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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine medizinische Vorrichtung
zur Bestrahlung mit Teilchen und insbesondere eine medizinische
Vorrichtung zur Bestrahlung mit Teilchen, die dafür geeignet
ist, sich um den Patienten zu drehen und dabei den Patienten aus
einer gewünschten
Stellung in Umfangsrichtung mit Teilchenstrahlen zu bestrahlen.
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2. Beschreibung des Standes
der Technik
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Bei
der Strahlentherapie (Behandlung) von Krebs haben in den letzten
Jahren Teilchenstrahlen (z.B. Protonenstrahlen) Aufmerksamkeit erlangt,
da damit Krebs mit einer vergleichsweise geringen Schädigung der
normalen Zellen behandelt werden kann.
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In
der JP-A-11-47287 (im folgenden als "Dokument 1" bezeichnet) ist ein Beispiel für einen
rotierenden Bestrahlungsraum für
die Strahlentherapie mit Teilchenstrahlen beschrieben. Dieser rotierende Bestrahlungsraum
für die
Strahlentherapie weist einen halbzylindrischen Pfad mit einem ebenen
Boden am Ende von festen und mobilen Ringschienen auf, die einander
gegenüberliegend
mit der Bestrahlungseinheit dazwischen vorgesehen sind. Die in diesem Pfad
vorgesehene flexible, bewegliche Plattform wird synchron zur Drehung
der Bestrahlungseinheit bewegt. Der Antriebsmotor im rotierenden
Drehgerüst dreht
die mobile Ringschiene in die der Drehrichtung der Bestrahlungseinheit
entgegengesetzte Richtung genau so weit, wie sich die Bestrahlungseinheit dreht.
Dadurch bleibt die Positionsbeziehung zwischen den gegenüberliegenden
festen und mobilen Ringschienen erhalten, und es gibt auch bei einem sich
drehenden Drehgerüst
immer eine ebene Plattform für
den Zugang zum Therapiebett und zur Bestrahlungseinheit.
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Dabei
ist jedoch ein Antriebsmotor zum Drehen der mobilen Ringschiene
entgegengesetzt zur Drehung des Drehgerüsts und ein Neigungssensor zum
Erfassen der relativen Positionsbeziehung zwischen den halbzylindrischen
Durchgängen
an den festen und mobilen Ringschienen und auch eine Steuereinheit
zum Steuern erforderlich, wodurch der ganze Aufbau kompliziert wird.
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In
der JP-A-2001-129103 ("Dokument
2") ist daher ein
Beispiel für
einen rotierenden Bestrahlungsraum für die Teilchenstrahltherapie
beschrieben, bei dem dieses Problem berücksichtigt ist. Dieser rotierende
Bestrahlungsraum für
die Teilchenstrahltherapie weist eine feste Hülle und eine feste hüllenseitige
Führungsschiene
sowie eine rotierende hüllenseitige
Führungsschiene
auf und aktiviert mit motorbetriebenen Zylindern an der festen Hülle einen Sperrstab;
dieser Sperrstab greift bei einer Drehung des Drehgerüsts in Eingriffsöffnungen
in der rotierenden hüllenseitigen
Führungsschiene
ein. Während der
Drehung des Drehgerüsts
wird damit durch den Sperrstab eine Drehung der rotierenden hüllenseitigen
Führungsschiene
verhindert, wodurch es möglich
wird, die Positionsbeziehung zwischen den gegenüberliegenden festen und rotierenden
hüllenseitigen
Führungsschienen
zu erhalten und den Boden der sich bewegenden Plattform immer eben
zu halten. Es sind zwei motorbetriebene Zylinder und zwei Eingriffsöffnungen
vorgesehen; auf der Seite, auf der eine Drehung oder Teilchenbestrahlungseinheit
verhindert werden soll, wird der Sperrstab aus der Eingriffsöffnung herausgezogen
und in der Größe verringert,
während
auf der Seite, auf der eine Drehung nicht verhindert werden soll,
der Sperrstab in der Eingriffsöffnung
bleibt.
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Auch
wenn dabei der Antriebsmotor und der Neigungssensor des im "Dokument 1" beschriebenen Standes
der Technik nicht erforderlich sind, werden bei dem im "Dokument 2" beschriebenen Stand der
Technik Sperrstäbe,
motorbetätigte
Zylinder und eine Steuereinheit zum Vorschieben und Zurückziehen
des Sperrstabes mit einer Drehung der Teilchenbestrahlungseinheit
und zum Anbringen oder Abnehmen des Sperrstabes benötigt, so
daß sich
keine Vereinfachung des Aufbaus ergibt.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine medizinische Vorrichtung
zur Bestrahlung mit Teilchen zu schaffen, die einen vereinfachten
Aufbau aufweist und die unabhängig
von der Position der Teilchenstrahlen emittierenden Bestrahlungseinheit immer
die Ausbildung einer im wesentlichen ebenen Zugangsplattform ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Anti-Mitdreheinheit gelöst, die sowohl mit einem ersten
Rahmen, der sich in einem Drehgerüst befindet und der davon derart
gehalten wird, daß er
sich relativ zu dem Drehgerüst
drehen kann, als auch mit einem zweiten Rahmen in Kontakt steht,
der fest gegenüber
dem ersten Rahmen angeordnet ist, und die verhindert, daß sich der
erste Rahmen bei einer Drehung des Drehgerüsts mit dem Drehgerüst dreht.
Die zwischen dem ersten und dem zweiten Rahmen angeordnete flexible
bewegliche Plattform steht mit dem ersten und dem zweiten Rahmen
derart in Eingriff, daß sie sich
frei derart bewegen kann, daß ihr
Boden im wesentlichen eben ist, so daß ein Teilchenbestrahlungsraum
entsteht, in den ein Therapiebett geschoben werden kann und der
sich bei einer Drehung des Drehgerüsts bewegt.
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Da
die Anti-Mitdreheinheit mit dem ersten Rahmen, der derart im Drehgerüst angeordnet
ist, daß er
sich relativ zum Drehgerüst
drehen kann, und dem zweiten feststehenden Rahmen in Kontakt steht,
kann die mit dem zweiten Rahmen in Kontakt stehende Anti-Mitdreheinheit
auch dann eine Drehung des ersten Rahmens verhindern, wenn der erste
Rahmen versucht, sich bei einer Drehung des Drehgerüsts mit
dem Drehgerüst
zu drehen. Die Positionen des ersten und des zweiten Rahmens, die sich
gegenüberliegen,
bleiben daher im wesentlichen unverändert, auch wenn sich das Drehgerüst dreht. Folglich
ist es möglich,
daß die
flexible bewegliche Plattform unabhängig von der Position der Teilchenstrahlen
emittierenden Bestrahlungseinheit immer eine im wesentlichen ebene
Zugangsplattform bildet.
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Da
sich die Anti-Mitdreheinheit am Drehgerüst befindet, bewegt sie sich
bei einer Drehung des Drehgerüsts
in der Drehrichtung des Drehgerüsts. Bei
der vorliegenden Erfindung ist dazu kein Antriebsmotor wie beim "Dokument 1" zum Drehen des mobilen
Rings entgegengesetzt zur Drehrichtung des Drehgerüsts erforderlich
und auch keine Antriebseinheit für
die Anti-Mitdreheinheit in der Art der motorbetriebenen Zylinder
der "Druckschrift
2" zum Bewegen des
Sperrstabes. Bei der vorliegenden Erfindung ist überhaupt keine besondere Antriebseinheit
für die Anti-Mitdreheinheit
und daher auch keine Steuereinheit für diese Antriebseinheit erforderlich,
wodurch der Aufbau einfacher wird.
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Es
ist auch möglich,
die Anti-Mitdreheinheit an der Bestrahlungseinheit anzuordnen, die
sich zusammen mit dem Drehgerüst
dreht und Teilchenstrahlen aussendet. Eine Anordnung der Anti-Mitdreheinheit
an der Bestrahlungseinheit heißt,
daß die Anti-Mitdreheinheit
beim Drehgerüst
liegt, auch wenn sie nicht direkt am Drehgerüst angeordnet ist.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Obige
und weitere Aufgaben, Aspekte, Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung gehen noch besser aus der folgenden genauen Beschreibung
in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen hervor. Es zeigen:
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1 den
schematischen Aufbau einer medizinischen Vorrichtung zur Teilchenbestrahlung,
die eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist;
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2 eine
perspektivische Ansicht eines Drehgerüsts, wie es bei der medizinischen
Vorrichtung zur Teilchenbestrahlung der 1 verwendet wird;
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3 einen
Querschnitt durch den Aufbau eines Bestrahlungsraums für eine Teilchenstrahltherapie
im Drehgerüst
der 2; wobei die 3 eine Schnittansicht
längs der
Linie IV-IV der 5 ist;
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4 einen
schematischen Längsschnitt durch
den Gesamtaufbau des Bestrahlungsraums für eine Teilchenstrahltherapie
im Drehgerüst
der 2;
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5 einen
Längsschnitt
zur Darstellung des genauen Aufbaus der Hauptteile des Bestrahlungsraums
für eine
Teilchenstrahltherapie der 4;
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6 eine
Schnittansicht längs
der Linie V-V in der 4;
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7 eine
vergrößerte Schnittansicht
des Bereichs A in der 5, die den Aufbau der Halterung
an den beiden Enden einer sich bewegenden Plattform darstellt;
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8A und 8B den
Aufbau der Förderkette
in der 7, wobei die 8A eine
Aufsicht und die 8B eine Seitenansicht ist;
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9 einen
Längsschnitt
zur Darstellung des genauen Aufbaus der Hauptteile eines Bestrahlungsraums
für eine
Teilchenstrahltherapie, der bei einer medizinischen Vorrichtung
zur Teilchenbestrahlung Verwendung findet, die eine weitere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist;
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10 einen
Querschnitt durch den Bestrahlungsraum für eine Teilchenstrahltherapie
der 9;
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11 eine
vergrößerte Schnittansicht
des Bereichs A' der 9,
die den Aufbau der Halterung an den beiden Enden eines Anti-Mitdrehmechanismus
darstellt; und
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12 eine
vergrößerte Schnittansicht
des Bereichs B' der 9,
die den Aufbau der Halterung an den beiden Enden der sich bewegenden
Plattform darstellt.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Mit
Bezug zu den Zeichnungen wird nun eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung beschrieben.
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Diese
Ausführungsform
einer medizinischen Vorrichtung zur Teilchenbestrahlung wird anhand
der 1 und 2 beschrieben. Die Ausführungsform der
medizinischen Vorrichtung zur Teilchenbestrahlung wird mit 40 bezeichnet
und umfaßt
eine Einheit 41 zur Erzeugung eines geladenen Teilchenstrahls und
ein Drehgerüst 1.
Die Einheit 41 zur Erzeugung eines geladenen Teilchenstrahls
(Teilchenstrahl-Erzeugungseinheit) umfaßt eine nicht gezeigte Ionenquelle,
einen Vorbeschleuniger 42 und ein Synchrotron 43.
Die in der Ionenquelle erzeugten Ionen (z.B. Wasserstoffionen (oder
Kohlenstoffionen)) werden vom Vorbeschleuniger 42 (z.B.
einem Linearbeschleuniger) beschleunigt. Der vom Vorbeschleuniger 42 abgegebene
Ionenstrahl tritt in das Synchrotron 43 ein. Der geladene
Teilchenstrahl wird im Synchrotron 43 durch die von einer
Hochfrequenz-Beschleunigungseinheit 44 erzeugte Hochfrequenzenergie
beschleunigt. Nachdem die Energie des im Synchrotron 43 umlaufenden
Ionenstrahls auf die vorgegebene Energie (normalerweise 100 bis
200 MeV) angehoben wurde, wird durch eine Hochfrequenz-Anlegeeinheit
zur Emission 45 an den Ionenstrahl eine Hochfrequenz angelegt.
Der innerhalb einer Stabilitätsgrenze
umlaufende Ionenstrahl bewegt sich durch die angelegte Hochfrequenz über die
Stabilitätsgrenze,
passiert einen Emissionsdeflektor 50 und wird aus dem Synchrotron 43 abgegeben.
Zum Zeitpunkt der Strahlemission werden die an Elektromagneten wie
einen Quadrupol-Elektromagnet 46 und einen Polarisations-Elektromagnet 47 angelegten
Ströme
auf einem vorgegebenen Wert gehalten, so daß die Stabilitätsgrenze
nahezu konstant bleibt. Beim Beenden des Anlegens von Hochfrequenz durch
die Hochfrequenz-Anlegeeinheit 45 wird die Emission des
Ionenstrahls aus dem Synchrotron 43 beendet.
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Der
vom Synchrotron 43 abgegebene Ionenstrahl erreicht über ein
Strahltransfersystem 49 eine Teilchen-Bestrahlungseinheit
(Bestrahlungsdüse) 4. Der
betroffene Bereich (vom Krebs betroffene Bereich) eines Patienten 8 auf
einem Therapiebett 59 wird mit dem Ionenstrahl aus der
Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 bestrahlt. Die Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 erzeugt
einen Ionenstrahl, der für
die Teilchenstrahltherapie die optimale Dosisverteilung bildet.
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Das
Drehgerüst 1 umfaßt eine
drehbare Hülle
(ein Drehelement) 3 mit einer im wesentlichen zylindrischen
Form mit einem Frontring 2 und einem nicht gezeigten Motor
(einer Dreheinheit) zum Drehen der drehbaren Hülle 3. Der an einem
Ende der drehbaren Hülle 3 vorgesehene
Frontring 2 ist auf einer Anzahl von drehbaren Stützrollen 6 abgestützt. Diese
Stützrollen 6 sind
an einer Basiseinheit 10 angebracht, die in einem Anbrin gungsbereich
(Gebäudefundament) 9 für das Drehgerüst derart
angeordnet ist, daß sich
die Rollen drehen können,
wie es in der 3 gezeigt ist. Es ist zwar nicht
dargestellt, der am anderen Ende der drehbaren Hülle 3 angebrachte andere
Ring (dessen Außendurchmesser
gleich dem des Frontrings 2 ist) wird ebenfalls von einer
Anzahl von Stützrollen 6 abgestützt, die
derart an einer anderen Basiseinheit 10 angebracht sind,
daß sie
sich frei drehen können.
Eine Strahltransfereinheit 5 in der Form eines umgekehrten
U's, die Teil des
Strahltransfersystems 49 ist, und die Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 sind
an der drehbaren Hülle 3 angebracht
und drehen sich mit dem Drehgerüst 1.
Die Strahltransfereinheit 5 weist Elektromagnete wie die Polarisations-Elektromagneten 51 und 52 auf.
In der drehbaren Hülle 3 befindet
sich ein Therapieraum 34.
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Die
medizinische Vorrichtung 40 zur Bestrahlung mit Teilchen
weist einen Bestrahlungsraum 55 für die Teilchenstrahltherapie
auf, der sich in der drehbaren Hülle 3 des
Drehgerüsts 1 befindet.
Der genaue Aufbau des Bestrahlungsraums 55 für die Teilchenstrahltherapie
wird unter Bezug zu den 4 und 5 beschrieben.
Der Bestrahlungsraum 55 für die Teilchenstrahltherapie
umfaßt
einen festen ringförmigen
Rahmen (ein Ringelement) 15, einen ringförmigen Rahmen 16,
eine bewegliche Plattform 17 und einen Anti-Mitdrehmechanismus (eine
Rahmenpositionshalteeinheit, Positionshalteeinheit) 34.
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Der
ringförmige
Rahmen 15 ist an der Seite des Frontrings 2 der
drehbaren Hülle 3 vorgesehen und
an einer Basis 18 befestigt, die im Drehgerüst-Anbringungsbereich 9 angebracht
ist. Der ringförmige
Rahmen 16 ist an der anderen Seite der drehbaren Hülle 3 vorgesehen
und befindet sich über einem
Pfad der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 vom ringförmigen Rahmen 15.
Der ringförmige
Rahmen 16 ist an einer Anzahl von Stützrollen 20 abgestützt, die
an einem Stützrahmen 19 angebracht
sind, der an der Innenseite der drehbaren Hülle 3 derart befestigt
ist, daß sich
die Rollen frei drehen können.
Das heißt,
daß sich
der ringförmige
Rahmen 16 aufgrund der Stützrollen 20 relativ
zum Drehgerüst
frei drehen kann. Die ringförmigen
Rahmen 15 und 16 umfassen auf ihren gegenüberliegenden
Seiten Ringführungsabschnitte 15A und 16A,
in denen Führungsnuten
für einen
ebenen Boden und eine kreisförmige
Oberseite ausgebildet sind. Die Führungsnuten sind als Folge
ihrer ebenen und kreisförmigen
Abschnitte halbkreisförmig.
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Die
bewegliche Plattform 17 weist wie in der 6 gezeigt
einen flexiblen Aufbau mit einer Anzahl von Platten 24 auf,
bei dem benachbarte Platten 24 miteinander über nicht
gezeigte Gelenke verbunden sind. Jede der Platten 24 ist
so angeordnet, daß sie zum
Rotationsmittelpunkt des Drehgerüsts 1 weist. Die
bewegliche Plattform 17 besitzt ausreichend Steifigkeit,
um sich nicht zu verformen, auch wenn ein Arzt 13 oder
jemand anders auf ihr arbeiten. Das eine Ende der beweglichen Plattform 17 steht
mit der Führungsnut
des Ringführungsabschnitts 15A in
Eingriff und das andere Ende davon mit der Führungsnut des Ringführungsabschnitts 16A.
Die Art dieses Eingriffs wird anhand der 7 beschrieben.
Jede der Platten 24 ist etwas kürzer als der Abstand zwischen den
gegenüberliegenden
Seiten der Ringführungsabschnitte 15A und 16A.
An jedem Ende der Platten 24 befindet sich ein Rad 25.
Die Räder 25,
die sich jeweils an dem dem ringförmigen Rahmen 16 gegenüberliegenden
Ende der Platten 24 befinden, läuft in einer Führungsnut 56,
die im Ringführungsabschnitt 16A ausgebildet
ist. Es ist zwar nicht gezeigt, die Räder 25 an dem dem
ringförmigen
Rahmen 15 gegenüberliegenden
Ende der Platten 24 laufen jedoch alle in der Führungsnut 56,
die im Ringführungsabschnitt 15A ausgebildet
ist. An dem zum ringförmigen
Rahmen 16 weisenden Ende jeder der Platten 24 ist
außerdem
ein seitliches Rad 26 angebracht, das sich beim Kontakt
mit der Seite des Ringführungsabschnitts 16A dreht.
Es ist zwar nicht gezeigt, das seitliche Rad 26, das sich
beim Kontakt mit der Seite des Ringführungsabschnitts 15A dreht,
ist jedoch an dem Ende der Platten 24 angebracht, das dem
ringförmigen
Rahmen 15 gegenüberliegt.
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Jedes
der Umfangsenden der beweglichen Plattform 17 ist darüberhinaus über einen
Teleskopzylinder 60 und einen Stift 61 mit der
Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 verbunden, wobei der an
der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 angebrachte Stift 61 den Zylinder 60 so
damit verbindet, daß eine
freie Drehbewegung möglich
ist. Außerdem
wird der Stift 61 durch ein Basishalteelement 62 von
der drehbaren Hülle 3 gehalten.
Dadurch ist es möglich,
die Umfangsposition der beweglichen Plattform 17 mittels des
Ausfahrens und Zurückziehens
(Aus/Ein des Stangenabschnitts) des Zylinders 60 zu steuern.
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Wenn
das Drehgerüst 1 von
einem Motor gedreht wird, bewegt sich auch die Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 in
der gleichen Drehrichtung. Die bewegliche Plattform 17,
die durch den Stift 61 und den Zylinder 60 mit
der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 verbunden ist, bewegt
sich ebenfalls in dieser Drehrichtung, da sie von dem mit der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 verbundenen
Zylinder 60 mitgezogen wird. Die Bewegung der Plattform 17 erfolgt
aufgrund der Räder 25 an
jeder der Platten 24 weich längs den Führungsnuten 56 der
Ringführungsabschnitte 15A und 16A.
Die Bewegung der beweglichen Plattform 17 längs des
kreisförmigen
Abschnitts und vom ebenen zum kreisförmigen Abschnitt (oder vom
kreisförmigen
zum ebenen Abschnitt) jeder der Führungsnuten 56 erfolgt
ebenfalls weich, da die einzelnen Platten 24 der beweglichen
Plattform 17 mit nicht gezeigten, flexiblen Gelenken verbunden
sind.
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Die
mit den Ringführungsabschnitten 15A und 16A in
Eingriff stehende bewegliche Plattform 17 bildet aufgrund
des ebenen Abschnitts der Führungsnuten 56 am
Boden der ringförmigen
Rahmen 15 und 16 einen ebenen Plattformabschnitt 57 aus
und auf der Oberseite der ringförmigen
Rahmen 15 und 16 aufgrund des kreisförmigen Abschnitts
der Führungsnuten 56 einen
kreisförmigen
Wandabschnitt 58. Der Therapieraum 14 befindet
sich innerhalb der beweglichen Plattform 17. Das Therapiebett 59 wird
in den Therapieraum 14 geschoben, wenn von der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 ein
Ionenstrahl emittiert wird. Eine Therapiebühne 7 mit dem Therapiebett
ist auf der Oberseite eines Therapiebühnen-Anbringungsbereiches 11 angeordnet,
der eine Stufe höher liegt
als der Drehgerüst-Anbringungsbereich 9,
wie es in der 4 gezeigt ist. Die Therapiebühne 7 ist angebracht.
Die Therapiebühne 7 umfaßt des weiteren
eine Antriebseinheit (Bettantriebseinrichtung) 12. Das
Therapiebett 59 wird von der Antriebseinheit (Bettantriebseinrichtung) 12 in
den Therapieraum 14 hinein und daraus heraus bewegt. Wenn
das Therapiebett 59 sich im The rapieraum 14 befindet,
wird die Höhenposition
des Therapiebetts 59 von der Antriebseinheit 12 so
eingestellt, daß sich
der Patient 8 auf dem Therapiebett 59 oder der
Therapiebühne 7 im
Mittelpunkt k der Rotation des Drehgerüsts 1 befindet. Das
Therapiebett 59 wird außerdem von der Antriebseinheit 12 so
positioniert, daß der
betroffene Bereich (der mit dem Ionenstrahl bestrahlt werden soll)
des Patienten 8 sich auf der Linie der verlängerten
Achse der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 befindet. Dadurch
kann der betroffene Bereich des Patienten 8 mit den von
der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 emittierten Ionenstrahlen
bestrahlt werden. Da sich bei einer Drehung des Drehgerüsts 1 die
bewegliche Plattform 17 in der Richtung bewegt, in die
sich auch die Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 bewegt, ist
es möglich,
den betroffenen Bereich des Patienten 8 in der Umfangsrichtung
der drehbaren Hülle 3 in
einem Bereich von 360 Grad mit dem Ionenstrahl zu bestrahlen.
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Die
Bodenebene des Drehgerüst-Anbringungsbereichs 9 befindet
sich eine Stufe tiefer, um einen ausreichenden Rotationsradius für das Drehgerüst 1 sicherzustellen.
Im Gegensatz dazu befindet sich die Oberseite des Therapiebühnen-Anbringungsbereichs 11 auf
nahezu der gleichen Höhe
wie die Oberseite des ebenen Bodenabschnitts 57, damit ein
Arzt 13 (oder ein Medizintechniker oder eine Krankenschwester)
Zugang zum ebenen Plattformabschnitt 57 hat. Aus diesem
Grund beträgt
der Höhenunterschied ΔH (1 und 2)
zwischen den Oberseiten des Drehgerüst-Anbringungsbereichs 9 und
des Therapiebühnen-Anbringungsbereichs 11 normalerweise
6 bis 8 m. Da der ebene Plattformabschnitt 57 ausgebildet
wird, kann durch Betreten des Therapieraums 14 der Arzt 13 oder
jemand anders schnell und sicher den Patienten 8 auf dem
Therapiebett 59 medizinisch versorgen, das in den Therapieraum 14 eingefahren
wurde, der sich 6 bis 8 m über
dem Drehgerüst-Anbringungsbereich 9 befindet,
und zwar sowohl vor als auch nach der Bestrahlung mit dem Ionenstrahl.
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Die
bewegliche Plattform 17, die mit den Ringführungsabschnitten 15A und 16A in
Eingriff steht, bildet den ebenen Bodenabschnitt 57, den
der Arzt 13 (oder ein Medizintechniker oder eine Krankenschwester)
betreten kann, und bildet den Therapieraum 14 aus, der
gegenüber
den umgebenden Bereichen einen abgeschlossenen Raum darstellt. Dieser
geschlossene Therapieraum 14 verhindert, daß der Patient 8 auf
dem Therapiebett 59 sich vor der Höhe fürchten muß.
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Der
an der beweglichen Plattform 17 angebrachte Zylinder 60 ist
der in der JP-A-2001-353228 beschriebene
Antriebszylinder. Der Antriebszylinder wird so gesteuert, daß er entsprechend
dem Drehwinkel der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 (mit
anderen Worten dem Drehwinkel des Drehgerüsts 1) ausgefahren
oder eingefahren wird. Die bewegliche Plattform 17 ist
daher trotz ihrer Verringerung der Größe unabhängig vom Drehwinkel der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 niemals
zu kurz, so daß in
der Nähe
des Therapiebetts 59 immer ein ebener Plattformabschnitt 57 vorhanden
ist, der betreten werden kann.
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Das
Hauptmerkmal der vorliegenden Ausführungsform ist das Vorhandensein
des Anti-Mitdrehmechanismusses 34, der sich um seine Achse dreht,
während
er mit den radial äußeren Abschnitten der
ringförmigen
Rahmen 15 und 16 bei der Drehung des Drehgerüsts 1 in
Eingriff (in Kontakt) steht und so die Positionen der einander gegenüberliegenden ringförmigen Rahmen 15 und 16 durch
Drehen mit dem Drehgerüst 1 im
wesentlichen festhält.
Der Anti-Mitdrehmechanismus 34 weist eine Verbindungswelle
(ein Wellenelement) 36, die in Lagern 35 gelagert
ist, die derart an der Innenseite der drehbaren Hülle des
Drehgerüsts 1 angeordnet
sind, daß eine freie
Rotation (eine Rotation um ihre Achse) möglich ist, und Kettenräder 37 und 38 als
Drehelemente auf, die jeweils an einem Ende der Verbindungswelle 36 angebracht
sind, wie es in den 5 und 7 gezeigt
ist. Der Anti-Mitdrehmechanismus 34 ist
in der Umfangsrichtung der drehbaren Hülle 3 an wenigstens
einer Stelle (vorzugsweise an mehreren Stellen) angebracht. Der
Anti-Mitdrehmechanismus 34 ist in einem Abstand von der
Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 in der Umfangsrichtung der
drehbaren Hülle 3 derart
an ihrer Innenseite angeordnet, daß er sich drehen kann.
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An
den radial äußeren Oberflächen der
Ringführungsabschnitte 15A und 16A sind
Förderketten (Endlosketten) 28 angebracht,
die als unebene Abschnitte dienen. Die genaue Struktur der Förderketten 28 ist
in den 8A und 8B gezeigt.
Jede der Förderketten 28 ist
durch die abwechselnde Anordnung einer Anzahl von Kettengliedern 29 und
Kettengliedern 59, die durch Stifte 30 derart
gelenkig verbunden sind, daß sie
sich frei drehend bewegen können,
in einer endlosen Form ausgebildet. Jedes der Kettenglieder 29 ist
auf beiden Seiten mit einem Winkelabschnitt 31 mit einem
Schraubenloch 32 versehen. Die Kettenglieder 29 werden
durch das Anordnen von Befestigungsschrauben 33, die durch
die Schraubenlöcher 32 verlaufen,
am radial äußeren Abschnitt
des Ringführungsabschnitts 16A an
der radial äußeren Oberfläche des
Ringführungsabschnitts 16A angebracht.
Wenn alle Kettenglieder 29 an der radial äußeren Oberfläche des
Ringführungsabschnitts 16A angebracht
sind, befindet sich eine der Förderketten 28 an
der radial äußeren Oberfläche des
Ringführungsabschnitts 16A,
wie es in der 7 gezeigt ist. Die andere Förderkette 28 ist
auf die gleiche Weise an der radial äußeren Oberfläche des Ringführungsabschnitts 15A angebracht.
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Das
Kettenrad 37 des Anti-Mitdrehmechanismusses 34 greift
in die Förderkette 28 ein,
die an der radial äußeren Oberfläche des
Ringführungsabschnitts 15A angebracht
ist. Das andere Kettenrad 38 des Anti-Mitdrehmechanismusses 34 greift
in die Förderkette 28 ein,
die an der radial äußeren Oberfläche des
Ringführungsabschnitts 16A angebracht
ist. Mit anderen Worten steht das Kettenrad 37 mit der Förderkette 28 am
Ringführungsabschnitt 15A in Kontakt,
während
das Kettenrad 38 mit der Förderkette 28 am Ringführungsabschnitt 16A in
Kontakt steht.
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Die
Kettenräder 37 und 38 weisen
beide die gleiche Anzahl von Zähnen
auf, und ihr Zahnabstand ist gleich. Die Förderketten 28 an den
Ringführungsabschnitten 15A und 16A weisen
beide die gleiche Anzahl von Kettengliedern 29 und 59 auf,
und der Abstand der Stifte 30 ist gleich. Das Rotationszentrum m
der Verbindungswelle 36 (der Achse der Kettenräder 37 und 38)
ist zum Rotationszentrum k des Drehgerüsts 1 (= der Achse
der ringförmigen
Rahmen 15 und 16) parallel. Mit anderen Worten
ist der Abstand von der Achse des Kettenrads 37 zur Achse
des ringförmigen
Rahmens 15 gleich dem Abstand der Achse des Kettenrades 38 zur
Achse des ringförmigen
Rahmens 16. Dadurch kann der Anti-Mitdrehmechanismus 34 als
Positionshalteeinheit dienen, die die Positionen der einander gegenüberliegenden
ringförmigen
Rahmen 15 und 16 im wesentlichen konstant hält.
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
ist die eine der Förderketten 28 über den
Ringführungsabschnitt 15A indirekt
am ringförmigen
Rahmen 15 angebracht, während
die andere Förderkette 28 über den
Ringführungsabschnitt 16A indirekt
am ringförmigen
Rahmen 16 angebracht ist. Es kann jedoch auch die eine
der Förderketten 28 direkt
an der radial äußeren Oberfläche des
ringförmigen
Rahmens 15 angebracht sein, an der die Führungsnut 56 ausgebildet
ist, während
die andere Förderkette 28 direkt
an der radial äußeren Oberfläche des
ringförmigen
Rahmens 16 angebracht ist, an der die Führungsnut 56 ausgebildet
ist. Sowohl die indirekte als auch die direkte Anbringung stellt
jedoch nichts anderes als die Ausbildung von passenden Gegenstücken an
den ringförmigen
Rahmen 15 und 16 dar, in die ein Paar von Drehelementen
eingreift, das am Anti-Mitdrehmechanismus 34 angeordnet
ist.
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Es
wird nun die Arbeitsweise und Funktion der vorliegenden Ausführungsform
beschrieben.
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Das
Drehgerüst 1 kann
durch Ansteuern eines Drehgerüstmotors
in Drehung versetzt werden. Die Drehung des Drehgerüsts 1 wird
beendet, wenn die Einstrahlrichtung des Ionenstrahls, die vom Therapieprogramm
für den
Patienten 8 vorgegeben wird, mit der Achse der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 zusammenfällt. Dann
wird das Therapiebett 59, auf dem der Patient 9 liegt,
derart in den Therapieraum 14 geschoben, daß der betroffene
Bereich des Patienten 8 auf der Linie liegt, die sich von
der Achse der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 weg erstreckt.
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Wenn
sich das Drehgerüst 1 dreht,
dreht sich auch die drehbare Hülle 3.
Da der ringförmige
Rahmen 16 derart von den Stützrollen 20 gehalten
wird, daß er
sich frei drehen kann, versucht aufgrund der Reibung an den Stützrollen 20 und
so weiter auch der ringförmige
Rahmen 16, sich mit der Drehung der drehbaren Hülle 3 mitzudrehen.
Dieses Phänomen wird
Mitdrehen genannt. Da sich auch die bewegliche Plattform 17 in
der Führungsnut 56 des
Ringführungsabschnitts 16A aufgrund
der Bewegung der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 durch
die Drehung der drehbaren Hülle 3 bewegt,
wird der Mitdreheffekt des ringförmigen
Rahmens 16 aufgrund der Kontaktreibung und so weiter der
sich bewegenden Plattform 17 weiter verstärkt. Der
ringförmige
Rahmen 15 dreht sich jedoch nicht mit, da er an der Basis 18 befestigt
ist.
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Durch
den Anti-Mitdrehmechanismus 34 der vorliegenden Ausführungsform
wird der ringförmige Rahmen 16 jedoch
daran gehindert, sich zusammen mit dem rotierenden Drehgerüst 1 zu
drehen. Der Grund dafür
wird im folgenden geschildert.
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Der
Anti-Mitdrehmechanismus 34 ist über die Lager 35 an
der drehbaren Hülle 3 befestigt,
und da die Kettenräder 37 und 38 in
die Förderketten 28 eingreifen,
die an den Ringführungsabschnitten 15A und 16A angebracht
sind, bewegt sich der Anti-Mitdreh mechanismus 34 in der
Drehrichtung der drehbaren Hülle 3 (der
Bewegungsrichtung der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4),
während
er um seine Achse rotiert, wenn sich die drehbare Hülle 3 dreht. Die
Bewegung des Anti-Mitdrehmechanismusses 34 in der Drehrichtung
der drehbaren Hülle 3 (der
Bewegungsrichtung der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4) ist eine
Drehung des Anti-Mitdrehmechanismusses 34 längs der
radial äußeren Abschnitte
der Ringführungsabschnitte 15A und 16A.
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Da
das Kettenrad 37 in die Förderkette 28 am feststehenden
Ringführungsabschnitt 15A eingreift,
verhindert das Kettenrad 38, das über die Verbindungswelle 36 mit
dem Kettenrad 37 befestigt ist, dadurch, daß sich der
Ringführungsabschnitt 16A, das
heißt
der ringförmige
Rahmen 16, bei der Drehung des Anti-Mitdrehmechanismusses 34 dreht, daß es in
die Förderkette 28 am
Ringführungsabschnitt 16A eingreift.
Die Verhinderung der Drehung des ringförmigen Rahmens 16 durch
den Anti-Mitdrehmechanismus 34 wird durch die Drehung des Anti-Mitdrehmechanismusses 34 aktiviert.
Der ringförmige
Rahmen 16 dreht sich daher nicht und steht auch dann still,
wenn das Drehgerüst 1 rotiert.
Bei der vorliegenden Ausführungsform
bleiben die Positionen der einander gegenüberliegenden ringförmigen Rahmen 15 und 16 im
wesentlichen unverändert, auch
wenn sich die drehbare Hülle 3,
das heißt
das Drehgerüst 1 dreht.
Obwohl die Drehung des Drehgerüsts 1 eine
Bewegung der beweglichen Plattform 17 längs der Führungsnuten 56 des
Ringführungsabschnitts 15A und 16A zur
Folge hat, bleibt der ebene Bodenabschnitt 57 unter den
ringförmigen
Rahmen 15 und 16 im wesentlichen immer eben, da
die Positionen der einander gegenüberliegenden ringförmigen Rahmen 15 und 16 im
wesentlichen unverändert bleiben.
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Es
ist daher immer ein sicherer Arbeitsraum für die Ausführung von medizinischen Arbeiten
durch den Arzt 13 oder durch andere auf dem ebenen Bodenabschnitt 57 neben
dem Therapiebett 59 im Therapieraum 14 sichergestellt.
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Wie
bereits erwähnt
kann die drehbare Hülle 3,
das heißt
das Drehgerüst 1,
um den ringförmigen Rahmen 16 rotieren,
auch wenn dieser im wesentlichen immer stillsteht, da der ringförmige Rahmen 16 über die
Stützrollen 6 relativ
zur drehbaren Hülle 3 drehbar
an dieser angebracht ist.
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Wenn
sich der ringförmige
Rahmen 16 mitdreht, verändern
sich die Positionen der einander gegenüberliegenden ringförmigen Rahmen 15 und 16, wodurch
die bewegliche Plattform 17 aufgrund der Verdrehung möglicherweise
beschädigt
wird und sich unter dem Ringführungsabschnitt 16A kein
ebener Abschnitt der beweglichen Plattform 17 ausbilden kann.
Die medizinische Vorrichtung 40 zur Bestrahlung mit Teilchen,
die mit dem Anti-Mitdrehmechanismus 34 versehen
ist, weist dieses Problem nicht auf.
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Da
die Verbindungswelle 36 über zwei Lager 35 an
der Innenseite der drehbaren Hülle 3 angebracht
ist, bewegt sich der Anti-Mitdrehmechanismus 34 synchron
mit der drehbaren Hülle 3 in
der Drehrichtung der drehbaren Hülle 3,
und die Kontaktstelle zwischen dem Kettenrad 38 und dem
ringförmigen Rahmen 16,
genauer die Kontaktstelle zwischen dem Kettenrad 38 und
der Förderkette 28 an
der radial äußeren Oberfläche des
ring förmigen
Rahmens 16 bewegt sich in dieser Rotationsrichtung weiter,
wenn die Rotation des ringförmigen
Rahmens 16 wie beschrieben verhindert wird. Der Anti-Mitdrehmechanismus 34 und
die Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 bewegen sich bei der
Drehung der drehbaren Hülle 3 in
dieser Rotationsrichtung, während
der vorgegebene Abstand zwischen ihnen in der Umfangsrichtung der drehbaren
Hülle 3 konstant
gehalten wird. Nach dem "Dokument
2" ist es erforderlich,
den Sperrstab auszufahren oder einzuziehen, da bei einer Bewegung des
Drehgerüsts
die Teilchen-Bestrahlungseinheit mit dem Sperrstab in Konflikt gerät. Bei der
vorliegenden Ausführungsform
wird die Bewegung der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 in
keiner Weise vom Anti-Mitdrehmechanismus 34 behindert.
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
ist kein Antriebsmotor wie im "Dokument
1" erforderlich, der
die mobile Ringschiene in der zur Drehrichtung der Bestrahlungseinheit
entgegengesetzten Richtung genau so weit dreht wie die Bestrahlungseinheit, und
auch keine Antriebseinheit für
die Anti-Mitdrehmechanismus, ein Äquivalent für den motorbetriebenen Zylinder
aus "Dokument 2", der den Sperrstab bewegt.
Es ist auch keine Steuereinheit für eine Antriebseinheit erforderlich.
Bei der vorliegenden Ausführungsform
ist es möglich,
ein Drehen des ringförmigen
Rahmens 16 zusammen mit dem Drehgerüst 1 mit einfachen
Mitteln zu verhindern, die keine eigene Antriebseinheit erfordern.
Es werden nur die beiden Kettenräder 37 und 38,
die über
die Verbindungswelle 36 verbunden sind, am Drehgerüst 1 angebracht
und die Förderketten
an den ringförmigen Rahmen 15 und 16.
Der Bestrahlungsraum 55 für die Teilchenstrahltherapie
kann damit einfach aufgebaut werden, so daß die Ausgestaltung der medizinischen Vorrichtung 40 zum
Bestrahlen mit Teilchen einfacher wird.
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
wird eine Drehung des ringförmigen
Rahmens 16, der sich relativ zum Drehgerüst 1 drehen
kann, durch ein Element verhindert, das mit dem feststehenden ringförmigen Rahmen 15 in
Eingriff steht. Da das Element eine 360-Grad-Bewegung der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 in
der Umfangsrichtung der drehbaren Hülle 3 verhindert,
wird ein Aufbau vorgesehen, der es dem Element erlaubt, sich dadurch
zusammen mit der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 in der
Drehrichtung des Drehgerüsts 1 zu
bewegen, daß das
Element an der drehbaren Hülle 3,
das heißt
an dem Drehgerüst 1 angebracht
wird.
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Anhand
der 9, 10, 11 und 12 wird
eine andere Ausführungsform
der medizinischen Vorrichtung zur Bestrahlung mit Teilchen beschrieben.
Diese Ausführungsform
einer medizinischen Vorrichtung 40A zur Bestrahlung mit
Teilchen hat einen Aufbau, bei dem der Bestrahlungsraum 55 für die Teilchenstrahltherapie
durch den Bestrahlungsraum 55A für die Teilchenstrahltherapie
ersetzt ist. Diejenigen Ausgestaltungen des Bestrahlungsraums 55A,
die mit denen des Bestrahlungsraums 55 identisch sind,
sind mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Es werden nur die
Bereiche beschrieben, die sich vom Aufbau des Bestrahlungsraums 55 für die Teilchenstrahltherapie
unterscheiden.
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Bei
dem Bestrahlungsraum 55A für die Teilchenstrahltherapie
ist an der radial äußeren Oberfläche des
Ringführungsabschnitts 16A mit
Schrauben 40 ein zylindrischer Ket tenanbringungsabschnitt 16Aa angebracht
(11 und 12). Die
Förderkette 28 ist
an der radial inneren Oberfläche
des Kettenanbringungsabschnitts 16Aa befestigt. Die Befestigung
der Förderkette 28 an
der radial inneren Oberfläche
des Kettenanbringungsabschnitts 16Aa erfolgt wie beim Bestrahlungsraum 55 mit
den Winkelabschnitten 31. Die Förderkette 28 ist am
Ringführungsabschnitt 15A durch
Anbringen an der radial inneren Oberfläche eines zylindrischen Kettenanbringungsabschnitts 16Aa befestigt,
der an der radial äußeren Oberfläche des
Ringführungsabschnitts 15A vorgesehen
ist.
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Der
Anti-Mitdrehmechanismus 34 umfaßt die beiden Kettenräder 37 und 38,
die über
die Verbindungswelle 36 verbunden sind, und ist an der
Innenseite der drehbaren Hülle 3 vorgesehen
(das heißt, die
Verbindungswelle 36 wird von zwei Lagern 35 gehalten,
die an der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 angebracht sind,
so daß eine
freie Drehung (um die Achse) möglich
ist, wie es in der 10 gezeigt ist). Das Kettenrad 37 des
Anti-Mitdrehmechanismusses 34 greift in die Förderkette 28 des
Kettenanbringungsabschnitts 15Aa ein, während das Kettenrad 38 in
die Förderkette 28 des
Kettenanbringungsabschnitts 16Aa eingreift. Das Rotationszentrum
m1 der Verbindungswelle 36 (der
Achse der Kettenräder 37 und 38)
ist im wesentlichen zum Rotationszentrum k der drehbaren Hülle 3 (=
der Achse der ringförmigen Rahmen 15 und 16)
parallel. Das heißt,
daß der
Abstand von der Achse des Kettenrads 37 zur Achse des ringförmigen Rahmens 15 gleich
dem Abstand der Achse des Kettenrades 38 zur Achse des
ringförmigen
Rahmens 16 ist.
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Da
auch bei der vorliegenden Ausführungsform
die Zahnräder 37 und 38 in
die entsprechenden Förderketten 28 eingreifen,
bewegt sich der Anti-Mitdrehmechanismus 34 bei einer Drehung
des Drehgerüsts 1 um
seine Achse in die gleiche Richtung wie das Drehgerüst 1.
Auch bei der vorliegenden Ausführungsform
ergeben sich also die gleichen Funktionen und Auswirkungen wie bei
der vorherigen Ausführungsform.
Da die Zahnräder 37 und 38 bei
der vorliegenden Ausführungsform
von innen in die Förderketten 28 eingreifen,
die an den radial inneren Oberflächen
der Kettenanbringungsabschnitte 15Aa und 16Aa angebracht
sind, kann der Außendurchmesser der
Ringführungsabschnitte 15A und 16A bei
der vorliegenden Ausführungsform
größer gemacht
werden. Da die in den Ringführungsabschnitten 15A und 16A ausgebildeten
Führungsnuten 56 deshalb
nach außen
erweitert werden können,
greift die bewegliche Plattform 17 an Stellen in die Ringführungsabschnitte 15A und 16A ein,
die sich weiter außen
befinden als bei der vorherigen Ausführungsform. Dadurch kann der
Therapieraum 14 in der radialen Richtung der drehbaren
Hülle 3 vergrößert werden.
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Auch
bei der vorliegenden Ausführungsform ist
die eine der Förderketten 28 über den
Ringanbringungsabschnitt 15Aa und den Ringführungsabschnitt 15A indirekt
am ringförmigen
Rahmen 15 angebracht, während
die andere Förderkette 28 über den Ringanbringungsabschnitt 16Aa und
den Ringführungsabschnitt 16A am
ringförmigen
Rahmen 16 angebracht ist. Die Anbringung der Förderketten
an den ringförmigen
Rahmen 15 und 16 kann auch wie folgt erfolgen.
Die Führungsnuten 56 sind
in den Seitenflächen
der ringförmigen
Rahmen 15 und 16 ausgebildet, und außerhalb
dieser Führungsnuten 56 sind kreis förmige Nuten
ausgebildet, die breit genug sind, die Zahnräder 37 und 38 aufzunehmen.
Die Förderketten 28 sind
direkt an den radial inneren Oberflächen dieser kreisförmigen Nuten
ausgebildet, die der Achse der drehbaren Hülle 3 gegenüberliegen.
Die Kettenräder 37 und 38 werden
von innen in die kreisförmigen
Nuten und in den Eingriff in die Förderketten 28 eingeführt. Es
ergibt sich dadurch der gleiche Effekt wie bei der vorliegenden
Ausführungsform.
Außerdem
ist es möglich,
den zylindrischen Kettenanbringungsabschnitt an der radial äußeren Oberflächen der
ringförmigen
Rahmen 15 und 16 anzubringen, an denen die Führungsnuten
ausgebildet sind, und dann die Förderketten 28 an
den radial inneren Oberflächen
dieser Kettenanbringungsabschnitte anzubringen. Jede der genannten
Konfigurationen ermöglicht
einen Eingriff zwischen den ringförmigen Rahmen 15 und 16 und
den Kettenrädern
des Anti-Mitdrehmechanismusses 34 außerhalb des Rotationszentrums
des Drehgerüsts 1.
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Die
Kettenräder
am Anti-Mitdrehmechanismus greifen bei jeder der obigen Ausführungsformen in
die Förderketten
ein; die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf diese Ausführungsformen
beschränkt.
Es ist auch möglich,
einen Eingriffskontakt mit Zahnrädern
oder durch einen Druckkontakt herbeizuführen, bei dem ein Eingriff
durch die Reibungskraft aufgrund der Druckkraft von Rollen erfolgt.
Es ergibt sich immer der gleiche Effekt.
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Statt
dem Synchrotron 43 der obigen Ausführungsformen kann als Ionenstrahlbeschleuniger
auch ein Zyklotron verwendet werden. Bei einem Zyklotron ist kein
Vorbeschleuniger 42 erforderlich, und der Ionenstrahl wird
von der Ionenquelle in das Zyklotron eingeführt, vom Zyklotron beschleunigt
und dann an das Strahltransfersystem 49 ausgegeben. Der
Ionenstrahl läuft
dann durch die Strahltransfereinheit 5, wonach der Patient 8 auf
dem Therapiebett 59 mit dem Ionenstrahl aus der Teilchen-Bestrahlungseinheit 4 bestrahlt
wird.
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Die
vorliegende Erfindung erlaubt die Ausbildung einer im wesentlichen
ebenen Zugangsplattform durch die flexible, bewegliche Plattform
unabhängig
von der Position der Bestrahlungseinheit, die Teilchenstrahlen aussendet.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht
außerdem
eine Vereinfachung des Aufbaus der Vorrichtung.
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Es
wurden beispielhafte und gegenwärtig bevorzugte
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beschrieben. Das erfinderische Konzept kann
jedoch auch anderweitig umgesetzt werden. Die folgenden Patentansprüche sollen
solche Variationen beinhalten und sind nur durch den Stand der Technik
begrenzt.