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Einschlägiger Stand
der Technik und dessen Probleme
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Es
ist herkömmlicherweise öffentlich
bekannt, eine oder mehr Arten von Primärfarbanstrichmitteln oder Primärfarbpasten
mit einer weißen
oder transparenten Anstrichmittelgrundlage zu vermischen, wobei dies
in ein Gefäß wie einer
Dose verpackt wird, um ein gefärbtes
Produkt aus Anstrichmitteln zu erhalten.
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Da
es jedoch notwendig gewesen ist, diese Primärfarbanstrichmittel oder Primärfarbpasten
durch Dispergieren des Pigments jeder Farbe mit einer Harzdispersion
oder einem Dispergiermittel für
mehrere Stunden und Formen des Pigments zu einer Paste oder einem
Primärfarbanstrichmittel
(Lack) zu verwenden, ist ein großer Aufwand erforderlich gewesen.
Es ist möglich,
die Anzahl an Stufen zu verringern, wenn das Pigmentpulver jeder
Farbe direkt mit einer Anstrichmittelgrundlage vermischt werden
kann. Jedoch beansprucht es eine Menge Zeit, jedes Pigmentpulver
bis zu Primärteilchen
zu dispergieren, und darüber
hinaus ist es schwierig, ein stabiles Färben zu erreichen.
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Die
JP-A-57 126 867 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines mehrfarbigen
Musteranstrichs ausgehend von einem körnchenförmigen Farbmaterial und einer
Anstrichmittelgrundlage.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
eines Verfahrens und eines Systems zum Erhalt eines gefärbten Anstrichmittels
durch Ausschließen
der Stufen der Erzeugung eines flüssigen Primärfarbanstrichmittels oder einer
flüssigen
Primärfarbpaste
und des direkten Vermischens eines körnchenförmigen Farbmaterials mit einer
Anstrichmittelgrundlage.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Erhalt eines gefärbten Anstrichmittels
nach Anspruch 1 und einem Wäge-Farbtonerzeugungs-System
nach Anspruch 5 erzielt. Die abhän gigen
Ansprüche
definieren bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
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Effekt der Erfindung
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist es unter Verwendung eines körnchenförmigen Farbmaterials, direktem
Vermischen des körnchenförmigen Farbmaterials
mit einer Anstrichmittelgrundlage und Erzeugen eines gefärbten Anstrichmittels
möglich,
die herkömmlichen
Stufen des Erzeugens eines flüssigen
Primärfarbanstrichmittels
oder einer flüssigen
Primärfarbpaste
auszuschließen
und dadurch die Anzahl an Stufen in großem Umfang zu verringern.
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Ein
Verfahren der vorliegenden Erfindung zur Bereitstellung eines gefärbten Anstrichmittels
ist dazu in der Lage, einer Bereitstellung von Anstrichmitteln in
großer
Menge in einem Farbcenter bei einem Anstrichmittelhersteller und
einer Bereitstellung von Anstrichmitteln in kleiner Menge bei einem
Farbhändler,
einem do-it-yourself Center oder einem Baumarkt zu entsprechen.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnung
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1 ist
eine perspektivische Ansicht, die eine Wäge- und Bereitstellungsapparatur zeigt,
die für
ein Verfahren der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird.
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Ausführungsformen der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Bereitstellung eines
gefärbten
Anstrichmittels durch direktes Vermischen von einer oder mehreren
Arten eines gewogenen körnchenförmigen Farbmaterials
mit einer Anstrichmittelgrundlage und ihrem Rühren und Vermischen zur Verfügung.
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Eine
Anstrichmittelgrundlage ist ein flüssiges Anstrichmittel und ermöglicht es,
dass das Anstrichmittel vom mit Wasser verdünnten Typ oder vom mit organischem
Lösungsmittel verdünnten Typ
ist, und dass die Art und Farbe der Anstrichmittelgrundlage nicht
eingeschränkt
sind. Jedoch kann ein weißes
Anstrichmittel oder ein transparentes Anstrichmittel normalerweise
bevorzugt verwendet werden und insbesondere ist das weiße Anstrichmittel
bevorzugt. Im Fall der vorliegenden Erfindung wird eine Anstrichmittelgrundlage
grundsätzlich
direkt mit der Ausnahme verwendet, dass sie nicht gefärbt ist,
und sie kann als ein Anstrichmittel durch Einstellen ihrer Viskosität mit Wasser
oder Lösungsmittel
verwendet werden und enthält
ein Anstrichbindemittel und eine Pigmentkomponente. Es ist zulässig, dass
eine Anstrichmittelgrundlage ein Anstrichmitteladditiv wie einen
Härtungskatalysator,
einen Schaumverhinderer, ein Fließeinstellungsmittel, ein Einstellungsmittel
für eine
lackierte Oberfläche,
einen Filmbildungshilfsstoff, einen Weichmacher, einen Gefrierstabilisator,
ein UV-Absorptionsmittel oder einen UV-Stabilisator je nach Notwendigkeit
enthält.
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Die
Anstrichmittelgrundlage wird hergestellt, während sie als ein Produkt in
einem Gefäß wie einer Dose
gelagert wird.
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Es
ist bevorzugt, dass die Menge einer in einem Gefäß gelagerten Anstrichmittelgrundlage
in einem Bereich von 70 bis 99 Gewichts-% einer vorbestimmten, abgepackten
Anstrichmittelmenge unter dem Gesichtspunkt des Leistungsverhaltens
eines Anstrichfilms eines letztlich erhaltenen gefärbten Anstrichmittels und
des Erhalts eines gefärbten
Anstrichmittels aus einem weiten Bereich von Anstrichmitteln gehalten
wird. Darüber
hinaus ist es bevorzugt, die in einem Gefäß zu lagernde Menge einer Anstrichmittelgrundlage
auf einen Wert festzusetzen, bei dem die in das Gefäß zuzumischende
Menge eines körnchenförmigen Farbmaterials
unter dem Gesichtspunkt des Leistungsverhaltens eines Anstrichfilms
und der Anstreicheigenschaft im Bereich eines zulässigen Anteils
gehalten wird. Somit ist es möglich,
Ursachen einer Verschlechterung des Leistungsverhaltens eines Anstrichfilms
und einer Verschlechterung der Anstreicheigenschaften auszuschließen.
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Das
voranstehend genannte körnchenförmige Farbmaterial
ist keinen Beschränkungen
unterworfen, solange es ein herkömmlicherweise öffentlich
bekanntes, nicht-staubendes, einheitliches Pigmenteinstellungsmaterial
ist, das eines aus weißen,
roten, blauen, grünen,
gelben und schwarzen Farbmaterialien verwenden kann, deren Partikel
meist sphärisch
sind, deren mittlerer Partikeldurchmesser im Bereich zwischen 5 und
3.000 μm
oder vorzugsweise im Bereich zwischen 20 und 2.000 μm liegt und
deren spezifische Dichte im Bereich zwischen 0,2 und 0,6 g/ml liegt.
Als das voranstehend genannte körnchenförmige Farbmaterial
ist die Verwendung eines Materials mit einer Hohlstruktur unter
dem Gesichtspunkt seiner hohen Dispergierbarkeit in einer Anstrichmittelgrundlage
bevorzugt.
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Partikel
des voranstehend genannten körnchenförmigen Farbmaterials
werden durch Zugabe von 5 bis 30 Gewichts-% eines Additivs wie eines
grenzflächenaktiven
Mittels auf nichtionischer Basis beispielsweise zu einem synthetisierten
Pigment, Suspendieren des Gemisches und nachfolgendes Gefriertrocknen
oder Sprühtrocknen
des Gemisches gebildet.
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Im
Fall der vorliegenden Erfindung wird das körnchenförmige Farbmaterial durch Eingeben
einer gewünschten
Farbe oder eines Farbmessergebnisses einer vorliegenden Farbe und
eines Anstrichmittelgrundlagengewichts in einen Computer ausgewählt und
die zu mischende Menge des Materials wird automatisch in Übereinstimmung
mit einer erzeugten Farbtonerzeugungsdatenbank entschieden und die
Bereitstellung des körnchenförmigen Farbmaterials
wird kontrolliert.
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Zur
Durchführung
der voranstehend genannten Farbtonerzeugung per Computer werden
eine Anstrichmittelgrundlage und die optischen Daten für jedes
körnchenförmige Farbmaterial
vorher als Basisdaten erhalten. Als die Basisdaten für jedes
körnchenförmige Farbmaterial
ist es bevorzugt, optische Daten unter Verwendung des Lackanstrichmittels
jeder Farbe, die durch Auflösen
einer geeigneten Menge jedes der körnchenförmigen Farbmaterialien in einer
transparenten Anstrichmittelgrundlage und dadurch erfolgtes Erzeugen einer
Farbkarte erhalten worden ist, zu erhalten. Die optischen Daten
können
der Absorptionskoeffizient und der Dispersionskoeffizient eines
Primärfarblackanstrichmittels
sein, das durch Auflösen
einer Anstrichmittelgrundlage und jedes körnchenförmigen Farbmaterials in einer
transparenten Anstrichmittelgrundlage und deren Vermischen erzeugt
worden ist. Die optischen Daten können beispielsweise erhalten
werden, indem die optische Dichteformel von Kubelka Munk und die
Farbmischtheorie von Duncan in Übereinstimmung
mit einem spektralen Reflexionsvermögen erhalten werden, das unter
Verwendung eines Primärfarblackanstrichmittels erhalten
worden ist, das durch Auflösen
und Vermischen einer Anstrichmittelgrundlage und jedes körnchenförmigen Farbmaterials
in und mit einer transparenten Anstrichmittelgrundlage erhalten
worden ist. Dadurch wird die Standardfarbtonerzeugungsdatenbank
gebildet.
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Speziell
wird das spektrale Reflexionsvermögen einer gewünschten
Probe unter Verwendung eines Farbprobenbuchs für die existierenden Farben
und eines Spektrophotometers gemessen. Eine Farbtonerzeugungsmischmenge
wird unter Verwendung eines Computerfarbtonerzeugungssystems und
einer Anstrichmittelgrundlage sowie eines körnchenförmigen Farbmaterials nach dem
gemessenen spektralen Reflexionsvermögens berechnet, um die Mischmenge
des körnchenförmigen Farbmaterials
zum Gewicht der Anstrichmittelgrundlage zu erhalten.
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Es
ist ebenso möglich,
eine Farbtonerzeugungsdatenbank entsprechend einem Chargenunterschied zwischen
körnchenförmigen Farbmaterialien
und einer Gewichtsänderung
oder Volumenänderung
der Farbmaterialien in Reaktion auf Feuchtigkeit je nach Notwendigkeit
zu ändern.
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Dadurch
ist es möglich,
ein gefärbtes
Anstrichmittel herzustellen, das durch gleichzeitiges Vermischen körnchenförmiger Farbmaterialien
und Bestätigen
einer Farbe durch Messen des spektralen Reflexionsvermögens einer
Farbkarte durch ein erzeugtes letztendliches gefärbtes Anstrichmittel je nach
Notwendigkeit erhalten worden ist.
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Darüber hinaus
wird es ermöglicht,
ein feines Farbtonerzeugen durchzuführen, um die verbleibende Mischmenge
an körnchenförmigen Farbmaterialien,
die auf eine Zielfarbe eingefärbt
werden soll, zu erhalten, indem körnchenförmige Farbmaterialien bis zu
einer Menge gleich oder unter einer vorbestimmten Menge vermischt
werden, eine getönte
Farbkarte zur Farbbestätigung
erzeugt wird, die Anstrichmittelfarbe gemessen wird und ein Computerfarbgebungssystem
gemäß dem gemessenen
Farbwert verwendet wird. Die Feineinstellung erfolgt vorzugsweise
auch unter dem Gesichtspunkt einer Übereinstimmung der Gewichtsänderung und
Volumenänderung
zum Chargenunterschied zwischen körnchenförmigen Farbmaterialien und
der Feuchtigkeit der Materialien.
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Darüber hinaus
wird es im Fall der vorliegenden Erfindung ermöglicht, eine Farbtonerzeugung
nicht nur durch Verwendung einer Farbtonerzeugung gemäß Wiegen
und Vermischen von ausschließlich
körnchenförmigen Farbmaterialien,
sondern auch unter Verwendung von Wiegen und Vermischen gemäß einer
oder mehreren Arten flüssiger
Primärfarbanstrichmittel
oder Primärpasten
zum Wiegen und Beimischen der körnchenförmigen Farbmaterialien,
wenn dies erforderlich ist, durchzuführen.
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Ein
Wäge-Farbtonerzeugungssystem,
das für
die vorliegende Erfindung verwendet wird, umfasst Kontrollmittel
zur Auswahl eines körnchenförmigen Farbmaterials
und zum Bestimmen der Mischmenge des Farbmaterials durch eine vorher
gebildete Farbtonerzeugungsdatenbank in Übereinstimmung mit einem Farbmessergebnis
einer gewünschten
Farbe oder einer existierenden Farbe und einem Gewicht der Anstrichmittelgrundlage,
Mittel zur Auswahl und zum Abwiegen eines körnchenförmigen Farbmaterials in Übereinstimmung mit
einer vom Kontrollmittel zugeführten
Anweisung und Mittel zur Zufuhr des gewogenen körnchenförmigen Farbmaterials in ein
Gefäß, in dem
eine Anstrichmittelgrundlage gelagert wird, und zum einheitlichen Rühren und
Vermischen der Anstrichmittelgrundlage und des körnchenförmigen Farbmaterials in dem
Gefäß. Es wird ermöglicht,
dass diese Mittel in separaten Apparaturen oder in derselben Apparatur
eingerichtet sind.
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Das
Kontrollmittel zur Auswahl eines körnchenförmigen Farbmaterials und zur
Bestimmung seines Mischgewichts kann ein herkömmlicherweise öffentlich
bekanntes Computerfarbtonerzeugungssystem verwenden. Im Allgemeinen
wird das System von einem Computer und einem Spektrophotometer gebildet.
Durch Messen der Farbe einer Farbkarte mit gewünschter Farbe oder existierender
Farbe durch ein Spektrophotometer ist es möglich, ein körnchenförmiges Farbmaterial
für ein
vorherbestimmtes Gewicht einer Anstrichmittelgrundlage auszuwählen und
die Daten für
die Mischmenge des Farbmaterials aus einer Standardfarbtonerzeugungsdatenbank,
die in dem Computer aufgebaut worden ist, zu erhalten.
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Mittel
zum Abwiegen eines körnchenförmigen Farbmaterials
gemäß einer
vom Kontrollmittel zugeführten
Anweisung sind keinen Beschränkungen
unterworfen, solange es in Übereinstimmung
mit einem Gewichtsstandard oder Volumenstandard exakt abgewogen
werden kann. Daher ist es möglich,
eine herkömmlicherweise öffentlich
bekannte Wägevorrichtung
zu verwenden. Obwohl es möglich
ist, dass eine Bedienungsperson das körnchenförmige Farbmaterial in der voranstehend
bestimmten Menge abwiegt und es in einem Gefäß, in dem eine Anstrichmittelgrundlage
gelagert wird, beimischt, ist es möglich, ein körnchenförmiges Farbmaterial
abzuwiegen, das in ein Tray der Wägevorrichtung durch einen Zufuhrweg
aus einem Gefäß, wie einem
Einfülltrichter,
in dem körnchenförmiges Farbmaterial
gelagert wird, abgelassen und entnommen worden ist, das Gewicht
das Einfülltrichters,
in dem das körnchenförmige Farbmaterial
gelagert wird, und das des Zufuhrwegs durch Subtrahieren eines abgelassenen
Gewichts zu messen oder eine Volumenmessung unter Verwendung eines
Flussmessgeräts
in der Mitte des Zufuhrwegs durchzuführen. Insbesondere ist es bevorzugt,
dass das Ablassen und Wiegen eines notwendigen körnchenförmigen Farbmaterials und dessen
Zufuhr zu einem Gefäß, in dem
eine Anstrichmittelgrundlage gelagert wird, automatisch durch einen
Computer in Übereinstimmung
mit der voranstehend genannten Wägeanweisung
kontrolliert werden.
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1 zeigt
eine Apparatur zum automatischen Abwägen und Zuführen eines körnchenförmigen Farbmaterials.
In 1 bezeichnet Symbol 1 einen Antriebsabschnitt
einer elektromagnetischen Zufuhrvorrichtung, 2 bezeichnet
eine Überführung, 3 bezeichnet
einen Einfülltrichter,
der mit jeweils einem körnchenförmigen Farbmaterial
gefüllt
ist, 4 bezeichnet ein Paket, 5 bezeichnet eine
Wägeeinheit
und 6 bezeichnet einen Entnahmeschacht. Die Überführung 2 ist
ein Überführungsweg
zum Überführen eines
körnchenförmigen Farbmaterials,
das aus dem Einfülltrichter 3 entnommen
worden ist, und das Überführen eines
körnchenförmigen Farbmaterials
wird durch den Antriebsabschnitt 1 einer elektromagnetischen
Zufuhrvorrichtung gesteuert. Die Wägeeinheit 5 ist mit
dem Paket 4 zur Aufnahme eines körnchenförmigen Farbmaterials versehen,
das von der Überführung 2 fällt, und
misst das Gesamtgewicht des Pakets 4 einschließlich des
aufgenommenen körnchenförmigen Materials.
Das gewogene körnchenförmige Farbmaterial
wird vom Entnahmeschacht 6 einem Gefäß (nicht abgebildet) zugeführt, in
dem eine Anstrichmittelgrundlage gelagert wird.
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Da
ein körnchenförmiges Farbmaterial
leicht durch Feuchtigkeit oder dergleichen beeinflusst wird, ist es
bevorzugt, einen Einfülltrichter,
in dem das körnchenförmige Farbmaterial
gelagert wird, sowie einen Zufuhrweg durch Abdecken des gesamten
Systems mit einer Glasplatte oder einer Acrylplatte, durch Anbringen eines
Deckels für
den Einfülltrichter,
durch Zirkulieren von trockener Luft oder eines Inertgases und stets
erfolgende Verwendung eines Trockenmittels zu schützen. Zur Überführung eines
körnchenförmigen Farbmaterials ist
es möglich,
verschiedene Arten von Zufuhrvorrichtungen zu verwenden. Jedoch
ist es besonders bevorzugt, eine elektro magnetische Vibrationszufuhrvorrichtung
zu verwenden, weil das körnchenförmige Farbmaterial
gleichmäßig überführt wird.
Die elektromagnetische Vibrationszufuhrvorrichtung steuert die Zufuhrrate
eines körnchenförmigen Farbmaterials
in einem Überführungsweg,
indem sie den Überführungsweg
in Vibrationen versetzt.
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Als
Mittel zum einheitlichen Bewegen der Anstrichmittelgrundlage und
des körnchenförmigen Farbmaterials
in dem Gefäß ist es
möglich,
eine herkömmlicherweise öffentlich
bekannte Bewegungs-Mischapparatur zu verwenden. Im Allgemeinen ist
es bevorzugt, eine Anstrichmittelgrundlage und ein körnchenförmiges Farbmaterial,
die Inhaltsstoffe beispielsweise eines Kreiselmischers sind, einheitlich
zu bewegen und zu vermischen. Dadurch wird es möglich, ein Anstrichmittel zu
erhalten, das als ein Produkt versandt und verwendet werden kann.
Besitzt eine Anstrichmittelgrundlage eine hohe Viskosität, ist es
ebenso möglich,
die scheinbare Viskosität
des Anstrichmittels zu verringern, indem es derart erwärmt wird,
dass das Anstrichmittel leicht gemischt werden kann.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird des Weiteren unter Bezugnahme auf die
folgenden Beispiele speziell beschrieben. Jedoch ist die vorliegende
Erfindung nicht durch diese Beispiele eingeschränkt.
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In
diesen Beispielen wurde eine Computerfarbtonerzeugung unter Verwendung
von ALES MATCHTM, hergestellt von Kansai
Paint Co., Ltd., als ein Computerfarbtonerzeugungssystem durchgeführt. Dieses
System besteht aus einem Computer und einem Spektrophotometer. Das
Anstrichmittel verwendet ein normaltrockenes Acrylemulsionsanstrichmittel
auf Wasserbasis (AQUA GLOSS WHITETM, hergestellt
von Kansai Paint Co., Ltd.) als eine weiße Anstrichmittelgrundlage.
Als körnchenförmige Farbmaterialien
werden schwarze, ockerfarbene und rote Roste verwendet, welche Hohlstrukturpartikel
mit einem mittleren Partikeldurchmesser von 100 μm sind und eine überlegene
Wasserlöslichkeit
aufweisen. Das verwendete Gefäß war eine
Dose mit einer Kapazität
von 20,0 kg, in die 16,0 kg einer weißen Anstrichmittelgrundlage
eingefüllt
waren. Beispiel 1 ist eine Ausführungsform,
in der eine Bestätigungsfarbtonerzeugung
nicht während
des Betriebs durchgeführt wurde,
und Beispiele 2 und 3 sind Ausführungsformen,
in denen eine Bestätigungsfarbtonerzeugung
durchgeführt
wurde. Darüber
hinaus verwendeten in Beispiel 4 ockerfarbene bzw. rote Roste ein
körnchenförmiges Farbmaterial,
jedoch verwendete der schwarze Rost ein normales Farbmaterial vom
Flüssigpastentyp.
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Beispiel 1
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(Farbtonerzeugungszubereitung
oder Erhalt optischer Daten für
eine Primärfarbe)
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Zunächst werden
Basisdaten erhalten, die für
ein Computerfarbtonerzeugungssystem verwendet werden. Dann wird
Folgendes erhalten:
Der Absorptionskoeffizient und der Dissipationskoeffizient
(diese werden im Allgemeinen als optische Daten bezeichnet) eines
Primärfarblackanstrichmittels
(im Folgenden als Primärfarblackanstrichmittel
bezeichnet), das durch Vermischen und Bewegen einer weißen Anstrichmittelgrundlage
und jedes körnchenförmigen Farbmaterials
mit einer transparenten Anstrichmittelgrundlage (Klarlack von AQUA
GLOSS WHITETM, hergestellt von Kansai Paint
Co., Ltd.) unter Verwendung der optischen Dichteformel von Kubelka
Munk und der Farbmischtheorie von Duncan, die für die Farbgebungs- und Mischmengenberechnung
unter Verwendung eines Computerfarbtonerzeugungssystems weitreichend
bekannt sind, erhalten worden ist.
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Das
Folgende ist ein Verfahren zum Erhalt optischer Daten in diesem
Beispiel.
- 1. Farbkarten werden erzeugt, die
so angestrichen werden, dass sie ausreichend mit Anstrichmittel
bedeckt sind, welches durch Vermischen einer weißen Anstrichmittelgrundlage,
eines jeden körnchenförmigen Farbmaterials
und eines Primärfarblackanstrichmittels
in den folgenden Mischverhältnissen
erhalten worden ist.
Zur Erzeugung optischer Daten für eine weiße Anstrichmittelgrundlage:
100%
weiße
Anstrichmittelgrundlage, 99,5% weiße Anstrichmittelgrundlage
+ 0,5% schwarzes körnchenförmiges Farbmaterial
Zur
Erzeugung optischer Daten für
ein schwarzes Primärfarblackanstrichmittel:
99,5%
weiße
Anstrichmittelgrundlage + 0,5% schwarzes körnchenförmiges Farbmaterial,
100%
schwarzes Primärfarblackanstrichmittel
(66,6% transparente Anstrichmittelgrundlage + 33,4% schwarzes körnchenförmiges Farbmaterial)
Zur
Erzeugung optischer Daten für
ein ockerfarbenes Primärfarblackanstrichmittel:
95%
weiße
Anstrichmittelgrundlage + 5% ockerfarbenes körnchenförmiges Farbmaterial,
100%
ockerfarbenes Primärfarblackanstrichmittel
(66,6% transparente Anstrichmittelgrundlage + 33,4% ockerfarbenes
körnchenförmiges Farbmaterial)
Zur
Erzeugung optischer Daten für
ein rostrotes Primärfarblackanstrichmittel:
95%
weiße
Anstrichmittelgrundlage + 5% rostrotes körnchenförmiges Farbmaterial,
100%
rostrotes Primärfarblackanstrichmittel
(66,6% transparente Anstrichmittelgrundlage + 33,4% rostrotes körnchenförmiges Farbmaterial)
- 2. Farben der voranstehend hergestellten Farbkarten werden zum
Erhalt des spektralen Reflexionsvermögens vermessen.
- 3. Optische Daten werden aus dem jeweiligen spektralen Reflexionsvermögen unter
Verwendung der optischen Dichteformel von Kubelka Munk und der Farbmischtheorie
von Duncan erhalten.
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(Mischmengenberechnung)
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Das
spektrale Reflexionsvermögen
einer Probe mit einer Farbe zur Farbtonerzeugung wird durch Anwenden
des Probenbuchs A22-75D (beige Farbe; Ausgabe 2001) der Japan Paint
Industry Association auf die Probe und Verwendung eines Spektrophotometers
erhalten. Wird die Farbmaßzahl
der Probe unter Verwendung des CIELab-Farbspezifikationssystems
unter der Bedingung eines 10 Grad-Gesichtsfelds der D65-Lichtquelle
angezeigt, beträgt
L* 76,53, a* beträgt
1,76 und b* beträgt
15,20. Als ein Ergebnis der Berechnung einer Farbtonerzeugungsmischmenge
mit einer weißen
Anstrichmittelgrundlage und eines jeden körnchenförmigen Farbmaterials unter
Verwendung eines Computerfarbtonerzeugungssystems gemäß den voranstehend
genannten Daten, wird das folgende Mischverhältnis (A) erhalten. Mischverhältnis (A)
| Weiße Anstrichmittelgrundlage: | 92,138% |
| Schwarzes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 1,430% |
| Rostrotes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,441% |
| Ockerfarbenes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 5,991% |
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Indem
eine proportionale Verteilung in Übereinstimmung mit den gewünschten
Mengen, die aus dem Mischverhältnis
(A) erhalten worden sind, durchgeführt wird, wird die folgende
Mischmenge (1) erhalten, weil die Menge der vorher in eine Dose
eingeführten
weißen
Anstrichmittelgrundlage 16,0 kg beträgt. Mischmenge
(1)
| Weiße Anstrichmittelgrundlage: | (16,000
kg) |
| Schwarzes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,249
kg |
| Rostrotes
körnchenförmiges Farbmaterial. | 0,077
kg |
| Ockerfarbenes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 1,040
kg |
| | (Insgesamt:
17,366 kg) |
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Eine
Farbkarte wird hergestellt, indem ein körnchenförmiges Farbmaterial mit einem
Anstrichmittel in der Dose vermischt wird und die Dose mit einem
Kreiselmischer (hergestellt von Corob S.p.A.) bewegt wird, um das
Anstrichmittel in der Dose einheitlich zu machen, eine Probe aus
dem Anstrichmittel zur Bestätigung der
Farbe entnommen wird und die Karte mit dem Anstrichmittel zu einer
Dicke des trockenen Films vom ungefähr 30 μm angestrichen wird, was zur
Bedeckung der Karte ausreichend ist, und die Karte nachfolgend bei normaler
Temperatur getrocknet wird. Das spektrale Reflexionsvermögen der
erhaltenen Farbkarte wird unter Verwendung eines Spektrophotometers
erhalten. Wenn die Farbmaßzahl
der Farbkarte unter Verwendung des CIELab-Farbspezifiktionssystems
unter der Bedingung eines 10 Grad-Gesichtsfelds der Lichtquelle
D65 angezeigt wird, beträgt
L* 77,20, a* beträgt
1,80 und b* beträgt
15,22. Wenn der Farbunterschied zwischen der Farbkarte und der Probe
als ΔEab*
angezeigt wird, beträgt
er 0,73 unter der Annahme, dass die Farbspezifikationsbedingungen
dieselben sind.
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Beispiel 2
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Optische
Daten und Mischmengen werden in der selben Art und Weise wie in
Beispiel 1 berechnet.
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Das
spektrale Reflexionsvermögen
einer Probe mit einer Farbe für
eine Farbtonerzeugung wird ebenso durch Anwenden des Probenbuchs
A25-75D (Ausgabe 2001) der Japan Paint Industry Association, wie
in Beispiel 1, auf die Probe und Verwenden eines Spektrophotometers
erhalten. Als ein Ergebnis der Berechnung der Farbtonerzeugungs-
und Mischmenge mit einer weißen
Anstrichmittelgrundlage und einem körnchenförmigen Farbmaterial und der
Verwendung eines Computerfarbtonerzeugungssystems in Übereinstimmung
mit dem voranstehend genannten spektralen Reflexionsvermögen, wird
das Mischverhältnis
(A) wie in Beispiel 1 erhalten.
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(Farbtonerzeugung und
Beurteilung der hergestellten Farbkarte)
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Als
ein Ergebnis der Durchführung
einer proportionalen Verteilung in Übereinstimmung mit den bestimmten
Mengen, die aus dem Mischverhältnis
(A) erhalten worden sind, wird die folgende Mischmenge (1) erhalten,
weil die 16 kg der weißen
Anstrichmittelgrundlage vorher in eine Dose eingegeben worden sind. Körnchenförmige Farbmaterialien
in der Dose werden nach der Mischmenge (1) beigemischt, wobei die
Dose derart bewegt wird, dass das Vermischen einheitlich wird. Mischmenge
(1)
| Weiße Anstrichmittelgrundlage: | (16,000
kg) |
| Schwarzes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,249
kg |
| Rostrotes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,077
kg |
| Ockerfarbenes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 1,040
kg |
| | (Gesamtmenge:
17,366 kg) |
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Dann
wird eine notwendige Minimalmenge des Anstrichmittels als Probe
aus der Dose entnommen, um eine Farbkarte herzustellen, die so angestrichen
ist, dass sie ausreichend mit dem Anstrichmittel bedeckt ist. Das
spektrale Reflexionsvermögen
der erhaltenen Farbkarte wird durch ein Spektrophotometer erhalten. Wenn
die Farbmaßzahl
der Farbkarte unter Verwendung des CIELab-Colorometriesystems unter
der Bedingung des 10 Grad-Gesichtsfelds der Lichtquelle D65 angezeigt
wird, beträgt
L* 77,02, a* beträgt
1,83 und b* beträgt
15,23. Wenn die Farbmaßzahl
als ΔEab*
angezeigt wird, beträgt
sie 0,49 unter der Annahme, dass die Farbspezifikationsbedingungen
dieselben sind. Als ein Ergebnis der Berechnung einer korrigierten
Mischmenge unter Verwendung eines Computerfarbtonerzeugungssystems
in Übereinstimmung
mit dem spektralen Reflexionsvermögen der erhaltenen Farbkarte
und dem der Probe wird das folgende Mischverhältnis (B) erhalten. Darüber hinaus
wird eine zusätzliche
Zumischmenge (2) des körnchenförmigen Farbmaterials
aus dem Mischverhältnis
(B) erhalten. Das Mischverhältnis
(B) und die zusätzliche
Zumischmenge (2) des körnchenförmigen Farbmaterials
bezeichnen ein Mischverhältnis
und eine zusätzliche
Zumischmenge zu der Menge an Anstrichmittel (17,36 kg) in der Dose
zu diesem Zeitpunkt. Mischverhältnis (B)
| Schwarzes
körnchenförmiges Material: | 0,109% |
| Rostrotes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,004% |
| Ockerfarbenes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,249% |
Zusätzliche
Zumischmenge (2) an körnchenförmigem Farbmaterial
| Schwarzes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,019
kg |
| Rostrotes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,001
kg |
| Ockerfarbenes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,043
kg |
| | (Gesamtmenge:
0,063 kg) |
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Durch
die Zumischmenge (2) angegebene körnchenförmige Farbmaterialien werden
mit dem Anstrichmittel in der Dose vermischt und die Dose wird bewegt,
um das Anstrichmittel in der Dose zu vereinheitlichen. Daraufhin
wird eine Farbkarte hergestellt, indem eine Probe des Anstrichmittels
entnommen wird, um die Farbmaßzahl
zu bestätigen,
die Farbkarte mit dem Anstrichmittel so angestrichen wird, dass
sie eine Dicke des trockenen Films von ungefähr 30 μm aufweist, was zur Abdeckung
der Karte ausreichend ist, und die Karte bei normaler Temperatur
getrocknet wird. Das spektrale Reflexionsvermögen der erhaltenen Farbkarte
wird durch ein Spektrophotometer erhalten. Wenn die Farbmaßzahl unter
Verwendung des CIELab-Farbspezifikationssystems
unter der Bedingung eines 10 Grad-Gesichtsfelds der Lichtquelle D65 angezeigt
ist, beträgt
L* 76,87, a* beträgt
1,74 und b* beträgt
15,17. Wenn die Farbdifferenz zwischen der Farbkarte und der Probe
als ΔEab* angezeigt
ist, beträgt
sie 0,34 unter der Annahme, dass die Farbspezifikationsbedingungen
dieselben sind.
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Beispiel 3
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Optische
Daten und Mischmengen werden in der selben Art und Weise wie in
Beispiel 1 berechnet.
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Das
spektrale Reflexionsvermögen
einer Probe mit einer Farbe zur Farbtonerzeugung wird ebenso durch
Anwenden des Probenbuchs A25-75D (Ausgabe 2001) der Japan Paint
Industry Association, die für
Beispiel 1 verwendet worden ist, auf die Probe und Verwenden eines
Spektrophotometers erhalten. Die Farbtonerzeugungsmischmenge wird
mit einer weißen
Anstrichmittelgrundlage und einem körnchenförmigen Farbmaterial unter Verwendung
eines Computerfarbtonerzeugungssystems in Übereinstimmung mit dem erhaltenen spektralen
Reflexionsvermögen
berechnet. Als ein Ergebnis wird das Mischverhältnis A in Beispiel 1 erhalten. Durch
Berechnen der Mischmenge eines jeden körnchenförmigen Farbmaterials zu 16
kg der weißen
Anstrichmittelgrundlage in Übereinstimmung
mit dem Mischverhältnis
A wird die Mischmenge (1) in Beispiel 1 erhalten. Als ein Ergebnis
des Durchführens
der Berechnung derart, dass die Mischmengen der körnchenförmigen Farbmaterialien
in der Mischmenge (1) um 10% verringert werden, wird eine Mischmenge
(3) erhalten. Mischmenge
(3)
| Weiße Anstrichmittelgrundlage: | (16,000
kg) |
| Schwarzes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,222
kg |
| Rostrotes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,069
kg |
| Ockerfarbenes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,935
kg |
| | (Gesamtmenge:
17,226 kg) |
-
Die
bei der Mischmenge (3) gezeigten körnchenförmigen Farbmaterialien werden
mit dem Anstrichmittel in einer Dose vermischt und die Dose wird
bewegt, um das Anstrichmittel in der Dose zu vereinheitlichen. Daraufhin
wird eine Farbkarte hergestellt, indem eine Probe des Anstrichmittels
zur Bestätigung
der Farbmaßzahl
entnommen wird, die Karte mit dem Anstrichmittel so angestrichen
wird, dass sie eine Dicke des trockenen Films von ungefähr 30 μm aufweist,
was zur Bedeckung der Karte ausreichend ist, und die Karte bei normaler
Temperatur getrocknet wird. Das spektrale Reflexionsvermögen der
erhaltenen Farbkarte wird durch ein Spektrophotometer er halten.
Wenn die Farbmaßzahl
unter der Bedingung eines 10 Grad-Gesichtsfelds der Lichtquelle
D65 unter Verwendung des CIELab-Farbspezifikationssystems angezeigt
wird, beträgt
L* 77,63, a* beträgt
1,73 und b* beträgt
15,23. Wenn die Farbmaßzahl
als ΔEab*
unter der Annahme, dass die Farbspezifikationsbedingungen dieselben
sind, angezeigt wird, beträgt
sie 1,10. Als ein Ergebnis der Berechnung einer korrigierten Mischmenge
in Übereinstimmung
mit dem spektralen Reflexionsvermögen der erhaltenen Farbkarte
und dem der Probe unter Verwendung eines Computerfarbtonerzeugungssystems
wird das folgende Mischverhältnis
(C) erhalten. Darüber
hinaus wird eine zusätzliche
Mischmenge (4) des körnchenförmigen Farbmaterials
aus dem Mischverhältnis
(C) erhalten. Das Mischverhältnis
(C) und die zusätzliche
Zumischmenge (4) des körnchenförmigen Farbmaterials
bezeichnen ein Mischverhältnis
und eine zusätzliche
Zumischmenge zu der Anstrichmittelmenge (17,226 kg) in der Dose
zu diesem Zeitpunkt. Mischverhältnis (C)
| Schwarzes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,268% |
| Rostrotes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,052% |
| Ockerfarbenes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,249% |
Zusätzliche
Zumischmenge (4) an körnchenförmigen Farbmaterial
| Schwarzes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,046
kg |
| Rostrotes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,009
kg |
| Ockerfarbenes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,155
kg |
| | (Gesamtmenge:
0,210 kg) |
-
Das
bei der voranstehend aufgeführten
Zumischmenge (4) gezeigte körnchenförmige Farbmaterial wird
mit dem Anstrichmittel in der Dose vermischt und die Dose wird geschüttelt, um
das Anstrichmittel in der Dose zu homogenisieren. Dann wird eine
Farbkarte zur Bestätigung
der Farbmaßzahl
erzeugt, indem eine Probe des Anstrichmittels entnommen wird, die
Karte mit dem Anstrichmittel in einer Dicke des getrockneten Films von
ungefähr
30 μm angestrichen
wird, was zur Abdeckung der Karte ausreichend ist, und die Karte
bei Umgebungstempe ratur getrocknet wird. Das spektrale Reflexionsvermögen der
erhaltenen Farbkarte wird mit einem Spektrophotometer gemessen.
Wenn die Farbmaßzahl
unter der Bedingung eines 10 Grad-Gesichtsfelds der Lichtquelle D65 unter
Verwendung des CIELab-Farbspezifikationssystems ausgedrückt wird,
beträgt
L* 76,88, a* beträgt
1,77 und b* beträgt
15,13. Der Farbunterschied von der Probe, wenn er als ΔEab* unter
einer Annahme, dass die Farbspezifikationsbedingungen dieselben
sind, ausgedrückt
wird, beträgt
0,36.
-
Beispiel 4
-
(Farbtonzubereitung oder
Erhalt optischer Daten einer Primärfarbe)
-
Zunächst werden
für ein
Computerfarbtonerzeugungssystem verwendete Basisdaten erhalten.
Der Erhalt von Rostrot und Ocker entspricht der Farbtonerzeugung
oder dem Erhalt optischer Daten für eine Primärfarbe aus Beispiel 1.
-
Ein
Verfahren zum Erhalt optischer Daten dieses Beispiels wird nachstehend
beschrieben.
- 1. Eine Farbkarte wird hergestellt,
indem eine weiße
Anstrichmittelgrundlage, körnchenförmige Farbmaterialien,
Primärfarblackanstrichmittel
und flüssige
schwarze Paste im folgenden Mischverhältnis vermischt werden und
die Karte mit dem erhaltenen Anstrichmittel in einer Dicke angestrichen
wird, die zur Bedeckung der Karte ausreichend ist.
Zur Erzeugung
optischer Daten für
eine weiße
Anstrichmittelgrundlage:
100% weiße Anstrichmittelgrundlage,
99,5% weiße
Anstrichmittelgrundlage + 0,5% schwarze Paste
Zur Erzeugung
optischer Daten für
eine schwarze Paste:
99,5% weiße Anstrichmittelgrundlage
+ 0,5% schwarze Paste, 100% Schwarze Paste
Zur Erzeugung optischer
Daten für
ein ockerfarbenes Primärfarblackanstrichmittel:
95%
weiße
Anstrichmittelgrundlage + 5% ockerfarbenes körnchenförmiges Farbmaterial, 100% ockerfarbenes
Primärfarblackanstrichmittel
(66,6% transparente Anstrichmittelgrundlage + 33,4% ockerfarbenes körnchenförmiges Farbmaterial)
Zur
Erzeugung optischer Daten für
ein rostrotes Primärfarblackanstrichmittel:
95%
weiße
Anstrichmittelgrundlage + 5% rostrotes körnchenförmiges Farbmaterial,
100%
rostrotes Primärfarblackanstrichmittel
(66,6% transparente Anstrichmittelgrundlage + 33,4% rostrotes körnchenförmiges Farbmaterial)
- 2. Die Farbe der voranstehend genannten erzeugten Farbkarte
wird zum Erhalt des spektralen Reflexionsvermögens gemessen.
- 3. Die optischen Daten werden aus dem spektralen Reflexionsvermögen unter
Verwendung der optischen Dichteformel von Kubelka Munk und der Farbmischtheorie
von Duncan erhalten.
-
(Mischmengenberechnung)
-
Das
spektrale Reflexionsvermögen
einer Probe mit einer Farbe zur Farbtonerzeugung wird durch Anwenden
des Probenbuchs A22-75D
(beige Farbe; Ausgabe 2001) der Japan Paint Industry Association
auf die Probe und Verwenden eines Spektrophotometers erhalten. Wenn
die Farbmaßzahl
der Probe unter Verwendung des CIELab-Farbspezifikationssystems
unter der Bedingung eines 10 Grad-Gesichtsfelds der D65-Lichtquelle
ausgedrückt
wird, beträgt
L* 76,53, a* beträgt
1,76 und b* beträgt
15,20. Als ein Ergebnis der Berechnung einer Farbtonerzeugungszumischmenge
mit einer weißen
Anstrichmittelgrundlage und eines jeden körnchenförmigen Farbmaterials unter
Verwendung eines Computerfarbtonerzeugungssystems in Übereinstimmung
mit den voranstehend genannten Daten, wird das folgende Mischverhältnis (A)
erhalten. Mischverhältnis (A)
| Weiße Anstrichmittelgrundlage: | 92,111% |
| Schwarze
Paste: | 1,517% |
| Rostrotes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,436% |
| Ockerfarbenes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 5,936% |
-
Durch
Durchführen
einer proportionalen Verteilung in Übereinstimmung mit den bezeichneten
Mengen, die aus dem Mischverhältnis
(A) erhalten worden sind, wird die folgende Mischmenge (1) erhalten,
weil die Menge der vorher in eine Dose eingegebenen weißen Anstrichmittelgrundlage
16,0 kg beträgt. Mischmenge
(1)
| Weiße Anstrichmittelgrundlage: | (16,000
kg) |
| Schwarze
Paste: | 0,264
kg |
| Rostrotes
körnchenförmiges Farbmaterial: | 0,076
kg |
| Ockerfarbiges
körnchenförmiges Farbmaterial: | 1,031
kg |
| | (Gesamtmenge:
17,371 kg) |
-
Eine
Farbkarte wird hergestellt, indem körnchenförmige Farbmaterialien in der
Dose mit einem Anstrichmittel vermischt werden und die Dose zur
Vereinheitlichung des Anstrichmittels in der Dose bewegt wird, eine
Probe des Anstrichmittels zur Bestätigung der Farbe entnommen
wird und die Karte mit dem Anstrichmittel auf eine Dicke des trockenen
Films von ungefähr
30 μm angestrichen
wird, was zur Bedeckung der Karte ausreichend ist, und die Karte
nachfolgend bei normaler Temperatur getrocknet wird. Das spektrale
Reflexionsvermögen
der erhaltenen Farbkarte wird unter Verwendung eines Spektrophotometers
erhalten. Wenn die Farbmaßzahl
der Farbkarte unter Verwendung des CIELab-Farbspezifikationssystems
unter der Bedingung eines 10 Grad-Gesichtsfelds der Lichtquelle
D65 angezeigt wird, beträgt
L* 76,79, a* 1,74 und b* beträgt
15,16. Wenn die Farbdifferenz zwischen der Farbkarte und der Probe
als ΔEab*
angezeigt wird, beträgt
sie 0,26 unter der Annahme, dass die Farbspezifikationsbedingungen
dieselben sind.
-
Beispiel 5
-
Grundstabilitätstests
(Farbstabilität,
Mischfarbstabilität
und Lagerungsstabilität)
werden auf die Anstrichmittel, die sich auf die vorliegende Erfindung
beziehen, angewendet. Für
die Proben wird ein normaltrockenes Acrylemulsionsanstrichmittel
auf Wasserbasis (AQUA GLOSS WHITETM, hergestellt
von Kansai Paint Co., Ltd.) als eine weiße Anstrichmittelgrundlage
verwendet und ein blaues Farbmaterial, das aus Hohlstrukturpartikeln
mit einem mittleren Partikeldurchmesser von 100 μm gebildet wird und eine überlegene
Wasserlöslichkeit
aufweist, wird als ein körnchenförmiges Farbmaterial
verwendet. Darüber
hinaus werden blaue, schwarze, ockerfarbene und rostrote flüssige Primärfarbpasten
als Vergleichsbeispiele verwendet, die jeweils 20% einer herkömmlicherweise
verwendeten Pigmentkomponente enthalten. In diesem Fall werden die
Tests zum Vergleich durch Einstellen der Mischmengen derart durchgeführt, dass
die Menge der Pigmentkomponente des körnchenförmigen Farbmaterials gleich
der Menge jeder der flüssigen
Primärfarbpasten
wird.
-
Probe <1>: Eine Menge von 1,25
g des blauen körnchenförmigen Farbmaterials
wird zu 100 g der weißen
Anstrichmittelgrundlage gegeben und mit einem Homogenisator bei
1.500 UpM 5 Minuten lang gerührt, bis
sie ausreichend vermischt sind.
-
Probe <2>: Eine Menge von 0,25
g des blauen körnchenförmigen Farbmaterials
wird zu 100 g der weißen
Anstrichmittelgrundlage gegeben und darüber hinaus werden 1 g der schwarzen
flüssigen
Primärfarbpaste,
1 g Ocker und 1 g Rostrot dazugegeben und mit einem Homogenisator
bei 1.500 UpM 5 Minuten lang gerührt,
bis sie ausreichend vermischt sind.
-
Probe <3>: Eine Menge von 5
g der blauen flüssigen
Primärfarbpaste
wird zu 100 g der weißen
Anstrichmittelgrundlage gegeben und mit einem Homogenisator bei
1.500 UpM 5 Minuten lang gerührt,
bis sie ausreichend vermischt sind.
-
Probe <4>: Mengen von 2 g der
blauen flüssigen
Primärfarbpaste,
1 g Schwarz, 1 g Ocker und 1 g Rostrot werden zu 100 g der weißen Anstrichmittelgrundlage
gegeben und mit einem Homogenisator bei 1.500 UpM 5 Minuten lang
gerührt,
bis sie ausreichend vermischt sind.
-
Herstellung und Leistungstest
der Testfarbkarten
-
Jede
Testfarbkarte wird durch Anstreichen der Karte mit jeder der oben
genannten Proben, bis ihre Dicke des trockenen Films ungefähr 30 μm erreicht,
was zur Abdeckung der Karte ausreichend ist, und durch Trocknen
der Karte bei normaler Temperatur (normaler Anteil) hergestellt.
Bei dem Trocknungsprozess wird ein Teil der Karte mit einem Finger
gerieben, bevor die Karte beim Berühren trocken ist, um den normalgetrockneten
Anteil herzustellen (geriebener Anteil). Darüber hinaus wird durch erneutes
Eintauchen derselben Probe an einem Teil des normalen Anteils, der
bei normaler Temperatur getrocknet worden ist, um einen Teil anzustreichen,
der dicker als der normale Zustand ist, und dessen nachfolgendes
Trocknen bei normaler Temperatur der Anteil (eintauchangestrichener
Anteil), der bei herkömmlicher
Temperatur getrocknet worden ist, hergestellt.
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Die
Farbstabilität
wird durch Prüfen
der Farbdifferenz zwischen einem normalen Anteil und einem geriebenen
Anteil oder einem eintauchangestrichenen Anteil mit visueller Beobachtung
und einer Farbdifferenz ΔE,
die durch Farbmessung erhalten worden ist, beurteilt. Darüber hinaus
wird ein Anstrichzustand visuell beurteilt.
-
Die
Kriterien einer visuellen Beurteilung werden nachstehend beschrieben.
Darüber
hinaus wird dieselbe Beurteilung nach 10-tägigem Lagern der Proben bei
40°C durchgeführt. Tabelle
1 zeigt die Beurteilungsergebnisse.
-
Beurteilungskriterien
der Farbstabilität
-
-
- O:
- Eine Farbdifferenz
vom normalen Anteil kann nicht bestätigt werden.
- Δ:
- Ein Farbdifferenz
vom normalen Anteil kann bestätigt
werden.
-
Beurteilungskriterien
des Anstrichzustands
-
-
- O:
- Probleme wie eine
Farbabtrennung oder ein Farbverschwimmen werden nicht bestätigt.
- Δ:
- Probleme wie eine
Farbabtrennung oder ein Farbverschwimmen werden bestätigt.
-
-
Aus
den voranstehend angegebenen Ergebnissen kann aus den Basisleistungstests
der gefärbten
Anstrichmittel unter Verwen dung von körnchenförmigen Farbmaterialien bestätigt werden,
dass jede der gefärbten
Anstrichmittel unter Verwendung eines körnchenförmigen Farbmaterials ein Basisleistungsverhalten
aufweist, das dem Fall der Verwendung einer herkömmlichen flüssigen Primärfarbpaste gleicht oder besser
als dieses ist.