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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein die Flugzeugsteuerung und,
genauer gesagt, ein Verfahren und eine Einrichtung oder ein System
zur Schaffung einer autonomen Steuerung eines Flugzeugs nach Feststellung
einer Notsituation an Bord des Flugzeugs.
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Ein
in der Luft befindliches Flugzeug kann einen Verlust der Kontrolle
aufgrund einer Außer-Gefecht-Setzung
der Besatzung erleiden. Dies kann durch Tod eines oder mehrerer
Mitglieder der Besatzung durch einen medizinischen Notfall, eine
Flugzeugkaperung oder durch eine andere Notsituation verursacht
sein. Im Falle einer Flugzeugentführung kann das Flugzeug unter
das Kommando von nicht berechtigten Personen kommen und kann als
Waffe benutzt werden, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Solche
Aktionen können
es sogar notwendig machen, dass das gekaperte Flugzeug durch Militärflugzeuge
zerstört
wird, welche Verteidigungsmaßnahmen
ergreifen.
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Es
wurden Systeme entwickelt, um Fahrzeuge durch Fernsteuerung zu kontrollieren,
sowie Fahrzeuge durch Roboter zu steuern. Beispiele umfassen ferngelenkte
Fahrzeuge (RPVs), auch als unbemannte Fahrzeuge (UV) bekannt, welche
durch das Militär
entwickelt wurden, Roboterfahrzeuge, welche durch die NASA zum Mars
geschickt wurden, die Verwendung künstlicher Intelligenz für die Raketenlenkung,
Autopiloten, welche Flugzeuge unter schlechten Wetterbedingungen
landen können
und dergleichen.
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Innerhalb
der gegenwärtigen
Betriebsfähigkeiten
von Flugzeugen einschließlich
zivilen Flugzeugen steht die Flugsteuerung des Flugzeuges ausschließlich in
der Verantwortlichkeit der Mannschaft an Bord des Flugzeugs. Die
Flugsicherheit verlässt sich
im Allgemeinen darauf, dass mindestens zwei qualifizierte Piloten
an Bord des Flugzeugs sind. Im Falle des Ausfalles eines Mitgliedes
der Mannschaft ist das andere Mitglied der Mannschaft in der Lage das
Flugzeug zu betreiben und sicher zu landen. Dieses Verfahren der
Verwendung von zwei Mannschaftsmitgliedern hat sich bis vor kurzem
bewährt. Selbst
vor den tragischen Ereignissen mit einer Flugzeugentführung und absichtlicher
Zerstörung
eines Flugzeugs durch Treffen eines Gebäudes gab es mindestens einen
Unfall, bei welchem ein Pilot, der das Kommando hatte, die Steuerung
des Flugzeugs übernahm
und einen absichtlichen Absturz verursachte. Novellen und Filme
befassten sich mit dem Thema, dass beide Mannschaftsmitglieder außer Gefecht
gesetzt waren und das Flugzeug in einer gefährlichen Situation ließen. In
bestimmten Situationen wurden Weisungen herausgegeben, jedwedes Flugzeug
zu zerstören,
das eine Bedrohung für
eine große
Bevölkerungsmenge
am Boden dadurch zu sein schien, dass eine positive Steuerbarkeit
des Flugzeugs verloren ging.
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Die
US 2002/0029099 A1 beschreibt ein Überwachungssteuersystem für die Flugkontrolle während eines
Piloten-Steuerbefehls oder einer Fehlfunktion der Ausrüstung. Bei
diesem bekannten System ist ein Flugzeug mit einem Vergleicher,
einem vom Piloten betätigten
Schalter und einem Sender/Empfänger
ausgerüstet.
Der Schalter oder der Vergleicher können die Steuerung des Fluges
des Flugzeugs von Steuerungsmaßnahmen
des Piloten im Cockpit auf Signale übertragen, welche über den Sender/Empfänger von
einer Bodensteuerstation her empfangen werden, an welcher ein am
Boden empfindlicher Pilot simulierte Cockpit-Steuermaßnahmen vornehmen
kann und dieselbe Szenerie aus dem Cockpit des Flugzeugs betrachtet,
die zu der Bodensteuerstation übertragen
wurde. Der vom Piloten betätigte
Schalter kann manuell durch den Flugzeugpiloten oder von Ferne dadurch
betätigt
werden, dass ein Signal von der Bodensteuerstation aus übertragen
wird. Der Vergleicher ist in der Weise wirksam, dass er die Steuerung
in Abhängigkeit
von einem Vergleich der Flugbetriebsparameter mit voreingestellten
Werten überträgt.
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Die
WO 02/48968 beschreibt ein System, in welchem ein Rechner an Bord
eines Flugzeuges so ausgebildet ist, dass er ausgewählte Betriebsbedingungen überwacht,
beispielsweise die Identität
des Piloten, die Einhaltung eines Flugplanes oder die Nähe zu einem
Gebäude,
und bei Feststellung einer Abweichung von den vorbestimmten Betriebsbedingungen
ein Alarmsignal an eine Bodenstation übermittelt. Die Bodenstation überträgt dann
die Steuerung des Fluges des Flugzeuges auf den Autopiloten oder
auf eine Fernsteuerung in solcher Weise, dass die Flugbahn und die
Höhe des
Flugzeugs nicht durch eine Person beeinflusst werden können, welche
als Pilot agiert. Befehle von der Bodenstation können dazu verwendet werden
das Flugzeug zu dem nächsten
Flughafen zu führen,
wo eine ferngesteuerte oder automatische Landung eingeleitet wird.
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Es
ist daher wünschenswert
ein Verfahren und eine Einrichtung zu schaffen, durch welche eine autonome
Steuerung eines Flugzeuges nach Feststellung eines Ereignisses verwirklicht
wird, welches die Mannschaft des Fluges außer Gefecht gesetzt zurücklässt, wobei
durch diese autonome Steuerung das Flugzeug von autonomen Mitteln
durch eine Notlandeprozedur geführt
wird.
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Die
vorliegende Erfindung ist durch die Ansprüche 1 und 18 der anliegenden
Ansprüche
definiert, auf welche nun Bezug genommen sei.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst ein Verfahren und eine Einrichtung
oder ein System zur Schaffung eines Flugzeugnotsituation-Sicherheitssteuersystems
(AESCS), welches ermöglicht,
die Steuerung eines Flugzeugs wiederzugewinnen, welche aufgrund
einer Außer-Gefecht-Setzung
der Mannschaft verloren gegangen sein kann. Das grundsätzliche
AESCS-System nach der Erfindung enthält drei Hauptsegmente, nämlich ein
Segment im Flugzeug, ein Bodensegment und ein Kommunikationssegment.
Das Segment im Flugzeug liefert eine Flugzeugüberwachungsinformation und
Zustandsinformation an eine Bodensteuerstation über eine Kommunikationsverbindung.
Das im Flugzeug befindliche Segment ergänzt existierende elektronische Flugkontrollsysteme
zur Annahme von Notnavigationsbefehlen, Lenkbefehlen und Steuerbefehlen
von einer Bodensteuerstation über
die Kommunikationsverbindung. Das Segment im Flugzeug liefert weiter die
Möglichkeit
zur Außerkraftsetzung
der Steuerung vom Cockpit aus für
ausgewählte
Systeme.
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Das
Bodensteuersegment (GCS) kann eine Überwachungs- und Steuerstation
oder mehrere Überwachungs-
und Steuerstationen enthalten. Der Zweck der Bodensteuerstation
besteht in der kontinuierlichen Überwachung
des Flugzeugs zur Bestimmung von abnormalen Flugmustern, der Detektierung
eines bedrohlichen Verhaltens an Bord des Flugzeugs oder, in anderer
Weise, der Bestimmung von Situationen, welche eine Gefahr entweder
für das
Flugzeug oder für
Orte am Boden bedeuten können.
Ist einmal eine Notsituation an Bord des Flugzeugs detektiert, dann
kann das Bodensteuersegment oder das GCS dazu verwendet werden,
ein Signal an das Flugzeug zu liefert, um die Steuerung des Flugzeugs
von der Steuerung durch den Piloten auf eine autonome Steuerung
umwechseln zu lassen.
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Das
Kommunikationssegment bildet eine Verbindung zwischen dem Flugzeug
und dem GCS. Das Kommunikationssegment kann eine Mehrzahl komplementärer und
alternativer Kommunikationskanäle
enthalten. Die Kommunikationsverbindung schafft einen Weg zur Abfrage
des Flugzeugs zum Extrahieren von kritischen Informationen, der Übernahme
der Steuerung des Flugzeugs von dem an Bord befindlichen Personal,
das Eingeben von Navigationsdaten, der Überwachung von Flugzeugsystemen
und zur Lieferung von anderen Überwachungssystemen,
beispielsweise einer Videoüberwachung und
Audioüberwachung
aus dem Cockpit und der Kabine, um Zugriff auf die Situation an
Bord des Flugzeugs nehmen zu können.
Für die
positive Steuerung ist eine Zweiwegekommunikation erwünscht, doch liegt
auch eine Einwegkommunikation innerhalb des Gedankens der Erfindung.
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Die
Steuerung des Flugzeugs kann von der Steuereinflussnahme durch eine
nicht berechtigte Person oder nicht berechtigte Personen an Bord
des Flugzeugs weggenommen werden und das Flugzeug kann zu einem
Bestimmungsort geführt
werden, der als ein sicherer Ort für das Flugzeug in der gegebenen
Situation betrachtet wird, sowie zur Erleichterung einer in vernünftigem
Maße sicheren
Notlandung. Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
von Ausrüstungen
Gebrauch machen, welche auf den meisten zivilen Flugzeugen bereits
existieren, und können
elektronische Technologie hinzufügen,
um ein Notsituations-Steuersystem für das Flugzeug zu schaffen.
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Für kleinere
Flugzeuge sind Mittel vorgesehen, um die Möglichkeit der Verwendung eines
Flugzeugs als Waffe wegzunehmen, jedoch ohne die Möglichkeit
der Führung
des Flugzeugs an einen sicheren Landeort unter Verwendung eines
autonomen Systems. Das System richtet sich an Sicherheitsaspekte
an vielen Fronten und liefert Mittel zur wesentlichen Verminderung
des Risikos sowohl für Flugzeugpassagiere
als auch für
die Menschen und deren Eigentum auf dem Boden. Die Sicherheit wird erhöht, nicht
nur hinsichtlich Situationen, welche eine selbstmörderische
Flugzeugentführung
umfassen, sondern auch für
Situationen, welche durch eine Fehlfunktion des Flugzeugs entstehen
können.
Die vorliegende Erfindung stellt eine weitreichende Lösung für viele
Flugsicherheitsprobleme unter Verwendung eines integrierten Überwachungs-
und Steuersystems dar, welches ein Segment im Flugzeug, ein Bodensteuersegment
und ein Kommunikationssegment enthält.
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Die
Erfindung wird nun beispielsweise unter Bezugnahme auf die begleitenden
Zeichnungen beschrieben. Es stellen dar:
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1 ein
Blockschaltbild auf hohem Niveau von einer Ausführungsform der Erfindung;
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2 ein
detailliertes Blockschaltbild, welches die Segmente einer Ausführungsform
der Erfindung wiedergibt; und
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3 ein
Flussdiagramm eines Verfahrens, in welchem sich die Erfindung verkörpert.
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Es
seien nun ein Verfahren und eine Einrichtung oder ein System zur
Schaffung eines Flugzeugnotsituation-Sicherheitssteuersystems (AESCS)
beschrieben, welches ermöglicht,
die Kontrolle eines Flugzeugs wiederzugewinnen, welche aufgrund
einer Ausschaltung der Mannschaft verloren gegangen sein kann. Obwohl
eine solche Ausschaltung oder Außer-Gefecht-Setzung aus Situationen
resultieren kann, wie einer feindlichen Übernahme durch eine Person
oder durch Personen auf dem Flugzeug, kann die Ausschaltung der
Mannschaft auch durch einen mechanischen Fehler verursacht sein,
welcher die Mannschaft hilflos macht. Die vorliegende Erfindung
richtet sich nicht nur an die Sicherheit aus der Perspektive des
Verlustes von Leben und Eigentum auf dem Boden aufgrund einer feindlichen
Flugzeugübernahme,
sondern auch an die Sicherheit der Flugzeugpassagiere im Falle eines
katastrophalen mechanischen Ausfalls an Bord des Flugzeugs. Obwohl die
primäre
Absicht des AESCS-Systems darin besteht, eine Übernahme des Flugzeugs durch
feindliche Individuen zu verhindern, kann das System auch dazu verwendet
werden, andere Notsituationen zu detektieren und ihnen zu begegnen.
Beispielsweise kann das erfindungsgemäße System dazu verwendet werden,
besondere Hilfeleistung vom Boden aus während Notsituationen zu liefern,
beispielsweise bei mechanischen Problemen, bei medizinischen Notsituationen
an Bord und dergleichen.
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Das
hier offenbarte Flugzeugnotsituation-Sicherheitssteuersystem kann
die Steuergewalt für
das Flugzeug von den Personen an Bord des Flugzeugs wegnehmen und
die Steuerung des Flugzeugs an ein System übergeben, das die an Bord befindlichen
autonomen Navigationssteuerungen benutzt und welches durch Bodensteuerstationen
oder Bodensteuerpunkte geleitet wird. Die bevorzugte Lösung besteht in
der Verwendung von an Bord befindlichen Elektroniksystemen zum Navigieren
und Steuern des Flugzeugs so weitgehend wie möglich. Eine Kommunikationssteuerverbindung
ist als Mittel zur Änderung
des Steuermodus des Navigationssystems des Flugzeugs von der Steuerung
durch den Piloten zu der autonomen Steuerung vom Boden aus vorgesehen. Die
Kommunikationsverbindung liefert auch die Möglichkeit für die Abfrage des Flugzeugs
zum Extrahieren kritischer Information, zur Wegnahme der Steuerung
von dem Personal an Bord für
die Anlieferung von Navigationsdaten für die Überwachung von Flugzeugsystemen
und zur Lieferung anderer Überwachungsfunktionen,
beispielsweise einer Videoüberwachung
und Audioüberwachung
des Cockpits und der Kabine zur Beurteilung der Situation an Bord
des Flugzeuges. Die Verwendung von Einwegkommunikationen und Zweiwegkommunikationen
kann hierfür eingesetzt
werden. Verschiedene Mittel zur Einrichtung und Aufrechterhaltung
solcher Kommunikationsverbindungen sind mit einbezogen, ebenso wie bestimmte
Fehlersicherheitstechniken. Vielerlei Bodensteuertechniken und Überwachungstechniken sind
hier angesprochen einschließlich
die Verwendung existierender Luftverkehrsleitradarsysteme, Transponderreaktionen, VHF/UHF-Kommunikationssysteme,
Satellitenkommunikationssysteme und andere Techniken.
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Die
meisten zivilen Großflugzeuge
haben fein ausgearbeitete Navigations- und Steuersysteme, welche
in der Lage sind, autonom das Flugzeug über ein programmiertes Flugprofil
hin zu lenken, einschließlich
Landeanflug und Landung. Dieses autonome Steuersystem ist zwar verfügbar und
wird zur Leitung des Flugzeugs bei schlechten Wetterbedingungen
verwendet, wird aber nur unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt
und sorgfältig
durch die Besatzung an Bord überwacht.
Für diese
Arten von Flugzeug sind die teuersten Elemente eines Flugzeugnotsituation-Sicherheitssteuersystems
bereits vorhanden.
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Es
sein nun auf 1 Bezug genommen. Das grundsätzliche
AESCS-System nach der Erfindung enthält drei Hauptsegmente, nämlich ein
Segment 20 auf dem Flugzeug, ein Bodensegment 30 und
ein Kommunikationssegment 10. Die drei Systemsegmente können zahlreiche
Variationen der praktischen Ausführung
innerhalb jedes Segmentes umfassen.
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Das
Segment 20 auf dem Flugzeug gemäß der Erfindung befindet sich
innerhalb des Flugzeugs 120 von 1 und innerhalb
der Flugzeuge 120, 120b und 120c von 2.
Das Flugzeugsegment 20 liefert die Flugzeugüberwachungs-
und -statusinformation an ein Bodensegment 30 oder mehrer
Bodensegmente 30, welche sich im Allgemeinen in einer Bodensteuerstation 130, 130a, 130b und 130c befindet,
bzw. befinden. Die Kommunikation zwischen dem Segment im Flugzeug
und dem Bodensegment wird über
eine Kommunikationsverbindung oder einen Kommunikationskanal 10, 10a, 10b und 10c geführt. Das
Segment 20 im Flugzeug ergänzt auch existierende elektronische
Flugsteuersysteme zur Annahme von Instruktionen für eine Notnavigation und
Notlenkung von einer Bodensteuerstation aus über die Kommunikationsverbindung 10.
Das Segment 20 auf dem Flugzeug liefert weiter eine fakultative
Möglichkeit,
die Steuerung vom Cockpit aus für ausgewählte Systeme
wirkungslos zu machen. Das Segment im Flugzeug kann Modifikationen
der Navigationssystemsoftware des Flugzeugs erforderlich machen,
um die notwendigen Notsteuerfunktionen zu ermöglichen und kann weiter zusätzliche
Hardware erfordern, um eine Notsteuerung des Flugzeugs zu erleichtern.
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Das
bevorzugte Segment 20 auf dem Flugzeug umfasst ein dreidimensionales
Navigationssystem, einen vollsteuernden dreiachsigen Autopiloten, Sensoren
zur Bestimmung der Vorwärtsgeschwindigkeit,
der Vertikalgeschwindigkeit, der Drehung um die Längsachse,
der Drehgeschwindigkeit um die Längsachse,
der Drehung um die Hochachse, der Vorausrichtung, des Angriffswinkels,
der Geschwindigkeit über
Boden, der Höhe
und des horizontalen Drift. Zusätzlich
kann das Navigations- und Autopilotsystem das Flugzeug auf programmierte
Wegpunkte (einschließlich
Höhe) hinlenken
und eine Richtung des finalen Anfluges und den Gleitwinkel aufsuchen
und aufrechterhalten lassen. Das Auto-Landesystem ist in der Lage,
die Leistung, die Landeklappenstellung und das Ausrollen auf dem
Boden nach der Landung einzustellen. Diese Fähigkeiten sind bei den meisten zivilen
Großflugzeugen
verfügbar,
welche für
Landungen der Kategorie 3 ausgerüstet sind. Um ein vollständig autonomes
Landen vorzusehen, müssen möglicherweise
zusätzliche
Fähigkeiten
dazu genommen werden, einschließlich
des Ausfahrens des Landefahrwerks, Klappeneinstellungen, Spoilerkontrolle
und dergleichen. Das Ausmaß der
notwendigen Modifikationen zur Berücksichtigung dieser Navigations-
und Steuerfunktionen ist abhängig
von dem Alter des Flugzeugs und dem Grad der Modernisierung. Beispielsweise
haben Flugzeuge jüngerer
Konstruktion elektronische Cockpits, elektronische Flugsteuerfähigkeit,
Navigations- und Steuersysteme, welche GPS und Landesysteme der
Kategorie 3 verwenden. Die Flugsteuercomputer liefern externe Busanschlüsse zu anderen
Systemen. Dieser Bus kann als Schnittstelle für das AESCS-System verwendet werden.
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Das
Bodensteuersegment (GCS) 30 nach der vorliegenden Erfindung
ist in eine Überwachungs-
und Steuerstation oder mehrere Überwachungs-
und Steuerstationen 130a, 130b und 130c einbezogen.
Diese Stationen können
in ein existierendes Luftverkehrssteuernetzwerk (ATC) einbezogen
sein oder können
an anderen physikalischen Orten angeordnet werden und Information
empfangen, welche von ATC-Einrichtungen gesammelt wurden. Der Zweck
des GCS-Segmentes 30 besteht in der kontinuierlichen Überwachung
des Flugzeugs zur Bestimmung abnormaler Flugmuster, zum Detektieren
eines bedrohlichen Verhaltens an Bord des Flugzeugs oder in anderer
Weise zur Bestimmung von Situationen, welche eine Gefahr entweder
für das
Flugzeug oder für
Orte am Boden in sich tragen.
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Das
GCS-Segment 30 enthält
Merkmale wie beispielsweise ein "911"-Äquivalent für Flugkommunikationen, das Überwachen
von Transpondernachrichten bezüglich
Notsituationscodes und Hijacking-Codes, das Überwachen von Kommunikationskanälen nach
Cockpitalarminformationen. Das GCS-System 30 kann auch
mehr verfeinerte Möglichkeiten
umfassen, welche das Korrelieren geplanter Flugwege mit tatsächlichen
Flugwegen und das Feststellen signifikanter Abweichungen von einem Normalbetrieb
oder dem Verlust von Flugzeugsystemen enthalten, welche eine Bedrohung
für das
Flugzeug darstellen.
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Die
Quelle der Information für
das GCS-System sind zahlreiche Quellenpunkte. Die primäre Informationsquelle
ist der Notsituations-Steuersystem-Kommunikationskanal 10,
der unten beschrieben wird. Dieser Kanal oder diese Verbindung 10 liefert
nicht nur Daten von den Flugzeugsystemen sondern auch Audioinformation
und Videoinformation über
das Cockpit und die Kabine. Neue ATC-Systeme integrieren auch ohnehin
anfallende Flugzeugdaten einschließlich Position, Höhe, Geschwindigkeit, Bestimmungsort
und dergleichen. Diese Daten von jedem Flug werden an das GCS-System
gegeben. Das GCS-System integriert diese Daten in eine vollständige Datenbank
zur Erzeugung einer vollen Kenntnis der Situation für jedes
Flugzeug.
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Das
Kommunikationssegment kann vielfache unterstützende und alternative Kommunikationskanäle enthalten.
Für die
positive Steuerung sind Zweiwegekommunikationen erwünscht, doch
kann auch eine Einwegekommunikation verwendet werden. Die minimale
Datenrate, welche erforderlich ist, ist verhältnismäßig niedrig, da beabsichtigt
ist, eine grundsätzliche
Flugzeugüberwachung
zu liefern, während
die Kommunikation der Navigationsinformation und Steuerinformation
zu dem Flugzeug läuft, nicht
jedoch das tatsächliche
Fliegen des Flugzeuges durch Fernsteuerung. Die Kommunikationskanäle sollten
jedoch sicher sein, d.h., verschlüsselt sein. Kommunikationskanäle können unter
Verwendung existierender Ausrüstung
von VHF- oder UHF-Kommunikationen eingerichtet sein. Wenngleich
der Kanal während
der meisten Zeit vollständig
unbenutzt ist, wird er vorzugsweise zu allen Zeiten in einer freien
Bedingung gehalten, so dass der Kanal, wenn er benötigt wird,
stets verfügbar
ist. Am Boden befindliche Sender und Empfänger, welche das AESCS-System
stützen,
sind über
die ganzen Arbeitsgebiete verteilt. Vorzugsweise liegen die am Boden befindlichen
Sender und Empfänger
am gleichen Ort wie die ATC-Funksender und -empfänger, die Navigationssysteme
und andere Bodenausrüstung
für den
Flugverkehr.
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Eine
andere Lösung
zur Schaffung der Kommunikationen zwischen dem Flugzeug und dem GCS-Segment
besteht in der Verwendung eines Satellitenkommunikationssystems
(SCS). Ein Vorteil der Verwendung eines SCS-Systems besteht darin, dass
eine weltweite Überdeckung
erreicht wird, und eine solche weltweite Überdeckung kann in einer kurzen
Zeitdauer erreicht werden. Ein anderer Vorteil der Verwendung eines
SCS-Systems ist
es, dass diese Systeme auch verhältnismäßig unempfindlich
gegenüber
Problemen sind, die mit terrestrischen Kommunikationssystemen verbunden
sind, einschließlich des
Problems der Sichtlinienverbindung, der gesamten Überdeckung
des Betriebsgebietes, der Bandbreitebeschränkungen, Unterhaltung des Bodensegmentes
und dergleichen.
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Auch
andere Verbindungsalternativen können
verwirklicht werden, einschließlich
der Verwendung von bestehenden Flugverkehrskanälen (beispielsweise diejenigen,
welche für
DME eingesetzt werden) um Zweiwege-Not-Datenverbindungen zu schaffen.
Eine solche doppelte Verwendung wurde bei militärischen Anwendungen demonstriert,
welche das 960-1200 MHz DME/TACAN-Band für militärische Datenkommunikationen
(JTIDS) teilen. Bodenterminals sind verstreut vorgesehen und am
selben Ort wie existierende ATC-Stationen angeordnet. Tatsächlich ist
es möglich,
existierende Bodenstationen so zu modifizieren, dass sie solche
Funktionalitäten enthalten.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform macht
das Kommunikationssegment Verwendung von digitalen Kommunikationstechniken
und verwendet Paketübertragungsprotokolle
für zuverlässige Datenkommunikationen
zwischen dem Flugzeug und dem Boden. Die Information von diesen
Bodenterminals wird zu den AESCS-Überwachungs- und -Steuerpunkten über existierende
Kommunikationsmittel übertragen,
einschließlich
Mikrowellenfunk, optische Faserkabel, Kupferkabel und Satellitenkommunikationsverbindungen,
wobei eine Beschränkung
auf die soeben genannten Mittel nicht in Betracht kommt.
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Ist
einmal das Vorhandensein einer Notsituation an Bord eines Flugzeugs
festgestellt, so sendet das GCS-Segment einen Befehl über die
Kommunikationsverbindung zu dem Flugzeug. Die zum Flugzeug von dem
GCS-Segment aus über
die Kommunikationsverbindung gesendete Befehlsfolge kann eine Nachricht
enthalten, welche die Steuerung des Flugzeugs von dem Cockpit fortnimmt
und sie an elektronische Systeme an Bord übergibt. Diese Nachricht ist
dann gefolgt von detaillierter Fluginformation. Eine solche detaillierte
Fluginformation, welche durch das GCS-System geliefert wird, kann
den Befehl des Steigens auf eine bestimmte Höhe, das Aufsuchen einer bestimmten
Vorausrichtung, das Hinnavigieren zu einem bestimmten Wegpunkt,
das Weiterfliegen zu einem bestimmten Ort, das Einleiten einer bestimmten
Prozedur, und dergleichen, umfassen. In einer Ausführungsform
werden diese Befehle nicht durch ein einziges Individuum ausgegeben
und erfordern eine Beglaubigung der Individuen, welche die Änderung
in der Steuerungsgewalt einleiten. Eine Bestätigung von dem Flugzeug kann
auch erforderlich sein, bevor letztlich ein Übergang der Steuerung geschieht.
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Wie
oben bemerkt, basiert das bevorzugte System mit maximaler Leistungsfähigkeit
auf einer maximalen Ausnützung
von elektronischen Systemen, welche auf den meisten modernen Großflugzeugen
installiert sind. Solche Systeme erzeugen die Fähigkeit, das Flugzeug im Falle
einer Notsituation autonom zu navigieren und zu steuern. Modifikationen,
welche auf allen zivilen Flugzeugen erforderlich sind, umfassen
die zusätzliche
Installation von Cockpit- und Kabinen-Überwachungseinrichtungen für Audio
und Video, Notzugangssteuerfunktionen, Sicherheitscodefunktionen
und Schnitt stellen zu der Notkommunikationsverbindung. Sicherheitsmerkmale
können
die elektronische Identifizierung von Besatzungsmitgliedern, beispielsweise
durch Fingerabdrücke
oder Gesichtserkennung, die Fernsteuerung des Transponders einschließlich Änderungen
von Modus und Codewort, die Notausschaltung von Steuereinrichtungen
des Cockpits einschließlich Steuerungen
des Triebwerks, der Elektrizität,
des Brennstoffs und des Kabinendrucks und dergleichen umfassen.
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Andere
Flugzeuge, welche nicht Zivilflugzeuge sind, stellen auch ein Risiko
dar. Beispielsweise ist ein hier anzusprechendes Flugzeug ein landwirtschaftliches
Sprühflugzeug.
Die meisten Sprühflugzeuge
sind nur mit einer minimalen Ausrüstung von Elektronik versehen.
Privatflugzeuge führen
auch eine minimale Ausrüstung
von Elektronik mit sich. Andere Flugzeuge, welche riskant sind,
umfassen Gerät,
welches nur für
den Frachttransport verwendet wird, Turbopropflugzeuge, welche nicht
mit der kompliziertesten Elektronik ausgerüstet sind, Flugzeuge, die für die Landwirtschaft
gebaut sind und kleinere Privatflugzeuge. Obwohl die Bedrohung durch
kleine einmotorige Flugzeuge bezüglich
der Zerstörung
von größeren Gebäuden gering
eingeschätzt
wird, so ist diese Bedrohung nichtsdestoweniger real. Aus diesem
Grunde sind Mittel zur Verminderung der Bedrohung durch solche Privatflugzeuge als
Teil der vorliegenden Erfindung mit eingeschlossen.
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Ältere und/oder
kleiner Flugzeugtypen lassen sich schwieriger modifizieren, um die
vollen Möglichkeiten
des AESCS-Systems einzubeziehen. Es kann notwendig sein, diese Flugzeuge
auf die volle Kategorie-3-Landefähigkeit
aufzurüsten,
um den vollständigen
Bereich der Möglichkeiten
des AESCS-Systems zu verwirklichen. Das Einbringen der vollen Kategorie-3-Landefähigkeit
bedingt jedoch die Verwendung von Einrichtungen, welche auf einer Routineflugbasis
zur Landung auf einer großen
Menge von Flugplätzen
verwendet werden. Solche Einrichtungen können zusätzliche Kosten für die Wartung
und Zertifizierung erzeugen, was für diese Flugzeuge nicht akzeptabel
ist. Als Alternative kann man Einrichtungen einsetzen, die nicht
so präzise
und daher weniger teuer sind, welche aber auf die Verwendung nur
an ausgewählten
Flugplätzen
beschränkt sind
und nur für
den Gebrauch in Notsituationen zertifiziert sind. Im Interesse der
Verminderung von Zeit und Kosten für die Verwirklichung kann ein
AESCS-System minimaler Kapazität
das Einrichten ausgewählter
Flugplätze
zur Aufnahme von Flugzeugen in Notsituationen erforderlich machen.
Diese Orte haben dann lange Startbahnen, eine minimale Anzahl von
Bauwerken in großer
Nähe zu
der Startbahn, langgestreckte Flächenbereiche
für das
Hinausfahren über
die Startbahn, erhöhte
Sicherheitsmöglichkeiten
zur Handhabung von Notsituationen und dergleichen.
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Ebenso
können
Notsituation-Steuermaßnahmen
auf niedrigerem Niveau für
diese Arten von Flugzeugen eingebaut werden. Einige minimale Installationen
von Einrichtungen und Modifikationen können erforderlich sein. Dies
repräsentiert
eine mögliche kostspielige
Modifikation für
kleine Flugzeuge. Das Hinzufügen
einer vollständigen
Funktionalität
für eine automatische
Landung würde
weit mehr als den Wert des Flugzeuges selbst bedingen. Daher sind
einige andere Alternativen erforderlich. Alternativen umfassen den
Einbau einer Triebwerks-Notabschaltung, elektromechanische Steuerverriegelungen,
vorprogrammierte Flugprofile, usw. Alle diese Alternativen bedingen
ein Sicherheitsrisiko an dem Flugzeug.
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Während die
Erfassung einer Notsituation an einem Flugzeug lebenswichtig ist,
ist es ebenso wichtig, Falschalarm zu verhindern, als es wichtig
ist, Notsituationen zu erfassen. Es ist daher wünschenswert die Abhängigkeit
von dem Menschen für
den Zugriff auf den Status jedes Flugzeugs zu reduzieren. Das GCS-Segment
enthält
die Fähigkeit,
die möglichen Notsituationen
von der überwiegenden
Mehrheit von normalen Situationen zu isolieren. Fragliche Situationen
werden markiert und einer Bedienungsperson für die letzte Entscheidung präsentiert.
Die Bedienungsperson wird mit Informationen von vielerlei Quellen zusammen
mit dem Ausmaß der
kritischen Situation versorgt. Die Bestätigung einer Notsituation,
beispielsweise die Bestätigung,
dass sich ein bestimmtes Flugzeug unter der Kontrolle einer unberechtigten Person
oder von unberechtigten Personen befindet, würde in einer Gruppe von Optionen
resultieren, aus welcher die Bedienungsperson einen bestimmten Ablauf
von Maßnahmen
auswählt.
Wenn dies gerechtfertigt ist, dann erlässt die Bedienungsperson des
GCS-Segmentes in Abstimmung mit mindestens einem anderen GCS-Operator
einen an das Flugzeug gerich teten Befehl, welcher es dem GCS-Segment
ermöglicht,
die Steuerung des Flugzeugs zu übernehmen.
Dieser Steuereingriff wäre
nicht die tatsächliche
direkte Steuerung des Flugzeugs sondern die Möglichkeit, das Flugprofil des
Flugzeugs in das Navigationssystem des Flugzeugs hineinprogrammieren
zu können.
Die an Bord befindlichen Navigations- und Steuersysteme wären verantwortlich
für den
tatsächlichen
Flug des Flugzeugs von Sekunde zu Sekunde.
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Es
sein nun auf 3 Bezug genommen. Hier ist ein
Flussdiagramm dargestellt, welches das Verfahren 100 zur
Bildung eines AESCS-Systems wiedergibt. Die rechteckigen Symbole
werden hier als "Verarbeitungsblöcke" bezeichnet und können Rechnersoftwareinstruktionen
oder Gruppen von Instruktionen repräsentieren. Die rautenförmigen Elemente,
welche hier als "Entscheidungsblöcke" bezeichnet sind,
können
Rechnersoftwarebefehle oder Befehlsgruppen repräsentieren, welche die Ausführung der
Rechnersoftwarebefehle, die durch die Verarbeitungsblöcke dargestellt
sind, beeinflussen.
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Alternativ
stellen die Verarbeitungsblöcke und
Entscheidungsblöcke
Schritte dar, welche durch funktionell äquivalente Schaltungen, beispielsweise einen
digitalen Signalprozessorkreis oder eine anwendungsspezifische integrierte
Schaltung (ASIC) ausgeführt
werden. Die Flussdiagramme geben nicht die Syntax irgendeiner bestimmten
Programmsprache wieder. Vielmehr erläutern die Flussdiagramme die
funktionelle Information, welche die Fachleute auf diesem Gebiet
benötigen,
um Schaltungen herzustellen oder Rechnersoftware zu erzeugen, mit
denen die Verarbeitung ausgeführt
werden kann, die gemäß der vorliegenden
Erfindung notwendig ist. Es sei bemerkt, dass viele gebräuchlichen
Programmelemente, beispielsweise die Initialisierung von Schleifen und
Variablen und die Verwendung von temporären Variablen nicht gezeigt
sind. Die Fachleute auf diesem Gebiete erkennen, dass, wenn hier
nichts anderes angegeben ist, die besondere Folge von Schritten,
wie sie beschrieben ist, nur beispielsweise gegeben ist und ohne
Abweichung von dem Grundgedanken der Erfindung variiert werden kann.
Wenn also nichts anderes weiter unten angegeben ist, dann sind die
unten beschriebenen Schritte ungeordnet, was bedeutet, dass, wenn
möglich,
die Schritte in jeder geeigneten oder wünschenswerten Reihenfolge ausgeführt werden
können.
Weiter repräsentieren
diese Schritte diejenigen, welche für die umfängliche Ausführungsform
der Erfindung typisch sind. Modifikationen können in Systeme mit reduzierten
Fähigkeiten einbezogen
werden.
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Der
Schritt 110 zeigt an, dass das Flugzeug kontinuierlich überwacht
wird, um festzustellen, ob es an Bord eine Notsituation gibt. Das
oben beschriebene GCS-Segment enthält eine Überwachungs- und Steuerstation
oder mehrere Überwachungs-
und Steuerstationen, welche das Flugzeug überwacht bzw. überwachen,
um festzustellen, wenn sich eine Notsituation ergibt. Ist keine
Notsituation vorhanden wird der Schritt wiederholt. Wenn eine Notsituation detektiert
wird, dann wird der Schritt 120 durchgeführt.
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Der
Schritt 120 stellt das Navigationssteuersystem des Flugzeugs
in den Notsituationsmodus um. Wenn das Navigationssteuersystem in
den Notsituationsmodus gestellt ist, wird die Steuerung des Flugzeuges
auf ein an Bord befindliches autonomes Steuersystem geschaltet.
Der Pilot hat an diesem Punkt keinen Steuereinfluss auf den Flug
des Flugzeugs. Der Schritt 130 liefert die Notsituationsnavigation
und -lenkung an das autonome Steuersystem. Diese Notsituationsbefehle
werden von dem GCS-Segment an das autonome Steuerungssystem über die
Kommunikationsverbindung geliefert.
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Wie
in dem Schritt 140 angegeben, wird das Flugzeug durch das
autonome Steuersystem und die Notsituationsbefehle gesteuert, welche
an das autonome Steuersystem geliefert worden sind. Demgemäß kann das
Flugzeug zu einem vorbestimmten Ort geführt und sicher gelandet werden,
obwohl an Bord eine Notsituation herrscht.
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In
dem Schritt 150 wird die Steuerung ausgewählter Systeme
vom Cockpit aus außer
Kraft gesetzt. Dieser Schritt verhindert es, dass eine Person das
Flugzeug hilflos macht, beispielsweise durch Abschalten der Leistung
durch die Steuersysteme, das Ablassen von Treibstoff aus den Tanks
oder durch andere Maßnahmen
zum Verhindern einer sicheren Landung des Flugzeugs. In dem Schritt 160 ist
das Verfahren vervollständigt.
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Durch
das oben beschriebene Verfahren und die oben beschriebene Einrichtung
wird die Steuerung des Flugzeugs aus der Einflussnahme durch eine
unberechtigte Person oder durch unberechtigte Personen an Bord des
Flugzeugs weggenommen und das Flugzeug wird an einen Bestimmungsort
geführt,
der als ein sicherer Ort für
das Flugzeug unter den gegebenen Umständen anzusehen ist und eine in
vernünftigem
Maße sichere
Notlandung erleichtert. Es sei bemerkt, dass das System dazu verwendet werden
kann, das Flugzeug in dem Falle zu steuern, in welchem die Besatzung
aufgrund anderer Ursachen, beispielsweise aufgrund medizinischer
Ursachen, den Verlust von Sauerstoff usw. ausgeschaltet worden ist.
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Ein
anderer Gesichtspunkt, den die vorliegende Erfindung berücksichtigt,
besteht darin auszuschließen,
dass das AESCS-System selbst als ein Angriffsmittel verwendet wird.
Sind einmal solche Mittel zur Übernahme
der Steuerung eines Flugzeugs verfügbar, so muss dafür gesorgt
werden, dass sichergestellt ist, dass die Steuerung des Flugzeuges nicht
unbeabsichtigt geändert
wird oder dass eine unberechtigte Person oder unberechtigte Personen
die Steuerung nicht widerrechtlich an sich reißen kann bzw. können. Wenn
beispielsweise feindliche Kräfte Kenntnis
von einer solchen Notsituations-Bodensteuerkommunikation
haben, ist es ihnen möglich,
zu versuchen, das AESCS-System
als ein Mittel zur Steuerung des Flugzeugs einzusetzen. Daher würde jede zufällige Verwirklichung
eines Sicherheitssteuersystems zu einer Bedrohung "durch die Hintertür" führen und
ein solcher Fehler muss vermieden werden. Die vorliegende Erfindung
wendet sich auch an diese Probleme. In einer Ausführungsform
werden die Befehle, die erforderlich sind um die Steuerung eines Flugzeugs
zu übernehmen,
nicht durch eine einzige Person ausgegeben und erfordern die Beglaubigung der
Individuen, welche die Umstellung in der Steuerung auslösen. Eine
Bestätigung
von dem Flugzeug ist erforderlich, bevor letztlich der Übergang
in der Steuerung erfolgt. Die größte Gefahr,
welche überwunden
werden muss, besteht darin, nicht sicherzustellen, dass das AESCS-System
nicht zufällig
das Flugzeug in einen Bedrohungsabwehrmodus stellen kann, wenn keine
Bedrohung existiert. Dies geschieht auf zwei Niveaus. Zum ersten
ist die an Bord befindliche Einrichtung so konstruiert, dass sie
Fehlersicherheits-Konstruktionsmerkmale beinhaltet, die mit dem
Flugzeug verbunden sind. Zum zweiten sollte der Kommunikationskanal
die Verwendung von Vielfachbestätigungen
des Empfangs und der Ausführung
von Befehlen umfassen. Schließlich
beruht die letzte Entscheidung zur Wegnahme oder Übernahme
der Steuerung des Flugzeugs auf der Entscheidung von zwei oder mehr
Personen am Boden.
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Das
Beseitigen der Möglichkeit,
unberechtigt Steuerungsgewalt über
das Flugzeug zu gewinnen ist rechtsmäßig einfach, doch sicherzustellen,
dass das Flugzeug unter die sichere positive Steuerung eines autonomen
Systems gebracht wird, erfordert mehr Sorgfalt. Beispielsweise können die
Triebwerke des Flugzeugs abgeschaltet werden, die elektrische Leistung
kann fortgenommen werden, der Treibstofffluss kann reduziert werden,
usw., was durch eine unberechtigte Person oder Personengruppe vom
Cockpit aus geschieht. Solche Maßnahmen durch unberechtigte
Individuen können
in einem katastrophalen Verlust des Flugzeugs in unkontrollierter
Weise resultieren. Es wäre
daher wünschenswert,
in einer Notsituation den Zugang zu sämtlichen Flugzeugsystemen von
innerhalb des Cockpits aus fortzunehmen. Eine solche Möglichkeit
würde es
beispielsweise verhindern, dass ein geistig verwirrtes Besatzungsmitglied
oder ein Hijacker absichtlich das Flugzeug abstürzen lässt. Ein Beispiel einer schwierigen
Modifikation ist jedoch diejenige, welche die Einstellung von Schaltern
oder Unterbrechern auf ungewünschte Positionen
vom Cockpit aus durch Personen mit böswilliger Absicht verhindert.
Aus diesem Grunde kann es inpraktikabel sein, sämtliche Merkmale des AESCS-Systems in dem gesamten
Flugzeug vorzusehen.
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Eines
der Merkmale der vorliegenden Erfindung ist die Angemessenheit und
die Flexibilität.
Die vorliegende Erfindung bietet einen Bereich von kosteneffektiven
Lösungen
für Flugzeuge
mit vielerlei Maß von
Kompliziertheit und von Betriebsmöglichkeiten. Beispielsweise
haben landwirtschaftliche Sprühflugzeuge
nicht die gesamte elektronische Technologie von zivilen Großflugzeugen
noch haben dies die meisten Privatflugzeuge. Eine Version der vorliegenden
Erfindung ähnlich
der so genannten "Totmannstaste" kann jedoch zu vernünftigen
Kosten installiert werden.
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Internationale
Aspekte der Fliegerei werden auch durch die vorliegende Erfindung
berücksichtigt. Wenngleich
ein Motiv der Entwicklung des erfinderischen Konzeptes darin besteht,
Versuchen zur Verwendung innländischer
Flugzeuge für
die Bedrohung des Heimatlandes entgegenzuwirken, wurde die Fähigkeit
einer Sicherheitssteuerverbindung ausgeweitet, um der Verwendung
von zivilen internationalen Flügen
zum Angriff des Heimatlandes, der Verwendung von verbrecherischen
militärischen
Flugzeugen zum Angriff auf zivile Ziele, der Verwendung von zivilen
Flugzeugen als Waffen gegenüber
anderen Ländern
und der Verwendung anderer Flugzeuge zum Angriff auf zivile Ziele
entgegenzuwirken.
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Nach
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
ergibt sich nun für
die Fachleute auf diesem Gebiet, dass andere Ausführungsformen,
welche diese Konzepte beinhalten, verwendet werden können. Zusätzlich kann
die Software, welche als Teil der Erfindung einbezogen ist, sich
in einem Computerprogrammprodukt darstellen, welches ein von einem
Rechner verwendbares Medium enthält.
Beispielsweise kann ein computerverwendbares Medium ein lesbares
Speichermedium enthalten, beispielsweise eine Festspeichereinrichtung,
eine CD-ROM, eine DVD-ROM, eine Computerdiskette mit computerlesbaren
Programmcodesegmenten, welche darauf gespeichert sind. Das computerlesbare
Medium kann auch eine Kommunikationsverbindung, entweder optisch,
verdrahtet oder drahtlos enthalten, mit Programmcodesegmenten, die
darauf als digitale oder analoge Signale übertragen werden. Es kommt
daher in Betracht, dass die Erfindung nicht auf die beschriebenen
Ausführungsformen
beschränkt
ist, sondern nur durch den Umfang der anliegenden Ansprüche definiert
ist.