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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht auf die Verarbeitung von mehrfarbigen
Bildern für
die Reproduktion auf einem Drucker- oder Kopiersystem. Von besonderem
Interesse sind Systeme zur Erzeugung von aus mehreren Farbauszugsbildern
zusammengesetzten Bildern auf einem Bildempfangselement, bei denen
die markierenden Partikel der jeweiligen Farben für die jeweiligen
Farbauszugsbilder in einander überlagernder
Beziehung positioniert werden.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Im
folgenden wird nur auf ein Mehrfarben-Druckersystem Bezug genommen
werden, obgleich die vorliegende Erfindung auf digitale Mehrfarben-Druckersysteme
und/oder -Kopiersysteme gleichermaßen anwendbar ist. In dieser
Darstellung schließt
der Begriff Farbe alle Farben ein, einschließlich Schwarz und Weiß und sämtlicher
Grautöne.
Markierende Partikel für
eine begrenzte Anzahl von Farben, bei denen es sich um die Prozeßfarben
handelt, sind in jedem Mehrfarben-Druckersystem zur Bildung eines
Farbbildes verfügbar. Beim
digitalen Farbdrucken werden kontinuierliche Tönungen wiedergegeben, indem
die Farbauszugsbilder in den Prozeßfarben einem Halbtonprozeß unterzogen
werden. Die Prozeßfarben
sind eine begrenzte Anzahl von Farben aus markierenden Partikeln,
die in jedem Mehrfarben-Druckersystem zur Wiedergabe eines Farbbildes
verfügbar
sind. Üblicherweise
können
diese Farb-Druckersysteme unterschieden werden auf der Basis der
Art der verwendeten Markierungspartikel, z. B. Tinte oder Toner,
und des verwendeten Bilderzeugungsprozesses, z. B. Magnetographie
oder Elektro(photo)graphie, oder Tintenstrahl, der Produktivität oder des
Bereichs der Medien. Eine Unterscheidung kann jedoch auch in Abhängigkeit
davon vorgenommen werden, wie das mehrfarbige Bild aus markierenden
Partikeln zusammengesetzt wird. In der Mehrzahl der im Handel erhältlichen
digitalen Mehrfarben-Druckersysteme ist das mehrfarbige Bild aus
markierenden Partikeln aus mehreren miteinander ausgerichteten Farbauszugsbildern
aus markierenden Partikeln aufgebaut, wobei die Bildpunkte aus markierenden
Partikeln in den jeweiligen Prozeßfarben, die zu den jeweiligen
Farbauszugsbildern gehören,
einander überlagert
werden und als solche eine geschichtete Struktur aus markierenden
Partikeln bilden. Die Stapelhöhe
der markierenden Partikel ist abhängig von der Größe der markierenden
Partikel, dem Halbtonprozeß und
der Anzahl der verfügba ren
Prozeßfarben
und variiert mit der Bilddichte. Bei einem ersten Ansatz zur Halbtonwiedergabe
wird das Farbauszugsbild jeder Prozeßfarbe einem Halbtonprozeß unterzogen, unter
Verwendung eines unterschiedlichen Rasters für jedes Auszugsbild. Das Ausmaß der Überlappung
zwischen Bildpunkten aus verschiedenen Prozeßfarben ist abhängig von
der Bilddichte und der Pixelfüllung
in der Abfolge im Zusammenhang mit den jeweiligen Masken. Ein Nachteil
dieses Ansatzes, bei dem mehrere unterschiedliche Masken eingesetzt
werden, ist seine Anfälligkeit
für die
Entstehung von Moiré-Mustern.
Moiré-Muster sind sichtbare
Verzerrungen in einem reproduzierten mehrfarbigen Bild, die durch
Interferenzmuster verursacht werden, die durch die Kombination von
Halbtonmasken entstehen. Obgleich es bekannt ist, daß der sichtbare
Effekt von Moiré-Mustern
reduziert werden kann, indem die Halbtonmasken unter Verwendung vorbestimmter
Rasterwinkel winkelversetzt werden, wird die Vermeidung von Moiré-Mustern
besonders mühsam
in Farbdruckern, in denen vier oder mehr Prozeßfarben wiedergegeben werden
können.
Deshalb ist die Verwendung einer anderen Madke für jede Prozeßfarbe keine
Option, wenn mehr als vier Prozeßfarben zur Wiedergabe eines
mehrfarbigen Bildes in dem Farbdrucker verfügbar sind. Bei einem zweiten
Ansatz zur Halbtonwiedergabe wird für jede Prozeßfarbe dieselbe
Maske verwendet. Dieser Ansatz ergibt eine maximale Überlappung
zwischen Bildpunkten der jeweiligen Farben und ergibt folglich eine
minimale Flächenbedeckung.
Insbesondere bei niedrigen Bilddichten sind die nach diesem zweiten
Ansatz wiedergegebenen Bilder äußerst anfällig für Körnigkeit.
Körnigkeit
ist ein wahrnehmbares Merkmal einer wiedergegebenen Farbe, die sich
darauf bezieht, wie gleichförmig
die farbigen Markierungspartikel auf dem Bildempfangselement entwickelt
worden sind.
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Die
oben genannten Ansätze
haben einige weitere inhärente
Nachteile. Zunächst
kann, da die markierenden Partikel der verschiedenen Prozeßfarben überlagert
werden, die gesamte Stapelhöhe
der markierenden Partikel groß werden,
insbesondere in vollfarbigen Bildteilen mit hoher Dichte. Insbesondere
in dem Fall, in dem die markierenden Partikel Tonerpartikel sind,
kann dies, da die Größe der Tonerpartikel
typischerweise im Bereich von Mikrometern liegt, die Menge an Prozeßfarben
begrenzen, die zur Wiedergabe eines Bildes benutzt werden können, da
eine erhöhte
Anzahl von Prozeßfarben
auch die maximale Stapelhöhe
der markierenden Partikel erhöhen
kann. Neben der Tatsache, daß eine
hohe Gesamt-Stapelhöhe
der markierenden Partikel für den
Kunden sowohl visuell auch taktil wahrnehmbar ist, kann dies auch
die Wölbneigung
und den Transport des Mediums negativ beeinflussen und die Widerstandsfähigkeit
gegen externe mechanische Einflüsse
wie etwa Kratzer und Falten vermindern. Darüber hinaus können unterschiedliche
Bildzusammensetzungen, z. B. unterschiedliche Dichte und/oder Farbzusammensetzung,
zu topographischen Unterschieden auf dem Bildempfangselement führen, die
einige der oben genannten Nachteile verstärken und zusätzliche Nachteile
mit sich bringen, etwa Unterschiede im Glanz zwischen verschiedenen
Bildteilen.
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US 6 250 732 beschreibt
ein Halbtonverfahren, das mit einer einzigen Maske für alle Farben
arbeitet und bei dem bei geringen Bilddichtewerten Pixel wiedergegeben
werden, indem Bildpunkte der jeweiligen Farben nicht überlagert
werden, sondern aneinander anschließend positioniert werden. Dieser
Punktneben-Punkt-Ansatz ist vorteilhaft im Hinblick auf die Körnigkeit.
US 6 250 733 beschreibt
weiterhin, daß,
wenn die Summe der Bilddichtewerte der Pixel eines Bildteils den
Schwellenwert übersteigt,
der einer Tinten-Flächenbedeckung
von 100 % entspricht, die verbleibenden Bilddichtewerte wiedergegeben
werden, indem Bildpunkte in einer zweiten Tintenschicht unter Verwendung
derselben Maske überlagert
werden. Wenn diese zweite Tintenschicht aufgebracht wird, wird jedoch
darauf geachtet, daß ein
Tintenpunkt der zweiten Schicht nicht auf einen Tintenpunkt mit
derselben Farbe in der ersten Schicht aufgetragen wird. Um dies
zu ermöglichen
werden, nachdem einmal festgestellt worden ist, daß ein Bildtal
eine Summe von Bilddichtewerten hat, die den Schwellenwert von 100
% Tinten-Flächenbedeckung übersteigt,
und somit Bildpunkte einer zweiten Schicht gebildet werden müssen, die
zu den Prozeßfarben
gehörenden
Bilddaten so rekonfiguriert, daß die Bilddaten
mit virtuellen Farben verknüpft
werden. Diese virtuellen Farben werden realisiert durch eine Kombination
von zwei Prozeßfarben.
Eine solche Kombination von Prozeßfarben wird realisiert, indem
zwei Prozeßfarben
unter Verwendung derselben Maske in zwei Lagen aufeinander angeordnet
werden. Die Verwendung derselben Maske für beide Lagen kann unerwünschte Interferenzmuster
verursachen, hervorgerufen z. B. durch Registerfehler.
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AUFGABEN DER
ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, ein System und ein Verfahren zur
Verarbeitung von digitalen mehrfarbigen Bildern zu schaffen, für die Reproduktion
derselben mit einem Farbbild-Reproduktionssystem, das in der Lage
ist, registergerechte zusammengesetzte mehrfarbige Bilder aus farbigen
Markierungspartikeln auf einem Bildempfangselement zu bilden. Die
digitalen mehrfarbigen Bilder sollten so verarbeitet werden, daß bei ihrer
Reproduktion Interferenzmuster vermieden werden und die Körnigkeit
begrenzt wird.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein System
und ein Verfahren zur Verarbeitung von digitalen mehrfarbigen Bildern
zu schaffen, für
die Reproduktion derselben mit einem Farbbild-Reproduktionssystem,
das in der Lage ist, vollfarbige Bilder mit einer begrenzten Stapelhöhe der markierenden
Partikel zu erzeugen.
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Es
ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein System
und ein Verfahren zur Verarbeitung von digitalen mehrfarbigen Bildern
zu schaffen, zur Reproduktion derselben in einem Farbbild-Reproduktionssystem,
das in der Lage ist, Bilder wiederzugeben, ohne daß Beschränkungen
hinsichtlich der Anzahl der Prozeßfarben auferlegt werden.
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KURZDARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann das mehrfarbige Bild aus markierenden Partikeln,
das von einem Farbbild-Reproduktionssystem erzeugt wird, zusammengesetzt
werden aus mehreren registergerecht ausgerichteten Farbauszugsbildern,
wobei die markierenden Partikel der jeweils zu den jeweiligen Farbauszugsbildern
gehörenden
Farben aneinander anschließend
positioniert werden, so lange das dem zu reproduzierenden Bildteil
entsprechende Druckgebiet nicht vollständig bedeckt ist, so daß eine erste
Lage von markierenden Partikeln geschaffen wird. Wenn das Gebiet
vollständig
bedeckt ist und das Bild noch nicht komplett ist, wird auf der ersten
Lage von Bildpunkten eine zweite und ggf. eine folgende Lage aus
aneinander anschließend
positionierten Markierungspartikeln gebildet. Dieser Punkt-neben-Punkt-Ansatz
hat den Vorteil einer begrenzten Körnigkeit und einer begrenzten
Stapelhöhe
der markierenden Partikel und erfordert keine Beschränkung hinsichtlich
der Anzahl der Prozeßfarben.
Die Prozeßfarben
können
jede in dem System verfügbare
Farbe sein wie z.B Schwarz, Weiß,
Cyan, Magenta, Gelb, Rot, Grün,
Blau, Orange, Pink und schließen helle,
mittlere und dunkle Versionen der vorgenannten Prozeßfarben
ein. Insbesondere wird nach einem ersten Aspekt der Erfindung ein
Verfahren zur Bildverarbeitung eines digitalen mehrfarbigen Bildes
mit den folgenden Schritten offenbart:
Erzeugung von Bildsignalen
für eine
Auswahl von Prozeßfarben
anhand des digitalen mehrfarbigen Bildes, wobei jedes Bildsignal
mit einem digitalen Farbauszugsbild für eine Prozeßfarbe aus
der genannten Auswahl der Prozeßfarben
verknüpft
ist und für
jedes Pixel des digitalen mehrfarbigen Bildes einen Dichtdichtewert
für die
betreffende Prozeßfarbe
spezifiziert; und Aufaddieren, für
jeden Bildteil des digitalen mehrfarbigen Bildes, der Bilddichtewerte
aller Prozeßfarben
der Pixel aus dem Bildteil, um für
jeden dieser Bildteile einen Gesamt-Flächenbedeckungswert CT zu bestimmen;
wobei, wenn der Gesamt-Flächenbedeckungswert
eines Bildteils 100% überschreitet,
das Verfahren weiterhin die folgenden Schritte aufweist:
- a) Aufteilen der Bilddichtewerte von Pixeln
des durch die Bildsignale spezifizierten Bildteiles in erste Bilddichtewerte
für eine
erste Lage von Bildpunkten aus markierenden Partikeln und wenigstens
zweite Bilddichtewerte für
eine zweite und etwaige folgende Lagen von Bildpunkten aus markierenden
Partikeln, derart, daß die
Summe der wenigstens zwei Bilddichtewerte einem Flächenbedeckungswert
entspricht, der gleich CT-100% ist, und
- b) Konvertieren der Bildsignale mit Hilfe einer Matrix-Dithertechnik
in entsprechende erste Drucksignale und wenigstens entsprechende
zweite Drucksignale, wobei jedes Drucksignal für jedes Pixel des Bildteils angibt,
ob ein Bildpunkt aus markierenden Partikeln der betreffenden Prozeßfarbe zu
bilden ist, wobei diese Matrix-Dithertechnik von der Art ist, daß jedes
der ersten Drucksignale durch Vergleich der ersten Bilddichtewerte
mit Schwellenwerten aus einem Raster mit einer ersten zweidimensionalen
Matrixstruktur aufgebaut wird, während
jedes der zweiten Drucksignale durch Vergleich der zweiten Bilddichtewerte
mit Schwellenwerten aus einem Raster mit einer zweiten zweidimensionalen
Matrixstruktur aufgebaut wird, die von der ersten zweidimensionalen
Matrixstruktur verschieben ist. Da das zu der ersten Lage gehörende Raster
von dem Raster oder den Rastern verschieden ist, die zu der zweiten
und etwa folgenden Lagen gehören,
kann die Entstehung von unerwünschten
Interferenzmustern begrenzt werden.
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Das
Bildverarbeitungssystem kann in einem Computer verkörpert sein,
der durch ein Netzwerk oder irgendeine andere Schnittstelle mit
einem oder mehreren Bildreproduktionssystemen, etwa Drucker-, und/oder Kopiersystemen
verbunden werden kann. Das Bildverarbeitungssystem kann auch Teil
eines Farbbild-Reproduktionssystems sein. Das Bildverarbeitungssystem
kann auch Teil eines Farbscanners sein, sofern der Farbscanner durch
ein Netzwerk oder irgendeine andere Schnittstelle mit einem Farbbild-Reproduktionssystem
verbunden werden kann.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung haben wenigstens zwei Prozeßfarben nicht verschwindende zweite
Bilddichtewerte. In dem letzteren Fall umfaßt das Verfahren weiterhin
die Schritte der Bestimmung eines ersten Flächenbedeckungsanteils einer
ersten Prozeßfarbe
unter den wenigstens zwei Prozeßfarben
auf der Grundlage der zugehörigen
ersten Bilddichtewerte, und eines zweiten Flächenbedeckungsanteils der ersten Prozeßfarbe auf
der Grundlage der zugehörigen
zweiten Bilddichtewerte, und eines ersten Flächenbedeckungsanteils einer
zweiten Prozeßfarbe
unter den wenigstens zwei Prozeßfarben
auf der Grundlage der zugehörigen
ersten Bilddichtewerte, und eines zweiten Flächenbedeckungsanteils der zweiten
Prozeßfarbe
auf der Grundlage der zugehörigen
zweiten Bilddichtewerte, wobei die Aufteilung so ist, daß das Verhältnis zwischen
dem ersten Flächenbedeckungsanteil
der ersten Prozeßfarbe
und dem ersten Flächenbedeckungsanteil
der zweiten Prozeßfarbe
um weniger als 5% von dem Verhältnis
zwischen dem zweiten Flächenbedeckungsanteil
der ersten Prozeßfarbe
und dem zweiten Flächenbedeckungsanteil
der zweiten Prozeßfarbe
abweicht. Die Minimierung der Variation der Verhältnisse zwischen den Werten
der Flächenbedeckungsanteile von
wenigstens zwei Prozeßfarben
von Lage zu Lage hat einen vorteilhaften Effekt auf die Farbbalance
des reproduzierten Bildes.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Bildverarbeitungssystem zur
Verarbeitung eines digitalen mehrfarbigen Bildes offenbart, mit:
einem
Generatormodul zum Generieren von Bildsignalen für eine Auswahl von Prozeßfarben
aus dem digitalen mehrfarbigen Bild, wobei jedes Bildsignal mit
einem digitalen Farbauszugsbild in einer Prozeßfarbe aus der Auswahl von
Prozeßfarben
verknüpft
ist und für
jedes Pixel des digitalen mehrfarbigen Bildes einen Bilddichtewert
für die
zugehörige
Prozeßfarbe
spezifiziert,
einem Analysemodul zum Aufaddieren, für jeden
Bildteil des digitalen mehrfarbigen Bildes, der Bilddichtewerte aller
Prozeßfarben
der Pixel aus dem Bildteil, um für
jeden dieser Bildteile einen Gesamt-Flächenbedeckungswert CT zu bestimmen
und, wenn der Gesamt-Flächenbedeckungswert
eines Bildteils 100% überschreitet, zum
Aufteilen der Bilddichtewerte von Pixeln des durch die Bildsignale
spezifizierten Bildteiles in erste Bilddichtewerte für eine erste
Lage von Bildpunkten aus markierenden Partikeln und wenigstens zweite
Bilddichtewerte für
eine zweite und etwaige folgende Lagen von Bildpunkten aus markierenden
Partikeln, derart, daß die
Summe der wenigstens zwei Bilddichtewerte einem Flächenbedeckungswert
entspricht, der gleich CT-100%
ist, und
einem Konvertierungsmodul zum Konvertieren der Bildsignale
mit Hilfe einer Matrix-Dithertechnik in entsprechende erste Drucksignale
und wenigstens entsprechende zweite Drucksignale, wobei jedes Drucksignal
für jedes
Pixel des Bildteils angibt, ob ein Bildpunkt aus markierenden Partikeln
der betreffenden Prozeßfarbe
zu bilden ist, wobei diese Matrix-Dithertechnik von der Art ist,
daß jedes
der ersten Drucksignale durch Vergleich der ersten Bilddichtewerte
mit Schwellenwerten aus einem Raster mit einer ersten zweidimensionalen
Matrixstruktur aufgebaut wird, während
jedes der zweiten Drucksignale durch Vergleich der zweiten Bilddichtewerte mit
Schwellenwerten aus einem Raster mit einer zweiten zweidimensionalen
Matrixstruktur aufgebaut wird, die von der ersten zweidimensionalen
Matrixstruktur verschieben ist.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
eine schematische Darstellung eines Farbbild-Reproduktionssystems
gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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2 zeigt,
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, einen schematischen Prozeßablauf
der Bildverarbeitungsschritte, die an Bildsignalen ausgeführt werden,
die zu einem digitalen Bild gehören,
einschließlich
der eigentlichen Konversion der Bildsignale in Drucksignale.
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3 zeigt,
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, einen detaillierteren Prozeßablauf
für den
Schritt (25) der Konversion in Drucksignale in 2.
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4 zeigt,
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, einen detaillierteren Prozeßablauf
für den
Aufteilungsschritt (26) in 2, bei dem
die zu einem Pixel des digitalen Bildes gehörenden Bilddichtewerte in erste
und zweite Bilddichtewerte aufgeteilt werden können.
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5a zeigt
ein Beispiel eines Rasters einer einzigen Matrixstruktur mit Schwellenwerten,
die zur Halbtonverarbeitung des digitalen Bildes nach 5c durch
Vergleich der ersten Bilddichtewerte aus 5d mit
den entsprechenden Schwellenwerten verwendet werden.
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5b zeigt
ein Beispiel eines Rasters einer einzigen Matrixstruktur mit Schwellenwerten,
die zur Halbtonverarbeitung des digitalen Bildes nach 5c durch
Vergleich der zweiten Bilddichtewerte aus 5e mit
den entsprechenden Schwellenwerten verwendet werden.
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5c zeigt
eine in Pixel aufgelöste
Darstellung eines digitalen mehrfarbigen Bildes mit Bilddichtewerten
für jedes
Pixel.
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5d zeigt
das digitale mehrfarbige Bild nach 5c mit
nur ersten Bilddichtewerten für
jedes Pixel, die durch Aufteilen der Bilddichtewerte aus 5c gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung erhalten werden.
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5e zeigt
das digitale mehrfarbige Bild aus 5c mit
nur zweiten Bilddichtewerten für
jedes Pixel, die durch Aufteilen der Bilddichtewerte nach 5c gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung erhalten werden.
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5f zeigt
eine in Pixel aufgelöste
Darstellung einer Reproduktion des mehrfarbigen Bildes nach 5c gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die Prozeßfarben mit dem Subskript 1
sind Bildpunkte, die in einer ersten Lage gebildet werden; die Prozeßfarben
mit dem Subskript 2 sind Bildpunkte, die in einer zweiten Lage gebildet
werden.
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6 zeigt,
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, einen schematischen Prozeßablauf
von Bildverarbeitungsschritten, die zur Kon version in Drucksignale
an den Bildsignalen ausgeführt
werden, die zu einem Pixel eines digitalen Bildes gehören.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Mit
Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen wird die vorliegende Erfindung nachstehend näher beschrieben.
Es werden mehrere Ausführungsformen
dargestellt. Es versteht sich jedoch, daß ein Fachmann sich etliche äquivalente
Ausführungsformen
oder andere Wege zur Ausführung
der vorliegenden Erfindung vorstellen kann und daß der Rahmen
der vorliegenden Erfindung nur durch den Inhalt der angehängten Ansprüche begrenzt
wird.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung umfaßt
ein digitales Bildreproduktionssystem, z. B. ein Farbdruckersystem
und/oder Farbkopiersystem, wie es in 1 dargestellt
ist, ein Bildverarbeitungssystem 1 und eine Druckereinheit 2.
Ein digitales mehrfarbiges Bild kann dem digitalen Bildreproduktionssystem
angeboten werden, damit es reproduziert wird. Es gibt zahlreiche
Wege, ein digitales Bild zu generieren. Zum Beispiel kann ein digitales
Bild generiert werden, indem eine Vorlage mit Hilfe eines Scanners 3 abgetastet
wird. Der Scanner kann Teil des digitalen Bildreproduktionssystems
sein oder kann über
ein Netzwerk oder irgendeine andere Schnittstelle mit dem digitalen
Reproduktionssystem verbunden sein. Digitale Standbilder können auch
von einer Kamera oder einer Videokamera 4 erzeugt werden,
die über
ein Netzwerk oder irgendeine andere Schnittstelle, z. B. einen Schnittstelle
IEEE 1394 mit dem digitalen Bildreproduktionssystem verbunden sein
kann. Neben digitalen Bildern, die von einem Scanner oder einer
Kamera generiert wurden und die gewöhnlich in einem Bitmap-Format
oder einen komprimierten Bitmap-Format vorliegen, können dem
digitalen Bildreproduktionssystem auch künstlich, z. B. mit Hilfe eines
Computerprogramms erzeugte digitale Bilder oder Dokumente 5 angeboten
werden. Diese letzteren Bilder haben gewöhnlich ein strukturiertes Format,
einschließlich
jedoch nicht beschränkt
auf ein PDL-Format (Page Description Language; Seitenbeschreibungssprache)
und ein XML-Format (Extensible Markup Language). Beispiele für ein PDL-Format sind
PDF (Adobe), PostScript (Adobe) und PCL (Hewlett-Packard).
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Ungeachtet
des Ursprungs des digitalen Bildes kann man sich dafür entscheiden,
das digitale Bild in einem Speicher zu speichern, so daß es von
dem Bildverarbeitungssystem leicht aufgerufen werden kann, sei es
direkt oder über
irgendeine Schnittstelle.
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Der
Bildsignalgenerator 8 des Bildverarbeitungssystems erzeugt
eine Folge von Bildsignalen für
eine Auswahl 7 von Prozeßfarben. Die Prozeßfarben 6 entsprechen
den Farben der markierenden Partikel, die in der Druckereinheit
verfügbar
sind. Beispiele für
Prozeßfarben
in Schwarz, Weiß,
Cyan, Magenta, Rot, Grün, Blau,
Pink, Orange und umfassen helle, mittlere oder dunkle Versionen
der vorgenannten Prozeßfarben.
Es kann irgendeine Auswahl unter den Prozeßfarben vorgenommen werden.
Zum Beispiel kann eine Auswahl von der Farbskala abhängig gemacht
werden, die nötig
ist, um das digitale Bild adäquat
zu reproduzieren, und/oder von dem gewünschten Qualitätsniveau.
Jedes Bildsignal hat eine umkehrbar eindeutige Beziehung zu einem
Auszugsbild in einer speziellen Prozeßfarbe aus der Auswahl. Das
Bildsignal spezifiziert für
jedes Pixel des digitalen Bildes wenigstens einen Bilddichtewert
für die
zugehörige
Prozeßfarbe.
Der Bilddichtewert ist typischerweise ein 8 Bit Wert, so daß 256 Graustufen
je Prozeßfarbe
verwendet werden können.
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Für jeden
Bildteil des digitalen Bildes addiert das Analysemodul 10 die
Bilddichtewerte für
all die ausgewählten
Prozeßfarben
für all
die Pixel des Bildteils auf. Die erhaltene Zahl wird dazu benutzt,
den Gesamt-Flächenbedeckungswert
CT zu bestimmen, d. h. die Fläche
auf dem Bildempfangselement, die zur Wiedergabe des gesamten Bildteils
benötigt
würde,
wenn die Bildpunkte aus markierenden Partikeln aneinander angrenzend,
d. h. ohne Überlappung,
in bezug auf das Gebiet des Bildteils positioniert würden. Die
Bildvergrößerung wird,
soweit anwendbar, korrigiert, wenn CT bestimmt wird.
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Das
Konvertierungsmodul 9 konvertiert die Bildsignale in Drucksignale,
mit Hilfe einer Halbtontechnik gemäß der vorliegenden Erfindung,
wie weiter unten in dieser Beschreibung näher erläutert werden wird. Jedes Bildsignal
gibt für
jedes Pixel an, ob ein Bildpunkt aus markierenden Partikeln in der
entsprechenden Prozeßfarbe
gebildet werden soll. Diese Angabe kann in Abhängigkeit von den Halbtonfähigkeiten
der Druckereinheit unter Verwendung eines einzelnen Bits oder eines
Mehrbit-Wortes erfolgen. Wenn die Druckereinheit zu einer mehrwertigen
Halbtonverarbeitung in der Lage ist, kann ein Mehrbit-Wort verwendet
werden, bei dem die Anzahl der Bits zu der Anzahl der Graustufen
in Beziehung steht, die je Pixel von der Druckereinheit reproduziert
werden können.
Gewöhnlich
ist die Druckereinheit nur zu einer binären Halbtonverarbeitung in
der Lage, oder, mit anderen Worten, ein Wert mit einem einzigen
Bit, d. h. "0" oder "1" gibt an, ob ein Bildpunkt gebildet
werden soll oder nicht. Im Rest dieser Beschreibung wird nur auf
eine Druckereinheit Bezug genommen, die nur zu einer binären Halbtonverarbeitung
in der Lage ist. Es versteht sich jedoch, daß diese Erfindung in gleicher
Weise bei Druckereinheiten anwendbar ist, die zu mehrwertiger Halbtonverarbeitung
fähig sind.
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In
der Druckereinheit 2 sind eine Anzahl von Prozeßfarben 6 verfügbar. Entsprechend
einer Folge von Drucksignalen bildet die Druckereinheit 2 die
jeweiligen Auszugsbilder aus markierenden Partikeln in der entsprechenden
Prozeßfarbe
auf dem Bildempfangselement. Die Druckereinheit ist so gestaltet,
daß die
Bildpunkte aus markierenden Partikeln, die zu den jeweiligen Farbauszugsbildern
gehören,
benachbart zueinander positioniert werden, bis eine vollständige Flächenbedeckung
erreicht wird, wodurch eine erste Lage von markierenden Partikeln
gebildet wird. Wenn der Bildteil so beschaffen ist, daß CT > 100 % ist, werden
auf der ersten Lage eine zweite und gegebenenfalls weitere Lagen
gebildet, wobei für
wenigstens zwei Prozeßfarben innerhalb
jeder Lage dieselben Flächenbedeckungsverhältnisse
benutzt werden. Wenn eine Lage aus markierenden Partikeln gebildet
wird, so wird eine nachfolgende Lage nur dann gebildet, wenn eine
vollständige
Flächenbedeckung
erreicht wird. Das Bildempfangselement kann ein Druckmedium oder
ein Zwischenträger
sein. Das Medium kann die Form einer Bahn oder eines Bogens haben
und kann z. B. aus Papier, Pappe, einem Etikettenträger, Kunststoff
oder Textilmaterial bestehen. Der Zwischenträger kann ein endloses Element
sein, z. B. ein Band oder eine Trommel, das oder die zyklisch bewegt
werden kann.
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Wenn
eine Bildverarbeitungseinheit in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung betrieben wird, wie durch den Prozeßablauf
in
2 dargestellt wird, so wird ein digitales Bild
dem Bildsignalgenerator
8 angeboten. Der Bildsignalgenerator
erzeugt Bildsignale
20 für eine Auswahl von Prozeßfarben,
wobei jedes Bildsignal mit einem digitalen Auszugsbild in einer
Prozeßfarbe
aus der Auswahl verknüpft ist
und für
jedes Pixel des digitalen Bildes einen Bilddichtewert für die zugehörige Prozeßfarbe spezifiziert.
Die ausgewählten
Prozeßfarben
sind Cyan (C), Magenta (M), Gelb (Y) und Schwarz (K). Es wird ein
erster Bildteil ausgewählt
(
21). Die Größe des Bildteils
(
21) kann von der Größe eines
einzelnen Pixels bis zur Größe eines vollständigen Bildes
reichen. Für
jedes Pixel P(i,j) des Bildteils werden die zugehörigen Bilddichtewerte
für die Auswahl
von Prozeßfarben
gewonnen als Y
i,j, M
i,j,
C
i,j, K
i,j (
22).
Die Bilddichtewerte all der Pixel des ausgewählten Bildteils werden addiert
(
23), um den Gesamt-Flächenbedeckungswert
CT zu bestimmen. Zum Beispiel kann CT [%] für den ausgewählten Bildteil
wie folgt bestimmt werden:
wobei
T
MAX der maximale Schwellenwert der Matrixstruktur
ist # Pixel die Anzahl der Pixel ist.
-
Anschließend wird
durch Vergleich (24) des CT-Wertes mit dem Wert von 100
% für die
vollständige Flächenbedeckung
entschieden, ob der ausgewählte
Bildteil mit Hilfe einer einzigen Lage von Bildpunkten aus markierenden
Partikeln wiedergegeben werden kann. Wenn der CT-Wert kleiner oder
gleich 100 % ist, genügt eine
einzige Lage von Bildpunkten aus markierenden Partikeln in den betreffenden
Prozeßfarben
zur Wiedergabe des ausgewählten
Bildteils. In diesem Fall werden, wie in dieser Beschreibung unter
Bezugnahme auf 3 näher erläutert werden wird, die Bildsignale
in Drucksignale konvertiert (25), wobei für jede der
Prozeßfarben
dieselbe Halbtonmaske benutzt wird. Eine Halbtonmaske ist ein Raster,
das aus einer sich wiederholenden zweidimensionalen Matrixstruktur
aufgebaut ist, die Schwellenwerte enthält, d. h. einer Gittermatrix.
Die Schwellenwerte können
in einer vorbestimmten Ordnung angeordnet sein. Alternativ können die
Schwellenwerte zufällig
angeordnet sein, d. h., eine sogenannte stochastische Gittermatrix.
Jedes Drucksignal wird auf dem Raster derselben zweidimensionalen
Matrixstruktur aufgebaut, durch Analyse des Bilddichtewertes der zugehörigen Prozeßfarbe jedes
Pixels in bezug auf den entsprechenden Schwellenwert in diesem Raster.
Die Drucksignale können
an eine Druckereinheit weitergeleitet werden, wo, abgesehen von
Registerfehlern, ein registergerecht ausgerichtetes mehrfarbiges
Bild aus Punkt neben Punkt gedruckten Markierungspartikeln auf einem
Bildempfangselement gebildet wird. Alternativ, wenn der CT-Wert
100 % überschreitet,
ist eine einzige Lage von Bildpunkten aus markierenden Partikeln
nicht ausreichend für
die Wiedergabe des vollständigen Bildteils.
Je nach CT-Wert können
wenigstens eine zweite Lage und möglicherweise nachfolgende Lagen
von Markierungspartikeln von Bildpunkten erforderlich sein, um den
vollständigen
Bildteil wiederzugeben. Im Fall von 100 % < CT ≤200
% sind zwei Lagen ausreichend, wie auch in 2 angenommen
wird. Die zu den jeweiligen Prozeßfarben gehörenden Bilddichtewerte Yi,j, Mi,j, Ci,j, Ki,j werden
in erste Bilddichtewerte Yli,j, Mli,j, Cli,j, Kli,j und zweite Bilddichtewerte Y2i,j, M2i,j, C2i,j, K2i,j aufgeteilt
(26), wie unter Bezugnahme auf 4 näher erläutert werden
wird. Die ersten Bilddichtewerte werden dazu benutzt, unter Verwendung
ein und derselben ersten Halbtonmaske eine erste Folge von Drucksignalen
zur Wiedergabe einer ersten vollständig bedeckenden Lage von Bildpunkten
aus Markierungspartikeln zu erzeugen (25). Die zweiten
Bilddichtewerte werden dazu benutzt, unter Verwendung ein und derselben
zweiten Halbtonmaske, die von der ersten Halbtonmaske verschieden ist,
eine zweite Folge von Drucksignalen zur Wiedergabe einer zweiten
Lage von Bildpunkten aus Markierungspartikeln zu erzeugen (25).
Die ersten und zweiten Folgen von Drucksignalen können an
eine Druckereinheit weitergeleitet werden. Die Druckereinheit bildet,
abgesehen von Registerfehlern, eine erste Lage von Punkt neben Punkt
gedruckten Markierungspartikeln in den Prozeßfarben, die zu der ersten
Folge gehören, auf
einem Bildempfangselement, unter Verwendung der ersten Folge von
Drucksignalen, und eine zweite Lage von Punkt neben Punkt gedruckten
Markierungspartikeln in den Prozeßfarben, die zu der zweiten
Folge gehören,
auf der ersten Lage.
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3 ist
ein Flußdiagramm
für eine
Implementierung der Art und Weise, wie die zu einem Bildteil des digitalen
Bildes gehörenden
Bildsignale in Drucksignale konvertiert werden können (Bezugszeichen 25 in 2).
Am Beginn der Konvertierung ist der Flächenbedeckungswert des Bildteils
und somit auch die Anzahl von Lagen, die zur Wiedergabe des Bildteils
erforderlich sind, bekannt. Für
jede Lage werden die zugehörigen Bilddichtewerte
für jedes
Pixel des digitalen Bildes in die Konvertierungsroutine eingegeben.
Beginnend mit dem ersten Pixel des Bildteils werden die Bilddichtewerte,
die zu diesem Pixel gehören
und zur Erzeugung der entsprechenden Lage benötigt werden, gelesen und in Übereinstimmung
mit einer vorbestimmten Abfolge von Prozeßfarben sortiert (31).
Die Sortierungsreihenfolge kann so sein, daß die Prozeßfarben nach abnehmenden Kontrastwerten
geordnet werden. Das Bildsignal, das zu der Prozeßfarbe mit
dem höchsten
Kontrastwert gehört,
wird zuerst konvertiert. In diesem Fall wird zuerst Schwarz (K)
konvertiert, gefolgt von Magenta (M), Cyan (C) und schließlich Gelb
(Y). Das menschliche Auge ist für
die Prozeßfarben
mit dem höchsten
Kontrast am empfindlichsten. Obgleich die Erfindung in keiner Weise
auf die Anordnung der Prozeßfarben
mit abnehmendem Kontrast beschränkt
ist, ist ein solche Anordnung besonders vorteilhaft, wenn bei der
Halbtonverarbeitung eine stochastische Gittermatrix verwendet wird,
da stochatische Gittermatrizen zu der besten Verteilung der wiedergegebenen
Pixel für
die niedrigen Bilddichtewerte führen.
Nachdem die zu dem Pixel gehörenden
Bilddichtewerte sortiert worden sind, wird entschieden, ob ein Bildpunkt
aus markierenden Partikeln gebildet werden soll und, wenn dies der
Fall ist, welche Prozeßfarbe
verwendet werden soll. Dies kann wie folgt geschehen. Es wird ein
Gesamt-Bilddichtewert DT für das Pixel
definiert (32). Am Anfang ist DT gleich
dem Bilddichtewert, der zu der ersten Prozeßfarbe in der Reihenfolge der
Prozeßfarben
gehört.
Da dies Schwarz ist, gilt DT = Kxi,j. Jede Lage hat ein zugehöriges Raster,
das aus einem sich wiederholenden Muster einer zweidimensionalen
Matrixstruktur aufgebaut ist. Innerhalb jeder Lage wird für jede Prozeßfarbe dasselbe
Raster benutzt. DT wird mit dem entsprechenden
Schwellenwert Txi,j in dem zugehörigen Raster
verglichen (33). Wenn der Wert von DT diesen
Schwellenwert übersteigt,
so wird angezeigt, daß ein
Bildpunkt aus markierenden Partikeln in der entsprechenden Farbe,
in diesem Fall schwarz, gebildet werden muß. Wenn der Wert von DT kleiner oder gleich diesem Schwellenwert
ist, so wird entschieden, ob die Prozeßfarbe die letzte in der Abfolge
ist (35). Da die Prozeßfarbe
Schwarz ist, ist dies noch nicht der Fall. Deshalb wird der Bilddichtewert,
der zu der nachfolgenden Prozeßfarbe
(Magenta) gehört,
zu DT addiert (32). Wiederum wird
DT mit demselben entsprechenden Schwellenwert
des zugehörigen
Rasters verglichen (33). Wenn der Wert DT diesen
Schwellenwert übersteigt,
so wird angezeigt, daß ein
Bildpunkt aus markierenden Partikeln in der entsprechenden Farbe,
in diesem Fall Magenta, gebildet werden muß, wenn nicht, wird der Bilddichtewert
der nachfolgenden Prozeßfarbe,
Cyan, zu DT addiert. Diese Abfolge von Schritten
wird wiederholt, bis entweder angezeigt wird, daß ein Bildpunkt in der entsprechenden
Farbe gebildet werden muß (34)
oder die letzte Prozeßfarbe
in der Abfolge erreicht wurde (35), ohne daß der Schwellenwert überschritten
worden ist. Im letzteren Fall wird angezeigt (36), daß kein Bildpunkt
aus markierenden Partikeln zu bilden ist. Nachdem angezeigt worden
ist, ob ein Bildpunkt gebildet werden muß oder nicht, werden die Bilddichtewerte
aufgerufen, die zu dem nächsten
Pixel, soweit vorhanden, gehören.
Wenn dies für
alle Pixel des Bildteils wiederholt worden ist, wird die gesamte
Sequenz für jede
nachfolgende Lage, soweit vorhanden, noch einmal durchlaufen, bis
der gesamte Bildteil in Drucksignale konvertiert ist.
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Weiterhin
in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt 4 eine Implementierung
der Art und Weise, wie die Bildsignale, die zu einem Bildteil gehören, aufgeteilt
werden (Bezugszeichen 26 in 2), damit
eine Konvertierung in Drucksignale für die Bildung von mehreren
Lagen von Bildpunkten aus markierenden Partikeln in Abhängigkeit
von dem Wert von CT ermöglicht
wird. Damit sich ein vorteilhafter Effekt auf die Farbbalance des
reproduzierten Bildes ergibt, wird gemäß der vorliegenden Erfindung
angestrebt, die Halbtonverarbeitung so auszuführen, daß die Variation der Verhältnisse
zwischen den Werten der Flächenbedeckungsanteile
von wenigstens zwei Prozeßfarben
von Lage zu Lage minimiert wird. In 4 wird angenommen,
daß 100
% < CT ≤200 % ist,
wie auch in 2 angenommen wurde, und deshalb werden
die Bildsignale aufgeteilt, um zwei Lagen von Bildpunkten zu erzeugen.
Dies kann wie folgt geschehen. Zuerst wird entschieden, welche Prozeßfarben
nur in der ersten Lage von Bildpunkten wiedergegeben werden sollen
und welche in beiden Lagen (41). In der Implementierung
gemäß 4 wird
die schwarze Farbe nur in der ersten Lage wiedergegeben, während Magenta,
Cyan und Gelb zwischen beiden Lagen aufgeteilt werden. Die Wiedergabe
der Prozeßfarbe
mit dem höchsten
Kontrast nur in der ersten Lage kann einen vorteilhaften Effekt
auf die Farbbalance des reproduzierten Bildes haben. Für jedes
Pixel wird entschieden, ob nur eine schwarzer Bildpunkt zu bilden
ist. Dies geschieht durch Vergleich (42) des zugehörigen Bilddichtewertes
mit dem entsprechenden Schwellenwert in der ersten Gittermatrixstruktur.
Wenn der bilddichtewert den Schwellenwert übersteigt, wird angezeigt,
daß ein
Bildpunkt in der schwarzen Prozeßfarbe gebildet werden muß (43). Anschließend wird
das nächste
Pixel des Bildteils verarbeitet. In dem Fall, daß die Bilddichtewerte nicht
den Schwellenwert übersteigen,
wird entschieden, ob die Summe aus den zu dem Pixel gehörenden Bilddichtewerten
TMAX übersteigt
(44). TMAX ist der maximale Schwellenwert
in der ersten Gittermatrix. Wenn die Summe der zu dem Pixel gehörenden Bilddichtewerte
nicht den maximalen Schwellenwert übersteigt, wird entschieden,
ob ein Bildpunkt aus markierenden Partikeln in der ersten Lage gebildet
werden muß.
Diese Bewertung wird nur für
die erste Lage ausgeführt
werden, durch Konvertieren (25) der zu dem Pixel (45)
gehörenden
Bildsignale unter Verwendung der ersten Gittermaske, wie z. B. in 3.
Wenn die Summe der zu dem Pixel gehörenden Bilddichtewerte den
maximalen Schwellenwert übersteigt,
werden Werte für
die Pixel-Flächenbedeckungsanteile
für Magenta,
Cyan und Gelb berechnet (46), d. h. für die Prozeßfarben, die sowohl in der
ersten Lage als auch in der zweiten Lage wiedergegeben werden. Anschließend werden
die zugehörigen
Bilddichtewerte in erste Bilddichtewerte, d. h. Bilddichtewerte
für die
erste Lage, und zweite Bilddichtewerte, d. h. Bilddichtewerte für die zweite
Lage, aufgeteilt (46).
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Sowohl
die ersten als auch die zweiten Bilddichtewerte für Magenta,
Cyan und Gelb werden so berechnet, daß die Verhältnisse zwischen den Flächenbedeckungsanteilen
von Magenta, Cyan und Gelb in beiden Lagen annähernd gleich sind. Nachdem
diese Berechnung für
alle Pixel des Bildteils ausgeführt
worden ist, werden die zu den ersten Bilddichtewerten gehörenden Bildsignale
in eine erste Folge von Drucksignalen konvertiert (25),
zur Wiedergabe der ersten Lage von Bildpunkten aus markierenden
Partikeln, während
die Bildsignale, die zu den zweiten Bilddichtewerten gehören, in
eine zweite Folge von Drucksignalen konvertiert werden (25),
zur Wiedergabe der zweiten Lage von Bildpunkten aus markierenden
Partikeln.
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Beispiel
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Mit
Bezug auf die Zeichnungen wird als Beispiel beschrieben, wie ein
digitales mehrfarbiges Bild unter Einsatz einer Halbtontechnik gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung reproduziert werden kann. Es sei z. B.
angenommen, daß eine
Vorlage eines mehrfarbigen Bildes mit einer Auflösung von 600 dpi × 600 dpi
abgetastet wird, was zu einem digitalen mehrfarbigen Bild führt, das
aus drei Farbauszugsbildern in den Farben Rot (R), Grün (G) und
Blau (B) zusammengesetzt ist. Die zu den jeweiligen Auszugsbildern
gehörenden
Bildsignale spezifizieren für
jedes Pixel in der betreffenden Farbe einen Bilddichtewert in einer
8 Bit Darstellung. Eine 8 Bit Darstellung ermöglicht es, 256 Pegel zu definieren,
die jeweils einem speziellen Tönungswert
entsprechen. Dieses digitale mehrfarbige Bild wird an ein digitales
Farbdruckersystem weitergeleitet. Es sei angenommen, daß vier Prozeßfarben
ausgewählt
werden, nämlich
Schwarz (K), Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y). Das Bildsignal-Generatormodul des
Bildprozessors konvertiert die drei Bildsignale, die zu den Auszugsbildern
in den RGB Farben gehören,
in vier Bildsignale, die zu den Auszugsbildern in den ausgewählten Prozeßfarben
gehören,
nämlich
CMYK. Es können
bekannte Farbmanagementtechniken eingesetzt werden, um die Farben
des Originals adäquat
wiederzugeben. Sofern es zweckmäßig ist,
kann während
der Konversion mit bekannten Techniken auch das Raster angepaßt werden,
vorzugsweise so, daß die
Pixelgröße der Auszugsbilder
in den Prozeßfarben
zu der Bildpunktgröße der Druckereinheit
paßt.
In diesem Beispiel entspricht die Pixelgröße des abgetasteten Bildes,
nämlich
etwa 42 μm × 42 μm oder eine
Bildauflösung
von 600 dpi × 600
dpi, der minimalen Pixelgröße, die
von der Druckereinheit wiedergegeben werden kann, da die Druckereinheit
in der Lage ist, mit einer Auflösung
von 600 dpi × 600
dpi zu drucken.
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Ein
Drucksignal, das zu einem Auszugsbild in einer Prozeßfarbe gehört, wird
erzeugt, indem für
jedes Pixel der Bilddichtewert für
die zugehörige
Prozeßfarbe
mit einem Schwellenwert in einer entsprechenden Zelle des Rasters
verglichen wird. Das Raster ist ein sich wiederholendes Muster einer
Matrixstruktur. Die Größe jeder
Zelle der Matrix entspricht der minimalen Bildpunktgröße, die
von der Druckereinheit wiedergeben werden kann. Ein beliebiges Beispiel
einer solchen Matrixstruktur, mit 16 Zellen, ist in 5a dargestellt.
In der Praxis werden gewöhnlich
größere Matrizen
verwendet, was die Wiedergabe von mehr Tönungswerten erlaubt. Es kann
irgendeine Verteilung von Schwellenwerten zwischen der minimalen
und maximalen Bilddichte gewählt
werden. Die Schwellenwerte können
in einer vorbestimmten Ordnung oder zufällig angeordnet sein.
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Des
weiteren soll als Beispiel angenommen werden, daß ein digitales Bild (siehe 5c)
verarbeitet wird, das eine Fläche
von derselben Größe hat wie
das Raster einer einzelnen Matrixstruktur wie in 5a, und
daß die
Bildteile desselben mit Pixeln korrespondieren. Der maximale Schwellenwert
der ersten Gittermatrix (5a) ist
255. Der Gesamt-Flächenbedeckungswert
(CT) eines Bildteils, in diesem Fall eines Pixels, basiert auf dem
Wert, den man durch Aufaddieren der Bilddichtewerte der jeweiligen
Prozeßfarben
erhält.
CT übersteigt
eine Bedeckung von 100 %, wenn diese Summe aus Bilddichtewerten 255 übersteigt.
Der erste Bildteil des digitalen Bildes ist ein Pixel mit einem
nicht verschwindenden Bilddichtewert nur für die schwarze Farbe, nämlich 240
(obere linke Ecke in 2c). Deshalb liegt der CT-Wert
deutlich unterhalb von 100 % Bedeckung. Das bedeutet, wenn der Prozeßablauf
nach 3 benutzt wird, daß die Anzahl der Lagen gleich
1 ist. In diesem Beispiel ist die Sortierfolge (31) der
Prozeßfarben
für jedes
Pixel des Bildes die gleiche, nämlich
K, M, C und schließlich
Y. Am Anfang ist DT gleich dem Bilddichtewert,
der zu der ersten Prozeßfarbe
in der Reihenfolge der Prozeßfarben
gehört.
Da dies Schwarz ist, gilt DT = 240. Das
zu der ersten Lage gehörende
Raster ist das Raster aus 5a. DT wird mit dem entsprechenden Schwellenwert
des zugehörigen
Rasters, nämlich
63, verglichen (33). Da der Wert von DT diesen
Schwellenwert übersteigt,
wird angezeigt, daß ein
Bildpunkt aus markierenden Partikeln in der entsprechenden Farbe,
in diesem Fall Schwarz, zu bilden ist. Dies ist in 5f dargestellt
(obere linke Ecke). Diese Abfolge von Schritten wird für die nachfolgenden
Pixel wiederholt. Innerhalb jeder Lage wird für jede Prozeßfarbe dasselbe
Raster verwendet. Eine leere Zelle in 5f gibt
an, daß kein
Bildpunkt gebildet wird. Das vierte Pixel in der zweiten Reihe in 2c
hat einen zugehörigen
Bilddichtewert für
die Farbe Magenta von 200 und für
die Farbe Gelb von 150. Aufaddieren dieser Werte ergibt einen Wert
von 350, der deut lich über
dem maximalen Schwellenwert von 255 liegt, mit anderen Worten, CT übersteigt
100 % (24). Die Bilddichtewerte für die jeweiligen Prozeßfarben
Mi,j, Yi,j zu dem
Pixel, werden, wie mit Bezug auf 4 näher erläutert wird,
aufgeteilt (26) in erste Bilddichtewerte Mli,j,
Yli,j (5d) und
zweite Bilddichtewerte M2i,j, Y2i,j (5e).
Da Mi,j + Yi,j > 255 ist (44),
kann man die ersten Bilddichtewerte Mli,j =
0,57 × 255
= 145, Yli,j = 0,43 × 255 = 110 und die zweiten
Bilddichtewerte M2i,j = 200 – 145 =
55, Y2i,j = 150 – 110 = 40 berechnen (46).
Für die
Konversion in das Drucksignal wird wieder der Prozeßablauf
nach 3 benutzt. Für
die erste Lage ist DT am Anfang gleich dem
Bilddichtewert für
die erste Prozeßfarbe
in der Reihenfolge der Prozeßfarben.
Da dies Schwarz ist, gilt DT = 0. Das zu
der ersten Lage gehörende
Raster ist das Raster nach 5a. DT wird mit dem entsprechenden Schwellenwert
in dem betreffenden Raster verglichen, nämlich mit 175 (33).
Da der Wert von DT kleiner ist als dieser
Schwellenwert, wird entschieden, ob die Prozeßfarbe die letzte in der Reihenfolge
ist (35). Da die Prozeßfarbe
Schwarz ist, ist dies noch nicht der Fall. Deshalb wird der Bilddichtewert
für die
nachfolgende Prozeßfarbe
(Magenta) zu DT addiert (32). Wiederum
wird DT, das nun gleich 145 ist, mit demselben
entsprechenden Schwellenwert in dem betreffenden Raster verglichen
(33), der 175 beträgt.
Immer noch überschreitet
der Wert von DT nicht diesen Schwellenwert.
Deshalb wird auch der Wert für
die gelbe Prozeßfarbe,
nämlich
110, zu DT addiert, was dann deutlich den
Schwellenwert übersteigt. Folglich,
wie auch in 5e angegeben ist, wird in der
ersten Lage ein gelber Bildpunkt gebildet. Für die zweite Lage ist bei dem
ersten nicht verschwindenden Wert von DT gleich
dem Bilddichtewert, der zu der Prozeßfarbe Magenta gehört, nämlich 55.
Das zu der zweiten Lage gehörende
Raster ist das Raster nach 5b. DT wird mit dem entsprechenden Schwellenwert
dieses Rasters, also mit 159 verglichen (33). Da der Wert
von DT kleiner ist als dieser Schwellenwert,
wird der Bilddichtewert, der zu der nachfolgenden Prozeßfarbe (gelb)
gehört, zu
DT addiert (32). Wiederum wird
DT, das nun gleich 95 ist, mit demselben
entsprechenden Schwellenwert in dem betreffenden Raster, nämlich mit
159, verglichen (33). Immer noch übersteigt der Wert von DT nicht diesen Schwellenwert. Da diese Prozeßfarbe die
letzte in der Folge ist, wird für
dieses Pixel in der zweiten Lage kein Bildpunkt gebildet.
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Theoretisch
ist es bei Verwendung des vereinfachten Prozeßablaufes nach diesem Beispiel
möglich, zwei
Bildpunkte in derselben Prozeßfarbe
aufeinander zu erhalten. In praktischen Ausführungsformen wird jedoch sorgfältig darauf
geachtet, dies zu vermeiden, wobei sichergestellt wird, daß die Verhältnisse
zwischen den Flächenbedeckungsanteilen
der jeweiligen Prozeßfarben,
die in mehreren Lagen wiedergegeben werden, nicht beeinflußt werden
und daß die
angemessene Menge jeder Farbe wiedergegeben wird.
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Weiterhin
zeigt 6, gemäß einer
anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, eine Implementierung der Art und Weise,
wie die Bildsignale, die zu einem Bildteil gehören, der die Größe eines
einzelnen Pixels hat, in Drucksignale konvertiert werden, um eine
Lage oder mehrere Lagen von Bildpunkten aus markierenden Partikeln
in Abhängigkeit
von dem Wert von CT zu bilden. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird,
damit man einem vorteilhaften Effekt auf die Farbbalance des reproduzierten
Bildes erhält,
darauf abgezielt, die Halbtonverarbeitung so auszuführen, daß die Variation,
von Lage zu Lage, der Verhältnisse
zwischen den Werten der Flächenbedeckungsanteile
von wenigstens zwei Prozeßfarben
minimiert wird. Deshalb wird entschieden, welche Prozeßfarben
nur in der ersten Lage von Bildpunkten wiederzugeben sind und welche
in allen Lagen (61). In der Implementierung gemäß 6 sind
alle Prozeßfarben,
nämlich
in diesem Fall Schwarz, Magenta, Cyan und Gelb, in allen Lagen wiederzugeben.
Die Summe Σ aller
zu dem Pixel gehörenden
Bilddichtewerte wird bestimmt, um den Wert CT der Gesamt-Flächenbedeckung,
die Anteile der jeweiligen Prozeßfarben sowie die Anzahl von
Lagen zu berechnen, die zur Wiedergabe des Pixels benötigt werden. Jede
Lage hat eine zugehörige
Maske, d. h. ein Raster aus einer sich wiederholenden Matrixstruktur
mit Schwellenwerten. Sofern mehrere Lagen zur Wiedergabe des Pixels
erforderlich sind, d. h. wenn CT 100 % übersteigt, sind die jeweiligen
Matrixstrukturen, die zu den jeweiligen Lagen gehören, voneinander
verschieden. Obgleich dies nicht erforderlich ist, wird aus Gründen der
Einfachheit angenommen, daß der
maximale Schwellenwert TMAX der Matrixstruktur
für die
jeweiligen Masken für
die verschiedenen Lagen identisch ist. Als Beispiel sei angenommen,
daß CT
100 % übersteigt.
Beginnend mit der ersten Lage wird entschieden (63) ob Σ TMAX übersteigt
oder nicht. Da CT 100 % übersteigt,
ist in der Tat Σ > TMAX,
und somit wird die Variable FRAC = TMAX gesetzt.
Die Variable FRAC wird eingeführt,
um die Aufteilung der Bilddichtewerte auf die verschiedenen Farben,
die zu dem Pixel gehören,
auf die verschiedenen Lagen zu erleichtern. Nachdem die zu dem Pixel gehörenden Bilddichtewerte
sortiert worden sind, wird entschieden, ob ein Bildpunkt aus markierenden
Partikeln gebildet werden muß,
und wenn das der Fall ist, welche Prozeßfarbe zu verwenden ist. Dies
kann wie folgt geschehen. Es wird ein Gesamt-Bilddichtewert DT für
das Pixel definiert (65). Am Anfang ist DT gleich
dem Anteil der Bilddichte, der zu der ersten Prozeßfarbe in
der Folge der Prozeßfarben
für die
erste Lage gehört.
Dieser Anteil der Bilddichte wird bestimmt als das Produkt aus dem
Bedeckungsanteil der betreffenden Prozeßfarbe und FRAC. Diese Vorgehenswei se
hat den Vorteil, daß die
Verhältnisse
zwischen den Bilddichteanteilen der Prozeßfarben innerhalb jeder Lage
annähernd
gleich sind. Da die erste Prozeßfarbe
Schwarz ist, gilt DT = FK × FRAC.
Jede Lage hat ein zugehöriges
Raster, das aus einem sich wiederholenden Muster aus einer zweidimensionalen
Matrixstruktur aufgebaut ist. Innerhalb jeder Lage wird für jede Prozeßfarbe dasselbe
Raster verwendet. DT wird mit dem entsprechenden
Schwellenwert in dem betreffenden Raster, Ti,j,
verglichen (66). Wenn der Wert von DT diesen
Schwellenwert übersteigt,
wird angezeigt (67), daß ein Bildpunkt aus markierenden
Partikeln in der entsprechenden Farbe, in diesem Fall Schwarz, gebildet
werden muß.
Wenn der Wert von DT kleiner oder gleich
diesem Schwellenwert ist, wird entschieden, ob die Prozeßfarbe die
letzte in der Folge ist (68). Da die Prozeßfarbe Schwarz
ist, ist dies noch nicht der Fall. Deshalb wird der Bilddichteanteil,
der zu der nachfolgenden Prozeßfarbe
(Magenta) gehört,
zu DT addiert (65). Wieder wird
DT mit demselben entsprechenden Schwellenwert
in dem zugehörigen
Raster verglichen (66). Wenn der Wert von DT diesen
Schwellenwert übersteigt,
wird angezeigt, daß ein
Bildpunkt aus markierenden Partikeln in der entsprechenden Farbe, in
diesem Fall Magenta, gebildet werden muß, wenn nicht, wird der Bilddichteanteil
der nachfolgenden Prozeßfarbe,
Cyan, zu DT addiert. Diese Abfolge von Schritten
wird wiederholt, bis entweder angezeigt wird, daß ein Bildpunkt in der entsprechenden
Farbe gebildet werden muß (67),
oder die letzte Prozeßfarbe
in der Folge erreicht wird (68), ohne daß der Schwellenwert überschritten
worden ist. Im letzteren Fall wird angezeigt (69), daß kein Bildpunkt
aus markierenden Partikeln zu bilden ist. Da in diesem Beispiel
angenommen wird, daß CT 100
% überschreitet,
wird für
eine bestimmte Prozeßfarbe,
abhängig
von dem Schwellenwert und den Werten der jeweiligen Bilddichteanteile,
angezeigt, daß ein
Bildpunkt zu bilden ist. Fror ist die Summe aller Flächenbedeckungsanteile
aller zu dem Pixel gehörenden
Prozeßfarben
und wird anschließend
im Hinblick darauf korrigiert (67), daß ein bestimmter farbiger Punkt
gebildet werden wird. Bei der Verarbeitung der zweiten oder nachfolgenden
Lage wird wieder für
jede Lage entschieden, ob der neue Wert von Σ TMAX übersteigt,
oder, in anderen Worten, z. B. im Fall einer zweiten Lage, ob CT
200 % übersteigt
oder, im Fall einer dritten Lage, ob CT 300 % übersteigt. Um zu entscheiden,
ob ein Bildpunkt aus markierenden Partikeln für die betreffende Lage zu bilden
ist und, wenn ja, welche Prozeßfarbe
zu verwenden ist, wird DT gleich dem Bilddichteanteil
gesetzt, der zu der ersten Prozeßfarbe in der Folge der Prozeßfarben
für die
zweite oder irgendeine nachfolgende Lage gehört. Es wird jedoch verhindert,
daß ein
Bildpunkt in einer Prozeßfarbe,
der in einer vorangehenden Lage oder vorangehenden Lagen wiedergegeben
wird, an derselben Pixelposition gebildet werden kann. Dann wird DT mit dem Schwellenwert verglichen, der der
Pixelposition (i,j) in der Maske entspricht, die zu der zweiten Lage
oder irgendeiner folgenden Lage gehört. Die zu der zweiten Lage
oder irgendeiner folgenden Lage gehörende Maske ist ein Raster
aus einer sich wiederholenden Matrixstruktur mit Schwellenwerten,
wobei die Matrixstruktur von der Matrixstruktur der Maske für die erste
Lage verschieden ist. Der Schwellenwert für die Pixelposition (i,j) in
der Maske, die zu der zweiten oder einer nachfolgenden Lage gehört, wird
jedoch mit dem korrigierten FTOT multipliziert.
Insbesondere wird der Schwellenwert abgesenkt, wodurch sich die
Chance erhöht,
daß ein
Bildpunkt in einer Prozeßfarbe,
die von der Farbe oder den Farben verschieden ist, die in der vorangehenden
Lage oder den vorangehenden Lagen wiedergegeben wurden, in einer
nachfolgenden Lage oder nachfolgenden Lagen wiedergegeben wird.
Diese Vorgehensweise berücksichtigt
in vorteilhafter Weise den Effekt von Prozeßfarben, die in vorangehenden
Lagen wiedergegeben werden, auf die Menge an Farbe, die wiederzugeben
ist, und stellt sicher, daß effektiv
die richtige Menge an Farbe wiedergegeben wird.