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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen von
Verpackungen von einer Verpackungsmaschine. Die Erfindung betrifft
weiterhin ein Verfahren zum Zuführen
von Verpackungen von einer Verpackungsmaschine.
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Stand der
Technik
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Vorrichtungen
der oben genannten Art werden zum Beispiel verwendet, um die Richtung
von Verpackungen, die aus der Verpackungsmaschine auslaufen, zu ändern, bevor
sie weiter verarbeitet werden. Solche Vorrichtungen können auch
verwendet werden, um Verpackungen, die mit einem Abstand zwischen
ihnen aus der Verpackungsmaschine auslaufen, zusammen zu verpacken,
so dass zwischen ihnen kein Abstand oder nur ein geringer Abstand
vorliegt, wenn sie für
Weiterverarbeitung transportiert werden. Wenn die Verpackungen nicht
zusammen verpackt werden, besteht die Gefahr, dass sie „sich aufstapeln" und umkippen.
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Ein
Beispiel einer Vorrichtung der oben angeführten Art wird in WO 02/28716
vorgestellt, wobei die Ausrichtung der transportierten Verpackungen
so gedreht wird, dass von der Vorrichtung aufgenommene Verpackungen,
die mit der kurzen Seite voran in der Transportrichtung fahren,
gedreht werden, so dass sie mit einer langen Seite voran transportiert werden.
Die Vorrichtung umfasst ein Drehrad und Mitnehmerbaugruppen, die
drehbar an dem Drehrad befestigt sind. Diese Vorrichtung wird verwendet,
um die Ausrichtung der Verpackungen zu ändern, und verpackt sie nicht
zusammen. Weiterhin wird die Transportrichtung nicht verändert.
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Vorrichtungen
zum Zuführen
von Verpackungen von einer Verpackungsmaschine können weiterhin eine endlose
drehbare Kette mit rechteckigen Flügeln, die von der Kette hervorstehen,
umfassen. In EP-A-887 261 wird eine Kette dieser Art zum Transportieren
von Verpackungen in einer Falzeinheit einer Verpackungsmaschine
verwendet. Wenn die Kette zum Zuführen von Verpackungen von der
Verpackungsmaschine verwendet wird, wird eine Verpackung, die zwischen
zwei Flügeln
gehalten wird, von der Kette an einer Ausgabestation ausgestoßen, wenn
die drehende Kette nach unten umlenkt. Die Verpackung, die während der
Transportes auf einem Ende auf der Kette steht, landet auf ihrem
gegenüberliegenden
Ende, wenn sie von der Kette und den Flügeln ausgestoßen wird.
Diese Vorrichtung wird zum Transportieren der Verpackungen während des Faltens
der Klappen in dem Boden der Verpackung in ihre endgültige Position
verwendet. Jedoch werden die Verpackungen damit nicht zusammen verpackt.
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Kurzfassung
der Erfindung
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Das
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genannten Probleme
zu lösen
bzw. teilweise zu lindern.
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Ein
konkretes Ziel der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer
Vorrichtung zum Zuführen von
Verpackungen von einer Verpackungsmaschine, die ein schnelles und
sicheres Zuführen
der Verpackungen ermöglicht.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer
Vorrichtung, die Verpackungen, die mit einem Abstand zu einander
aus der Verpackungsmaschine auslaufen, schnell und präzise zusammen
zu verpacken.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Bereitstellung eines
Verfahrens zum Zuführen
von Verpackungen von einer Verpackungsmaschine, das schnell und
sicher ist.
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Weiterhin
ist es ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen, mit
dem Verpackungen einfach und schnell zusammen verpackt werden können, nachdem
sie aus der Verpackungsmaschine auslaufen.
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Diese
Ziele werden durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 erfüllt, deren
bevorzugte Ausführungsbeispiele
in den abhängigen
Ansprüchen
2 bis 13 definiert werden. Die oben genannten Ziele werden weiterhin
durch ein Verfahren gemäß Anspruch 14
erreicht. Bevorzugte Varianten des Verfahrens werden in den Ansprüchen 15
bis 19 definiert.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
hat vier Mitnehmer zum Transportieren von Verpackungen in einer
Transportrichtung von einer Einlaufstation zu einer Auslaufstation,
wobei die Mitnehmer paarweise angeordnet sind, wobei ein jedes Paar
diametral um eine gemeinsame Mittelachse angeordnet ist. Diese Vorrichtung
ermöglicht
es, Verpackungen von einer Verpackungsmaschine schnell und sicher
zuzuführen.
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In
einem Ausführungsbeispiel
ist ein Mitnehmer in einem Paar angeordnet, um von hinten in die Verpackung
einzugreifen, und ein Mitnehmer in dem anderen Paar ist angeordnet,
um von vorn in der Transportrichtung in die Verpackung einzugreifen. Somit
können
die Verpackungen während
des Transportes sicher zwischen zwei Mitnehmern gehalten werden.
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Die
Mitnehmer sind vorzugsweise angeordnet, um abwechselnd in eine erste
und eine zweite Richtung um die Mittelachse zu drehen, wobei die Transportrichtung
in der ersten Richtung liegt. Dies ermöglicht es, die Vorrichtung
nach dem Transport einer ersten Menge von Verpackungen von der Einlaufstation
zu der Auslaufstation problemlos schnell für den Transport nachfolgender
Verpackungen vorzubereiten.
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In
einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung sind das Paar, das den ersten und den dritten Mitnehmer
umfasst, beziehungsweise das Paar, das den zweiten und den vierten
Mitnehmer umfasst, nach einem jeden Transport von Verpackungen zu
der Auslaufstation angeordnet, um in entgegengesetzten Richtungen
zu drehen. Dies ermöglicht
eine schnellere Vorbereitung der Vorrichtung auf den Transport nachfolgender
Verpackungen.
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Der
erste und der dritte Mitnehmer sind vorzugsweise angeordnet, um
nach jedem zweiten Transport von Verpackungen zu der Auslaufstation
in der ersten Richtung zu drehen und um nach jedem zweiten Transport
von Verpackungen zu der Auslaufstation in der zweiten Richtung zu
drehen. Dies beschleunigt die Vorbereitung der Vorrichtung weiter.
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In
einem Ausführungsbeispiel
ist der Mitnehmer, der von hinten in die Verpackungen eingreift,
angeordnet, um nach dem Transport der Verpackungen zu der Auslaufstation
in der zweiten Richtung zu drehen, um Eingreifen in nachfolgende
Verpackungen an der Einlaufstation von vorn zu ermöglichen,
und der Mitnehmer, der nach dem Transport der Verpackungen zu der
Auslaufstation von vorn in die Verpackungen eingreift, ist angeordnet,
um in die erste Richtung zu drehen, um Eingreifen des anderen Mitnehmers
in dem gleichen Paar in nachfolgende Verpa ckungen an der Einlaufstation
von hinten zu ermöglichen.
Diese abwechselnde Anordnung ist eine einfache und zuverlässige Methode,
die Vorrichtung für
nachfolgende Transportvorgänge
vorzubereiten.
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Die
Mitnehmer können
angeordnet werden, um die Verpackungen an der Auslaufstation an
ein Förderband
zu übergeben,
wobei sich das Förderband
mit einer Förderband-Geschwindigkeit
bewegt. Die Mitnehmer sind vorzugsweise angeordnet, um die Verpackungen
mit einer Geschwindigkeit im Wesentlichen gleich der Förderband-Geschwindigkeit
zu übergeben.
Somit ist keine signifikante Beschleunigung der Verpackungen erforderlich,
wenn diese das Förderband
erreichen, und somit wird das Risiko reduziert, dass die Verpackungen
umkippen.
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Die
Vorrichtung kann Einrichtungen zum Bewegen und Drehen der Verpackungen,
die verkehrt herum aus der Verpackungsmaschine auslaufen, zum Platzieren
der Verpackungen richtig herum an der Einlaufstation der Vorrichtung
umfassen. Somit können
Verpackungen, die in der Verpackungsmaschine über den Boden gefüllt werden,
von der Verpackungsmaschine abgenommen und auf der Bodenseite stehend
weiter transportiert werden.
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Der
Transport der Verpackungen kann entlang eines Teilkreises mit einem
Radius gleich dem Krümmungsradius
der Drehung der Mitnehmer erfolgen. Dies ermöglicht es, einfache mechanische
Einrichtungen zum Transportieren der Verpackungen zu verwenden.
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In
einem Ausführungsbeispiel
ist der Krümmungsradius
der Drehung der Mitnehmer im Wesentlichen gleich einem Krümmungsradius
einer Bewegungsbahn von Verpackungen, die aus der Verpackungsmaschine
auslaufen. Auf diese Weise ist es möglich, die Verpackungen von
der Einlaufstation unter Beibehaltung der relativen Position der
Verpackungen, die aus der Verpackungsmaschine auslaufen, zu transportieren.
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Die
Mitnehmer können
angeordnet sein, um eine Verpackung auf einmal von der Einlaufstation
zu der Auslaufstation zu transportieren. Dies ist zum Beispiel im
Fall einer Verpackungsmaschine praktisch, die andernfalls zwei oder
mehr Verpackungen auf einmal ausgibt, die jedoch beim Anfahren und
Abschalten für
kurze Zeit jeweils nur eine Verpackung auf einmal ausgibt.
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Die
Mitnehmer sind vorzugsweise angeordnet, um zwei oder mehr Verpackungen
auf einmal von der Einlaufstation zu der Auslaufstation zu transportieren.
Somit kann die Vorrichtung eine Verpackungsmaschine bedienen, die
zwei oder mehr Verpackungen auf einmal ausgibt.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind
die Mitnehmer angeordnet, um die Verpackungen, die aus der Verpackungsmaschine
mit einem Abstand zueinander auslaufen, durch Drehen der Mitnehmer,
die an der Einlaufstation in die Verpackungen eingreifen, in Richtung
zueinander zusammenzuschieben, bevor die Verpackungen zu der Auslaufstation
transportiert werden. Auf diese Weise kann sichergestellt werden,
dass die Verpackungen sich nicht aufstapeln und umkippen.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zum Zuführen
von Verpackungen von einer Verpackungsmaschine umfasst die folgenden
Schritte:
Aufnehmen einer ersten Menge von wenigstens einer
Verpackung zwischen einem ersten und einem zweiten Verpackungs-Mitnehmer an der
Einlaufstation neben der Verpackungsmaschine, wobei der erste Mitnehmer
paarweise mit dem dritten Mitnehmer angeordnet ist und wobei der
zweite Mitnehmer paarweise mit dem vierten Mitnehmer angeordnet
ist, wobei der erste und der dritte Mitnehmer beziehungsweise der
zweite und der vierte Mitnehmer jeweils diametral zueinander um
eine gemeinsame Mittelachse herum angeordnet sind, wobei die Mitnehmer
um die Mittelachse drehbar sind,
Transportieren der wenigstens
einen Verpackung zu einer Auslaufstation durch Drehen der Mitnehmer
in einer Transportrichtung um die Mittelachse, wobei sich der erste
Mitnehmer vor und der zweite Mitnehmer hinter die wenigstens eine
Verpackung bewegen, und
wenn die wenigstens eine Verpackung
die Auslaufstation erreicht hat, Zurückführen des ersten Mitnehmers
zu der Einlaufstation und Zustellen des zweiten Mitnehmers durch
Drehen um die Mittelachse, so dass sich der vierte Mitnehmer zu
der Einlaufstation vorbewegt, wobei der erste und der vierte Mitnehmer bereit
sind, um eine zweite Menge von wenigstens einer Verpackung aufzunehmen.
Dieses Verfahren ermöglicht
es, Verpackungen von der Verpackungsmaschine schnell und sicher
zuzuführen.
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Die
Verpackungen können
an der Auslaufstation auf ein Förderband übergeben
werden, wobei sich das Förderband
mit einer Förderband-Geschwindigkeit
bewegt. Die Verpackungen werden vorzugsweise mit einer Geschwindigkeit
im Wesentlichen gleich der Förderband-Geschwindigkeit
von der Einlaufstation zu der Auslaufstation transportiert. Somit
haben die Verpackungen, wenn sie an das Förderband übergeben werden, die entsprechende
Geschwindigkeit und daher wird die Gefahr des Umkippens der Verpackungen
minimiert.
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In
einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden die Verpackungen verkehrt herum von der Verpackungsmaschine
aufgenommen und an der Einlaufstation richtig herum gedreht und platziert.
Dies ermöglicht
es, die Verpackungen auf ihrer Bodenseite stehend zu transportieren,
obwohl sie durch die Bodenseite gefüllt worden sind und daher auf
dem Kopf stehend aus der Verpackungsmaschine auslaufen.
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Eine
Verpackung auf einmal kann von der Verpackungsmaschine zugeführt werden.
Dies kann beim Anfahren und Abschalten eines Produktionslaufes in
einer Verpackungsmaschine der Fall sein, die sonst zwei oder mehr
Verpackungen auf einmal ausgibt.
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Die
Verpackungen können
an der Einlaufstation mit einem Abstand zueinander aufgenommen werden,
durch Drehen der Mitnehmer, die die Verpackungen aufnehmen, in Richtung
zueinander zusammengeschoben werden und angrenzend aneinander zu
der Auslaufstation transportiert werden. Dies reduziert das Risiko
des Umkippens der Verpackungen.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird unter Bezugnahme auf die anhängenden schematischen Zeichnungen,
die ein Beispiel des gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsbeispieles
der Erfindung zeigen, ausführlicher beschrieben.
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1 ist
eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer ersten
Position.
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2 zeigt
die Vorrichtung aus 1 in einer zweiten Position.
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3 zeigt
die Vorrichtung aus 1 in einer dritten Position.
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4 zeigt
die Vorrichtung aus 1 in einer vierten Position.
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5 zeigt
die Vorrichtung aus 1 in einer fünften Position.
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6 ist
eine perspektivische Ansicht der Zuführvorrichtung mit einer Vorrichtung
zum Bewegen und Drehen von Verpackungen, gezeigt in einer ersten
Position.
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7 zeigt
die Vorrichtung aus 6 mit der Vorrichtung zum Bewegen
und Drehen in einer zweiten Position.
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Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Unter
Bezugnahme auf 1 hat die Vorrichtung 1 einen
ersten Verpackungs-Mitnehmer 2, einen zweiten Verpackungs-Mitnehmer 3,
einen dritten Verpackungs-Mitnehmer 4 und einen vierten
Verpackungs-Mitnehmer 5 zum Transportieren von Verpackungen 6 von
einer Einlaufstation 7 zu einer Auslaufstation 8.
Der erste Mitnehmer 2 ist paarweise mit dem dritten Mitnehmer 4 angeordnet.
Analog dazu ist der zweite Mitnehmer 3 paarweise mit dem
vierten Mitnehmer 5 angeordnet. Die Mitnehmer in einem
jeden Paar sind diametral zueinander um eine gemeinsame Mittelachse
C angeordnet, die mit der Welle 9 zusammenfällt. Die
Mitnehmer 2 bis 5 sind um die Mittelachse C drehbar.
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Ein
jedes Mitnehmerpaar wird durch einen jeweiligen Servomotor (nicht
gezeigt) über
die Welle 9 angetrieben. Das Paar, das den ersten und den
dritten Mitnehmer 2, 4 umfasst, wird durch einen
Servomotor angetrieben, der über
den Mitnehmerpaaren angeordnet ist. Dementsprechend wird das Paar,
das den zweiten und den vierten Mitnehmer 3, 5 umfasst, durch
einen Servomotor angetrieben, der unter den Mitnehmerpaaren angeordnet
ist.
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Die
Mitnehmer bestehen aus Flügeln
oder Schaufeln 2–5,
die auf Armen 12, 13 angeordnet sind. Die Schaufeln 2–5 haben
vorzugsweise eine konvexe Form, wobei die Form mehr oder weniger dem
Umfang der zu transportierenden Verpackungen 6 entspricht.
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6 zeigt
eine Wendevorrichtung 14 zum Aufnehmen von Verpackungen 6 von
der Verpackungsmaschine (nicht gezeigt). Die Wendevorrichtung 14 hat
zwei Greifer 15 zum Greifen von Verpackungen 6,
die aus der Verpackungsmaschine auslaufen. Die Greifer 15 sind
auf einem Wagen 16 angeordnet, der auf zwei vertikalen
Führungen 17 fährt (die
zweite vertikale Führung
ist versteckt, verläuft
jedoch parallel zu der vertikalen Führung 17) und auf einer
gewölbten
Führung 18,
die die vertikalen Führungen 17 verbindet.
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In 6 wird
eine Position der Wendevorrichtung 14 gezeigt, in der die
Verpackung 6 gerade von der Verpackungsmaschine aufgenommen
worden ist. Die Verpackung wird verkehrt herum gehalten. Wenn die
Greifer 15 auf ihrem Wagen 16 über die gewölbten Führungen 18 fahren,
wird die Verpackung 6 richtig herum gedreht, wie aus 7 ersichtlich
ist.
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Eine
Viertelkreisbahn 20 entsprechend der Bewegungsbahn der
Mitnehmer 2–5 ist
um die Welle 9 angeordnet. An der Einlaufstation 7 hat
die Bahn 20 einen niedrigen nach oben gebogenen Flansch 21, um
zu verhindern, dass Verpackungen 6 von der Bahn 20 herunterfallen.
Aus dem gleichen Grund gibt es ein Geländer 22 entlang der
radial verlaufenden Außenkante
der Bahn von der Einlaufstation 7 und weiter in der Transportrichtung.
An der Auslaufstation 8 schließt ein Förderband 23 an die
Bahn 20 an. Ein Geländer 24 erstreckt
sich entlang der Innenkante des Förderbandes 23.
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Das
Verfahren, nach dem die oben beschriebene Vorrichtung Verpackungen
von der Verpackungsmaschine zuführt,
wird nunmehr beschrieben werden. Es besteht aus den folgenden Schritten:
Aufnehmen
einer ersten Menge von wenigstens einer Verpackung 6 zwischen
einem ersten und einem zweiten Verpackungs-Mitnehmer 2, 3 an
der Einlaufstation 7 neben der Verpackungsmaschine (siehe 1),
Transportieren
der wenigstens einen Verpackung 6 zu einer Auslaufstation
durch Drehen der Mitnehmer 2, 3 in der Transportrichtung
T um die Mittelachse C zu der Auslaufstation 8 (siehe 4),
wobei sich der erste Mitnehmer 2 vor und der zweite Mitnehmer 3 hinter
die wenigstens eine Verpackung 6 bewegen, und
wenn
die wenigstens eine Verpackung 6 die Auslaufstation 8 erreicht
hat, Zurückführen des
ersten Mitnehmers 2 zu der Einlaufstation 7 in
einer Rückwärtsrichtung
R und Zustellen des zweiten Mitnehmers 3 durch Drehen um
die Mittelachse C (siehe 3), so dass sich der vierte
Mitnehmer 5 zu der Einlaufstation 7 vorbewegt,
wobei der erste und der vierte Mitnehmer 2, 5 bereit
sind, um eine zweite Menge von wenigstens einer Verpackung 6 aufzunehmen
(siehe 5).
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Die
zweite Menge von wenigstens einer Verpackung 6 wird mittels
der folgenden Schritte von der Verpackungsmaschine zugeführt:
Aufnehmen
der zweiten Menge von wenigstens einer Verpackung 6 zwischen
dem vierten und dem ersten Mitnehmer 5, 2 an der
Einlaufstation 7,
Transportieren der zweiten Menge
von wenigstens einer Verpackung 6 zu der Auslaufstation 8 durch Drehen
der Mitnehmer 5, 2 in der Transportrichtung T um
die Mittelachse C, wobei sich der vierte Mitnehmer 5 hinter
und der erste Mitnehmer 2 vor die zweite Menge von wenigstens
einer Verpackung 6 bewegen, und
wenn die zweite Menge
von wenigstens einer Verpackung 6 die Auslaufstation 8 erreicht
hat, Zurückführen des
vierten Mitnehmers 5 zu der Einlaufstation 7 und
Zustellen des ersten Mitnehmers 2 durch Drehung um die
Mittelachse C, so dass sich der dritte Mitnehmer 4 zu der
Einlaufstation 7 vorbewegt, wobei der vierte Mitnehmer 5 und
der dritte Mitnehmer 4 bereit sind, eine nachfolgende Menge
von wenigstens einer Verpackung 6 aufzunehmen.
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Die
dritte Menge von wenigstens einer Verpackung 6 wird mittels
der folgenden Schritte von der Verpackungsmaschine zugeführt:
Aufnehmen
der dritten Menge von wenigstens einer Verpackung 6 zwischen
dem dritten und dem vierten Mitnehmer 4, 5 an
der Einlaufstation 7,
Transportieren der dritten Menge
von wenigstens einer Verpackung 6 durch Drehen der Mitnehmer 4, 5 in
der Transportrichtung T um die Mittelachse C zu der Auslaufstation 8,
wobei sich der dritte Mitnehmer 4 hinter und der vierte
Mitnehmer 5 vor die dritte Menge von wenigstens einer Verpackung 6 bewegt,
und
wenn die dritte Menge von wenigstens einer Verpackung 6 die
Auslaufstation 8 erreicht hat, Zurückführen des dritten Mitnehmers 4 zu
der Einlaufstation 7 und Zustellen des vierten Mitnehmers 5 durch
Drehen um die Mittelachse C, so dass sich der zweite Mitnehmer 3 zu
der Einlaufstation 7 vorbewegt, wobei der dritte Mitnehmer 4 und
der vierte Mitnehmer 5 bereit sind, eine nachfolgende Menge
von wenigstens einer Verpackung 6 aufzunehmen.
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Die
vierte Menge von wenigstens einer Verpackung 6 wird mittels
der folgenden Schritte von der Verpackungsmaschine zugeführt:
Aufnehmen
der vierten Menge von wenigstens einer Verpackung 6 zwischen
dem zweiten Mitnehmer 3 und dem dritten Mitnehmer 4 an
der Einlaufstation;
Transportieren der vierten Menge von wenigstens
einer Verpackung 6 durch Drehen der Mitnehmer 3, 4 in
der Transportrichtung T um die Mittelachse C zu der Auslaufstation 8,
wobei sich der zweite Mitnehmer 3 hinter und der dritte
Mitnehmer 4 vor die vierte Menge von wenigstens einer Verpackung 6 bewegen,
und
wenn die vierte Menge von wenigstens einer Verpackung 6 die
Auslaufstation 8 erreicht hat, Zurückführen des zweiten Mitnehmers 3 zu
der Einlaufstation 7 und Zustellen des dritten Mitnehmers 4 durch
Drehen um die Mittelachse C, so dass sich der erste Mitnehmer 2 zu
der Einlaufstation 7 vorbewegt, wobei der erste Mitnehmer 2 und
der zweite Mitnehmer 3 bereit sind, eine nachfolgende Menge
von wenigstens einer Verpackung 6 aufzunehmen.
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Nach
diesen vier Mengen von Verpackungen 6 sind die Mitnehmer 2–5 somit
zu ihren Ausgangsstellungen zurückgekehrt,
und das Zuführen
von Verpackungen 6 von der Verpackungsmaschine kann auf
diese abwechselnde Art und Weise fortgeführt werden. Während jedes
zweiten Transports bewegt sich ein Mitnehmer in dem Paar, das den
ersten und den dritten Mitnehmer 2, 4 umfasst,
hinter die Verpackungen 6. Während der anderen Transporte
bewegt sich einer der Mitnehmer in dem Paar, das den zweiten und
den vierten Mitnehmer 3, 5 umfasst, hinter die
Verpackungen 6.
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Wenn
sich der erste oder der dritte Mitnehmer 2, 4 hinter
die Verpackungen 6 bewegt, bewegt sich analog dazu der
zweite oder der vierte Mitnehmer 3, 5 vor die
Verpackungen 6 und umgekehrt.
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Jedes
Mal, wenn die Mitnehmer 2–5 Verpackungen 6 an
der Auslaufstation 6 übergeben
haben, kehrt der Mitnehmer, der sich hinter die Verpackungen 6 bewegt
hat, seine Drehbewegung um und kehrt zu der Einlaufstation 7 zurück. Dieser
Mitnehmer wird sich während
des nächsten
Transports vor die Verpackungen 6 bewegen. Der Mitnehmer,
der sich vor die Verpackungen 6 bewegt hat, setzt seine
Drehbewegung fort, bis der andere Mitnehmer in dem gleichen Paar
die Einlaufstation 7 erreicht hat. Während des nächsten Transports wird sich
dieser Mitnehmer somit hinter die Verpackungen 6 bewegen.
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Bei
jedem Transport werden die Verpackungen entlang eines Kreisbogens
um etwa 90° des
Bogens, den die Mitnehmer während
ihrer Drehbewegung beschreiben, bewegt. Der Kreisbogen, entlang dem
sich die Verpackungen 6 bewegen, hat einen Radius, der
gleich dem Krümmungsradius
der Drehbewegung der Mitnehmer ist.
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Die
Verpackungsmaschine übergibt
normalerweise zwei Verpackungen 6 gleichzeitig und somit werden
normalerweise zwei Verpackungen 6 gleichzeitig an der Einlaufstation
aufgenommen. Wenn die Verpackungsmaschine jedoch erkennt, dass eine Verpackung
fehlerhaft ist, wird sie diese Verpackung verwerfen, und nur eine
Verpackung wird an der Einlaufstation 7 aufgenommen werden.
Die Wendevorrichtung 14 kann verwendet werden, um fehlerhafte Verpackungen
in der Richtung der Tangente der Bewegung an dem Scheitelpunkt der
Drehbewegung in einen Trichter (nicht gezeigt), der zur Aufnahme
fehlerhafter Verpackungen bereitgestellt wird, zu verwerfen.
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Kurz
nach ihrem Zuschalten und vor ihrem Abschalten übergibt die Verpackungsmaschine
nur eine Verpackung 6 auf einmal, und dementsprechend wird
nur eine Verpackung 6 auf einmal an der Einlaufstation 7 aufgenommen
werden.
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Die
beiden Verpackungen 6, die von der Verpackungsmaschine
auf einmal übergeben
werden, werden in einem Abstand zueinander aus der Verpackungsmaschine
auslaufen und von der Wendevorrichtung 14 in dem gleichen
Abstand zueinander an der Einlaufstation 7 der Zuführvorrichtung 1 platziert werden.
Es ist jedoch wünschenswert,
die Verpackungen 6 angrenzend aneinander zu transportieren, da
dies die Gefahr des „Aufstapelns" und des Umkippens
der Verpackungen 6 reduzieren wird. Bevor der Transport
der Verpackungen 6 zu der Auslaufstation 8 zugeschaltet
wird, werden die Mitnehmer an der Einlaufstation 7 die
Verpackungen 6 zuerst zusammen packen, indem sie sich aufeinander
zu drehen (siehe 2), wodurch der Abstand zwischen
den Mitnehmern, die in die aufgenommenen Verpackungen 6 eingreifen,
reduziert wird. Diese relative Drehung der Mitnehmer zueinander
kann auf mehrere Arten durchgeführt
werden. Erstens können
die Mitnehmer an der Einlaufstation 7 beide aufeinander
zu gedreht werden. Zweitens kann der Mitnehmer, der von hinten in
die Verpackung 6 eingreift, still stehen, und der Mitnehmer,
der von vorn in die Verpackungen eingreift, kann zu dem stationären Mitnehmer
hin drehen. Drittens kann der Mitnehmer, der von vorn in die Verpackung 6 eingreift,
still stehen, und der Mitnehmer, der von hinten in die Verpackungen 6 eingreift, kann
sich zu dem stationären
Mitnehmer hin drehen. Nachdem die Verpackungen 6 zusammen
gepackt worden sind, beginnen beide Mitnehmer, die an der Einlaufstation 7 in die
Verpackungen eingreifen, in der Transportrichtung zu drehen, um
die Verpackungen 6 zu der Auslaufstation 8 zu
transportieren. Das Zusammenpacken der Verpackungen kann natürlich auch
zu Beginn des Transports erfolgen und muss nicht mit Notwendigkeit
erfolgen, bevor der Transport beginnt.
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An
der Auslaufstation 8 werden die Verpackungen 6 an
das Förderband 23 übergeben,
das die Verpackungen 6 zur Weiterverarbeitung abführt, wie zum
Beispiel, um die Verpackungen 6 zum Versand in Kisten zu
platzieren. Die Mitnehmer 2–5 transportieren
die Verpackungen 6 mit einer Geschwindigkeit, die gleich
einer Geschwindigkeit ist, mit der sich das Förderband 23 bewegt,
zu der Auslaufstation. Daher wird das Förderband 23 die Verpackungen
nicht beschleunigen oder abbremsen müssen, und somit wird das Risiko
des Umkippens der Verpackungen 6 reduziert.
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Der
Durchschnittsfachmann wird erkennen, dass eine Anzahl von Veränderungen
der hierin beschriebenen Ausführungsbeispiele
möglich
sind, ohne von dem Erfindungsgedanken gemäß Definition in den anhängenden
Patentansprüchen
abzuweichen.
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Zum
Beispiel kann die Zuführvorrichtung
angepasst werden, um mehr als zwei Verpackungen gleichzeitig von
der Verpackungsmaschine zuzuführen.
In einem solchen Fall kann die Wendevorrichtung 14 mit
einer entsprechenden Anzahl von Greifern 15 ausgestattet
werden.
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Die
Zuführvorrichtung
kann auch Verpackungen 6 aufnehmen, die bereits richtig
herum stehend aus der Verpackungsmaschine auslaufen. Somit wäre keine
Wendevorrichtung 14 erforderlich, und ein Roboterarm könnte zum
Beispiel anstelle dessen verwendet werden, um die Verpackungen 6 von
der Verpackungsmaschine aufzunehmen und sie an der Einlaufstation 7 zu
platzieren.
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Die
Schaufeln 2–5 können lösbar an
den Armen 13, 14 befestigt sein, wodurch ein Auswechseln der
Schaufeln ermöglicht
wird, so dass Schaufeln mit einer konvexen Form, die einer anderen
Form und Größe von Verpackungen
entsprechen, angebaut werden können.