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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anpassung zwischen einem Befehlssender
und einem Befehlsempfänger
gemäss
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die Erfindung betrifft weiterhin
eine Installation zur Ausführung
dieses Verfahrens.
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Die
Befehlssender und die Befehlsempfänger bilden im allgemeinen
Bestandteile einer und derselben Anlage, die mehrere Befehlssender
umfasst, welche den gleichen Befehlsempfänger beeinflussen, sowie mehrere
Befehlsempfänger,
welche Befehle eines und desselben Befehlssenders entgegennehmen
sollen.
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Es
ist daher unumgänglich,
dass eine Kommunikation zwischen diesen Elementen eingerichtet wird:
nach einer Installation in einem Gebäude kann ein Befehlsempfänger nur
dann in Betrieb genommen werden, wenn er in der Lage ist, den oder
die Befehlssender zu identifizieren, mit denen er kommunizieren
muss. En solches Vorgehen, bei dem dauerhafte Verbindungen erstellt
werden, wird als "Anpassung" bezeichnet.
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Im
Falle motorgetriebener Einheiten, beispielsweise Schliessautomaten
oder Automaten für den
Sonnenschutz eines Gebäudes,
erfordern in den meisten Fällen
die logistischen Vorgaben, dass die Anpassungen nicht schon bei
der Herstellung der Einheiten, sondern erst nach ihrer Installation
auf der Baustelle vorgenommen werden.
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Aus
der US-Patentschrift 4'750'118 sind eine Vorrichtung
und ein Verfahren bekannt, wonach ein Befehlsempfänger nach seiner
Installation in einem Gebäude
in der Lage ist, mindestens eine Identifikation eines Befehlssenders
aufzunehmen, wenn er in einen Lernmodus versetzt ist.
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Ausserdem
ist es aus der europäischen
Patentanmeldung
EP 1'085'481 und
der US-Patentschrift 3'806'874 bekannt, einen
gemeinsamen Schlüssel
(Code) auszutauschen, wenn Befehlssender und Befehlsempfänger auf
bidirektionale Weise miteinander kommunizieren können, wobei der Schlüssel bei
den Vorgängen
der Authentifizierung über
einen Dialog in Form einer zu beantwortenden Anfrage eingesetzt
wird.
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Wenn
der Befehlsempfänger
zugänglich
ist, kann ein besonderer Knopf am Empfänger verwendet werden, um ihn
in den Lernmodus zu schalten, oder es kann auch eine spezielle Betätigungsart
eines Knopfes, der normalerweise einer anderen Verwendung zugeordnet
ist, dazu vorgesehen sein. Während
einer bestimmten Zeitdauer weiss der Empfänger, dass er die Identifikation
speichern muss, die im Übertragungsrahmen
eines eventuellen Signals enthalten ist, welches er empfangen könnte. Auf
diese Weise kann der Befehlssender, der zum Senden des Signals verwendet
wurde, vom Empfänger
registriert werden, beispielsweise in Form einer Identifizierungsnummer.
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Im
Falle schwierig zugänglicher
Empfänger hat
man schon daran gedacht, den Befehl zum Umschalten in den Lernmodus
unmittelbar vom Sender selbst übertragen
zu lassen, anstatt auf einen spezifischen Befehls zur Programmierung
einzuwirken. Sämtliche
Sender besitzen eine unterschiedliche Identitätsnummer, benutzen jedoch,
um die Empfänger
in den Lernmodus zu schalten, den gleichen Code, der von jedem Empfänger erkannt
wird,. Auf diese Weise kann der Installateur den Lernmodus aktivieren,
ohne dass er den Befehlsempfänger
direkt beeinflussen muss, indem er beispiels weise einen bestimmten
Knopf des Befehlssenders betätigt,
der dann gleichzeitig den Code zum Umschalten in den Lernmodus und
die Identifizierungsdaten des Senders übermittelt.
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Diese
Situation wird kompliziert, wenn sich mehrere Empfänger im
Sendebereich des Senders befinden. Alle diese Empfänger laufen
Gefahr, die Identität
eines Senders aufzunehmen, der aber nur einen einzigen Empfänger mit
Befehlen beeinflussen darf.
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Um
dieses Problem zu lösen,
sind bereits mehrere Verfahren vorgeschlagen worden, und zwar einmal
für den
Fall einer ersten Anpassung, aber ebenfalls für den Fall einer Übertragung
von Befehlen auf eine Gruppe von Einheiten oder für den Ersatz
eines Senders durch einen andern.
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Zwei
Beispiele sind in der französischen
Patentschrift
FR 2'772'171 und
der europäischen
Patentanmeldung
EP 1'045'356 beschrieben
worden.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass man nach diesem Stand der Technik mit
Vorteil zwei Vorgänge miteinander
kombinieren kann, nämlich
einerseits einen Startvorgang (beispielsweise mittels einer doppelten
Stromabschaltung), der es den Empfängern ermöglicht, in den Lernmodus umzuschalten,
in welchem sie einen Anpassungsbefehl akzeptieren können, und
andererseits eine nachfolgende Übertragung
eines solchen Anpassungsbefehls, ausgehend von einer Fernbedienung.
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Beispielsweise
ermöglicht
die Verwendung einer Funk-Fernbedienung
mit sehr geringer Reichweite (was beispielsweise durch Verminderung
der Empfindlichkeit des Empfängers
erreichbar ist, wenn dieser den Code zum Übergang in den Lernmodus empfängt), wie
dies gemäss
der Patentanmeldung
EP 0'921'507 vorgenommen
wird, theoretisch das Ansprechen eines einzigen Empfängers unter
einer Vielzahl von Empfängern.
Es erweist sich jedoch in der Praxis als ausserordentlich schwierig,
die Reichweite der Funkübertragung
in den Griff zu bekommen. Daher ist man notwendigerweise mit dem
Risiko konfrontiert, gleichzeitig mehrere Empfänger anzusprechen, wenn man
eigentlich nur das Ansprechen eines einzigen Empfängers beabsichtigt.
Aufgrund der Eigenschaften bei der Ausbreitung von Funkwellen geht
man das Risiko ein, einen nicht sichtbaren Empfänger vom Installateur ansprechen zu
lassen, beispielsweise einen solchen, der sich in einem Nebenraum
oder eine Etage höher
eingebaut befindet.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Anpassung zu schaffen, welches
die bisher bekannten Verfahren verbessert und deren Nachteile ausschaltet.
Insbesondere hat sich die Erfindung zum Ziel gesetzt, ein Verfahren
zu schaffen, welches die Anpassung eines bestimmten Empfängers unter mehreren
Empfängern
ermöglicht,
wobei kein spezifischer Kontakt verwendet werden soll. Die Erfindung betrifft
weiterhin eine Anlage zur Ausführung
des Verfahrens.
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Das
Anpassungsverfahren gemäss
vorliegender Erfindung ist im kennzeichnenden Teil des Anspruches
1 charakterisiert.
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Mehrere
Ausführungsformen
dieses Verfahrens bilden den Gegenstand der abhängigen Patentansprüche 2 bis
7.
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Die
Ansprüche
8 und 9 definieren eine Installation zur Verwirklichung des Verfahrens.
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Die
beigegebene Zeichnung zeigt als Beispiel eine Vorrichtung zur Ausführung des
erfindungsgemässen
Verfahrens und ein Flussdiagramm einer Ausführungsform des Verfahrens gemäss der vorliegenden
Erfindung.
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1 zeigt
ein Schema einer Vorrichtung, mit der das erfindungsgemässe Verfahren
verwirklicht werden kann.
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2 ist
ein Flussdiagramm einer Ausführungsform
des erfindungsgemässen
Verfahrens.
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Die
Einheit EO, welche den Befehlssender aufweist, die Einheit RO mit
dem Befehlsempfänger und
die Ausrüstung 30,
welche in 1 dargestellt sind, ermöglichen
die Ausführung
des erfindungsgemässen
Anpassungsverfahrens.
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Es
ist klar, dass die Erfindung ihren vollständigen Nutzen dann erbringt,
wenn mehrere Befehlsempfänger,
die nicht angepasst sind, im Wirkungsbereich eines Befehlssenders
installiert sind, wobei zur Erleichterung des Verständnisses
der Erfindung nur ein einziger Befehlsempfänger und ein einziger Befehlssender
dargestellt sind.
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Der
Befehlssender EO weist eine Tastatur 11 mit einer Programmiertaste 15 auf,
die mit einem Mikrokontrolleur 12 verbunden ist, ein mit
einer Funkfrequenz arbeitendes Sende-Empfangs-Gerät 13,
sowie ein Kupplungselement 14 in Form einer Antenne.
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Das
Drücken
auf die Taste 15 der Tastatur 11 bewirkt mit Hilfe
bekannter Mittel das Senden eines Signals, welches eine Information über die
Identifizierung oder die Authentifizierung des Befehlssenders EO
enthält.
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Der
Befehlsempfänger
RO enthält
insbesondere ein Kupplungselement 21 in Form einer Antenne,
ein mit Funkfrequenzen arbeitendes Sende-Empfangs-Gerät 22,
einen Mikrokontrolleur 23 und eine Vorrichtung 24 zum
Steuern der elektrischen Versorgung des Geräts 30, wobei die Vorrichtung 24 mit
einer Quelle elektrischer Energie verbunden ist, beispielsweise
dem allgemeinen Stromnetz.
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Die
Vorrichtung 24 ermöglicht
die Versorgung eines in der Anlage 30 befindlichen Elektromotors 31,
dessen Aktivierung den Antrieb eines beweglichen Elements 40 durch
eine Drehbewegung oder eine Translationsbewegung über ein
mechanisches Reduziergetriebe 32 ermöglicht, beispielsweise eines
Rolladens, eines Garagentores oder einer Jalousie.
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Um
einen Ausfall der elektrischen Energiequelle oder anderer Teile
aufzufangen, wird als Eventualmassnahme der Einbau einer mechanischen Pannenhilfe 33 vorgesehen,
beispielsweise einer Handkurbel, welche anstelle des Motors auch
auf das Reduziergetriebe einwirken kann.
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Das
bewegliche Element 40 weist einen Detektor für mechanische
Beanspruchungen 41 auf, dessen Ausgang am Mikrokontrolleur 23 anliegt.
Dieser Detektor ermöglicht
es, eine Kraft zu ermitteln, welche vom Installateur auf das bewegliche
Element der Anlage ausgeübt
wird.
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Es
sei erwähnt,
dass es möglich
ist, eine grosse Auswahl von Fühlern
in der Anlage 30 oder im Empfänger RO vorzusehen, um die
Funktion der Ermittlung einer mechanischen Einwirkung auf das bewegliche
Element zu verwirklichen. Es kann sich beispielsweise um einen Detektor
des Stroms handeln, der von der Vorrichtung zur Steuerung der Stromversorgung 24 abgegeben
wird, einen Fühler,
welcher die Rotation oder das Drehmoment des Motors 31 ermittelt,
einen Fühler
der Rotation oder des Drehmomentes am Reduziergetriebe 32,
einen Detektor der Bewegung des Hilfsantriebs oder einen Detektor
von Stössen
auf das bewegliche Element 40.
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Ein
Flussdiagramm des Anpassungsverfahrens ist in 2 dargestellt.
In diesem Flussdiagramm sind zwei Befehlsempfänger RO1 und RO2 in Kommunikation
mit einem und demselben Befehlssender EO gezeigt, der jedoch nicht
näher dargestellt ist.
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Die
beiden dargestellten Befehlsempfänger RO1
und RO2 sind identisch. Wenn eine Spannung an sie angelegt wird,
wird ein Programm 60 aktiviert, welches auf einen Initiierungsvorgang
wartet.
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Der
Initiierungsvorgang wird durch ein besonderes Signal eingeleitet.
Dieses besteht aus einem zweimaligen völligen Abbruch der Netzspannung
in einem sehr kurzen Intervall, und dieses zweimalige Abschalten
wird vom Installateur mit Hilfe eines Ausschalters auf der elektrischen
Schalttafel ausgeführt.
Es kann sich aber auch um ein verlängertes Niederdrücken der
Taste 15 der Tastatur 11 im Befehlssender EO handeln,
wodurch das Senden eines besonderen Signals ausgelöst wird.
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Der
Initiierungsvorgang wird durch den Pfeil A1 wiedergegeben. Er wird
von den beiden Empfängern
RO1 und RO2 ermittelt. Die Ermittlung dieses Ereignisses A1 veranlasst
die Befehlsempfänger,
ein Programm 62 einzuleiten, welches in der Erwartung der
Ermittlung eines mechanischen Vorganges besteht. Dieses Programm
ist dazu eingerichtet, den Zustand des Detektors 41 zur
Ermittlung eines mechanischen Vorganges zu überprüfen oder aber Veränderungen
einer analogen Grösse
zu ermitteln, die vom Detektor gemessen wird.
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Das
Programm kann aber auch darin bestehen, die Drehung des Motors in
einer bestimmten Richtung zu starten, um mit Hilfe des beschriebenen Detektors
die Anwesenheit eines Hindernisses oder einer besonderen Belastung
im Verlaufe der Bewegung zu ermitteln.
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Der
Installateur nimmt danach eine mechanische Einwirkung, die vom Detektor
abgefühlt
werden kann, auf dem beweglichen Element der Installation vor, die
selektiv zu aktivieren ist.
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Dieser
Vorgang wird durch den Pfeil A2 veranschaulicht. Die Ermittlung
der mechanischen Einwirkung führt
zur Aktivierung eines Programms 64 im betreffenden Empfänger, der
dadurch in den Lernmodus umschaltet.
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Der
Installateur drückt
anschliessend die Taste 15 der Tastatur 11 seines
Befehlssenders, und dadurch wird ein Impulsrahmen gesendet, der
eine Information über
die Identität
des Senders enthält. Dieser
Impulsrahmen wird durch den Pfeil T1 wiedergegeben.
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Sämtliche
Empfänger
in der Reichweite des Befehlssenders empfangen dieses Signal mit
Hilfe eines Empfangsprogrammes 66, aber nur der zuvor durch
den Vorgang A2 angesprochene Empfänger aktiviert ein Programm 68 zur
Assimilierung der Identifizierungs-Information, das darin besteht,
dass diese Information in einem Speicher abgelegt wird. Dieses Programm
kann durch ein komplizierteres Verfahren zur Anpassung und zur dauerhaften
gemeinsamen Nutzung der Verbindung ersetzt werden, wobei eine bidirektionale
Kommunikation zwischen dem Befehlssender und dem angesprochenen
Befehlsempfänger
verwendet wird.
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Schliesslich
wird in sämtlichen
Empfängern ein
Programm 70 aktiviert, welches den Wartezustand eines mechanischen
Vorganges beendet. Dieses Programm kann durch die Beendigung des
Programmes 66 in denjenigen Empfängern automatisch ak tiviert
werden, welche nicht angesprochen wurden, und in dem angesprochenen
Empfänger
durch die Beendigung des Programmes 68.
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Es
ist ebenfalls möglich
vorzusehen, dass das Programm 70 durch eine Zeitverzögerung eingeleitet
wird, die mit dem Ereignis A1 beginnt, oder auch, dass das Programm
im einzigen angesprochenen Empfänger
durch die Beendigung des Programms 68 aktiviert wird, derart,
dass unmittelbar nach der ersten Anpassung eine Anpassung anderer Empfänger mit
anderen Sendern ermöglicht
wird, ohne dass ein erneutes Initiierungs-Ereignis erforderlich
ist.
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Es
ist ebenfalls möglich,
das Verfahren so einzurichten, dass die Programme 64 und 68 die Aussendung
eines sichtbaren oder anderen Signals von der angesprochenen Vorrichtung
bewirken, beispielsweise eine kurze Hin- und Herbewegung des beweglichen
Elements, um die Auswahl und die Anpassung des Empfängers zu
bestätigen.
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Eine
mögliche
Variante besteht darin, die Chronologie der Vorgänge T1 und A2 umzukehren: es
ist nämlich
möglich,
zunächst
den Identifizierungs-Impulsrahmen T1 zu übertragen und das Programm 66 in
sämtlichen
Empfängern
zu aktivieren. Danach wird ein mechanischer Vorgang A2 am beweglichen
Element des anzusprechenden Empfängers
ausgeführt,
wodurch die Programme 64 und 68 nacheinander ausgelöst werden.
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Bei
dieser Variante ist anzumerken, dass es bei der Auswahl der Ausführung des
Initiierungs-Ereignisses durch den Befehlssender und nicht durch ein
anderes Signal, beispielsweise ein doppeltes Ausschalten der Versorgungsspannung,
von Vorteil ist, die Vorgänge
A1 und T1 zu einem einzigen Schritt zu vereinigen: der als Initiierungssignal
ausgesen dete Impulsrahmen enthält
zusätzlich
die Identifizierungs-Information
des Senders.
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Das
Anpassungsverfahren kann an allen Befehlssendern und allen Befehlsempfängern ausgeführt werden,
die durch Funksignale miteinander kommunizieren, indem die gleiche
Frequenz oder das gleiche Kommunikationsprotokoll verwendet werden.
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Diese
Sender und Empfänger
können
so ausgelegt sein, dass sie bidirektional oder unidirektional miteinander
kommunizieren.