-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf neue 4-Piperazinylindolderivate
mit 5-HT6-Rezeptoraffinität,
und damit in Verbindung stehende pharmazeutische Zusammensetzungen,
Verfahren zur Verwendung als Therapeutika und Verfahren zu deren
Herstellung.
-
Der
nächstliegende
Stand der Technik wurde in WO 0241889 und WO 0232863 beschrieben.
Die darin offenbarten Verbindungen sind N-Benzolsulfonylindolderivate
mit 5-HT6-Rezeptoraffinität,
die sich in bezug auf die Struktur auf die vorliegenden Verbindungen
beziehen, jedoch keinen an die Benzolsulfonyleinheit angelagerten
Piperazinylring aufweisen.
-
Die
Wirkungen des Neurotransmitters 5-Hydroxytryptamin (5-HT) als ein
Hauptmodulatorneurotransmitter im Gehirn werden durch eine Vielzahl
von Rezeptorfamilien vermittelt, die 5-HT1, 5-HT2, 5-HT3, 5-HT4, 5-HT5,
5-HT6 und 5-HT7 genannt werden. Basierend auf einem hohen Niveau
der 5-HT6-Rezeptor-mRNA im Gehirn ist angeführt worden, daß der 5-HT6-Rezeptor
bei der Pathologie und Behandlung von Erkrankungen des zentralen
Nervensystems eine Rolle spielen kann. Insbesondere sind die 5-HT6-Rezeptor-selektiven
Liganden bei der Behandlung von bestimmten ZNS-Erkrankungen als
möglicherweise
nützlich
identifiziert worden, wie Parkinson-Krankheit, Huntington-Krankheit, Angst,
Depression, manische Depression, Psychosen, Epilepsie, obsessiv-kompulsive
Störungen,
Migräne,
Alzheimer-Krankheit (Steigerung des Wahrnehmungsvermögens), Schlafstörungen,
Ernährungsstörungen,
wie Appetitlosigkeit und Bulimie, Panikattacken, Aufmerksamkeits-
und Hyperaktivitätsstörung (ADHD),
Aufmerksamkeitsschwäche
(ADD), Entzug nach Drogenmißbrauch,
wie Kokain, Ethanol, Nikotin und Benzodiazepinen, Schizophrenie
und ebenso Störungen,
die mit Wirbelsäulentrauma
und/oder Kopfverletzungen in Verbindung stehen, wie Hydrozephalus.
Es wird ebenso erwartet, daß diese
Verbindungen bei der Behandlung von bestimmten Magen-Darm-Störungen (GI-Störungen), wie
funktionelles Darmsyndrom, verwendet werden. (Siehe beispielsweise
B. L. Roth et al., J. Pharmacol. Exp. Ther., 268, Seiten 1403–14120 (1994),
D. R. Sibley et al., Mol. Pharmacol., 43, 320–327 (1993), A. J. Sleight et
al., Neurotransmission, 11, 1–5
(1995), und A. J. Sleight et al. Serotonin ID Research Alert, 1997,
2 (3), 115–8).
5-HT6-Antagonisten wurden außerdem
als potentiell nützliche
Verbindungen bei der Behandlung von Fettleibigkeit identifiziert.
Siehe beispielsweise Bentley et al., Br. J. Pharmac. 1999, Suppl
126; Bently et al., J. Psychopharmacol. 1997, Suppl A64: 255; Wooley
et al., Neuropharmacology 2001, 41: 210–129; und WO 02/098878.
-
Ein
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist (i) eine Verbindung der
Formel:
worin:
R
1 und
R
2 unabhängig
voneinander Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Acyl, Halogen, Nitro, Amino,
Cyano, Alkoxy, Hydroxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio, Thiol, Carbonylamino,
Aminocarbonyl oder Halogenalkyl sind;
R
3 und
R
4 unabhängig
voneinander Wasserstoff, Halogen, Alkyl, Acyl, Aryl oder Arylalkyl
sind;
n 0 bis 4 ist;
R
6 bei jedem
unabhängigen
Vorkommen Wasserstoff, Alkyl, Alkoxy oder Halogen ist;
R
7 und R
8 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl sind; und
R
9 Wasserstoff,
Alkyl oder Arylalkyl ist;
oder ein einzelnes Isomer, ein racemisches
oder nicht-racemisches Gemisch aus Isomeren oder ein pharmazeutisch
akzeptables Salz oder Solvat davon.
-
Weitere
Gegenstände
der vorliegenden Erfindung sind:
-
- (ii) Verbindung der Formel I nach (i), worin:
R1 und R2 unabhängig voneinander
Wasserstoff, Halogen oder Alkoxy sind;
R3 und
R4 unabhängig
voneinander Wasserstoff, Halogen oder Alkyl sind;
n 1 ist und
R6 Wasserstoff oder Halogen ist;
R7 und R8 Wasserstoff
sind und
R9 Wasserstoff oder Alkyl
ist.
- (iii) Verbindung der Formel I nach (i), worin die Verbindung
die Formel: aufweist, worin R1, R2, R3,
R4, n, R6 R7, R8 und R9 in (i) definiert sind.
- (iv) Verbindung der Formel I nach (i), worin die Verbindung
die Formel: aufweist, worin R1, R2, R3,
R4, n, R6 R7, R8 und R9 in (i) definiert sind.
- (v) Verbindung der Formel I nach (i), worin die Verbindung die
Formel: aufweist, worin R1, R2, R3,
R4, n, R6 R7, R8 und R9 in (i) definiert sind.
- (vi) Verbindung der Formel Ia nach (iii), worin R1 und
R2 unabhängig
voneinander Wasserstoff, Halogen oder Alkoxy sind, R3 Wasserstoff
oder Halogen ist; R4 Wasserstoff oder Alkyl
ist; R6, R7 und
R8 Wasserstoff sind und R9 Wasserstoff
oder Alkyl ist.
- (vii) Verbindung der Formel Ia nach (vi), worin R1 und
R2 unabhängig
voneinander Wasserstoff, Fluor, Brom oder Methoxy sind; R3 Wasserstoff oder Chlor ist; R4 jeweils
Wasserstoff oder Methyl ist; R6, R7 und R8 Wasserstoff
sind und R9 Wasserstoff oder Methyl ist.
- (viii) Verbindung der Formel Ia nach (vii), wobei die Verbindung:
5-Fluor-1-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
4-Brom-1-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Methoxy-1-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
1-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Fluor-1-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
3-Chlor-5-methoxy-2-methyl-1-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
ist.
- (ix) Verbindung der Formel Ib nach (iv), worin R1,
R2, R3, R4 R6, R7,
R8 und R9 Wasserstoff
sind.
- (x) Verbindung der Formel Ib nach (ix), wobei die Verbindung:
2-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
ist.
- (xi) Verbindung der Formel Ic nach (v), worin R1 und
R2 unabhängig
voneinander Wasserstoff, Halogen oder Alkoxy sind; R3 Wasserstoff
ist; R4 Wasserstoff oder Alkyl ist; n 1
ist und R6 Wasserstoff oder Halogen ist; R7 und R8 Wasserstoff
sind und R9 Wasserstoff oder Alkyl ist.
- (xii) Verbindung der Formel Ic nach (xi), worin R1 und
R2 unabhängig
voneinander Wasserstoff, Fluor, Chlor, Brom, Iod oder Methoxy sind;
R3 Wasserstoff ist; R4 Wasserstoff
oder Methyl ist; n 1 ist und R6 Wasserstoff oder
Chlor ist; R7 und R8 Wasserstoff
sind und R9 Wasserstoff oder Methyl ist.
- (xiii) Verbindung der Formel Ic nach (xii), wobei die Verbindung:
5-Brom-1-methyl-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Brom-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
1-Methyl-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
6-Chlor-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
4-Chlor-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Methoxy-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Chlor-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
7-Chlor-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
6-Chlor-1-methyl-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-[4-(4-Methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
7-Brom-3-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
7-Brom-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
7-Brom-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
6-Brom-3-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
5-Iod-3-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
4-Brom-3-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
4-Brom-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Iod-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
6-Brom-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-(2-Chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-(3-Chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Brom-3-[2-chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
5-Brom-3-(2-chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Chlor-3-(3-chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Chlor-3-(3-chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-(3-Chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Brom-3-(3-chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Brom-3-(3-chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Chlor-3-(2-chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Chlor-3-(2-chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-(2-Chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Brom-3-(2-chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol
ist.
- (xiv) Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel
I nach (i), umfassend das Kontaktieren eines 4-Halogenbenzolsulfonyl-indols
der Formel: worin X Halogen ist,
mit
einem Piperazin der Formel: zur Herstellung einer Verbindung
der Formel: worin n, R1,
R2, R3, R4 R6, R7,
R8 und R9 wie in
(i) definiert sind.
- (xv) Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel Ia
nach (iii), umfassend das Kontaktieren der Formel worin X Halogen ist,
mit
einem Piperazin der Formel: zur Herstellung einer Verbindung
der Formel: worin n, R1,
R2, R3, R4, R6, R7,
R8 und R9 wie in
(i) definiert sind.
- (xvi) Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel
Ib nach (iv), umfassend das Kontaktieren der Formel worin X Halogen ist,
mit
einem Piperazin der Formel: zur Herstellung einer Verbindung
der Formel: worin n, R1,
R2, R3, R4, R6, R7,
R8 und R9 wie in
(i) definiert sind.
- (xvii) Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel
Ic nach (v), umfassend das Kontaktieren der Formel worin X Halogen ist,
mit
einem Piperazin der Formel: zur Herstellung einer Verbindung
der Formel: worin n, R1,
R2, R3, R4, R6, R7,
R8 und R9 wie in
(i) definiert sind.
- (xviii) Pharmazeutische Zusammensetzung, umfassend eine therapeutisch
wirksame Menge von mindestens einer Verbindung nach (i) bis (xiii)
in Beimischung mit einem oder mehreren pharmazeutisch akzeptablen
Träger(n),
für die
Behandlung von Krankheiten.
- (xix) Verwendung einer oder mehrerer Verbindungen der Formel
I nach (i) zur Herstellung eines Medikaments für die Behandlung oder Vorbeugung
eines Krankheitszustands, welcher durch 5-HT6-Antagonist gelindert
wird.
- (xx) Verwendung nach (xix), wobei der Krankheitszustand Störungen des
ZNS umfaßt.
- (xxi) Verwendung nach (xx), wobei der Krankheitszustand Psychosen,
Schizophrenie, manische Depressionen, neurologische Erkrankungen,
Gedächtnisstörungen,
Aufmerksamkeitsschwäche,
Parkinson-Krankheit, amyotrophe Lateralsklerose, Alzheimer-Krankheit
und Huntington-Krankheit umfaßt.
- (xxii) Verwendung nach (xix), wobei der Krankheitszustand Störungen des
Magen-Darm-Trakts umfaßt.
- (xxiii) Verwendung nach (xix), wobei der Krankheitszustand Fettleibigkeit
umfaßt.
-
Wenn
nicht anders angegeben, weisen die folgenden Ausdrücke, die
in dieser Anmeldung, einschließlich
der Beschreibung und den Ansprüchen,
verwendet werden, die nachstehend angegebenen Definitionen auf.
Es muß angemerkt
werden, daß,
wie in der Beschreibung und den anhängenden Ansprüchen verwendet, die
Einzahlformen „ein", „eine" und „der/die/das" Mehrzahlformen umfassen,
sofern nicht im Kontext deutlich anders angegeben.
-
„Alkyl" bedeutet einen einwertigen
linearen, verzweigten, cyclischen oder eine Kombination aus einem linearen,
verzweigten oder cyclischen gesättigten
Kohlenwasserstoffrest, ausschließlich bestehend aus Kohlenstoff-
und Wasserstoffatomen, mit ein bis einschließlich zwölf Kohlenstoffatomen, sofern
nicht anders angegeben. Beispiele von Alkylresten umfassen Methyl,
Ethyl, Propyl, Isopropyl, Isobutyl, sec-Butyl, tert-Butyl, Pentyl,
n-Hexyl, Octyl, Dodecyl und dergleichen, sind aber nicht darauf
beschränkt.
-
„Niederalkyl" bedeutet einen einwertigen,
linearen oder verzweigten gesättigten
Kohlenwasserstoffrest, ausschließlich bestehend aus Kohlenstoff-
und Wasserstoffatomen, mit ein bis einschließlich sechs Kohlenstoffatomen,
sofern nicht anders angegeben. Beispiele von Niederalkylresten umfassen
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, sec-Butyl, tert-Butyl, n-Butyl,
n-Pentyl, n-Hexyl und dergleichen, sind aber nicht darauf beschränkt.
-
„Alkylen" bedeutet einen zweiwertigen,
linearen oder verzweigten gesättigten
Kohlenwasserstoffrest, ausschließlich bestehend aus Kohlenstoff-
und Wasserstoffatomen, mit ein bis einschließlich sechs Kohlenstoffen,
sofern nicht anders angegeben. Beispiele von Alkylenresten umfassen
Methylen, Ethylen, Propylen, 2-Methylpropylen, Butylen, 2-Ethylbutylen
und dergleichen, sind aber nicht darauf beschränkt.
-
„Alkoxy" bedeutet einen Rest
-O-R, worin R ein Niederalkylrest ist, wie hierin definiert. Beispiele
von Alkoxyresten umfassen Methoxy, Ethoxy, Isopropoxy und dergleichen,
sind aber nicht darauf beschränkt.
-
„Halo", „Halogenid" und „Halogen", die austauschbar
verwendet werden können,
bedeuten Fluor, Chlor, Brom oder Iod.
-
„Halogenalkyl" bedeutet Alkyl,
substituiert mit einem oder mehreren gleichen oder verschiedenen
Halogenatomen, z. B. -CH2Cl2,
-CF3, -CH2CF3, -CH2CCl3 und dergleichen.
-
„Alkylthio" oder „Alkylsulfanyl" bedeutet einen Rest
-SR, worin R ein Niederalkylrest ist, wie hierin definiert. Beispiele
von Alkylthioresten umfassen Methylthio, Ethylthio, Butylthio und
dergleichen, sind aber nicht darauf beschränkt.
-
„Alkylsulfonyl" bedeutet einen Rest
-SO2R, worin R ein Niederalkylrest ist,
wie hierin definiert. Beispiele von Alkylsulfonylresten umfassen
Methylsulfonyl, Ethylsulfonyl und dergleichen, sind aber nicht darauf
beschränkt. „Arylthio" oder „Arylsulfanyl" bedeutet den Rest
-S-R, worin R ein Arylrest ist, wie hierin definiert.
-
„Arylsulfonyl" bedeutet den Rest
-SO2-R, worin R ein Arylrest ist, wie hierin
definiert.
-
„Aryl" bedeutet einen einwertigen,
cyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffrest, bestehend aus einem
oder mehreren anellierten Ringen, bei denen mindestens ein Ring
aromatisch ist, der gegebenenfalls mit Hydroxy, Cyano, Niederalkyl,
Niederalkoxy, Thioalkyl, Halogen, Halogenalkyl, Hydroxyalkyl, Nitro,
Alkoxycarbonyl, Amino, Alkylamino, Dialkylamino, Aminocarbonyl,
Carbonylamino, Aminosulfonyl, Sulfonylamino und/oder Trifluormethyl
substituiert sein kann, sofern nicht anders angegeben. Beispiele
von Arylresten umfassen Phenyl, Naphthyl, Biphenyl, Indanyl, Anthrachinolyl
und dergleichen, sind aber nicht darauf beschränkt. Beispiele von substituierten
Arylresten umfassen Fluorphenyl, Chlorphenyl, Dichlorphenyl, Trifluormethylphenyl,
Tolyl und dergleichen, sind aber nicht darauf beschränkt.
-
„Heteroaryl" bedeutet einen einwertigen,
aromatischen carbocyclischen Rest mit einem oder mehreren Ringen,
enthaltend ein, zwei oder drei Heteroatome innerhalb des Rings (ausgewählt aus
Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel), der gegebenenfalls mit Hydroxy,
Cyano, Niederalkyl, Niederalkoxy, Thioalkyl, Halogen, Halogenalkyl,
Hydroxyalkyl, Nitro, Alkoxycarbonyl, Amino, Alkylamino, Dialkylamino,
Aminocarbonyl, Carbonylamino, Aminosulfonyl, Sulfonylamino und/oder
Trifluormethyl substituiert sein kann, sofern nicht anders angegeben.
Beispiele von Heteroarylresten umfassen Imidazolyl, Oxazolyl, Thiazolyl,
Pyrazinyl, Thiophenyl, Furanyl, Pyranyl, Pyridinyl, Chinolinyl,
Isochinolinyl, Benzofuryl, Benzothiophenyl, Benzothiopyranyl, Benzimidazolyl,
Benzooxazolyl, Benzothiazolyl, Benzopyranyl, Indazolyl, Indolyl,
Isoindolyl, Naphthyridinyl und dergleichen, sind aber nicht darauf
beschränkt.
-
„Austrittsgruppe" bedeutet eine Gruppe
mit der Bedeutung, die konventionell damit in der synthetischen
organischen Chemie verbunden ist, d. h. ein Atom oder eine Gruppe,
das/die unter Alkylierungsbedingungen verdrängbar ist. Beispiele von Austrittsgruppen
umfassen Halogen, Alkyl oder Arylsulfonyloxy, wie Methansulfonyloxy,
Ethansulfonyloxy, Thiomethyl, Benzolsulfonyloxy, Tosyloxy und Thienyloxy,
Dihalogenphosphinoyloxy, gegebenenfalls substituiertes Benzyloxy,
Isopropyloxy, Acyloxy und dergleichen, sind aber nicht darauf beschränkt.
-
„Aminoschutzgruppe" bedeutet die Schutzgruppe,
die sich auf die organischen Gruppen bezieht, die das Stickstoffatom
gegen unerwünschte
Reaktionen während
der Syntheseverfahren schützen
sollen, und umfassen Benzyl (Bnz), Benzyloxycarbonyl (Carbobenzyloxy,
Cbz), p-Methoxybenzyloxycarbonyl, p-Nitrobenzyloxycarbonyl, tert-Butoxycarbonyl
(Boc), Trifluoracetyl und dergleichen, sind aber nicht darauf beschränkt. Es ist
bevorzugt, entweder Boc oder Cbz als die Aminoschutzgruppe zu verwenden,
aufgrund der relativ leichten Entfernung, beispielsweise durch milde
Säuren
in dem Fall von Boc, beispielsweise Trifluoressigsäure oder Salzsäure in Ethylacetat;
oder durch katalytische Hydrierung in dem Fall von Cbz.
-
„Optional" oder „gegebenenfalls" bedeutet, daß der anschließend beschriebene
Fall oder Umstand auftreten kann, aber nicht muß, und daß die Beschreibung Beispiele
umfaßt,
wo der Fall oder Umstand auftritt, und Beispiele, bei denen er nicht
auftritt. Beispielsweise bedeutet „optionale Bindung", daß die Bindung
vorliegen kann oder nicht, und daß die Beschreibung Einzel-,
Doppel- oder Dreifachbindungen umfaßt.
-
„Schutzgruppe" oder „schützende Gruppe" bedeutet die Gruppe,
die selektiv eine reaktive Stelle in einer polyfunktionellen Verbindung
blockiert, so daß eine
chemische Reaktion selektiv an einer anderen nicht geschützten reaktiven
Stelle in der Bedeutung, die konventionell damit in der synthetischen
Chemie verbunden ist, durchgeführt
werden kann. Bestimmte Verfahren dieser Erfindung verlassen sich
auf Schutzgruppen zur Blockierung der reaktiven Sauerstoffatome,
die in den Reaktanten vorliegen. Akzeptable Schutzgruppen für alkoholische
oder phenolische Hydroxylgruppen, die nacheinander und selektiv
entfernt werden können,
umfassen Gruppen, die als Acetate, Halogenalkylcarbonate, Benzylether,
Alkylsilylether, Neterocyclylether, Methyl oder Alkylether und dergleichen
geschützt
sind.
-
Schutz-
oder Blockiergruppen für
Carboxylgruppen sind ähnlich
denen, die für
Hydroxylgruppen beschrieben sind, bevorzugt tert-Butyl, Benzyl oder
Methylester.
-
„Inertes
organisches Lösungsmittel" oder „inertes
Lösungsmittel" bedeutet, daß das Lösungsmittel
unter den Reaktionsbedingungen, die im Zusammenhang damit beschrieben
werden, inert ist, einschließlich
beispielsweise Benzol, Toluol, Acetonitril (ACN), Tetrahydrofuran
(THF), N,N-Dimethylformamid (DMF), Chloroform, Methylenchlorid oder
Dichlormethan (DCM), Dichlorethan (DCE), Diethylether, Ethylacetat,
Aceton, Methylethylketon, Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol,
tert-Butanol, Dioxan, Pyridin und dergleichen. Wenn nichts Gegensätzliches
angegeben ist, sind die in den erfindungsgemäßen Reaktionen verwendeten
Lösungsmittel
inerte Lösungsmittel.
-
„Pharmazeutisch
akzeptabel" bedeutet,
daß es
beim Herstellen einer pharmazeutischen Zusammensetzung nützlich ist,
d. h. im allgemeinen sicher, nicht-toxisch und weder biologisch
noch anderweitig unerwünscht
ist, und umfaßt
das, welches zur veterinären
sowie humanen pharmazeutischen Verwendung akzeptabel ist.
-
„Pharmazeutisch
akzeptable Salze" einer
Verbindung bedeuten Salze, die pharmazeutisch akzeptabel sind, wie
hierin definiert, und die die gewünschte pharmakologische Aktivität der Stammverbindung
aufweisen. Diese Salze umfassen:
- (3) Säureadditionssalze,
gebildet mit anorganischen Säuren,
wie Salzsäure,
Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure und
dergleichen; oder gebildet mit organischen Säuren, wie Essigsäure, Benzolsulfonsäure, Benzoesäure, Camphersulfonsäure, Zitronensäure, Ethansulfonsäure, Fumarsäure, Glucoheptonsäure, Glukonsäure, Glutaminsäure, Glykolsäure, Hydroxynaphtoesäure, 2-Hydroxyethansulfonsäure, Milchsäure, Maleinsäure, Äpfelsäure, Malonsäure, Mandelsäure, Methansulfonsäure, Muconsäure, 2-Naphthalinsulfonsäure, Propionsäure, Salicylsäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, p-Toluolsulfonsäure, Trimethylessigsäure, Trifluoressigsäure und
dergleichen; oder
- (4) Salze, gebildet, wenn ein saures Proton, das in der Stammverbindung
vorliegt, entweder durch ein Metallion, beispielsweise ein Alkalimetallion,
ein Erdalkalimetallion oder ein Aluminiumion ausgetauscht wird, oder
mit einer organischen oder anorganischen Base koordiniert. Akzeptable
organische Basen umfassen Diethanolamin, Ethanolamin, N-Methylglucamin,
Triethanolamin, Tromethamin und dergleichen. Akzeptable anorganische
Basen umfassen Aluminiumhydroxid, Calciumhydroxid, Kaliumhydroxid,
Natriumcarbonat und Natriumhydroxid.
-
Die
bevorzugten pharmazeutisch akzeptablen Salze sind die Salze, die
aus Essigsäure,
Trifluoressigsäure,
Salzsäure,
Schwefelsäure,
Methansulfonsäure,
Maleinsäure,
Phosphorsäure,
Weinsäure,
Zitronensäure,
Natrium, Kalium, Calcium, Zink und Magnesium gebildet werden.
-
Es
ist zu verstehen, daß alle
Verweise auf pharmazeutisch akzeptable Salze Lösungsmitteladditionsformen
(Solvate) oder Kristallformen (polymorphe Verbindungen), wie hierin
definiert, desselben Säureadditionssalzes
umfassen.
-
„Solvate" bedeuten Lösungsmitteladditionsformen,
die entweder stöchiometrische
oder nicht-stöchiometrische
Mengen an Lösungsmittel
enthalten. Einige Verbindungen haben die Tendenz, ein fixiertes
Molverhältnis
von Lösungsmittelmolekülen in dem
kristallinen Feststoffzustand festzuhalten, wodurch ein Solvat gebildet
wird. Wenn das Lösungsmittel
Wasser ist, ist das gebildete Solvat ein Hydrat; wenn das Lösungsmittel Alkohol
ist, ist das gebildete Solvat ein Alkoholat. Hydrate werden durch
die Kombination von einem oder mehreren Wassermolekülen mit
einer der Substanzen, in denen das Wasser seinen molekularen Zustand
als H2O behält, gebildet, wobei eine solche
Kombination ein oder mehrere Hydrate bilden kann.
-
„Patient" bedeutet Säuger oder
Nicht-Säuger.
Säuger
bedeuten jedes Mitglied der Säugerklasse,
einschließlich
Menschen; nicht zur menschlichen Rasse gehörige Primaten, wie Schimpansen
oder andere Affen und Affenspezies; landwirtschaftliche Nutztiere,
wie Vieh, Pferde, Schafe, Ziegen und Schweine; Haustiere, wie Kaninchen,
Hunde und Katzen; Labortiere, einschließlich Nagetiere, wie Ratten,
Mäuse und
Meerschweinchen, und dergleichen, sind aber nicht darauf beschränkt. Beispiele
von Nicht-Säugern
umfassen Vögel
und dergleichen, sind aber nicht darauf beschränkt. Der Ausdruck „Patient" gibt kein spezielles
Alter oder Geschlecht an.
-
„Therapeutisch
wirksame Menge" bedeutet
eine Menge einer Verbindung, die, wenn sie einem Patienten zur Behandlung
eines Krankheitszustandes verabreicht wird, ausreichend ist, um
diese Behandlung des Krankheitszustandes zu bewirken. Die „therapeutisch
wirksame Menge" wird
in Abhängigkeit
der Verbindung, des zu behandelnden Krankheitszustandes, der Schwere
der zu behandelnden Krankheit, dem Alter und der relativen Gesundheit
des Patienten, der Verabreichungsweise und -form, des Urteilsvermögens des
behandelnden Arztes oder Tierarztes und anderen Faktoren variieren.
-
„Krankheitszustand" bedeutete jegliche
Krankheit, Zustand, Symptom oder Indikation.
-
Durch
die Anmeldung hindurch werden die folgenden Abkürzungen mit der folgenden Bedeutung
verwendet:
- Alk
- Alkylgruppe
- Boc
- N-tert-Butoxycarbonyl
- m-CPBA
- m-Chlorperbenzoesäure
- DCM
- Dichlormethan
- DTB
- Di-tert-butyldicarbonat
- DMF
- N,N-Dimethylformamid
- DMFDMA
- N,N-Dimethylformamiddimethylacetal
- DMSO
- Dimethylsulfoxid
- L
- Austrittsgruppe
- OxoneTM
- Kaliumperoxymonosulfat
- P
- Schutzgruppe
- TFA
- Trifluoressigsäure
- THF
- Tetrahydrofuran
-
Die
Benennung und Bezifferung der Verbindungen dieser Erfindung wird
nachstehend dargestellt:
-
Im
allgemeinen basiert die hierin verwendete Nomenklatur auf AUTONOMTM v. 4.0, einem computerisierten System
des Beilstein Institutes zur Erzeugung der systematischen IUPAC-Nomenklatur.
Da jedoch eine strikte Einhaltung dieser Anforderungen zu den Namen
führen
würde,
die sich wesentlich ändern
würden, wenn
nur ein einziger Substituent verändert
wird, sind die Verbindungen in einer Weise benannt worden, die die
Konsistenz der Nomenklatur für
die Grundstruktur des Moleküls
erhält.
-
Beispielsweise
wird eine Verbindung der Formel I, worin R
2,
R
3 und R
4 Wasserstoff
sind, R
1 Fluor ist (angelagert durch die
5-Stellung an den Indolring), und die Gruppe
durch die 1-Stellung an den
Indolring angelagert ist, R
6, R
7 und
R
8 Wasserstoff sind und R
9 Methyl
ist, 5-Fluor-1-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol
genannt.
-
Die
Erfindung stellt Verbindungen der Formel I bereit:
worin:
R
1 und
R
2 unabhängig
voneinander Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Acyl, Halogen, Nitro, Amino,
Cyano, Alkoxy, Hydroxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio, Thiol, Carbonylamino,
Aminocarbonyl oder Halogenalkyl sind; R
1 und
R
2 vorzugsweise unabhängig voneinander Wasserstoff,
Halogen oder Alkoxy; stärker
bevorzugt Wasserstoff oder Halogen sind;
R
3 und
R
4 unabhängig
voneinander Wasserstoff, Halogen, Alkyl, Acyl, Aryl oder Arylalkyl
sind; R
3 und R
4 vorzugsweise
unabhängig
voneinander Wasserstoff oder Alkyl sind;
n 0 bis 3 ist; bevorzugt
n 0 oder 1 ist;
R
6 bei jedem unabhängigen Vorkommen
Wasserstoff, Alkyl, Alkoxy oder Halogen ist; vorzugsweise R
6 Wasserstoff oder Halogen ist;
R
7 und R
8 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl sind; und
R
9 Wasserstoff,
Alkyl oder Arylalkyl ist; vorzugsweise R
9 Wasserstoff
oder Alkyl ist; oder einzelne Isomere, racemische oder nicht-racemische
Gemische aus Isomeren, Prodrugs, oder pharmazeutisch akzeptable
Salze oder Solvate davon.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
der Erfindung können
die Verbindungen der Formel I die Formel Ia:
aufweisen, worin n, R
1, R
2, R
3,
R
4, R
6, R
7, R
8 und R
9 wie hierin definiert sind.
-
In
anderen Ausführungsformen
können
die Verbindungen der Formel I die Formel Ib:
aufweisen, worin n, R
1, R
2, R
3,
R
4, R
6, R
7, R
8 und R
9 wie hierin definiert sind.
-
In
stärker
bevorzugten Ausführungsformen
können
die Verbindungen der Formel I die Formel Ic:
aufweisen, worin n, R
1, R
2, R
3,
R
4, R
6, R
7, R
8 und R
9 wie hierin definiert sind.
-
Repräsentative
Verbindungen gemäß der Erfindung
werden in Tabelle 1 gezeigt. In vielen Beispielen werden die Verbindungen
in Tabelle 1 als Hydrochloridsalze gezeigt.
-
-
Die
Erfindung stellt in einem anderen Aspekt pharmazeutische Zusammensetzungen
bereit, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel I zusammen
mit einem oder mehreren pharmazeutisch akzeptablen Trägern, Verdünnungsmitteln,
Hilfsmitteln oder Trägerstoffen.
-
Noch
ein anderer Aspekt der Erfindung stellt Verfahren zur Behandlung
einer Krankheitssituation oder eines Krankheitszustandes des Zentralnervensystems
(ZNS) bei einem Patienten bereit, umfassend das Verabreichen einer
therapeutisch wirksamen Menge mindestens einer Verbindung der Formel
I an einen Patienten, der derartiges bedarf. Der Krankheitszustand
kann Psychosen, Schizophrenie, manische Depressionen, neurologische
Erkrankungen, Gedächtnisstörungen,
Aufmerksamkeitsschwäche,
Parkinson-Krankheit, amyotrophe Lateralsklerose, Alzheimer-Krankheit und/oder
Huntington-Krankheit umfassen.
-
Noch
ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt ein Verfahren
zur Behandlung einer Störung des
Magen-Darm-Trakts bei einem Patienten bereit, umfassend das Verabreichen
einer therapeutisch wirksamen Menge einer Verbindung der Formel
I an einen Patienten.
-
Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt Verfahren zur
Herstellung von Verbindungen der Formel I gemäß den nachstehend beschriebenen
Syntheseverfahren bereit.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können durch die Verfahren hergestellt
werden, die in den illustrativen gezeigten und nachstehend beschriebenen
Synthesereaktionsschemen dargestellt werden.
-
Die
Ausgangsmaterialien und Reagenzien, die bei der Herstellung dieser
Verbindungen verwendet werden, sind im allgemeinen entweder von
kommerziellen Lieferanten, wie Aldrich Chemical Co., erhältlich, oder
werden durch Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind, gemäß den Verfahrensweisen
hergestellt, die in den Verweisen dargestellt sind, wie Fieser and
Fieser's Reagents
for Organic Synthesis; Wiley & Sons:
New York, 1991, Bände
1-15; Rodd's Chemistry of Carbon
Compounds, Elsevier Science Publishers, 1989, Bände 1–5 und Supplementals; und Organic
Reactions, Wiley & Sons:
New York, 1991, Bände
1–40.
Die hierin verwendeten Indolausgangsmaterialien sind kommerziell
erhältlich
oder können
durch konventionelle Verfahren, wie die von Sundberg, R. J. in The
Chemistry of Indoles, Academic Press, New York, 1970 beschriebenen, hergestellt
werden. Die folgenden Synthesereaktionsschemen sind lediglich für einige
Verfahren beispielhaft, durch die die erfindungsgemäßen Verbindungen
synthetisiert werden können,
und verschiedene Modifikationen von diesen Synthesereaktionsschemen
können
gemacht werden, und ein Fachmann kann mit Bezug auf die Offenbarung,
die in dieser Anmeldung enthalten ist, darauf schließen.
-
Die
Ausgangsmaterialien und Zwischenprodukte der Synthesereaktionsschemen
können,
wenn gewünscht,
unter Verwendung konventioneller Techniken isoliert und gereinigt
werden, einschließlich
Filtration, Destillation, Kristallisation, Chromatographie und dergleichen,
sind aber nicht darauf beschränkt.
Diese Materialien können
unter Verwendung konventioneller Mittel, einschließlich physikalischer
Konstanten und Spektraldaten, gekennzeichnet werden.
-
Sofern
nichts Gegensätzliches
angegeben ist, finden die hierin beschriebenen Reaktionen vorzugsweise
bei Atmosphärendruck über einem
Temperaturbereich von etwa –78 °C bis etwa
150 °C,
stärker
bevorzugt etwa 0 °C
bis etwa 125 °C
und am stärksten
bevorzugt und günstigerweise
bei etwa Raumtemperatur (oder Umgebungstemperatur), beispielsweise
etwa 20 °C,
statt.
-
Verbindungen
der Formel Ia können,
wie in Schema A gezeigt, hergestellt werden, worin X, n, R1, R2, R3,
R4, R6, R7, R8 und R9 wie hierin definiert sind.
-
-
In
Schema A wird das 1-(4-Halogenbenzolsulfonyl)-1H-indol c durch Umsetzen
der Indolverbindung f unter basischen Bedingungen mit einem 4-Halogenphenylsulfonylhalogenid
g, das (einen) gewünschte(n) R6-Substituenten aufweist, gebildet. Das 1-(4-Halogenbenzolsulfonyl)-1H-indol
c kann dann mit einem Überschuß Piperazin
b in polarem aprotischem Lösungsmittel
behandelt werden, wodurch das entsprechende 1-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol der Formel
Ia erhalten wird.
-
Verbindungen
der Formel Ib können
gemäß den in
Schema B gezeigten Verfahren, worin X, n, R1,
R2, R3, R4, R6, R7,
R8 und R9 wie hierin
definiert sind, hergestellt werden.
-
-
In
Schema B wurde die Indolverbindung h mit einem Alkyllithiumreagens
oder einer anderen starken Base unter wasserfreien polaren aprotischen
Bedingungen und Trockeneis/Acetontemperatur behandelt, um das entsprechende
Indolanion (nicht gezeigt) durch Deprotonierung an der 2-Stellung
zu erzeugen. Wo R4 Wasserstoff ist, kann
eine geeignete entfernbare Schutzgruppe verwendet werden, um den
Indolstickstoff der Verbindung h zu schützen. Ein 4-Halogenphenylsulfonylfluorid
g kann dann direkt zu dem Anion der Indolverbindung h zugegeben
werden, wodurch das 2-(4-Halogenbenzolsulfonyl)-1H-indol d bereitgestellt
wird. Die Behandlung des 2-(4-Halogenbenzolsulfonyl)-1H-indols d mit einem Überschuß Piperazin
b kann dann das entsprechende 2-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol der Formel
Ib bereitstellen.
-
Verbindungen
der Formel Ic können
gemäß den in
Schema C gezeigten Verfahren, worin X, n, R1,
R2, R3, R4, R6, R7,
R8 und R9 auch wie
hierin definiert sind, hergestellt werden.
-
-
In
Schema C wurde die Indolverbindung i mit einem 4-Halogenphenyldisulfid
i in Gegenwart von Alkalimetallhydrid oder einer ähnlichen
starken Base unter trockenen polaren aprotischen Bedingungen umgesetzt, wodurch
die 3-(4-Halogenphenylsulfanyl)-1H-indolverbindung k erhalten wurde.
In dem Verfahren von Schema C ist R4 der
Verbindung i bevorzugter Wasserstoff. Die Verbindung k kann dann
mit einer Persäure
oder einem ähnlichen
Oxidationsmittel behandelt werden, wodurch die 3-(4-Halogenbenzolsulfonyl)-1H-indolverbindung
e erhalten wurde. Die Behandlung des 3-(4-Halogenbenzolsulfonyl)-1H-indols
e mit einem Überschuß Piperazin b
ergab das 3-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
der Formel Ic. Wo R4 als Alkyl in Verbindungen
der Formel Ic gewünscht
ist, kann die Alkylierung des Indolstickstoffes an der 1-Stellung
des Indolrings nach der Bildung der Sulfanylverbindung k durchgeführt werden.
-
Viele
Variationen der obigen Syntheseschemen sich möglich und bieten sich einem
Fachmann. Ein Fachmann wird außerdem
erkennen, daß Stereozentren
in einigen Verbindungen der Formel I existieren. Demgemäß umfaßt die vorliegende
Erfindung alle möglichen
Stereoisomere und geometrischen Isomere der Formel I, und umfaßt nicht
nur racemische Verbindungen, sondern ebenso die optisch aktiven
Isomere. Wenn eine Verbindung der Formel I als ein einfaches Enantiomer
gewünscht
ist, kann sie entweder durch Trennung des Endproduktes oder durch
stereospezifische Synthese aus entweder isomerenreinem Ausgangsmaterial oder
irgendeinem geeigneten Zwischenprodukt erhalten werden. Die Trennung
des Endproduktes, eines Zwischenproduktes oder eines Ausgangsmaterials
kann durch jedes geeignete Verfahren bewirkt werden, daß in der
Technik bekannt ist. Siehe beispielsweise Stereochemistry of Carbon
Compounds von E. L. Eliel (McGraw Hill, 1962) und Tables of Resolving
Agents von S. H. Wilen.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
weisen selektive 5-HT6-Rezeptoraffinität auf, und es wird erwartet,
daß sie
als solche bei der Behandlung von bestimmten ZNS-Erkrankungen nützlich sind,
wie Parkinson-Krankheit, Huntington-Krankheit, Angst, Depression,
manischer Depression, Psychosen, Epilepsie, obsessiv-kompulsiven
Störungen,
Migräne,
Alzheimer-Krankheit (Steigerung des Wahrnehmungsvermögens), Schlafstörungen,
Ernährungsstörungen,
wie Appetitlosigkeit und Bulimie, Panikattacken, Aufmerksamkeits- und
Hyperaktivitätsstörung (ADND),
Aufmerksamkeitsschwäche
(ADD), Entzug nach Drogenmißbrauch,
wie Kokain, Ethanol, Nikotin und Benzodiazepinen, Schizophrenie,
Störungen,
die mit Wirbelsäulentrauma und/oder
Kopfverletzungen in Verbindung stehen, wie Hydrozephalus, und andere
Krankheiten, Störungen oder
Zustände,
die durch den 5-HT6-Rezeptor oder andere 5-HT-Rezeptoren hervorgerufen
werden oder anderweitig damit in Verbindung stehen. Es wird ferner
erwartet, daß solche
Verbindungen ebenso bei der Behandlung von bestimmten GI-Erkrankungen
(Magen-Darm-Erkrankungen), wie funktionelle Darmerkrankung oder
Reizdarmsyndrom (LBS), nützlich
sind.
-
Die
Pharmakologie der erfindungsgemäßen Verbindungen
wurde durch in der Technik anerkannte Verfah rensweisen bestimmt.
Die in-vitro-Techniken zur Bestimmung der Affinitäten der
Testverbindungen zu dem 5-HT6-Rezeptor
in Radioliganden-Bindungs- und funktionellen Assays werden in Beispiel
5 beschrieben.
-
Die
vorliegende Erfindung umfaßt
pharmazeutische Zusammensetzungen, umfassend mindestens eine erfindungsgemäße Verbindung
oder ein einzelnes Isomer, racemisches oder nicht-racemisches Gemisch aus
Isomeren oder ein pharmazeutisch akzeptables Salz oder Solvat davon,
zusammen mit mindestens einem pharmazeutisch akzeptablen Träger, und
gegebenenfalls anderen therapeutischen und/oder prophylaktischen Inhaltsstoffen.
-
Im
allgemeinen werden die Verbindungen der vorliegenden Erfindung in
einer therapeutisch wirksamen Men ge durch irgendein akzeptiertes
Verabreichungsverfahren für
Mittel, die einen gleichen Nutzen erfüllen, verabreicht. Geeignete
Dosierbereiche betragen typischerweise 1–500 mg täglich, bevorzugt 1–100 mg täglich und
am stärksten
bevorzugt 1–30
mg täglich,
in Abhängigkeit
zahlreicher Faktoren, wie der Schwere der zu behandelnden Krankheit,
dem Alter und der relativen Gesundheit des Patienten, der Leistungsfähigkeit der
verwendeten Verbindung, dem/der Verabreichungsweg und -form, der
Indikation gegen die die Verabreichung gerichtet ist und den Vorzügen und
Erfahrungen des behandelnden Arztes. Ein Fachmann für die Behandlung
solcher Krankheiten wird ohne unnötige Experimente und mit Hilfe
seiner persönlichen
Kenntnisse und der Offenbarung dieser Anmeldung eine therapeutisch
wirksame Menge der Verbindungen der vorliegenden Erfindung für eine gegebene
Krankheit bestimmen können.
-
Im
allgemeinen werden die erfindungsgemäßen Verbindungen als pharmazeutische
Formulierungen, einschließlich
derer, die zur oralen (einschließlich bukkalen und sublingualen),
rektalen, nasalen, topischen, pulmonalen, vaginalen oder parenteralen
(einschließlich
intramuskulär,
intraarteriell, intrathekal, subkutan und intravenös) Verabreichung
geeignet sind, oder in einer Form, die zur Verabreichung durch Inhalation
oder Insufflation geeignet sind, verabreicht. Die bevorzugte Verabreichungsweise
ist im allgemeinen unter Verwendung eines geeigneten täglichen
Dosisregimes, welches gemäß dem Krankheitsgrad
eingestellt werden kann, oral.
-
Eine
Verbindung oder Verbindungen der vorliegenden Erfindung kann/können zusammen
mit einem oder mehreren konventionellen Hilfsmitteln, Trägern oder
Verdünnungsmitteln
in die Form von pharmazeutischen Zusammensetzungen und Einzeldosierungen
gebracht werden. Die pharmazeutischen Zusammensetzungen und Einzeldosierungsformen
können
aus konventionellen Inhaltsstoffen in konventionellen Anteilen mit oder
ohne zusätzliche
aktive Verbindungen oder Grundinhaltsstoffen bestehen, und die Einzeldosierungsformen
können
irgendeine geeignete wirksame Menge des Wirkstoffes entsprechend
des beabsichtigten täglichen
Dosierungsbereiches, der eingesetzt werden soll, enthalten. Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen können als Feststoffe, wie Tabletten
oder gefüllte
Kapseln, Halbfeststoffe, Pulver, Formulierungen mit nachhaltiger
Freisetzung, oder Flüssigkeiten,
wie Lösungen,
Suspensionen, Emulsionen, Elixiere, oder gefüllte Kapseln zur oralen Verwendung,
oder in Form von Zäpfchen
zur rektalen oder vaginalen Verabreichung, oder in Form von sterilen
Injektionslösungen
zur parenteralen Verwendung eingesetzt werden. Formulierungen, die
etwa ein (1) Milligramm Wirkstoff oder weitgehend etwa 0,01 bis
etwa einhundert (100) Milligramm pro Tablette enthalten, sind demgemäß geeignete
beispielhafte Einzeldosierungsformen.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
in einer breiten Vielzahl an oralen Verabreichungsdosierungsformen
formuliert werden. Die pharmazeutischen Zusammensetzungen und Dosierungsformen
können
eine Verbindung oder Verbindungen der vorliegenden Erfindung oder
pharmazeutisch akzeptable Salze davon als Wirkstoff umfassen. Die
pharmazeutisch akzeptablen Träger
können
entweder fest oder flüssig
sein. Feststoffpräparate
umfassen Pulver, Tabletten, Pillen, Kapseln, Cachets, Zäpfchen und
dispergierbare Granulate. Ein fester Träger kann ein oder mehrere Substanzen
sein, die ebenso als Verdünnungsmittel,
Aromastoffe, Löslichmacher,
Schmiermittel, Suspendiermittel, Bindemittel, Konservierungsmittel,
Tablettenauflösungsmittel
oder ein Einkapselungsmaterial dienen. In Pulvern ist der Träger im allgemeinen
ein feindisperser Feststoff, der ein Gemisch mit dem fein verteilten
Wirkstoff ist. In Tabletten wird der Wirkstoff im allgemeinen mit dem
Träger
mit der nötigen
Bindungskapazität
in geeigneten Anteilen gemischt und zu der gewünschten Form und Größe verdichtet.
Die Pulver und Tabletten enthalten vorzugsweise etwa ein (1) bis
etwa siebzig (70) Prozent der aktiven Verbindung. Geeignete Träger umfassen
Magnesiumcarbonat, Magnesiumstearat, Talk, Zucker, Laktose, Pektin,
Dextrin, Stärke,
Gelatine, Traganth, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose, ein
niedrigschmelzendes Wachs, Kakaobutter und dergleichen, sind aber
nicht darauf beschränkt.
Der Ausdruck „Präparat" soll die Formulierung
der aktiven Verbindung mit dem Einkapselungsmaterial als Träger umfassen,
was eine Kapsel bereitstellt, in der der Wirkstoff mit oder ohne
Träger
von einer Kapsel umgeben ist, die damit in Verbindung steht. Ebenso
sind Cachets und Pastillen einbezogen. Tabletten, Pulver, Kapseln,
Pillen, Cachets und Pastillen können
als feste Formen zur oralen Verabreichung geeignet sein.
-
Andere
Formen, die zur oralen Verabreichung geeignet sind, umfassen Flüssigpräparate,
einschließlich
Emulsionen, Sirups, Elixiere, wässerige
Lösungen,
wässerige
Suspensionen oder Feststoffpräparate,
die kurz vor der Verwendung in Flüssigpräparate umgewandelt werden können. Emulsionen
können
in Lösungen, beispielsweise
in wässerigen
Propylenglykollösungen,
hergestellt werden, oder können
Emulgatoren, wie beispielsweise Lezithin, Sorbitanmonooleat oder
Akazie, enthalten. Wässerige
Lösungen
können
durch Lösen des
Wirkstoffs in Wasser und Zugeben von geeigneten Farbstoffen, Aromastoffen,
Stabilisatoren und Verdickungsmitteln, hergestellt werden. Wässerige
Suspensionen können
durch Dispergieren des fein verteilten Wirkstoffs in Wasser mit
viskosem Material, wie natürlichen
oder synthetischen Gummis, Harzen, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose
und anderen allgemein bekannten Suspendiermitteln hergestellt werden. Flüssigpräparate umfassen
Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen, und können zusätzlich zu dem Wirkstoff Farbstoffe,
Aromastoffe, Stabilisatoren, Puffer, künstliche und natürliche Süßungsmittel,
Dispergiermittel, Verdickungsmittel, Löslichmacher und dergleichen
umfassen.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
zur parenteralen Verabreichung formuliert werden (beispielsweise
durch Injektion, beispielsweise Bolusinjektion oder kontinuierliche
Infusion) und können
in Einzeldosierungsform in Ampullen, vorgefüllten Spritzen, Infusionen
mit geringem Volumen oder in Mehrfachdosierungsbehältern mit
einem zugegebenen Konservierungsmittel vorliegen. Die Zusammensetzungen
können diese
Formen, wie Suspensio nen, Lösungen
oder Emulsionen in öligen
oder wässerigen
Vehikeln, beispielsweise Lösungen
in wässerigem
Polyethylenglykol, annehmen. Beispiele von öligen oder nicht-wässerigen
Trägern,
Verdünnungsmitteln,
Lösungsmitteln
oder Vehikeln umfassen Propylenglykol, Polyethylenglykol, Pflanzenöle (beispielsweise
Olivenöl)
und injizierbare organische Ester (beispielsweise Ethyloleat), und
können Formulierungsmittel,
wie Konservierungsmittel, Benetzungsmittel, Emulgatoren oder Suspendiermittel,
Stabilisatoren und/oder Dispergiermittel enthalten. Alternativ kann
der Wirkstoff in Pulverform vorliegen, der durch aseptische Isolation
des sterilen Feststoffs oder durch Lyophilisierung aus Lösung zur
Konstitution vor der Verwendung mit einem geeigneten Vehikel, beispielsweise
sterilem, Pyrogen-freiem Wasser, erhalten wird.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
zur topischen Verabreichung auf die Haut als Salben, Cremes oder
Lotionen oder als transdermales Pflaster formuliert werden. Salben
und Cremes können
beispielsweise mit einer wässerigen
oder öligen
Base unter Zugabe eines geeigneten Verdickungsmittels und/oder Gelierungsmittels
formuliert werden. Lotionen können
mit einer wässerigen
oder öligen
Base formuliert werden und werden im allgemeinen ebenso ein oder
mehrere Emulgatoren, Stabilisatoren, Dispergiermittel, Suspendiermittel,
Verdickungsmittel oder Farbstoffe enthalten. Formulierungen, die
zur topischen Verabreichung in den Mund geeignet sind, umfassen
Pastillen, umfassend Wirkstoffe in einer aromatisierten Base, normalerweise
Saccharose und Akazie oder Traganth; Pastillen, umfassend den Wirkstoff
in einer inerten Base, wie Gelatine und Glycerin oder Saccharose
und Akazie; und Mundwasser, umfassend den Wirkstoff in einem geeigneten
flüssigen
Träger.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
zur Verabreichung als Zäpfchen
formuliert werden. Ein niedrigschmelzendes Wachs, wie ein Gemisch
aus Fettsäureglyceriden
oder Kakaobutter, wird zunächst
geschmolzen und der Wirkstoff wird homogen beispielsweise unter
Rühren
dispergiert. Das geschmolzene hnmogene Gemisch wird dann in Formen
mit geeigneter Größe gegossen,
kann abkühlen
und verfestigt sich.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
zur vaginalen Verabreichung formuliert werden. Pessarien, Tampons,
Cremes, Gele, Pasten, Schäume
oder Sprays, die zusätzlich
zu dem Wirkstoff diese Träger enthalten,
sind als geeignet in der Technik bekannt.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
zur nasalen Verabreichung formuliert werden. Die Lösungen oder
Suspensionen werden direkt in die Nasenhöhle durch konventionelle Mittel,
beispielsweise mit einem Tropfer, einer Pipette oder einem Spray,
aufgetragen. Die Formulierungen können in Einzel- oder Mehrfachdosierungsform
bereitgestellt werden. In dem letzteren Fall eines Tropfers oder
einer Pipette kann dies durch den Patienten erreicht werden, der
ein geeignetes, vorbestimmtes Volumen der Lösung oder Suspension einnimmt.
In dem Fall eines Sprays kann dies beispielsweise mittels einer
dosierenden Zerstäubungssprühpumpe erreicht
werden.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
zur Aerosolverabreichung, speziell in die Atemwege, und intranasalen
Verabreichung formuliert werden. Die Verbindung wird im allgemeinen
eine kleine Teilchengröße beispielsweise
von der Größenordnung
von fünf
(5) Mikrometern oder weniger aufweisen. Eine solche Teilchengröße kann
durch Mittel, die in der Technik bekannt sind, beispielsweise durch
Mikronisation, erhalten werden. Der Wirkstoff wird in einer unter
Druck gesetzten Verpackung mit einem geeigneten Treibmittel, wie Fluorchlorkohlenstoff
(FCW), beispielsweise Dichlordifluormethan, Trichlorfluormethan
oder Dichlortetrafluorethan, oder Kohlendioxid oder einem anderen
geeigneten Gas bereitgestellt. Das Aerosol kann geeigneterweise
ebenso ein oberflächenaktives
Mittel, wie Lezithin, enthalten. Die Dosis an Arzneimittel kann
durch ein Dosierventil kontrolliert werden. Alternativ können die
Wirkstoffe in Form eines Trockenpulvers bereitgestellt werden, beispielsweise
eine Pulvermischung der Verbindung in einer geeigneten Trockenpulvergrundlage,
wie Laktose, Stärke,
Stärkederivate,
wie Nydroxypropylmethylcel lulose und Polyvinylpyrrolidin (PVP).
Der Pulverträger
wird in der Nasenhöhle
ein Gel bilden. Die Pulverzusammensetzung kann in Einzeldosierungsform,
beispielsweise in Kapseln oder Patronen von beispielsweise Gelatine
oder Blisterpackungen vorliegen, aus denen das Pulver mittels eines
Inhalators verabreicht werden kann.
-
Wenn
gewünscht,
können
die Formulierungen mit Schutzhüllen
hergestellt werden, die für
die Verabreichung des Wirkstoffes mit nachhaltiger oder kontrollierter
Freisetzung angepaßt
sind. Beispielsweise können
die erfindungsgemäßen Verbindungen
in transdermale oder subkutane Arzneimittelabgabevorrichtungen formuliert
werden. Diese Abgabesysteme sind vorteilhaft, wenn die nachhaltige
Freisetzung der Verbindung notwendig ist, und wenn die Patientenmitarbeit
mit einem Behandlungsregime kritisch ist. Die Verbindungen in transdermalen
Abgabesystemen sind häufig
an einem hauthaftenden Feststoffträger angebracht. Die Verbindung
von Interesse kann ebenso mit einem Penetrationsenhancer, beispielsweise
Azone (1-Dodecylazacycloheptan-2-on) kombiniert werden. Abgabesysteme
mit nachhaltiger Freisetzung werden subkutan in die subdermale Schicht
durch Chirurgie oder Injektion eingeführt. Die subdermalen Implantate
kapseln die Verbindung in eine lipidlösliche Membran, beispielsweise
Silikongummi, oder ein biologisch abbaubares Polymer, beispielsweise
Polymilchsäure,
ein.
-
Die
pharmazeutischen Präparate
liegen vorzugsweise in Einzeldosierungsformen vor. In einer solchen Form
wird das Präparat
in Einzeldosierungen unterteilt, die geeignete Mengen des Wirkstoffs
enthalten. Die Einzeldosierungsform kann ein verpacktes Präparat sein,
wobei die Verpackung einzelne Mengen des Präparats enthält, wie verpackte Tabletten,
Kapseln und Pulver in Phiolen oder Ampullen. Ebenso kann die Einzeldosierungsform
eine) Kapsel, Tablette, Cachet oder Pastille selbst sein, oder kann
die geeignete Anzahl von einer von diesen in verpackter Form sein.
-
Andere
geeignete pharmazeutische Träger
und ihre Formulierungen werden in Remington: The Science and Practice
of Pharmacy 1995, herausgegeben von E. W. Martin, Mack Publishing
Company, 19. Auflage, Easton, Pennsylvania, beschrieben. Repräsentative
pharmazeutische Formulierungen, die eine erfindungsgemäße Verbindung
enthalten, werden in Beispiel 4 beschrieben.
-
BEISPIELE
-
Die
folgenden Herstellungen und Beispiele werden angegeben, damit sie
für den
Fachmann deutlicher verständlich
sind, und er die vorliegende Erfindung anwenden kann. Sie sollen
den Umfang der vorliegenden Erfindung nicht einschränken, sondern
nur illustrativ und repräsentativ
dafür sein.
-
Beispiel
1 5-Fluor-1-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
-
Schritt
1 1-(4-Chlor-benzolsulfonyl)-5-fluor-1H-indol
-
Ein
Gemisch aus 5-Fluorindol (1,0 g, 7,4 mmol), 4-Chlorbenzolsulfonylchlorid
(1,6 g, 7,6 mmol), Tetra-n-butylammoniumhydrogensulfat
(0,05 g), 4N Natriumhydroxid (5 ml, 20 mmol) und Toluol (6 ml) wurde
bei Raumtemperatur für
15 h gerührt.
Das Gemisch wurde mit 10 ml Wasser verdünnt und mit 25 ml Ethylacetat extrahiert.
Die organische Phase wurde mit 10 ml Wasser, 10 ml gesättigtem
Natriumchlorid gewaschen und dann getrocknet (wasserfreies Magnesiumsulfat).
Die Lösung
wurde unter reduziertem Druck konzentriert. Der Rest wurde aus Ethylether/Hexan
umkristallisiert, wodurch 1-(4-Chlor-benzolsulfonyl)-5-Fuor-1H-indol
(1,74 g), Smp. 108–109 °C, erhalten
wurde.
-
Schritt
2 5-Fluor-1-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
-
Eine
Lösung
aus 1-(4-Chlorbenzolsulfonyl)-5-fluor-1H-indol (0,210 g, 0,7 mmol)
und wasserfreiem Piperazin (0,3 g, 3,4 mmol) in Dimethylsulfoxid
(3,0 ml) wurde bei 100 °C
in einem Bombenrohr für
16 h erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit 15 ml Wasser verdünnt und
mit 20 ml Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde mit
drei 10 ml-Anteilen Wasser, 10 ml gesättigtem Natriumchlorid gewaschen,
getrocknet (Magnesiumsulfat) und unter reduziertem Druck konzentriert.
Der Rest wurde aus Ethylacetat/Hexan umkristallisiert, wodurch das
5-Fluor-1-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
(0,123 g), Smp. 77–78 °C, erhalten wurde.
-
Dem
oben in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren folgend, aber unter Ersetzen
von 5-Fluorindol in Schritt 1 durch andere entsprechende Indole,
wurden die folgenden Verbindungen hergestellt:
4-Brom-1-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Methoxy-1-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
1-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Fluor-1-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
3-Chlor-5-methoxy-2-methyl-1-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol.
-
Dem
oben in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren folgend, aber unter Ersetzen
von Piperazin in Schritt 2 durch N-Methylpiperazin, wurde die Verbindung
5-Fluor-1-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol
hergestellt.
-
Beispiel
2 2-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
-
Schritt
1 2-(4-Fluor-benzolsulfonyl)-indol-1-carbonsäure-tert-butylester
-
Eine
Lösung
aus 1-Indolcarbonsäure-tert-butylester
(1,88 g, 8,65 mmol) in 100 ml wasserfreiem THF wurde in einem Trockeneis/Acetonbad
unter einer Argongasdecke auf –78 °C abgekühlt. Eine
frische herkömmliche
1,7 M-Lösung (Aldrich)
aus t-BuLi in Pentan (10,2 ml, 17,3 mmol, 2,0 Äqu.) wurde langsam zu dem Rührgemisch
mittels Spritze zugegeben. Während
der Zugabe wechselte die Lösung
von einer hellen bernsteinfarbenen-rötlichen Färbung zu einer dunklen, orange-burgunderfarbenen
Färbung.
Nachdem die Zugabe beendet war, wurde das Reaktionsgemisch für 45 Minuten
bei –78 °C gerührt und
dann wurde 4-Fluorbenzolsulfonylfluorid langsam zu dem Reaktionsgemisch
zugegeben, während
vorsichtig eine Innentemperatur von < –65 °C gehalten
wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bei –75 bis –78 °C für einen Zeitraum von 20 Minuten gehalten,
nachdem die Zugabe beendet war, konnte sich dann auf Raumtemperatur
erwärmen,
wo es für
2 h verblieb. Das Reaktionsgemisch wurde in 500 ml einer gesättigten
NH4Cl-Lösung
gegossen, mit 500 ml EtOAc verdünnt
und gut gemischt. Die helle bernsteinfarbene-orangefarbene organische
Schicht wurde abgetrennt, mit Salzlösung gewaschen und über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet. Das Eindampfen des Lösungsmittels ergab ein dunkles
bernsteinfarbenes Öl,
das auf Kieselgel chromatographiert wurde, Gradientenelution mit
10%igem EtOAc/Hexan, gefolgt von CHCl3,
wodurch 1,40 g, 3,73 mmol, 43,1 % Ausbeute des 2-(4-Fluor-benzolsulfonyl)-indol-1-carbonsäure-tert-butylesters
als bernsteinfarbenes Öl
erhalten wurden, das sich beim Stehenlassen zu einem hellen rötlich-braunen
Feststoff verfestigte, der einen Schmelzpunkt im Bereich von 88–93 °C aufwies.
-
Schritt
2 2-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
-
Die
Boc-Schutzgruppe an 0,530 g, 1,41 mmol des 2-(4-Fluor-benzolsulfonyl)-indol-1-carbonsäure-tert-butylesters
von Schritt 1 wurde durch Rühren
bei Raumtemperatur in 3 ml sauberer TFA entfernt. Das Reaktionsgemisch
färbte
sich während
des Rührens
leicht zu einem Burgunderfarbton. Das TFA wurde durch Zugeben von
25 ml Toluol und Entfernen des Lösungsmittels/TFA
als ein Azeotrop entfernt. Dies wurde wiederholt und der ölige Rest
wurde dann unter Verwendung von 5 ml DMSO in ein Einschmelzrohr übertragen. Festes
Piperazin (0,61 g, 7,06 mmol, 5 Äqu.)
wurde zugegeben, das Rohr wurde verschlossen und das Reaktionsgemisch
bei 100 °C
(Badtemp.) für
einen Zeitraum von 16 h erhitzt. Das Reaktionsgemisch konnte sich auf
Raumtemperatur abkühlen,
wurde mit 400 ml Ethylacetat verdünnt, dann nacheinander mit
gesättigter NaHCO3-Lösung,
Wasser, Salzlösung
gewaschen und über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Das Eindampfen des Lösungsmittels
ergab Braunglas, das mit wasserfreiem Diethylether behandelt wurde.
Hexan (25 ml) wurde zu der Lösung
zugegeben, wodurch eine kleine Menge Feststoff aus der Lösung zerrieben
wurde. Das Gemisch wurde in einem Eis-Wasserbad auf 0 °C abgekühlt, gefolgt
von Vakuumfiltration des gebrochen weißen Feststoffes. Nach dem Trocknen
wurden 0,150 g, 0,44 mmol, 31,1 % Ausbeute 2-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
mit einem Schmelzpunkt in dem Bereich von 246–248,5 °C und M + H von 342 erhalten.
-
Beispiel
3 5-Brom-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
-
Schritt
1 5-Brom-3-(4-fluor-phenylsulfanyl)-1H-indol
-
Zu
einem gerührten
Gemisch aus Natriumhydrid (100 %, 0,156 g, 6,5 mmol) in trockenem
N,N-Dimethylformamid (12 ml) wurde 5-Bromindol (0,98 g, 5 mmol)
zugegeben. Nach 5 Minuten wurde 4-Fluorphenyldisulfid (1,4 g, 5,5
mmol) zugegeben. Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 48 h gerührt. Das
Gemisch wurde mit 50 ml Wasser verdünnt und mit 25 ml Ethylether
extrahiert. Die organische Phase wurde mit 1,5M Natriumcarbonat
(5 ml, 7,5 mmol), 5 ml Wasser gewaschen, getrocknet (Magnesiumsulfat)
und unter reduziertem Druck konzentriert, wodurch 5-Brom-3-(4-fluor-phenylsulfanyl)-1H-indol
(1,34 g) erhalten wurde.
-
Schritt
2 5-Brom-3-(4-fluor-benzolsulfonyl)-1H-indol
-
Das
5-Brom-3-(4-fluor-phenylsulfanyl)-1H-indol (1,34 g, 4,16 mmol) von
Schritt 1 wurde in Ameisensäure
(20 ml) suspendiert. Dazu wurde 30%iges Wasserstoffperoxid (0,94
g, 8,3 mmol) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei Raumtemperatur
für 1 Stunde
gerührt.
Das Gemisch wurde mit 80 ml Wasser verdünnt und mit 100 ml Ethylacetat
extrahiert. Die organische Phase wurde mit 1,5M Natriumcarbonat
(20 ml, 30 mmol) gewaschen, getrocknet (Magnesiumsulfat) und unter
reduziertem Druck konzentriert. Der Rest wurde aus Ether/Hexan umkristallisiert,
wodurch 5-Brom-3-(4-fluor-benzolsulfonyl)-1H-indol (1,4 g, 4,0 mmol),
Smp. 163–164 °C, erhalten
wurde.
-
Schritt
3 5-Brom-3-(4-fluor-benzolsulfonyl)-1-methyl-1H-indol
-
Zu
einer gerührten
Lösung
aus 5-Brom-3-(4-fluor-benzolsulfonyl)-1H-indol (0,315 g, 0,89 mmol)
in Tetrahydrofuran (4 ml) wurde 1M Kalium-t-butoxid/THF (1,0 ml,
1,0 mmol) zugegeben. Nach 10 Minuten wurde Iodmethan (0,16 g, 1,1
mmol) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt
und dann unter Elution mit 50%igem Ethylacetat/Hexan durch ein Pad
aus Kieselgel (230–400
Mesh) geleitet. Das Eluat wurde unter reduziertem Druck konzentriert,
wodurch 5-Brom-3-(4-fluor-benzolsulfonyl)-1-methyl-1H-indol erhalten
wurde.
-
Schritt
4 5-Brom-1-methyl-3-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
-
Das
5-Brom-3-(4-fluor-benzolsulfonyl)-1-methyl-1H-indol (0,30 g, 0,85
mmol) wurde mit Piperazin (0,34 g, 4 mmol) und Methylsulfoxid (3
ml) gemischt. Das Gemisch wurde bei 120 °C in einem Bombenrohr für 3 Stunden erhitzt.
Das Gemisch wurde mit 10 ml Wasser verdünnt und der resultierende Niederschlag
wurde durch Filtration gesammelt, mit Wasser gewaschen und aus Chloroform/Benzol
umkristallisiert, wodurch 5-Brom-1-methyl-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
(0,302 g, 0,695 mmol), M + H 436, erhalten wurde.
-
Ebenso
wurden, dem oben in Beispiel 3 beschriebenen Verfahren folgend,
aber unter Ersetzen von 5-Bromindol in Schritt 1 durch andere geeignete
Indole, die folgenden Verbindungen hergestellt:
1-Methyl-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
und
6-Chlor-1-methyl-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol.
-
Ebenso
wurden, dem oben in Beispiel 3 beschriebenen Verfahren folgend,
aber durch Überspringen des
Schrittes 3 und direktes Fortfahren mit Schritt 4 (und unter Verwendung
verschiedener geeigneter Indole in Schritt 1), die folgenden Verbindungen
hergestellt:
5-Brom-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-(4-Piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
6-Chlor-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
4-Chlor-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Methoxy-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Chlor-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
7-Chlor-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
7-Brom-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
4-Brom-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Brom-3-(3-chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Iod-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
und
6-Brom-3-(4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol.
-
Ebenso
wurden, dem oben in Beispiel 3 beschriebenen Verfahren folgend,
aber durch Überspringen des
Schrittes 3 und direktes Fortfahren mit Schritt 4 und unter Ersetzen
von Piperazin durch N-Methylpiperazin (unter Verwendung verschiedener
geeigneter Indole in Schritt 1), die folgenden Verbindungen hergestellt:
3-[4-(4-Methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
7-Brom-3-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
6-Brom-3-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
5-Iod-3-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol
und
4-Brom-3-[4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol.
-
Ebenso
wurden, dem oben in Beispiel 3 beschriebenen Verfahren folgend,
durch Überspringen
des Schrittes 3 und direktes Fortfahren mit Schritt 4, unter Verwendung
verschiedener geeigneter Indole in Schritt 1 und Ersetzen von
4-Fluorphenyldisulfid
in Schritt 1 durch die geeigneten Disulfide, die folgenden Verbindungen
hergestellt:
5-Chlor-3-(3-chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Chlor-3-(2-chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-(2-Chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-(3-Chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol
und
5-Brom-3-(2-chlor-4-piperazin-1-yl-benzolsulfonyl)-1H-indol.
-
Ebenso
wurden, dem oben in Beispiel 3 beschriebenen Verfahren folgend,
durch Überspringen
des Schrittes 3 und direktes Fortfahren mit Schritt 4 (und Ersetzen
von Piperazin durch N-Methylpiperazin), unter Verwendung ver schiedener
geeigneter Indole in Schritt 1 und Ersetzen von 4-Fluorphenyldisulfid
in Schritt 1 durch die geeigneten Phenyldisulfide, die folgenden
Verbindungen hergestellt:
5-Brom-3-[2-chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl]-1H-indol;
5-Chlor-3-(3-chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Brom-3-(3-chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-(3-Chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol;
5-Chlor-3-(2-chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol;
3-(2-Chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol
und
5-Brom-3-(2-chlor-4-(4-methyl-piperazin-1-yl)-benzolsulfonyl)-1H-indol.
-
Beispiel 4
-
Pharmazeutische
Präparate
für die
Abgabe auf verschiedenen Wegen wurden formuliert, wie in den folgenden
Tabellen gezeigt. „Wirkstoff" oder „aktive
Verbindung", wie
in den Tabellen verwendet, bedeutet eine oder mehrere der Verbindungen
der Formel I.
-
Zusammensetzung
zur oralen Verabreichung
-
Die
Inhaltsstoffe wurden gemischt und in Kapseln dispensiert, die jeweils
etwa 100 mg enthielten; eine Kapsel würde einer gesamten täglichen
Dosis nahe kommen.
-
Zusammensetzung
zur oralen Verabreichung
-
Die
Inhaltsstoffe werden vereinigt und unter Verwendung eines Lösungsmittels,
wie Methanol, granuliert. Die Formulierung wird dann getrocknet
und zu Tabletten (enthaltend etwa 20 mg aktive Verbindung) mit einer
geeigneten Tablettiermaschine geformt.
-
Zusammensetzung
zur oralen Verabreichung
-
Die
Inhaltsstoffe werden unter Bildung einer Suspension zur oralen Verabreichung
gemischt.
-
-
Der
Wirkstoff wird in einem Teil des Wassers für die Injektion gelöst. Eine
ausreichende Menge an Natriumchlorid wird dann unter Rühren zugegeben,
um die Lösung
isotonisch zu machen. Die Lösung
wurde mit dem Rest an Wasser für
die Injektion auf das Gewicht aufgefüllt, durch einen 0,2-μm-Membranfilter
filtriert und unter sterilen Bedingungen verpackt.
-
-
Die
Inhaltsstoffe werden gemeinsam geschmolzen und auf einem Dampfbad
gemischt, und in Formen gegossen, die 2,5 g Gesamtgewicht enthalten.
-
-
Alle
Inhaltsstoffe, außer
Wasser, wurden vereinigt und auf etwa 60 °C unter Rühren erhitzt. Eine ausreichende
Menge an Wasser bei etwa 60 °C
wurde dann unter kräftigem
Rühren
zugegeben, um die Inhaltsstoffe zu emulgieren, und Wasser wurde
dann q.s. zugegeben, etwa 100 g.
-
Mehrere
wässerige
Suspensionen, enthaltend etwa 0,025 bis 0,5 % aktive Verbindung,
werden als Nasensprayformulierungen hergestellt. Die Formulierungen
enthalten gegebenenfalls inaktive Inhaltsstoffe, wie beispielsweise
mikrokristalline Cellulose, Natriumcarboxymethylcellulose, Dextrose
und dergleichen. Salzsäure
kann zugegeben werden, um den pH einzustellen. Die Nasensprayformulierungen
können über eine
Nasenspraydosierpumpe verabreicht werden, die typischerweise etwa
50 bis 100 ml der Formulierung pro Betätigung abgibt. Ein typischer
Dosierungsplan beträgt
2 bis 4 Sprühungen
alle 4 bis 12 Stunden.
-
Beispiel 5
-
Radioliganden-Bindungs-Studien
-
Die
Bindungsaktivität
der erfindungsgemäßen Verbindungen
in vitro wurde folgendermaßen
bestimmt. Doppelte Bestimmungen der Ligandenaffinität werden
durch Konkurrenz für
die Bindung von [3H]LSD in Zellmembranen
durchgeführt,
die aus HEK293-Zellen stammen, welche einen rekombinanten menschlichen 5-HT6-Rezeptor stabil exprimieren.
-
Alle
Bestimmungen wurden in Assaypuffer, die 50 mM Tris-HCl, 10 mM MgSO4, 0,5 mM EDTA, 1 mM Ascorbinsäure, pH
7,4 bei 37 °C
enthält,
in einem Reaktionsvolumen von 250 μl durchgeführt. Assayröhrchen, enthaltend [3H]LSD (5 nM), Konkurrenzligand und Membran,
wurden in einem Schüttelwasserbad
für 60
min bei 37 °C
inkubiert, auf Packard-GF-B-Platten (vorgetränkt mit 0,3 % PEI) unter Verwendung
eines Packard-96-Loch-Zellharvesters filtriert und dreimal in eiskalter
50 mM-Tris-HCl gewaschen. Gebundenes [3H]LSD wurde
als radioaktive Zählungen
pro Minute unter Verwendung von Packard TopCount bestimmt.
-
Die
Verdrängung
von [
3H]LSD von den Bindungsstellen wurde
durch Anpassen der Konzentrations-Bindungs-Daten an eine logische 4-Parameter-Gleichung
quantitativ bestimmt:
worin Hill der Hill-Anstieg
ist, [Ligand] die Konzentration des konkurrierenden Radioliganden
ist und IC
50 die Konzentration des Radioliganden
ist, die die halbmaximale spezifische Bindung des Radioliganden
erzeugt. Das spezifische Bindungsfenster ist die Differenz zwischen
Bmax und den Basisparametern.
-
Unter
Verwendung der Verfahrensweise dieses Beispiels wurden Verbindungen
der Formel I getestet und es wurde festgestellt, daß sie selektive
5-HT6-Antagonisten sind, wie nachstehend gezeigt: