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TECHNISCHES
GEBIET
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Die
Erfindung betrrifft eine elektrische Schaltanordnung mit mindestens
einem elektrischen Kontakt, der durch Magnetmittel in einer stabilen
Stellung gehalten werden kann. Weiterhin betrifft die Erfindung
ein elektromagnetisches Relais mit mindestens zwei stabilen Schaltzuständen, das
mindestens einen ersten und einen zweiten elektrischen Kontakteingang,
Steuereingänge
und mindestens eine solche Schaltanordnung umfasst. Weiterhin betrifft
die Erfindung ein elektrisches Schaltgerät, das mindestens einen ersten
und einen zweiten elektrischen Kontakteingang und mindestens eine
solche Schaltanordnung umfasst.
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STAND DER
TECHNIK
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Bekannte
Schaltanordnungen, die insbesondere in Relais und in elektrische
Schaltgeräte
wie Ausschalter eingebaut werden, umfassen elektrische Kontakte,
die insbesondere über
ein manuelles Betätigungsorgan
oder über
eine elektromagnetische Spule angesteuert werden. Die elektrischen
Kontakte umfassen im Allgemeinen einen feststehenden Teil und einen
beweglichen Teil zum Ausschalten bzw. Einschalten eines Stromkreises.
Das Halten der elektrischen Kontakte in einer Ausschalt- oder Einschaltstellung
wird bei einigen Geräten
durch einen Mechanismus gewährleistet.
Bei bistabilen Relais sind Elektromagneten anderen Magneten zugeordnet,
um die Kontakte in stabilen Stellungen zu halten.
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1 zeigt
ein bistabiles Relais, das einen Kontaktblock
1 mit einem
feststehenden Teil
2, der ein oder mehrere Kontaktplättchen
3 trägt, und
einem beweglichen Teil
4 umfasst, der ein Federblatt
5 mit mindestens
einem darauf befestigten Kontaktplättchen
6 umfasst.
Der Kontaktblock aus
1 ist als Wechsler mit zwei
elektrischen Kontakten ausgebildet, die mit einer Anschlussklemme
7 verbunden sind.
Der Kontaktblock
1 wird an seinem beweglichen Teil durch
eine bistabile elektromagnetische Einrichtung
8 beaufschlagt,
die einen feststehenden Teil
9 und einen mechanisch mit
dem genannten Kontaktblock verbundenen beweglichen Teil
10 umfasst.
Die elektromagnetische Einrichtung
8 umfasst einen Magnetkreis
11,
der im feststehenden Teil
9 aus einem Magnetwerkstoff
12 und
einem Dauermagneten
13 sowie im beweglichen Teil
10 aus
einem Anker besteht, der durch eine Feder
14 gehalten wird.
Eine um den Magnetwerkstoff des feststehenden Teils gewickelte elektromagnetische
Spule
15 bewirkt die Verschiebung des beweglichen Teils
10.
Fließt
ein Strom in einer ersten Richtung über die Spule
15,
wird der bewegliche Teil in Richtung des feststehenden Teils angezogen
und der Magnetkreis geschlossen, wobei der Dauermagnet
13 den
Magnetkreis anschließend geschlossen
hält, selbst
wenn der Strom in der Spule unterbrochen wird. Wird ein Stromimpuls
mit einer der ersten Richtung entgegengesetzten zweiten Wirkrichtung
auf die Spule gegeben, so wird die Wirkung des Dauermagneten durch
ein von der Spule erzeugtes, entgegengerichtetes Magnetfeld aufgehoben und
der Anker durch die Feder
14 erneut in eine Stellung mit
offenem Magnetkreis überführt. Die
Kraft des Dauermagneten
13 reicht nicht aus, um den durch die
Feder in der offenen Stellung gehaltenen Anker anzuziehen. Ein bistabiles
Relais dieser Art ist insbesondere in der Patentschrift
EP0686989B1 beschrieben.
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2 zeigt
ein bistabiles Relais mit einem Kontaktblock
1, der ähnlich ausgeführt ist
wie der Kontaktblock aus
1 und durch eine elektromagnetische
Einrichtung
16 mit einem beweglichen Teil
17 mit
Dauermagnet
18 betätigt
wird. Der feststehende Teil umfasst im Allgemeinen einen ersten
oder einen zweiten Magnetkreis
19 und
20, der über elektromagnetische
Spulen
21 und
22 angesteuert wird, die eine Verschiebung
des Magneten in Richtung des ersten oder des zweiten Magnetkreises
erlauben. Bei Kontakt des Magneten mit einem der Magnetkreise erlaubt
die magnetische Induktion des genannten Magneten das Halten des
beweglichen Teils in einem stabilen Schaltzustand. Auf diese Weise
bildet der Magnetkreis, der den beweglichen Teil mit dem Dauermagneten
in seiner Stellung hält,
einen geschlossenen Magnetkreis, während der andere Magnetkreis
geöffnet
ist. Bestimmte Einrichtungen dieser Art umfassen nur eine elektromagnetische
Steuerspule und verschiedene Ausführungen des feststehenden Teils.
Bistabile Einrichtungen mit Verschiebung eines beweglichen Teils
mit darauf montiertem Magneten sind insbesondere in den Patentschriften
EP0272164B1 und
FR2358006 beschrieben.
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Bekannte
Schaltanordnungen insbesondere solche, die in bistabile Relais integriert
sind, erlauben eine Umschaltung oder Unterbrechung kleiner Ströme unter
guten Bedingungen. Müssen
hohe Ströme von
beispielsweise mehreren Ampere geschaltet werden, sind die bekannten
Einrichtungen im Allgemeinen sehr groß. Darüber hinaus weisen die Kontaktblöcke eine
starke Erwärmung
auf, und die Magnetkreise müssen
zur Verschiebung der beweglichen Teile starke Kräfte aufbringen. Solche Schalteinrichtungen
sind nur schwer in elektrische Geräte mit kleinen Abmessungen
zu integrieren, die manuell betätigt
werden können.
In der Druckschrift
FR 2 184
111 ist eine Einrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 beschrieben.
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BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Schaltanordnung
zu schaffen, die gute elektrische Leitungseigenschaften besitzt,
eine gute Umschaltung oder Unterbrechung von Stromkreisen erlaubt
und/oder geringe Abmessungen bzw. eine geringe Baugröße aufweist.
Weiterhin liegen der Erfindung ein Relais und ein elektrisches Schaltgerät mit einer
solchen Anordnung zugrunde.
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Eine
erfindungsgemäße Schaltanordnung umfasst
- – mindestens
einen ersten Teil mit mindestens einem ersten magnetisierbaren Element
und eine, dem genannten ersten magnetisierbaren Element zugeordnete
erste Kontaktzone,
- – mindestens
einen zweiten beweglichen Teil mit mindestens einem zweiten Magnetelement
und einer dem genannten zweiten Magnetelement zugeordneten zweiten
Kontaktzone, wobei der genannte zweite bewegliche Teil mindestens
eine erste stabile Stellung, um einen elektrischen Kontakt zwischen
der ersten und der zweiten Kontaktzone geschlossen zu halten, sowie
eine zweite stabile Stellung aufweist, um den genannten ersten elektrischen
Kontakt geöffnet
zu halten,
- – elektromagnetische
Betätigungsmittel,
die auf den zweiten beweglichen Teil wirken, um dessen Stellungswechsel
herbeizuführen,
und die mindestens eine erste elektromagnetische Spule umfassen,
die um mindestens ein erstes magnetisierbares Element des ersten
Teils gewickelt ist, um durch Anziehung oder Abstoßung auf
mindestens ein zweites Magnetelement des zweiten beweglichen Teils
zu wirken und einen Wechsel des stabilen Schaltzustands des genannten
zweiten beweglichen Teils herbeizuführen,
wobei das erste
oder das zweite Magnetelement mindestens einen dauermagnetisierten
Abschnitt umfasst, um den ersten elektrischen Kontakt geschlossen
zu halten und durch magnetische Anziehung zwischen dem ersten und
dem zweiten Magnetelement einen Kontaktdruck auf die Verbindungsstelle
zwischen der ersten und der zweiten Kontaktzone auszuüben, wenn
sich der bewegliche Teil in der ersten stabilen Stellung befindet.
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Die
elektromagnetischen Betätigungsmittel umfassen
vorteilhaft mindestens eine zweite elektromagnetische Spule, die
um mindestens ein drittes magnetisierbares Element des ersten Teils
gewickelt ist, um durch Anziehung oder Abstoßung auf mindestens ein zweites
Magnetelement des zweiten beweglichen Teils zu wirken und einen
Wechsel des stabilen Schaltzustands des genannten zweiten beweglichen Teils
herbeizuführen.
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Die
erste und die zweite elektromagnetische Spule dienen dazu, durch
elektrische Impulse angesteuert zu werden, um entgegengerichtete
Magnetfelder zu erzeugen, die eine Abstoßung und eine Anziehung bewirken,
und einen Wechsel der stabilen Stellung des zweiten beweglichen
Teils zwischen einer ersten und einer zweiten stabilen Stellung
herbeizuführen,
durch den mindestens ein elektrischer Kontakt zwischen einer Kontaktzone
des ersten beweglichen Teils und einer Kontaktzone des zweiten beweglichen
Teils geschlossen wird.
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Vorteilhaft
dienen die erste und die zweite elektromagnetische Spule dazu, durch
elektrische Impulse angesteuert zu werden, um gleichgerichtete Magnetfelder
zu erzeugen, die zwei Abstoßungen bewirken,
und um den zweiten beweglichen Teil in eine dritte stabile Stellung
zu überführen, in
der keine elektrische Kontaktverbindung zwischen den Kontaktzonen
des zweiten beweglichen Teils und den Kontaktzonen des ersten Teils
besteht.
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Der
erste Teil umfasst vorteilhaft ein drittes magnetisierbares Element,
um den zweiten beweglichen Teil in der zweiten stabilen Stellung
zu halten.
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Nach
einer vorzugsweisen Ausgestaltung umfasst der zweite bewegliche
Teil mindestens einen, in der Nähe
einer Kontaktzone angeordneten Dauermagneten.
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Der
zweite bewegliche Teil besteht vorteilhaft aus einem Material mit
einem überwiegend
dauermagnetisierten Abschnitt.
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Die
magnetische Induktion des dauermagnetisierten Abschnitts bzw. des
Dauermagneten ist vorzugsweise größer als 1 Tesla.
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Der
zweite bewegliche Teil weist vorteilhaft eine verschwenkbare längliche
Form auf und umfasst im Bereich mindestens eines Endes mindestens
eine Kontaktzone und einen magnetischen Anziehungsbereich. Der zweite
bewegliche Teil umfasst vorzugsweise mindestens eine Kontaktzone
und einen Dauermagneten an einem ersten Ende und an einem zweiten
Ende.
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Nach
einer besonderen Ausgestaltung weist der zweite bewegliche Teil
einen biegsamen Aufbau auf, der über
einen, in einem Mittelabschnitt angeordneten Punkt befestigt werden
kann, und umfasst im Bereich mindestens eines Endes mindestens eine Kontaktzone
und einen Magneten. Der zweite bewegliche Teil umfasst vorzugsweise
mindestens eine Öffnung
im Bereich eines Mittelabschnitts.
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Nach
einer vorzugsweisen Ausgestaltung
- – umfasst
der erste Teil das einer ersten Kontaktzone zugeordnete erste magnetisierbare
Element sowie ein einer dritten Kontaktzone zugeordnetes drittes
magnetisierbares Element,
- – umfasst
der zweite bewegliche Teil im Bereich eines ersten Endes eine zweite
Kontaktzone, die dazu dient, eine Kontaktverbindung mit der ersten Kontaktzone
des ersten Teils herzustellen, sowie im Bereich eines zweiten Endes
eine vierte Kontaktzone, die dazu dient, eine Kontaktverbindung mit
der dritten Kontaktzone des ersten Teils herzustellen, werden in
einer ersten stabilen Stellung des beweglichen Teils die erste und
die zweite Kontaktzone in einer geschlossenen Kontaktverbindung
gehalten, während
die dritte und die vierte Kontaktzone einen offenen Kontakt bilden,
und werden in einer zweiten stabilen Stellung des beweglichen Teils
die dritte und die vierte Kontaktzone in einer geschlossenen Kontaktverbindung
gehalten, während
die erste und die zweite Kontaktzone einen offenen Kontakt bilden.
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Die
erste, die zweite, die dritte und die vierte Kontaktzone sind vorzugsweise
elektrisch mit elektrischen Anschlussmitteln verbunden.
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Vorteilhaft
umfasst der zweite bewegliche Teil im Bereich des ersten Endes einen
ersten Dauermagneten, der dazu dient, mit dem ersten magnetisierbaren
Element des ersten Teils zusammenzuwirken, sowie im Bereich des
zweiten Endes einen zweiten Dauermagneten, der dazu dient, mit dem
dritten magnetisierbaren Element des ersten Teils zusammenzuwirken.
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Nach
einer vorzugsweisen Ausgestaltung umfasst die Schaltanordnung Haltemittel,
um den zweiten beweglichen Teil in einer dritten stabilen Stellung
zu halten, in welcher der durch die erste und die zweite Kontaktzone
gebildete Kontakt sowie der durch die dritte und die vierte Kontaktzone
gebildete Kontakt geöffnet
sind.
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Die
Haltemittel umfassen vorzugsweise ein als Abflachung ausgebildetes
Stützelement,
das zur Auflage einer ersten Seite des zweiten beweglichen Teils
am ersten Teil ausgebildet ist, sowie Druckmittel, um einen Mittelabschnitt
des zweiten beweglichen Teils in Anlage am genannten Stützelement
zu halten. Die Druckmittel sind beispielsweise als Feder ausgebildet.
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Die
Druckmittel bestehen vorzugsweise aus einem dritten Dauermagneten
und aus einem vierten magnetisierbaren Element, die am Stützelement bzw.
im Mittelabschnitt des beweglichen Teils angeordnet sind.
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Nach
einer vorzugsweisen Ausgestaltung umfasst die Schaltanordnung manuelle
oder mechanische Betätigungsmittel,
die auf den zweiten beweglichen Teil wirken, um eine Änderung
seines stabilen Schaltzustands herbeizuführen.
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Nach
einer besonderen Ausgestaltung weist der zweite bewegliche Teil
einen biegsamen Aufbau auf, der über
einem, in einem Mittelabschnitt angeordneten Punkt befestigt werden
kann, und umfasst mindestens eine Kontaktzone und einen Magneten an
zwei Enden, um mit Kontaktzonen von magnetisierbaren Elementen des
ersten Teils zwei Kontakte zu bilden, wobei die zwei genannten Kontakte
gleichzeitig geschlossen werden können.
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Vorteilhaft
kann mindestens ein Magnetelement oder magnetisierbares Element
durch das Material, aus dem es besteht, einen elektrischen Strom hindurchleiten,
der dazu dient, über
mindestens einen elektrischen Kontakt zu fließen.
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Ein
erfindungsgemäßes elektromagnetisches
Relais mit mindestens zwei stabilen Schaltzuständen umfasst mindestens einen
ersten und einen zweiten elektrischen Kontakteingang, Steuereingänge und
mindestens eine Schaltanordnung der oben beschriebenen Art, wobei
der erste Kontakteingang mit dem zweiten beweglichen Teil verbunden
ist, der zweite Kontakteingang mit einer ersten Kontaktzone des
ersten Teils verbunden ist und die Steuereingänge mit mindestens einer ersten
elektromagnetischen Spule verbunden sind, die auf mindestens einem
ersten magnetisierbaren Element des ersten Teils angeordnet ist.
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Nach
einer vorzugsweisen Ausgestaltung umfasst das Relais mindestens
eine zweite elektromagnetische Spule, die an die Steuereingänge angeschlossen
und auf mindestens einem dritten magnetisierbaren Element des ersten
Teils angeordnet ist.
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Nach
einer anderen Ausgestaltung hat das Relais mindestens drei stabile
Schaltzustände
und umfasst eine, mit einem dritten Kontakteingang verbundene dritte
Kontaktzone sowie Mittel zum Halten des zweiten beweglichen Teils
in einer dritten stabilen Stellung, in der die elektrischen Kontakte
zwischen der ersten, der zweiten und der dritten Kontaktzone geöffnet sind,
wobei die erste und die zweite elektromagnetische Spule dazu dienen,
zur Herstellung einer elektrischen Kontaktverbindung auf Anziehung und
Abstoßung
bzw. zum Öffnen
der Kontakte auf zweifache Abstoßung angesteuert zu werden.
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Ein
erfindungsgemäßes elektrisches
Schaltgerät
mit mindestens einem ersten und einem zweiten elektrischen Kontakteingang
umfasst
- – mindestens
eine Schaltanordnung der oben beschriebenen Art mit mindestens zwei
stabilen Stellungen, wobei der erste Kontakteingang mit dem zweiten
beweglichen Teil und der zweite Kontakteingang mit einer ersten
Kontaktzone des ersten Teils verbunden ist,
- – sowie
eine Steuerschaltung, die mit mindestens einer, auf einem ersten
magnetisierbaren Element des ersten Teils angeordnete, erste elektromagnetische
Spule verbunden ist.
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Nach
einer vorzugsweisen Ausgestaltung umfasst das Relais mindestens
eine zweite elektromagnetische Spule, die an die Steuereingänge angeschlossen
und auf mindestens einem dritten magnetisierbaren Element des ersten
Teils angeordnet ist.
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Vorteilhaft
weist die Schaltanordnung drei stabile Schaltzustände auf
und umfasst eine, an einen dritten Kontakteingang angeschlossene
dritte Kontaktzone sowie Mittel zum Halten des zweiten beweglichen
Teils in einer dritten stabilen Stellung, in der die elektrischen
Kontakte zwischen der ersten, der zweiten und der dritten Kontaktzone
geöffnet sind,
wobei die erste und die zweite elektromagnetische Spule dazu dienen,
zur Herstellung einer elektrischen Kontaktverbindung auf Anziehung
und Abstoßung
bzw. zum Offnen der Kontakte auf zweifache Abstoßung angesteuert zu werden.
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Nach
einer vorzugsweisen Ausgestaltung umfasst das elektrische Schaltgerät manuelle
oder mechanische Betätigungsmittel,
die auf den zweiten beweglichen Teil wirken, um einen Wechsel seines stabilen
Schaltzustands herbeizuführen.
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Vorteilhaft
umfasst diese Steuerschaltung mindestens einen Steuereingang, der
mit Steuersignalen beaufschlagt werden kann.
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Die
dem Eingang zugeführten
Steuersignale können
vorteilhaft Polarisationssignale, Impulsdauersignale und/oder Impulszahlsignale
sein.
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Die
Steuerschaltung umfasst vorteilhaft mindestens einen Fernsteuereingang,
der über
einen Kommunikationsbus mit Steuersignalen beaufschlagt werden kann.
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Die
Steuerschaltung umfasst vorteilhaft Fernsteuer-Empfangsmittel zum
Empfang von Steuersignalen.
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Die
Steuerschaltung umfasst vorteilhaft Verarbeitungsmittel zur Verarbeitung
der Steuersignale und zur Ansteuerung der elektromagnetischen Spulen
in Abhängigkeit
von diesen Signalen. Die Verarbeitungsmittel führen vorzugsweise die Funktion
von Stromstoßrelais,
Zeitschaltern und/oder angesteuerten Schaltern aus.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Mehrere
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen beispielhaft
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung unter Angabe weiterer
Vorteile und Merkmale näher
erläutert.
Dabei zeigen
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1 und 2 bekannte
Schaltanordnungen von bistabilen Relais nach dem bisherigen Stand der
Technik,
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3 eine
Schaltanordnung gemäß einer ersten
Ausgestaltung der Erfindung mit zwei stabilen Stellungen,
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4 eine
Schaltanordnung nach einer Ausführungsvariante
der Ausgestaltung aus 3,
-
5 eine
Schaltanordnung nach einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung mit
drei stabilen Stellungen,
-
6 eine
Schaltanordnung nach einer dritten Ausgestaltung der Erfindung mit
drei stabilen Stellungen,
-
7 eine
Schaltanordnung gemäß einer vierten
Ausgestaltung der Erfindung mit drei stabilen Stellungen,
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8, 9 und 10 drei
Stellungen einer Schaltanordnung gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung
mit drei stabilen Stellungen,
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11 eine
erfindungsgemäße Schaltanordnung
zur Verwendung in einem elektrischen Schaltgerät,
-
12 ein
elektrisches Schaltgerät
mit einer Schaltanordnung gemäß einer
Ausgestaltung der Erfindung, die über eine Handbetätigung oder
elektromagnetische Spulen angesteuert werden kann,
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13 eine
Schaltanordnung nach einer Ausgestaltungen der Erfindung mit zwei
oder drei stabilen Stellungen, die dazu dient, insbesondere auf einer
gedruckten Schaltung montiert oder in ein elektrisches Schaltgerät wie zum
Beispiel ein Relais eingebaut zu werden,
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14 und 15 Ansichten
eines Relais nach einer Ausgestaltung der Erfindung mit einer Schaltanordnung
gemäß der 13,
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16 das
Schaltbild eines elektrischen Schaltgeräts mit einer Schaltanordnung
gemäß einer Ausgestaltung
der Erfindung sowie eine Steuerschaltung,
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17 zeigt
ein Schaltbild der Ansteuerung einer Schaltanordnung gemäß einer
Ausgestaltung der Erfindung,
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18 das
Schaltbild eines elektrischen Schaltgeräts mit einer Schaltanordnung
mit drei stabilen Stellungen gemäß einer
Ausgestaltung der Erfindung sowie mit einer Steuerschaltung,
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19 ein
Schaltbild einer Steuerschaltung,
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20A, 20B, 20C, 21 und 23 Steuersignale,
die von Steuerschaltungen von Schaltanordnungen nach verschiedenen
Ausgestaltungen der Erfindung verwendet werden können,
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23 eine
erste besondere Ausgestaltung eines beweglichen Teils einer Anordnung
gemäß einer
Ausgestaltung der Erfindung,
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24 eine
Schaltanordnung gemäß einer Ausgestaltung
der Erfindung mit einem beweglichen Teil gemäß 23,
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25 eine
zweite besondere Ausgestaltung eines beweglichen Teils einer Anordnung
gemäß einer
Ausgestaltung der Erfindung.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG VORZUGSWEISER AUSGESTALTUNGEN
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In
einer Anordnung gemäß einer
in 3 gezeigten Ausgestaltung der Erfindung umfasst
ein vorzugsweise feststehender Teil 30 ein erstes magnetisierbares
Element 31 und eine dem genannten ersten magnetisierbaren
Element 31 zugeordnete erste Kontaktzone 32, während ein
zweiter beweglicher Teil 33 ein zweites magnetisierbares
Element 34 und eine dem genannten zweiten magnetisierbaren
Element 34 zugeordnete zweite Kontaktzone 35 umfasst.
Der genannte zweite Teil 33 besitzt mindestens eine erste
stabile Stellung, um einen ersten elektrischen Kontakt 36 zwischen
der ersten und der zweiten Kontaktzone 32 und 35 geschlossen
zu halten, sowie eine zweite stabile Stellung, um den genannten
ersten elektrischen Kontakt geöffnet
zu halten. Über
elektromagnetische oder gegebenenfalls auch manuelle oder mechanische
Betätigungsmittel 37 kann
auf den zweiten beweglichen Teil eingewirkt werden, um dessen Stellungswechsel
herbeizuführen.
Das erste oder das zweite Magnetelement umfasst mindestens einen
dauermagnetisierten Abschnitt, um den ersten Kontakt geschlossen
zu halten und einen Kontaktdruck auf die Verbindungsstelle zwischen
der ersten und der zweiten Kontaktzone auszuüben. Der Kontaktdruck wird
durch magnetische Anziehung zwischen dem ersten und dem zweiten
magnetisierbaren Element aufgebracht, wenn der bewegliche Teil in
der ersten stabilen Stellung steht, in der der erste Kontakt 36 geschlossen
ist. Das zweite Magnetelement kann ein auf dem beweglichen Teil 33 angeordneter
Magnet 38 sein, und das erste magnetisierbare Element 31 kann
aus einem magnetisierbaren Werkstoff, beispielsweise aus Weicheisen bestehen.
Nach einer vorzugsweisen Ausgestaltung umfassen die Betätigungsmittel
eine erste elektromagnetische Spule 53, die dazu dient,
auf den Magneten 38 des zweiten Magnetelements des beweglichen
Teils zu wirken.
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Bei
der Ausgestaltung gemäß 3 umfasst der
bewegliche Teil 30 ein drittes magnetisierbares Element 39,
um den zweiten beweglichen Teil 33 in der zweiten stabilen
Stellung zu halten. Ein auf dem beweglichen Teil montierter zweiter
Magnet 40 gewährleistet
die Haltung in der zweiten stabilen Stellung durch auf das dritte magnetisierbare
Element 39 wirkende magnetische Anziehung. Die Schaltanordnung
kann einen zweiten elektrischen Kontakt 41 mit einer dem
dritten magnetisierbaren Element 39 zugeordneten dritten
Kontaktzone 42 sowie einer am beweglichen Teil 33 ausgebildeten
vierten Kontaktzone 43 umfassen. In diesem Fall umfassen
die Betätigungsmittel
eine zweite elektromagnetische Spule 54, die dazu dient,
auf den Magneten 40 des zweiten Magnetelements des beweglichen
Teils zu wirken.
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Die
Dauermagneten sind vorteilhaft in der Nähe der Kontaktzone angeordnet,
um einen guten Kontaktdruck zu gewährleisten. Der dauermagnetisierte
Abschnitt bzw. der Dauermagnet weisen eine magnetische Induktion
von mehr als 1 Tesla bei einem Volumen unter 1 Kubikmillimeter (mm3) und einem Nennstrom in den Kontakten von
etwa 1 Ampere auf. In diesem Fall kann in einer für den Betrieb
bei 10 A ausgelegten Anordnung ein Magnet mit einem Volumen von
weniger als 10 mm3 verwendet werden. Bei
Verwendung von Magneten mit einer magnetischen Induktion von mehr
als 3 Tesla pro mm3 kann eine Schaltanordnung
einen Magneten mit einem Volumen von etwa 3 mm3 bei
10 Ampere aufweisen.
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Der
bewegliche Teil 33 besitzt vorzugsweise eine längliche
Form, die verschwenkt werden kann und an jedem Ende eine Kontaktzone
und einen Dauermagneten aufweist.
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Zur
Bildung eines Wechslers mit zwei Kontakten umfasst beispielsweise
der erste Teil 30 in einer erfindungsgemäßen Schaltanordnung
das, einer ersten Kontaktzone 32 zugeordnete erste magnetisierbare
Element 32 sowie ein einer dritten Kontaktzone 42 zugeordnetes
drittes magnetisierbares Element 39, während der zweite bewegliche
Teil 33 eine zweite Kontaktzone 35 im Bereich
eines ersten Endes, die dazu dient, eine Kontaktverbindung mit der ersten
Kontaktzone 32 des ersten Teils herzustellen, sowie eine
vierte Kontaktzone 43 im Bereich eines zweiten Endes aufweist,
die dazu dient, eine Kontaktverbindung mit der dritten Kontaktzone 42 des
ersten Teils herzustellen. In einer ersten stabilen Stellung des
beweglichen Teils werden die erste und die zweite Kontaktzone 32, 35 in
einer geschlossenen Kontaktverbindung gehalten und die dritte und
die vierte Kontaktzone 42, 43 bilden einen offenen
Kontakt, während
in einer zweiten stabilen Stellung des beweglichen Teils die dritte
und die vierte Kontaktzone 42, 43 in einer geschlossenen
Kontaktverbindung gehalten werden und die erste und die zweite Kontaktzone 32, 35 einen offenen
Kontakt bilden. Die erste, die zweite, die dritte und die vierte
Kontaktzone sind über
elektrische Leiter und/oder den Werkstoff der magnetisierbaren Elemente
mit elektrischen Anschlussklemmen elektrisch verbunden. Durch die Verwendung
von Magnetelementen bzw. magnetisierbaren Elementen, denen eine
elektrische Funktion zugeordnet ist, kann die Baugröße der Schaltanordnung
verringert werden. So können
die Magnetelemente bzw. die magnetisierbaren Elemente elektrischen
Leitern im gleichen Element zugeordnet oder selbst als elektrische
Leiter verwendet werden. Auf diese Weise kann ein Magnetelement
zwei Arten von Funktionen, und zwar vorteilhafterweise magnetische
Funktionen zum Halten einer stabilen Stellung sowie zur Ausübung eines
Kontaktdrucks und elektrische Funktionen zur Gewährleistung der elektrischen Kontaktverbindung
mit dem beweglichen Teil und der elektrischen Leitung zwischen Anschlussklemmen und
dem genannten Kontakt aufweisen.
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Bei
der in 4 gezeigten Ausgestaltung umfasst der erste Teil
einen ersten elektrischen Leiter 45A, der einem ersten
magnetisierbaren Element 31 zugeordnet ist. Um die Kippbewegung
der Schaltanordnung zu verbessern und eine zweite stabile Stellung
zu gewährleisten,
umfasst der erste Teil ein drittes magnetisierbares Element 39 und
einen zweiten Leiter 45B. Die in 4 dargestellte
Ausgestaltung zeigt eine manuelle Betätigungseinrichtung 50,
die dazu dient, den beweglichen Teil 33 zu betätigen und einen
Wechsel seiner stabilen Stellung unabhängig von einer elektromagnetischen
Betätigung
durch die auf die Magneten 40 und 38 wirkenden
Spulen 53 und 54 herbeizuführen.
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Bei
der in 5 gezeigten Ausgestaltung umfasst der zweite bewegliche
Teil 33 im Bereich des ersten Endes einen ersten Dauermagneten 51,
der dazu dient, mit dem ersten magnetisierbaren Element 31 des
ersten Teils zusammenzuwirken, und im Bereich des zweiten Endes
einen zweiten Dauermagneten 52, der dazu dient, mit dem
dritten magnetisierbaren Element 39 des ersten Teils zusammenzuwirken.
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Die
in 5 dargestellte Anordnung umfasst elektromagnetische
Betätigungsmittel
mit einer um das erste magnetisierbare Element 31 des ersten Teils
gewickelten ersten elektromagnetischen Spule 53, die dazu
dient, das zweite magnetisierbare Element des zweiten beweglichen
Teils 33 durch Anziehung oder Abstoßung zu beaufschlagen sowie
den Wechsel des stabilen Schaltzustands des genannten beweglichen
Teils herbeizuführen.
Bei dieser Ausgestaltung umfassen die elektromagnetischen Betätigungsmittel
eine um ein drittes magnetisierbares Element 39 des ersten
Teils gewickelte zweite elektromagnetische Spule 54, die
dazu dient, mindestens ein zweites Magnetelement des zweiten beweglichen Teils
durch Anziehung oder Abstoßung
zu beaufschlagen und einen Wechsel des bistabilen Schaltzustands
des genannten zweiten beweglichen Teils herbeizuführen. Auf
diese Weise wirken die Spule 53 und das magnetisierbare
Element 31 mit dem Magneten 51 und der Spule 54 zusammen,
während
das magnetisierbare Element 39 mit dem Magneten 52 zusammenwirkt,
um den Schaltzustandswechsel des beweglichen Teils 33 zu
bewirken. In einer ersten Stellung bilden die Kontaktzonen 32 und 35 einen
geschlossenen Kontakt, während
in einer zweiten Stellung die Kontaktzonen 32 und 35 einen
geöffneten Kontakt
und die Kontaktzonen 42 und 43 einen geschlossenen
Kontakt bilden.
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Die
erste und die zweite elektromagnetische Spule 53, 54 werden
zum Beispiel durch elektrische Impulse angesteuert, um entgegengerichtete
Magnetfelder mit einer Abstoßungs- und einer Anziehungswirkung
zu erzeugen und den Wechsel der stabilen Stellung des zweiten beweglichen
Teils zwischen einer ersten und einer zweiten stabilen Stellung
zu bewirken.
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Bei
der in 5 gezeigten Ausgestaltung umfasst die Schaltanordnung
außerdem
Haltemittel 55, um den beweglichen Teil 33 in
einer dritten stabilen Stellung zu halten, in welcher der durch
die erste und die zweite Kontaktzone 32, 35 gebildete
Kontakt 36 sowie der durch die dritte und die vierte Kontaktzone 42, 43 gebildete
Kontakt 41 geöffnet
sind.
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Die
Haltemittel umfassen vorzugsweise ein als Abflachung oder als Anschlag
ausgebildetes Stützelement 56,
das zur Anlage einer ersten Seite 57 des zweiten beweglichen
Teils 33 am ersten Teil ausgebildet ist, sowie Druckmittel 58,
um einen Mittelabschnitt 59 des zweiten beweglichen Teils
in Anlage am Stützelement
zu halten. In 5 sind die Druckmittel beispielsweise
als Feder ausgebildet.
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In 6 bestehen
die Druckmittel aus einem im Mittelabschnitt des beweglichen Teils
angeordneten dritten Dauermagneten 60 sowie aus einem auf dem
Stützelement
angeordneten vierten magnetisierbaren Element 61. Um den
zweiten beweglichen Teil zu betätigen
und in seine dritte stabile Stellung zu überführen, in der die beiden Kontakte
geöffnet
sind, werden die erste und die zweite elektromagnetische Spule durch
elektrische Impulse angesteuert, die gleichgerichtete Magnetfelder
mit zweifacher Abstoßungswirkung
erzeugen.
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Bei
der in 7 gezeigten Ausgestaltung wirken die manuellen
oder mechanischen Betätigungsmittel 50 auf
den zweiten beweglichen Teil, um einen Wechsel seines stabilen Schaltzustands
zu bewirken. Befindet sich dieser in der dritten Stellung, wirkt
der Magnet 60 mit dem vierten magnetisierbaren Element 61 zusammen,
an dem vorzugsweise eine Abflachung zum Halten des beweglichen Teils ausgebildet
ist. In dieser stabilen Stellung besteht keine elektrische Kontaktverbindung
zwischen den Kontaktzonen 35 und 43 des zweiten
beweglichen Teils und den zugeordneten Kontaktzonen 32 und 42 des
ersten Teils.
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Die 8, 9, 10 zeigen
eine Schaltanordnung mit Betätigung
durch elektromagnetische Spulen und einem manuellen Betätigungsorgan 50. Bei
dieser Ausführung
stehen zwei Betätigungsmittel zur
Verfügung,
um einen Wechsel der Stellung des beweglichen Teils 33 herbeizuführen. In 8 befindet
sich der bewegliche Teil in seiner dritten stabilen Stellung, in
der die Kontakte 36 und 41 geöffnet sind.
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In 9 werden
durch Betätigung
des manuellen Betätigungsorgans 50 oder
Ansteuerung der elektromagnetischen Spulen durch elektrische Impulse
der erste Kontakt 36 geschlossen und der zweite Kontakt 41 geöffnet. Hier
wurde die Spule 53 angesteuert, um eine Abstoßungswirkung
auf den Magneten 51 auszuüben, und die Spule 54 angesteuert,
um eine Anziehungswirkung auf den Magneten 52 auszuüben.
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In 10 werden
durch Betätigung
des manuellen Betätigungsorgans 50 oder
Ansteuerung der elektromagnetischen Spulen durch elektrische Impulse
der erste Kontakt 36 geschlossen und der zweite Kontakt 41 geöffnet. Hier
wurde die Spule 54 angesteuert, um eine Abstoßungswirkung
auf den Magneten 52 auszuüben, und die Spule 53 angesteuert,
um eine Anziehungswirkung auf den Magneten 51 auszuüben.
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In 11 ist
eine erfindungsgemäße Schaltanordnung
dargestellt, die insbesondere dazu dient, als Bestandteil eines
elektrischen Schaltgeräts
mit kleinen Abmessungen eingesetzt zu werden. Das erste magnetisierbare
Element 31 ist direkt mit einer Anschlussklemme 44 verbunden
und trägt
auf seinem Umfang die elektromagnetische Steuerspule 53, wobei
die am Ende des magnetisierbaren Elements 31 ausgebildete
erste Kontaktzone 32 aus der Spule 53 hervorsteht.
Das magnetisierbare Element 31 dient außerdem als Leiter zwischen
der Kontaktzone und der Anschlussklemme. Bei dieser Anordnung hat das
magnetisierbare Element 31 magnetische Funktionen, wonach
es als Kern der Spule 53 zur Ansteuerung des beweglichen
Teils sowie durch Zusammenwirken mit dem Magneten 51 zum
Halten des beweglichen Teils dient, und andererseits Funktionen als
feststehender Kontaktteil durch Aufweisung einer Kontaktzone 32 sowie
als elektrischer Leiter, der die Zone 32 mit der Klemme 44 verbindet.
Durch eine solche Ausführung
lässt sich
die Größe der Schaltanordnung
wesentlich verringern. Das dritte magnetisierbare Element 39 und
die Spule 54 sind auf die gleiche Weise ausgeführt und
angeordnet wie das Element 31 und die Spule 53.
Das vierte magnetisierbare Element 61 kann auf die gleiche
Weise realisiert werden wie das erste und das dritte magnetisierbare Element 39.
Es umfasst eine Kontaktzone, die eine elektrische Kontaktverbindung
zum beweglichen Teil 33 aufweist und im Mittelabschnitt
des beweglichen Teils mit einem Magneten 60 zusammenwirkt,
um einen Kontaktdruck sowie das Verschwenken des beweglichen Teils
und sein Halten in einer bestimmten Stellung zu gewährleisten.
Der bewegliche Teil 33 kann aus einem leitenden Material
wie Kupfer mit geeigneter Oberflächenbearbeitung
im Bereich der elektrischen Kontaktzonen hergestellt werden. Im Bereich
der Enden und im Mittelabschnitt des beweglichen Teils 33 angeordnete
Dauermagneten 51, 52 und 60 sind vorzugsweise
durch eine Klebe- oder Quetschverbindung auf dem Leiterwerkstoff
befestigt.
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Die
Anschlüsse
der Spulen 53 und 54 und der Kontaktleiter 45 können auch
durch Ausgangsfahnen oder Stifte 62 gebildet werden, die
auf eine gedruckte Schaltung aufgelötet oder durch Verlöten oder über Kabelschuhe
mit Leiterdrähten
verbunden werden können.
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12 zeigt
eine Schaltanordnung gemäß 11,
die in ein elektrisches Schaltgerät mit Ausschalt- oder Umschaltfunktion
integriert ist. Dieses elektrische Schaltgerät umfasst ein Isolierstoffunterteil 63 zur
Aufnahme und Halterung der einzelnen Teile der Schaltanordnung.
Gemäß dieser
Figur umfasst das Schaltgerät
außerdem
ein Handbetätigungsorgan 50 zur
manuellen Beaufschlagung des beweglichen Teils. Das Betätigungsorgan 50 kann auch
als mechanisches Betätigungsorgan
ausgebildet sein, das insbesondere durch Verschiebung eines Einzelteils
durch eine Maschine oder einen Mechanismus angesteuert wird.
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In 13 ist
eine Schaltanordnung mit zwei oder drei stabilen Stellungen dargestellt,
die dazu dient, insbesondere auf einer gedruckten Schaltung montiert
zu werden oder als Bestandteil eines elektrischen Schaltgeräts wie z.B.
eines Relais zu dienen. Die Anschlussenden der Kontaktleiter 45 und
der Spulen sind als Anschlussfahnen oder -stifte 62 ausgebildet.
Die Leiter 45 sind direkt auf die magnetisierbaren Elemente
des ersten Teils aufgequetscht. Das vierte magnetisierbare Element 61 dient
darüber
hinaus als Stützelement 56 zur
Auflage des Mittelabschnitts des feststehenden Teils, insbesondere
in dessen dritter stabiler Stellung, in der die Kontakte geöffnet sind,
sowie als elektrischer Leiter 45.
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Bei
der Montage als Relais entsprechen Eingänge 62A elektrischen
Kontakteingängen
und Eingänge 62B Steuereingängen. Ein
erster Kontakteingang 62A ist über das vierte magnetisierbare
Element 61 mit dem zweiten beweglichen Teil, ein zweiter
Kontakteingang 62A über
das erste magnetisierbare Element 31 mit einer ersten Kontaktzone 32 des ersten
Teils und ein dritter Kontakteingang 62A über das
dritte magnetisierbare Element 39 mit einer dritten Kontaktzone 42 des
ersten Teils verbunden, und die Steuereingänge 62B sind mit der
auf dem ersten und dem dritten magnetisierbaren Element 31, 39 des
ersten Teils angeordneten ersten und zweiten elektromagnetische
Spule 53, 54 verbunden.
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Die 14 und 15 zeigen
Ansichten eines Relais nach einer Ausgestaltung der Erfindung, die
eine Schaltanordnung gemäß 13 umfasst Das
Relais umfasst einen, z.B. als Gehäuse ausgebildeten Tragkörper 64,
sowie eine diesen Tragkörper verschließende Kappe 65.
Im Gehäuse
ausgebildete Durchführungsöffnungen
erlauben die Durchführung der
Eingangsanschlüsse 62. 14 zeigt
eine Explosionsdarstellung der Einzelteile der Schaltanordnung.
Das zusammengebaute Relais mit Anordnung der Einzelteile an ihren
jeweiligen Einbaupositionen ist in der Ansicht der 15 dargestellt.
Diese Ansicht zeigt die Vorteile der Erfindung, insbesondere die
durch eine solche Anordnung ermöglichte
Verringerung des Platzbedarfs bzw. der Baugröße. Diese Vorteile werden durch
Zusammenfassung der elektrischen und magnetischen Funktionen in
einem Element erreicht.
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Die
in den 13, 14 und 15 dargestellten
Relais können
je nach Ansteuerungsart der Spulen 53 und 54 als
Relais mit zwei stabilen Stellungen oder mit drei Stellungen ausgebildet
sein. Zur Herstellung einer elektrischen Kontaktverbindung werden
die erste und die zweite Spule auf Anziehung und Abstoßung und
zur Abschaltung der beiden Kontakte auf zweifache Abstoßung angesteuert.
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16 zeigt
das Schaltbild eines elektrischen Schaltgeräts, das eine Schaltanordnung
nach einer Ausgestaltung der Erfindung sowie eine Steuerschaltung 70 umfasst.
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Das
elektrische Schaltgerät
umfasst einen mit dem zweiten beweglichen Teil 33 verbundenen ersten
elektrischen Kontakteingang 71 und einen über das
erste magnetisierbare Element 31 mit einer ersten Kontaktzone 32 des
ersten Teils verbundenen zweiten elektrischen Kontakteingang 72 sowie
einen über
das dritte magnetisierbare Element mit einer dritten Kontaktzone 42 des
ersten Teils verbundenen dritten elektrischen Kontakteingang 73.
Die Steuerschaltung 70 ist an eine erste und an eine zweite elektromagnetische
Spule 53, 54 angeschlossen, die auf dem ersten
bzw. auf einem zweiten magnetisierbaren Element 31, 39 des
ersten Teils angeordnet sind. Bei der in 16 gezeigten
Ausgestaltung sind die Spulen 53 und 54 in Reihe
geschaltet, um die Verschiebung des beweglichen Teils in Anziehungs-
und Abstoßungsrichtung
zu steuern. Der bewegliche Teil 33 kann Magnete umfassen,
die in dem Material, aus dem er besteht, ausgebildet sind. Manuelle
oder mechanische Betätigungsmittel 50 können auch
auf den zweiten beweglichen Teil wirken, um einen Wechsel seines
stabilen Schaltzustands zu bewirken. Die Steuerschaltung 70 umfasst
Steuereingänge 74,
die mit Steuersignalen beaufschlagt werden können.
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Die
auf die Steuereingänge 70 gegebenen Steuersignale
können
insbesondere Polarisationssignale, Impulsdauersignale und/oder Impulszahlsignale
sein.
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In
der in 17 gezeigten Schaltung 17 sind die
Spulen 53 und 54 über die Eingänge 74 mit
der Steuerschaltung verbunden. In der Schaltung wird das Schaltgerät also mit
Steuersignalen in Form von elektrischen Impulsen beaufschlagt, die über einen zwischen
die Eingänge 74 und
eine elektrische Spannungsquelle 76, beispielsweise ein
elektrisches Verteilernetz, geschalteten Drucktaster 75 geliefert
werden. Die Steuerschaltung kann die Spulen mit einer einfachen
Steuerfunktion eines Fernausschalters oder Fernumschalters oder
zum Beispiel auch mit komplexeren Steuerungsfunktionen wie Stromstoßrelais,
Zeit verzögerungen
oder elektrischen Schaltuhren beaufschlagen.
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18 zeigt
das Schaltbild eines elektrischen Schaltgeräts, das eine Schaltanordnung
mit drei stabilen Stellungen entsprechend der Anordnung gemäß 8 bis 10 sowie
eine Steuerschaltung 70 umfasst. Die Spulen 53 und 54 sind
mit der Steuerschaltung verbunden, um zur Einschaltung mindestens
eines elektrischen Kontakts 36 oder 41 auf Abstoßung und
Anziehung bzw. zur Unterbrechung der genannten elektrischen Kontakte
auf zweifache Abstoßung
angesteuert zu werden. Ein Magnet 60 und ein viertes magnetisierbares
Element 61 erlauben es, den beweglichen Teil in der Ausschaltstellung
der Kontakte zu halten.
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19 zeigt
ein Schaltbild einer Steuerschaltung mit verschiedenen Möglichkeiten
zum Empfang von Steuersignalen. Die Steuerschaltung 70 umfasst
eine Stromversorgungsschaltung, die zwischen Stromversorgungseingänge 78 und
eine Verarbeitungsschaltung 79 geschaltet ist. Die Verarbeitungsschaltung 70 steuert
die Spulen 53 und 54 in Abhängigkeit von den, insbesondere
an den Eingängen 74 empfangenen
Steuersignalen.
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Die
Verarbeitungsschaltung 70 kann auch eine Fernsteuerschaltung
umfassen, die mit der Verarbeitungsschaltung verbunden ist und Steuersignale
empfängt,
die ihr über
einen Kommunikationsbus 81 und/oder über einen Fernsteuerempfänger zugeführt werden.
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Die 20A, 20B, 20C, 21 und 23 zeigen
Steuersignale, die von Steuerschaltungen für Schaltanordnungen nach Ausgestaltungen
der Erfindung verwendet werden können.
Gemäß 20A kann die Steuerschaltung 70 durch
ein Signal 90 mit negativer Polarität angesteuert werden, um die
Schaltanordnung in eine erste stabile Stellung zu überführen, in
der ein erster Kontakt 36 geschlossen ist. Gemäß 20B kann die Steuerschaltung 70 durch
ein Signal 91 mit positiver Polarität angesteuert werden, um die
Schaltanordnung in eine zweite stabile Stellung zu überführen, in
der ein zweiter Kontakt 41 geschlossen ist. Gemäß 20C kann die Steuerschaltung durch ein Signal 92 mit
negativer und positiver Polarität
angesteuert werden, um die Schaltanordnung in eine dritte stabile
Stellung zu überführen, in
der die Kontakte 36 und 41, insbesondere durch
Ansteuerung der Spulen 53 und 54 auf zweifache
Abstoßung,
geöffnet
sind. 21 zeigt durch eine bestimmte
Impulsdauer definierte Steuersignale 93 und 22 durch
eine bestimmte Impulszahl definierte Steuersignale 94.
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23 zeigt
eine besondere Ausgestaltung eines biegsam ausgebildeten zweiten
beweglichen Teils 33, der an einem, in einem Mittelabschnitt
angeordneten Punkt 100 befestigt werden kann und mindestens
eine Kontaktzone 35 und/oder 43 und einen Magneten 51 und/oder 52 im
Bereich mindestens eines Endes umfasst. Der zweite bewegliche Teil
umfasst im Bereich eines Mittelabschnitts eine oder zwei Öffnungen,
um die Biegsamkeit und die Bewegung zwischen den stabilen Stellungen
zu verbessern. Der Grundkörper
des beweglichen Teils kann vorteilhaft aus einem Material wie Messing
oder Stahl bestehen.
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24 zeigt
eine Schaltanordnung, die einen zweiten beweglichen Teil gemäß 23 umfasst.
Der Punkt 100 des Mittelabschnitts ist direkt am Stützelement 56 befestigt.
Bei dieser Ausgestaltung erlaubt der biegsame Aufbau auch das gleichzeitige Schließen der
Kontakte 36 und 41. Auf diese Weise können die
Kontakte, insbesondere durch elektromagnetische Steuerbefehle unabhängig voneinander geschlossen
oder geöffnet
werden.
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Gemäß 25 besteht
ein zweiter beweglicher Teil 33 aus einem Material, das
einen überwiegend
als Dauermagneten ausgebildeten Abschnitt, zum Beispiel einen Stabmagneten 103 mit
einem an jedem Ende angebrachten Kontaktplättchen umfasst.
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Bei
den oben beschriebenen Ausgestaltungen können die elektrischen Kontaktzonen
durch Aufdampfen eines geeigneten Metalls oder durch Anbringen von
Kontaktplättchen
geringer Dicke hergestellt werden. Die Magneten können unterschiedliche Formen
aufweisen und an feststehenden oder beweglichen Teilen der Magnetelemente
befestigt werden: Die Magnetelemente oder magnetisierbaren Elemente
können
auch in Abhängigkeit
von der Höhe des
Stroms, der über
die Kontakte fließen
soll, mit entsprechenden Materialien beschichtet werden. Der Strom
kann mehrere Ampere auf kleinem Raum erreichen.
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Die
elektrischen Schaltgeräte,
die sich mit einer erfindungsgemäßen Schaltanordnung
ausrüsten lassen,
können
sehr unterschiedlicher Art und beispielsweise Ausschalter mit kleiner
oder großer Nennleistung,
Leistungsschalter, Hilfskontakte oder über Betätigungsmechanismen oder manuell
angesteuerte Kontakte sein.