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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein das Gebiet optischer Kommunikation
und insbesondere einen optischen thuliumdotierten Faserverstärker unter
Verwendung eines Pumpschemas mit dualer Wellenlänge zum Verstärken eines
optischen Signals.
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Hintergrund
der Erfindung
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Die
weit verbreitete und größer werdende
Verwendung von Faseroptik für
Kommunikationszwecke hat einer Einrichtung zum Erhöhen der
Kommunikationskapazität
der Fasern beachtliche Aufmerksamkeit gebracht. Die Verwendung von
Wellenlängenmultiplex-(WDM-)Signalen
ist eine effektive Art zum derartigen Erhöhen einer Übertragungskapazität, dass
eine Vielzahl von getrennten Wellenlängenbändern, wobei jedes Band Signale übertragen
kann, gleichzeitig in einer Faser verwendet wird.
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Optische
Verstärker
werden zum Kompensieren der Faserverbindungs- und -teilungsverluste
bzw. -trennversluste innerhalb optischer Kommunikationssysteme verwendet.
Die WDM-Technik
erfordert eine Verstärkung
in einem breiten Wellenlängenspektrum,
was typischerweise dadurch realisiert wird, dass man eine Vielzahl
von optischen Verstärkern,
die jeweils in einem Teil des Wellenlängenspektrums betrieben werden können, parallel
arbeiten lässt.
Verschiedene mit seltenerdendotierte optische Verstärker in
der Form von Verstärkungsfasern,
die für
WDM geeignet sind, sind im Stand der Technik bekannt. Der optische
Faserverstärker besteht typischerweise
aus einem optischen Material, wie beispielsweise Glas kombiniert
mit einem Seltenerdendotierungsmittel, und ist als optischer Wellenleiter
konfiguriert. Heutzutage sind seltenerdendotierte Silica- bzw. Siliziumoxidfasern
populär,
und zwar teilweise deshalb, weil sie die Vorteile einer Einzelmode
führenden Wellenoptik
bieten. Es kann veranlasst werden, dass optische Faserverstärker über einen
weiten Bereich von Wellenlängen
arbeiten, der durch die atomaren Eigenschaften des Wirtstoffs und
des Seltenerdendotierungsmittels vorgeschrieben ist. Bei ihrer Grundoperation
wird Pumplicht von einer Pumpquelle zum Anregen der Dotierungsmittelatome
in der Verstärkungsfaser
von einem Grundzustand zu einem metastabilen Zustand verwendet.
Die angeregten Atome werden durch ein einfallendes Signal einer
charakteristischen Wellenlänge
stimuliert, um Energie in Form von Licht derselben Länge auszusenden,
wobei die Emission in einer Verstärkung des Signals resultiert.
Der Prozess ist als stimulierte Emission bekannt. Nach der stimulierten
Emission ist das Atom in einem Endzustand. Die Verstärkung sollte
hoch sein, und die Effizienz auch. Die Verstärkung des Verstärkers, die
als die Leistung der Signalausgabe geteilt durch die Leistung der
Signaleingabe definiert ist, sollte so hoch wie möglich sein.
Ebenso sollte die Effizienz des Verstärkers, gemessen als die für eine bestimmte Pumpleistung
erreichte Verstärkung,
so hoch wie möglich
sein. Zusätzlich
sollte die Verstärkung über den
Frequenzbereich, in welchem der Verstärker verwendet werden soll
vorzugsweise im Wesentlichen flach, d.h. nicht von der Frequenz
des einfallenden Lichts abhängig,
sein.
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Für eine Verstärkung im
sogenannten 5-Band (1450-1520 nm) ist thuliumdotierten Faserverstärkern (TDFA)
viel Interesse geschenkt worden. Der nützliche Übergang für die stimulierte Emission
liegt zwischen dem metastabilen 3H4-Niveau bis zu dem unteren 3F4-Endniveau, was ein Ausgangssignal einer Wellenlänge um 1470
nm ergibt. Ein gut erkanntes Problem beim Verwenden von TDFA als
optischer Faserverstärker
besteht darin, dass das 3H4-Niveau
eine kurze Lebensdauer im Vergleich mit dem 3F4-Niveau hat. In der Praxis resultiert dies
darin, dass selbst dann, wenn die Pumperregung zu dem 3H4-Niveau erfolgreich erreicht ist, die stimulierte
Emission aufgrund der Akkumulation einer Population auf dem 3F4-Niveau verschlechtert
werden wird. Dies resultiert in einer schlechten Verstärkung.
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Über mehrere
Versuche zum Erhöhen
der Verstärkung
des TDFA ist berichtet worden, einschließlich eines Pumpens für ein Aufwärtsmischen
mit wiederholtem Pumpen mit derselben Wellenlänge und verschiedene Pumpschemen
mit dualer Wellenlänge,
wie sie beispielsweise im Folgenden präsentiert sind: F. Roy, D. Bayart,
A. Le Sauze und P. Baniel, "Noise
and gain band management of thulium-doped fiber amplifier with dual-wavelength
pumping schemes",
IEEE Photon. Technol. Lett., 13, 788-790, (2001); T. Kasamatsu,
Y. Yano und H. Sekita, "1.50-μm-band gain-shifted
thulium-doped fiber amplifier with 1.05- and 1.56-μm dual-wavelength
pumping", Opt. Lett.,
24, 1684-1686, (1999); T. Kasamatsu, Y. Yano und T. Ono, "Laser-diode pumping (1.4
and 1.56 μm)
of gain-shifted
thulium-doped fiber amplifier",
Electron. Lett., 36, 1607-1609, (2000); T. Kasamatsu, Y. Yano und
T. Ono, "Gain-shifted dual-wavelength-pumped
thulium-doped fiber amplifier for WDM signals in the 1.48-1.51-μm wavelength
region", IEEE Photon.
Technol. Lett., 13, 31-33, 2001; F Roy, F. Leplingard, L. Lorcy,
A. Le Sauze, P Baniel, D. Bayart, "48% power conversion efficiency in single
pump gain-shifted thulium-doped fibre amplifier", Electronics Letters, 37:15, 943-945,
2001; T. Kasamatsu, Y. Yano, T. Ono, "Laser-diode-pumped highly efficient gain-shified
thulium-doped fiber amplifier operating in the 1480-1510-nm band", IEEE Photonics
Technology Letters, 13:5, 433-435, 2001; Tadashi Sakamoto, "S-band fiber optic
amplifiers", Optical
Fiber Communication Conference and Exhibit, 2 TuQ1-1-TuQl-4, 2001;
B.Cole, M.L. Dennis, "S-band
amplification in a thulium doped silicate fiber" Optical Fiber Communication Conference
and Exhibit, 2, TuQ3-1-TuQ3-3, 2001;. T. Kasamatsu, Y. Yano, T.
Ono, "Laser-diode-pumped
highly-efficient gain-shifted thulium doped fiber amplifier operating
in the 1480-1510-nm band" Optical
Fiber Communication Conference and Exhibit, 2, TuQ4-1-TuQ4-3, 2001; F.
Roy, P. Baniel, C. Fages, J.J. Girard, A. Le Sauze, D. Bayart, "Optimal pumping schemes
for gain-band management of thulium-doped fiber amplifiers", Optical Fiber Communication Conference
and Exhibit, 2, TuQ7-1-TuQ7-4, 2001; F. Roy, F. Leplingard, L. Lorcy,
A. Le Sauze, P. Baniel, D. Bayart, "48% power conversion efficiency in a
single-pump gain-shifted thulium-doped fiber amplifier", Optical Fiber Communication
Conference and Exhibit, PD2_1-PD2_3,
2001; F. Rovk D. Bayart, P. Baniel, "Novel pumping schemes for thulium doped
fiber amplifier",
Optical Fiber Communication Conference and Exhibit, 2 14-16, 2000.
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Bei
dem Pumpprozess mit dualer Wellenlänge bevölkert das erste Photon das
untere 3F4-Niveau,
während
das zweite Photon zum Bevölkern
des höheren 3H4-Niveaus und gleichzeitig
zum Entvölkern
des 3F4-(unteren)-Niveaus
verantwortlich ist, um eine Bevölkerungsumkehr
zuzulassen. Die berichteten Wellenlängen sind für das erste Pumpen 1050-1550
nm und für
das zweite Pumpen um 1400 gewesen, und typischerweise wird eine
gesamte Pumpleistung von 200-500 mW benötigt, um eine Verstärkung von
27 dB zu erreichen.
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Im
US-Patent 6,407,853 ist ein duales Pumpschema offenbart, das für TDFA geeignet
ist. Eine erste Pumpwellenlänge
von vorzugsweise 800 nm regt das Dotierungsmittel vom Grundniveau
(3H6) direkt zum 3H4-Niveau an. Eine
zweite Pumpwellenlänge
von 1440 nm wird zum Entvölkern
des 3F4-Niveaus
und somit zum Ermöglichen
der stimulierten Emission verwendet.
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Das
Dokument XP 951877 (Optics letters, vol. 25, no. 11, 2000-06-20,
S. 817-819, Tanabe et al., "Improved
emission of Tm3+ doped glass for a 1,4 μm amplifier
by radiative energy transfer between Tm3+ and Nd3+")
offenbart ein ähnliches
Verfahren und eine ähnliche
Vorrichtung.
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Der
Stand der Technik repräsentiert
signifikante Verbesserungen bei der Verwendung von thuliumdotierten
Faserverstärkern.
Jedoch ist es für
einen weit verbreiteten Einsatz in Kommunikationssystemen nötig, die
Effizienz der Verstärker
weiter zu erhöhen
sowie Pumpwellenlängen
zu verwenden, die mit Halbleiterlasern erreichbar sind, die wenig
kosten.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
objektive Problem besteht im Bereitstellen eines Verfahrens und
einer Vorrichtung zum Verstärken eines
optischen Signals mit einer hohen Verstärkung und mit einer hohen Leistungseffizienz,
um eine Produktion von effektiven optischen Verstärkern mit
vernünftigen
Kosten zu ermöglichen.
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Das
Problem wird durch die Anordnung gelöst, wie sie im Anspruch 10
definiert ist, und das Verfahren, wie es im Anspruch 1 definiert
ist.
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Das
Verfahren zum Verstärken
eines optischen Signals in einem thuliumdotierten Faserverstärker gemäß der Erfindung
weist die folgenden Schritte auf: eine erste Ablagerung von Energie
in den Faserverstärker durch
Pumpen einer ersten Wellenlänge
mit einer Strahlung; und eine zweite Ablagerung von Energie in den Faserverstärker durch
Pumpen einer zweiten Wellenlänge
mit einer Strahlung. Die Strahlung der ersten Wellenlänge ist
derart angeordnet, dass sie durch eine Einphotonenabsorption eine
Bevölkerung
zu dem 3H4-Niveau
des Thuliumdotierungsmittels induziert, und die Strahlung der zweiten
Wellenlänge
entvölkert
primär
das 3F4-Niveau durch
eine angeregte Absorption eines Einzelphotons, und zwar vorzugsweise
durch eine Absorption in einem stark angeregten Zustand zu dem 3F2-Niveau. Diese
Schritte erreichen eine Bevölkerungsumkehr bzw.
-inversion zwischen den 3H4-
und 3F4-Niveaus und ermöglichen
eine leistungseffiziente Verstärkung
mit hoher Verstärkung.
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Die
Verstärkungsanordnung
zum Verstärken
eines optischen Signals in einem thuliumdotierten Faserverstärker gemäß der Erfindung
weist Folgendes auf: eine erste Energieablagerungseinrichtung zum
Ablagern von Energie in den Faserverstärker durch Pumpen mit einer
Strahlung einer ersten Wellenlänge
und eine zweite Energieablagerungseinrichtung zum Ablagern von Energie
in den Faserverstärker
durch Pumpen mit einer Strahlung einer zweiten Wellenlänge. Die
Strahlung der ersten Wellenlänge
ist derart angeordnet, dass sie durch eine Einphotonenabsorption
eine Bevölkerung
zu dem 3H4-Niveau
des Thuliumdotierungsmittels induziert, und die Strahlung der zweiten
Wellenlänge
entvölkert
primär
das 3F4-Niveau durch
eine angeregte Absorption eines einzelnen Photons, und zwar vorzugsweise
durch eine Absorption in einem stark angeregten Zustand zu dem 3F2-Niveau, wodurch
eine Bevölkerungsinversion
zwischen den 3H4-
und 3F4-Niveaus
erreicht wird.
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Ein
Vorteil, der durch die Anordnung und das Verfahren gemäß der Erfindung
geleistet wird, besteht darin, dass eine Verstärkung mit hoher Verstärkung unter
Verwendung einer relativ niedrigen Leistung erreicht wird.
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Ein
weiterer Vorteil, der durch die Erfindung geleistet wird, besteht
darin, dass Laserdioden niedriger Kosten verwendet werden können.
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Ein
Hauptvorteil durch die Anordnung und das Verfahren gemäß der Erfindung
besteht darin, dass optische Verstärker mit geringen Kosten, welche
Verstärker
jedoch effektiv sind und somit kommerziell attraktiv sind, hergestellt
werden können.
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Kurze Beschreibung
der Figuren
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Die
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung, die oben umrissen
sind, werden nachfolgend in der detaillierten Beschreibung in Zusammenhang
mit den Zeichnungen vollständiger
beschrieben, wobei sich gleiche Bezugszeichen immer auf gleiche
Elemente beziehen und wobei:
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1a-c
schematische Zeichnungen von Pumpanordnungen dualer Wellenlänge gemäß der Erfindung
sind;
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2 eine
schematische Darstellung von relevanten Energieniveaus und Übergängen in
einem Tm-Dotierungsmittelatom
ist;
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3 eine
Kurve ist, die die verstärkte
spontane Emission von Thulium unter Verwendung des Verfahrens der
Erfindung zeigt;
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4 eine
Kurve ist, die die Verstärkung
unter Verwendung des Verfahrens der Erfindung zeigt;
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5 eine
schematische Zeichnung eines Ausführungsführungsbeispiels der Erfindung
ist;
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6 eine
schematische Zeichnung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung
ist; und
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7 eine
schematische Zeichnung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung
ist.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Nun
werden Ausführungsbeispiele
der Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben werden.
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In 1a ist
der prinzipielle Aufbau eines optischen Verstärkers mit dualem Pumpen schematisch
dargestellt. Das Signal im S-Band, bei typischerweise einer Wellenlänge von
1470 nm, wird in dem Signalmedium 100, wie beispielsweise
einer optischen Faser, getragen. Eine erste Pumpvorrichtung 110 mit
einer ersten Pumpwellenlänge λp1 ist
optisch mit dem Signalmedium 100 beispielsweise durch eine
erste WDM-Faserkopplereinheit 120 gekoppelt.
Eine zweite Pumpwellenlänge λp2 wird
durch eine zweite Pumpvorrichtung 130 erzeugt, die optisch
mit dem Signalmedium 100 beispielsweise durch eine zweite
WDM-Faserkopplereinheit 140 gekoppelt ist. Die stimulierte
Emission von Photonen, d.h. die Verstärkung, findet in der Verstärkerfaser 150 aus
thuliumdotiertem Material statt. Die Verstärkerfaser hat einen Eingang 160 zum
Empfangen des Eingangssignals und der sich zusammen damit ausbreitenden
Photonen von den Pumpvorrichtungen und einen Ausgang 170 für das verstärkte optische
Signal. In den 1a-c zeigen die durchgezogenen
Pfeile die Richtung des Signals an und zeigen die gestrichelten
Pfeile die Richtung des Pumplichts an. Wie es durch einen Fachmann
auf dem Gebiet realisiert wird, kann eine Verstärkungsanordnung auf eine große Vielzahl
von Arten realisiert werden.
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1b stellt
schematisch eine allgemeine alternative Art zum Koppeln des Signals
und des Pumplichts zur Verstärkungsfaser
dar. Eine WDM-Faserkopplereinheit 125 wird zum Koppeln
des durch eine Pumpvorrichtung 115 erzeugten Pumplichts
und des im Signalmedium 100 getragenen Signals direkt zur
Verstärkerfaser 150 verwendet.
Somit ist die WDM- Faserkopplereinheit
selbst die Stelle, wo das Signal und das Pumplicht zur Verstärkungsfaser
gekoppelt werden.
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Alternativ
dazu kann das Pumplicht sich entgegen dem zu verstärkenden
Signal ausbreitend so gekoppelt oder aufgeteilt werden, dass sich
eine Pumpwellenlänge
zusammen mit dem Signal ausbreitet und sich die andere Pumpwellenlänge entgegen
zu diesem ausbreitet. Ein solcher Verstärkungsaufbau ist schematisch in 1c dargestellt.
Das Signal im S-Band, typischerweise bei einer Wellenlänge von
1470 nm, wird im Signalmedium 100 getragen. Die erste Pumpwellenlänge λp1 wird
durch die erste Pumpvorrichtung 110 erzeugt. Die erste
WDM-Faserkopplereinheit 120 koppelt
die erste Pumpwellenlänge
und das Signal zu einem Ende der Verstärkungsfaser 150. Die
zweite WDM-Faserkopplereinheit 140 koppelt die zweite Pumpwellenlänge λp2, die
durch eine zweite Pumpvorrichtung 130 erzeugt ist, zum
anderen Ende der Verstärkungsfaser 150.
Die zweite WDM-Faserkopplereinheit 140 stellt auch einen
Ausgang 175 für
das verstärkte
Signal zur Verfügung. Dieser
Aufbau kann vorteilhaft sein, um das übrige Pumplicht vom verstärkten Signal
zu trennen. Die zu einer Wellenlänge
gehörende
WDM-Faserkopplereinheit hilft auch dabei, Licht der anderen Wellenlänge, das
durch die Verstärkungsfaser
nicht absorbiert wurde, zu entfernen.
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Das
Licht einer anderen Wellenlänge,
das in den Pumpvorrichtungen 110, 130 erzeugt
wird, kann von verschiedenen kommerziell erhältlichen Lichtquellen entstehen,
die Faserlaser, abstimmbare Laser und Laserdioden enthalten. Für kommerzielle
Anwendungen sind dann der Preis und die Zuverlässigkeit von hoher Wichtigkeit,
und die Laserdioden sind von besonderem Interesse. Laserdioden,
die Licht einer geeigneten Wellenlänge erzeugen, sind kommerziell
erhältlich.
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Nachfolgend
werden Ausführungsbeispiele
von Verstärkungsanordnungen
angegeben werden, die das Verfahren der Erfindung ausführen.
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Das
Verfahren gemäß der Erfindung,
nämlich
das Pumpschema mit dualer Wellenlänge, wird unter Bezugnahme
auf 2 beschrieben werden, die die Energieniveaus eines
thuliumdotierten Faserverstärkers darstellt.
Die erste Pumpwellenlänge λp1 gemäß der Erfindung
sollte vorzugsweise um 800 nm sein, gefolgt durch die zweite Pumpwellenlänge λp2,
die vorzugsweise um 1050 nm oder 980 nm ist. Es ist gezeigt worden, dass
die Auswahl von Wellenlängen
im Vergleich mit Pumpschemen nach dem Stand der Technik ein überraschend
gutes Ergebnis in Bezug auf die Verstärkung, die Frequenzabhängigkeit
und die Verstärkung
ergibt.
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Der
Hauptvorteil des Schemas gemäß der Erfindung
beruht auf der Tatsache, dass die λ
p1 ~800 nm-Pumpwellenlänge das
obere Verstärkungsniveau
3H
4 durch eine Einphotonenabsorption
bevölkert,
wie es in
2 angezeigt ist. Der Absorptionsquerschnitt
ist hoch (siehe nachfolgende Tabelle I), was eine effektive Ausnutzung
der Pumpleistung sicherstellt. Die zweite Wellenlänge λ
p2 hilft
primär
zum Entvölkern
des unteren Niveaus
3F
4 durch
eine angeregte Absorption eines Einzelphotons. Der Übergang,
der durch λ
p2 ~1050 nm gegeben ist, durch eine Absorption
in einem stark angeregten Zustand (ESA) zu dem Niveau
3F
2 tritt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit
auf (siehe Querschnitt in der Tabelle I). Er bevölkert auch gleichzeitig das
Niveau
3H
4 (durch
3F
2), wobei beide
Effekte vorteilhaft sind zum Erzeugen der Bevölkerungsumkehr. Wie es wohlbekannt ist,
ist ein 1050 nm-Pumpen allein nützlich
zum Liefern einer Verstärkung,
aber auf Kosten einer hohen Leistung aufgrund der Absorption mit
einem sehr niedrigen Grundzustand (GSA) zum Niveau
3F
4 über
3H
5, dessen Querschnitt
sich nicht sehr von dem in der Tabelle I gezeigten Querschnitt 1064
nm unterscheiden sollte. Die Verwendung von λ
p2 ~980
nm, was ein alternatives Ausführungsbeispiel
der Erfindung darstellt, resultiert in einer Bevölkerungsumkehr, ist aber etwas
weniger effektiv. Jedoch könnte
ein Verwenden von λ
p2 ~980 nm kommerziell attraktiv sein, da
leistungsfähige
und billige Laserdioden verfügbar
sind, die 980 nm ergeben. Tabelle
I – Querschnitt
für einige Übergänge in thuliumdotierten
ZBLAN-Fasern
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Die
Vorteile des erfinderischen Pumpschemas sind in 3 dargestellt,
wobei das 1470 nm-Band einer verstärkten spontanen Emission (ASE)
gezeigt ist, wenn es jeweils durch jede einzelne Wellenlänge λp1 und λp2 gepumpt
wird, und durch beide Wellenlängen
zusammen. Aus 3 sollte die drastische Erhöhung bezüglich einer
ASE-Leistung offensichtlich werden, wenn die zwei Wellenlängen zusammen
verwendet werden, im Vergleich mit dann, wenn jeweils eine den TDFA
einzeln pumpt. Der Vorteil der vorliegenden Erfindung ist weiterhin
in 4 dargestellt, die in einer Kurve die Verstärkung und
die Rauschzahl für
das erfinderische duale Pumpschema darstellt. Die Verstärkung bei
der Kleinsignalverstärkung,
wenn die 800 nm-Wellenlänge zu
dem Pumpen von 1050 nm (aufgefüllte
Quadrate in der Figur) hinzugefügt
ist, ist auffallend. Es ist bemerkenswert, dass das 800 nm-Pumpen
allein nicht ausreicht, um eine Bevölkerungsumkehr zu erzeugen,
während
dies das 1050 nm-Pumpen allein tut. Jedoch wird für die bei
1050 nm verwendete Pumpleistung eine sehr kleine Verstärkung (alle
hier beschriebenen Verstärkungen
sind intern, d.h. eine Faserverstärkung) nahezu 7-8 dB erhalten
(nicht gefüllte
Quadrate). Vorherige Maßnahmen
an dieser Faser haben gezeigt, dass Verstärkungen von über 20 dB
mit einem Pumpen bei 1050 nm allein erhalten werden können, aber
für sehr
hohe Leistungen (über
300 mW). Bei unserem mit dualer Wellenlänge gepumpten TDFA wurde für eine gesamte
Pumpleistung 153 mW eine Verstärkung
von mehr als 20 dB über
eine Bandbreite von nahezu 40 nm erhalten. Eine Rauschzahl (gefüllte Dreiecke)
von weniger als 5 dB wurde für
das duale Pumpen gemessen, was nahe der erwarteten Grenze von 3
dB für
TDFAs ist. Die Verstärkung
kann durch Einstellen der Pumpleistung der zwei Wellenlängen weiter
optimiert werden. Beispielsweise wurde eine Verstärkung von
27 dB für
eine gesamte Pumpleistung von 180 mW erhalten (100 mW von 1050 nm
und 80 mW von 794 nm). Eine Optimierung des TDFA in Bezug auf die
Verstärkung
und die Flachheit der Verstärkung
kann durch Einstellen der Thuliumionenkonzentration, der dotierten
Faserlänge
und der genauen Wellenlänge
und der Leistung der zwei Pumpen erhalten werden. Die Wellenlängen sind
jeweils typischerweise und bevorzugt innerhalb von λp1 ~800
nm ± 10 nm
und λp2 ~1055 nm ± 10 nm oder alternativ dazu
jeweils λp1 ~800 nm ± 10 nm und λp2 ~980
nm ± 10
nm.
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Das
Pumpverfahren gemäß der Erfindung
kann in den folgenden Hauptschritten zusammengefasst werden:
- (a) eine erste Ablagerung einer Energie in
den Faserverstärker
durch Pumpen mit einer Strahlung einer ersten Wellenlänge, was
durch eine Einphotonenabsorption eine Bevölkerung zu dem 3H4-Niveau des Thuliumdotierungsmittels induziert.
Die erste Wellenlänge
ist vorzugsweise 800 nm ± 10
nm.
- (b) Eine zweite Ablagerung von Energie in den Faserverstärker durch
Pumpen mit einer Strahlung einer zweiten Wellenlänge, was das 3F4-Niveau entvölkert, durch eine angeregte
Absorption eines Einzelphotons, und zwar vorzugsweise durch eine
Absorption in einem stark angeregten Zustand zu dem 3F2-Niveau. Zusätzlich bevölkert die Strahlung der zweiten
Wellenlänge
gleichzeitig das 3H4-Niveau über das 3F2-Niveau. Die zweite
Wellenlänge
ist vorzugsweise 1055 nm ± 10
nm oder alternativ dazu 980 nm ± 10 nm.
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Die
zwei Hauptschritte erreichen eine Bevölkerungsumkehr zwischen den 3H4- und den 3F4-Niveaus, und
somit eine signifikante Erhöhung
bezüglich
des Gewinns und der Verstärkung.
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Als
Beispiel einer Implementierung und als Aufbau, der für die oben
präsentierten
Ergebnisse verwendet wird, kann ein diodengepumpter Yb-Faserlaser,
der bei 1050 nm arbeitet, für λp2 verwendet
werden. Für die
anderen Pumpquellen bei λp1 ~800 nm kann ein abstimmbarer Ti-Spahir-Dauerstrichlaser
verwendet werden. Ein Dauerstrich-Halbleiterdiodenlaser stellt eine
Alternative mit niedrigeren Kosten dar. Ein einziges Kanaltestsignal
kann durch eine abstimmbare Dauerstrich-Laserdiodenquelle geliefert
werden, aber ein WDM-Betrieb
ist auch möglich.
Thuliumdotierte Fasern sind kommerziell beispielsweise von Le Verre
Fluore erhältlich.
Typische Charakteristiken für
eine sogenannte ZBLAN-(ZrF4-BaF2-LaF3-AlF3-NaF)-Faser,
die für das
erfinderische Verfahren geeignet ist, sind in der Tabelle II präsentiert.
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Tabelle
II – Charakteristiken
einer thuliumdotierten ZBLAN-Faser
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Die
oben beschriebene ZBLAN-Faser sollte als nicht beschränkendes
Beispiel angesehen werden. Viele der Materialparameter können variiert
werden, und das Material könnte
noch als das Verstärkungsmaterial
in einem optischen Verstärker
dienen. Einige der Parameter können
sogar variiert werden, um die Leistungsfähigkeit der Verstärkungsanordnung
zu optimieren, wie beispielsweise die Tm-Dotierungskonzentration. Die Tm-Dotierungskonzentration
ist typischerweise 2000 ppm, aber andere Konzentrationen zeigen
vielversprechende Ergebnisse, und zwar insbesondere höhere Konzentrationen.
Selbst Tm-Dotierungskonzentrationen um 5000 ppm könnten vorteilhaft
sein, um in Kombination mit dem Pumpschema gemäß der Erfindung verwendet zu
werden.
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Viele
kommerziell verwendete optische Fasern basieren auf Quarz, was selbst
bei hohen Temperaturen stabil ist und mit verfügbaren Maschinen mit sehr geringem
Verlust gespleißt
werden kann. Gegenwärtig sind
Silicafasern aufgrund einer Phononenstreuung nicht kompatibel mit
Tm-Verstärkern
im S-Band. Daher werden
Fasern verwendet, die auf Fluoridmaterialien basieren, wie beispielsweise
ZBLAN. Andere Typen von Fasermaterialien werden konstant entwickelt,
getestet und verwendet, wie beispielsweise die Tellurid-Fasern. Entwicklungen
auf dem Gebiet werden höchstwahrscheinlich
zur Verwendung von Silica- oder silicakompatiblen Fasern in der
nahen Zukunft führen.
Wie es von einem Fachmann auf dem Gebiet erkannt werden wird, könnte das
Pumpschema gemäß der vorliegenden
Erfindung vorteilhaft bei allen diesen Arten von Fasern verwendet
werden, einschließlich
denjenigen, die auf Silica basieren.
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Das
Pumpschema gemäß der Erfindung
ist nicht auf die oben beschriebene Verstärkungsanordnung beschränkt. Im
Gegenteil kann eine große
Vielfalt von Anordnungen vorteilhaft das vorgenannte Pumpschema verwenden.
Es kann z.B. auch innerhalb eines optischen Hohlraums verwendet
werden, so dass ein Laser verkörpert
wird. Die aktiven Ionen können
in einer optischen Faser enthalten sein, wie es nachfolgend weiter
beschrieben werden wird. Sie können
auch in einem Kristall enthalten sein, wie beispielsweise diejenigen,
die in den sogenannten Mikrochiplasern verwendet werden. Das oben
beschriebene Pumpschema ist gleichermaßen nützlich zum Bereitstellen einer
optischen Anregung für
den Tm-Laser. Die große
Bandbreite, die dem Ion eigen ist, resultiert in einem potenziell
weit abstimmbaren Laser. Das Tm-dotierte Material kann zum Zwecke eines
Laserns im 1,4-1,52 μm-Wellenlängenbereich
verwendet werden.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird unter Bezugnahme auf 5 beschrieben
werden, in welcher das dotierte Material eine optische Einzelmodenfaser
mit Tm-Ionen im Kern 500 und Neodym-(Nd)Ionen in einem
von einen äußeren Mantel 520 umgebenen
inneren Mantel 510 ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist nur eine
800 nm-Lichtquelle für
ein externes Pumpen erforderlich, wie beispielsweise ein Halbleiterdiodenlaser 530.
Die im inneren Mantel der Faser enthaltenen Nd-Ionen absorbieren
einige der Photonen bei 800 nm und emittieren eine Strahlung im
1050 nm-Bereich, was wiederum im einzigen Kern durch die Tm-Ionen
absorbiert wird. Die Konfiguration des inneren Mantels hat den Vorteil,
dabei zu helfen, die schlecht gesammelte Strahlung von einem Halbleiterdiodenlaser
bei 800 nm am besten zu nutzen, da der effektive Bereich des inneren
Mantels viel größer als
der Einzelmodenkern der Faser ist.
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Eine
Art zum Ablagern der Energie zu dem seltenerdendotierten Material
gemäß der Erfindung
besteht im Verwenden einer Strahlung von den Halbleiterlasern zum
Pumpen eines Faserlasers und auch der Tm-dotierten Faser. Dieses
Ausführungsbeispiel
ist in 6 schematisch dargestellt, wobei ein Faserlaser
mit einem optischen Hohlraum 600 versehen ist, wo die Nd-dotierte
Faser, die eine optische Verstärkung
liefert, zwischen zwei Faser-Bragg-Gittern M1 bzw. M2 platziert
ist. Ein Halbleiterlaser 605 liefert die Wellenlänge von
800 nm, was den Faserlaser antreibt. Der optische Hohlraum ist mit
dem Tm-dotierten Faserverstärker 150 gekoppelt. Die
Gitter können
auf demselben Stück
einer Nd-dotierten Faser ausgebildet werden, oder auf Stücken der Faser,
die darauffolgend zu der Nd-dotierten Faser gespleißt werden.
Die durch die Bragg-Gitter reflektierten Wellenlängen sind nahe 1050-1060 nm,
so dass der Faserlaser eine Schwelle erreicht. Das Reflexionsvermögen des
Spiegels M1 kann vorzugsweise nahe 100% bei der Laserwellenlänge (1,06 μm) und nahe
0% bei der Pumpwellenlänge
(800 nm) sein. Das Reflexionsvermögen des Gitters M2 sollte weniger
als 100% bei der Laserwellenlänge
und nahe 0% bei der Pumpwellenlänge
sein. Auf diese Weise ist die Strahlung, die die Tm-dotierte Faser
im Faserverstärker 150 erreicht,
die Summe aus dem Faserlaserlicht und dem Bruchteil des 800 nm-Pumplichts,
der durch die Nd-dotierte Faser nicht absorbiert worden ist.
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Bei
einem alternativen Ausführungsbeispiel,
das in 7 schematisch gezeigt ist, ist der Faserlaser durch
eine Ringkonfiguration einer Nd-dotierten Faser 700 realisiert,
die durch einen Halbeiterdiodenlaser angetrieben wird, der eine
Strahlung von 800 nm zur Verfügung
stellt. Ein geringer Teil (um 10%) der bei 1050 nm erzeugten Strahlung
im Ringlaser würde
zirkuliert werden, um den Laser über
einer Schwelle zu halten, während
das meiste der Strahlung, das bei 1050 nm verfügbar ist, zum Pumpen der Tm-Faser
verwendet werden würde.
Die angegebenen Zahlen sollten als nicht beschränkendes Beispiel zum Erklären des
Prinzips eines Betriebs angesehen werden.
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Um
die Länge
einer Tm-dotierten Faser zu reduzieren, die für eine maximale Verstärkung erforderlich ist,
ist es möglich,
das Pumplicht entlang der Tm-dotierten Faser auszubreiten, und dann
den übrigen
Teil des Pumplichts, der nicht absorbiert wurde, zu reflektieren.
Die zu verwendenden Spiegel können
vorzugsweise Faser-Bragg-Gitter sein, die angenehmerweise bei den
Pumpwellenlängen
(800 nm und 1050 nm) stark reflektierend sein können, und bei den zu verstärkenden
Signalwellenlängen
stark durchlässig.
Die Gitter könnten in
einem Stück
einer auf Silica basierenden Faser enthalten sein, die mit der auf
Tm-dotierten fluorbasierenden Faser verbunden ist und die Ausgangsfaser
des Verstärkers
bildet. Nimmt man Bezug auf den schematisch dargestellten Aufbau
der 1c, können
die Bragg-Gitter an oder nahe den Endpunkten der Verstärkungsfaser
vorgesehen sein, die jeweils mit A und B bezeichnet sind. Die Bragg-Gitter
sind derart angeordnet, dass sie jeweils die Wellenlängen 1050
nm und 800 nm zurückreflektieren.
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Es
sollte verstanden werden, dass die hier offenbarte Idee nicht andere
im Stand der Technik bekannte Techniken zum Verbessern der Leistungsfähigkeit
von seltenerdendotierten Verstärkern
ausschließt.
Beispielsweise ist die Verwendung von verstärkungsentzerrenden Filtern,
wie beispielsweise Faser-Bragg-Gittern, klarerweise eine Möglichkeit
in Verbindung mit dem bei der vorliegenden Erfindung offenbarten
Pumpschema. Hier könnten
die Filter angenehmerweise am Ausgang des Verstärkers platziert sein. Auf diese
Weise können
die Bragg-Gitter in der Ausgangsfaser, wie beispielsweise einer
auf Silica basierenden Faser, hergestellt werden.
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Während die
Erfindung in Verbindung mit dem beschrieben worden ist, was gegenwärtig als
praktischste und bevorzugteste Ausführungsbeispiele angesehen wird,
ist es zu verstehen, dass die Erfindung nicht auf die offenbarten
Ausführungsbeispiele
zu beschränken
ist, sondern im Gegenteil verschiedene Modifikationen und äquivalente
Anordnungen abdecken soll, die innerhalb des Schutzumfangs der beigefügten Ansprüche enthalten
sind.