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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft Fluiditätsmessungen
und insbesondere ein Instrument zur Messung der Viskosität von Fluiden.
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Stand der Technik
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Es
ist bekannt, dass sich die Viskoelastizität oder Klebkraft von einigen
Körperfluiden
als Reaktion auf Körperrhythmen ändert. Zum
Beispiel hat die Gebärmutterschleimhaut
und der Speichel einer Frau eine maximale Fluidität direkt
vor der Ovulation, wobei die Ovulation als der Moment definiert
ist, bei dem eine Eizelle aus dem Follikel freigesetzt wird. Dieses
Wissen führte
zu den früheren
Aktivitäten
des Antragstellers bei der Entwicklung von Techniken zur Beobachtung
der Viskoelastizität
oder Klebkraft und anderer Eigenschaften der Gebärmutterschleimhaut und des
Speichels als Vorhersagefunktion des Zeitpunkts der Ovulation und
für Verbesserungen
bei Rheometer- oder Viskosimetergeräten zur Messung solcher viskoelastischen
Eigenschaften. Siehe zum Beispiel L.E. Kopito und H.J. Kosasky, "The Tackiness Rheometer
Determination of the Viscoelasticity of Cervical Mucus", Human Ovulation,
herausgegeben von E.S.E. Hafez, Elsevier, North-Holland Biomedical
Press, 1979, S. 351ff., S.S. Davis, "Saliva is Viscoelastic", Experienta, 26:
1298 (1970), R.H. Davis et al., "Saliva
Viscosity Reflects the Time of Ovulation", Experienta, 30: 911 (1974), und die
US-Patente Nr. 4,002,056 und 4,167,110.
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Es
ist ebenfalls bekannt, dass sich die normale Viskoelastizität von einigen
Körperfluids
als Reaktion auf anormale Körperzustände ändert. Zum
Beispiel hat bei einem Neugeborenen mit Mukoviszidose das Mykonium,
der erste Stuhlgang des Neugeborenen, eine etwa fünffach höhere Viskoelastizität als bei
einem Säugling
ohne Mukoviszidose.
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Es
gibt eine Anzahl von Vorrichtungen zur Messung der Viskosität. Das Patent
4,779,627 offenbart, zusätzlich
zur der Offenbarung eines Verfahrens zur Bestimmung der weiblichen
Ovulation durch Messung der Speichelviskoelastizität, eine
Vorrichtung zur Messung der Viskoelastizität des sublingualen Speichels.
Die Vorrichtung hat ein wenig die Gestalt einer Spritze mit einem äußeren Becher,
einem inneren Becher, der konzentrisch zu dem äußeren Becher ist und sich innerhalb
des äußeren Bechers befindet,
sowie einen Kolben. Eine aufgeraute Oberfläche an dem Ende des Kolbens
hält die
Speichelprobe. Der Kolben wird in den inneren Becher eingeführt bis
die Speichelprobe am Boden des inneren Bechers zusammen gepresst
wird. Ein zuvor bestimmtes Gewicht zieht den inneren Becher nach
unten, wobei die Speichelprobe gespannt wird. Wenn die Viskoelastizität des Speichels
gering ist, wird die Speichelprobe reißen, dies bewirkt, dass der
innere Becher auf den Boden des äußeren Bechers
fällt.
Ein Indikator am Boden des äußeren Bechers
zeigt an, dass der innere Becher auf den Boden gefallen ist, was
wiederum anzeigt, dass die Ovulation bald stattfinden wird. Wenn
die Viskoelastizität
jedoch hoch ist, wird die Speichelprobe den Kolben und den inneren
Becher zusammenhalten, so dass der innere Becher nicht auf den Boden
fällt,
was anzeigt, dass die Ovulation nicht in naher Zukunft stattfinden
wird.
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Der
Hauptnachteil dieses Geräts
liegt, darin, dass es auseinander genommen werden muss, um eine Probe
zu nehmen. Der Kolben muss von dem inneren Becher entfernt werden,
bevor er in den Mund eingeführt wird,
um eine Speichelprobe zu erhalten. Dadurch besteht die Möglichkeit,
dass die Speichelprobe leicht durch eine Person verunreinigt wird,
indem der Kolben nach der Probennahme falsch eingeführt wird,
was die Messung hinfällig
macht.
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Die
US-Patente 5,640,968, 5,851,190 und 6,149,604 offenbaren tragbare
Instrumente zur Messung der Speichelviskoelastizität. Die Instrumente
sind spezifisch für
Speichel ausgelegt, was bedeutet, dass ihr Messbereich sehr eingeschränkt ist
und nicht die Viskosität
oder Viskoelastizität
von dichten Fluiden, wie Mykonium, messen kann.
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Das
US-Patent 5,144,845, das an Pyke vergeben wurde, offenbart ein Klebstofftestgerät. Ein Oberflächenpaar,
auf die der zu testende Klebstoff aufgebracht wird, wird mittels
eines Stempels zusammengedrückt. Um
die Stärke
des Klebstoffs zu testen, hat die Vorrichtung eine Kurve, die einen
Folgerarm um eine Achse rotiert. Eine Blattfeder erstreckt sich
vom Folgerarm so, dass sie um die Achse geschwenkt wird, wobei die zwei
Testflächen
auseinander gezogen werden. Ein Dehnungsmessstreifen an der Blattfeder
misst die Auslenkung der Feder, aus der die Kraft, die benötigt wird,
um die Testflächen
auseinanderzuziehen, bestimmt wird, was die Stärke des Klebstoffs anzeigt.
Pyke stützt
sich auf zwei unterschiedliche und unabhängige Mechanismen, um die Testoberflächen zusammenzufügen und
zu trennen, was die Komplexizität
des Gerätes
erhöht.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Instrument bereitzustellen,
das einen weiten Bereich von Viskositäten und Viskolelastizitäten messen
kann.
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Das
erfindungsgemäße Instrument
zur Messung der Viskosität
und Viskolelastizität
umfasst ein Gehäuse,
in dem sich der Messmechanismus befindet. Die Komponenten des Messmechanismus
umfassen eine Kurve, einen Folgerarm, eine Feder und einen Plattenträger. Bei
der Kurve handelt es sich um eine vertikale, kreisförmige Scheibe
mit einem spiralförmigen
Schlitz, die durch einen elektrischen Schrittmotor rotiert wird. Ein
an dem Kurvenfolgerarm befestigter Kurvenfolger läuft in dem
spiralförmigen
Schlitz, so dass beim Rotieren der Kurve der Folgerarm um sein festes
Ende auf oder ab geschwenkt wird. Die Feder ist ein flaches, vorzugsweise
metallisches Band, von dem ein Ende an dem und kollinear mit dem
festen Ende des Folgerarms befestigt ist. So kann die Feder in die
entgegengesetzte Richtung wie der Folgerarm schwenken. Der Plattenträger hält eine
entfernbare Plattenanordnung, die drei Komponenten hat, eine obere
Platte, eine untere Platte und einen Plattenclip. Die beiden Plattenkomponenten
haben Kontaktflächen
für die
Probe, auf denen das zu testende Fluid aufgebracht wird. Der Träger weist
eine untere Backe auf, die schwenkbar an der Instrumentenbasis befestigt
ist, und eine obere Backe, die schwenkbar an dem freien Ende der
Feder befestigt ist. Die schwenkbaren Befestigungen erlauben es,
dass sich die Probenoberflächen
der Platten zueinander ausrichten, wenn sie während des Tests zusammenkommen.
Die Backen haben Kanäle,
um die Platten entgegenzunehmen und zu halten.
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Zur
Durchführung
einer Messung wird ein Fluid auf die untere Probenoberfläche aufgebracht.
Die Kurve rotiert, wobei sie das freie Ende des Folgerarms nach
oben drückt,
was bewirkt, dass der Folgerarm um sein sein festes Ende herumgeschwenkt
wird. Die am festen Ende des Folgerarm befestigte Feder rotiert
nach unten, wobei sie die Probenoberflächen der oberen und unteren
Platten zusammendrückt.
Dann wird die Kurve zurückgedreht,
wodurch bewirkt wird, dass die Feder eine Trennkraft auf die Platten
weiterleitet. Der Zeitraum, der beansprucht wird, um die Platten
zu trennen, wird gemessen und in Einen Viskositätswert überführt. Ein Dehnungsmessstreifen,
der an der Feder befestigt ist, zeigt an, wenn sich die Platten
trennen.
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Weitere
Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung sind den Zeichungen
und der detaillierten Beschreibung der Erfindung zu entnehmen.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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Es
zeigt:
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1 eine
perspektivische Darstellung der Vorderseite des erfindungsgemäßen Instruments
ist;
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2 eine
perspektivische Darstellung des hinteren Teils des erfindungsgemäßen Instruments
ist;
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3 eine
Aufrissdarstellung zweier Messplatten von vorne ist;
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4 eine
Aufrissdarstellung zweier Messplatten von vorne mit einer Fluidprobe
ist;
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5 eine
Aufrissdarstellung zweier Messplatten von vorne aus 3 ist,
die zusammengepresst sind;
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6 eine
Aufrissdarstellung zweier Messplatten von vorne aus 3 ist,
die sich nach dem Auflösen des
Drucks trennen;
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7 ist
eine perspektivische Darstellung des Instruments aus 1 mit
entfernter Abdeckung;
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8 ist
eine perspektivische Darstellung des Instruments aus 7 in
seinem Ruhezustand;
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9 ist
eine Seitendarstellung des Instruments aus 7 in seinem
ersten Betriebszustand;
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10 ist
eine Seitendarstellung des Instruments aus 7 in seinem
zweiten Betriebszustand;
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11 ist
eine Darstellung der Kurve aus 7
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12 ist
eine Seitendarstellung der Hauptfeder und der Blattfeder in komprimierter
Form;
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13 ist
eine Seitendarstellung der Hauptfeder und der Blattfeder aus 12 in
getrennter Form;
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14 ist
eine auseinander gezogene, teilweise durchsichtige Darstellung einer
Konfiguration des Plattenträgers;
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15 ist
eine auseinander gezogene, teilweise durchsichtige Darstellung einer
anderen Konfiguration des Plattenträgers;
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16 ist
eine perspektivische Darstellung einer Ausführung der entfernbaren Plattenanordnung;
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17 ist
eine auseinander gezogene, perspektivische Darstellung von hinten
der entfernbaren Plattenanordnung aus 16;
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18 ist
Darstellung von hinten einer entfernbaren Plattenanordnung aus 16;
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19 ist
die perspektivische Ansicht von vorne einer zweiten Ausführungsform
der entfernbaren Plattenanordnung;
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20 ist
die Darstellung von oben der sich überlappenden Probenoberflächen der
entfernbaren Plattenanordnung
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21 ist
eine vergrößerte Querschnittsdarstellung
einer aufgerauten Probenoberfläche;
und
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22 ist
ein Blockdiagramm der elektronischen Steuereinheit der vorliegenden
Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Basis des Viskositäts-
und Viskoelastizitätsmessinstruments
der vorliegenden Erfindung, liegt darin, dass es möglich ist,
die Viskosität
eines Fluids durch die Messung der Zeit, die unter bekannten Bedingungen
bis zum Reißen
beansprucht wird, zu bestimmen. Die bekannten Bedingungen schließen den
Betrag der Kraft zum Auseinanderreißen des Fluids, die Fläche des
Fluids, über
das sich die Kraft erstreckt, und die Fluidtemperatur ein. In der
vorliegenden Beschreibung bezieht sich, sofern nicht anders angegeben,
die Bezeichnung "Viskosität" sowohl auf Viskosität als auch
auf Viskoelastizität.
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Die
dynamische Viskosität
einer Fluidprobe ist eine Funktion der Trennkraft, der Fläche von
einer der Probenoberflächen
und der Zeitdauer, die für
die Trennung der Probenoberflächen
beansprucht wird. Die Werte stehen nach folgender Gleichung in Beziehung:
wobei die dynamische Viskosität in Poise
(P) berechnet wird, die Trennkraft wird in Dyn (dy) gemessen, die Fläche der
Oberfläche
in Quadratzentimetern (cm
2) und die Trennzeit
in Sekunden (s). Die Trennkraft/Fläche der Oberfläche wird
auch Scherbeanspruchung genannt. Die kinematische Viskosität ist die
dynamische Viskosität
geteilt durch die Dichte des Fluids und wird in Einheiten von Stoke
(St) angegeben. Die gebräuchliche Einheit
der dynamischen Viskosität
ist Zentipoise (cP), was der Dimension von P × 10
–2 entspricht,
und die gebräuchliche
Einheit der kinematischen Viskosität ist Zentistoke (cSt), was
der Dimension von St × 10
–2 entspricht.
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Zu
beachten ist, dass die Gleichung eher für die Viskosität als für die Viskoelastizität gilt.
Wenn ein newtonsches Fluid, wie Wasser, verwendet wird, werden die
Gleichungen die reine Viskosität
berechnen. Jedoch sind einige Fluidproben nicht-newtonsche Fluids.
Bei einem nicht-newtonschen Fluid gibt es neben der Viskosität ein Element
des elastischen Rückstoßes oder
der Elastizität.
Die Elastizität
beeinflusst die Trennzeit und die Trennkraft der Platten. So werden
die Messungen, die in der vorstehenden Gleichung verwendet werden,
durch die Elastizität
der Fluidprobe beeinflusst. Da es keine spezifische Gleichung für die Viskoelastizität gibt,
wird die Gleichung für
die Viskosität
verwendet, und die Viskoelastizität wird in Einheiten gemessen,
die äquivalent
zur Viskosität
sind, wodurch sich ein newtonsches Äquivalent der Kombination von
Viskosität
und Elastizität
ergibt, wie sie in einer nicht-newtonschen Fluidprobe gefundenen
werder.
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Die
Anteile der bestimmten Viskoelastizität, die der Viskosität und der
Elastizität
zugeschrieben werden, hängen
von der Dicke der Fluidprobe ab (Dichte, keine Breite). Wenn die
Dicke ansteigt, steigt der Anteil, der der Viskosität zugeschrieben
wird, als Prozentanteil der Viskoelastizität. Zum Beispiel kann in sehr
dickem Speichel das Verhältnis
von Viskosität
zu Elastizität
80% zu 20% betragen, während
in einem dünnen
Speichel das Verhältnis
20% zu 80% betragen kann.
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Ein
anderer zu bedenkender Faktor ist, dass sich nicht nur die Verhältnisse
von Viskosität
und Elastiziät ändern, wenn
ein Fluid dicker wird, sondern dass sich auch die Absolutwerte der
Viskosität
und Elastizität ändern. Zum
Beispiel kann bei einem dicken Speichel 80% seiner Viskoelastizität der Viskosität zugeschrieben werden
und 20% der Elastizität,
mit den Absolutwerten von 64 cSt, die der Viskosität zugeschrieben
werden, und 16 cSt, die der Elastizität zugeschrieben werden, und
bei einem dünnen
Speichel können
20% seiner Viskoelastizität
der Viskosität
zugeschrieben werden und 80% der Elastizität, mit den Absolutwerten von
5 cSt, die der Viskosität
zugeschrieben werden, und 20 cSt, die der Elastizität zugeschrieben
werden.
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Die 3-6 zeigen
den physikalischen Prozess, durch den die Viskosität eines
Fluids gemessen wird. In 3 ist ein Plattenpaar 202 mit
den Probenoberflächen 204 räumlich getrennt.
In 4 wird eine Fluidprobe 206 in einem angemessenen
Volumen zwischen den Probenoberflächen 204 aufgebracht.
In 5 werden die Platten 202 mit einer vorbestimmten
Druckkraft 208 zusammen gedrückt. Die Druckkraft 208 muss groß genug
sein, so dass die Fluidprobe 206 die gesamte Fläche der
Oberfläche 204 überdeckt.
In 6 werden die Platten 202 durch eine Trennkraft 210 auseinander
gezogen, bis die Fluidprobe reißt,
wie bei 212. Das Reißen
tritt auf, wenn die Kohäsion
der Fluidprobe 206 überwunden
ist, wobei die Kohäsion
als die Tendenz von Teilen eines Körpers gleicher Zusammensetzung
zusammen zu halten definiert ist.
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Das
Messen der Viskosität
beruht auf der Adhäsion
der Fluidprobe an der Probenoberfläche, wobei die Adhäsion als
Tendenz definiert ist, dass Materialien, aufgrund von intermolekularen
Kräften,
an anderen Materialien haften. Um gültige Messungen zu haben, muss
die Adhäsionskraft
der Fluidprobe an den Probenoberflächen größer sein als die Kohäsionskraft
der Fluidprobe, so dass die Fluidprobe reißt, bevor sie sich von einer
der Probenoberflächen
trennt. Daher müssen
Probenoberflächen
mit einer Adhäsionskraft
für die
Fluidprobe verwendet werden, die größer als die Kohäsionskraft
der der gleichen Fluidprobe ist.
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Der
durch die 6 wiedergegebene Vorgang impliziert
zwei Messwege: (1) die Verwendung einer bekannten Trennkraft 210 und
die Messung der Zeit, die für
das Reißen
der Fluidprobe 206 benötigt
wird, oder (2) die Verwendung einer bekannten Trennzeit und die
Messung der Trennkraft 210, die für das Reißen der Fluidprobe 206 benötigt wird.
Das erfindungsgemäße Instrument
verwendet indirekt ersteren. Die vorstehende Gleichung für die dynamische
Viskosität
impliziert, dass die Trennkraft, die Trennzeit und die Fläche der
Probenoberfläche
bekannt sein müssen,
um die Viskosität
zu berechnen. Das erfindungsgemäße Instrument
beruht jedoch nicht auf der Kenntnis der Absolutwerte für die Trennkraft
und die Fläche
der Probenoberfläche, sondern
nur darauf, dass diese Werte von Messung zu Messung konsistent bleiben.
Dies wird erreicht, indem eine Charakteristik des Instruments erstellt
wird, um die Trennzeiten für
Fluids bekannter Viskositäten
zu bestimmen. Zum Beispiel werden bei dem Charakterisierungsverfahren
die Trennzeiten für
Fluids mit bekannten Viskositäten
gemessen, dann interpoliert und aus diesen Messungen wird extrapoliert,
um eine Tabelle zur Zuordnung von Trennzeiten zu Viskositäten zu erstellen.
Alternativ wird die Viskosität
aus der Trennzeit durch eine Gleichung berechnet und die Charakterisierungsdaten
werden verwendet, um die Berechnung für das einzelne Instrument zu
skalieren.
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Die
gegenwärtige äußere Konfiguration
des erfindungsgemäßen Viskositätsmessinstruments 10 ist
in den 1 und 2 gezeigt, wobei bedacht werden
soll, dass die Ausgestaltung lediglich veranschaulichend ist, und
dass jede Ausgestaltung, die dazu fähig ist, die notwendigen Funktionen
auszuführen,
in Erwägung gezogen
werden kann. Von außen
umfasst das Instrument 10 ein Gehäuse 11, eine Tür 13,
eine optische Anzeige 14, einen Charakterisierungsschalter 15,
einen Griff 16, einen Stromeingangsstecker 17,
eine Netzschalteranordnung 18 und einen optionalen externen
Kommunikationsanschluss 19. Der Zweck des Gehäuses 11, des
Griffs 16, des Stromeingangs 17 und des Netzschalter 18 ist
offensichtlich. Die Tür 13 ist
nach unten aufklappbar und stellt dem Anwender, wie nachstehend
beschrieben, einen Zugang für
das Einschieben der entfernbaren Plattenanordnung 30 bereit.
Durch die optische Anzeige 14 wird der Anwender sowohl
angeleitet, als auch über
den Status des Instruments 10 und die Testergebnisse informiert.
Die vorliegende Erfindung erwägt
auch, dass keine interne Anzeige vorhanden sein muss und dass die
Anweisungen, der Status und die Ergebnisse zur Anzeige an einen
externen Computer gesendet werden. Der Charakterisierungsschalter 15 weist
das Instrument 10 an, wie nachstehend beschrieben, eine
Instrumentencharakterisierung auszuführen. Der optionale externe
Kommunikationsanschluss 19 stellt ein Mittel bereit, dass
ein externer Computer die Einrichtungsparameter und die Testergebnisse
empfängt
und gegebenenfalls den Betrieb des Instruments 10 steuert.
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Die
in den 7 und 8 gezeigten, internen mechanischen
Komponenten des Instruments 10 schließen eine Kurve 20,
einen Folgerarm 22, eine Feder 24 und einen Plattenträger 28 ein.
Kurz zusammengefasst, wird ein Fluid für einen Test auf die Testoberfläche 114 der
unteren Platte 102 der Plattenanordnung 30 aufgebracht
und der Test wird gestartet. Die Kurve 20 rotiert, wobei
das freie Ende 58 des Folgerarms 22 nach oben
gedrückt
wird, was bewirkt, dass der Folgerarm 22 um das befestigte
Ende 56 schwenkt. Die Feder 24, die an dem festen
Ende 56 des Folgerarms 22 befestigt ist, rotiert
nach unten, wobei die beiden Komponenten des Plattenträgers 28 zusammengedrückt werden.
Die Platten 102, 104 der entfernbaren Plattenanordnung 30,
die durch den Plattenträger 28 gehalten
werden, werden zusammengedrückt.
Wenn die Druckkraft ein vorbestimmtes Ausmaß für einen vorbestimmten Zeitraum
erreicht hat, wird die Kurve 20 zurückgefahren, wobei letztendlich
bewirkt wird, dass die Feder 24 eine Trennkraft auf die
Platten 102, 104 überträgt. Der Zeitraum, den die Platten 102, 104 zur
Trennung beanspruchen, wird gemessen. Die Zeitmessung wird in einen
Viskositätswert überführt, der
die Viskosität
der Fluidprobe entweder durch Nachschlagen in einer Tabelle oder
durch eine Gleichung wiedergibt.
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Bei
der im Einzelnen in 11 gezeigten Kurve 20 handelt
es sich um eine kreisförmige
Scheibe 32 mit einem Spiralschlitz 34. In der
veranschaulichten Konfiguration ist der Schlitz 34 etwa
0,255'' Inch breit. Der Schlitz 34 umgibt
den Mittelpunkt 36 der Scheibe 32, wobei er an
einem inneren Endpunkt 38 mit einem Radius von etwa 0,587'', wie bei 42, beginnt. Da sich
der Schlitz 34 um den Scheibenmittelpunkt 36 herum
erstreckt, vergrößert sich
sein Abstand vom Scheibenmittelpunkt 36 um etwas mehr als
0,001'' pro Winkelgrad.
Der Schlitz erstreckt sich um einen Abstand, der etwa einem Winkelgrad
von 781° gleichzusetzen
ist, bis sein äußeren Endpunkt 40 einen
Radius von etwa 1,377'', wie bei 44,
hat. So vergrößert sich
der Radius des Schlitzes während
der Rotation um 781° um
0,790''. Die absoluten Radien
des inneren Endpunkts 38 und des äußeren Endpunkts 40 sind
nicht wichtig, sofern der Abstand zwischen den zwei Radien so ist,
wie er für
die betreffende Ausführungsform
des Instruments erforderlich ist, in diesem Fall 0,790''.
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Die
Kurve 20 ist vertikal so befestigt, dass, wenn die Scheibe
rotiert, ein Kurvenfolger innerhalb des Schlitzes vom dem Mittelpunkt 36 der
Scheibe 32 um 0,001'' pro Grad der Rotation
der Kurve 20 verschoben wird. Offensichtlich hängt es von
der Richtung der Rotation der Kurve 20 ab, ob sich der
Kurvenfolger in Richtung auf oder von dem Scheibenmittelpunkt 36 weg
bewegt. In der Orientierung in 11 verschiebt
sich der Kurvenfolger nach oben, da die Kurve 20 im Uhrzeigersinn
rotiert. Die maximale Verschiebung für die veranschaulichte Konfiguration
beträgt
0,790'', das ist der radiale
Unterschied zwischen den Endpunkten 38 und 40 des
Schlitzes 34.
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Die
vorstehend beschriebene Kurve 20 ist nur eine mögliche Konfiguration.
In Abhängigkeit
von der Ausgestaltung von anderen Komponenten des Instruments können unterschiedliche
Kurvenkonfigurationen verwendet werden, um das Testen verschiedener
Bereiche von Viskoelastiziät
auszuführen.
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Die
Kurve 20 wird durch einen elektrischen Schrittmotor 46 rotiert.
Ein Satz von Untersetzungsgetrieben 48 verringert die Rotationsgewindigkeit
des Motors 46, so wie es für die vorliegende Erfindung
passend ist. Es kann jede Kombination von im Fachgebiet bekannten
verschiedenen Motoren 46 und Untersetzungsgetrieben 48 verwendet
werden, die eine passende Schrittauflösung und ein passendes Drehmoment
bereitstellt. In der vorliegenden Erfindung wird ein 7,5°-Schrittmotor
verwendet.
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Bei
dem Folgerarm 22 handelt es sich um einen Stab 52 mit
einer Drehbefestigung 54 an dem festen Ende 56 und
einem Kurvenfolger 60 an dem freien Ende 58. Die
Drehbefestigung 54 erlaubt es dem freien Ende 58 auf
und ab zu schwenken. Der Kurvenfolger 60 sitzt so im Kurvenschlitz 34,
dass wenn die Kurve 20 nach vorne rotiert (im Uhrzeigersinn),
das freie Ende 58 nach oben schwenkt, und wenn die Kurve
rückwärts rotiert,
schwenkt das freie Ende 58 nach unten. Gegebenenfalls ist
der Kurvenfolger 60 drehbar an dem Stab 52 befestigt,
um die Reibung während
der Bewegung im Kurvenschlitz 34 zur verringern. In der
veranschaulichten Ausführungsform
sind die Dimensionen der Kurve 20 und des Folgerarms 22 so,
dass der Folgerarm 22 um 3,8° schwenkt, wenn die Kurve 20 um
370° rotiert
wird, und um 7,8° schwenkt,
wenn die Kurve um 780° rotiert
wird. Dies ist damit gleichzusetzen, dass der Folgerarm 22 um
etwas mehr als 0,01° pro
Grad der Kurvenrotation schwenkt. Um diese Verschiebung zu erreichen,
beträgt
der Abstand zwischen der Drehbefestigung 54 und dem Kurvenfolger 60,
wenn sie in Verbindung mit den vorstehenden, beispielhaften Kurvendimensionen
verwendet werden, 5,74''.
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Bei
der Feder 24 handelt sich um ein flaches Band 76,
das an einem Ende 78 an dem festen Ende 56 des
Folgerarm 22 so befestigt ist, dass die Feder 24 ungefähr kollinear
zum Folgerarm 22 ist. Die Feder 24 hat eine freies
Ende 74, das sich auf der entfernten Seite vom Folgerarm 22 befindet.
Das Material aus dem die Feder 24 besteht, erlaubt es,
dass sie sich auf ganzer Länge
biegt. Die Feder 24 ist so gestaltet, dass sie eine maximale
Kraft in einem Bereich von 2-10 lbs bereitstellt, wenn sie um 4° ausgelenkt
ist. Gegenwärtig
besteht die Feder aus 0,080'' dickem Aluminum
Alloy 2024 T3 per AMS 4307. Ein Dehnungsmessstreifen 308,
der an der oder integral mit der Feder 24 befestigt ist,
misst, ob die Feder 24 unter Spannung steht und eine Kraft, entweder
Druck- oder Trennkraft, ausübt
oder nicht.
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Um
einige Fluids zu messen, kann es nötig sein, mehr Druckkraft als
Trennkraft auszuüben.
Die vorliegende Erfindung zieht es in Erwägung, dass, wie in den 12 und 13,
die Feder 24 eine Hauptfeder 174, die durch eine
Blattfeder 176 überlagert
wird, einschließen
kann. Wenn sich die Feder 24, wie in 12, im
Druckmodus befindet, wenden sowohl die Hauptfeder 174 als
auch die Blattfeder 176 die Druckkraft auf die Komponenten
des Plattenträgers 86, 90 an.
Wenn sich die Feder 24, wie in 13, im
Trennmodus befindet, wendet nur die Hauptfeder 174 die
Trennkraft an.
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Der
Träger 28 hält die entfernbare
Plattenanordnung 30. Wie in den 14 und 15 gezeigt,
weist der Träger 28 zwei
Backenteile auf. Die untere Backe 86 ist an der Instrumentenbasis 12 über einen
Sockel 72 befestigt und ist so ausgebildet, dass sie einen
Kanal 88 einschließt.
Die obere Backe 90 ist an dem freien Ende 74 der
Feder 24 befestigt, wie bei 80, und ist so ausgebildet,
dass sie einen Kanal 92 einschließt. Der Querschnitt der Kanäle 88, 92 ist
vorzugsweise rechteckig, wie es in den 14 und 15 gezeigt
wird, kann jedoch von jeder beliebigen Gestalt sein, die die Funktion
ausführt,
wie es nachstehend in Bezug auf die entfernbare Plattenanordnung 30 beschrieben
ist. Die Kanäle 88, 92 sind,
wie nachstehend beschrieben, für
den Empfang der entfernbaren Plattenanordnung 30 offen.
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Wenn
die Backen 86, 90 starr an der Basis 12 beziehungsweise
der Feder 24 befestigt wären, könnten Fehlerstellen bei der
entfernbaren Plattenanordnung 30 oder Störungen bei
der Bewegung der Feder 24 relativ zur der Basis 12 bedeuten,
dass sich die Probenoberflächen 114, 128 der
Platten 102, 104 während des Aufeinanderdrückens der
Platten nicht voll und ganz treffen. Dies könnte bewirken, dass sich die
Fluidprobe ungleichmäßig über die
Probenoberflächen 114, 128 verteilt,
was eine ungenaue Messung zur Folge hätte.
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Zur
Lösung
dieses Problems werden die Backen 86, 90 schwenkbar
befestigt, das heißt,
sie werden so befestigt, dass sich die Platten 102, 104 selbst
anpassen können,
um sich richtig auszurichten, wenn die obere Probenoberfläche 128 die
unter Probenoberfläche 114 berührt. Bei
einer in 14 gezeigten Konfiguration ist
die untere Backe 86 über
eine Achse 94 schwenkbar an dem Sockel 72 befestigt,
was ein Schwenken der unteren Backe 86 relativ zum Sockel 72 von
einer Seite zur anderen erlaubt. Die obere Backe 90 ist über eine
Achse 96 an der Feder 24 befestigt, was ein Schwenken
der oberen Backe 90 relativ zu der Feder 24 von vorne
nach hinten erlaubt. Bei einer anderen in 15 gezeigten
Konfiguration ist die untere Backe 86 über ein Paar Schrauben 98 schwenkbar
an dem Sockel 72 befestigt, was ein ein Schwenken der unteren
Backe 86 relativ zum Sockel 72 von einer Seite
zur anderen erlaubt. Die obere Backe 90 ist über ein
Paar Schrauben 99 an der Feder 24 befestigt, was
ein Schwenken der oberen Backe 90 relativ zu der Feder 24 von
vorne nach hinten erlaubt.
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Wie
in den 16-19 gezeigt,
hat die entfernbare Plattenanordnung 30 drei Komponenten,
die untere Platte 102, die obere Platte 104 und
den Plattenclip 106. Die unter Platte 102 ist
im Allgemeinen ein rechteckiges, oben offenes Gehäuse 108.
Die Probenoberfläche 114 befindet
sich am Boden 110 des Gehäuses 108. Die Form
des Gehäuses 108,
die in den Figuren im Allgemeinen als rechteckig gezeigt wird, ist
nur dahingehend wesentlich, dass der Boden 110 groß genug
sein muss, um die erforderliche Probenoberfläche 114 aufzunehmen.
Der Boden 110 erstreckt sich nach außen von dem Gehäuse 108 auf
die gegenüberliegenden
Seiten, wobei er ein Paar Schienen 116 bildet. Die Schienen 116 haben
den gleichen Querschnitt wie der Kanal 88 der unteren Backe,
so dass die untere Platte 102 in die untere Backe 88 gleitet.
Gegebenenfalls kann sich ein Anschlussstück 118 von der oberen
Kante des Gehäuses 108 erstrecken,
um einen Griff für
einen Anwender bereitzustellen, damit er ohne Verunreinigung die
Platten 102, 104 greifen kann. Gegebenenfalls
befindet sich eine Öffnung 120 in
einer der Gehäusewände, um
einen Zugang zur Probenoberfläche 114 zum Einbringen
der Fluidtestprobe, wie in den 17 und 18,
bereitzustellen.
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Gegebenenfalls
schließt
die Plattenanordnung 30 einen Identifikator 122 für Plattentypen
ein, um für die
Steuerung zu identifizieren, welcher Typ von Plattenanordnung 30 in
dem Instrument 10 installiert ist. Bei einer Konfiguration
erstreckt sich der Boden 110 als ein Vorsprung 126 über das
Gehäuse 108 hinaus.
Dieser Vorsprung 126 umfasst Einkerbungen 124,
um der Steuerung anzuzeigen, welcher Typ von Plattenanordnung 30 in
dem Instrument 10 gegenwärtig verwendet wird. Die Einkerbungen 124 sind
nur ein Mittel zum Anzeigen des Typs von Plattenanordnung. Jedes
andere im Fachgebiet bekannte Verfahren, das die gleiche Funktion ausführt, wird
in Erwägung
gezogen. Zu Beispielen gehören
Barcodes, reflektierende Spots, wobei die festen Spots auf der Plattenanordnung
entweder reflektierend oder nicht-reflektierend sind, und interne
Schaltkreisanschlüsse,
wobei die Kontakte auf der Oberfläche der Plattenanordnung einen
Schaltkreis in der Steuerung vervollständigen oder nicht. Die verschiedenen
Plattentypen haben mit dem Messbereich zu tun, der wie nachstehend
beschrieben, durch das Instrument 10 angewendet werden
soll.
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Die
obere Platte 104 ist im Allgemeinen ein rechtwinkliges
Gehäuse 170 mit
einer Probenoberfläche 128 an
seiner unterseitigen Stirnfläche 130.
Die Größe der oberen
Platte 104 ist so, dass sie in das untere Plattengehäuse 108 passt.
Die oberen Seitenkanten des Gehäuses 170 erstrecken
sich nach außen,
wobei sie ein Paar Schienen 134 bilden. Die Schienen 134 haben
den gleichen Querschnitt wie der Kanal 92 der oberen Backe,
so dass die obere Platte 104 in die obere Backe 90 gleiten
wird. Gegebenenfalls haben die Kanäle 88 der unteren
Backe und die Schienen 116 der unteren Platte sowie die
die Kanäle 92 der
oberen Backe und die Schienen 134 der oberen Platte unterschiedliche
Querschnittparameter, so dass die Plattenanordnung 30 nicht
umgedreht installiert werden kann.
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Der
Plattenclip 106 hält
die untere Platte 102 und die obere Platte 104 vorübergehend
als eine Anordnung vor der Verwendung. Er verhindert, dass sich
die Probenoberflächen 114, 128 gegenseitig
berühren
oder verunreinigt werden. Der Clip 116 besteht aus einem
Rillenpaar 140, 142, in die die Schienen 116 der
unteren Platte beziehungsweise die Schienen 134 der oberen
Platte passen. Eine Öffnung 144 in
dem Clip 104 stellt eine Aussparung bereit, durch die das
Anschlussstück 122 hindurch
passt. In der Ausführungsform
der 16 und 17, ist
der Clip 106 starr. In der Ausführungsform der 19 hat
der Clip 106 ein Gelenk 146 zwischen den unteren
Rillen 140 und den oberen Rillen 142, so dass
die obere Platte 104 von der unteren Platte 102 weggeschwenkt
werden kann, um einen Zugang zu der Probenoberfläche 114 zum Aufbringen
der Fluidprobe bereitzustellen. Bei dem Gelenk 146 kann
es sich um jeden Gelenktyp handeln, der für den Clip 106 passend ist,
wie zum Beispiel ein Falzschanier, eine Kugelhülse oder ein Zylinderstift.
Gelenke dieser Typen sind weithin bekannt.
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Gegebenenfalls
schließt
die Plattenanordnung 30 ein Hilfsmittel zum Halten der
Plattenanordung in dem Plattenträger 28 ein,
so dass diese im Träger 28 verbleibt,
wenn der Clip 106 entfernt wird. Das bevorzugte Verfahren
ist die Verwendung eines Vertiefungspaars 178 in der unteren
Plattenschiene 116 in Verbindung mit dazu passenden Vorsprüngen (nicht
gezeigt) in dem Kanal 88 der unteren Backe. Wenn die untere Platte 102 in
den Kanal 88 gleitet, schnappt der Vorsprung in die Vertiefung 178.
In einer anderen Ausführungsform
sind die Schienen- und/oder Kanaloberflächen aufgeraut, so dass die
Reibung zwischen den aufgerauten Oberflächen die Plattenanordnung 30 in
dem Plattenträger 28 hält. In noch
einem anderen Verfahren sind die Schienenoberflächen einer Platte oder die
Kanaloberflächen
leicht schräg
verlaufend, so dass, wenn die Platten in die Backen gleiten, sie
in den Kanälen
verkeilt werden.
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Die
vorliegende Erfindung beruht auf mehreren bekannten Bedingungen
zum Testen von Viskoelastizität,
von denen eine ist, dass die Oberfläche der Fluidprobe konsistent
ist, das heißt,
dass sie sich nicht von Test zu Test ändert. Wie vorstehend beschrieben,
schwenken die Trägerbacken 86, 90 so,
dass sich die Probenoberflächen 114, 128 ausrichten,
wenn sie in Kontakt kommen. Dies bedeutet auch, dass, wenn die Probenoberflächen 114, 128 von
genau der gleichen Größe der erforderlichen
Fluidprobenoberflächen
sind, es sehr wahrscheinlich ist, dass sich die Probenoberflächen 114, 128 relativ
zueinander ein kleines bisschen seitwärts bewegen würden. Als
ein Ergebnis würden
die Probenoberflächen
nicht genau ineinander greifen, so dass die eigentliche Fläche der
Probenoberfläche
von Test zu Test variieren könnte.
Die gegenwärtige
Ausführungsform
der Erfindung löst
dieses Problem, indem die Probenoberflächen rechteckig und in richtigem
Winkel zueinander angefertigt werden. Wie in 20 gezeigt,
ist die untere Probenoberfläche 114 rechteckig
und erstreckt sich von einer Seite zur anderen, und die obere Probenoberfläche 128 ist
rechteckig und erstreckt sich von vorne nach hinten. So ergibt sich,
wenn die Oberflächen 114, 128 ineinander
greifen, eine Überlappung, die
eine Kontaktfläche 132 von
konsistenter und bekannter Größe schafft.
Wie bei den anderen Parametern des Testverfahrens ist die Kenntnis
der absoluten Größe der Kontaktfläche 132 nicht
wichtig. So bedeutet in diesem Zusammenhang der Ausdruck "bekannte Größe", dass das Testverfahren
auf der Kenntnis beruhen kann, dass die Größe der Kontaktfläche von
Test zu Test konsistent bleibt. In der gegenwärtigen Ausführungsform handelt es sich
bei der Kontaktfläche
um ein Quadrat mit einer Seitenlänge
von etwa 1,5 cm.
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Die
vorliegende Erfindung erwägt
die Verwendung von jedem anderen Verfahren, das sicher stellen kann,
dass die Kontaktfläche
von Test zu Test konsistent bleibt. Ein solches anderes Verfahren
verwendet Probenoberflächen
unterschiedlicher Größe. Angenommen
die obere Probenoberfläche 128 ist
größer als
die untere Probenoberfläche 114,
so dass die gesamte unter Probenoberfläche bequem in dem Umfang der
oberen Probenoberfläche 128 passt.
Dann wird, wenn die Probenoberflächen 114, 128 ineinander
greifen, die Kontaktfläche 132 von
der gleichen Größe sein,
wie die untere Probenoberfläche 114,
eine bekannte Größe, sogar dann
wenn sich die Probenoberflächen 114, 128 relativ
zueinander ein bisschen seitlich verschieben.
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Vorzugsweise
wird die untere Probenoberfläche 114 von
dem Boden 110 angehoben, was um die Probenoberfläche 114 herum
eine Furche verursacht. Überschüssiges Probenfluid,
das aus dem Zwischenraum der Probenoberflächen 114, 128 während der
Messung verdrängt
wird, fließt
nach unten in die Furche 172, weg von der unteren Probenoberfläche 114,
so dass es die Messung nicht beeinflussen kann.
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Nochmal
bezugnehmend auf die 3-6 beruht
die Messung der Viskoelastizität
auf der Adhäsion
der Fluidprobe 206 an den Probenoberflächen 204, wobei die
Adhäsion
als Tendenz definiert ist, dass Materialien, aufgrund von intermolekularen
Kräften,
an anderen Materialien haften. Um eine gültige Messung zu haben, muss
die Adhäsionskraft
der Fluidprobe 206 an den Probenoberflächen 114, 128 größer sein,
als die Kohäsionskraft
der Fluidprobe 206, so dass die Fluidprobe 206 reißt, bevor
sie sich von einer der Probenoberfläche 204 trennt. Daher
muss eine Probenoberfläche 204 mit
einer Adhäsionskraft
für die
Fluidprobe 206 bereit gestellt werden, die größer ist
als die Kohäsionskraft
der Fluidprobe 206. Und im Allgemeinen gilt, dass je größer die
Viskoelastizität
eines Fluids ist, desto größer muss
die Probenoberfläche
sein, so dass das Fluid reißt,
bevor es sich von der Probenoberfläche trennt.
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Die
Adhäsion
der Fluidprobe 206 an einer Probenoberfläche 204 tritt über die
gesamte Fläche
auf, über
die die Fluidprobe 206 und die Probenoberfläche 204 in
Kontakt gebracht werden. So gilt, dass je größer die Kontaktfläche ist,
desto proportional größer wird
die Adhäsion
der Fluidprobe 206 an der Probenoberfläche 204 sein.
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Eine
Möglichkeit
die Fläche
der Probenoberfläche 204 zu
steigern ist es, die äußeren Dimensionen der
Probenoberfläche 204 zu
steigern. Jedoch soll das erfindungsgemäße Instrument 10 einen
sehr weiten Bereich von Viskoelastizitäten messen, die nicht durch
eine Probenoberfläche
in einer einzigen Größe in Einklang gebracht
werden können.
Dies bedeutet, dass für
unterschiedliche Testbereiche unterschiedliche Probenoberflächen benötigt werden.
Gegen diese Erfordernisse sprechen praktische Aspekte des Instruments
für einen einfachen
Gebrauch und die Fertigung des Instrument, wo es erwünscht ist,
dass die entfernbare Plattenanordnung 30 von der gleichen
Größe ist,
ungeachtet des zu testenden Viskoelastizitätsbereiches, so dass der Plattenträger 28 nicht
geändert
werden muss.
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Zur
Lösung
dieses Problems ist es der bevorzugte Weg zur Vergrößerung der
Fläche
der Probenoberfläche 204,
die Oberflächen
so aufzurauen, dass es eine Vielzahl von Mulden gibt, die sich über die
Probenoberfläche 204 erstrecken.
Die Oberfläche,
an der die Fluidprobe 206 anhaftet, schließt dann
die Fläche
ein, die von den Wänden
einer jeden Mulde gebildet wird, die sich in die Probenoberfläche 204 erstreckt,
mit der die Fluidprobe 206 in Kontakt kommen kann. Das
Aufrauen der Probenoberfläche 204 stellt
eine größere Fläche der
Probenoberfläche
bereit, ohne das äußere Profil
der Probenoberfläche 204 zu
vergrößern. Und
es können unterschiedliche
Viskoelastizitätsbereiche
durch unterschiedliche Rauigkeitgrade in Einklang gebracht werden.
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Eine
aufgeraute Probenoberfläche 204 ist,
wie in 21 gezeigt, aus einer zufälligen Verteilung
von unregelmäßig geformten
Mulden 216 und Spitzen 218 zusammengesetzt.
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Es
gibt zwei grundlegende Parameter, die für die Charakterisierung der
Probenoberfläche 204,
wenn sie in einem Instrument zur Viskositätsmessung verwendet werden,
wichtig sind. Der erste dieser Parameter ist die durchschnittliche
Tiefe der Mulden 216, wie sie von einer Ebene aus gemessen
werden, die durch die oberen Enden der Spitzen 218 definiert
ist. Der bevorzugte Bereich für
diesen Durchschnitt liegt zwischen 10 Pikometern (pm) und 100 Mikrometern
(μm), und
der am stärksten
bevorzugte Bereich zwischen 50 μm
und 80 μm.
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Der
zweite Parameter ist die Betrag an Muldenflächen, die Summe der Flächen der
Oberflächen
von den Muldenwänden
unterhalb von der Hälfte
der durchschnittlichen Tiefe der Täler, relativ zu der Gesamtfläche der
Oberfläche.
Der bevorzugte Bereich von Muldenfläche liegt zwischen 35% und
65% der Gesamtfläche
der Oberfläche,
und am stärksten
bevorzugt liegt der Bereich zwischen 45% und 55%.
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Wenn
die durchschnittliche Tiefe der Mulden 216 zu flach ist,
wie weniger als 10 pm, wird die Probenoberfläche 204 zu glatt sein
und wird nicht ausreichend funktionieren, da die Fläche der
Probenoberfläche 204 so
klein sein wird, dass die Fluidprobe nicht mit einer Kraft haften
wird, die größer als
die Kohäsionskraft
der Fluidprobe ist. Wie vorstehend erklärt, wird sich die Fluidprobe,
wenn die Adhäsionskraft
kleiner ist als die Kohäsionskraft
der Fluidprobe, von der Probenoberfläche 204 trennen, bevor
sie reißt.
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Wenn
die durchschnittliche Tiefe der Mulden 216 zu groß ist, wie
größer als
100 μm,
oder das Verhältnis
von Talflächen
zu der Gesamtfläche
zu groß ist,
wie größer als
65%, wird die Oberfläche
ebenfalls nicht ausreichend funktionieren, da sich die Fluidprobe
in die tiefen und großen
Mulden ausbreiten würde,
wobei die Menge an Fluidprobe, die außerhalb der Mulden 216 verbleibt,
für eine
genaue Messung als zu klein übrig bleibt.
Wenn die Fluidprobe zu klein ist, wird sie nicht die gesamte Probenfläche 204 abdecken,
was einen ungenauen Wert für
sie Fläche
der Rissoberflächen
zur Folge hat, und die berechnete Viskosität ungenau macht.
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Wenn
das Verhältnis
von Muldenflächen
zu der Gesamtfläche
zu niedrig ist, wie niedriger als 35%, wird die Probenoberfläche 204 ebenfalls
nicht ausreichend funktionieren, da die Fläche der Probenoberfläche 204 so
klein sein wird, dass die Fluidprobe nicht mit einer Kraft haften
wird, die größer als
die Kohäsion
der Fluidprobe ist. Wie vorstehend erklärt, wird sich die Fluidprobe,
wenn die Adhäsionskraft
kleiner ist als die Kohäsionskraft
der Fluidprobe, von der Probenoberfläche 204 trennen, bevor
sie reißt.
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Die
Platten 104, 106 und als eine Folge davon die
Probenoberflächen 114, 128 sind
aus einem starren Kunststoffmaterial zusammengesetzt. Gegenwärtig ist
das bevorzugte Material Grilamid TR55, ein Nylon 12. Vorzugsweise
werden die Platten 104, 106 durch eher durch Formpressen
als durch Schleifen oder Strahlen hergestellt. Eine Gussform mit
bestimmenten, eingeätzten
Oberflächencharakteristiken
kann erstellt und verwendet werden, um eine Probenoberfläche mit
konsistenter Oberflächentopologie
und Größe zu erzeugen. Obwohl
keine zwei formgepressten Oberflächen
genau gleich sein können,
sind die Unterschiede von einer Oberfläche zur nächsten nicht annähernd so
groß wie
der Unterschied von einer geschliffenen oder gestrahlten Oberfläche zu der
nächsten,
was eine bessere Wiederholbarkeit der Messungen zur Folge hat.
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Der
Zweck des Instruments 10 der vorliegenden Erfindung ist
es, die Viskosität
von Fluids zu messen, und jede Verunreinigung auf den Probenoberflächen 114, 128 wird
ein fehlerhaftes Testergebnis zur Folge haben. Um die Probenoberflächen 114, 128 vor
Verunreinungen zu schützen
und um wegen der intensiv hygroskopischen Natur des Plattenmaterials
eine trockene Umgebung beizubehalten, wird die entfernbare Plattenanordnung 30 als
letzte Stufe bei der Herstellung in einen durch Vakuum versiegelten
Beutel verpackt. Die Plattenanordnung wird vor der Verwendung aus
dem Beutel entfernt.
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Das
Instrument 10 hat eine Steuerung, von der ein Blockschaltbild
in 22 gezeigt wird. Die Steuerung ist rund um einen
Microcontroller (μC) 302 aufgebaut,
der zur Durchführung
der notwendigen Funktionen programmiert ist. Die Stromversorgung
erfolgt über
einen Stecker 304 und eine Stromversorgung 306,
deren Ausgestaltung im Fachgebiet weithin bekannt ist. Eingangssignale
zum μC 302 umfassen
den Dehnungsmessstreifen 308, einen Sensor für die Kurvenausgangsstellung 312,
einen Sensor für
den Plattentyp 314, einen Sensor für die Türposition 316, einen
Charaktierisierungsschalter 315 und gegebenenfalls einen
Temperatursensor 310. Es gibt mehrere unterschiedliche,
im Fachgebiet bekannte Wege, jede dieser verschiedenen Eingaben
umzusetzen. Die folgende Beschreibung ist nur ein Beispiel eines
Weges zur Umsetzung der Signale und soll nicht die Verwendung von
anderen, die die gleichen Ergebnisse liefern, ausschließen.
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Der
Dehnungsmessstreifen 308 ist an der Feder 24 angebracht
und wird verwendet, um zu bestimmen, ob die Feder 24 unter
Spannung steht oder nicht. Wie in 10 ersichtlich,
beginnt die Feder 24 sich zu verbiegen, wenn der Trägerarm 26 seine
Schwenkbereichsgrenze erreicht, was von dem Dehnungsmessstreifen 308 erkannt
wird. Umgekehrt erfasst der Dehnungsmessstreifen 308 den
Eintritt des Reißens
der Fluidprobe, indem die Entfernung der Spannung auf die Feder 24 erkannt
wird.
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Der
Sensor für
die Kurvenausgangsstellung 312 informiert den μC 302,
wenn sich die Kurve in der Ausgangsposition befindet. Dabei handelt
es sich um die Position, bei der die entfernbare Plattenanordnung 30 in
den Träger 28 einführt werden
kann und die, wie vorstehend beschrieben, der Ausgangspunkt für den Test
ist. Bei dem Sensor für
die Kurvenausgangsstellung 312 kann es sich um jeden Schaltertyp
handeln, der für
die Aufgabe angemessen ist, einschließlich eines mechanischen Schalters,
optischen Sensors, magnetischen Sensors usw. Es wird erwartet, dass
die physische Position des Sensors für die Kurvenausgangsstellung 312 einstellbar
ist, so dass die Ausgangsstellung der Kurve 30 für jedes
Instrument kalibriert werden kann.
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Der
Sensor für
den Plattentyp 314 liest den Identifikator für Plattentypen 122 auf
der Plattenanordnung 30 aus. Die Form des Sensors für den Plattentyp 314 hängt davon
ab, wie der Identifikator für
Plattentypen 122 ausgeführt
ist. Zum Beispiel kann es sich, wenn der Identifikator für Plattentypen 122,
wie in 17 gezeigt, die Einkerbungen 124 einschließt, bei
dem Sensor für
den Plattentyp 314 um ein Paar optischer Sensoren handeln,
die jeweils positioniert sind, um die Stelle von einer dieser Einkerbung 124 zu überspannen.
Ob eine Einkerbung 124 vorhanden ist, wird an dem optischen
Sensor erfasst, der die Ablesedaten an den μC 302 weitergibt. Der μC 302 ist
programmiert, um das Vorhandensein von zwei Einkerbungen so zu interpretieren, dass
dies bedeutet, dass keine Plattenanordnung 30 installiert
ist. Dies bedeutet, dass eine Plattenanordnung 30 nur eine
oder keine Einkerbung haben kann. Festzuhalten ist, dass es irgendeine
Anzahl von Einkerbungen 124 und die passende Anzahl von
Sensorelementen geben kann. Für
andere Ausführungen
des Identifikators für
Plattentypen 122 können
andere Formen von Sensoren 314 für Plattentypen verwendet werden.
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Der
Sensor für
die Türposition 316 zeigt
dem μC 302 an,
ob die Gehäusetür 13 geöffnet oder
geschlossen ist oder nicht, der Zweck davon ist nachstehend beschrieben.
In der gegenwärtigen
Ausführung
ist dieser Sensor ein mechanischer Schalter.
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Der
Charakterisierungsschalter 15 befindet sich an der Vorderseite
des Instruments 10 und wird von dem Anwender verwendet,
um das Gerät
anzuweisen, eine Instrumentencharakterisierung durchzuführen. In der
gegenwärtigen
Ausführung
ist der Charakterisierungsschalter 15 ein mechanischer
Schalter.
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Der
optionale Temperatursensor 310 misst die Umgebungstemperatur.
Die Viskosität
eines Körperfluids
wird durch die Temperatur des Fluids beeinflusst. So kann der Temperatursensor 310 verwendet
werden, um die ungefähre
Temperatur der Testprobe zu bestimmen, damit sie bei der Viskositätsmessung
in Betracht gezogen werden kann. Bei dem Temperatursensor 310 selbst
kann es sich um jeden im Fachgebiet bekannten Temperatursensor handeln,
einschließlich
Widerstands-, kapazitiver, mechanischer usw. Sensoren.
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In
seiner gegenwärtigen
Konfiguration hat der μC 302 zwei
Ausgänge:
eine optische Anzeige 14 und Steuerungssignale für den Kurvenmotor 46.
In der gegenwärtigen
Ausführung
ist die Anzeige 14 vom Flüssigkristalltyp (LDC), die
im Fachgebiet weithin bekannt ist. Andere typische Anzeigentypen
schließen
Licht aussendende Dioden (LED)- und
Plasmageräte
ein. Die Motorsteuerungssignale liefern die Signale, die für den Motor 46 zur
Steuerung der Richtung und der Rotationsgeschwindigkeit erforderlich
sind. Die tatsächlich
benötigten
Signale hängen
vom Motor ab und sind im Fachgebiet weithin bekannt.
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Gegebenenfalls
hat das Instrument einen externen Kommunikationsanschluss 19 für eine Verbindung zu
einem externen Computer oder einem anderen Gerät. Es kann jedes Kommunikationsprotokoll
implementiert werden, sofern es mit dem erwarteten externen Gerät kompatibel
ist. In der gegenwärtigen
Ausführung des
Instruments 10 wird das weithin bekannte RS-232C-Protokoll
angewendet.
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Betrieb
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Die
Durchführung
eines Tests unter Verwendung des Instruments 10 beginnt,
indem die Plattenanordnung 30 und eine Probenentnahmespritze
aus ihrer Schutzverpackung entnommen werden. Eine Probe des zu testenden
Fluids wird in die Spritze aufgezogen. In der Ausführungsform
von 17 wird die Spritze in die Öffnung der unteren Platte 120 eingebracht,
oder in der Ausführungsform
von 19 wird die obere Platte 104 von der
unteren Platte 102 weggeschwenkt, um die Probenoberfläche 114 der
unteren Platte zugänglich
zu machen. Das Testfluid wird auf die Probenoberfläche 114 der
unteren Platte 102 injiziert, wobei sorgfältig vorgegangen
wird, um die Probenoberflächen 114, 128 nicht
zu verunreinigen. Als nächstes
wird die Instrumententür 13 geöffnet und
die Plattenanordnung 30 wird in dem Plattenträger 28 über eine Öffnung 21 in
dem Gehäuse 11 so
installiert, dass die Schienen der unteren Platte 116 und
die Schienen der oberen Platte 134 in den Kanal der unteren
Backe 86 beziehungsweise in den Kanal der oberen Backe 88 gleiten.
Wenn die Plattenanordnung 30 per Hand in den Plattenträger 28 gedrückt wird.
gleiten die untere Platte 102 und die obere Platte 104 aus
dem Plattenanordungsclip 106 heraus. Wenn die Platten 102, 104 vollständig im
Plattenträger 28 installiert
sind, wird der Plattenanordungsclip 106 nicht länger benötigt und
wird entsorgt. Alternativ wird das Testfluid durch die Öffnung 120 auf
die Probenoberfläche 114 aufgebracht,
nachdem die Plattenanordnung 30 in dem Plattenträger 28 installiert
ist.
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Nach
dem Installieren der Plattenanordnung 30 schließt der Anwender
die Tür 13,
was bewirkt, dass sich der Türschalter 316 schließt, was
wiederum den μC 302 anweist,
den Test zu beginnen. Der μC 302 liest den
Sensor für
den Plattentyp 314 ab, um zu bestimmen, ob eine Plattenanordnung 30 vorhanden
ist, und um den Messbereich festzulegen. Das Instrument 10 ist
zu einen weiten Bereich von Messungen imstande. Jedoch machen, wie
vorstehend beschrieben, unterschiedliche Viskositätsbereiche
unterschiedliche Charakteristiken von Plattenoberflächen und
folglich unterschiedliche Messparameter erforderlich. Zum Beispiel
wird die Viskosität
von Speichel im Allgemeinen im Bereich von 0-50 cSt liegen. Dies
bedeutet, dass eine relativ raue Oberfläche erforderlich sein wird,
damit die Platten sich, um genau zu messen, nicht zu schnell trennen. In
einem anderen Beispiel wird die Viskosität von Mekonium in einem Bereich
von 10 000-40 000 cSt liegen, was eine relativ glatte Oberfläche erforderlich
macht, so dass sich die Platten innerhalb eines angemessen kurzen
Zeitraums trennen.
-
Die
unterschiedlichen Plattentypen beeinflussen zwei Aspekte des Tests.
Es beeinflusst zuerst die Stärke
des Drucks, der durch das Instrument auf die Platten ausgeübt wird.
Siehe dazu 5 und den damit zusammenhängenden
Text. Wenn ein zu geringer Druck angewendet wird, überdeckt
die Probe die Probenoberfläche
nicht ausreichend, um einen genauen Test bereitzustellen. So kann
das Instrument 10 die Stärke des Drucks, der auf die
Platten angelegt wird, auf der Basis des Plattentyps einstellen.
Es tut dies, indem die Kurve 20 für einen gewünschten Druck um ein vorbestimmtes
Ausmaß rotiert
wird. Für
alle Plattentypen rotiert die Kurve 20 solange, bis die
Feder 24, wie vorstehend in Bezug auf 9 beschrieben,
ihre nominale Schwenkbereichsgrenze erreicht. Das Ausmaß der Kurvenrotation
unterhalb davon hängt
vom Plattentyp ab. Je weiter die Kurve 20 rotiert, desto
größer ist
die Druckkraft auf die Platten 102, 104.
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Zweitens
beeinflusst es der Plattentyp, wie die gemessene Trennzeit in das
Ablesen der Viskosität übertragen
wird. Zum Beispiel kann eine Trennzeit von 10 Sekunden eine Viskosität von 20
cSt für
eine Speichelprobe mit rauen Platten bedeuten und eine Viskosität von 15
000 cSt für
eine Mekoniumprobe mit glatten Platten.
-
Wenn
der Plattentyp einmal bestimmt ist, bewirkt der μC, dass der Motor 46 die
Kurve 20 in dem passenden Ausmaß dreht, um die gewünschte Druckkraft
auf die Platten 102, 104 für die gewünschte Zeitdauer auszuüben. Dann
rotiert der μC
die Kurve 20 zurück
in ihre Ausgangsposition, was bewirkt, dass die Feder 24 eine
Trennkraft auf die Platten 102, 104 ausübt.
-
Wie
vorstehend angegeben, muss die Trennkraft vom Messung zu Messung
konsistent bleiben. Da die Trennkraft eine Funktion der Kurvenrotation
ist, ist eine vorbestimmte Kurvenrotationsgeschwindigkeit notwendig,
so dass die Trennkraft konsistent bleibt. Die nachstehend beschriebene
Charakterisierungsfunktion wird verwendet, um empirisch die Funktion
zur Überführung der
Trennzeit in die Viskosität
zu bestimmen. Somit muss der μC 302 nicht
die tatsächliche
Stärke
der Trennkraft kennen, um die Viskosität zu berechnen; er muss nur
wissen, das die Trennkraft als eine Funktion der Kurvenrotation
konsistent ist.
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Irgendwann
dazwischen, wenn sich die Tür 13 schließt und sich
die Kurve 20 zurückdreht,
startet der μC 302 einen
Zeitnehmer 318 und überwacht
den Dehnungsmessstreifen 308. Wenn der Dehnungsmessstreifen 308 den μC 302 darüber informiert
hat, dass sich die Platten 102, 104 getrennt haben,
liest der μC 302 die Trennzeit
von dem Zeitnehmer 318 ab. Wann in dem Testzyklus der Zeitnehmer
gestartet wird, ist nicht wichtig, sofern dies erfolgt, bevor die
Trennkraft an die Platten 102, 104 angelegt wird,
und dies während
des Testzyklus immer zur gleichen Zeitpunkt erfolgt. An diesem Punkt
wird der μC 302 typischerweise
die Trennzeit in eine Viskositätmessung überführen und
das Ergebnis auf der Anzeige 14 anzeigen.
-
Die
vorliegende Erfindung erwägt
zwei grundlegende Verfahren für
die Überführung der
Trennzeit in die Viskosität.
Das erste verwendet eine Nachschlagtabelle, die im μC 302-Speicher vorhanden
ist. Die Trennzeit wird als ein Index in eine Tabelle von Viskositäten verwendet.
Der Wert an der indizierten Stelle ist die Viskosität, die der
Trennzeit entspricht. Bei diesem Verfahren kann es eine Tabelle
für jeden
Plattentyp geben oder es kann weniger Tabellen geben, wobei der μC 302 die
Tabellenausgabe für
den Plattentyp skaliert. Bei dem zweiten Verfahren zur Überführung der
Trennzeit in die Viskosität,
berechnet der μC 302 aus
der Trennzeit unter Verwendung einer Gleichung die Viskosität mathematisch.
Es kann jedes Überführungsverfahren
und/oder Kombinationen der beiden angewendet werden.
-
Charakterisierung
-
Das
Instrument 10 wird unter Verwendung von standardisierten
Fluids bekannter Viskosität
charakterisiert. In der vorliegenden Ausführungsform werden drei bekannte
Fluids verwendet, um eine Grundlinie für die Überführung der Trennzeit in die
Viskosität
zu ermitteln. Der Rest der Überführungspunkte
wird durch Interpolation und Extrapolation bestimmt.
-
Das
Charakterisierungsverfahren für
das Instrument der vorliegenden Erfindung ist im Wesentlichen das
gleiche wie das vorstehend beschriebene Messverfahren, das dreimal
durchgeführt
wurde, je einmal mit drei Fluids bekannter Viskosität. Um eine
Charakterisierung auszulösen,
drückt
der Anwender den Charakterisierungsschalter 15. Der μC 302 beginnt
dann das Charakterisierungsverfahren und zeigt gegebenenfalls Schritt
für Schritt
die Anweisungen an der Anzeige 14 an. Wenn die Charakterisierung
vollständig
ist, kehrt das Instrument 10 zu seinen normalen Betrieb
zurück.
-
Die
Besonderheiten des Charakterisierungsverfahrens, nämlich die
verwendeten Fluids, hängen
von dem erwarteten Messbereich ab. Zum Beispiel werden, wenn der
Messbereich bei 0-50 cSt liegt, die drei Fluids innerhalb des Bereichs
von 0-50 cSt sein.
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Somit
wurde ein Viskositätsmessgerät für die Messung
der Viskosität
eines Fluids gezeigt und beschrieben, das die vorstehend bekannt
gegebenen Aufgaben erfüllt.
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Da
in der vorliegenden Offenbarung bestimmte Änderungen gemacht werden können, ohne
vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen, sollen sämtliche
Angelegenheiten, die in der vorliegenden Beschreibung beschrieben
und in den begleitenden Zeichungen gezeigt sind, als veranschaulichend
und nicht im einschränkenden
Sinne interpretiert werden.