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Die
Erfindung betrifft landwirtschaftliche oder gartenbauliche Bodenbearbeitungsgeräte mit sternradartigen
Bodenzerkleinerern sowie einen Sternrad-Zerkleinerer für die Verwendung in solchen
Bodenbearbeitungsgeräten
und ein Verfahren zur Verwendung desselben.
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Aus
Gummi oder aus geeigneten Kunststoffmaterialien gebildete Sternräder fassen
eine Mehrzahl von winklig beabstandeten, elastisch deformierbaren,
sich auswärts
erstreckenden Fingern, wobei jeder Finger eine konvexe Vorderkante
und eine konkave Hinterkante aufweist. Auf Wellen montiert bilden die
Sternräder
rotierbare Elemente, welche parallel zueinander in Folge beabstandet
und in die gleiche Richtung rotiert eine Förderfläche bilden, welche verwendet
wird, um in einer Knollenfrucht-Erntemaschine Knollenfrüchte von
Erde und in einem Steinabscheider Steine von Erde zu trennen.
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Herkömmliche,
mechanische Kultivatoren haben Stahlzinken oder -klingen, welche
durch die Erde getrieben werden, was eine beträchtliche Kraft erfordert, und
zu einem hohen Energiebedarf und zu beträchtlichen Verschleißkosten
der Einrichtung führen;
zudem kommt eine niedrige Arbeitsfrequenz bei schwierigen Bodenbedingungen
zu den Kosten hinzu.
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Die
britische Patentveröffentlichung
GB 2145612 (Richard Pearson
Ltd.) beschreibt eine Vorrichtung zum Trennen von Erdklumpen und
Steinen von Wurzelgemüse
oder Knollen. Die Vorrichtung umfasst zwei parallel beabstandete,
entgegengesetzt drehbare Elemente, von denen das eine die Form einer
Walze aufweist und eine starre äußere Oberfläche hat,
und von denen das andere eine Vielzahl von sich radial auswärts erstreckenden,
elastisch verformbaren Vorsprüngen
aufweist. Die Erdklumpen und Steine fallen zwischen die Elemente und
zwischen das Element und die Walze, während Wurzelgemüse oder
Knollen darüber
passieren. Die Vorrichtung ist normalerweise nachgelagert zu dem letzten
Gitter der Erntemaschine angebracht.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Bodenbearbeitungsgerät zu schaffen,
bei welchem die vorgenannten Nachteile wenigstens verringert sind.
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Erfindungsgemäß wird ein
Bodenbearbeitungsgerät
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 geschaffen.
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Vorzugsweise
bilden die an wenigstens zwei rotierbaren Wellen angeordneten Sternräder eine
fördernde
Oberfläche, über welcher
Erde zerkleinert oder zerkrümelt
wird.
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Das
erfindungsgemäße Aufnehmen
von Sternenrädern
in ein Bodenbearbeitungsgerät
reduziert die Energieanforderung, erhöht die Arbeitsfrequenz und
reduziert die Wartungskosten.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist, ein Bodenbearbeitungsgerät zu schaffen,
welches bei der Verwendung weniger gefährlich als die bekannten angetriebenen
Bodenbearbeitungsgeräte,
insbesondere kleine, handbetriebene Maschinen, ist.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung wird ein landwirtschaftliches Gerät geschaffen, in welchem eine
Bodenzerkleinerung oder eine Reduzierung der Erdpartikelgröße durch
die Verwendung einer angetriebenen Anordnung von rotierenden Zerkleinerungselementen
erreicht wird. Die rotierbaren Zerkleinerungselemente umfassen jeweils
radial nach außen
abstehende Finger, welche ein elastisches Material wie etwa natürliches
oder synthetisches Gummi oder verwandte Polymere oder andere Kunststoffmaterialien
umfassen.
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In
dieser Ausführungsform
sind die rotierbaren Zerkleinerungselemente insgesamt in der Gestalt und
im Aufbau ähnlich
zu den bekannten Sternrädern (und
werden der Einfachheit halber im folgenden auch als solche bezeichnet)
und werden aus den gleichen Materialien, wie sie für solche
geeignet sind, hergestellt, aber beinhalten einige wesentliche Unterschiede
in ihrem Aufbau und in der Verwendung.
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Allgemein
gesprochen betrifft einer der Hauptunterschiede (in dieser Ausführungsform)
zu den bekannten Sternrädern
und ihrer bekannten Verwendung die Aggressivität, mit welcher die rotierbaren
Zerkleinerungselemente oder Sternräder die ihnen übergebene
Erde angreifen oder mit dieser wechselwirken. Die Zerkleinerungselemente
erreichen ihre erhöhte
Aggressivität
durch die Lage ihrer Finger im Bezug auf einen an den Finger angrenzenden
Radius durch die Rotationsachse des Zerkleinerungselements. Einfach
ausgedrückt
stellen die Zerkleinerungselemente eine Verbesserung oder Erweiterung
der Verwendung derselben dar und ermöglichen eine Verwendung von
Sternrädern
als solche in Kultivatoren, was bedeutsam ist, da die bestehenden Anwendungen
von Sternrädern
in der Realität
keine Anreize bieten, dieselben in zur Erdzerkleinerung oder Kultivierung
bestimmten Werkzeugen zu verwenden. Dies ist darin begründet, dass
der Aufbau und insbesondere die Stellung der Finger in bekannten
Sternradvorrichtungen so sind, dass das erreichte Niveau der Zerkleinerung
gelinde gesagt mäßig ist, weil
die Sternräder
so konstruiert und angeordnet sind, dass sie das über ihnen
verlaufende Material einfach anheben und fördern, wobei die Gefahr einer Beschädigung (bei
der Verwendung von Sternenrädern
in einer Knollenfrucht-Erntemaschine) und die Gefahr einer Blockierung
(bei der Verwendung von Sternrädern
in Steinabscheidern) minimiert wird. Ein solches Anheben und Fördern ist
alles, was in solchen Anwendungen notwendig ist, und ist auch alles, wofür die Sternräder entworfen
wurden. Jedoch haben wir als ein Resultat unserer Arbeit in Bezug
auf existierende Verwendungen von Sternrädern eine neue Verwendung von
diesen entdeckt und mit dieser Ausführungsform der Erfindung in
die Praxis umgesetzt, welche, obwohl entgegengesetzt zu den verbreiteten
und verstandenen Anwendungen von Sternrädern (Fördern und Anheben während des
Abscheidens von Knollenfrüchten
und Steinen) nichtsdestotrotz ein wertvolles zusätzliches Gebiet für die Verwendung
von Sternrädern
(in dedizierten Kultivatoren als solchen) anbietet, was ihre Nützlichkeit
sehr vergrößert und
Landwirten wesentliche Fortschritte auf dem Gebiet der Pflanzenkultivierung,
insbesondere hinsichtlich des Energieverbrauchs, bietet.
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Allgemein
gesprochen haben wir entdeckt, dass (für die Zwecke dieser Ausführungsform)
Sternräder
eine wertvolle neue Stufe bodenzerkleinernder Wirkung haben (und
somit neue Verwendungen ermöglichen),
wenn sie auf eine neue Art und in einem neuen (d.h. andersartigen)
Werkzeug, einem Kultivator, (hinsichtlich existierender Verwendungen
von Sternrädern)
verwendet werden. Diese „neue
Art" beläuft sich
darauf, Sternräder
so zu konstruieren, dass sie die vorgenannte aggressivere Zerkleinerungswirkung
aufweisen (im Gegensatz zu der weniger starken Zerkleinerungswirkung
von Sternrädern,
wie sie in Knollenfrucht-Erntemaschinen und steinabscheidenen Vorrichtungen
verwendet werden, welche unzureichend ist, um eine Verwendung von
diesen in dedizierten Zerkleinerungs- oder Kultivierungswerkzeugen
zu rechtfertigen). Solche aggressive Zerkleinerungswirkung wird
im wesentlichen durch eine Änderung
der Stellung der Sternradfinger, insbesondere ihrer Vorderkanten,
unter Beachtung der Rotationsrichtung und im Bezug auf einen benachbarten
Radius durch die Rotationsachse erreicht. Somit ist die Stellung
(der Finger, insbesondere ihrer Vorderkanten) bezüglich eines
benachbarten Radius der Rotationsachse radial oder nahezu radial
oder sogar etwas außerhalb
der Radialen (in die Vorwärts-
oder Rotationsrichtung). Abweichungen bis zu 10° zu jeder Seite der radialen
Position, oder vorzugsweise nur bis zu 5°, bieten daher diese Änderung
in der Wirkung. Es versteht sich daher, dass Ergebnisse allgemein
gleicher Art durch Verwendung existierender Sternräder und
einfache Umkehr ihrer Rotationsrichtung erreicht werden können, obwohl
diese innerhalb der angestrebten Verwendungsvorgaben für Ausführungsformen
der Erfindung im Sinne von Konstruktionsvorgaben, wie sie sich aus
dem Zweck des Werkzeugs ergeben und die solche Eigenschaften wie
die Neigung des Förderers,
zu welchem die Sternräder gehören, betreffen,
liegen müssen.
Mit anderen Worten müssen
die Sternräder
in einer im Sinne der neuen (erfindungsgemäßen) Verwendung der Sternräder durchdachten
Konstruktion verwendet werden.
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Wir
erwähnen
an dieser Stelle, dass wir uns bewußt sind, dass möglicherweise
Vorschläge
für die Verwendung
von Sternrädern
auf unkonventionelle Weise existieren, wie etwa die Verwendung in
reversierter Stellung für
solche Zwecke wie das Entfernen von Kartoffelkraut bei der Ernte
von Kartoffeln oder ähnlichem,
dass aber eine solche Verwendung für den Fachmann, der Möglichkeiten
sucht, vorhandene Vorrichtungen für Kultivierung oder Erdzerkleinerung als
solche zu verbessern, wenig hilfreich sind, da sich der Vorgang
des Entfernens von Kartoffelkraut technisch sehr von der Bodenzerkleinerung
unterscheidet und die Anforderungen an die Sternräder in einer Anwendung,
welche das Greifen von glitschigen Feldfrüchten notwendig macht, sehr
verschieden sind von den Anforderungen, eine erhebliche Zerkleinerung
größerer Massen
von Erdklumpen, wie sie bei der Kultivierung notwendig ist, zu ermöglichen.
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Jedoch
sieht diese Ausführungsform
nicht nur die einfache Verwendung bereits existierender Sternräder für diese
neue Verwendung mit einer einfachen Umkehr der Rotationsrichtung
vor, da dies weitere wichtige Eigenschaften der Erfindung außen vor
lassen würde,
obwohl diese nicht notwendige Anforderungen an die Erfindung in
ihrer breitesten Anwendung sind. Da ist beispielsweise die Frage
der Fingerlebensdauer und -haltbarkeit und die Frage des Blockierens
von Fingern und des Freigebens von Erde. Hinsichtlich der Lebensdauer
der Finger haben wir herausgefunden, dass die neue Verwendung von Sternrädern entsprechend
den auf diese Ausführungsform
anwendbaren Prinzipien neue und anspruchsvolle Anforderungen an
die Sternräder
stellt, wodurch diese keine angemessene Lebensdauer (oder wenigstens
eine Lebensdauer, die vergleichbar ist zu der, an welche sich Benutzer
herkömmlicher Sternräder gewöhnt haben)
aufweisen würden,
wenn nicht entsprechende Maßnahmen
getroffen werden. Daher sehen wir in dieser Ausführungsform die Finger mit größeren Abmessungen
hinsichtlich der Fingerdicke vor, so dass ein Durchbiegen, welches
unter den aggressiven Verwendungsbedingungen unweigerlich auftritt,
nicht zu einem vorzeitigen Versagen führen. In etwa gleichem Maße bietet
die größere Ausdehnung
im Durchmesser der Sternradfinger jedoch den Vorteil, dass die größere Masse
und damit einhergehende Steifigkeit der Finger selbigen ermöglicht,
die neue Zerkleinerungs- und Zerkrüme lungsaufgabe mit größerer Effektivität durchzuführen als dies
sonst der Fall wäre.
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Ebenso
bietet diese Ausführungsform
hinsichtlich der Eigenschaften der Sternradfinger, welche ein Blockieren
der Sternräder
durch Erde oder Steine während
der Verwendung vermeiden, Konstruktionseigenschaften, welche helfen,
ein solches Blockieren zu vermeiden. Allgemein sind die Eigenschaften,
welche in dieser Hinsicht in dieser Ausführungsform der Erfindung helfen,
das Vorsehen von allgemein geradlinigen Vorder- und Hinterkanten
der Finger (was allgemein eine V-Form der Spalte zwischen den Kanten
erzeugt). Dies steht im Gegensatz zu den im allgemeinen konvex und
konkav geformten Vorder- und Hinterkanten der bekannten Sternräder (welche
eine allgemein mondsichelförmige
Lücke zwischen
den Kanten bilden).
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Als
ein Resultat dieses Unterschieds sind die allgemein sich gradlinig
nach innen verjüngenden, gradkantigen
oder V-förmigen,
durch die Lücken
zwischen aufeinander folgender Fingerkanten definierten Ausnehmungen
dieser Ausführungsform
nicht geeignet, eine Aufnahme für
Steine oder Klumpen zu bilden, welche zwangsläufig von Zeit zu Zeit während des
Passierens großer
Volumina von Erde oberhalb der Sternräder während der Verwendung die Gelegenheit
haben, in solchen Lücken
aufgenommen zu werden. Dies ist darin begründet, dass die seitlich geraden
Kanten der Lücken
dieser Ausführungsform schon
von sich aus eine Freigabe ermöglichen.
Im Gegensatz hierzu haben die gekrümmten Kanten der halbmondförmig geformten
Lücken
bei der (reversierten) Verwendung existierender Sternräder offensichtlich
an sich die Möglichkeit
zur Aufnahme, was von ihrem gekrümmten
Profil herrührt,
welches einen Einfangraum definiert.
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Diese
Fähigkeit
(der vorliegenden Ausführungsform)
Steine und Erde freizugeben, welche (im Zusammenhang mit der Zerkleinerungsfunktion
des Sternrads) andernfalls möglicherweise
eine inakzeptable Aufnahme und Blockierung verursachen würden, ist
von wesentlicher Bedeutung. Diese Fähigkeit (dieser Ausführungsform),
Steine und Erde freizugeben, ist in Vergleich zu stellen mit ihrer
unmittelbaren „Hammer
und Amboss" Fertigkeit.
Diese (letztgenannte) Fertigkeit steht im Zusammenhang mit der durch
die relative Anordnung der Fingerkanten und -endprofile (wie in 3 und 8 zu
sehen) geschaffenen Zerkleinerungswirkung. Für diesen Zweck bildet die Anordnung,
Gestalt und relative Nähe
der einen Amboss bildenden benachbarten Fingerenden (siehe 8)
oder Fingerkanten (siehe 3) der Sternradfinger in der
benachbarten Anordnung von Sternrädern einen signifikanten Beitrag zu
der Zerkleinerungswirkung. Die vorstehend diskutierte Klumpen- und
Steinfreigabe oder Nichtaufnahmefunktion in Kombination mit der
unmittelbaren „Hammer
und Amboss" Fähigkeit
und der elastischen Natur der Finger ist mehr als ausreichend, wie
wir herausgefunden haben, in der Anwendung eine Leistung zu erzielen,
welche einen bedeutenden Fortschritt hinsichtlich der Nützlichkeit
von Sternrädern bedeutet.
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In
einer Zusammenfassung der vorstehend diskutierten Aspekte der Ausführungsform
umfasst der so geschaffene Kultivator einen erdzerkleinernden Förderer,
der eine Kombination von Eigenschaften von großer Nützlichkeit zeigt:
- a) einen niedrigen Energieverbrauch (im Vergleich zu herkömmlichen
rotierenden Kultivatoren), da sämtliche
Erde mit Ausnahme der oberhalb einer durch den Siebabstand zwischen
den Sternradfingern bestimmten Größe liegenden Klumpen unmittelbar
zum Boden zurückgeführt wird;
- b) eine gute Zerkleinerungswirkung durch die von der Fingerstellung
und der die Fingerkanten, -enden und -anordnung umfassenden Fingergestalt herrührenden
aggressive Wirkung der Sternräder;
- c) eine von der elastischen Natur der Sternradfinger und von
den Grad- und V-förmigen
Lücken zwischen
den Fingern herrührende
Fähigkeit, Steine
und Klumpen freizugeben und nicht aufzunehmen;
- d) eine relativ hohe Lebensdauer der hauptsächlichen, erdzerkleinernden
Elemente, herrührend von
deren gängiger
Verwendung in verwandten, abtragenden (Kartoffeln und Steine separierenden)
Anrwendungen, wobei die Materialien für eine solche Verwendung wohlbekannt
sind.
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Bevorzugte
Ausführungsform
der Erfindung werden im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren
beschrieben:
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1 zeigt
eine Seitenansicht eines Sternrads für die Verwendung in einem Kultivator
in Übereinstimmung
mit der Erfindung;
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2 zeigt
eine Seitenansicht eines bekannten Sternrads einer Abscheidungsvorrichtung für die Abscheidung
von Erde von Knollenfrüchten, z.B.
Kartoffeln, oder von Steinen und Klumpen;
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3 zeigt
in einer Seitenansicht zwei rotierbare Elemente einer ersten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Bodenbearbeitungsgeräts;
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4 zeigt
in einer Draufsicht zwei rotierbare Elemente aus 3;
und
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5 zeigt
eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Kultivators;
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6 zeigt
eine zu 5 ähnliche Ansicht, wobei die
bodenbearbeitende Wirkung der Zerkleinerungselemente des in 5 gezeigten
Kultivators gezeigt werden; und
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7 bis 11 sind 1, 3, 4, 5 und 6 entsprechende
Ansichten, welche eine veränderte
zweite Ausführungsform
der Erfindung zeigen.
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In 1 hat
ein mit der Referenz 1 bezeichnetes Sternrad eine Vielzahl
von Fingern 2, welche sich von einer Radnabe 4,
welche eine quadratische Öffnung 5 aufweist,
so dass das Sternrad auf einer rotierbaren Welle eines Bodenbearbeitungsgeräts (nicht
gezeigt) angebracht werden kann, erstrecken.
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In 2 ist
eine bekannte Sternradausführung
gezeigt, wie sie in Kartoffel-Erntemaschinen oder
in Stein- und Knollen-Abscheidern verwendet wird. Dieses Sternrad
in bekannter Ausführung
verarbeitet im Falle einer Wurzelfrucht-Erntemaschine Materialien,
welche von einer davor montierten Erd- und Ernte-Anhebvorrichtung
ausgegraben wurden; und welche in einem Stein-/ Knollen-Abscheiden
Erde, Steine und Knollen anhebt und Erde von Steinen und Knollen
trennt.
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Das
in 1 gezeigte Sternrad unterscheidet sich von dem
in 2 gezeigten Sternrad bekannter Ausführung darin,
dass die Vorderkante 3 (in Rotationsrichtung) jedes Fingers 2 zu
dem Radius um einen kleinen Winkel A geneigt ist, während der Winkel
B zwischen der Vorderkante und dem Radius des bekannten Sternrads
in 2 in etwa 35° beträgt. Ebenso
ist die umfangsmäßige Ausdehnung der
Spitzen 2a jedes Fingers 2 größer als die umfangsmäßige Ausdehnung
der Finger in der bekannten Sternradausführung in 2.
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Die
Sternräder
in 1 und 2 haben beide zehn Finger und
haben die gleiche Größe. In der
Praxis sind Größenbeschränkungen
für bekannte Sternräder durch
die Notwendigkeit gegeben, Wurzelgemüse in einer Wurzelfrucht-Erntemaschine vorsichtig
zu behandeln, oder entsprechend durch die Notwendigkeit, kleine
Steine innerhalb eines Steinabscheiders zu halten, was eine maximale
Größe für die Sternräder notwendig
macht, für
die der Bereich von 15 bis 25 cm Umfang typisch ist. Diese Größenbeschränkungen
finden jedoch keine Anwendung bei der Verwendung von Sternrädern in
einem erfindungsgemäßen Kultivator,
in welchem die Sternräder vorzugsweise
größer und
stabiler sind, beispielsweise mit einem Umfang von 40 cm. Somit
wird die Anzahl der Finger und/oder die Größe eines Sternrads eines erfindungsgemäßen Kultivators
empirisch bestimmt.
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In 3 umfassen
zwei rotierbare Elemente 9, 10 jeweils eine Vielzahl
von Sternrädern,
welche auf parallelen, wie durch die Pfeile 7 gezeigt in
die gleiche Richtung rotierenden Wellen 6 angeordnet sind.
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Vorzugsweise
sind die Sternräder
der rotierbaren Elemente aufgereiht an der Welle angeordnet, so
dass die Finger jedes Sternrads zu den Lücken zwischen den Fingern des
benachbarten Sternrads ausgerichtet sind.
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Der
Abstand zwischen den rotierbaren Elementen ist vorzugsweise einstellbar.
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Ebenso
ist vorzugsweise die Rotationsgeschwindigkeit des rotierbaren Elements 10 im
Bezug zu der Rotationsgeschwindigkeit des rotierbaren Elements 9 einstellbar.
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Vorzugsweise
sind die Sternräder
des rotierbaren Elements 9 wie in 4 gezeigt
relativ zu den Sternrädern
des rotierbaren Elements 10 axial gestaffelt, so dass die
Finger der Sternräder
eines rotierbaren Elements mit den Lücken zwischen den Sternrädern eines
angrenzenden rotierbaren Elements ausgerichtet sind.
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Das
in 3 gezeigte Objekt 8 repräsentiert einen
zwischen den rotierbaren Elementen 9, 10 durch
die Finger der Sternräder
gegriffenen Erdklumpen, wobei eine Zerkleinerungswirkung durch den Angriffswinkel
der Vorderkanten der Finger in Verbindung mit der Breite der Fingerspitze
gegeben ist.
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Ebenso
reduziert das erhöhte
Materialvolumen an den Enden der Finger 2 des Sternrads
gemäß 1 die
Abnutzungsrate des Sternrads.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Kultivators
ist in 5 gezeigt und ist allgemein mit der Referenz 12 bezeichnet.
Der Kultivator umfasst einen Rahmen 13, welcher vorwärts in die
Richtung des Pfeils 16 gezogen wird, um Erde mittels einer
Pflugschar-Klinge 14 und Förderwalze 15 (an dem
Vorderende des Rahmens 13 angebracht) aufzugraben, welche
Förderwalze 15 das Material
dann rückwärts zu den
erdbearbeitenden Elementen 9, 10 transferiert.
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Die
Pflugschar-Klinge 14 bildet daher eine Grabe- und Anhebevorrichtung
für die
zu kultivierende Erde, und die Walze 15 transportiert das
aufgegrabene Material auf die Oberfläche der rotierbaren Elemente 9, 10.
Die Elemente 9, 10 wirken zusammen, um eine Arbeitsleistung
auf das aufgegrabene Material (kleine und große Erdteile, kleine und große Erdbrocken)
auszuüben
und das Material zu kleineren Größen hin
aufzubrechen.
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Die
Siebwirkung der rotierbaren Elemente 9, 10 erlaubt
es kleineren Anteilen der kultivierten Erde einfach und schnell
durch zwischen benachbarten Fingern der Elemente 9, 10 (4)
gebildeten Sieblücken 11 hindurchzufallen
und auf der Oberfläche des
Bodens zu landen, während
größere Erdteile
und Erdklumpen für
eine Zerkleinerung im Kultivator verbleiben. Dadurch ist die notwendige
Energie zur Kultivierung der Erde reduziert, da der größte Teil
der Arbeit nur auf den Anteil der Erde angewendet wird, welcher
eine Bearbeitung benötigt,
d.h., eine Zerkleinerungseinwirkung erfolgt auf große Erdanteile
und kleine und große
Erdklumpen, welche übergroß im Vergleich
zu den Sieböffnungen 11 sind.
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Die
in 5 gezeigte Neigung der die Achsen der Walze 15 und
rotierbaren Elemente 9, 10 passierenden Linie
gegenüber
der Horizontalen ist ausreichend, Erdklumpen innerhalb des Kultivators zurückzuhalten,
während
es für
zerkleinerte Erde möglich
ist, über
das hintere Ende des Kultivators auf den Boden zu gelangen.
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Weitere
rotierbare Elemente können
dem rotierbaren Element 10 aus 5 nachgelagert
werden, um eine erhöhte
Leistung des erfindungsgemäßen Kultivators
zu schaffen.
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Insbesondere
kann eine Sperre hinter dem hintersten Element 10 auf dem
Weg der noch unzerkleinerten (oder teilweise zerkleinerten), über die Oberseite
des Elements 10 transportierten Klumpen vorgesehen werden,
welche Sperre diese Klumpen durch eine verengte Öffnung oder einen Durchgang leitet,
in welchem weitere Arbeitsvorgänge
auf die Klumpen wirken, um das Material weiter zu zerkleinern.
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In
dem schematisch dargestellten Beispiel ist eine Steuerwalze 17 (vorzugsweise
glatt) hinter dem Element 10 angeordnet und in die selbe
Richtung wie das Element 10 rotierend angetrieben, so dass
der momentan untere Rand 18 sich in die im Vergleich zu der
Bewegungsrichtung der zugewandten Spitzen der Finger des Elements 10 entgegengesetzte
Richtung bewegt. Dies führt
dazu, dass eine aggressive Wirkung auf die Klumpen ausgeübt wird,
welche bei der Bewegung durch den beschränkten Durchlaß oder die
Verengung 19 in kleinere Teile aufgebrochen werden, bevor
sie zu Boden fallen.
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6 zeigt
schematisch die Zerkleinerungwirkung auf Erdklumpen, auf die während der
Bewegung über/durch
die Sternradelemente 9, 10 eingewirkt wird. Offensichtlich
hält das
Vorhandensein der Sperre (Walze 17) die übergroßen Klumpen
bei ihrer Bewegung über
die Oberseiten der Elemente 9, 10 zurück und erhöht damit
die Aufenthaltszeit, in welcher die Klumpen aggressiver Einwirkung
ausgesetzt sind. Dies wird durch die Einwirkung in dem Bereich 20 zwischen
dem nachgeschalteten Element 10 und der Steuerwalze 17 weiter
verstärkt.
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7 bis 11 zeigen
eine veränderte Ausführung der
Erfindung ähnlich
zu der ersten Ausführung,
in welcher korrespondierenden Elementen gleiche, aber um 100 erhöhte Referenzen
zugeordnet sind. In dieser Ausführung
sind sechs Finger 102 mit Spitzen 102a, welche
eine größere umfangsmäßige Erstreckung
als die Spitzen 2a haben, vorgesehen.
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Um
die nutzbare Lebensdauer jedes Sternrads zu erhöhen (die Abnutzung ist üblicherweise
an den Spitzen am meisten ausgeprägt, beginnend mit den Vorderkanten
jeder Spitze und von dort umfangsmäßig weiterwandern) ist es bevorzugt,
dass die Umfangsausdehnung jeder Spitze 2a in dem Bereich
von 3 bis 6% des Umfangswegs, durch welchen sich die Spitze während einer
Umdrehung bewegt, liegt.
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Um
eine aggressive Einwirkung gemeinsam wirkender Finger benachbarter
Sternräder
auf Erdklumpen zu fördern
(siehe 3) ist es bevorzugt, dass die Vorderkante 3 jeder
Spitze um einen kleinen Winkel A zu dem Radius von der Rotationsachse
zu der Vorderkante der Spitze, welcher in einem Bereich von 0 bis
20° liegt,
geneigt ist.
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Es
hat sich ebenso herausgestellt, dass die Zerkleinerungswirkung verstärkt werden
kann, wenn die Geschwindigkeit aufeinanderfolgender Wellen der rotierbaren
Elemente (9, 10) relativ reduziert wird, z.B.
eine 10 bis 20%ige Geschwindigkeitsverringerung des Elements 10 verglichen
zum Element 9, was zu einer aggressiveren Einwirkung auf
die Erdklumpen 8 führen
kann. Im Falle von mehr als zwei rotierbaren Elementen kann die
aufeinanderfolgende Geschwindigkeitsreduzierung kleiner sein, um
einen übermäßigen Aufbau
von übergroßen Klumpen
am stromaufwärts
gelegenen Ende des Kultivators zu vermeiden. Die wirkungsvollste
Geschwindigkeitsreduzierung kann für jede Gruppe von zwei oder
mehr rotierbaren Elementen experimentell gefunden werden.