[go: up one dir, main page]

DE60310082T2 - Verfahren zur ausführungsgemässen herstellung von gewinden in einem gewindeglied, gemäss dem verfahren hergestelltes gewindeglied und schraubverbindung mit solch einem glied - Google Patents

Verfahren zur ausführungsgemässen herstellung von gewinden in einem gewindeglied, gemäss dem verfahren hergestelltes gewindeglied und schraubverbindung mit solch einem glied Download PDF

Info

Publication number
DE60310082T2
DE60310082T2 DE60310082T DE60310082T DE60310082T2 DE 60310082 T2 DE60310082 T2 DE 60310082T2 DE 60310082 T DE60310082 T DE 60310082T DE 60310082 T DE60310082 T DE 60310082T DE 60310082 T2 DE60310082 T2 DE 60310082T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threads
thread
threaded
parts
axial
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60310082T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60310082D1 (de
Inventor
Mats WEBJÖRN
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VERAX ENGINEERING AB
Original Assignee
VERAX ENGINEERING AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by VERAX ENGINEERING AB filed Critical VERAX ENGINEERING AB
Application granted granted Critical
Publication of DE60310082D1 publication Critical patent/DE60310082D1/de
Publication of DE60310082T2 publication Critical patent/DE60310082T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16BDEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
    • F16B33/00Features common to bolt and nut
    • F16B33/02Shape of thread; Special thread-forms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mutual Connection Of Rods And Tubes (AREA)
  • Forging (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)
  • Connection Of Plates (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausbildung von Gewinden eines mit Gewinde versehenen Bauteils, das vorgesehen ist, als eines von zwei mit Gewinden versehenen Teilen in einer Schraubverbindung umfaßt zu sein, welche Schraubverbindung ein Teil mit einem Innengewinde und ein Teil mit einem Außengewinde umfaßt, und wobei das Teil mit einem Innengewinde dazu vorgesehen ist, mit einer Axialspannkraft vorgespannt zu werden, und wobei die Gewinde der jeweiligen Teile anfangs gemäß dem ISO-Basisprofil und/oder vereinheitlichten Basisprofil mit einem anfänglichen Spiel sowohl in Radial- als auch in Axialrichtung ausgebildet sind, wenn die Teile zusammengeschraubt werden und unbeansprucht sind. Die Erfindung betrifft auch ein mit Gewinde versehenes Bauteil, das gemäß dem Verfahren ausgebildet ist, sowie eine Schraubverbindung, wobei mindestens eines von den mit Gewinden versehenen Teilen der Verbindung aus einem solchen mit Gewinde versehenen Bauteil besteht.
  • Die Verbindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung von Gewinden eines mit Gewinde versehenen Bauteils, das vorgesehen ist, als eines von zwei mit Gewinden versehenen Teilen einer Schraubverbindung umfaßt zu sein, ein gemäß dem Verfahren hergestelltes, mit Gewinde versehenes Bauteil und eine Schraubverbindung, wobei mindestens eines von den mit Gewinden versehenen Teilen der Verbindung aus einem solchen mit Gewinde versehenen Bauteil besteht.
  • Mithin kann das betreffende, mit Gewinde versehene Bauteil gemäß der Erfindung entweder eine Schraube oder eine Mutter sein, und die gemäß der Erfindung ausgebildeten, mit Gewinden versehenen Schrauben oder Muttern können entweder miteinander zusammen oder zusammen mit standardgemäß ausgebildeten Schrauben und Muttern verwendet werden.
  • Gemäß dem ISO-Standard (ISO/68) für metrische Gewinde sowie für Gewinde gemäß dem Vereinheitlichten Amerikanischen Standard (ANSI/ASME B1.1, der sich auf ISO/68 bezieht), wird ein so genanntes Basisprofil verwendet, das in 1 dargestellt ist. Gemäß diesem Basisprofil wird die Breite unter anderem durch den Gewindegang der Schraube und die Gewinderillen der Mutter jeweils als halbe Teilung (0,5P) gebildet, und der theoretische mittlere Durchmesser für Schraube bzw. Mutter, d2 bzw. D2, wird von der Erzeugenden bestimmt, welche das Basisdreieck auf der halben Höhe H desselben schneidet. Im Folgenden wird des Weiteren eine Anzahl von Konzepten und Ausdrücken gemäß den Definitionen verwendet, die in ISO/68 angegeben sind.
  • Theoretisch stimmen die mittleren Durchmesser für Schraube und Mutter gemäß dem Basisprofil jeweils miteinander überein. In der Praxis jedoch muß ein Spiel zwischen Schraube und Mutter bestehen, damit sie zusammengefügt werden können.
  • Durch Verwendung standardisierter Fertigungstoleranzen erhält man ein Spiel, durch welches sich eine Auswechselbarkeit zwischen Schraube und Mutter von unterschiedlichen Herstellern ergibt. Das Spiel wird durch Verschieben des mittleren Durchmessers der Schraube nach innen oder des mittleren Durchmessers der Mutter nach außen bereitgestellt. Dadurch erhält man sowohl ein radiales als auch ein axiales Spiel, siehe 2, jedoch nimmt dadurch auch die Gewindeüberdeckung, d.h. das Stück, um welches die Gewinde der Schraube und der Mutter einander in Radialrichtung überlappen, entsprechend ab, wodurch der Oberflächendruck zwischen den Gewinden zunimmt und sich die Festigkeit verschlechtert.
  • Gemäß dem Gesetz von Hooke streckt sich ein Körper proportional der Kraft, die auf ihn ausgeübt wird. Eine solche Streckung kann auch durch Erhitzen zustande gebracht werden. Bei einer Schraube bedeutet eine Streckung, daß die Gewindeteilung größer wird. Wenn die Streckung der Schraube innerhalb der Höhe der Mutter größer als das axiale Spiel zwischen den Flanken der Gewinde wird, nimmt die Überlagerung zu, was dazu führt, daß die Mutter festklemmt.
  • Das Problem ist besonders bei hohen Vorspannkräften zu bemerken, wie das beim hydraulischen Vorspannen einer sehr kräftigen Schraube mit dem Maß M18 und darüber der Fall ist, wobei die Gewindetoleranzen standardmäßig sind und die Mutter eine größere Höhe als die standardmäßige aufweist. Während des Vorspannens ist die Mutter in dem Ende der Schraube, an welchem das Vorspannwerkzeug zieht, nicht belastet, während das Vorspannwerkzeug mit einer Axialspannkraft an der Schraube zieht. Eine sehr kräftige Schraube ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft, die man beim Vorspannen nahe der Fließgrenze der Spannung erhält, größer als bei gewöhnlichen Schrauben ist, und daß sie dadurch mehr Gewindegänge benötigt, um die Kraft unter diesen zu verteilen, so daß die Spannung pro Gewinde nicht zu hoch wird, was zu einer größeren Mutternhöhe als der standardmäßigen führt, d.h. in der Größenordnung von 100%. Die axiale Spannung der Schraube, die man innerhalb der größeren Mutternhöhe erhält, muß jedoch immer noch innerhalb des axialen Spiels der Mutter untergebracht werden, um Überlagerung zu vermeiden. Wenn eine sehr kräftige Schraube verwendet wird, entsteht mithin eine erhöhte Festklemmgefahr, wenn die standardmäßigen Gewindetoleranzen nicht genug axiales Spiel ergeben. Mithin legt die Größe des Spiels einen Grenzwert dafür fest, wie sehr die Schraube vorgespannt werden kann. In 3 ist schematisch dargestellt, wie die Gewindegänge einer vorgespannten Schraube mit den Gewindegängen einer darauf geschraubten Mutter zusammenwirken und das axiale Spiel, das für das Festklemmen erforderlich ist, nicht auftritt.
  • Das vorherrschende Verfahren zum Zustandebringen eines axialen Spiels besteht gemäß dem Obigen darin, der Schraube einen kleineren Durchmesser als der Mutter zu geben. Jedoch ist es ungeeignet und gelegentlich sogar unmöglich, die Differenz im mittleren Durchmesser zwischen Schraube und Mutter zusätzlich zu vergrößern, so daß man dadurch ein ausreichendes Axialspiel erhält, da sich dadurch die Überdeckung der Gewinde verkleinert und sich in der oben erläuterten Weise ein höherer Oberflächendruck zwischen den Gewinden einstellt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die oben genannten Nachteile zu beseitigen und eine Lösung für die oben genannten Probleme zu finden. Das erfolgt durch das Ausbilden der Gewinde eines mit Gewinde versehenen Bauteils, beispielsweise einer Schraube oder einer Mutter, welches die in dem Oberbegriff von Anspruch 1 definierten neuen Merkmale aufweist, sowie durch das Verfahren zur Herstellung von Gewinden eines mit Gewinde versehenen Bauteils, das vorgesehen ist, als eines von zwei mit Gewinde versehenen Teilen in einer Schraubverbindung umfaßt zu sein, und welches die in Anspruch 10 definierten neuen Merkmale aufweist.
  • Mithin ist das Verfahren zur Ausbildung der Gewinde gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinde des mit Gewinde versehenen Bauteils derart ausgebildet sind, daß man ein zusätzliches axiales Spiel zwischen den zwei mit Gewinde versehenen Teilen in Axialrichtung erhält, wobei gleichzeitig das anfängliche Spiel in Radialrichtung im Wesentlichen unverändert bleibt, und wobei das Teil der Schraubverbindung, welches aus dem mit Gewinde versehenen Bauteil besteht, kein ISO-Basisprofil/Vereinheitlichtes Basisprofil mehr hat. Auf diese Weise erhält man den Vorteil, daß sich die Gewindeüberdeckung aufrechterhalten läßt und man das größte erzielbare Aufeinandertreffen zwischen den zwei Teilen erhält, wodurch sich eine Möglichkeit zu einer maximalen Kräfteübertragung ergibt. Dadurch wird eine hohe Vorspannkraft für eine Schraube möglich, die insbesondere bei Schrauben in sehr festem Material besonders vorteilhaft ist. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Anwendung bei sehr kräftigen Schrauben beschränkt, sondern kann auch bei anderen Anwendungszwecken sehr vorteilhaft verwendet werden.
  • Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung besteht das mit Gewinde versehene Bauteil aus dem Teil mit Innengewinde, dessen Gewinde derart ausgebildet sind, daß das zusätzliche axiale Spiel zusammen mit dem anfänglichen axialen Spiel wenigstens der maximalen Längenzunahme gleicht, welcher das Teil, das ein Außengewinde hat, bei der Vorspannung innerhalb des Bereichs unterliegen soll, in dem die Teile zusammenwirken.
  • Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung besteht das mit Gewinde versehene Bauteil aus dem Teil mit Außengewinde, und die Gewinde des Teils mit Außengewinde sind derart ausgebildet, daß das zusätzliche axiale Spiel zusammen mit dem anfänglichen axialen Spiel wenigstens der maximalen Längenzunahme entspricht, welcher das Teil, das ein Außengewinde hat, bei der Vorspannung innerhalb des Bereichs unterliegen soll, in dem das Teil mit Außengewinde mit dem Teil mit Innengewinde zusammenwirkt.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Breite des Gewindegangs des mit Gewinde versehenen Bauteils um ein Maß vermindert, das dem gewünschten zusätzlichen axialen Spiel entspricht. Das kann entweder durch die Verkleinerung der Breite des Gewindegangs erfolgen, die nur an einer Flanke desselben auftritt, oder diese ist an den beiden Flanken desselben verteilt.
  • Weiterhin werden mit der vorliegenden Erfindung ein mit Gewinde versehenes Bauteil, das gemäß dem Ausbildungsverfahren ausgebildet ist, sowie eine Schraubverbindung mit mindestens einem solchen mit Gewinde versehenen Bauteil geschaffen.
  • Das Verfahren bei der Herstellung von Gewinden gemäß der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinde in zwei Schritten hergestellt werden, nämlich in einem ersten Schritt, in welchem die Gewinde mit Hilfe eines Schneidwerkzeugs in der gleichen Weise wie bei der Herstellung von Gewinden gemäß dem ISO-Standard oder dem Vereinheitlichtem Standard mit dem zugehörigen anfänglichen axialen und radialen Spiel hergestellt werden, und einem zweiten Schritt, in welchem das Schneidwerkzeug nur axial um eine zusätzliche Strecke sowie bei unveränderter radialer Position vorgeschoben wird, um ein zusätzliches axiales Spiel zustande zu bringen, das vorher festgelegt wurde, wobei die Strecke dem zusätzlichen Spiel entspricht. Die Vorteile, die erzielt werden, wurden bereits weiter oben beschrieben, man erhält jedoch zusätzliche Vorteile dadurch, daß Bauteile mit dem neuen Gewinde gemäß der Erfindung, das ein zusätzliches axiales Spiel ergibt, einfach dadurch hergestellt werden können, daß das Fertigungsverfahren mit den gleichen Vorrichtungen und einer sehr geringen Änderung bei der Steuerung auf Bauteile mit gewöhnlichen Standardgewinden angewandt wird. Die zwei Schritte können ohne Pause direkt einer nach dem anderen folgen. Die Erfindung betrifft auch ein mit Gewinde versehenes, gemäß dem Verfahren hergestelltes Bauteil sowie eine Schraubverbindung, die mindestens ein solches mit Gewinde versehenes Bauteil umfaßt.
  • Im Folgenden ist die Erfindung ausführlich an Hand der anliegenden Zeichnungsfiguren offenbart, welche den Stand der Technik sowie die Probleme dabei darstellen und auch ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigen, und in denen:
  • 1 das Basisprofil für Gewinde gemäß dem ISO-Standard und dem Vereinheitlichten Standard zeigt,
  • 2 in einer seitlichen Teilansicht und im Querschnitt einer Schraubverbindung schematisch zeigt, wie ein erweitertes axiales Spiel zwischen Schraube und Mutter gemäß dem ISO-Standard zustande gebracht wird,
  • 3 schematisch darstellt, wie sich die Vorspannung einer Schraube auf das Spiel zwischen Schraube und Mutter in einer Schraubverbindung auswirkt, die in einer seitlichen Teilansicht und im Querschnitt zu sehen ist,
  • 4 eine seitliche Teilansicht und eine Querschnittsansicht eines Ausführungsbeispiels einer Schraubverbindung mit gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Gewinden zeigt, und
  • 5 das Fertigungsverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt.
  • Wie bereits in der Einführung in die Beschreibung erwähnt wurde, zeigt 1 das Basisprofil für Gewinde, das ISO/68 und dem Vereinheitlichten Standard gemeinsam ist. Die Schraube 1 ist hier das Teil, das sich unterhalb der Basisprofillinie befindet, und die Mutter 2 ist das Teil, das sich oberhalb der Basisprofillinie in der Figur befindet. P ist die Gewindeteilung, H ist die Höhe des Basisdreiecks jeweils für Schraube und Mutter, d2 ist der mittlere Durchmesser für die Schraube und D2 ist der mittlere Durchmesser für die Mutter.
  • In 2 ist schematisch gezeigt, wie ein Spiel zwischen der Schraube 1 (dem unteren Teil) und der Mutter 2 (dem oberen Teil) gemäß dem ISO-Standard und dem Vereinheitlichten Standard entsprechend der vorherrschenden Praxis, d.h. durch Verschieben des mittleren Durchmessers d2 der Schraube in Bezug auf den mittleren Durchmesser D2 der Mutter, zustande gebracht wird, was auch in der Einführung in die Beschreibung berücksichtigt ist. Hierbei nimmt auch die Gewindeüberdeckung, die GTg gemäß dem Basisprofil beträgt, ab und wird zu GT1. In Radialrichtung erhält man ein Spiel Sr, und in Axialrichtung erhält man ein Spiel Sa, welches in dem dargestellten Fall an den zwei Flanken des Gewindes verteilt ist, so daß das axiale Spiel an der jeweiligen Flanke Sa/2 beträgt.
  • In 3 ist schematisch dargestellt, wie die Gewindegänge einer vorgespannten Schraube 1 mit den Gewindegängen einer aufgeschraubten Mutter 2 zusammenwirken, und das erforderliche axiale Spiel ist dargestellt, so daß es nicht zur Blockierung kommt. Links in der Darstellung ist zu sehen, wie an einem Ende der Mutter ein nahezu totale Anlage gegen die rechte Flanke 3 des Schraubengewindes erfolgt, d.h. kein Spiel an der Flanke stattfindet, sondern das gesamte axiale Spiel 4 an der gegenüberliegenden Flanke erfolgt, während an dem anderen Ende der Mutter, in der Darstellung rechts, die Anlage gegen die linke Flanke 5 des Schraubengewindes stattfindet. In dem mittleren Abschnitt der Mutter ist das axiale Spiel 4 gleichmäßig auf beiden Flanken verteilt.
  • In 4 ist ein Ausführungsbeispiel zur Ausbildung von Gewinden gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt. Im Vergleich zu 2 hat man ein größeres axiales Gesamtspiel Sa' erhalten, das je zur Hälfte auf jede der jeweiligen Flanken verteilt ist und auch als anfängliches axiales Spiel Sa beschrieben werden kann, zu dem ein zusätzliches axiales Spiel ΔSa hinzukommt. Das hat man dadurch erhalten, daß der mittlere Durchmesser D2' für die Mutter 2 um die Strecke α verschoben wurde, d.h. der Abstand zwischen dem mittleren Durchmesser D2' der Mutter 2 und dem mittleren Durchmesser d2 der Schraube 1 zugenommen hat. Das konnte jedoch ohne Änderung des radialen Spiels Sr erfolgen. Mithin wurde die Gewindeüberdeckung aufrechterhalten und ist immer noch gleich groß wie die Gewindeüberdeckung in 2, d.h. GT1. Wäre statt dessen in der in 2 dargestellten Weise ein größeres axiales Spiel gemäß dem vorherrschenden Verfahren vorgesehen worden, hätte sich die Gewindeüberdeckung in einer Weise vergrößert, die der in 2 zu sehenden entspricht, wobei GT1 kleiner als GTg ist. Wie ebenfalls in 4 zu sehen ist, hat die Schraube das Basisprofil derselben gemäß dem ISO-Standard/Vereinheitlichten Standard beibehalten, während jedoch die modifizierte Mutter dieses Basisprofil nicht mehr beibehält.
  • Schließlich ist in 5 ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens bei der Herstellung von Gewinden eines mit Gewinde versehenen Bauteils gezeigt, das vorgesehen ist, als eines von zwei mit Gewinden versehenen Teilen in einer Schraubverbindung gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt zu sein. Die Schraubverbindung umfaßt ein Teil mit einem Innengewinde in Form einer Mutter 2 und ein Teil mit einem Außengewinde in Form einer Schraube 1. Als Beispiel ist in 5 ein mit Gewinde versehenes Bauteil in Form einer Mutter 2 gezeigt. Die Gewinde werden in zwei Schritten hergestellt, nämlich in einem ersten Schritt, in welchem die Gewinde mit Hilfe eines Schneidwerkzeugs in der gleichen Weise wie bei der Herstellung von Gewinden gemäß dem ISO-Standard oder dem Vereinheitlichten Standard mit dem zugehörigen anfänglichen axialen und radialen Spiel hergestellt werden, und einem zweiten Schritt, in welchem das Schneidwerkzeug nur axial um eine zusätzliche Strecke vorgeschoben wird, so daß die Breite des Gewindegangs um ein Maß verkleinert wird, welches dem gewünschten zusätzlichen axialen Spiel ΔSa entspricht. Dieser zweite Schritt mit axialer Zuführung findet bei unveränderter radialer Position statt. In 5 ist dargestellt, wie die Verkleinerung des Gewindegangs stattfindet, indem lediglich die Flanke desselben verkleinert wird. Die Lage der Flanke nach dem ersten Bearbeitungsschritt ist durch die gestrichelte Linie 8 dargestellt, und die Lage der Flanke nach dem zweiten Bearbeitungsschritt ist durch die durchgehende Linie 9 dargestellt. Mithin erfolgt die gesamte Bearbeitung nur an einer der Flanken des Gewindegangs, es können jedoch auch beide Flanken bearbeitet werden, wenn das für günstig gehalten wird. Es ist wichtig festzustellen, daß die radiale Position der kegelstumpfförmigen oberen Fläche 10 durch die Bearbeitung in Schritt 2 nicht beeinträchtigt wird, das radiale Spiel mithin unverändert bleibt und die Gewindeüberdeckung aufrechterhalten wird.
  • Es sollte hinzugefügt werden, daß die Basen der Gewinde in allen dargestellten Fällen gemäß dem Standard etwas gerundet sind, was jedoch aus Gründen der Eindeutigkeit nicht in den Zeichnungen gezeigt ist.
  • In den gezeigten Beispielen ist die Mutter als das Teil dargestellt, welches mit dem Gewinde ausgebildet ist, das zu einem zusätzlichen Spiel gemäß der Erfindung führt, jedoch natürlich auch die Schraube, oder als Alternative beide Teile, in dieser Weise ausgebildet werden können, wenn das für günstig gehalten wird.
  • Die vorliegende Erfindung sollte nicht als durch die nur beispielhaft offenbarten Ausführungsformen beschränkt betrachtet werden, sondern kann in einer Mehrzahl von Weisen, die der Fachmann erkennen wird, innerhalb des Umfangs der anliegenden Ansprüche modifiziert und variiert werden.

Claims (12)

  1. Verfahren zur Ausbildung von Gewinden eines mit Gewinde versehenen Bauteils, das vorgesehen ist, als eines von zwei mit Gewinden versehenen Teilen in einer Schraubverbindung umfaßt zu sein, welche Schraubverbindung ein Teil (2) mit einem Innengewinde, und ein Teil (1) mit einem Außengewinde umfaßt, und wobei das Teil (1) mit einem Außengewinde dazu vorgesehen ist, mit einer Axialspannkraft vorgespannt zu werden, und wobei die Gewinde der jeweiligen Teile Anfangs gemäß dem ISO-Basisprofil und/oder vereinheitlichten Basisprofil mit einem anfänglichen Spiel in sowohl Radial- als auch Axialrichtung ausgebildet sind, wenn die Teile zusammengeschraubt werden und unbeansprucht sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinde der mit Gewinde versehenen Elemente so ausgebildet sind, daß ein zusätzliches Spiel (ΔSa) zwischen den beiden mit Gewinden versehenen Teilen in Axialrichtung erhalten wird, wobei gleichzeitig das anfängliche Spiel in Radialrichtung im wesentlichen unverändert bleibt, und wobei das Teil der Schraubverbindung, welches aus dem mit Gewinde versehenen Bauteil besteht, kein ISO-Basisprofil/Vereinheitlichtes Basisprofil mehr hat.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Gewinde versehene Bauteil aus dem Teil mit Innengewinde besteht, dessen Gewinde derart ausgebildet sind, daß das zusätzliche axiale Spiel zusammen mit dem anfänglichen axialen Spiel wenigstens der maximalen Auslenkung entsprechen, welcher das Teil, das ein Außengewinde hat, bei der Vorspannung innerhalb des Bereichs unterliegen soll, wo die Teile zusammenwirken.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Gewinde versehene Bauteil aus dem Teil mit Außengewinde besteht und daß die Gewinde des Teils mit Außengewinde derart ausgebildet sind, daß das zusätzliche axiale Spiel zusammen mit dem anfänglichen axialen Spiel wenigstens der maximalen Auslenkung entspricht, welcher das Teil mit Außengewinde bei der Vorspannung innerhalb des Bereichs unterliegen soll, wo das Teil mit Außengewinde mit dem Teil mit Innengewinde zusammenwirkt.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das axiale Spiel bei Aufrechterhalten der Gewindeüberdeckung vergrößert wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des Gewindegangs des mit Gewinde versehenen Bauteils um ein Maß vermindert ist, das dem gewünschten zusätzlichen axialen Spiel entspricht.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abnahme der Breite des Gewindegangs nur an einer Flanke davon auftritt.
  7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abnahme der Breite des Gewindegangs an beiden Flanken davon verteilt ist.
  8. Mit Gewinde versehenes Bauteil, das ausgebildet ist nach einem Verfahren wie definiert in einem der Ansprüche 1 bis 7.
  9. Schraubverbindung, umfassend ein Teil (2) mit einem Innengewinde und ein Teil (1) mit einem Außengewinde, welche beiden mit Gewinde versehenen Teile zur Ausbildung einer Verbindung miteinander befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der mit Gewinde versehenen Teile aus einem mit Gewinde versehenen Bauteil besteht, das gemäß dem in einem der Ansprüche 1 bis 7 definierten Verfahren hergestellt ist.
  10. Verfahren bei der Herstellung von Gewinden eines mit Gewinde versehenen Bauteils, das dazu vorgesehen ist, um als eines von zwei mit Gewinde versehenen Teilen in einer Schraubverbindung umfaßt zu sein, welche Schraubverbindung ein Teil (2) mit einem Innengewinde und ein Teil (1) mit einem Außengewinde umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinde in zwei Schritten hergestellt sind, nämlich einem ersten Schritt, in welchem die Gewinde mit einem Schneidwerkzeug in derselben Weise wie bei der Herstellung von Gewinden nach ISO-Standard oder vereinheitlichtem Standard hergestellt werden mit dem zugehörigen anfänglichen axialen und radialen Spiel, und einem zweiten Schritt, in welchem das Schneidwerkzeug nur axial um eine zusätzliche Strecke vorgeschoben wird bei unveränderter radialer Position zur Erzielung eines zusätzlichen axialen Spiels (ΔSa), das vorher festgelegt wurde, wobei die Strecke dem zusätzlichen Spiel entspricht.
  11. Mit Gewinde versehenes Element, das hergestellt ist nach dem in Anspruch 10 definierten Verfahren.
  12. Schraubverbindung, umfassend wenigstens ein mit Gewinde versehenes Bauteil, das hergestellt ist nach einem Verfahren wie in Anspruch 10 definiert.
DE60310082T 2002-05-21 2003-05-21 Verfahren zur ausführungsgemässen herstellung von gewinden in einem gewindeglied, gemäss dem verfahren hergestelltes gewindeglied und schraubverbindung mit solch einem glied Expired - Lifetime DE60310082T2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE0201519 2002-05-21
SE0201519A SE524296C2 (sv) 2002-05-21 2002-05-21 Förfarande vid utformning respektive tillverkning av gängor hos ett gängförsett element, ett gängförsett element utformat/tillverkat enligt förfarandet, samt ett skruvförband innefattande ett dylikt element
PCT/SE2003/000810 WO2003098057A1 (en) 2002-05-21 2003-05-21 A method for design respective manufacture of threads in a threaded member, a threaded member manufactured according to the method, and a bolted joint including such a member

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60310082D1 DE60310082D1 (de) 2007-01-11
DE60310082T2 true DE60310082T2 (de) 2007-06-21

Family

ID=20287917

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE60310082T Expired - Lifetime DE60310082T2 (de) 2002-05-21 2003-05-21 Verfahren zur ausführungsgemässen herstellung von gewinden in einem gewindeglied, gemäss dem verfahren hergestelltes gewindeglied und schraubverbindung mit solch einem glied

Country Status (11)

Country Link
US (1) US20050130752A1 (de)
EP (1) EP1527283B1 (de)
AT (1) ATE347047T1 (de)
AU (1) AU2003231472A1 (de)
CA (1) CA2484612A1 (de)
DE (1) DE60310082T2 (de)
DK (1) DK1527283T3 (de)
ES (1) ES2276061T3 (de)
NO (1) NO329547B1 (de)
SE (1) SE524296C2 (de)
WO (1) WO2003098057A1 (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2672061A1 (de) 2012-06-06 2013-12-11 Siemens Aktiengesellschaft Gewindeschaft, Verbindungsanordnung und Gasturbinenmotor für verlängerte Lebensdauer von Gewinden
JP6261853B2 (ja) * 2012-11-22 2018-01-17 イワタボルト株式会社 アースナット
EP3150869A1 (de) 2015-09-30 2017-04-05 Siemens Aktiengesellschaft Bauteil, versehen mit einem gewinde

Family Cites Families (23)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR741747A (de) * 1933-02-18
US2567483A (en) * 1947-12-03 1951-09-11 Hotine William Screw-thread and nut assembly
US2842180A (en) * 1950-02-23 1958-07-08 Set Screw & Mfg Company Self-locking threads with locking interference fit
US3346278A (en) * 1965-04-05 1967-10-10 Superior Valve & Fittings Comp Tapered pipe thread
CH544236A (de) * 1970-01-26 1973-11-15 Bieri Hans Schraubverbindung
US4013110A (en) * 1975-06-12 1977-03-22 Bjd Industries, Inc. Locking thread
US4076064A (en) * 1975-10-08 1978-02-28 Holmes Horace D Locking thread construction
US4171012A (en) * 1975-11-25 1979-10-16 Holmes Horace D Locking thread construction
US4432682A (en) * 1978-12-04 1984-02-21 Microdot Inc. Threaded fastener assembly
US4545104A (en) * 1980-01-14 1985-10-08 William P. Green Method of forming a fatigue resistant threaded connection
US4364136A (en) * 1980-12-02 1982-12-21 William P. Green Formation of threaded elements having a self-locking action
US4956888A (en) * 1985-05-28 1990-09-18 Green William P Formation of fasteners and connections with variable pitch threads
US4842464A (en) * 1985-05-28 1989-06-27 Mark Hattan Equalization of load in threaded connections
US4846614A (en) * 1986-12-08 1989-07-11 Rolf Steinbock Differential thread for transfer of screw thread forces
DE3911042A1 (de) * 1989-04-05 1990-10-11 Yugengaishe Mikuriya Matsudo Asymmetrische schraubenvorrichtung
GB2233061B (en) * 1989-06-20 1993-01-20 Mabey Hire Co Screw threads
US5316520A (en) * 1992-06-25 1994-05-31 Green William P Formation of threads with varying pitch
JP3200260B2 (ja) * 1993-10-08 2001-08-20 三菱鉛筆株式会社 台形ねじの螺合構造
US5672037A (en) * 1994-11-01 1997-09-30 Iwata Bolt Kabushiki Kaisha Loosening and dislodging preventing screw
JPH0950738A (ja) * 1995-08-07 1997-02-18 Mitsubishi Electric Corp 絶縁操作ロッド
JP3977496B2 (ja) * 1997-10-15 2007-09-19 株式会社スズキ螺子製作所 雄ねじ、及び雄ねじと雌ねじの螺合構造
EP1092099B1 (de) * 1998-06-26 2002-05-15 Siemens Aktiengesellschaft Gewinde sowie schraubverbindung für eine hohe anwendungstemperatur
US6726420B2 (en) * 2000-08-24 2004-04-27 Illinois Tool Works, Inc. Screw thread with clearance

Also Published As

Publication number Publication date
NO20045387L (no) 2004-12-09
SE0201519D0 (sv) 2002-05-21
WO2003098057A1 (en) 2003-11-27
ATE347047T1 (de) 2006-12-15
DK1527283T3 (da) 2007-03-12
NO329547B1 (no) 2010-11-08
ES2276061T3 (es) 2007-06-16
EP1527283B1 (de) 2006-11-29
AU2003231472A1 (en) 2003-12-02
SE0201519L (sv) 2003-11-22
SE524296C2 (sv) 2004-07-20
EP1527283A1 (de) 2005-05-04
US20050130752A1 (en) 2005-06-16
CA2484612A1 (en) 2003-11-27
DE60310082D1 (de) 2007-01-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19902461B4 (de) Mutter mit T-förmigem Querschnitt
DE4307090B4 (de) Mutter, insbesondere Radmutter
DE2544531C2 (de) Gewindeselbstschneidende Schraube
DE3640668A1 (de) Doppelmutter
DE1400838A1 (de) Befestigungselement
DE2917811A1 (de) Gewindeformende schraube
DE69607462T2 (de) Selbstsichernde Mutter
CH615821A5 (de)
EP0627568A1 (de) Presspassverbindungselement, insbesondere Radbolzen
DE3507966A1 (de) Selbstverriegelndes blind-befestigungselement
DE19925651B4 (de) Mutter sowie für diese verwendetes Zwischenprodukt
DE2031012A1 (de) Schraubendreher
EP0408492B1 (de) Schraubenmutter
EP2224143B1 (de) Mutter, Schraubverbindung, Profilverbindung sowie Verfahren zum Herstellen einer Mutter
EP0504782B1 (de) Schraube, Verfahren und Walzbacken zu ihrer Herstellung
EP3163094B1 (de) Befestigungsvorrichtung
EP2379899B1 (de) Schraubelement, schraubverbindung sowie verfahren zum herstellen eines schraubenelementes
DE60310082T2 (de) Verfahren zur ausführungsgemässen herstellung von gewinden in einem gewindeglied, gemäss dem verfahren hergestelltes gewindeglied und schraubverbindung mit solch einem glied
WO2017001127A1 (de) Spindelantrieb und aktuator mit einem spindelantrieb
DE3020521C2 (de)
DD294761A5 (de) Verbindungselement und verfahren zur herstellung
EP0292734B1 (de) Gewindeformende Schraube
WO2015135710A1 (de) Zweistahlschraube mit fliesspressverbindung und verfahren zur herstellung solcher schraube
DE2157373A1 (de) Selbsthaltendes Befestigungselement und Werkzeug zu seiner Herstellung
EP2497962A2 (de) Gewindehülse

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition