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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Antennenanordnung mit
einem im Wesentlichen flachen Oberflächenleiter und auf ein Funkkommunikationsgerät mit einer
derartigen Anordnung.
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Drahtlose
Endgeräte,
wie Handys, enthalten typischerweise entweder eine externe Antenne,
wie eine Normalmodespirale oder eine Meanderantenne, oder eine innere
Antenne, wie eine "Planar
Inverted-F Antenna" (PIFA)
oder eine ähnliche
Antenne.
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Derartige
Antennen sind klein (gegenüber
einer Wellenlänge)
und deswegen durch die grundsätzlichen
Grenzen kleiner Antennen, schmalbandig. Aber zellulare Funkkommunikationssysteme
haben typischerweise eine minimale Bandbreite von 10% oder mehr.
Um eine derartige Bandbreite von beispielsweise einem PIFA zu erzielen,
ist ein beträchtliches
Volumen erforderlich, wobei es zwischen der Bandbreite einer Flächenantenne
und dem Volumen eine direkte Beziehung gibt, aber ein derartiges
Volumen ist nicht leicht verfügbar
bei den heutigen Trends in Richtung kleinen Handys. Weiterhin werden
PIFAs reaktiv bei Resonanzen, wenn die Flächenhöhe gesteigert wird, was notwendig
ist um die Bandbreite zu verbessern.
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Ein
weiteres Problem tritt auf, wenn eine Doppelbandantenne erforderlich
ist. In dem Fall sind zwei Resonatoren in derselben Struktur erforderlich, was
bedeutet, dass nur ein Teil des verfügbaren Antennengebietes effektiv
bei jeder Frequenz benutzt wird. Da die Bandbreite einer Antenne
mit der Größe zusammenhängt, ist
noch mehr Volumen erforderlich um die Breitbandwirkung in zwei Bändern zu
schaffen. Ein Beispiel einer derartigen Antenne ist in der Europäischen Patentanmeldung
EP 0.997.974 beschrieben,
wobei zwei PIFA Antennen von einer gemeinsamen Stelle aus gespeist
werden und wobei sie sich einen gemeinsamen Kurzschlussstift teilen. Das
NF-Element ist um das HF-Element
geschlungen, was bedeutet, dass das HF-Element im Vergleich zu der
gesamten Antennengröße klein
sein muss (und deswegen schmalbandig).
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Unsere
ebenfalls eingereichte Internationale Patentanmeldung WO 02/60005
(nicht veröffentlicht an
dem Prioritätsdatum
der vorliegenden Erfindung) beschreibt eine Variation einer herkömmlichen
PIFA, wobei in der PIFA zwischen dem Speisestift und dem Kurzschlussstift
ein Schlitz vorgesehen ist. Eine derartige Anordnung lieferte eine Antenne
mit wesentlich besseren Impedanzcharakteristiken, während ein
kleineres Volumen als eine herkömmliche
PIFA erforderlich war.
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Unsere
ebenfalls eingereichte Internationale Patentanmeldung WO 02/71535
(nicht veröffentlicht zu
dem Prioritätsdatum
der vorliegenden Erfindung) beschreibt eine Verbesserung der WO
02/60005, wodurch eine Doppel- und Mehrfachbandbenutzung ermöglicht wird.
Durch Verbindung verschiedener Impedanzen mit dem Speisestift und
dem Kurzschlussstift, werden verschiedene Stromstrecken durch die Antenne
geschaffen, die sich je auf eine bestimmte Betriebsart beziehen.
Die beschriebene Anordnung ermöglicht
es, dass die ganze Antennenstruktur in allen Bändern verwendet werden kann,
wobei ein kleineres Volumen erforderlich ist als bei herkömmlichen Mehrfachband
PIFAs.
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Das
US Patent 6.229.487 beschreibt eine PIFA, die durch ein nicht lineares
leitendes Element gebildet wird. Das leitende Element umfasst ein
erstes und ein zweites Segment unterschiedlicher Größe in einem
aneinander grenzenden koplanaren Verhältnis. Ein U-förmiges zwischen
liegendes Segment verbindet das erste und das zweite Segment miteinander.
Eine Signalspeisung erstreckt sich von dem ersten Segment zu einer
HF-Schaltung und
eine geerdete Speisung erstreckt sich von dem ersten Segment grenzend
an die Signalspeisung und ist nach Erde verbunden. Es können mehrere
resonierende Frequenzbänder
erhalten werden um einen Mehrfachbandbetrieb zu ermöglichen,
und zwar durch Einstellung der Breite von und des Abstandes zwischen
dem ersten und dem zweiten Segment und ggf. durch eine Änderung
der Form, der Länge
und der Konfiguration des ersten, zweiten und des zwischen liegenden
Segmentes.
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Das
Japanische Patentdokument 2001274619 beschreibt eine PIFA mit einem
im Wesentlichen rechteckigen flachen Leiter. Eine Ecke des flachen
Leiters hat eine Erweiterung, die nach Erde verbunden ist. Ein im
Wesentlichen L-förmiger
Signalspeiseleiter ist mit einer angrenzenden Längsecke des flachen Leiters
verbunden. Ein L-förmiger
Schlitz ist zwischen dem Signalspeiseleiter und dem angrenzenden
Rand des flachen Leiters gebildet. Der im Wesentlichen L-förmige Speiseleiter
ermöglicht
es, dass die Länge
der Speisung geändert
wird, wodurch ermöglicht
wird, dass die PIFA miniaturisiert wird.
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EP-A1-0
993 070 beschreibt eine umgekehrte-F Antenne mit einer geschalteten
Impedanz. Das Konzept hinter der in dieser Patentanmeldung beschriebenen
Erfindung ist, dass die Resonanzfrequenz diesen Antennentyps mit
der zunehmenden Größe der Erdungsklemme
zunimmt. Die beschriebene Antenne umfasst typischerweise einen recht eckigen
flachen Leiter mit drei in einem Abstand voneinander liegenden Abgriffen
an einem der schmalen Enden. Der erste der drei Abgriffe ist mit
der HF-Schaltung verbunden und der zweite und dritte Abgriff ist
durch betreffende Schaltvorrichtungen nach Erde gekoppelt. Die mit
dem zweiten Abgriff verbundene Schaltvorrichtung ist ein Zwei-Stellungen Schalter.
In der einen Stellung des Schalters ist der Abgriff unmittelbar
mit Erde verbunden und in der anderen Stellung des Schalters ist
eine induktive Impedanz in Reihe zwischen dem Abgriff und Erde verbunden.
Im Betrieb kann die Antenne mit Hilfe der Schaltvorrichtungen auf
drei aneinander grenzende Signalbänder abgestimmt werden. Für ein mittleres Band
der drei Signalbänder
ist der zweite Abgriff unmittelbar mit Erde verbunden und der dritte
Abgriff ist offen. Für
das niedrigste Signalband ist der zweite Abgriff mit Hilfe der induktiven
Impedanz mit Erde verbunden und der dritte Abgriff ist offen. Zum Schluss
verbindet für
das höchste
Signalband die induktive Impedanz den zweiten Abgriff mit Erde und der
dritte Abgriff ist mit Erde verbunden. Der Wert der induktiven Impedanz
kann zunehmend geändert
werden, damit die Bandbreite eingestellt wird.
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Das
Japanische Patentdokument 10028013 beschreibt eine flache Antenne
mit der üblichen
Signalspeise- und Erdungsverbindungen. Eine dritte Verbindungsstelle
ist schaltbar mit Erde verbunden, und zwar durch eine Kapazitätslast oder
eine induktive Last. Die Resonanzwellenlänge wird durch den Impedanzwert
des kapazitiven Impedanzelementes eingestellt.
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Das
Japanische Patentdokument 10224142 beschreibt eine durch die Resonanzfrequenz
schaltbare umgekehrte F Antenne, die in einem Breitband verwendet
werden kann, und zwar durch Umschaltung der Resonanzfrequenz unter
Verwendung einer Antenne mit einem einzigen Speisestift und einer
Anzahl schaltbarer Kurzschlussstifte. Jeder Kurzschlussstift umfasst
eine Impedanzanpassungsschaltung. Ein Kurzschlussstift wird durch
eine Steuerschaltung selektiert.
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Es
ist nun u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine bessere
flache Antennenanordnung zu schaffen.
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Nach
einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Antennenanordnung
mit einem im Wesentlichen flachen Oberflächenleiter mit einem meanderförmigen Schlitz
geschaffen, wobei eine geerdete Fläche sich in einem Abstand von
und sich gleich erstreckend mit dem Oberflächenleiter erstreckt, mit einer
ersten und einer zweiten Verbindungsstelle auf dem Oberflächenleiter,
wobei die erste und die zweite Verbindungs stelle auf je einer Seite des
Schlitzes vorgesehen sind, und einer Funkfrequenzschaltung, die
mit der ersten Verbindungsstelle verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
dass ein variables Impedanzmittel vorgesehen ist, wobei das variable
Impedanzmittel einen Bereich von Impedanzwerten zwischen Null und
unendlicher Impedanz hat, dass die ersten Schaltmittel mit der zweiten
Verbindungsstelle verbunden sind, dass eine dritte Verbindungsstelle
auf dem benachbarten Oberflächenleiter vorgesehen
ist, und zwar angrenzend an, aber in einem Abstand von der ersten
Verbindungsstelle, und dass zweite Schaltmittel vorgesehen sind
zum Koppeln der dritten Verbindungsstelle mit der geerdeten Fläche, wobei
in einer ersten Arbeitsmode mit einer ersten Arbeitsfrequenz, das
erste und das zweite Schaltmittel in einem ersten Arbeitszustand
sind, wobei die zweite Verbindungsstelle mit der geerdeten Fläche gekoppelt
ist und die dritte Verbindungsstelle gegenüber der geerdeten Fläche isoliert
ist, wobei in einer zweiten Arbeitsmode mit einer zweiten variablen
Arbeitsfrequenz, das erste und das zweite Schaltmittel in einem
zweiten Betriebszustand sind, wobei die variablen Impedanzmittel
zwischen der zweiten Verbindungsstelle und der geerdeten Fläche vorgesehen
ist und wobei die dritte Verbindungsstelle (508) gegenüber der
geerdeten Fläche
isoliert ist und wobei durch Variation des Impedanzwertes der variablen
Impedanzmittel zwischen Null und dem unendlichen Wert die Arbeitsfrequenz
der Antennenanordnung variiert werden kann, und wobei in einer dritten Arbeitsmode
mit einer dritten Arbeitsfrequenz das erste und das zweite Schaltmittel
die zweite Verbindungsstelle gegenüber der geerdeten Fläche isolieren
und die dritte Verbindungsstelle mit der geerdeten Fläche verbinden.
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Durch
Ermöglichung
eines effizienten Betriebs der Antennenanordnung bei Frequenzen
zwischen den bekannten Betriebsarten wird eine gedrängte Breitbandantenne
geschaffen. Die Anordnung kann beispielsweise als eine "Differentially Slotted" PIFA in der ersten
Betriebsart und als eine "Planar
Inverted-L Antenna" (PILA)
in der zweiten Betriebsart funktionieren. Die variable Impedanz
kann eine Induktivität
sein. Es können
zusätzliche
Verbindungsstellen vorgesehen sein, damit weitere Betriebsarten
ermöglicht
werden.
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Nach
einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Funkkommunikationsgerät geschaffen,
das eine Antennenanordnung nach der vorliegenden Erfindung aufweist.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
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1 eine
schaubildliche Darstellung einer PIFA in einem Handy,
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2 eine
schaubildliche Darstellung einer geschlitzten flachen Antenne in
einem Handy,
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3 eine
Graphik eines simulierten Rückkehrverlustes
S11 in dB gegenüber der Frequenz f in MHz für die Antenne
nach 2, wobei der erste Stift gespeist wird und der
zweite Stift geerdet ist,
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4 eine
Graphik eines simulierten Rückkehrverlustes
S11 in dB gegenüber der Frequenz f in MHz für die Antenne
nach 2, wobei der erste Stift gespeist wird und der
zweite Stift offen ist,
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5 eine
Draufseicht einer Antennenanordnung, die über einen großen Frequenzbereich
abstimmbar ist,
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6 eine
Graphik eines simulierten Rückkehrverlustes
S11 in dB gegenüber der Frequenz f in MHz für die Antenne
nach 5, wobei der Wert der Induktivität, die den
zweiten Stift belastet, von 0 bis 64nH variierte,
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7 eine
Graphik eines simulierten Rückkehrverlustes
S11 in dB gegenüber der Frequenz f in MHz für die Antenne
nach 5, wobei eine zusätzliche Anpassung vorgesehen
ist und wobei der Wert der Induktivität, die den zweiten Stift belastet,
von 0 bis 64nH variierte,
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8 ein
Smith-Diagramm mit dem simulierten Rückkehrverlust S11 für die Antenne
nach 5 in der GSM Mode über den Frequenzbereich von
800 bis 3000 MHz,
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9 eine
Graphik mit der Effizienz E gegenüber der Frequenz f in MHz für die Antenne
nach 5 in der GSM Mode,
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10 eine
Graphik mit der Dämpfung
A in dB gegenüber
der Frequenz f in MHz für
die Antenne nach 5 in der GSM Mode,
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11 ein
Smith-Diagramm des simulierten Rückkehrverlustes
S11 für
die Antenne nach 5 in der PCS Mode über den
Frequenzbereich von 800 bis 3000 MHz,
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12 eine
Graphik der Effizienz E gegenüber
der Frequenz f in MHz für
die Antenne nach 5 in der PCS Mode,
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13 ein
Smith-Diagramm des simulierten Rückkehrverlustes
S11 für
die Antenne nach 5 in der DCS Mode über den
Frequenzbereich von 800 bis 3000 MHz, und
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14 eine
Graphik der Effizienz E gegenüber
der Frequenz f in MHz für
die Antenne nach 5 in der DCS Mode.
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In
der Zeichnung sind entsprechende Elemente durch dieselben Bezugszeichen
angegeben.
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Eine
schaubildliche Darstellung einer auf einem Handy angeordneten PIFA
ist in 1 dargestellt. Die PIFA umfasst einen rechteckigen
Flächenleiter 102,
parallel zu einer flachen, einen Teil des Handys bildenden Erdungsplatte 104 unterstützt. Die Antenne
wird über
einen ersten (Speise)Stift 106 gespeist und ist mit Hilfe
eines zweiten (Kurzschluss)Stiftes 108 mit der Erdungsplatte 104 verbunden.
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In
einer typischen Ausführungsform
einer PIFA hat der Flächenleiter 102 Abmessungen
20 × 10
mm und liegt 8 mm über
der Erdungsfläche 104, die
eine Größe hat von
40 × 100 × 1 mm.
Der Speisestift 106 befindet sich an einer Ecke des Flächenleiters 102 und
der Erdungsfläche 104 und
der Kurzschlussstift 108 liegt in einem Abstand von 3 mm
von dem Speisestift 106.
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Es
ist durchaus bekannt, dass die Impedanz einer PIFA induktiv ist.
Eine Erläuterung
davon wird durch die Erwägung
gegeben, dass die Ströme
an dem Speisestift und dem Kurzschlussstift 106 bzw. 108 als
die Summe des symmetrischen Modestromes (gleich und entgegengesetzt
gerichtet, nicht strahlend) und des Strahlungsmodestromes (gleich gerichtet)
betrachtet wird. Für
die symmetrischen Modeströme
bilden der Speise- und
der Kurzschlussstift 106, 108 eine Kurzschlussübertragungsleitung,
die eine induktive Reaktanz hat, und zwar wegen der sehr geringen
Länge gegenüber einer
Wellenlänge
(8 mm, oder 0,05λ bei
2 GHz in der in 1 dargestellten Ausführungsform).
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2 ist
eine schaubildliche Darstellung einer Variation der Standard PIFA,
beschrieben in unserer ebenfalls eingereichten Patentanmeldung WO 02/60005,
worin ein Schlitz 202 in dem Flächenleiter 102 zwischen
dem Speisestift 106 und dem Kurzschlussstift 108 vorgesehen
ist. Das Vorhandensein des Schlitzes beeinträchtigt die symmetrische Modeimpedanz
der Antennenanordnung durch Steigerung der Länge der Kurzschlussübertragungsleitung,
die durch den Speisestift 106 und den Kurzschlussstift 108 gebildet
wird, wodurch es ermöglicht
wird, dass der induktive Anteil der Impedanz der Antenne wesent lich
reduziert wird. Dies ist, weil der Schlitz 202 die Länge der
Kurzschlussübertragungsleitung,
die durch den Speisestift und den Kurzschlussstift 106 bzw. 108 gebildet
wird, sehr steigert, wodurch es ermöglicht wird, dass die Impedanz
der Übertragungsleitung
weniger induktiv gemacht werden kann. Diese Anordnung ist deswegen
als eine differenziell geschlitzte PIFA (DS-PIFA) bekannt.
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In
WO 02/60005 wurde ebenfalls dargelegt, dass das Vorhandensein des
Schlitzes eine Impedanzumwandlung herbeiführt. Dies ist weil die DS-PIFA
derart betrachtet werden kann, dass diese einem sehr kurzen, stark
oben belasteten gefalteten Monopol ähnlich ist. Die Impedanzumwandlung
ist etwa um einen Faktor vier, wenn der Schlitz 202 zentral
in dem Flächenleiter 102 liegt.
Eine asymmetrische Anordnung des Schlitzes 202 auf dem
Flächenleiter 102 kann
benutzt werden um diese Impedanzumwandlung zu regeln, wodurch es
ermöglicht
wird, dass die widerstandsfähige
Impedanz der Antenne derart eingestellt wird, dass sie besser zu
einer erforderlichen Schaltungsimpedanz passt, beispielsweise 50
Ohm.
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Unsere
ebenfalls eingereichte internationale Patentanmeldung WO 02/71535
beschreibt, wie ein zweiten Betriebsband für die in 2 dargestellte Antenne
vorgesehen werden kann, wobei der Kurzschlussstift 108 als
offener Stromkreis gelassen wird. In dieser Betriebsart funktioniert
die Antenne als eine geschlängelte
flache umgekehrte-L Antenne ("Planar Inverted-L
Antenna") (PILA),
wie in unserer ebenfalls eingereichten internationalen Patentanmeldung
WO 02/71541 beschrieben (zum Prioritätsdatum der vorliegenden Erfindung
noch nicht veröffentlicht).
Die Wirkungsweise einer PILA kann am besten dadurch verstanden werden,
dass erkannt wird, dass der Kurzschlussstift in einer herkömmlichen
PIFA eine Anpassungsfunktion erfüllt,
aber die Anpassung ist nur bei einer einzigen Frequenz effektiv
und geht auf Kosten der Anpassung bei anderen Frequenzen. Folglich
wird in einem PILA auf den Kurzschlussstift verzichtet oder die
Schaltungsanordnung wird offen gelassen.
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Folglich
wird eine Doppelbetriebsart dadurch ermöglicht, dass der zweite Stift 108 über einen Schalter
nach Erde verbunden wird. Wenn der Schalter geschlossen wird, funktioniert
die Antenne als eine DS-PIFA, und wenn der Schalter offen ist, funktioniert
die Antenne als eine geschlängelte
PILA. Es wurden Simulationen durchgeführt um die Leistung einer Antenne
mit den typischen oben detailliert beschriebenen PIFA Abmessungen
zu ermitteln. Der Schlitz 202 ist 1 mm breit, startet zentral
zwischen den zwei Stif ten 106, 108, läuft dann
parallel zu dem Rand des Flächenleiters 102 und
in einem Abstand von 0,5 mm von dem Rand. Die 3 und 4 zeigen
simulierte Ergebnisse für
den Rückkehrverlust S11 in der DS-PIFA- bzw. in der PILA-Mode.
Alternative Betriebsarten werden dadurch geschaffen, dass die Rollen
des ersten und des zweiten Stiftes 106; 108 umgekehrt
werden; in der DS-PIFA Mode ist der Frequenzgang derselbe aber die
Antennenimpedanz ist wesentlich höher; in der PILA Mode wird
die Resonanzfrequenz auf etwa 1150 MHz reduziert, weil die volle
Länge des
Abschnitts des Flächenleiters 102 über und
auf der rechten Seite des Schlitzes 202 im Betrieb ist.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Anforderung für Antennen,
die über
einen großen Bandbereich
arbeiten können,
statt in einer begrenzten Anzahl diskreter Bänder. Eine Draufsicht einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist in 5 dargestellt.
Der Flächenleiter 102 hat
eine Größe von 23 × 11 mm
und liegt 8 mm über
der Erdungsfläche 104.
Der Schlitz 202 hat eine Breite von 1 mm, erstreckt sich
parallel zu und in einem Abstand von 1 mm von dem oberen, dem rechten
und dem unteren Rand des Flächenleiters 102 und
endet 4,5 mm von dem linken Rand des Flächenleiters. Ein HF-Signal von
der Quelle 502 wird dem Flächenleiter 102 über den
ersten Stift 106 zugeführt.
Der zweite Stift 108 ist mit dem ersten und dem zweiten
Schalter 504, 506 verbunden und es ist ein dritter
Stift vorgesehen, der mit einem dritten Schalter 510 verbunden
ist. Der Basisbetrieb der Antenne umfasst drei Moden, für den Betrieb
in GSM ("Global
System for Mobile Communications"),
DCS und PCS ("Personal
Communication Services")
Frequenzbänder.
Eine vierte Mode zum Bedecken von UMTS ("Universal Mobile Telecommunication System") könnte auf
einfache Weise hinzugefügt
werden.
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In
einer ersten NF-Mode (GSM) um 900 MHz herum, ist der erste Schalter 504 offen,
der dritte Schalter 510 ist geschlossen, wodurch der dritte
Stift 508 mit der Erdungsfläche 104 verbunden
wird, und die Antenne funktioniert als geschlängelte PIFA. Ein Kondensator 512,
der zwischen dem ersten und dem dritten Stift 106, 508 vorgesehen
ist, schaltet die symmetrische Modeinduktivität der schlängelnden PIFA aus und schafft
einen Grad von Breitbandigkeit.
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In
einer zweiten HF-Moder (PCS), um 1900 MHz herum, ist der dritte
Schalter 510 offen, während der
erste und der zweite Schalter 504, 506 geschlossen
sind, wodurch der zweite Stift 108 mit der Erdungsfläche 104 verbunden
wird, und die Antenne funktionier als eine DS-PIFA. In einer dritten
(DCS) Mode, um 1800 MHz herum, ist der zweite Schalter offen, wodurch
der zweite Stift 108 mit einer Induktivität 514 belastet
wird, was den Effekt der Verringerung der Resonanzfrequenz hat.
Es ist eine Parallelinduktivität 516 vorgesehen
um die kapazitive Impedanz der Antenne in der DCS- und PCS-Mode
auszugleichen, verursacht durch die Länge des Schlitzes 202.
In der GSM Mode wird dieser Effekt durch den Parallelkondensator 512 ausgeglichen,
der in der DCS und in der PCS mode nicht im Betrieb ist.
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Durch
Variation des Wertes der Induktivität 514 kann die Antenne über einen
großen
Frequenzbereich abgestimmt werden. Wenn die Induktivität 514 einen
geringen Wert hat, ist der zweite Stift nahe dran, geerdet zu werden
und die Antenne funktioniert als eine DS-PIFA. Wenn die Induktivität 514 einen hohen
Wert hat, ist der zweite Stift 108 nahe an einem offenen
Stromkreis und die Antenne funktioniert als eine schlängelnde
PI-LA. 6 ist
eine Graphik eines simulierten Rückkehrverlustes
S11, wobei der zweite und der dritte Schalter 506, 510 offen
sind und der Wert der Induktivität 514 von
0 bis 64 nH variierte. In dieser Figur entspricht der Frequenzgang
mit der höchsten
Frequenzresonanz einem Induktivitätswert von 0 nH, der Frequenzgang
mit der zweithöchsten Frequenzresonanz
einem Induktivitätswert
von 1 nH, wobei nachfolgenden Kurven mit aufeinander folgenden Verdopplung
des Induktivitätswertes
bis zu einem Maximum von 64 nH übereinstimmen.
Die Frequenzgänge
sind in einem 200 Ohm System simuliert (wobei die hohe Strahlungsmodeimpedanzumwandlung
reflektiert wird, und zwar wegen der Schlitzlage, notwendig für eine effektive
Schlängelung
in der GSM Mode).
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Eine
variable Induktivität 514 kann
verschiedenartig implementiert werden. Eine Art und Weise ist, dass
ein Bereich von Induktivitäten
geschaffen wird, die einzeln und in Kombination geschaltet werden
können,
um einen Bereich von Werten zu schaffen. Eine andere Art und Weise
ist, dass ein regelbarer Kondensator geschaffen wird, parallel zu
der Induktivität,
unter der Voraussetzung, dass die Frequenz unterhalb der Antiresonanzfrequenz
der parallelen Kombination aus Kondensator und Induktivität liegt
(wobei die Antiresonanzfrequenz durch den Kondensator abgestimmt
wird). Ein derartiger Kondensator könnte beispielsweise eine Kapazitätsdiode sein
(bei niedrigen Leistungspegeln) oder eine MEMS-Anordnung ("Micro ElectroMagnetic
Systems"). Zum Einschalten
der variablen Induktivität
sowie des ersten, zweiten und dritten Schalters 504, 506, 510 sind
MEMS Schalter besonders geeignet, und zwar wegen des niedrigen EIN-Widerstandes und
des hohen AUS-Widerstandes.
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Es
ist deutlich, dass die Antenne über
eine Bandbreite von etwa einer Oktave abgestimmt werden kann. Aber
der Widerstand bei Resonanz der geschlängelten PILA Mode ist viel
niedriger als der Widerstand der DS-PIFA Mode, weil die Lage des Schlitzes 202 keine
Impedanzumwandlung in der geschlängelten
PILA Mode schafft. Folglich verschlechtert sich die Übereinstimmung
wenn die Resonanzfrequenz reduziert wird. Trotzdem ist Abstimmung über einen
Bereich von etwa 200-300 MHz möglich ohne
wesentliche Verschlechterung der Übereinstimmung. Dies reicht
um die UMTS-, PCS- und DCS-Frequenzbänder zu
bedecken.
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Die Übereinstimmung
kann wesentlich verbessert werden, und zwar durch Verwendung einer Anpassungsschaltung,
die eine größere Aufwärtsimpedanzumwandlung
bei niedrigen Frequenzen als bei hohen Frequenzen schafft. Ein einfaches
Beispiel davon ist ein mit der Antenne verbundener Reihenkondensator,
dem eine Parallelinduktivität
folgt. Durch Verwendung einer Kapazität von 2 pF und einer Induktivität von 25
nH werden die simulierten Ergebnisse zu denen aus 7 modifiziert.
In diesem Fall ist die Übereinstimmung über den
ganzen abstimmbaren Frequenzbereich viel besser eingehalten. Eine
höhere
Impedanz könnte
auch dadurch erreicht werden, dass der dritte Schalter 510 geschlossen
wird; dies wird nur einen geringen Effekt auf die Frequenzgänge haben,
aber die Antenne wird dann für
hohe Werte der Induktivität 514 als
eine geschlängelte
PIFA funktionieren statt als eine geschlängelte PILA.
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Zurückkehrend
zu der Basisantenne nach 5 in der GSM Mode zeigt 8 ein
Smith-Diagramm mit dem simulierten Rückkehrverlust. Die Markierung
s1 entspricht einer Frequenz von 880 MHz und die Markierung s2 entspricht
einer Frequenz von 960 MHz. Die Schalter werden als MEMS Schalter
simuliert mit einem Reihenwiderstand von 0,5 Ohm in dem Stand EIN
und einem Reihenwiderstand von 0,02 pF in dem Stand AUS. Obschon
der Rückkehrverlust
S11 nicht besonders gut ist, bei etwa –5 dB im
Band, reicht er um ohne wesentlichen Verlust durch die Schalter
hindurch zu gehen, wenn die Sende- und Empfangsbänder einzeln an einen akzeptierbaren
Pegel angepasst werden können.
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Die
Effizienz E der Antenne in der GSM Mode ist in 9 dargestellt,
wobei der Fehlanpassungsverlust als eine gestrichelte, der Schaltungsverlust
als Kettenstrichlinie und der kombinierte Verlust als eine gezogene
Linie dargestellt ist. Dieser Ergebnisse basieren auf einem Kondensator 512 mit
einem Q von 200, was hoch ist, aber möglich. Es ist ein Kondensator
guter Qualität
notwendig, weil dieser eine parallele Resonanzschaltung gegenüber der
Induktivität
der Antenne bildet. Es dürfte
einleuchten, dass die Gesamteffizienz durch den Rückkehrverlust gesteuert
wird, während
Schaltungsverluste kleiner sind als 25%.
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Die
induktive Art der Antenne, kombiniert mit der kapazitiven Abstimmung
aus dem Kondensator 512 führt dazu, dass die Antenne
als ein gutes Filter funktioniert. 10 zeigt
die Dämpfung
A (in dB) der Antenne, was zeigt, dass sie mehr als 30 dB Unterdrückung der
zweiten Harmonischen schafft und etwa 20 dB Unterdrückung der
dritten Harmonischen. Diese Dämpfung
könnte
noch weiter verbessert werden durch Hinzufügung eines Leiters, der den
ersten Stift 106 mit dem zweiten Stift 508 koppelt,
wie in unserer ebenfalls eingereichten nicht veröffentlichten internationalen
Patentanmeldung IB 02/02575 (Aktenzeichen der Anmelderin PHGB 010120)
beschrieben.
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Nachstehend
wird nun die Antenne nach 5 in der
PCS Mode näher
betrachtet, wobei 11 ein Smith-Diagramm ist, das
den simulierten Rückkehrverlust
zeigt. Die Markierung s1 entspricht einer Frequenz von 1850 MHz
und die Markierung s2 entspricht einer Frequenz von 1990 MHz. Hier
ist die Übereinstimmung
sehr gut, obschon bei einer hohen Impedanz von 200 Ohm. Dies ist
wegen der großen Strahlungsmodeimpedanzumwandlung,
verursacht durch die Lage des Schlitzes 202, was für eine effektive
Schlängelung
in der GSM Mode erforderlich ist. Aber eine hohe Impedanz kann zum
Schalten vorteilhaft sein, und diese kann reduziert werden, wenn
die Höhe
der Antenne reduziert wird. Die Effizienz E der Antenne in der PCS
Mode ist in 12 dargestellt, wobei der Fehlanpassungsverlust
als eine gestichelte Linie dargestellt ist, und der kombinierte
Verlust als eine gezogene Linie dargestellt ist. Die Schaltungsverluste
sind etwa 10%.
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Nachstehend
wird die Antenne aus 5 in der DCS Mode betrachtet,
wobei 13 ein Smith-Diagramm ist, das
den simulierten Rückkehrverlust
darstellt. Die Markierung s1 entspricht einer Frequenz von 1710
MHz und die Markierung s2 entspricht einer Frequenz von 1880 MHz.
In dieser Mode wird eine induktive Belastung des zweiten Stiftes 108 durch
die Induktivität 514 verwendet.
Die Übereinstimmung
und Bandbreite entsprechen denen für die PCS Mode. Die Effizienz
E aus 14 (mit derselben Bedeutung
für die
Linien wie oben), entspricht auch der in der PCS Mode, trotz der
induktiven Belastung in dem Kurzschlussstift.
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Es
dürfte
einleuchten, dass die Anordnung des dritten Stiftes 508 und
der assoziierten Mode, wenn der dritte Schalter geschlossen ist,
nicht ein wesentliches Element der vorliegende Erfindung ist, was
bloß eine
erste Verbindung mit dem Flächenleiter 102 für Signale
erfordert und dass eine zweite Verbindung zwischen dem Flächenleiter 102 und
der Erdungsfläche 104 eine
variable Impedanz hat, die einen Beriech von Werten zwischen einer
offenen Schaltung und einem Kurzschluss bestreichen kann. Eine Vielzahl
alternativer Ausführungsformen
mit zusätzlichen
Verbindungsstellen und/oder zusätzlichen Schlitzen
ist möglich.
Auf gleiche Weise kann die vorliegende Erfindung ohne Notwendigkeit
von Schaltern implementiert werden.
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Bei
einer weiteren Abwandlung der oben beschriebenen Ausführungsformen
kann der dritte Stift 508 auch induktiv belastet werden,
wodurch eine Bedeckung zellularer Übertragungen um die 824 bis 894
MHz ermöglicht
wird. Die Anordnung eines weiteres Schalters und einer mit dem dritten
Stift 508 verbundenen Induktivität in einer ähnlichen Anordnung wie der
erste Schalter 504 und der assoziierten Induktivität 514,
verbunden mit dem zweiten Stift 108 würde eine Bedeckung dieses Bandes
und des GSM Bandes ermöglichen.
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Aus
der Lektüre
der vorliegenden Beschreibung dürften
dem Fachmann andere Abwandlungen einfallen. Solche Abwandlungen
können
andere Merkmale betreffen, die in dem Entwurf, in der Herstellung
und in der Verwendung von Antennenanordnungen und zusammensetzenden
Teilen davon bereits bekannt sind und statt der oder zusätzlich zu den
hier bereits beschriebenen Merkmalen verwendbar sind.
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In
der vorliegenden Beschreibung und in den beiliegenden Patentansprüchen schließt das Wort "ein" vor einem Element
das Vorhandensein mehrerer derartiger Elemente nicht aus. Weiterhin
schließt das
Wort "umfasst" das Vorhandensein
anderer Elemente oder Verfahrensschritte als die genannten nicht
aus.