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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft kabellose Kommunikationen. Im Besonderen
betrifft sie das Detektieren eines Störsignals unter Verwendung eines
Bluetooth-Empfängers.
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STAND DER
TECHNIK
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Bluetooth
ist ein WLAN-Kommunikationsprotokoll (WLAN als englische Abkürzung von
Wireless Local Area Network), das 79,1 MHz-Kanäle innerhalb des ISM-Frequenzbands
bzw. des Frequenzbands für
Industrie; Wissenschaft und Medizien von 2,4 bis 2,4835 GHz nutzt
(ISM als englische Abkürzung
von Industrial, Scientific and Medical). Ein standardmäßiger Bluetooth-Empfänger ist
inhärent
in der Lage, Signale innerhalb einer Bandbreite von 1 MHz und zentriert
auf einer der 79 Bluetooth-Kanalmittenfrequenzen zu detektieren.
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Das
unter 802.11b bekannte IEEE WLAN-Kommunikationsprotokoll (IEEE als
englische Abkürzung
von Institute of Electrical and Electronic Engineers) verwendet
Sender/Störer,
welche eine Bandbreite von 22 MHz mit 11 bis 14 Kanalmittenfrequenzen
innerhalb des ISB-Frequenzbands
von 2,4 bis 2,4835 GHz beleben, abhängig von dem jeweiligen Land,
in dem sie eingesetzt werden. Zum Beispiel kommen in den Vereinigten
Staaten von Amerika elf Kanäle
zum Einsatz, wobei aufgrund ihrer sich nicht überlappenden Eigenschaft drei
davon die höchste
Wahrscheinlichkeit besitzt. Die von dem IEEE empfohlenen drei, sich
nicht übeschneidenden Kanäle in den
USA sind die Kanäle
1, 6 und 11. Die entsprechenden Frequenzen dieser Kanäle sind
somit 2412 MHz, 2437 MHz und 2462 MHz.
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IEEE
802.11b arbeitet in vier Datenratenmodi. Diese Datenübertragungsratenmodi
umfassen die Übertragungsraten
von 1 Megabit pro Sekunde (Mbps), 2 Mbps, 5,5 Mbps und 11 Mbps.
In den ersten beiden Modi werden die Daten durch einen 11 Chip Barker
Code in eine 11 Megachip per Second (MCPS) Chiprate Direct Sequence
Spread Spectrum moduliert. Die Spreizsequenz wird auf einem Träger moduliert,
unter Verwendung von Differential Binary Phase Shift Keying (DBPSK)
oder Differential Quadrature Phase Shift Keying (DQPSK). In den
zweiten beiden Modi werden die Daten auf eine 11 MCPS Chiprate gespreizt
unter Verwendung von Complementary Code Keying (CCK) und moduliert
auf einen Träger,
ebenfalls unter Verwendung von Quadrature Phase Shift Keying (QPSK)
oder DQPSK.
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Da
IEEE 801.11b Signale inhärent
die 79,1 MHz Bluetooth-Kanäle
stören
können,
wenn eine Präsenz
störender
IEEE 802.11b Signale detektiert werden kann, so kann der Bluetooth-Empfänger so betrieben
werden, dass die Kanäle
vermieden werden, auf denen sich 802.11b-Signale befinden. EP-A-1225709 offenbart
somit ein Verfahren für
Frequency Hopping (Frequenzsprung), wobei eine Mehrzahl von Kanälen in einem
Frequenzband abgetastet werden, und wobei identifiziert wird, ob
es sich um einen guten Kanal oder einen schlechten Kanal handelt,
wobei die Größe eines
guten Fensters und die Größe eines
schlechten Fensters verwendet werden, und wobei eine Mehrzahl von
guten Kanälen
einem guten Fenster zugeordnet wird, und wobei eine Mehrzahl von
schlechten Kanälen
einem schlechten Fenster zugeordnet wird. Ein normaler Bluetooth-Empfänger ist
jedoch nicht in der Lage, ein 802.116-Signal mit einer Breite von
22 MHz zu demodulieren, da er nur eine Bandbreite von 1 MHz aufweist.
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Vorgesehen
ist gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Verfahren gemäß dem gegenständlichen
Anspruch 1.
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Vorgesehen
ist gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Empfänger gemäß dem gegenständlichen
Anspruch 10.
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Bevorzugte
Merkmale der Erfindung sind durch die Unteransprüche definiert.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Es
zeigen:
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1 eine
spektrale Kurve eines 801.11b-Signals;
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2 ein
Blockdiagramm auf hoher Ebene eines Bluetooth-Empfängers gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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3 eine
spektrale Kurve eines anderen 802.11b-Signals;
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4 ein
Blockdiagramm auf hoher Ebene eines weiteren Ausführungsbeispiels
eines Bluetooth-Empfängers
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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5 eine
spektrale Kurve 500 eines 802.11b-Signals, das auf den
Frequenzen f0 und f1 abgetastet
wird; und
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6 die
Ausgaben auf den Frequenzen f0 und f1 einer RSSI-Schaltung für einen Bluetooth-Empfänger, wobei
die Ausgabe zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung abgetastet wird.
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GENAUE BESCHREIBUNG
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In
der folgenden Beschreibung sind zum Zwecke der Erläuterung
zahlreiche spezifische Einzelheiten ausgeführt, um ein umfassendes Verständnis der
vorliegenden Erfindung zu vermitteln. Für den Fachmann auf dem Gebiet
ist es jedoch offensichtlich, dass die Erfindung auch ohne diese
besonderen Einzelheiten ausgeführt
werden kann. In anderen Fällen
sind Strukturen und Vorrichtungen in Blockdiagrammform dargestellt,
um die vorliegende Erfindung nicht unnötig zu verschleiern.
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Verweise
in der vorliegenden Erfindung auf "ein Ausführungsbeispiel" bedeuten, dass ein
bestimmtes Merkmal, eine bestimmte Struktur oder eine bestimmte
Eigenschaft, die in Verbindung mit dem Ausführungsbeispiel beschrieben
werden, in mindestens einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung enthalten sind. Die Erwähnung des Ausdrucks "in einem Ausführungsbeispiel" an verschiedenen
Stellen in der Beschreibung bezieht sich nicht unbedingt immer auf
das gleiche Ausführungsbeispiel,
gleichzeitig schließen
sich jedoch unterschiedliche oder alternative Ausführungsbeispiele
der Erfindung nicht gegenseitig aus. Ferner werden verschiedene
Merkmale beschrieben, die in einigen Ausführungsbeispielen enthalten
sein können,
während
sie in anderen Ausführungsbeispielen
fehlen. In ähnlicher
Weise werden verschiedene Anforderungen bzw. Voraussetzungen beschrieben,
die Anforderungen für
bestimmte Ausführungsbeispiele
darstellen, während sie
für andere
Ausführungsbeispiele
nicht gegeben sind.
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Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung stellen Techniken zum Detektieren der
Präsenz
störender
bzw. interferierender 802.11b-Signale unter Verwendung eines Bluetooth-Empfängers bereit.
Sobald die interferierenden 802.11b-Signale detektiert werde, kann
der Bluetooth-Empfänger
so betrieben werden, dass die Kanäle vermieden werden, auf denen
802.11b-Interferenz detektiert wird.
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Bei
einer Technik zum Einsatz des Bluetooth-Empfängers zum Detektieren eines
IEEE 802.11b-Signals werden die spektralen Eigenschaften des 802.11b-Signals
eingesetzt, um ein 802.11b-Signal zu identifizieren. Die Abbildung
aus 1 der Zeichnungen zeigt ein Diagramm 100,
das die spektralen Eigenschaften eines 802.11b-Signals 102 darstellt.
Das Diagramm 100 stellt die Signalstärke auf der Y-Achse im Verhältnis zu
der Frequenz auf der X-Achse dar. Wie dies ersichtlich ist, weist
das 802.11b-Signal 102 eine Energiespitze 104 auf,
zentriert auf der Frequenz f0. Die Energie
des Signals 104 fällt
auf beiden Seiten der Mittenfrequenz ab. Zum Beispiel ist es eine
kurze Strecke Δf1 von der Mittenfrequenz f0 entfernt
ersichtlich, dass die Energie des Signals 102 auf einen
Wert fällt,
der durch die Bezugsziffer 106 dargestellt ist.
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Wie
dies bereits vorstehend im Text beschrieben worden ist, werden die
Eigenschaften der spektralen Kurve 102 eingesetzt, um zu
bestimmen, ob ein 802.11b-Signal auf einem bestimmten Kanal eines
Bluetooth-Empfängers
präsent
ist. Gemäß dieser
Technik wird ein Bluetooth-Empfänger
eingesetzt, um Energien auf ausgesuchten Frequenzen innerhalb eines
Frequenzspektrums abzutasten. Zum Beispiel wird der Bluetooth-Empfänger eingesetzt, um
Energien auf den Frequenzen f0, f0 + Δf1 und f0 – Δf1 abzutasten. Die abgetasteten Energiewerte
werden danach mit einem Energieverteilungsmuster verglichen, das
ein 802.11b-Breitbandsignal darstellt. Zum Beispiel stellt die in
der Abbildung aus 1 dargestellte Kurve 102 ein
Energieverteilungsmuster für
ein 802.11b-Signal dar. Wenn die abgetasteten Energiewerte mit dem
Energieverteilungsmuster übereinstimmen,
so wird die Präsenz
eines 802.11b-Signals identifiziert.
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Wenn
in einem Ausführungsbeispiel Δf1 auf 5,5 MHz gesetzt wird, so ist von der
Mittenfrequenz f0 des 802.11b-Spektrums
ein Leistungsabfall von 3 db von dem Messwert auf der Mittenfrequenz
f0 gegeben. Dieser Leistungsabfall gilt
für die
meisten 802.11b-Produkte.
Bestimmte Hersteller können aber
auch unterschiedliche Modulationsimpulsformkurvenformen einsetzen,
so dass dieser Wert von 3 db in gewisser Weise variieren kann. Ein
größerer Wert
für Δf1 kann eingesetzt werden, um einen Abfall von
6 db zu erreichen. In einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung wird somit auf Frequenzen f0,
f0 + Δf1 und f0 – Δf1 ab nach Energie gesucht. Die standardmäßige Bluetooth-RSSI-Funktion (RSSI als
englische Abkürzung
von Received Signal Strength Indicator bzw. Indikator für die empfangene Signalstärke) wird
eingesetzt, um den auf der 802.11b-Mittenfrequenz und den beiden symmetrischen
Frequenzpunkten um die Mitte empfangenen Leistungswert zu messen,
wie zum Beispiel bei Δf1 = 5,5 MHz von der Mittenfrequenz. Wenn
festgestellt wird, dass die Leistungswerte auf den beiden symmetrischen
Frequenzen proportional niedriger sind als die Leistung auf der
Mittenfrequenz gemäß dem spektralen
Verlauf der 802.11b-Spektralkurve 102 (siehe 1 der
Zeichnungen), so ist wahrscheinlich ein 802.11b-Signal präsent.
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Die
Abbildung aus 2 der Zeichnungen zeigt ein
Blockdiagramm eines Bluetooth-Empfängers gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, der zur Implementierung der in Bezug
auf die Abbildung aus 1 Techniken implementiert werden
kann. Der Bluetooth-Empfänger 200 weist
eine Komponente 202 auf, die eingesetzt wird, um Energiewerte
auf den ausgewählten
Frequenzen f0, f0 + Δf1 und f0 – Δf1 innerhalb des Frequenzspektrums von 2,4
GHz abzutasten. Die Komponente 202 kann Hochfrequenzsignale
(RF- bzw. HF-Signale) empfangen und sie in Zwischenfrequenzsignale (IF-Signale)
umwandeln, die einem Analog-Digital-Umsetzer (ADU) 204 zugeführt werden.
Eine Komponente 206 wird eingesetzt, um die abgetasteten
Signale mit einem Energieverteilungsmuster in form einer 802.11b-Spektralemissionskurve 102 zu vergleichen,
wie dies in der Abbildung aus 1 der Zeichnungen
ersichtlich ist, um die Präsenz
des 802.11b-Signals zu identifizieren. Die Komponente 201 führt somit
einen 802.11b-Detektionsprozess aus,
der die Anpassung der Komponente 202 aufweist, um Signale
auf der Frequenz f0, zentriert auf der 802.11b-Mittenfrequenz
und auf den Frequenzen f0, f0 + Δf1 und f0 – Δf1 ab zu empfangen. Die Komponente 206 kommuniziert
mit einem AFH-Prozessor bzw. Adaptive Frequency Hopping-Prozessor,
um Frequenzsprünge
zu ermöglichen,
wobei alle Kanäle vermieden
werden, welche 802.11b-Interferenzen aufweisen.
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Die
Abbildung aus 3 der Zeichnungen zeigt ein
Diagramm 300, das ein anderes Beispiel einer Energieverteilungskurve 302 für ein 802.11b-Signal
darstellt. Es ist ersichtlich, dass sich auf der Kurve 302 eine
Null auf der Kanalmittenfrequenz f0 befindet. Diese
Null ist auf einer Mittenfrequenz eines 802.11b-Signals ohne CCK-Modulation
vorhanden. Wenn somit in einem Ausführungsbeispiel die Leistungswerte
auf der Mittenfrequenz f0 und an den symmetrischen
Punkten f0 + Δf1 und
f0 – Δf1 mit den Energiewerten gemäß der Kurve 302 übereinstimmen,
so kann ein 802.11b-Signal bestätigt
werden. Um das Vorhandensein der Null zu bestimmen, wird das IF-Signal
mit einer Bandbreite von 1 MHz des Bluetooth-Empfängers
digitalisiert und das Spektrum wird unter Verwendung eines Fourier-Transformationsalgorithmus
gemessen, wie etwa des Fast Fourier-Transformations-Algorithmus (FFT-Algorithmus). Bei
ausreichend hoher Auflösung
kann die Frequenznull gemessen und ein 802.11b-Signal identifiziert werden.
Die Null in dem 802.11b-Signal ist nur vorhanden, wenn ein 802.11b-Sender
in dem 1 Mbps Modus oder in dem 2 Mbps Modus sendet bzw. übermittelt.
Messungen zeigen an, dass die Null für eine Bandbreite mit angemessener
Auflösung
auch nicht vorhanden sein kann, wenn ein 802.11b-Signal in dem 5,5
Mbps Modus oder dem 11 Mbps Modus übermittelt wird.
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Jede
802.11b-Vorrichtung übermittelt
in dem 1 Mbps Modus oder dem 2 Mbps Modus während dem ersten Abschnitt
jedes Pakets, der als Präambel oder
Header bekannt ist. In 802.11b gibt es zwei Präambeln/Header, die als die
Modi lange Präambel
und kurze Präambel
bekannt sind. In dem Modus lange Präambel weist die Präambel/der
Header eine Dauer von 192 Mikrosekunden auf, und in dem Modus kurze Präambel beträgt die Dauer
der Präambel/des
Headers 96 Mikrosekunden. Des Weiteren kann der Rest des Paketes
in den Modi 1 Mbps, 2 Mbps, 5,5 Mbps oder 11 Mbps übermittelt
werden. Die Kerbe (Notch) in dem 802.11b-Signal kann unter Umständen nur detektiert
werden, wenn in dem 1 oder 2 Mbps Modus übermittelt bzw. übertragen
wird.
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Die
Auflösung
der spektralen Kerbe kann mit einer Erkennungsbandbreite von ungefähr 100 KHz oder
weniger erreicht werden. In der Annahme, dass das IF-Signal mit
einer Rate von 2 MHz abgetastet wird, ergibt eine FFT-Länge von
32 Bit 62,5 KHz je Bin. Dies ist ausreichend für die Auflösung der Null der spektralen
Kerbe. Wenn höhere
Abtastraten eingesetzt werden, muss die FFT-Länge erhöht werden.
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Die
Abbildung der 4 der Zeichnungen zeigt ein
Blockdiagramm eines Bluetooth-Empfängers, der
zum Detektieren der zentralen Null bzw. des Nullpunkts eingesetzt
werden kann. Der Bluetooth-Empfänger 400 ist
dem Bluetooth-Empfänger 200 ähnlich,
und somit werden die gleichen Bezugsziffern für die Bezeichnung ähnlicher
oder übereinstimmender Komponenten
eingesetzt. Ein Unterschied liegt darin, dass der Empfänger 400 einen FFT-Prozessor 402 aufweist,
der hinzugefügt
worden ist, um die FFT-Transformation auszuführen.
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In
einem weiteren Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung kann ein 802.11b-Signal detektiert werden,
indem ein Bluetooth-Empfänger
so betrieben wird, dass er eine Mehrzahl von Signalen auf einem
bestimmten Kanal empfängt,
um die Taktungsinformationen zu messen, die im Verhältnis zu den
Signalen stehen, und um eine Quelle der Signale auf der Basis der
Taktungsinformationen zu bestimmen. Diese Technik basiert auf der
Tatsache, dass die Taktungseigenschaften eines 802.11b-Signals sich
von den Taktungseigenschaften anderer Signale unterscheiden, wie
etwa eines Bluetooth-Signals. Wenn zum Beispiel ein Knoten in einem
Funknetz 802.11b-Signale übermittelt,
weisen die Datenpakete eine Länge
von etwa 1.300 Mikrosekunden für
eine Nutzlast von 1.500 Bytes auf, und die Pakete werden etwa alle
1.800 Mikrosekunden wiederholt. Wenn ein Knoten 802 Datensignale
empfängt,
so wird von diesem Knoten eine automatische Wiederholungsanforderung
(ARQ als englische Abkürzung
von Automatic Repeat Request) übermittelt.
Die Länge
des übermittelten
ARQ-Signals entspricht
etwa 100 Mikrosekunden und wird übermittelt,
nachdem jedes Datenpaket empfangen worden ist.
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Wenn
ein Knoten ein Bakensignal übermittelt,
entsprechen die Paketlängen
etwa 100 Mikrosekunden und wiederholen sich alle 100 Millisekunden.
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Ein
Bluetooth-Knoten, der Datenpakete übermittelt, sendet etwa 2.800
Mikrosekunden lang und wiederholt etwa alle 3.750 Mikrosekunden.
Ein Bluetooth-Knoten, der Datenpakete empfängt, sendet eine Antwort etwa
366 Mikrosekunden lang und wiederholt etwa alle 3.750 Mikrosekunden.
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Hiermit
kann somit festgestellt werden, dass durch Messen der Pakettaktungseigenschaften
eines empfangenen Signals das Signal als ein 802.11b-Signal, ein
802-ARQ-Signal, ein 802-Bakensignal,
ein Bluetooth-Datensignal oder ein Bluetooth-Antwortsignal klassifiziert
werden kann. Die Paketlängen
können
durch einen Bluetooth-Empfänger
mit einer Bandbreite von 1 MHz bestimmt werden, indem die Dauer
der Signalhüllkurve
an dem Ausgang der RSSI-Schaltung gemessen wird. Wenn in einem Ausführungsbeispiel
somit die Pakettaktungsinformationen so gegeben sind, dass Pakete
eine Länge
von etwa 1.300 Mikrosekunden aufweisen und alle 1.800 Mikrosekunden
wiederholt werden, so gilt dies als ein 802.11b-Signal.
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In
einem weiteren Ausführungsbeispiel
stellt die vorliegende Erfindung einen Bluetooth-Empfänger
bereit, der eine Komponente umfasst, um eine Mehrzahl von Signalen
auf einem bestimmten Kanal zu empfangen; eine Komponente zum Messen
von Taktungsinformationen im Verhältnis zu den Signalen; und
eine Komponente zum Bestimmen einer Quelle der Signale auf der Basis
der Taktungsinformationen. Die Komponente für den Empfang der Signale,
die Komponente zum Messen der Taktungsinformationen und die Komponente
zum Bestimmen der Quelle der Signale müssen nicht alle die gleiche Komponente
darstellen, und gemäß verschiedenen Ausführungsbeispielen
können
sie in Hardware, Software oder Firmware implementiert werden.
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In
einem Ausführungsbeispiel
kann die Technik, welche Pakettaktungsinformationen verwendet, mit
der Technik kombiniert werden, welche die spektralen Eigenschaften
des 802.11b-Signals verwendet, so dass zusätzlich zu dem Bestimmen der
Pakettaktungsinformationen auch Messungen auf einem Frequenzkanal
vorgenommen werden, der einen kleinen Frequenzabstand (zum Beispiel
5 MHz) von einer Kanalmittel aufweist. Wenn das gleiche Verhalten
beobachtet wird, nur auf einem niedrigeren Niveau, so ist ein Breitbandsignal
identifiziert worden und es erhöht
sich die Sicherheit, dass es sich dabei um ein 802.11b-Signal handelt.
Dieses Ausführungsbeispiel
ist in der Abbildung aus 5 veranschaulicht. In Bezug
auf die Abbildung aus 5 zeigt die Bezugsziffer 500 die
spektrale Kurve für
ein 802.11b-Signal. Das Signal wird auf den Frequenzen f0 und f1 abgetastet,
wobei die Ausgabe der RSSI-Schaltung zu unterschiedlichen Zeiten,
wie zum Beispiel t1 bis t9 und
auf den Frequenzen f0 und f1 abgetastet
wird. Dies ist in der Abbildung aus 6 der Zeichnungen
veranschaulicht, in der die Bezugsziffern 600 und 602 die
Ausgabe der RSSI-Schaltung auf den entsprechenden Frequenzen f0 und f1 zeigen.
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In
einem weiteren Ausführungsbeispiel
wird die Bandbreite des standardmäßigen Bluetooth-Empfängers so
erweitert, dass dieser differentiell das 802.11b-SYNC-Wort demodulieren
und detektieren kann. Das 802.11b-Signal kann identifiziert werden
durch Korrelation zwischen dem langen 128 Bit SYNC-Wort oder dem
kurzen 56 Bit SYNC-Wort in der mit 1 Mbps DBPSK codierten Präambel. Dieses Verfahren
erfordert das Hinzufügen
eines IF-Abschnitts mit 22 MHz, eines Barker Code Demodulators/Entspreizers,
eines differentiellen Decodierers, eines Bit-Descramblers und einer
SYNC-Wort-Korrelationsschaltung. Gemäß verschiedenen Ausführungsbeispielen
kann die Korrelationsschaltung in Hardware, Software oder Firmware
implementiert werden.
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In
einem weiteren Ausführungsbeispiel
wird ein Tag-Signal mit einer Bandbreite von 1 MHz einem 802.11b-Signal
hinzugefügt.
Ein kurzer Code, wie zum Beispiel ein Code mit 8 Bit, kann an den
Anfang oder das Ende der Präambel
eines 802.11b-Signals angehängt
werden. Das Bitmuster kann bei einer Rate von 0,5 Mbps auf einen
Träger
DBPSK-moduliert werden, jedoch nicht gespreizt durch die 11 Mbps
Barker Code-Sequenz. Dies erzeugt ein Signal mit einer Bandbreite
von 1 MHz, das von einem Bluetooth-Empfänger mit einer Bandbreite von
1 MHz verarbeitet werden kann. Der Bluetooth-Empfänger moduliert
das Signal differentiell und erkennt den 8 Bit Code. Dadurch wird
identifiziert, dass ein Signal von einem 802.11b-Funk stammt.
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Ein
Vorteil der vorliegenden Erfindung ist es, dass sie es ermöglicht,
dass ein Bluetooth-Funk die Präsenz
eines 802.11b-Störsignals
identifiziert. Sobald ein störendes
802.11b-Signal erkannt worden ist, kann der Bluetooth-Empfänger Adaptive
Frequency Hopping (AFH) Techniken einsetzen, um die 802.11b-Störung zu
verhindern. Bestehende Techniken messen nicht die Präsenz von
802.11b-Störungen,
vielmehr behandeln sie alle störenden
Einflüsse gleich,
indem die Präsenz
einer Energie in jedem der 79 Bluetooth-Kanäle detektiert wird.
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Die
vorliegende Erfindung wurde vorstehend zwar in Bezug auf bestimmte
exemplarische Ausführungsbeispiele
beschrieben, wobei es jedoch ersichtlich ist, dass in Bezug auf
diese Ausführungsbeispiele
verschiedene Modifikationen und Abänderungen vorgenommen werden
können,
ohne dabei vom weiteren Umfang der Erfindung abzuweichen, wie dieser in
den Ansprüchen
ausgeführt
ist. Folglich dienen die Beschreibung und die Zeichnungen Zwecken
der Veranschaulichung und haben keine einschränkende Funktion.