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Die
vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der Telekommunikation
und insbesondere auf dem Gebiet von Codemultiplex-Techniken (CDMA-Techniken,
CDMA = code division multiple access) in Verbindung mit Mehrkanal-Modulationstechniken.
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In
letzter Zeit erlangten Mehrfachzugriffssysteme, die auf Direktsequenz-CDMA
beruhen, in Bezug auf Mobilfunkanwendungen große Bedeutung. Man hat festgestellt,
dass die Kapazität
von Direktsequenz-CDMA-Systemen bei Anwendungen einer hohen Datenrate
jedoch sowohl durch eine Störung
durch andere Benutzer als auch durch eine Intersymbolstörung (ISI – inter-symbol
interference) eingeschränkt
wird. Deshalb wurde vorgeschlagen, CDMA-Techniken mit Mehrkanal-Modulationstechniken
zu kombinieren. Ein markanter Vertreter von Mehrkanal-Modulationstechniken
ist die Orthogonalfrequenzmultiplex-Technik (OFDM-Technik, OFDM
= orthogonal frequency division multiplex). Das Prinzip einer Mehrträger-Modulation
besteht darin, einen seriellen Quellenstrom einer hohen Rate auf
mehrere parallele Unterströme
einer niedrigen Rate abzubilden und jeden Unterstrom auf einem anderen
Träger
zu modulieren. OFDM ist als wenig komplexe Technik bekannt, die
mehrere Unterträger
effizient moduliert, indem sie eine bestimmte Art von Digitalsignalverarbeitung
verwendet, die später
noch beschrieben wird.
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Ein
Kommunikationssystem, das eine Mehrträger-Modulation verwendet, sendet
eine Sequenz, die aus Nc komplexwertigen
Quellensymbolen Sn besteht, parallel auf
den Nc Unterträgern. Der Mehrträger-Modulator
bildet eine Sequenz von Nc seriellen Quellensymbolen
einer Rate 1/T auf Nc parallele Unterströme ab. Die Symbolrate
pro Unterstrom verringert sich dadurch auf 1/(NcT).
Die Unterträger
weisen eine Beabstandung auf, die gleich der Inverse der Quellensymbolrate
ist. Eine Orthogonalität
zwischen den Signalen auf den Nc Unterträgern wird
erreicht, wenn eine Rechteckpulsformung angenommen wird. Die Nc parallelen modulierten Quellensymbole werden
als OFDM-Symbol einer bestimmten Dauer bezeichnet. In der diskreten
Domäne
wird die Mehrträger-Modulation dadurch
implementiert, dass eine inverse diskrete Fourier-Transformation
oder eine rechentechnisch effizientere inverse schnelle Fourier-Transformation
verwendet wird. Ein Mehrträger-Sendesystem
umfasst einen OFDM-Sender, auf den ein Digital/Analog-Wandler und
optional eine hochfrequente Eingangsvorrichtung folgt. Das analoge
Signal von dem Digital/Analog-Wandler in dem Basisband oder das
Funkfrequenz-Ausgangssignal auf der Funkfrequenz-Eingangsvorrichtung wird über einen
Sendekanal, der Mehrpfad-Ausbreitungscharakteristika aufweist, gesendet.
Bei dem Empfänger
wird ein von dem Mehrpfad-Ausbreitungssendekanal
erhaltenes Signal durch die Empfänger-Eingangsvorrichtung
verarbeitet und einem Analog/Digital-Wandler bereitgestellt. Das
durch den Wandler ausgegebene digitale Signal wird in einen OFDM-Demodulator
eingegeben und an einen Parallel-Seriell-Umsetzer ausgegeben, um
eine Sequenz von empfangenen demodulierten Datensymbolen zu erhalten.
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Auf
der Senderseite kann ein Mapper bzw. Abbilder vorgesehen sein, der
dahin gehend wirksam ist, Gruppen von Quellendatenbits auf diskrete
Zustände
in einem komplexen Konstellationsdiagramm abzubilden. Im Fall einer
Binärphasenverschiebungs-Umtastung
umfasst das Konstellationsdiagramm zwei Konstellationszustände, d.
h. 0 Grad und 180 Grad. Bei der Quaternärphasenverschiebungs-Umtastung
oder Quaternärquadraturamplitudenmodulation
umfasst das Konstellationsdiagramm vier Konstellationspunkte, was
bedeutet, dass zwei Bits verwendet werden, um einen zugeordneten
Konstellationspunkt auszuwählen.
Bei der Sechzehn-Quadratur-Amplitudenmodulation
liegen in dem Konstellationsdiagramm sechzehn Zustände vor, was
bedeutet, dass vier Quellendatenbits dazu verwendet werden, einen
der sechzehn unterschiedlichen Zustände in dem Konstellationsdiagramm
auszuwählen.
Allgemein werden Konstellationsdiagramme als M-fache Konstellationsdiagramme
bezeichnet, wobei die Zahl M die Kardinalität des Konstellationsdiagramms,
d. h. die Anzahl von unterschiedlichen möglichen Zuständen in
dem Konstellationsdiagramm, angibt.
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Der
Mapper gibt einen Strom von komplexen Zahlen aus. Jede komplexe
Zahl definiert einen möglichen
Zustand in dem Konstellationsdiagramm. Diese komplexen Zahlen werden
von seriell zu parallel umgesetzt und in einen IDFT- oder IFFT-Block eingegeben,
um die Mehrträger-Modulation
durchzuführen.
Die Ausgabe des IDFT- oder IFFT-Blocks wird parallel/seriell-umgesetzt.
Danach wird ein Schutzintervall/zyklisches Präfix hinzugefügt, um das
OFDM-Symbol, das, wie oben umrissen wurde, von digital zu analog
gewandelt und über
den Sendepfad gesendet wird, zu vervollständigen.
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Auf
der Empfängerseite
wird das Schutzintervall nach der Analog/Digital-Umwandlung beseitigt.
Der dann erhaltene Strom von digitalen Werten wird von seriell zu
parallel umgesetzt und in einen DFT- oder FFT-Block eingegeben,
um einen Strom von komplexen Zahlen zu erhalten, die die empfangene
Version der komplexen Zahlen darstellen, die durch den Mapper auf
der Senderseite ausgegeben werden. Nach einem entsprechenden Rück-Mappen
werden empfangene Quellendatenbits erhalten.
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Hier
soll umrissen werden, dass die obige allgemeine Beschreibung von
OFDM lediglich Veranschaulichungszwecken dient. Typische Sendesysteme,
die auf OFDM beruhen, umfassen ferner einen Kanalcodierer auf der
Senderseite, eine Verschachtelungseinrichtung auf der Senderseite,
der vor den IDFT- oder IFFT-Block geschaltet ist, und eine entsprechende
Entschachtelungseinrichtung auf der Empfängerseite, die vor den DFT-
oder IFFT-Block geschaltet ist, usw.
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Wie
oben angegeben wurde, besteht wachsendes Interesse an einem Kombinieren
von Mehrträger- oder,
allgemein, Mehrkanal-Modulationstechniken mit der CDMA-Technik.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass
MC/CDMA-Signale durch ihre vielfache Wiederholung jedes Datensymbols
aufgrund der Multiplikation mit einem Hohe-Rate-Spreizcode im Frequenzbereich
gekennzeichnet sind. Außerdem
ist hier darauf hinzuweisen, dass ein MC-CDMA-Signal die datenmodulierten
Chips eines Spreizcodes nicht unmittelbar auf benachbarten Unterträgern sendet.
Dies kann anhand einer Art deterministischen Verteilung erzielt
werden, so dass CDMA-erzeugte Symbole, die zu einer Benutzergruppe
gehören,
die unterschiedliche Spreizcodes aufweist, beliebigen Unterträgern zugewiesen
werden können,
die keine benachbarten oder frequenzbenachbarten Unterträger sein
müssen.
Eine andere Art und Weise, dieses Merkmal zu erhalten, ist die Verwendung
einer Verschachtelungseinrichtung, die dahin gehend wirksam sein
kann, eine Frequenzverschachtelung, d. h. eine Verwürfelung
(scrambling) der Unterträgerabbildung
in einem OFDM-Symbol zu liefern, um eine Frequenzdiversity zu erhalten.
Alternativ dazu kann der Verwürfeler
bzw. Scrambler dahin gehend implementiert sein, ein Verwürfeln auch
zwischen nachfolgenden OFDM-Symbolen durchzuführen, so dass eine Zeitdiversity erhalten
werden kann. Um ein System zu erzielen, das von einer Zeitdiversity
und einer Frequenzdiversity profitiert, muss die Verschachtelungseinrichtung
so aufgebaut sein, dass sie Trägeramplituden
in Bezug auf Frequenz und Zeit verwürfelt.
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Um
eine Raumdiversity zu erhalten, wird der Effekt zweier physisch
unterschiedlicher Sendepfade von einem Empfänger zu einem Sender für einen
sich bewegenden Empfänger
oder zu zwei verschiedenen Sendern für einen ortsfesten Empfänger vorteilhafterweise
mit CDMA-Techniken kombiniert, die auch bestimmte Faltungscodes
umfassen, die Coderaten von vorzugsweise unter 0,5 aufweisen.
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Um
ein Mehrträger-Spreizspektrumsignal
zu erzeugen, wird ein zu spreizendes Symbol mit einem bestimmten
Spreizvektor oder Spreizcode, der ausschließlich dem Benutzer zugewiesen
ist, von dem das zu spreizende Symbol stammt, multipliziert. Durch
Spreizen eines Symbols mit einer Spreizsequenz, die eine Zahl L
von realen oder komplexen Spreizkoeffizienten aufweist, wird ein
Symbol in eine Zahl L so genannter Chips umgewandelt. Die Chiprate
ist gleich der Datenrate, multipliziert mit L, für einen Benutzer. Bei einem
elementaren CDMA/OFDM-System wird die Sequenz von Chips von seriell
zu parallel umgesetzt, und die Chips werden mehreren Unterträgern zugewiesen.
Selbstverständlich
besteht, der Zweck von CDMA darin, mehrere Benutzer auf mehreren
Unterträgern
zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck wird das Datensymbol jedes Benutzers, d. h. wird
eine Gruppe von Datensymbolen, bei der jedes Datensymbol von einem
anderen Benutzer stammen kann, durch eine Codematrix, die aus orthogonalen
Codevektoren oder Spreizvektoren besteht, gespreizt. Wenn die Benutzer
separat betrachtet werden, wird das Datenbit von jedem Benutzer
durch seinen eigenen, eindeutig zugewiesenen Codevektor gespreizt,
so dass für
jeden Benutzer eine Sequenz von Chips erhalten wird. Wenn der Fall
von acht Benutzern betrachtet wird und wenn die Spreizsequenz eine
Länge von L
= 8 aufweist, führt
ein Spreizen eines Datensymbols von jedem Benutzer, d. h. von 8
Datensymbolen, zu 8 Chipsequenzen, die jeweils 8 Chips aufweisen.
Diese Chipsequenzen werden dann chipweise hinzugefügt. Dies
bedeutet, dass die ersten Chips von jeder Sequenz miteinander addiert
werden, um einen ersten resultierenden Chip zu erhalten. Außerdem werden
die zweiten Chips von jeder Chipsequenz miteinander addiert, um
einen resultierenden zweiten Chip zu erhalten, usw. Am Ende des
Additionsprozesses wird ein Satz von 8 resultierenden Chips erhalten.
Dann werden diese 8 Chips 8 verschiedenen Unterträgern zugewiesen
und anschließend
Mehrträger-moduliert,
wie oben angegeben wurde.
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Mehr
Hintergrundinformationen über
dieses Thema finden sich in einer Arbeit von Stefan Kaiser mit dem
Titel „Multi-Carrier DCMA Mobile
Radio Systems --- Analysis and Optimization of Detection, Decoding, and
Channel Estimation",
Januar 1998, VDI Verlag Düsseldorf,
Deutschland, ISBN 3-18-35310-0.
In dieser Arbeit sind auch mehrere Modifikationen eines elementaren
Mehrträger-CDMA-Senders
für ein
Abwärtsverbindungsszenario
einschließlich
einer M-Modifikation, einer Q-Modifikation und einer MQ-Modifikation
beschrieben. Ein weiteres Szenario ist der Fall, bei dem verschiedene
Symbole eines Benutzers CDMA-verarbeitet werden. Bei diesem Szenario
ist jedem Symbol eine eindeutige Spreizsequenz zugeordnet.
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Für eine Mehrträger-CDMA-Datenerfassung
werden mehrere Datenerfassungstechniken vorgeschlagen, z. B. Einzelbenutzer-Erfassungstechniken
und insbesondere Maximalverhältnis-Kombinieren (MRC – maximum
ratio combining), Gleicher-Gewinn-Kombinieren
(EGC – equal
gain combining), Auf-Null-Zwingen-Ausgleich
(ZF-Ausgleich, ZF = zero-forcing) oder Geringster-Quadratischer-Fehler-Ausgleich
(MMSE-Ausgleich, MMSE = minimum mean square error), suboptimaler
MMSE-Ausgleich oder
gesteuerter Ausgleich. Außerdem
werden Mehrbenutzer-Erfassungstechniken, die auf einem Maximale-Wahrscheinlichkeit-Kriterium
beruhen, erläutert,
und insbesondere eine Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenz-Schätzung (MLSE – maximum
likelihood sequence estimation) und Maximale-Wahrscheinlichkeit-Symbol-Um-Symbol-Schätzung (MLSSE – maximum
likelihood symbol-by-symbol estimation), die im Idealfall die gesendete Datensequenz
oder das gesendete Datensymbol schätzen. In Bezug auf MLSE wird
die Sequenzfehlerwahrscheinlichkeit minimiert, d. h. die Datensymbolvektorfehlerwahrscheinlichkeit,
die äquivalent
zu einem Maximieren einer zusätzlichen
Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Gruppe von Symbolen gesendet
wurde, wenn eine bestimmte Gruppe von empfangenen Symbolen vorliegt,
ist. Bei MLSSE wird die Symbolfehlerwahrscheinlichkeit minimiert,
was äquivalent
dazu ist, eine bedingte Wahrschein lichkeit, dass ein bestimmtes Symbol
gesendet wurde, wenn eine bestimmte Gruppe von Symbolen empfangen
wurde, zu maximieren. MLSSE-Techniken erreichen im Vergleich zu
MLSE normalerweise eine geringere Symbolfehlerrate.
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Die
Arbeit „Efficient
Multi-Carrier Spread Spectrum Transmission based on Orthogonal Frequency
Division Multiplexing",
Fortschrittsberichte, Nr. 685, Herausgeber VDI, Düsseldorf,
Deutschland, 2001, sowie Hiroyuki Atarashi, Noriyuki Maeda, Sadayuki
Abeta und Mamoru Sawahashi: „Broadband
packet wireless access based on vsf-ofcdm and mc/ds-cdma", in Proceedings
IEEE Personal, Indoor and Mobile Radio Communications (PIMRC) 2002,
Portugal, September 2002, S. 992–997, und Stefan Kaiser: „On the
Performance of different detection techniques for ofdm-cdma in fading
channels" in Proceedings
IEEE Global Telecommunications Conference (GLOBECOM 1995), Singapur,
Singapur, November 1995, S. 2.059–2.063).
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offenbaren
mehrere Gedanken bezüglich
der Kombination von Mehrträger-Spreizspektrumtechniken und
OFDM. Insbesondere gibt Bury an, dass die gemeinhin verwendete Hadamard-Transformierte (HT)
zum Spreizen nicht optimal ist. Die Fälle, bei denen der Vektor von
gesendeten Symbolen entweder lediglich aus Einsen oder lediglich
aus Minus-Einsen besteht, werden in Betracht gezogen. Beide diese
gesendeten Symbolvektoren fallen in die Richtung der ersten Reihe
in einer Hadamard-Matrix, während
sie zu allen verbleibenden Reihen orthogonal sind. Somit sind die
Spreizvektoren nach dem Spreizen der gesendeten Vektoren für diese
beiden Fälle
lediglich bei dem ersten Element unterschiedlich, d. h, sie unterscheiden
sich nur bezüglich einer
einzigen Abmessung. Mit anderen Worten ist nach dem Spreizen die übertragene
Energie eines dieser beiden Vektoren lediglich in einem einzelnen
schwindenden Unterträger
konzentriert. Wenn einer dieser beiden Vektoren gesendet wurde,
erhöht
ein tiefes Schwinden des Trägerkoeffizienten
dieses einzelnen Unter trägers
die Wahrscheinlichkeit einer fehlerhaften Erfassung dramatisch.
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Bei
einer Hadamard-Spreizmatrix der Größe L×R gibt es zwei solche Vektoren,
die in die Richtung einer Reihe in der Spreizmatrix fallen. Dieser
Effekt kann verringert werden, wenn die Blockgröße L erhöht wird, d. h. wenn die Länge eines
Codevektors groß gemacht
wird.
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Um
das Problem mit „schlechten" Symbolvektoren zu überwinden,
wird die Verwendung einer gedrehten Transformierten vorgeschlagen,
die von einer ursprünglichen
Transformierten abgeleitet ist, indem Matrixspalten in der komplexen
Ebene gedreht werden. Transformierte, die sich dafür eignen,
gedreht zu werden, sind Hadamard- und diskrete Fourier-Transformierte. Die
gedrehten Transformierten stellen sicher, dass jeder Punkt in einer
mehrdimensionalen Signalkonstellation an allen Unterträgern Energie
aufweist, wodurch ein Diversity-Gewinn von jedem Unterträger ermöglicht wird.
Die Konzentration der Energie an einem Punkt in der mehrdimensionalen
Signalkonstellation auf einen Unterträger wird somit vermieden. Dies
ist darauf zurückzuführen, dass
der euklidische Abstand zwischen einem beliebigen Paar von Konstellationspunkten
bei einer optimalen gedrehten Transformierten gleichmäßig über alle
Abmessungen verteilt ist.
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Zur
Erfassung wird angedeutet, dass eine Maximale-Wahrscheinlichkeit-Technik eine umfassende
Suche des nächstgelegenen
Punktes in einer Signalkonstellation beinhaltet, so dass diese Technik
lediglich für vergleichsweise
kleine Konstellationen durchgeführt
werden kann. Deshalb werden für
einen einfachen linearen Geringster-Quadratischer-Fehler-Ausgleicher bzw.
-Equalizer (MMSE-Equalizer)
oder einen höher
entwickelten mehrstufigen Equalizer, der für alle Symbole eine weiche
Rückkopplung
mit individuellen weichen Werten verwendet, suboptimale Ausgleichsverfahren
mit anschließenden
Einzelsymbolerfassungen erörtert.
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Für Einzelbenutzerdetektoren
vom MMSE-Stil legen gedrehte Hadamar-Transformierte eine bessere Leistung
an den Tag als gedrehte Fourier-Transformierte, während in
Verbindung mit einer Maximale-Wahrscheinlichkeit-Erfassung die gedrehte
Fourier-Transformierte die beste Leistung an den Tag legt. Um die
Energieverteilung mittels gedrehter Transformierter weiter zu verbessern,
wird eine Optimierung der Auswahl von Drehwinkeln vorgeschlagen.
Jedoch sei angemerkt, dass für
diese Verbesserung, die schließlich
zu einer besseren Bitfehlerratenleistungsfähigkeit an dem Detektor führen kann,
im Vergleich zu einfachen linearen Ausgleichstechniken höher entwickelte
Ausgleichstechniken notwendig sind.
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Die
U.S.-Patentanmeldung Veröffentlichung
2002/0181562 A1, ein Familienangehöriger von
EP 1244242 , offenbart ein Ausgleichsverfahren
und eine Vorrichtung des GMMSE-Typs. Abtastwerte eines empfangenen
Signals werden erhalten, indem bei einer Chipfrequenz abgetastet
wird. Diese Abtastwerte werden in einen Seriell/Parallel-Umsetzer
510 eingegeben. Die parallel-umgesetzten Chipabtastwerte werden
in einen FFT-Block 520 eingegeben, um einen Vektor von Amplitudenkomponenten
unterschiedlicher Träger
zu erhalten. Dieser Vektor wird in ein angepasstes Filtermodul eingegeben,
das eine Multiplikation der FFT-Ausgabe mit einer Matrix durchführt, die
der Multiplikation einer Kanalzustandsmatrix, einer Codematrix und
eines Vektors von Sendeebenen entspricht. Die Ausgabe des angepassten
Filters wird in ein Schätzmodul
eingegeben, um ein lineares System von P Gleichungen mit P Unbekannten
zu lösen,
wobei die Unbekannten die geschätzten
Symbole sind. Das Schätzmodul
wird mit einer Matrix, die von dem Vektor von Sendeebenen abhängt, einer
Hilfsmatrix und einer Varianz eines Rauschens in dem System versehen.
Die Hilfsmatrix ist eine Multiplikation der Codematrix, des Quadrats
der Kanalzustandsmatrix und der Codematrix. Die Ausgabe des Schätzmoduls
580 ist ein Vektor von geschätzten
Symbolen.
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Vektor
von geschätzten
Symbolen. Es wird ein MMSE-Kriterium angewendet, so dass der mittlere
quadratische Fehler zwischen den geschätzten Symbolen und den gesendeten
Symbolen minimiert wird. Aufgrund der Anwendung der Wiener-Hopf-Gleichung ist die
Lösung
des MMSE-Problems eine unkomplizierte Matrixberechnung. WH-Codes,
gedrehte WH-Codes, Fourier-Codes oder gedrehte Fourier-Codes werden
verwendet, da diese Codes eine einfach zu implementierende und effiziente
Berechnung der durch den Matrixrechner berechneten Hilfsmatrix ermöglichen.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein verbessertes
Konzept zum Erfassen empfangener Symbole zu liefern, das ein besseres
Signal/Rausch-Verhältnis
bei einer bestimmten zulässigen
Bitfehlerrate aufweist oder das eine bessere Bitfehlerrate bei einem
bestimmten Signal/Rausch-Verhältnis
aufweist.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum Erfassen empfangener Symbole
gemäß Anspruch
1 oder ein Verfahren zum Erfassen empfangener Symbole gemäß Anspruch
23 oder ein Computerprogramm gemäß Anspruch
24 gelöst.
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Die
vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die Erfassung
einer Gruppe empfangener Symbole, die von einem CDMA-Mehrkanal-Modulationssender
stammen, im Vergleich zu Einzelbenutzer-Erfassungstechniken bedeutend
verbessert wird, wenn eine Mehrbenutzer-Erfassungstechnik zur Symbolerfassung
verwendet wird, bei der eine Drehung, die an Codevektoren in einem
Sender angelegt wird, berücksichtigt
wird. Somit kann jede Erfassungstechnik, die beispielsweise einen
quadrierten euklidischen Abstand verwendet, bei dem die Drehinformationen
berücksichtigt
werden, von dem besseren Signal/Rausch-Verhältnis für dieselbe Bitfehlerrate oder
von der besseren Bitfehlerrate für
dasselbe Signal/Rausch-Verhältnis
profitieren. Beispiele derartiger Erfassungstechniken, die so genannte
in Frage kommende Werte als Funktion der Drehinformationen nutzen, die
euklidische Abstände
sein können,
sind MLSE mit einer harten Entscheidung, MLSE mit einer weichen
Entscheidung, MLSSE mit einer harten Entscheidung, MLSSE mit einer
weichen Entscheidung, maximale Vorab-Sequenzschätzung (MAPSE – Maximum
A Priori Sequence Estimation) mit einer harten Entscheidung, MAP-Symbol-by-Symbol-
(auch als BCJR-Algorithmus
bekannt) und der Max-Log-MAP-Algorithmus.
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Insbesondere
hat man festgestellt, dass bei einem Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzungsalgorithmus
(MLSE-Algorithmus),
bei dem die Drehung von Codevektoren zum Bestimmen der euklidischen
Abstände,
aus denen ein minimaler Abstand durch eine abschließende Auswähleinrichtung
ausgewählt wird,
berücksichtigt
wird, zu einer zuverlässigeren
Erfassung führt.
Wenn die resultierende Bitfehlerrate betrachtet wird, so hat man
festgestellt, dass für
eine zulässige
Bitfehlerrate bei dem Empfänger
von 10–3 und
für ein
vollständig
geladenes System eine Verbesserung um etwa 2 dB bezüglich des
notwendigen Signal/Rausch-Verhältnisses
erzielt wird. Dieser Wert ist mit einem Fall verknüpft, bei
dem 8 Benutzer in einer Benutzergruppe vorliegen, d. h. bei dem
die Länge
einer Spreizsequenz gleich 8 ist.
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Für geringere
Blocklängen
ist die Verbesserung durch ein Erfassen von Gruppen von empfangenen Datensymbolen,
die auf einer Senderverarbeitung, die gedrehte Transformierte verwendet,
beruhen, sogar noch höher.
Simulationen haben gezeigt, dass eine Verbesserung des Signal/Rausch-Verhältnisses
bei einer zulässigen
Bitfehlerrate von 10–3 für eine Spreizsequenz, die eine
Blocklänge
von 4 aufweist, und für
ein vollständig
geladenes System sogar 3 dB beträgt.
Ein ähnlicher
Effekt wird auch erhalten, wenn andere Erfassungstechniken wie z.
B. MLSSE implementiert werden. Selbstverständlich kann die Erfassungstechnik
auf einer harten oder einer weichen Entscheidung beruhen. Wenn eine
harte Entscheidung getroffen wird, liefert der MLSE- oder der MLSSE-Algorithmus
direkt die erfassten Symbole. Wenn eine weiche Entscheidung getroffen wird,
gibt der MLSE- oder
der MLSSE-Algorithmus eine Sequenz von weichen Informationen aus,
die eine Wahrscheinlichkeit darstellen, dass Bits bestimmte Werte
aufweisen. Jede weiche Information in der Sequenz von weichen Informationen
gehört
zu einem Bit, das dann durch einen weichen Eingangsdecodierer wie
z. B. einen Kanaldecodierer entschieden wird. Ein markanter Kanalcodierer
ist der hinreichend bekannte Viterbi-Decodierer.
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Diese
Verbesserung kann auf mehrere Arten und Weisen genutzt werden. Eine
Art und Weise besteht darin, die einem Empfänger innewohnende zulässige Bitfehlerrate
konstant zu halten. In diesem Fall kann das Signal/Rausch-Verhältnis an
dem Empfänger
um 2 bis 3 dB verringert werden, was unmittelbar zu einer 50%igen
Leistungsverringerung des entsprechenden Senders führt. Wenn
der entsprechende Sender ein mobiler Sender ist, kann die Batterielebensdauer
desselben fast verdoppelt werden. Wenn ein Abwärtsverbindungsszenario betrachtet
wird, d. h. wenn der Sender eine Basisstation ist und der Empfänger eine
mobile Einheit ist, weist auch eine konstant gehaltene Basisstationssendeleistung
mit der entsprechenden Verringerung der Bitfehlerrate an dem Empfänger zahlreiche
Vorteile auf. Der wichtigste Vorteil besteht darin, dass die Basisstationszellengröße in einem
drahtlosen zellulären
System für
dieselbe Basisstationssenderleistung konstant gehalten werden kann,
so dass die zwischen einzelnen Zellen erfolgende Störung verringert
werden kann, was dazu verwendet werden kann, die Datenkapazität des Systems
zu erhöhen.
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Alternativ
kann die Zellgröße erhöht werden,
um eine bessere Abdeckung zu erzielen.
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Eine
weitere Möglichkeit
besteht darin, ein Mehrsenderszenario zu implementieren, bei dem
ein Benutzer in einer Zelle empfangene Signale von benachbarten
Zellen dazu verwendet, die Datenkapazität eines Funksystems zu verbessern.
Dieses Konzept ist auch als MC-SS-MA-Technik (MS-SS- MA = Multi Carrier Spread
Sprectrum Multiple Access, Mehrträger-Spreizspektrum-Vielfachzugriff)
bekannt.
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Ein
Verbessern der Datenkapazität
und somit der maximalen Anzahl von Benutzern, die gleichzeitig an
einer Kommunikation teilnehmen können,
ist angesichts der Tatsache, dass die Anzahl von Benutzern immer
mehr zunimmt, so dass in dicht besiedelten Gebieten die Benutzernachfrage
bereits die Kapazität
bekannter zellulärer
Systeme übersteigt,
ein großer
Vorteil. Für
die Zukunft wird angenommen, dass sich diese schlechte Situation
zumindest fortsetzt oder sich sogar noch verschlimmert.
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All
dies wird bei bereits keinerlei oder nur geringen Kosten bei dem
Empfänger
erzielt. Das Einzige, was zusätzlich
zu dem normalen Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzalgorithmus in dem Empfänger implementiert
werden muss, sind die Drehinformationen, so dass dieselben berücksichtigt
werden, wenn die euklidischen Abstände für die endgültige Auswahl der wahrscheinlichsten
gesendeten Sequenz bestimmt werden.
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Die
Einspeisung der Drehinformationen in den Detektor kann auf mehrere
Weisen erzielt werden. Eine Art und Weise besteht darin, die Codematrix
in einem Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzempfänger durch
eine gedrehte Codematrix zu ersetzen, bei der jeder Codevektor um
einen bestimmten Drehwinkel, der ausschließlich dieser Codematrix zugewiesen
ist, phasenverschoben ist. Dann sind keine zusätzlichen Änderungen des inneren MLSE-Algorithmus
notwendig. Wenn es dagegen nicht bevorzugt wird, die ungedrehte
Codematrix durch eine gedrehte Codematrix zu ersetzen, so können die
möglichen
Gruppen gesendeter Symbole, die an der Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzung beteiligt
sind und die in einer Nachschlagtabelle an dem Empfänger gespeichert
werden können,
durch gedrehte Gruppen von Sendevektoren ersetzt werden. In diesem
Fall sind ebenfalls keine Änderungen
des inneren MLSE-Algorithmus notwendig.
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Wenn
es nicht wünschenswert
ist, die Codematrix oder die möglichen
gesendeten Symbolgruppen zu verändern,
kann alternativ dazu der Einfluss der Drehung auf die Codevektoren
berücksichtigt
werden, indem die Codematrix oder die mögliche Gruppe von Symbolen
während
eines Berechnens der euklidischen Abstände während des Betriebs multipliziert
werden. Da man es lediglich mit Phasenverschiebungen zu tun hat,
kann eine derartige „Multiplikation" ohne weiteres anhand
von Addier- und Verschiebeoperationen in einem fest verdrahteten
anwendungsspezifischen Signalprozessor implementiert werden.
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Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird die M- oder Q- oder MQ-Modifikation
des elementaren CDMA-Mehrträgersystems
verwendet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es
wünschenswert
ist, eine große
Anzahl von Unterträgern
zu haben, jedoch Spreizvektoren einer geringen Länge zu haben. Der Rechenaufwand
für eine
Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzung nimmt mit Codevektoren,
die zunehmende Längen
aufweisen, zu. Um die Anzahl von Unterträgern und die Länge eines Codevektors
zu entkoppeln, wird die M-, die Q- oder die MQ-Modifikation des
elementaren MC-CDMA-Sendesystems bevorzugt. Bei diesen Modifikationen
ist ein Datensymbol nicht über
alle Unterträger
verteilt, sondern lediglich über
eine bestimmte geringe Anzahl von Unterträgern, so dass die rechentechnische
Komplexität
des MLSE-Algorithmus in dem Detektor niedrig gehalten werden kann.
Diese Technik wird vorteilhafterweise mit einer Verschachtelungseinrichtung
kombiniert, so dass der Einfluss von tiefgehenden Schwindevorgängen verringert
wird, obwohl eine Anzahl von Unterträgern, die dieselben Informationen
tragen, lediglich im Bereich von 4 bis 16 liegt.
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Hier
ist zu beachten, dass die obigen Vorteile auf dem stark umkämpften Markt
von Mobilsystemen und insbesondere mobilen Empfängern wie z. B. in der Hand
zu haltenden Zellulartelefonen, die den erfindungsgemäßen Detektor
umfassen können,
sogar noch wertvoller sind. Es ist anzumerken, dass scheinbar „geringe" Preisverringerungen,
die anhand der erfindungsgemäßen Verbesserungen
bezüglich
der Bitfehlerrate oder des Signal/Rausch-Verhältnisses erreichbar sind, dafür verantwortlich
sein können,
dass ein Unternehmen seine Marktposition stärkt, während die scheinbar geringen
Unterschiede dafür
verantwortlich sein können,
dass ein anderes Unternehmen seine Marktposition verliert. Somit
ist das erfindungsgemäße Erfassungskonzept
besonders wertvoll, wenn es bei in der Hand zu haltenden mobilen
Sende-/Empfangsvorrichtungen implementiert wird, die in großen Mengen
hergestellt und vertrieben werden.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden unter Bezugnahme auf die folgenden
Figuren ausführlich
beschrieben. Es zeigen:
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1 ein
Blockdiagramm der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Erfassen einer Gruppe empfangener Symbole;
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2 den
Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzalgorithmus, in dem die Drehinformationen verwendet
werden;
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3 eine bevorzugte Auswahl von Drehwinkeln
für gesonderte
Spreizvektoren;
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4a eine
Codematrix vor einer Drehung;
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4b eine
Codematrix nach einer Drehung;
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5 den
Vektor möglicher
gesendeter Symbole nach einer Drehung;
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6 ein
konzeptionelles Blockdiagramm eines Anwendens der Drehinformationen
auf die Codematrix an dem Detektor;
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7 ein
konzeptionelles Blockdiagramm eines Anwendens der Drehung auf eine
Gruppe gesendeter Symbole;
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8 einen
Sendekanal und einen Empfänger,
bei dem der erfindungsgemäße Detektor
auf vorteilhafte Weise verwendet werden kann;
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9 ein
Blockdiagramm eines elementaren CDMA-Senders;
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10 ein
Blockdiagramm einer M-Modifikation des elementaren Aufbaus in 9;
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11 eine
Q-Modifikation des elementaren CDMA-Systems in 9;
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12 eine MQ-Modifikation des elementaren
CDMA-Systems der 9;
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13 einen
Vergleich eines Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzungsdetektors
ohne Drehinformationen und mit Drehinformationen für eine Gruppe
von 8 Benutzern;
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14 einen
Vergleich eines Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzungsdetektors
mit und ohne Drehinformationen für
eine Gruppe von 4 Benutzern;
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15 einen
Erfassungsalgorithmus, der auf MLSE und harter Entscheidung beruht;
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16 einen
Erfassungsalgorithmus, der auf MLSE und weicher Entscheidung beruht;
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17 einen
Erfassungsalgorithmus, der auf MLSSE und harter Entscheidung beruht;
und
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18 einen
Erfassungsalgorithmus, der auf MLSSE und weicher Entscheidung beruht.
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1 zeigt
ein konzeptionelles Blockdiagramm einer Vorrichtung zum Erfassen
einer Gruppe empfangener Symbole an einem Eingang 10. Die
Gruppe empfangener Symbole wird in eine Einrichtung 12 zum
Ableiten von in Frage kommenden Werten eingegeben, die bei 14 an
eine Einrichtung 16 zum Bestimmen der empfangenen Symbole
ausgegeben werden. Die Einrichtung 16 ist dahin gehend
wirksam, die in Frage kommenden Werte (die von den Drehinformationen
abhängen)
auf eine beliebige sinnvolle Weise zu verwenden, um schließlich erfasste
Symbole zu erhalten. Zum Ableiten von in Frage kommenden Werten
ist die Einrichtung 12 mit einer Einrichtung zum Liefern
von Sendekanalinformationen 18, einer Einrichtung zum Liefern möglicher
Gruppen von gesendeten Symbolen 20, einer Einrichtung zum
Liefern von Codevektoren 22 und einer Einrichtung zum Liefern
von Drehinformationen 24 verbunden.
-
Im
Fall von MLSE mit einer harten Entscheidung ist die Einrichtung 16 eine
minimale oder maximale Auswähleinrichtung 160 (15),
die dahin gehend wirksam ist, unter den in Frage kommenden Werten 14 den
extremen in Frage kommenden Wert herauszufinden und die mögliche Gruppe
gesendeter Symbole, die zu dem extremen Wert unter den in Frage
kommenden Werten 14 geführt
hat, auszugeben. Diese ausgewählte
Gruppe gesendeter Symbole wird an einem Ausgang 26 als
erfasste Gruppe von Symbolen durch die Minimal-Auswahleinrichtung 16 angegeben
oder ausgegeben.
-
Hier
soll angemerkt werden, dass die Auswahleinrichtung 160 aus 15 im
Folgenden als Minimal-Auswahleinrichtung bezeichnet wird, da sie
nach demjenigen in Frage kommenden Wert sucht, der den minimalen
Wert aufweist. Wenn der MLSE-Algorithmus
so umgeschrieben wird, dass die wahrscheinlichsten gesendeten Symbolgruppen
zu einem maximalen Wert führen,
sucht die Auswahleinrichtung nach dem maximalen in Frage kommenden
Wert.
-
Insbesondere
ist die Einrichtung 12 zum Ableiten dahin gehend wirksam,
in Frage kommende Werte auf der Basis der Differenz zwischen der
Gruppe empfangener Symbole und einem Wert abzuleiten, der von einer
Gruppe gesendeter Symbole, den in einem Sender angewendeten Codevektoren,
Informationen über
die in dem Sender angewendete Phasendrehung und den Informationen über den
Sendekanal abhängig
ist. Insbesondere ist die Einrichtung 12 zum Ableiten dahin
gehend wirksam, einen in Frage kommenden Wert für eine Mehrzahl einer möglichen
Gruppe gesendeter Symbole abzuleiten. Bei einer unkomplizierten
Implementierung ist die Einrichtung 12 zum Ableiten dahin
gehend wirksam, einen in Frage kommenden Wert für jede mögliche Gruppe gesendeter Symbole
abzuleiten. In dem Fall, dass das CDMA-System eine variable Last,
d. h. eine variable Anzahl von Benutzern zu bestimmten Zeiten, aufweist,
kann die Anzahl möglicher
Gruppen gesendeter Symbole, die durch die Einrichtung 12 verarbeitet
werden müssen,
auf der Basis der Kenntnis aktiver Benutzer verringert werden. Alle
derartigen Maßnahmen
zum Verringern der Rechenkomplexität der Einrichtung 12 zum
Ableiten von in Frage kommenden Werten sind von besonderer Bedeutung,
da die Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzung ein bestimmtes Maß an Rechenkomplexität beinhaltet,
das somit besonders für
kostengünstige
Anwendungen reduziert werden muss.
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Die
Minimal-Auswahleinrichtung 16 ist dahin gehend wirksam,
die mögliche
Gruppen gesendeter Symbole, die den kleinsten in Frage kommenden
Wert aufweist, als die erfasste Gruppe empfangener Symbole für MLSE mit
einer harten Entscheidung auszuwählen.
Andere bevorzugte Verwendungen der drehungsab hängigen in Frage kommenden Werte
werden nachstehend unter Bezugnahme auf 16, 17 und 18 erläutert.
-
2 zeigt
den Algorithmus, der durch die Einrichtung 12 zum Ableiten
der in Frage kommenden Werte durchzuführen ist. Insbesondere muss
die Gleichung oben in der 2 für jede mögliche Gruppen
gesendeter Datensymbole dμ berechnet werden. Wie
in 2 zu erkennen ist, wird die durch eine Phasenverschiebungsmatrix
D(τ) bezeichnete
Drehinformation bei der Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzung berücksichtigt.
Insbesondere ist die Phasenverschiebungsmatrix ein Term in einer
Multiplikation, so dass sie zusammen mit dem Vektor d oder der Matrix
Corg, die die Codematrix ist, die aus den
Spreizvektoren für
eine „CDMA-Gruppe" besteht, verarbeitet
werden kann.
-
Hier
ist zu beachten, dass die vorliegende Erfindung nicht auf Walsh-Hadamard-Matrizes
beschränkt ist.
Stattdessen kann die vorliegende Erfindung auch in Verbindung mit
anderen, im Wesentlichen orthogonalen Codevektoren wie z. B. beliebigen
hinreichend bekannten Pseudorauschsequenzen verwendet werden. Sogar
nicht optimal orthogonale Codevektoren können in Verbindung mit der
vorliegenden Erfindung verwendet werden, sobald der Grad der Orthogonalität ausreichend
ist, um eine Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzung gemäß der Definition durch die 2 durchzuführen, die
zu einer Bitfehlerrate führt,
die nicht oberhalb einer zulässigen
Bitfehlerrate an dem Empfänger
liegt.
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Normalerweise
ist bevorzugt, eine diagonale Matrix H als Kanalzustandsmatrix zu
verwenden. Ein Element bei der Kanalzustandsmatrix ist ein komplexer
Wert, der einen Betrag und eine Phase aufweist, wobei der Betrag
und die Phase den Einfluss des Kanals auf den Unterträger, dem
der jeweilige Koeffizient in der Kanalzustandsmatrix H zugewiesen
ist, darstellt.
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3 zeigt eine bevorzugte Verteilung von
Phaseninformationen auf unterschiedliche Codevektoren, die bei dem
Sender sowie bei dem Empfänger
anzuwenden ist. Aus der Definition von τi geht
klar hervor, dass, wenn das System L = Kq =
Kmax Benutzer aufweist, die mögliche Phasenverschiebung
von 2π/B
unter den Codevektoren gleichmäßig verteilt
ist. Jedoch ist darauf hinzuweisen, dass es andere Drehverteilungen
geben kann, die für
bestimmte Anwendungen von besonderer Bedeutung sein könnten. Allgemein
ist der erfindungsgemäße Detektor
jedoch einem normalen MLSE-Detektor überlegen, wenn eine Phasendifferenz
vorliegt, die einen bestimmten Wert zwischen zumindest zwei Codevektoren
in der Codematrix aufweist, solange diese Phasendifferenz bei dem
erfindungsgemäßen Detektor
berücksichtigt
wird.
-
Wie
in 3 dargelegt ist, gibt der Parameter
B die Modulationskardinalität
des bei einem Mapper an dem Sender verwendeten Konstellationsdiagramms
an. Für
eine BPSK-Abbildung
gilt: B = 2. Für
eine QPSK-Modulation gilt: B = 4. Für eine 16-QAM-Abbildung gilt:
B = 16. Aus der Gleichung in 3 geht
klar hervor, dass Phasenverschiebungen auf verschiedene Codevektoren
angewendet werden, die zwischen null und einem maximalen Phasenverschiebungswert
liegen, der geringer ist als die Phasenverschiebung, um die zwei
Punkte in dem Konstellationsdiagramm voneinander beabstandet sind.
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4a gibt
die Codematrix an, die Kq Spalten aufweist.
Jede Spalte der Codematrix Corg umfasst
eine Anzahl von L Komponenten, wobei die Komponenten in einer Spalte
zusammen einen Codevektor bilden, wie er beispielsweise durch Codevektorerzeugungseinrichtungen
wie z. B. eine Walsh-Hadamard-Funktionserzeugungseinrichtung
erzeugt wird. Wie in 4a gezeigt ist, ist die erste
Spalte der Codevektor für
den Benutzer 1, während
die letzte Spalte der Codevektor für den Benutzer Kq ist. Falls
das System unter Volllastbedingungen arbeitet, gilt Kq = L, so dass
die Codematrix Corg eine quadratische Matrix
ist. Falls das System jedoch unter einer Nicht-Volllast-Bedingung
arbeitet, ist die Matrix Corg eine rechteckige
Matrix, die L Zeilen und Kq Spalten aufweist, wobei Kq kleiner ist
als L, d. h. die maximale Anzahl von Benutzern.
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4b zeigt
eine gedrehte Codematrix, die bei der Einrichtung 12 zum
Ableiten gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung verwendet werden soll. Da die Drehmatrix
D(τ) eine
diagonale Matrix ist, führt
die Multiplikation von Corg und D zu einer
Matrix, die dieselbe Abmessung aufweist wie Corg. Außerdem geht
aus 4b hervor, dass jeder Komponente in einem Codevektor,
d. h. in einer Spalte der Matrix, die in 4b gezeigt
ist, dieselbe Phasendrehung zugewiesen ist.
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Wenn
die Codematrix alternativ dazu nicht durch die Phasendrehwinkel
gedreht wird, falls gewünscht wird,
dieselbe Codematrix zu verwenden wie für MLSE-Detektoren des Stands
der Technik, können
die Drehinformationen auch. dadurch berücksichtigt werden, dass die
Drehinformationen auf die Gruppe möglicher Sendesymbole, die durch
den Vektor dμ angegeben
ist, „aufgeprägt" werden. Da die Matrix
D(τ) eine
diagonale Matrix ist, geht aus 5 hervor,
dass dem möglichen
gesendeten Symbol dk, d. h. dem Symbol d,
das um einen bestimmten Codevektor in dem Sender gespreizt wurde,
eine bestimmte Phasendrehung τK zugewiesen ist.
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6 zeigt
eine bevorzugte Sequenz von Schritten, um den in 4b gezeigten
Fall zu implementieren, wobei die Drehinformationen auf die Codematrix „aufgeprägt" werden, um eine
gedrehte Codematrix zu erhalten. Zu diesem Zweck werden die Drehinformationen
in einem Schritt 60 geliefert. In einem Schritt 61 werden
Codevektoren geliefert. In einem Schritt 62 wird die in 4b angegebene
Multiplikation durchgeführt,
um eine gedrehte Codematrix zu erhalten. Um die in 2 gezeigte
Gleichung zu implementieren, wird dann die gedrehte Codematrix mit
einer möglichen
Gruppe d gesendeter Symbole multipliziert, wie im Schritt 63 in 6 angegeben
ist. Schließlich
wird das durch Schritt 63 erhaltene Ergebnis mit der Kanalmatrix
H multipliziert, so dass der Wert, d. h. der Vektor, der von der
Gruppe empfangener Datensymbole zu subtrahieren ist und mit r angegeben
ist, erhalten wird (Schritt 64). Auf der Basis dieses Vektors
und eines Vektors r, der die Gruppe empfangener Datensymbole umfasst,
kann eine Bestimmung eines in Frage kommenden Werts z. B. auf der
Basis von euklidischen Abständen
durchgeführt
werden. Hier ist anzumerken, dass jedoch andere Maßnahmen,
die sich von dem euklidischen Abstand unterscheiden, zur Bestimmung
eines in Frage kommenden Werts verwendet werden können, z.
B. eine höhere
Potenz der Differenz.
-
Alternativ
dazu, wie unter Bezugnahme auf 5 dargelegt
wurde, können
die auf Codevektoren an dem Sender angewendeten Drehinformationen
auch dadurch berücksichtigt
werden, dass die Drehmatrix D und der Vektor d für eine Bestimmung von in Frage
kommenden Werten multipliziert werden. Zu diesem Zweck wird auf 7 Bezug
genommen. Wiederum müssen
die Drehinformationen im Schritt 60 bereitgestellt werden.
In einem Schritt 71 wird eine mögliche Gruppe d geliefert.
Dann wird im Schritt 72 eine gedrehte mögliche Gruppe berechnet. Dann
wird die nicht-gedrehte Codematrix mit der in den Schritten 73 erhaltenen
gedrehten möglichen
Gruppe multipliziert und bei Schritt 73 in 7 angegeben.
Das Ergebnis aus der Multiplikation im Schritt 73 wird
anschließend
mit der Kanalmatrix multipliziert, wie im Schritt 74 der 7 angegeben
ist. Wiederum wird der Vektor für
eine Bestimmung von in Frage kommenden Werten, wie er in der Gleichung
der 2 definiert ist, erhalten, so dass ein in Frage
kommender Wert für
die im Schritt 71 bereitgestellte mögliche Gruppe berechnet werden
kann.
-
Bezüglich der
Alternative in 6 ist hier anzumerken, dass
diese Alternative besonders für
eine Detektorimplementierung geeignet ist, die einen Speicher aufweist,
in dem statt der nicht-gedrehten Codematrix für den MLSE-Detektor des Standes
der Technik die gedrehte Codematrix gespeichert werden kann. Ein
Ersetzen der nicht-gedrehten Codematrix durch die gedrehte Codematrix
ist das Einzige, was zu tun ist, um den Vorteil des um bis zu 3
dB verringerten Signal/Rausch-Verhältnisses an dem Empfänger für eine bestimmte Bitfehlerrate
zu erhalten. Es müssen
keine Modifikationen beispielsweise des inneren Kerns eines vorhandenen
Digitalsignalprozessors durchgeführt
werden. Deshalb können
bereits vorhandene Signalprozessoren insofern ohne weiteres an das
erfindungsgemäße Konzept
angepasst werden, als lediglich der Speicherinhalt des Speichers,
der die Codematrix aufweist, aktualisiert wird.
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Alternativ
dazu, wenn es nicht möglich
ist, einen Codematrixspeicher zu aktualisieren, oder wenn die Codevektoren
anhand bestimmter Codevektorerzeugungseinrichtungen im Betrieb erzeugt
werden, kann der erfindungsgemäße Detektor
ohne weiteres erhalten werden, indem der Speicher, in dem die möglichen
Gruppen gesendeter Symbole gespeichert sind, aktualisiert wird.
Zu diesem Zweck muss lediglich der Speicher für die möglichen Gruppen aktualisiert
werden, und es sind keine weiteren Änderungen des Digitalsignalprozessors
notwendig.
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Falls
der Digitalsignalprozessor nicht ermöglicht, gedrehte Codevektoren
oder gedrehte mögliche Gruppen
zu speichern, beispielsweise wenn beide mittels einer bestimmten
Funktionserzeugungseinrichtung im Betrieb erzeugt werden, können die
Drehinformationen auch während
einer Berechnung der in Frage kommenden Werte berücksichtigt
werden, indem sie mit den möglichen
Gruppen oder den Codevektoren multipliziert werden. Da die Drehinformationen
lediglich Phaseninformationen sind, können effiziente, fest verdrahtete Phasenschieber
verwendet werden.
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Hier
ist anzumerken, dass es effiziente Möglichkeiten gibt, nicht-gedrehte
Codevektoren im Betrieb zu erzeugen, beispielsweise anhand der Walsh-Hadamard-Transformierten.
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Somit
ist es bevorzugt, die Drehinformationen auf die Gruppe möglicher
Symbole oder auf die Kanalinformationen „aufzuprägen" oder alle Multiplikationsterme ohne
Drehung zu verwenden und die Drehung während einer Berechnung der
in Frage kommenden Werte für
verschiedene Gruppen möglicher
Symbole zu berücksichtigen.
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Bevor 8,
die eine bevorzugte Empfängereinstellung
zeigt, bei der der erfindungsgemäße Detektor verwendet
werden kann, ausführlich
erläutert
wird, werden im Folgenden unter Bezugnahme auf 9 bis 12 mehrere mögliche Senderkonfigurationen
erörtert,
bei denen eine gedrehte Transformierte angewendet werden kann.
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9 zeigt
einen so genannten elementaren MC-CDMA-Sender beispielsweise für eine Abwärtsverbindung
eines zellulären
Funksystems. Kmax ist gleich L, und lediglich
Nc = L Unterträger sind möglich. Insbesondere zeigt 9 einen
OFDM-Modulator 90,
der mit einem Seriell/Parallel-Umsetzer 91 verbunden ist.
Der Seriell/Parallel-Umsetzer wird durch die Ausgabe eines Summierers 92 gespeist,
der die Ausgaben mehrerer Spreizeinrichtungen 93a, 93b chipweise
summiert. Hier muss angemerkt werden, dass lediglich zwei Spreizeinrichtungen
gezeigt sind, die zwei verschiedene Codevektoren c(1) und
c(Kmax) aufweisen. Jede Spreizeinrichtung 93a, 93b wird
durch eine Dreheinrichtung gespeist, die vor die Spreizeinrichtung
platziert wird, um ein durch einen Mapper 95a oder 95b ausgegebenes
Symbol zu drehen. Hier ist anzumerken, dass die Drehung auch dadurch
implementiert werden kann, dass der Spreizvektor c gedreht wird,
bevor der Spreizvektor auf ein durch einen Mapper ausgegebenes Symbol
angewendet wird. In diesem Fall können die Blöcke 94a und 94b weggelassen
werden, und die Spreizeinrichtungsblöcke 93a, 93b müssen gedrehte
Codevektoren anwenden.
-
Bei
dem System in 9 wird die Anzahl von Unterträgern Nc nach oben hin durch Kmax begrenzt.
Um große
Anzahlen von Benutzern zu unterstützen und dabei eine geringe
Empfänger komplexität aufzuweisen und überdies
MC-CDMA-Systeme mit einer ausreichend großen Anzahl von Unterträgern zu
verwenden, um ein gleichmäßiges Fading
pro Unterkanal zu garantieren, sind Modifikationen des elementaren
MC-CDMA-Systems bevorzugt. Im Folgenden werden geeignete Modifikationen
des elementaren MC-CDMA-Systems für eine Abwärtsverbindung eines Mobilfunksystems
erörtert.
Die Abwärtsverbindung
wird gewählt,
da das Szenario bessere Veranschaulichungen der Modifikationen ermöglicht als
die Aufwärtsverbindung.
Jedoch muss erwähnt
werden, dass diese Modifikationen bei einer Aufwärtsverbindung eines MC-CDMA-Mobilfunksystems
geeignet sind. Die drei MC-CDMA-Systemmodifikationen, die unter
Bezugnahme auf 10, 11 und 12 erörtert
werden, werden als M-Modifikation, Q-Modifikation und MQ-Modifikation bezeichnet. Die
M-Modifikation und die Q-Modifikation
werden beschrieben, damit man erkennen kann, dass sie elementare
Komponenten der MQ-Modifikation sind. Da die M-Modifikation und
die Q-Modifikation voneinander unabhängig sind, können sie
auch individuell angewendet werden.
-
10 zeigt
die M-Modifikation des elementaren MC-CDMA-Systems der 9. Eine
Frequenzverschachtelungseinrichtung 100 ist vor den OFDM-Block 90 geschaltet.
Außerdem
enthält 10 mehrere
elementare CDMA-Systeme aus der 9, wobei
ein CDMA-System der 9 dahin gehend zugewiesen ist, das
erste Datensymbol des ersten Benutzers, das erste Datensymbol des
zweiten Benutzers, das erste Datensymbol des dritten Benutzers usw.
zu senden. Wie in 10 durch 102 angegeben
ist, wird das andere elementare CDMA-System der 9 dazu
verwendet, beispielsweise das zweite Datensymbol des ersten Benutzers,
das zweite Datensymbol für
den zweiten Benutzer usw. zu senden. In 10 ist
das elementare CDMA-System 104 zum Senden des M-ten Datensymbols
des ersten Benutzers, des M-ten Datensymbols des zweiten Benutzers,
des M-ten Datensymbols des dritten Benutzers usw. gezeigt.
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Die
Absicht der M-Modifikation besteht darin, die Anzahl von Unterträgern zu
erhöhen
und dabei die Spreizcodelänge
und die maximale Anzahl von aktiven Benutzern konstant zu halten.
Folglich erhöht
sich die OFDM-Symbol-Dauer, und der relative Effizienzverlust aufgrund
des Schutzintervalls nimmt ab. Überdies
ermöglicht
die engere Unterträger-Beabstandung, in
Ausbreitungsszenarios mit einer verringerten Kohärenz ein gleichmäßiges Fading
pro Unterkanal zu garantieren.
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Bei
der M-Modifikation sendet jeder Benutzer gleichzeitig M > 1 Datensymbole pro
OFDM-Symbol. Die Gesamtanzahl an Unterträgern des modifizierten MC-CDMA-Systems
ist gleich dem Produkt des Parameters M und des Parameters L. Jedoch
nutzt jeder Benutzer die gesamten Nc Unterträger zur
Datenübertragung
aufgrund der in 10 gezeigten Frequenzverschachtelungseinrichtung 100 aus.
Wie oben angemerkt wurde, wird der Datensymbolindex m dazu verwendet,
M gleichzeitig gesendete Datensymbole des k-ten Benutzers zu unterscheiden.
Die Anzahl M wird durch die Kohärenzzeit
des Kanals nach oben hin begrenzt, da die Symboldauer, die mit zunehmendem
M zunimmt, geringer sein muss als die Kohärenzzeit des Kanals, um zu
garantieren, dass der Kanal während
einer OFDM-Symbol-Dauer zeitlich invariant ist.
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Für die Zwecke
der Frequenzdiversity wird die Frequenzverschachtelungseinrichtung 1 00 verwendet. Zum
Senden verwendete Unterträger
sollten eine Beabstandung aufweisen, die größer ist als die Kohärenzzeit des
Kanals. Somit werden die Komponenten einer Sequenz unabhängig voneinander
beeinflusst, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass die durch einen
Summierer 92 ausgegebene Sequenz vollständig in einem tiefen Fading
angeordnet ist, verringert wird. Das Verschachteln wird vor dem
OFDM durchgeführt.
Die Frequenzverschachtelungseinrichtung kann eine Block-Verschachtelungseinrichtung
sein, die die maximale Frequenztrennung zwischen den Komponenten
gewährleistet.
Aufgrund einer möglichen
Periodizität
des Fadingprozesses bezüglich
der Frequenz kann die Block-Verschachtelungseinrichtung
jedoch fehlschlagen, falls die Periodizität ähnlich der Frequenztrennung
zwischen benachbarten Komponenten ist. Somit wird eine Pseudozufallsfrequenz-Verschachtelungseinrichtung
oder -Verwürfelungseinrichtung
bevorzugt.
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Wie
in 10, 11 und 12 angegeben
ist, sind die Drehblöcke 94a, 94b und
die Abbildungsblöcke 95a und 95b aus 9 weggelassen.
Deshalb beginnen die 10, 11 und 12 bei einer Situation, in der die abgebildeten
Symbole bereits gedreht wurden, indem statt der Codematrix selbst
die Gruppe gesendeter Symbole gedreht wird.
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Der
Zweck der in 11 gezeigten Q-Modifikation
besteht darin, die Empfängerkomplexität zu verringern,
indem die Spreizcodelänge
pro Benutzer verringert wird, während
gleichzeitig die maximale Anzahl aktiver Benutzer und die Anzahl
von Unterträgern
konstant gehalten wird. Die Komplexität eines MC-CDMA-Empfängers mit
einer Einzelbenutzer-Erfassung
nimmt mit zunehmender Spreizcodelänge zu. Im Fall einer Mehrbenutzer-Erfassung
nimmt die Komplexität
eines MC-CDMA-Empfängers
sowohl mit zunehmender Spreizcodelänge L als auch mit einer zunehmenden
Anzahl aktiver Benutzer K zu.
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Um
eine gemeinsame Erfassung mit einer Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzung durchzuführen, ist
bevorzugt, dass die Anzahl von gleichzeitig aktiven Benutzern aus
Gründen
der Rechenkomplexität bei
einem Wert von K liegt, der geringer ist als 20. Vorzugsweise sollte
die Anzahl von gleichzeitig aktiven Benutzern sogar weniger als
10 betragen. Um die Komplexität
des Empfängers
auf einem akzeptablen Niveau zu halten, indem trotzdem eine große Anzahl
aktiver Benutzer ermöglicht
wird, wird vorzugsweise die Q-Modifikation der 11 verwendet.
Die Benutzer werden in Q unabhängige
Benutzergruppen unterteilt, wobei jede Benutzergruppe ihre eigenen
L Unterträger
in ihrem Untersystem nutzt. Die Q-Modifikation führt eine zusätzliche
Frequenzmultiplexerkomponente auf einer Unterträger-Ebene in das Übertragungsschema ein, was zu
einem hybriden MC-CDMA-Mobilfunksystem führt. Ein einzelnes Untersystem
ist mit dem in 9 gezeigten elementaren MC-CDMA-Sender
vergleichbar. Die Anzahl von aktiven Benutzern beträgt bei einem
Untersystem Kq, und die maximale Anzahl von aktiven Benutzern ist
gleich L. Die Gesamtanzahl von gleichzeitig aktiven Benutzern bei
dem in 11 gezeigten MC-CDMA-System ist gleich
dem Produkt von Q und L. Während
die maximale Anzahl von belieferten Benutzern konstant gehalten
wird, nimmt die erforderliche Spreizcodelänge proportional zu Q ab. Dies
ermöglicht
eine bedeutende Verringerung der Empfängerkomplexität, da in
dem Empfänger
lediglich die Datensymbole des zugewiesenen Untersystems erfasst
werden müssen.
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12 zeigt die MQ-Modifikation, die eine
Kombination aus 10 und 11 ist.
Somit zeigt 12 ein MC-CDMA-System
mit einer anpassbaren Anzahl von Unterträgern und einer anpassbaren
Empfängerkomplexität, wobei
die maximale Anzahl von aktiven Benutzern konstant gehalten wird.
Das Senden von M Datensymbolen pro Benutzer und zusätzlich das
Aufteilen der Benutzer in Q unabhängige Benutzergruppen führt zu einer
Gesamtanzahl von durch das System in 12 benutzten
Unterträgern,
die gleich dem Produkt von Q, M und L ist. Aufgrund der durch die
Q-Modifikation eingeführten
FDMA-Komponente nutzt jeder Benutzer lediglich eine Teilmenge von
ML Unterträgern
zur Datenübertragung.
Außerdem
muss das Doppelfrequenzverschachtelungseinrichtungsschema beachtet
werden. Dies bedeutet, dass eine Benutzergruppe-Verschachtelungseinrichtung 120 zum
Verschachteln der Trägeramplituden
für jede
Benutzergruppe vorliegt. Dann erhält die Frequenzverschachtelungseinrichtung 100 ein
Verschachteln der Unterträger
unter den mehreren Benutzergruppen, um einen optimalen Schutz vor
einem tiefen Faden zu erhalten.
-
Im
Folgenden wird auf 8 Bezug genommen, um eine Empfängereinstellung
anzugeben, bei der die erfindungsgemäße Vorrichtung 80 verwendet
werden kann. Zu allererst ist ein Mehrpfadkanal 81 gezeigt, an
dessen Ausgang ein empfangenes Signal erhalten werden kann. Dieses
empfangene Signal wird durch einen Block 81 zum Durchführen einer
Schutzintervalltrennung und einer OFDM-Verarbeitung verarbeitet.
Die Ausgabe des Blocks 82 wird in eine Entschachtelungseinrichtung 83 eingegeben,
die jegliche Verschachtelung, die auf der Senderseite durchgeführt wird,
umkehrt. An dem Ausgang der Entschachtelungseinrichtung 83 liegt
eine Gruppe von empfangenen Symbolen vor. Hier ist anzumerken, dass
das durch den Sendekanal 81 ausgegebene empfangene Signal
auf einem gesendeten Signal beruht. Das gesendete Signal wird durch eine
Mehrkanal-Modulation einer Gruppe von Unterkanalwerten erzeugt,
wobei die Gruppe von Unterkanalwerten mittels einer Codemultiplex-Operation
an einer Gruppe von gesendeten Symbolen erzeugt wird. Wie oben dargelegt
wurde, umfasst die Codemultiplex-Operation ein Gewichten der Codesequenz
anhand eines Sendesymbols, wobei die Codesequenz oder das gesendete
Symbol unterschiedliche Phasendrehungen für unterschiedliche CDMA-Kanäle umfasst.
-
Im
Folgenden wird eine bevorzugte Implementierung der Einrichtung
16 zum
Bestimmen in
1 beschrieben. Wie in
15 gezeigt
ist, ist die Einrichtung
16 aus
1 als MLSE-Detektor
mit einer harten Entscheidung (
160) implementiert, wobei
die harte Entscheidung durch eine Auswahleinrichtung zum Auswählen der
möglichen
Sequenz, die den minimalen in Frage kommenden Wert aufweist, oder,
wenn die in Frage kommenden Werte entsprechend definiert sind, der
möglichen
Sequenz, die den maximalen in Frage kommenden Wert aufweist, durchgeführt wird.
Die optimale Erfassungstechnik nutzt das Maximale-A-Posteriori-(MAP-)Kriterium
bzw. das Maximale-Wahrscheinlichkeit-Kriterium (ML-Kriterium) und beruht
auf einer gemeinsamen Erfassung. Die erfindungsgemäße Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzung (MLSE)
schätzt
die gesendete Datensequenz oder eine Gruppe von gesendeten Symbolen
d auf optimale Weise. Die möglichen
gesendeten Datensymbolvektoren sind d
μ μ = 1, ...,
, wobei M
d Kq die Anzahl möglicher gesendeter Datensymbolvektoren
ist. Die MLSE minimiert die Sequenzfehlerwahrscheinlichkeit, d.
h. die Datensymbolvektorfehlerwahrscheinlichkeit, was äquivalent
zu einem Maximieren der bedingten Wahrscheinlichkeit P{
d μ|
r}, dass d
μ gesendet
wurde, wenn ein empfangenes Signal r empfangen wurde, ist. Die Schätzung für d, das
mit dem MAP-Kriterium der Sequenzerfassung erhalten wird, wird wie
folgt berechnet:
wobei arg das Argument der
Funktion bezeichnet. Durch Verwendung der Bayesschen Regel kann
die bedingte Wahrscheinlichkeit P{
d μ|
r} wie folgt geschrieben werden:
-
Wenn
angenommen wird, dass alle Vektoren dμ gleichermaßen wahrscheinlich
sind, und indem beachtet wird, dass der Nenner in der obigen Gleichung
unabhängig
von dem gesendeten Datensymbolvektor ist, beruhen alle Entscheidungen
darauf, die Sequenz zu finden, die P{d μ|r} maximiert. Dies ist äquivalent
dazu, die Sequenz zu finden, die P(r|d μ) maximiert.
Diese Funktion wird als Wahrscheinlichkeitsfunktion bezeichnet. Ein
Maximieren dieser Funktion führt
zu dem Maximale-Wahrscheinlichkeit-Kriterium.
-
Die
Bedingte-Wahrscheinlichkeit-Dichtefunktion P(r|d μ)
des empfangenen Vektors r, wenn dμ gegeben ist,
wird als Wahrscheinlichkeitsfunktion bezeichnet. Bei einem unabhängigen komplexwertigen
weißen
Gaußschen
Rauschen auf den Unterträgern
sind die Elemente des empfangenen Vektors r statis tisch unabhängig, und
P(r|d μ) kann wie unten dargelegt
ausgedrückt
werden.
-
-
Da
die reziproke exponentielle Funktion eine monoton abnehmende Funktion
ist, ist das Maximum von P(
r|
d μ) über
d μ äquivalent
dazu, den Datensymbolvektor d
μ zu finden, der den folgenden
quadrierten euklidischen Abstand
zwischen den empfangenen
und allen möglichen
gesendeten Sequenzen minimiert.
-
Der
am wahrscheinlichsten gesendete Datenvektor kann wie folgt ausgedrückt werden:
-
Somit
gibt die obige Gleichung die Funktionalität der Auswahleinrichtung 160 in 15 an
und bildet das Harte-Entscheidung-Kriterium
zum Erhalten einer Sequenz oder Gruppe erfasster Symbole.
-
Im
Folgenden wird auf 16 und 18 Bezug
genommen, die bevorzugte Implementierungen der Einrichtung 16 zum
Bestimmen als Vorrichtungen (161, 163) zum Berechnen
von Wahrscheinlichkeitsinformationen von weichen Informationen und
Durchführen
einer weichen Entscheidung zeigen. Diese weiche Entscheidung kann
durch jeglichen Kanaldecodierer wie z. B. den hinreichend bekannten
Viterbi-Decodierer dazu verwendet werden, schließlich die erfassten Symbole
auf der Basis der weichen Informationen zu bestimmen. Somit ist
die Einrichtung (161, 163) zum Bestimmen dahin
gehend wirksam, eine Gruppe von Wahrscheinlichkeitsinformationen
für die
Gruppe von gesendeten Symbolen auf der Basis der in Frage kommenden
Werte für die
verschiedenen möglichen
Gruppen gesendeter Symbole zu berechnen, und wobei die Einrichtung
(161, 163) zum Bestimmen ferner dahin gehend wirksam
ist, auf der Basis der Gruppe von Wahrscheinlichkeitsinformationen
eine Kanaldecodierung durchzuführen,
um die empfangenen Symbole zu erhalten.
-
Unter
Bezugnahme auf 16 ist eine MLSE-Vorrichtung
zum Erzeugen von weichen Informationen statt eines Durchführens einer
harten Entscheidung veranschaulicht. Ein bevorzugtes Format für diese
weichen Informationen ist das Protokoll-Wahrscheinlichkeit-Verhältnis LLR
(log likelihood ratio), das anhand der in Block 161 gezeigten
Gleichung berechnet wird. Diese Gleichung stellt eine Annäherung für das LLR
bei MLSE dar, da MLSE von alleine keine Zuverlässigkeitsinformationen über die
erfassten Codebits liefert. Insbesondere werden ein erster kleinster
in Frage kommender Wert für
mögliche
Gruppen gesendeter Symbole, bei denen das Symbol, das einem zu bestimmenden
Symbol entspricht, eine erste Verwirklichung aufweist, und ein kleinster
zweiter in Frage kommender Wert für mögliche Gruppen gesendeter Symbole,
bei denen das Symbol, das dem zu bestimmenden Symbol entspricht,
eine zweite Verwirklichung aufweist, ausgewählt. Dann wird eine Differenz
zwischen dem ersten in Frage kommenden Wert und dem zweiten in Frage
kommenden Wert gebildet, um Wahrscheinlichkeitsinformationen für das zu
erfassende Symbol zu erhalten. Bei der Gleichung im Block 161 markieren
die Indizes μ- und μ+ die kleinsten quadrierten euklidischen
Abstände Δ2(d μ–,r) und Δ2(d μ+,r), wobei das zu erfassende
Bit +1 bzw. –1
ist.
-
Wenn
beispielsweise das zweite Bit in einer Gruppe empfangener Symbole
bestimmt werden soll, werden die in Frage kommenden Werte für alle möglichen
Gruppen gesendeter Symbole, bei denen das zweite Bit plus eins ist,
berechnet, um dann den ersten kleinsten in Frage kommenden Wert
aus den erhaltenen in Frage kommenden Werten auszuwählen. Dasselbe
erfolgt für
alle möglichen
Gruppen gesendeter Symbole, bei denen das zweite Bit minus eins
ist, um dann den zweiten kleinsten in Frage kommenden Wert aus den erhaltenen
in Frage kommenden Werten auszuwählen.
Die Differenz wird dann als Wahrscheinlichkeitsinformationen für das zweite
Bit verwendet. Diese Vorgehensweise wird fortgesetzt, bis für alle Bits
in der Gruppe empfangener Symbole Wahrscheinlichkeitsinformationen
vorliegen.
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18 zeigt
einen MLSSE-Detektor mit einer weichen Entscheidung. Diese Vorrichtung
stützt
sich auf die Protokoll-Wahrscheinlichkeit-Verhältnisse
für die
zu erfassenden Bits, die durch die Gleichung im Block 163 definiert
sind. Insbesondere ist die Einrichtung (163) zum Bestimmen
dahin gehend wirksam, Wahrscheinlichkeitsinformationen (LLR) für ein zu
erfassendes Symbol unter Verwendung der folgenden bevorzugten Schrittfolge
zu berechnen.
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Zu
allererst werden die in Frage kommenden Werte Δ2 für mögliche Gruppen
gesendeter Symbole, bei denen das Symbol, das einem zu bestimmenden
Symbol entspricht, eine erste Verwirklichung (D+)
aufweist, um –1/σ2 gewichtet
und werden summiert, um einen ersten summierten Wert zu erhalten,
der der Zähler
der Gleichung ist.
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Dann
werden die in Frage kommenden Werte Δ2 für mögliche Gruppen
gesendeter Symbole, bei denen das Symbol, das einem zu bestimmenden
Symbol entspricht, eine zweite Verwirklichung (D–)
aufweist, um –1/σ2 gewichtet
und werden summiert, um einen zweiten summierten Wert zu erhalten,
der der Nenner der Gleichung ist.
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Um
das LLR zu erhalten, wird der natürliche Logarithmus dieses Quotienten
berechnet und dient als Wahrscheinlichkeitsinformationen des zu
erfassenden Bits. Es ist zu beachten, dass, wie oben angegeben wurde,
die Reihenfolge des zu erfassenden Bits in einer Sequenz die Reihenfolge
des Bits in einer möglichen Sequenz,
in der dieses Bit die erste oder die zweite Verwirklichung aufweist,
bestimmt.
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17 zeigt
MLSSE mit einer harten Entscheidung. Hier werden der erste summierte
Wert, wie er in Verbindung mit 18 beschrieben
wird, und der zweite summierte Wert verglichen. Je nachdem, ob der
erste oder der zweite summierte Wert größer ist, weist das zu erfassende
Bit laut einer „harten" Entscheidung denselben
Wert auf wie die Verwirklichung, für die ein höherer summierter Wert erhalten
wurde.
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Wie
in 8 angegeben ist, werden die erfassten Datensymbole
anschließend
parallel/seriell-umgesetzt, in einem Rück-Mapper 86 rück-gemappt
und einer Datensenke 87 bereitgestellt. Wie in 8 gezeigt ist,
kann der Rück-Mapper 86 auch
mit Kanalzustandsinformationen versehen werden, um ein so genanntes weiches
Rück-Mappen
durchzuführen.
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Im
Folgenden wird auf 13 und 14 Bezug
genommen, um einen Vergleich der Korrelation zwischen Bitfehlerrate
und Signal/Rausch-Verhältnis
für mehrere
Detektorkonzepte zu zeigen. Anhand von Kreisen ist der nicht-gedrehte
Fall für
einen MLSE-Detektor mit einer Anzahl L von acht Benutzern angegeben.
Der entsprechende gedrehte Fall wird durch nach oben gerichtete
Dreiecke angegeben, während
die nicht-gedrehter-Einzelbenutzer-Grenze
für L =
8 Benutzer anhand von nach unten gerichteten Dreiecken gezeigt ist.
Als Referenzkurve wird die Einzelbenutzer-Grenze verwendet, die
für gedrehte
und nicht-gedrehte Transformierte gleich ist. Für ein voll belastetes System
zeigt der Gewinn eine beträchtliche
Verbesserung um etwa 2 dB bei einer Bitfehlerrate von 10–3 für den erfindungsgemäßen Detektor.
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In 14 ist
dieselbe Situation gezeigt, d. h. dieselben drei Systeme für eine vier
betragende Länge L
der Spreizco des und eine vier betragende maximale Anzahl von Benutzern
Kq. Die Verbesserung gegenüber dem
nicht-gedrehten Schema in 14 beträgt etwa
3 dB bei einer Bitfehlerrate von 2·10–3.
Der Verlust gegenüber
der Einzelbenutzer-Grenze beträgt
lediglich etwa 2 dB und erhöht
sich nicht nennenswert.
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Das
erfindungsgemäße Erfassungskonzept
verwendet Spreizsequenzen wie z. B. Walsh-Hadamard-Sequenzen, um
Signalteile verschiedener Benutzer zu überlagern, um den Diversity-Effekt, denselben Signalteil
jedes Benutzers zu einer unterschiedlichen Zeit, Frequenz oder Raumdimension
zu haben, zu nutzen. Der Mehrbenutzer-Detektor profitiert besonders
von den Phasendrehungen, die angelegt werden, wenn die Symbole gesendet
werden. Deshalb wird ein Durchführen
einer gedrehten Transformierten für eine Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzung und
insbesondere zum Herausfinden des Minimums verwendet.
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Da
die Drehinformationen zu der Gleichung in 2 beitragen,
wird klar, dass die Drehinformationen die euklidischen Abstände für eine Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzeinrichtung
so beeinflussen, dass die Abstände
für die
unterschiedlichen Sequenzen größere Differenzen
aufweisen. Somit wird das Minimum, das durch die Auswahleinrichtung
gefunden werden soll, markanter, so dass eine zuverlässigere
Sequenzbestimmung erhalten wird. Die erfindungsgemäße Verwendung
der Maximale-Wahrscheinlichkeit-Sequenzschätzeinrichtung
in Verbindung mit einer gedrehten Transformierten ermöglicht es
dem Sender, die günstigere
Verteilung der euklidischen Abstände
der überlagerten
Sequenzen zu nutzen. Ein Einzelbenutzer-Detektor ist nicht in der
Lage, diese günstigeren
verteilten euklidischen Abstände
auszunutzen. Jedoch nutzt der erfindungsgemäße Multibenutzer-Detektor dieses
Merkmal und erfasst somit die Symbole zuverlässiger als ein System, ohne
eine Drehtransformierte zu haben oder ohne die Drehtransformierte
an dem Empfänger,
z. B. einem Einzelbenutzer-Detektor, zu verwenden.
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Zusätzlich zu
den oben dargelegten Merkmalen kann ein Kanalcodierer auch vor den
Mapper platziert werden, um den günstigeren euklidischen Abstand
auszunutzen, indem Weiche-Entscheidung-Ausgaben
in einem Mehrbenutzer-Detektor verwendet werden. Die erfindungsgemäße Erfassungstechnik
ist für
jedes System anwendbar, das Codemultiplex im Zeit-, Frequenz- oder
Raumbereich anwendet. Somit sind alle Arten von Mehrkanal-Modulationen
ungeachtet der Tatsache verwendbar, dass der Kanal ein Zeitschlitz,
ein Träger
oder ein durch Raum definierter Kanal ist.
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In
Abhängigkeit
von bestimmten Implementierungserfordernissen kann das erfindungsgemäße Verfahren
zum Erfassen einer Gruppe empfangener Symbole in Hardware oder in
Software implementiert werden. Die Implementierung kann unter Verwendung
eines digitalen Speichermediums durchgeführt werden, insbesondere einer
Diskette oder einer CD, die elektronisch lesbare Steuersignale aufweist,
die mit einem programmierbaren Computersystem zusammenwirken können, so
dass das erfindungsgemäße Verfahren
ausgeführt wird.
Allgemein ist die vorliegende Erfindung somit ein Computerprogrammprodukt
mit einem auf einem maschinenlesbaren Träger gespeicherten Programmcode,
wobei der Programmcode zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens
dient, wenn das Computerprogrammprodukt auf einem Computer läuft. Mit
anderen Worten ist das erfindungsgemäße Verfahren somit ein Computerprogramm,
das einen Programmcode zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens
aufweist, wenn das Computerprogramm auf einem Computer läuft.