbart, bei der die aufblasbare Vorhangbaueinheit 5 in
der Fahrzeugkabine längs
einer Linie des Daches untergebracht ist. Der Abschnitt der Dachlinie,
in der die aufblasbare Vorhangbaueinheit untergebracht ist, wird
hierin als ein Frontecken-Dachlinienabschnitt
bezeichnet, der so definiert ist, dass er enthält:
- – wenigstens
einen Abschnitt einer ersten Grenzfläche zwischen der Oberkante
eines vorderen Seitenfensters 3 und dem Dach 2,
- – eine
Biegung in der Umgebung des Oberteils der A-Säule,
- – weniger
als die halbe Länge
einer zweiten Grenzfläche
zwischen der Oberkante der Windschutzscheibe 4 und dem
Dach 2.
-
Eine
aufblasbare Vorhangbaueinheit 5 ist in einem auf diese
Weise definierten Frontecken-Dachlinienabschnitt untergebracht.
-
Der
hierin verwendete Begriff Seitenfenster definiert das Fenster auf
der linken und rechten Seite des Fahrzeugs nah an einem Vordersitz
des Fahrzeugs, das sich wenigstens etwa von der A-Säule zu einer
Linie im Fenster erstreckt, die im Wesentlichen parallel zur Rückenstütze eines
Vordersitzes ist.
-
Die
Biegung der Baueinheit 5, auf die Bezug genommen wird,
kann etwa 90 Grad betragen, sie hängt aber von der Konstruktion
des Daches 2, der Windschutzscheibe 4 und des
Seitenfensters 3 in dem Bereich ab, in dem diese Objekte
miteinander verbunden sind.
-
In
einer Ausführungsform
ist die Vorhangbaueinheit 5 in ihrer zusammengefalteten
Position hinter einer Blende längs
einer sogenannten schrägen
Schiene des Fahrzeugs über
dem Seitenfenster 3 angeordnet, wobei sie ferner hinter
einer Blende längs
des sogenannten vorderen Kopfbereichs über der Windschutzscheibe 4 angeordnet
ist. Die Abdeckblenden, die die untergebrachte aufblasbare Vorhangbaueinheit
in ihrer entfalteten Position verdecken, können mit einer Sollbruchstelle,
z.B. einer Vertiefung, in der Innenseite der Blendenoberfläche vorgesehen
sein, um das Durchdringen der Blende im Fall einer Auslösung der
aufblasbaren Vorhangbaueinheit zu unterstützen.
-
Die
aufblasbare Vorhangbaueinheit wird mittels einer Gaserzeugungs-Aufblaseinrichtung
aufgeblasen, die sich mit der aufblasbaren Vorhangbaueinheit in
Fluidverbindung befindet, wobei die Aufblaseinrichtung durch ein
Signal von einem Crash-Detektor ausgelöst wird, um den Vorhang oder
die Vorhänge
der Baueinheit aufzublasen.
-
In
einer Ausführungsform
besteht die aufblasbare Vorhangbaueinheit aus zwei oder mehr getrennt
aufblasbaren Vorhängen,
die zusammenwirken, um die gleiche Funktion wie der nur eine Vorhang
in der Einvorhangbaueinheit gemäß der Aufgabe
der vorliegenden Erfindung auszuführen. Dies kann in vielen Arten
erreicht werden. Die getrennten Vorhänge können durch Verbindungsmittel,
wie Bänder,
Riemen, einem Stück
Gewebe oder irgendeiner faltbaren Platte, verbunden sein. Die getrennten
Vorhänge
können
ferner mittels einer gemeinsamen Gas-Aufblaseinrichtung aufgeblasen werden,
die durch dieselbe Auslösevorrichtung
ausgelöst
wird. Wenn zwei oder mehr aufblasbare Vorhänge in der Baueinheit enthalten
sind, sind sie verbunden, um eine einteilige Abschirmung zu bilden,
die aus den Vorhängen
besteht, um eine ununterbrochene Abschirmung längs des Seitenfensters und
des benachbarten Abschnitts der Windschutzscheibe zu bilden.
-
Die
Baueinheit kann ferner aus zwei oder mehr getrennten Vorhängen bestehen,
die miteinander überlappen.
Die getrennten Vorhänge
werden vorzugsweise durch die selben Auslösemittel ausgelöst. Eine
teurere Lösung
ist die Verwendung getrennter Auslösemittel für getrennte Vorhänge.
-
In
einer noch weiteren Ausführungsform
ist der wenigstens eine aufblasbare Vorhang in zwei oder mehr Abschnitte
unterteilt, die jeder entsprechend vorgegebenen Charakteristika
aufgeblasen werden.
-
In
einer noch weiteren Ausführungsform
ist der wenigstens eine Vorhang in der Vorhangbaueinheit mit nur
einer Kammer versehen.
-
In
einer noch weiteren Ausführungsform
ist der wenigstens eine Vorhang in der Vorhangbaueinheit mit mehreren
Kammer versehen, wobei die Kammern durch Trennwände voneinander getrennt sind.
-
Eine
weitere Ausführungsform
der Erfindung ist in 4 veranschaulicht, in der sich
die aufblasbare Vorhangbaueinheit von der A-Säule eine Strecke s (siehe 1)
längs der
zweiten Grenzfläche
zu einem Punkt P erstreckt. Die Strecke s bis zum Punkt P ist kleiner
als die halbe Länge
der Oberkante der Windschutzscheibe. In der Ausführungsform, wie sie in 4 veranschaulicht
ist, wird die aufblasbare Vorhangbaueinheit innerhalb einer äußeren Grenze entfaltet,
die eine Linie von dem Punkt P zum unteren Ende der A-Säule ist,
wenn sie entfaltet ist.
-
In
einer alternativen Ausführungsform
gemäß der Erfindung
ist wenigstens ein in der Vorhangbaueinheit enthaltener Vorhang
mit zwei oder mehr Lagen versehen, worin eine Seite des Vorhangs
eine Lage mit einer höheren
Steifigkeit als der Rest der Lagen ist.
-
In
einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung ist wenigstens ein in der Vorhangbaueinheit enthaltener
Vorhang aufgerollt gefaltet, wenn er sich in seiner zusammengefalteten
Position befindet. Mit aufgerollt gefaltet ist gemeint, dass der
Vorhang aufgerollt ist, wenn er sich in der Unterbringungsposition
befindet.
-
In
einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung ist wenigstens ein in der Vorhangbaueinheit enthaltener
Vorhang z-gefaltet. Durch z-gefaltet ist gemeint, dass der Vorhang
(die Vorhänge)
ein oder mehrmals gefaltet ist (sind) oder dass er (sie) in Form
der Falten eines Blasebalgs gefaltet ist (sind). Alternativ kann
der Vorhang (die Vorhänge)
teilweise aufgerollt gefaltet und teilweise z-gefaltet gepackt sein.
Als ein Beispiel der letzteren Ausführungsform ist ein Vorhang
in seinem äußeren Abschnitt
aufgerollt gefaltet und in seinem inneren Abschnitt z-gefaltet.
-
In
einer noch weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung ist
wenigstens ein Bereich der aufblasbaren Vorhangbaueinheit mit einem durchsichtigen
Netz versehen, das so angeordnet ist, dass es sich in einer Sichtlinie
eines Fahrers des Fahrzeugs befindet, wenn die Vorhangbaueinheit entfaltet
ist. Dieses Netz ist eine Sicherheitsmaßnahme, um den Fahrer zu unterstützen, durch
den aufgeblasenen Vorhang zu sehen, falls er sich aus irgendeinem
unerwünschten
Grund entfaltet hat, oder um einem Fahrer zu erlauben, das Fahrzeug
zum oder kurz nach dem Zeitpunkt eines Zusammenstoßes zu kontrollieren
und zu steuern.
-
Falls
eine genauere Steuerung der Entfaltungsbewegung des aufblasbaren
Vorhangs der Baueinheit erwünscht
ist, kann ein Band 11 zwischen einem Punkt A am unteren
Abschnitt eines Vorhangs der aufblasbaren Vorhangbaueinheit, vorzugsweise im
Bereich der Biegung des Vorhangs, und einem Punkt B an einem tiefen
Punkt der A-Säule
angebracht sein. Der Punkt B könnte
sich irgendwo sonst auf der Fahrzeugstruktur nah bei dem Bereich
befinden, wo sich die Vorhangbaueinheit in ihrer entfalteten Position
aus der Richtung längs
des Seitenfensters zur Richtung längs der Windschutzscheibe biegt. Diese
Maßnahme
kann ergriffen werden, um sicherzustellen, dass sich der Vorhang
so weit wie eine vorgegebene Strecke aufbläst und abwärts entfaltet und dass sich
der Vorhang an seiner Unterkante aus der Richtung längs des
Seitenfensters in die Richtung im Wesentlichen parallel zur Windschutzscheibe
biegt. Ein derartiger Befestigungspunkt A ist in 5 gezeigt,
wo das Lenkrad um der Klarheit willen entfernt worden ist. In 5 wird
das Band in einer Ausführungsform
verwendet, in der der untere Abschnitt des Frontvorhangsabschnitts
in der Richtung vom Punkt P zum unteren Abschnitt der A-Säule geneigt
ist, wobei aber das Band oder mehr als ein Band, das an der Karosserie
befestigt ist, als ein Komplement zur Baueinheit in irgendeiner
der erörterten
Ausführungsformen
verwendet werden kann.
-
In
einigen der Figuren ist nur ein Beispiel einer aufblasbaren Vorhangbaueinheit
angegeben, die für
den Schutz eines Insassen vorgesehen ist, der im Fahrersitz sitzt.
Selbstverständlich
ist eine völlig
gleiche Baueinheit für
den Insassen im Beifahrersitz angeordnet oder kann für diesen
angeordnet sein.
-
Es
ist eine Gesamtaufgabe der vorliegenden Erfindung, außerdem in
der Ecke zwischen dem Seitenfenster und der benachbarten Windschutzscheibe eine
Abschirmung zu schaffen. Der Zweck der Verwendung getrennter Vorhänge besteht
darin, dass die Vorhänge
so beschaffen sind, dass die zusammenwirken, um eine einteilige
Abschirmung zu bilden.
-
Während die
fundamentalen neuartigen Merkmale der Erfindung, wie sie auf eine
ihrer bevorzugten Ausführungsformen
angewendet werden, gezeigt, beschrieben und dargelegt worden sind,
ist es selbstverständlich,
dass verschiedene Auslassungen und Ersetzungen und Änderungen
in der Form und den Einzelheiten der veranschaulichten Vorrichtungen
und in ihrem Betrieb von den Fachleuten auf dem Gebiet ausgeführt werden
können,
ohne vom Erfindungsgedanken der Erfindung abzuweichen. Es ist z.B.
ausdrücklich
vorgesehen, dass alle Kombinationen dieser Elemente und/oder Verfahrensschritte, die
im Wesentlichen dieselbe Funktion in im Wesentlichen derselben Weise
ausführen,
um die selben Ergebnisse zu erreichen, im Umfang der Erfindung liegen.
Es sollte außerdem
erkannt werden, dass die in Verbindung mit irgendeiner offenbarten
Form oder Ausführungsform
der Erfindung gezeigten und/oder beschriebenen Strukturen und/oder
Elemente und/oder Verfahrensschritte in jede andere offenbarte oder
beschriebene oder vorgeschlagene Form oder Ausführungsform als eine allgemeine
Sache der Konstruktionswahl aufgenommen werden können. Deshalb ist die Erfindung
nur einzuschränken,
wie durch den Umfang der beigefügten
Ansprüche
angegeben ist.