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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung zielt auf das Gebiet der offenen Mikrowellenapplikatoren
ab, um eine äußere Beladung
zu erhitzen, ohne dabei zwingender Weise das offene Ende des Applikators
zu berühren.
Die Beladung wird in der Regel auf einer mikrowellendurchlässigen Fördereinrichtung
gefördert, und
unter der Fördereinrichtung
ist eine Metallstruktur vorhanden, die sowohl als ein Teil des Gesamtmikrowellengehäuses als
auch zum Verbessern der Aufheizgleichmäßigkeit der Beladung dient.
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Hintergrund der Erfindung
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Dem
Stand der Technik entsprechende Applikatoren dieser Bauart innerhalb
des Gebietes dieser Erfindung sind in
US-5,828,040 und
in
EP-A2-0,746,182 beschrieben
(im Folgenden gemeinsam als PAT bezeichnet). Die besonderen Hybrid-Einmoden-Applikatoren dieses
Standes der Technik lösen
ein größeres Problem,
welches schon bei einem früheren
Stand der Technik bestand: das des ungleichmäßigen Erhitzens, was durch
ein fleckiges und ziemlich unvorhersehbares Aufheizmuster mit heißen und
kalten Stellen (hervorgerufen durch die Mehr-Moden-Funktionsweise)
bewiesen wird, und das der übermäßigen Randüberhitzung
von Beladungen mit hoher Durchlässigkeit,
wie zum Beispiel typische feste Nahrungsgegenstände (verursacht durch starke
horizontale elektrische Feldkomponenten, welche dann parallel zu
den Haupträndern
des Nahrungsgegenstands liegen).
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Die
besondere Bauart einer Hybridmode in dem Applikator, welche in PAT
beschrieben wird, ist durch eine sehr geringe vertikal (z-) gerichtete
Impedanz gekennzeichnet, welche zu geringen horizontalen (x; y)
elektrischen Feldstärken
führt,
bezogen auf jene von senkrecht (in z-Richtung gerichteten) auftreffenden
ebenen Wellen. Durch das Verwenden der Nomenklatur für elektromagnetische
Hybridmoden, wie sie zum Beispiel in "Time-Harmonic Electromagnetic Fields" von Roger F. Harrington,
McGram-Hill (1961), Seiten 152–155,
definiert ist, wird bei der Wahl einer TEy-Hybridmode (die Einspeiserichtung bestimmt,
ob die Mode zur TEy- oder zur TEx-Mode wird) die in y-Richtung gerichtete
elektrische Feldkomponente in dem Applikator gleich Null, was noch vorteilhafter
ist, weil dann keine Randüberhitzung von
in y-Richtung gerichteten Beladungsrändern auftreten kann.
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Die
besondere Niedrigimpedanz-Applikatormode hat vorzugsweise ihren
niedrigen horizontalen Index 1 in der Transportrichtung, weil dann
der Mikrowellenverlust in dieser Richtung der Applikatoren minimiert
wird. Dies führt
zu minimaler Interaktion zwischen den Applikatoren (Übersprechen)
entlang dieser Richtung, und reduziert die Komplexität der Mikrowellendrossel-Strukturen
am Tunnelende. Durch den Beladungstransport in der y-Richtung wird
das Aufheizmuster von jedem einzelnen Applikator durch das Bewegen
von Beladungen gestreift. Dies wird durch das seitliche (in x-Richtung)
Versetzen der aufeinanderfolgenden Applikatoren oder Applikatorreihen
kompensiert.
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Die
besondere Niedrigimpedanz-TEy-Mode neigt zum Erzeugen einer eingeschlossenen
Oberflächenwellen-Mode
(eine sogenannte "Longitudinal Section
Magnetic", LSM,
Mode) in dem Bereich der Unterseite der Beladungen und in dem Bereich
der unteren Metallstruktur des Tunnels. Selbst wenn diese Moden
zu einem günstigen
Aufheizen von unten in typischen Nahrungsmitteln mit einer Höhe von etwa 15
mm oder mehr führen,
ist es ein Problem, wenn mehrere versetzte Applikatoren verwendet
werden, dass ein wesentlicher Teil des Aufheizmusters von den in
x-Richtung gerichteten stehenden ISM-Wellen zwischen den Seitenwänden des
Tunnelofens bestimmt, wird und nicht nur von den Feldern der einzelnen
Applikatoren.
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Wenn
die besondere TEy-Mode verwendet wird, kann sowohl eine Tendenz
zum Ausbreiten der Applikatorfelder in x-Richtung, als auch eine
Tendenz zum Übersprechen
zwischen den Applikatoren auftreten (z.B. ungewünschter Energieaustausch zwischen
benachbarten Applikatoren, entweder durch direkte Kopplung oder
durch LSM-Moden-Kopplung durch
den Beladungsbereich hindurch). Keine der vorstehend aufgeführten Patentschriften,
entsprechend als PAT bezeichnet, bieten jegliche Abhilfe gegen diese
Mängel.
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In
diesen Schriften sind die vorteilhaften Ausführungen Einspeiseschlitze in
der Oberseite der Applikatorseitenwände, und der Applikator weist
die TEy11- oder die TEy21-Moden
auf. Dennoch gibt es Fälle,
in denen größere Applikatoröffnungen
bevorzugt werden, um eine geringere Energieflussdichte in den Beladungen
zu erhalten, ohne die Ausgangsleistung jedes Mikrowellengenerators
(Magnetron) reduzieren zu müssen.
Um Applikatoren mit höheren
Moden, wie z.B. TEy31 oder TEy51, erfolgreich auslegen zu können, sind
andere Mittel zur Mikrowelleneinspeisung erforderlich.
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Wenn
die Tunnelhöhe
groß ist,
gibt es eine erhöhte
Wahrscheinlichkeit des Mikrowellenverlusts durch die Tunnelenden
an die Umgebung. Für
feste Tunnelhöhen
kann man dann verschiedene Drosseltypen des Standes der Technik
verwenden, wie zu Beispiel Verzögerungsleitungen,
Lambda-Viertel-Drosseln, sowie Drosseln, welche mit Modenanpassung
arbeiten. Absorbierende Medien können ebenso
verwendet werden. Solche Drosseln oder Absorber werden üblicherweise
nur auf den horizontalen Oberflächen
(oben und unten) der Tunnelöffnungen
angebracht, können
aber auch an den vertikalen Seitenwänden in der Tunnelöffnung und
im Drosselbereich verwendet werden. Wenn jedoch die Tunnelhöhe variabel
zu sein hat, wird es sehr schwierig, an den vertikalen Wänden Drosselanordnungen nach
dem bisherigen Stand der Technik einzusetzen.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung, wie sie vom behandelten Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
1 definiert ist, zielt auf die Probleme der in x-Richtung gerichteten
LSM-Wellen, des
Ausbreitens der Applikatormoden bei hohen Tunnelhöhen und des
Drosselns an vertikalen Tunnelwänden,
mittels eines besonderen Aufbaus des offenen Applikators ab, welcher
durch das Verwenden von zwei sich komplementierenden TEy-Moden charakterisiert
ist, anstelle von nur einer, wie es in vorstehend mit Verweisen
versehenen Patenten (PAT) beschrieben ist. Die Mode, welche die
Hauptenergie an die Beladung liefert, ist eine Niedrigimpedanz-TEym1-Mode,
wie sie in PAT beschrieben wird, aber die vorteilhafte Ausführung ist
jetzt mit ungeradem m (=3 oder 5) versehen, und die andere Mode,
welche gleichzeitig angeregt wird, hat den einzigen Zweck des Bereitstellens eines
entgegengerichteten magnetischen Feldes in der y-Richtung, an der
vertikalen in y-Richtung gerichteten Applikatorwandöffnung.
Der Effekt dieser Modeninteraktion ist, dass sich die Hauptmode
viel ungestörter
und eingeschränkter
zur Bela dung hin ausbreitet. Dieses Verwenden der zwei sich komplementierenden
Applikatormoden ist die erste und eine hauptsächliche Ausführung der
vorliegenden Erfindung.
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Unter
typischen Umständen
wird zusätzlich das
Aufheizmuster in der y-Richtung verlängert, was ebenso vorteilhaft
ist. Um dies unter Verwendung der TEy31-Mode für die Hauptenergieübertragung
zu erreichen, wird auch die TEy11-Mode angeregt, und die Anregung
ist sowohl in der x-Richtung als auch in der y-Richtung symmetrisch
zum Deckenmittelpunkt des Applikators. Dies erfordert mindestens
zwei parallele in y-Richtung gerichtete Anregungsschlitze. Solch eine
Anregungsgeometrie beseitigt auch die Anregung von allen TEymn-Moden
mit einem oder auch beiden geradzahligen Indizes m und n, was eine wichtige
Funktion darstellt, da der Applikator in x-Richtung größer sein
muss, um es zu ermöglichen, solch
höhere
Moden zu unterstützen.
Eine besondere Bauart zur Einspeisung ist gemäß der Erfindung in Anspruch
1 definiert.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung erfolgt die Anregung in der genau gegensätzlichen
Polarität der
magnetischen Felder in den Schlitzen, indem einfach zwei parallele
Schlitze in die breite (a) Seite gegenüber den schmalen (b) Seiten
in einem TE10-Wellenleiter angebracht werden. Um für den Übergang
zwischen dem TE10-Wellenleiter und dem Applikator auch eine gute
Impedanzumsetzung zu erreichen, wird ein ziemlich großer Ständer aus
Metall bei der TE10-Wellenleiter-Zentrallinie in einer Position
zwischen den Schlitzen angebracht. Dies ist eine weitere Ausführung der
Erfindung.
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Beim
Einsetzen der TEy51- oder von Hauptenergieübertragungsmoden höherer Ordnung
kann die komplementäre
Mode, wie vorstehend die TEy11-Mode, aber auch die TEy31-Mode sein.
Für Moden
noch höherer
Ordnung als die der Hauptenergieübertragungsmoden
sind mehrere Auswahlmöglichkeiten
für die
komplementäre
Mode verfügbar.
Allgemein gesagt, sollte die Hauptenergieübertragungsmode eine Teym1n-Mode sein, und die komplementäre Mode
sollte eine Teym2n-Mode sein, wobei m1, m2 und n positive,
gerade, ganze Zahlen sind und m2 und n beide
kleiner oder gleich m1-2 sind. Jedoch wird
es unter Verwendung von Moden höherer
Ordnung zunehmend schwieriger, unerwünschte Moden zu beseitigen.
Es werden dann Modenfilter in der Form von zwei oder mehreren in
y-Richtung gerichteten Metallstäben
oder –platten
bevorzugt, welche sich über
die gesamte Strecke zwischen den gegenüberliegenden Applikatorwänden erstrecken.
Die Positionen dieser Stäbe
können
experimentell oder durch elekt romagnetische Modellbildung bestimmt werden.
Das Ziel oder die Zielfunktion besteht dann darin, ein Aufheizmuster
zu erhalten, welches hauptsächlich
durch die in y-Richtung
gerichteten, verlängerten
heißen
Zonen gleicher Starke m-1, unter dem Applikator gekennzeichnet ist,
zusätzlich
einer werteren, schwächeren,
verlängerten
heißen
Zone direkt unter jeder in y-Richtung gerichteten Applikatorseitenwand.
Dies ist eine weitere Ausführung
der Erfindung.
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Die
Haupteigenschaft von unerwünschten LSM-Moden
ist, dass eine in x-Richtung gerichtete Energieausbreitung erzeugt
wird, und diese auch weiter seitwärts, weg (z.B. in die x-Richtung)
von der Auskragung der Applikatoröffnung auf der Metallfläche aufrechterhalten
wird. Die LSM-Mode oder Moden unterhalb der Beladung sind von in
x-Richtung gerichteten
Strömen
in der Metallfläche
unter dem Band und der Beladung abhängig. Deren unerwünschte Ausbreitung über die
Applikatorauskragung hinaus kann somit reduziert werden, wenn der in
x-Richtung gerichtete Strompfad in der Metallplatte gestört oder
unterbrochen wird. Die bevorzugte Methode dafür ist, ein Wellblech zu verwenden
(mit den Wellen in y-Richtung, z.B. in Richtung der Bandbewegung),
oder Metallprofile anzubringen oder anzuschweißen, welche ein ähnliches
Muster erzeugen. Man kann sagen, dass die Höhenstufen Veränderungen
der in x-Richtung gerichteten Impedanz der LSM-Mode verursachen,
so dass diese hauptsächlich
zwischen benachbarten Höhenstufen
reflektiert wird. Die Optimierung des Wellmusters der Metallplatte
geschieht wiederum experimentell oder durch elektromagnetische Modellbildung.
Die Zielfunktion ist, ein gutes Aufheizen von unten zu erhalten
(z.B. eine LSM-Mode), aber das Ausbreiten in der x-Richtung von
allen seitlich angebrachten Applikatoren zu minimieren. Der Gebrauch
und die Optimierung dieser Riefen oder Ähnlichem ist eine weitere Ausführung der
Erfindung.
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Die
Feldeigenschaften von allen Teym1-Moden an den vertikalen, in y-Richtung
gerichteten Seitenwänden
sind ziemlich ähnlich.
Eine Eigenschaft ist, dass in der Nähe der Tunnelseitenwände, außerhalb
des Heizabschnitts des Mikrowellentunnels, horizontal gerichtete
magnetische Felder vorherrschen. Es stellt einen effizienten Weg
dar, diese Felder zu drosseln, und dadurch eine Reduzierung des
Mikrowellenverlusts in den Tunnelöffnungen zu erreichen, in dem
man einen sich horizontal erstreckenden Schlitz von einer viertel
Wellenlänge
in dem vorstehend angeführten
Teil der Tunnelseite vorsieht. Da dieser Schlitz in einem ziemlich
geringen Abstand zu der Applikatoröffnung angeord net sein kann,
wird dieser auch bei Einrichtungen mit variabler Tunnelhöhe funktionieren.
Dies ist ebenso eine weitere Ausführung der Erfindung.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die 1 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Applikators gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Die 2 zeigt
eine Vorderansicht des Applikators, welcher in der 1 gemäß der vorliegenden Erfindung
gezeigt ist.
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Die 3 zeigt
eine Ausführung
der Anordnung gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Die 4 zeigt
eine weitere Ausführung
des Applikators gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Detaillierte Beschreibung
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In
allen Figuren bezeichnen die folgenden Referenzen die verschiedenen
Bauteile als:
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- 1
- Wellenleiter
- 2
- Applikator-Einspeiseschlitze
(Deckenschlitze)
- 3
- Großer Ständer aus
Metall
- 4
- Applikator
(Raum)
- 5
- Applikator-Zwischenwand
- 6
- In
y-Richtung gerichtete Metallschienen, welche den Boden des Tunnelbereichs
galvanisch berühren.
- 7
- Förderband
- 8
- Tunnel
(Raum)
- 9
- Abdeckung
der Applikator-Einspeiseschlitze (mikrowellendurchlässig)
- 10
- Modendrossel
im Tunnel oben/unten
- 11
- Horizontale
Metallplatten
- 12
- Tunnelseite
(asymmetrisch)
- 13
- Horizontale
Metallschienen zum Filtern der Applikator-Moden
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Die 1 und 2 zeigen
entsprechend eine perspektivische und eine Ansicht von rechts eines
Applikators 4 mit einem Förderband 7. Die Beladungen
werden nicht gezeigt. Es gibt einen niedrigen TE 10 einspeisenden
Wellenleiter 1 auf der Oberseite des Applikators, mit zwei
Schlitzen 2 in den Applikator hinein. Es gibt einen Ständer aus
Metall 3 im Bereich zwischen den Schlitzen; dieser kann
entweder an der oberen oder der unteren Fläche des Wellenleiters befestigt
werden. Es gibt eine vertikale Wand 5 zwischen den angrenzenden
Applikatoren mit horizontalen Metallplatten 11 an den unteren
Enden. An der Unterseite des Tunnelabschnitts 8 gibt es
in y-Richtung gerichtete Metallschienen 6, welche die Unterseite
des Tunnelabschnitts galvanisch berühren.
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In 3 werden
einige der gleichen Komponenten gezeigt, dazu die horizontale Seitendrossel 9 im
Tunnelendabschnitt 10, die eine Anzahl von Rippen, die
einen Drosselaufbau der Bauart erzeugen, welcher nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist. 4 zeigt
einen TEy51-Modenapplikator mit einer größeren x-Ausdehnung. Er weist
ebenso die Metallplatten 13 auf, die sich über die
gesamte y-Richtung zwischen den Applikatorwänden erstrecken.
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Der
erste Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist der Applikator selbst,
der aus einem rechteckigen offenen Behälter besteht, welcher derartige Ausmaße aufweist,
dass er zunächst
eine TEy31-Mode mit langer vertikaler Wellenlänge steigern, und zweitens
eine bedeutende, halbperiodische Amplitude der TEy11-Mode erzeugen
kann. Als ein Beispiel erfüllen
innere Abmaße
von 194 × 308 mm
in den xy-Richtungen und eine Höhe
von 140 mm diese Merkmale bei einer Frequenz von 2450 MHz. In einem
ersten Schritt, der durch bekannte analytische Methoden für Wellenleiter
direkt berechnet werden kann, erhält man vertikale Wellenlängen von
entsprechend ungefähr
480 und 132 mm. Die lange TEy31-Moden-Wellenlänge sieht zu bevorzugende Bedingungen
gemäß PAT vor,
was ebenso bedeutet, dass die Mode vom Brewster-Typ ist, so dass die
Rückstrahlung
durch die Beladung gering ist; die aperiodische Mode überträgt die maßgebliche
Energie auf die Beladung. Die horizontalen Platten 11 schließen den
Applikator nach unten nicht ab, aber die relative räumliche
Phase der beiden Moden, in einem Bereich an und genau unterhalb
der horizontalen Fläche
des Applikatorendes, wird gegenphasig, so dass die magnetischen
Felder (H) sich über
weite Strecken auslöschen,
wenn die relativen Amplituden der zwei Moden in diesem Bereich näherungsweise gleich
sind. Das Ergebnis dessen ist, dass der Feldverlauf der TEy31-Mode
durch das Ende der vertikalen Applikatorwand nicht sehr gestört wird,
so dass er fortfährt,
sich weiter gerade nach unten auszubreiten. Die Optimierung dieser
Funktion und des Modenabgleichs kann heutzutage durch elektromagnetische Modellbildung
durchgeführt
werden, eher als durch langwierige Versuche, wenn die angestrebten
Bedingungen des Feldverlaufs einmal bekannt sind.
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Eine
ziemlich ähnliche
Optimierung kann mit der TEy51-Mode als Hauptenergieträger durchgeführt werden.
Dies wird in 4 gezeigt, und die Applikatorabmaße betragen
jetzt 325 × 305 × 140 mm. Da
in einem größeren Hohlraum
oder Applikator eine größere Anzahl
von Moden angeregt werden kann, besteht nun die Notwendigkeit, die
angeregte Mode so zu stabilisieren, dass sie weder verzerrt noch
mit irgendeiner unerwünschten
Mode gegengekoppelt wird. Diese Stabilisierung wird durch Metallplatten
erreicht, wie in der Figur gezeigt wird. Die Optimierung kann natürlich durch
Versuche erfolgen, aber eine heutzutage viel schnellere Methode
ist, das elektromagnetische Modellieren einzusetzen. Die bisherige Kenntnis
dessen, was Optimierung im Sinne des Feldverlaufes bedeutet, ist
hilfreich bei der ziemlich schnellen und wirkungsvollen Durchführung der
Arbeit.
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Noch
ein anderes Beispiel tritt ein, wobei die TEy71-Mode als der Hauptenergieübertragungsmode
eingesetzt wird, und die Tey31-Mode als die komplementäre Mode
eingesetzt wird. In diesem Fall findet man geeignete Applikatorabmaße von 436 × 306 mm
in den xy-Richtungen und einer Höhe
von 140 mm. Um unerwünschte
Moden zu beseitigen, wird abermals bevorzugt, ein paar vertikale
Platten am offenen Ende des Applikators einzubringen. Diese vertikalen
Platten sollten eine Länge
haben, welche sich auf die zwischen den inneren Wänden des
Applikators belauft (in diesem Beispiel eine Länge von 306 mm). Die Höhe der Platten
beträgt
vorzugsweise ungefähr
30 mm. Die Platten sollten 136 mm von der inneren Wand in Längsrichtung,
im Beispiel 164 mm wert auseinander, angebracht sein.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf die Mikrowelleneinspeisung
des Applikators. Die Applikatorabmaße der hier aufgeführten Beispiele zeigen
an, dass die in x-Richtung
gerichtete Wellenlänge
ziemlich kurz ist 2 × (193/3)
mm = 129 mm; 2 × (325/5)
= 130 mm (die freie Raumwellenlänge
betragt 122 mm). Gemäß der bekannten
Modentheorie werden somit die vertikalen Modenimpedanzen sehr gering.
Dieses Problem wird auch in PAT angesprochen, wobei beansprucht
wird, dass nur eine vertikale Einspeiseebene in der Nähe der Oberseite
einer Applikatorwand eine gute Impedanz vorsieht, welche mit den
Bedingungen übereinstimmt.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung erhält man
durch Einsetzen einer Kombination aus parallelen Schlitzen 2 in
dem TE 10 einspeisenden Wellenleiter 1 eine erste
Impedanzreduzierung. Eine weitere Impedanzreduzierung erhält man durch
Einsetzen eines ziemlich niedrigen Wellenleiters (z.B. ein kleines
Abmaß b);
gemäß der vorliegenden
Erfindung sind 20 oder 25 mm derart typische Abmaße. In einer typischen
Ausführung
der Erfindung ist daher das breite Abmaß (a) (die Breite) des TE 10 Wellenleiters so
wie im Standard WG340 zu wählen,
z.B. ungefähr 86
mm, und das schmale Abmaß (b)
(die Höhe)
wird entsprechend dem vorstehenden so gewählt, um ungefähr 20–25 mm zu
betragen. Zusätzlich
könnte
es im Hinblick auf eine Impedanzreduzierung und einen Impedanzabgleich
notwendig sein, einen ziemlich großen Ständer aus Metall 3 in
der Wellenleiter-Zentralachse zwischen den Schlitzen 2 einzubringen.
Die typischen Abmaße
eines solchen rechteckigen Ständers
sind 12 × 20
mm an der Grundfläche,
und eine Höhe
von ungefähr
9–11 mm.
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Es
wird nötig
sein, die Wellenlängenimpedanz
zu erhöhen
und ebenso geeigneten Wellenleiterübergang für den Mikrowellengenerator
zu erzeugen, welcher in dem typischen Fall ein Magnetron ist. Dies
wird mittels bekannter Methoden durchgeführt, um das Abmaß b des
Wellenleiters zu vergrößern, möglicherweise
in Kombination mit einem sogenannten „E-knee", welches dann einen vertikalen Wellenleiterabschnitt
vorsieht, der die angestrebte Länge aufweist,
und ebenso während
des Betriebes das Magnetron gegen Aufheizen und Verschmutzung durch
den Applikator schützt.
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Der
dritte Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf die
Notwendigkeit des Reduzierens des Einflusses und der Ausbreitung
von LSM-Moden, was durch die Hauptapplikatormode Teym1 erzeugt wird.
Wie schon erwähnt,
wird dies durch Herstellen von Riefen oder Einführen von Metallstäben am Tunnelboden
erreicht. Eine elektrische Höhe
von zwischen 10 und 20 mm zwischen dem Metallboden und der Unterseite
der Beladungsgegenstände
sieht, typischerweise bei 2450 MHz, die angestrebten Bedingungen
für das
Erhitzen von unten mittels LSM-Moden vor. Eine Riefenhöhe von 7 bis
10 mm wird dann, über
die Auskragung eines jeden Applikators hinaus, das uner wünschte Ausbreiten
in x-Richtung reduzieren. Die Metallplatten oder Riefen sollten
typischerweise nicht mehr sein, als für diesen Einfluss nötig ist,
da das angestrebte Erwärmen
von unten ansonsten zu sehr geschwächt werden kann. Wie bei früheren Ausführungen
kann elektromagnetische Modellbildung heutzutage die Optimierung
dieser Funktion eher als durch langwierige Versuche durchführen, wenn
die angestrebten Bedingungen der Feldstruktur einmal bekannt sind.
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Der
vierte Gegenstand der vorliegenden Erfindung, bezieht sich auf die
Notwendigkeit des Reduzierens des Mikrowellenverlusts zwischen vornehrnlich
an den Tunnelenden, unter der Bedingung von ziemlich großen Tunnelhöhen, welche
durch Anwenden des ersten Gegenstandes dieser Erfindung erreicht
werden kann. Durch Einsetzen einer bekannten Bauart einer so genannten
Modendrossel, an den horizontalen oberen und untern Flächen der
Tunnelenden (siehe 3), kann man mit einem derart
kurzen Abschnitt, für
Gesamttunnelhöhen
von mehr als 130 mm, eine ziemlich effiziente Reduzierung erreichen.
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Die
vertikalen Tunnelwandströme
an den Applikatoren, mit den hier eingesetzten besonderen Moden,
weisen durch Einsetzen einer Drossel einer an sich bekannten Bauart,
eine starke vertikale Komponente, weg vom Applikator, auf.
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Das
besondere technische Merkmal dieses vierten Gegenstandes liegt in
der Länge
und der Lage der Drossel; die Länge
beträgt
typischerweise 250 mm oder mehr (was möglich ist, weil die Länge der
Modendrossel größer ist);
die in y-Richtung gerichtete Anordnung der Drossel ist derart, dass
sie genau hinter der letzten vertikalen in x-Richtung gerichteten
Wand des letzten Applikators beginnt, und die in z-Richtung gerichtete
Anordnung sich 20 bis 30 mm unterhalb der Öffnungsfläche der Applikatoren befindet.
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Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen
vorteilhaften Ausführungen
beschränkt.
Verschiedene Alternativen, Modifizierungen und Äquivalente können eingesetzt
werden. Deshalb sollten die vorstehenden Ausführungen nicht als Einschränkung des
Anwendungsbereichs der Erfindung aufgefasst werden, welche durch
die beigefügten
Ansprüche
definiert ist.