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DE60312846T2 - Modulares überwachungs- und schutzsystem mit verteilter entscheidungslogik - Google Patents

Modulares überwachungs- und schutzsystem mit verteilter entscheidungslogik Download PDF

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Publication number
DE60312846T2
DE60312846T2 DE60312846T DE60312846T DE60312846T2 DE 60312846 T2 DE60312846 T2 DE 60312846T2 DE 60312846 T DE60312846 T DE 60312846T DE 60312846 T DE60312846 T DE 60312846T DE 60312846 T2 DE60312846 T2 DE 60312846T2
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DE
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Expired - Lifetime
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DE60312846T
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DE60312846D1 (de
Inventor
Kevin E. Lebanon KRAMB
David P. Cincinnati TRUMPY
Patrick F. Austin CARLE
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rockwell Automation Technologies Inc
Original Assignee
Rockwell Automation Technologies Inc
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Publication date
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Publication of DE60312846D1 publication Critical patent/DE60312846D1/de
Publication of DE60312846T2 publication Critical patent/DE60312846T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01HMEASUREMENT OF MECHANICAL VIBRATIONS OR ULTRASONIC, SONIC OR INFRASONIC WAVES
    • G01H1/00Measuring characteristics of vibrations in solids by using direct conduction to the detector
    • G01H1/003Measuring characteristics of vibrations in solids by using direct conduction to the detector of rotating machines

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing And Monitoring For Control Systems (AREA)

Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung liegt allgemein auf dem Gebiet von Systemen zum Überwachen und Schützen mechanischer Systeme. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Technik zum Bereitstellen einer technisch ausgereiften und verflochtenen Votierlogik in Überwachungs- und Schutzsystemen, um eine Anmpassung eines Steuerungs- oder Schutzschemas an spezielle Anwendungen zu ermöglichen.
  • Auf dem Gebiet der Überwachung des Schutzes industrieller Anlagen ist ein weiter Bereich von Komponenten und Systemen bekannt und aktuell im Einsatz. Abhängig von der Natur des zugrunde liegenden mechanischen Systems können die Überwachungs- und Schutzkomponenten verschiedene Signale erzeugen, die für dynamische Zustände repräsentativ sind. Signal erzeugende Komponenten sind typischerweise Sensoren und Wandler, die in interessierenden Punkten der Maschinensysteme angeordnet oder diesen anderweitig eng zugeordnet sind. Die Signale werden an die Überwachungsschaltungen angelegt, die typischerweise von den interessierenden Punkten eine bestimmte Entfernung aufweisen, und sie werden dazu genutzt, das Leistungsvermögen des Maschinensystems zu analysieren. Derart instrumentierte Maschinensysteme können Rotationsmaschinen, Montagestrecken, Produktionsanlagen, Materialhandhabungsanlagen, Stromerzeugungsanlagen sowie zahlreiche andere Arten von Maschinen variierender Komplexität umfassen.
  • Eine Vielzahl unerwünschter Zustände kann sich in Maschinensystemen ausbilden, die rasch auftreten können oder sich im Lauf der Zeit oder in bestimmten Situationen entwickeln kön nen, wie etwa unter Belastung oder auf Grund von Verschleiß oder durch Systemverschlechterung. Wenn unerwünschte Zustände auftreten, können verschiedene Typen einer Reaktion gewährleistet sein. Beispielsweise kann sich die Reaktion der Überwachungs- und Schutzkomponenten für unterschiedliche dynamische Zustände stark unterscheiden abhängig von der Maschine selbst, ihren typischen Betriebseigenschaften, der Natur des Systems und der relativen Wichtigkeit der Zustände, die sich entwickeln können. Derartige Reaktionen können vom Ergreifen keiner Aktion bis zum Berichten, der Erfassung, der Bereitstellung von Alarmgaben und bis zur Energiezufuhr zu oder Energiezufuhrunterbrechung für Teile oder das gesamte Maschinensystem reichen.
  • Beispielsweise ist ein Zustandstyp, der in Rotations- und anderen dynamischen Maschinensystemen überwacht werden kann, die Vibration. Information, die Vibration anzeigt, kann durch Beschleunigungsmessgeräte auf interessierenden Punkten oder benachbart zu diesen gesammelt werden und zur Überwachungs- und Steuerungsanlage überführt werden. Die Information von den Beschleunigungsmessgeräten ist in roher Form nicht typischerweise nutzbar, sondern muss verarbeitet, analysiert und im Hinblick auf andere Faktoren gewichtet werden, wie etwa die Betriebsdrehzahlen, um die geeignete Reaktion auf existierende oder sich entwickelnde Zustände zu bestimmen.
  • Reaktionen auf überwachte Signale und verarbeitete Daten, wie etwa Vibrationsdaten, können sich auf Grund einer Anzahl von Faktoren unterscheiden. Diese können wiederum die normalen Betriebseigenschaften des Maschinensystems enthalten. Spezielle Bänder oder Bereiche von Geschwindigkeiten bzw. Drehzahlen oder Frequenzen können jedoch ebenfalls von speziellem Interesse sein auf Grund der relativ größeren Wirkung von Systemreaktionen auf derartige Frequenzen. Während bestimmter Betriebsperioden, wie etwa während des Anfahrens oder einer Änderung der Drehzahl bzw. Geschwindigkeit oder Last, können darüber hinaus verschiedene Bereiche von größerem oder geringerem Interesse sein in Bezug auf die Entscheidung bezüglich einer geeigneten Reaktion.
  • Existierende Überwachungs- und Schutzsysteme, wie diejenigen, die genutzt werden, um Vibrationsdaten zu überwachen, stellen nicht den gewünschten Grad an Vielseitigkeit bezüglich der Konfiguration zur Berücksichtigung dieser Faktoren bereit. Wenn unterschiedliche Überwachungseinrichtungen benachbart zu unterschiedlichen interessierenden Punkten in einem Maschinensystem positioniert werden, können insbesondere Reaktionen typischerweise koordiniert werden durch ein zentrales Überwachungs- oder Steuersystem. Die resultierenden Reaktionszeiten können unakzeptabel lang sein und das resultierende System ist in bestimmtem Maße weniger anpassbar als dies erwünscht wäre. Das heißt, wenn eine zentralisierte Steuerung implementiert wird, wird Flexibilität und Adaptierbarkeit des Systems an eine stärker verteilte und insbesondere schnellere Steuerung durch individuelle Überwachungsmodule geopfert.
  • Die US-A-4426641 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Überwachung der Wellenvibration einer Rotationsmaschine. Aus dem Blickpunkt eines präventiven Wartungsvorgangs einer Rotationsmaschine ist es sehr wichtig, die Wellenvibration der Rotationsmaschine zu erfassen und den Betriebszustand der Maschine aufzunehmen. Diese Erfindung betrifft Verarbeitungsvorgänge von Eingängen im Fall einer Ausführung der Frequenzanalyse eines Wellenvibrationssignals durch digitale Verarbeitungsvorgänge. Diese Erfindung erläutert die Drehfrequenzsynchronisation einer Abtastfrequenz, die Phasensynchronisa tion der Rotationsmaschine in Bezug auf eine Referenzphase, die Beziehung zwischen einer analytischen Wellenzahl und einer Probenahmenummer und dergleichen in diesem Fall.
  • Die US-A-4380172 offenbart eine On-line-Rotorrissermittlung. Insbesondere ist ein Verfahren offenbart, durch das sich ausbildende Risse in dem Rotor einer fluidangetriebenen Turbine ermittelt werden, während sich die Turbine im On-line-Zustand befindet und unter einer im Wesentlichen normalen Last läuft. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden Vibrationen in dem Rotor überwacht und eine Signaturanalyse des normalen Hintergrundvibrationsmusters wird erzielt, um den spektralen Inhalt des normalen Vibrationssignals zu erstellen. Der Turbinenrotor wird daraufhin vorübergehend beunruhigt, bevorzugt durch Änderung der Temperatur des Antriebsfluids (die Dampftemperatur wird beispielsweise in einer dampfgetriebenen Turbine geändert), und die Signaturanalyse wird erneut durchgeführt, um Änderungen des Vibrationsmusters zu ermitteln. Eine Vergrößerung der Amplitude der Grundfrequenz und das Auftreten und die Erhöhung der Amplitude höherer Harmonie folgend auf eine Beunruhigung des Rotors stellt eine Anzeige für das Vorliegen und die Größe eines Rissen in dem Rotor dar.
  • Die EP-A-0908805 A1 offenbart ein präventives Wartungssystem zum Durchführen der Wartung und eine Prozesssicherung bezüglich des Laufs einer kritischen Einrichtung und nutzt eine spezifische Gesundheitsüberwachungseinrichtung, die eine Anzahl von Sensoren enthält, die mit einer Betriebseinrichtung oder Maschine verwendet werden, um einen Satz intrinsischer physikalischer Signaturen zu erzeugen, bei denen es sich um Produkte der primären Leistungseigenschaften der Betriebseinrichtung handelt. Bei diesen Signaturen handelt es sich um nicht funktionale Parameter, die konsistent sind und zuverlässige Indikatoren für den normalen Betrieb der Einrichtung bzw. Anlage darstellen. Statistische Normen werden während des anfänglichen Lernmodus unter Verwendung neuraler Prozessoren und der Ausgangssignale von den Sensoren eingestellt. Daraufhin werden die Sensorausgänge überwacht und analysiert unter Verwendung der statistischen Normen zur Vorhersage der Wahrscheinlichkeiten zukünftiger Störungen der Betriebsanlage. Unter Nutzung der intrinsischen Gesundheitsüberwachungseinrichtung wird auf dem Gebiet der Anlagenwartung und der Prozesssicherung ein Fortschritt bezüglich des Ansatzes bereitgestellt, demnach die Wartung eine präventive Prozedur ist.
  • Die US-A-5481481 offenbart ein automatisiertes Diagnosesystem, das temporär koordinierte drahtfreie Sensoren aufweist. Das Diagnosesystem nutzt einen Fachwissen-basierten Controller und eine Mehrzahl von Datenloggereinheiten, wobei zumindest eine dieser Einheiten eine drahtfreie Einheit ist, um temporär koordinierte Daten zu sammeln, die für den Echtzeitbetrieb eines getesteten Systems indikativ sind, das eine Mehrzahl von räumlich disjunkten, jedoch betriebsmäßig voneinander abhängigen Komponenten aufweist. Der Diagnosesystemcontroller erstellt einen Instrumentationsplan zum Sammeln der Daten und berechnet Leistungsfaktoren aus diesen gesammelten Daten. Ein Vergleich der berechneten Leistungsfaktoren mit optimalen und typischen Störungsmodusleistungsfaktoren identifiziert Leistungsprobleme in dem getesteten System.
  • Die US 2002/032544 offenbart ein Verfahren, das bereitgestellt wird zum Aufrufen einer Zustandüberwachung zwischen mehreren Maschinen, aufweisend das Errichten eines Netzwerks von automatisierten lokalen Experten in allgemein stationären Orten und miteinander verbunden durch zumindest eine Netzwerkverbindung, das Konfigurieren eines jeden der lokalen Experten zum Empfangen von Vibrationsdaten von zumindest einer der Mehrzahl von Maschinen, die in relativer physikalischer Nähe dazu angeordnet sind, und das Konfigurieren von jedem der lokalen Experten zum Empfangen von Vibrationsdaten und zum Diagnostizieren eines Zustands der Maschine, die die empfangene Vibration abgibt, und Konfigurieren von jedem der lokalen Experten zur Übertragung von Diagnoseinformation betreffend den Zustand der jeweiligen Maschinen über die zumindest eine Netzwerkverbindung.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen flexibleren verteilten Ansatz für Überwachungs- und Schutzsysteme zu schaffen.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, Systeme zu schaffen, die eine relativ technisch ausgefeilte Steuerungs- oder Schutzlogik in stärker verteilter und unabhängiger Weise zwischen verschiedenen Überwachungsmodulen implementieren können, die auf ein komplexes Maschinensystem zur Anwendung gelangen.
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine Überwachungs- und Schutztechnik bereit, die dazu ausgelegt ist, auf einen derartigen Bedarf zu reagieren. Die Technik kann in einem weiten Feld von Situationen zur Anwendung gelangen, sie ist jedoch besonders nützlich für Steuerkomponenten relativ komplexer Maschinen, wie etwa eine Materialhandhabungsanlage, eine Rotationsanlage, eine Produktionsanlage und dergleichen. Die überwachten Parameter können stark variieren, obwohl die Technik besonders gut geeignet ist zum Überwachen und Steuern dynamischer Betriebsbedingungen von Maschinen. In ähnlicher Weise können die implementierten Reaktionen variieren, obwohl diese typischerweise die Energieversorgung und Beendigung der Energieversorgung von Komponenten enthalten, wie etwa über Relaisschaltkreise.
  • Diese Technik nutzt eine Votierlogik, die zwischen unterschiedlichen Überwachungsmodulen und/oder Relaisschaltkreisen verteilt ist. Die Überwachungsmodule sind in der Nähe von interessierenden Punkten in einem Maschinensystem angeordnet, in denen dynamische Betriebszustände über Sensoren oder Wandler überwacht werden, die mit verschiedenen Überwachungsmodulen verbunden sind. Die Module kommunizieren bevorzugt miteinander über das offene industrielle Datenaustauschprotokoll. Die Votierlogik ist in jedem Überwachungsmodul gespeichert und die Logik von zumindest einer Vorrichtung basiert auf einer Logik oder auf Ausgangssignalen, die von der Logik eines weiteren Moduls herrühren. Die Logik kann nutzerkonfiguriert sein, um die Existenz verschiedener Kombinationen von Zuständen zu ermöglichen, bevor gewünschte Reaktionen ergriffen werden.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die vorstehend genannten sowie weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung erschließen sich aus einem Studium der nachfolgenden detaillierten Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen; in diesen zeigen:
  • 1 eine schematische Gesamtansicht eines Maschinensystems unter Verwendung eines modulartigen Überwachungs- und Schutzsystems in Übereinstimmung mit Aspekten der erfindungsgemäßen Technik,
  • 2 eine beispielhaft Topologie für Module und eine betreffende Anlage bzw. Einrichtung zur Verwendung in einem Maschinensystem des in 1 gezeigten Typs,
  • 3 eine schematische Darstellung einer Reihe zugeordneter Module in einer Gruppe,
  • 4 eine beispielhafte physikalische Konfiguration von Modulen in einem umschlossenen Bereich, wie etwa einem gewünschten Maschinenort,
  • 5 eine perspektivische Ansicht einer beispielhaften Modulimplementierung zum Akzeptieren eines Überwachungsmoduls an einer Standardschnittstelle, die mit ähnlichen Schnittstellen und Modulen über die vorliegende Technik kommuniziert,
  • 6 eine schematische Darstellung beispielhafter funktionaler Bestandteile eines Moduls zum Durchführen und Überwachung und/oder für Schutzfunktionen,
  • 7A eine grafische Darstellung dynamischer Parameterdaten, wie etwa Vibrationsdaten, einschließlich einer Art und Weise, in der verschiedene Alarmeinstellungen implementiert und genutzt werden können,
  • 7B eine grafische Darstellung einer Technik zum Multiplizieren oder Verstärken bestimmter Alarmeinstellungen, wie etwa während des Anfahrens oder Herunterfahrens überwachter Systeme,
  • 8 eine schematische Darstellung des Zusammenspiels zwischen Programmeinstellungen und einer Reihe von Überwachungseinrichtungen und Relaismodulen, wie etwa für komplexere Votierlogikschemata in Übereinstimmung mit Aspekten der vorliegenden Technik, und
  • 9 ein Flussdiagramm zur Illustration eines beispielhaften Prozesses zum Programmieren oder erneuten Programmieren von Konfigurationseinstellungen innerhalb eines Moduls in Übereinstimmung mit Aspekten der vorliegenden Technik.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG SPEZIELLER AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • In Bezug auf die Zeichnungen zeigt 1 eine schematische Übersicht eines Überwachungs- und Schutzsystems 10, das auf ein beispielhaftes Maschinensystem 12 angewandt ist. Das Überwachungs- und Schutzsystem 10 ist besonders gut geeignet zum Ermitteln, Überwachen und Steuern eines großen Bereichs dynamischer Betriebsparameter von Maschinensystemen. Insbesondere ist das System gut geeignet für verschiedene Arten einer Rotationseinrichtung, obwohl andere Anwendung für bestimmte Aspekte der vorliegenden Technik in Betracht gezogen werden können. Der Begriff "dynamischer Betriebszustand" bzw. die Bezugnahme auf dynamische Zustände im Allgemeinen bezieht sich vorliegend auf physikalische Zustände oder Parameter eines Maschinensystems im Gegensatz zu beispielsweise elektrischen Zuständen. Die dynamischen Zustände können solche Ei genschaften enthalten, wie etwa Vibration, Rotation, Drehzahl bzw. Geschwindigkeit, Temperatur, Druck und dergleichen.
  • Das Überwachungs- und Schutzsystem 10 ist dazu ausgelegt, eine selektive Überwachung von dynamischen Betriebszuständen und Parametern an verschiedenen Punkten entlang eines Maschinensystems durchzuführen. Allgemein entsprechen diese Punkte Orten, an denen derartige Parameter erfasst oder getrennt werden können unabhängig oder durchaus distal voneinander. In der in 1 gezeigten Implementierung stellt das mechanische System 12 allgemein ein Stromerzeugungssystem dar, in dem ein großer Bereich dynamischer Betriebszustände auf kontinuierlicher Basis für Informations-, Schutz- und Steuerzwecke überwacht wird. Das Überwachungs- und Schutzsystem 10 umfasst eine Reihe von Sensoren, Detektoren oder Wandler 14, die in der Nähe oder an verschiedenen Punkten des Maschinensystems angebracht sind, um die gewünschten dynamischen Betriebszustände zu ermitteln. Kommunikationsleitungen 16 erstrecken sich von den verschiedenen Sensoren und Wandlern zu Überwachungsbaugruppen 18.
  • Die Überwachungsbaugruppen können in der Nähe zu oder benachbart zu oder relativ nahe an den verschiedenen überwachten Orten oder Punkten angeordnet werden und müssen nicht so gruppiert werden, wie bei bestimmten, bislang bekannten Systemen. Bestimmte der Überwachungsbaugruppen, die nachfolgend näher erläutert sind, können über Hosts 20 verknüpft sein. Die Hosts oder die Überwachungsbaugruppen direkt können mit zentralen oder entfernten Überwachungsstationen 22 und 24 verknüpft sein, die beide innerhalb einer Anlage oder Installation oder entfernt von der Anlage oder Installation vorliegen können. Typischerweise werden die Überwachungsbaugruppen 18 nahe benachbart zu speziellen Punkten oder Orten ange bracht, die überwacht werden, während Hosts, soweit vorhanden, in der Nähe von Gruppen von Überwachungseinrichtungen oder benachbart zu einer Überwachungsbaugruppe positioniert werden. Die zentrale oder entfernte Überwachungsstation ist typischerweise an einem gewünschten Anlagenort vorgesehen, wie etwa einem Steuerungsraum zum Programmieren, Überwachen und Schützen sowie für Kontrollfunktionen.
  • In dem in 1 gezeigten beispielhaften mechanischen System 12 verknüpft die Rotationswelle 26 eine Reihe funktionaler Abschnitte des Systems, einschließlich einem Hochdruckturbinenabschnitt 28, einem Niederdruckturbinenabschnitt 30, einem Generator 32 und einem Erreger 34. Dem Fachmann auf diesem Gebiet der Technik erschließt sich, dass Wellen und verschiedene Komponenten des Systems durch eine Reihe von Lagern 36 getragen sind. Weitere Komponenten können selbstverständlich in dem System enthalten sein, obwohl die Darstellung von 1 zu Erläuterungszwecken absichtlich vereinfacht ist.
  • In der gesamten nachfolgenden Diskussion sollte berücksichtigt werden, dass das mechanische Turbinensystem von 1 einfach ein Beispiel einer Anwendung darstellt. Die vorliegende Technik kann auf einem weiten Feld industrieller Anordnungen zur Anwendung gelangen, einschließlich Materialhandhabungsanwendungen, Produktionsanlagen, Montagestationen und -strecken, um nur einige zu nennen. Die verschiedenen Komponenten des mechanischen Systems müssen nicht durch eine einzige Welle verknüpft sein. Vielmehr können sie verteilt vorliegen und ausschließlich funktional in der gesamten Systemkonstruktion verknüpft sein. Im Fall eines Turbinensystems können die verschiedenen Sensoren, Wandler, Überwachungseinrichtungen und andere Komponenten des Systems jedoch einen Teil eines Turbinenüberwachungsinstrumentationssystems bilden.
  • Die verschiedenen Sensoren und Wandler 14 des Überwachungs- und Schutzsystems 10 können einen weiteren Bereich von Signalen auf Grundlage der ermittelten dynamischen Betriebszustände erzeugen. Jedes dieser Elemente erzeugt ein oder mehrere Signale, die zur Überwachung innerhalb jeder Überwachungsbaugruppen 18 über die Kommunikationsleitungen 16 angewendet werden können. Die verschiedenen Wandler können aktiv oder passiv sein und sie können Strom für den Betrieb über die Kommunikationsleitungen empfangen. Beispielsweise können die Sensoren und Wandler des instrumentierten Turbinensystems von 1 dynamische Betriebszustände ermitteln, wie etwa eine Ventilstellung, eine Gehäuseexpansion, wie schematisch in der oberen linken Hälfte in 1 gezeigt, Exzentrizität, Lagerabsolutgehäusevibration, sowohl in X- wie in Y-Richtungen, differenzielle Ausdehnung, Drehzahl, Drehphase und dergleichen. Dem Fachmann auf diesem Gebiet der Technik erschließt sich, dass verschiedene Sensoren und Wandler für diese Zwecke zum Einsatz kommen können, einschließlich linearer variabler Differenzialtransformatoren, kontaktfreie Abtaster, Rotationspotentiometer, Beschleunigungsmessgeräte und dergleichen. In der vorliegenden Ausführungsform umfasst die spezielle Konfiguration von Überwachungseinrichtungen innerhalb der Überwachungsbaugruppen eine speziell angepasste Vibrationsüberwachungseinrichtung, die dazu ausgelegt ist, mit einem Tachometer und mit einem Beschleunigungsmessgerät verbunden zu werden. Derartige Beschleunigungsmessgeräte können beispielsweise Signale ermitteln, die für Wellen-, Gehäuse- oder Gestellvibrationen zuständig sind, abhängig von der Anwendung.
  • Die Überwachungsbaugruppen 18 dienen allgemein dazu, die Signale zu empfangen, zu verarbeiten, mitzuteilen und auf diese einzuwirken, die durch die Sensoren und Wandler zugeführt werden. Beispielsweise können spezielle Überwachungseinrichtungen innerhalb der Baugruppen Eingangssignale bearbeiten, um Vibrationsdaten zu erzeugen, die dazu genutzt werden, das Leistungsvermögen oder Betriebzustände des mechanischen Systems zu analysieren. Falls gewünscht und wie nachfolgend näher erläutert, kann eine spezielle Verarbeitung dieser Art über die Überwachungseinrichtungen von jeder oder einer bestimmten der Überwachungsbaugruppen implementiert werden und ein Schutz der Anlage bzw. Einrichtung kann in Art einer geschlossenen Schleife bereitgestellt werden, um die Komponenten oder eine einzige Komponente des Systems mit Energie zu versorgen oder hiervon zu trennen. Wie sich dem Fachmann auf diesem Gebiet der Technik erschließt, können bestimmte der überwachten dynamischen Betriebszustände insbesondere hinweisen auf unnormale und unerwünschte Zustände, wie etwa Verschleiß, eine bevorstehende Störung, Ungleichgewicht, übermäßige Belastung und dergleichen. Wie ebenfalls nachfolgend näher erläutert, können bestimmte der Überwachungseinrichtungen innerhalb der Überwachungsbaugruppen dazu ausgelegt sein, ein internes oder externes Relais oder einen ähnlichen Schalter mit Energie bzw. Strom zu versorgen oder hiervon zu trennen, um eine rasche Steuerung und Schutzfunktionen zu ermöglichen. Es wird bemerkt, dass der Begriff "Relais" vorliegend allgemein eine Vielzahl von Schaltvorrichtungen bezeichnet, die durch die Überwachungsmodule gesteuert werden können, wie etwa herkömmliche elektromechanische Vorrichtungen, Halbleitervorrichtung sowie andere Schaltsysteme.
  • Zusätzlich zum Verarbeiten und der Analyse innerhalb der Überwachungseinrichtungen von jeder Überwachungsbaugruppe kann jede Überwachungsbaugruppe allgemein Ausgangssignale für externe Vorrichtungen erzeugen, wie in 1 mit der Bezugsziffer 38 bezeichnet. Die Ausgangssignale können elektrische Signale enthalten, die an zugeordnete Komponenten angelegt sein können, wie etwa an Motoren, Alarmgeber, Lichtanlagen, Ventile und dergleichen. Diese Ausgangssignale werden auf Grundlage von Überwachungs- und Analysefunktionen erzeugt, die durch die Überwachungsmodule durchgeführt werden, und abhängig von der Programmierung der verschiedenen Module mit einem Eingang bzw. Eingangssignal von entfernten Vorrichtungen, wie etwa weiteren Überwachungsaufbaumodulen oder einer zentralen oder entfernten Überwachungsstation.
  • Wie nachfolgend näher erläutert, nutzen die Überwachungseinrichtungen und Überwachungsmodule der vorliegenden Technik ein offenes industrielles Datenaustauschprotokoll für den Austausch von Information sowohl zwischen Überwachungsmodulen innerhalb jeder Überwachungsbaugruppe und zwischen den Modulen unterschiedlicher Überwachungsbaugruppen, und sie können dasselbe Protokoll zum Datenaustausch mit entfernten Vorrichtungen nutzen, wie etwa Hosts und Zentralen zu entfernten Überwachungsstationen. Der Begriff "offenes industrielles Datenaustauschprotokoll" bezieht sich vorliegend allgemein auf ein gebührenfreies und urheberrechtlich nicht geschütztes Schema zum Formatieren und Übertragen eines Datenverkehrs zwischen unabhängigen Vorrichtungen. Eine Vielzahl derartiger Protokolle ist entwickelt worden und steht aktuell zur Verfügung, einschließlich Protokollen, die allgemein auf dem industriellen Gebiet als DeviceNet, ControlNet, Profibus und Modbus bezeichnet werden. Bestimmte dieser Protokolle können durch Industriezusammenschlüsse oder -träger verwaltet werden, um ihre offene Natur sicherzustellen und um die Einhaltung der Protokollstandards zu erleichtern, wie etwa die Open DeviceNet Vendors Association. Es wurde herausgefunden, dass die Verwendung eines standardgemäßen, offenen industriellen Datenaustauschprotokolls für einige oder sämtliche der Kommunikationen zwischen den Modulen, zwischen Baugruppen und zwischen entfernten Vorrichtung und den Modulen und Baugruppen die gegenseitige Austauschbarkeit und Anwendbarkeit des vorliegenden Systems in unterschiedlichen Anordnungen deutlich verbessert. Wie nachfolgend näher erläutert, erlaubt die Verwendung des offenen industriellen Datenaustauschprotokolls, dass die einzelnen Überwachungsmodule problemlos in vollständig modularer und unabhängiger Weise über Schnittstellen miteinander verbunden werden können ohne die Verwendung einer herkömmlichen Backplane-Architektur.
  • Auf Grund der Nutzung des offenen industriellen Datenaustauschprotokolls können die Überwachungsbaugruppen sowie verschiedene Module innerhalb der Baugruppen miteinander über standardgemäße Netzwerkmedien 40 verknüpft werden, die zwischen den Überwachungsbaugruppen 18 und dem Host 20 in 1 gezeigt sind. Ähnliche Medien können sowohl innerhalb jeder Überwachungsbaugruppe wie zwischen den Baugruppen verlegt sein. Während beliebige geeignete Medien zu diesem Zweck in Betracht kommen, kann ausschließlich für Datenaustauschzwecke ein Zweileiter- oder ein abgeschirmtes Verkabelungssystem verwendet werden. Wenn, wie im vorliegenden System, Daten und Strom an bestimmten Orten bereitgestellt werden können, kann ein herkömmliches Netzmedium, wie etwa ein Vierleiterkabel, für das Netzwerkmedium 40 zur Anwendung gelangen. In der vorliegenden Ausführungsform kann das Medium sowohl Strom- wie Datenleiter enthalten, die in einem flachen Isolationsmantel angeordnet sind, der zur Schnittstellenbildung der Leiter mit Vorrichtungen durch einen herkömmlichen Abschluss und durch Isolationsverschiebungsstecker versehen ist. Ein zusätzliches Netzwerkmedium 42 dient zur Verknüpfung der Überwachungsbaugruppen oder Hosts mit einer entfernt angeordneten Überwachungseinrichtung bzw. -anlage. Es wird bemerkt, dass das Medium 40 und 42, falls erwünscht, identisch sein kann.
  • Dem Fachmann auf diesem Gebiet der Technik erschließt sich, dass die Topologie, die durch die vorliegende Technik benötigt wird, spezielle Vorteile im Hinblick auf das physikalische Medium aufweist, das verwendet wird, um die verschiedenen Komponenten des Systems zu verbinden. Beispielsweise kann eine herkömmliche Sensor- oder Wandlerverdrahtung zu den verschiedenen Überwachungsbaugruppen geleitet werden, wobei eine interne Verdrahtung innerhalb der Überwachungsbaugruppen stark vereinfacht ist durch die Verwendung eines offenen industriellen Datenaustauschprotokolls und durch Schnittstellenbildung der einzelnen Module, wie nachfolgend erläutert. Auf Grund der dezentralisierten oder verteilten Natur der Überwachungsmodule und der Überwachungsbaugruppen in der Topologie können einzelne Überwachungsmodule und -baugruppen lokal an bestimmten interessierenden Punkten in dem Maschinensystem angeordnet werden, ohne dass die Notwendigkeit besteht, ein komplexes und sperriges physikalisches Medium zu einer zentralen Station oder Bank zu leiten, um eine Schnittstelle zu bilden mit einer herkömmlichen Backplane-basierten Überwachungsbaugruppe.
  • Die verschiedenen zentralisierten oder entfernten Überwachungsstationen 22 und 24 können eine beliebige geeignete Einrichtung bzw. Anlage enthalten, wie etwa Allzweckcomputer oder Computer mit spezialisierter Anwendung 44, Monitore bzw. Überwachungseinrichtungen 46, Schnittstellenvorrichtungen 48 und Ausgabevorrichtungen 50. Obwohl einfache Computersysteme in 1 schematisch gezeigt sind, erschließt sich dem Fach mann auf diesem Gebiet der Technik, dass zentralisierte oder entfernte Überwachungsstationen eine hochgradig komplexe analytische Einrichtung, Erfassungseinrichtung, Nutzerschnittstellenstationen, Kontrollräume, Kontrollzentren und dergleichen enthalten können. Während zumindest eine derartige Überwachungsstation typischerweise an oder in der Nähe der Anwendung vorgesehen sein kann, wie vorstehend angeführt, können andere Stationen vollständig getrennt bzw. entfernt von der Anwendung vorgesehen sein, wie etwa für Überwachungsanlagen, Leitungen, Produktionseinrichtungen, Offshore-Anlagen und dergleichen, ausgehend von vollständig entfernten Zugangspunkten.
  • 2 zeigt eine beispielhafte Topologie eines Überwachungs- und Schutzsystems 10 in Übereinstimmung mit Aspekten der vorliegenden Technik. In der Topologie von 2 sind modulare Überwachungseinrichtungen in Gruppen 52, 54, 56, 58 und 60 zugeordnet bzw. verbunden. Jede Gruppe kann wenigstens eine einzige Überwachungseinrichtung enthalten sowie zahlreiche zugeordnete Überwachungseinrichtungen, wie am gewünschten interessierenden Punkt des Maschinensystems erforderlich. Erneut sind die einzelnen Überwachungseinrichtungen, die in 2 allgemein mit der Bezugsziffer 62 bezeichnet sind, dazu ausgelegt, Daten untereinander in Übereinstimmung mit einem offenen industriellen Datenaustauschprotokoll zu kommunizieren, und sie sind einzeln angebracht und schnittstellenmäßig verbunden ohne die Verwendung einer herkömmlichen Kommunikations-Backplane. Die Überwachungsmodulgruppen können außerdem ein oder mehrere Gateways enthalten, die so konfiguriert sind, Signale von den Überwachungsmodulen zu empfangen und zu überwachen und zu entsprechenden Signalen zu überführen, und zwar in Übereinstimmung mit demselben oder einem anderen Datenaustauschprotokoll, und zwar zu entfernten Vor richtungen. Beispielsweise können Gateways 64 einen Datenaustausch in Übereinstimmung mit unterschiedlichen offenen industriellen Datenaustauschprotokollen erfordern, was die Verwendung von mehreren derartigen Protokollen innerhalb des Systems ermöglicht, wie etwa zwei oder mehr der vorstehend genannten Protokolle. Weitere Gateways können für eine problemlose Schnittstellenverbindung externer Vorrichtungen vorgesehen sein, einschließlich programmierbarer logischer Controller oder digitaler Steuersysteme 66.
  • In der Gesamttopologie können sich bestimmte der Überwachungsvorrichtungen oder -module in direkter Kommunikation mit einer entfernten oder zentralen Überwachungs- und Steuerstation befinden, wie etwa einer PLC oder DCS 66, wie in 2 durch Datenleitungen 68 gezeigt. Andere Kommunikationen können für derartige Vorrichtungen bereitgestellt werden, wie durch Datenleitungen 70 gezeigt, wie etwa durch Zweigleitungen 72, die mit geeigneten Gateways innerhalb der Überwachungsgruppen verbunden sind. In ähnlicher Weise können Gateways 64 eine Kommunikation in Übereinstimmung mit weiteren beispielhaften Protokollen bereitstellen, wie etwa Ethernet- oder Internet-Protokollen. Geeignete Kommunikationsleitungen 74 sind in diesen Fällen vorgesehen und können eine Schnittstellenverbindung eingehen mit der PLC oder DCS 66 und mit einem oder mehreren Hosts 20. Im Fall der Ethernet- oder Internet-Protokolle können entfernte Leitungen für einen Datenaustausch mit Vorrichtungen vorgesehen sein sowohl innerhalb einer Anlage wie deutlich entfernt von der Anlage, wie etwa über das Internet.
  • Wie vorstehend angesprochen, erleichtert zusätzlich zur Erleichterung der echten modularen Natur des vorliegenden Systems ohne Bezugnahme auf eine herkömmliche Backplane-Archi tektur die Verwendung eines offenen industriellen Datenaustauschprotokolls den Datenaustausch zwischen Überwachungsgruppen oder -baugruppen. Der Nutzen derartiger Topologien ergibt sich problemlos für den Fachmann auf diesem Gebiet der Technik. Beispielsweise kann das Entfallen einer herkömmlichen Backplane in effektiver Weise die Kosten und die Größe des gesamten Systems reduzieren. Insbesondere dann, wenn wenige Überwachungsmodule an bestimmten interessierenden Orten angeordnet werden. Die gesamte Systemtopologie ist darüber hinaus inhärent erweiterbar und einschränkbar, um einer entsprechenden Anwendung zu entsprechen, wobei ein oder mehrere Überwachungsmodule problemlos dem System an bezeichneten interessierenden Orten längs des Maschinensystems hinzugefügt werden können. Wie vorstehend angesprochen, reduziert die Nutzung eines Netzwerkmediums zum Kommunizieren von Signalen zwischen ungleichen und getrennten Überwachungsgruppen anstelle einer zentralen Rack-Überwachungsstation deutlich die Kosten und Komplexität der Verbindungen in dem gesamten System und speziell die Verdrahtung zwischen den verschiedenen Sensoren und einem herkömmlichen zentralen Rack.
  • Wie vorstehend angesprochen, können in speziellen Implementierungen die Überwachungsmodule gewünschte Mess- und Verarbeitungsfunktionen durchführen und außerdem dazu dienen, Komponenten des Maschinensystems mit Energie bzw. Strom zu versorgen oder von der Energie- bzw. Stromversorgung zu trennen. 3 zeigt schematisch mehrere Überwachungsmodule innerhalb einer Überwachungsgruppe oder einer Überwachungsbaugruppe 18 des in 1 gezeigten Typs. In dem dargestellten Beispiel enthält die Überwachungsbaugruppe 18 eine Reihe von Überwachungsmodulen 76, 78 und 80. Jedes der Module in der dargestellten Ausführungsform empfängt Eingangssignale an einer Leitung 16 und enthält einen entsprechenden Signalverarbei tungsabschnitt 82 und einen Relaisabschnitt 84. Der Verarbeitungsabschnitt 82 enthält einen Schaltkreis zum Empfangen von, Verarbeiten von und Einwirken auf Signale(n), die von den verschiedenen Sensoren und Wandlern empfangen werden. In der vorliegenden Implementierung enthält die Verarbeitung beispielsweise die Analyse empfangener Signale zur Ermittlung von Vibrationsdaten, wie etwa über eine Fast-Fourier-Transformation. Wie nachfolgend näher erläutert, kann jede Überwachungseinrichtung spezialisierte Prozessoren enthalten, die für diese Funktionen ausgelegt sind, sowie einen Speicherschaltkreis zum Speichern von Konfigurationsparametern in Verarbeitungsroutinen.
  • Basierend auf einer derartigen Verarbeitung können Ausgangssignale erzeugt und am Ausgang 88 in der vorstehend erläuterten Weise bereitgestellt werden, wie etwa zum Steuern externer Relais, Alarmgabevorrichtungen, Lichter, LEDs und anderer Geräte. Zumindest bestimmte der Überwachungseinrichtungen in einer aktuellen Ausführungsform können außerdem ein integriertes Relais 84 umfassen, das Ausgangssignale in ähnlicher Weise erzeugt, wie etwa zum Komplettieren oder Unterbrechen eines stromführenden Pfads durch eine Last, wie etwa eine Motorsteuervorrichtung, einen Anlasser bzw. Starter, ein Ventil, ein Anzeigelicht, eine Alarmgabevorrichtung und dergleichen. Es ist festgestellt worden, dass die Integration eines Relais direkt in Überwachungsmodule deutlich näher an den tatsächlich überwachten interessierenden Punkten erfolgen kann und extrem kurze Ansprechzeiten ermöglicht. Insbesondere wurde herausgefunden, dass die Konformität mit Industriestandards für Schutzvorrichtungen, wie etwa der Standard 670 des American Petroleum Institute (API), durch die Konstruktion des vorliegenden Überwachungssystems und dessen Topologie problemlos erfüllt werden kann.
  • Um die Notwendigkeit für eine herkömmliche Backplane zu vermeiden, sind die Überwachungseinrichtungen und Überwachungsmodule gemäß der vorliegenden Erfindung, wie vorstehend angesprochen, dazu ausgelegt, Daten in Übereinstimmung mit einem offenen industriellen Datenaustauschprotokoll auszutauschen. Dieses Protokoll wird tatsächlich als den "Backbone" des Systems bereitstellend bezeichnet im Gegensatz zu der Kommunikations-Backplane herkömmlicher Systeme. Datenverknüpfungen, die allgemein in 3 durch die Bezugsziffer 90 bezeichnet sind, sind demnach zwischen den Überwachungsmodulen vorgesehen. Verschiedene physikalische Konfigurationen für Verknüpfungen können in Betracht gezogen werden. Eine herkömmliche Verdrahtung kann vorgesehen sein, wie etwa durch abgeschlossene bzw. mit Anschlüssen versehene Drähte oder Isolationsverschiebungsstecker. In einer vorliegenden Ausführungsform sind die Datenverknüpfungen jedoch zwischen den Modulen unter Verwendung von Verbindungsanschlussbasen bereitgestellt, wie nachfolgend näher erläutert. Jedes einzelne Modul ist für einen Datenaustausch in Übereinstimmung mit dem angewendeten Protokoll ausgelegt. Die Überwachungsbaugruppe 18 kann außerdem eine Stromversorgung 92 umfassen, typischerweise unter Bereitstellung einer konstanten Gleichspannung, typischerweise in der Größenordnung von 24 Volt. Alternativ kann das die Netzwerkverknüpfungen zu den einzelnen Überwachungsbaugruppen bereitstellende Medium die Stromversorgung ebenfalls bereitstellen, wie etwa durch ein Strom- und Datenkabel. Stromversorgungsleitungen 94 werden zu den einzelnen Überwachungsmodulen geleitet, wie etwa durch die über Schnittstellenverbindungenanschlussbasen.
  • Um ein Leiten der Signale zu externen Vorrichtungen zu ermöglichen, kann einer oder können mehrere Kommunikationsschalt kreise 96 innerhalb des Überwachungsaufbaus vorgesehen sein. In den vorstehend angeführten Anordnungen kann beispielsweise der Kommunikationsschaltkreis 96, der in einem Gateway enthalten ist, genutzt werden, um Daten zu entfernten Orten über dasselbe offene industrielle Datenaustauschprotokoll kommunizieren, das zwischen den Modulen genutzt wird, oder über ein anderes Protokoll. Es wird bemerkt, dass eine große Vielfalt anderer Vorrichtungen in dem Aufbau vorgesehen sein kann. Die Überwachungseinrichtungen selbst können an bestimmte Funktionen speziell angepasst sein, einschließlich der Vibrationsüberwachung, der Drehzahl- bzw. Geschwindigkeitsüberwachung, der Temperaturüberwachung, der Drucküberwachung und dergleichen. Weitere Vorrichtungen können Relaismodule enthalten, aufweisend einen oder mehrere einzelne Relaisschaltkreise, die durch die Überwachungseinrichtungen gesteuert sind, und Sondentreiber, wie etwa diejenigen, die in 3 mit der Bezugsziffer 100 bezeichnet sind. Derartige Sondentreiber stellen typischerweise Strom für Sonden oder Sensoren 102 bereit, die mit den einzelnen Überwachungseinrichtungen verknüpft sind.
  • Wie vorstehend angeführt, erleichtert die vorliegende Überwachungssystemkonstruktion und -topologie die freie Zuordnung unabhängiger und modularer Überwachungseinrichtungen in interessierenden Punkten im Bereich eines Maschinensystems zur Überwachung und Steuerung dynamischer Betriebszustände. 4 zeigt eine typische Installation für eine derartige Gruppe oder einen derartigen Aufbau von Vorrichtungen an einem Maschinenort. In einer aktuellen Ausführungsform sind die verschiedenen Überwachungseinrichtungen und zugeordneten Vorrichtungen dazu ausgelegt, in einer Umschließung angebracht zu werden, wie etwa einer herkömmlichen NEMA-Umschließung. Eine Tafel 106 dient zum mechanischen Haltern der verschiede nen Vorrichtungen, wie etwa unter Verwendung von DIN-Schienen 108.
  • In der in 4 gezeigten Ausführungsform umfassen die Bestandteile des Aufbaus 18 ein Überwachungsmodul 110, wie etwa eine Vibrationsüberwachungseinrichtung, oder eine Anschlussbasis oder mehrere -basen dieser Art 112, ein Gateway 114, ein Signalkonditionierungsmodul 116 und ein Relaismodul 118. Die Stromversorgung 92 ist mit dem Relaismodul und dem Überwachungsmodul sowie dem Gateway über geeignete Stromleiter verbunden. Jedes Modul konditioniert und regelt in geeigneter Weise Strom, der von der Stromversorgung empfangen wird. Die Anschlussbasis 112, die mehrere Anschlussbasen enthalten kann, wie etwa einzelne Basen für das Überwachungsmodul und das Relaismodul, dienen zum Empfangen abgeschlossener Leiter zum Leiten von Signale zu den Modulen und ausgehend von diesen, wie etwa zu und von Sensoren, Wandlern und gesteuerten Vorrichtungen, wie etwa Relais, Lichtern, Alarmen bzw. Alarmgaben und dergleichen. Die Baugruppe an jedem interessierenden Punkt in dem Maschinensystem kann deshalb erweitert und reduziert werden durch Hinzufügen einer weiteren Überwachung, von einem Relais oder anderen Modulen sowohl längs einer einzigen Leitung bzw. einer Gruppe, die über Anschlussbasen verbunden sind, oder durch nachfolgende Gruppen, die mit den Modulen an den Orten über ein herkömmliches Netzwerkmedium verbunden sind. Das Gateway und der Signalkonditionierungsschaltkreis dienen zum Verbinden der verschiedenen Module einer Baugruppe oder Gruppe mit anderen Modulen einer anderen Baugruppe oder Gruppen oder direkt mit einer zentralen oder entfernten Überwachungsstation oder einem Host.
  • 5 zeigt eine vereinfachte perspektivische Ansicht eines tatsächlichen Überwachungsmoduls 76 und seiner Anschlussba sis. In der Darstellung von 5 dient die Anschlussbasis 120 zum mechanischen Haltern des Moduls auf einer Tragstruktur, wie etwa einer DIN-Schiene. Anschlüsse 122 sind für mit Anschlüssen versehene Leiter vorgesehen, wie etwa Daten- und Stromleiter, die verwendet werden, Signale zu und von dem Überwachungsmodul zu übertragen. Die Anschlüsse können in Reihen 124 vorgesehen sein, um die Verwendung einer großen Anzahl von Anschlüssen 52 zu erleichtern, wobei derartige Anschlösse für jede Anschlussbasis in der vorliegenden Ausführungsform vorgesehen sind. Eine Schnittstelle 126 ist in der Anschlussbasis zur Aufnahme eines Überwachungsmoduls 110 vorgesehen. Die Schnittstelle 126 enthält Verbindungen für die verschiedenen Strom- und Signalleitungen, die für das Überwachungsmodul benötigt werden, wobei das Überwachungsmodul eine ähnliche elektrische Schnittstelle entlang seiner Unterseite aufweist. Die Überwachungsmodulschnittstelle 128 wird damit für die Vervollständigung sämtlicher erforderlicher Verbindungen einfach in die Anschlussbasis gesteckt. Zur Schnittstellenverbindung der verschiedenen Überwachungs-, Relais- und anderen Module einer Gruppe oder Baugruppe wird eine Anschlussbasisschnittstelle 130 vorgesehen. In dem in 5 gezeigten, illustrativen Beispiel ist die Schnittstelle 130 von der Seitenfläche der Anschlussbasis rückziehbar und ausfahrbar, und wenn sie ausgefahren ist, wird sie in eine formmäßig übereinstimmende Aufnahme innerhalb einer gegenüberliegenden Seite einer ähnlichen Anschlussbasis gesteckt. Die notwendigen Verbindungen für den Datenaustausch in Übereinstimmung mit dem offenen industriellen Datenaustauschprotokoll werden daraufhin zwischen den Schnittstellenmodulen über die jeweiligen Anschlussbasen bereitgestellt.
  • Wie vorstehend angeführt, enthalten die einzelnen Überwachungsmodule einen Schaltkreis, der dazu ausgelegt ist, es ihnen zu erlauben, Signale von Sensoren und Wandlern zu empfangen, um die Signale zu verarbeiten und auf die Signale einzuwirken in Übereinstimmung mit vorbestimmten Routinen. 6 zeigt eine beispielhafte Konfiguration eines funktionalen Schaltkreises innerhalb eines Überwachungsmoduls in Übereinstimmung mit der vorliegenden Technik. Wie in 6 gezeigt, enthält der Überwachungsmodulverarbeitungsschaltkreis 82 eine CPU 132, die dazu ausgelegt ist, Datenverwaltungsfunktionen auszuführen, den Datenaustausch zu koordinieren und bestimmte Verarbeitungsfunktionen zu steuern. Ein Analog/Digital-Wandler 134 empfängt Eingangssignale, wie bei der Bezugsziffer 16 gezeigt, wandelt die Eingangssignale in digitale Signale und legt dieses Signale an die CPU 132 oder DPS 140 an. In einer aktuellen Ausführungsform stellt ein 24-Bit-96-ks/sec-Wandler eine extrem hohe Auflösung für Berechnungen bereit, die innerhalb der Überwachungsmodule vorgenommen werden, obwohl andere Abtastraten eingesetzt werden können. In ähnlicher Weise empfängt ein Digital/Analog-Wandler 136 digitale Signale von der CPU 132 und stellt Ausgangssignale bereit, wie mit der Bezugsziffer 88 bezeichnet, wie etwa für Überwachungs-, Analyse- und Aufzeichnungssysteme. Ein Speicherschaltkreis 138 speichert Konfigurationsparameter und -codes sowie Routinen, die durch die CPU 132 implementiert werden. Derartige Routinen können die Analyse empfangener Signale umfassen, wie etwa die Ermittlung von Vibrationsdaten, einschließlich Vibrationsprofilen, wie nachfolgend näher erläutert. Die Routinen können außerdem einen Code zum Analysieren und Vergleichen von Daten mit voreingestellten Alarmgrenzen oder Ratgabegrenzen enthalten. Der in dem Speicherschaltkreis 138 gespeicherte Verarbeitungscode erlaubt einen Vergleich verschiedener Signale oder Signalpegel, Flaggen, Alarme und Warnsignale und ähnlicher Parameter innerhalb einer einzigen Überwachungseinrichtung oder mit Signalen, die von anderen Überwachungseinrichtungen oder einer entfernten Überwachungs- und Steueranlage empfangen werden, um eine Votierlogik für die Energiezufuhr und die Unterbrechung der Energiezufuhr von Geräten innerhalb des Systems festzulegen.
  • Es wird bemerkt, dass eine große Vielfalt von Konfigurationsparametern in jedem Überwachungsmodul gespeichert sein kann. Beispielsweise können Sensor- oder Wandlerparameter den Wandlertyp, seine Empfindlichkeit, Maßeinheiten, niedrige und hohe Fehlereinstellungen, Gleichstromvorspannungszeitkonstanten und dergleichen enthalten. In Vibrationsüberwachungsmodulen können Parametereinstellungen derartige Einstellungen enthalten, wie etwa einen Kanalnamen (für jeden der mehreren bereitgestellten Kanäle), Ausgangsdateneinheiten, Hochpassfiltereinstellungen, Vollmaßstabeinstellungen, Abtastmoduseinstellungen (beispielsweise synchron oder asynchron) und dergleichen. Gesamtmessparameter können ebenfalls eingestellt sein, wie etwa für RMS-Berechnungen, Spitzenwertberechnungen, Spitzenwert/Spitzenwertberechnungen, Gesamtzeitkonstantenberechnungen, Dämpfungsfaktorberechnungen sowie einen Bereich von Spektrum- und Zeitwellenformparametern. Die zuletzt genannten können Werte enthalten, wie etwa die maximale Frequenz, die Anzahl von Zeilen oder Füllständen in Spektrummessungen, die Periode von Wellenformen, die Anzahl von Probennahmen in Wellenformmessungen und solche vom Fenstertyp (z. B. Hanning, rechteckig, Hamming, Flat Top und Kaiser Sessel). Bandmessparameter können ebenfalls eingestellt sein, wie etwa RSS- und Spitzenwertsignalermittlungseinstellungen, Minimal- und Maximalfrequenzen in Bändern und dergleichen. In ähnlicher Weise können verschiedene Einstellungen vorgesehen sein für Geschwindigkeits- bzw. Drehzahl- oder Tachometereinstellungen, wie etwa für die Mittelwertbildung, Impulse pro Umdrehung, eine Triggerbetriebsart und dergleichen.
  • Zusätzlich zu dem vorstehend genannten Schaltkreis können bestimmte der Monitoren einen zugeordneten digitalen Signalprozessor 140 enthalten, wie in 6 gezeigt. In dieser Ausführungsform ist beispielsweise ein zugeordneter digitaler Signalprozessor vorgesehen, um bestimmte Analysefunktionen auszuführen, und Komplimente der CPU 132 in der Signalverarbeitung, die in dem Überwachungsmodul vorgesehen ist bzw. sind. In dieser Ausführungsform werden Vibrationsdaten aus Signalen gewonnen, die durch das Überwachungsmodul empfangen werden. Der Analog/Digital-Wandler 134 empfängt konditionierte Signale und legt diese Signale an den digitalen Signalprozessor 140 entweder direkt wie bei der vorliegenden Ausführungsform oder indirekt wie über die CPU an. Eine spezielle Verarbeitung kann bezüglich der Signale durchgeführt werden, wie durch Anwendung von Analyseroutinen, die eine Fast-Fourier-Transformation enthalten, um ein Vibrationsprofil zu errichten über einen Bereich von Geschwindigkeiten oder Drehzahlen bzw. Frequenzen, die von Interesse sind.
  • In der vorliegenden Ausführungsform führt die CPU 132 Funktionen durch, wie etwa die Steuerung von Kommunikationen, einschließlich der Steuerung des Datenverkehrs über einen Bus, serielle Kommunikationen, wie etwa für die Konfiguration des Überwachungsmoduls und des Speicherschaltkreises, und sie steuert die Nutzung des Speichers und verarbeitet Daten von dem digitalen Signalprozessor 140. Die CPU kann außerdem solche Funktionen steuern, wie etwa das Hochfahren und Herunterfahren von Vorrichtungen und die Steuerung eines Relaisschaltkreises oder anderer interner oder externer Vorrichtungen. Es wurde herausgefunden, dass, wo dies vorgesehen ist, der digitale Signalprozessor 140 in Verbindung mit den Verarbeitungsfähigkeiten der CPU 132 das Leistungsvermögen des Ü berwachungsmoduls deutlich erhöhen kann, und zwar sowohl im Hinblick auf Berechnungen, die durchgeführt werden können, wie die Schnelligkeit, mit der diese Berechnungen durchgeführt werden können. Wie sich dem Fachmann auf diesem Gebiet der Technik erschließt, können Zugewinne der Verarbeitungsfähigkeiten die Reaktivität des Moduls auf rasche Änderungen unter dynamischen Betriebsbedingungen deutlich verbessern.
  • Ein weiterer Schaltkreis, der innerhalb der Überwachungsmodule vorgesehen sein kann, enthält ein internes Relais 142, das in 6 schematisch gezeigt ist. Während ein derartiger Schaltkreis auch durch einen externen Schaltkreis komplementär ausgebildet sein kann, wie etwa einzelne Relaismodule, die vorstehend angesprochen sind, erlaubt die Bereitstellung eines internen Relaisschaltkreises, dass das Überwachungsmodul extrem schnelle und lokal geschlossenschleifige Schutzfunktionen durchführt. Der in dem Speicherschaltkreis 138 gespeicherte und durch die CPU 132 ausgeführte Code kann lokale Vergleiche verarbeiteter Daten enthalten, wie etwa Vibrationsdaten, Geschwindigkeitsdaten bzw. Drehzahldaten, Temperaturdaten, Druckdaten und dergleichen, um die Grenzen oder Bereiche vorab einzustellen oder durch den Nutzer zu konfigurieren. Wenn eine derartige Grenze erreicht ist, kann eine extrem schnelle Reaktion durch den integrierten Relaisschaltkreis bereitgestellt werden, dessen Zustand durch die CPU 132 rasch geändert werden kann.
  • Die CPU 132 kann außerdem einen Code implementieren, der eine Änderung des Zustands des Relaisschaltkreises hervorruft, und zwar in Reaktion auf Signale, die von entfernten Quellen empfangen werden, wie etwa von weiteren Modulen und zentralen Verarbeitungsschaltkreisen. Die Überwachungsmodule können in effektiver Weise Schutz- oder Steuerschleifen auf mehreren Niveaus implementieren. Auf einem lokalen Niveau vermag die CPU zunächst den Betriebszustand des Relaisschaltkreises auf Grund ermittelter Änderungen der Betriebsbedingungen extrem rasch zu ändern sowie durch Vergleich der gewünschten Niveaus oder Bereiche. In einer größeren, weiter entfernten Steuerschleife können Eingangssignale zumindest teilweise entfernt verarbeitet und analysiert werden, wobei Befehle für den Betrieb des Relaisschaltkreises von dem entfernten Ort übertragen werden und in einfacher Weise durch die CPU implementiert werden oder durch die CPU in Verbindung mit lokal erzeugten analytischen Daten implementiert werden.
  • Ein Kommunikationsschaltkreis, wie etwa der Steuerbereichsnetzwerkschaltkreis 144 ist bevorzugt in jedem Überwachungsmodul enthalten, um das Formatieren, Übertragen und Empfangen von Daten in Übereinstimmung mit den gewünschten Protokollen zu ermöglichen. Wie vorstehend angesprochen, kommunizieren die vorliegenden Überwachungsmodule bevorzugt mit weiteren Modulen sowie einem weiteren Schaltkreis über ein offenes industrielles Datenaustauschprotokoll.
  • Wie vorstehend angesprochen, ermöglichen eine vorliegende Implementierung der Techniken und Überwachungsmodulkonstruktionen, die vorstehend erläutert sind, eine Analyse von Vibrationsdaten. Bei derartigen Vibrationsdaten kann es sich um eine Schlüsselkomponente bei der Überwachung, Steuerung und dem Schutz des mechanischen Systems handeln. In einer aktuellen Implementierung werden Vibrationsprofile in zugeordneten Vibrationsüberwachungseinrichtungen auf Grundlage mehrerer Kanäle der Signalerfassung erzeugt, und zwar von Beschleunigungsmessgeräten und Tachometern. Der Schaltkreis in der Vibrationsüberwachungseinrichtung führt eine beliebige geeignete Analyse durch, um Vibrationsdaten zu erzeugen, die als Vibra tionsprofil dargestellt werden können. Warnsignalbereiche, Grenzen, Pegel bzw. Niveaus und dergleichen können errichtet und kombiniert werden mit den Vibrationsdaten für die Überwachungs-, Schutz- und Steuerfunktionen, und zwar sowohl in dem Überwachungsmodul wie in Verbindung mit weiteren Überwachungsmodulen und Steuervorrichtungen.
  • 7A zeigt ein beispielhaftes Vibrationsprofil sowie bestimmte Vibrationsbänder und Alarmpegel, die in dieser Weise genutzt werden können. In der grafischen Darstellung von 7A, die allgemein mit der Bezugsziffer 146 bezeichnet ist, wird die Vibrationsstärke, wie durch die Achse 148 angezeigt, mit unterschiedlichen Frequenzen längs der Achse 150 angezeigt. Die Frequenzen können in gewünschte Bänder unterteilt werden, wie mit der Bezugziffer 152 bezeichnet, sowie unter Bezug auf tatsächliche Betriebsfrequenzen der Anlage bzw. Einrichtung. Das heißt, Bänder können für Analysezwecke errichtet werden, die an jedem geeigneten Punkt über einen Bereich von interessierenden Frequenzen unterteilt werden (einschließlich überlappende oder beabstandete Bänder). Das tatsächliche Vibrationsprofil 154 erstreckt sich quer über die Bänder 152 und weist typischerweise einen Bereich von Größenordnungen auf abhängig von der Natur und Eigenschaft des Maschinensystems. Wie sich dem Fachmann auf diesem Gebiet der Technik erschließt, zeigt ein typisches Rotationsmaschinensystem bestimmte natürliche Frequenzen, die in erhöhten Höhen an Vibrationsspitzenwerten resultieren, wie in 7A mit der Bezugsziffer 156 allgemein bezeichnet.
  • Bisherige Vorrichtungen zum Analysieren einer Maschinenvibration haben typischerweise eine extrem begrenzte Fähigkeit bereitgestellt, Vibrationsdaten mit Grenzen zu vergleichen, die nicht akzeptable und unerwünschte Zustände definieren. In der vorliegenden Technik kann eine große Anzahl von Alarmgrenzen durch einen Nutzer durch konfigurierbare Parameter gewählt werden, die in dem Speicherschaltkreis 138 gespeichert sind, wie vorstehend unter Bezug auf 6 erläutert. 7A zeigt eine Anzahl derartiger Alarmgrenzen, die allgemein durch die Bezugsziffer 158 bezeichnet sind.
  • Die in 7A dargestellten Alarmgrenzen besitzen mehrere interessierende und besonders nützliche Eigenschaften. Zunächst können die Alarmpegel für unterschiedliche Frequenzbänder gewählt werden, deren Grenzen ebenfalls wählbar sind, um eine spezielle Maßschneiderung der Überwachungs- und Schutzfunktionen auf individuelle Systeme zu ermöglichen, und zwar auf Grundlage ihrer typischen oder gewünschten Frequenzreaktion. Ferner können mehrere Alarmpegel durch eine Bedienperson für jedes Frequenzband sowie für mehrere Frequenzbänder gewählt werden. Die Alarmpegel können damit so konfiguriert sein, dass sie Bereiche festlegen, wie etwa Minimal- und Maximalvibrationspegel. Die Konfigurationen erlauben außerdem, dass die Alarmpegel in unterschiedlicher Weise genutzt werden. Beispielsweise kann das Erzielen bestimmter Alarmpegel dazu führen, dass lediglich darüber berichtet wird, während das Erzielen noch höherer Alarmpegel darin resultieren kann, ein Alarmschallereignis oder eine Alarmanzeige zu erzeugen oder in einer Energiezufuhr oder Unterbrechung derselben zu einem Relaisschaltkreis, um einen Teil der Maschine zu starten. Eine rasche Analyse von Vibrationsdaten in dieser Weise kann beispielsweise dazu genutzt werden, Elektromotoren, Schaltventile, Beleuchtungslichter, akustische Schallalarme und dergleichen zu starten und zu stoppen.
  • 7B zeigt ein zusätzliches Merkmal der Alarme bzw. Alarmgaben und ihrer Nutzung in der vorliegenden Technik. Insbe sondere können Multiplizierer für einen oder sämtliche dieser Alarme genutzt werden, um Fehlalarme für eine weitere fehlerhafte Rückkopplung während Betriebsperioden zu vermeiden, wie etwa beim Anfahren und Herunterfahren. In der Darstellung von 7B variiert beispielsweise längs der Zeitachse 151 eine Vibrationsspur bzw. -bahn, die allgemein durch die Bahn 154 dargestellt ist, mit der Vibrationsstärke, wie auf der Achse 149 angezeigt. Die tatsächliche Betriebsgeschwindigkeit des Systems ist ebenfalls längs der vertikalen Achse 153 dargestellt. Zusätzlich zu der Vibrationsbahn 154 ist eine Betriebsgeschwindigkeitsbahn 155 dargestellt. Innerhalb der in 7B gezeigten Zeitachse wird deshalb das Maschinensystem bzw. ein Rotationsteil des Maschinensystems, das überwacht wird, auf Geschwindigkeit gebracht. Wie sich dem Fachmann auf diesem Gebiet der Technik erschließt, zeigen Maschinensysteme typischerweise eine oder mehrere Betriebsgeschwindigkeiten, bei denen Vibrationspegel signifikant erhöht sind. In der Darstellung von 7B entwickelt sich demnach ein großer Spitzenwert, wenn das Maschinensystem auf Geschwindigkeit gebracht wird (oder umgekehrt, wenn es heruntergefahren wird).
  • Wie vorstehend angesprochen, kann eine Anzahl von Pegeln in der Vibrationsüberwachungsimplementierung der vorliegenden Technik konfiguriert werden. Zwei derartige Alarmpegel 157 sind in 7B dargestellt. Der Alarmmultiplizierer gemäß der vorliegenden Technik erlaubt es, dass diese Pegel erhöht werden während bestimmter Betriebsperioden, typischerweise während dem Hochfahren und dem Herunterfahren, um Fehlalarme zu vermeiden. In der grafischen Darstellung von 7B wird während einer Periode von t1 bis t2, die einen Geschwindigkeitsbereich von RPM1 bis RPM2 überspannt, der Multiplizierer implementiert, um die Alarmpegel auf die Pegel 159 zu erhöhen. Der Spitzenwert, der innerhalb dieses Bereichs auftritt, löst dadurch keinen Alarm aus. Diese Multiplizierer können implementiert werden, um Fehlalarme zu vermeiden, und zwar entweder auf Geschwindigkeitsbasis oder auf Zeitbasis, wobei stationäre Alarmpegel, die in den Überwachungseinrichtungen konfiguriert sind, folgend entweder der voreingestellten Zeit oder wenn das System über die Geschwindigkeit ansteigt. Andere Schemata einer Multipliziererimplementierung können selbstverständlich in Betracht gezogen werden. Die Verwendung von Multiplizierern erlaubt es deshalb, das vorliegende System mit Industriestandardspezifikationen in Übereinstimmung zu bringen, wie etwa API 670, Paragraf 5.4.2.5 und Anhang I.
  • Wie bereits angesprochen, kann die Anzahl von Alarmen bzw. Alarmgaben und Warnungen bzw. Warngaben in der vorliegenden Implementierung einer Vibrationsüberwachungseinrichtung konfiguriert werden, die Aspekte der vorliegenden Technik enthält. Beispielsweise stehen in einer aktuellen Implementierung zwei Kanäle in dem Vibrationsüberwachungsmodul bereit, wobei acht Alarmeinstellungen pro Kanal zur Verfügung stehen. Die Nummer und eine Namenbezeichnung jedes Alarms bzw. jeder Alarmgabe kann eingestellt werden zusammen mit Parametern zum Freigeben oder Sperren jedes Alarms bzw. jeder Alarmgabe. Bedingungen für eine Reaktion auf Alarmeinstellungen können enthalten "größer als", "kleiner als", "Innenbereich", "Außenbereich" und verschiedene Schwelleneinstellungen für bestimmte dieser Einstellungen. Hystereseeinstellungen können außerdem vorgesehen sein, um Fehlalarme zu vermeiden oder um das Löschen eines Alarms zu verhindern. In ähnlicher Weise können Schwellenwertmultiplizierer und Hochfahrperioden gewählt werden, um Fehlalarme während Perioden des Hochfahrens oder des Übergangs der Maschine durch bestimmte Resonanzfrequenzen zu unterbinden.
  • Wie vorstehend angesprochen, kann der Code, der innerhalb jedes Überwachungsmoduls gespeichert und ausgeführt wird, kombiniert werden mit denjenigen anderer Module oder einer entfernten Steueranlage, um eine Votierlogikstruktur zu erzeugen, die extrem flexibel und konfigurierbar ist. 8 zeigt allgemein eine beispielhafte Topologie bzw. Hierarchie, die errichtet werden kann mittels dieser Modularität und Konfigurierbarkeit. Das Logikschema, das allgemein mit der Bezugsziffer 160 bezeichnet ist, kann dadurch unter Vorrichtungen verteilt werden, wie etwa Überwachungseinrichtungen 162 und integrierten oder physikalisch getrennten Relaisschaltkreisen 164. Die Überwachungseinrichtungen, Relaisschaltkreise sowie weitere Vorrichtungen, die zu einer derartigen Votierlogik beitragen, können durch ein Netzwerkmedium 40 oder 42 in Verbindung gebracht sein, wie vorstehend erläutert. Der Konfigurationscode innerhalb jedes Überwachungsmoduls kann daraufhin implementiert werden, einschließlich einer Programmierbarkeit durch einen Nutzer, um analysierte Daten zu berücksichtigen, die durch ein einzelnes Modul erzeugt werden, sowie Daten oder Signale von anderen Modulen.
  • In einer aktuellen Implementierung können bestimmte Zustände innerhalb jedes Moduls programmiert werden, wie allgemein mit der Bezugsziffer 166 bezeichnet. Diese Zustände können beispielsweise enthalten aktuelle Parameterpegel oder -werte, Zustände, wie etwa diejenigen, ob eine Alarm- oder Warngrenze überschritten worden ist, insbesondere den Zustand einer Vorrichtung, eines Sensors, eines Wandlers oder einer anderen Eingabe und dergleichen. Diese Zustände alleine können hinreichen, um die Zustandsänderung eines integrierten oder externen Relaisschaltkreises zu befehlen. Die Zustände können jedoch auch mit weiteren Zuständen kombiniert werden, die durch andere Module überwacht werden, um eine kombinatorische Logik und eine Votierlogikstruktur zu definieren, die entweder innerhalb der einzelnen Module gespeichert sind, oder, wie in 8 gezeigt, innerhalb der Relaisschaltkreise. In dem Beispiel von 8 kann die Relaislogik 168 Signale von zwei oder mehr Überwachungsmodulen kombinieren, um ein spezielles Signal von mehr als einem Überwachungsmodul anzufordern, von einem Überwachungsmodul, jedoch nicht von einem weiteren Überwachungsmodul oder mehreren Arten von Signalen, wie etwa Stoßwarnungen, bevor eine Zustandsänderung bewirkt wird. Üblicherweise kann eine derartige kombinatorische Logik auf Boolschen Logikbedingungen basieren, die entweder in den Überwachungsmodulen programmiert sind oder in den Relaisschaltkreisen. Auf Grund des hohen Grads an Modularität des vorliegenden Systems und seiner Topologie auf Grundlage des offenen industriellen Datenaustauschprotokolls kann eine derartige Votierlogik problemlos implementiert werden und ist konfigurierbar sowohl dann, wenn ein System anfänglich installiert wird, wie auch dann, wenn ein System geändert (das heißt erweitert oder verkleinert) wird.
  • In einem speziellen Beispiel kann in der vorliegenden Implementierung jedes Überwachungsmodul, das dazu ausgelegt ist, eine Relaissteuerung zu erlauben, verschiedene Konfigurationsparameter zum Identifizieren und Steuern der Vorrichtung speichern. Diese Parameter können enthalten einen Namen und die Nummer des Relais, eine Freigabe- und Sperrselektion und eine Verriegelungseinstellung (d. h., ob das Relais in dem Alarmzustand bleibt, wenn das den Alarm auslösende Signal beendet ist). Weitere Einstellungen können "Failsafe"-Betriebseinstellungen und Aktivierungsverzögerungseinstellungen enthalten. Votierlogikeinstellungen in jedem Überwachungsmodul können auf einer Logik Boolscher Art basieren, wie etwa "Alarm A oder Alarm B", "Alarm A und Alarm B" oder "ausschließlich Alarm A". Auf Grundlage dieser Bedingungen sind mehrere Aktivierungsselektionen möglich, um die Zustände zu definieren, die das Relais veranlassen, zu aktivieren, wie etwa "normal", "Warnung", "Gefahr", "Entschärfen", "Wandlerstörung", "Modulstörung" und "Tachometerstörung".
  • Wie vorstehend erläutert, kann der Konfigurationscode, enthaltend Betriebsparameter, Nutzerkonfigurierte Parameter und Werte, Alarmgrenzen, Warnungsgrenzen und dergleichen, in jedem Überwachungsmodul gespeichert werden, und zwar für Verarbeitungs-, Überwachungs-, Schutz- und Steuerfunktionen. In der vorliegenden Ausführungsform kann dieser Code in anderen Vorrichtungen gespeichert werden und eine erneute Konfiguration einer individuellen Überwachungseinrichtung in dem Fall ermöglichen, dass die Überwachungsmodule beschädigt sind, repariert oder ausgetauscht werden. Eine aktuelle Technik erlaubt eine automatische Ersetzung einer Vorrichtung sowie eine erneute Konfiguration durch Speichern der vorab gewählten Parameter für individuelle Module in einem Mastermodul, wobei das individuelle Modul die Rolle eines Slawe übernimmt. Es wird bemerkt, dass im vorliegenden Zusammenhang die Bezeichnung "Master" und "Slawe" nicht notwendigerweise die Steuerfunktionen durch eine Steuerhierarchie wiedergeben, die zwischen den einzelnen Komponenten errichtet ist. Vielmehr zeigt für Rekonfigurationszwecke die Bezeichnung lediglich an, dass der Master die Konfigurationsparameter speichert und die Konfigurationsparameter in einem Slawe, falls notwendig, wieder herstellen kann.
  • 9 zeigt allgemein bestimmte Logikschritte zur Implementierung eines derartigen Austausches und einer derartigen neuen Konfiguration einer Vorrichtung in automatischer Weise. Die Logik, die allgemein mit der Bezugsziffer 170 bezeichnet ist, beginnt, nachdem individuelle bzw. einzelne Überwachungsmodule in den Dienst versetzt worden sind. Die Überwachungsmodule kommunizieren untereinander in Übereinstimmung mit dem offenen industriellen Datenaustauschprotokoll, wie vorstehend erläutert. Eines der Module oder ein weiteres Modul kann als Master in einer Gruppe bezeichnet werden, während weitere Vorrichtungen als Slaves bezeichnet werden. In einer aktuellen Ausführungsform, in der ein Gateway in einer Überwachungsgruppe vorliegt, wird das Gateway typischerweise als Master verwendet, wobei die Überwachungsmodule selbst die Rollen von Slaves in dem Konfigurationsschema übernehmen. Bestimmte Überwachungsmodule können, wenn kein derartiges Gateway vorliegt, oder falls erwünscht, die Rolle des Masters in diesem Prozess übernehmen.
  • In der Zusammenfassung von 9 beginnt die Logik 170 im Schritt 172, bei dem eine Konfigurationsdatei in einen Master geladen wird, oder im Schritt 174, bei dem der Master die Konfigurationsdatei von einem Slave empfängt. In jedem Fall können die Konfigurationsparameter vorab gewählte Parameterwerte enthalten sowie nutzerkonfigurierbare Werte. Derartige nutzerkonfigurierbare Werte variieren stark, abhängig von der Natur des Überwachungsmoduls und den Funktionen, die es in dem System ausführt. Sobald die Konfigurationsdatei zu dem Master übertragen worden ist, wird diese im Speicherschaltkreis des Masters gespeichert, wie durch die Bezugsziffer 176 bezeichnet.
  • In den vorliegenden Ausführungsformen können die Konfigurationsparameter der Dateien spezielle Parameter enthalten, die erforderlich sind für die Verarbeitungs-, Schutz-, Steuer- und Berichtsfunktionen, die durch das Überwachungsmodul ausgeführt werden. Beispielsweise können die Konfigurationspara meter Wandlereinstellungen, Prozessoreinstellungen, Alarme, Vergleichsgrenzen, Bereiche und dergleichen enthalten. Die gesamte Datei, die in 9 allgemein mit der Bezugsziffer 178 bezeichnet ist, wird daraufhin in dem Slave und dem Master redundant gespeichert.
  • Sobald es konfiguriert ist, wird das System in normaler Weise arbeiten gelassen. Während dieses Betriebs wählt der Master periodisch den Slave an oder ermittelt durch ein bestimmtes anderes Mittel, dass der Slave sich im Betrieb befindet und reaktionsfähig ist. Zahlreiche Techniken existieren auf diesem Gebiet der Technik für eine derartige Überwachung des Betriebszustands. Sobald ein Slave als nicht reaktionsfähig bzw. reaktiv ermittelt wird, wie im Entscheidungsblock 180 von 9 angezeigt, wird seine Adresse durch den Master ermittelt, wie durch die Bezugsziffer 182 angezeigt. Innerhalb der gesamten Systemarchitektur können verschiedene Slaves und Masters unabhängig und spezifisch in Übereinstimmung mit dem offenen industriellen Datenaustauschprotokoll adressiert werden. Die im Schritt 182 ermittelte Adresse erlaubt es, dass der Master mit der Vorrichtung korreliert, die nicht mehr reaktiv ist, und zwar mit einer spezifischen Konfigurationsdatei, die in seinem Speicher gespeichert ist. In dem Fall, dass das spezifische Überwachungsmodul bzw. der Slave ersetzt wird, empfängt der Slave eine neue Adresse, die beispielsweise durch den Master zugeordnet wird, und es kann sich um eine spezifische Adresse in einer Sequenz verfügbarer Adressen handeln. Wenn ein neues oder ein Ersatzmodul online bereitgestellt wird, ermittelt der Master, ob das neue Modul ein neuer Slave ist, wie durch die Bezugsziffer 184 angezeigt, und zwar auf Grundlage der durch den Slave berichteten Adresse.
  • Im Fall eines Austauschs, einer Neueinstellung, einer neuen Strom- bzw. Energieversorgung oder eines anderen Falls, der einen Konfigurationsdatenverlust in einem Slave zur Folge hat, kann der Master die Konfigurationsdatei ersetzen, sobald der neue Slave im Schritt 184 von 9 ermittelt worden ist. In der vorliegenden Ausführungsform wird der Ersatz bzw. Austausch durchgeführt durch Zuordnen einer neuen oder einer Ersatzadresse zu dem Slave anstelle einer vorgegebenen Adresse, wie im Schritt 186 angezeigt, und durch Laden der Konfigurationsdatei, die in dem Master gespeichert ist, in die Ersatzadresse, wie im Schritt 188 angezeigt.
  • Wenn in der aktuellen Implementierung ein neues oder ein Ersatzmodul oder ein bestimmtes Modul infolge eines Wartungsvorgangs in dem System ersetzt wird, nimmt das Ersatzmodul den Online-Zustand in der vorgegebenen Adresse ein. Das Mastermodul ändert die Adresse des Ersatzmoduls von der vorgegebenen Adresse in die Adresse des fehlenden Slave, das heißt, in die Adresse, die für das nicht mehr reagierende (oder entfernte) Modul ermittelt wird. Das Mastermodul lädt daraufhin die Konfiguration entsprechend dieser Adresse in das Ersatzmodul herunter. Alternativ kann das Ersatzmodul vorprogrammiert werden mit der Adresse des fehlenden Moduls. Wenn in derartigen Situationen das Ersatzmodul mit der Adresse des fehlenden Moduls einen Online-Zustand einnimmt, werden die Konfigurationsparameter durch das Mastermodul in ähnlicher Weise heruntergeladen. Sämtliche erforderlichen Konfigurationsparameter, einschließlich spezieller Alarmgrenzen, der Votierlogikfunktionalität und dergleichen, werden in das interessierende Überwachungsmodul rückgewonnen.

Claims (20)

  1. System (10) zum Überwachen und Schützen einer Maschine, wobei das System (10) aufweist: einen ersten Sensor (14) zum Ermitteln eines dynamischen Betriebsparameters der Maschine an einer ersten Stelle von Interesse und zum Erzeugen eines ersten Signals, welches hierfür repräsentativ ist; einen ersten Monitor (52), der mit dem ersten Sensor (14) zum Empfangen und Verarbeiten des ersten Signals verbunden ist, wobei der erste Monitor (52) einen Speicher (138) zum Speichern einer Wähllogik auf Grundlage des empfangenen Signals aufweist; einen zweiten Monitor (54), der mit dem zweiten Sensor (14) und mit dem ersten Monitor (52) verbunden ist, wobei der zweite Monitor (54) das zweite Signal empfängt und verarbeitet und einen Speicher (138) zum Speichern einer Wähllogik auf Grundlage des empfangenen Signals aufweist, wobei der zweite Monitor (54) derart ausgelegt ist, dass er einen Betriebszustand einer Relaisschaltung (142) auf Grundlage einer Kombination aus der Wähllogik des ersten Monitors (52) und der Wähllogik des zweiten Monitors (54) derart steuert, dass ein Element der Maschinerie startet oder stoppt.
  2. System nach Anspruch 1, wobei der erste Monitor dazu ausgelegt ist, ein Ausgangssignal an den zweiten Monitor auf Grundlage der Wählelektronik des ersten Monitors bereitzustellen, und wobei der zweite Monitor dazu ausgelegt ist, das Aus gangssignal des ersten Monitors in der Wähllogik des zweiten Monitors zu nutzen.
  3. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei das durch den zweiten Monitor gesteuerte Relais in den zweiten Monitor integriert ist.
  4. System nach Anspruch 2 oder 3, wobei das durch den zweiten Monitor gesteuerte Relais in das Relaismodul einbezogen ist, welches in der Nähe des zweiten Monitors vorgesehen ist.
  5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, außerdem aufweisend einen dritten Sensor und einen dritten Monitor, der mit dem dritten Sensor und dem zweiten Monitor verbunden ist, wobei der dritte Monitor eine Wähllogik aufweist, und wobei der zweite Monitor das Relais auf Grundlage der Wähllogik der ersten, der zweiten und der dritten Monitore steuert.
  6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Wähllogik der ersten und zweiten Monitore zumindest teilweise auf Grundlage von Alarmeinstellungen in dem jeweiligen Monitor beruht.
  7. System nach Anspruch 6, wobei die Alarmeinstellungen nutzerkonfigurierbar sind.
  8. System nach Anspruch 6 oder 8, wobei zumindest entweder der erste oder der zweite Monitor dazu ausgelegt ist, Vibrationsdaten von dem empfangenen Signal zu gewinnen, und wobei zumindest eine der Alarmeinstellungen auf Grundlage eines Vibrationspegels beruht, der durch die Vibrationsdaten festgelegt ist.
  9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die ersten und zweiten Monitore dazu ausgelegt sind, Daten in Übereinstimmung mit einem offenen industriellen Datenaustauschprotokoll auszutauschen.
  10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Wähllogik des ersten bzw. des zweiten Monitors durch die jeweiligen empfangenen Signale angezeigte Bedingungen logisch UND-verknüpft.
  11. System nach Anspruch 1, aufweisend: mehr als erste und zweite Sensoren zur Ermittlung eines dynamischen Betriebsparameters der Maschine an unterschiedlichen interessierenden Stellen und zum Erzeugen von Signalen, die hierfür repräsentativ sind; und mehr als erste und zweite Monitore, wobei jeder Monitor zumindest mit einem Sensor zum Empfangen und Verarbeiten der erzeugten Signale verbunden ist; wobei jeder Monitor eine Speichereinrichtung zum Speichern verteilter Wähllogik auf Grundlage der empfangenen Signale aufweist; und wobei zumindest einer der Monitore dazu ausgelegt ist, den Betriebszustand auf Grundlage einer Kombination der verteilten Wähllogik von mehr als den ersten und zweiten Monitoren beruht.
  12. System nach Anspruch 11, wobei zumindest einer der Monitore dazu ausgelegt ist, Vibrationsdaten aus dem empfangenen Signal zu gewinnen, und wobei die Wähllogik desselben zumindest teilweise auf Grundlage der Vibrationsdaten beruht.
  13. System nach Anspruch 12, wobei die Wähllogik der Monitore zumindest teilweise auf Grundlage von Alarmeinstellungen in dem jeweiligen Monitor beruht.
  14. System nach Anspruch 13, wobei zumindest eine der Alarmeinstellungen auf Grundlage eines Vibrationspegels beruht, der durch die Vibrationsdaten festgelegt ist.
  15. System nach Anspruch 13 oder 14, wobei die Alarmeinstellungen nutzerkonfigurierbar sind.
  16. System nach einem der Ansprüche 11 bis 15, wobei die Monitore dazu ausgelegt sind, Daten in Übereinstimmung mit einem offenen industriellen Datenaustauschprotokoll auszutauschen.
  17. System nach einem der Ansprüche 11 bis 16, wobei die Wähllogik der Monitore durch die jeweiligen empfangenen Signale bezeichnete UND-verknüpfte Bedingungen logisch UND verknüpft.
  18. System nach einer der Ansprüche 11 bis 17, wobei das durch den jeweiligen Monitor gesteuerte Relais in diesem integriert ist.
  19. System nach einem der Ansprüche 11 bis 18, wobei das durch den jeweiligen Monitor gesteuerte Relais in ein Relaismodul einbezogen ist, welches in der Nähe von diesem angeordnet ist.
  20. System nach einem der Ansprüche 11 bis 19, wobei die Speichereinrichtung von jedem Monitor dazu ausgelegt ist, verteilte Wähllogik zumindest teilweise auf Grundlage von Parameteralarmeinstellungen zu speichern, die in jedem Monitor eingestellt sind, zusätzlich zur Speicherung verteilter Wähllogik auf Grundlage der empfangenen Signale.
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