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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Riemenscheibenvorrichtung für ein stufenloses
Getriebe, umfassend: eine Welle; eine bewegbare Antriebsscheibe,
welche axial entlang der Welle bewegbar ist, einen Zylinder, welcher
im Wesentlichen hinsichtlich der Welle koaxial angeordnet ist, und
welcher an der bewegbaren Antriebsscheibe befestigt ist; einen Kolben,
welcher an einer äußeren Peripherie
gegen eine innere Oberfläche
der Zylinders abgedichtet ist, und welcher an einer inneren Peripherie die
Welle an einer fixierten Position hinsichtlich der Welle umgibt;
einen Ausgleichsschild, welcher die Welle umgibt, und welcher eine
fixierte Position hinsichtlich des Zylinders und der bewegbaren
Antriebsscheibe aufweist, wobei der Ausgleichsschild derart angeordnet
ist, dass der Kolben zwischen dem Ausgleichsschild und der bewegbaren
Antriebsscheibe in einer axialen Richtung angeordnet ist.
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Solch
eine Riemenscheibenvorrichtung ist in der Praxis bekannt und ist
ein wichtiger Teil eines stufenlosen Getriebes, da sie das Verhältnis des
stufenlosen Getriebes bestimmt. Die Riemenscheibenvorrichtung weist
einen primären
und einen sekundären Teil
auf, wobei beide Teile eine Welle umfassen, eine stationäre Antriebsscheibe
und eine bewegbare Antriebsscheibe. Die axiale Position der bewegbaren Antriebsscheibe
wird durch einen hydraulischen Druck in einem Zylinderraum an der
Rückseite
der bewegbaren Antriebsscheibe bestimmt, welche die Seite ist, welche
nicht der stationären
Antriebsscheibe gegenüberliegt.
Der Zylinderraum ist unter anderem durch einen Kolben abgegrenzt,
welcher die Welle an einer festen Position hinsichtlich der Welle umgibt.
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Um
den Druck in dem Zylinderraum zu kompensieren, welcher als Ergebnis
von Zentrifugalkräften
aufgebaut wird, ist eine Ausgleichskammer gewöhnlich nur an dem sekundären Teil
der Riemenscheibenvorrichtung vorgesehen. Die Ausgleichskammer ist
von dem Zylinderraum mittels des Kolbens getrennt. In einigen Typen
von Riemenscheibenvorrichtungen ist ein Befüllungsloch in dem Kolben vorgesehen
zum Erlauben, dass Flüssigkeit
von dem Zylinderraum in die Ausgleichskammer fließt. In anderen
Typen von Riemenscheibenvorrichtungen wird ein Fluid zu der Ausgleichskammer
mittels eines getrennten Systems zugeführt, welches nicht den Zylinderraum
enthält.
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Die
Ausgleichskammer wird unter anderem durch einen Ausgleichsschild
begrenzt, welches an einer inneren Peripherie die Welle umgibt,
und welches eine fixierte Position hinsichtlich der bewegbaren Antriebsscheibe
aufweist. Der Ausgleichsschild ist mit der bewegbaren Antriebsscheibe
durch einen Zylinder verbunden, welcher im Wesentlichen koaxial hinsichtlich
der Welle angeordnet ist und an einer Rückseite der bewegbaren Antriebsscheibe
angebracht ist. Gewöhnlich
berührt
eine Vorderseite des Ausgleichsschilds nahe einer äußeren Peripherie eine
Stufe in einer inneren Oberfläche
des Zylinders, und eine Rückseite
des Ausgleichsschilds berührt
einen Sprengring, welcher mit einer Ringnut in der inneren Oberfläche in Eingriff
steht.
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Um
den Aufbau des Drucks auf eine andere Weise als ein Ergebnis von
Zentrifugalkräften
zu vermeiden, ist die Ausgleichskammer mit einem Ausgabeloch zum
Ausgeben von Fluid versehen. Vorzugsweise ist das Ausgabeloch in
der Nähe
der Welle angeordnet, da an dieser Position die zentrifugalen Drücke relativ
niedrig sind, wobei die bekannte quadratische Beziehung zwischen
den zentrifugalen Drücken und
der radialen Position berücksichtigt
wird. In solch einem Fall ist der Fluss des Fluids von der Ausgleichskammer,
welcher das Ergebnis eines Unterschieds zwischen einem Druck im
Inneren der Ausgleichskammer und einem Druck außerhalb der Ausgleichskammer
ist, an der Position des Ausgabelochs relativ gering.
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Jedoch
tritt es in der Praxis auf, dass neben dem relativ niedrigen Fluss
durch das Ausgabeloch ein weiterer Fluss auftritt, was zu einem übermäßigen Fluidverlust
von der Ausgleichskammer führt.
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Ein übermäßiger Fluidverlust
von der Ausgleichskammer ist nicht wünschenswert, da dies die Leistung
des stufenlosen Getriebes auf negative Art und Weise beeinflusst.
Es sei verstanden, dass der Fluidverlust einen bestimmten Abfall
in dem Druck in der Ausgleichskammer bewirkt. Insbesondere im Fall von
hohen Betriebsdrücken
tritt das Problem auf, dass die Zufuhr von Fluid zu der Ausgleichskammer nicht
ausreichend ist, um den übermäßigen Fluidverlust
auszugleichen. Als Ergebnis ist die Ausgleichskammer nicht in der
Lage, ihre Funktion des Kompensierens des zusätzlichen Drucks in dem Zylinderraum,
welcher das Ergebnis der Zentrifugalkräfte ist, auf richtige Weise
auszuführen.
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Im
Fall, wo das Fluid in der Ausgleichskammer durch ein separates System
vorgesehen ist, kann Fluid (z.B. Öl) mit einem relativ niedrigen
Druck, z.B. bei nur wenigen Bar, verwendet werden, um den Verlust
des Drucks zu minimieren, und somit auch den Energieverlust. Jedoch
ist dies nicht in dem Fall möglich,
wo das Fluid von dem Zylinderraum durch ein Befüllungsloch in dem Kolben erhalten
wird, da das Fluid in dem Zylinderraum variabel ist, aber im Allgemeinen
auch unter hohem Druck steht, z.B. bei 30 Bar oder mehr, und ein
beträchtlicher
Energieverlust mit dem unter Druck gesetzten Fluid assoziiert ist,
wenn dieses von dem Zylinderraum in die Ausgleichskammer fließt, was
einen nachteiligen Effekt auf die Effizienz des stufenlosen Getriebes
hat, in welchem die Riemenscheibenvorrichtung angewandt wird.
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EP-A-0
947 736 offenbart eine Riemenscheibenvorrichtung, welche die Merkmale
der Präambel des
Anspruchs 1 aufweist.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine einfache und billige
Lösung
für das
oben genannte Problem des übermäßigen Fluidverlusts von
der Ausgleichskammer vorzusehen. Diese Aufgabe wird durch Vorsehen
einer Riemenscheibenvorrichtung mit einer äußeren Dichteinrichtung erreicht, welche
den Ausgleichsschild sowie die innere Oberfläche des Zylinders in einer
dichtenden Art und Weise berührt.
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Durch
Vorsehen der Dichtmittel zwischen dem Ausgleichsschild und der inneren
Oberfläche des
Zylinders wird ein übermäßiger Verlust
des Fluids von der Ausgleichskammer verhindert. Die radiale Position
der Dichtmittel ist derartig, dass sie verhindert, dass ein relativ
sehr großer
Fluss des Fluids von der Ausgleichskammer auftritt, angesichts der
oben erwähnten
quadratischen Beziehung zwischen den zentrifugalen Drücken und
der radialen Position.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst das äußere Dichtmittel
eine ringförmige
Lippendichtung. Dies ist eine relativ billige Lösung, das es nicht notwendig
ist, die innere Oberfläche
des Zylinders oder des Ausgleichsschilds anzupassen. Solch ein Anpassen
würde in
dem Fall des Verwendens eines gewöhnlichen O-Rings oder dergleichen
notwendig sein, da in diesem Fall eine Ringnut in der inneren Oberfläche des
Zylinders zum Aufnehmen des Dichtrings benötigt würde.
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Vorzugsweise
wird die äußere Lippendichtung
auf den Ausgleichsschild mittels Vulkanisieren aufgebracht. Die äußere Lippendichtung
wird dann durch den Ausgleichsschild zurückgehalten, und wird automatisch
positioniert und montiert, wenn der Ausgleichsschild positioniert
und montiert wird.
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Die
Erfindung wird nun detaillierter mit Bezug auf die nicht-beschränkenden
Beispiele der Ausführungsformen
erläutert
werden, welche in den Figuren gezeigt sind, in welchen ähnliche
Teile durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet sind, und
in welchen:
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1 eine
Schnittansicht eines sekundären Teils
einer Riemenscheibenvorrichtung für ein stufenloses Getriebe
zeigt;
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2 schematisch
einen Abschnitt eines sekundären
Teils einer Riemenscheibenvorrichtung gemäß einer ersten bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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3 ein
Detail A des Abschnitts zeigt, welcher in 2 gezeigt
ist;
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4 schematisch
einen Abschnitt eines sekundären
Teils einer Riemenscheibenvorrichtung gemäß einer zweiten bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt; und
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5 ein
Detail B des Abschnitts zeigt, welcher in 4 gezeigt
ist.
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1 zeigt
ein sekundäres
Teil 1 einer Riemenscheibenvorrichtung für ein stufenloses
Getriebe.
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Im
Folgenden wird angenommen, dass gut bekannt ist, dass eine Riemenscheibenvorrichtung für ein stufenloses
Getriebe nicht nur einen sekundären
Teil 1 aufweist, sondern auch einen primären Teil (nicht
gezeigt) aufweist. Weiterhin wird angenommen, dass gut bekannt ist,
dass die Riemenscheibenvorrichtung einen Antriebsriemen (nicht gezeigt)
umfasst, welcher gewöhnlich
Metallringe und Querelemente umfasst, welche darauf angeordnet sind.
Darüber
hinaus wird angenommen, dass die Art und Weise, auf welche die Riemenscheibenvorrichtung als
Ganzes betrieben wird und die Art und Weise, in welcher ein Verhältnis der
Riemenscheibenvorrichtung kontinuierlich variiert wird, gut bekannt
ist und wird daher nicht im Einzelnen beschrieben werden.
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Der
sekundäre
Teil 1 umfasst eine sekundäre Welle 10, welche
an einer Seite mit einer Last (nicht gezeigt) gekoppelt ist, z.B.
die Räder
eines Fahrzeugs. An einer anderen Seite ist eine sekundäre Riemenscheibe 20 auf
der sekundären
Welle 10 angeordnet. Die sekundäre Riemenscheibe 20 umfasst eine
stationäre
Antriebsscheibe 21, welche integral mit der sekundären Welle 10 aufgebaut
ist und eine bewegbare Antriebsscheibe 22, welche axial
entlang der sekundären
Welle 10 bewegbar ist. Die Antriebsscheiben 21, 22 weisen
eine konische Form auf und sind gegenüberliegend zueinander angeordnet,
wodurch sie eine V-förmige
Aussparung zum Aufnehmen des oben erwähnten Antriebsriemens bilden.
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Die
stationäre
Antriebsscheibe 21 und die sekundäre Welle 10 müssen nicht
notwendigerweise ein integrales Teil sein. Die stationäre Antriebsscheibe 21 kann
auch ein separates Element sein, welches fest an der sekundären Welle 10 auf
jegliche geeignete Art und Weise angebracht ist.
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An
der Rückseite,
welche die Seite ist, welche nicht der stationären Antriebsscheibe 21 gegenüberliegt,
ist die bewegbare Antriebsscheibe 22 integral mit einem
zylinderförmigen
Gleitteil 23 verbunden, wovon eine innere Oberfläche 24 in
der Lage ist, entlang der sekundären
Welle 10 durch Kugeln 30 zu gleiten. Weiterhin
ist an der Seite die bewegbare Antriebsscheibe 22 integral
mit einem Zylinder 25 verbunden, welcher im Wesentlichen
koaxial hinsichtlich der sekundären
Welle 10 angeordnet ist.
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Sowohl
das Gleitteil 23 und der Zylinder 25 müssen nicht
notwendigerweise integral mit der bewegbaren Antriebsscheibe 22 verbunden
sein. Stattdessen können
sie separate Elemente sein, welche auf jegliche geeignete Art und
Weise an der bewegbaren Antriebsscheibe 22 angebracht sind.
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Der
sekundäre
Teil 1 umfasst weiterhin einen sekundären Kolben 40, welcher
eine fixierte und im Wesentlichen koaxiale Position hinsichtlich
der sekundären
Welle 10 aufweist. An einer äußeren Peripherie 41 ist
der sekundäre
Kolben 40 gegen eine innere Oberfläche 26 des Zylinders 25 mittels
eines O-Rings 42 abgedichtet. An einer inneren Peripherie 43 umschließt der sekundäre Kolben 40 die
sekundäre
Welle 10. Eine Feder 44 ist zwischen dem sekundären Kolben 40 und
der bewegbaren Antriebsscheibe 22 vorgesehen.
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Ein
Ausgleichszylinder 50, welcher ein teilweise geschlossenes
Kopfende 51 aufweist, welches geeignet zum Hindurchlassen
der zwei sekundären Wellen 10 ist,
weist auch eine fixierte und im Wesentlichen koaxiale Position hinsichtlich
der sekundären Welle 10 auf.
Der Ausgleichszylinder 50 ist an der Rückseite des sekundären Kolbens 40 angeordnet, welche
die Seite des sekundären
Kolbens 40 ist, welche nicht der bewegbaren Antriebsscheibe 22 gegenüberliegt.
Ein ringförmiger
Raum zwischen dem Ausgleichszylinder 50 und dem Zylinder 25 ist
mittels eines Ausgleichsschilds 60 geschlossen, welches eine
Z-förmige
Kontur in einer axialen Ebene aufweist. An einer inneren Peripherie 61 umschließt der Ausgleichsschild 60 einen
Zylinderwandabschnitt 52 des Ausgleichszylinders 50.
Der Ausgleichsschild 60 weist eine fixierte Position hinsichtlich
des Zylinders 25 auf und ist hinsichtlich des Ausgleichszylinders 50 bewegbar.
Die fixierte Position des Ausgleichsschilds 60 hinsichtlich
des Zylinders 25 wird mittels einer Stufe in dem Zylinder 25 an
der einen Seite und eines Sprengrings 27 aufrechterhalten,
welcher mit einer Ringnut 28 in der inneren Oberfläche 26 des
Zylinders 25 an der anderen Seite in Eingriff steht.
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Im
Rahmen der vorliegenden Erfindung kann der Ausgleichszylinder 50 weggelassen
werden. In solch einem Fall dient der Ausgleichsschild 60 dazu, einen
ringförmigen Raum
zwischen dem sekundären Kolben 40 und
dem Zylinder 25 zu schließen. Weiterhin muss der Ausgleichsschild 60 nicht
notwendigerweise eine Z-förmige
Kontur in einer axialen Ebene aufweisen, sondern kann jegliche geeignete
mögliche
Form aufweisen.
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Im
Folgenden wird auf die bewegbare Antriebsscheibe 22, das
Gleitteil 23, den Zylinder 25 und der Ausgleichsschild 60 als
bewegbare Einheit 70 Bezug genommen. Eine hinterste Position
der bewegbaren Einheit 70 ist in der oberen Hälfte der 1 gezeigt,
wohingegen die vorderste Position der bewegbaren Einheit in der
unteren Hälfte
der 1 gezeigt ist.
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Ein
Zylinderraum 80 an der Rückseite der bewegbaren Antriebsscheibe 22,
welche durch die Vorderseite des sekundären Kolbens 40, das
Gleitteil 23, und abhängig
von der Position der bewegbaren Antriebsscheibe 22 hinsichtlich
der stationären
Antriebsscheibe 21, möglicherweise
auch eines Abschnitts der sekundären
Wellen 10 und der inneren Oberfläche 26 des Zylinders 25 begrenzt
wird, ist mit Fluid gefüllt,
welches zugeführt
werden kann oder ausgegeben werden kann mittels eines Systems, welches
Kanäle 11 und 12 umfasst,
welche sich durch die sekundäre
Welle 10 erstrecken und ein Kanal 29, welcher
sich durch das Gleitteil 23 erstreckt.
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Die
Position der bewegbaren Antriebsscheibe 22 hinsichtlich
der stationären
Antriebsscheibe 21 wird mittels des Drucks in dem Zylinderraum 80 gesteuert.
Wenn Fluid dem Zylinderraum 80 zugeführt wird, steigt der Druck
in dem Zylinderraum 80 an, was bewirkt, dass sich die bewegbare
Einheit 70 in der Richtung zu der stationären Antriebsscheibe 21 bewegt.
Umgekehrt, wenn Fluid von dem Zylinderraum 80 ausgegeben
wird, fällt
der Druck in dem Zylinderraum 80 ab, was bewirkt, dass
sich die bewegbare Einheit 70 weg von der stationären Antriebsscheibe 21 bewegt.
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Eine
Ausgleichskammer 90, welche durch die Rückseite des sekundären Kolbens 40,
den Ausgleichszylinder 50, der Ausgleichsschild 60 und,
abhängig
von der Position der bewegbaren Einheit 70 hinsichtlich
der stationären
Antriebsscheibe 21, möglicherweise
auch zumindest eines Abschnitts des Zylinders 25 begrenzt
wird, ist auch mit Fluid gefüllt, welches
mittels eines Befüllungslochs 45 zugeführt werden
kann, welches in dem sekundären
Kolben 40 vorgesehen ist. Somit wird in diesem Beispiel
die Ausgleichskammer 90 mit Fluid befüllt, welches von dem Zylinderraum 80 erhalten
wird. Jedoch innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung ist
es auch möglich,
dass das Fluid mittels eines zugeordneten Systems zugeführt wird,
welches nicht den Zylinderraum 80 enthält, z.B. durch einen separaten
Zuführkanal,
welcher in der sekundären
Welle 10 vorgesehen ist.
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Während eines
Betriebs des stufenlosen Getriebes empfängt der Zylinderraum 80 einen
hydraulischen Druck durch die Kanäle 11, 12 und 29.
Auf diese Weise wird die axiale Position der bewegbaren Antriebsscheibe 22 hinsichtlich
der stationären
Antriebsscheibe 21 gesteuert. In dem Verfahren baut sich
ein zusätzlicher
Druck als Ergebnis von Zentrifugalkräften auf eine Drehung der sekundären Riemenscheibe 20 hin
auf. Der zusätzliche
Druck wird ausgeglichen durch Erlauben, dass das Fluid von dem Zylinderraum 80 durch
das Befüllungsloch 45 hindurch
passiert und in die Ausgleichskammer 90 hineinfließt, wo ein ähnlicher
Zentrifugaldruck dann während
eines Betriebs aufgebaut werden kann. In diesem Beispiel kann Fluid
von der Ausgleichskammer 90 mittels eines Ausgabelochs
(nicht gezeigt) ausgegeben werden, welches in dem Ausgleichszylinder 50 vorgesehen
ist, um zu vermeiden, dass ein Druck auf andere Art und Weise als
ein Ergebnis von Zentrifugalkräften
aufgebaut wird.
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In
dem Beispiel, welches in 2 gezeigt ist, umfasst die Riemenscheibenvorrichtung
einen Ausgleichszylinder 50, wohingegen in dem Beispiel,
welches in 4 gezeigt, der Ausgleichszylinder 50 weggelassen
worden ist. In dem ersten Fall ist das Ausgleichschild 60 gegen
eine äußere Oberfläche 53 des
Zylinderwandabschnitts 52 des Ausgleichszylinders 50 an
seiner inneren Peripherie 61 abgedichtet, wohingegen in
dem zweiten Fall der Ausgleichsschild 60 gegen den sekundären Kolben 40 an
seiner inneren Peripherie 61 abgedichtet ist. In beiden
Fällen wird
die Dichtung mittels einer ringförmigen
Lippendichtung 100 realisiert. In den gezeigten Beispielen ist
die innere Lippendichtung 100 ein Teil einer Schicht 105,
welche vollständig
die Vorderseite des Ausgleichsschilds 60 abdeckt, welche
die Seite ist, welche der Ausgleichskammer 90 gegenüberliegt.
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Wie
aus 2 bis 5 abgeleitet werden kann, ist
in den gezeigten Beispielen die innere Oberfläche 26 des Zylinders 25 mit
zwei Stufen versehen. Ausgehend von dem Ende des Zylinders 25,
welches integral mit der bewegbaren Antriebsscheibe 22 verbunden
ist und in Richtung des freien Endes des Zylinders 25 gehend,
umfasst die innere Oberfläche 26 nahe
dem freien Ende eine Fase 260 und anschließend eine
erste Stufe 261, wobei der innere Durchmesser des Zylinders 25 zunimmt,
und nahe der ersten Stufe 261, eine zweite Stufe 262,
wobei der innere Durchmesser des Zylinders 25 auch zunimmt.
In den gezeigten Beispielen ist die zweite Stufe 262 ein Teil
der bereits erwähnten
Ringnut 28, in welcher der Sprengring 27 montiert
ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist der Ausgleichsschild 60 gegen die innere
Oberfläche 26 des
Zylinders 25 nahe einer äußeren Peripherie 62 mittels äußerer Dichtmittel
abgedichtet, welche in den gezeigten Beispielen auch ein Teil der
Schicht 105 sind.
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Vorzugsweise
ist die Schicht 105, welche die innere Lippendichtung 100 und
die äußeren Dichtmittel
umfasst, aus Gummi hergestellt. Vorzugsweise wird die Schicht 105,
welche die innere Lippendichtung 100 und die äußeren Dichtmittel
enthält,
auf den Ausgleichsschild 60 mittels Vulkanisieren aufgebracht.
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2 und 3 zeigen
eine erste Ausführungsform
der äußeren Dichtmittel
gemäß der Erfindung,
auf welche im Folgenden als äußerer Dichtring 110 Bezug
genommen wird.
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Der äußere Dichtring 110 umfasst
einen Aufnahmering 111, einen ringförmigen primären Dichtteil 112 und
einen ringförmigen
sekundären
Dichtteil 113. Sowohl der primäre Dichtteil 112 und
der sekundäre Dichtteil 113 ragen
von der freien Oberfläche
der Schicht 105 hervor, welche die Oberfläche ist,
welche nicht dem Ausgleichsschild 60 gegenüberliegt.
Der Radius des primären
Dichtteils 112 ist kleiner als der Radius des sekundären Dichtteils 113.
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In
einem montierten Zustand umschließt der Aufnahmering 111 den
Ausgleichsschild 60 in einer radialen Richtung, wobei eine
innere Peripherie 114 des Aufnahmerings 111 den
Ausgleichsschild 60 kontaktiert und eine äußere Peripherie 115 des
Aufnahmerings 111 die innere Oberfläche 26 des Zylinders 25 an
einer Position zwischen der ersten Stufe 261 und der zweiten
Stufe 262 kontaktiert. Weiterhin kontaktiert eine obere
Oberfläche
des sekundären Dichtteils 113 die
erste Stufe 261, wohingegen ein Übergangsbereich zwischen einer
oberen Oberfläche
und einer Seitenoberfläche
des primären
Dichtteils 112 die Fase 260 kontaktiert.
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Während die
Dichtfunktion des äußeren Dichtrings 110 durch
den primären
Dichtteil 112 und den sekundären Dichtteil 113 sichergestellt
wird, kann der Aufnahmering 111 weggelassen werden. Eine
weitere Möglichkeit
ist, einen Aufnahmering 111 anzubringen, welcher derartige
Abmessungen aufweist, dass der Aufnahmering 111 nur den
Ausgleichsschild 60 kontaktiert und nicht die innere Oberfläche 26 des
Zylinders 25.
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In
dem montierten Zustand wird der äußere Dichtring 110 dicht
gegen die innere Oberfläche 26 des
Zylinders 25 mittels des Sprengrings 27 gedrückt, welcher
auch den Ausgleichsschild 60 verriegelt. Auf diese Weise
wird ein Auslaufen des Fluids in der Ausgleichskammer 90 durch
einen Durchgang zwischen der äußeren Peripherie 62 des
Ausgleichsschilds 60 und der inneren Oberfläche 26 des
Zylinders 25 verhindert.
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4 und 5 zeigen
eine zweite Ausführungsform
der äußeren Dichtmittel
gemäß der Erfindung,
auf welches im Folgenden als äußere Lippendichtung 120 Bezug
genommen wird.
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Die äußere Lippendichtung 120 umfasst
einen Aufnahmering 116 und eine ringförmige schräge Lippe 117, welche
nach innen in einer radialen Richtung gerichtet ist, d.h., in Richtung
der sekundären Welle 10.
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In
einem montierten Zustand umschließt der Aufnahmering 116 den
Ausgleichsschild 60 in einer radialen Richtung, wobei eine
innere Peripherie 118 des Aufnahmerings 116 den
Ausgleichsschild 60 kontaktiert und eine äußere Peripherie 119 des
Aufnahmerings 116 die innere Oberfläche 26 des Zylinders 25 an
einer Position zwischen der ersten Stufe 261 und der zweiten
Stufe 262 kontaktiert. Weiterhin kontaktiert ein Übergangsbereich
zwischen einer oberen Oberfläche
und einer Seitenoberfläche
der Lippe 117 die erste Stufe 261.
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Die äußere Lippendichtung 120 ist
derartig geformt, dass die Lippe 117 relativ leicht innerhalb
einer axialen Ebene bewegbar ist. Dies ist sehr vorteilhaft, z.B.
darin, dass es relativ leicht ist, den Ausgleichsschild 60 und
die äußere Lippendichtung 120 in
der Richtung der bewegbaren Antriebsscheibe 22 während eines
Montierens zu drücken,
wodurch ermöglicht
wird, dass der Sprengring 27 auf seine richtige Position
ohne großen
Kraftaufwand gebracht wird. Auch ist die äußere Lippendichtung 120 in
der Lage, ihre dichtende Funktion sehr gut auszuführen, hauptsächlich aufgrund
der Tatsache, dass die schräge
Lippe 117 nach innen gerichtet ist, während der Druck in der Ausgleichskammer 90 nach
außen während eines
Betriebs des stufenlosen Getriebes gerichtet ist. Darüber hinaus
wird eine Abnutzung des Sprengrings 27 durch die nach innen
gerichtete Richtung der Lippe 117 ausgeglichen. Die Lippe 117 wird immer
dicht gegen die erste Stufe 261 als Ergebnis des Fluiddrucks
gedrückt
werden, welcher in einer äußeren Richtung
wirkt. Daher wird eine mögliche Abnutzung
des Sprengrings 27 oder ein möglicher Abstand, welcher aus
einer Abnutzung resultiert, automatisch kompensiert durch eine Änderung
des Winkels der Lippe 117 innerhalb der axialen Ebene.
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Die
gezeigten zwei möglichen
Formen der äußeren Dichtmittel 110, 120 sind
nur Beispiele. Es gibt viele andere Möglichkeiten, welche innerhalb des
Bereichs der vorliegenden Erfindung liegen. Die äußeren Dichtmittel 110, 120 müssen nicht
notwendigerweise ein Teil einer Schicht 105 sein, welche
alles der Vorderseite des Ausgleichsschilds 60 abdeckt. Die
Schicht 105 kann auch teilweise die Vorderseite des Ausgleichsschilds 60 abdecken
oder überhaupt nicht
vorgesehen sein. Anstatt mittels Vulkanisieren auf den Ausgleichsschild 60 aufgebracht
zu werden, können
die äußeren Dichtmittel 110, 120 auch
ein separates Element umfassen.
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Es
wird dem Fachmann klar sein, dass der Umfang der vorliegenden Erfindung
nicht auf die Beispiele beschränkt
ist, welche in dem Vorangegangenen diskutiert wurden, sondern dass
mehrere Änderungen
und Modifikationen davon möglich
sind, ohne von dem Umfang der Erfindung, wie in den angehängten Ansprüchen definiert,
abzuweichen.
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Zum
Beispiel wird oben die vorliegende Erfindung im Kontext des sekundären Teils 1 des
stufenlosen Getriebes beschrieben. Die vorliegende Erfindung kann
jedoch auch in dem Kontext des primären Teils des stufenlosen Getriebes
angewandt werden, falls das primäre
Teil einen Ausgleichsschild 60 und eine Ausgleichskammer 90 umfasst.